Neu, alt.

Seit 1984 in der originalen Pappschachtel, und nie verbaut: Bremsen von Campagnolo. Mit dem unübertroffenen Glanz. Seit gut 5 Jahren liegen sie jetzt bei mir, jetzt endlich, denke ich, habe ich den passenden Rahmen.



Sie sehen alt aus, aber ich habe genau diese Bremsen auch an einem Grandis, da kleben die Gummis geradezu an den Bremsen. Der technische Fortschritt besteht in leichtgängigen Zügen und dem Trick, dass man die eventuell die Federn ein wenig zurecht biegt, damit sie weniger Spannung haben: Die alten Federkräfte waren wegen der Züge ohne Tefloneinlagen nötig. Ansonsten baut Camapagnolo für das Hinterrad längst wieder Eingelenkbremsen, weil die Leistung locker reicht. An diesen Dingen hängt das Leben, aber was nach 34 Jahren noch so gut aussieht, ist vertrauenswürdig.

Das ist in den Medien anders, beachten Sie bitte diese Verhaltensweise zwischen Ex- und Geradeerstautoren des Spiegels gegen einen der beliebtesten Autoren dort. Das ist der aktuelle Zustand der deutschen Medien, und Sie können sich überlegen, wie spassig es da gerade ist, wenn man eine abweichende Meinung vertreten möchte. Früher konnte man es sich raussuchen, ob man gefährlich leben wollte, heute lauert überall die Unterschicht, die gerne Verdienstempfänger anstelle der Verdienstempfänger werden möchte, für rassenkundliche Beiträge übelster Sorte.

Dienstag, 28. August 2018, 13:02, von donalphons | |comment

 
Der technische Fortschritt brachte mehr Reserve die man sehr gut bei Regen braucht. Lustigerweise wurden in meiner Jugend gerade diese Bremsen abgebaut weil die Japaner bessere hatten. Manch einer schraubte sich an sein sonst mit Nuovo Record ausgestattetes Rad eine 105-er. Die Abfahrten der hiesigen Mittelgebirge sind nicht ohne.
Dem Zahnwalt mit 300km Jahresfahrleistung wars wurscht. Der fuhr nur bei Sonnenschein.

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Man hätte einfach auch nur die Bremsklötze und Hüllen austauschen können, die Geometrie ist ja die gleiche. Shimano hatte zudem schwächere Federn.

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Die gefühlte Verbesserung der 105er beruhte m.W. auch weniger auf dem Bremskörper und den Federn als vielmehr im Zusammenspiel mit den SLR-Hebeln und dem geänderten Hebelverhältnis/Seilweg. Mit irgendwelchen Weinmann-Hebeln packten die legendären und von Sheldon Brown hochgelobten 105er auch nur mäßig.

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Sicher ist die Geometrie gleich, sonst bräuchte man einen anderen Seileinholweg. Das war doch das Schöne daß man einfach so tauschen konnte.
Die Kritik damals war auch das verwendete Butteraluminium, so wie bei Weichmann. Ist jetzt nach 30 Jahren natürlich müßig da man genügend Alternativen hat. Man schaue sich nur das Geschwätz um Scheibenbremsen an in den entsprechenden Foren, da gehts genauso weiter.
@Mark: Die SLR-Hebel kamen später. Außerdem haben die Spezls auf Suntour gewechselt. Shimano war damals sowas wie Microshift heute.

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