Ein wenig Pietät

Dieses Blog ist sehr gut bekannt als Hort der Andacht und des ehrfurchtsvollen Gedenkens; stirbt nämlich jemand wie der Haider oder sonst ein fleischgewordener Alptraum, dann halte ich mich nicht zurück oder entringe mir wie die ganzen Kackbratzen der Ösimedien ein Oh schad, nein, ich halte Andacht für Wahrhaftigungkeit und gedenke das zu tun, was in dem Fall zu tun ist. So einer muss den Weg zur Hölle so antreten, wie er gewesen ist. In Schande.Und das muss man dann auch sagen dürfen: Die Welt, sie ist ein Ort, der nicht bei jedem Tod ein schlechterer wird.



Bei dem amerikanischen Massenmörder, der seine Opfer heimtückisch im nahen Osten tötete und jetzt meinte, mit einem von seinem Einsatz gestört zurückgekommenen Kollegen eine Runde ballern zu gehen, damit der wieder besser drauf sein würde -bei dem bin ich, abgesehen von der grundsätzlichen Ablehnung solcher Tätigkeiten aber gar nicht so sicher.

Denn, seien wir ehrlich: Menschen mit solchem Vertrauen braucht die Welt. Die glauiben sicher auch nicht, dass das hiesige Regime nie und nimmer bewaffnete Drohnen im Inneren einsetzen würde, sondern allenfalls zur Sicherung der Handelswege der sie schmierenden Wirtschaft, solange es nicht gerade die Hoteliers und die Glücksspielautomatenaufsteller und Legaldrogenhersteller sind. Wer es für eine gute Idee hält, einem Irren eine Knarre in die Hand zu drücken, der lässt auch E.ON und Vattenfall beim Ausbau der Netze mitreden. Oder die deutschen Verleger beim Lex Google. Oder einen Haschischbauern beim Drogengesetz, falls die Piraten mit Lauer, Peukert und Stefanowitsch bei denen doch noch fast stalinistische Erfolge einfahren. Menschen mit Glauben und Gottvertrauen und der Bereitschaft, dafür alles zu riskieren! Wo hat man das noch? Ausser bei den Schwachköpfen natürlich, die den Blogs der Ferengis glauben.

Generell hätte der Mann an jede Schaltstelle gepasst, an der zu entscheiden ist, ob man diejenigen weiter ranlässt, die es bislang in den Sand gesetzt haben. Man soll über solche Leute nicht lachen: Unser System braucht die. Solche Leute sind die wahren Stützen, auf denen man ein neues Tschernobyl errichten und eine zweite Challanger ins All schicken könnte. Und man kann auch an einer Torte ersticken.



Wobei... jetzt, wo wir einen weniger unter uns haben... vielleicht ist jetzt das Gleichgewicht ausser Kontrolle geraten? Diese Stütze ist weg. Tja. Was man da tun kann?

Vielleicht es den Markt regeln lassen. Mein Vorschlag wäre: Für alle Entscheidungsträger und ihre PPP-Partner mehr Schiessplätze, jede Menge automatische Waffen und Munition so viel bis keine oder, auch das ist denkbar, keiner mehr da ist. Öfters mal rausgehen und 100 Schuss ringsum ablassen, das ist echt gut zu den Nerven und wenn es einen selbst schon nicht ruhig macht - wie man sieht, schreibt der Ballerfreund jetzt keine Bestseller über das Erschiessen von Menschen mehr. Selten ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen dabei wäre, sagte meine Grossmutter immer, von der ich auch die Sache mit der Torte habe.

Und das gute Gefühl, dass man über Tote nichts ausser Gutes sagen darf. Gutes, das einem selbst gut tut. Und solange da ein Sahnekuchen vom Wagner ist, ist das auch nicht geschmacklos, sondern gut.

Montag, 4. Februar 2013, 00:37, von donalphons | |comment

 
Kann das da empfehlen:
Bourke, Joanna: An intimate history of killing : face-to-face killing in twentieth-century warfare. London : Granta. 2000
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Da stehen lustige Geschichten drin aus dem WK-1.
Frage an den (anglikanischen) Militärgeistlichen:
"Können Sie sich vorstellen, dass Jesus Christus den Gegner mit Bajonetten bekämpft hätte?'"
"Aber sicher!"
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Und über den Vietnamkrieg. Da soll es vorgekommen sein, dass die Soldaten, traumatisiert aus dem Gefecht zurückkamen (wo sie soundsoviele Vietnamesen getötet hatten) und dem Geistlichen von ihren Gewissensqualen erzählten.
Und die Geistlichen? Die sagten dann den Jungs, dass das alles okay und notwendig sei und man den Kommunisten zertreten müsse etc. pp.
Daraufhin waren die Jungens keineswegs alle beruhigt, sondern verloren im Gegenteil ihren letzten Respekt vor der Kirche. Denn sie wussten zu gut, dass das, was sie da machten, nicht okay war und verachteten den Pfaffen dafür , dass er einfach seine Platte abspielte.
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Alles in allem gab es auf der Welt seltener mehr Frieden (bzw weniger Kriegstote pro Jahr im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung) als heute. Das könnte ja Anlaß geben zum Optimismus.
Was mich aber trotzdem pessimistisch stimmt, ist diese Unfähigkeit oder schlimmer noch, diese Unwilligkeit, den Frieden eine dauerfhafte Grundlage zu geben.
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"Der ewige Friede ist ein Traum und nicht einmal ein schöner" -- Dieses Diktum von Moltke aus der Wilhelmzeit ist längst wieder Konsens in der herrschenden Klasse, den hörigen Medien und natürlich unter denen, die in den 70ern und 80ern den Wehrdienst verweigert haben.

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och, diese kleinen Prinzen hatten doch noch nicht mal einen Hubschrauber mit Joystick-Kanone :-(

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Ne, hattense nich.

Aber dieser Prinz hatte 'nen echten Hubschrauber.

Tja-ha, beim Tommy wird nicht gekleckert, da wird geklotzt.

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Vegetarier aller Länder, vereinigt euch!

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Jedenfalls macht mir der Kult, der um diese Helden betrieben wird, weitaus mehr Angst als diese selbst.
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Unser ganzer schöner globaler Frieden beruht bislang eingentlich nur darauf, dass die Chinesen, Inder, Russen bislang mit der US-Hegemonie abgefunden haben. Wenn sie sich das einmal anders überlegen und selbst anfangen, überall zu intervenieren (z.B. um "den Islamismus zu bekämpfen") dann kann es richtig lustig werden.

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Von diesen Ländern hat sich niemand mit einem wie auch immer gearteten US-Hegemonismus abgefunden. Die Russen saufen sich eh dauerhaft dumm und verkaufen nur ihre Rohstoffe. Inder & Chinesen machen nicht auf militärisches Schaulaufen (es sei denn es geht um Pakistan oder Taiwan), sondern unterlaufen den wie auch immer gearteten US-Hegemonismus mit Handelsabkommen und Diplomatie.

Ich würde mal behaupten, dass eine Globalmacht China für den Weltfrieden einen Tick förderlicher wäre als eine Globalmacht USA, wo man sich zu sehr vom militärisch-industriellen Komplex abhängig gemacht hat, um noch ansatzweise eine andere politische Strategie zu fahren.

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Sie unterschätzen den Militarisierungsgrad der chinesischen Gesellschaft.

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Und warten sie mal ab. Man darf die Erfahrungswerte der Vergangenheit nicht linear in die Zukunft verlängern.
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Wenn die Chinesen bisher vernünftig waren, dann heisst das nicht, dass sie es auch in Zukunft bleiben müssen.
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Und das schlechte Vorbild steht ihnen ja vor Augen.
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Präventivkriege, Vergeltungsschläge, Folterlager, etc. pp. für das alles brauchen sie sich ja gar keine neuen Rechtfertigungen ausdenken -- sie können einfach 1:1 die Argumente aus USA, Europa und Israel übernehmen. Da ist alles schon abgedeckt.
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Bestimmt werden sie irgendwann noch einen eigenen Menschenrechts-Gerichtshof einrichten.

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Was vielleicht irgendwann im Konjunktiven passieren könnte, mache ich nicht zur Grundlage meiner Einschätzung dessen was ist, sondern ich gehe von dem aus, was passiert. Und die chin. Aussenpolitik ist bis dato sehr viel friedlicher hegemonial als die der USA. China ist kein zahmes Täubchen, bitte nicht mißverstehen, aber man verlässt sich aussenpolitisch dort mehr auf die Stärke von Handelsabkommen als auf die Stärke der Waffen. Wenn sich diese Politik ändert, dann ändert sich auch meine Einschätzung.

Zudem, schon unter Mao war der Militarisierungsgrad der Chinesen enorm. Sonderlich schlagkräftig war die chin. Armee deswegen aber nicht.

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Bislang herrschte in China ja auch so eine Parteidiktatur. Irgendwann werden vielleicht die Demokratie und die Meinungsfreiheit ausbrechen und mit ihnen ein neuer Chauvinismus. Vielleicht dann auch im Namen der Menschenrechte, so à la BHL: "Wir haben die PFLICHT, in Afrika einzugreifen. Wir können doch nicht untätig zusehen, wie ...etc. pp."

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Die Amerikaner sind sehr wohlerzogene, liebe Menschen, die aber immer auch eine Atombombe im Ärmel haben.

Trifft auch noch auf ein paar andere Nationen zu - nur nicht so dolle ...

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@hm555 "...Wir haben die PFLICHT, in Afrika einzugreifen. ..."

Stimmt, die Chinesen hätten in der Zukunft tatsächlich die Pflicht in Afrika einzugreifen.
Schon allein, um Ihre dort wachsenden wirtschaftlichen Interessen zu wahren ...

Schade, dass es nicht "Winteressen" heißt - wäre eine schöne Alliteration gewesen.

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Was wohl Tibet von der friedlichen Außenpolitik der Chinesen hält

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Das fällt unter Innenpolitik.

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Kriege sind Ablenkungsmanöver
Sehr häufig haben Kriege die Aufgabe, von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken. Hollande hat das gerade entdeckt. Ein preiswerter kleiner Wüstenkrieg, den französischen Finanzen angepaßt, kommt ihm gerade recht.
Mutmaßungen über China sind ohne innenpolitische Analysen uninteressant, weil die Chinesen ihre außenpolitischen Interessen mühelos und billiger mit ihrem Geld oder finanziellem Druck erledigen als nun kostspielige Kriege zu führen. Möglicherweise steht China vor einer Revolution, dann könnte es für den Rest der Welt schnell ungemütlich werden.

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Innenpolitik, so wie ein Besuch Erdogans in Berlin

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schrotsaege, der französische Staat ist zu einem knappen Drittel Anteilseigner der Thales Group, die u. a. in der Rüstung tätig ist.
Eigendarstellung:

Thales est le groupe numéro un européen et le second au niveau mondial pour les systèmes dédiés aux Forces Terrestres.

So fließt das Geld schön im Kreis. Wirtschaftlich ist das doch nicht so schlecht ...

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Hollandes innenpolitische Chuzpe
diktionaftis, klar doch: 20 Tote an der Front gegen 200 Arbeitsplätze mehr, so lautet vermutlich die Berechnung der politischen Technokraten, die ja neuerdings hoch im Kurs stehen.

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HansMeier, in allem d’accord.

Nur sollten wir uns nichts vormachen dahingehend, dass unser Zweckpazifismus später einmal, in hundert Jahren und zwanzig Völkermorde später, ein glücklicher Chauvinismus genannt werden wird. Bewundernd wird man davon sprechen als ein Beispiel dafür, wie nah man moralinfreier Tugend kommen kann.

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Also, im Chor: Ich bin ein glücklicher Chauvi, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen! ;-)

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das mit der us-hegemonie ist schon etwas her, hier und jetzt ist es wohl so, dass die us of a so lange globaler spieler sind, wie dies die chinesen zulassen, bzw. finanzieren. wenn die irgendwann auf die idee kommen, schlechtem geld kein gutes geld mehr nachzuwerfen, war es das und den usa bleibt nur noch, den gorbatschow zu machen und sich sruhig auf ihr kerngebiet zurückzuziehen.

oder die amis merken selber, dass das mit dem weltpolizisten nur ärger macht, der anderen (japan, europa) nutzen bringt, während man selber das geld im eigenen land besser brauchen könnte. den republikanernm scheint diese überlegung nicht ganz fremd zu sein. ich lasse mich gerne in meiner auffassung widerlegen, dass die us of a raum und boden genug haben, alle amerikaner gut und ausgewogen zu ernähren. gewisse abstriche im konsumverhalten liessen sich ohne weiteres als fortschritt an lebensqualität verkaufen, ich denke da an so dinge wie pferd, pferd und wagen usw.

die verbündeten trifft der untergang des amerikanischen reiches sehr viel härter: allen voran israel. ich halte es dann nicht für ausgeschlossen, dass die grundstückspreise in der uckermark auch mal wieder anziehen können.

wie dann auch die europäer einen neuen grossen bruder brauchen. dafür kämen die russen oder die chinesen in frage. peking hätte den vorteil, weiter weg zu sein, deutschland hat den nachteil, näher bei russland zu liegen. ein kalter winter, und es ist klar, wer in deutschland künftig bestimmt. da trifft es sich gut, dass herr putin ja schon früher einmal dienstlich in dresden zu tun hatte. diejenigen, die ihm zuarbeiteten, sind auch noch alle da, die alten tschekisten warten nur darauf, wieder zusammen den klassenfeind besiegen zu dürfen.

das dürfte dann auch das ende der eu sein, aber darauf wird auch schon länger hingeschrieben, man wird sich noch wundern, wem diese nationalisten in die hände arbeiten, oder eben nicht. war es nicht russland, das die deutschen vom frevlen spiel des korsen mit angestammten fürstenthronen und ihren getreuen untertaten befreite? eben, machmal kommt zusammen, was zusammen gehört.

anderswo geht es gefährlicher zu, peking wird gar nicht anders können, als den osten, sprich pakistan, sprich afghanistan zu befrieden. übrigens mit zustimmung der nachbarn, indien wird es den chinesen danken, wenn pakistan keine gefahr mehr ist. auch japan wird es dem zu dankenn wissen, der für stabile verhältnisse in der region zu sorgen weiss. auch eine erbfeinschaft muss nicht ewig dauern, wenn gemeinsame interessen überwiegen, europa hat gezeigt. wie das geht.

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Weiss nicht, was "Zweckpazifismus" ist.
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Wenn es aber was schlechtes ist, dann hoffe ich sehr, dass die Chinesen möglichst bald damit aufhören.
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Und stattdessen endlich ihrer weltpolitischen Verantwortung gerecht werden. Wie lange wollen sich die Chinesen dieses Chaos in Syrien noch ansehen? Haben sie denn gar kein schlechtes Gewissen, wenn sie da einfach nur zugucken...

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Oder man lernt endlich mal aus der (insbesondere eigenen) Geschichte und hält sich aus den militärisch ausgetragenen Konflikten des 21. Jahrhunderts gepflegt raus.

Bei der Schweiz funktioniert das seit Jahrhunderten prächtig.

Im Osten die "russische Gasnadel im Arm" (an der Stelle ein Gruß an die Alternativlos-Jungs) und im Westen ein satter Exportüberschuss zu Lasten des US-Handelsbilanzdefizits.

Multipolare Außenpolitik eben, keine einseitige transatlantische Ausrichtung mehr. Wenn mal wieder eine "Bündnisverpflichtung" ruft, wird eben lieber das Scheckbuch aufgemacht, als eigene Soldaten zu senden.

Achja, und zu China ein stabiles, auf gegenseitiges und profitables Wirtschaften ausgerichtetes Verhältnis. Aus dem Nahen- und Mittleren Osten dementsprechend auch komplett raushalten. Nicht unser Problem!

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"Da stehen lustige Geschichten drin aus dem WK-1."
hier auch: http://gutenberg.spiegel.de/buch/1425/2

oder mal gurgeln: kriegspredigten 1914-1918


mit meinen besonderen und besten empfehlungen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/4688/1

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So kritisch ich die USA auch sehe, deren Dilettantismus ist mir lieber als die Chinesen, die nur scheinbar friedlich sind, in Wahrheit aber höchst agressiv ihre Interessen durchsetzen und good ol' Europe nur solange in Ruhe lassen, wie es als Absatzmarkt interessant ist.
Der Verzicht auf offene militärische Konfrontation ist meiner Ansicht nach auch nur darauf zurückzuführen, dass man einerseits technologisch (noch) unterlegen ist, andererseits das eigene Geld bei den möglichen Feinden angelegt ist und dann verloren wäre. Aber wer weiß, schwächtelt die Wirtschaft weiter und würde ein Krieg helfen, nach innen hin Einigkeit wiederherzustellen... Taiwan, Korea, Japan, Vietnam usw. können sich ihrer Eigenständigkeit nur solange sicher sein, wie es klar ist, dass die USA in einen Konflikt mit eingreifen würden. Das Kräftemessen läuft aber schon längst, seit vielen Jahren. Das geht vom chin. Gebraucht-Flugzeugträger über autonom steuernde Flugzeugträgerversenkende Raketenwaffen bis hin zu Streitereien um ein paar Haufen Vulkanasche südwestlich von Japan.

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eben, greenbowlerhat.

angenommen, innere vorgänge in der vr china würden es erforderlich machen, die wiedervereinigung mit taiwan etwas dringender zu betreiben, wäre das die probe aufs exempel, inwieweit die us of a noch tatsächlich global handlungsfähig sind.

das meinte ich mit: weltmacht, die das so lange ist, wie peking dies finanziert.

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"Vielleicht es den Markt regeln lassen. Mein Vorschlag wäre: Für alle Entscheidungsträger und ihre PPP-Partner mehr Schiessplätze, jede Menge automatische Waffen und Munition..."
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Ziemlich weit gespannter Bogen finde ich, vom "American Sniper" hin zu den Ferengis und aber bitte mit Saaahne. Mein unmaßgeblicher Beitrag zum scheissnasskalten Wochenbeginn, neue Berliner Dialetik
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http://www.notesofberlin.com/2013/02/ein-thema-zwei-entgegnungen.html

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Danke an alle Impulsgeber! So fängt die Woche gut an - mit einer Übersicht über Dialogkulturen, wobei erst tot schießen und dann darüber schreiben/reden sicher die restringierteste denkbare Code ist.
Leider finde ich auf die Stelle den Autor nicht, ein linker Amerikaner. Der ließ eine Alienabordnung, die in den USA zu ethnographischer Feldforschung war, vor ihrer Abreise resümieren: zwei Dinge haben wir noch nicht verstanden. Warum schauen die Amerikaner so gerne zu wie andere Menschen sterben? Und: was ist das Geheimnis des blow jobs?

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das hier endet auch in etwa so, wie von Ihnen beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlachthof_5_oder_Der_Kinderkreuzzug

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Those that live by the sword, die by the sword

hatten lattenjupp und der olle zöllner ja doch recht ;)

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na na na lieber rollproll
was ist das denn für eine Ausdrucksweise. Sie wollen dem Bischof Müller doch nicht recht geben, daß "gegen die Kirche" und gegenüber Gläubigen alles erlaubt ist.
Seien Sie nur froh, daß wir Christen so ein duldsames, leidgewohntes und zahmes Völkchen geworden sind.

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dat leidgeprüfte christenvolk kann direkt hier vorbeikomme und sich nen schlach innen nacken extra abholen. fürs winseln. und für den müller. und den senator in rom, das dauernde gebimmel, die kirchensteuer, die doppelmoral, für chile, o. rydzyk, rattenlinien, der beleidigung jedweden verstandbegabten wesens durch ihre schlichte existenz, für den prozess gegen galileo, ihre penetrante art sich in gesellschaftliche diskurse einzuklinken und auch noch deutungshoheit zu beanspruchen... , naja ich mach ma schluss sonst wird die liste der missetaten immer länger und ich komm nicht mehr dazu nackenklatscher zu verteilen.

http://dearblankpleaseblank.com/permalink.php?viewid=20720

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Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der rollproll hätte was gegen Christen.

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der eindruck täuscht. ich habe AUCH etwas gegen christen, aber das sind hierzulange einfach nur die lautesten schreier. Andere Seuchenherde der Religionitis gehören auch unter Quarantäne gestellt.

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Die lautesten Schreier? Zugegeben, hier im Salon war noch kein Islamist. Aber laut?
Christen sollten für Werte einstehen und aufschreien, die Ihnen, rollproll auch wert sind. Christen sollten gegen Menschenverachtung und totalitäre Ideologien aufstehen. Die evangelisch-lutherischen Christen sagen ganz wenig und die katholische Kirche schreit auch wenig. Mich haben Sie doch nicht gemeint?
Und der catch-22 für Sie: wir Christen wissen uns fehlerhaft und sündig. Wir wissen uns auf dem Weg, nicht am Ziel oder als richtig. Wir wissen auch, daß wir dieses wieder und wieder vergessen.

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Endlich mal wieder Religionsbashing; ich hatte es schon fast vermisst.

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@sephor
Nicht doch! Religionsbashing ist doch absurd. Das Problem kann doch nur sein wenn Religiöse Anderen ihre Vorschriften aufzwingen wollen. Ein Internetfund von heute dazu:
"Worshipping of shrines is unislamic. I don´t know what manuscripts have been destroyed, but there were many unislamic writings in Timbuktu that were not in accordance with the Islamic law. These writings were misleading the people. The reporting from Mali is very one sided. Most shrines have not been destroyed by Islamic rebels. They have been destroyed by the civilian population. It was more of an people´s upraising. I know that non-muslim people may see it different because they pay much attention to material things but this is not an assault on world heritage, it is people who stand up for their belief. The former Mali government has been oppressing the muslim population for a long time."
Nur sind das nicht "die" Muslime, sondern die Islamisten, die sind genauso wie die strammen Evangelikalen oder die Opus Dei-Fritzen oder die "Islamkritiker" hier. Wer nach Feierabend solchen Quatsch in Gruppen, die ohne Zwang zustande kommen, pflegen will und tagsüber die Anderen damit verschont...

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@ mel,
nein sie waren nicht gemeint. das büdchen (und sie nennen es salon, haha ;) )hier ist ja auch sonst ne relativ religionsfreie ecke.
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aber die paar bärtigen haben in D doch überhaupt kein Standing, während mir irgendwelche fischköpfe vorschreiben wollen an welchen tagen ich tanzen darf und an welchen nicht (nur mal so ein plakatives beispiel)
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den catch22 könnens behalten. meiner eigenen fehlerhaftigkeit bin ich mir durchaus bewusst. mängel erkennen und abstellen ... durchaus sinnvolles motto. brauch man aber keine übergeordnete autorität für (und eine höhere Entität welcher art auch immer ist zwangsläufig eine)

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Jeder hat mal einen schlechten Tag, rollproll. Der eine haut dann auf Religionen im Allgemeinen und Kirchen im Besonderen herum; der andere geht halt nicht gern tanzen, und schon gar nicht in Berlin, selbst wenn er es dort dürfte, pfui deifi...

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"Dieses höhere Wesen, das wir verehren"
Erinnert sich noch einer?
"Diesem höheren Wesen, das wir verehren.
Dieses höheren Wesens, das wir verehren."
etc. ...

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Klar!
"Dr. Murkes gesammeltes Schweigen" - ganz großes Kino.

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@ sephor,

manch einer hat sogar ganz schlechte Tage.

http://img692.imageshack.us/img692/5552/1302fdpenisc.jpg

Nabend.

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@sterngucker
Richtig! Die unzulässige Verknüpfung von Daten/Dateien/Bildern und Personen ist immer ein Problem. Ein Tag, an welchem das passiert, ist daher ein schlechter Tag. Nicht mal dass der in der FDP ist übertönt mein Mitleid, auch über sein Urteilsvermögen.

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... Um noch mal aufs Religionsbashing zurückzukommen - vielleicht sollte man einen Krisenmanager in Erwägung ziehen ...

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@ diamantspeerspitze -> schön naiv und zahm, bittschön.
Kann sich alles sehr schnell ändern, ein menschenleeres Sibirien mit all den benötigten Rohstoffen liegt vor der Tür. Die chinesischen Genossen ticken so wie sie wollen, nicht wie der Westen mit seinem letzten Rest von Demokratieverständnis ticken mag.
China ist noch keine Seemacht, das kann sich auch alles sehr schnell ändern und mit der Stärke als Seemacht kommt die Hegemonie als Projektierung eines Machtanspruches ja nahezu von alleine. Die Menschenwellen im Koreakrieg (mußten ja auch nich mal bewaffnet sein) sind Vergangenheit, die Volksbefreiungsarmee spioniert sich zur Not die neueste Technik (siehe F-35). Tja und so wie man zum eigenen Volk ist (im Normalfall zu seinen Minderheiten), so ist man auch nach außen, im Zweifelsfalle machts hier einfach die Masse.

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Für Kai Dieckmann, rollproll und sterngucker
http://www.youtube.com/watch?v=p9PiqCeLEmM

und für Minu Barati und Laura Himmelreich

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wer ist tot?
und wieso droht uns schon wieder die gelbe gefahr zu überrollen? haben wir keinen luckner mehr? sind das die kadavermäßigen reste einer ehemaligen massenpsychose oder ist das rein privat gepflegte paranoia?

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Früher konnte man manchen Deutschen mit dem Russen Angst einjagen, der angeblich vor der Tür stehe. Heute kann man manchen Deutschen mit dem Chinesen Angst einjagen, der angeblich vor dem Werkstor steht. Manche Deutsche genießen es geradezu Angst zu haben.

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Von wegen "gelber Gefahr"!
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Ich sehe da eher eine gelbe Chance.
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Gerade die bisherige Zurückhaltung der Chinesen hat doch das Chaos begünstigt. Wenn Al-Kaida sich in Afrika ausbreitet, und der Iran an seiner Atombombe bastelt, dann vielleicht vor allem deswegen, weil die dort keine Angst vor einem chinesischen Eingreifen haben mussten.

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Wer eher stirbt ist länger tod...
Da ist was dran mit dem Haider, obwohl was weiß man
schon tatsächlich über Menschen...

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