: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Montag, 16. Januar 2017

Einer muss schuld sein

Ich habe früher unter ganz anders bedrückenden Bedingungen als unter Drohungen gewisser Berliner Kreise gearbeitet. und es hat mir sogar Spass gemacht. Vielleicht sollte ich jetzt darüber nachdenken, ob ich das, was ich im Fall Holm getan habe, erneut tun würde. Es spielt auf der anderen Seite keine Rolle, denn es wäre so oder so gekommen - die eigentlichen Fehler geschahen 1989, dann in der Folge 2005 und vor allem 2016, als die Linke diese Personalie unbedingt durchdrücken wollte. Was ihr letztlich zum Schaden der Person nicht gelungen ist. Dafür sind die Reihen fest geschlossen.

Das Kernproblem ist die falsche Eoinschätzung der Realität bei den Linken, die glauben, eine Lösung von der Mietenpolitik bis zur Vermögenssteuer passt überall. Ich bin da, gerade weil ich diese Welten von der 74m²-Wohnung für 230 Euro bis zur 10k+x/m²-Bestlage in München kenne, anderer Ansicht: Ich glaube, dass die sehr unterschiedlichen Dynamiken Deutschland zusätzlich zu den Mentalitäten der Menschen mürbe machen, und eine zu einseitige Politik entweder nicht akzeptiert wird, oder, wenn sie unvermeidbar ist, das Land zerbrechen wird. Daher hätte ich gehofft, dass die Linke Holm zu einem Aushängeschild macht, das dann in Sturm und Wetter gebeutelt wird, und man reden kann.

Es kam anders. Reden ist sowieso nicht erwünscht, habe ich den Eindruck. Das macht mich nicht zufrieden, und ich bin auch kein Freund von Sippenhaftung, weil aus Holms Umfeld früher der ein oder andere Versuch kam, mir das Leben zu erschweren. Die Drohungen nehme ich nicht sehr ernst, das ist heute wohl so üblich, wenngleich auch sehr unhöflich. Es gibt weitaus grössere Probleme, man darf sich von so etwas nicht ablenken lassen, und dass 2017 ein bleiernes Jahr wird, war ohnehin nie zu bezweifeln.

Trotzdem, die Art und Weise, wie die Linke da ohne Rücksicht auf Verluste versucht hat, ihren Willen zu 100% durchzusetzen, die ist schon - beängstigend, Wenn die so mit ihren eigenen Leuten sind, was machen sie dann erst mit anderen?

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Donnerstag, 12. Januar 2017

Mit den Medien reden

Es hat ein paar Tege gedauert, bis ich den Beitrag über Mathias Richel, seinen aktuellen Arbeitgeber TLGG, seine früheren Tätigkeiten für die SPD und seine Einbindung in die Partei fertig hatte. Und ich hatte dauernd eine gewisse Befürchtung, die AfD könnte das auch machen: Schliesslich ist SPD-Mann Richel ein schönes Beispiel dafür, wie aus dem werber und stiftungsverstrahlten Parteivorfeld heraus Journalisten und Meinungsfreiheit mit derartigen Aktionen bekämpft werden. Vor 30 Jahren hätte man sich nicht gewundert, wenn so etwas von der CSU gekommen wäre. Heute macht das in weitaus schlechterer Position, aber dafür erheblich hinterfotziger, der hassgetriebene Netzunrat, den sich die SPD und andere auf dem Weg in die Irrelevanz eingefangen haben. An Richel und Lauer manifestiert sich der Niedergang der Partei: Wer solche Leute reinholt und sie nicht stoppen kann, steht weitab der Werte, für die die Sozialdemokratie, zumal in Bayern, früher stand.

Für die AfD wäre das eigentlich ein gefundenes Fressen gewesen, sich zum Verteidiger der freien Rede aufzuschwinden: Das Opfer Roland Tichy wurde wirklich unverhältnismässig mies behandelt, mit dabei waren Leute, die politisch und privat gescheitert sind. Ein Gruselkabinett politischer Fehlambition. Leute, die nichts geschafft haben, ausser eine Partei, die andere aufgebaut haben, vor die Wand zu fahren.Es war Anke Domscheidt-Berg dabei, eine Frau, die die Mails eines Toten benutzt hat, um sich selbst zu loben, und gerade erst ein Urteil kassierte, das ihr, die sich so gern als erfolgreich anpreist, 30 Euro Tagessatz aufbrummte. Man hätte, wenn man Zeit und Lust gehabt hätte, den Nachwuchs von drei Parteien so richtig bekübeln und besudeln und namentlich vorführen können, denn guilt by association geht nun mal in alle Richtungen. Ich hätte da auch nichts unternommen, um jemanden zu helfen: Wer der Werbergosse nachläuft, stellt sich ausserhalb meiner und damit der Gesellschaft.

Statt dessen verlinken manche AfDler lieber meinen Beitrag. Ich mache das mit gezogener Handbremse, allein schon, weil TLGG und Richel jetzt was sitzen haben und sich anbieten, sie bis zur Bundestagswahl weiter als Beispeiel für das dreckige Spiel nahe der SPD vorzuführen. Ich habe mit den Informationen 2015 aufgehört, für die jüngste Vergangenheit habe ich noch was, wenn wir uns wieder treffen. Die AfD ist offensichtlich zu doof, den Nutzen des Themas zu erkennen, es zu machen und die Informationen auszuwerten. Sie sitzt eigentlich nur rum, macht sich rechter als die CSU und hofft, dass der Wähler übersieht, wie unausgereift und chaotisch der Laden immer noch ist. Das Verhalten ist parasitär wie das der Piraten und der Grünen, die auch dachten, die Wähler müssten einfach zu ihnen kommen. Das zieht sich jetzt durch die letzten Monate: Ich mache ein Thema, das denen gefällt, sie springen auf. Ich wurde von der gesamten Parteiprominenz retweetet - aber wisst Ihr was?

Ich habe keinen Kontakt zu denen. Ich rede viel in den Kommentaren mit ihren Wählern, aber mit der Partei: Null. Ich bin sicher einer derjenigen Journalisten, die nicht einfach nur nachplappern, was bei SPON steht, ich rede eigentlich mit allen und habe auch keine Berührungsängste, egal welche Richtung. Die AfD hat mir weder ein halbnacktes Häschen ans Bett geschickt, noch einen Fresskorb, getragen von Skins, oder einen tweedtragenden Märchenonkel. Nichts. Null. Nicht mal eine Pressemitteilung. Es gibt wirklich absolut keinen Versuch, mich zu kontaktieren. Es gibt Stiftungen auf der linken Seite, die sich die Hacken abrennen, damit wir in Kontakt bleiben. Ich kann bei einigen prominenten Sozis anrufen und fragen, warum sie den Lauer nicht raustreten. Ich habe, das muss man sich mal vorstellen, zur FPÖ trotz aller meiner bitterbösen Berichte über sie in Deutschland und Amerika bis heute wenigstens einen Draht. Es gibt nicht mal einen Versuch der AfD, mich zu kontaktieren. Und ich laufe denen natürlich nicht nach, was ich über sie wissen muss, hole ich mir über Leute, die ich diskret fragen kann. Das machen viele so. Weil die AfD einfach eine abartig schlechte Presseabteilung hat, die weder vorausschauende noch rückblickende Analyse macht. Nur arrogant rumtwittern, das kann sie.

Ein schönes Beispiel ist ein weiterer Anlass für diesen Beitrag: Hier beschwert sich Frau Petry darüber, dass sie von der FAS mies behandelt wurde, und deshalb niemand von der FAZ reichlässt. Grund ist, dass sie bei einem Gespräch mit Hank mit angeblich nachträglich veränderten Fragen unzufrieden war. Mein Gott, normalerweise habe ich jemanden, der sich vorher den Journalisten anschaut, und wenn der öfters mal die Realität in seine Agenda quetscht, dann gehe ich da einfach nicht hin. Sich in ein Interview setzen ist nun mal etwas anderes als eine Pressekonferenz oder ein Treffen, wo man ausweichen kann, und die weitgehende Kontrolle hat. Dass die AfD dauernd aufs Maul kriegt und dämonisiert wird, wenn es sich anbietet: Das stimmt nicht selten. Die AfD lebt aber ganz gut damit, weil ihre Anhänger das nur weiter bestätigt. So kann man, siehe Grüne und Piraten, eine Weile arbeiten. Dauerhaft ist das aber keine Lösung.

Hanfeld hat vollkommen recht, wenn er die Leute als Angsthasen bezeichnet. Andere Parteien lernen aus Niederlagen und analysieren Medien, wo sie dann diejenigen füttern, mit denen sie halbwegs vertrauensvoll arbeiten können. Das ist vielleicht nicht immer schön, aber so funktioniert das nun mal. Es ist mir schon früher egal gewesen, wenn die Antifafraktion beim Bürgerradio kotzte, wenn ich ohne Minidisc in den Landtag gegangen bin, wo es einmal wöchentlich ein Hintergrundtreffen bei der SPD gab: Da kann man anders als auf einer Pressekonferenz reden. Es macht einen nicht zum Sklaven, es erleichtert einfach für alle die Arbeit, es ist nicht so konfrontativ, es macht die dauerhafte Berichterstattzung besser. Genau das sehe ich bei der AfD nicht, und das Ergebnis sind dann solche beleidigten Leberwürste.

Ja, die CSU macht so etwas auch mal. Aber die CSU ist in einer anderen Position und spielt, wie die Medien auch, mit Zuckerbrot und Peitsche. Die CSU macht das, weil sie weiss, dass sie davon langfristig profitiert. Die AfD hoppelt in ihre Höhle und ist beleidigt. Grad so, als ob so ein Ausschluss Journalisten von Informationen abschneiden würde. Dass wir auf solchen Veranstaltungen sind, ist ein Akt der Gnade. Brutal wird es, wenn wir irgendwo verdeckt wühlen. Und gerade bei der AfD gibt es immer einen, der einem die besonders peinlichen Dinge steckt.

Also, liebe mir folgende AfD-Wähler und Vorstände: Das ist der Stand der Dinge. Mir ist es recht, ich habe ohnehin kein Interesse an der üblichen Parteiarbeit, denn das macht bei uns die Politik und ich selbst bin, wenn man sich alle Felder anschaut, absolut nicht in der Nähe der Partei. Ich habe meine eigene Agenda, ich gehe meinen eigenen Weg, ich mahg keine Abhängigkeiten. Ich glaube auch nicht, dass die AfD an der Macht besser als die CSU oder die Grünen wäre - solange sie in der Opposition sind, sind sie alle für die Bürgerrechte, die sie danach nicht rausgeben. Die Grünen arbeiten jetzt gegen Volksentscheide und Plakate mit nackten Menschen: Parteien erachte ich als grundsätzliches Übel, zumal mit den Leuten, die dort heute anzutreffen sind. Klageweibe, Eunuchen, Beihilfeerichels und haufenweise Leute ohne Stand, Ehre und Herkunft. Ich linse nicht nach 10%, mir reicht es, wenn mich 1% versteht. Dafür schalte ich dann auch jede Kritik frei.

Vorletztes Jahre bin ich das letzte Mal schwach geworden: Da dachte ich mir, vielleicht ist der CCC ja was. Dann kam die Appelbaumgeschichte, und ich habe mich in die Bresche geworfen. Nach meinem Eindruck hat sich der CCC da feige weggeduckt aus Angst vor inneren Konflikten, und mir war es nochmal eine Lehre.

Wie so ne Partei. Macht also ruhig weiter, Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt.

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Dienstag, 10. Januar 2017

#Holmbleibt hoffentlich

Ideologisch - geht er gar nicht.

Moralisch - hat er mit seiner Falschangabe in Sachen Stasi bei der Uni abgewirtschaftet.

Aber: Politisch hat Andrej Holm Ideen, die jedem Klassenkämpfer von Oben gefallen können, denn unter ihm bleiben Mieter dort, wo sie sind: In einer Mietwohnung und immer von der Sorge getrieben, es könnte doch irgendwann teurer werden, aber eine Eigentumswohnung ist unerschwinglich. Verarmung auf der einen Seite bedeutet Verreichung auf der anderen Seite, weshalb ich sagen muss, dass die Holms dieser Welt bei allen Vorbehalten Geld in die Kasse spülen.

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Montag, 9. Januar 2017

Juristisches

In den nächsten Tagen werden zwei Medienvertreter in Berlin vermutlich recht laut werden, weil sie etwas sehr Unangenehmes erleben werden. Ich möchte daher vorab - und weil die beiden Personen durchaus zur D-Prominenz des Webs gehören - kurz erkläten, warum das so gekommen ist. Die Fälle kommen aus dem gleichen Milieu und ähneln sich, und dass 2017 anders wird, habe ich schon befürchtet.

Mache ich das, weil sie kritisch sind?

Nein, ich habe ein dickes Fell und schalte auch Kritik an mir bei der FAZ frei, die weit ausserhalb des Üblichen ist - was aussen vor bleibt, sieht in der Regel so aus.



Das ist übrigens eine Straftat. Aber wenn ich alles von der Sorte anzeigen würde, hätte ich viel zu tun.

Mache ich das, weil sie falsche Tatsachenbehauptungen verbreiten?

Nein, es schwirrt so viel Unwahres über mich durch die Gegend und das ist im Netz wohl so üblich, also warum sollte ich.

Mache ich das, weil ich damit geschädigt werde?

Nein, das ist ein Lieblingsargument, das auch gegen mich in Stellung gebracht wird, wenn ich etwas Kritisches schreibe. Das Gesetz wägt da ab, und zwar meistens zugunsten der Meinungsfreiheit. Kritik muss man aushalten.

Mache ich das, weil ich dabei denunziert werde?

Nein. Auch das ist inzwischen so häufig, sei es bei angenommenen Gegnern meiner Person oder bei der FAZ, dass vermutlich eh längst keiner mehr etwas darauf gibt. Allerdings kommt man mit Denunziation, also gezieltem Ausrichten mit Ziel einer Schädigung, schon in den Bereich, den Richter kritisch sehen.

Mache ich das wegen der Unterstellung, "rechts" zu sein?

Mein einziges Treffen mit der AfD war eine Gegendemonstration in Augsburg. Ich habe nie etwas anderes als SPD, Linke, Grüne und Piraten gewählt. Kommunal und in Bayern wird das auch so bleiben, im Bund weiss ich nur, dass CSU, FDP und AfD in meinen Augen unwählbar sind. Aufwachsen in Bayern bringt es mit sich, dass ich einige Leute der CSU kennengelernt habe oder auch privat kenne, denen gelte ich als links. Es ist immer eine Frage der Definition, aber was soll am Rassismus und Sexismus von Genderideologie und Linksbizarren schon links sein. Abgesehen davon hat sich die Kahanestiftung in der Sache letztes Jahr so ungeschickt ausgedrückt, dass eine Abmahnung sicher Erfolg gehabt hätte - ich mache das halt in aller Regel anders. Deshalb bin ich Jurnalist und kein Anwalt.

Wenn es nicht Kritik, Lügen, Denunziation und Faschismusvorwürfe sind, was ist es dann?

Noch nicht mal eine Kombination aus all diesen Aspekten - es sind drei andere Dinge, die darüber hinaus gehen:

1. Nichtreagieren auf vorherige Warnungen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht kommuniziert hätte, dass ich nicht mehr alles hinnehme. Die fraglichen Leute wussten nachweislich Bescheid und hatten genug Zeit, die Sache anderweitig aus der Welt zu schaffen.

2. Denunziation hinter meinem Rücken. Man kann mich ansprechen, aber wenn das so geschieht, dass andere das sofort merken und ich nicht, ist es unfein und offensichtlich ein Versuch, mir gezielt in den Rücken zu fallen.

3. Weil beide nicht nur irgendwas Unwahres gesagt habem sondern mir explizit ein Verhalten unterstellt haben, das strafbar ist. Wenn ich das, was da gesagt wird, getan hätte, hätte ich bereits Post vom Anwalt oder der Staatsanwaltschaft. Und da geht es nicht um Pipifax, sondern durchaus um etwas aus der Kategorie "Hassverbrechen", für das man im Gefängnis landen könnte.

4. Nachdem die fraglichen Personen selbst was mit Medien machen, ist ihnen mutmasslich voll bewusst, was sie da tun.

Ich habe es auf andere Weise versucht, ich habe ihnen Zeit gelassen, ich habe das Thema offen angesprochen, und sie unterstellen mir mutmasslich im vollen Bewusstsein um die Auswirkungen und vorsätzlich hinter meinem Rücken ein Verhalten, das, wenn ich es getan hätte, strafbar wäre.

Wenn ich das stehen lasse, kommt morgen der nächste um die Ecke und sagt mir so etwas nach. Ich habe also nur noch zwei Möglichkeiten: So etwas zuzulassen oder eben den juristischen Weg. Vielleicht denken die nächsten dann vorher nach.

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Freitag, 6. Januar 2017

Klimawandel

Vage, ganz vage, hatte ich die Idee, vielleicht, eventuell, den Anfang des neuen Jahres zu nutzen, um schon ganz früh über die Berge zu kommen. Der Plan sah mir recht machbar aus: Jeden Tag um 8 starten und um 17 Uhr ankommen, wenig Pausen machen und hoffen, dass die Pässe frei sind. Der Achenpass ist eigentlich immer offen, und letzte Woche lag auch am Alpenhauptkamm unter 1500 Meter kein Schnee: Wenn die Sonne scheint und man sich um ein Schild am Jaufenpass schleicht, kann es doch nicht ganz unmöglich sein.

Naja, jetzt sitze ich also hier, bin froh, nicht am Tegernsee zu sein, wo es noch mal 5 Grad kälter ist, und wärme die Kürbistarte auf. Angeblich liegt in der Arktis so wenig Schnee wie noch nie: Falls ihn jemand sucht, ich habe ihn hier vor der Tür räumen müssen.



Dafür kam noch ein anderes Paket, und dessen Inhalt ist wie eine Art Guckloch in wärmere Gefielde, nämlich mediterran, Sommer und gemalt um 1860. Biedermeier ist meistens recht keusch und züchtig, aber im Kleinformat gibt es auch Abweichungen und wenn es aus der Sagenwelt kommt, dann darf so eine Nymphe auch einmal weniger tragen, wenn sie vom Betrachter überrascht wird. Ausserdem war der Maler vermurtlich Franzose, darauf gibt es hinten Hinweise, die waren auch etwas lässiger als die Deutschen. Es ist ohnehin aller nur Mythologie, so wie mir momentan auch das Gerede von der Klimaerwärmung erscheint. Vermutlich brauchte man solche Bilder in der kleinen Eiszeit auch, um die langen, hässlichen Winter zu überstehen und nicht zu vergessen: Es kann auch anders sein.



Im Boch über Südtirols Burgen ist übrigens auch immer Sommer.

Kürbistarte essen, eine warme Heizung haben, den Wochenmarkt plündern und andere mit Krapfen überraschen, und dann auf dem Sofa sitzen und Nymphen anschauen: Das ist die beste aller für mich gerade möglichen Welten, und sie ist schon sehr gut. Ich beklage mich nicht. Wenn es nicht gerade wieder schneit und ich nach unten in die Kälte muss.

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Donnerstag, 5. Januar 2017

Das Paket ist da

Und es enthält ein Beispiel für deutsche - wenngleich auch teure und letztlich gescheiterte - Wertarbeit. Ich habe schon zwei Votec-Rennräder, jedes auf seine Art irgendwie etwas schäg, aber noch kein MTB. Der Ruf von Votec ist unter Rennradlern nicht allzu überragend, weil Alu aus der Mode ist, und die Rahmen auch nicht allzu auffällig waren. Bei MTBs war das anders, da hat Votec echte Klassiker abgeliefert und nicht umsonst dann auch für Porsche die Räder gebaut. Deutsche Wertarbeit eben, sofern man die Geräte nicht zu hart eingesetzt hat.



Denn rein äusserlich erscheinen diese M6-Räder, die kurz nach der Jahrtausendwende entstanden, wie Panzer. Dicke Rohte, dicke Schweissnähte, Frästeile, Verstätkungsbleche, eine Eingelenkschwinge und ein riesiges Maschinenlager im Gelenk. Dazu eine Doppelbrückengabel im Motorrad-Format.



Deshalb sind viele damit in Bike Parks gegangen und haben geschaut, wie weit und hoch man damit springen kann. Allerdings waren die Räder dafür nicht gebaut - ganz im Gegenteil. das M6 light, das extra ausgefräst und entspeckt wurde, ist ein reines CC- und Marathonrad. Leicht, agil, optimiert und auf der anderen Seite unbrauchbar, wenn man aus einem Meter Höhe herabspringen will. Viele haben das nicht verstanden - MTB-Fahrer sind oft die Berlinabiturienten unter den Radlern - haben es trotzdem gemacht, und die Rahmen dabei zerstört.



Wie dumm darf man eigentlich sein? Wer die komplizierten, dünnen und ausgekratzten Frästeile an der Dämpferaufnahme sieht, erkennt doch, dass man da besser keinen Durchschlag riskiert. Viele M6 sind beschädigt worden, und meines hatte das Glück, bei jemandem zu landen, der zwar sehr viel Geld hatte, um es sich leisten zu können, aber weniger Lust, es zu fahren und sich dabei auch noch die Knochen zu brechen. Ensprechend gut und sauber und unramponiert steht es da, und wurde auch ohne Jammern trotz 90% Wertverlust abgegeben.



Es gibt eine Delle am Oberrohr, ansonsten war es vermutlich nur am Sonntag auf Feldwegen unterwegs, was in gewisser Weise auch Missbrauch ist. Niemand braucht ein XTR-Schaltwerk für Feldwege, niemand braucht Stahlflexleitungen und einen Rock Shox SID Dual Air Dämpfer für den Biergarten. Und eigentlich brauche und will ich auch, selbst wenn ich woanders fahre, keine Scheibenbremsen mit vier Kolben der XT-755 Serie. Ich mag die Dinger einfach nicht. Aber man kann es sich zusammen mit den mächtigen XT-Naben halt nicht aussuchen, wenn man gebraucht kauft.



Ich werde damit auch zu einem Biergarten fahren, aber der liegt nicht an der Donau, sondern vermutlich eher in Brixen, und den Weg dorthin werde ich, so alles gut geht, auf dem Rad zurücklegen. Meinen ersten Unfall hatte ich schon, und zwar beim Abholen: Ich ging unter einem zu niedrigen Schild entlang und man darf mich jetzt Max Headroom nennen. Wie auch immer, die Kiste passt genau in meine Planungen und hat meine Grösse, sie war nicht teuer (keine 400 Euro) und mehr als die Räder reinstecken und Pedale anschrauben musste ich nicht tun. Alle Verschleissteile gehen noch. Es schaltet, es fährt, es lenkt, es bremst, und es ist kein 29er. Was will man mehr. Oh, und es ist wirklich recht leicht. Es bekommt im Frühjahr noch leichtere Reifen*, und dann räubern wir damit über die Valepp nach Tirol und dann hinauf zum Alpenhauptkamm.

*Die Recherche hat ergeben, dass ich 100 Euro teure, 462 Gramm leichte und de facto neue High End Reifen drauf habe und natürlich lasse, und soviel zu Don, den wandelnden Radlexikon.

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Mittwoch, 4. Januar 2017

Die Dinge beim Namen nennen

Die Kriminellen von Köln im letzten Jahr waren Invasoren, und diejenigen, die das dieses Jahr wiederholen wollten, wurden von der Invasion abgehalten. Dagegen muss sich ein Staat mit allen nötigen Mitteln wehren. Gegen die Invasoren und ihre nafrional sozialiatischen Colaborateure, die letztens Jahr die Invasion zu einem Problem aller Männer umdeuten wollten, mit Hilfe der Antisemitinnen, die bei "ausnahmslos" mitmachten, und nun sofort bereit waren, die Tätergruppen zu Opfern zu machen. Das geht am besten, indem man sie nicht Feministinnen oder Antifa nennt, sondern Nafrionalsozialisten, und ihnen keinen Fussbreit überlässt.

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Dienstag, 3. Januar 2017

Fachgerechtes Denunzieren von Don Alphonso

Ihr, liebe Mitarbeiter von Zeit, Tagesspiegel, Tagesschau, Gender, Antifa, taz, ZDF etc. pp. könnt gerne versuchen, Medien, bei denen ich tätig bin, davon zu überzeugen, es nicht weiter zu tun. Das ist vielleicht nicht fein, aber grundsätzlich spricht nicht viel dagegen, wenn es sauber gemacht wird. Trotzdem würde ich zu einigen Überlegungen raten wollen:

1. Ich bin meistens nicht die schlechte Nachricht, sondern nur ihr Überbringer. Klagen ändert nichts an den grundlegenden Problemen.

2. Wenn ich selbst eine schlechte Nachricht bin, passe ich genau auf, dass ich nicht angreifbar bin. Ich rede dann vorher mit den Verantwortlichen und Juristen, damit alles wasserdicht ist. Je härter der Text, desto genauer die Vorbereitung.

3. Ich bin ein Freund der freien Rede und wenn jemand mit Gewalttaten an mir droht, aber ansonsten klug argumentiert, höre ich auch zu. Ich höre zu, wenn man mich direkt anspricht. Wenn man aber versucht, mit meinem Arbeitgeber über mich zu reden, schaue ich mir auch den Arbeitgeber der anderen an. Nur so. Man weiss ja nie. Und wenn es eng wird, suche ich natürlich nicht nur die prekären, anonymen Antifas raus, sondern die greifbaren, nicht anonymen Tagesschaumitarbeiter.

4. Ich habe fast immer den Screenshot und eine Liste. Also bitte erst denken, dann schreiben. Und wer glaubt, dass bei uns jemand die Mentions checkt - naja, träumt weiter.

5. Um meinen Vertrag bei der FAZ zu verlängern, habe ich 4 lukrativere Angebote abgelehnt . Es gibt immer mal wieder Reibereien, aber im Grunde meines Herzens bin ich wirklich gern dort. Aus eigener Entscheidung und nicht, weil ich andernorts nicht das Gleiche machen könnte.

6. Es haben schon wirklich viele versucht. Leute, die dachten, sie hätten bei Schirrmacher ein Bombenstanding, Leute, die dachten, sie seien relevant, Leute, die Dutzende aufgehetzte Professoeren und geschmierte Studien mitbrachten, und auch einige, die dachten, sie wären unangreifbar. Es gibt kaum einen Tag, da nicht jemand öffentlich der Meinung ist, ich sollte entlassen werden - und je prekärer, desto mieser. Nur die wengsten davon hatten eine Ahnung von den wahren Verhältnissen in der Zeitung, und ich werde das auch keinem auf die Nase binden. Es hat aber einige gegeben, die es nachher bitter bedauern mussten. Es ist eine kleine Welt, diese Medien und speziell der Bereich, in dem ich bin. Man sollte die Gegner jedenfalls gut wählen. Eine der abgelehnten Stellen hätte mich übrigens zum Entscheider über einige Leute gemacht, die so etwas versucht haben, nur mal so erwähnt...

7. Ich musste letztlich fast nie juristische Wege beschreiten - auf das eine Mal, da ich das tun musste, kamem 5 grössere Versuche, meine Anstellung mit Anwälten zu beenden. Darunter übrigens auch Leute, die einerseits eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben hätten, und andererseits immer noch als Vorreiter des freien Netzes gelten und sogar die digitale Charta unterschrieben haben - kommt mir also bitte nicht mit der Solidarität unter Netzbewohnern, das war 2003. 2017 behalte ich mir bei groben Persönlichkeitsrechtsverletzungen und Straftaten den unangekündigten juristischen Erstschlag vor, und die ersten Tage des Jahres bestätigen mich in der Meinung, dass stetige Nachsicht wenig bringt. Das ist für mich leichter, als lange im Netz bdarüber zu diskutieren. Und einige Leute scheinen es wirklich darauf anzulegen. Keine Ahnung, warum.

8. Manche halten mich für einen sehr unangenehmen Gegner. Sie haben Recht.

Denunzianten leben manchmal eben gefährlich, speziell, wenn sie nicht viel denken.

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