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Donnerstag, 1. November 2018

Föhn

Ab 15 Grad ist offen zu fahren, und heute hatte es sogar 18 Grad hinten am Sylvensteinspeicher.










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Mittwoch, 31. Oktober 2018

Ambras

Das sollte man jedes Jahr einmal besuchen. Durch den goldenen Herbst fahren, am besten natürlich kurz bevor es schliesst, denn im späten Oktober ist es selten voll. Der Park ist dann nicht überlaufen. Es ist noch ein wenig Glanz vor dem toten Monat November, in dem so vieles pausiert, weil die Tage zu kurz sind, und das Wetter wenig Freuden verspricht. Mich erinnert Ambras daran, dass ich demnächst kräftig umhängen muss, so wie sie es jetzt dort auch mal wieder getan haben. Ich habe zu viele Bilder, aber zumindest eine kleine Lösung für 4 Gemälde.








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Montag, 29. Oktober 2018

fluctuat

Das Altern bringt neben der finanziellen Sicherheit auch eine gewisse Enttäuschungsresistenz mit sich. Die erste elektronische Kamera ist teuer, und es ist ein Schock, wenn sie den Geist aufgibt, sei es durch eigenes Verschulden oder Gehteinfachnichtmehr. Irgendwann hat man das mehrfach erlebt, sich geärgert und kauft

a) Trümmer mit Marmorblockqualität. In meinem Fall sind das Pen E-P1, E-P2, E-P3 und Panasonic G1, G3 und G5.

b) gebraucht. So ein Body kostet zwischen 50 und 130 Euro, und das schmerzt selbst bei Totalschaden nicht so sehr wie die erste, schwere Delle in meiner ersten, zum Originalpreis gekauften Pen.



Für mich ist das Arbeitsmaterial, ich brauche beruflich 80 Bilder im Monat, und wenn 3000 Bilder gut werden, und eine G5 am Ende wirklich gar nicht mehr geht, ist das auch vertretbar. Ärgerlich war dagegen die brandneue, dunkelrote G3, die auf dem Rückweg vom Achensee beim dritten Einsatz 45 Kilometer Bergunwetter auf dem Rad abbekommen hat. Die machte daheim dann keinen Pieps mehr, nur noch die Tröpfchen gurgelten im Inneren.

Ich habe also einen neuen G3-Body gekauft, für schlanke 80 Euro. Statt dessen kam ein Lumix 12-60mm Zoom hier an, das der Verkäufer irrtümlich geschickt hatte. Wir redeten etwas und kamen überein, dass ich das Objektiv auch behalte und zahle, und er die Kamera schnell schickt. Am Tegernsee wollte ich dann das alte Objektiv der kaputten G3 an der neuen ausprobieren. Aber siehe da: Die alte G3 ging wieder. Anstandslos. Als wäre nie etwas passiert.



Das Gute daran: Man ärgert sich natürlich trotzdem. Und rückblickend ist man froh, dass man sich nicht über den Scheintod einer teureren Kamera länger und mehr geärgert hat. Trotzdem nehme ich das nächste Mal eine Plastiktüte mit. Immerhin habe ich jetzt das Objektiv, das bei 12mm Brennweite beginnt, und es mag im Vergleich zu 14mm nach wenig Unterschied klingen. Aber der Weitwinkel ist schon enorm und gereicht zur Ausgleichsfreude.

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Samstag, 27. Oktober 2018

Arte povera

Es gibt da die Annahme, dass Reichtum in den besseren Kreisen durch erzwungene Sparsamkeit entsteht: Wer sich als junger Mensch nichts geleistet hat, fängt später, wenn es ginge, nur sehr langsam mit dem Verschwenden an. Leute, die dagegen schon früh mit dem Ratenkauf beginnen, und Dinge kaufen, die sie sich eigentlich nicht leisten können, haben auch später hohe Ansprüche und kein Vermögen. Wir haben da beispielsweise einen Mieter, dessen Auslandsreisen wirklich eindrucksvoll sind, und der bei der Audi gut verdient. Aber er könnte sich das Haus, in dem er wohnt, niemals leisten.



Corratec Räder konnte man in meiner Jugend bei einem Radversand tatsächlich günstig mit Ratenkauf erwerben. Das hier stammt aus einer Zeit, als ich meine Räder aus Gebrauchtteilen selbst zusammengebaut habe. Weil es Spass machte, weil es bildete, weil ich im Geschäft für das gleiche Geld halt nur so ein Corratec/Scott/Giant/Marin der unteren Mittelklasse bekommen hätte, und keine schimmernden Komponenten und Chrom.



Der Vorbesitzer hat es 1990 gekauft, und dann 1996 erneuern lassen: Die Bremsschaltgriffe der Exage 400LX waren wirklich nicht gut, sie wurden wie die Kassette und die Bremsen gegen die deutlich höherwertige STX ausgetauscht. Dem Dreck und dessen betonharter Eintrocknung nach zu gehen, wurde es dann noch bis vor rund 10 Jahren sporadisch gefahren. Die Felgen - sehr gute Galli World Cup, die auch auf jedes Rennrad passen würden - sind noch nicht abgebremst.



Jedenfalls hat jemand den Sattel noch gebraucht und weggebaut, und den Rest dem Schrott überlassen. Ich habe es genommen, weil die Corratec-Rahmen dieser Zeit relativ hochwertig waren, noch in Italien vermutlich bei Romani (Enik, Dancelli, Kotter etc.) gebaut wurden, und es heute schwer geworden ist, solche Rahmen noch in Stahl und ohne Federgabel zu finden. Das meiste ist heute aus Alu und wiegt mit Federgabel 4 Kilo. Der hier wiegt gerade einmal 3,2 und hat die harmonische Flexibilität von dünnem Stahl.



Es war harte Arbeit, aber letztlich hat das gute Stück 26 Euro gekostet, in der Art, wie ich das auch als Student gemacht habe. Ich verdiene heute so viel, dass ich jeden Monat in einen Radladen gehen und mir so etwas neu kaufen könnte, aber ich will es genau so. Ich kann nicht anders. Ich werde das im Frühjahr dann vermutlich an irgendwen abgeben, der es brauchen kann und gut pflegt. Und dann hoffentlich wieder 20 Jahre fährt, bis man das Design mit den Sprenkeln wieder toll findet.



Die Lust an der Sparsamkeit äussert sich bei mir anders als bei meinen Eltern und meinen Grossmüttern, aber ich glaube, ich verstehe heute besser, warum sie so waren. Und warum ihnen nichts fehlte, obwohl sie viel, viel bescheidener lebten, als sie eigentlich gekonnt hätten. Ich lebe relativ dazu verschwenderisch, aber im Vergleich zu der Generation Wegwerf immer noch äusserst ressourcenschonend.

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Freitag, 26. Oktober 2018

Nein. Das Leben ist natürlich nicht gerecht.

Am 23. März bin ich den ersten Tag in der Toskana gewesen, und am 23. März kam auch der frisch ausgearbeitete, mit heisser Nadel gestrickte Vertrag aus Berlin. Ich sass in meinem Apartment mit Blick über die Crete Sienese, las ihn gar nicht weiter durch, und mailte ihn an die Rezeption weiter. Die druckten ihn aus, ich unterschrieb, setzte mich aufs Rad und fuhr nach Murlo zum Postamt.

Das ist für sich eine Sehenswürdigkeit, das Postamt ist bis in die Details noch so, wie es in den 60er Jahren gebaut wurde, und vor mir war ein Mann, der eine Ewigkeit brauchte, um etwas zu erklären und das Gewünschte zu bekommen. Ich hatte da also eine halbe Stunde, um nachzudenken, was ich so tue. Draussen schien die Sonne, neben mir war ein Papierkorb, und ich hätte den Brief dort auch hinein werfen und dann ein paar Monate in absoluter Freiheit leben können. Es wäre nicht nett gegenüber dem Verlag gewesen. Aber die Möglichkeit war da, und das war, glaube ich, der einzige Moment, als ich mir wirklich überlegt habe, was ich will. Ich habe den Brief dann abgeschickt, weil mein Gefühl sagte, es passt.

Jetzt, nach 7 Monaten, passt es noch immer.



Ich habe heute ein Rad fertig restauriert, weil ich etwas Entspannung vor dem nächsten Beitrag brauchte, und bin dann gefahren. Weiter, als ich dachte, weil das Wetter schön wurde. eine ganze Menge Leute haben 2018 wirklich viel Zeit und Ehrgeiz investiert, das ruhige, zufriedene Dahingleiten zu verhindern, und man kann wirklich nicht sagen, dass sie sich keine Mühe gegeben hätten. Allein, das Netz, das mich umgibt, ist stärker, viel stärker, und das erfährt man eben nur, wenn man es einmal wirklich braucht. Es ist grandios. Es hält wirklich, es ist egal, selbst wenn Leute, denen man geholfen hat, es gern zerrissen sehen möchten, weil sie auch unter denen sind, die einen Sturz sehen wollen. Man kann mir nicht die Vergangenheit nehmen, und wie es aussieht, auch nicht die Zukunft. Es war jedenfalls ein phantastischer Sommer. Es ging mir richtig gut, die Trauben wuchsen mir in den Mund, fast habe ich das Gefühl, ich müsste mich ein wenig dafür schämen. 7 volle, fette Monate, eigentich nur Sommer, unheimlich viel Italien, und dann noch an der Grenze zu November so ein Tag, an dem die Jaguare vorbei schnurren, alte, weisse Männer am Steuer, die zu sagen scheinen: Das ist es, das Leben.

Das ist natürlich nicht ganz gerecht, zumal ich auch gar nicht versuche, den Anschein zu erwecken, ich sei irgendwie gut oder was andere sonst so tun. Wir sind alle nur dunkelgrau, und jetzt gerade erwischt es den Böhmermann, der sich auch zu meiner Person reingehängt hat. So ist das eben. Was für eine Elendsfigur. Man könnte jetzt eine schöne Geschichte schreiben, Böhmermann 2035, auf einem Kreuzfahrtschiff oder bei einer Busreise... aber ich gleite dahin. Es war ein phantastischer Sommer. Ich habe gelebt. Ich war draussen. Es geht mir gut. Ich habe dazugelernt, es war angenehm, seit jenem 23 März. Das Leben ist vielleicht nicht gerecht, aber es kann schön sein.

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Sonntag, 2. September 2018

Ja, gnä Frau

ich täte das ja nicht ansprechen, hätten Sie mich nicht auch angesprochen, ohne dass wir uns vorgestellt wurden, aber als ich diesen Faden hier ( 1 , 2 , 3 ) gesehen habe, inmitten einer Spamkampagne gegen mein Blog, an der Sie sich möglicherweise im Gefolge von Florian Klenk vom Falter auch beteiligt haben - der ist möglicherweise noch stinkig, weil ich über einen Ausrutscher seiner Mitarbeiterin Sprengnagel berichtet habe - also jedenfalls, ich habe das gelesen und musste lächeln. Denn Ihre Beobachtung ist richtig. Man zieht sich wirklich zurück. Kurz vor Ihren Einlassungen, als wäre es bestellt, beteiligten sich auch zwei Leute an der Spammerei, für die ich mich mal bei der FAZ sehr eingesetzt habe.

Man zieht sich nicht wirklich zurück von den Vorstellungen, dass man anderen helfen sollte, die vielleicht weniger Glück haben. Man denkt nur nach und überlegt sich aufgrund der gemachten Erfahrungen, bei wem das eine gute Sache werden kann, und bei wem man das ganze Bohei lieber in Callgirls, Drogen, Glücksspiel oder einfach nur in einen Häcksler investiert, durch den man das Geld dreht. Das alles ist weitaus, wirklich weitaus spassiger als Leuten aus der Patsche zu helfen, die sich dann öffentlich freuen, wenn man Probleme hat. Das sind alles so Erfahrungen der letzten 4 bis 7 Jahre, wobei es in den letzten 3 Jahren besondern deutlich wurde. Man selektiert deshalb. Man wählt aus. Man sagt sich oft "Das mache ich", schläft dann eine Nacht drüber und sagt sich dann: Moment. Damit bin ich schon mal reingefallen.



Dazu kommt oft noch so ein ganz unangenehmer Zug, wenn es um Geld geht - ich kann das aus der Situation heraus verstehen, aber daran reibt es dann immer. Beim Helfen wird man eingepresst zwischen Erwartungen und Möglichkeiten, und ich wurde öfters mit enormen Erwartungen konfrontiert. Speziell von Leuten, die wenig geleistet haben und selbst Null Solidarität einbrachten. Es war extrem peinlich, wenn nicht die Chancen, sondern nur die Profite gesehen wurden, aus dem Gefühl heraus, das stehe ihnen jetzt einfach zu, und sie hätten ein Recht auf Drama, wenn es mal nicht so läuft wie erwartet. Und dann tut man es halt nicht. Man wird ziemlich immun gegen einen gewissen Frauentyp, der es einfach verlangt, gefördert zu werden, um dann über einen hinweg zu schreiten. Da knackst es dann auch immer, denn das Vorankommen soll natürlich nicht einem Mann zu verdanken sein, sondern den eigenen Fähigkeiten. Es gibt eine BR-Journalisten aus dem religiösen Umfeld, die von allen möglichen Männern gefördert wurde, und jetzt über alte, weisse Männer herzieht. Es ist herzig. Man sieht das und man lernt und man wird schlauer. An der Stelle, an der Frauen Brücken verbrennen, machen Männer übrigens ihre Netzwerke.

Andere wie den Politiker Peter Pilz, den ich aus meinen eigenen Erfahrungen heraus sofort glaube, dass er zumindest im Falle seiner karrierebewussten Mitarbeiterin in eine Falle getappt ist, sieht man fallen, und ist heilfroh, in der Hinsicht keinen Fehler gemacht zu haben. Das Nichttun ist extrem bequem, ich habe es mir in Varese gedacht, wohin ich ganz allein gefahren bin, obwohl es genug andere Optionen gab. Was hätte man da nicht alles tun können, vor 9 Jahren wäre ich sicher nicht allein gefahren, ich hätte mir Gedanken gemacht, was man hätte abgeben können... heute mache ich das selbst, und wenn ich helfe, dann diskret und langfristig. Man ist nicht mehr so impulsiv. Man schaut erst mal zu. in vielen Fällen erledigt sich dabei die Causa von allein, und später ist man heilfroh, wenn der Aufstieg und oft genug auch der Fall andernorts stattfindet. Das ist weder frauen- noch menschenfeindlich, es belässt nur manche länger als erwartet in weniger schönen Situationen und Büros, und wenn dann genau dieses Gemaule kommt, so von wegen struktureller Benachteiligung und das grosse Patriarchat ist schuld, dass sie allein nicht schneller an die Fleischtöpfe kommt, weiss man: Es war richtig, es nicht zu tun.



Ich hätte also genau diese Tweets nicht abgesetzt, denn sie erzählen von grossen Erwartungen, hohen Ansprüchen und einer Illoyalität, die sich aus dem Gefühl speist, man hätte das eh verdient und sei niemand zu Dank verpflichtet, ja, man könnte den Unterlegenen dann auch ein Vae Victis entgegen schleudern. Schreiben Sie mal lieber weiter bei Vice über toxische Männlichkeit, solange das noch zieht, kommunizieren Sie offen, worauf Sie meinen Anspruch zu haben. Irgendwelche Milchbubis werden schon alles geben, weil sie glauben, damit etwas Gutes und Richtiges zu tun. Wohl dem, der sich das leisten kann.

Verlässliche Partner sind natürlich immer willkommen, für die Benutzung dagegen wird man nicht zu alt, sondern einfach zu klug.

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Mittwoch, 29. August 2018

Lebe wild und gefährlich

Nicht alle sind so ungeschickte Amateure, Herr Böhmermann und diverse andere Figuren der Denunziantenszene werden auch staatlich über Zwangsabgaben oder von Stiftungen gefördert - man kann über so etwas lachen, aber wenn sie könnten, würden sie noch ganz anders agieren.



Die Dame hat danach ihren Account auf privat gestellt. Soviel zum Mut deutscher Feministinnen.

Zum Glück merkt man davon im realen Leben wirklich gar nichts, die Entwicklungen sind eher gegenläufig - der Vernichtungswille im Netz steht einem Zusammenrücken auf dem Land gegenüber, vor dem ich aus Berliner Sicht mehr Angst als vor AfD und Pegida haben würde. Weil es nicht auffällt, weil es nicht demonstriert, weil es einfach so ist, wie es ist, und man gar nicht gross darüber redet. Eine Auseinandersetzung mit dem, was andere als Rechts betrachten, findet bei uns nicht statt, vom viel beschworenen Kampf der CSU gegen die AfD bemerkt man exakt gar nichts. Ich bin gespannt, wie das im Herbst ausgeht. Ich traue denen alles zu.



Es fällt auch auf, wie wenig die CSU zu Chemnitz zu sagen hat. Einerseits ist da sicher auch die Angst, dass sich so ein Fall in Bayern ereignen könnte, und es gibt wohl wenig Anlass zur Erwartung, es gäbe hier dann keinerlei Proteste. Andererseits ist die Empörung in den Medien die Empörung in den Medien - ich habe nicht den Eindruck, dass sie bei uns die Generaldebatte um die politischen Entscheidungen auf dem Weg zum Verbrechen aufhält. Die CSU würde links nichts gewinnen und rechts weiter verlieren, also hält sie den Mund. Ihr Pech, dass darüber jetzt die neue Mütterrente praktisch übersehen wird.

Über den ganzen Stress der Zeit seit Dezember habe ich ganz vergessen, über das Hinterhaus zu berichten - das ist jetzt fast fertig, und ich freue mich auf das Vermieten. Es ist ein gutes Gefühl, so etwas zu haben und zu wissen, dass man nicht schreiben muss, was anderen behagt.

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Dienstag, 28. August 2018

Neu, alt.

Seit 1984 in der originalen Pappschachtel, und nie verbaut: Bremsen von Campagnolo. Mit dem unübertroffenen Glanz. Seit gut 5 Jahren liegen sie jetzt bei mir, jetzt endlich, denke ich, habe ich den passenden Rahmen.



Sie sehen alt aus, aber ich habe genau diese Bremsen auch an einem Grandis, da kleben die Gummis geradezu an den Bremsen. Der technische Fortschritt besteht in leichtgängigen Zügen und dem Trick, dass man die eventuell die Federn ein wenig zurecht biegt, damit sie weniger Spannung haben: Die alten Federkräfte waren wegen der Züge ohne Tefloneinlagen nötig. Ansonsten baut Camapagnolo für das Hinterrad längst wieder Eingelenkbremsen, weil die Leistung locker reicht. An diesen Dingen hängt das Leben, aber was nach 34 Jahren noch so gut aussieht, ist vertrauenswürdig.

Das ist in den Medien anders, beachten Sie bitte diese Verhaltensweise zwischen Ex- und Geradeerstautoren des Spiegels gegen einen der beliebtesten Autoren dort. Das ist der aktuelle Zustand der deutschen Medien, und Sie können sich überlegen, wie spassig es da gerade ist, wenn man eine abweichende Meinung vertreten möchte. Früher konnte man es sich raussuchen, ob man gefährlich leben wollte, heute lauert überall die Unterschicht, die gerne Verdienstempfänger anstelle der Verdienstempfänger werden möchte, für rassenkundliche Beiträge übelster Sorte.

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