So viel Leid, so viel Schmerz am Mittleren Ring

Worauf ich eigentlich in diesem Beitrag hinaus will: Ich habe meine Zweifel an dem, was allgemein als Fortschritt angesehen wird. Und zwar nicht, weil die Klassengrenzen weiterhin stabil sind, sondern weil alte Heilsversprechen die Kleidung und die Belihnung wechseln, je nach Mode, aber ansonsten so bleiben, wie sie sind, egal ob die Religion nun Kapitalismus oder Christentum heisst.

Nennen wir es eine moderne, aufklärerische und unambitionierte Fastenpredigt.

Sonntag, 22. Februar 2015, 22:05, von donalphons | |comment

 
Ich habe keinerlei Zweifel am Fortschritt.
An dem, der das materielle und physische Wohlergehen der Menschen ebenso erhöht, wie seine Überlebensdauer.

Ich habe einige Zweifel am Fortschritt.
Wo er sich auf die ethischen Axiome bezieht, die das Leben der Menschen untereinander auch grenzüberschreitend regeln sollen. Da geht es nur im Schneckentempo vorwärts, bei immer wieder erheblichen Rückschritten.

Ich habe massive Zweifel am Fortschritt.
Wo es um das seelische, psychische Wohlergehen des Menschen geht. Da muss man wohl konstatieren, dass die Menge der Illusionen und Enttäuschungen über die Jahrhunderte konstant blieb. Und es ist wenig wahrscheinlich, das sich das ändert, bis der Mensch seine genetische Ausstattung und deren Interaktion mit der Umwelt vollständig verstanden hat. Um danach daran herumzudoktoren.

Gruss,
Thorsten Haupts

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"früher gab es das ja so mit diesem naruzissmus ja so überhaupt nicht" [citation needed].

Außer eines scheinbar pathologischen Hasses auf eine bestimmte nicht näher definierbare Altersgruppe - ich vermute mal jünger als sie - und dieses schon stereotypischen "früher war alles besser, auch die Zukunft" Reflexes haben sie wohl nichts zur Debatte beizutragen.

Schade eigentlich.

Sehr belustigend daran finde ich immer wieder die, diesem Verhalten zu Grunde liegende Annahme, der Verfall der Sitten und der Moral der "heutigen Generation" (bitte nur mit viel Schaum vor dem Munde aufsagen) wäre nicht auch oder sogar zu weiten Teilen der Eltern- und Großelterngeneration anzulasten.

Die "Jugend von heute" ist in ihren Augen selbstverständlich moralisch verkommen aber Schuld daran muss selbstverständlich der Storch sein, der sie damals gebracht hat und sie kann nicht bei den Eltern und Großeltern und den Rollenvorbildern liegen, die für ihre Erziehung und Ausbildung verantwortlich waren. Ansonsten würde ihr schönes Weltbild ja von alleine in sich zusammen fallen..

So kann man natürlich "Sic transit gloria mundi" rufend den Verfall des Abendlandes beklagen, immer in der wohlig warmen Gewissheit selbst für nichts verantwortlich zu sein.

Nur mal so unter uns die Gesellschaft, deren Verfall sie heute so lamentabel finden, haben sie mit zu verantworten. Als Bürger der BRD. Durch die Werte die sie vorgelebt haben, durch die Politik, die sie unterstützt haben. Durch das "Erbe" das sie den nachfolgenden Generationen kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich hinterlassen.

Man kann sich jetzt natürlich hinstellen und so tun, als hätten die aktuellen Entwicklungen nichts mit einem selbst und der eigenen Lebensführung zu tun.

Die höflichste Antwort dazu die mir einfiele wäre, ist das das unglaublich naiv ist.

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Hmm...

Der Beitrag auf den ich mich bezog scheint mittlerweile verschwunden zu sein.

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Und ich hatte mich schon gefragt ...

Gruss,
Thorsten Haupts

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Es gab einen Beitrag über meinem. Die erste Antwort auf ihren Post, der das eingangs zitierte Stück enthielt.

Der scheint aber zwischenzeitlich gelöscht worden zu sein.

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Evolution
Der Mensch und seine Kultur sind nach evolutionären Maßstäben ein Fliegenschiß in der Zeitleiste. Im Geiste sitzen wir doch noch immer auf dem Baum bzw. schwimmen im Meer. Man darf da nicht zu viel erwarten, jedenfalls nicht von der Masse.

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