: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ich war gestern auf dem Berg

Weil, was soll man sonst tun, wenn man gerade wenig anderes tun kann. Auf dem Berg, bei dessen Besteigung mir die besten Geschichten einfallen und der gerade so hoch ist, dass es dort oben meistens schön ist. Selbst wenn im Tal der Nebel liegt.







Das Grossartige ist: Schlimmer kann es kaum werden. Recht viel kürzer werden die Tage nicht, recht viel tiefer geht es sozial nicht. Das ist schon in etwa das Übelste, was mir so zustossen kann. Das ist und bleibt mein Leben und meine Zukunft, und es ist so absurd viel besser als das meiste, was dieser Planet zu meiner Zeit zu bieten hat. Gut, ich werde nie zum Mond reisen. aber mir reicht auch der Berg.







Und das Gefühl natürlich, dass es geht. Dass die Kondition auch auf einem neuen, ubekannten Rad ausreicht, dass die Balance auf Eis und Schnee stimmt, und dass, wenn man nur hoch genug ist, auf 20 Höhenmetern der Nebel vollkommen weg ist, und der Himmel strahlend blau wird. Am liebsten wäre ich diese Strecke ein paar mal gelaufen, nur damit es öfters blau wird.







Dann bin ich oben und es ist so schön, wie es hier oben nur im Winter sein kann. Bis nach Frankfurt unter dem Nebel kann man nie schauen, da ist die Erdkrümmung dazwischen, und es fühlt sich gut und richtig an, dass es so ist und bleiben wird. So viel wird passieren, man merkt es überall, aber mir, was soll mir schon passieren. Ich bleibe ja hier. Ich komme schon durch. Immer.







Wen die Götter vernichten wollen. dem erfüllen sie alle Wünsche und ich hätte gern ein dickes Stück Baumkuchen gehabt, aber es war nur noch ein dünnes Exemplar vorhanden. Na dann. Es wird mit diesem kleinen Missvergnügen schon werden. Soweit es halt was werden kann.

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