Balkanomie

Kaum jemand kauft im Herbst ein neues Rad.Vielmehr ist es so, dass im Herbst die Räder eingemottet werden, weil ab Oktober bei uns das Radfahren eine Sache für Sonderlinge wird. Und deshalb verstehe ich es auch von diesen Realumständen her, wenn ein Centurion Lucca Lady, das die Radwerkstatt angenommen, restauriert und zum Verkauf angeboten hat, trotz eines sehr attraktiven Preises nicht verkauft wird.



November, Dezember, Januar, Februar war das Wetter mild, und man hätte durchaus ein komplett ausgerüstetes Rad nehmen können, zumal man für diese Qualität heute über 1000€ auf den Tisch legt, und der Deutsche doch gern Schnäppchen mag. Aber das moche irgendwi keine in all diesen Monaten, es stand immer am gleichen Platz, und auch Umfragen in meinem Bekanntenkreis brachten kein Interesse hervor. Dann kam die Coronakrise, die Menschen hatten weniger Geld und wollten ungern in Busse und Bahnen einsteigen: Jetzt aber, dachte ich mir.



Dass letztlich ich darauf zu sitzen kam, lag am Umstand, dass ich mit einem Rad in die Werkstatt fuhr, und es dort zum Testen gelassen habe. Es stand gerade günstig neben dem eingang, es war aufgepumpt, und nach den 6 Monaten - ein halbes Jahr schon! - hatte sich sogar das Preisschild gelöst. Es störte keinen, wenn es mal einen Tag weg war. Es ist mir definitiv zu klein, aber es rollt gut, es hat Magura Bremsen, es ist gut ausgestattet und selbst dann hätte ich es nicht genommen, hätte ich am nächsten Tag nicht gefragt, warum zum Teufel das keiner nimmt. Die Antwort war: Wegen Corona. Und weil die Grenzen geschlossen sind. Es kommen momentan keine Osteuropäer und Balkaneinwohner, die normalerweise im Frühling die Gebrauchtmärkte des Landes abfahren und das, was die Deutschen im Frühling wegwerfen, mit nach Hause nehmen und dort verkaufen. Für die Gebrauchtmärkte ist das der wichtigste Kundenkreis, und da gibt es welche, ein einfach mal 20 Räder in den Lieferwagen werfen und - legal natürlich - nach Bulgarien oder in die Ukraine bringen.



Das geht, weil die deutsche Kundschaft, sogar, wenn sie nicht eben reich ist, in aller Regel nur in Ausnahmesituationen dergleichen kauft. Etwa, wenn sie gezielt ein Bahnhofsrad braucht und dem guten, neuen, teuren Fachmarktgeschäftsrad dergleichen nicht zumuten möchte. Dann greigt man hier auch mal zum Gebrauchten - aber dann muss es auch wieder wirklich billig sein. Da setzt dann der Geiz ein. Und weil viele nichts davon verstehen, sind Räder, die gebraucht mehr als die Hälfte dessen, was ein Baumarktrad kostet, unverkäuflich. Die kompetenten Osteuropäer kommen nicht und die ignoranten Deutschen kaufen dann doch wieder lieber was Neues, und inzwischen sind auch die schicken Scheibenbremsenräder nicht mehr teuer. Das leistet man sich dann. so schlecht, dass man ein teureres Gebrauchtes kauft, geht es den meisten hier offensichtlich noch nicht. Ich finde das nach dem Ende des Lockdowns eine bemerkenswerte Einstellung in der kleinen, dummen, reichen Stadt an der Donau.



Normalerweise denke ich, dass ich solche Räder nicht kaufen sollte - ich nehme sie irgendwelchen Mädchen weg, die ein blumenbehängtes Körbchen dran machen und dekorativ durch die Altstadt radeln. Aber nach der Erklärung habe ich mir gedacht, dass ich das jetzt einfach auf Vorrat nehme. Die Damenwelt hatte 6 monate Zeit, sich wahrhaft zu bereichern, und wollte einfach nicht. Jetzt stürmen sie die Geschäfte und kaufen E-Bikes, die sie nicht brauchen, und Scheibenbremsenräder, deren Bremsen sie überfordern. Die Grenzen sind noch länger zu, und alle Gebrauchtmärkte ersticken in den Anlieferungen, die jetzt kommen. Weil die Deutschen zu reich sind, und es ihnen sogar jetzt noch zu gut geht. Weil es wohl ein Grundrecht auf ein neues Sofa alle 5 Jahre und ein neues Rad nach 1000 Kilometern gibt.

Es geht uns gut. Es geht uns sehr gut, und nicht einmal die Seuche hat an dieser Einstellung etwas ändern können, wenn ich sehe, wie bei uns schon wieder eingekauft wird. Neu, natürlich. Weil man Rücklagen hat und es sich leisten kann. Einerseits ist das verblendet, andererseits ist das natürlich gut.

Montag, 11. Mai 2020, 08:39, von donalphons | |comment

 
Warte mal 10 Jahre und dann passt Dir das Rad genau.
Der Bauer, der das Feld auf Bild 4 immer kontrolliert, kommt auch immer mit einem nicht allzugroßen Damenrad.

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Wer braucht bei maximal 300km im Jahr schon Qualität? Vielfahrer werden sich sowas nicht holen und Gelegenheitsfahrer gehen in den Spuermarkt und kaufen sich dort ein Zündschlapp für 199 Euro.

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Es wäre gut, ginge es "uns" wirklich (sehr) gut.

Realistisch betrachtet ist dieses Verhalten wohl eher der Bequemlichkeit, der Wegwerfmentalität und dem technischen Unvermögen geschuldet. Apropos Schulden, die Verschuldung der Haushalte steigt und das Leben auf Pump scheint der Normalfall zu werden.

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der Liter Diesel liegt bei 1 Euro. Es geht vielen noch sehr gut. In manchen Sonderwirtschaftszonen auch weiterhin.Vielen anderen aber sicher nicht mehr allzulange, schätze den ökonomischen lag auf 5-6Monate, weil dann erst die global zurückgegangene Nachfrage durchschlägt. Aber selbst dann wäre die Ökonomie des Gerauchtrades wahrscheinlich kaum anders. Das verwenden jene, denen sogar ein Bus zu teuer ist. Das gebrauchte Rad ist ein inferiores Gut, in E Bike Zeiten sogar ein absolut inferiores Gut - sehr dumm, sehr traurig aber leider wahr. Ride on.

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Angesichts des Rohölpreises kommt mir der Sprit immer noch deutlich zu teuer vor. Vor allem im Vergleich mit Kosten und Preisen vor noch nicht allzu langer Zeit.

Wie gut es vielen mittlerweile geht, sieht man an der Kaufzurückhaltung bei höherpreisigen Gütern und höre ich von Vermietern. Das dicke Ende kommt erst noch, das sehe ich auch so.

Wieviele sich in Zukunft noch Gedanken über den gesellschaftlichen Status eines gebrauchten Fahrrades leisten können, bleibt abzuwarten. Da helfen auch keine Abwrackprämien.

Schauen wir mal, ob und wann sich die Weltwirtschaft, die Realwirtschaft, wieder erholt. Ohne Konsum und Wachstum wird das nichts. Und Konsum benötigt nunmal Konsumenten. Irgendwie beißt sich der Hund da in den Schwanz. Vor allem, falls Preise, Abgaben und Steuern kräftig (weiter) steigen, womit ich eigentlich rechne.

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Die gute Tat
Wenn man seeeehr großzügig wäre, könnte man das Damenfahrrad anonym z.B. einer Aktivistin vermachen, der unlängst ein Rad mit kaputten Bremsen abhanden gekommen ist...

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OT der Staat als Beute.
Neuer Job für Nahles, kommt vom Finanzminister, €150.000 im Jahr, Präsidentin von einem Pensionsverein für Post etc.

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Nachfrage dazu
Wurde der Job korrekt EU-weit ausgeschrieben? Oder bestand wg. Corona schneller Handlungsbedarf und wurde dewegen das vorgesehene Verfahren overruled?

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Die Seilschaften funktionieren immer noch gut.

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Kann ich nicht sagen, meine Quelle war ein Artikel in der Süddeutschen. Der bisherige Inhaber des Postens (der für 5 Jahre läuft) wurde ins Finanzministerium versetzt.

Es gibt überall solche Pensionskassen, normalerweise gibt es auch eine Karriere (im treasury einer Bank oder im Anlagebereich einer Versicherung), der für solche Posten eine nützliche Qualifikation ist.

Aber seit fachliche Qualifikation out ist und Managementqualifikation in und es mit Sicherheit Bestrebungen gibt, bei gleicher Qualifikation Frauen zu bevorzugen...

Ich würde solchen Job ums Verrecken nicht machen wollen, da muss man vor Langeweile sterben, aber mich stört das Prinzip. Das Gehalt ist übrigens ok, so in etwa verdienen vergleichbare Leute woanders auch.

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150 000 brutto -
/ Jahr - das ist netto weniger als ein Schulpräsident in einer schweizerischen Kleinstadt. Sie ist dafür die Behördenchefin von 1400 Leuten... unendliche Besprechungen wegen Urlaubsplänen, und CO-1911-Verordnungen und mit dem Personalrat und der Frauenbeuftragten und dem Sicherheitsdienst und der Arbeitssicherheits- und der Gebäudeenergie-Kommision und der und... und undund...
Ehrlich: Wenn das bloß unsere wirklichen Probleme wären...
(Ich will einräumen, dass ich annehme, dass Andrea Nahles den Job kann - vermutlich sogar ganz gut machen kann...).

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Ich weiss nicht. Duration hat sie wahrscheinlich noch nie gehört und die Auswirkungen der Sterbetabelle auf zukünftige Zahlungsverpflichtungen? Ich unterstelle jetzt, dass dort wirklich Anlagevermögen verwaltet wird, denn für die Auszahlungen von ein paar tausend Pensionen braucht man wohl kaum soviele Menschen.

Ich habe nich nach Lehre, zwei Studienabschlüssen in In und Ausland und 25 Jahren Karriere bis in höheren Ebenen nie fachlich fit genug gefühlt, Vorstand einer grösseren Bank zu werden, Spasskasse, Volksbank, ja, jederzeit, egal welche und egal welcher der Posten, Vertriebschef, Kreditleiter einer Grossbank, auch.

Aber Vorstand Deutsche oder Commerz oder eine der internationalen, das ist so komplex auf der mathematischen Seite, da muss man Jahre nur auf den Posten hinarbeiten. Versicherungen sind da ähnlich, weniger komplex, weil die Risikomodelle weniger Dimensionen haben, aber auch da: Germanistikstudium (abgeschlossen) und Ministerin für Arbeit und Soziales, das ist eine politische Karriere.

Sie wird keinen Schaden anrichten und das Gehalt ist überschaubar, aber...Wenn es eine echte Pensionskasse ist, dann ist sie nur Frühstücksdirektorin, weil sie die Themen nicht verstehen kann (aber es arbeiten dort mindestens 1000 Leute zu viel), wenn es nur eine Auszahlanstalt ist, dann versteht sie das zwar, aber dann können von 1400 Mitarbeitern auch 1300 gestrichen werden. Man vergleiche die Mitarbeiterzahl gerne mal mit einer Fondgesellschaft oder einer Versicherung oder Krankenkasse. Irre, wahrscheinlich arbeiten die noch mit Durchschlagpapier. Vor über 30 Jahren war eine Lehrstation die Pensionskasse meines Arbeitgebers, der damals etwa 8000 Mitarbeiter hatte. Das saßen gefühlt 5 Leute (und das war schon viel), die hatten aber mit der Anlage Dritte beauftragt.

Sie haben aber recht, es sind nicht unsere wirklichen Probleme, und irgendwas muss sie ja machen. Wenn nicht mal mehr ehemalige Vorsitzende von ehemaligen Volksparteien einen Versorgungsposten bekommen, wer will dann noch Politiker werden? Dann sitzen da nur noch Studienabbrecher und Kinderbuchautoren und andere Koboldspezialisten.

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Das Unternehmen als Beute
In bestimmten Unternehmen versickern die Gewinne im Management, und zwar in Form von astronomischen Gehältern und Bonuszahungen. Dagegen ist unsere Bundeskanzerin arm wie eine Kirchenmaus.

Selbst wenn im vergangenen Geschäftsjahr Milliarden in den Sand gesetzt wurden, gibt es trotzdem Boni in Millionenhöhe, möglichst zweistellig. Da können unsere Politiker nur weinen.

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Da hat man als Aktionär selbst Schuld, wenn man so einem Unternehmen dann Geld gibt.

Das Gehalt der Bundeskanzlerin ist zu niedrig. Es kommen dort aber noch andere Bestandtteile hinzu, Pensionsansprüche, Abgeordnetengehälter, Aufwandsentschädigung usw.
Ist trotzdem zu wenig für die Verantwortung und das Pensum.

Ihr Gehalt ist vergleichbar mit dem eines mittelmässigen Fussballspielers unterhalb der ersten Liga. Den Job kann man ähnlich kurz machen, nach 12 Jahren ist meist Schluss, bei Schmidt und Schröder sogar schneller.

Minister werden auch zu schlecht bezahlt, einem Vorstand einer kleinen Krankenkasse geht es finanziell besser und der hat weniger Verantwortung und steht auch nicht unter der Lupe des Öffentlichkeit. Abgeordneter ist dann nochmal eine Stufe schlimmer. Für das Jobrisiko unangemessen, Umzug bzw. Doppelhaushalt wird auch nicht honoriert. Deshalb zieht das nur Mittelmass an.

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Klassische Behördenleistung. Versorgungswerk und Interessensvertretung der beamteten Beschäftigten der ehemaligen Post und Telekom. Seit der Privatisierung 1995 kommt da keiner hinzu, nur Abgänge durch Sterblichkeit. Nahles kann das, wahrscheinlich sogar gut. Klingt nach Abschiebeposten, aber so eine wie sie wird sich nicht kaltstellen lassen wollen. Also ist es eine Überganglösung, wie schon 2002 als sie ihr Bundestagsmandat verlor und bis 2005 geparkt wurde. Meiner Erinneringen nach bei der Gewerkschaft, aber diese 3 Jahre sind im Internet in der Biographie ziemlich getilgt. Das ist der eigentliche Skandal, eine Behördenleitung als gut bezahlte Zwischenlösung, bis die Partei was besseres hat.

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Dimensionen:

Der BVV ist das Versorgungswerk der privaten Banken. Bvv.de

Die sagen folgendes:

Der BVV konzentriert sich als Versorgungswerk für die Banken- und Finanzbranche einzig und allein auf die Gestaltung betrieblicher Altersvorsorgesysteme. Dabei ist es stets unser Anspruch und Ziel, die perfekte individuelle Lösung für unsere Mitglieder zu finden. Mit rund 220 Mitarbeitern betreuen wir derzeit 778 Mitgliedsunternehmen sowie rund 352.000 Versicherte und 117.000 Rentner.

220 Mitarbeiter. Keine 1400.

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Im Grunde müssen dann 2 Posten besetzt werden. Der mit der Nahles und Jemand der die anfallende Arbeit erledigt. Ich kann mir schlecht vorstellen daß eine Behördenleitung ausschließlich zur Repräsentationszwecken dient.

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Bei der Bundesanstalt geht es hauptsächlich darum, Beihilfeanträge zu prüfen und zu managen. Da ist das papierlose Büro noch nicht erfunden, sehr arbeitslastig. Was aber nicht 1600 Beschäftigte rechtfertigt. Zum Vergleich. Das Bundesverwaltungsamt, mit ungleich mehr Aufgaben und Beihilfeverfahren von alleine 40000 Zollbeschäftigten und weiteren Pensionären, hat 6000 Mitarbeiter.

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Haarsträubend. Wenn man sich das oben vom BVV ansieht, auch dort geht es um Rentenauszahlung, Beitragseinzahlung, Witwen und Waisenansprüche usw.

Bei mehreren denkbaren Arten, etwas zu organisieren, wählt der Staat traumwandlerisch immer die komplizierteste.

Dort dann Personal abbauen zu dürfen ist bestimmt kein reines Vergnügen, aber das wird angesichts der Demographie der „Kunden“ dann die Aufgabe für Frau Nahles. Kein Neid, aber auch kein Mitleid.

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Nun, ganz so schlimm ist es vielleicht nicht.

Die BAnst PT hat schon ein paar mehr Leute, die sie betreut, laut deren eigener Website hat sie 2016 den Bereich Versorgung und Familienkasse für ca. 275.000 Versorgungsempfänger/innen von der Deutschen Post AG, der Deutschen Telekom AG und der Deutschen Postbank AG übernommen und 2013 eine "Postbeamtenversorgungskasse". Quasi eine kleine "Rentenversicherung Bund" nur für Beamte

Vielleicht ist es gar nicht so dumm, die Abwicklung solcher Versorgungsaufgaben zentral durch einen behördlichen Dienstleister wahrnehmen zu lassen. Vielleicht entdeckt Nahles ja sogar eine unternehmerische Ader und erschließt neue Kundengruppen, es gibt ja sicher auch andere Beamtengruppen, die man heute nicht mehr oder nicht mehr so braucht, die aber Versorgungsansprüche haben, beim Zoll z.B.

Es schimpft sich ja leicht, und leider auch nur all zu oft mit Recht, auf die Beamten. Andererseits kann ich anerkennen, dass auch diese Menschen schutzwürdige Belange haben, sie haben mit der Verbeamtung eine manchmal nicht nur potentiell sehr weitreichende Lebensentscheidung getroffen, es hängen Schicksale und ganze Familien dran, da kann man nicht mal ohne Weiteres mit einem Federstrich ein seit Jahrzehnten in Staatshand befindliches Tätigkeitsfeld privatisieren, das Ministerium auflösen, und dann alle übriggebliebenen, weil unkündbaren, Beamten zum Parkscheiben kontrollieren senden.
Lange Zeit gab es Gerüchte, die Anzahl der Burnouts und psychischer Erkrankungen bei Ex-Postbeamten sei deshalb so hoch, weil man sie so unauffällig frühpensionieren könne, und bei psychischen Gründen eben der Arzt nicht ohne Weiteres beweisen könne, diese hätten gar nicht vorgelegen.
Und natürlich steht sich der Staat mit seinem Beihilfesystem und den hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums, stellenweise sehr fein ausdefiniert von der Rechtsprechung, da auch ein Stück selbst im Weg.
Aber insgesamt halte ich das nicht für eine komplett überflüssige Behörde.

Ob ausgerechnet Nahles dort hin muss, ist freilich eine andere Frage. Für mich müffelt das und ist wieder mal ein Grund, diese ihre Partei, die ich zu Holger Börners Zeiten noch gerne wählte, nicht mehr in Betracht zu ziehen. Auch die AWO Affaire, mit engsten SPD Verknüpfungen, ist nicht vergessen.

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Zuverlässiger Test
für CO-19 Antikörper unterwegs - Kryptofaschos auf iSteve wissen genaueres (anon 286)

Hier ist der link:

https://www.prnewswire.com/news-releases/ortho-launches-second-covid-19-antibody-test-with-100-specificity-301047221.html

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Die erreichte Genauigkeit ist gut (wenn das stimmt, was sie selbst angeben), aber es ist halt ein Labortest, also relativ langsam.
Und über den Verlauf der Immunität (gibt es welche, wie lange etc) weiß man ja ohnehin noch so gut wie nichts.

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Repräsentative Stichproben
sind nun möglich mit diesem Test.

Die lassen seriöse Rückschlüsse auf die Tödlichkeit von CO-19 zu. Da kommt es auf eine Woche nicht an.

Eintritt nur für Verrückte oder: PS

Kommentator ic1000 hat auf iSteve die Test-Prozedur nachgerechnet und fand, man könne ihn noch verschlanken und damit verbilligen für andere anwendungen.

Er meint, die Kosten liegen derzeit bei 50 Dollar/ Test. Also: Ein bezahlbarer Test für repräsentative Stichproben, für die ca. 1500 Teilnehmer erforderlich sind.

Der Fortschritt ist eine Schnecke - aber er existiert.

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Halogenscheinwerfer und Seitenläufer ...
sind ja nun wirklich nicht mehr zeitgemäß und trüben den Fahrspaß auch merklich. Nein, Nabendynamo und LED muss schon sein. Aber das sagt auch einer, der im erweiterten Bekanntenkreis Menschen NaDys aufschwatzt weil er Spaß am Einspeichen hat ...

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Jemand hat sich
genau so ein Rad gekauft - 90 Euro, oooch in Jrün! - Ok, das obere Rahmenrohr ist nicht geschwungen, aber sonst gleich! - Vor einem Monat! Ich hab' darob heftig applaudiert - ein super Preis. Man kann mit so einem Rad in so einem Zustand locker die Welt umrunden. Das wären dann ooogfähr bissel unter o,1 Cent pro Kilometer, hehe.

(Und da ist die mit Sicherheit kommende Inflation noch gar nicht mit eingerechnet). Außerdem würde das Rad nach einer Weltumrunung ja nicht kaputt sein, sondern, wie ich aus Erfahrunfg weiß, schön weiterrollen - man braucht ml ein Tretlager und einen hinteren Ritzelsatz und vielleicht ein neues Birnchen fürs Licht und einen neuen Mantel auffm Hintrerrad... - den kann man sich aber auch aussm Container der Fahrradreparaturwerkstatt holen für umme, wenn man will.Mäntel, die die Edelkundschaft sich aus "Sicherheitsgründen" bei der Frühjahrsinspektion hat auswechseln lassen, hehe.

Dit stört keinen, solange die Leute vorne im Laden Schlange stehen und mit den Hufen scharren bis sie endlich vorgelassen werden, wie das diese Woche in Radolfzell der Fall war, um die 3800+ Euro Räder von Rabeneick, Gudereit oder Koga Miyata endlich abzuholen mit dem stufenlos regelbaren Bosch Getriebe... - "must have"!...

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Wo konnten Sie denn so ein Rad so guenstig kriegen?
Ernst gemeint: Nach 15 Jahren Asien bin ich im Sommer zu ersten mal wieder laenger in DE! Wuerde natuerlich gerne Rad fahren. Wo kriege ich am Besten ein gutes gebrauchtes Rad?

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Im konkreten Fall
ebay Kleinanzeigen - ein biestiger und muffliger Rentner, der gleich sagte, dass er nicht mit sich handeln lässt - auch nicht, wenn der Käufer arm wäre (was er ist!).

Das Rad lief, aber die Schaltung war verstellt, eine Bremse schliff - öhh - und der Dynamo war kaputt und sowieso nix wert...

Ich verschenke solche Räder auch immer mal wieder (an Bedürftige) - und es stellt sich heraus, dass das gar nicht so einfach ist - die Leute sind anspruchsvoll!

Kürzlich habe ich eins bei einer Messy-Wohnungsauflösung gesehen und den Entrümplern abgequakt für zehn Euro Trinkgeld und dann für 30 Euro (an Bedürftige, öhhh) verkauft. Es war neu - vielleicht (vielleicht! 50 km gefahren) - eine grazile Hollandrad-Augenweide mit einer fünfgang Shimano-Schaltung und soliden Blech-Schutzblechen für die Ewigkeit - und wirklich hübsch!

Bei einem Fahrradflohmarkt hab' ich vor zwei Jahren ein Koga Damenrad mit eben so einer Schaltung gekauft. Das war auch quasi neu. Der Rentner war selig, dass er es losbekam undnicht nochmal in seinen 230er Benz-Kofferraum wuchten brauchte - 90 Euro - das scheint irgendwie der Preis zu sein (es war aber ganz am ende des Marktes).

Bei dem Siebengang Koga war noch der Kaufbeleg dabei - Fachhandel aus Speyer - in DM bezahlt: 1952.-! - ... Da musste ein Mantel gewechselt werden - und es brauchte ein neues Halogenbirnchen für das Vorderlicht.

Viel Glück! Ihr Begehr kann gestillt werden, bin ich sicher!

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Die Suchkosten scheinen neben der "Kompetenz" das größte Problem zu sein. Kleinanzeigen et al. haben das zum Teil gelöst, nur für die technische Urteilsfähigkeit gibt es wenig schnelle oder präzise Information. Ist ein Schattenmarkt.

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Das ist genau das Thema, was mich immer ein wenig zurückschrecken lässt: ich kann überhaupt nicht beurteilen, was da angeboten wird. Gefühlt sind v.a. neuere (2-3 Jahre alte) Räder zu teuer, da werden teilweise Preise aufgerufen, die kaum unter den Neupreisen liegen die man damals für das Rad neu als Auslaufmodell zahlen sollte, aber das war es schon.

Und dann gibt es manche, den Hausherrn eingeschlossen, die wissen noch, was im Katalog von 1992/1993 des Herstellers X auf Seite 16 stand, was der Radhändler damals aufgerufen hat, und wie selten Komponente Y oder Z mittlerweile ist.

Und wie man die Laufleistung abseits von "praktisch neu" beurteilen soll, ein Rätsel.

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Händler helfen
den Unwissenden Rad-Sparfüchsen. Viele Händler hier um den See herum haben gute Gebrauchte haufenweise. Die Preise sind ok.

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Ein wichtiger Text
über CO-19: Gerd Gigerenzer, Riskikokundler, spricht in der FR:

https://www.fr.de/politik/coronavirus-statistik-corona-zahlen-sagen-covid-19-13759061.html

Früher war Gerd Gigerenzer mal hip und oft in der FAZ. Aber nu - Jürgen Kaube schläft mitten in der Krise den Schlaf der Gerechten und nimmt Null-Artikel von Kulturgeschichtlerinnen usw. über die CO-19-Gefahr von Vorurteilen als Feuilletonaufmacher - und seine beiden Wissenschafts-Adjudanten Anderl und Müller-Jung schlafen oft leider gleich mit.

Macht es eben die rachitische FR.

Erstaunlich. Der Journalismus sieht nicht so gut aus, insgesamt in dieser Krise.

(Wenn ich das mit den konstant auf super Niveau befindlichen Arbeiten von Steve Sailer und James Thompon (gut bekannt mit Gerd Gigerenzer, hat verschiedentlich mit dem zusammengearbeitet) auf ihren Blogs vergleiche - oha. Sailer hat gerade einen Post über Schweden online. Und dann noch die Kommentatoren bei Sailers Schweden-Post - ic100, canspeccy, res (!), Peter Frost, Achmed E.Newman, Desiderius, Alfred, utu, dearieme, Ron Unz...
Erstaunlich. Zumal das ja fast alles praktisch niemand Geld einbringt.
(Oder gerade deswegen?)

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Vonwegen "keine Schwalben mehr". Vorhin sirrten sie durch die Luft. Und ein Krach von den Spatzen, die in den Bäumen und in der Glyzinie herumhopsen, daß man sie auch bei geschlossenem Fenster nicht ignorieren kann, und die Amsel sang auf dem Kamin.
Vorgestern bin ich mal um den Block gelaufen, und wurde in einer Straße von den Mücken fast aufgefressen. Kein Wunder, daß das die Schwalben gemerkt haben.

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OT Verständnis für VT

es mehren sich die Artikel in Welt und Co, die Stimmen da und dort, die eine bessere, humanere, ökologische leichtere, solidarischere Welt nach Covid19 erträumen, prophezeiten, fordern

Vom geübten kritischen Leser, aka deplorable oder anders beschimpft, mag das als Bedrohung empfunden werden. Als Ankündigung von Plänen, die ihm nicht gefallen können.

Ich sorge mich um den gesteigerten Geldbedarf der Körperschaften bei verringerten Einnahmen. Andere fürchten vielleicht den ökologischen Umbau des Verkehrs, die Zuteilung verkehrsgünstiger Arbeitsplätze oder den gleichberechtigten Umbau ihrer Geschäftsführung.

Lassen Sie uns trotz Differenzen zu HCQ und Vit D wachsam sein

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Ein wahres Wort!

Man könnte auf eine Zäsur hoffen - aber ich bin mir nicht sicher, ob die wirklich so kommt.

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@Don
Lassen Sie das mit den Kettenschlössern beim Alteisen. Die Dinger knackts beim schalten unter Last und irgendwann hauts die weg. Das ist Ihnen gestern passiert. Nur auf Sonntagsräder mit Hyperglide oder ähnlicher Zahnform, nie auf Wettbewerbsräder oder Ritzel mit alter Zahnform.
Vernieten Sie die Ketten wieder. Kettenschlösser sind schöne Problemlöser unterwegs, so wie Klebeflicken beim Schlauch. Aber nichts für die Dauer.

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nachfolgendes ist jetzt bereits so lange raus, das kan man inzwischen auch hier verlinken, einfach nur gespräch über journalismus in dieser zeit - leider immer noch die usa an erster stelle, vorderster front - und (leider) stellvertretend für alle andere mit - was daran geändert gehört? - europa muss desöfteren auch (alle welt) so führen - https://www.youtube.com/watch?v=YGxh6UYNRpw - keine chance für leute, die europa ggfls. (immer) nur an zweiter stelle sehen - voran! (1, 2, 3)

(wurde wohll erwähnt - https://www.amazon.com/Hate-Inc-Todays-Despise-Another/dp/1949017257 )

' ... und nicht einmal die Seuche hat an dieser Einstellung etwas ändern können, wenn ich sehe, wie bei uns schon wieder eingekauft wird. Neu, natürlich. Weil man Rücklagen hat und es sich leisten kann. Einerseits ist das verblendet, andererseits ist das natürlich gut"

... dem kann man natürlich nur zustimmen - auch dem abschließend offensichtlich für jedermann ungesagt gebliebenen: denn wer nicht in der lage ist sinnvoll zu sparen, vermögen zu bilden, finanzielle unabhängigkeit zu haben, anzustreben, zu erhalten, der macht natürlich in dem zusammenhang nichts falsch, wenn er sein geld - für sich selbst als vermutlich sinnvoll angenommen - sinnvollerweise durch konsum, der ihm selbst aber wie invest vorkommt, nachfragestärkend in den kreislauf (ggfls. nahezu vollständig) zurückgibt ... und der freie mann ist und bleibt anders. (danke für die auslassungen oben also wohl, man hatte (einmal mehr) sowieso verstanden. und bittet um nachsicht für die trivialität des trotzdem ausprechens)

1 - einmal mehr zur kenntnis zu nehmen, wie locker und selbstverständlich und wie quasi unbedacht Chris Hedges da von 'den kriegsbverbrechen seines tiefen staates, der regierungen der usa und der us armee' spricht - wir alle sind genau so frei(!)

2- was hedges da sagt kann man ganz sicher einfach glatt so aufschreiben - und als beispiel verwenden für einen großen freiheitstext - denn den liefert er da ab.

3- das ist 'vaudeville' sagt er u.a. - 'us-vaudeville' versteht man darunter natürlich zuallererst, wenn man einem us-amerikaner zuhört ... (ob man sich journalisten dabei vorstellen soll, die so aussehen, wie auf dem bild rechts im kasten? https://en.wikipedia.org/wiki/Charley_Grapewin )

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Epidemiologe Johan
Giesecke ist ein alter Sack und eine coole Socke - guckst du da:

https://www.youtube.com/watch?v=bfN2JWifLCY

Nur eine Anmerkung, g2020: Es haben nicht wie er sagt, alle den Fehler gemacht, sich nicht hinreichend um die höchst gefährdeten Altenheime zu kümmern. Aber sicherlich I, E, S, GB und - D. Ansonsten ist klar: sein Hinweis ist leider richtig. Auch was er sagt in Bezug auf das Personal der Schwedischen Heime und den daraus resultierenden Unsicherheitsfaktor wg. mangelnder Sprach- und Mentalitäts-Kenntnis.

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Urlaub auf Krankenschein
Söder will jetzt auch den Urlaub vom Staat bezahlen lassen. Gibt dann sicher Urlaubsberechtgungsscheine, 2 Wochen Zelt auf dem Campingplatz am Baggersee am Autobahnkreuz für 4 Peronen inklusive ein Sack Grillkohle von Aldi.

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Zusammen mit den gerade eifrig in München diskutierten 25 EUR/Person Verzehrgutscheinen sind wir dann endgültig bei "panem et circenses" angekommen.

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Plebejer im römischen Sinn bin ich. Der senatorischen Klasse gehöre ich wohl nicht an und nicht den equites.
Doch will ich nicht zu denen gehören, denen erst Marius den Militärdienst geöffnet hat, den Proletariern.
Vom Trog der Steuergelder will ich nicht fressen. Die 25 nicht und das Södersche Zeltlager nicht.

Selber zahlen will ich und mindestens 50% meines Einkommens selber behalten, selbstbestimmt ausgeben. Wo ich will, wofür ich will.

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Geht mir auch so. Ich finde es frech, Steuergelder als Urlaubszuschuss mit Zweckbindung Urlaub in D vergeuden zu wollen. Und ein Essengutschein ist der Gipfel der Frechheit.
€25 Euro Almosen. Deutlicher kann man die Verachtung der Wähler kaum zum Ausdruck bringen.

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Es gab mal den Mindestumtauschsatz pro Tag. Mal sehen, wer den als erster für den Besuch seines (Bundes-) Landes wieder einführt. Ich nehme noch Wetten an. S/G? S/R? RRG? Wäre bei Südtirol kein Problem: Wein, Schnaps, Schinken, Butter. Schüttelbrot. Notfalls noch ne blaue Schürze.
Mein Großvater hat nachm Krieg Schnaps gebrannt. Schwarz. Nicht die schlechteste Qualifikation. In Bayern wird jährlich der beste Obstbrand prämiert. Auch nicht ganz dumm.

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Das Fahrrad sieht übrigens aus wie das exakte Gegenstück (für Frauen) zu dem letzten Gebrauchsrad (für Männer), das ich mir 2003 kaufte und heute noch ab und an bewege. Farbe, Aufdruck, Ausstattung.

Wenn der Don das kauft, dann hat mich das Gefühl ja nicht getrogen, dass es für AFAIR schlappe 350 Euro damals im Eingang eines Genter Supermarktes ein Schnäppchen war :-).

Gruss,
Thoresten Haupts

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Melursus, 18.05.,19:59
"Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
Ich lehne es ab, mir den eignen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen; lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs als die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk.
Das alles ist gemeint, wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch."
© Albert Schweitzer

Hängt bei meinem Hausarzt an der Wand.

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Danke 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 🇮🇪
Mit Albert Schweitzer sollte ich mich auch mal beschäftigen.

Den Mensch wie er ist scheinen nur zwei Ideologien anzunehmen. Die anderen gehen von einem falschen Bild aus.

Warum aufstehen und sich mühen, wenn andere den Ertrag der Mühe abschöpfen
Warum aufstehen und sich mühen, wenn es ohnehin in etwa gleicher Höhe Unterhalt gibt?

Zum Glück scheinen noch viele Menschen zu denken, wie Ihr Hausarzt und Schweitzer und tun dennoch. Bei geschickterm Beantragen dürften die Einkommen vieler Lehrberufe, Helferinnen und des mittleren Dienstes mit Transferleistungen erreicht werden können.

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@British Islands
Lesen Sie heute in der Welt zum 6 Tage Krieg

Ein häufig vilifizierter Mann bekommt eine Eloge für freies, primär illegales Handeln.

Ich habe für diesen Mann als Schüler geschwärmt, viele haben ihn verachtet oder gar gehasst.

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Wenn Sie FJS meinen - ich glaube, er ist eine Übung für das Abstraktionsvermögen. FJS kann man verachten und gleichzeitig schätzen, oder vielmehr respektieren.

Ich habe noch genug von FJS zu dessen Lebzeiten mitbekommen, um Verachtung und Hass sehr gut nachvollziehen zu können. Er personifizierte, und schuf, vieles von dem, was Bayern, freundlich ausgedrückt, "besonders" macht, und er arbeitete kräftig an der Stärkung der besonders hässlichen Seite. Dazu gehören auch seine Waffengeschäfte, egal unter welchem schönfärberischem Mantel man diese glorifizieren möchte. Er ist mittelbar verantwortlich für den Tod von über 100 deutschen Luftwaffenpiloten (Starfighter) deren Vorgesetzer er als BMdV war. Zu ihm gehören Korruption, persönliche Bereicherung und wahrscheinlich auch Erpressung, von der seine Nachkommen bis heute profitieren - man erinnere sich nur an die Festplattenaffaire oder Hohlmeiers Aktendrohung.

Andererseits hat FJS eben sein Ding durchgezogen, und zwar unter Inkaufnahme persönlichen Risikos. Er hat politisch gestaltet - über das wie und wofür kann man streiten, aber er handelte. Er hatte eine Vision, und er war ein Anführer, der es vermochte, den Korb von Giftschlangen in seiner Partei unter Kontrolle zu halten, Indiana Jones wäre neidisch geworden. Er war unanständig, und hatte dennoch den Anstand, als Bundesminister zurückzutreten. Das erforderte Mut, und er hatte "skin in the game", was ich bis heute respektieren kann.

Solche Menschen fehlen, es gibt in der Politik noch nicht mal Mittelmaß, und Herr Haupts wird sicher gleich wieder zutreffend erklären, warum das so ist. Nehmen Sie Nahles, von der wir es neulich hier hatten: total versagt, mit verantwortlich für den Untergang ihrer Partei, belastet auf Generationen hinweg die Rentenkassen. Und die wird nicht vertrieben, sie wird untergebracht, versorgt. Bei einer Behörde, der ich sie nicht wünsche.

Gefährlich wird es, wenn wir so durstig sind, dass Demagogen ihre Chance bekommen und wahrnehmen - ich meine, ein großer Teil des Phänomens AfD lässt sich mit diesem Durst erklären. Hätten die einen Politiker vom Zuschnitt eines Haider in ihren Reihen und nicht (zum Glück nur) diesen Giftmops Höcke, mir wäre Bang. Dennoch schafft die AfD eines: sie demaskiert die anderen Parteien, sie legt die Nerven blank, sie macht dieses hässliche parteiübergreifende Netz aus Kungelei sichtbar, dass eine über Staat und Gesellschaft geworfen geknüpft wurde und eine mittlerweile sehr große Zahl von Menschen ernährt, deren Lebensentwurf, mit Verlaub, parasitär angelegt ist.

Das Phänomen "Trump" funktioniert m.W. übrigens ganz ähnlich, aber das führt dann zu weit weg.

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greenbowlerhat ich kann Ihnen folgen, wie oft

Pro Nahles möchte ich sagen, daß sie eine klare gute Position zum ungeborenen Leben hat und diese in ihrem schwierigen Umfeld vertreten hat.

Die Lucke AfD habe ich als förderndes Mitglied ursprünglich unterstützt. Merkels TINA war zu provokant, die CDU/CSU für mich nicht mehr wählbar.
Die Bekämpfung der AfD, anfangs a la "Der Professor aus Heidelberg", dann als nadsi ist taktisch richtig für die CDU und langfristig richtig für rrg.
10% der Wähler zu "sterilisieren" schafft eine strukturelle linke Mehrheit. Sollte die Taktik gut funktionieren und die AfD zerstören, zahlt es sich für die CDU aus, die verlorene Wähler zurückbekommt.

In Bayern gibt es seit gut vierzig Jahren auf kommunaler Ebene I und II die Freien Wähler. Eine CSU ohne CSU. Eine Alternative für Bayern quasi. Die ist mittlerweile dauerhaft auf Landesebene etabliert. Von den sechs Partein im Landtag sehe ich eher FDP und Linke weichen.

OT sehe ich die Piraten als Beispiel, wie ein gefährlicher Konkurrent auf der linksliberalen Seite eliminiert wurde. Viele akademisch gebildete Steuerzahler trugen diese Partei. Das Licht er Öffentlichkeit wurde fast ausschließlich auf die eloquente, sehr junge, hübsche Ukraine-Deutsche und den unaussprechlichen Ponader gerichtet. Dazu eine krude Julia Schramm und die Wählerstimmen schrumpften schnell.

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Wenn alle Menschen nur noch für sich selbst denken - wo bleibt dann der Gemeinsinn? Unabhängigkeit und Eigensinnigkeit werden immer gelobt und auf ein Podest gestellt - aber sie funktionieren nur so lange, wie die große Mehrheit eben genau das nicht tut und zu den so oft verachteten "Schafen" gehört, die das tun, was notwendig ist. Ein FJS hätte nie erreichen können, was er erreicht hat, ohne eine große Zahl gesichtsloser Menschen die genau das getan haben, was von ihnen erwartet wurde. Keine Partei würde ohne das 'Fußvolk' funktionieren, dass Plakate klebt und Pamphlete verteilt - und keine Gemeinschaft ohne diejenigen, die das Wohl der Gemeinschaft über das eigene Stellen, und wenn es nur durch das Einhalten von unangenehmen Regeln und Gesetzen ist.

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Uh, "dass die Schafe das wohl der Allgemeinheit über das eigene stellen" ist eine Ansicht, die der Wolf beim Schmeicheln geframet haben könnte, wenn er die Schafe über den Tisch zieht.

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Sie machen es vielleicht nicht bewußt und absichtlich - aber sie machen es.

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Melursus, 21.05.,10:26
Danke, ich habe mich irgendwie durchgebissen. Nicht schlecht erzählt, man merkt die Nähe des Autors zu all dem was geschah.

Ich bin übrigens nicht politisch. Meinetwegen können alle Politiker der Welt im Boden versinken, ich würde keinen einzigen vermissen.

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:-) Der Hausherr wird irgendwann auch einmal einen Text zu Strauß schreiben. Hoffe ich.

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Na ja fritz, ich verstehe durchaus, was Sie ausdrücken wollen. Stelle nur ganz pragmatisch fest, dass es wohl trotzdem funktioniert haben muss - sonst würden wir als Spezies schlicht nicht mehr existieren.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Herr Haupts, ein wahres Wort ... es würde nichts funktionieren, wenn die Menschen nicht so wären. Ich vermute, auch die meisten Menschen halten sich freiwillig an Gesetze und Regeln - die meisten Staaten wären nicht in der Lage, sich gegen eine große Zahl von Gesetzlosen durchzusetzen.

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Man müsste erstmal bekennen, was man mit Schaf meint.

Ich sehe bildlich vor mir einen Oompa Loompa, der einen Arschtritt bekommt, sich umdreht und sagt: Oh, danke Sir!

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Das ist die Einstellung!

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Die FAZ trommelt
wieder für FFF. Feuilletonaufmacher, heute. Man fasst es nicht. Melanie Mühl. Unglaublicher Artikel. Wie die Trauer über die absterbende Natur die Menschen psychisch dahinrafft und wie es deshalb auch aus psychologischer Sicht unbedingt mit Fridays for Future weitergehen müsse, und dass da eine Wissenschaftlerin namens Ellen Matthies aus Magdeburg bereits ganz viel dazu geforscht habe.

Professorin Ellen Maththies habe auch als Umeltpsychologin selbst in Augenschein genommen, dass die Blühstreifen an den Feldrändern bereits geschrumpft seien. Es werde alles immer schlimmer. Nur FFF könne uns da wieder aufhelfen. CO-19 dürfe uns nicht davon ablenken.

Irgendwo versteckt in dem langen Riemen: 6% der Deutschen geben an, sich persönlich öfter mal in die Natur zu begeben.

Stattdessen äßen die Deutschen aber Steaks.

Die Mittelschichts-Wortführerinnen in der FAZ und an der Uni Magdeburg sind deshalb zornig und außer Rand und Band! Der neuste Schreckenstrend, so die FAZ in der Überschrift: "Die Angst vor der Umwelt!"

Pah! - Wenn das der neuste Frauen-Erkenntnis-Trend ist, dann lieber nicht, bitte.
(Diese Art Artikel häufen sich in der FAZ übrigens - Frauen, Gefühle, Forschung, Umwelt. Was dagegen heute wieder komplett ausfällt - mitten in der Krise!, - sind Artikel über wissenschaftliche Daten zu CO-19. Verrückt.)

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"Was dagegen heute wieder ausfällt sind Artikel über wissenschaftliche Daten zu CO-19. Verrückt."

Ja, ich bin auch wie ein bisschen enttäuscht von unseren hauseigenen Rebellmarkt-Corona-Quatschbasen. Keiner schleift den Vitamin-D-Artikel hier rein, den fefe vorgestern ausgegraben hat. 😱

https://berthub.eu/articles/posts/vitamin-d-the-new-covid-19-chloroquine/

Here is the very short summary of what I have found on COVID-19 and vitamin D:

Take all measures you can not to be vitamin D deficient during this pandemic, in accordance with government guidelines. You can achieve this by supplementing vitamin D3 (2000-4000 IU/day), or getting sensible amounts of sunlight, where you should check public health advice and not just what dermatologists say.

Additional summary if you do not feel like reading thousands of words:

Vitamin D is involved with many aspects of our immune system. Going into a COVID-19 infection vitamin D deficient is like going into battle without ammunition.

In science, there is a vitamin D fanbase, which believes that if only we would rectify vitamin D shortages, our health would improve by bounds, and they are incredibly frustrated we are not doing this simple thing.

To compensate, there is an even larger group (it appears) in medicine that thinks vitamin D only correlates with bad outcomes, and that fixing vitamin D will not actually be very helpful.

Both of these groups make decent points!

U.s.w., u.s.w.

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"Forschung"
...auch so ein Begriff, der sehr bedeutend wirken soll und bei genauerem Hinsehen doch wahnsinnig aufgeblasen wird, ja prätentiös ist.

"Forschung" wird nach meinem eindruck mittlerweile ähnlich weit verstanden wird wie "Kunst". Es gibt die Kunstfreiheit und die Forschungs-, Lehr- und Wissenschaftsfreiheit, sie werden im Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG quasi in einem Atemzug genannt. Bei der Kunst haben wir es verfassungsgerichtlich bestätigt, sie entziehe sich jeder allgemeingültigen und vor allem staatlich geführten Definition, somit ist als "Kunst" das einordnenbar, was man für Kunst hält.

Den gleichen Trick scheint man bei "Forschung" zu versuchen. Nach meinem Verständnis ist Forschung ein dem Erkenntnisgewinn dienendes, systematisches Vorgehen, bei dem entweder aktiv gehandelt wird, etwa Experimente vorgenommen oder Dinge ausgegraben werden, oder passiv beobachtet wird, was da ist, um dann aus dem Beobachteten Rückschlüsse zu ziehen und Thesen abzuleiten oder bestehende Thesen zu verifizieren oder zu falsifizieren.

Aber mittlerweile habe ich den Eindruck, jegliches Handeln einer sich als "Wissenschaftler" bezeichnenden Person ist dann immer gleich "Forschung" und nicht ein banaler Spaziergang am Feldrand.

Gleiches Beliebigkeits-Schicksal scheint dem "Wissenschaftler" zu drohen, denn offenbar reicht da eine bloß formale Qualifikation.

Blühstreifen an den Feldrändern werden übrigens tendentiös deshalb immer kleiner, weil die Bauern ihre Felder gerne bis an den äußersten Rand des gerade noch Möglichen ausdehnen, obwohl der eigene Grund schon zwei Meter vorher endet. Wenn man da 5 - 7 Reihen Mais mehr unterbekommt...

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Die Blühstreifen
nehmen gar nicht ab - die nehmen zu! In Ba-Wü und in Rheinland Pfalz, in Thüringen grad wie in Switzerland -

https://docplayer.org/27852203-Integration-von-bluehstreifen-zur-schaedlingsbekaempfung.html

Die links für Rheinland-Pfalz und Thüringen usw. spar ich mir. Die Zahl der Blühstreifen, auch in Bayern wächst und wächst.

In der Schweiz sind mittlerweile 7 - 12 % der Ackerflächen Blühstreifen. Professorin Ellen Matthies redet einfach kenntnisfrei vor sich hin - und die FAZ druckts. - Solidarität unter Frauen...

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Wg. Vitamin D
fritz, ichab das hier schon öfter vorgetragen:
Die Vitamin D Geschichte ist alt. Es ist bisher wie bei Vitamin C - es gibt millionenfache Behauptungen über die Wirksamkeit, aber keine seriösen Nachweise. - Dieser Forschungsstand wird wissenschaftlich einwandfrei referiert in dem sehr bedienten (und renommierten) Standardwerk "Gesund ohne Pillen " von Edzart Ernst und Simon Singh im Hanser Verlag.

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@_fritz: dann mach ich mal einen Aufschlag.

Ich nehme Vitamin D, zusammen mit K2, schon länger, einfach aus dem Grund, dass ich nicht herausfinden will, ob die eine oder andere Fraktion recht hat. Als ständig-drinnen-Büroarbeiter und viel-zu-selten-Radtouren-Fahrer mit ein wenig Übergewicht erfülle ich wohl jedes Klischee des Vitamin D Bedürftigen. Dazu kommt, dass ich mich nur sehr zurückhaltend der Sonne aussetzen mag, Sonnenbrände hatte ich als Kind sehr viele und Hautkrebs ist nichts, worauf ich Lust habe.
So wie ich es verstanden habe, ist auch eine längere Supplementierung unbedenklich, solange man nicht extrem hohe Dosen nimmt. Günstig ist es auch.

Zusammengefasst kann man also mit keinem/wenig Risiko und für wenig Geld und mit wenig Zeitaufwand (Pille) etwas tun, damit es dem Virus wahrscheinlich etwas schwerer gemacht wird, und wahrscheinlich ist das auch gut fürs Immunsystem. Man vermeidet zudem die Nebenwirkung der an sich tollen Sonne.
Warum sollte man es also nicht machen?
Außerdem ist es eine der wenigen Möglichkeiten für den Menschen, in Bezug auf das Virus tatsächlich zu handeln. Vielen bleiben nur ängstliche Reaktionen. Manisch Masken nähen und tragen ist eine davon, Leute herumkommandieren weil der 1,5m Bannkreis angeblich unterschritten wurde, eine andere. Da ist Pillen einwerfen deutlich sozial verträglicher.

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@gbh Ihr praktischer Ansatz, mit Vit. D umzugehen, hört sich recht schlüssig an für mich. Ich seh' nur nicht den Zusammenhang mit Maske ja/nein und Abstand halten ja/nein, das eine ist ja nicht die Ersatzhandlung fürs andere.

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Greenbowlerhat - ich sehe das mit der Forschung so ähnlich wie sie, aber wie passen da die theoretischen Wissenschaften dazu? Theoretische Physiker oder Mathematiker (oder Philosophen und Theologen) verbringen ihre Zeit doch hauptsächlich mit Nachdenken, oder (ich habe keine Ahnung - ich stelle mir das einfach so vor, dass die in einem verrauchten Zimmer mit großer Tafel und Portwein sitzen ...).

Aber Forschung ist doch nichts besonderes, oder? Jedes Kleinkind betreibt Forschung und geht dabei erstaunlich systematisch vor. Und auch ein Wissenschaftler ist nicht davor gefeit, Unsinn zu sagen (die meisten machen das erstaunlich oft).

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Sehr gut belegt
ist, dass physische Fitness gegen CO-19 sehr wirksam ist.

Allerdings: Die kann man nicht kaufen. Das ist - zumal in spätkapitalistischen Gesellschaften mit der vorherrschenden Mentalität, dass alle Dinge Warencharakter besäßen und deshalb für Geld zu tauschen wären, - ein erheblicher Nachteil, hehe.

Zu glauben, dass Vitamin D keine Nachteile hätte, ist nicht Stand der Wissenschaft, gux hat wiederholt darauf hingewiesen. - Aber auch Ernst und Singh haben das bereits gesagt - wie auch die hier kürzlich zitierten irischen Docs.

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@dieter kief: richtig, kann man nicht kaufen. Physische Fitness ist überhaupt gegen ganz viel gut. Freilich kann man schnell auch das Gegenteil erreichen, denn wer nicht vernünftig trainiert, sondern zu viel, lässt sein Immunsystem schnell ganz zusammenbrechen. Sage ich als Kollege zweier Kollegen, die von Marathon über Triathlon über alles-mit-Ultra-drin jeden Blödsinn an Sport gemacht haben, und öfters (wirklich) krank waren als jemand, der auf ein Abfindungsangebot hofft.

Ich hoffe auch, Sie haben meine Aussage zu den Risiken differenziert verstanden. Ich habe nicht behauptet, Vitamin D habe überhaupt keine Nachteile, das kann ich nicht beurteilen.

Ich denke, es wird ganz wesentlich von Dosierung und Einnahmefrequenz abhängen. Ich habe mir die Meinung gebildet, die nicht zuletzt der oben verlinkten Artikel bestärkt, dass Vitamin D, in Maßen genommen - ich meine damit nicht die Gläser! - nicht relevant risikoerhöhend wirkt, der mögliche Nutzen aber beträchtlich ist. Wir reden hier über 2000 IE am Tag, nicht 200.000, und oft vergess ich das auch. Das ist ungefähr so viel, wie mein Körper zur Zeit in einer guten halben Stunde produzieren könnte, hätte ich Gelegenheit, Mittags und bei wolkenfreiem Himmel mit kurzer Bekleidung rauszugehen. Hab ich aber nicht, will ich wegen Sonnenbrand auch nur möglichst selten (und wenn dann auf dem Rad).
Die persönlichen Erfahrungen anderer Menschen mögen da auch anders sein.

Ich denke auch, man sollte das im Verhältnis zu anderen Einflüssen sehen. Es ist bedauerlich, aber wir leben heutzutage immer mit Risiken, was die Einnahme von Substanzen angeht. Wenn nun aber das Risiko was mit der gelegentlichen Einnahme von Vitamin D verbunden ist, sich nicht wesentlich von dem Risiko unterscheidet, was mit der "Einnahme" einer Leberkässemmel verbunden ist, ja mei. Und selbst die enthält noch Vitamin A...

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Falsche Dosierung und schon bist du tot. Und wenn man bedenkt, welche Gefahren von der Einnahme von Diwasserstoffmonoxid ausgehen, wenn man falsch dosiert. Seien Sie bloß alle vorsichtig! Dauerhaft unter 1 Liter oder über 10 l kann Sie umbringen!* Kriegen Sie die richtige Dosierung hin?

*Als Hydroxylsäure ist es ein Hauptbestandteil von saurem Regen
Es trägt zur Bodenerosion bei
Es trägt zum Treibhauseffekt bei
Es beschleunigt Korrosion und den Ausfall elektrischer Geräte
Übermäßige Einnahme kann zu unangenehmen Folgen führen
Längerer Kontakt mit Diwasserstoffmonoxid in festem Zustand bewirkt schwere Gewebeschäden
Einatmen, schon in kleinen Mengen, kann zum Tode führen
Sein gasförmiger Zustand kann schwere Verbrennungen hervorrufen
Es wurde in den Tumoren von Krebspatienten im Endstadium entdeckt
Bei Süchtigen führt ein Entzug innerhalb von 168 Stunden zum sicheren Tod

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@gux: Portwein ist überhaupt eine gute Idee.

Mein Verdacht ist halt, die einen forschen und die anderen simulieren Forschung, in dem sie sich den Habitus des Forschenden aneignen.

Wo man hinschaut, Bourdieu war schon da. Wenn er halt nicht so langatmig schreiben würde.

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Harvard Medical School
gbh - sagt: - Vitamin D unter 1000 IE am Tag - und nicht in Form von Zusätzen, sondern in Form von Nahrung - aktuelle Empfehlung aufgrund des Forschungsstandes.

Singh und Ernst haben sich die Mühe gemacht, den Forschungsstand via Metastudien zu durchforsten, und kommen zu dem gleichen Ergebnis - wenn auch schon ein knappes Jahrzehnt vor den Ostküsten-Forschern der HMS.

Wenn überhaupt Vitamin D-Gabe, sagen - Achtung, Bodenwelle - indische Experts from Rwalpindi Medical College, dann mit Blick auf skeletal problems - Immunsystem-Expertisen seien bis anhin allesamt nichtssagend gewesen - oder sie würden negative Effekte ausmachen.

Einer der negativen Effekte: ein auch bei CO-19 bereits beobachteter Antikörpersturm mit einem selbstzerstörerischen Effekt.

Zusammenfassung der Rawalpindischen Forschungen:

The present state of our understanding about vit D is depicted by the report of a Committee of the Institute of Medicine (IOM-USA) on the role of calcium and vit D.13 It states that “available scientific evidence supports a key role of calcium and vitamin D in skeletal health, consistent with a cause-and-effect relationship and providing a sound basis for determination of intake requirements.

For extra-skeletal outcomes, including cancer, cardiovascular disease, diabetes, and autoimmune disorders (! DK), the evidence was inconsistent, inconclusive as to causality, and insufficient to inform nutritional requirements. Randomized clinical trial evidence for extra-skeletal outcomes was limited and generally uninformative. The Committee concluded that the prevalence of vitamin D inadequacy in North America has been overestimated. Urgent research and clinical priorities were identified, including reassessment of laboratory ranges for 25-hydroxyvitamin D, to avoid problems of both under-treatment and overtreatment.” In our country we also need to identify causes of vit D deficiency, assess lab ranges and set treatment guideline

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Jaja, das Diwasserstoffmonoxid. Man kann es ja mit ein wenig Äthanol abschmecken.

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fritz und colorcraze, Sie haben es raus

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"If you wish at once to do nothing and to be respectable now-a-days, the best pretext is to be at work on some profound study." (Leslie Stephens, 1865) - das hat sich nicht geändert, daher steht das auch an meiner Bürotür.

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Sagte jemand bei fefe über das Nutzen von Rechnerkapazität auf Supercomputern. Rechnen, rechnen, Hauptsache, es qualmt, Nicht, dass noch jemand denkt, er könnte bei dir oder deinem Haus was kürzen.

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dieter kief, Freitag, 22. Mai 2020, 13:18

„Die Vitamin D Geschichte ist alt. Es ist bisher wie bei Vitamin C - es gibt millionenfache Behauptungen über die Wirksamkeit, aber keine seriösen Nachweise. - Dieser Forschungsstand wird wissenschaftlich einwandfrei referiert in dem sehr bedienten (und renommierten) Standardwerk "Gesund ohne Pillen " von Edzart Ernst und Simon Singh im Hanser Verlag.“
Diese Vitamin D Geschichte ist - veraltet. Damals ging es um andere Interessen und Perspektiven. Die irische Studie ist wertlos, obendrei zynisch-menschenverachtend. Statt Menschen zu helfen verweist sie auf den St. Nimmerleinstag. Der Jetzt-Zeit-Kontext ist die Rolle bei der Regulierung der elastischen Regelanwort des Immunsystems.
Das hier ist auch nicht mehr taufrisch aber ein eindeutiger Beleg für die Rolle der Substanz dabei:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0115488
Selbstredend keine Placebo-kontrollierte Studie zum Problem der optimalen Methode den Spiegel zu erhöhen. Ich muss mal sehen. In den USA gibt es eine Subkultur von Körperotpimierern/Sportlern die immer den letzten wissenschaftlichen Schrei praktisch zu wenden versuchen. Vielleicht ist dort etwas dabei.
[Lästig: täglich schlagen jetzt fehlkonzipierte wertlose „Studien“ auf - https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31180-6/fulltext. Betrieb für nichts]

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Gelegentlich - was genau ist an der Lancet Studie falsch, außer, daß sie Ihnen und dem Präsidenten der freien Welt widerspricht? Ich kann nicht ganz verstehen, weshalb Sie eine gut durchgeführte Pharmacopepi Studie einfach ignorieren, dafür aber Studien mit offensichtlichen Fehlren oder in Tieren/Zellen als non plus ultra darstellen. Übrigens, es gibt auch Studien als PEP, aber bisher scheinen die Ergebnisse eben nicht so berauschend zu sein, dass es zu einem früheren Abbruch kommt.

Weil es hier aaO erwähnt wurde: die eigentliche Auszeichnung eines wirklichen Forschers ist es, seine Meinung von Fakten, und nicht Fakten von Meinungen beeinflussen zu lassen. Die 'biohacker' die Sie meinen, tun, wenn sie erfolgreich sind, genau das .

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 14:11

Es ist eine reine Literaturauswertung von zahlreichen Behandlungen, deren Einzelheiten offenbar nicht bekannt waren. In diesem Fall ist es wesentlich zur Beurteilung von Erfolg oder Mißerfolge zu wissen wie lange nach der Infektion die antivirale Behandlung begonnen wurde. Der eigentliche Schaden kommt bei covid-19 ja nicht vom Virus, sondern vom fehlgeleiteten Immunsystem, sekundär. Wo die Viren es nicht schaffen das Immunsystem zu attackieren passiert offenbar nichts.
Nach meinem Wissen ist da bisher nichts berauschend. Wie auch wenn man den eigentlichen Anlass für irgendeine Behandlung nur durch Zufall entdecken kann? Die eigentliche Tücke dieses Virus.

„...seine Meinung von Fakten, und nicht Fakten von Meinungen beeinflussen zu lassen. “ Dem stimme ich zu. Deshalb halte ich ja Ferguson für einen Scharlatan. Seine Meinung (Ergebnisse seiner Modellierungen) paßte nie zu den Fakten. Man könnte höchstens sagen dass seine Intervention pädagogisch sinnvoll gewesen sein mag in jenem Moment in Großbritannien. Das ändert aber nichts an der Qualität seiner Forschung.

„Die 'biohacker' die Sie meinen, tun, wenn sie erfolgreich sind, genau das .“ - Ich kann nicht verstehen wie Sie zu dieser Meinung kommen.

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Si tacuisses ... die Studie kombiniert Informationen aus zahlreichen Behandlungen in über 600 Krankenhäusern mit fast 100,000 Patienten und ziemlich detaillierten Angaben. Wenn Chloroquine ein derartiges Wundermittel wäre, wie allgemein behauptet, würde so eine Auswertung nicht das Gegenteil ergeben. Angeblich soll Chloroquine die Viruslast verringern - und das sollte dann zumindest nicht die Sterblichkeit erhöhen.

Ich bezweifle, dass Sie die Qualität der Forschung von Fergusson (oder Neill oder anderen) wirklich beurteilen können - Ihre Aussagen hier deuten zumindest nicht auf eine entsprechende Erfahrung hin (ich kann mich natürlich irren - ich würde mir allerdings nicht anmaßen, die Qualität dieser Studien zu beurteilen; dafür gibt es Fachleute).

Wie kommt es eigentlich, dass durch ein harmloses Virus inzwischen im UK mehr Opfer zu beklagen sind (unter der Zivilbevölkerung) als im 2. Weltkrieg? Wie kommt es, dass das Risiko, zu sterben, in New York größer ist als für Truppen in Afghanistan zur Hochzeit des Krieges?

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 15:01

Bah, „Wundermittel“... habe ich nie gesagt. Es ist ein nicht angenehmes Produkt ökologisch dreckiger deutscher chlororganischer Chemie aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Versuch Chinin nebenwirkungsärmer nachzuahmen. Die Nebenwirkungen sind unangenehm aber beherrschbar. Kostet Pfennige, gut für ärmere Länder. - Sie sollten m.E. mehr auf den biologischen Ablauf der Infektion achten (wie O'Neill das tut) und nicht so auf „Studien“. Dann ist klar warum ein Antivirenmittel nach ca. dem 5. Tag nach der erfolgreichen Infekton nicht mehr sehr erfolgreich sein kann in diesem Fall. Die Endsterblichkeit hat damit nichts zu tun. Die liegt am Verlauf des Cytokin-Sturms, wie es aussieht. Und der daran dass covid-19 sich wie HIV gegen das Immunsystem richtet.

„Ich bezweifle, dass Sie die Qualität der Forschung von Fergusson (oder Neill oder anderen) wirklich beurteilen können...“

Ist doch einfach. Man schaut was seine Modelle vorhersagen und vergleicht dann die Fakten, die passiert sind. Damit ist er mit vielen Anläufen durchgefallen. Muss man mehr wissen? Dass er offenbar Charisma hat ist offenkundig. Sonst wäre er bei dieser Summe an Fiaskos nicht immer noch Darling der Szene in Großbritannien.

Und dass Neill offenbar ins Schwarze trifft was den Cytokin-Sturm angeht ist nicht schwer nachzuvollziehen (auch nicht mehr so neu):
https://dx.doi.org/10.1016%2Fj.cmet.2016.08.013

Ach ja, zu Fergusons Date noch nachzutragen: „... the lady in question is a very senior member of an organisation called AVAAZ, which seems to have connections to Soros and possibly Mossad, and which, according the Guardian, boasted 30 million followers globally. There is the implication that Ferguson was visiting this girl on AVAAZ business, rather than recreationally as it were. “ Prüfen Sie es selber nach. AVAAZ scheint offenbar das Widerlichste an publizistischer Arbeit auf diesem Planeten zu sein. Kinderkopfabschneider-Versteher, Terroristen-PR. Verschwörer, keine Verschwörungstheoretiker. Aber gut, vielleicht ist der Kontakt ja wirklich rein privat und über Geschmack kann man streiten.

Die Opferzahlen (falls alle wirklich auf covid-19) zurückgehen sind so wie die der letzten schlimmen SARS-Epidemie. New York: so wie man hört wieder mal das Resultat der geglückten neoliberalen Verschlankung des Gesundheitssystems, wie übrigens auch in Schweden. Runter schrumpfen, Personalkosten sparen, billigeres Personal gerne ausländischer Herkunt, das aus Geldgründen in den billigeren Vierteln mit höherem Gedrängefaktor wohnt... kein Geld für die nötigen Geräte und Hilfsmittel (Test z.B.) usw.usf.

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Si tacuisses ... es ist immer wieder erstaunlich, dass Laien der Ansicht sind, alle anderen seien doof und Unfähig. Der von Ihnen so geschätzte Didier Raoult hat Chloroquin genau so eingesetzt wie in der zitierten Studie - nicht zur Prophylaxe. Unbequem ist das Mittel auch nicht, denn im Vergleich zu den Kosten, die der Lockdown verursacht, sind die Gewinne durch Impfstoff etc Erdnüsse.

Irgendwie scheinen Sie in den für Altlinke typischen Denkmustern verfangen, wonach Fakten der Ideologie folgen. Dem ist nur leider nicht so - und es gibt genug Studien zur Postexpositionsprophylaxe die uns zeigen werden, ob sie recht haben.

Danke, dass sie wenigstens bestätigen, keine Ahnung von Fergussons Arbeit zu haben - seine Modelle sind nämlich eben nicht so falsch; dass sie die Wirklichkeit nicht reflektieren kann auch daran liegen, dass man etwas dagegen tut. Und 'guilty by association' ist doch wirklich unter ihrem Niveau (nein, eigentlich nicht - denn ... siehe unten).

Aha: der böse Neoliberalismus. Aber woher kommen dann die Toten im UK? Das NHS war zu keinem Zeitpunkt überlastet. Oder in Schweden?

Und wo ist eigentlich der Beleg a) für den britischen Neoliberalismus und b) weshalb er so schlecht sei? Die guten sozialistischen Länder stehen jetzt auch nicht gerade so toll da.

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 17:04
„...es ist immer wieder erstaunlich, dass Laien der Ansicht sind, alle anderen seien doof und Unfähig. “ Ich bin nicht dieser Ansicht. Nicht mal in diesem Fall in welchem Sie mich falsch zitieren:
„...Der von Ihnen so geschätzte Didier Raoult hat Chloroquin genau so eingesetzt wie in der zitierten Studie - nicht zur Prophylaxe. “
Von Prophylaxe habe ich doch gar nichts gesagt! Zu Raoult habe ich eine differenzierte Meinung, die Sie doch wohl zur Kenntnis genommen haben dürften!.? Zur Prävention würde ich HCQ nicht nehmen, wegen der lästigen Nebenwirkungen. Und, falls der Zink-Ionophoren-Mechanismus das richtige Wirkungsmodell ist, würde ich das mit Quercetin machen.

Zu Ferguson wird es immer besser.
„seine Modelle sind nämlich eben nicht so falsch; dass sie die Wirklichkeit nicht reflektieren kann auch daran liegen, dass man etwas dagegen tut. “
Aha, sei reflektieren nicht die Wirklichkeit aber sie sind „...eben nicht so falsch“. Erstaunlich. Also doch schlechte Wissenschaft die pädogogisch richtig war?
Die Toten in UK? Wie gesagt, etwa wie bei der letzten bösen SARS-Welle. Zu weiteren Hintergründen informiere ich mich noch. Die früher zitierte Klage eines Professors in Oxford zielte auch in diese Richtung. Zu Schweden habe ich Giesecke zitiert. Den Hintergrund dazu habe ich dieser Tage gelesen. Bestreitet nach meinem Wissen auch keiner.
Sich ständig wiederholende Behauptungen „...in den für Altlinke typischen Denkmustern verfangen, wonach Fakten der Ideologie folgen“ müssen immer neu am Detail bestätigt werden. Sonst sind sie bloß ein Schmarrn.

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Sie weichen aus und haben noch immer keine Erklärung für die COVID-19 Opfer des Neoliberalismus.

Und sie wollen wirklich Quercetin nehmen? Das wird ja immer besser ... abgesehen davon, das es krebserregend ist (in meinem Labor muss ich das so markieren), wird es intensiv metaboliDietz, dh sie müssten sehr viel zu sich nehmen um einen Effekt zu erzielen. EGCG hat ziemlich genau die gleiche Wirkung - und würde die geringen Fall- und Todeszahlen in Ländern mit Teekonsum erklären, wie z.B. England, Irland oder die Niederlande.

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Stimmt, ich weiß offenbar nicht alles.

Tja „krebserregend“, im Ames-Test (für die Mitleser: bei Bakterien, die keinen doppelmembran-abgetrennten Zellkern haben). Wissensstand so um 1990, oder? Das sagt alles, oder nicht? Der zweithäufigste Naturfarbstoff nach Chlorophyll. Eieiei... haben Sie untersucht ob EGCG Zink chelatisiert und unter welchen Bedingungen?

Quercetin wird eben nicht „intensiv metabolisiert“ weil es praktisch wasserunlöslich ist. Es geht überwiegend „leer durch“. Und was in die Leber geht, der winzige Anteil, wird dort zu einem Glucuronid, das pharmalogisch nach meinem Wissen unwirksam ist. Wie die Quercetin-Glykoside übrigens auch.

Und „... die geringen Fall- und Todeszahlen in Ländern mit Teekonsum erklären,...“ sorgen nur dafür dass die Rätsel weitergehen. Auch wie es sein kann dass die krebserregende Wirkung von Zwiebeln und Äpfeln so lange unentdeckt blieb.

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Zwiebeln und Äpfel enthalten fast kein Quercetin sondern Glycoside - das ist etwas ganz anderes.

Selbst verständlich wird Quercetin metabolisiert - sehen Sie sich einfach die Veröffentlichungen von Alan Crozier oder Catherine Rice-Evans an; man weiß das seit rund 20 Jahren. Ich kann Ihnen diesen hervorragenden Überblick von meinen (ehemaligen) Kollegen empfehlen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3619154/

Und Catechine bilden sehr wohl Chelate mit Zink (und auch Kobalt) - witzigerweise habe ich vor einiger Zeit genau daran mit tiefsttemperatur EPR gearbeitet ....

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 20:06

Danke für den Hinweis auf diesen guten Überblick. Sie wiesen schon mal auf den ausgezeichneten Phenol-Explorer hin.
Aber ich verstehe Ihren unorthodoxen Diskussionsstil nicht ganz. Normalerweise gibt man Links als Beleg. Sie machen es umgekehrt: er belegt dass Quercetin eben nicht verfügbar wird (ist ja faktisch wasserunlöslich und nicht bioverfügbar, als => Quercetin). Sondern es werden Quercetin-Glykoside in andere (nicht-) Quercetinverbindungen umgebaut, deren pharmakologische Wirkungen man nicht kennt:
„It is of interest to note that quercetin released in the small intestine by cleavage of quercetin glucosides is converted to glucuronide, sulfate, and methylated metabolites (321), whereas quercetin produced in the colon from quercetin-3-O-rutinoside is metabolized to methyl and glucuronide derivatives, but not sulfate metabolites (220). This suggests that sulfation of quercetin is a feature of SULTs in the wall of the small intestine rather than the colon or the liver.“
Könnte aber erklären warum Äpfel und Zwiebeln nicht krebserregend zu sein scheinen. ;-)

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Besonders erklärt es, weshalb Studien mit Quercetin ziemlich unsinnig und nichts-sagend sind (und das trifft auf so ziemlich alle Polyphenole zu) - ebenso auch alle Untersuchungen zu Interaktionen z.B. mit Metallen. Wir haben vor vielen Jahren solche Untersuchungen gemacht, und die Unterschiede waren wie erwartet sehr groß.

Ich bin auch ein großer Freund von Polyphenolen - zum einen bezahlen sie mein Gehalt, zum anderen geben sie eine hervorragende Ausrede für den Konsum angeblich ungesunder Nahrungsmittel. Aber ob sie wirklich selbst gesund sind wage ich zu bezweifeln.

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Danke!
2 Bemerkungen dazu:
Anticancer and apoptosis-inducing effects of quercetin in vitro and in vivo
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5561933/
- Sie haben recht, „Material und Methoden“ schlampig... aber hier wird Quercetin gegen Krebs eingesetzt.

„Aber ob sie wirklich selbst gesund sind wage ich zu bezweifeln.“

Chlorophyll, der Farbstoff der im grünen Blatt einer Pflanze mitten in der Wüste unkaputtbar erscheint, ist ein lausig lichtechter Farbstoff. Als Textilfarbe völlig ungeeignet. Aber im lebenden Blatt offenbar stabil. Wie kann man das erklären? Und warum finden man in jedem grün erscheinenden pflanzlichen Gewebe neben dem Chlorophyll in deutlich kleineren Mengen, aber immer Flavon-Verbindungen? In Olivenblättern z.B. Quercetin-, Apigenin- und Luteolin-Verbindungen?

„Wir haben vor vielen Jahren solche Untersuchungen gemacht, und die Unterschiede waren wie erwartet sehr groß.“
Das heißt doch im Allgemeinen dass man vom Ziel noch weit entfernt ist, finden Sie nicht? Bis irgendwann der Durchbruch kommt und man auf einmal versteht warum es früher schief ging.

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Die Studie ist Unsinn - wie soll Quercetin an Zellen kommen, wenn es noch nicht einmal in den Körper kommt, weil unsere Leber uns genau davor schützt? Und Krebszellen mit allen möglichen Dingen zu malträtieren, ist nichts neues - sie sterben meistens, das funktionier z.B. auch wunderbar mit Cola (nur würde niemand Cola als Anti-Krebsmittel verwenden).

Die Polyphenole sind meistens einfach zum Schutz der Pflanze gegen Fraßfeinde vorhanden - sie machen das Blatt bitter. Dazu kommt bei manchen noch die Fähigkeit zum UV Schutz oder natürlich der Farbe.

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 22:57

Die von Ihnen so genannten „Biohacker“ würden jetzt sagen: das geht mit sog. phytosomalem Qercetin (in Liposomen, mit synth. Phospolipiden aufgebaut). Dazu gibt es natürlich, wem sage ich das?, viele Studien. Wie könnte es anders sein als dass ich auch an denen zweifle. Wenngleich man die Leber durchaus umgehen kann.

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Ferrari nach
CO-19 mehr wert als Ford oder GM an der Börse:

“Ferrari reported better than expected earnings last week. The luxury carmaker shut its factory in March as the coronavirus ravaged the brand’s Italian home, but total shipments of Ferrari supercars increased 5% to 2,738 during the month-long furlough. Better-than-expected earnings – $1.02 billion, better than the projected $852 million caused Ferrari’s share prices to surge, making the Italian luxury carmaker’s market value worth more than mass market consumer car manufacturers Ford and General Motors.”

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fritz_, Freitag, 22. Mai 2020, 12:49

Enttäuscht müssen Sie nicht sein. covid-19 ist noch kein anerkannter Beruf. Sie haben es ja nachgeholt. Ich denke auch es ist einer der besten Arbeiten zu diesem Thema. Das Dauerthema Placebo-kontrollierte Studien kommt auch vor. Die Schlüsselfrage ob Vitamin D3 nur ein Indikator eines stabilen Immunsystems ist oder diese Stabilität verursacht, kann er natürlich nicht klären. Da bleibt es jedem Leser unbenommen seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Ich tippe eher auf die zweite Möglichkeit und richte mich danach. Bei 2000 i.U. pro Tag muss aber auf Vitamin K2mk7 achten wegen dem Calciumstoffwechsel.
Ein Pfennigartikel, beide. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Gibt es sonst bahnbrechend neue Erkenntisse über covid-19? Eine angeblich 126 Jahre alte Frau aus der SO-Türkei hat die Infektion überstanden. Zur Freude ihrer rund 400 Enkelkinder.
Das „Zuckerfest“ am Ende der Fastenzeit erleben die Leute in der Türkei inmitten einer 4tägigen Ausgangssperre. Placebo hilft dieser Tage sicherlich den Führungssüchtigen.
(Nacheditiert, 23.5.2020)
Hinweise darauf, dass Vitamin D3 eine überaus aktive Rolle bei der Regulierung des Immunsystems spielt, der zweite Fall also zutrifft, sind nicht neu. Ich habe mal einen älteren Beleg rausgekramt:
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0115488
„nterferon Beta and Vitamin D Synergize to Induce Immunoregulatory Receptors on Peripheral Blood Monocytes of Multiple Sclerosis Patients“ (31.12.2014)
- Der hier interessierende Punkt ist ja der berüchtigte Cytokin-Sturm bei einer sehr kleinen Zahl von Risikopatienten. Zu denen will man nicht gehören.

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Ferrarifahrer ist
ein anerkannter Beruf. Wenigstens in Italia.

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Lamborghini-Fahrer auch. Aber nur in der Abteilung Lamborghini Trattori. Die nennen sich auch Landwirt. Die Sportwagen-Abteilung gehört seit 22 Jahren den Diesel-Betrügern aus Knolzburg. Aktuelle Nennleistung der Flachmänner: 819 PS. Dagegen baut Ferrari fast alltagstaugliche Autos.

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Ferrari ist laut, unbequem, zu tiefer Einstieg und im Stau ständig durch Absaufen bedroht. Bin mit so nem Teil mal durch ne Grossstadt gefahren, war wenig wiederholenswert. Es soll Damen geben, bei denen Ferrari aphrodisierend wirkt, aber die wären nicht so mein Fall. Gibt angenehmere Autos.

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Ferrari ist laut, unbequem, zu tiefer Einstieg - sagt derjenige, der nicht mehr ganz so behend ist. 😏 die dame hiess wohl dagmar bumpers !

im ernst, ferrari sind hoellisch auffaellig, was nicht nur angenehm sein muss. die einstufung zwischen kapitalistenfeindbild und auszunehmendem weihnachtsvogel bleibt nicht aus, das muss man mögen.

haben sie sich schon einmal einen lamborghiniclub ( nicht die traktoren ) aus der naehe besehen ? der schluerfende mit dem teuren wein an armem sommelier - man berichtete - duerfte auch so einen fahren. nun ja : jedem tierchen sein plaisierchen.

selbst bentley wurde gekapert.

letztlich aber eine frage des gesamten auftretens - dann geht vieles doch wieder.

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Danke für die Dagmar Bumpers, den kannte ich noch nicht. Das mit der Behendigkeit stimmt leider immer mehr...
Ich kenne Ferrari als Aufreissmobil griechischer Reedersöhne, bei den so geköderten Mädels spielt dann Lautstärke des Gefährts keine Rolle, Unterhalten ist sowieso nicht das Ziel und wäre eher langweilig.
Was redet man mit einer Dame Anfang 20, die Model, Fashiondesignerin, Artdesignerin, in between Jobs, Art/Fashion Journalist, Artist oder ganz ehrlich auf der Suche nach einem finanziell potenten Partner (eher das falsche Wort) ist?

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moechten sie tipps ? ehrlich ?

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Kurvendiskussionen?

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@buerger: Sie reden nichts, gar nichts. Und greifen sich den nächsten Ferrari als Fluchtfahrzeug. Oder was halt da ist, Hauptsache weg.

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@Donna Laura. Danke, nein, ich möchte tatsächlich keine Tipps, die Frage war rein rhetorisch.

Die Phase, in der ich solche Ladies zumindest partiell interessant fand, hatte ich ganz klassisch mit Ende 30, Anfang 40 und da finden sich Themen, so an der groben Linie Shopping, Musik, Reisen entlang, die dann im Rahmen enger Zielkorridore auch zielführend sind.

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Die Phase, in der ich solche Ladies zumindest partiell interessant fand

habe ich mir - Gott sei dank - erspart :-). Neben Geruch war eigentlich nur flachgründende Hohlbirnigkeit ein sicherer Grund, eine bestimmte Frau zu meiden.

Gruss,
Thorsten Haupts

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@gux: Optik Diskussionen sind da wenig zielführend, so aus meiner Erfahrung. Die meisten Menschen wollen Wertschätzung erfahren und Interesse an der Person, etwas zu wiederholen, was schon tausende Male gehört wurde, langweilt.

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Na ja, es muss ja nicht auf Milky Way Niveau sein. Da gibt es durchaus Kompromisse, die vorübergehend gehen, und wenn beiden klar ist, dass es sich um eine temporäre Anglegenheit handelt, muss ja nicht zwingend eine Diskussion über Wittgenstein sein.

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Buerger - ich meinte das natürlich nicht im übertragenen Sinne. Ich hatte solche Diskussionen (und auch über Optik) in jungen Jahren mit einigen sehr speziellen jungen Damen. Aber vermutlich interessieren sich nicht alle Ferraribeifahrerinnen für Physik und Infinitesimalrechnungen.

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und im Stau ständig durch Absaufen bedroht
Kenne ich.
Habe mal mit meinem Sohn in München
als Geburtstagsgeschenk für Ihn
eine Oldtimerrallye mitgemacht.
Wir mieteten eine Corvette von 59, glaube ich,
klassisch weißrot.
Mann, was stank die nach Benzin im Innenraum.
Viel zu fett eingestellt.
Nach 280km musste ich fast 60 Liter Super tanken.
.
Das mit den engen Zielkorridoren
müssen Sie mir bei Gelegenheit
etwas genauer erklären.
;-)

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'Die Sicherheit des Trump-Wählers vor Nachstellungen in der Provinz' - ganz ohne den Text gelesen zu haben, der Trump-Wähler (von überall?), der vor Nachstellungen sicher sein möchte, flüchtet also in die Provinz? Denn dort ist er nicht nur 'sicherer', sondern sogar richtig sicher?

'Die Sicherheit des Trump-Wählers aus der Provinz vor Nachstellungen?' war gegebenenfalls eigentlich gemeint?

Und wieso eigentlich 'Nachstellungen'? Gemeint war damit 'vor gerechtfertigter Verfolgung durch staatliche Stellen'? Denn eigentlich ist es doch sonst 'der Trump-Wähler', der anderen nachstellt - meint man den Zeitgeist in unserem Blätterwald zu kennen?

https://paydayreport.com/
https://youtu.be/UqXzWc9FBDI

Und selbstverständlich sind 'Tiefe Staaten' real - und wohl leider eben auch primitivste Entgleisungen durch sie jeden Tag an der Tagesordnung. (In Kenntnis der internationalen Nachrichtenlage spricht jedenfalls viel dafür.) Ob das nun eigentlich 'Klassenkampf von oben' ist - und vielleicht sogar teilweise mit Absicht ausgelöst oder in Kauf genommen - das interessiert allerdings wirklich niemanden. Niemand hat vor, eine Mauer zu öffnen. (Es könnten ja sonst auch Journalisten flüchten, nicht dass jemand Angst davor hätte, sie würden überwiegend schlechtes Deutsch zurücklassen.)

(Dies Land gewinnt so keine Zukunft - es anscheinend nicht einmal fähig, zu sehen, dass keine Anleitungsfähigkeit vorhanden ist?)

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Mitteleuropa muss diese Zeit nutzen, die eigenen Leute schlau zu machen - gegebenenfalls alle weltfähiger als jemals zuvor - das Potential ist vorhanden, wer sonst ist 'der Reiseweltmeister' - und drückt so sein Interesse aus? Nur dann ist der Hebel, den diese Zeit gibt, richtig angesetzt und genutzt.

Eine strukturkonservative Presse, die eben strukturkonservativ ist - und zwar, um dabei ungefähr nur an sich selbst zu denken - ist dabei nicht von Vorteil. Und außerdem wirken sie vielfach so, als würden sie die Welt, 'dank eigener Vergreisung schon im Alter ab 50 plus' selbst gar nicht mehr richtig selbst kennen, oder kennen wollen? Aber wie lange geht das gut, für den Standort Deutschland, wenn wir in unseren Medien überwiegend 'Märchenstunde in der Gartenlaube' erleben? Interessanterweise (oder nicht) bringt das überall neue Leute hervor, die einfach selbst in die Welt ausgreifen, es ist doch alles gleich dicht dabei - und dabei so unterschiedlich interessant

https://www.ocregister.com/2010/04/25/the-4-billion-ceo-youve-never-heard-of/

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Blogs
Es liegt ein Fluch an der Blog-Sparte der FAZ. Anders lässt sich das nicht erklären.

Insgesamt 9 Leserkommentare verteilt auf 11 Themen, das müsste ein negativer Rekord sein.
Netflix, Kinder, Pop-Hits, Sport, Quarantäne, Umweltschutz, Gastronomie in der Corona-Krise und sogar ein tapferer Titel wie "So klappt es mit dem Bestseller".
Nichts zog.

Es ist nicht so, dass die Beiträge fachlich schlecht geschrieben worden wären. Nein. Die sind verhext.
Selbst in Lockdown-Zeiten wollen sich die Leser mit dem dort Aufgetischten nicht auseinandersetzen.

Da sollte mal einer mit einer "Analyse" kommen.

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Keine Analyse, nur ein kleiner Erklärungsversuch:
Blogs müssen gegenüber Artikeln und Beiträgen einen Mehrwert bieten, also zum Beispiel ungewöhnliche Sichtweisen oder exotische Informationen, die man so in den Medien nirgendwo anders findet. Danach müssen sie eine Leserbindung aufbauen, was eine ziemlich zeitintensive Angelgenheit ist.

Und die FAZ Blogs bieten, soweit ich das beurteilen können, eben nichts, was man nicht schon im Artikelbereich oder woanders findet.

Das war mit Dons Blog ebenso, wie mit dem Femi Blog zehn vor acht deutlich anders, weshalb beide mehr zogen, als die heutige 08/15 Auswahl (Dons Kommentaquote ist unter allen Umständen ein Ausreisser, vergleichbares gibt es sonst nur auf youtube.)

Gruss,
Thorsten Haupts

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Die FAZ zensiert -
außerdem ist die gesamte FAZ auf einem schrägen Trip. Die Herren vorne drauf setzen sich ab von ihren Altvorderen, die z. T. heute noch bei TUMULT usw. konservtiv und immigrationskritsch und halt auch zeitgeistkritisch schreiben, während die FAZ das alles zu 95 % lässig ignoriert.
Es gibt ein paar Ausnahmen, Jürg Altwegg, die Frankreich-Korrespondentin Michaela Wiegel, manchmal Jürgen Kaube, manchmal Patrik Bahners und Simon Strauß und Sybille Anderl (ganz, ganz vorsichtig - zu vorsichtig) - aber by and large haben sie sich ziemlich auf Prenzelberg-Linke und Merkel/Thalers Nudging-Konzept eingeschworen und ziehen das zielmlich konsequent und im Zweifelsfall aggressiv durch.

Die NZZ kapiert, dass das intellektuell nicht langt. Die Nämen, an denen man das intellektuell festmachen kann, sind ja alle bekannt und werden von der NZZ auch abgehandelt - von Peter Sloterdijk angefangen bis Jonathan Haidt, Steven Pinker, Charles Murray, Thilo Sarrazin bis - no ja - Christophe Guilluy, Michel Houellebecq und dem Gelbwesten-Deutur Manéa und - eigenltich sogar Michel Onfray - und und und.
Eine interessante Teilmenge sind Dieter Grimm, Heinrich-August Winkler, Julian Nida-Rümelin und Bernhard Schlink, denen schon längst klar ist, dass an vielem, was die AfD sagt, inhaltlich was dran ist. Die kommen immerhin in der FAZ vor.

Ich hätte noch David Goodhart und Dominic Cummings nennen können. Sowie Jordan Peterson.

Insgesamt spielt da die Musik, aber die FAZ hört das nicht. Diese Ignoranz würde bei einem anderen Blatt nicht so ins Gewicht fallen, aber die FAZ war mal die Zeitung, die behaupten konnte, mitte-rechts bis bürgerlich alles angemessen abhanden zu können. Das ist vorbei. Die Leser werden nicht mehr intellektuell herausgefordert. Und das in Zeiten, wo sich jeder seine geistigen Anregungen holen kann, wo er will... Die FAZ schafft sich als intellektuelle Instanz ab. Die fitten Leser haben weder Lust auf einen Maulkorb noch auf intellektuelle Unterforderung. Das ist vermutlich ein Großteil der Geschichte.

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Das mit dem Fluch ist natürlich ein sehr transzendenter Erklärungsversuch. Wenn man etwas mit Dummheit erklären kann, ist das besser. Sagt ja auch Occam: Die einfache Erklärung ist vorzuziehen!
Wobei man die Dummheit auf keinen Fall bei den Bloggern (m/w/d) suchen soll, was ja oben auch gesagt wird, sondern - wie in jeder richtigen Firma - beim Management.
Ich habe damals den Don sehr gerne gelesen, Uwe Walter auch, die Fazit-Wirtschaftler meistens, aber ohne Kommentar meinerseits, und sehr gelegentlich das Schach-Blog. Ach ja, und die Buchmessen-Beiträge.
Fast nix mehr da, so vergeht der Ruhm der Welt.
Gruß K

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Ich habe die Faz als Zeitung gelesen, so ziemlich durchgehend seit den frühen 80ern bis in die 2000 rein, teilweise im Abo, teilweise im Büro. Dann war ich im Ausland, es kam die Eurokrise und das Büroexemplar fiel Einsparungen zum Opfer.
Die Faz wurde abonniert, aber bei jedem Wetterle kam sie in zwei Exemplaren einen Tag später oder eben gar nicht. Inhaltlich war in den 2000ern noch ok, aber die Zustellung klappte nicht, weder im Hamburger Umland noch im tieferen Schleswig-Holstein. Ich erinner den Preis nicht mehr, aber das Monatsabo war recht teuer. Irgendwann habe ich mich im Winter dann über flapsige Bemerkungen des Kundenservice geärgert und die Zeitung rausgeschmissen.

Manchmal habe ich die Faz im Flieger gelesen, manchmal online einzelne Artikel, aber spätestens seit Übernahme der Rundschau lies die redaktionelle Qualität so nach, dass selbst ein Bordexemplar mehr durchgeblättert als gelesen wird.
Geld bezahlen würde ich heute nicht mehr, der Mehrwert ist schlicht nicht vorhanden.

Ich lese aber in der Welt online auch nur wenige Artikel, zuviel ist wie der zweite Aufguss der Tagesschau. NZZ ist in der Tat als Denkanstoss besser.

Ein Blog ist ein wenig wie eine Kneipe, der Wirt setzt die Akzente.

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die politische ausrichtung der faz ist es nicht, die zumindest den onlineauftritt langweilig macht.

langweilig sind die zumeist nichtssagenden artikel, die es frei zu lesen gibt.
hie und da mal ein fund - wenn man nur zum suchen kaeme, doch weil sich dies kaum lohnt, unterlaesst man dies - wie bei so vielen anderen blaettern mittlerweile auch. die nzz ist besonders restriktiv, auch wenn man die bezahlschranke teilweise umgehen kann.

was mich persoenlich komplett von der welt fernhielt, war das phaenomen, das auch bei den spaeten faz-stuetzen auftrat : dass die ausrichtung des kommentariats weg von der intellektuell-amuesanten seite, die zu anderen einsichten inspirierte, zu einer gewissen tatsaechlich voellig unironischen und keinenspassverstehenden politischen seite ging.

ab da wurde die lektuere intellektuell uninteressant, sprich : langweilig, da sich dem eindruck nach sockenpuppen oder bots, oder etwas, das nach sockenpuppe oder bot roch, gegenseitig bestaerkten. das ueberraschende, frische fehlte. naja, so ist das in blasen.

dass man weiter oben beklagt, dass die faz nicht gewisse politische ansichten teilt und - in nur vermeintlicher kontrastierung zur nzz - damit das mangelnde intellektuelle niveau erklaert, ist eine vermengung ziemlich unterschiedlicher sachverhalte. kann man machen, aber wo bleibt dann die intellektuelle satisfaktionsfaehigkeit ?

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Im Reden über die Zeiten, die nicht mehr sind, wird's wohl nicht nötig sein, Sockenpuppen und Bots zu bemühen. Auf Shitter werden solche Ausdrücke synonym für dunkle Mächte benutzt (das Reden über den Popanz ist eindeutig zweckgebunden), denen das Netz-DG einfach mal richtig einheizen müsste, Herrgott lass Abend werden.

Ich nutze dafür das Wort Leute. Wenn der Ladies Club von normalem Volk entdeckt wird inkl. der üblichen Milchhaut aus Trollen und wenn aus 100 Mitgliedern 100000 werden, ist der Club halt Geschichte. Kommentare können summa summarum nur in der Nische "intellektuell-amuesant" sein, der Rest ist halt Boulevard. Muss es auch geben.

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17:19
Wie soll ich das auffassen, Fritz? Ich gebe mir wirklich viel Mühe mit meinen Kommentaren da drüben!

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@BrIsl:
Mann. Um Ihre Kommentare geht´s doch gar nicht, Sie Sensibelchen.

fritz beschreibt, was der Wechsel von Dons introspektiven Teetassen und Torten Beiträgen zu scharfen tagespolitischen Polemiken nach sich zog. Natürlich war das Niveau der alten faz-Stützen vor 6 Jahren höher. Im Durchschnitt - und nur um den geht es.

Ab einer bestimmten Zahl von Fanboys und Kommentatoren sinkt das Niveau naturbedingt, kommt Politik ins Spiel, nur deutlich schneller. Unabhängig von der Qualität einzelner Kommentare oder Kommentatoren.

Hinzu kommt der Verlust des Verspielten im Ungefähren, was die alten Stützen auszeichnete (dort war ich nicht ganz passender Aussenseiter).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Jaa, und davon abgesehen, wäre das Welt-Kommentardings zum Zweck von anno Tobak zu unbenutzbar konfus. Ist im Grunde egal, aber was mal auf dem Blog bei der FAZ abging und fast noch schöner auf dem Ersatzblog bei Wordpress, geht auf der Weltschiene per Voreinstellung nicht. 'Es war einmal', so beginnen die Legenden.

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Und, verficktnochmal, erinnere ich mich richtig, bei Don-FAZ-Wordpress ging das ohne Freischalten wie ganz großes Tischtennis in Friedenszeiten. Unfuckingbelieveable Kultur!

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Ja, werter Fritz, nach 24 Uhr
trafen sich die üblichen Verdächtigen am Trinkbüdchen,
der Filou schlurfte nach Canossa , man prostete sich zu,
tauschte Kochrezepte und politische Ansichten
und wünschte allen eine gute Nacht.
Und das alles live, in Echtzeit ohne größere Kontrolle.
Schön wars.
Da schrieben sogar Kater, die weiblich waren.
.
Es gab mal einen Film, der hieß "Die bleierne Zeit"
Habe ich nicht gesehen, weil ich die Trotta für überbewertet hielt.
Aber an den Titel erinnert mich das Gefühl,
das sich gerade ausbreitet.
Überall hängen Gewichte und merkwürdige Gerüche dran.

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Schön wars

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Konzeptmorphologie
::

für heruntergekommene Wessipneumatiker
https://de.wikipedia.org/wiki/Tageszeitungen_der_DDR

für interdimensionale Kaffeetassen & Aschenschnipper
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
'Allegretto' con 6 variazioni per pianoforte in Do Wq118.5 H65
Andrea Coen, pianoforte (copia Silbermann 1749)

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Da ist zumindest konsequent, dass jede Zeitung eine Partei als Herausgeber hat.

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Ja, bleierne Zeit
Goodharts "Road to Somewhere" erschien nun auf deutsch - in einem Winz-Verlag als Book on Demand, mediensegler.

Teilmenge Goodhart - Don Alphonso

David Goodhart hat die internationale Debatte über Migration und Internationalisierung mitgeprägt mit seiner Unterscheidung zwischen den Weltmenschen und den Eingewurzelten - Anywheres und Soemewheres. Das ist auch Don Alphonsos ureignster Turf.

Das Problem haben viele entdeckt. Und wenige so nachhaltig beackert ne, wie Don Alphonso - und David Goodhart.

Goodharts Pech ist, dass er in Detuschland sehr bald von Alexander Gauland und Michael Klonowsky entdeckt und in Gebrauch genommen worden ist - eigentlich ein Traum für einen Autor, wenn er selbst in der ausländischen Politik Resonanz findet.

Was aber macht die Medienöffentlicheit hierzulande? - Sie fasst Goodhart nicht einmal mit der Beißzange an. - Ausnahme, eh kloa: Die NZZ.

Und jetzt - bis in einzelne Formulierungen hinein, stößt freilich das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil wg. EZB & EUGh in Goodharts Horn. Das war die Nachricht der letzten Wochen. Und darauf reagierte in der weLT Heinrich August Winkler, der Doyen der deutschen Historikerzunft, sowie der frühere Chef des Bundesverfassungrichts, Dieter Grimm in der FAZ treu vereint in in Goodharts Fahrwasser. -

- Die trennt nur noch eine winzige Schicht ihres beträchtlichen Renommées vom Vorwurf, sie seien allesamt neofaschistische Chauvinisten - oder halt chauvinistische Neo-Faschisten - Sarrazin-Jünger osä. ideelle Gesamt-AfDler und Großpopolisten und was derlei Anwürfe mehr sind.

Interessant, wie ich finde.


PS

David Goodhart und Don Alphonso verbindet nicht zuletzt eine linke Herkunft.

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Auch für die anywheres sind es keine leichten Zeiten, Reisen aus USA nach EU nicht möglich, Auszeiten und kurze trips nur lokal, alles problematisch, was sonst einfach war.

Da stellt sich schon die Frage, ist das Refugium auf St Barth noch sinnvoll, das Penthouse Upper East Side, das Appartment in Chelsea und die kleine Villa auf der griechischen Insel, die Segeljacht und das Skichalet in der Schweiz...Solange man ständig in London oder New York ist, macht das Sinn, aber für 3 Mal im Jahr reicht auch ein angenehmes Hotel.

Ich bin seit Januar nicht mehr in meiner (eher kleinen) Arbeitswohnung gewesen, da stellt sich schon irgendwann die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Breakeven ist bei etwa 3-4 Tagen Nutzung im Monat. Wenn nur die Hotels nicht so furchtbar wären...

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2 Jahre hatten wir Kommentatoren
die uneingeschränkte Freiheit.
Falls es interessiert:
https://stuetzendergesellschaft.wordpress.com/2015/03/29/aussterben-gehort-dazu-aber-reich-sollte-man-dabei-sein/#comments
Über 1200 Kommentare.
Da ging sogar die Kommentarfunktion in die Knie.

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buerger, um oekonomische vernunft geht es bei einer ' zweit '-immobilie ( putziger begriff ) nicht in erster linie, um es vorsichtig zu formulieren -
sondern um ein weiteres zuhause, das man kennt und das angenehm und vor allem so eingerichtet ist, dass man mit kleinem gepaeck, also sehr geringem aufwand nutzen kann, ohne sich grossartig um eine reservierung und die weiteren umstaende wie belegung angenehmer zimmer zu haeufig frequentierten zeiten ( denken sie bspw. an das filmfest in venedig oder cannes ), fruehstueckszeiten und parkplatz kuemmern zu muessen. man bereist schlicht den ort nicht mehr so haeufig. die erfahrung ist zumindest eine meines umfeldes. daher ist es immer bedauerlich, wenn man wieder einmal etwas abstoesst.

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mediensegler, das war nett damals.
es ist gar nicht so uninteressant, sich die entwicklung von blogs von der qualitaet und quantitaet des donalphonsoschen sowohl des hauptbeitrags wie auch der kommentare aus der kurzfristig-historischen perspektive anzusehen. es gibt entwicklungen : was damals ging, ginge heute nicht mehr vernuenftig.

beim stichwort ' linke herkunft ' ist man ja fast bemuessigt, sogleich das gegenteil in den raum zu stellen, vor allem vor dem hintergrund des herausstellens von nichtlinken positionen. und nur die nzz sei umsichtig - hm, immerhin grenzt sie nicht aus ( der alte vorwurf ).

man kann auch luhmann bemuehen, um systemdestabilisierendes als das systemstabilisierende zu erkennen ( 'system' hier ausschliesslich im sinne von luhmann ). mehrere mechanismen machen dies moeglich.

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Da haben alle noch
Neger gesagt.

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mediensegler, das war echt nett damals - bin ihrer leimrute gefolgt, und was soll ich sagen - gleich dem guten alten filou in die arme gelaufen ( ' Ein Weltgeist auf dem Drahtesel ' ) . durchaus nicht oft einer politischen meinung, aber bereichernd war es allemal, sich mal witzig, mal ungepflegt auszutauschen. spaccato - wo ist der eigentlich abgeblieben, und dreamtimer ! nach fuenf jahren kann man das ganze auch wieder lesen, weil man ja alles wieder vergessen hat ( hoffentlich regnet es bald, dann hat man wieder anlass genug ). schoenen sonntag noch !

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ad 11:44 u, das ist nicht wahr, nicht alle ! (sie aber schon, sie schlingel ) !

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Wo verkrümelt sich eigentlich die Expertin für Neger?

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Im regeN, hehe
vermutlich, buerger: Krümel im Regen / Schwarz wie die Nacht/ Und sie sieht zu / Wie die sich bewegen / Und - lacht!

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dieter kief, Sonntag, 24. Mai 2020, 10:06

„Goodharts Pech ist, dass er in Detuschland sehr bald von Alexander Gauland und Michael Klonowsky entdeckt und in Gebrauch genommen worden ist - eigentlich ein Traum für einen Autor, wenn er selbst in der ausländischen Politik Resonanz findet.

Was aber macht die Medienöffentlicheit hierzulande? - Sie fasst Goodhart nicht einmal mit der Beißzange an. - Ausnahme, eh kloa: Die NZZ. “

Na ja. Was spricht denn eigentlich gegen die Beißzange wenn jemand von Figuren wie Gauland und Klonovsky „entdeckt“ wird? Der „Medienöffentlicheit hierzulande“ gebe ich selten recht. Aber ein wenig Geschmack und Kultur sind wohl noch da. Warum sich groß mit einem weiteren Vielzuviel-Schreiber beschäftigen? Hat er was zu sagen? Wenn ja, wer kann das ausschließen, ist es offenbar gut versteckt.

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Goodhart ist in CH
GB, USA, F usw. nicht umsonst hoch angesehen.

Die NZZ hat ein einwandfreies Feuilleton, g2020, die sind auf Zack und wissen es zu schätzen, wenn jemand gute Unterscheidungen trifft. Das ist schon der ganze Punkt.

Ein gutes Argument wird nicht falsch, weil die AfD es aufgreift. Wie ich schon sagte: Die Grundunterscheidung zwischen den verschiedenen Lebenswelten der anywheres (Eingewurzelte) und somewheres (Hochmobile) ist genau die gleiche wie die, die Don Alphonso trifft - und unermüdlich (!) mit Beispielen belegt - im Lauf der Jahre bestimmt schon ein paar hundert mal.

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dieter kief, Sonntag, 24. Mai 2020, 18:02
„Goodhart ist in CH, GB, USA, F usw. nicht umsonst hoch angesehen.“
Das ist alles relativ, wie Sie sehr wohl wissen. Die Figuren die Sie aufgeführt haben sicherlich auch ein gewisses Renommee in gewissen Kreisen. Na und? Ich fand da nichts Appetitanregendes. Sarrazin bleibt für mich ein dummdreister Biologist.

Die „Lebenswelten“ der „Eingewurzelten“ können keine 80 Mill. Menschen ernähren. Da kann man schreiben wie man mag. Im Leben kann man sich nur selten nur die Sahnestückchen runternehmen.

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@Dieter Kief. Ja, dem könnte wohl so sein. Aber eine Lücke ist jedenfalls da.

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The Road to Somewhere
ist jetzt unter diesem Titel auf Deutsch erschienen. Ich empfehle das Buch zum Kauf und zur Lektüre. Wer sich darüber informieren will, kann Goodhart und NZZ eingeben und findet - no - vielleicht ein Dutzend Verweise. Sehr informativ.

Die Nummer mit Sarrazin als Biologisten ist jetzt uralt und immer noch sehr erfolgreich. Ich meine so: Da Sarrazin seine sozialpsychologischen Folgerungen ja nicht aus seinem Hut zaubert, sondern Experten zitiert (und zwar richtig zitiert - das wurde - von ausgewiesenen Experten! in der FAZ auf einer ganzen Seite nachgewiesen (nachgucken FAZ Rost/Rindermann/Sarrazin, steht glaub ich immer noch online) - da das alles überprüfbar so ist, stehen die Experten zur Debatte, die Thilo Sarrazin zitiert. Die aber gehören zur Weltspitze in ihren jeweiligen Fächern - da sind so Leute dabei wie Jonathan Haidt, Charles Murray, Jordan B. Peterson, Heiner Rindermann (Cognitive Capitalism - großarties Buch - Standarwerk für kommende Jahrzehnte), Steven Pinker, Steve Stewart-Williams, und, und, und. - David Reich. Die Deutschen Publizisten Dieter E. Zimmer und Ulrich Bahnsen nicht zu vergessen.

Dieses gesamte und geballte Wissen kann man natürlich beiseite fegen, weil einem Thilo Sarrazin nicht passt. In Deutschland funktioniert das auch tatsächlich flächendeckend. Aber das wird nichts daran ändern, dass sich herausstellen wird, dass diese Wissenschaftler, die sich alle gegenseitig zitieren und anerkennen, viele Dinge richtig machen und mit haltbaren Fakten untermauern. Insbesondere ihre Kernüberzeugung, dass der IQ einen erheblichen genetischen Anteil hat. Martin E. Seligmann - mal angucken: "What You Can Change - And What You Can't" - war jahrelang Vorsitzender der Vereinigung amerikanischer Psychologen. Jordan Peterson ist vermutlich der meistzitierte Sozialpsychologe dieses Jahrzehnts. Steven Pinker vielleicht der insgesamt meistzitierte Kognitionswissenschaftler dieses Jahrhunderts... - Wie gesagt, man kann das mit dem Argument viel Feind viel Ehr alles beiseite wischen - aber wie oft?

Irgendwann ist Sense, und dann setzen sich die besseren Argumente durch. So ist der Lauf der Dinge.

Wenn sie Don Alphonso ein wenig verfolgen, g2020, werden Sie feststellen, dass der keine entweder-oder-Strategie mit Blick auf die anywheres und die somewheres hat - und auch da gleicht er David Goodhart, der das nämlich genauso macht.

Die Beobachtung ist aber aktuell die, dass die Eingewurzelten im Kanzleramt und bei der CDU und bei den Grünen und der Linkspartei und der SPD fast keine Freunde mehr haben.
Cf. der CDU_Bundestagsfraktionsvize Arnold Vaatz dieses Wochenende über seine eigene Partei wg. der Wahl der sehr anywhere-gepolten internationalistischen, zuzugsgeneigten und auch durch handfeste Gewalttaten nicht zu beirrende, den Sozialismus fordernde Verfassungsrichterin Borchardt in Mecklenburg.

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dieter kief, Sonntag, 24. Mai 2020, 21:3

„Die aber gehören zur Weltspitze in ihren jeweiligen Fächern - da sind so Leute dabei wie Jonathan Haidt, Charles Murray, Jordan B. Peterson, Heiner Rindermann (Cognitive Capitalism - großarties Buch - Standarwerk für kommende Jahrzehnte), Steven Pinker, Steve Stewart-Williams, und, und, und. - David Reich.“

We agree to disagree? Wenn das Weltspitze sein soll - in was? Verschmierte Denke? Ich mag nun mal Autoren nicht die wie Horoskope daher kommen um bei ihrem Publikumssegment zu landen aber für Intellektuelle gehalten werden wollen.

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Weltspitze in Kognitiver
Psychologie? Steven Pinker, Harvard University?
Diese Wissenschaftler verschmieren nicht, g2020, die messen - und deuten dann.

Oder der hier: Robert Plomin über Umwelt vs. Gene - u. a. ein gutes Interview auf Deutsch in Geo aber auch ein google-Talk mit haufenweise handfesten Befunden:
Das ist der google Vortrag
https://www.youtube.com/watch?v=-k41lteal1M
 
Und hier das Geo-Interview auf Deutsch:
 
https://www.geo.de/wissen/gesundheit/21478-rtkl-genforschung-kluge-eltern-bekommen-eher-kinder-die-etwas-weniger-klug

Hier ein - rassistisches? Gespräch des ?Biologisten Thilo Sarrazin mit Cigdem Toprak
  
https://www.welt.de/kultur/plus206341447/Thilo-Sarrazin-im-WELT-Interview-mit-Cigdem-Toprak.html?cid=onsite.onsitesearch  ;

Wie gesagt: Das ist der aktuelle Wissensstand. Er wird sich durchsetzen. Zu Plomins Buch "Blueprint - How DNA makes us who we are" gibt es eine sehr gute Rezension auf Quillette - aber auch etwas in der NZZ. Sowie auf James Thompsons Blog Psychological Commenter bei unz Punkt com mit sehr vielen Details zur Forschungmethodik Robert Plomins.

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dieter kief, Sonntag, 24. Mai 2020, 23:38

„Diese Wissenschaftler verschmieren nicht, g2020, die messen - und deuten dann.“
Sie schmieren Ideologie in ihre Messergebnisse.
„Das ist der aktuelle Wissensstand.“
Eher nein. Biologismus ist ein schon sehr lange totes Pferd. Die Deutungen Plomins auch nicht prickelnd frisch.

Mein Rat, den Sie nicht annehmen werden: was immer Sie erreichen wollen, lassen Sie einfach die Finger von der Biologie dabei. ;-)

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g2020 Sie müssten
das zeigen, dass die wissenschaftlich nicht korrekt arbeiten. - Good luck with that!
Petersons Faustregel -: - Es gibt kein anderes Forschungsergebnis in der Psychologie, das so gut abgesichert und so sicher reproduzierbar ist wie die Befunde der IQ-Forschung. Der IQ ist real. Und er hat erhebliche wirtschaftliche Folgen - das ist das Thema von Heiner Rindermanns überragendem Buch Cognitive Capitalism. - Aber auch ein Punkt, den Gunnar Heinsohn und Dieter E. Zimmer immer wieder gemacht haben.

Ihre Bemerkung, dass Plomin nicht so frisch sei, ist kryptisch.
Sein "Blueprint" Buch über Gene ist seine wissenschaftliche Lebensbilanz - und es ist sehr gut rezipiert worden. Zu meiner großen Freude auch in der Zeit. Die Zeit hat da jene Geistesgegenwart bewiesen, die die NZZ auszeichnet, und die die FAZ usw. üblicherweise vermissen lassen. Manchmal schreibt in der FAZ freilich - der Konstanzer Biologe (!) Axel Meyer, ein hochdekorierter Evolutionsspezialist, und was soll ich sagen: Er findet das alles ganz richtig...schlimm findet er dagegen die Tendenz, diese Art von Erkenntnissen zu tabuisieren oder gar gleich zu skandalisieren, wie das im Falle seines Harvarder Kollegen David Reich versucht worden ist. - Reich hat sich bisher freilich seiner Haut ganz gut gewehrt - vielleicht, weil sein Vater Gründungsdirektor des Washingtoner Holocaust-Museums war, vielleicht auch wegen seiner Mutter oder überhaupt wegen seinem familiären Hintergrund, der ihn wohl doch schützt. Von Meyer gibt es viele Posts auf wirtschaftswoche online. - Und ein erfolgreiches populärwissenschaftliches Buch insbesondere über den Gender-Irrsinn - "Adams Apfel und Evas Erbe" - mit - - -soziobiologischem Hintergrund. Ein gutes Buch.

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dieter kief, Montag, 25. Mai 2020, 22:13

Danke für die Einladung! Aber mit Peterson und Konsorten mag ich nicht weitermachen. Das ist für mich Horoskop-Kaugummi, schon breitgetreten: „...Petersons Faustregel -: - Es gibt kein anderes Forschungsergebnis in der Psychologie, das so gut abgesichert und so sicher reproduzierbar ist wie die Befunde der IQ-Forschung. “
Wenn das so gesehen werden soll müßte man einfach zu weit ausholen. Dafür fehlen mir Zeit und Motivation. Das „Ding“ ist durch und so möge es auch bleiben.

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"CO-19 ist
definitiv schlagbar" - Luke O'Neil, Biologe/IRL.

https://www.irishtimes.com/life-and-style/health-family/prof-luke-o-neill-it-s-definitely-beatable-covid-19-1.4258229#.Xsoxcclhc1o.twitter

Ein schöner Artikel über einen der CO-19-Forscher in der Irish Times, insgesamt. Ganz gut gelaunt. O'Neil hat einen entzündungshemmenden Stoff entdeckt, den er nun an CO-19 ausprobiert.

Typisch Irland - O'Neil hat ein Faible für den Dichter Keats - und schreibt, wie er meint u. a. deswegen, ne, nebenher - populärwissenschaftliche Bücher.

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dieter kief, Sonntag, 24. Mai 2020, 11:40

Gaanz herzlichen Dank für den Link zu diesem ausgezeichneten Artikel. Ich muss ihn toll finden weil da drin steht was ich selber schon seit einiger Zeit hier vertreten habe: ein im Großen und Ganzen ziemlich harmloser Erreger, der aber die Tücke hat am Beginn der Infektion keine Symptome zu verursachen (wodurch man das Zeitfenster für optimale antivirale Behandlung verpaßt) und der dann, wie HIV, bei einer sehr kleinen Zahl von Menschen mit volatilem Immunsystem dieses aus dem Ruder laufen läßt und den Cytokin-Sturm verursacht.
„Macrophages, he explains, “are your frontline inflammatory cell. They go crazy in Covid-19.”
Es gibt nur indirekte Hinweise auf diesen gefährdeten Status: „metabolisches Syndrom“ (zuerst von @schrotsaege hier genannt), niedriger D3-Pegel, auffällig wenige eosinophile Lymphocyten, nicht-alkoholische Fettleber (sehr häufig in Deutschland).
Wenn sich O'Neills Hoffnungen erfüllen ist das eine weitere Hiobsbotschaft für die Leute, die die leckeren ganz großen Summen ausreichen (Pharma, die Impfstoff-Investoren): sein Zeuch kostet 2 $/kg. Schönes Portrait eines richtigen Wissenschaftlers. Guter Kontrast zu Scharlatanen a la Ferguson.

Ach ja: @gux schulde ich noch einen Link.
https://doi.org/10.1136/bmj.m1375
- 80% sind symptomlos, 2.4.2020, China.

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Aha - und aus diesem Grund sieht O'Neill einen Impfstoff als beste Möglichkeit zu gewinnen?

"The number of vaccines being tested is the same in the total history of malaria. If the vaccine doesn’t work, and there’s still a risk of that, we have the anti-inflammatories coming down the pipeline, like our one. We have the antivirals. And then the other hope is antibodies themselves, that we’ll develop immunity.”

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 14:52

„Aha - und aus diesem Grund sieht O'Neill einen Impfstoff als beste Möglichkeit zu gewinnen?“

Dann gönnen wir ihm halt seinen Optimismus. Wir wissen ja dass es rund 2 Jahre dauert einen Impfstoff zur rundum sorglosen Anwendung auszutesten. Alles andere ist, wie sagen Sie immer?, zynisch-menschenverachtender Pfusch. Warum soll der Mann nicht dennoch träumen dürfen?

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Warum hoffen Sie, dass ein Impfstoff nicht früher zur Verfügung steht? Mit zwei Jahren rechnen nicht einmal die Pessimisten (18 Monate ist bei denen die Erwartung).

Nur, weil Sie es nicht leiden können, dass eine Kombination aus privater und staatlicher Forschung erfolgreich ist (wo sind denn die rein staatlich geförderten Impfstoffe & Arzneimittelstudien?), sollen Menschen sterben?

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 17:30

Ich hoffe nicht dass ein Impfstoff nicht früher zur Verfügung steht. Ich bin mißtrauisch bei allen Versuchen das Entwicklungstempo zu forcieren. Das geht fast immer auf Kosten der später Betroffenen. Und private und staatliche Verbünde sind oft genug problematisch:
https://www.rubikon.news/artikel/der-sundenbock-4
Das sog. Kawasaki-Syndrom oder „never waste a good crisis“...
Und wenn gar eine ganz neue Technik der Impfstoffentwicklung angekündigt wird. ist die Skepsis noch größer und die zu erwartende Zeitdauer bis zum finalen Erreichen eines sicheren Produkt noch viel größer. Klar ist nur dass ein funktionsfähiger und sicherer Impfstoff die vermutlich beste Lösung wäre. Aber dass dies ausgerechnet bei Corona-Viren gelingen sollte?
Die Kombinationen privater und staatlicher Forschung haben bisher nur Probleme gebracht, da ist überhaupt nichts Positives zu sehen. Warum soll ich das begrüßen? Denken Sie an unser Gespräch über „Material und Methoden“. Seit es diese Kombinationen gibt ist ein Fundament der Erfahrungswissenschaften offenbar im Keller, wenn man Ihnen glauben darf (... ist überall so...).

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Die Kombination aus privater und staatlicher Forschung ist es eigentlich, was zu großem Erfolg führt: wie erklären Sie es sich sonst, dass gerade in den Bereichen, in denen private und öffentliche Finanzierung Hand in Hand gehen die besten Erfolge haben (die EU Forschungsförderung macht das seit längerem, in Deutschland dürfte das im Maschinenbaus üblich sein, im UK in der Pharmaforschung).

Die Beschreibung von Methoden wird u.a. deswegen besser, weil die Industrie genau das will - es sind nämlich meistens die kommerziellen Partner, die deutlich mehr Wert auf die Einhaltung von Standards etc legen, gerade weil sie etwas für ihr Geld möchten. Versuchen Sie einmal, eine Arbeit von vor 20 oder 30 (oder mehr) Jahren nachzuvollziehen - das ist in den meisten Fällen schlicht unmöglich, eben weil die Methoden unzureichend erklärt sind.

Ich wußte gar nicht, dass Sie auch ein Impfgegner sind ... der Artikel ist interessant, aber ganz sicher nicht objektiv. Aber lassen wir das einmal, denn natürlich steht das noch immer da: "Vaskulitis" (dazu gehört das Kawasaki Syndrom). Wenn man sich die etwas detaillierten Information z.B. in der Schweiz [1] oder dem UK [2] anschaut, da stehen dort ein wenig mehr Details. Die Aussage in dem von Ihnen gebrachten Bericht ist daher wohl nicht falsch - genauso wie auch der ARD Faktenfinder oder Russia Today nie direkt falsch liegen, sondern einfach nur nicht richtig sind ("Fake News" sagen Sie doch zu so etwas, oder)?



[1] https://compendium.ch/product/1078802-priorix-tetra-trockensub-c-solv/mpro

[2] https://www.medicines.org.uk/emc/product/1676/smpc

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gux, Sonntag, 24. Mai 2020, 22:52

Warum der Artikel nicht objektiv sein soll und gar FakeNews müssen Sie schon sagen. Und welche Details denn belegen sollen dass das Kawasaki-Syndrom nicht vom Impfmittel sondern von covid-19 hervorgerufen sein soll (womit die Geschädigten dann keine Ansprüche mehr hätten) wäre sicher auch interessant zu wissen. Diese britische Kawasaki-Gesellschaft ist offenbar nicht dieser Meinung:
https://www.societi.org.uk/kawasaki-disease-and-covid-19/
„Ich wußte gar nicht, dass Sie auch ein Impfgegner sind...“
Aber ich bin doch gar kein „Impfgegner“. Ich bin nur vorsichtig, auch ein wenig mißtrauisch, erst recht wenn auf das Tempo gedrückt wird, und skeptisch bei der Chancenabschätzung. Wenn schon der PCR-Test Probleme hat Sars-Cov-2 von anderen Corona-Viren zu unterscheiden und es 30 Jahre lang nicht gelungen ist gegen Corona-Viran Impfmittel zu entwickeln frage ich mich warum es jetzt gelingen sollte. Nicht dass ich dies nicht wünschte. Wenn ich über den Ressourceneinsatz zu entscheiden hätte und abwägen müßte was am aussichtsreichsten ist wäre meine Priorität sicher nicht die Impfung.

„Die Beschreibung von Methoden wird u.a. deswegen besser, weil die Industrie genau das will...“ Meine Erfahrung, etwas aus einer Korrespondenz mit einem deutschen Professor, der absichtlich verschwiemelte Methoden angab und darauf auch noch stolz war (weil sein Drittmittelgeber es so wollte), sind andere. Experimente, die man nicht überall und zu irgendeiner Zeit reproduzieren kann, sind wissenschaftlich eine Nullnummer.

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Der Artikel behauptet fälschlicherweise, GSK hätte das Kawasaki-Syndrom als Nebenwirkung verschwiegen - nur stimmt das so nicht. Vaskulitis steht noch immer in der Information - und weshalb der Ausdruck in den deutschen, aber nicht anderen, z.B. schweizerischen, Informationen fehlt, ist eine Frage, die man wohl mit einem Anruf bei GSK hätte klären können. Aber es ist viel einfacher zu behaupten, GSK würde absichtlich schwere Nebenwirkungen verschleiern ... ist das nicht genau das, was 'Fake News' ausmacht?

Gegen welchen Coronavirus hat man ernsthaft nach einem Impfstoff gesucht? SARS ist recht schnell verschwunden (und es wäre ziemlich unethisch, hier Wirksamkeitsversuche zu machen) und MERS ist ziemlich selten.

Und was deutsche Professoren angeht ... die haben nicht umsonst den Ruf, den sie haben. Unsere Drittmittelgeber legen sehr viel Wert auf genaue Methoden. Es hängt aber wohl auch sehr vom Fachgebiet ab - medizinische Zeitschriften sind in der Regel recht pingelig, Ernährungswissenschaftliche eher nicht. Und natürlich war früher eine genaue Beschreibung von Methoden oft gar nicht möglich, weil die Manuskriptlänge beschränkt war - heute sind online-Anhänge von 100 Seiten keine Seltenheit.

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gux, Montag, 25. Mai 2020, 21:3

„Vaskulitis steht noch immer in der Information - und weshalb der Ausdruck in den deutschen, aber nicht anderen, z.B. schweizerischen, Informationen fehlt, ist eine Frage, die man wohl mit einem Anruf bei GSK hätte klären können. “

Und Sie meinen nun weil die Autorin nicht nachgeschaut hat ob die Information in anderen deutschsprachigen Broschüren nicht doch enthalten sein könnte wäre das FakeNews?

Occams Razor: eher eine Nachlässigkeit, etwa wie die bei „Material und Methoden“.

Da haben wir wohl verschiedene Erfahrungen gemacht. In den Fällen die ich kenne wollten die Drittmittelgeber vermutlich sehr exakte Methoden, aber bitte nicht im Methodenteil der publizierten Arbeit. Ein Hinweis darauf dass die Kombination aus privater und staatlicher Forschung nicht so reibungslos funktioniert wie gewünscht. ;-)
Das Ziel, der wirtschaftlichen Konkurrenz etwas vorzuenthalten, ist der Wissenschaft an sich fremd. Diese altmodische Ansicht leiste ich mir.

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Wenn es ein Nebensatz wäre? Kein Problem. Es wird aber als Einleitung dazu verwendet, Kritik an GSK zu üben.

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gux, Montag, 25. Mai 2020, 22:18

Da haben Sie wohl recht. Welches Bild die Leute aber auch von Pharma haben...

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Eben - die Autorin hat erreicht was sie wollte. Setzt eine Halbwahrheit in die Welt, die die Leser gerne sehen wollen - und schafft mit Erfolg genau die Stimmung, die sie will.

Es gibt genug Dinge, die man an der Pharmaindustrie kritisieren kann - wozu braucht es Halbwahrheiten? Und wenn schon derart einfach zu überprüfende (5 Minuten Internetsuche) Aussagen falsch sind: warum soll ich dem Rest des Textes glauben?

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Gelegentlich2020s Neoliberale Feinde ...
... finanzieren eine Studie um Chloroquine als mögliche Expositonsprophylaxe einzusetzen. Schrecklich daran ist nicht nur, dass sie von den neoliberalen Briten organisiert und finanziert wird

https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04303507?term=oxford&cond=hydroxychloroquine&draw=2&rank=1

sondern, dass das ganze auch noch von privaten Geldgebern wie Gates & Wellcome finanziert wird. Das kann doch nur Betrug sein, oder? Warum machen anständige Staaten wie die Türkei so etwas nicht?

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Tja, vielleicht sind das keine neoliberalen Feinde sondern Reste der vorherigen Periode? Oder Leute die in innerer Emigration dort bis heute überwintert haben?
Da darf man wirklich gespannt sein, ganz herzlichen Dank für diesen Link!
Nach dem, was ich bisher über die Infektionsbiologie des Virus gelernt habe fängt er im Rachen an, wo das gesunde Immunssystem schnell Maß nimmt, und versucht sich multiplizieren zu lassen, immer unter feindlichem Beschuss. Wenn er diese Phase I überlebt kann er sich weiter ausbreiten. Wo bei einem volatilen Immunsystem die T-Helferzellen infiziert werden können verlieren diese zuerst die integrierende Kontrolle über dieses und im Cytokin-Sturm greifen desorientierte Makrophagen körpereigenes Gewebe an. In Phase II.
Wenn der vorgeschlagene Mechanismus von Chloroquin stimmt kann es in Phase I gegen die Viren mit diesem wirken und das Immunsystem dämpfen. In Phase II müßte es wirklungslos sein, vielleicht sogar schädlich (für die Leber).
Dass solche Studien selbstredend der Goldstandard sind habe ich ja schon früher hier anerkannt. Auf diese Weise gewonnene Fakten zählen. Man kann nur hoffen dass man bei den künftigen Patienten die Infektion früh genug bemerkt.


Gebrauchter Tag: ich muss wohl abergläubisch werden. Die selber ungewollt beschworenen Gespenster lassen nicht mehr los, https://www.moonofalabama.org/2020/05/britain-johnsons-pandemic-management-is-trashing-his-authority.html#comments
GlaxoSmithKline taucht schon wieder auf. ;-)

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@gux:
Ich bewundere Ihre Geduld und Gelassenheit. Nein, kein übler Scherz. Warum tun Sie sich das an?

Gruss,
Thorsten Haupts

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Ich finde es faszinierend, wie Menschen mit den selben Informationen zu derart unterschiedlichen Schlüssen kommen - und es interessiert mich (privat und beruflich), wie man solche Menschen am besten erreicht.

Fakten helfen eindeutig nicht sehr viel - aber was dann? Ignorieren ist auch nicht die beste Lösung - also wie geht man damit um?

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Wenn auf der faktischen Ebene nichts geht, geht es manchmal auf einer anderen Kommunikationsebene, zB einer emotionalen. meistens aber gar nicht.

Bei einer Rhetorikschulung sagte die Trainerin mal lakonisch: Wenn Sie auf dem Podium sitzen, dann geht es nicht darum, die Mitdiskutanten zu überzeugen, -das werden Sie nicht, denn die haben ihre feste Meinung-, sondern darum, einzelne im Publikum für sich einzunehmen., die wenigen, die nicht sowieso fest in einem anderen Lager stehen.

Beruflich funktionieren Lösungen meist so, dass man die verschiedenen Differenzen identifiziert und die Gewichtigkeit für den jeweiligen Verhandler und dann bekommt jeder ein paar Erfolge und muss dafür ein paar Kröten schlucken. Wenn es keine ausreichende Schnittmenge gibt, gibt es keine Einigung.

Aber dass Menschen inhaltliche Positionen räumen, das ist ganz selten und geht meist über Macht und oft mit echtem oder gefühltem Gesichtsverlust. Verlierer erkennt man am Getöse, Gewinner räumen nicht haltbare Positionen geräuschlos und nicht inhaltlich sondern taktisch. Damit schwächen Sie sich nicht unnötig, sondern das Räumen einer Position kann sogar stärkend sein.

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Genau so sehe ich das auch (wie die Rhetoriktrainerin) - man kann niemanden überzeugen, der schon überzeugt ist. Für solche Menschen ist Widerspruch meistens Bestätigung. Aber die Zuhörer kann man vielleicht zum Nachdenken bringen.

Dabei hat man natürlich immer Probleme, wenn die eigene Meinung nicht sicher ist - was gerade in den Naturwissenschaften oft der Fall ist, weil man einfach viel zu wenig weiß. Man diskutiert meistens mit Menschen, die von der eigenen Meinung überzeugt sind und dies auch zeigen - und Zuhörer glauben lieber demjenigen, der überzeugend auftritt; wer mag schon jemanden, der unsicher wirkt?

Bei beruflichen Diskussionen hat man es doch eher mit rationalen Menschen zu tun, oder? Wenn beide Seiten das beste für sich wollen, dann kann man wohl einfacher zu einer Lösung finden - gerade weil beiden Seiten klar ist, dass man einen Kompromiss braucht.

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Ich mein ja nur
gux, Mittwoch, 27. Mai 2020, 08:59

"Dabei hat man natürlich immer Probleme, wenn die eigene Meinung nicht sicher ist - was gerade in den Naturwissenschaften oft der Fall ist, weil man einfach viel zu wenig weiß."

Eine Meinung ist beliebig. Entweder man ist sich sicher (Irrtum nicht ausgeschlossen) oder meint nur.
Kausalitäten bezüglich Corona-Virus und seine Auswirkungen auf einzelne Menschen sind nicht 100%-ig sicher gleich. Betrifft auch die Behandlung. (Am bayrischen Stammtisch heißt es dazu lapidar: Ein Guter hälts aus).

Die Wissenschaftler beraten mit unterschiedlichsten / gegensätzlichen Beurteilungen. Die Politik entscheidet dann. (Spahn hat ja schon im Voraus um Verzeihung gebeten. Halt Politikergedöns). Die Wirtschaft argumentiert nach Interessen egal ob neoliberal oder altliberal.

Die Diskussionen waren nicht umsonst aber sind inzwischen festgefahren. Vielleicht gibt es eine zweite Welle, wenn nicht wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Das ist keine Meinung da bin ich mir ganz sicher.

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Hier treffen sich zwei sehr verschiedene Welten - die Bild zeigt das mit ihrem Bericht über Drosten sehr schön. Politiker wollen Sicherheit um Entscheidungen treffen zu können - und im Zweifel einen Schuldigen zu haben, wenn es schief geht; Wissenschaftler wissen in der Regel um die eigenen Grenzen und sind daher deutlich vorsichtiger.

Letztendlich sind die Politiker dafür gewählt worden, Entscheidungen zu treffen - und werden auch ganz gut dafür entschädigt. Ich wollte das ehrlich gesagt nicht machen.

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gux, Dienstag, 26. Mai 2020, 22:51

„Fakten helfen eindeutig nicht sehr viel - aber was dann? Ignorieren ist auch nicht die beste Lösung - also wie geht man damit um?“
Wenn ich mir die letzten zweieinhalb Monate ansehe bin ich überhaupt nicht dieser Meinung. Allein was wir in dieser Zeit über diesen Virus gelernt haben. Dass jeder diese Fakten innerhalb des eigenen Koordinatensystems interpretiert ist doch wohl banal. Ich bedanke mich deshalb schon einmal für Ihr Engagement in dieser Diskussion, die ich sehr bereichernd fand und finde.

„man kann niemanden überzeugen, der schon überzeugt ist. “

Sicher. Aber gilt das nicht auch für Sie selbst ? Ich meine jetzt nicht den Umgang mit einzelnen Details.

gux, Mittwoch, 27. Mai 2020, 08:59
„Bei beruflichen Diskussionen hat man es doch eher mit rationalen Menschen zu tun, oder?“
Ihnen ist schon klar dass in diesem Kontext das wie Framing erscheint?

Jetzt dürfen wir gemeinsam gespannt darauf sein was bei dieser großen Studie herauskommt. Und natürlich kann das Ergebnis sein dass HCQ ebenso wie Remsidivir nicht das wirklich wirksame Mittel in diesem Fall ist.

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Wo sind denn Ihre Belege zum bösen Neoliberalismus im UK? Und warum verwerfen Sie nicht die Studie HCQ, die eindeutig von privaten Geldgebern (darunter die bösen Gates & Farrar) finanziert wird. Sollte das nicht von guten staatlichen Stellen bezahlt werden (nicht der bösen neoliberalen britischen Regierung)?

Die guten Staaten[tm] halten sich erstaunlich zurück, oder? Ich meine, das UK gibt der WHO $100m, Kuwait $60m - und Deutschland gerade einmal $30m?

Was machen denn die guten Staaten[tm], die nicht neoliberal infiziert sind?

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gux, Mittwoch, 27. Mai 2020, 11:10

Sory, bißchen viel auf einmal. Studie ist erst mal Studie, sie zu machen ist gut und nicht schlecht. Selbstredend fände ich es bessser wenn so etwa aus öffentlichen Mitteln bezahlt wird. - Gates ist für mich nicht „böse“. Ich finde es schlicht nicht gut wenn einer Gestaltungsmacht hat aber kein politisches Mandet.

Dass Deutschland die WHO nicht entsprechend finanziert erscheint mir skandalös.

„...die nicht neoliberal infiziert sind.“ Uh, da muss ich erst mal gucken! ;-)

Ich bereite mich jetzt darauf vor in ein Land zu reisen das einen viel härteren Lock-down gefahren hat.

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„ Bei beruflichen Diskussionen hat man es doch eher mit rationalen Menschen zu tun, oder? “

Eher nicht. Es geht da um Macht, Egos, Politik und Geld (für einen selber, das Team oder das Unternehmen), manchmal um sehr viel Geld. Was ist rational: kurzfristige Optimierung oder langfristige Strategie oder persönliche Optimierung? Funktionierende Anreizsysteme sind sehr selten und dann spielt auch noch die Bedürfnispyramide eine Rolle, manchmal geht es mehr um Image oder legacy oder Selbstbild als um die Sache. Je besser Sie die Motive des anderen Verhandlers kennen, desto mehr erreichen Sie.

Deutsche Unternehmen verlieren manchmal, weil sie sich mit Symbolen abspeisen lassen, die aber zum gesellschaftlichen Trend passen. Irgendwelche Papiere oder Konzepte, auf denen sowas wie Nachhaltigkeit steht. Bedrucktes Papier ist billig.

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Betrifft das alle Ebenen? Ich hätte gerade im professionellen Bereich erwartet, dass Egos eine geringere Rolle spielen, denn schließlich geht es ja um mehr als nur die eigene Person - und ist da nicht eine ganze Abteilung beschäftigt?

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Kommt drauf an gux. Im Idealfall ja. Der ist aber - fast immer - ein grösseres Projekt, bei dem (meistens per Zufall) sich die richtigen Linien- und Fachvorgesetzten über den Weg laufen, an einem Strang ziehen und ihre Teams gemeinsam zum Erfolg führen. Klappt bei Mittelständlern - trotz Führung nach Gutsherrenart - häufig besser, als bei den ganz Grossen.

Für den Normalfall würde ich eher zur Sicht von buerger tendieren. Es haben keineswegs alle Beteiligten ein gemeinsames Interesse am Erfolg von was auch immer, schon gar nicht, wenn dieser Erfolg nur erzielt werden kann, indem man unangenehmes schluckt, einsieht und umsetzt. Da sind zuviele kleinkarierte (aber nachvollziehbare) Partikularinteressen im Spiel.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Danke - thorha - das ist interessant. Solche Verhandlungen sind etwas, das man im Elfenbeinturm eher selten mitbekommt. Wir bekommen natürlich auch 'Trainingskurse' "wie verhandelt man mit der Industrie", aber das ist eben sehr viel Theorie, meistens von Lehrern, deren Erfahrung Jahrzehnte zurückliegt.

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Gehacked?
Alle reden über FakeNews und Verschwörungstheorien.
Was meinen die geschätzten Mitleser? Ist das hier gehacked?

https://www.rockefellerfoundation.org/national-covid-19-testing-action-plan/

„National Covid-19 Testing Action Plan
Pragmatic steps to reopen our workplaces and our communities“

Nein, ich habe es nicht erfunden um auf verwegene Art und Weise „neoliberal“ bebildern zu können. (Nachdem was ich in Erfahrung bringen konnte hat so ein Test einen Herstellungswert von ca. 2-3 Euro).

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Die Beschreibung ist Erfahrung aus einem Daxunternehmen, die Führungsebenen unterhalb Gesamtvorstand.

Ich bin heute in einer „Gutsherrenart“ Unternehmengruppe, teilweise auch börsennotiert, aber nicht in dem Börsenteil sondern in einem separaten Unternehmen, an dem ich auch am Unternehmenserfolg partizipiere. Dieser Teil ist so klein, dass da Machtspiele keine Rolle spielen. Zu dem Börsenladen haben wir uns soweit abgegrenzt, dass die Führungskräfte dort Nutzen von uns haben, aber uns nicht als Konkurrenz sehen (hat gedauert, aber den Kollegen wurde irgendwann klar, dass meine Ambitionen sie in ihren Karrieren nicht stören werden). Sollten wir grösser werden, wird es schwieriger.

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Unterwerfung
Eine sehr feinsinnige Beschreibung von unterwürfiger Haltung. Ein kleines Ingenieurbüro z.B., das einem großen Konzern beim Betrügen half, war dem Vorstand sehr nützlich, wurde aber nicht als Karriere-Konkurrenz gesehen.

"Führungskräfte", die Machtspiele nicht scheuen, sind jene verbogenen Kreaturen, die Weltfirmen mit ihren heillosen Entscheidungen in die Grütze reiten.

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Ich denke, das ist auch eine Altersfrage. Mir reicht es, selbstbestimmt zu sein und richtig Geld zu verdienen. Heute deutlich mehr als früher die Ebene über mir.
Natürlich reizt es, das Salär noch mal mit einem Faktor zu versehen, aber der Preis dafür wäre recht hoch.

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@schrotsaege
Avantguardisten sollte man ehren. Wenn sie recht behalten haben. Sie waren damit auf dieser Plattform immerhin der Erste.

„Die Studie ist jedoch nur eine Zwischenbilanz. Ausgewertet wurden die Patientendaten im Zeitraum von Februar bis April. Seit Beginn der Pandemie hat das britische Forscherteam bereits Informationen über 40.000 Krankenhauspatienten ausgewertet. Es ist die weltweit größte Beobachtungsstudie, die bisher zu Covid-19 veröffentlicht wurde.
Fettleibigkeit als neuer Risikofaktor
Die Ergebnisse der Forscher bestätigen die Einschätzungen ihrer europäischen und chinesischen Kollegen. Allerdings weisen die Forscher explizit auf die Fettleibigkeit als wichtigen zusätzlichen Risikofaktor hin. Übergewichtige Menschen haben oftmals eine verminderte Lungenfunktion oder sind anfälliger für Entzündungen, vermuten die Studienautoren.“
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/coronavirus-fettleibige-menschen-ueberleben-eine-covid-19-infektion-seltener-a-4d44fd67-7a29-45ad-b513-ac1b487627f4
So wichtig und verdienstvoll groß angelegte Studien auch sind. Man darf nicht übersehen dass erfahrene Kliniker das schon vor immerhin einigen Monaten auch so selber gesehen und kommuniziert haben.

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Man sollte das Original lesen - der Spiegel ist wirklich nicht sehr zuverlässig, besonders wenn es um das UK geht (ist das verschmähte Liebe?). Fettleibigkeit erhöht das Risiko um etwa 30% - aber es ist noch immer nicht klar, woran das liegt (und viele vermuten, dass es wohl etwas komplizierter ist)

Solche Studien sind wichtig weil 'erfahrene Kliniker' eben auch manchmal falsch liegen weil offensichtliche Antworten nicht unbedingt richtig sind (so hat sich der Vorteil des Rauchens nicht bestätigt).

Übrigens: auch diese Studie ist ein Werk des neoliberalen UK - wo sind denn die gleichen Zahlen aus den guten[TM] Ländern? Findet man die gleiche Transparenz in Deutschland oder - viel besser - der Türkei?

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Es gibt ja da diesen einen Blogger, der sich beharrlich mit dem Unterschied von Korrelation und Kausalität abrackert. Von Koinzidenz wollen wir nicht anfangen. Hier scheint die Sonne. Ist das nicht geil?

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Hier auch - es ist warm und die Vögel singen! Und ein Kuchen ist gelungen.

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fritz_, Donnerstag, 28. Mai 2020, 14:37
„Es gibt ja da diesen einen Blogger, der sich beharrlich mit dem Unterschied von Korrelation und Kausalität abrackert.b
Nö. Ich achte nur auf beides. Obendrein dann wenn man auch handeln muss. Hier sieht man wie man von der Korreltation vielleicht zur Kausalität kommt (wenn man sich Zeit nehmen kann!):
https://www.wissenschaft.de/gesundheit-medizin/covid-19-neuer-ansatz-gegen-den-zytokinsturm/

gux, Donnerstag, 28. Mai 2020, 10:56
„Findet man die gleiche Transparenz in Deutschland oder - viel besser - der Türkei?“
Was Studien angeht kennen Sie sich gewiß besser aus. In meinem Alltag habe ich eher mit solchen Problemen zu tun:

Am Montagmorgen, 18.5., 10 Uhr, wurde ein Paket in Wien für mich
aufgegeben. Am Dienstag, 16 Uhr, wurde es bei mir (ländlicher Raum am Rand des Rhein-Main-Gebiets) abgegeben.

Am Dienstagnachmittag,26.5., 16:30 Uhr, wurde ein Paket nach Wien an die gleiche Adresse von hier aus abgeschickt. Es war am Mittwochmorgen um 07:50 Uhr in Regensburg.
Da es am Mittwochnachmittag nach nicht abgeliefert war frage ich nach.

Die Antworten aus Wien:

(1) nein, der Status ist noch immer ins Ausland weitergeleitet. Die
österreichische Post hat seit letzter Woche ein großes Coronaproblem.
Billigarbeitskräfte mit Dumpinglöhnen haben sich in Massen angesteckt. Seit dem dauert es ein wenig. Ich warte auch auf neue ... Komm hoffentlich alles spätestens Freitag.

(2) Working poor gefällt unserer Regierung. Das perfide ist, dass die Post zum Finanzministerium gehört und jeden Menge Asylanten unterhalb des Mindestlohns ausbeutet.

(3) Donnerstagmorgen,28.5., 08:20 Uhr: Paket ist in Zustellung. Ist also bald hier.
Kam dann um 16 Uhr beim Empfänger an.

Neoliberal ist also weit verbreitet.

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Mit dem Blogger ist m.E. Danisch gemeint. In einem Blog anderer Leute schreiben ist noch nicht bloggen.

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@gelegentlich: Sie sind aber auch etwas nicklig im Päckchenverfolgen, wenn Sie schon nach einem einzigen läppischen Tag einen Aufstand machen. Das geht doch schon seit Monaten so, daß sich das Zeug an ausländischen Grenzen staut und nicht weiterkommt. US-Post weigerte sich 2 Wochen, IRGENDWAS anzunehmen, nach Island konnte 10 Tage nicht aus Hamburg übergeben werden und wurde dann von der isländischen Post mehrere Tage auf Halde gelegt, nach Griechenland ging es in den Tiefen des Balkan in Rumänien gleich ganz verloren, französische Post beharrte wochenlang auf 3 Ausliefertagen und Kleinformat, belgische Post dito, aber mit Kleinstformat. Aus Italien hörte man nichts Spezielles, aber von dort kennt man seit Jahrzehnten die Geschichten mit den vergessenen Postsäcken und Auslieferung einmal im Vierteljahr und dergleichen.
Ein Brief aus Charlottenburg nach Neukölln brauchte im März und April genau eine Woche.
Inzwischen geht es wieder, noch nicht so flott wie vor einem Jahr, aber es geht überhaupt wieder.

Und das Café hat wieder auf und hat wieder Mandarinenkuchen.
Hab ich heut als Nervennahrung gebraucht.

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Meine Pakete kommen alle an, beide Richtungen. USA etwas zögerlich, aber nur ein paar Tage mehr. Finde ich ok, ein 3 Stunden Flug dauert im Moment auch noch zwei Tage, wird im Juni besser.
Wirtschaftlicher Tiefpunkt ist meiner Meinung nach weltweit gewesen, nach mehreren Wochen Stillstand werden wieder Schiffe ge- und verkauft. Es verkaufen und kaufen die richtigen, also dumm verkauft, die Käufer sind die in der Vergangenheit Erfolgreichen.

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colorcraze, Donnerstag, 28. Mai 2020, 20:25

@gelegentlich: „Sie sind aber auch etwas nicklig im Päckchenverfolgen, wenn Sie schon nach einem einzigen läppischen Tag einen Aufstand machen.“

Huh, der eine Tag war nicht das Problem. Ich hätte das weiter nicht wahrgenommen wenn meine Gegenseite nicht diesen Grund mitgeteilt hätte. Da kann man nur gute Besserung nach Wien wünschen!

buerger, Donnerstag, 28. Mai 2020, 19:51

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „noch nicht“?

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„noch nicht“
bedeutet, daß kommentieren, wenn man gerade Lust hat, sehr viel einfacher ist als bloggen, wo man ständig neue Artikel schreiben muß, ob man Lust hat oder nicht.

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Inflation im Anrollen?
Heute beim Griechen abgeholt. Preise sind zwischen 12.5 und 25% angehoben gegenüber vor Corona. Im Schnitt etwa bei 15%.
Friseurbesuch Damen (Schneiden, Färben), von 85 auf 99 Euro hoch.
Wenn die ganzen Kleinunternehmer meinen, den Umsatzverlust der Lockdownzeit draufhauen zu wollen, wird das lustig.

Wie sieht es woanders aus?

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100 € für einen Haarschnitt? Ist das wirklich normal? Ich kann da nicht mitreden - meine Haare und ich gehen seit einiger Zeit getrennte Wege - aber das kommt mir doch sehr viel vor.

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Bei Männern war das bisher unter 20, hier auf dem Dorf. Bei Frauen schon länger um die 80, aber die 100 haben mich etwas schockiert...Kleinstadt in Schleswig Holstein, nix Hamburg City oder München Promifriseur. Und nein, meine Frau ist auch kein Fussballprofi, der den Friseur einfliegen lässt.

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Ich habe einmal vor über 20 Jahren rund £40 für einen Haarschnitt bezahlt - bei einem Nobelfriseur auf dem Land (der einzige ...). Das hat etwa 10 Minuten gedauert (einmal mit der Maschine über den Kopf und gab nichtmal einen Kaffee. Damals habe ich mir überlegt, den Beruf zu wechseln - aber ich glaube Frisör ist nichts für Misanthropen.

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Vorige Woche 21 €, waschen und schneiden. Darin 1 € für Mehraufwand wegen Corinna. Ich habe 25 gegeben und die Friseurin guckt mich an wie "was soll das denn heißen, ich hab doch gar nichts gemacht?".

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100 € für einen Haarschnitt?
Damenfrisur. Mit noch bißchen färben, einrollen, Kopf kraulen, waschen etc tütü. Definitiv kein Maschinenschnitt.
Als ich mir ca. 1979 mal beim Friseur Dauerwellen machen ließ, habe ich 70 DM bezahlt. In Südbaden.
Insofern finde ich 100 EUR heute jetzt nicht sonderlich abwegig für 1 Friseurbesuch Damen.

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Es ist nicht abwegig, aber viel ... ich dachte immer, Frisör sei einer der am schlechtesten bezahlten Berufe. Wo geht das alles hin?

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@gux: Sie müssen bedenken, daß "1x Damenfrisur" den Sitz 1-3h belegt. Das geht nicht so husch-husch, dann der nächste. weshalb mW die Friseure bei guter Auslastung an Herrenschnitten trotzdem mehr verdienen als an Damenfrisuren, einfach weil an denen schneller wenn auch weniger zu verdienen ist: die Masse machts.

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Danke - wie gesagt, ich habe das schon lange nicht mehr selbst miterlebt. Trotzdem ... langfristig wäre eine gute Perücke günstiger.

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Nicht der Preis an sich. Das dauert immer rund 2 Stunden (Hälfte Einwirkzeit der Farbe), die Höhe ist insofern ok, aber der Preissprung von 16%, den finde ich interessant. Mein Haarschnitt dauert zwischen 15 und 20 Minuten, da kommt also auch etwa 60 die Stunde zusammen, bei Vollauslastung.

Wo das Geld hingeht? Lohnzahlung, 25% Lohnnebenkosten, 6 Wochen Urlaub, 2 Wochen Krankheit, 25% Leerlauf und Rest Ladenmiete.
Gefühlt können Sie maximal €20 die Stunde zahlen, wenn Sie klar kommen wollen, günstige Miete unterstellt.

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Selber miterlebt habe ich es auch schon seit Jahrzehnten nicht mehr, da ich selber zur Schere greife (Friseure schneiden nie so, wie ich es will), aber man hört ja im Umfeld davon.

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Auf dem Land am Rande des Rhein-Main-Gebiets. Herrenfrisur, mit der Maschine zu schneiden, dauert rund 10 Minuten.

Vor Corona: 9 €. Jetzt mit Haare waschen (wegen Corona) 16,50 €.

Bei Lebensmitteln (speziell frisches Gemüse und Obst) fällt es mehr auf.

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Lebensmittel finde ich schwerer, da die unterjährig zyklisch sind. Ich kann mir nie merken, wann eine Gurke günstig ist für die jeweilige Jahreszeit. Aufgefallen sind mir aber Preissprünge bei Milchprodukten. Dafür war der Multifunktionslaserdrucker mit 1500 Blatt Toner inkl. mit rund €150 heute morgen sehr billig. Deshalb haben wir wohl seit Jahren keine offizielle Inflation, was sich bei meinen immer gleichen Einkäufen beim Bäcker anders anfühlt. Das Schokobrötchen für meinen Sohn kostete heute 1.15, noch gar nicht so lange her waren das 1,05 und davor 95 oder 90 cent. Er isst die seit etwa 4 /5 Jahren, was dann 4% Inflation auf dieses Brötchen wären, pro Jahr, über 5 Jahre.

Was auch zum Haarschneidepreis (von 12 auf 18 über 11 Jahre) beim hiesiger Friseur passt. Und zum Tsatsiki von €3 auf €4,5 über den gleichen Zeitraum.

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@buerger: bei Gurken dürfte die Jahreszeit egal sein, wahrscheinlich sind mehr als 95% des Angebots in einem Treibhaus gewachsen. Freilandgurken sind selten, meist nur auf einem echten Bauernmarkt erhältlich. Bei den Gewächshausprodukten, auch Tomaten, dürfte das Angebot verknappt worden sein, weil die meisten nunmal aus Spanien kommen. Transport ist auch teurer geworden.

Beim Bäcker habe ich Preiserhöhungen definitiv beobachtet, konkret hier in München die Wimmer Kette, die hat bei vielen Produkten hier und da 10 bis 15 cent aufgeschlagen, und dabei ist das eh schon eine Apotheke, wenn man was anderes will als ein schlichtes Brötchen.

Bei den Haareschneidern - Friseure sind es meist nicht, das ist ein zulassungspflichtiger an einen Meisterbrief gebundener Beruf - haben mich die Preise für Herren schon immer gewundert, im Bahnhofsviertel in München waren Sie prä-Shutdown mit 10-12 EUR dabei. Für den im Kulturkreis der Schneidenden üblichen Cut, also an der Seite alles ratzfatz mit der Maschine frei, maximal wird da mit dem Aufsatz variiert, und oben maximal ein bisschen Schnipp-Schnapp-Kürzen, reichen da max 10 Min., jetzt plus 5 Min fürs Waschen, da sind 20 EUR immer noch sehr OK und eigentlich recht wenig.

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Roher Schinken im
Biomarkt geht für vier Euro/100 g über die Konstanzer Theke, das Zeinli Erdberen mit 500 Gramm für Sechsfuffzich auf dem Wochenmarkt. Noch sind das keine Tokioter Preise; aber Schweizer Preise sind es jetzt auch.

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Und was kostet es 100 m weiter im Aldi? Wie geht der Witz: "Deutschland hat unter den vergleichbaren Ländern die billigsten Lebensmittel und die teuersten Küchen." Gerade in Fernseh gesehen: bei AldischönenSachen gibt's das landesweit mit Abstand größte Sortiment an zertifizierten Bioprodukten(!? häh?). Bio, bio, bio!

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Soso, in Konstanz herrschen Schweizer Preise, obwohl den Schweizern doch noch bei 100Sfr Busse fürs Erwischtwerden Einkaufen über der Grenze untersagt ist (wie ich gerade gehört habe. In Bad Säckingen soll der Einzelhandel recht verzweifelt sein, weil die Schweizer sonst 60% des Umsatzes machen. Aber die ersten trauen sich schon wieder rüber, da der Zoll nicht mehr rund um die Uhr besetzt ist, sondern nur noch zu unregelmäßigen Zeiten. Und bald sollen die Grenzen ja wieder aufgehen.).
Deutsche Erdbeeren waren noch nie billig, aber im billigeren Berlin sind sie immerhin bei ca. 4.95 - pro Kilo. Die spanischen liegen drunter.

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Wurde heute morgen für zwei Schälchen (kleine, 250gr?) Erdbeeren €10 los, bei Spargel/Erbeerstand. Aber lecker waren sie und keine einzige wässerig oder schon faul.

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Na, die Saison ist noch jung, die Erntemengen klein. Wenn man ein einheimisches Produkt will, in D produziert werden soll und die Leute halbwegs anständig bezahlt werden sollen, kann der Goldstaub nicht verschenkt werden. In den Touriorten wie bei Ihnen, kostet Obst in den Straßenbuden von jeher gefühlt das Doppelte, oder?

Neulich hatte sich dieser blitzgescheite SED-Riexchsbürger aus BW hervorgetan, als er merkte, dass eine in Deutschland hergestellte Spuckmaske rotzfreche 6 € im Laden kostet, sich der Kapitalist also bereichert, während die gleichen Dinger aus Bangladesch kundenfreundlich die Hälfte kosten. Tja, äh, ja. Kein Witz.

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Ja, heimisch, von eimem Erdbeerhof in SH. Nach deren Webseite aber auch von Rumänen und Polen gepflückt. Die KEvins können das auch nicht, dann ist alles Matsch. Es gibt dort auch Selbstpflückfelder, werden wir ab Juni, wenn geöffnet, mal mit den Kindern hin, unsere eigenen Erdbeeren sind nich nicht soweit und sowieso immer zu wenig.

pS: kein Touriort. Wenn wir an der Ostsee sind, dann sind dort immer andere Preise, aber die Erdbeeren kommen mehr aus der Mitte, wo wir wohnen. h ttps://www.erdbeerhof-kaack.de/startseite.html

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Hm, kleine Schälchen werden wohl ein Pfund gewesen sein, das ist eigentlich eine übliche Größe für "klein" an Erdbeerständen. Halbes Pfund wären ganz kleine, die gab es früher zu Weihnachten aus Spanien.
Also 10 EUR/Kilo. Wie Fritz sagt, es ist Saisonanfang, da ist es sowieso immer etwas teurer.
Ob es in Berlin schon Erdbeerstände gibt, weiß ich garnicht, da ich mit der U-Bahn nicht mehr herumkomme. Am U Wilmersdorfer Str. war die letzten Jahre immer einer. Preise habe ich nicht mehr im Kopf.

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Ja, die Schweizer
machen sich hier noch rar, Colorcraze. Das ist Wirtschaftsförderung in der Krise à la Suizza - halten sich alle dran, und meckert auch keiner, trotz der heimischen Preise. In der Krise halten die Schweizer brav zusammen. Die Vorfreude auf das Ende ihres Genzregimes macht sich zwar auch schon breit. Aber wie ich so höre, gibt es für die CH-Bürgerinnen und Bürger Schlimmeres, als in ihrem Ländchen eingesperrt zu sein und einkaufen zu müssen. Die Schulen in Kreuzlingen sind wieder auf, die Kindergärten und die Stadtverwaltung auch. Hier ist noch Vieles dicht. Verwaltungstermine einzeln nach Voranmeldung. Gilt auch immer noch für das Gesundheitsamt.

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Die Schulen in Kreuzlingen sind wieder auf, die Kindergärten und die Stadtverwaltung auch.
Aha. Naja, nach Pfingsten werden wohl auch die Schulen in Südbaden mal wieder aufmachen.

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Kleine Schälchen sind ein Pfund. wir sind ja in Deutschland, es steht 500gr drauf, habe nochmal nachgesehen.

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Zur Abwechslung
mal etwas für die gute Laune:

https://www.youtube.com/watch?v=IR70kIJsdbQ#action=share

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OT; essen.
Fand im Supermarkt eine Vindaloo-Gewürzsoße mit Tamarinde und dachte: probieren. Schmeckte mit Hühnerwürfeln drin furchtbar gut und "indisch", allerdings ist es nicht so sehr magenfreundlich (muß ich leider sagen, ich habe sehr selten solche Auswirkungen von Essen). Dann googelte ich nach Vindaloo und sah, daß Wikipedia das Vindalho schrieb und erklärte, das sei die indische (aus Goa) Abwandlung eines portugiesischen Gerichts "vinha em alho". Heute warf ich DeepL an und suchte mir ein paar Rezepte mit receitas portuguesas vinho em alho.
Anscheinend stimmt das wirklich: Schweinefleisch (Bauch) mit Wein und Knoblauch und bißchen Oregano und Salz über Nacht ziehen lassen, dann in Schmalz andünsten (ohne daß es bräunt), mit der Marinade aufgießen und so lange dämpfen/kochen/dünsten, bis die Knofizehen zermatscht sind. So sieht man es jedenfalls auf https://www.youtube.com/watch?v=UeRvaEBZv0Y
Das scheint dann wohl recht nah der Ursprungsversion zu sein.
Die https://www.receitasemenus.net/carne-em-vinha-dalhos/ machen noch ein paar Vorschläge für Beilagen (Orange, Essiggurke, Kartoffeln - auch die Indern machen wohl manchmal Kartoffeln rein); die Madeirenser schwören auf Rotwein, Weißwein trockne das Fleisch aus:
https://www.receitasemenus.net/carne-de-vinha-dalhos-a-moda-da-madeira/ Manche greifen gar zu Schweinefilet, das ist aber sicher unklassisch, der Hang zum Schweinefilet kam erst mit den 1970ern auf. Manche erwähnen auch Essig für die Marinade, der kommt in der indischen Gewürzsoße neben Tamarinde auch vor.
Mal sehen, vielleicht probier ich mal so ein Gematsche wie im Video gezeigt.

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Das klingt seht gut! Ist das so eine Art portugiesisches Gulasch?

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Das Vinha em alho eher nicht, denn es ist eigentlich kein Soßengericht - die Flüssigkeit wird alle wegverdampft.
Andernseits, wenn Sie unter Gulasch "in Würfel geschnittenes Fleisch, gegart", verstehen, dann schon.
Chicken Vindaloo würde ich eher unter "Curry" einordnen, also "heftig gewürzt". (Geht mit der Kreyenhop-Fertigsoße übrigens ganz schnell: Reis mit Wasser aufsetzen, Hühnerbrust in Würfel schneiden, weiß braten, Soße aus dem Glas draufschütten, Temperatur runterdrehen und mit Deckel köcheln lassen, bis der Reis ausgedämpft ist, fertig. Schmeckt super. Aber tut dem Magen nicht gut, meiner rumort heute noch. Vielleicht wegen der Nelken und der Tamarinde.)

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Nachtrag: das Gewürz, das der da reintut, ist nicht Oregano, sondern Echtes Bohnenkraut (Satureja hortensis). Daß man das zu Fleisch nehmen kann, habe ich vor ca. 20 Jahren mal in Griechenland erfahren (habe an einem Kräuterstand ein Säckchen gekauft und war dann ganz angetan, weit mehr als von Bohnen mit Bohnenkraut).

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Versuchen Sie mal mit echten Gwürzen statt mit Fertigmix in Tüten. Indisch gewürztes Essen ist eigentlich sehr bekömmlich. Mit dem Fertigmix ist das manchmal aber so wie mit dem was im Kühlregal als Tsatsiki oder Aioli rumsteht.

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Indisch gewürztes Essen ist eigentlich sehr bekömmlich.
hm, geht so. Die Wirtschaften, die ich bisher besucht habe, kochen ja selber. Nicht immer, aber manchmal "hängt was nach". Ging mir aber auch schonmal reproduzierbar bei einem teuren europäischen Restaurant so - die verwendeten so viel Butter, daß ich das Gefühl hatte, Steine in den Magen geladen zu haben.

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Wenn Sie in London sind, versuchen Sie mal eins der Restaurants dieser kleinen Gruppe http://www.vee raswamy.com/
Das ist da richtig lecker, allerdings nicht Goa/Portugal geprägt.
Korrektur: die haben auch das Goa Hühnchen.

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Ich meinte damit eher die Zubereitung (kleingeschnittenes Fleisch lange gekocht ...).

Vielen Dank für den Tipp - da war ich noch nicht und werde mal hingehen, wenn ich wieder in die Großstadt muß; das wird vermutlich noch eine Weile dauern.

Was auch sehr interessant ist ist die französisch-indische Küche (da gibt es auch ein Restaurant - La Porte des Indes). Da ist sehr viel unerwartetes dabei, wenn man das richtige (sprich britische ...) indische Essen gewohnt ist.

Es ist aber noch zu früh!

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Verkeimt
Tropische Gewürze sind fast immer stark verkeimt. Bei den bekannten Handelsmarken kann man halbwegs sicher sein, daß Entkeimungsverfahren eingesetzt wurden. Gewürze unbekannter Herkunft verwende ich nie, in einem Restaurant geht man durchaus ein Risiko ein, wie colorcraze bestätigt.

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Das kommt vielleicht auch ein wenig auf den Durchsatz an - wenn die Gewürze konstant in Gebrauch sind, kann sich da nicht so viel Verunreinigung bilden. Ich esse nirgends gerne die 'exotischeren' Gerichte die sonst niemand isst.

Für Gewürze ist radioaktive Strahlung ideal zum sterilisieren, aber das mögen die Verbraucher nicht so sehr - Chlorbleiche geht da meistens nicht so gut. Am besten ist es, auf exotisches zu Verzichten.

In meinem alten Kochbuch steht daher auch, dass man so oft wie möglich die ausländischen Gewürze durch einheimische ersetzen soll - auch weil diese deutlich billiger sind.

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...geht bei mehr Gewürzen, als man denkt, doch etwa bei Zimt, Gewürznelken, Muskat in allen Formen wird es dann doch schwierig. Beim "meinem" Inder in der Augustenstraße gibt es die von TRS, die sind bisher alle in Ordnung gewesen. Dort kaufen ohnehin nach meiner Beobachtung sehr viele Inder und aus den Ländern drumherum ein, der Warenumschlag ist also hoch und die Produkte daher immer frisch - den Stempeln nach zu urteilen.

Allerdings sollte in so einem richtig totgekochten (!) indischen Gericht mit Huhn oder Lamm sehr wenig überleben können. Ich mache da manchmal Sachen mit Lamm, die köcheln drei Stunden vor sich hin, da wird selbst das Fleisch von gerade-noch-als-Lamm-durchgehend-Tieren butterweich.
Vielleicht doch eher Fett, oder zu scharf? Auch alter Knoblauch kann durchschlagende Wirkung haben.

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Der dicke Koch aus Degerloch* schreibt in der Einleitung von ein paar Rezepten, die er oder seine Frau privat kocht:

"Immer wieder werde ich gefragt welches Gewürz? Meiner Ansicht nach braucht es erstmal gar kein Gewürz, sondern ein Grundprodukt, für das jedes Würzen eine Beleidigung wäre. Warum das Aroma an einen artgerecht aufgewachsenen Gockel beispielsweise mit Curry, Thymian oder sonstwas abdecken. Erleben wir doch mal den wirklichen Geschmack guten Geflügels! Oder, nach was schmeckt Rehrücken in Deutschland? Nach Reh mitnichten, sondern nach Wacholder, Piment, Essig, Rotwein und Lorbeer. Klar sind Gewürze eine tolle Sache, aber erst dann, wenn man ein Gefühl für den Originalgeschmack des Produkts entwickelt hat."

*ist das noch Degerloch, keine Ahnung. Dafür reimt es sich.

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Ich koche nicht oft indisch, eigentlich bis vor 4 Wochen überhaupt gar nicht, bin nur vor Corona über all die Jahre ab und zu (selten) mal "beim Inder" essen gegangen, wobei das immer mal andere Restaurants waren. Vietnamesisch oder thailändisch ist mehr so in meinem Sinne. Aber ab und an ist man ja neugierig und liest Gläschentexte, und da hatte ich eben gesehen, daß die Vindaloo-Soße Tamarinde enthält. Daher der Kochversuch. Vielleicht sollte ich die Sauce einfach mit Kokosmilch strecken und alles länger köcheln lassen. Zum "so richtig indisch kochen" fehlt mir der Nerv, da mache ich dann eher einen ganz herkömmlichen Braten, da hat man auch mal eine Stunde Ruhe zwischendurch.
Ansonsten, nein, "durchgeschlagen" ist nichts, und mir war auch nicht schlecht, und was Bakterielles war das bestimmt nicht, es war nur das Gefühl, so eine Art Magenverätzung zu haben, wie ich sie bei indischem Tee mit reichlich Nelken auch schon hatte.

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Pff, ich koche sehr oft nur mit Pfeffer und Salz oder gar nur mit Salz, aber ab und an finde ich sowas richtig heftig Gewürztes dann schonmal toll.
Scharf im Sinne von chilischarf macht mir nix. Vielleicht war es auch der Essig, es enthielt auch Essig, den vertrage ich nur in kleinen Mengen (bin deswegen von Humus in Dosen abgekommen, weil die dort zuviel mit Zitronensäure rumhantieren - ich will ja nicht meinen Magen entkalken.).

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In meinem alten Kochbuch steht daher auch, dass man so oft wie möglich die ausländischen Gewürze durch einheimische ersetzen soll - auch weil diese deutlich billiger sind.

In Zeiten wo man an Gewürze nur schwer rankommt, kommen natürlich solche Ratschläge auf. Will sagen, das ist so ein "Spar"-Ratschlag.
Die Deutschen sind schon seit dem Mittelalter Gewürzesser, ich habe da keinerlei Hemmungen. Was ich allerdings habe, ist ein schwankender Geschmack, mal habe ich eine Kräutli-Phase und koche nur europäisch, was dann durchaus auf sowas wie "man muß den Eigengeschmack herauskitzeln" herausläuft, und ab und an will ich halt was richtig Scharfes und Gewürziges. Das ändert sich immer mal, phasenweise.

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Der Degerlocher Koch (wer ist das?) hat sicher recht - man muß erst mal den eigentlichen Geschmack kennen. Andererseits kann man auch nicht so viel kochen (und essen), bis man das perfektioniert hat.

Das Kochbuch ist aus den 20ern für die badische Hausfrau - dementsprechend nicht unbedingt die reichste Zeit.

Ich habe hier eine große Menge Chilis - was kann man damit machen, wenn man es nicht scharf mag?

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wenn man es nicht scharf mag?
Garnix. Chilis sind IMMER scharf. Verschenken.

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Klink und seine Wielandshöhe. Ob die alte Weinsteige schon zu Degerloch gehört müßte ich aber auch erstmal auf einer Karte nachschauen. Dort war ich noch nie. Zu nobel, zu teuer.

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Das ist schade - ich hatte gehofft, da kann man irgendetwas machen. Es kommt jede Woche einer ... so langsam sammeln die sich.

Die Wielandshöhe kannte ich nicht - danke!

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"Zu nobel, zu teuer."
Verglichen mit dem Dorfgasthof teuer ja. Handverlesene regionale Zutaten, viel Aufwand, recht anständige Gehälter.

Nobel nein. Er hat mal irgendwo geschrieben (wenn ich es nicht geträumt habe), er wünscht sich schon, dass die Herren ein Jacket anziehen, weiß auch nicht, wieso. Mit ihm kann man reden wie mit einem Doofen.

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Kräutlicraze @Colorcraze
Was halten Sie von einem microblogtreffen im Essigbrätlein zu Nürnberg?
Vielleicht kommen noch ein zwei drei mehr?
Unglaubliche Geschmaecker aus Kräutern und Gemüsen, „einfachem“ Fleisch und Fisch.

Irgendwann feiern wir mit Don das fünfzehnjährige

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@melurus: sorry, aber bin nach wie vor familiär und arbeitsmäßig "unabkömmlich", geht nicht.

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melursus, Freitag, 29. Mai 2020, 18:59

Sieht wirklich interessant aus. Aber wie es im Leben so geht: die Termine. Ich bin regelmäßig in Nürnberg/Fürth.

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@colorcraze 17:19: Das darf man nicht so eng sehen. Eine normale Schärfe ist ja nicht schädlich. Ich empfehle Habanero-Chili. Die Zerschneiden erfordert allerdings Einweghandschuhe und Schutzbrille. Es gibt aber Paste und Flüssiges. Dagegen ist Tabasco eher eine Art Maggi-Würze.

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Gelegentlich
Dann machen wir das mal. Ich bin 40 Wochen im Jahr frei.

Ich komme nicht soviel in der Sternenküche herum. Köthee ist so besonders, da er auf teure Zutaten verzichten kann. Ich habe zwei Kochkurse dort gemacht. Es ist hinter den Kulissen auch extrem.
Eicheln verwendet er noch nicht. :-)

Colorcraze wann immer es mal geht, bin ich hoffentlich nicht zu weit weg.

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melursus, Freitag, 29. Mai 2020, 23:09

„Eicheln verwendet er noch nicht. :-)“
Wie damals beschrieben: Eicheln sind keine Bereicherung für irgendein kulinarisches Erlebnis sondern haben einen ganz anderen Kontext.

Zum Verabreden: müßte per Mailaustausch gehen. Ich gehe davon aus dass es demnächst mal möglich sein wird für Sie zwischen Mittwoch und Samstag in Fürth einen Briefumschlag mit meiner Mailadresse abzuholen? (Hornschuchpromenade 21, da ist eine Galerie, Mi-Sa 8-12 Uhr. Brief für „melursus“. Die Inhaberin weiß Bescheid. Geht heute aber nicht!). Bei 40 Wochen im Jahr finden wir sicher was. Habe ich vor vielen Jahren übrigens schon mal gemacht in Fürth: einen Kommentator dieses Blogs getroffen.
Für weitere Interessenten - sieht angenehm „abgefahren“ aus:
https://www.sternefresser.de/restaurantkritik/2014/essigbraetlein-nuernberg-2014/
(Nacheditiert 21:18 Uhr: habe das eben klargemacht! Eilt aber nicht)

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Eine normale Schärfe ist ja nicht schädlich.
Nein, in keiner Weise. Aber wenn mans halt gar nicht mag ("nicht scharf"), ist es halt nix.
Bei meinem Mann ist die Gewöhnung an Chilischarfes sehr bemerkenswert verlaufen. Bekam er vor 5 Jahren bei einem einzigen Chili in der Soße noch einen Schweißausbruch, fand er vor einem Jahr das scharfe Chili con carne (Eigenbau, daher nicht so was Schlappes wie eingedost wird) ganz schmackhaft, wenn auch ein bißchen scharf, und letzte Woche nun das Vindaloo machte ihm keinerlei Probleme und er fand es "gut gewürzt".
Wie man daran sieht, ist Chilischärfe in hohem Maße eine Gewöhnungssache.

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Als ich noch jung und doof war
habe ich mal ohne Handschuhe
eine größere Menge Habanero geschnitten
und bin danach pinkeln gegangen.
War kein schönes Erlebnis.
.
Ansonsten, wenn man schwitzende Kopfhaut mag
ist Vindaloo super.

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Schwitzen war früher. Das ist vorbei. Gewöhnung eingetreten. Aber frische Chilis auskörneln brennt immer noch.

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Ich habe hier eine größere Menge Süßholz
was kann man damit machen,
wenn man es nicht raspeln mag?

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Ende der 80iger Anfang 90iger,
ich erinnere das nicht mehr so genau,
war ich mit meiner Frau und 2 weiteren Paaren
in London beim Khan's. War damals sehr angesagt.
Mein Freund und ich bestellten Lamm Vindaloo "Hot"
Wir waren das vom deutschen Inder in unserer Stadt gewohnt.
Aua.
Ich zumindest schmeckte nichts mehr.
Wir haben tapfer aufgegessen.
Aber nach der Überfahrt mit dem Hovercraft
kannten wir jedes Autobahnklo von Calais bis Aachen.

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Damals konnte man in London noch reinfahren
und
.....
parken.
Unbelievable.

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Wir haben tapfer aufgegessen.
Woahaha. Ungefähr in den selben Jahren aß ich mal in Bremen irgendwas in "indisch scharf". Genauer, ich versuchte es, nach ein paar Gabeln war der Hunger vergangen, denn es brannte alles nur noch. Joghurt und Mangolassi zum Löschen halfen nicht. Die Hälfte ließ ich liegen, das mag der Grund gewesen sein, daß davon nichts vorne wieder rauskam, nur hinten, wo es nochmal höllisch brannte.
Mein Mann erzählte auch mal was von einem höllisch scharfen Gericht in Malaysia, das er runtergewürgt hatte (auch aus Neugier, was "scharf" wohl sei).
Ob es damals vielleicht in Asien eine besonders scharfe Chilivariante gab? Oder wir einfach nie scharf aßen, so daß uns höllenscharf so viel ausmachte?

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Hab sowas mal in HongKong gemacht, Das waren nur gehackte Hühnerknochen und Chili. Am Anfang ging es aber mit der Zeit wurde das immer schärfer. Habe nicht aufgegessen...

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@buerger: das toppt alles, das ist ja dann schlimmer wie sambal oelek pur (es gibt auch eine koreanische Chilipaste, hab vergessen wie die heißt, die ist etwas milder, weil da die Körner rausoperiert werden und Zucker dazugegeben wird).
mit der Zeit wurde das immer schärfer stimmt, jetzt wo Sie's sagen, erinnere ich mich, daß es mir auch so ging.

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Ich bin manchmal experiementierfreudig und auf dem Bild sah das nett aus...es war nur so gut wie nichts ausser Knochen und Chilis, wenig was für Mitteleuropäer essbar war. Aber das gehört zum Reisen dazu, Burger finde ich langweilig und meist geht es glatt. Ich habe auch schon Muscheln aus Strassen-Garküchen in Izmir gegessen und in Jakarta mit Einheimischen im Keller des Kaufhauses gegessen. Am lustigsten war der business trip nach Jakarta in den 90ern, da hatte mir ein Kollege einen lokalen Geschäftsfreund als Bespasser aufs Auge gedrückt. Wir haben erst in einer Kaserne gegessen (da war auf einem Hausdach ein Restaurant für die Priviligierten), was lecker und gleichzeitig schräg war und dann ging es über ein Konzert einer australischen Band im Club eines Hotels in irgendeine Disko im Ghetto. „Wunder Dich nicht, wenn Du angelächelt wirst, die Damen hier sind fast alle Professionelle“...Galt für Hotel und Disko.

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Schwarze in den USA
schießen am meisten auf die Polizei -

Weiße Polizisten schießen nicht öfter auf Schwarze, als schwarze Polizisten.

- Sagt eine Studie in den National Proceedings of the Sciences von 2019


Hier ist der link zum Transkipt der Öffi-Sendung
https://www.npr.org/2019/07/26/745731839/new-study-says-white-police-officers-are-not-more-likely-to-shoot-minority-suspe?t=1590824867658  ;

- Warum hört man davon nichts bei unseren Öffis? - Oder in der Springer-Presse, ne?

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dieter kief, Samstag, 30. Mai 2020, 10:06

Was soll denn der Link belegen, vorausgesetzt die Studie ist in Ordnung, außer dass sich in einem weißen rassistischen Umfeld Schwarze, die dort Brot und Karriere finden wollen, den herrschenden Regeln angepaßt haben? „Studien“ gibt es ja für alles und nichts.

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Ehrlich gesagt, Herr Kief, seit Sie im Februar so erpicht drauf waren, herauszustellen, "dass nur Asiaten sterben" (an Koroner), und zu diesem Aufhänger irgendwelches Raunen von Menschenrassen und biologischen Tatsachen kam, sind Sie für Huppifluppi mit weiß, schwarz und Plaudereien darüber nach meinem Empfinden verbrannt.

Sie können bei dem Thema nur Miese machen und die Leute, die es lesen, zum Reihern bringen. Sie haben das Thema nicht drauf, weil Sie darauf erpicht sind.

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"Rassistischer Mord
löst gewaltsame Unruhen in Minneapolis aus"

- Vielleicht sind solche Überschriften ähnlich wie Ihre Bemerkung, g2020, ein wenig voreilig? - Sie werden jedenfalls derzeit in Deutschland verfertigt.

70+% aller Schüsse auf Polizisten in den USA stammen von Schwarzen.

Ja, fritz, ich bins. - Sie erinnern sich freilich nicht ganz richtig an meine März-Bemerkungen in Sachen CO-19. Es stimmt aber, dass ich den wissenschaftlichen Befunden zustimme, wonach es biologische Unterschiede zwischen Menschengruppen gibt, die Auswirkungen auf deren Verhalten haben. - Nicht auf deren Menschenwürde, freilich.

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dieter kief, Samstag, 30. Mai 2020, 14:02

„70+% aller Schüsse auf Polizisten in den USA stammen von Schwarzen.“
Ist Bestandteil des erwähnten Rassismus.

„ den wissenschaftlichen Befunden zustimme, wonach es biologische Unterschiede zwischen Menschengruppen gibt, die Auswirkungen auf deren Verhalten haben.“
Einfach. Es gibt diese Befunde nicht. Bisher existieren nur Behautpungen, Ansprüche dazu. Ist ja auch extrem schwierig, etwa wie eine Qualle an die Wand zu nageln. Selbst die Beobachtungen zu Korrelationen taugen für keine gesellschaftspolitische Diskussion. Beispiel: Sarrazin. Nicht der Einzige.
Es bleiben zahllose Mutmaßungen dazu deren Motivationen man nicht trauen muss.

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Ob Mord oder Rassismus
als dessen Ursache - beides ist unbekannt in Minneapolis, keiner weiß das. Es wird aber auf dem ganzen Globus so geschrieben und gesagt. Das ist nicht richtig, g-2020.

(Man kann natürlich annehmen, dass die Zahl der jüdischen Nobelpreisträger nichts mit deren Biologie zu tun hätte. Aber sinnvoll ist das nicht. Dazu gibt es haufenweise- nicht zuletzt von Juden hervorgebrachte - wissenschaftliche Erkenntnisse. Steven Pinker und Martin Seligmann z. B. wissen sehr gut, was sie sagen).

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dieter kief, Samstag, 30. Mai 2020, 16:57
„Ob Mord oder Rassismus...“ - genau, keiner weiß es und es kann beides sein. Anzunehmen dieser Ablauf hätte mit Rassismus nichts zu tun ist nicht naheliegend.
„Man kann natürlich annehmen, dass die Zahl der jüdischen Nobelpreisträger nichts mit deren Biologie zu tun hätte. Aber sinnvoll ist das nicht.“
Es ist nicht nur sinnvoll das zu tun. Man muss das annehmen da wir wissenschaftlich Profundes dazu nicht haben. Daher: es bleiben zahllose Mutmaßungen dazu deren Motivationen man nicht trauen muss. Und ich finde diese verwegenen Annahmen gehen langsam in die sog. Buttersäure-Gärung über. Sie müffeln.
Man ist ja tolerant. Wenn das in Schülerzeitungen, warum nicht bei „Sezession“?, diskutiert wird stört das nicht weiter. Aber bitte nicht nach 150 problematischen Jahren unter Erwachsenen.

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Alle reden vom Impfen...
@gux
Ist das hier Ihrer Ansicht nach eine seriöse Quelle?

https://www.newstatesman.com/2020/05/experts-raise-doubts-about-oxford-university-vaccine-after-it-fails-stop-covid-19-animal

„18 May 2020
Experts raise doubts about Oxford University vaccine after it fails to stop Covid-19 in animal trials“

Robert Kennedy Jr. ist offenbar ein Aktivist. Auch gegen Gates. Macht das aber seine Argumente zweifelhaft, wenn er denn eine Quelle nachreicht?
„One day after revelations that the Gates/Fauci Moderna vax caused severe illnesses in 20% of high-dose recipients, ...“
Wissen Sie davon?

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Steven Pinker,
David Reich und Martin Seligmann sind keine Schulbuben, g2020, sondern höchst angesehene Wissenschaftler (Psychologen und Genetiker).

Auch Claire Lehmann, die Quillette herausgibt, ist keine Null. Claire Lehmann sagt, sie habe Quillette gegründet, weil sie die Tabus über der Erblichkeit des IQs z. B. gestört hätten.

Die Sezession ist keine sozialpsychologische Fachzeitschrift. Quillette aber schon. Quillette steht übrigens gratis online - einschließlich der wissenschaftlichen Studien zur Erblichkeit des IQ - auch des jüdischen, nota bene.

Was Minneapolis angeht, so ist die Sache so, wie ich geschrieben habe: Es ist verfrüht, da von Rassismus als Todesursache zu schreiben und es ist verfrüht, von Mord zu schreiben, wie es leider ebenfalls weltweit getan wurde. Die Fake-News Verbreiter von der Tagesschau müssen umlernen; wie auch die vieler (vermutlich tausender) anderer Medien.

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G2020, der Neue Staatsmann zitiert ein wenig selektiv aus den Kommentaren, die das Sciencemediacentre im UK veröffentlicht hat:

https://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-preprint-on-the-chadox1-ncov-19-vaccine-and-sars-cov-2-pneumonia-in-rhesus-macaques/

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dieter kief, Samstag, 30. Mai 2020, 21:09

Minneapolis: Rassismus als Todesursache habe ich nicht geschrieben. Das Umfeld dort ist aber davon geprägt. Der Rest liegt beim Richter.

„Claire Lehmann sagt, sie habe Quillette gegründet, weil sie die Tabus über der Erblichkeit des IQs z. B. gestört hätten.“
Ich bitte um Entschuldigung. Aber IQ hat mit seriöser Biologie oder Psychologie nun mal nichts zu tun und ich möchte da nicht weiter zuhören. Wissenschaft ist auf präzise Begrifflichkeit angewiesen und Gegenstände, die man messen kann. Wer es anders mag kann ja Zeitschriften gründen und Interessenten finden, was ja offenbar geschieht.

gux, Samstag, 30. Mai 2020, 21:51
„...zitiert ein wenig selektiv...“ - Sie haben recht. Wenn man alles liest ist das ausgewogener, aber dem kritischeren Kommentar von Prof Eleanor Riley widersprechen die nachfolgenden auch nicht. Das heißt für mich schon was.
Diesen Kennedy-Auszug fand ich -zigfach im Netz verbreitet aber nirgendwo wo die „One day after revelations“ aufgetaucht sein sollen. Schwach. Hauen und Stechen dominiert die öffentlichen Debatten darüber. Das finde ich erstaunlich.
Am 15.3. war die Regierungslinie „harmlose Wintergrippe, regt Euch ab“. Am 18.3. hat Wodarg das gleiche gesagt. Am gleichen Tag hat der ARD-Faktenchecker das rechtsradikale verschwörungstheoretische spinnerte Geschwätz in Deutschland würde es einen lock-down geben, als FakeNews enthüllt. Dann kam das „Modell“ von Ferguson, natürlich auch nach Deutschland, am 22.3. kam der lock-down und Wodarg wurde eine Art Staatsfeind. Und am 20.3. schon MSM-Kampagnen gegen HCQ, das hier noch gar niemand in diesem Kontext kannte.
Gibt zu denken, nicht wahr? Vielleicht hilft uns jetzt der Heilige Geist?

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Ich habe mir angewöhnt, eher die Kommentare im SMC zu lesen als die Artikel in Zeitungen, die diese meistens einfach übernehmen. Man kann aus den Kommentaren schließlich recht einfach selektiv zitieren.

Es ist natürlich schon eine Ironie des Schicksals, dass das SMC nach dem MMR-Autismus Skandal gegründet wurde, um eine unabhängigere Berichterstattung zu ermöglichen (die deutsche Version geht dabei einen sehr anderen Weg und setzt auf Qualität statt Quantität - ich bin mir aber nicht sicher, ob das so gut läuft).

Mit der Impfung wird es wohl auch Probleme geben ohne Verschwörung:
- durch die große Zahl an Impfungen in kurzer Zeit werden selbst seltene Nebenwirkungen in großer Zahl auftauchen; und das wird natürlich Schlagzeilen machen
- die Nebenwirkungen werden wohl hauptsächlich bei denen auftreten, die ein aktives Immunsystem haben, also jüngeren Menschen - genau denen, die sich weniger Sorgen um COVID-19 mache - es wird dann schwieriger sein, diese von einer Impfung zu überzeugen

Mit 'harmlose Wintergrippe' war es hier (im UK) schon deutlich früher vorbei - das Ferguson Modell war da nur eines von vielen die zusätzliche Informationen gebracht hat. Die Regierung hat die Protokolle veröffentlicht - sie können das gerne nachlesen:

https://www.gov.uk/government/groups/scientific-advisory-group-for-emergencies-sage-coronavirus-covid-19-response

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durch die große Zahl an Impfungen in kurzer Zeit werden selbst seltene Nebenwirkungen in großer Zahl auftauchen
Das ist eine richtige Überlegung... und die spricht dafür, nicht den erstbesten Impfstoff zu nehmen, der irgendwie wirkt, sondern sehr auf möglichst wenig gravierende Nebenwirkungen zu achten...

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Das wird man schon machen - soweit es geht. Aber bei anderen Impfstoffen gibt es langjährige Marktbeobachtungen, bei denen seltene Nebenwirkungen auftreten, hier wird das geballt in kurzer Zeit auftreten. Und selbst bei etwas extrem seltenen - 1 in 100'000 - kommt das in Europa 3000 mal vor.

Die Regierungen werden natürlich erklären, dass das viel risikoärmer als COVID-19 ist - und dabei durch schlechte Öffentlichkeitsarbeit ("der Impfstoff ist sicher" wird ganz sicher von einem Politiker gesagt) Unsicherheit erzeugen und den Impfgegnern erst recht Munition verschaffen. Dann wird es Bilder von - möglichst sympathischen und attraktiven - jungen Menschen mit Guillain-Barré geben, die auf den Titelseiten einschlägiger Zeitungen zu sehen sind ("Herr Drosten: wie konnten Sie das erlauben" ...)

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O yeah.
Wäre es nicht vielleicht sinnvoller, zuerst mit dem Impfen von Älteren anzufangen, da Jüngere ja anscheinend weniger Probleme mit COVID-19 haben?

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Rassismus als Todesursache
- genau das haben Sie , g2020, oben gesagt, als Sie den Hinweis, dass 70%+ der Schüsse auf US-Polizisten von Schwarzen stammen, mit der Bemerkung quittierten, dass diese Tatsache - "Bestandteil des erwähnten Rassismus" wäre.

Was ich oben nicht geschrieben habe, was aber auch in dem noch weiter oben verlinkten US-Öffi-Bericht über die Polizeigewalt-Studie steht: Weiße werden insgesamt eheblich öfter von polizisten beschosen, als Schwarze - obwohl in New York City z. B. nur 5% aller Schüsse auf Polizisten von Weißen stammen.

Ah, gelegentlich2020, dass Sie Steven Pinker, David Reich, Robert Plomin und Claire Lehmann und der hervorragenden australischen Online-Zeitschrift Quillette auch grad noch die Wissenschaftlichkeit absprechen, ist konsequent. Sie haben sich in die Ecke gepinselt.

Ich empfehle allen anderen Pinkers einschlägiges IQ-Buch "Das unbeschriebene Blatt - die modernen Leugnung der menschlichen Natur" und Robert Plomins "Blueprint - How DNA makes us who we are" zur Lektüre - sowie Quillette, eh kloa. - Don Alphonso zitiert Quillette übrigens hie und da.

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George Floyd
von weißem Polizist zu Tode gefoltert - so die weLT grad' eben.

"Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge der Folter durch einen weißen Polizisten am Montag in Minneapolis bringt viele Menschen in den USA auf."

Das geht zu weit und ist weder durch den Obduktionsbericht noch durch irgendwelche anderen Fakten gedeckt. Die weLT zündelt leider - ganz aus der Ferne, in den USA mit.

Der faktenferne und meinungsstarke weLT-Mann an der Front: Daniel Friedrich Sturm. Schreiber und Video-Kommentator in Personalunion. Der zeitgeistige Journalist: Wenig vernünftige Substanz, aber überaus dichte mediale Präsenz. - Er entstammt dem Medienbaukasten von Tom Wolfe***** - 1:1, weiß aber vermutlich nicht, wer Tom Wolfe ist.

***** s. den letzten Roman Tom Wolfe's "Back to Blood", wo dieser Typus Sturm abgeschildert ist.

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colorcraze, das wäre sicherlich eine gute Idee - aber bei denen wirkt das möglicherweise weniger gut. Vermutlich liegt es doch am 5G!

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aber bei denen wirkt das möglicherweise weniger gut
wieso das?

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Zumindest die Grippeimpfung wirkt bei älteren Menschen weniger gut - vermutlich, weil das Immunsystem nicht mehr so gut ist.

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Auschreitungen in den USA

Herr Biden ist alt und zuweilen schwer tattrig und hat sichs letzthin derb versaut mit den Schwarzen, weil er in Zusammenhang mit dieser US-Bevölkerungsgruppe groben Schwachsinn erzählt hat, der ihn teuer zu stehen kommen kann im Wahlkampf.

Herr Trump darf nicht wiedergewählt werden, schon gar nicht mit vielen schwarzen Stimmen wie 2016, er ist seit seiner Wahl ja der personifizierte Horrortrip der internationalen Linken, also auch der Demokratischen Partei in den USA, und es gibt keinerlei Grenzen dessen, was man gegen den Mann auffahren kann, um ihn loszuwerden, ganz gleich wie. Alles ist erlaubt, sämtliche Grenzen aufgehoben, siehe z.B. die deutschen Medien diesbezüglich.

Die Demokraten sind ideologisch komplett verbiestert, zudem verzweifelt und drehen sowieso am Rad. Jedem intelligenten Menschen in den USA ist zwar klar, wie ich höre, daß unter den aktuellen Umständen im Land und mit dem aktuellen Personal der Demokraten die kommende Wahl gegen Trump nicht gewonnen werden kann, aber egal. Die Wiederwahl des Mannes ist die Höllenvision schlechthin und muß verhindert werden, egal was es kostet.

Ein Schwarzer Bürger der USA stirbt bei einer üblen Polizeiaktion. CNN filmt. Ein gefundenes Fressen. Fakten, z.B. ein Obduktionsergebnis zur Klärung der Umstände zählen, wie immer inzwischen, nicht. Emotion ist alles, Fakten könnten das Narrativ zusammenbrechen lassen.

Die nahezu komplett links ausgerichteten Medien springen natürlich auf die Sache drauf wie bekloppt und jagen die Emotionen hoch so wild es nur irgend geht. Empöreria in hysterischer Reinkultur, das volle Programm, hoch und runter bis zum Anwinken. Nichts neues, kennt man schon. Zudem war Corona inzwischen wirklich durchgenudelt bis zum Anschlag.

Notfalls träumt man sich halt einen sowieso ersehnten Bürgerkrieg herbei, um Trump loszuwerden und schickt zum Erreichen des Ziels nebenbei noch die Antifa gezielt auf die Menschen los. Das Problem ist nur, daß es, wie immer, keinen Bürgerkrieg geben wird, sondern die üblichen Unruhen und Ausschreitungen, wie schon ungezählte Male zuvor in den USA, und wie schon ungezählte Male zuvor wird auch diesmal irgendwann der letzte Laden geplündert und das letzte Feuer gelöscht sein und die letzte Stadt wieder die Trümmer wegräumen. Und irgendwann werden auch die Medien ihre Kameras einpacken und der nächsten Sau durchs Kaff hinterherrennen. Im Vergleich zu früheren Unruhen und Ausschreitungen ist das aktuell sowieso lächerlich, da gabs schon ganz andere Zustände mit weitaus mehr Verwüstung, die am grundlegenden Problem von Teilen der schwarzen Bevölkerung in den USA noch nie etwas geändert haben.

Man hat es mal wieder versucht und ist gescheitert, wie immer. Altes Spiel. Wahljahr halt. War noch bei nahezu jedem republikanischen Präsidenten nach Kennedy genauso. Der einzige Unterschied heute ist, daß wir das Jahr 2020 schreiben, das Internet existiert inkl. Fratzenbuch und Zwitscherblöd und die Empöreria dadurch noch hysterischer ihren ganzen linken Revoluzzerunfug und ihre mittelalterliche Weiße-Privilegien-Selbstkasteiung per 1600-Dollar-iPhone in die Welt hinauskreischen kann. Zudem ist inzwischen das völlig losgelöste Schneeflöckchen-Drama ja zum weltweiten Standard sämtlicher wohlstandsverwahrloster Linker mutiert, ganz großes Damentennis, alle drehen durch und schreien rum wie die Bekloppten vor lauter ideologisch überhöhter Ergriffenheit.

Was ein gefundenes Fressen, was ein Fest für diese gräßlichen Leute. Die allerwenigstens dieser aufgepeitschen Irren werden sich wohl auch nur ansatzweise für den Menschen interessieren, der zu Tode gekommen ist. Oder für wirklich sinnvolle, durchführbare Pläne, die Lebensumstände für Teile der schwarzen Bevölkerung in den USA nachhaltig zu verbessern. Den Plündereren und Mitläufern beim Krawallmachen ist der ganze politische Zauber sowieso egal, die einen nehmen mit was geht und die anderen haben ihren Spaß beim Abfackeln, auch wie immer.

Mal sehen ob die Antifa in den USA dann demnächst verdienterweise als Terroroganisation eingestuft wird. Das wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Ich geh jetzt wieder in den Garten und trinke weiter meinen Tee aus dem Silberkännlein, mit privilegiertem Blick übern See bei traumhaftem Wetter, bevor ich aus Langeweile angesichts der Blödigkeit der Welt noch vor der Zeit verende.

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@frau jott "die Medien"
Ich bin gestern emotional all in gegangen und habe mir den Spiegel gekauft, das erste mal seit fünf oder so Jahren. Tja.

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Die Anreißer, die Überschriften. So stelle ich mir den Niedergang des Journalismus vor, die Verdrahtung mit Ideologie, eine Dekadenzform des Journalismus. Ich hab's noch nicht übers Herz gebracht, einen Artikel von vorn bis hinten zu lesen. Ich blute aus den Augen. Die Hoffnung auf 'den Journalismus', auf Anstand im Journalismus kannste für immer knicken.

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Stürmgeschütz der Demagogie. Gibt es den Ausdruck schon? Von Rechts wegen müsste es ihn geben. Wo ist der heilige Geist, wenn man ihn braucht. Schönen Pfingstsonntag.

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Ich verstehe ehrlich gesagt Ttump nicht - was will er? Gerade jetzt (durch Korona) hätte er die Möglichkeit, das Land etwas mehr zu einen und zumindest einen Teil seiner Kritiker hinter sich zu bringen. Die radikale Demokraten wird er nie überzeugen - aber für die Wahl ist schließlich die Mitte wichtig, und die vergrault er mit seinem Verhalten weiter. Nut als kleineres von 2 Übeln gewählt zu werden, geht sichere - aber will er wirklich nur so wenig?

Was will er erreichen mit seinen Monologen, seiner Weigerung, einen MNS (ich lerne!) anzuziehen oder regelmäßigen Kurswechseln? Verfolgt er eine Strategie - und welche? Er läßt so ziemlich jeden Staatschef gut aussehen, aber das bringt ihm selbst doch eher wenig.

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Trump braucht gar nichts zu tun. Er kann in aller Seelenruhe abwarten, wie jetzt die Antifa ihre Gewaltorgie auslebt und die tumben Demokraten mitsamt den linken Medien mit in den Abgrund zieht und dann kann er sich entspannt als ruhiger, starker Mann zeigen, der nach diesem Chaos für Recht und Ordnung sorgt. Und damit wird er bei einer großen Mehrheit der Leute punkten. Auch bei den Schwarzen in den USA.

Alles andere Trara über Trump ist übliches, kulturmarxistisches, linksradikales Mediengewäsch. Zumal in Deutschland.

Und nein, ich finde den Mann nicht besonders toll.

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@ fritz_

Wegen der Printausgabe tun einem ja die Bäume leid, und der Netzausleger ist seit Jahren nurmher als "Speichel Onschleim" bekannt. Belangloses ehemaliges Blatt, genauso wie die Prantlhausener Alpenprawda und diesen beiden anderen Papierverschwendungen da, aus Hamburg und Frankfurt. Deutsche Presse war mal. Nur noch rote Fahne wohin man sieht.

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Licht an!
frau jott, Sonntag, 31. Mai 2020, 20:43

„...wie jetzt die Antifa ihre Gewaltorgie auslebt...“

Pfingsten sollte man doch die Erleuchtung fördern. Hieß es nicht der ums Leben gekommene Mensch sei schwarz?

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@geblubber1917:

Es wäre gar apart, wenn die rote Fraktion aus dem Kohlenkeller mal den aktuellen Stand der Entwicklung dieser garstigen Geschichte zur Kenntnis nähme, bevor wieder sinnfrei losgetrötet wird. Jedesmal dieser Pawlowsche Reflex bei unserem kleinen Salonspammer ...

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frau jott, Sonntag, 31. Mai 2020, 21:11

„Es wäre gar apart, wenn die rote Fraktion aus dem Kohlenkeller mal den aktuellen Stand der Entwicklung dieser garstigen Geschichte zur Kenntnis nähme...“

Gerne doch! Warum schreiben Sie nichts darüber? Oder sollte am Ende gar ... ?

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Die meisten Politiker wollen entweder Macht oder haben irgendwelche Ideale, die sie durchsetzen wollen (und meistens beides) - aber bei Trump fehlt das (oder ist zumindest nicht ganz offensichtlich) irgendwie: entweder seine Langzeitstrategie ist so geschickt, dass man sie nicht sieht - oder er hat keine.

Ich denke auch, dass er wieder gewählt wird - und war auch nicht wirklich von seinem Wahlsieg überrascht, aber das liegt doch eher an der fehlenden Opposition (so wie Johnson im UK wohl gegen einen guten Labour-Kandidaten deutlich schlechter abgeschnitten hätte). Aber was will er erreichen? Oder ist er wirklich nur Präsident um Präsident zu sein?

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Ein Kollege aus NY hatte da vor 4 Jahren eine einfache Erklärung:
Eigentlich war die Teilnahme an den Vorwahlen ein Werbegag, um die Marke zu promoten. So als wenn Ofrah antreten würde, oder Böhmermann/Jauch/Raab in Deutschland. Und dann hat er plötzlich gemerkt, dass er gar nicht chancenlos war, weil die Gegenkandidaten so schwach waren. Und ist dann ernsthaft eingestiegen, mit Geld und dirty tricks, wie man das als New Yorker Developer so mach, und grosser Klappe, die er schon immer hatte und als reality star des Fernsehens noch mehr kultiviert hat. Präsident geworden ist er nicht geplant, sondern eher zufällig und weil Hillary so schlecht war und ihre Anhänger nicht motivieren konnte. „She didn‘t even have the loyalty of her own husband“...

Für einen guten Teil der Amis war Hillary schlicht nicht wählbar. Und Bernie war ein weiteres Problem für die Demokraten. Ebenso wie die neuen Stars, AOC und Konsorten.

Trump muss sich ein wenig gefühlt haben wie King Ralph (Film).

Jetzt will er schlicht den Platz im Geschichtsbuch, und zwar nicht den der wenigen abgewählten sondern den Präsidentenplatz mit zwei Amtszeiten.

Meine Meinung dazu: er ist weniger schlecht als vorhergesagt. Der deal mit China ist für die USA gut, viele Arbeitsplätze kamen zurück, die Migration aus dem Süden ist besser kontrolliert, neue Kriege hat er nicht angefangen, alte beendet und sich nicht mal von Kim provozieren lassen.

Richtig schlecht war Carter, eher schlecht m.E. auch Obama, der viel Show und wenig reales war, schlecht war auch Bush Junior. Gut war Reagan und mittel Bush Senior, Clinton war m.E. mittel, so in etwa wie Trump auch. Ford kann ich nicht beurteilen, war ich noch zu jung und JFK wird nach meiner Meinung (nach Geschichtsbuchwissen) zu unrecht glorifiziert. Die Amtszeit war zu kurz, aber die Schweinebucht war ähnlich katastrophal wie Jahre später der Versuch Carters, die Teheraner Botschaft zurückzuerobern.

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Gütiger Gott! Werbegag, ja? Allein die Idee, daß die Wahl Trumps ein Zufall gewesen sein soll, ist grenzdebil naiv.

An den Schaltstellen der Macht verläuft nichts zufällig. Weder die Wahl Trumps noch die aktuellen Unruhen.

Man sollte sich schon einmal die Mühe machen und nachsehen, welche Leute wann warum wozu wo Herr Trump im Laufe seines Lebens so getroffen hat, mit wem er längerfristig zu tun hatte, welche Kontakte zu gewichtigen politischen Zirkeln bei ihm (und seinem Vater) in den vergangenen Jahrzehnten bestanden und bestehen blieben, danach bekommt man erstens ein klareres Bild der politischen Realität der USA und verliert zweitens eine gewisse lächerlich naive und sehr deutsche Sicht auf das Präsidentenamt und die Präsidentschaftswahlen in den USA.

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Ich bin da mit buerger einer Meinung und halte eher die Vermutung, alles sei geplant, für naïv und Zeichen eines eher kindlichen Vertrauens in den Gang der Welt.

Auch die Schaltstellen der Macht sind mit Menschen besetzt die möglicherweise Pläne machen, aber nicht unbedingt in die Zukunft sehen können. Trump hat geschafft, was andere Politiker auch schon gemacht haben (bzw. wohl eher deren Berater) - sie haben die Stimmen derer gesammelt, die von ihren bisherigen Parteien im Stich gelassen worden sind (in USA und UK wohl die Arbeiter). Wenn man sich die Demokraten (oder Labour oder auch die SPD) anschaut ist das kein großes Wunder.

Was mich eher erstaunt ist, dass diese Parteien (vielleicht mit Ausnahme von UK's Labour) das nicht erkennen wollen. Trump sollte mit einem guten Kandidaten zu schlagen sein - Johnson ebenso (und auch die Einheitsregierung in Deutschland). Aber es scheint niemanden zu geben.

Die Demokraten zerlegen sich erfolgreich wie die AfD - es gibt sicher viele, die gute Arbeit machen; aber diejenigen, die Laut sind bringen den ganzen Laden in Verruf.

Trump wäre ohne die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft nie gewählt worden - und die hat schon viel früher eingesetzt, spätestens als man das 'wir und die' im Wahlkampf verwendet hat. Und damals ging es eher um einen kurzzeitigen Erfolg - auf Kosten der Zukunft.

Ich bin gespannt, wie es bei den Wahlen in Deutschland sein wird, besonders, ob eine Partei einen wirklichen Gegenkandidaten aufstellt.

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Wer sollte denn einen Gegenkandidaten aufstellen? Habeck, Lindner und Scholz sind doch als Vizekanzler wunschlos glücklich und alles andere ist angesichts der Situation auch Unsinn. Nur falls Spahn oder Merz Kandidat würden statt Laschet oder Söder hat eine Linkskoalition überhaupt eine Chance. Im Moment steht da 40% CDU, je 15% Spd/Grün und Links, Afd und FDP kämpfen unterhalb von 10% um den Abstieg.
Ich sehe aber ausserhalb der CDU auch keinerlei Willen, die Macht zu erobern.

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Das verstehe ich nicht - sind alle so zufrieden mit der Situation? In fast allen Ländern gibt es doch Politiker, die gerne Karriere machen wollen - sei es um das eigene Ego zu befriedigen, sei es, um wirklich etwas zu verändern.

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In fast allen Ländern
D und RUS gehören nicht dazu, diverse andere auch nicht. Es gibt auch den Typ Politiker, der in der maximal zweiten Reihe eine Erbpfründe antreten will.

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Aber warum? Ich verstehe das nicht ganz. Ich wollte den Posten nicht - aber es gibt doch sicher genug Menschen, die so etwas gerne machen.

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Frau Jott, 20:53
"Nur noch rote Fahne wohin man sieht."

Die rote Fahne auszuhängen wird es diesmal nicht leicht. Zu viele einflussreiche Afro-Amerikaner haben sich zu vehement gegen Linksextremismus ausgesprochen. Es wird bereits nach deren Verbündeten in den Medien gesucht.

Einige - u. A. Stegner - unterschätzen beim Fahneaushängen wie penetrant die Amis sein können, wenn sie etwas wollen. Sollte Druck notwendig sein um die dt. Verbindungen zwischen Linksextremismus, Politik und Geldgebern hierzulande aufzubrechen, sitzt Trump auf dem längeren Hebel. Das letzte was die Industrie hier begrüßen würde, wäre eine wirtschaftliche Auseinandersetzung mit USA wg. Antifa.

Die letzten Wahlen liefen in der USA ohne Todesopfer ab, soweit ich mich erinnern kann. Das ist so eine Art Gradmesser für die politische Kultur eines States, glaube ich.
Wenn Trump den Tag seiner Wiederwahl nicht mit unschönen Szenen krönen will, wird er schon ein wenig regieren müssen.
Was man in den Videoclips sieht, Schwarze gg. Weiße und vica versa, ist erschreckend. Auf der Strasse entfalten sich Widersprüche und tw. Brutalität nicht entlang Parteigrenzen, sondern entlang der ethnischen Zugehörigkeit und sichtbarer Hautfarbe.

Im dt. Netz schlagen gerne gesehene Gäste aus gewissen Radio-Sendungen zum Thema "Hass im Netz" (facepalm) aktuell mit der Axt in die gleiche Kerbe: Spalten der Gesellschaft entlang Hautfarben. Der Lack ist ab.

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britishislands, Montag, 1. Juni 2020, 00:3

„..., sitzt Trump auf dem längeren Hebel.“
Da können wir erleichtert sein, solange er auf und nicht am längeren Hebel sitzt. Politik und Handeln mit dem Hinterteil, ein echter rechtspopulistischer Trump eben.

Sah man nicht auch Clips (Schwarze und Weiße) gegen (Weiße und Schwarze)? Die Trennungsverläufe sind offenbar nicht so einfach.
Rassismus ist nun mal eine genuin rechte Angelegenheit. Dafür verachtet man ja auch die Rechte(n). Für diesen kopflosen Zugang zur Welt, ob nun gewaltförmig oder nicht.

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Ich bin der Meinung, daß jegliche Anti-Bewegung, also auch Antirassismus, Atheismus, Antifa, nichts wirklich anderes ist als das, wogegen es sein will, und die Ausgangsidee zwar zum Popanz macht, aber eben nichts Neues und Anderes aufs Tapet bringt.

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Alt-right & Russia
stecken lt. Demokraten hinter der Gewalt. Jacob Frey, der Demokratische Bürgermeister von Minneapolis sagt das - und sein Polizeichef, sowie der Gouverneur.

Ansonsten handelt es sich um "Proteste". - Die New York Times spricht bisher sowieso von "Protesten" (!) - u. a. gegen die "rassistische Polizei". - Die Öffis hierzulande halten sich ebefalls an dieses Wort.

Details zur Berichtrstattung der NYT auf iSteve, Steve Sailers Blog, den ich weiter unten verlinke.

Anatoly Karlin hat auf seinem Blog Einzelheiten zu der US-Klage über die Russen. - Z. B. Aussagen von Jacob Frey, dem Bürgermeister von Minnesota, und dessen Polizeichef, dass die Gewalt in den USA von der Alt-Right ausgehe.

https://www.unz.com/akarlin/told-you-this-song-is-never-going-to-end/  ;

Hier ist ein Zitat aus den ABC-Nachrichten des National security Advisors O'Brien, der sich ebenfalls auf die Alt-right - und auf Zimbabwe kapriziert als die Ursache der US-Gewalt:

Yes, I think the actual perpetrators of the violence, the ones that are on the street, that are burning down minority-owned businesses and restaurants, who have already suffered through this terrible COVID situation and — and are at risk of losing their business and now they’re seeing them burn to the ground, those are ANTIFA radical militants.
 
Neu hinzu gekommen zu den Bedrohungen aus dem Ausland sind nun Zimbabwe und -China. Auch China und Zimbabe untertützten aus dem Ausland die Gewalt in den USA.

https://www.unz.com/isteve/trumps-national-security-advisor-ups-the-ante-on-foreign-interference-paranoid-lunacy-by-blaming-zimbabwe/ ;

 

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Susan Rice
Obamas Security Advisor: Die Russen sinds!

"This is right out of the Russian playbook"

https://www.unz.com/isteve/obamas-national-security-advisor-susan-rice-this-is-right-out-of-the-russian-playbook/

Anatoly Karlin wird stündlich neu bestätigt.

Die Bürgermeisetrin von Seattle:

Hinter der Sache stecken "weiße Männer" -gemeint : Weiße Männer sind der Grund, dass die Gewalt - nun auch in Seattle - sich breit macht.

Auch diese Frau ist eine Demokratin.

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dieter kief, Montag, 1. Juni 2020, 08:35

Gut dass Sie den Polizeichef erwähnen:

https://thegrayzone.com/2020/05/29/minneapolis-police-george-floyds-white-power-biker-gang/#more-25041

China sagt, laut Fefe: die USA unterstützen die rioter, sowohl in Minneapolis als auch in Hongkong. Und er subsumiert das unter „Humor“.
Offenkundig kommt die Bedrohung aus dem Inland. Rechter Rassismus, der durch falsch verstandene Relevanz zu oft, zu lange und an zu vielen Orten hegemonial werden konnte.

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G2020 - um Rassismus als genuin "rechts" anzusehen, müssen sie schon mit sehr verschlossenen Augen durch die Welt gehen (oder, wie unter Linken üblich, einfach Definitionen ändern). Schauen Sie sich doch einfach den Umgang in der DDR mit Vietnamesischen Vertragsarbeitern an - oder den Antisemitismus, den es in vielen linken Parteien gibt. Die Demokraten waren z.B. auch gegen die Abschaffung der Sklavenhaltung in den USA ...

Das ist - um mit Frau Jott zu sprechen - naïv.

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Was mich ein wenig wundert ist, dass keiner so richtig die Vernetztheit der Linksextremisten als potenzieller Einflussfaktor auf das gesellschaftliche Leben auf dem Radar hatte.

Von Chomsky gibt theoretische Aussagen zu Gefährlichkeit, aber von modernen, mit Statistiken arbeitenden Soziologen wie Haidt&Co.?
Sie waren alle auf der Schiene poc, Dem/Rep-Blasen, Feminismus, Schneeflocken auf den Unis und zu viel pro-Minderheiten-Denken wären die Stichworte, die die Einstellungen der Linken charakterisieren würden. In der Art *ja, Linksextremismus ist ein Problem auf den Unis, aber das betrifft erstmal nur Milo und paar Profs*.

Nun, was man jetzt auf der Strasse von weissen Linksextremisten sieht ist alles, nur nicht das Schützen von Minderheiten. Von rechten sowieso nicht.

Es ist übrigens interessant zu sehen, wie Social Media die MSM vor sich treibt und zwingt Sichtweisen zu ändern.

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Rechter Rassismus, der ... hegemonial werden konnte.
Popanz. Aufrechterhaltung von Rassismus durch die Hintertür "Anti-Rassismus", indem man anderen "Rassismus" nachsagt und sich als Anwalt der "unterdrückten Rassen" ausgibt.

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In meiner Jugend - vor vielen Jahren - wurde uns in der Schule, aber auch von der 'Gesellschaft' beigebracht, Menschen primär als "Menschen" zu sehen und niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Irgendwie kommt mir das noch immer als beste Lösung vor - viel besser als irgendwelche theoretischen Konstrukte der 'critical otherness' etc.

Vielleicht hat man das in beide Richtungen übertrieben? Letztendlich wollen doch die meisten Menschen einfach in Ruhe miteinander leben.

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Die Antifa in USA
kooperiert mit den Liberals/Democrats. - Es ist das Gleiche wie hier mit der Verfassungsrichterin Borchardt und dem Schwarzen Block, sowie der Antifa, für deren Finanzierung Frau Künast im Bundestag leidenschaftlich geworben hat - ausdrücklich soll die an der vorher für Steuergeldempfänger üblichen Überprüfung durch den Verfasungsschutz vorbei gewährleistet werden...Don Alphonso hat interessante Einzelheiten zu diesen Verbindungen zwischen der Antifa und dem Establishment aufgeschrieben, die ja bis in die CDU/CSU hineinreichen. Das ist neu.

Der Grundbass, hier auf rebellmarkt auch gerne vorgetragen, lautet: Hauptsache "antirassistisch", Hauptsache "gegen Rechts!". Denn die Unmenschen sind die auf der Gegenseite. - Auch das ist ein altes Muster. - Eigentlich das des Alten Testaments - rein verkörpert im Manichäismus.

@ British Islands wg. Jonatahn Haidt

Jonathan Haidt, Steven Pinker und Jordan Peterson sehen dieses Problem sehr wohl, sie thematisieren das auch, Britisch Islands. Jonathan Haidt zuletzt in einem sehr ausführlichen Atlantic-Monthly Portrait, das ich freilich in einer ruhigen Minute nochmal genauer studieren will. Es ist bei arts & letters daily letzte Woche verlinkt.

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gux, Montag, 1. Juni 2020, 10:09

Da kann man nur zustimmen. Diese 'critical otherness' ist ein Schmarrn. Der aber hoffentlich zum Glück auf irgendwelche Unis beschränkt blieb!?

„Popanz. Aufrechterhaltung von Rassismus durch die Hintertür "Anti-Rassismus", indem man anderen "Rassismus" nachsagt und sich als Anwalt der "unterdrückten Rassen" ausgibt.“

Sorry. Wenn Sie das auf die USA beziehen haben Sie keinen Verstand. Der rechte Rassimus wurde und wird dort täglich gelebt und reaffirmiert, diese Art von Anti-Rassismus war dort immer schwächlich, Minderheitenprogramm ohne Reichweite. Gucken Sie sich doch nur mal diesen Polizeipräsidenten an (vorausgesetzt der Artikel porträtiert ihn richtg)! Muss man da noch fragen wer mit diesen Konflikten angefangen hat?

In Deutschland haben wir eher eine reale Chance diesen rechten Rassismus durch Wegekeln unter den Schirm des öffentlichen Radars zu bringen. Weil er einfach menschlich unanständig ist. Bei rechtem Diffamieren von sexuellen Minderheiten hat das doch auch ganz gut geklappt. Wer kann sich das heute noch öffentich leisten?
Wenn es durch den Verstand nicht geht gibt es nur diese Lösung. Oder natürlich die biologische, sozial verträgliches Ableben im Wortsinne.

@Dieter Kief
In diesem Kontext solche abgelutschten Pseudo-Intellektuellen schon wieder andienen zu wollen ist schon ein wenig frech, finden Sie nicht? Darf es noch eine Tasse Tee sein?

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(vorausgesetzt der Artikel porträtiert ihn richtg)!
Ich setze das nicht voraus. Was ich aber voraussetze ist ein Eigeninteresse der Medien, "Ereignisse" hochzukochen.

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Wobei die Antifa eine sehr niederschwellig organisierte Form hat. Das ist das Problem an diesen Graswurzelbewegungen. Die sind so gestaltet damit ein Verbot oder Verfolgung keine besonderen Auswirkungen hat. Anderseits ist das die berühmte 'loose cannon', eine überhaupt nicht steuerbare gewaltaffine Bande. Wer sich da solidarisiert hat den Schuss überhaupt nicht gehört.

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gux, Montag, 1. Juni 2020, 09:00

„G2020 - um Rassismus als genuin "rechts" anzusehen, müssen sie schon mit sehr verschlossenen Augen durch die Welt gehen (oder, wie unter Linken üblich, einfach Definitionen ändern). Schauen Sie sich doch einfach den Umgang in der DDR mit Vietnamesischen Vertragsarbeitern an - oder den Antisemitismus, den es in vielen linken Parteien gibt.“

Das DDR-Beispiel trifft. Ich kenne das von Veerwandten, die ich damals (vor 89) regelmäßig besucht hatte. Das betrifft aber nicht die Partei SED, die die Vietnamesen in den Augen Vieler sogar unfair bevorteilte. Vielen Leuten stank das. Der Ausdruck „Fidschis“ stammte aus dieser Zeit. Von Leuten, die nach 89 flugs stramm rechts auftraten, es also immer schon waren.
In linken Parteien gibt es sicher auch Antisemiten, aber vor allem Antizionisten. Dass dies das gleiche sei ist ein uralter Trick der Oligarchenpropagandisten. Was Sie in Großbritannien unmöglich übersehen haben konnten angesichts der verlogenen Schlamm- und Hetzschlachten gegen Corbyn (dem nicht meine Sympathie gehört).

Wir sprechen aber über die USA. Und da ist Rassismus genuin rechts, was denn sonst?

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G202 - ich denke, Dummheit kann man nicht an der politischen Ausrichtung ausmachen (und gegengleich). Es gibt sehr wohl linken Rassismus, nur äußert der sich anders - er bevormundet und unterdrückt, aber steckt Menschen genauso in Schubladen.

Ist es nicht auch rassistisch, wenn man die Vorteile nutzt, die Minderheiten zustehen (wie Ms Warren)?

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Merkst du das selber, gelegenpartheid? "Links ist kaum Antisemitismus, sowahr die Behauptung ein uralter Trick von Oligarchenpropagandisten ist." Scheiße bist du abartig.

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Man erinnert sich an den Zauberberg, und denkt an die Beeichnung der Vorkriegszeit vor 1914 mit dem Begriff der 'Großen Gereiztheit' - und nun also auch die Medienlandschaft an sich betroffen, 'wie infiziert mit großer Gereiztheit'?

https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/friede-springer-beklagt-sich-ueber-bild-chefredakteur-julian-reichelt-li.84705

Und offensichtlich macht man die Verantwortung bei Herrn Döpfner und dessen Alter fest - alt geworden und am Ende seiner persönlichen Fahnenstange angelangt würde er sich selbst austauschen, wenn er jünger wäre und distanzierter? Es ist schließlich sein Haus (und das von KKR).

Interessanterweise sind die jungen Leute in den soziale Medien längst abgeklärt genug und auf der richtigen Seite, wie gut also, das es eine Meinungsfreiheit gibt.

Und es gibt es wahrscheinlich, wenn wir den Zauberberg nochmals heranziehen, noch eine weitere Gruppe von Leuten, die ganz ruhig ist und kein bisschen aufgeregt, das sind die Damen und Herren an der Spitze der Generalstäbe, es ist ja ihr Konflikt der sich da entfaltet. da sie ihn ja selbst gemacht haben, und da er sich anscheinend weitgehend planmäßig entfaltet, gibt es auch gar keinen Grund für Aufregung oder schlaflose Nächte - wer sich ein bisschen auskennt, macht es Ihnen einfach nach.

Und wenn es, wie anno 1914, im globalen Maßstab eben schief geht, gibt es weltweit sowieso wenig Einzelne, die nicht betroffen sind.

Hin und wieder eine Tasse Tee und eine kleine Runde mit dem Rennrad können dem Tag immer noch helfen.

Vorgestern übrigens mit dem Katholizismus hier im Haus fast gestritten, der, als der Tag näher kam, glatt vergessen hatte, das Pfingsten war. Nicht einfach nur so ein Sonntag.

Ja die Sorgen, die machen auch schon mal, dass man das Beten vergisst, mitten im Wohlstand.

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pursuit of Happiness
Aus der Präambel (Absichtserklärung) der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung:

"We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.“

Dieser Absichtserklärung jagen die amerikanischen Bürger aller Hautfarben auf der Grundlage der gesellschaftlichen Eigentumsordnung nach wie vor hinterher. Die einen mit Geldanlagen die anderen mit kriminellen Mitteln und Waffen gehören auf beiden Seiten dazu. Die einen tragen sie persönlich und die anderen haben ihre privat security. Und die die dazwischen stehen verlassen sich auf die staatliche Gewalt. So what?

Wem die Erklärung zu kurz greift hier eine Langfassung:

https://www.migazin.de/2016/07/11/rassismus-usa-warum-us-polizisten/

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Vom Pursuit of Happiness
zum Culture War (Jonathan Haidt)

Ich "erfrechte" mich, nun auch British Islands zu antworten, worüber Sie sich beklagen, g-2020.

British Islands ist freilich in Bezug auf Jonathan Haidt ein wenig anderer Meinung als Sie? - Soll vorkommen, g2020.

Hier ist der Link zu Jonathan Haidts ziemlich aktuellen Überlegungen zum "Kulturkireg", in dem sich die USA befinden:

https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/05/jonathan-haidt-pandemic-and-americas-polarization/612025/  ;

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95 % der CO-19
Toten lt. The Lancet wg. China, so Steve Bannon.

In der weLT!

(Huch - was ist denn da los?)

Zitat Steve Bannon aus der welT von heute:

"Laut der Zeitschrift „The Lancet“ hätten 95 Prozent der Todesfälle und der wirtschaftlichen Schäden vermieden werden können, wenn die Behörden schon im Dezember reagiert hätten.
"
Steve Bannon meint ausdrücklich: 95% der CO-19-Toten und der wirtschaftlichen CO-19 Folgeschäden weltweit.

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dieter kief, Montag, 1. Juni 2020, 11:46

„Huch - was ist denn da los?“

Was soll den schon los sein? Matthias Döpfner hat doch gerade die Verstärkung der transatlantischen Bindungskräfte als wichtiges Ziel für heute angemahnt. Wenn nun ein neurechter Oligarchenpropagandist wie Steve Bannon sich gegen China positioniert, Argumente sind eh egal, kommt auch der gerade recht. Offenbar wollen Leute mit nicht geringem Einfluss einen neuen Eisernen Vorhang und einen neuen Kalten Krieg. Aus der Sicht der Verlierer verständlich. Nachdem auch die Corona-Panik geklappt hat ist es doch nur vernünftig anzunehmen dass auch dies klappen kann. „The Lancet“ ist ohnehin kompromittiert. Aber wer weiß das schon?

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"Dies könnten die ersten
Nationalen Riots sein." -

- Jim Goad in Taki's Magazine -

https://www.takimag.com/article/oh-cool-more-riots/

This might be the first-ever national riot. And what wonderful timing, coming right on the cusp of summer after a three-month lockdown where everyone’s already half-insane and the economy is falling into the abyss. We soon might be without food, but at least we’ll have plenty of Race Porn to keep the perverts happy.

There is no America anymore. And there will be no easy way out of this.

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D. Kief, 13:17
Haha, gute Arbeit von Jim Goad. Ich habe jetzt den Artikel mit Referenz auf Sie auf Twitter geteilt. Danke für den Hinweis.

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1) US-Gouverneurin:
"In Michigan alles easy - alle sind friedfertig und verhalten sich verantwortlich"..

2) sie ermahnt die "Demonstranten" "social distancing" zu praktizieren, wg. CO-19

3) Sie ist eine Demokratin und heißt Gretchen Whitmer

4) Die Abendnachrichten melden die komplette Zerstörung des Büros der Gouverneurin Gretchen Whitmer in Lansing durch "rioters" - ob sie "social distancing" geübt haben, wird nicht überliefert.


https://twitter.com/GovWhitmer/status/1266772793519210496/photo/1

Kommentator Justvisiting auf C. J. Hopkins blog Consent Factory Manager auf auf unz com:

"You can’t make up this stuff!"

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Etwas salopp formuliert, 'wer ein bisschen was von Politik versteht und Geschichte, der ahnt, dass evtl genau jetzt der Zeitpunkt sein könnte, wo Italien, Deutschland, Südkorea und Japan eine ständige gemeinsame Beratungskonferenz, PJCC, ins Leben rufen könnten, 'Wie geht ihr mit euren Amerikanern um, wie seid ihr mit ihnen zufrieden, wie ist Eure Lage, was erzählt man euch was gibt man euch was gibt man euch nicht, wie fördert man Euch oben und hält man Euch ggfls hin, welches sind eure Wünsche für die Zukunft, gibt es eine Wunsch nach vollständiger Unabhängigkeit' - etc.. Und da es sich um die 'Generation@' handelt, stellt sie einfach alles online.'

Die Sprachlosigkeit überwinden und Zukunft gestalten, nicht warten, dass sie von anderer Seite und durch andere passiert.

... Früher, da war es ja so, dass für die Deutsche Wirtschaft der Spruch galt 'wenn die amerikanische Wirtschaft einen Schnupfen hat, dann ist die deutsche Wirtschaft todkrank'.

Und die Frage ist, muss/sollte diese Abhängigkeit, 'quasi wie ein Automatismus', nun inzwischen längst alle gesellschaftlichen Bereiche betreffen - sich diese Abhängigkeit also (unbemerkt) weiter stark ausgeweitet haben - 'und durch Corona und Trump würde es jetzt für jedermann sichtbar'.

Provokant formuliert: 'Noch erwartet ja niemand 'von der unveränderlichen Besatzungsmacht', dass auch unsere Polizisten, 'als Ausdruck ihrer persönlichen Freiheit im Dienst', nun minutenlang auf dem Hals von irgendjemandem mit Todesfolge herumknien, damit wir uns für einen kommenden deutschen Bundeskanzler, der möglichst Trumpnah ist 'und die Wehrmacht bei Bedarf 'analog USA' wieder auch im Innern einsetzt' qualifizieren.'

Die Sprachlosigkeit überwinden also, eigene Staatlichkeit fördern. Der eigene Währungsraum verlangt es.

Das Nachdenken über eine solche ständige Konferenz zur Gestaltung der Zukunft, das Gestern der alten Leute liegt zurück, ist also vollkommen legitim - und wird daher auch keinesfalls von irgendwelchen Diensten argwöhnisch beäugt. Einfach klug voran - es geht eh weiter.

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Todesursache
George Floyd - Herzversagen. Comorbidität: Drogenintoxikation.

Das Knien auf einem sich der Verhaftung widersetzenden, sehr kräftigen, großen und starken Verdächtigen ist übliches polizeiliches Vorgehen, das Derek Chauvin den Regeln des polizeilichen Trainingsbuches für Michigan entsprechend ausgeführt hat - starker Druck auf den Rücken, Druck auf den Kopf/Halsbereich so stark, dass er sich nicht aufrichten kann.
(- In der weLT wurde das so zusammengefasst: Folter mit Todesfolge. In vielen deutschen Medien stand wörtlich: Mord - ich habe einen Fall oben zitiert.)

Alle vier an der Verhaftung beteiligten Polizisten trugen eine aktive Body-Cam und wussten, dass sie vom sie von Zuschauern gefilmt wurden.

Ansonsten deckt sich, was Sie vorschlagen perfekt57a, mit dem Vorschlag Steve Bannons in seinem Interview - in der weLT!

(Das sehr erstaunlich ist. Steve Bannon ist bekanntlich ein Trump- und AfD-Unterstützer reinsten Herzens. Die weLT hat den folglich die ganze Zeit genauso behandelt wie Trump und die AfD - ich sag' mal: Feindselig. - Und nun lassen sie den reden und reden - fast genau gleich wie Sie. - Hm.

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???
dieter kief, Dienstag, 2. Juni 2020, 08:10

"Todesursache
George Floyd - Herzversagen. Comorbidität: Drogenintoxikation."

Ja genau! Wie kann man sich nur als Vorerkrankter in Polizeibehandlung begeben?

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@das wars: - Kein
Mord - und Fentanyl und Chrystal Meth wurden auch gefunden.
Fentanyl ist ein synthetisches Opioid. Methamphetamin ist eine Droge, die enthemmt und aggressiv machen kann.

George Floyd hatte laut Autopsie verengte Herzkranzgefäße und Bluthochdruck.

Er hat sich der Verhaftung widersetzt. Etliche Zuschauer standen bereit, um ihm eventuell zur Flucht zu verhelfen.

Es wurde von Tod durch Ersticken oder Sauerstoffentzug gesprochen - die Autopsie gibt darauf keine Hinweise.

Die vier Polizisten waren nicht blöd - und allesamt keine Rassisten. Auch Derek Chauvin nicht - er ist mit einer Asiatin verheiratet. Alle trugen aktive Bodycams und wussten, dass sie gefilmt werden: Wer würde unter solchen Umständen jemanden absichtlich in der Öffentlichkeit töten?

Es ist ein sehr riskantes Verhalten, sich zuzudrogen, wenn man akute Herz- und Kreislaufprobleme hat und im angedrogten Zustand Falschgeld auszugeben (das ist ein "major offence" und fällt unter die harte US-Bundesgesetzgebung - man wird in so einem Fall nie einfach laufen gelassen). Sich dann der Verhaftung körperlich zu widersetzen (eine erneute erhebliche Straftat), ist ebenfalls hochriskant.

Hochriskantes verhalten, wie George Floyd es in hohem Maße gezeigt hat, kann sehr schlimme Folgen haben. Auch für diese Folgen trug der erwachsene Täter die Hauptverantwortung.

Was die vier Polizisten gemacht haben, war polizeiliche Routine. Es ist falsch von Mord zu reden.

Ach übrigens: Am Pfingstwochenende sind in Chicago 27 Personen getötet worden, etliche davon ermordet und fast hundert durch Pistolenschüsse verletzt.

Wie man aus der Polizeistatistik weiß, die allermeisten davon von Schwarzen Schützen. Das wiederholt sich in Chicago so oder ähnlich bei schönem Wetter jedes Wochenende.

Reaktion: Null. - Das ist normal.

PS

Die o. a. Autopsiebefunde habe ich heute beim Perlentaucher im Kommentarbereich angesprochen - Post gelöscht. Der Perlentaucher will ungestört die weltweite Opfererzählung pflegen. Fakten - wurscht.

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Wenn Sie dort - genau wie hier - auf das Angeben von Quellen verzichtet haben, haben Sie ums Löschen gebettelt und Ihren Willen gekriegt.

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Quelle Autopsiebericht
George Floyd, fritz:

Meantime, the Hennepin County Medical Examiner announced it has made “no physical findings that support a diagnosis of traumatic asphyxia or strangulation.” The preliminary results of the May 26 autopsy were included in the statement of probable cause for charges against Chauvin. The medical examiner suggested underlying health conditions contributed to Floyd’s death. Floyd’s family said it will seek an independent autopsy.

Also: die Polizisten haben beim Verhafteten weder eine Atemnot ausgelöst, noch ihn gar erstickt. Letzteres ist für alle, die sich ein wenig auch nur auskennen, schon rein physisch unmöglich, aber ok: Hier wurde es nochmal schwarz auf weiß gesagt.

Dieses Zitat ist aus:

Derek Chauvin Charged With Third-Degree Murder And Manslaughter In Death Of George Floyd, by Marisa Iati, Kim Bellware, Mark Berman, Lateshia Beachum and John Wagner, Washington Post, 29 of May, 2020

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Herr Kief, dann hat Arthur Conan Doyle also einen Fehler gemacht oder? Holmes war der Ansicht, Stapleton hätte Baskerville zu Tode erschreckt - aber letztendlich war Baskerville einfach nur krank.

Es stirbt übrigens auch fast niemand an Krebs - die meisten Menschen sterben an Kreislaufversagen; man sollte endlich aufhören, hier so viel Panik zu verbreiten!

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Der Floyd-Mythos ist erfolgreich in die Welt gesetzt. Der randalierende Mob interessiert sich einen feuchten Kehricht darum, wie genau der Mann nun zu Tode gekommen ist, oder dafür, daß hier zuerst einmal Gerichte ihre Arbeit tun müssen, daß ein Rechtssystem Zeit braucht, all das ist diesen Leuten völlig egal, die haben jetzt einen Märtyrer und damit eine Rechtfertigung für ihre Gewaltorgie und gut iss. Diejenigen, die friedlich protestieren werden wie üblich zwischen den Fronten zerrieben, deren berechtigte Anliegen sind längst von den randalierenden Horden diskreditiert und ins Anseits gedrängt worden, auch dies wie immer.

Ich finde ja die ganze Sache stinkt zum Himmel. Es ist unübersehbar, wie die ganze Geschichte maßgeblich von linker Seite politisch und medial so brachial wie noch nie ausgenutzt wird bis zum Anschlag, die ganze Trump-Hysterie der Linken ist sowieso nur noch krank, und demnächst kommt dann der Showdown mit Nationalgarde und Armee, und danach wird dann die Rechnung aufgemacht, die wiederum üblicherweise von den Leuten bezahlt wird, die am wenigsten für die ganze Malaise können, wie immer.

Die Geschichte geht seit den sechziger Jahren so. Alle paar Jahre wird mal wieder randaliert, geplündert und gebrandschatzt, und immer ist der Rassismus oder der Kapitalismus oder der Militarismus und wahlweise, falls grad vorrätig, noch der jeweils amtierende verhaßte republikanische Präsident als Feindbild aus der Hölle an allem Elend schuld.

An den grundlegenden Problemen von Teilen der schwazren Bevölkerung in den USA ändert das nichts. Es wurde viel erreicht seit Martin Luther King, aber man kann das Erreichte innerhalb kürzester Zeit verspielen, indem man nur noch ins Extreme tendiert, wie das z.B. "Black Lifes Matter" gerade massiv durchexerziert, mit freundlicher Hilfe z.B. der Antifa.

Und diesmal geht es halt in vielen linksregierten Städten rund und nicht nur in einer, das hört auch irgendwann wieder auf. Trump wird notfalls, wie viele Präsidenten vor ihm bereits auch schon (zuletzt Bush Sr. 1992), den Insurrection Act von 1807 anwenden, um die Unruhen zu beenden. Die Bevölkerung hat selbst in den demokratischen Hochburgen keinerlei Verständnis für diese unhaltbaren Zustände, insofern wird eine Mehrheit in den USA hinter Trumps harter Linie stehen und selbst die hartgesottensten linken Bürgermeister und Gouverneure werden entsprechend hart durchgreifen müssen und sich sehr unbeliebt machen bei vielen ihrer Wähler, auch wenn die aktuell dominante extreme Linke innerhalb der demokratischen Partei und die mehrheitlich ebenso extrem linksgerichteten Medien noch so hysterisch dagegen ankreischen und die Leute weiter aufwiegeln.

Eine Mehrheit in den USA will, wie in jedem anderen Land, ihre Ruhe haben und ihren Geschäften nachgehen, und auch die US-Demokraten können sich im Wahljahr keine von ihren eigenen Leuten regierten brennenden Dreckslöcher von Städten leisten, in denen man wegen marodierender Horden aufgepeitschter Irrer seines Lebens nicht mehr sicher ist, sonst laufen ihnen die Wähler scharenweise davon. Also müssen sie entweder selbst den Sheriff raushängen oder warten, bis Trump ihnen diese Rolle abnimmt.

Trump wiederum muß eigentlich nur rumsitzen, die Sache beobachten, sich dabei entspannt die Eier schaukeln, die Bekloppten weiter rumtoben lassen und so lange abwarten, bis selbst die überzeugtesten linken Bürgermeister und Gouverneure anhand der Zustände so in der Schiete sitzen, daß sie nach Recht und Ordnung betteln müssen, also der Hilfe der US-Bundesregierung, weil sie der eigenen Meute mit ihren aus ideologischen Gründen seit den sechziger Jahren immer weiter unterminierten Ornungskräften nicht mehr Herr werden, und dann kann er aufräumen.

Es bleibt spannend.

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wow. jetzt wollte ich meine Ansicht schreiben, aber frau jott hat das schon vollumfänglich gemacht.

Das einzige was man noch hinzufügen muss, ist, dass ich hoffen, dass jeder der absoluten Volldeppen, die Großbildfernseher in eigene Auto looten (Kennzeichen auf CNN) , oder eines der getrackten iPhones lange genug zu Hause hatte, laut und öffentlich einfährt - so wie der G20 Gipfel einen langen Rattenschwantz nach sich zieht.

Wäre ich Apple, würde ich gelootete Applestores einfach zunageln, mit Schild: in dieser linksanarchistischen Gegend ist nicht gut Geschäfte zu machen, bitte kaufen Sie online.

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Apple kann jedes ihrer store i phones tracken.

Aber bei den Vollpfostenfernsehern: bestimmt steckt da ein politisches Motiv hinter der Plünderung. Die kommern aus China und man möchte in den USA gefertigte Fernseher im Geschäft sehen, weil chinesische Arbeiter unterbezahlt sind. Oder so ähnlich.

Ich kaufe die story der Diskriminierung partiell, schlechte Schulen, schlechte Gegend, übergriffige Polizisten, no future etc.

Aber ich sehe auch, wer bei uns Tagesfreizeit hat und abhängt und wer am Samstag anderer Leute Höfe pflastert, um seine Doppelhaushälfte abzubezahlen.

Auch in Amiland gibt es Leute, die Ihre Kinder erziehen und andere, die mit 20 4 Gören von 5-7 Vätern haben, von denen sich mindestens die Hälfte ner gang anschliessen.

Und nein, dass hat nichts mit Nazi zu tun, es fällt mir aber auf, dass Spanier, Griechen, Italiener, Serben, Russen und Polen das bei uns mit dem sozialen Aufstieg durch Arbeit besser hinbekommen als manch andere Migranten. In Kalifornien finden sich auch viele fleissige Asiaten, Chinesen, Inder, Koreaner und andere, die jetzt gerade arbeiten und nicht plündern.

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@DieterK:
Hochriskantes verhalten, wie George Floyd es in hohem Maße gezeigt hat, kann sehr schlimme Folgen haben. Auch für diese Folgen trug der erwachsene Täter die Hauptverantwortung.

No Sir! 8 fucking Minuten mit vollem Gewicht auf dem Hals eines in mindestens der letzten Minute völlig Bewegungsunfähigen nimmt den Tod billigend in Kauf - und das ist das Schwächste, was man darüber sagen kann.

Ich habe nicht das mindeste Problem mit der Anwendung von physischer Gewalt gegen gewalttätige Kriminelle - aber alles hat seine Grenze. Die ist hier sehr deutlich überschritten worden.

Gruss,
Thorsten Haupts

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kein Mord nur eine Leiche
dieter kief, Dienstag, 2. Juni 2020, 12:16

"@das wars: - Kein Mord - und...Die vier Polizisten waren nicht blöd - und allesamt keine Rassisten. Auch Derek Chauvin nicht - er ist mit einer Asiatin verheiratet. Alle trugen aktive Bodycams und wussten, dass sie gefilmt werden: Wer würde unter solchen Umständen jemanden absichtlich in der Öffentlichkeit töten.....Hochriskantes verhalten, wie George Floyd es in hohem Maße gezeigt hat, kann sehr schlimme Folgen haben. Auch für diese Folgen trug der erwachsene Täter die Hauptverantwortung....Was die vier Polizisten gemacht haben, war polizeiliche Routine. Es ist falsch von Mord zu reden....Also: die Polizisten haben beim Verhafteten weder eine Atemnot ausgelöst, noch ihn gar erstickt..."

Meinem Einzeiler ist selbst beim bösartigsten Verdacht nicht zu entnehmen, dass ich Mord unterstellt habe. Ein Vorerkrankter ist in eine Polizeikontrolle geraten, hat sich verdächtig gemacht und ist bei der polizeilichen Behandlung zu Tode gekommen. Man kann bei so etwas zu Schaden kommen. Aber gleich zu Tode (also absolut unumkehrbarer Schaden) das ist doch etwas heftig.

Sie führen nur subjektive Gründe im Verhalten des Geschädigten als Begründung an. Rahmenbedingungen (gesellschaftlich, politischer Art) kennen sie nicht. Mit einzig subjektiven Bewertungen des Verhaltens einzelner Subjekte ist der Rassismus (egal wo) nur eine Erfindung.

Der inzwischen verhaftete Polizeibeamte hat sich nun für seine korrekte Anwendung der vorgegebenen staatlichen Polizeimaßnahmen zu verantworten. Wie er das reflektiert wäre interessant.

Die Jagd nach "pursuit of happiness" oder populistisch bekannter als "American way of life" wird weitergehen und die dazu passenden zukünftigen riots auch.

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Das die US Polizei vom Begriff "verhältnismäßig", am ehesten wohl mit "proportionality" oder dem universellen "reasonable" so ihre Schwierigkeiten hat, ist ja auch mit eine Ursache für die Unruhen. Sehr wahrscheinlich nicht die Einzige, aber ich kann schon nachvollziehen, warum da breite Teile der schwarzen Bevölkerung zutiefst frustriert und im Grunde dauergekränkt sind.
Was man noch so lesen kann, es war vielleicht kein Zufall, dass Floyd starb, er und der Polizist kannten sich wohl. Das können alles Gerüchte sein, ich denke man kann nur eines sicher sagen: wir wissen nicht alles über den Fall, hier in Europa schonmal garnicht, es bleibt spannend.

Und viele werden nur ganz kurz schaudernd daran denken, dass sich in den Pariser Vororten, Brüssel, Marseille, und hierzulande etwa in Berlin oder Bereichen von NRW ähnliche Verhältnisse anbahnen könnten. Das sind Gegenden, da gibts nicht mehr so viele vom Typ des trägen deutschen Michel, der sich alles einreden und alles gefallen lässt.

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@thorha

Grundsätzlich d'accord. Es bestreitet ja auch niemand, daß diese Sache mit dem Knien auf dem Hals des Festgenommenen so niemals hätte ablaufen dürfen. Sind sich quasi alle einig, quer über alle Parteigrenzen in den USA hinweg. Dennoch rate ich zum Abwarten. Es kommen immer mehr Details zutage, die nochmal ein anderes Licht auf die Sache werfen. Ich denke, das aktuelle Narrativ vom Märtyrerstatus des Toten wird nicht lange erhalten bleiben können.

Die Diskussion über die schlechte Ausbildung vieler Polizisten wegen, nebst diverser anderer Gründe, ideologischer Verbohrtheit der politisch Verantwortlichen ist in den USA ja schon in vollem Gange, und auch nicht erst seit diesem letzten Fall von Polizeigewalt.

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Ist nicht die eigentliche Frage, warum es dort immer zu Überreaktionen kommen muß? Ist das einfach eine schlechtere Ausbildung, bei der Deeskalation nicht vorkommt? (Persönlich finde ich schon die Idee bewaffneter Polizisten seltsam (Polizisten sind schließlich keine Gegner der Bevölkerung - wenn man unbedingt bewaffnete Einsatzkräfte braucht, kann man ja darauf zurückgreifen), aber das ist wohl eine britische Besonderheit.). Natürlich sieht man immer nur eine Seite, und die Tatsache, dass jeder Gegenüber eine Waffe tragen könnte, macht die Sache nicht einfacher - aber der eher martialische Umgang von Uniformierten mit nicht-uniformierten hilft nicht.

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Wie Sie alle wissen, wohne ich auf einem Dorf mitten in SH. Hier gibt es noch einen Dorfsheriff mitsamt Hilfssheriffs und eigentlich ist die Welt in Ordnung. Der alte Sheriff sagte aber recht deutlich „wir haben auch Angst, sagt Euren Kindern, sie sollen niemals irgendwas, was wie eine Waffe aussieht, auf einen Polizisten richten, denn der könnte schiessen“. Das war 2016, kurz nachdem ein zugedrogter junger Mann („Holländer“) am Bahnhof mit nem Messer auf die Polizei losging, auf nichts reagierte, kein Spray, keine Schlagstöcke und letztlich vom Polizisten angeschossen wurde in Notwehr.

Will sagen: auch Bullen haben Schiss, und in Amerika ist es ein schlecht bezahlter und unangenehmer Beruf. Der Bulle riskiert dort täglich Gesundheit, manchmal Leben.

Ich kann aus der Entfernung die Situation nicht beurteilen, schon gar nicht in der freidrehenden Hysterie, aber für die Aufarbeitung sind Gerichte da.

Das Gewaltmonopol des Staates ist ein schützenswertes Gut, brennende Stadtviertel zerstören Existenzen, häufig die in der Nachbarschaft der Brandstifter.

Auf Norddeutsch: die Deppen lassen sich gerade benutzen und schaden sich selbst am meisten.

Cui bono: nützt Trump am meisten, denn es lenkt von seinem mittelmässigen Coronamanagement ab.

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Aber Buerger - genau das ist es: angeschossen. Das bedeutet, dass die Polizisten solange wie möglich die Ruhe bewahrt haben und sehr angemessen gehandelt haben - aber um das zu können benötigt es vermutlich eine sehr gute Ausbildung. Ich vermute, das wird es in den USA auch sehr oft geben - das sind die Fälle, von denen man nichts hört.

Man sieht schön, dass Trump bier eine Situation hat, mir der er umgehen kann: da gibt es einen sichtbaren Gegner der sich berechenbar verhält - man könnte natürlich von einem Präsidenten erwarten, ein wenig beschwichtigend zu wirken, aber das ist wohl nicht seine Art.

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Das Stichwort Antifa fiel hier ja.

Gewalltätiger Mob kommt nicht immer „von selbst“:

https://www.nbcnews.com/tech/security/twitter-takes-down-washington-protest-disinformation-bot-behavior-n1221456

„White nationalist group posing as antifa called for violence on Twitter
Other misinformation and misleading claims spread across Twitter on Sunday night and into Monday related to the protests.“

Wird man nie oder erst viel später sehen welche Rolle Provokateure beim Rauskitzeln dieser Gewalt gespielt haben.

Ging ja hierzulande ähnlich, aber ohne Gewalt, auch in umgekehrter Richtung: das wurden Vermummte bei einer Pegida-Demo gefilmt mit den abstrusesten verschwörungstheoretischen, geradezu dummdreisten Plakaten. Da kamen gezielt zum Standort eines Fernsehteams, führten ihr Graphihzeug vor und zogen nach den Filmaufnahmen wieder ab.

Im Hamburger Schanzenviertel kam das wohl oft zum Einsatz; in Stuttgart hat man bei Demonstrationen am Bahnhof mal einen erwischt und dann mit Bild und Namen geoutet.

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Persönlich finde ich schon die Idee bewaffneter Polizisten seltsam
Ja nun, in den USA ist Waffentragen verfassungsgarantiertes Bürgerrecht, eine Polizei ohne Waffen kann da nichts durchsetzen. Immerhin leiern sie einem wohl die Litanei der Rechte herunter, wenn sie einem mit Waffen bedrohen, habe ich von jemand, der mal in den 80er eine Zeitlang in LA South Central wohnte, gehört.

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@gelegentlich 21:37: es wäre dann die Frage, wer solche Scharaden veranstaltet. Ob Geheimdienste, Medien, die Konkurrenz (die wahrscheinlich verhältnismäßig selten), Trittbrettfahrer diverser Art (nur welcher).

Es ging ja auch rum, daß etliche links Angehauchte, die sich wichtigtun wollten, sich mit selbstgesprühten Hakenkreuzen zeigten.

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@daswars, frau jott
thorha, nochmal daswars, buerger und gux

1) Die Autopsie ergab: Nicht erstickt, ja mehr noch: Sauerstoffmangel ist keine Todesursache.

Es wurde entgegen diesem Befund bestimmt ein paar Millionen mal weltweit geschrieben und gesagt, dass das ein "Knie-Mord" war, auch in vielen deutschen Medien, wahlweise "Todesfolter" (die weLT). Dagegen habe ich argumentiert, "daswars".

2) Es sollen tatsächlich die Gerichte ihre Arbeit tun, frau jott. Aber bevor diese "Knie-Mord"-Behauptungen in die Welt geschickt werden, bitte. Die Antifa - man weiß sogar, welches Mittelschichts-Mädchen beteiligt war, hat schon mal vorsorglich das Haus des medial vorverurteilten Polizisten Derek Chauvin in Florida verwüstet. Aber solche vorschnell als entschieden geschilderten veremeintlichen Mordfälle haben auch sonst eine erhebliche motivationale Kraft, wie man nun täglich sehen kann. Deshalb ist es so wichtig, hier genau zu sein.

3) Thorste Haupts, Ihnen will ich nicht Ihre Meinung nehmen, dass die Polizei entgegen der anderslautenden Aussagen im Autopsiebericht eben doch schuld war am Tod von George Floyd. Vermutlich haben Sie das Video gesehen, und gründen auf diesen (medial vermittelten, bitte) Augenschein Ihre Ansicht. Damit sind Sie in guter Gesellschaft, eh kloa. 

3 b) Auch dass, wie ich oben bereits gesagt habe, die im Polizeilehrbuch von Michigan vorgeschriebene und in der Ausbildung detailliertest (!) eingeübte, weil schonende und effektive Methode, einen fluchtwilligen, muskulösen, großen und schweren Straftäter mit den Knien zu sistieren, von zwei der drei Polizisten korrekt angewendet wurde, wird gerne ignoriert. Argument: US-Polizisten = schlecht ausgebildete und schlecht bezahlte Rassisten (beides falsch).

4) Die von mir angeführten Gründe für den Tod George Floyds, eines wegen schwerer Vergehen mehrfach vorbestraften Mannes, werden nicht deswegen falsch, weil sie subjektiver Natur wären, "daswars". Wenn Gründe vorliegen, die so schwere Konsequenzen wie den Tod eines Mannes zur Folge haben, dann sind die gewichtig, quasi ganz von allein.
Eine Begründung ist auch nicht ungenügend, weil ein Aspekt, der normalerweise immer genannt wird (Rassismus), in meinem Fall als Todesursache ausscheidet. Das ist vielleicht verwirrend, weil der Fall George Floyd als Beispiel für "alltäglichen US-Rassismus" herangezogen wird. Nun, das räume ich ein: Ich sorge hier in der Tat für ein wenig Unruhe, indem ich mich diesem weltweiten Trend mit wohl erwogenen Gründen entgegenstelle. Insofern bin ich geständig.

PS

Heute gelernt: Die regierungsamtliche chinesische Nachrichtenagentur bezichtigt die USA (!) im Fall George Floyd - des "Rassismus": Der schwarze Mann sei von der rassistischen US-Polzei zu Tode gebracht worden. Diese China-Anklagen werden hier bei uns eifrig vertweeted... Tcha. Hauptsache es geht gegen den gemeinsamen Feind, den rassistischen US-Kapitalismus. - Es ist klar, buerger, dass die Chinesen hier nicht ganz uneigennützig handeln und das schwankende US-Gewaltmonopol gerne noch ein wenig schwankender machen.
 
PPS

gux, Sie können sich eine bessere Welt vorstellen, mit weniger Gewalt. Ich auch. Das ist einer der Gründe, weshalb ich nicht in den USA geblieben bin, damals. 
 

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Ich habe mich aus anderen Gründen gegen die USA entschieden. Gesundheitswesen, Ausbildung (Schule wie Studiun) sind nur dann gut, wenn man viel bezahlt. Die Steuern zB in NY sind nicht wirklich niedriger als hier, nur man bekommt wenig dafür vom Staat zurück.

Gewaltaffine Stadtteile gibt es in Europa auch. Nicht nur in Paris und London, auch in Hamburg oder Duisburg oder Salzgitter.

Wenn die Coronarezession so richtig bei den Konten der Menschen angekommen ist, wird es auch hierzulande interessanter.

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@Gux. Ja, angeschossen. Ein einzelner, zwei Polizisten. Und recht viele Normalos, die keine Bedrohung für die beiden Polizisten darstellten.

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@buerger: Ja, Trump nützt es letztendlich am meisten, aber ich kann mir nicht recht vorstellen, daß er damit was zu tun hat (außer verärgert zuschauen).

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colorcraze, Dienstag, 2. Juni 2020, 21:43

„@gelegentlich 21:37: es wäre dann die Frage, wer solche Scharaden veranstaltet. Ob Geheimdienste, Medien, die Konkurrenz (die wahrscheinlich verhältnismäßig selten), Trittbrettfahrer diverser Art (nur welcher).“
Provokateure sind meist Leute, die die jeweilige lokale Macht im Rücken haben. Daher können sie ungerührt und ohne Angst vor Strafe strafbare Handlungen offen aufführen. Für wirklich Oppositionelle ist so etwas verständlicherweise wirklich riskant. Der Polizist in Stuttgart ist so ein Beispiel. Manchmal sind es interessierte Medien selber. Ich kenne einen Fall, in welchem es um Ehrenmorde ging. Die eventuelle Anstiftung dazu war einem Privatsender zu heikel. Dafür nahm man eine kleine private Filmfirma deren Leute da was zu Filmendes anstiften sollten. Plausible deniability. - Dass die Antifa das in Dresden war glaube ich nicht. Dafür nimmt man Leute, die es für Geld machen. So wie regelmäßig „Patrioten“ aus Niederbayern arbeitslosen Jugendlichen im Vogtland dafür zahlen in Dresden „wir sind das Volk“ zu spielen (eigene Anschauung).

„Es ging ja auch rum, daß etliche links Angehauchte, die sich wichtigtun wollten, sich mit selbstgesprühten Hakenkreuzen zeigten.“
Stimmt, es geht viel rum. Hier im Blog ein wie meist strunzdummer argumentfreier Rant in dem sogar von roten Fahnen die Rede war.

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Ich bin auch kein Verschwörungstheoretiker. Ich halte die Proteste für dämlich, aber nicht für gesteuert durch Trumpisten. Das ist zu viel and zu vielen Orten. Kein Reichtagsbrand. Es schadet aber den Demokraten (auch weil Polizei lokal ist und in vielen Städten Demokraten Bürgermeister sind). Für diese Bürgermeister eine klassische Zwickmühle. Kann man zB im Interview mit Guiliano sehen.

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So langsam werde ich zu einem Anhänger der Verschwörungstheorien ... könnte mir jemand einen guten Aluhutmacher empfehlen? Nachem ich von Lancetgate gelesen habe, bleibt mir nur, mich bei G2020 zu entschuldigen und zu diesem Thema zu schweigen.

Was aber die Krawalle und die Polizei angeht, glaube ich auch eher an eine Verselbstständigung - die nicht unbedingt durch die ehre unsanfte Art der Polizei aufgehalten wird.

@buerger: Gewaltaffine Gegenden gibt es überall, aber es ist schon ein Unterschied, ob ein bewaffneter Polizist als normal angesehen wird oder nicht. Und vermutlich entwickelt sich dann auch eine Art 'Wettrüsten': wenn die Polizei mit Panzern ankommt, muss die Gegenseite natürlich auch aufrüsten - aber eigentlich ist es für beide Seiten viel sinnvoller, das nicht zu tun.

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@dieter kief
"Update vom 2. Juni 2020, 13.36 Uhr: Auch eine zweite offizielle Autopsie bestätigt in wesentlichen Teilen den Befund, den die durch die Familie beauftragte Autopsie abgegeben hatte: Todesursache sei demnach ein Herz-Kreislauf-Stillstand infolge von "Druck auf den Nacken" gewesen. Damit gilt die durch den Polizisten Derek Chauvin angewandte Gewalt auch offiziell als Todesursache von George Floyd*. In einem ersten Bericht war noch von Vorerkrankungen und Rauschmitteln die Rede gewesen."
https://www.merkur.de/welt/usa-george-floyd-tot-derek-chauvin-todesursache-obduktion-wieso-festgenommen-schwarz-trump-proteste-minneapolis-polizist-zr-13782711.html

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Rassenkrawallen gibts doch regelmäßig in den USA. Daß sich bei solchen Gelegenheiten die retadierten Bürgerkinder ranhängen ist auch nichts neues.

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Lancetgate?
Zitat gux: "Nachem ich von Lancetgate gelesen habe, bleibt mir nur, mich bei G2020 zu entschuldigen und zu diesem Thema zu schweigen."

- Meinen Sie das Thema Koroner? Was ist denn "Lancetgate"? - Bitte um kurze Erklärung, bin z. Zt. "ab von allem" und normalerweise fast rund um die Uhr draußen.

Unruhen in den USA: Am Rande mitgekriegt und mangels detaillierter Infos keine Meinung.

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Sehr gerne: es geht um diese Studie, in der gezeigt wird, dass Hydroxychloroquin die Sterblichkeit erhöht:

https://www.thelancet.com/pdfs/journals/lancet/PIIS0140-6736(20)31180-6.pdf

Es hat sicher herausgestellt, dass es da einige Fehler gibt (falsche Zuordnung von Daten etc) und die Firma, die die Daten geliefert hat (Surgisphere[1]) war auch an einer anderen Veröffentlichung beteiligt, bei der es Probleme gibt:

https://retractionwatch.com/2020/06/02/nejm-places-expression-of-concern-on-controversial-study-of-drugs-for-covid-19/

Es ist alles ein wenig merkwürdig - und erstaunlich, dass gerade die großen Zeitschriften, die normalerweise extrem Vorsichtig sind, derart offensichtlich problematische Sachen veröffentlichen.

[1] https://www.the-scientist.com/news-opinion/disputed-hydroxychloroquine-study-brings-scrutiny-to-surgisphere-67595

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gux, Dienstag, 2. Juni 2020, 23:23

Nö, nicht schweigen! ;-) Entschuldigung akzeptiert, ich ziehe meinen virtuellen Alu-Hut vor Ihnen. Macht schließlich nicht jeder. Und ich bekenne bei spontanen Äußerungen auch das eine oder oder andere Mal daneben zu liegen zu können. Herr Wodarg wird jetzt auch ein Problem haben.

https://www.medicineuncensored.com/a-study-out-of-thin-air

Ich bin erst mal gespannt ob jetzt der Kopf von Fauci rollt. Ich hoffe phantasiebegabt zu sein. Eine tragbare Ausrede für den fällt mir jetzt dennoch nicht ein.
Jetzt wird es heißen müssen „follow the money“ und „follow the persons“. Mit seinem Fehler hat er die Tatsache und den Umfang der Politisierung dieses scheinbar medizinischen Problems an die Öffentlichkeit gebracht. Unverzeihlich. Sollte man denken.

Die m.W. beste Zusammenfassung des covid-19-Problems fand ich wieder einmal auf einem Blog, der hier „Spacko-Blog“ genannt wurde. Der Autor ist nach meiner Kenntnis ein unabhängiger deutscher Journalist aus dem Spektrum „linksliberal/undogmatische Linke“.

„At least in Germany, officials resisted the "dangerous virus" narrative till Mid-March when dramatic images from Italy came in. Those Italian "images of a catastrophe" made the population hysterical. It happened with "catastrophic images from China" before, but that did not really translate into action in Germany, as far, far away.
We will definitely know when/if we force the government to explain the decision process, but I guess in addition to this, European governments response was forced by Neil's Ferguson's /Imperial College of London's Covid-19 spread model, which was proven to be faulty.
The same personnel that did the swine flue hoax.
It is obvious in hindsight, but for any politician whose main competence is to read the mood of the public, it is a double bind. Some went for short term dictatorship, as favored by fearful people, some went for long-term reasonability which was difficult to get into mainstream media, anything else but the "dangerous pandemic narrative" was called "conspiracy theory".
Mainstream media in Germany are still doing a kind of gaslighting campaign by throwing reports of "dangerous infection" into reports of ridiculously low numbers and the police has taken up the fight with young people who - securing future birth rates - congegrate on public places with alcohol as they have always done.
I don't know how they want to get out of this without admitting they were wrong, but people are really creative this way. Main narrative now is "We did everything right as nothing has happened". When you start thinking along those lines it is a sure recipe for going mad, but people might prefer it to the frightening thought that their leaders are incompetent.
I am grateful Germany has a federal system It helps a lot.“

Der wesentliche Schutz unserer politischen Klasse wird die Abneigung der Führungssüchtigen sein zuzugeben an der Nase herumgeführt worden zu sein. Das werden wir auch hier im Blog sehen.

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Wenn du den lieben langen Tag Rebellmarkt mit Tonnen an Wortmüll vollspammst, hast du in dem Moment den Hosenstall offen und spielst an deiner Spammermumu?

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@Spatzenhirn: Maul halten! Glatze polieren!
Immerhin: „Das werden wir auch hier im Blog sehen.“ - Es hat nur eine Dreiviertelstunde gedauert.
Wer es genauer wissen will:
http://docteur.nicoledelepine.fr/organized-lynching-of-chloroquine-by-the-media-based-on-a-study-with-neither-verified-nor-verifiable-data/

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Dank - ich sehe das mit Schweinegrippe ein wenig anders, weil Freunde und Kollegen von mir damals auf der virologischen Seite dabei waren: die waren am Anfang alle davon überzeugt, dass es die lang-erwartete Pandemie wird (schlimmer als das, was wir jetzt haben). Und alle waren danach sehr froh, dass es so harmlos war - und hatten Sorgen, dass nun niemand mehr Pandemien ernst nimmt (und damit wohl auch recht hatten). Im Nachhinein wirken alle Maßnahmen entweder übertrieben (wenn sie erfolgreich sind) oder falsch (wenn nicht).

Und auch COVID-19 ist nicht so harmlos wie das vielleicht in Deutschland aussieht - und es ist wohl auch etwas komplizierter. Wenn es viele alte Patienten gibt, oder auch von verschiedenen Minderheiten, dann sind die Auswirkungen viel schlimmer:

https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/889195/disparities_review.pdf

Inwieweit Ferguson's Model als "falsch" akzeptiert ist, erschließt sich mir nicht ganz - die Kritik an der Software selbst war ein wenig seltsam. Es ist schließlich auch nicht das einzige Modell, und zumindest die Entscheidungsfindung im UK ist einigermaßen Transparent, man kann die Protokolle der jeweiligen Entscheidungsgremien lesen:

https://www.gov.uk/search/transparency-and-freedom-of-information-releases?organisations%5B%5D=scientific-advisory-group-for-emergencies&parent=scientific-advisory-group-for-emergencies

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gux, Mittwoch, 3. Juni 2020, 12:21
„...die Kritik an der Software selbst war ein wenig seltsam.“
Na ja. Erst hat er sie nicht veröffenlticht (Material und Methoden, an sich schon undenkbar). Und dann erst eine von Microsoft überarbeitete, veränderte Version (eigentlich auch undenkbar) vorgelegt. Die fachlich verrissen wurde (habe ich hier gezeigt).

Ich gebe zu dass ich selber lediglich die Vorhersgen mit den tatsächlichen Ergebnissen verglichen habe und dann zum Schluß kam: die Modellierung ist offenbar Schrott.
Das Bemühen um Transparenz ist natürlich immer lobenswert. Aber Bloomberg und Pers Robinson sind anderer Meinung dazu:
https://www.rt.com/op-ed/490110-covid19-propaganda-uk-public-opinion/ (Bloomberg hatte ich damals verlinkt).
Ein Meinungsstück. Aber immerhin war Cummings dabei, was offenbar ungewöhnlich ist und es wurde gemunkelt der habe die auf Linie gebracht. Weiß ich nicht. Dass Johnson nicht auf der m.E. idiotischen Idee verharrte in Großbritannien den schwedischen Weg gehen zu wollen finde ich richtig. Ferguson hat das dafür nötige pädogische Folterwerkzeug beigetragen, das dann wirkte. Der sagte 250 000 Tote voraus. Das ist falsch. Es sind, schlimm genug, 25 000 Tote. - Dass covid-19 harmlos sei könnte man aufgrund der weltweiten Daten denken. Ich dachte das bis Ende März auch. Aber ein Virus, das bei einer kleinen Zahl von Menschen die T-Helferzellen befallen kann, ist nie und nimmer harmlos.
Meine persönliche Voerhersage: man wird jetzt entweder erfolgreich Lancet-Gate verschweigen oder nach und nach werden die ganzen Werkzeuge der postdemokratisch-neoliberalen Massage der Politik explodieren. Das hier ist nur ein sehr kleiner Teil davon.

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Ich verstehe noch immer nicht so ganz, was das Problem ist, wenn Mitglieder der Exekutive als Beobachter bei einem Beraterstab dabei sind - in Ländern, in denen es so etwas gibt, ist das nicht so selten (die EU macht das auch).

Der Artikel ist interessant, aber ich teile die Aufregung nicht: warum soll man nicht das Militär mit einbeziehen, wenn es dort Fachleute gibt? Warum soll nicht GCHQ mithelfen? Sie vergessen, dass der letzte Bürgerkrieg im UK rund 350 Jahre zurückliegt und man eben nie die Erfahrungen mit dem Militär und dem Staat machte wie in Deutschland. Die Peelschen Prinzipien der Polizei (insbesondere, dass sie nur mit und nicht gegen die Bürger arbeiten kann).

Wo findet man die gleiche Transparenz z.B. in Deutschland oder der Heimat von RT?

Es sind übrigens wohl ehre rund 50'000 Tote durch Koronavirus.

Und verschwiegen wird deutlich weniger als sie denken - man muss manchmal einfach etwas warten.

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gux, Mittwoch, 3. Juni 2020, 14:34

Wenn Mitglieder der Exekutive bei einem Beraterstab dabei sind und zuhören ist nichts dagegen einzuwenden. Hier wurde aber, dem Bericht zufolge, der Stab von diesem Mitglied auf Linie gebracht, mit Hilfe von absurd falschen Zahlen.
„Und verschwiegen wird deutlich weniger als sie denken - ...“ das kann ich ehrlich gesagt von hier aus nicht beurteilen. In den hiesigen MSM wird der wirklich ungeheure Skandal bisher nicht erwähnt.
Bisher sehe ich da nichts, obwohl das auf den 30.5. zurückgeht.

1 Raum irgendwo mit Strom, 1 internanschluss, 1 Nicht-mal-Mediziner, 4 Angestellte (eine davon eine Art Nutte im Nebenerwerb, „model to be hired“, in der Art) machen eine Webpräsenz als ob sie quasi nach Toyata und VW der drittgrößte Autoproduzent wären. Und: KI! Mit unüberprüfbaren Fake-Daten täuschen sie Lanced und das New England Journal of Medicine. Das ist wohl eine Adresse in Chicago. Da bräuchte man nur mal hingehen und den Laden zeigen. Das Ganze scheint so real zu sein wie die gezeigte russische Oligarchenverwandte bei Straches Auftritt als Filmstar. Dennoch muss jemand die Idee gehabt haben und jemand muss die Spesen dafür bezahlt haben. Hochstapeln mag nicht teuer sein. Billig ist es aber wohl nicht.

https://www.theguardian.com/world/2020/jun/03/covid-19-surgisphere-who-world-health-organization-hydroxychloroquine

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Ich war nicht dabei und kann daher nichts dazu sagen - Cummings und Johnson sind derart ungeliebt bei weiten Teilen der Presse, dass ich da ein wenig skeptisch bin.

Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Repräsentanten der Exekutive durchaus Fragen stellen - zum Beispiel wenn wichtige Fragen nicht beantwortet werden, oder aber wenn Entscheidungen zwar sinnvoll aber nicht durchführbar sind. Wissenschaftler können manchmal ein wenig weltfremd sein und sich um Diskussion über (sagt man das noch?) Kaisers Bart verfangen. Und manche Empfehlungen lassen sich politisch nicht durchsetzen, auch wenn sie wissenschaftlich gesehen sinnvoll sind (es gibt kaum einen gesundheitlichen Grund gegen Glyphosat oder 'Chlorhühnchen'), und man muß Alternativen entwickeln. Das kann man natürlich via Ping-Pong machen - aber mit Repräsentant geht das schneller.

SAGE berät die Regierung - es gibt diesen Rat unabhängig von der Regierung; aber die Regierung darf natürlich auch nachfragen.

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Danke für die Infos
@gux. Auch wenn die Zeit fehlt, alles zu lesen, weiß ich jetzt zumindest im Groben, worum´s geht.

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Expertinnen der DLF
Einige "Hass-im-Netz"-Expertinnen von DLF gehen gerade im Netz unter, hihihi.

Unter Stokowskis Artikel hetzten zunächst so viele Kommentatoren, dass ich dachte, das Community Management wäre dort ausgefallen. Don hätte solche Hasskommentare, die dort erscheinen durften, nie durchgelassen, zumindest sah ich solche widerliche Sachen noch nie unter seinen Artikeln.
Mit der Zeit setzten aber immer mehr Leser der Autorin zu. Von dem Vorwurf des Tolerieren von Gewalt (häufigster Vorwurf) bis ".. sabbelt einfach nur irgendwas vor sich hin, weil sie widersprechen will, aber inhaltlich nichts zu bieten hat" ist alles dabei.

Und wie sich die ND-Autorin Jasmina mit ihrem Ruf "mein Bruder! " in den Nesseln setzte, war einfach zu köstlich.
"Mein Bruder". Die Bruchlandung der Saison. Lies das nächste Mal dailymail bevor du was schreibst. Da steht was zum "Analysieren", falls einem von euch nach Fakten zumute sein sollte.

Was mich freut, unter dem #antifa-Hashtag gießen die Leute seit Tagen kübelweise Spott auf die Anhänger des Terrors. Massive Ablehnung der #Antifa seitens der Twitterer.
Diese herzerwärmend breite gesellschaftliche Ablehnung könnte L. Hammer oder J. Filter auch mal analysieren. Ach, und die Grafiken dann im Spiegel veröffentlichen!

God bless Social Media.

Bedauerlicherweise lernte taz Nullkommanull aus Social Media. Die schauen wohl nur ÖRR, so in dem irren Glauben, das würde jemandem gefallen, veröffentlichten sie einen Artikel mit dem Slogan "Antifa ist Handarbeit", usw. Folglich werden sie die nächsten, die von den eigenen Lesern bespuckt werden. Der Artikel rief mir Monthy Pythons Ritter der Kokusnuss in Erinnerung.

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Stand 21:30

Über den Lancet-Skandal, der immerhin schon 4 Tage alt ist, berichten hier das Ärzteblatt, die Apotheker-Zeitung, die Süddeutsche und eher unbekannte Internetgebilde, die eher clickbait-Versuche zu sein scheinen. Dabei ist die Sache publizistisch wirklich „sexy“ sobald man mal auf die Firma und die dort Beschäftigten schaut, welche diese „Studie“ auf den Weg gebracht haben. Tja, den Medien soll es schlecht gehen aber das läßt man liegen. Am Engagement kann es nicht liegen. BILD hat ja letzte Woche gezeigt mit welchem Aufwand Seifenblasen konstruiert werden können. Da macht man sich seine Gedanken.

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Also die Daily Mail, der Guardian, der Independent, die Zeit ... das ist jetzt also wirklich nicht "versteckt".

Es ist aber auch ein wenig schwieriger zu Interpretieren - abgesehen von der Bild kenne ich jetzt auch kaum eine Zeitung die es schafft, wichtige statistische Fragen auf die Titelseite zu bringen (ich bezweifle, dass die Mehrheit der Leser sich schon einmal intensiv mit der Frage befasst haben, ob man kontinuierliche Variablen kategorisieren sollte oder nicht ...)

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Sorry, ich schreibe hier nicht nur auf deutsch, ich interessiere mich in diesem Kontext vornehmlich für die Reichweite der Medien hier. So gesehen kommt das Thema praktisch nicht vor. Und nein, hier geht es überhaupt nicht um statistische Fragen, ganz und gar nicht. Es ist eher eine Art Detektivroman über Interessen, Daten grapschen, die Existenz von Daten behaupten und verhindern dass man sie prüft. Um den Aufbau einer FakeNews-Einrichtung, die Durchführung einer PR-Kampagne zur Irreführung der Öffentlichkeit mit einer klar vorgefaßten Meinung, mit vorgeschobenen Medizinern, die für solch einen Artikel definitiv nicht qualifiziert sind. Die keine einzigen covid-19-Patienten behandelt haben. Eher sind es nur Pharmareferenten, in der Art.
„Organized lynching of chloroquine by the media, based on a study with neither verified nor verifiable data“ hat die Ärztin Nicole Delepine das genannt.
http://docteur.nicoledelepine.fr/organized-lynching-of-chloroquine-by-the-media-based-on-a-study-with-neither-verified-nor-verifiable-data/
FakeNews in einer politökonomischen Intrige. Mit Daten, die es nicht gibt in diesem Kontext (zusammen geklauter unorganisierter Datenmüll aus -zig Krankenhäusern), hat niemand ein Problem statistische Fragen zu vermitteln. Das zeigt höchstens dass man tunlichst datensaugende „Apps“ vermeiden sollte.
Nein, es ist ein Skandal und ich bin froh dass Sie mich darauf aufmerksam gemacht haben. Die Reputationen von Fauci und des Lancet sind natürlich jetzt im Keller.

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Ein ja hätte gereicht, dich privat vorzustellen, Häuptling Spammumu vom Stamme Lall.

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@dk:
Ich interessier mich für die Unruhen in ein paar Städten der USA nur am Rande, aber das lief mir über den Weg und ich werfe es hier ab:

https://thehill.com/homenews/news/500514-independent-autopsy-finds-george-floyd-died-from-asphyxiation-from-sustained

Scheint zumindest sehr, sehr fraglich, dass 8 Minuten knien auf dem Nacken eines Mannes (plus 2 weitere Polizisten auf Rücken und Beinen) nix mit seinem Tod zu tun haben. Ich bleibe dabei - das war Körperverletzung mit Todesfolge (wäre in Deutschland wohl die Anklage).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Der Schwachfug ist ja nicht auszuhalten... hier.

Kaum ist man mal ein paar Jahre weg...
Die §$%&/ (vulgo: Spinner) sind ja noch immer hier...

Habt Ihre keine Freundin? Freunde? mit denen Ihr sprechen könnt? Oder was gemeinsam essen, trinken...?

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George Floyd
Thorsten Haupts / Il_schlange und das Zweitgutachten


Stefan Molyneux hat auf Twitter den Tod des George Floyd so zusammengefasst:

 - Nimmt das Opiod Fentanyl

 - Ist herzkrank
 
- Nimmt Christal Meth
 
- Bluthochdruck
 
- Kokainsüchtig
 
- Hat Herzinfarkt
 
- Widersetzt sich der Festnahme
 
- Widersetzt sich dem Abtransport
 
- Krankenwagen wird gerufen
 
- Wird Festgehalten (gefährlich wegen Fentanyl****)
 
 - Stirbt

  
**** Das synthetische Opioid Fentanyl verursacht Herzrhythmus-Störungen und kann zum Herzstillstand führen bei vorgeschädigten Herzen - auch ohne dass Chrystal Meth im Spiel wäre und eine Kokain-Abhängigkeit - die beide die schlechte Lage hier zusätzlich verschlechterten.

Das Festhalten durch die Polizei löst zudem einen Hormonsturm von Catecholaminen aus, der die negativen Eigenschaften des Fentanyl usw. verstärkt und so den Herzstillstand mit noch größerer Wahrscheinlichkeit herbeiführt. 

Die Befunde des ersten Gutachtens passen zu diesen Tatsachen. 
Die glasklaren Befunde des ersten Gutachtens (gemacht von einem weithin anerkannten Spezialisten): Kein Atemstillstand und keine Strangulation. - Es ist nicht schwer, derlei festzustellen, aber sehr schwer, eine solch simple Feststellung zu bestreiten. Einer der Wege bei der Vorstellung des Zweitgutachtens war der: Der dabei anwesende Anwalt der Familie Floyd (für die es hier auch um sehr viel Geld geht) sagte, er zeige jetzt mal, dass man sprechen könne ohne zu atmen - und tat das dann eine Zeit lang - als Beweis, dass sich die Tatsache, dass George Floyd während seiner Sistierung immer wieder gesprochen hat nicht beweise, dass er nicht geatmet habe. Unglaublich.
 
Soviel ich bisher sah, wurden die Befunde des ersten Gutachtens nicht außer Kraft gesetzt, und auch nicht der erstklassige Ruf des Erstgutachters angezweifelt, sondern lediglich ein paar Schlüsse daraus. Ein übliches Verfahren, nach dem Motto: Probieren wir's mal. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses gerichtsmedizinische Bubenstück klappt, ist hoch. Die meisten Leute lesen keine Gutachten, sondern verlassen sich auf das ziemlich irreführende Video - denn das ist etwas, das sie mit ihren eigenen Augen gesehen haben... 
Zur Polizeiarbeit in diesem Fall habe ich weiter oben einiges geschrieben und verlinkt (insbesondere den Artikel von Jim Goad in Taki's Magazine).

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