Empfehlung heute - Eingemerkelt

Weissgarnix erinnert das Kanzlerelend an eine kleine Anfrage, die man ihr und anderen oft um die Ohren hauen sollte, wenn sie jetzt als Problemlösungstante Milliarden des Staates verprasst.

Dienstag, 14. Oktober 2008, 16:42, von donalphons | |comment

 
https://snipr.com/4cm0r

mal ein sehr schöner Bericht über die Hintergründe der Krise und vor allem auch wie man ihr für die Zukunft vorbeugen kann. Und es wird auch angedeutet wie doppelzüngig unsere Regierung ist durch ein sehr schönes Zitat aus dem Koalitionsvertrag!

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Vollkasko für Zocker
Die auf Recherche verzichtende Presse merkt nicht, dass die Merkelin

1. Jahrelang für Finanzmarkt-Deregulation aktiv war und sogar
2. Lobbyisten der Finanzmarktbranche unterstützte
3. Jetzt keinerlei geeignete Re-Regulation vorgeschlagen hat.

Sie bleibt wie immer im Banalen.

Es war jedoch die Politik von Merkel/Zypries, die zur Finanzmarktkatastrophe zu einem guten Teil beigetragen hat. Man hat sich geweigert, die obskuren Produkte und Praktiken der Finanzbranche zu prüfen, ja sogar den schädlichen Grauen Kapitalmarkt hat man in Ruhe gelassen. Zu allen Überfluss hat man die Auslagerung von Risiken und das Zertifizierungsunwesen aktiv unterstützt. Man hat den Schutz der Kunden/Kundinnen unterhöhlt, man hat die Verbraucherzentralen ausgezehrt, man hat nicht für Transparenz für Finanzmarktprodukte gesorgt - all dies wurde von der Politik getan für die Interessen der Konzerne.

- und eilfertig ist die Regierung jetzt dabei, um den Besitzeliten unseres Landes die Verluste zu ersparen (auf Kosten der Allgemeinheit), die fällig waren.

Unser Banksystem war nicht in Gefahr.

Ein halbes Dutzend Bankpleiten übersteht unserer Volkswirtschaft eher als die Lasten von einem am Ende etwa 100 bis 200 Milliarden teuren "Rettungs"paket, das in erster Linie bewirkt, dass die Börsenkurse wieder steigen. Das der Finanzelite den Arsch rettet - und Geld in das System pumpt. Sogar Eigenkapitalgeschenke in Zig-Milliardenhöhe. Die Regierung übt den Schulterschluss mit Zockern - zu Lasten der Bürger.

Das ist, zumal in dieser sehr teuren Form, Mist. Der Staat lässt sich z.Zt. von den Forderungen der Banken treiben.

(eine zeitweilige Staatsgarantie für den Interbankenhandel halte ich allerdings für eine gute Idee)

P.S.

Die beschlossenen aktuellen Maßnahmen wurden direkt von Ackermann & Co der Regierung aufgetragen. Die Gesetzgebung erfolgt nicht im Parlament, sondern in Frankfurter Konzernzentralen. Steinbrück zu dieser Frage, warum er sich die Gesetze von Banken schreiben lässt: "Ich kann es nicht."

(sagt u.a. Hengsbach)

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CDS sind ja längst nicht nur "Versicherungspolicen" auf Kreditrisiken, die man eingegangen ist, sondern Wetten auf Kreditausfälle, die man eingehen kann, ohne überhaupt einen Kredit vergeben zu haben.

Daher ja diese absurden Zahlen. Jeder kann CDS ausgeben oder erwerben, unreguliert, unlimitiert.

Wenn überhaupt, dürfen CDS nur Risiken absichern, die man tatsächlich hat.

Momentan sind es Wetten. Etwa so, als würde ich eine Hausratversicherung abschließen über 1 Million, obwohl ich nur Sperrholz in der Wohnung habe. Wird eingebrochen, wird die Million fällig, egal was in der Wohnung war.

Und 100 weitere Leute schließen Wetten darauf ab, ob in meiner Wohnung eingebrochen wird oder nicht.

Solange nicht eingebrochen wird, wird verdient. Wenn aber doch, wollen 100 Leute eine Million.

Wie das gehen soll?

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Äh ja... so funktionieren CDS ja nunmal überhaupt nicht. Wenn 100 Leute Wetten, dass eingebrochen wird, dann müssen auch 100 Leute Wetten, dass nicht eingebrochen wird. Und es hat sich ja auch gezeigt, dass die Lehman-CDS trotz Quote von >90% ohne weiteres gesettled werden. Also mal bitte nicht Probleme herbeiphantasieren, wo ausnahmsweise mal keine sind.

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Na gut ich fürchte ich kapiere das mit den CDS nicht wirklich.

Vielleicht erklärt mir ja jemand mal das mit den 50 trillion dollars, und wie die zustandekommen

Ja gut, ich kapier es nicht:

One large difference between credit default swaps and insurance, is you do not need to own the bond or instrument being insured in order to obtain insurance on it. If the bond fails, then, theoretically, you get paid, possibly along with many others. Yet the "insurer" of the bond is not regulated and the transaction is beyond federal or state regulation. This allow speculators to make money by purchasing insurance on a company's bonds and then shorting the stock of the company in great quantity and getting a payoff that exceeds their risk of shorting if the price of the company's stock increases. The fact that you need not be a party to owning the bond also explains why the total value of credit default swaps is so high, indeed higher than the total value of the bonds issued.

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Wo ist denn das Problem? Es ist ja richtig, dass man einen CDS kaufen/verkaufen kann ohne die Anleihe zu besitzen, muss ja in eine Richtung auch so sein. Es ist also tatsächlich so, dass Du Deine komplette Einrichtung versichern kannst und ich auch, obwohl es die Einrichtung nur einmal gibt. In beiden Fällen muss es aber jemanden geben, der die Versicherung verkauft. Es ist aber z.B. nicht egal was in der Wohnung war, wenn Du sie für x versichert hast und nach dem Schaden noch 90% von x da ist, dann ersetzt die Versicherung auch nur 10%. Aber die gesamte ausstehende Versicherungssumme ist dann 2x (Deine und meine Versicherung) und die Auszahlung der (beiden) Versicherung(en) 2*10%. So in etwa das Prinzip, alles ziemlich vereinfacht (und mit Sicherheit kommt man irgendwie auf 50 Trillionen, k.A. wo die herkommen sollen). Ob das nun sinnvoll ist oder nicht sei dahingestellt...
Und jetzt bitte zurück zur Altersangst. :)

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ja, aber der wert von x ist doch da schon ausschlaggebend. das problem ist schon, dass sperrholz über gebühr "versichert" wird, und dann auch noch mit dieser überbewertung weiter gehandelt wird. und dann auch noch übers shorten. jeder idiot sieht sofort, dass das nur solange hinhaut, wie alle genug geld haben, um an diesem schneeballsystem teilzunehmen.

was frau merkel usw. angeht: herr schumann hat gestern beim beckmann was sehr wahres gesagt, nämlich: wenn die politik nebenberuflich in bankengremien sitzt und dafür sorgt, dass solcherlei geschäfte unreguliert weiterlaufen dürfen (wie es in den letzten zehn jahren der fall gewesen ist), braucht man sich nicht wundern, wenn die dinge auch irgendwann derartig unreguliert zu lasten des steuerzahlers aus dem ruder laufen. und: wenn man selbst die expertise nicht besitzt, um defaulte bankengeschäfte wieder zu bereinigen, holt man sich genau die ganoven an bord, die die misere verursacht haben. DAS IST, WAS AUGENBLICKLICH GESCHIEHT. die sachsen lb ist nur ein beispiel.

alles augenwischerei. was wir brauchen, sind viel radikalere maßnahmen. im augenblick wird nur geflickt, mehr nicht. (und btw über leute wie huber könnte man zurzeit laut abkotzen - ich hoffe sehr, dass man sich in bayern mit derlei kontraproduktivem provinznationalismus nur noch mehr in die scheiße reitet.)

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Die Magie der CDS
Es hat ja seinen Grund, dass es verboten ist, Hausrat oder ein Kfz mehr als einmal zu versichern, das heißt, es ist per Staatsgesetz reguliert, was uns bekanntlich die linken etatistischen Sozialromantiker eingebrockt haben.

Gottlob konnten sie uns nicht auch noch diese faszinierenden CDS verderben.
Nehmen wir an, ich investiere in eine Firma die einen aktuellen Wert von 10 Euro hat 1 Euro. Ich gehe davon aus, dass ihr Wert auf 100 Euro steigen wird, so dass aus meinem 1 Euro dann 10 Euro werden. Ich weiß aber, dass das Investment riskant ist. Nun kommt einer, der sagt mir: Zahle mir 1 Cent, dann erstatte ich Dir den 1 Euro, wenn die Firma pleite geht. Für mich ist das ein Superding, weil jetzt mein Risiko von 1 Euro auf Null Euro runter ist (der 1 Cent ist natürlich in jedem Fall weg). Ich habe aber immer noch die auf dem 1 Euro beruhenden Gewinnchancen, wenn die Firma erfolgreich ist.

Derjenige, der mit mir bzw gegen mich wettet (ob man das "Versicherung" oder "Wette" nennt, ist unerheblich), ist überzeugt, dass in keinem Fall eine Insolvenz eintreten wird, denn sonst würde er sich nicht in dieser Weise engagieren. Er wird daher versuchen, die Wette auch noch anderen anzubieten, und da sich dieses Geschäftsmodell im freiheitlich-deregulierten Markt abspielt, gibt es dafür auch keine Grenze. Er findet insgesamt 10.000 Marktteilnehmer (es hätten auch 10 Millionen sein können), die wetten möchten. (Es stimmt also gerade nicht, wenn nm sagt, für jeden, der wettet, müßte es einen geben, der dagegen wettet. Diese - sinnvolle - Schranke wird durch die "Hebel" ausgehebelt. Darin besteht ja gerade ihre Funktion.)

Er macht damit, so rechnet er sich aus, einen Gewinn 10.000 x 0,01 Euro, also 100 Euro. Das Wahnsinns-Phantastische für ihn ist: Er macht diesen Gewinn aus dem nichts und mit nichts; es ist das Wunder der Reichtumsvermehrung, es ist wie Magie: Die Rendite in Prozent geht gegen Unendlich. Wenn das mal kein attraktives Geschäftsmodell ist.

Nur: Wenn die Sache schief geht, muß er 10.000 Euro zahlen, die er nicht hat, denn die Wette ist, dank Deregulierung, durch keinen realen Wert gedeckt. Genau da kommen dann die Riesensummen her, und da ist das Problem.

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bravo, noergler.

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Danke :-)

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@ avantgarde: Was Du gesagt hast, ist im Grundsatz richtig, und es tat nicht Not, dass der vom Verständnis der Dinge denkbar weit entfernte nm hier eine solche Tonart anschlägt.

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Danke noergler,

dann hab ich doch mehr verstanden, als ich dachte

Ich investiere dann doch lieber in alte Single Malts

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Slainthe Mhath!
Was hast Du denn so ins Auge gefaßt?

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Oh da bin ich für Vorschläge offen, aber "angefixt" wurde ich vor 5 Jahren, als ich zufällig einige Kisten mit Glenmorangie von 1976 erstaunlich preiswert erstehen konnte.

Die sind nun leider weitgehend konsumiert. Ich suche auf jeden Fall zum Trinken, nicht zum Sammeln, gerne etwas breiter gestreut für mehr Abwechslung, nicht unter 21 Jahre, aber wenns geht auch nicht über 150 Euro die Flasche, es sei denn, es ist wirklich was besonderes

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nicht unter 21 aber nicht teurer als 150 € .. da ist die Auswahl von "guten" Tropfen schon sehr eingeschränkt ..

Es sei den man kauft direkt bei der Distillerie ;)

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"Ein halbes Dutzend Bankpleiten übersteht unserer Volkswirtschaft eher als die Lasten von einem am Ende etwa 100 bis 200 Milliarden teuren "Rettungs"paket, das in erster Linie bewirkt, dass die Börsenkurse wieder steigen."

Kommt darauf an. Kleine Banken? Sicher. Grosse Banken? Nur mit viel Trickserei und Abtreten der Probleme an andere. Es wäre wirklich der Versuch, das ganze System fallen zu lassen und dann was Neues draus zu machen.

Diese Aktion verzögert auch nur den Fall der Börsen. Die wollen und müssen zurück auf die Fiundamentaldaten, und zwar nicht auf die von 2007, sondern auf die von 2009. Da ist noch sehr viel Raum. Und das kann nichts aufhalten.

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sondern auf die von 2009. Da ist noch sehr viel Raum. Und das kann nichts aufhalten.

Leider kann es doch etwas aufhalten und zwar ein Milliarden oder besser Billionen schweres Konjunkturprogramm aber das hätte nur den Effekt das der ganze Spass um ein paar Jahre verschoben würde und noch heftiger ausfallen würde..

Leider werden die wirklich zugrunde liegenden Probleme nicht angegangen.. selbst die Bedingungen für die 500 Milliarden Bürgschaft sind als kann Bedingungen forumliert und müssen somit nicht umgesetzt werden!

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der böse Zins
"Leider werden die wirklich zugrunde liegenden Probleme nicht angegangen.."

ja, da kommt ein linker aus dem loch gekrochen.

einfach mal ein paar sprüche hier hingeworfen:

Wer Geld gegen Zins verleiht, soll dastehen wie einer, der vom Satan erfasst ist.
~ Koran, 2. Sure

Wenn die Menschen das Bankensystem verstehen würden, gäbe es morgen eine Revolution.
~ Henry Ford

Money is a new form of slavery, and distinguishable from the old simply by the fact that it is impersonal, there is no human relation between master and slave.
~ leo Tolstoy

Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.
~ Kenneth Boulding, economist

nix gegen ehrliche arbeit, nix gegen manager mit magengeschwüren, die sich ihren stressigen job gern vergolden lassen (würde ich auch, wenn ich meine gesundheit dafür opfern müsste) aber bitte schafft die exponentielle falle des zinseszinses ab.

es gibt gute alternativen: z.b. den Regio (Regional-Währungen) :

https://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28887/1.html


komm.. lasst uns träumen, von dingen, die nie passieren werden. ehe sowas passiert (global gesehen), versuchen die macht-und-besitz-eliten eine militärdiktatur zu installieren, um ihre pfründe zu sichern. bundeswehreinsatz im innern.. alles klar.

ach ja - kennt hier jemand adressen von politiker-villen ? vielleicht mach ich mal einen wochenendausflug und gehe da spazieren. und halte ihnen ein plakat vor die nase während sie friedlich auf ihrer veranda frühstücken. politiker - so scheint es mir - sind ein wenig abgekoppelt von den realen sorgen des "kleinen mannes". (z.b. praxisgebühr - 10 euro - kann sich doch JEDER jederzeit leisten.. (klar, bei > 5.000 euro netto monatsgehalt sind 10 euro peanuts)
genug.

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Kommt darauf an. Kleine Banken? Sicher. Grosse Banken? Nur mit viel Trickserei und Abtreten der Probleme an andere. Es wäre wirklich der Versuch, das ganze System fallen zu lassen und dann was Neues draus zu machen.
Genau darum geht es mir: Das verrottete System wieder auf gesunde Grundlagen zu stellen. Dazu zählen auch zählen auch allerwichtigste Lernprozesse:

1. Für die Aktionäre: Ihr verliert euer Eigentum, wenn ihr erlaubt, dass Banken zu sehr ins Risiko gehen

2. Für die gesunden Banken als Handelspartner: Ihr müsst genauer hinschauen, mit wem ihr welche Geschäfte macht. Wenn eure Geschäftspartner zu hohe Risiken eingehen, dann müsst ihr darauf reagieren.

There Is No Such Thing As A Free Lunch

Das bedeutet dann in der Zukunft: Bankkonzerne kontrollieren sich gegenseitig und hemmen künftig das Eingehen übergroßer Risiken und Hebelgeschäfte.

3. Für die Spitzen der Bankkonzerne: Die Regierung rettet euren Arsch nicht. Ihr verliert eure Spitzenjobs. Strengt euch an! Seid als Bank seriös - oder euer Arsch ist nicht mehr viel wert.

4. Eine Bank, die sich verzockt hat, wird im Sinne unserer Wirtschaftsordnung behandelt: Ihre gesunden Teile werden meistbietend (wegen der allgemeinen Marktstörung auch: mit dem Staat als kluger Bieter) aufgeteilt, die ungesunden Teile werden in eine "Bankgeschäfteabwicklungsszweckgesellschaft" überführt, um eine möglichst hohe Abwicklungsquote zu verwirklichen. Die Spitzenvermögenden verlieren hier - je nach Quote - im Fall bankrotter deutscher Banken bis zu 20 Prozent ihres Vermögens, in Einzelfällen sogar mehr.

Man mag das für nachteilig halten, weil damit das "scheue Kapital" (das heißt, das auf staatlichen Bailout setzende Kapital) künftig teils außer Landes flüchten wird.

Aber erstens ist es wichtig, dass Kapital scheu ist - angemessen Risikoscheu. Kapital soll irrsinnige Risiken fliehen: Das ist vernünftig. Zweitens schadet eine moderate Kapitalflucht weit weniger, als man meinen könnte. Vielleicht entgehen unseren Bankkonzernen damit eine Reihe von Geschäftschancen (Profitwert je nach Umfang der Kapitalflucht ca. 1-3 Mrd. Euro pro Jahr), aber im Gegenzug spart sich die Gesellschaft eine große Kostenlast.

Dazu das Beispiel Aareal Bank:

Nehmen wir einmal an, dass die Aareal Bank eigentlich bankrott ist und nur noch für ca. 75 % ihrer Anlagen Deckung hat. Die staatliche Rettung (bzw. Eigenkaptalgeschenke und "Garantien") würden im Fall der Aareal Bank dann rund 10 Milliarden Euro kosten.

=> Lässt man die Aareal Bank jedoch ganz normal bankrott gehen, werden diese 10 Milliarden Euro weitgehend gespart. Geschädigt wären hier vor allem die Eliten unseres Landes, sowie ausländische Zocker. Sie können es sich leisten. Der Staat könnte hier zudem als vorsichtiger (nicht: großzügiger) Garant der voraussichtlichen Konkursquote auftreten - und damit Folgekonkurse entscheidend eindämmen.

Es gibt einen Teil von Lasten, die dennoch für die Allgemeinheit anfallen (u.a. Sozialpläne für ca. 500 Bankbeschäftigte). Eventuell finden dennoch einige Folgekonkurse statt, z.B. von Hedgefonds auf den Antillen oder sogar ein paar kleinere inländische Immobiliengesellschaften.

In der Summe spart sich die Allgemeinheit bei diesem Vorgehen allerdings den größten Teil des Gesamtaufwandes!

Risiken des Steinbrückplans:

Das von Ackermann & Co dem Steinbrück diktierte "Rettungspaket" ist im Vergleich dazu ungleich teurer - der Steinbrückplan belastet die Wirtschaft auf lange Sicht

a) stärker
b) länger.

Das von mir vorgeschlagenen Verfahren wirkt kurzfristiger, in der Art eines "reinigenden Gewitters". Sobald hier die größten Lasten ausgestanden sind (und ein halbes Dutzend Banken bankrott ging), steht eine neue Struktur - und zwar eine belastbare Struktur, die keine in Bankbilanzen verborgenen langfristigen Risiken enthält.

Das Beispiel Japan zeigt, dass der Versuche eines "Hindurchtauchens" durch bankrotte Bankbilanzen die Realwirtschaft sehr langfristig schädigt. Dann ist es besser, möglichst schnell für eine gesunde Struktur zu sorgen. Und das geht nur mit Bankrotten.

Im Fall großer Banken mit Bilanzsummen über 100 Mrd könnte man zeitlich begrenzt ein negatives Eigentkapital bis maximal 5 Prozent zulassen - bzw. dieses durch Verstaatlichung (die günstigste Methode!) auffüllen, um Folgerisiken für die Wirtschaft einzudämmen. Aber auch hier muss dann im Vordergrund stehen, möglichst schnell eine gesunde Struktur entstehen zu lassen.

Und nicht: Probleme über viele Jahre durchzuschleppen. Genau daher ist der Steinbrückplan (übelster Punkt: manipulierte Bankbilanzen) Mist, denn er konserviert Probleme. Zudem dürfte unser Bankstandort international schwerlich gut da stehen, wenn Bankbilanzen bei uns künftig nur noch Fake sind.

Dazu kommt die Gefahr, im Steinbrückplan, dass Bankmanager künftig unwirtschaftlihe Risken eingehen weil sie von Steinbrück einen staatlichen Vollkaskoschutz erhalten haben.

Zum Strohfeuer an den Börsen:
Diese Aktion verzögert auch nur den Fall der Börsen. Die wollen und müssen zurück auf die Fiundamentaldaten, und zwar nicht auf die von 2007, sondern auf die von 2009. Da ist noch sehr viel Raum. Und das kann nichts aufhalten.
Das wäre m.E. dann ein Dow in Höhe von 6000 bis 8000 und ein Dax in Höhe von 3500 bis 4500. Diese Kurskorrektur, aufgrund schlechter Konjunkturaussichten, wird sich über eine längere Zeit hinziehen, auch deshalb, weil es im Laufe der kommenden Jahre noch viele Negativnachrichten geben wird, z.B. einbrechende Gewinne.

Realwirtschaft und Börsenkurse sollten nicht miteinander verwechselt werden. Das derzeitige Strohfeuer an den Börsen wird von der Politik als "Erfolg" dargestellt.

Das ist eine falsche Logik.

Zum Thema "Managergehälter":

Diese "Selbstverpflichtung für Managergehälter" bzw. die Begrenzung von Vorstandsabfindungen auf zwei Jahresgehälter ist ein einziger Witz. Hier wird staatliche "Regulation" nur vorgegaukelt - das Ganze ist populistische Symbolpolitik, mit der man die Zustimmung der geschädigte Bevölkerung einkaufen will, eine Bevölkerung, die für diese Zocker nun einen Vollkaskoschutz berappen soll.

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The richest 400 Americans own MORE than the bottom 150 million Americans
dazu sage ich nur, dass es eine - für die habenden sehr unbequeme alternative gegeben hätte, vorgerechnet (obs stimmt - wer weis) von michael moore:

https://airamerica.com/blog/2008/oct/01/heres-how-fix-wall-street-mess

"The richest 400 Americans -- that's right, just four hundred people -- own MORE than the bottom 150 million Americans combined. 400 rich Americans have got more stashed away than half the entire country! Their combined net worth is $1.6 trillion. During the eight years of the Bush Administration, their wealth has increased by nearly $700 billion -- the same amount that they are now demanding we give to them for the "bailout." Why don't they just spend the money they made under Bush to bail themselves out? They'd still have nearly a trillion dollars left over to spread amongst themselves!"

ich bin mir sicher - auch in deutschland hätte man ruhig ein paar der ÜBERreichen in die verpflichtung nehmen können. ganz getreu dem grundgesetz: "besitz verpflichtet"..
aber hey - lieber lassen solche, die gar nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen geld, das system zusammenbrechen, als auch nur einen pfennig äh cent rauszurücken.

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Bzgl. Manager und so :

Nicht nur die Manager auch jeder der der Oma an der Ecke Derivate verscherbelt hat, ALLE die Verantwortung tragen müssten haften bis runter auf HartzIV . Incl. der korrupten Herrschaften bei Ernst and Young und wie Sie alle heißen. Dazu alle Immofritzen und Ihre Handlanger. Eben alle die Verantwortung tragen oder auch nur andeutungsweise um die Dinge wussten und geschwiegen haben.

Alles wegpfänden Haus, Auto Eigenheim, Lebensversicherung, Erbschaft, ALLES.

Restlos.

Das wäre dann eine weithin sichtbare Lehre und ich denke man wird überrascht sein welche Sümmchen da zusammenkommt. Ach ja natürlich international nicht nur deutsche Konten....

Zum Rest:
Alles Geschmacksache sprach der Affe,
fraß die Seife und verreckte,
worauf er alle viere von sich streckte.....

"Keine Atempause Geschichte wird gemacht es geht voran.... "

Have fun
Otaku

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@wurmer

Was du da betreibst ist purer Populismus - informier dich lieber richtig, ansonstens bleibst du ein Opfer der Gesellschaft!!

Zum Regiogeld:
Vorteile er verstärkt die Regionale Vernetzung
Ziel: die Umlaufrate hoch zu halten/zu erhöhen

Da die Leute die die Umlaufrate senken (die die das Geld horten/haben) nicht am Regiogeld teilnehmen wird das Ziel nicht erreicht!!

Umlaufgesichertes Geld als nicht einziges offizelles Zahlungsmittel schaft zwar Vernetzung aber verhindert auch sehr wirkungsvoll sinnvolle Veränderung!

Und wenn du mal irgendwo die tolle Begründung liest das wenn nur 5% Teilnehmen man immun gegen äußere Einflüsse ist - das stimmt nicht, denn diese Begründung wird auf Axelrods-iteriertes Gefangenendilema zurückgeführt und die Bedingungen und die benötigte Strategie für diese These stimmen mit den gegeben Umfeld des Regio-Geldes nicht überein!!

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@ tyll: Regiogeld ist natürlich Mist - und außerhalb von Superinflationen nicht weiter diskussionswürdig. Der Gesellkram ist nach wie vor eine irre Sekte. Sorry.

@ all
Merkel kündigte an, dass auf EU-Ebene wahrscheinlich noch an diesem Mittwoch die Anpassung der europäischen Bilanzierungsregeln an US-Standards beschlossen werde. Somit könnten die Banken die flexibleren Regeln bereits in den Abschlüssen für das dritte Quartal nutzen.
Merkels Antwort auf die Krise des Finanzmarktes: Deregulierung.

Bankbilanzen sollen künftig irgendwas darstellen, ganz "flexibel".

Genau diese US-Regeln rechnen zu den wichtigsten Krisenursachen, denn damit konnten Risiken verdeckt werden und die Verschuldung und Hebelgeschäfte konnten hochgeschraubt werden - und die dumme Merkelin will diese riskanten US-Bilanzierungsregeln jetzt für die ganze EU

=> MERKEL MUSS WEG!

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@tyll: ich gebe zu: ich habe absolut keine ahnung von vwl, bwl und ähnlichem. ich bin "nur" einer derjenigen, die letzte woche so richtig angst um ihre wenigen zehntausend angesparten euro auf ihrem tagesgeldkonto hatten. solche angst lässt einen geradezu in die arme der linken populisten rennen.
denn ich denke mir: wenn da mal eben mehrere billionen verbrannt werden können, dann scheiss auf staatsverschuldung. dann lieber ein paar jahrzehnte sozial(e | istische) marktwirtschaft, egal wie hoch sich der staat verschuldet. da fliesst das geld dann wenigstens in ein kostenloses gesundheitssystem für jedermann, kostenlose kindergärten, kostenlose uni - und schulbildung etc.

warum konnte denn nur die soziale marktwirtschaft so wie sie vor wenigen jahren noch bestand hatte, nicht gehalten werden? warum wurde uns von politikern eingeredet, der generationenbasierte rentenvertrag wäre schlecht, private risterrenten wären besser? aha? meine rente auf irgendwelchen bankkonten? was gibts denn da für sicherheiten. wer garantiert mir eine stabile währung in 40 jahren, wenn ich mal rentner bin? wollten da die politiker nicht mal ihren bänkerkumpanen in die hände spielen, damit noch mehr geld in die banken fliesst (rentenbeiträge).

warum kann auf einmal so viel geld locker gemacht werden, aber am sozialen sektor wurde so dermassen rumgeschraubt, dass "schröder der erste kanzler nach hitler ist, der wieder zwangsarbeit eingeführt hat" (1 euro - jobs) . klar, populistisch, aber wenn man einfach nur noch kotzen möchte, dann passieren eben solche parolen.
so ich halte jetzt mal wieder den ball flach ! sorry für das frust-abladen.

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@wurmer

Informieren ist schonmal ein guter Anfang aber vielleicht nicht unbedingt nur bei den bekannten Medien. Es gibt viele gute Blogs und auch Zeitungen aber man sollte auch immer den Kopf benutzen denn auch gute Zeitschriften/Blog haben ab und an durch Lobbies beeinflusste Themen!

=> MERKEL MUSS WEG! Sic!

aber wer soll es denn dann Richten mir fällt kein aktueller Politiker ein und auch keine Partei? DON 4 president :-D

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Nix da. Don ist in der Küche viel besser aufgehoben, er ist viel zu human. Ich mach den Job. Das wird dann zwar... kurz und sehr schmerzvoll aber....
Endgültig.

Don kann dann die passende Klassik zur Höllenfahrt spendieren, nebst dem Menü und den Damen die klassisch im griechischen Gewand bedienen dürfen. Da hat er dann auch mehr Freude dran. Schließlich hat er seinen Spaß schon gehabt, jetzt sind mal andere dran ;-))

Have fun
Otaku

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ich biete mich an. dann kriegt ihr wenigstens ehrliche unterjochung und tyrannei.

wieviele frauen hatte denn seinerzeit der osmanische sultan so im harem_

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es sollen IMHO ( don weis das sicher besser ) so um die 800 gewesen sein. Aber das ist gar nicht der Punkt , Sex ist eh so profan auf Dauer, den kann man überall bekommen.

Viel wichtiger : Es ist erst Mittwoch und was macht unser lieber DOW ? Da sind ja schon wieder 350 Pünktchen weg, sollte der nicht laut den ganzen Recttungspaketen jetzt schon bei 11.000 sein ? Ei Ei Ei ....



Have fun
Otaku

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@dean
Regiogeld ist natürlich Mist.

Warum?

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Weil die Begünstigung von regionalen Produkten und die hohen Kosten bei Fernhandel die ganze Geschichte einerseits extrem anfällig für Beschiss, Mogeleien und Devisenspekulationen macht, und andererseits Wettbewerb kaputt macht. Bei Regiogeld fällt mir sofort der Spruch "Deutsche, esst deutsche Bananen" ein. Es ist nun mal sinnvoll, nicht alles kleinräumig zu produzieren, und angesichts unseres heutigen Lebensstandards auch nicht möglich. Zink wächst nun mal nicht auf dem Wallberg. Obendrein: Regiogeld hatten wir schon mal bis in die frühe Neuzeit, und auch damals war es nicht besser. Weder konnte Regiogeld Pleiten wie die Bardi in Florenz aufhalten, noch den Bankrott der deutschen Reichsstädte. Die Idee, Geldhortung nicht lukrativ zu machen, wäre für jede Form von grösserer Industrie sehr, sehr unfein - und hat ein paar sehr unschöne Tendenzen zur Inflation.

Ich will damit nicht sagen, dass ein System wie Regiogeld nicht funktionieren kann. Auch der real eistierende Sozialismus hat funktioniert. Allerdings würde ich gerne in einem Wirtschaftssystem leben wollen, in dem das Verleihen nicht noch leichter gemacht wird, als es eh schon ist. Unsere aktuelle Krise kommt blöderweise genau daher, dass die Zinsen für Geldhortung extrem niedrig waren und damit Hedgefonds, Häuslebauer und andere Spekulaten günstig irre Hebel aufbauen konnten. Mit der Schuldverbriefung hat man, wenn man so will, ein globales Regiogeldsystem errichtet.

Man könnte lang darüber streiten, grosso modo würde ich sagen: Wenn man die Menschen so gestaltet, dass sie Regiogeld bewusst nutzen, kann man mit ihnen auch gleich die Weltrevolution machen. Solange kaufe ich gerne Kirschmarmelade von Frau Moretti mit Euro.

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Holgi, Don hat mir die Antwort schon abgenommen. Grundsätzlich erschwert Regiogeld den überregionalen Handel, und zwar immens. Allein das ist schon übel. Dazu kommt diese ganze - zumeist damit verbundene - Gesell-Spinnerei, die zusätzlich die Wirtschaftstätigkeit hemmt.

Träumt man von regionaler Autarkie (warum auch immer), ist Regiogeld eine Möglichkeit, und so einigermaßen realistisch wird es, wenn die übrige Wirtschaft (Beispiel: Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise) in Trümmern liegt und quasi nicht mehr funktioniert. Dann könnte Regiogeld - theoretisch - den lokalen Wirtschaftskreislauf wiederbeleben.

Aber so toll ist das auch nicht, selbst dann nicht, wenne es funktioniert.

Es gab in der Geschichte schon vielfache "Regiogeld"-Systeme, angefangen von den Geldsystemen von Fürstentümern, oder auch "freie" Geldschöpfungssysteme privater Banken (wovon rechtslibertäre Spinner teilweise heute noch träumen).

Die Erfahrungen damit waren nicht gerade berauschend.

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"ja, aber der wert von x ist doch da schon ausschlaggebend. das problem ist schon, dass sperrholz über gebühr "versichert" wird, und dann auch noch mit dieser überbewertung weiter gehandelt wird."
Das ist nicht der Fall, CDS laufen auf den Nennwert und wenn jemand sich x Euro leiht, dann ist das zunächst auch mal x Euro wert, aus Versicherungssicht noch offensichtlicher, denn wer x Euro verleiht will definitv x Euro wiederhaben, auch wenn's irgenwann nur noch weniger wert ist. Dafür schliesst man Versicherungen ja ab.

@noergler Das ist zwar ein schönes, aber leider ein völlig sinnloses Beispiel: Es handelt sich um CREDIT Default Swaps.

"Es stimmt also gerade nicht, wenn nm sagt, für jeden, der wettet, müßte es einen geben, der dagegen wettet"
Hä? Natürlich stimmt das. Mit wem wettet man denn bitte sonst?

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