Krautreporter: Sie wollten doch nur gut sein

Sind sie natürlich nicht. Wenn irgendwo Niggemeier draufsteht, dann weiss ich aus Erfahrung, wie schwierig das werden kann. Dass er sich jetzt mit Knall und wenig Nachsicht vom Projekt verabschiedet, würde ich nicht allein dem Team um Esser oder was davon übrig ist zuschreiben. Dass jemand Eigeninteressen verfolgt, ist normal, dass er es tut, wie Niggemeier das macht, muss man halt mögen. Ich finde es schon ziemlich zynisch, erst die Zukunft des Journalismus zu verkaufen, dann Kritiker abzukanzeln, dann beim Projekt, das doch recht viel Geld hat, inhaltlich kaum mitzuwirken, sich zurückzuziehen und dann die Brocken hinzuschmeissen, und der anderen Seite mit genau der Kritik reinzutreten, die von anderen von Anfang an kam.

Einer der Hauptkritikpunkte war damals die geringe Zahl von Autorinnen. Diese Kritik war unberechtigt, denn der ganze Krempel da las sich wie ein Treffen der mangelattraktiven Uni-Autorinnen von Zeit und Spiegel Online. Wir sehen da ein Problem. Wir reden da ganz lang darüber. Wir geben uns Mühe, die Schuldigen ganz schuldig zu machen und erklären dann, wie wir uns unter Ausschluss der Realität, aber mit totalem Nettsein zur Menschheit die Lösung deren Probleme imaginieren. Ja, die Krautreporter. Wenn die kommen und ein Problem analysieren, dann wird das so wie bei einer dieser Partei- oder Kirchenstiftungen, wo alles ganz gut und ganz freundlich sein muss, und die Welt nachher ein klein wenihg besser.

Leider gibt es solche Artikel schon zuhauf von unfassbar vielen anderen Autoren und und wenn da wenig anderes kommt - oder man das andere in Form von Thilo Jung nicht mag - dann ist das halt so wie ein besonders langweiliger Ausschnitt wie überall, gern mit Israelschwerpunkt, den alle anderen auch schon hatten, oder Supermarkt, weil einer der Autoren da halt ein Faible hat. Ich weiss nicht, wie viel Kohle Esser und Co. an Sparker gegeben haben, die die miese Software machen: Es wäre mir völlig egal, wenn die Beiträge knallen würden. Wenn das nicht immer nur der Eintopf aus Problembewusstsein wäre. Ob das nun bei der Mädchenmannschaft so ist, bei den Mädchenminderheitenticketschreiberinnen der taz oder den Mädchenkrautreportern - ich habe da nichts dagegen. Im Gegenteil, ich freue mich jedes Mal, wenn solche Grottenolme des guten Lebens neue Probleme finden, an denen sie sich schlecht fühlen können. Wäre ja noch schöner, wenn man so eine Bissgurkn wäre, so eine zwidane, und dann noch ein prima Leben hätte. Die dürfen das auch beklagen. Aber das Angemaule will doch keiner lesen.

Ich finde, wenn das Gute klug ist, kann es auch gerne mal fies, gemein und hinterfotzig sein. Don Camillo ist ein Mann Gottes und trotzdem prügelt, klaut und betrügt er nach Kräften, und es ist prima. Menschen wollen Ambivalenz und Grautöne. Sie stören sich überhaupt nicht an Inkonsistenzen und Brüchen. so ist das Leben. Ich denke mir das immer, wenn da jemand wieder zum Entfolgen und Nichtverlinken auffordert: So viel Reinheit ist einfach kein Konzept für die Masse. Die Masse findet Objektifizierung meistens wirklich nicht gut, aber manchmal halt schon. Die Masse weiss, wie es ist, und braucht kein Menschenopfer wegen einer dummen Bemerkung. Wer da anders denkt, besonders als Journalist, muss halt damit leben, dass man ihn vielleicht genauso beurteilt. Kann sein, dass ich da bald mal wieder richtig reintrete. Das kann ich nämlich auch.

Aber viel lustiger ist es doch, über die Zwischentöne zu reden. Über das Ambivalente. Ich glaube, das Leben muss jeden Tag neu verhandelt werden, und da muss man auch mal in der Lage sein, sich mit anderen Meinungen abzufinden. Was heute richtig ist, kann später grundfalsch sein. Die Leute wollen nicht nur Probleme, sie wollen gut unterhalten werden. Viele mögen auch Schlawiner und Haderlumpen, wenn sie nur charmant sind. Sie mögen Gleichnisse und Fabulierkunst und Abschweifungen. Das sind alles so Gesprächstaktiken, die die jüdische Theologie seit langem praktiziert, und damit kommt man in einer pluralistischen Gesellschaft weiter, als mit einer dogmatischen Haltung wie bei Augustinus. Natürlich kann man das den anderen nicht aufzwingen, die heute genau so verbohrt sind, wie ihre ideologischen Feinde unter Adenauer, und deren Stammtisch Filterbubble heisst. Wie man bei Krautreporter sieht: Die Texte, die da zum Gutsein beitragen, werden wohl auch kaum gelesen oder rezipiert. Das Gute ist ein Ritual, und es macht keinen Spass. Da kann man genauso gut in die Kirche gehen

Dann ist Krautreporter auch nicht opulent und scheusslich bebildert und niemals hat da jemand mal gelacht, ausser bei Jung und Naiv vielleicht -aber den haben sie ja den Hyänen und Giftkröten vorgeworfen. Natürlich hat auch Krautreporter sein Gutes, eine Autorin ist da von einem elenden FAZ-Blog mi fliegenden Fahnen übergelaufen und wenn es nicht so einen wahnsinnig grossen Pool an Problemtröten gäbe, dann hätte das die FAZ schöner gemacht. Immerhin, es war ein Versuch. Aber diese ganze fade Brennsuppn, die da jeden Tag serviert wurde, für doch recht viel Geld und nach all dem Grossmaultum aus der journalisten Erlebnisgastronomie - die ist schon enorm peinlich.

Niggemeier will mit seinen Anhängern jetzt was Eigenes aufziehen. Bin gespannt, ob das wie Bildblog wird, wo er ja auch alle anging, die am Erfolg von Adnation zweifelten. Ob Krautreporter wirklich nur verbrannte Erde hinterlassen hat, wage ich zu bezweifeln: Sie waren zwar das Projekt mit dem grössten Maul, aber es gibt ja auch andere, die eigene Gefolgschaft haben, und damit gut leben.

Freitag, 19. Juni 2015, 08:54, von donalphons | |comment

 
Die Krautreporter habe ich ausgeblendet. Das war mir zu viel Faustgetrommel auf geblähte Brustkörbe.
Den Worten über Ambivalenz und Reinheit stimme ich sehr zu. Das Leben hat nun mal keine einfachen Wahrheiten parat.
Da könnte man auch in die Kirche gehen.
Keine Ahnung wo das herkommt, aber es scheint eine sehr lang gezogene Pubertät bei einigen Leuten zu geben. Das ist doch eigentlich das Alter, wo es einem um allumfassende Gerechtigkeit, Weltretten und Ausmerzen alles Bösen geht. -Bis man dann kapiert, dass alles ein klein wenig komplexer ist.

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Ich denke, es liegt daran, dass es in Berlin natürlich länger so pubertär bleiben kann. Und es dort auch inzwischen einen gewissen Druck gibt, auch so zu bleiben, wenn man bei den coolen Kids mitspielen will. Und weil die halt alle auch im Internet den Ton angeben, passen sich viele an. Es ist schwer, da auszubrechen. Vor zehn Jahren war das noch anders, aber heute dominiert halt diese Haltung und geht auch gegen jene vor, die anders sind. Dass sie sich dabei auch an Giganten wie Felix von Leitner am Hosenbein vergreifen, ist halt Teil des Spiels. Und für manche zahlt es sich auch aus. Auf niedrigem Niveau.

Trotzdem grabbelt dann der Bart-Ally die Aktivistin an, wie man ab und zu hört und natürlich laden sie mehr Porn als Krautreporter. Aber die Fassade stimmt wie daheim in Lüneburg.

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Minge Oppa der hatte da immer so einen Spruch, der glaube ich auch hier ganz gut zutrifft. "Wer selbst im gläserenen Hause sitzt soll andere nicht mit Steine schmeißen."

Wenn ich mir anschaue wie weit sich Don Alphonso verbogen hat um beim US_propagandblättchen FAZ in Brot und Geld zu bleiben, dann wäre etwas Vorschicht wohl angebracht.

Aber man kann sich natürlich auch darüber streiten ob die Huren am oberen Ende der Straße besser sind als die am unteren Ende. Sie bleiben dennoch Huren.

Schreiberlinge sind eine eigene Truppe, selbstverliebt und äußerst kritikempfindlich. Mann muss sie in Ruhe lassen und ihnen freie Hand geben und notfalls in die Schreibtischkante beißen wenn es gar zu schlimm wird. Nur dann gibt es sowas wie Zusammenarbeit. Aber auch die ist oft nicht von langer Dauer.

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Der Vielschreiber Jochen Hoff nennt Menschen, die schreiben, "Schreiberlinge" - was gleich mehrfach komisch ist. Weniger komisch ist, dass dies genau das Wort von Nazis und Faschisten war, mit dem sie kritische Autoren abzubügeln pflegten.

Nicht jedem ist es gegeben, eine abweichende Meinung auch nur zu ertragen. Jochen, du hast schon bessere Zeiten gesehen!

Ebensolche wünsche ich dir. Wirklich. Und etwas weniger Wut und eine gemäßigtere, ja, weniger pöbelhafte Sprache dazu. Es könnte dein Gewinn sein, ein Gewinn, den dir niemand nehmen kann.

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Die Zukunft des Journalismus...
...bestand offenkundig darin,
1. die Sponsoren/Unterstützergelder mit einem grässlichen Stück Software zu verbraten
2. weniger zu liefern, als man ursprünglich versprochen hatte,

und vor allem:

3., dass jeder Autor sein eigenes Ding macht und die gute bis beste Bezahlung bei Krautreporter bevorzugt dafür nutzt, diese Plattform als Resterampe für anderweitig nicht verwertbare Artikel zu nutzen.

Ein Schuss in den Ofen, oder positiver formuliert, ein erster Versuch, aus dem die Beteiligten lernen können - und vermutlich auch gelernt haben.

Dass sich ausgerechnet Niggemeier a) so früh und b) so gründlich bei den Krautreportern zurück gezogen hat, obwohl er nicht zu knapp als Zugpferd beim Einwerben von Abonnenten gedient hat, das hinterlässt mehr als deutlich einen üblen Geschmack.

Seinen Rückzug, gleichwohl, verstehe ich - und seine etwas kalt wirkende Begründung werte ich nicht als Abrechnung, sondern eher als Versuch, die eigene Kritik aus Höflichkeitsgründen sehr knapp zu halten, statt so umfassend und opulent, wie er es vermutlich auch hätte machen können...

Doch genau diese Diskussion über das Versagen von Krautreporter, umfassend und opulent, mit zahlreichen Diskussionsbeiträgen der Beteiligten und seitens der "Stakeholder", genau die hätte ich jetzt gerne gesehen, nicht zuletzt, um für zukünftige Versuche (und den Rest an Krautreporter-Anhängerschaft) das Maximum heraus zu holen, das Maximum an Lernergebnissen.

Ich verstehe, dass Herr Niggemeier seine Kritik sehr knapp formuliert hat. Vielleicht sogar, dass sein Resümee so kühl ausfiel. Die Frage bleibt aber dann weitgehend offen, zumal sich auch die anderen Beteiligten hier sehr zurückhaltend geben, wie man zukünftig aus so viel Euphorie und breitem Unterstützungswillen (!) eine lebensfähige und gut funktionierende Plattform für einen modernen Journalismus im Netz machen kann.

Es wäre ja schön gewesen. Sowohl, dass das mit den Krautreportern gut geklappt hätte, als auch, dass sich für die Zukunft jetzt genau ergeben würde, wie man aus den gemachten Fehlern lernt - um Besseres auf die Beine zu stellen.

Letztlich waren die Krautreporter in meinen Augen - mit einigen positiven Ausnahmen - nur eine Art inkonsistente Resterampe ohne echten Anspruch, ohne Feuer, ohne echte Leserbindung (dabei wäre hier so viel möglich gewesen!) - und im Kern einfach nur eine Geld-Abgreife für die meisten der dort beteiligten Journalisten, die zuvor mit angeblich großen Ambitionen dort die "Zukunft des Journalismus" demonstrieren wollten.

Tja, es wäre ja schön gewesen...

Was die Sache mit der vorgeblichen Reinheit von so manchen betrifft: Guter Wille ist mir immer noch lieber als das Ausbleiben desselben. Schwierig wirds halt, wie so oft, bei den Fanatikern, bei denen, die es übertreiben. Aus fast jeder guten Idee lässt sich mit der richtigen Dosis Übertreibung eine richtig schlechte Idee machen. Ob mit Frauenförderung. Umweltschutz. Sich für Flüchtlinge einsetzen. Soziale Gerechtigkeit. Gesundheitsförderung. Gutes Essen. Sport. Antifaschismus. Oder auch nur, wenn man den allerbesten modernen Journalismus komplett neu erfinden mag. Mitunter scheitert es einfach daran, dass das eigene - im Grunde sehr positive - Anliegen nicht gut genug durchdacht und mit anderen Dingen abgewogen wurde. Oder es scheitert an Naivität und mangelnder Reife. Oder an rigidem Dogmatismus. Oder an allem zusammen, was mir mitunter wie eine exklusive Befähigung von bestimmten Bewohnern der Stadt Berlin vorkommt.

Aka: "Große Fresse und nix dahinter."


;-)

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Mich erinnert das ein wenig an Fair Trade Kaffee: Da wird nämlich auch ein Garantiepreis bezahlt, weshalb die minderwertigen Bohnen dort abgeliefert werden und diejenigen mit dem höheren Preis gehen zu den altbekannten Multis. Wobei man bei manchen Autoren auch sagen muss, dass da eben keine Multis stehen und KR wirklich wohl so eine Art Melkmaschine war. Für die Anspruchshaltung jedenfalls ist das Ergebnis lausig.

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Krautreporter = Sandinistendröhnung 2.0


:-D

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Miese Führung
Bei der Sandinistendröhnung kam wohl noch das Problem hinzu, dass a) das Ausgangsmaterial (Nica-Arabica) ohnehin extrem sauer und nur in einer Beimischung brauchbar ist und b) hier nur bei optimaler Röstung eine ausreichende Säureelimination stattfindet. Sowas als sortenreinen Solikaffee zu vermarkten, ähem, nunja, ist nur für sehr stabile Mägen geeignet.

Einen mindestens so starken Magen benötigen allerdings auch diejenigen, welche in Interviews das dreiste Rumgesülze von Alexander von Streit lesen müssen. Beispiel, da wird der Herr Streit gefragt, warum es trotz Journalist Weinreich in der eigenen Mannschaft erst so spät einen Artikel zu Blatter und den Fifa-Skandalen gab - Antwort:
"Wir sind keine Konkurrenz zu Online-Nachrichtenportalen. Solche Geschichten lehne ich auch immer wieder ab." (link)
Mit anderen Worten: Streit lehnt alle Artikel ab, die wirklich aktuell sind und im Netz konkurrenzfähig sind zu anderen journalistischen Angeboten.

Nein?! Doch. Oh. Das erklärt vieles...

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Die Erklärung warum Herr Weinreich erst sehr spät seinen ersten Beitrag bei den Krautreportern veröffentlichte ist viel einfacher:

Er hatte ein E-Book über das IOC zu vermarkten. Macht, Moneten, Marionetten. Seine erster Beitrag auf Krautreporter https://krautreporter.de/276--olympia-2024-spiel-mit-dem-feuer weist auf das Buch hin.

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@ gibsmir

Oh. Hoppla. Danke für den Hinweis! Manche Dinge werden leider nicht besser, wenn man genauer hinschaut...

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Ihre Kritik an Niggemeier kann ich nicht nachvollziehen; ich finde, er macht in seinem Bereich 'ne notwendige und gute Arbeit. Nur sein Musikgeschmack, oh je, oh je.
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Die wirklich Guten schreiben (schrieben) nicht bei den Kraut & Rübenreportern: Gabriele Goettle z.B.

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Das mag sein, aber bei Krautreporter war er nun mal Aushängeschild und zugpferd, und dafür war sein eigentliches Engagement dann wirklich deutlich begrenzt. Die Leute haben wohl was anderes erwartet. Und nachdem ich das jetzt zum dritten Mal sehe - erst Adnation, dann das FAZ-Fernsehblog, jetzt Krautreporter - fehlt mir etwas die Nachsicht.

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Krautreporter ist ein Fehlschlag und Niggemann ist blöd.
Das ist wirklich schlimm und geht uns alle an.

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Krautreporter ist doch von gestern. Heute retten die http://www.prinzessinnenreporter.de/
die Welt! Seitenhiebe auf die Mitretter des Journalismus inklusive.

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Langweilig
Die akademisch zertifizierte Surpluspopulation sucht verzweifelt nach Geldgebern für die von ihnen nach ihrer Meinung zu publizierenden Ansichten. Aufgrund der entwickelten Technik benötigen sie keinen Verleger, Chefredakteur oder Lektor, die früher darüber entschieden, ob die gelieferte Textmenge rentabel sein könnte. Sie unterstellen sich die Rentabilität (klicks) einfach selbst. Das kann man so machen. Wir in Düsseldorf haben 600.000 Einwohner, davon sind 22.000 Unternehmensberater. Wir haben aber nur 34.000 Unternehmen. Was machen die alle? - Das ist doch nur eine weitere "Krautreporter"-Ausprägung. Dass der D.A. da in bestimmten Sektionen dann Noten von mangelhaft bis onchenögend verteilt, ist zwar lobenswert, aber tendenziell Sisyphos. Wil: die Plapperdiskutanten nehmen exponentiell zu, die im Smithschen Sinne "unpredictable spectators" aber nicht.

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Zu folkher braun: Stefan Niggemeier gehört allerdings zu den Journalisten, die schon etliche Verleger und Chefredakteure von sich überzeugt haben. Und er hat dafür z.B. der F.A.S. ordentliche Artikel geliefert – was man anerkennen kann, auch wenn man kein Fan ist.

Ein Unterschied zwischen klassischen Journalisten von »früher« und dem Nachwuchs scheint mir zu sein: Die klassischen Journalisten haben einfach Texte geliefert. Sie haben sich aber mit wenigen Ausnahmen kaum persönlich exponiert. Wer mit sehr persönlichen Dingen oder radikalen Meinungen in die Öffentlichkeit geht, wie es heute oft üblich ist, macht sich natürlich auch angreifbarer.

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Das ist doch mal ne Analyse von F. Braun, mit der ich was anfangen kann :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Was mir immer aufstößt ist das Thema: Medienjournalismus. Das hat was Pastorales.

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Wenn man das Genre auf das reduziert, wass niggi & Co. machen, ist das nicht ganz falsch, aber da gab und gibt es ja auch noch andere Facetten.

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@folkher braun
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Gestern im Dudelradio: Die Queen kann LKW fahren!
Würden Sie da mitfahren? Auf der linken Spur?

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She could also handle a wrench.

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Man muss zugeben: die Queen ist ein noch süsserer Fratz als Obama 2007(?) in Berlin, als er Präsident werden wollte.

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Bester HM555: Würde ich sofort machen. Die Damen mit Fahrerlaubnis CE, die ich kenne, haben mehr drauf als die Herren. Bestes Beispiel: eine Energiespar-Ausbilderin vom Daimler in Wörth, wo ich vor fünf Jahren zur Schulung war. Die steckte ihre Kolleggas und uns Azubis in die Tasche.

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Jedenfalls wurde die Queen ausführlich gegauckt.

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"was anders machen heute" - im kleinen, wie im großen
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nachsicht: "wer hat uns verraten? sozialdemokraten!" - und wer fühlte sich angesichts solcher sozialdemokraten, wie in diesem bericht weiter unten interviewt, nicht auch mit an diesen bitterbösen, wahren spruch erinnert?

anscheinend das übliche kleinbürgerliche "rattenrennen" der kleinbürgerlichen männerpsyche - die psychologischen muster anscheinend fast so ähnlich wie 1945ff bzgl. atom- und wasserstoffbombe: "wir müssen die ersten sein, dann können wir die standards setzen, unsere besseren standards also, bekommen nicht das offensichtlich erwartbare minderwertige sicherheitsverhalten der anderen, darum müssen wir heute rechtzeitig dominieren." und persönliche biographische und finanzielle vorteile für sich selbst als gruppe auch noch dazu, klar doch.

nur verzicht, ganz simpel und einfach gemeinsam verabredeter verzicht - auf derartige psychomechanismen, auf nicht mehr und nicht weniger - denn es geht offensichtlich um keine anderen realitäten, als um innermännlich-psychologische, wie wohl horden von männern wie üblich von sich anderes glauben wollen oder müssen - der kluge verzicht also auf blöde triebe und stattdessen ganz einfach das richtige zu tun, das scheint einfach nicht möglich zu sein, ätzend.

http://tinyurl.com/ofyz2yy

in ruhe ganz ansehen bitte - partiell als "quasi anti-niggemeier" auch.

https://www.pik-potsdam.de/members/john/hjs-direktor
http://tinyurl.com/oymw447
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