Vorwärtsverteidigung

Ja, der Mierau, Caspar C.. Da muss ich etwas ausholen.

Der Mierau, der unter dem Namen Leitmedium twittert und blogt, ist der Kumpel vom Seemann Michi und dem Geuter Jürgen und natürlich, wie die beiden anderen, ein Vertreter von Post Privacy.

Und er ist einer der Gründe, warum ich einen Twitteraccount habe. Bei anderen ist es eine Gelegenheit zum Tratschen, bei mir ist es Vorwärtsverteidigung. Früher war es ja so, dass ich etwas geschrieben und das ganze Geifertum bei Twitter sich das Maul zerrissen hat. Mit Twitter und Followern kann man denen ganz pragmatisch nicht nur antworten, sondern auch argumentativ Probleme bereiten. Nicht dauerhaft natürlich, aber es erschwert denen den Job, wenn man nicht auf Prügel wartet, sondern gleich noch etwas mitgibt. Man bringt en Beitrag und geht gleich die richtigen Leute offensiv an. Man sehe mir die Ausdrucksweise nach, aber natürlich warten die nicht auf einen Diskurs. Denen get es um die Klopperei und das Popcorn, und das macht nur Spass, wenn man die Initiative hat.

Ja, der Mirau. Also, der ist nämlich so einer, der Schirrmacher dauernd blöd bei Twitter von der Seite angelabert hat. Da gab es natürlich keine nennenswerte Reaktion, aber sowas ist nervig - entweder man lebt mit so einem Verhalten und ärgert sich still, oder man reagiert und geht auf deren Ebene hinunter. So einer wie der Mierau hat natürlich nichts zu verlieren, aber viel Credit bei seinen Kumpels, wenn er den grossen Schirrmacher anpflaumt. Der traut sich was, höhö.

Ich habe, da es sich jetzt so ergeben hat, diese Figur ein wenig in der FAZ vorgestellt, weil er das gleiche Spiel diesmal mit Martenstein versucht hat. Dass diese Figur dann will, dass sich die FAZ zu einem Beitrag über die Methoden von ihm, Pirincci und Schreifrau Wizorek äussert, zeigt leider nur, dass man viel zu lange gewartet hat. Siehe auch Kommentarblog. Man sollte nicht wie die SZ die Kommentare sperren, sondern sich solche Typen raussuchen und sie dann, wenn sie frech werden, mit unseren Mitteln öffentlich machen. Das ist vielleicht nicht nett, aber das hat immer gesessen. Manche haben inzwischen jede Lust an dem Spiel verloren. Wir haben genug Zeit und können warten, bis die Fehler machen.

Ich habe unter Schirrmacher gedient und es war grossartig. Die Tage werde ich mal aufschrei9ben, wie das wirklich mit dem Rausschmiss von Michi Seemann gelaufen ist. Und keine mildernden Umstände, weil er damals in Amerika sass und seine Finanzierung wegbrach.

Das neue Spiel halt. Post Privacy, eine volle Ladung. Die Schonzeiten für den Hass aus dem Netz, das merke ich im Gespräch mit Kollegen, sind vorbei. Es herrscht Medienkrise. Wir können uns einfach keine Berliner Charkterlosigkeiten mehr leisten, für die das Verleumden zum Frühstück gehört. Nichts gegen eine faire Debatte, gern auch hart, aber diese ihre Jauche werden sie selbst trinken. Wie es der Zufall will, bereite ich gerade ein Nahkampf-Twitterseminar vor. Früher wurde das kritisch gesehen, heute merken die Kollegen, dass man zumindest denen nicht ins Messer laufen sollte. Inzwischen hat man verstanden, dass das keine Leser oder wertvolle Klicks sind, sondern Probleme, die gelöst werden müssen. Unterhalb juristischer Methoden, aber zumindest so, dass sie wenig Freude daran haben.

Da war doch... ach so, der Geuter. Jaha, der Geuter, da hatten wir noch was, aber

Naja. Ich habe viel Zeit.

Freitag, 24. Oktober 2014, 21:29, von donalphons | |comment

 
Von meinem englischen Chef habe ich mal mitgenommen: "Don't fight with pigs… Both of you will be getting dirty. But the pig is going to enjoy it"
Problematisch ist natürlich, wenn ignorieren nix bringt, sondern als Beleg für die eigene Schwäche genommen wird.

(Ich weiss gar nicht wieso mir das jetzt in den Sinn kommt.)

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Nein, Ignorieren bringt da gar nichts, weil letztlich immer was hängen bleibt und die anderen sagen, dass es stimmen muss, weil er sich nicht wehrt. Da gibt es viele Debatten dazu und unsere Lösung ist Warten auf den richtigen Moment und dann Feuer aus allen Rohren. So, dass es denen richtig weh tut. Ein paar haben wir ja verscheucht, und der Rest wird halt in gewissen Abständen daran erinnert, dass auch ihre Reputation noch Schaden nehmen kann.

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Da kann ich ja nur ein gut gefülltes Munitionsdepot wünschen.
Twitter-Seminar für Kollegen… sehr schick. Das dürfte das einzige Wert stiftende Twitter-Seminar sein.

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Man muss sich einfach alle Optionen offen halten und denen immer einen Schritt voraus sein ud sie einseifen, dass sie keine Luft mehr kriegen. Die meisten haben keine Puste und wollen auch nicht schlecht aussehen. Das sind opportunistische Heckenschützenmentalitäten, denen darf man keinen Freiraum lassen. Und wenn man einen nicht kuriert kommen auch noch 20 seiner Freunde und machen mit,

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gut, dass ich nur ein mehr oder weniger kleines licht im verlag bin. da bleibt einem manche eitelkeit der tintenkleksergilder erspart wie mir deucht, bzw im zweifel wird das nicht alles im blatt breitgetreten.

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Ins Kreuzfeuer der Vollidioten begeben
Oh, welch gefährliches Pflaster - beiden Seiten zu sagen, dass sie unrecht haben.

Gibt es eigentlich direkte Verbindungen zwischen den lokalen Scharmützeln und dem internationalen Gamergate-Krieg?

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Haha, in meiner kleinen Badewanne bin ich vor kurzem zu ganz ähnlichen Schlußfolgerungen gekommen.
.
Wie man mit Leuten umgeht, die einen immer blöd von der Seite anlabern.
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Und es funktioniert!

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Heisst das nicht ...
Vorneverteidigung?

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Übrigens
Ich kann deine Entrüstung verstehen. Aber was kümmert es die deutschen Scheiche, wenn das Warzenschwein sich dran reibt. Um das ganze Gewese substanziell argumentativ zu grundieren, empfehle ich dir die Theorie von Tajfel/Turner über die soziale Identität ein wenig zu studieren. Das hilft sehr. Als ich noch bei Schirrmacher schrieb (unter dem Pseudonym Wittkewitz) gab es sehr viel Differenz auf allen Seiten, für die sich aber leider niemand interessierte. Mein Hinweis auf oben benannte Theorie war natürlich kein Beitrag zur Dramatisierung. Aber manachmal ist es besser beschreibend die Knallchargen bloßzustellen, als ihnen sachlich beizukommen. Weil die Sach an sich fast immer nur eine Diskussion um die Hoheit ist, also die kognitive Dissonanz auflösen soll. So gesehen etwas sehr Privates mit hohem Bedarf an Zeugenschaft...

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Tegernsee.. Bauplatz
günstig abzugeben; wegen Familienauflösung.

http://www.spiegel.de/panorama/leute/manuel-neuer-trennt-sich-von-freundin-kathrin-gilch-a-999256.html#ref=plista

evtl. Tausch gegen Sportgeräte (Fahrräder etc.)

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Ich möchte hiermit dem Hausherrn ein dickes DANKE! am Band überreichen, für die unermüdliche Ausdauer beim Beleuchten dieser eher unappetitlichen Ecken des Netzes.
*tiefverbeug*

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Allerdings
sollte man die Opfer nicht unterschätzen.
Google vervollständigt bei mir "rebellmarkt" sofort mit "schramm".

Oder habe ich da eine Namensänderung versäumt und man darf gratulieren?

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