Kurzurlaub

Tegernsee, das hiess: Totallockdown, 15km Reisebeschränkung, von aussen durfte keiner rein, weil 2 Altersheime Ausbrüche hatten, und die Zahlen nach oben trieben.



Die kleine dumme Stadt an der Donau hat in der Altstadt ein drakonisches Maskensystem mit dem Umstand, dass ich zwar theoretisch immer Maske tragen muss, aber weil FFP2 auf Dauer unmöglich ist, muss ich zwischenzeitlich immer wieder wechseln. Das nervt erheblich und trägt dazu bei, dass ich keine Lust auf gar nichts habe.



Oh, und die Schulen sind natürlich wirklich total zu. In Würzburg trägt draussen niemand eine Maske, und man hört, dass weiter nördlich, jenseits der Landesgrenzen, sehr vieles an Kindergärten durchaus geöffnet ist. Irgendwie haben die es in Frankfurt wohl nicht so mit den Regeln. Und in Würzburg kann man einfach so in den Schlosspark, auch wenn das Schloss selbst verrammelt ist.



Immerhin: Kultur! Endlich ein wenig Kultur, nachdem daheim alles geschlossen ist und ausfällt. Leider ist der alte Chef des Konzertvereins gestorben, wenngleich nicht an der Seuche - es muss trotzdem seltsam sein, für einen Verein gelebt zu haben und zu gehen, ohne zu wissen, wie das weiter laufen kann. Mein Bauch sagt mir angesichts des Impfdebakels: Nicht vor 2022. Wer jetzt ein buch geschrieben hat, macht keine Lesereise mehr.



Und so wird es eine Weile noch bei "von Aussen" bleiben. Eventuell gibt es ja Konzerte im Sommer in der Orangerie von Ansbach, wo man auch draussen sein kann, oder im Kurpark von Bad Wiessee. Und wenn es nur Blasmusik wäre, aus Böhmen kommt die Musik, wäre es auch schon etwas. So viele historische Parks, dass man damit allein zwei Jahre herum brächte, haben wir nun mal auch nicht. Das nächste Mal dann, wenn ich hier bin, ist wieder Veitshöchheim dran.

Donnerstag, 28. Januar 2021, 23:00, von donalphons | |comment

 
In dieser Zeit ist es wirklich von enormem Vorteil, bekennende Stubenhockerin UND Misanthropin zu sein. Man muß nur ein wenig darauf achten, nicht allzu gänzlich zu verfetten.

Besserung der Lage allerfrühestens März '22, exakt. Sage ich seit dem letzen Sommer. Dieses Jahr werden die wohl nach den Osterferien den Laden partiell aufmachen, und dann werden die Leute wie die Bekloppten versuchen, im Frühling und Sommer alles nachzuholen, was sie 2020/21 "verpaßt" haben und sich aufführen wie die egomanischen Irren, danach hammwa ab Herbst dann dank der allgemeinen Blödigkeit des Menschengeschlechts wieder genau die gleiche Lage wie diesen Winter auch.

Kleine Hoffnung: Virenpandemien neigen historisch dazu, sich irgendwann nach der dritten Welle totzulaufen. Hoffen wir, daß es diesmal wieder so ist.

ps. FFP2 geht gar nicht, richtig, leider. Das erträgt man kurzzeitig bei Besorgungen, aber nicht für längere Zeiträume oder gar dauerhaft. Atemnot, ganz ohne Virus.

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Komischerweise
komme ich mit den FFP2-Masken besser zurecht als mit den Stoffmasken. Ich hoffe auf die Vernunft des Einzelnen, aber da hofft man oft umsonst. Insofern sind mir alle Einschränkungen Recht, wenn auch nur eine geringe Aussicht auf Besserung besteht.

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Beneidenswert, bei mir kommt zur beeinträchtigten Atmung auch noch eine äußerst unangenehme Hautreizung durch das kratzige Material.
Aus der Apotheken-Umschau:
"Atmen mit FFP2-Maske ist anstrengender
Es gibt noch andere Gründe, die gegen einen generellen Einsatz der Masken sprechen: Bei der Atmung gibt es auf Grund des Filters einen erhöhten Widerstand. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur ist dem Atmen durch einen Schnorchel vergleichbar und kann zu einem Gefühl von Luftnot führen. Deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Aktivität man mit der Maske vor dem Gesicht bewältigen will und über welchen Zeitraum.
"Bei einem Ausdauertraining würde die Maske einen wahrscheinlich ausbremsen bevor man überhaupt einen Trainingseffekt hat", so Dellweg."
https://www.apotheken-umschau.de/FFP2-Masken

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"Insofern sind mir alle Einschränkungen Recht, wenn auch nur eine geringe Aussicht auf Besserung besteht."

Das ist in Deutschland fraglos Mehrheitskonsens. Ich bin da ein bisschen altmodischer - für mich sind Einschränkungen von Grundrechten hart begründungspflichtig und reine Hoffnungsnummern sind keine ausreichenden Begründungen. Die Pandemie legt auch nur einmal mehr offen, warum Freiheit gegen Mehrheiten durchgesetzt werden muss und von diesen Mehrheiten selbst niemals erhalten werden könnte. Menschheitskonstante.

Ohne den Zusammenhang zwischen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit - die ist für eine Mehrheit nämlich wirklich wichtig - hätten wir schon lange bestenfalls eine autoritäre Demokratie.

Gruss,
Thorstren Haupts

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Da sind wir einer Meinung, Herr Haupts, die Einschränkungen ohne valide Begründungen sind bedenklich.

Allerdings ist Ihre (ehemalige?) Partei da recht gehorsam vorne mit dabei. Selbst die FDPler trauen sich nicht, aus Angst, dann wieder von der Presse totgeschwiegen zu werden.

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Nun, jedenfalls haben wir in dem, was wir Demokratie nennen, jede Menge Leute, die autoritär handeln. Und das beschränkt sich nicht nur auf den Söder, denn im Grunde sind die, die uns weismachen wollen, sie Dinge seien so, wie sie sie gerne hätten, genauso autoritär, und dafür braucht man gar nicht bis zum Virus zu schauen, diese Sorte Leute zeigt sich eigentlich sei 2015 oder auch im Zusammenhang mit den Worten "Trump" oder "Klima" fast schon reflexartig. Das ist ein bisschen wie diese sehr emotionalen Aliens, die sich als Menschen tarnen aber bei einem emotionalen Aufbrausen, welches sie eben häufig erleben, "aus der Haut fahren" und sichtbar werden.

Die FDP ist da, da stimme ich Ihnen, @buerger, völlig zu, übrigens genauso dabei wie die CDU oder auch die SPD: nicht unterscheidbar, visionslos, und vor allem ist sie keine liberale Partei, war sie vielleicht auch nie. Und sie biedert sich an, so unappetitlich wie die SPD.

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Nur zur Klarstellung:

Ich war niemals Mitglied irgendeiner Partei. Der RCDS war (ist?) aus sehr guten Gründen nie Parteigliederung, sondern "nur" CDU nah.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Für mich war der RCDS der Uniableger der Union und ich bin davon ausgegangen, dass die Leute in dem Verein auch Mitglieder der CDUCSU sind, genauso wie Jusos bei der SPD und Julis bei der FDP sind (nicht alle, aber viele). Insofern danke für die Aufklärung, keine böse Absicht.

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Ich verstehe ja nicht, warum man die Museen geschlossen hat. Bis heute verstehe ich auch nicht, warum man draußen an der frischen Luft eine Mundnasenbedeckung tragen sollte z.B. in der Fußgängerzone oder auf dem Supermarktparkplatz (Ausnahme vielleicht bei Demonstrationen o.ä.). Ich halte das für absurd, niemand steckt sich unter diesen Umständen bei irgendwem an. Und warum sollten die Menschen nicht in Parks spazieren gehen dürfen oder beispielsweise Familien nicht zum Rodeln ins Gebirge fahren dürfen? Ich sehe Bilder von Polizisten, die in den Bergen die Maskenpflicht bei Rodlern Wanderern Langläufern durchsetzen - im Freien. Ein Wahnsinn. Und warum klagt niemand dagegen? Naja, irgendwann ist es damit hoffentlich vorbei.

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Maskenzwang an der frischen Luft ...
... ist rational nicht zu begründen.
Die Maske als "neuer Geßlerhut"?! .... wir sind alles sehr brave Untertanen.

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Maske aufm Parkplatz beim Supermarkt im Schneesturm. Ist schon ziemlich KrähSie.

Aber zunindest was Gutes hat der Wahnsinn: Die IkeaLieferanten sind überwiegend Goldstücke, sprich der Lockdown schafft Arbeitsplätze und hilft so gegen Frust im Kaffeehaus. Ob Pakete schleppen im Schneegestöber wohl das war, was die NGOs in Aleppo versprochen hatten?

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"In den Bergen" wird es nicht um die Maskenpflicht gehen.

Eher um Verstöße gegen den Lockdown (Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund), um die 15-km-Leine bei Insassen von Hotspots oder um die Abstandsregeln bei Zusammenrottungen von 3 Mamis mit Kind auf dem Schlitten. Uff.

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Sucksen z. b. hat ab Inzidenzwert 0815 eine Maskenpflicht auf der Straße. Die gilt aber NICHT außerhalb geschlossener Ortschaften, nicht beim Sport und nicht "bei der unterbrechungslosen Fortbewegung mit Fortbewegungsmitteln", vulgo Fahrradfahren.

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Sucksen. Made my day!

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Man kann bissle arbeiten,
fotografieren, lesen, - kommentieren...spazieren, schreiben - in die Schweiz reisen (man sollte dort aber Freunde/Verwandte haben).

Es war überaus schön im Schnee die letzten - Wochen eigentlich, hier am See! - Dann ist es noch nützlich, wenn man ein paar furchtlose Freunde hat, die zu Besuch kommen.

Wenn es im Frühling wieder besser geht, werde ich mir die Laune von den Dauerpessimistinnen (die Frauen Merkel und Jott usw. - Karl Lauterbach) nicht verderben lassen.

Dass es die Leute nicht wuschig macht, dass es mit der Impfung nicht vorwärts geht? - Seltsam, seltsam. Die Zahlen für Israel über die Impffolgen sollen sehr gut sein - schrieb Steve Sailer gestern und analysierte die auch.

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Herr Kief,

Wenn Sie mich bitte niemals, aber wirklich niemals in einen Zusammenhang mit der ewigen Kanzlerdarstellerin oder diesem roten Hilfsarzt für Arme bringen würden wäre ich Ihnen ganz außerordentlich verbunden, danke. Das grenzt an Ehrverletzung, beleidigt zudem meine Intelligenz und muß wirklich nicht sein.

Im Übrigen scheinen Sie mich gründlich mißverstehen zu wollen – ich bin manches, aber nicht pessimistisch. Ich versuche nur, die absurde Lage der Dinge realistisch zu sehen. Und ich fürchte, auch in dieser Hinsicht mißverstehen Sie mich immer wieder gründlich.

Ihnen noch einen zauberhaften Tag am See!

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Noja, die Intelligenz
Angela Merkel ist bestimmt überdurchschnittlich intelligent. Außerdem ist sie auch noch beherrscht. Das hat das evangelische Elternhaus gemacht. Und sie hat Witz - und ist nicht wehleidig, hehe, auch nicht eitel, ne; vermutlich durch den jahrelangen täglichen Umgang mit Behinderten; sowas bereichert - und prägt.

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Lieber Herr Kief, selbstverständlich ist Merkel sowohl wehleidig wie auch eitel. Nur beides auf eine Art und Weise, die der Durchschnittsbürger eher weniger erkennt :-). Funktioniert, wie man sieht.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Herr Kief, darf ich fragen, wo Frau Merkel Witz hat (jenseits dessen, was die meisten Menschen haben)? Sie scheint mir weder sehr charismatisch zu sein, noch eine mitreißende Rednerin.

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War dieser Kommentar von dieter kief nicht ironisch gemeint?

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genium - nein
nicht ironisch. - Es ist - Ironie, der Ironien - ähnlich wie bei Helmut Kohl. Auch der wurde gerne unterschätzt - für einen Politiker ist das ein strategischer Vorteil. Und ja: Ich meine, auch Kohl habe einigen Witz gehabt - und auch tatsächlich was von Friedrich Hölderlin verstanden - so ca. wie Angela Merkel wirklich was von Wagner kapiert hat - oder Don Alphonso von J. M. Molter (die Musik, sagt mein Kopf, die man hören solle, wenn man in eine Stadt voller Feinde einfahre - ich meine, DA habe das geschrieben, nachdem im 200er Benz-Coupé Frankfurt/M. - und damit dem Ort seines Rausschmisses bei der FAZ - entgegengerollt war. Es hat jedenfalls was - ich hab' mir diese Molter-CD besorgt: Concertos for Trumpets and Horns. Jean Francois Madeuf/ Musica Fiorita / Daniela Dolci.

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Ironie, der Ironien? So ganz verstehe ich nicht, was Sie damit meinen, Herr Kief.
Ironie der Ironie, würde m.E. bedeuten, dass Ihre Aussagen zutreffen würden, aber der einzigen Behauptung, der ich persönlich zustimmen könnte, wäre, dass sie beherrscht ist, denn dass sie überdurchschnittlich intelligent wäre, Witz hätte und nicht eitel wäre, halte ich für Fehleinschätzungen, - oder die Ironie, die ich dahinter vermutet habe. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja auch und überschätze meine Menschenkenntnis?!

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präobszöner Zeitvertreib
Rappe Ray nahm die 15km-Schwelle
im Galopp und durchritt den Vormittag
trotz Scheuklappen
ohne Mühe, Maulkorb und MassenmedienBelästigungen.

Evert Louis van Muyden hat's 1897 kommen sehen
https://www.bilder-upload.eu/bild-191281-1610632995.jpg.html

die vielen Fachausdrücke in der teils bizarren Gesprächsrunde
bei servus 29.1.21 (00: 20 Uhr) -gekürzte Sendung bei youtube-,
hätte er vermutlich auch sehr erheiternd aufgefaßt, oder auch nicht.
Immerhin ist ihm der kaum zu überbietende »... hohe Level der
Absurdität ....« von 2020/21 erspart geblieben.

(https://www.youtube.com/watch?v=UYvf6rHovKQ)

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Grüßen Sie mir Würzburg!
Würzburg, die Stadt, in der ich in den 90-er Jahren gelehrt und gearbeit habe. [Am Hubland, nicht in der Residenz).
Ja, so eine kleine Auszeit muß sein, ansonsten wird man ja verrückt in diesem hysterischen und völlig unorganisiertem Land. Man muß seine zufriedenen und glücklichen Momente selbst organisieren, leider haben das nicht wenige Leute niemals gelernt.
Ich jedenfalls werde mir heute einen Randersackerer Bocksbeutel genehmigen (nicht allein...). Aber vorher muß ich Schnee schaufeln gehen, hier schneit es seit heute Vormittag ununterbrochen....

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Aschaffenburg
Der dortige Park Schönbusch ist auch eine dringende Empfehlung. Der würde bei sonnigem Wetter m.E. sogar einen Ausflug aus dem Rhein-Main-Gebiet lohnen, den kann man dank guter Anbindung sogar mit der Bahn machen. Oder, wer die A3 entlang fahren muss, könnte hier eine schöne lange Pause machen.

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Sie schreiben wieder - das ist erfreulich! Ich war die letzten Monate anderweitig beschäftigt und dachte schon, der Sommer wäre das Ende gewesen!

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By the way, draußen ist wieder Demo; ich erkenne es am dauerhaften Hupkonzert, war Freitag auch schon so.
Kommt wahrscheinlich wieder nichts drüber in der Presse.

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Demo die Guten oder die Bösen?

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Keine Ahnung (im Zweifelsfall immer die Bösen, klar), ich war nicht draußen, ich habs nicht gesehen, nur das Gehupe gehört. Für eine Hochzeit, auch eine große, war es zuviel. Also muß es wohl eine Demo gewesen sein.
Vielleicht wieder die Busunternehmer, oder die Bauern, oder die Eventler - es gibt viele, die Grund haben, protestzuhupen.

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@fdd:
Der Verfall des Aluminiumpreises hat ein Datum: 1889 Erfindung der Schmelzfluss-Elektrolyse, um dem Bauxit das Metall zu entziehen. Die Schweizer mussten erst ein paar Wasserkraftwerke bauen, um die französischen Bauxit-Vorkommen verarbeiten zu können.
Jedenfalls stand ab 1918 Alu als industriell hergestellter Konstruktionswerkstoff zur Verfügung. Zunächst als Blechtafeln für Bus-Karosserien. Später dann nach Entwicklung des Strangpressens auch als Profile.
Die Firma Alusuisse leistete damals viel Entwicklungshilfe in Flugzeug- und Fahrzeugbau, um das Material unter die Leute zu bringen. Die bekannteste Gründung war bennes alu (Benalu) in Frankreich. Die Firma gibt es heute noch.

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Demo-spotting: Treckerkonvoi heute 14:00 - 14:30
Heute war vermehrtes Hupkonzert, neuerdings auch mit Cucaracha-Fanfare, zu früherer Zeit (die letzten Tage war es immer um 16:30 rum). Heute habe ich sie gesehen: es waren Konvois von Treckern, sonderbarerweise fast alle dieselbe (kleinere) Größe, die auf der Bismarckstraße vom Ernst-Reuter-Platz Richtung Olympiastadion fuhren. Sie hatten alle diverse Plakate vornedran; das kürzeste und treffendste fand ich "no farmers - no food".

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Hinsichtlich der Hl. Greta, FFF und ihrer Toolbox zum Dranhängen an Bauernproteste in Indien:
Hier in Berlin gab es nun vor 10 Tagen den 2. Bauernprotest innert eines Jahres. Da hängen sie sich nicht dran, bisher.

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Habe da was auf youtube gesehen, die HL G kommt in Indien nur so mittelgut an. Auf Rihanna und Harris Nichte steht man auch nicht.

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So wie ich das verstanden habe, wollen sie mit der Indien-Kampagne hier ankommen, nicht dort vor Ort.

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man hört, dass weiter nördlich, jenseits der Landesgrenzen, sehr vieles an Kindergärten durchaus geöffnet ist. Irgendwie haben die es in Frankfurt wohl nicht so mit den Regeln.

In Hessen gelten andere Regeln als in Bayern, auch für Kitas.

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In Bawü ist die Verordnung nur auf dem Papier. Es gibt eine sogenannte Notbetreuung die so ziemlich alle Kinder Betreut.

Super sache, da freut sich jeder. Vielleicht müssen wir ab nächste Woche ein lustiges Hütchen gegen Koroner aufsetzen.

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Da gibt es aber auch sehr viel 'virtue signalling' - letztendlich weiß doch auch niemand, was wirklich richtig ist.

"bei der weldlichen Wiesenschafd giebt es ahle Wochen was neies. Das wo gesting das riechtige wahr ist heunte sauduhm und sie erfienden iemer neie Schwiendel, damit das die Schtudentn neie Biecher kaufen miessen und disses heußt mahn den Fordschrid der Wiesenschaft und kost fiel Gäld.|

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Patfong
v.gd/8eL63y​

v.gd/c4ALic
Patfong: Guugell liest hier k als t

Pak fong:
v.gd/4KRaY5

Silver Corner
v.gd/vv3YdD

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Packfong, Neusilber, Alpaka, Argentan, Weißkupfer
v.gd/VpIiOG

DDR 1.0 Gedenkmünzen
v.gd/N07KCm

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3W_BKrHZmbk
v.gd/5uFyO2

v.gd/umvy9y

Danke, lieber buerger, für das Stichwort "sofa":

v.gd/SqajHn

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10 years after. 10 year before war ich noch nicht dabei, sondern mit Grossreinemachen in einem Kreditinstitut beschäftigt.

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🍰
https://www.youtube.com/watch?v=CRxXTwGJ-ik

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Das seriöse Gatestone Institut
über die Immigrationsdebatte in Dänemark; ein ausführlicher Report.

Die Dänen wollen insbesondere die islamische Immigrition eindämmen. Dass die aufnehmende Kultur sich behaupten muss, ist dort mittlerweile so ziemlich Konsens.

Die Predigten und Gebete der Imame müssen neuerding im Gottesdienst ins Dänisch übersetzt werden.

Die Schweizer verlangen, dass in der Landesprache gepredigt werde.

https://www.gatestoneinstitute.org/17025/denmark-asylum-seekers

Ener der Hauptgründe für den Dänischen Konsens, dass die Immigration erhebliche Probleme bereitet: Zunehmende offene Gewaltkriminalität. Die US-Botschatf in Kopenhagen hat eine Warnung herausgegeben wegen Schießereien in ihrer Nachbarschaft...

Das Sarrazin- und Sieferle Thema der Unvereinbarkeit von Sozialstaat und unregulierter oder superliberal geregelter Immigraiton ist in Dänemark ständig auf der öffentlichen Agenda. - Hier ist es ständig - skandalisiert - - wahlweise tabuisiert.

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@DKief, 10:39
Zu Predigten und Gebete in der Landessprache:
Schwierig.
Wenn man das auch für polnische, slowakische, chinesische etc. Gottesdienste einführen wollte aus Gründen der Religionsgleichheit, gäbe es einen Aufstand und zu Recht. Die Muttersprache zu pflegen gönne ich jedem gerne. Als Kind gewinnt man in der Muttersprache eine bestimmte Übersetzung oder Formulierungen lieb, die sich selbst in einer im Erwachsenenalter gut angeeigneten Fremdsprache sperrig anhören. Das Verständnis der einzelnen Wörtern ist nicht alles.
.
Kann mir nicht vorstellen, dass Terrorismusbekämpfung oder die Bekämpfung von Gewaltkriminalität daran scheitern würde, dass in Kirchen die paar noch Verbliebene in ihren Muttersprachen murmeln.

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buerger - Schweizer Muslime
sind stolz auf ihre Gesetzestreue. - Es funktioniert. Und wo es nicht funktioniert, wie in Winterthur, wo eine islamistische Gemeinde Widertand zeigte, wird die Moschee geschlossen****. Punktum.

***** wie sich bei der gerichtlichen Abklärung erwies: Ganz zu recht...es waren in der Tat terroristische Dunkelmänner am Werk.

Oooch - die Muslime in der Schweiz haben auch das Minarett-Verbot wie ich finde vollkommen schadenfrei überstanden.
Meiner Ansicht nach richtete sich das Minarettverbot in erster Linie an die Aufnehmende Gesellschaft, weil es sie daran erinnerte, dass hier keine leichte Inetgrationsaufgabe zu leisten ist, sodnern ein schwere - und eine riskante! - Es war ein wake-up call.

PS

Ein harter Indikator für die Integration ist der Anteil derer, die die Hauptschule ohne belastbaren oder ganz ohne Absschluss verlassen. Der Anteil dieser Leute ist in den meisten deutschen Großstädten um hunderte (in manchen um tausend) Prozent höher als in der Schweiz. - Stand übrigens tendenziell schon bei Thilo Sarrazin in seinem Deutschland-Buch. Ich will mal so sagen: Die Schweizer - und nun die Dänen: Beherzigen diese Lektion, andere verteufeln sie lieber. Die Ergebnisse unterscheiden sich entsprechend.

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Integration in der Schweiz ist nicht ganz einfach. Der Sohn einer Cousine scheiterte in der Oberstufe wegen schlechtem Französisch. Vorher Schule in Bremen, kann der Bub nichts dafür. Aber der vertickt jetzt dennoch keine Drogen sondern Kosmetika ;-).

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Birthday Party
Alles Gute zum Geburtstag.

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Von mir auch -
alles Gute - unn imma ä Reservekett' und ä paar Reife im Kella, fir Ersatz - im Fall des Falles. Die Rädle solle rolle!

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Da schliesse ich mich an
Wikipedia verräts einem, herzlichen Glückwunsch!
Alles Gute, und auf hoffentlich bessere Zeiten, so richtig erquicklich ist das nicht mehr, was man hier (oder in der "Welt" 'nicht' ) lesen kann.
Guten Appetit mit Geburtstagtorte und Pralinen!

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Den Geburtstagsgrüßen und besten Wünschen für´s beginnende und die zahlreich folgenden Lebensjahre schließe ich mich gerne an. Von einem untypischen (zu bodenständigen) Wassermann zum anderen.

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herzlichste glueckwuensche und beste wuensche fuer ein gutes, besseres jahr !

wer isst eigentlich diese ganzen wunderbaren pralinen ?

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na er im übermass wer sonst?
etwa ein zitterwolf?
und dann issa am stöhnen das er nich über den berch kommt und lässt sich bemitleiden das weichei

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Sind Sie immer so sympathisch und freundlich? Ihre Eltern scheinen in den Basics der Erziehung einiges vergessen zu haben.

Darf ich helfen:
-Wenn man irgendwo zu Besuch ist, benimmt man sich höflich und zuvorkommend und beleidigt keine Menschen, schon gar nicht den Gastgeber.
- Wenn man wen nicht mag, bleibt man zu Haus. Oder benimmt sich.
- Seine eigene schlechte Laune lässt man nicht an anderen aus.
-Bei Meinungdifferenzen in der Sache diskutiert man diese sachlich und ohne dabei auf die persönliche Ebene abzudriften.
-Unterschiedliche Sichtweisen sind zulässig und können ohne Pöbeleien ausgetauscht werden.
-Es soll sogar möglich sein, unterschiedliche Standpunkte beizubehalten, ohne sich deswegen anzufeinden.

Liste lässt sich verlängern.

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@ blauermond
Na, wieder voll?

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Anmaßende Linke,
pudelfriseur, sind kein deutsches Problem, leider, sondern ein Problem des Westens überhaupt.
(Falls es Sie interessiert, kucken sie mal, was Toby Young (Free Speech Union, GB und Quillette online) oder Eric Weinstein (IDW - intellectual dark web), oder Joe Rogan (Joe Rogan's Experience) oder Dave Rubin (The Rubin Report) oder Jordan B. Peterson und Jonathan Haidt (Heterodox Academy) zu dieser Zensurtendenz im Namen des "Antifaschismus" und des "Antirassismus" und des "Antisemitismus" so sagen.

Hierzulande nicht zu unterschätzen: Thilo Sarrazin: "Der neue Tugendterror" - gerade als Taschenbuch wieder neu aufgelegt - sehr empfehlenswert!

Die verspulte Toni Baum in der ZEIT ist da ein in jeder Hinsicht ziemlich kleines Lichtlein, übrigens, passt aber voll ins trübe - internationale - Bild.

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Es ist m. E. nach wie vor ein großes Mißverständnis, die "schwarzen Hunde" und ihre "intellektuellen" Vor-Kläffer als "Linke" zu bezeichnen: Echte Linke stehen an der Seite des Volkes, nicht auf der der Diktatoren.

Es gibt noch ein paar Echte, viele davon in resigniertem, inneren Exil angesichts der Verwüstungen durch das neue Pseudo-"Links".
Was die Pseudos, zur Freude und im Auftrag der Globalisten, treiben, bringt auch inzwischen langjährige Ex-Linke (wie z. B. mich) immer noch zum Fremdschämen.

Sollte es in einigen Jahrzehnten noch eine realitäts-bezogene Geschichtsschreibung (evtl. in Samisdat-Form) geben, wird die aktuelle Epoche als eine dunkle und verhängnisvolle darin eingegangen sein.

Es ist traurig, zu einer Generation zu gehören, die es nicht schafft, die Errungenschaften der Vorfahren an die Nachfahren weiter zu reichen sondern, im Gegenteil, ohnmächtig zusehen muß, wie sie planmäßig zerstört werden.

Mit 12 hatte ich mir vorgenommen, niemals zuzulassen, daß in diesem Land nochmal eine Diktatur entsteht und mit der Borniertheit der Jugend alle verurteilt, die das Entstehen des NS und der DDR nicht verhindert haben.

Heute verstehe ich die ohnmächtige Erschöpfung, den deprimierten Rückzug in´s private Biedermeier viel besser.

Was bleibt, abgesehen von Waldspaziergängen, ist echte Haltung beizubehalten, in jeder Lebens- und Alltagssituation. Voraussetzung dafür sind ein innerer Kompass und ein intaktes Rückgrat, beides Dinge, die sich erst in starkem Gegenwind entwickeln und beweisen.

Das unterscheidet sie von Pseudo-Haltungen, die mangels Rückgrat nur kurzfristig und mithilfe von Rückenwind "aufrecht" erhalten werden können.

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Ich denke auch, diese Eindimensionalität von "rechts-links" ist überholt. Vielleicht war sie immer schon ein viel zu einfaches Modell von Welt. Möglicherweise ist es ja gar kein Gegensatz, konservativ UND "links" zu sein, sondern die Begriffe sind zu eng, zu prädeterminiert. Vielleicht wäre ein 3D Koordinatensystem sinnvoller.

Überhaupt, seit so viele Leute danach trachten, die Definitionsmacht über "rechts" zu haben, und sich dabei schlichter Geist und schlichteres Weltbild tragisch verbinden, ist es wirklich schwierig geworden: als Rechtshänder, Rechtsanwalt, Rechtsabbieger oder Rechtsaußen im Fußball läuft man ja nur noch unsicher durch die Gegend, fast wie ein Zigeunerschnitzel.

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Deshalb finde ich die Bezeichnungen "Pragmatiker" und "Utopisten" viel passender, greenbowlerhat.

Im Übrigen gehört m. E. viel von dem, was (natürlich nicht nur hier) an gesellschaftlicher Polarisierung passiert, in den Bereich "divide et impera". Wird also, wie damals von Caesar, gezielt vorangetrieben um Gesellschaften in immer kleinere Einheiten aufzusprengen, die sich nicht mehr solidarisieren können und dadurch leichter zu dirigieren und zu beherrschen sind. - De bello Gallico wäre für den einen oder anderen sicher eine lehrreichere Lektüre gewesen als der gesammelte Marx.

Es geht in Wirklichkeit, wie in den meisten Epochen der Menschheitsgeschichte, um Oben gegen Unten.
Viele Bürgerliche leben leider immer noch im Irrglauben, zum "Oben" zu gehören weil sie etwas produzieren, besitzen, gebildet und/oder Millionäre sind.

Für die wirklich Mächtigen gehören sie aber genauso zum "Unten" wie jeder Obdachlose oder Kontrakt-Sklave: Für das echte "Oben" sind sie genauso Verfügungs- und Experimentiermaterial wie alle anderen "Untens".

Man erkennt sie an ihren immer offener (meist durch "Mundstücke" wie z. B. ranghohe Politiker u. a.) geäußerten Plänen, die Welt - und die Menschen! - nach ihren Wünschen umzukrempeln.
Die "Unteren" werden ganz offen darüber unterrichtet weil sich die wirklich Mächtigen sehr sicher sind, daß niemand von ihnen die Umsetzung ihrer Pläne (z. B. Transhumanismus) noch aufhalten kann.

Statt, wie einprogrammiert, "Verschwörungstheorie" zu rufen um die eigenen Zweifel einzuhegen, sollte der eine oder andere lieber aufmerksam Verlautbarungen von UN, WHO, EU und anderen Globalisten-Institutionen lesen: Da steht ja alles drin, was angeblich nur "VT" ist.

Der Fehler der Utopisten ist ihr naiver Idealismus: Sie möchten in der globalistischen Verheißung eines vermeintlichen, irdischen Paradieses ihre eigenen Utopien erkennen. Und werden, wie immer, auf diese Weise zu den ersten Opfern gehören sobald diese "Verheißung" schreckliche Realität wird.

Das ist, neben Opportunismus, m. E. der Hauptgrund für die Positionierung vieler Pseudo-Linker auf der Seite der Mächtigen.

Wer aber die Welt als Schachbrett betrachtet und die Menschen als austausch- und formbare Spielfiguren, wie es die Globalisten tun, ist kein Menschenfreund sondern das genaue Gegenteil.
Ich hoffe, daß das noch einige "Linke" merken bevor es (nicht nur für sie) zu spät ist.

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Die aktuelle Aufmerksamkeit nutzen
Ich möchte die aktuelle Aufmerksamkeitswelle nutzen und den Blick der neu hinzugekommenen Leser auf das Jahr 2013 in diesem Blog lenken.
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2013 war m.E. vom Anfang bis zum Ende aus literarischer Sicht hervorragend für den Hausherren, ein wunderschöner Beitrag nach dem anderen. Der Köckster, Hic sunt Dracones, Blumensprachen, Mohrenalarm, Zurück an der Villa Minerva, Was ist passiert?, Transalpin, … Eine beeindruckend lückenlose Reihe von Erzählungen über das ganze Jahr hinweg, Tag für Tag.
Als ob das ganze Jahr aus nichts anderem als Literatur, Reisen, sportlichen Herausforderungen, Kultur, Natur und Beobachtungen aus der Gegenwart bestanden hätte.

Was ich daraus lernte ist, dass der Hausherr mit Nerven wie aus Stahl ausgestattet ist.
Mögen böswillige Nichtskönner und talentlose Neider bald zu der selben Schlussfolgerung gelangen.

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Amen! - Und danke für den Tip, britishislands: Wenn das Wetter noch länger draußenarbeits-feindlich bleibt kann man gar nicht genug Aufbau-Lektüre haben.

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Fluch d. Feministinnen
Der Anthropologe Henry Harpending beliebte darüber zu sinnieren, dass viele zeitgenössische "Erwachte", die über systemischen Rassismus nachdenken, sehr ähnlich zu ticken scheinen wie afrikanische Stammesdenkerinnen, die über Hexen reden, die Dich verzaubern.

Apropos - weil Du afrikanischen Hexen irgendwie ausgewichen bist, die Dich hätten verzaubern können: Lass mich Dir sagen, Du willst_nicht_, dass diese Hexen Dich verzaubern. Und denke daran, dass Feministinnen die Nachkommen dieser Hexen sind. Und sie beobachten dich mit dem Magischen Auge.


Der Anthropologe Henry Harpending thought that a lot of contemporary Woke thinking about Systemic Racism seems an awful lot like African tribal thinking about witches putting spells on you.
 Only because you somehow evaded African witches putting a spell on you. Let me tell you, you do not want them witches putting a spell on you. And keep in mind that Feminists are the progeny of them witches. And they watch you with the Great Eye.

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Ja, die magischen Augen der Hexen sehen alles, sind
aber m.E. eher nicht unter Feministinnen zu finden. :)

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bzgl. "Kennt hier jemand ein Hausmittel gegen Sonnenbrand"
Auch nicht so wirklich.
Was geholfen hat, war immer wieder Aftersun-Lotion auftragen. Wenns passiert war und nicht so arg schlimm.
Wenn schlimm auch kühlen mit Eisspray (Schnee wäre noch besser) im Schatten.

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Backpulverbatz oder nasse Salatpletschn. Näheres bei Gscheid praktisch.

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Hausmittel gegen Sonnenbrand sind z.B. Magerquark oder Joghurt aus dem Kühlschrank, auf ein mit kaltem Wasser getränktes Baumwoll- oder Leintuch auftragen und für ca. ½ Stunde auf die Haut legen. Das wirkt entzündungshemmend und kühlend.

https://www.swissmom.ch/familie/gesund-leben-gesund-bleiben/expertentipps-zum-thema-gesundheit/sonnenbrand-was-hilft/

Aloe Vera wirkt hervorragend gegen Sonnenbrand und andere Verbrennungen. Entweder frisch aus dem Blatt gewonnen oder als käuflich erhältliches Gel.

https://www.vitalabo.de/info/magazin/aloe-vera-der-pflanzendoktor-gegen-sonnenbrand

Von Eisspray oder Schnee würde ich abraten.

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Frage
Hat jemand aus dem Kommentariat den Artikel im transatlantischen Generalanzeiger (Zeit online) gelesen? Der war von einer Frau Antonia Hassenichgesehn mit dem Thema, dass der D.A. Texte verfasst, auf Grund deren irgendwelche politisch rechts gewickelte Personen sich veranlasst sehen, die von D.A. vorgestellten Personen persönlich anzugreifen.
Das Argumentationsmuster ist bekannt: Habe ich kein Gegenargument, muss der Verfasser des Arguments für die Folgeprozesse irgendwelcher dritter Personen bezüglich des Arguments zur Verantwortung gezogen werden.
Das ist vergleichbar so: wenn ich eine Lkw-Bremse einstelle und der Kutscher fährt nach 500 Metern jemand tot, bin ich´s in Schuld. Ich hätte ja wissen müssen, dass viele Lkw-Fahrer nicht richtig fahren können (das weiß ich natürlich, nur liegt es nicht an meiner Bremse).
Dann habe ich mir über´s Eck die Diskussion auf "twitter" angesehen in Sachen Antonia. Mein lieber Herr Gesangsverein. Alles, was mir von sachkundigen Personen in Erinnerung ist, Peter Scholl-Latour: Verblödung, Robert Pfaller: Infantilisierung, Carlo Strenger: Zivilisierte Verachtung, Rainer Mausfeld: Tiefenindoktrination - das alles trifft zu. Es gibt Menschen, die so wenig Selbstreflektion besitzen, dass sie nicht merken, dass ihre Anwürfe gegen andere Personen kein Fundament haben. Weil sie selber keins haben.
Und ZON veröffentlicht so einen Argumentationsbrei. O.k.: die haben das Pamphlet nach Stunden von der Leitseite genommen.

Furchtbar.

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Wenn die Zeit wie das ND aussieht, da ist 2021 Journalismus für Erwachsene angekommen. Zu sehr überrascht wird Sie das nicht haben, Sie als studierter Marxianer und Medienprofi für Bremsversagen und Tieflader.

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Bei den Empfehlungen für akute Sonnenbrand-Behandlung schließe ich mich der für Aloe Vera (möglichst pur und frisch) an.
Bei Verbrennungen im Allgemeinen helfen auch Cantharis D6 Globuli sehr gut.
In der fortgeschrittenen Wundheilungs-Phase (nicht in der akuten) verwende ich zusätzlich Penaten-Creme.

Hab das Pamphlet auch gelesen, folkher braun, und schließe mich Ihrer Einschätzung an.
Ist im Übrigen auch ein typischer Fall von Lichtmesz-Sommerfeld-Gesetz, also Projektion, und veranschaulicht deutlich die Wirkung des ersten Teils vom Globalistenprojekt "Debilisierung, Denationalisierung, Deindustrialisierung, Dehumanisierung".

Zum Glück gibt es aber auch kluge junge Leute.

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@folkher braun
Die Baum war seinerzeit beim 10 vor 8 Blog der Faz.

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Echt? Die war dabei? Das Blog vermisse ich herzlich - es eignete sich einfach wunderbar für Polemiken, heftige Giftspritzen und gepflegte Arroganz, kurz: sinnfreien Aggressionsabbau. Ein grosser Teil der Texte dort war einfach strunzdumm und daher gute Steilvorlagen.

Ein Schmankerl aus dem Werbungstext der Baum für den Don war die heftig von der Rechtsabteilung beeinflusste Verschwörungstheorie: Der mutmassliche X hat die mutmasslichen Y mutmasslich dazu angestiftet, mutmasslich Drohungen gegen Z auszusprechen. Ich habe vor Lachen auf dem Boden gelegen - das wäre mir noch als Schüler zu peinlich gewesen.

Solche Texte dienen - ausschliesslich - derselben Funktion wie die Pinkelpunkte auf Hundeauslaufstrecken. Markieren des eigenen Reviers für andere.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Thorha, 22:56
Haha, "von der Rechtsabteilung beeinflusste Verschwörungstheorie",
ja klar, der Text wurde einem RA vor der Veröffentlichung vorgelegt. Mutmaßlich dem gleichen, mit dem der 'Volksverpetzer' zusammenarbeitet.

Herr Brauns "Mein lieber Herr Gesangsverein" hatte mehr Wert für mich, als das gesamte Pamphlet. Habe noch nie gehört, zum Schmunzeln.

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Antonia Baum, Die ZEIT
früher in der Schirrmacher-FAZ, hat in der Zwischenzeit gelernt: Wer "Kulturmarxist" sagt, rechnet unter die Antisemiten. Und sie versteht es hinlänglich, mit dem Wort Kontaktschuld umzugehen. Und mit den Wörtern "Alt-Right" und "Privilegien der Cis-Männer" und noch zwei: Rechtsradikal und rechtspopolistisch.

Schließlich ihr Fazit: Der Rainer Meyer muss weg aus "Die Welt", Ulf Poschardt, das können Sie nicht länger verantworten. Denn der Rainer Meyer alias Don Alphonso gehört nicht mehr dazu - nicht zuletzt wegen - da schließt sich ein Kreis - haha, wegen seiner verlausten Gefolgschaft im Netz, nedwahr.

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Mir kommt das so ein wenig vor wie Schulhofgetratsche. „Du, M, haste gehört, die L und der B“.“Echt, so ein A., mir tut die C total leid, die Arme...“ und blablabla. Nur dass auf dem Schulhof pubertierende 14 jährige tratschen und auch keiner dafür Geld bezahlen soll.

Mir unverständlich, wie man um sich selbst drehende Hysterie für ein Geschäftsmodell halten kann.

Ich bezahle für Informationen, nackt und auf den Punkt gebracht. Auch für gut dargelegte Meinungen, die nicht mit meiner übereinstimmen müssen, aber stringent argumentiert sein sollten. Alles andere mag bezahlen, wer möchte, nicht ich.

Die GEZ ist mE eher eine Propagandasendersteuer, aber die paar Kröten finde ich die Aufregung nicht wert, solange ich die nur zahlen muss, ähnlich wie die Reichsmarinesteuer und Helmutkohlgedenkabgabe und Windkraftsubventionsabgabe und sonstigen Blödsinn. Hauptsache ich muss mir die „Frau Dr. Merkel, warum sind Sie so erfolgreich“ Interviews und „Herr Dr. Laberbach, was empfehlen Sie gegen Depressionen“ Talkshows nicht ansehen.

So, geht jetzt ab an die Küste, da weht frischer Wind.

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Der Schuss von der Baum ging ziemlich nach hinten los. Sicher, in ihrer woken Irgendwasmitgenderblase hat sie vielleicht gepunktet, aber außerhalb davon wurde der Don und vor allem seine Reaktion drauf gefeiert.
Warum sowas in einer ehemals guten Zeitung gedruckt wird ist mir allerdings nicht klar. Wollen die keine Leser? Für linken Schwatz gibt es seit Jahrzehnten die Taz. Dünne Wassersuppe braucht niemand.

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"Mir unverständlich, wie man um sich selbst drehende Hysterie für ein Geschäftsmodell halten kann."

Tja, buerger, Privatblogger D. nannte es mal (sinngemäß) „das Schnattern, um die Herde emotional zu synchronisieren“. Ein greifbarer Inhalt ist für diese Kommunikationstechnik nicht nötig.

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M. E. ganz interessant (Link entschärft):
https://ww w.rubikon.news/artikel/das-erwachen-der-lammer

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Der Privatblogger D verlinkt gerade zur Miss World und zu Kandidatinnen zur Miss Germany Wahl. Ich vermisse bei den Kandidat*Innen die Diversität, keine einzige Transfrau dabei und kein(e) „Montags fühle ich mich als Frau Mann“.
Ansonsten zeigt die eine Seite wunderbar in Bildern, was hier schiefläuft.

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Noch was Interessantes (Link entschärft):
https://ww w.achgut.com/artikel/panik_wie_bestellt_ein_neuer_blick_auf_die_affaere_stephan_kohn

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@langenberg: Ja diese fragen stehen nach wie vor im Raum, je länger, desto heftiger.

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Schnee!!!
Endlich ist mal wieder richtig Winter!
Seit gestern Nacht (der Winterdienst kam kratzen) haben wir endlich 10 cm Schnee. Heute sind die Geräusche überall gedämpft, die Autos fahren langsam, der Schnee auf den Fahrbahnen ist plattgefahren und schon ein bißchen schmutziggelb, weil in Berlin seit Jahrzehnten die "grüne" Philosophie "tritt sich fest" herrscht, aber gut, 10 cm sind jetzt auch noch nicht wirklich viel.
Irgendwie habe ich dadurch gute Laune, mir gefällt es, daß endlich mal ein unterscheidbares Wetter zu sonst herrscht. Heute morgen zeigte das Thermometer -10°, und so kramte ich meinen richtig dicken 80er-Jahre-Handstrickpullover raus. Und habe garnicht gefroren, höhö. Das Ding ist immer noch top.

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...die Stimmung in der Stadt
schön beschrieben, colorcraze,
Gratulation zum 80iger-Pulli,
da habe ich auch noch ein paar Kleidungsstücke,
die ich einfach nicht entsorgen möchte.

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Herrlichstes Winterwetter mit moderaten Temperaturen und ebenso moderaten Schneehöhen, und die Nation versinkt in infantiler Hysterie und infrastruktureller Unfähigkeit. Will man den Medien glauben stehen wir schon wieder am Rande der Apokalypse, diesmal wegen banalstem Winterwetter, im Winter, man denke nur!

Solange die Temperaturen in Berlin und Brandenburg nicht zwei Wochen lang auf Werte um -30°C wie im Februar 1929 fallen ist doch alles ganz zauberhaft. Und solange die Heizung bullert und das Netz nicht ausfällt mach ich mir sowieso keenen Kopp wegen irgendwat. Taschenofen angeworfen, dick eingemummelt und raus an den See zum Spaziergang, dabei zusehen, sich nicht die Hacken zu brechen im Schnee und alles ist gut.

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Dieser Klimawandel ist auch nicht mehr das was er mal war.

Wird die Reemtsmanichte dieses Jahr für den BT Kandidieren? Weiß man da schon was?

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@mediensegler: Ja der Pullover ist ein Unikat, und aus sehr guter Wolle. Den werde ich weiterhin in Ehren halten, das war damals eine sehr gute Investition - immer wenn das Thermometer deutlich unter den Gefrierpunkt kommt (also in den letzten Jahren nicht, da blieb er stets im Schrank), hat er seinen Auftritt. - Was haben Sie noch für 80er-Stücke?

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Nicht nur die Klimakatastrophe schwächelt. Die Welt stellt heute überrascht fest, dass teureres Schweinefleisch bei Lidl nicht läuft und das die Fleischersatzchemie mit Palmöl und Soja auch leise wieder aus den Regalen verschwindet. In der „Wir“ Form zeigt man sich enttäuscht über den Normalverbraucher.

Als Nächstes stellt man noch fest, dass kaum jemand eAutos kauft...

Meine Tochter hat als Masterarbeit das Virtuell Signalling untersucht und kam zum Ergebnis „beim Geld hört die Tugendfreude auf“...Fand ich wenig überraschend.

Ps. Das Ergebnis war eindeutig, obwohl die Befragten m.E. wenig repräsentativ waren und deswegen eigentlich einen bias pro Tugendhaftigkeit hatten. Masterarbeiten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

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Batteriefabriken in Deutschland? Bei den Umweltauflagen?

Wenig plausibel. Tesla wird in Brandenburg seine Karren endmontieren um irgendwelche Einfuhrzölle und Beschränkungen zu umgehen. Die dreckige Chemie wird dort gemacht wo die Klimajugend nicht hinfliegt.

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Polen plant ein Atomkraftwerk
Wie mir irgendwo unterkam, an der Grenze. So à la Fessenheim, nah am Verbraucher. Damit mein Chef weiterhin in seinem Tesla durch die Stadt schaukeln kann.

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Natürlich. Das ist die Folge der sogenannten Energiewende. Deutschland hat seinen grünen Zappelstrom und die Anderen müssen dafür sorgen daß das Verbundnetz nicht auseinanderfliegt. Die Schweden haben grad auch so ihre Probleme mit dem Strom. Da fehlen auch die Grundlastkraftwerke.

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Wtf Ostmitteleuropa?
Es ist Osteuropa: Polen, Brandenburg, Rumänien, Serbien

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Kommt auf die Festlegung an, was man Mitteleuropa, Osteuropa usw. heißt. Meint man die gewohnten Begriffe? Meistens ja. Oder nimmt man ein Lineal Ost-West, Nord-Süd. Oder Lineal Nordwest-Südost, Südwest-Nordost? Oder nimmt man den Masseschwerpunkt aus einer flachen Abbildung des Gebiets, das aus dem Wasser ragt?

Grob gesagt wäre Polen immer ziemlich in der Mitte vons Ganze. Fun fact: der Längengrad für die genauso willkürlich benannte Mitteleuropäische Zeit geht durch Polen und Ost(!)deutschland. Brandenburg ist zu 100 % westlich von dieser Mitte.

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@dai young: diese Verwendungsform von "Osteuropa", die Sie gerade anbringen, stammt aus den Zeiten des Warschauer Pakts. Heutzutage sind Osteuropa Ukraine und Weißrußland. Der Balkan ist so eine spezielle Mischung, daß man sie am besten nur "Balkan" nennt.
Das Zentrum von Mitteleuropa ist eigentlich Prag, und das Land, das am meisten wert darauf legt, Mitteleuropa zu verkörpern, ist Österreich.

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eisekalte Kurzstrecke
Es ist Sonntag und ich mache mit dem Auto eine kleine Runde.
Ich will ja nur zum Biohof, Eier holen.
(Hühner legen aber keine, wenn’s zu kalt ist)

Die Sonne scheint, es ist frostig kalt.

Nach drei Kilometer und 200 Meter vor einer Tankstelle,
leuchtet, begleitet von einem dezenten Signalton, eine gelbe
ÖlstandWarnleuchte auf.
Ich fahre die Tankstelle an, öffne die Motorhaube
um den Ölstand zu kontrollieren: es entblößte sich
ein übles Bild:
der Motorraum war über und über mit Öl beduscht,
das durch das Meßstabrohr gedrückt worden war.

Der herbeigerufene Abschleppdienst: ist wohl die
Unterdruckdose, eingefroren oder so.

Die Werkstatt am Montag: wirtschaftlicher Totalschaden,
ne bestimmte Polo-Baureihe hatte das auch gerne mal.
Meine Antwort: das hätte einem Mercer nicht passieren dürfen,
immerhin war er so freundlich sich an einer Tankstelle
zuverabschieden, statt weit draußen, wo nix ist.

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kaufen Sie sich die Regierungsempfehlung Elektro,
kommt im Winter besonders gut.

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... oder einen gebrauchten /8er ohne unnützen Elektro(nik)-Sch...ß. Ein Lada müßte das auch wuppen.

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Der neue Elektro des Nachbarn steht nur rum, bei Kälte sowieso. Passt als Drittwagen nicht ins Carport und man müsste Kratzen...

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Hatte mal was Ähnliches an einem Oppel, der in einer Schneewehe geparkt war, Diagnose Motor kann nicht atmen und irgendein Atemloch zugefroren. War nach Auftauen in der Werkstatt wieder gut.

Ist es nicht eher ein gutes Zeichen, wenn der Motor ersatzweise durch das Loch vom Messstab atmet, bevor ein Überdruck was kaputtmacht? Mal abgesehen von den Ölspritzern, das kriegt ne Motorwäsche wieder hin.

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Nix da Unterdruckdose. Die Kurbelgehäuse-Entlüftung war zu. Dann gehen die Gase durch das Ölstabrohr nach draußen. Das ist eine alte Krankheit bei 1,4 und 1,6 l Benzinmotoren von der Firma mit dem KdF-Hintergrund.

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@mediensegler, über die fabelhafte Expertenempfehlung
Elektro-KFZ-WinterThrill:
da lachen ja die Hühner ohne ein einziges Ei zu legen.

@fritz, wenn das nachgekippte Öl unten gleich wieder
rausmarschiert, ist das wie TV-Erbrechen.

@folkher braun, aaaah ha, Kurbelgehäuse-Entlüftungsprobleme
bei 1,6l, ... ich ahnungsloses Laiengesicht werde Fortschritte wagen:
1,7l ist bereits avisiert, … und ja,
ich vermisse meinen schönen aber guten 318i E30,
hat bei Winterwetter nie gemurrt noch die Lust verloren.

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Ferry: den wirtschaftliche Totalschaden stellt ne Austauschwerkstatt immer gerne fest, insbesondere wenn man einen neueren Wagen verkaufen kann. Würde da mal nen guten Schrauber draufschauen lassen.

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Reisen ins Innere der Maschinen
Die österreichische Komponistin und Performerin
Elisabeth Schimana

Wenngleich diese Sendung von Florian Neuner ein wenig lebhafter vorgetragen hätte sein können,
und der Titel leider allzu leicht an Neo's Ritt zum Zentrum der Maschinen im dritten Teil der Matrix erinnert, so lernt man immerhin mal eine Künstlerin kennen, die sich mit den akustischen Viren und ihren phantastischen technischen Möglichkeiten befasst.

Nicht alles was man hört, muß man sich gefallen lassen.

https://www.musikfonds.at/de/Produktionen/iProdId__503.htm
https://vimeo.com/126605345
https://www.deutschlandfunkkultur.de/elisabeth-schimana-pionierin-der-elektronischen-musik.3819.de.html?dram:article_id=475851

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COVID Virtue Signalling
Wann hat eigentlich das richtige COVID Virtue Signalling angefangen? Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sich Fachleute streiten, ihre Meinungen lautstark vertreten und vielleicht auch ein wenig extrem sind - das kommt mit dem Beruf, aber das sind auch Menschen die das notwendige Fachwissen haben.

Aber warum sind plötzlich Leute wie Sixtus et al. "Experten"? Ebenso die Medien wie Spiegel, Zeit etc - lange Zeit wurde auf UK und US eingeschlagen, wie schlecht dort die Gesundheitspolitik ist (andere Staaten wurden brav vergessen) - dabei wäre es doch die Aufgabe von Journalisten unterschiedliche Alternativen zu beschreiben und zu kritisieren was im eigenen Land passiert. Wir wissen, dass im UK nicht alles hervorragend gelaufen ist ... und wir haben jetzt auch gelernt, dass eine Freundschaft mit der EU nur bei schönem Wetter funktioniert.

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RE: COVID Virtue Signalling
... das Problem ist doch, dass die allermeisten Journalisten absolut keine Ahnung von Virologie/Molekularbiologie/Epidemiologie haben und die Streitgespräche der Fachleute nicht ansatzweise verstehen. Aber sie wissen, was ihre Brötchengeber hören/lesen wollen.... und so kommen die polit-korrekten aber die Realität negierenden Äußerungen der halb-offiziellen Hofschreiber zustande.

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Auch kein Experte aber m. E. ist die Problematik mRNA-Impfstoffe vom Autor dieses kleinen Privat-Blogs gut zusammengefasst (Link entschärft):
https://termite n.net/dasletzte/node/264

Wenn man sich für ein Thema sehr stark interessiert und alle verfügbaren Informationen dazu sammelt, braucht es in vielen Bereichen nicht unbedingt ein Studium, um zum Experten dafür zu werden.
Behaupte z. B. mal, mehr über Rosen zu wissen als die meisten studierten Gartenarchitekten, GaLa-Bauer u. a.

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Nachtrag: I. d. R. muß man mehr über alle Aspekte eines Themas wissen, wenn man diesbezüglich gegen den Hauptstrom argumentiert.

So (nicht nur) meine Erfahrungen bezüglich Dissidententums bei den Themen MKS (Maul-und-Klauen-"Seuche"), Vogelgrippe, Wikileaks, "Be"schneidung männlicher Minderjähriger, verschiedener Kriege "für Demokratie und Menschenrechte" u. a.

Da war´s auch so, daß die Apologeten der Herrschafts-Linie im Grunde keine/kaum Fakten kannten und daher ebenfalls auf Diffamierung statt Argumentation ausweichen mußten: In Diskussionen auf Augenhöhe (und in Foren) hatten sie keine Chance.

- Nahtzie z. B. wurde man schon 2011/2012 genannt wenn man sich gegen jede Art von Genitalverstümmelung an (auch männlichen) Minderjährigen gestellt hat.

Bezüglich MKS und der Vogel- (später auch Schweine-) grippe-Hysterie war man auch damals schon ein potentieller Massenmörder/Schädiger der Volksgesundheit wenn man die Maßnahmen kritisiert hat.

Und wer gegen "Friedens"einsätze im Nahen und Mittleren Osten u. a. war, wurde dadurch zum "Putin-"-,"Diktatorenversteher" "Terroristenunterstützer", etc.

"Verschwörungstheoretiker" war immer inkludiert (der Begriff wurde von der CIA ja schon vorher kreiert).
Das verleiht eine gewisse Gelassenheit bezüglich aktueller Ereignisse und Anwürfe.

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Der Text bei den Termiten geht aber doch sehr weit an der Realität vorbei: der mRNA Impfstoff enthält keine Adenoviren, sondern spezielle Lipide, um die mRNA in die Zellen zu bringen - der AstraZeneca Impfstoff verwendet die Viren.

Aber auch was die Nebenwirkungen angeht übertreibt der Autor: Anaphylaktische Schocks sind relativ selten und gut zu behandeln - es gibt sie bei fast allen Impfstoffen - der Hinweis auf "Impflobbyisten" in diesem Zusammenhang ist ein wenig seltsam.

Ansonsten sehe ich das ähnlich - eine Diskussion kann man durch Diskreditierung der Gegner natürlich sehr vereinfachen, denn man muß sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen. Es gab früher einmal die Idee, dass ein echter Pluralismus an Meinungen durchaus sinnvoll ist, weil sich dann die beste Meinung durchsetzen kann.

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Es gab früher einmal die Idee, dass ein echter Pluralismus an Meinungen durchaus sinnvoll ist, weil sich dann die beste Meinung durchsetzen kann.
Ja, daran erinnere ich mich auch ganz dunkel.
Ich vermute mal vage, eine solche Situation hat mit einem recht ähnlichen Standing der unterschiedlichen Meinungsträger zu tun, das nicht mehr gegeben ist.

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Warum eigentlich nicht? Ist es für Menschen schwieriger geworden, zwischen Fakten und deren Interpretation zu unterscheiden? Das wird immer öfter vermischt (die "Faktenfinder" machen das sehr gerne ...), und das macht eine Diskussion schwierig.

Aber das andere Problem ist vielleicht, dass Form heute viel wichtiger als Inhalt zu sein scheint: ein falsches Wort disqualifiziert eine ganze Meinung.

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Nein, der Grund ist viel, viel einfacher: Mangels existentieller Bedrohungen und akzeptierter spiritueller Lebenshilfen verschmilzt bei immer mehr Menschen Politik mit der eigenen Identität. Sprich, wenn Sie bei denen irgendetwas kritisieren, greifen Sie die Person in ihrem Kern selber an.

Die wohl ungesündeste denkbare Entwicklung in offenen Gesellschaften, aber auch das geht irgendwann entweder wieder vorbei oder die offene Gesellschaft ist am Ende ihrer Entwicklung angelangt (historisch nicht unwahrscheinlich).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Lieber Thorha,

haben wir im Moment nicht eine existentielle Bedrohung? Viele Existenzen sind bedroht und werden vernichtet, und die Auswirkung auf die Jugend kennt im Moment noch niemand. Aber viele derer, die gerade jetzt ihre Tugendhaftigkeit verkünden, sind wohl gerade nicht von diesen Problemen geplagt.

Ich hoffe, Sie irren sich - fürchte aber, sie haben recht. Wir bewegen uns in eine unschöne Richtung. Mir ist es jetzt auch schon passiert, dass ich wegen angeblicher "Microaggressionen" offiziell zurechtgewiesen wurde: als Mann habe ich es gewagt, die Qualifikation einer Frau in Frage zu stellen!* Wenn man auf diese Weise argumentiert, dann wird natürlich jeder Diskurs unmöglich.

*Als Gutachter habe ich nach einem Lebenslauf gefragt, der schlicht und einfach vergessen wurde - das fand bis auf eine anonyme Person auch niemand sonderlich schlimm.

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der Schnee matscht
Schade, die knackige Kälte ist schon wieder vorbei. Dabei hätte ich gern mal wieder dieses Knurpschen erlebt, das erst bei -15° zu hören ist, wenn man auf Schnee tritt. Auf den Fahrbahnen ist der Schnee bereits zu braunwässrigem Matsch zerfahren, auf den Gehwegen haben manche Übereifrigen alles bis auf den Boden abgekratzt, was, wenn es demnächst taut und nächtens gefriert, zuverlässig für Glatteis sorgen wird. Bißchen Schnee mit Fußdappen drin ist dann meist sicherer zum Laufen.
Immerhin gab es heute ein bißchen blauen Himmel mit weißen Wölkchen und ein klein bißchen Sonne.
Naja, ist ja auch schon nach Mariä Lichtmeß.

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Interessante Gedanken, gux und thorha...Ich frage mich immer, ob eine Gesellschaft da nochmal rauskommen kann und wenn ja, wie?

colorcraze, hier knurpste der Schnee heute auch bei nur ca. -7 Grad. Asphaltierter Feld-/Wirtschaftsweg mit wunderschönem Neuschnee über vereistem alten, frisch-klare Luft und fantastische Landschaftsillumination.
Allerdings auch gefährlich: An einer Feldeinmündung war bis auf eine dünne Schicht der Neuschnee weggeweht und ich hätte mich auf dem Eis darunter fast hingelegt. Noch einen Knochenbruch braucht´s nicht.

Kachelmann (für unsere Ecke meist der zuverlässigste Prognostiker) kündigt für dieses WE Nachttemperaturen bis -17 und für´s nächste bis -18 Grad an.

Hab heute vormittag noch weitere alte Bettlaken um gefährdete Pflanzen an sonnen-exponierten Standorten gewickelt (nicht der Frost läßt die Triebe platzen sondern die Kombination aus Wind, Sonne und Starkfrost sowie starken Temperaturschwankungen im Spätwinter) und hätte lieber Frühling.

Der Drinnen-Koller (hier wg. Logistik, nicht Corinna) wird auch langsam (zu) teuer: Heute noch weitere, besondere (Frühlings-)Zwiebel-/Knollenpflanzen bestellt und eigentlich überhaupt keine freien Plätze mehr für alles, was schon da ist und noch kommt...

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Frau Langenberg, ich denke, langfristig wird sich das schon wieder legen - aber Sorgen mache ich mir eher um die nähere Zukunft. Ich bin schon alt ... aber der Nachwuchs ist jünger und ich weiß nicht wie leicht es sein wird, die Navigation durch die schöne neue Welt zu erleichtern.

Andererseits habe ich manchmal auch den Eindruck, Twitter etc sind hauptsächlich ein Kasperltheater und außerhalb nur wenig wichtig.

Kann man jetzt noch Zwiebeln für den Frühling pflanzen? Die Narzissen sind hier kurz vor der Blüte!

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Narzissen und alle anderen, die im Frühling blühen, werden von Spätsommer bis Herbst gepflanzt.
In den Frühlingskatalogen (extrem verführerisch ist der der Firma Hoch in Berlin) geht es u. a. um Lilien, Dahlien, Agapanthus und alle anderen, die ab Sommer blühen. Da geht die Bestell- und Liefersaison i. d. R. gar nicht vor Ende Januar los.

Ihren Eindruck bzgl. Twitter teile ich: Es ist im Grunde nur eine kleine, laute Blase, von deren Existenz die meisten "Normalen" gar nichts ahnen.
Leider ist es in Bezug auf den politisch-medialen Komplex aber tatsächlich eine "Avantgarde". Deutlich wird das z. B. daran, daß die dort ge- und besetzten Themen es immer recht schnell in die Hauptstrom-Medien und in die Aktionspläne geneigter Politiker schaffen.

Bezüglich der Polarisierung bin ich pessimistischer: die unüberbrückbaren Gräben ziehen sich ja schon mitten durch Familien. In meiner eigenen z. B. gab es schon die eine oder andere Beinahe-Komplettabbruch-Situation ("mit der/dem rede ich niiiiie wieder")...
Langjährige´Freundschaften sind noch wesentlich bruch-anfälliger, ganz zu schweigen von Arbeitsbeziehungen und "Nur"-Bekanntschaften.

Herr Haupts hat recht: Viel zu viele, leider grade junge Leute, haben ihre Kern-Identität auf "ihr" politisches Thema reduziert/reduzieren lassen. Sie leben scheinbar in einer relativ unter-komplexen Welt, in der nichts anderes mehr zählt als das betreffende Freund-Feind-Schema (oder Danischs "Rudel").

Da fehlt die Nonchalance (oder Weisheit) um sich z. B. zu sagen "Der/die ist zwar auf politischer Ebene ein Vollidiot, aber dafür ein netter Nachbar, Schulkamerad, Sportsfreund, Kollege o. ä. - Und jeder kann jederzeit noch dazulernen."

In dieser Engstellung des Fokus´und dieser Fanatisierung steckt ein Gutteil Entmenschlichung des Gegenübers und damit aller anderen, die nicht "dazu" gehören. - Weiß ich ganz gut weil ich früher selbst so drauf war.

Leute, die da nicht wieder rauskommen, sind ideale Mißbrauchsopfer und Mitläufer für jede Art von Faschismus. Und es gibt m. E. zur Zeit gefährlich viele davon.

Darum schlafe ich auch sehr schlecht wenn ich darüber nachdenke, wie meine Kinder und Neffen/Nichten samt Nachwuchs in dieser Welt zurechtkommen werden...Und womit sie konfrontiert sein werden.

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Danke - mir fehlt zum Gärtnern immer ein wenig die Geduld: dabei ist nicht so sehr das Warten das Problem, sondern das elegante Pflanzen. Es wirkt immer irgendwie anders als geplant. Dahlien überleben hier leider kaum, dazu gibt es zu viele Schnecken (die anscheinend Dahlien lieben ...).

Wenn man im Ausland lebt, ist das mit Familien vielleicht ein wenig einfacher: zum einen ist man sowieso komisch, zum anderen aber weiss man es vielleicht mehr zu schätzen. Politische Meinungen sind sicher wichtig, aber man darf nie vergessen, dass Menschen noch immer wichtiger sind. Ich hoffe, diese Erkenntnis geht nicht verloren.

Mir macht die zunehmende Intoleranz auch Sorgen, auch, dass gerade die Medien mitmachen - entweder mit zwei unvereinbaren Lagern wie in den USA oder einfach nur noch Staatstragend wie in Deutschland. Und es fehlt anscheinend komplett das Verständnis dafür, dass ein Journalist eigentlich neutral berichten sollte.

Andererseits habe ich auch Hoffnung, wenn ich mir meine Studenten anschaue - spätestens nach einem Jahr in der Industrie findet dort eine erstaunliche Wandlung statt.

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Hier versuchen vier
erwachsene Leute den gemeinsamen Grund zu finden, "auf dem all' unser Hoffen steht" (Andreas Gryphius), auch den metaphysischen also, Thorsten Haupts - : - Ein ehemaliger Young Turk (= ein ex Linker), ein Christ, ein Atheist und ein Rabbi - sie schaffen schon ein gutes Stück des Wegs, wenn auch nicht ganz friedlich, hehe:

  
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=0Kaq7guyCAs

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Sie, lieber Herr Kief, liegen zumindest bei vielleicht gar nicht so falsch. Mich hat die Menschheit im letzten Jahr sehr enttäuscht - nicht genug, um am metaphysischen zu Zweifeln, aber schon an den Menschen selbst.

Wenn wir es nicht schaffen, gemeinsam gegen eine Gefahr vorzugehen - welche Hoffnung bleibt dann? Es geht mir dabei nicht um den Streit um die richtige Lösung - das ist menschlich - sondern die Weigerung, halbwegs zusammen zu arbeiten. Wenn ein mächtiges Gebilde wie die EU es nicht mehr schafft, ohne offene Drohungen zu agieren - welche Hoffnung besteht dann für kleinere Länder? Mir fällt da hauptsächlich Mephistopheles ein ...

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Mich, verehrter Herr gux, hat die Menschheit nicht enttäuscht :-).

Ich finde die Reaktionen auf eine Pandemie nach 70 weitgehend katastrophen- und kriegsfreien Jahren wie in Europa ebenso normal wie (grob) vorhersehbar. Menschheitskonstanten.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Aber Herr Haupts, darf man nicht auch von etwas enttäuscht sein, das man erwartet hat? Man darf doch hoffen ...

Vorhersehbar war es schon, obwohl mich ehrlich gesagt das Versagen von EU und USA schon ein wenig gewundert hat. Von beiden hätte man schon ein wenig mehr erwarten können!

Viele Grüsse,

Gux

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Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch
-begrenzt intelligent ist
-eher emotional als rational
-eher schlecht als gut
-in der Masse zum Herdenwesen wird
-als einzelner egoistisch und machtgeil
-Verhalten durch Triebe und andere urzeitliche Reflexe beeinflusst wird
-Politiker diesen Beruf nicht ergreifen, weil ihre Hauptmotivation legal erworbenes Einkommen aus der Diäten ist (dann passt nämlich Aufwand/Risiko und Ertrag nicht),

dann sollte man eigentlich wenig überrascht sein und eher konstatieren „wir sind noch einmal davongekommen“. Überigens ein lesenswertes Theaterstück.

Ich bin auch nicht enttäuscht, manchmal ärgerlich, aber überwiegend läuft vieles in etwa wie erwartet.

Politiker sind nicht für Problemlösungskompetenzen gewählt worden und Beamte meist nicht Beamte geworden, weil sie pragmatisch und innovationsfreudig sind (wenn doch, war die Berufswahl wenig rational, aber siehe oben).

Enttäuscht bin ich auch deswegen nicht, weil darin das Wort täuschen steht, über getäuscht hat keiner...

Schüttle manchmal fassunglos den Kopf, wenn ich zB lese, das das Gesundheitsamt Ostholstein überlastet ist, weil alle Laborergebnisse und sämtliche sonstige allgemeine Anfragen im gleichen Emailpostfach (LN vor einpaar Wochen) eingehen (man könnte auch ein seperates für die Labore einrichten, dauert ca. 10 Sekunden), aber überrascht? Nö.

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Bin ich da dann einfach zu optimistisch? Ich halte die Menschen eigentlich generell eher für gut als schlecht - rein evolutionär ist das bei den meisten Herdenwesen so, denn man will schließlich nicht verbannt werden.

Idealerweise sollte ein Staat einen funktionierenden Beamtenapparat haben, der die Gesellschaft vor den Politikern schützt - wie bei Yes Minister ...

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gux:
Aber Herr Haupts, darf man nicht auch von etwas enttäuscht sein, das man erwartet hat? Man darf doch hoffen ...
Sie sprechen üblicherweise britisches Englisch, oder?
Nur mit allerhöchster Erlaubnis zu hoffen wagen, ist eine mir ziemlich fremde Denkfigur...

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Schlecht im Sinne von egoistisch, keine Leistung ohne Gegenleistung, auf eigenen Vorteil bedacht etc. Das Weltbild ist wahrscheinlich auch politisch. Marx glaubte an das Gute im Menschen, Stalin war realistischer. Traditionell geht Sozialismus nur mit guten Menschen, Kapitalismus besser mit Egoisten (Nutzenoptimierern).

Das mit der Evolution: der Leitwolf einer Herde ist nicht das angepasste Tier, sondern das stärkste oder klügste, was Rivalen ausgeschaltet hat...

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colorcraze: Das tue ich - und noch schlimmer, ich denke wohl auch schon so. Und man will den Gegenüber doch nicht direkt vor den Kopf stossen, oder?

Buerger: man braucht beides - und auch der eigentliche Kapitalismus (nach Adam Smith) geht von einem guten Menschen aus, denn schliesslich ist nicht das Eigeninteresse, sondern das aufgeklärte Eigeninteresse, das wichtig ist. Ich denke, generell dürfte der Durchschnitt der Menschen nicht "böse" sein - sicherlich egoistisch und auf das eigene Wohl bedacht, aber ohne Interesse, anderen zu schaden.

Interessanterweise scheint es aber grosse Unterschiede im Egoismus zu geben - in Gesellschaften, in denen sich der Staat um vieles kümmert, ist er angeblich deutlich mehr ausgeprägt, vielleicht weil dort der Einzelne viel weniger von der Gesellschaft abhängig ist?

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Der Marx war bestimmt kein Menschenfreund, von den Frühschriften vielleicht abgesehen. Das Kapital als "automatisches Subjekt" degradiert die Beteiligten, Kapitalist, Proletarier und Landlord als Diener seines Verwertungszwangs. Darunter versteht sich eine besondere Art der Verwendung des gesellschaftlichen Mehrprodukts, auch Profit genannt.
Der letzte Menschenfreund unter den Ökonomen war wohl Adam Smith. Das liegt an seinem Erstlingswerk (theory of moral sentiments, ist von 1759). Der erste Satz dort ist schon bemerkenswert: "Mag man den Menschen für noch so egoistisch halten, es liegen doch offenbar gewisse Prinzipien in seiner Natur, die ihn dazu bestimmen, an dem Schicksal anderer Anteil zu nehmen, und die ihm selbst die Glückseligkeit dieser anderen zum Bedürfnis machen, obgleich er keinen anderen Vorteil daraus zieht, als das Vergnügen, Zeuge davon zu sein." (Übers. W. Eckstein 1925).

Gewisse Prinzipien sind uns wohl abhanden gekommen.

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Auch die Bedürfnispyramide Herzbergs geht davon aus, das Menschen nach Befriedigung der Basisdinge Freude daran haben, sich spirituell zu verwirklichen, also zB sich selbst toll fühlen, wenn sie moralisch überhöht was Gutes (aus ihrer Sicht) für andere tun. Lässt sich beobachten, im Grossen (Kolonialisierung der „Wilden“) wie im Kleinen („Verbot der Glähbirne“ oder aktuell „Uschis Kurs im Hämdewaschen“).

Überspitzt gesagt, jemand der aus religiösen Motiven andere Menschen tötet, meint was Gutes zu tun und gottgefällig zu handeln und zieht daraus letztlich auch nur egoistisch eigenen Nutzen.

Ist das jetzt ein positives oder negatives Menschenbild, wenn man an die Spitze der Bedürfnispyramide die Selbstverwirklichung stellt?

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Es ist ein ziemlich biologistisches Menschenbild, denn Selbstverwirklichung ist das am wenigsten wichtige für die Erhaltung der Art - vielleicht ist es sogar schädlich.

Ich bleibe dennoch bei meinem positiven Menschenbild - auf die Gesamtheit bezogen, nicht den Einzelnen. Wären alle Menschen herzlose Egoisten, hätten wir nicht die Gesellschaften, die wir haben. In unserem Dorf wurden in den letzten Monaten eifrig Menschen unterstützt, die nicht selbst einkaufen gehen konnten, oder die einfach isoliert waren - das hat die Gemeine gefördert, aber die Initiative kam von Einzelnen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Eyham während der Pest?

Natürlich ist der Zusammenhalt lokal viel grösser - man kennt sich und ist aufeinander angewiesen; das ist wohl der Fehler vieler moderner Ideologien die glauben, man könnte einen Zusammenhalt erzwingen. Die EU demonstriert das regelmäßig sehr gut.

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man kennt sich und ist aufeinander angewiesen
Das erzwingt unmittelbare Rücksichten, keine Frage, aber wie ist es mit denen, die man nicht kennt, auf manche mag man angewiesen sein (Lieferdienst? Kraftwerksbetreiber?), auf andere nicht (Geschenkverpacker?), das ist doch eigentlich das weitere Feld, wo es interessant wird.

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Lehrt nicht die Erfahrung irgendwann, dass man besser miteinander zurecht kommt, wenn man miteinander gut auskommt?

Das dauert vielleicht bei manchen etwas länger - bei mir waren das mehrere Jahrzehnte - aber irgendwann lernen das doch die meisten, oder?

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CO-19 hätte man
besser machen können, zweifellos; aber sicher auch schlechter. Das wird gern übersehen.
Thilo Sarrazin sagte kürzlich in einem Interview, eine der wichtigsten Lehren aus seiner Zeit als Staatssekretär sei ein Merksatz eines Kollegen gewesen: Es geht immer weiter - egal was in Bonn gerade für Fehler gemacht werden. Und es ging ja auch immer weiter, da hat er recht, der Doktor Sarrazin, und, noch was: Die Fehler der damaligen Zeit gab es, aber dennoch erscheint sie vielen heute als geradezu golden: Die achtziger Jahre in der BRD - besser sollte es nie wieder werden, so hört man die Leute - heute - reden.
(Damals war vielen alles schlecht, korrupt und - die Renten waren nicht sicher...daran war Norbert Blüm schuld!...).

Noch was zu CO-19: Ich meine, Schweden und die Schweiz hättten es in Europa am besten gemacht. Irgendwo hat jemand bemerkt, das seien zwei Länder, an denen WW II weitgehend vorbeigegangen sei.
Übersterblichkeit in Schweden 2020: 0,03 % - genau wie in einem heftigen Grippejahr, wie es sich alle sechs/sieben Jahre zuträgt.
Leute an Beamtmungsgeräten in der Schweiz in 2020 - weniger als 2019!

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"Lehrt nicht die Erfahrung irgendwann, dass man besser miteinander zurecht kommt, wenn man miteinander gut auskommt?"

Ja freilich, gux. Nur: das Optimum gesenkten Blickes liegt nicht im Maximum.

Es wird immer einen zu viel geben, der es auszunutzen versteht, dass der andere bescheiden ist, freundlich ist, loyal ist, Gemütsmensch ist, lange den Humor behält, im Schweisse seines Angesichts sein Brot isst, zurücksteckt (wie in: der Klügere gibt nach).

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Fritz_ - natürlich wird es so jemanden immer geben, deswegen ist es wichtig, in sich selbst genügend gefestigt zu sein um das zu akzeptieren. Aus einer Position der Stärke heraus ist das natürlich immer sehr viel einfacher.

Und Herr Kief: ich denke, man wird noch viele Jahren warten müssen, bis man weiß, wer was gut oder schlecht gemacht hat - und was richtig gewesen wäre. Es gab auch sehr viel Glück und Pech, und insbesondere sehr unterschiedliche Voraussetzungen (in jeglicher Hinsicht). Ich kenne inzwischen Menschen, die am Lockdown zu Grunde gehen, und solche, die es sich nicht vorstellen können, jemals wieder unter Menschen zu gehen. Die "Smileys" (das sind im UK diejenigen, die wie Sie der Ansicht sind, COVID sei letztendlich eine Grippe) mußten allerdings in den letzten Monaten mehr und mehr Klimmzüge machen, um die Wirklichkeit an ihre Theorien anzupassen - und 0.03% scheinen mir dann doch sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein, denn das ist viel zu ungenau, um es messen zu können.

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Schweden und Schweiz dürften dann aber auch eine andere Alterspyramide haben als wir. Da ist ein Vergleich der Sterblichkeit über zwei 5 Jahreszeiträume auch für einfache Gemüter leichter als bei durch WW2 gestörten Pyramiden. Das mag zu weniger Hysterie führen.

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Ja, mehr Alte in S & CH
buerger, also eigentlich: Höhere Vulnerabilität, also schlechtere Karten. Dennoch gab es in Schweden keinen und in der schweiz lange keinen, dann einen milden Lockdown - und keine Katastrophe, wie weltweit, selbst von Donald Trump (auf Anraten Anthony Faucis) behauptet.

Die Schweizer haben sich bereits im Frühjahr auf den besonderen Schutz der alten konzentriert. Z. B mit eigenen Einkaufszeiten in den Lebensmittelläden für die Alten. - Das betrifft auch die Altenheime, da gibt es obligatorisch Besucherschleussen und die Perosnalkontrolle war prioritär. Das lief bei uns erst im vierten Quartal 2020 flächendeckend an.
Ein Fehler, leider.

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Gute CO-19 Nachrichten
auch für Asthmatiker:


https://www.brisbanetimes.com.au/national/queensland/over-the-counter-inhalers-suppress-severe-covid-symptoms-trial-finds-20210210-p5716m.html

Ein einfacher Inhalator bringt in einer australischen klinischen Studie eine Reduktion der schweren Fälle von - 90%.

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Herr Kief, ich verestehe ja ihren Enthusiasmus, nur geht er ein wenig am Thema dieses Fadens vorbei. Ist da Thema nicht ein wenig aus der Mode?

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Ich denke schon, dass es Konsenz ist, dass es sich nicht um eine normale Grippe handelt. Es ist eine coronale Erkrankung, die höhere Sterblichkeit und mehr schwere Verläufe mit Langzeitschäden hervorruft als eine normale Grippe (von grippalen Infektionen, also 1 Woche Husten Schnupfen Gliederschmerzen sowieso ganz zu schweigen).

Aber es handelt sich eben auch nicht um eine Krankheit mit der Sterblichkeit der spanischen Grippe, um die Pest, Typhus, Ebola oder die Ruhr sondern um eine Grippeform, die insbesondere für ältere Menschen mit Vorerkrankungen und für sehr alte Menschen eine heftige Sterblichkeitsquote aufweist. Für gesunde Junge ist das ziemlich harmlos und bei mittelalten kommt es drauf an.

Was fehlt, ist die Abwägung zwischen Schäden der Pandemie und Schäden der Massnahmen. Und es fehlt nicht nur die Abwägung, jede Diskussion wird im Keim erstickt. Und wegen fehlender Diskussion fehlt auch die Zielschärfe, wer jede Woche seine Ziele ändert, wird keines davon erreichen.

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Oder um mal simpel zu argumentieren: wenn die Mehrheit der Gesellschaft mit Hofreiter einer Meinung ist, dass 10 qm Wohnfläche für Bürger angemessen ist und 200qm Einzelhäuser verboten werden müssen, dann kann ich darüber streiten, aber muss mich letztlich in einer Demokratie dem Wunsch der Mehrheit beugen, ggf. der qualifizierten Mehrheit, die die Verfassung ändern kann. Ich kann dann die Herde verlassen und auswandern, viel was anderes bleibt nicht.

Dinge, die in nicht dafür vorgesehenen Kungelrunden beschlossen werden, gegen geltendes Recht verstossen und keine parlamentarische Mehrheit haben, muss man nicht hinnehmen.

Die jetzt herrschenden Damen und Herren werden sich irgendwann für ihr Tun und Lassen rechtfertigen müssen, ob vor Gericht, im Untersuchungsausschuss oder nur in den Geschichtsbüchern bleibt abzuwarten.

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Diese Diskussion fehlt mir auch - aber eine solche Diskussion kann auch nur funktionieren, wenn man sich an Fakten orientiert (zumindest denen, die vorhanden sind), und das vermisse ich: e gibt entweder "alles nicht so schlimm" oder "wir werden alle sterben". Schulöffnungen sind entweder des Teufels oder der einzige Ausweg etc. Letztendlich muss man einen Kompromiss finden, mit dem alle ähnlich unzufrieden sind.

Aber anstatt lautstark Aktionismus zu fordern hätte man sich doch um bessere Daten bemühen können: auch wenn Spiegel & Zeit so gerne auf das UK einschlagen, aber hier hat man zumindest ein funktionierendes Test und Sequenziersystem aufgebaut - mit repräsentativen Werten. Damit läßt sich einfacher Politik machen und man könnte (hätte man denn eine mutige Regierung ...) bessere Pläne machen.

Es wäre schön, hätten sich die Diskussionen weniger politisch und mehr wissenschaftlich entwickelt. Wir haben plötzlich Wissenschaftler, die wie Politprofis behandelt werden (und sich vielleicht sogar in der Rolle gefallen) - das aber nie richtig gelernt haben und dementsprechend versagen. Aber wir haben auch Medien, die da mitspielen (die Bild-Attacke auf Drosten z.B.) und unfähig sind, eine solche Diskussion sinnvoll abzubilden.

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Ich bezweifle, daß unsere derzeitigen Politiker ein anderes Schicksal ereilt als irgendwann in Pension zu gehen, ganz unspektakulär. Die zeitweilige Wut, die sie auf sich ziehen, verweht wie ein Lüftchen, denn eine jakobinisch organisierte Opposition sehe ich nirgends.
Was ich eher sehe, ist eine Verkaffung, also das Fehlen von Öffentlichkeit und Annahmestellen für Fremde, manche sehen das als Gleichschaltung, manche als Tech-Totalitarismus, aber mir fällt es zuvörderst als Verkaffung ins Auge, als der allgegenwärtige Hausfrauenmief ("Homeoffice"), dem man nirgendshin mehr entkommen kann.

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@gux:
Interessanterweise scheint es aber grosse Unterschiede im Egoismus zu geben - in Gesellschaften, in denen sich der Staat um vieles kümmert, ist er angeblich deutlich mehr ausgeprägt, vielleicht weil dort der Einzelne viel weniger von der Gesellschaft abhängig ist?

Auf den Kopf! Das ist eine völlig natürliche Entwicklung in Staaten, die grob vereinfacht alle nicht rechtskodierten Bindungen ablehnen und das Individuum in den Mittelpunkt stellen. Das führt zwangsläufig dazu, dass der Staat Stamm, Clan und Familie ersetzen muss, weil wir eben doch nicht völlig unabhängig voneinander unser Überleben sichern können. Und das widerum führt zwangsläufig zu einem groberen und sichtbarerern Egoismus, weil es immer weniger schadet, wenn der ausgelebt wird, mangels - lebensnotwendiger - Gemeinschaften, die solches Verhalten sanktionieren.

Das ist einer der Preise freier Gesellschaften, den sowohl Sozialisten als auch Konservative (aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit radikal verschiedenen "Lösungen") zu Recht thematisieren.

There ain´t no such thing as a free lunch :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Lieber Thorha,

das wird wohl immer ein grosses Thema sein, wieweit der Staat die "Klanstruktur" ersetzen kann. Kann es sein, dass sich Deutschland in dieser Hinsicht sehr viel weiter als andere Staaten zum Klanersatz entwickelt hat? Ich bin sicher voreingenommen - aber ich hatte früher in Österreich (meine Familie kommt zum Teil von dort) und heute in England immer das Gefühl, es gehe ein wenig "dörflicher" zu und es würde mehr Wert auf eine Gemeinschaft gelegt. Ich kenne auch nur wenige Länder, in denen Recht sowohl von der Verwaltung als auch den Bürgern derart penibel ausgelegt wird (man muß mit Kind und beiden Eltern zur Botschaft fahren, um eine Geburtsurkunde zu beantragen ... und das Passfoto eines neugeborenen muss biometrisch sein).

Ich lade Sie gerne zu einem kostenlosen Lunch ein! Beans on toast?

Gux

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Als ich als zukünftiger Graduate Student auf dem Weg zur Uni in der ersten Übernachtungsherberge nach der Fähre kidney pie als Abendmahl bekam, wäre ich fast wieder umgekehrt. Nur der Stolz hat das verhindert.

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Verachten Sie die britische Küche nicht - es gibt da auch sehr feine Dinge; Beuscherl und Kuheuter sind auch nicht unbedingt jedermann Sache.

Ein angenehmer Nebeneffekt des letzten Jahres war es, neue Rezepte auszuprobieren: wenn der Lieferant bestimm, welches Gemüse geliefert wird, dann muß man ein wenig kreativer werden! Besonders die traditionelle britsch-indische Küche!

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kidney pie
Da hab ich mich in AUS auch nicht rangetraut (meine Mutter hat einmal "saure Nierle" gemacht, das fand ich so schlimm, daß mir die Neugier auf Jahrzehnte verging), nur an andere Pies. Die waren aber eßbar. Besser als das Krokodilschnitzel jedenfalls, das nur nach Panade schmeckte.

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Eine gute Steak & Kidney pie ist etwas ganz anderes als saure Nierle (ich empfehle Nigella Lawson's Rezept) - es gibt sehr viel gute Pies - als ich noch in London lebte, waren Pie & Liquor (Kartoffelbrei - kein Alkohol!) ein übliches Mittagessen.

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@Gux: das halte ich für ziemlich wahrscheinlich, daß es in England wohlschmeckende pies gibt. Die australische Küche ist ja, sagen wir mal: sehr rustikal, und wenn es dort immerhin eßbare Varianten gibt, dann wird es in England, wo ja wie auf dem Kontinent die Küche seit den 1980ern einen ziemlichen Aufschwung genommen hat, bestimmt auch richtig gute geben.
(Ob allerdings kidney pie dazugehört... ich bin da nach dem Grusel mit den sauren Nierle nicht so ohne weiteres zu überzeugen.)

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Die Australier grillen doch sowieso alles, oder? Ich glaube, es gibt überall sehr gutes (und nicht so gutes) Essen, und die Kunst ist, das herauszufinden. Der Nachwuchs zwingt mich zur Zeit gerade, ganz viele neue Rezepte zu probieren (was man in Büchern, Filmen oder bei Freunden sieht, muß man probieren, dazu kommen Eigenkreationen) - und es macht sehr viel Spass. Ich war ziemlich erstaunt, wie sehr man sich im Laufe der Zeit mit immer weniger Gerichten abgibt. Eigentlich ist das Teil meiner Arbeit - und ich fand es immer seltsam davon auszugehen, dass Ü50 dass Essen eintönig wird - erstaunlicherweise stimmt das aber bei sehr vielen.

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Der pie war in einer Jugendherberge. Da wäre wahrscheinlich auch alles andere furchtbar gewesen.
Ich durfte seinerzeit trotz schmalem Budget einige Male nett essen, Yorkshire Pudding (mit Pilzen), französische und italienische Küche mitten in England, sehr gute Chinesen, und natürlich ist indisch ebenfalls sehr gut. Auch Pubfood kann sehr angenehm sein.
Aber diese Jugendherbergsmahlzeit ist mir gruselig in Erinnerung. Wobei mir bis heute nicht klar ist, warum ich mit Fähre und Zwischenübernachtung angereist bin statt über Calais mit der Schnellfähre, aber so manches würde man 30 Jahre später anders machen...

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Jugendherbergsessen ist überall wohl sehr variabel. In meiner aktiven Sportzeit bin ich hier zum ersten Mal mit 'chips on toast', 'crisps on toast' und 'fishfinger on toast' konfrontiert worden - wenn man Hunger hat, schmeckt das auch!

Es gibt im Moment sehr viel Pubs die Essen zum Mitnehmen anbieten - aber so langsam wäre es wirklich schön, wieder außerhäusig zu essen ...

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@buerger: Jugendherberge - ok, "alles klar" (da erwartet man nicht die ausgesuchten Feinheiten)... Fähre: vermutlich weils deutlich billiger war so? Ich entsinne mich an mein Getrickse Mitte der 80er, ein "Tagestouristenticket" in Oostende nach Folkestone zu kaufen, weil das nur 2/3 des normalen kostete, und daß die Schnellfähre oder Hovercraft (gab es damals, fuhr aber nur, wenn das Wetter gut war) etwa drei- oder viermal so viel kosteten wie ein normales Fährticket.
(Apropos gruselig: die Suppe mit den Maden drin, die es auf der Fähre für die Lkw-Fahrer gab, war mein Gruselerlebnis)
@gux: ja wenn der Schnee weg ist und es wieder etwas wärmer ist, also im März, sollte das endlich mal wieder möglich sein...

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Ich weiss es nicht mehr. Weihnachten haben wir dann die Dover Calais 2 Uhr morgens Fähre genommen, mit 4 Leuten im Auto, zwei Deutsche, zwei Dänen, das war für alle billiger als Fliegen (und Weihnachten auf dem Campus ist trostlos)...

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Für Fish n Chips im Pub lass ich alles andere stehen! Außer vielleicht diverse Knödel und Klöße, Waldpilze, Rouladen, Butterbrot, Bratwurst, Bandnudeln, Pflaumenmus und Reiseintopf. Und grünen Spargel. Erdbeerkuchen. Senfgurken. Und russische Teigtaschen an Creme Fraiche. Soweit das Frühstück.

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So eine Aufzählung vor Aschermittwoch ist gemein! Ab morgen gibt es nur noch Porridge und baked beans!

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Kameruner
Gekrempelte Berliner Pfannkuchen sind ein tiefbraunes, sehr knuspriges, ungefülltes Schmalzbebäck und heißt nicht Krapfen, sondern Kameruner.

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Ich halte mit Bochanen Meis, Polsterzipf und Hasenealn dagegen.

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Als ich das erste Mal Calais-Dover gefahren bin - 1984 - gab es in der Kantine für Lkw-Fahrer "beef". Wir waren ungefähr 15 Kutscher, aus B, F, NL und ich. Nach dem ersten Schnitt in das beef erklärte ein niederländischer Kollege: We use tyres on the truck but not on the meal. Alle ließen ihren Teller zurückgehen. Dann kam irgendein Kasper von der Crew und erklärte uns, dass das "meal" bisher unbeanstandet geblieben war.
Egal: wer nach Great Britain fuhr, hatte sein Holzfällerbrot und zwei 500 gr Würste als Notfallration mit. Ich kann mich noch erinnern, einen Tesco-Markt in West-Thurrock angesteuert zu haben wegen Proviantaufstockung. Mitgenommen habe ich aber nur Produkte von Kontinent und natürlich Guinness. Mit der Plörre ertrug man das gesellschaftliche Elend dort besser.

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@folkher braun: Wobei die westeuropäischen Fahrer ja noch vergleichsweise gut weggekommen sein sollen, weil die die Fähre selber buchen konnten, für die staatlich gebuchten Ostblockfahrer (Polen, Tschechen) gab es wohl noch schlechteres Essen, und die waren mehr darauf angewiesen, weil die kein Reisegeld mitbekamen, so daß sie nach Ankunft in irgendeinem Pub was hätten essen können. - Erzählten jedenfalls der Jugoslawe und der Italiener, die mich mitgenommen hatten.

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Gastro-Chauvinismus
Ein Kidney pie nach alter britischer Hausfrauentradition, gemischt mit Rindfleisch und gut gewaschenen Nieren kann durchaus wohlschmeckend sein. Natürlich erinnert das manchen an Harn, aber woran erinnert uns ein echter Schweinedünndarm, gefüllt mit legalen deutschen Schlachtabfällen? Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen alter und neuer Füllung?

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Es gibt noch immer Gelegenheiten, richtig gut schlecht zu essen - ich kann Ihnen diverse Kantinen empfehlen, bei denen es zwar jeden Tag etwas anderes auf der Speisekarte steht, aber es immer gleich aussieht und schmeckt. "Curry" bietet sich dafür genauso an wie "Eintopf" ...

Ich war hier in genügend "Tagungshotels" (Jugendherberge für Erwachsene?), wo man das Essen (im Preis inbegriffen) nur mit reichlich Alkohol (nicht inbegriffen) ertragen konnte. Der vorhandene Wein war zwar nicht unbedingt gut, aber das ist dann irgendwann egal.

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Selber schuld
Ob man an einer Tagung in einer "Jugendherberge für Erwachsene" teilnehmen muß, hängt vom Beruf und von der sozialen Stellung ab. Wenn früher europäische Institutionen einluden, wußte man, daß diese sich nicht lumpen ließen und einige angenehme Tag in gepflegtem Ambiente bevorstanden. Heute ist das anders, leider...

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Wenn die Tagung vom Steuerzahler bezahlt wird, gibt es strenge Regeln - das macht die EU inzwischen leider auch (zumindest für Wissenschaftler, in anderen Bereichen mag das anders sein). Eine große europäische Behörde konnte nicht zum Essen einladen, weil es am Ort kein Restaurant gab, wo man für den erlaubten Tagessatz essen konnte (wir haben dann für die jüngeren Teilnehmer zusammengelegt - die sollen schliesslich nicht leer ausgehen).

Früher (vor 10 Jahren) fanden die gleichen Tagungen noch in richtigen Anwesen statt - mit freier Bar - und es hat sich eigentlich immer gelohnt, weil so eine Atmosphäre auch die Kreativität fördert. Bald gibt es wahrscheinlich nur noch ein Sandwich in die Hand ... (wobei: ein Trick ist, Essen zu bestellen, das frisch zubereitet werden muß; ein Kollege besteht bei solchen treffen immer auf streng koscheres Essen und bekommt immer deutlich bessere Dinge).

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"Tagungshotels (Jugendherberge für Erwachsene?)", haha, das gefällt mir gut. Lässt sich wunderbar kombinieren mit "Fliegen? Eine Variante von Busreisen", © colorcraze.

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Das liegt an den falschen Prioritäten. Mein früherer Arbeitgeber beschäftigt ganze Abteilungen, um Reiseregeln zu entwerfen, Hotelhöchstsätze für verschiedene Städte, Rahmenverträge und son Tüddelüt.
Mein aktueller Brötchengeber meinte bei Einstellung trocken „use your brain“. Was unterm Strich für alle bessser ist.

Wir haben gestern jemanden neu eingestellt, dafür habe ich eine kurze email geschrieben und nach 2 Minuten das ok gehabt. Nix Ausschreibung, Stellenprofil, Betriebsrat und mehrstufiges Auswahlverfahren.

Das ist aber auch der Grund, weshalb manche Unternehmen Geld verdienen und andere nicht: die letzteren geben zuviel Geld für internes aus und vergessen, dass sie nur existieren, wenn sie Kunden Mehrwert bieten.

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Haha, das alte Problem "Kunde droht mit Auftrag".

Ich kann mich an Spesensätze erinnern, zu denen gab es meterweise Unterlagen im Intranet. Abhängig von Variablen wie Entfernung und Reisedauer z.B. 4/8/6 € morgens/mittags/abends. OmG! Am besten fuhr man damit, das Frühstück auf die Zimmerrechnung setzen zu lassen und damit auf Frühstücksspesen zu verzichten (dann müsste man's auf der Steuererklärung glattziehen, nehme ich an). Wenn man mittags vom Kunden oder Lieferanten eingeladen wird, dürfen es die Tanten im Abrechnungsbüro nicht mitbekommen. Die einzigen Reisen, bei denen man nicht draufzahlt, sind längere Fernreisen, das aber auch nur, weil die Auslöse ohne Mullen und Knullen pauschal gezahlt wird als kleines Bonbon.

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Spesen sind für die Verwaltung aber ideal - man hat strenge Regeln die man ohne Sinn und Verstand durchsetzen kann. Wir hatten ein Arbeitsessen mit Gutachtern (im Hochschulbereich - zumindest UK - werden die nicht gerade fürstlich entlohnt ...) in einem akzeptablen Restaurant, aber ich habe den Fehler gemacht, den Gast den Wein aussuchen zu lassen - und der wollte einen Rotwein, weil besser zum Essen passend.

Die Spesenabrechnung kam zurück mit den folgenden Anmerkungen:

a) der billigste Wein (weiss statt rot) sei £0.5 pro Flasche günstiger, und das würde abgezogen. Diese Information zu erhalten war wahrscheinlich teurer als die Einsparung, denn die Weinkarte war ziemlich lang und nicht nach Preis sortiert ...

b) Im Durchschnitt haben wir mehr als 2 alkoholische Getränke pro Person getrunken (das wurde bestimmt mit 0.125 mL Gläsern für Wein und 1/2 pints) und daher würden nur die billigsten Getränke erstattet.

Aber als ÖD geht das natürlich auch in die andere Richtung: ich darf keine Einladung annehmen, die über unseren Spesensatz geht, denn das könnte Bestechung sein.

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Das einzige Mal, das ich von einer Firma bezahlt auswärts war, war als Azubi beim Blockunterricht in den 80er Jahren, da war die Pauschale für Unterkunft und Selberkochen aber vergleichsweise üppig (sehr im Gegensatz zu den anderen, die wir in der Klasse hatten), insofern kann ich bei den Spesenproblemen nicht mitreden... erlebte diese Abhängigkeit vom von anderen gekochten Essen nur mal bei meinem kurzen Gastspiel in Wolfsburg, wo man auf die Kantine angewiesen war, wo sie den Externen Preise abknöpften, die sich Berliner Imbisse nicht getraut hätten.

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Tja, früher war wirklich manches besser.

Erinnere mich an einen meiner ersten Einsätze in München, damals von Frankfurt aus, wo ein wahrscheinlich unglaublich dreister Kollege großartige Spesenbedingungen ausgehandelt hatte: Übernachtung im Hilton oder Hotel Palace, 40 EUR meal allowance durfte man fürs Abendessen ausgeben - da war damals sogar ein Teller Trüffelnudeln beim Käfer drin - und Mittags gabs eh Catering.

Fliegen statt Bahn, weil man da aus Frankfurt kommend morgens um 9:00h beim Kunden sitzen konnte - der wollte unbedingt immer um 9:00h anfangen. Wäre er bereit gewesen, um 10:00h zu starten, wäre es mit dem ICE gegangen... und abends Übernachtung oder zurück. Natürlich Business Class, weil man so flexibel umbuchen konnte und auf jeden Fall einen Platz auch in der letzten/ersten Maschine bekam.

Das Projekt ist natürlich gescheitert. Nicht, weil es schlecht gemacht war, sondern weil der Vorstand, der es wollte und antrieb, geschasst wurde. Zehn Tage später war der Spaß vorbei. Aber das Essen war gut.

Und ich tät jetzt sogar so einen Pie nehmen, Nieren müssen nicht sein, aber die Engländer können da ganz tolle andere Versionen auch machen.

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Ich habs auch anders extrem erlebt.

Insolvenz eines Kunden, Anwaltstreffen in NY, abends von Anwälten eingeladen, einer der teuersten Italiener der Stadt (war auch lecker), Grappa Paolo Berta zu Abschluss und auf der Rechnung, die die Banken dann am Monatsende von den Anwälten bekamen, stand das alles lustig drauf.

Anwaltseinladung, hihihi, wir konnten froh sein, dass die nicht fürs Abendessen noch ihren Stundensatz aufgeschrieben haben.

Das ist in anderer Form überzogen. Das insolvente Unternehmen wurde letztlich abgewickelt, also blieben die Banken auf den Speaen auch noch sitzen...

Andererseits habe ich mir in ebender Stadt auch schon lustige Keime in Restaurants billigerer Art eingefangen...

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in ebender Stadt ... lustige Keime in Restaurants billigerer Art
-v, plz!

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? Minus V, Postleitzahl, Please, Platz? So Internet firm bin ich nicht.

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verbose please

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@buerger: ich muss es mal raussuchen, ein Freund der in einer US Wirtschaftskanzlei tätig ist, hatte mir mal eine Kopie von deren Verzeichnis für expense codes und activity codes gegeben. Da waren sicher 10, 12 verschiedene codes alleine fürs Essen drin, angefangen von dinner with client bis hin zu codes für abends Pizza in die Kanzlei bestellen.

Völlig irre. Die real existierende, materialisierte Form des Anwaltswitzes, wonach bei denen jedes Wort Geld kostet.

Wobei, das war um 2000 herum, heute ist das wohl deutlich stringenter. Es gibt wohl Standards dafür, und die Unternehmen und ihre Rechtsabteilungen sind deutlich, deutlich mächtiger, und man hört schreckliches über den Aufwand, allein mal eine Rechnung zu stellen die akzeptiert wird.

Wer heute noch schön Tagessätze abrechnen kann, hat es da ziemlich gut. Bei McK war das wohl mal so gelöst, dass die Partner hatten, die - ausreichend großes Projekt vorausgesetzt - selber ohne Berechnung arbeiteten, damit sie für ihre Auftraggeber psychologisch leichter zugänglich waren, also ohne tickende Uhr. Eigentlich keine schlechte Idee, man bräuchte halt das passende 20 Berater, 1000 Tagessätze+ Projekt dafür...

Zurück zum Essen, falls sich jemand für überraschend feine, und teils moderne Interpretationen englischer Küche interessiert, dem seien diese Kochbücher ans Herz gelegt:
"The Book of St. John" und "The Complete Nose to Tail: A Kind of British Cooking", letzteres eine Doppelausgabe zweier früherer Kochbücher von Fergus Henderson.
Außerdem "Quality Chop House: Modern Recipes and Stories from a London Classic"

Zu St. John muss man nicht viel sagen, das Quality Chop House ist einen Besuch wert, wenn man wie in viktorianischer Zeit speisen will. OK, zugegeben, es ist was für Food Hipsters, aber letztlich kann man anderswo für mehr Geld deutlich schlechter "britische Küche" bekommen als dort.

Für den Hausherren wäre es wohl nichts, irgendwo scheint immer etwas vom Schwein, Geflügel, Rind dabei zu sein. Jedoch könnte so mancher, der eigenen Vegetarismus mit der Abkehr von Verschwendung, sinnlosem Tiertod und Tierleid bei der Zucht begründet, schwach werden - denn "Nose to Tail" bedeutet eben das, es wird nichts weggeworfen, und den Viechern geht es bis zum Tod wohl sehr sehr gut, andernfalls wäre die Qualität nicht zu halten - so liest man es, so schmeckt es aber durchaus auch. Welche Aromen auch kleine Mengen von Schweinefleisch oder Rind haben können, sind sie nur richtig zubereitet, ist erstaunlich.

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Besagte Kanzlei hatte die Buchstaben W+C und dieses Ereignis ist wohl etwa 10 Jahre her...

Danke für die Tipps, wenn es doch endlich wieder möglich wäre zu reisen...ich bekomme hier so langsam einen Höhlenkoller, dabei haben wir es mit Einzelhaus auf demLand und Haus an der See noch gut im Vergleich zu anderen. Aber in 12 Monaten nur eine Geschäftsreise und ein Urlaub im Ausland, da drehe ich langsam aber sicher durch.

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Danke, greenbowlerhat - die kannte ich noch nicht (als Teilzeitvegetarier habe ich da jedoch eine gute Ausrede - ich koche Fleisch nur sehr selten).

buerger, Sie sprechen mir aus der Seele. Vor einem Jahr hatte ich meine letzte Geschäftsreise ... ich hätte nie gedacht, dass das so oft gescholtene Reisen einem so fehlen kann, aber mir fehlt die erzwungene Arbeitspause. Im Flugzeug oder Bahn kann ich irgendwie viel einfacher einfach abschalten, ohne das Gefühl zu haben, eigentlich doch etwas tun zu müssen. Bis zur Rente wird es hoffentlich noch etwas werden!

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@Grünhut: a-ha. Die Kochbücher klingen nach "sehr brauchbar". Was ist das spezielle an der viktorianischen Küche? Ich habe nur mal gelesen, man trank damals relativ viel Port...
@buerger: sorry, das "-v, plz" ist so eine Antiquität aus meiner Usenetzeit. Mit "-v" konnte man damals (vor 2000) im Command Prompt die längere Beschreibung eines Programms aufrufen. Im übertragenen Sinn war es die Kurzform für "erzähl mehr". Und "plz" ist die damals im Schwange gewesene Abkürzung für "please" (mit stimmhaftem s). Ja, es ist ein bißchen Aküfi, aber wenn man Kuchen backen muß ist man ein bißchen hektisch...
Das mit dem Reisen - ja, wäre schön, aber nur wenn Gastronomie auf hat und man beim Verlassen des Verkehrsmittels nicht befürchten muß, in Quarantäne gesteckt zu werden. Für Reisen mit Schlafsack, Stulle und rausgestrecktem Daumen fühle ich mich zu alt, zudem ist nicht das Wetter dafür.

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Danke, Döntjes erzählen ist ja im Moment das Einzige, was bleibt.
Italien scheint aufzumachen. Wir bekommen Hotelpost vom Gardasee. Mit Restaurant etc. Würde aber jedem, der das erwägt, dringend vom Flug abraten und Auto empfehlen. Wenn sich da was ändert, einsteigen, Koffer hinten rein und los gehts, wie die Engländer in der Schweiz. Alles besser als mit einer Mahlzeit pro Tag in irgendeinem Zimmer eingesperrt.
Mir reicht noch der Panikanfall auf der letzten Geschäftsreise im September, als Österreich plötzlich sagte „Risikogebiet, Du kommst hier nicht rein“ und mein Flug über Wien ging und Deutschland sich dann überlegte, Wien wäre auch Risikogebiet.
Und das von jetzt auf sofort und wegen ausgedünnter Flugpläne keine Alternativen. Auto ist autonomer (und vermeidet daneben noch den vollgepropften Flughafenbus).

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dringend vom Flug abraten und Auto empfehlen
Unbedingt.
Auto ist z.Zt. das einzige zuverlässige Verkehrsmittel.

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@colorcraze: da war ich missverständlich, das Restaurant schmückt sich mit der Behauptung es sei im viktorianischen Stil eingerichtet. Nun, das Haus ist wohl noch original, innen sitzt man auf ()recht engen) Bänken mit Tischen dazwischen, bequem für 6, wohl gedacht für 8. Ein bisschen lower class credibility bekommt das Ganze, weil wenige Häuser weiter eine ziemlich fiese Mietskaserne stand, die ist aber wohl mittlerweile abgerissen.

Hach ja, so mal wieder eine Woche London, das wär schon was. Liberty, Fortnum & Masons, Harrods, es gibt weniger angenehme Möglichkeiten sein Geld loszuwerden.

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Ach so, die Inneneinrichtung ist noch alt. Ich dachte, die kochen nach Omas Kochbuch - so wie wenn im Wilhelm Hoeck nach Henriette Davidis gekocht würde.

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Es gibt auf dem Land noch sehr viele richtig alte Pubs - nicht nur im alten Stil eingerichtet. Im Nachbardorf betreibt die Gemeinde (also die Bürger, nicht die Behörde) einen Pub aus dem c14, bei dem noch sehr vieles auf jeden Fall alt ist (dafür ist das Essen hervorragend, es gibt einen schönen Garten und Bier aus dem Schwarzwald).

Die Dörfer werden viel zu oft unterschätzt ... ich sehe London eher wie der Hausherr Berlin; man muß manchmal hin, ist aber froh, wenn man wieder nach Hause kann. Da sind einfach zu viele Menschen - aber es stimmt, man macht einem das Geld ausgeben sehr angenehm. Zum Glück liefert mein Herrenausstatter (sagt man das noch?) nach Hause, und im vergangenen Jahr wurde meine Garderobe kaum strapaziert.

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Nach all den graußlichen Menuvorschlägen für merry old Inkländ möchte ich auch mal etwas Positives vermerken. Nachdem ich in 12/2016 Bezieher einer Regelaltersrente wurde, konnte ich die Arbeit über zwei Jahre nicht so schnell einstellen, wie ich es finanztechnisch hätte machen müssen.
Anders gesagt: wer über den Rentenbeginn hinaus arbeitet, der ist ein Idiot. Weil alle Geier, Finanzamt, Krankenkasse, Pflegeversicherung, stürzen sich auf den Umsatz.
Aber: die Rettung ist, einfach ein Jahr nichts zu machen. Umsatz null. Das habe ich 2020 hinbekommen. Mit Wirkung 2021, sagt das Finanzamt Düsseldorf, werde ich nur bei Umsatzsteuern über 1000 Euro neu veranlagt. (Mit Knete für den Steuerberater etc..)
Mit anderen Worten: Was mache ich in 2021? - Nix. Wenn 50% vom Umsatz in das Finanzsystem gehen, ist die Veranstaltung für mich uninteressant.

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@folkher braun: erstmal Glückwunsch, und vielleicht schaffen Sie es von Fahrzeugen mit 4, 10 oder 18 Rädern nun sogar auf Zweiräder?
Wegen Steuern, ist das nicht sowieso auch bei der normalen Arbeit der Fall? 42% Einkommenssteuer plus Soli bei Angestellten-Verhältnissen, da kommt man schon nah an die 50% ran. Oder alternativ ca. 30% Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer auf Unternehmensgewinn plus 25% Abgeltungssteuer, das sind schon mehr als 50%.
Der Krankenkasse entgehen Sie nicht, ja. Allerdings wäre die Alternative eine private Versicherung, und da würde deutlich mehr zu zahlen sein, egal ob Sie Einkommen haben.

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@colorcraze: Was die Rezepte angeht, ich meine, das Quality Chop House schmückt sich auch mit modernisierten Fassungen englischer Klassiker. Ich schau mal gerne am Wochenende ins Kochbuch.
Gut gegessen hab ich da jedenfalls, und das, was es gab, wirkte sehr klassisch-bodenständig. Pastete, Gemüsesorten oder Kräutersoßen aus Zutaten, die ich nicht kannte bzw. nicht in der Küche vermutet hätte, sehr solides Brot, Innereien, und man ist großzügig mit Fett.

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Herzlichen Glückwunsch @folkher braun!

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philantropische Antizipation
oder die Kunst laut zu werden
ohne negativ aufzufallen.

Das Risiko misanthropische Neigungen
an sich zu entdecken, die sich mitunter
verselbständigen können,
ist auch immer dann hoch,
wenn es unansehnlich wird.

Dann heißt es nachjustieren.

Bis der Chevalier (m/w) wieder lächelt,
ohne die Zähne entblößt zu haben.
( second chance: auch der
dümmsten Nuß, sogar wenn es sich
um einen ausgemacht unmusikalischen
Hohlkörper handelt, darf, ja, muß, nachdrückliche,
positiv ausgerichtete,
Zuwendung entgegen gebracht werden )

Andrerseits, manchmal, wenn's denn hilft,
sollte man erhellende Spezialisten,
einfach auch mal mit Aufgaben betrauen.

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cōnsēnsus <ūs> m (consentio)
1. (v. Personen)
Übereinstimmung, Einigkeit, Einhelligkeit, Einstimmigkeit, einstimmiger Beschluss [ omnium gentium; patrum; bonorum; universae Galliae ] (in, über etw.: m. Gen; auch de u. in m. Abl) [ libertatis vindicandae; in me tuendo ]
ex consensu
auf allgemeines Verlangen hin
omnium [o. uno, communi] consensu (nachkl. auch nur consensu)
einstimmig
2. (v. Lebl.)
Harmonie, Übereinstimmung [ naturae ]
3.
Verabredung (im neg Sinne); Verschwörung, Komplott

-> dt. Konsens
analog Dissens von lat. dissensus, ebenfalls u-Deklination
anders Essenz von essentia, -ae, f.

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Pardon. Beim drüber Nachdenken „konsensualer...“ wäre mir das S wohl in den Sinn gekommen.

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Nur der Vollständigkeit halber:
Der Stowasser hat auch noch die metonymische Bedeutung (aus Tacitus) id apud Chattos in consensum vertit ...wurde Sitte... Den Georges habe ich nicht weiter zu Rate gezogen, aber es ist doch schön, daß wir Rentner in dieser ansonsten trüben Zeit für klärende Hinweise solcher Art reichlich Zeit haben.
Daß Tacitus Nazi war war, steht auf einem anderen Blatt und tut hier nichts zur Sache.
Gruß und schönen Abend K

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Aha, Sitte qua Vereinbarung sozusagen, besser bekannt als Konvention ("Zusammenkunft").
Ich fand ja die Nebenbedeutung "Verschwörung, Komplott" ganz interessant; anscheinend wurden Verschwörungen als ein Normalfall betrachtet, nicht als etwas Exotisches. Skandalträchtig daran waren offenbar andere Dinge als die Gleichgesinntheit einer Gruppe.

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Sorry für meine Kratzigkeit zur Zeit, aber die Enge schlägt mir etwas aufs Gemüt, ich hätte gerne mal 2 Wochen am Stück frei, die ich sorglos und erholsam an einem locus amoenus et hospitalis verbringen könnte. Mal 2 Wochen nicht kochen, waschen, putzen, und dem Liegengebliebenen hinterherhecheln müssen, auf Handwerker warten, die dann doch nicht kommen, auf Pakete warten, die dann bei anderen abgegeben werden, von wo man sie erst loseisen muß, - kurz, einfach mal 14 Tage "in den Tag hineinleben" können und so lange schlafen, wie man will.

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Das geht uns wohl allen so. Hier bei uns auf dem Dorf wird die Stimmung auch immer gereizter. Ich fürchte, das dicke Ende kommt noch, wenn die Pleitewelle rollt, die jetzt noch zugekleistert wird.

Wir haben gerade ein Hotel in Italien reserviert, für Ende Juni, in der Hoffnung, dass wir dann auch fahren können. Nur, damit man zumindest was planen kann. Und den Kindern eine Perspektive geben, einen Ausblick auf eine mögliche Normalität.

Ansonsten bestellen wir sonntags konsequent was zum Abholen und holen jeden Freitag Hähnchen vom Grillwagen, zweimal kein Mittag kochen.

Immerhin machen Schulen hier bald wieder auf und das Homeschoolelend hat ein (vorläufiges?) Ende.

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Sie sprechen mir aus der Seele - ich bin zwar inzwischen Hausmann mit Leidenschaft (wer daheim bleibt, muß das wohl notgedrungen machen), aber ich sehne mich auch wieder nach einem normalen Leben. Ganz besonders auf zufällige Unterhaltungen mit echten Menschen - und nicht über diverse Videokonferenzanwendungen.

Und was die Kinder angeht: es bricht einem schon das Herz, wenn sie jetzt schon seit Wochen mit ihren Freunden planen, wie sie sich wieder Treffen wenn alles vorbei ist - und dabei erwachsener wirken als sie es eigentlich sein sollten (verstehen das eigentlich diejenigen, die jeden Vorschlag von Schulöffnungen als Anschlag auf dass eigene Wohlbefinden sehen)? Bei uns kommt dann noch der Besuch bei den Grosseltern dazu, der im Moment nicht so einfach ist.

Aber man kann hoffen, dass es wieder besser wird - und ich glaube jeder wird Ihnen den Lagerkoller verzeihen.

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"wenn die Pleitewelle rollt"

Ich sehe bei mir in Dorf und Kleinstadt fast jede Woche Kleinunternehmer mit Läden, die wegen des quasi Berufsverbots ihr Geschäft aufgeben, bevor die Schulden sich durch laufende Kosten so hoch auftürmen, dass nur noch Strick oder Kugel bleiben.

Jahrzehnte haben sie durchgehalten und sich abgeschuftet und und jetzt ist halt Sense. Kollateralschaden. Die kleinen Selbständigen, die Arbeitstiere, die so viel Verachtung vom Fortschrittsklientel erfahren und von der Politik angespuckt werden, weil sie so blöd waren, ihr Glück in die eigenen Hände zu nehmen und diese Hände zur Selbständigkeit zu benutzen.

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Mich rief gestern ein ehemaliger Kollege an. Kurzarbeit 0, Unternehmen in Insolvenz, Drittel fliegt raus (er gehört wohl dazu), Mitte 50, schwierige Branche...Er kann was, aber ist auch eine schwierige Type...mal sehen, wie es bei ihm weitergeht, mein Unternehmen ist wahrscheinlich eher Krisenprofiteur, aber eben auch so klein, dass man nicht mal eben jemanden aus alter Verbundenheit einstellen kann, die Nische ist eben sehr klein und wir sind froh, dass wir durch die Krise gekommen sind ohne grössere Blessuren.

Für viele ist das gerade ganz grausam. Arbeitslos werden nach Selbständigkeit heisst Alterarmut und Privatinsolvenz in sehr vielen Fällen.

Der Braun faselt was von Biergarten und Altmeier grinst fies vor sich hin.

Ich glaube, die wissen gar nicht, was ihr lockdown bewirkt. Ich habe seinerzeit die kaputten Erwerbsbiografien der DDR life und in Farbe gesehen, Mitte 40, Ende und Aus und Warten auf die Rente ohne Perspektive, 20 Jahre lang...
Da könnten die paar Prozentchen AfD noch zurückgesehnt werden, die Suppe die gerade gekocht wird, schmeckt schon sehr nach Weimar.

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Zum Thema Kinder: bei uns war es jetzt auch soweit: die Polizei räumte den Rodelberg (ein aufgeschüttetes Hügelchen, vielleicht 10 Meter hoch), allerdings humanerweise erst um 17 Uhr, als es dunkel wurde. Die Politessen haben selber Kinder (und es waren dort an dem Tag wohl die Hälfte der Grundschüler am Schlittenfahren). Verhaftet wurde keiner. Aber das Image der Polizei hat hier in den letzten Wochen gelitten, die müssen Versäumnisse der Politik ausbaden.

Als Konsequenz sah man heute öfter Nachbarskinder (mehr als zwei) in der Gärten im Schnee spielen, so klein ist es denn doch nicht, dass die Polizei weiss, welches Kind wohin gehört.

Die Eltern lassen es jetzt zu, weil man sieht, wie die Kinder Schaden nehmen. Angst haben, dass sie „zum Mörder werden“, wenn sie mit anderen Kontakt haben, sich nicht trauen, jemanden zu unarmen. Meine Kleine hat letzte Woche die Videokonferenz verweigert, „wenn ich meine Freunde sehe, muss ich immer weinen“. Meine Frau bekam dann von der Lehrerin eine Telefonnummer, unter der wer Hilfe anbietet...Ohne Worte.

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Diese Schäden werden uns noch sehr lange begleiten - und besonders in Branchen, die bisher als ziemlich sicher galten. Welche Hilfen gibt es in Deutschland? Gibt es welche und wird dafür schon geplant?

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Braun und Altmeier, wer tut sich denn das noch an? Da möchte man schon fast "Selber schuld" rufen. Wann hatte eigentlich die CDU letztmalig jemanden in ihren Reihen, der etwas von Wirtschaft verstand? Nach Erhard meine ich. Biedenkopf? Späth?
Merz ist ja kein wirklich wichtiger Funktionsträger.

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Ich meide ÖR, aber die beiden sind irgendwie omnipräsent.
Merz ist Anwalt und als solcher wohl kompetent, was man so hört. Mir fiele auch Späth ein.

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Hilfen gibt es, aber wenig treffsicher. Wer versucht, irgendwie zu überleben, der bekommt weniger als der, der dichtmacht. Und dann geht es nach Umsatz, Vorjahreszahlen, mit Deckel usw., typisches deutsches Bürokratiemonster.

Das wird dem Busunternehmer, dem Reisebüro, der Friseurin, dem Änderungsstudio, der Reinigung, der Kneipe, der Boutique, dem Teegeschäft, dem Schlüsseldienst, all den Kleinen, denen wird das nicht helfen.

Warum ausgerechnet sterbenden Geschäftsmodellen ala Karstadt und TUI Staatsknete zufliesst, das bleibt ewiges Geheimnis der Regierung.

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Merz ist Jurist. Der bekommt von Larry Finch gesagt, was er zu sagen hat (u.a. Neuauflage Riester-Rente). Das Problem ist: wir werden von einer 4. Garnitur regiert. Wer etwas kann, geht in die Industrie.
Der Laden, für den ich 28 Jahre als freischaffender Künstler gearbeitet habe, ging Mitte 2020 in die Insolvenz. Druckerei platt, Werbeagentur platt, von 100 Leuten 60 entlassen (weil ohne Betriebsrat auch kein Sozialplan), darunter einige mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Der Verlag hat das Bau-Magazin eingestellt, die Lkw-Zeitung ist von 24 auf 12 Ausgaben verkleinert worden. D.h. die Freischaffenden haben die letzten 12 Monate nichts verdient und ab Jahreswechsel die Hälfte. Wenn überhaupt.
Man kann hier in des Dussels Dorf inzwischen Hunderte unnütze SUVs, 7er- und S-Klasse-Autos kaufen wegen platt gegangener Leasing-Verträge. Mein Schraub-Bär erzählte, wir werden uns noch wundern, wie viele Pkw demnächst mit abgelaufener Zulassung an den Straßen stehen, weil die Leute kein Geld mehr für Steuern und Versicherung haben.

Wir werden italienische Verhältnisse bekommen, wo die Blagen noch bis Mitte 30 bei Mama und Papa wohnen, weil sie das Geld für einen eigenen Hausstand nicht verdienen.
Unsereins Salonbolschewist hat´s ja schon immer gesagt, dass das mit der Marktwirtschaft frei nach Mont-Pelerin-Gesellschaft nicht der Brüller ist. Aber auf unsereins wollte ja keiner hören.

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"Welche Hilfen gibt es in Deutschland?"
Novemberhilfe riecht a bisserl wie Winterhilfe damals beim kleinen Mann mit dem fiesen Scheitel. Welcher Monat ist gerade? Dr. Dr. Merkels Novemberhilfe ist bei vielen bis heute in der Post hängengeblieben. Selber schuld, Shit happens when you party naked, trifft ja keine wichtigen.

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Daß die Eltern die Kinder zusammen in den Garten lassen, finde ich gut; ein kleines Luftloch im Hausarrest.
Bei den kleinen Selbständigen sieht es schlimm aus; das große Getöse der Politik über "Hilfen" ist wohl eine ziemliche Luftblase, da die Beantragung recht kompliziert ist und die Auszahlung erst Monate später erfolgt.
Das Berufsverbot für das Gastgewerbe halte ich nach wie vor für einen Anschlag auf die Zivilisation, der stark unterschätzt wird - Rathaus, Kirche und Gastwirtschaft waren nicht umsonst seit jeher die Pfeiler der örtlichen Gemeinschaft, und sie sind als Versammlungsorte sämtlich geschlossen, und auch Gemeinsamkeiten wie Feste "fallen aus". Ausgefallene Feste gab es in der französischen Revolution und unter Cromwells Puritanerterror, ausgefallene Schulzeiten in der unmittelbaren Nachkriegszeit, aber zu geschlossenen Gastwirtschaften ist mir kein historischer Vorläufer bekannt.

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@folkher braun:
Unsereins Salonbolschewist hat´s ja schon immer gesagt,

dass es eine Viren-Pandemie geben wird, auf die die verantwortliche Politik erkennbar unzureichend reagiert. Erzählen´s noch ein paar mehr Märchen, ich lausche vergnügt :-).

@all:
Yup, die Behandlung von Kleinunternehmern und Freiberuflern ist ein Desaster - einer der vielen Beispiele mehr, warum die Union (unter Kohl wäre der genau das nicht passiert) inzwischen ein Desasterverein geworden ist.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Vielen Dank für die Erklärungen - das ist schlimmer, als ich gedacht hätte.

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Ich gehe auch davon aus, daß das "dicke Ende" noch kommt. Wie sagte doch der Hausmeister in der Wirtschaft im Herbst: "und dann kommen die Räuber".

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Bester Herr Haupts, bitte unterstellen Sie mir nicht Dinge, die ich nicht gesagt habe. Mein Hinweis auf Mont Pelerin galt einer Organisation der "bürgerlichen Produktionsweise", die zum Beispiel das Gesundheitswesen privatisiert und den Kranken nach Rentabilitätskriterien behandelt. Ich habe nicht geleugnet, dass es Covid-19 gibt. Ich kritisiere die Behandlung.
Das Virus ist nun mal rentabel. Auf die Pandemie haben alle interessierten Kreise gewartet, nachdem der erste Versuch mit Schweinegrippe und Tamiflu in die sprichwörtliche "Hose" ging. Aber jetzt gehen alle Aktienwerte der Pillendreher und Seren-Panscher durch die Decke.
Könnte es sein, dass wir von interessierten Kreisen vorgeführt und wirtschaftlich gemolken werden?

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Auf die Pandemie hat jeder gewartet - der Zeitpunkt war unbekannt, aber dass es eine geben wird, war nicht überraschend (und es wird auch eine nächste kommen). Die Britische Regierung veröffentlicht regelmäßig ihre Risikoabschätzung (man Suche nach "National Risk Register for Civil Emergencies" und eine Pandemie steht dort an erster Stelle; meine Freunde und Kollegen in diesem Bereich sahen die Schweinegrippe als letzte Warnung ...).

Umso schlimmer ist die fehlende Vorbereitung; von einer Regierung erwarte ich eigentlich, dass es für solche Fälle Pläne gibt, denn man kann sich doch ganz grob ausmalen, was geschehen wird. Man hat wohl eher mit einer Grippe gerechnet (weniger ansteckend aber tödlicher). Im Vergleich zu vielen anderen Ländern scheint Deutschland sogar noch recht gut davon gekommen zu sein - aber ich vermute, das wird sich nur langfristig zeigen; das Bild, das Sie vermitteln, stimmt eher negativ - und der wirtschaftliche Bereich, in dem ich mich bewege, ist eher krisenfest (Essen müssen die Menschen immer - und nach dem Schock im März/April ist unsere Regierung sehr darauf bedacht, die Nahrungsmittelversorgung robuster zu machen)/

@Thorha: was hätte man machen müssen? Das UK hat das Kurzarbeitergeld von Deutschland übernommen und DE wird gerne als Vorbildlich hingestellt.

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Die billigen CO-19
Kuren haben auffällig wenig Medienecho, folkher braun.

Wenn die Australier mit ihren Inhalatoren, die ich oben verlinkt habe, recht behalten, und es sieht zumindest danach aus, dann würde das erhebliche positive Folgen haben.

Dito bei Ivermectin - auch das ist erfolgversprechend in der klinischen Erprobung. Die Erfahrungen mit Ivermectin in Kanada waren so positiv, dass sich die dortige (große) Wissenschaftlergruppe zu einer vorgezogenen Veröffentlichung entschloss.

Diese anderen Kuren mit spottbilligen und erprobten Medikamenten hintenanzustellen könnte sich als strategischer Fehler erweisen. Insbesondere wenn sich herausstellen sollte, dass die Impfung allein nicht genügt (was sein kann).

Hier spielen wirtschaftliche Interessen eine Rolle, insofern stimme ich Ihnen zu, folkher braun, aber - : - nicht allein. Die Öffentlichkeit ist im Panik-Modus. Und das zeitigt alle möglichen unschönen Folgen.

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Herr Kief - die meisten billigen Kuren haben sich als unwirksam erwiesen. Erinnert sich noch jemand an das hier so gepriesene Hydroxychloroquin? Nicht einmal ein bekannter amerikanischer Politiker wurde damit behandelt.

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@gux:
Tja. Kurz und knackig:

- Analyse, wer vom Lockdown wirtschaftlich am härtesten getroffen wird (in erster Näherung: kleine Einzelhändler, Kultur und Gastronomie, Anbieter von Freizeitveranstaltungen aller Art)
- Wo immer möglich Ausnahmen vom Lockdown (z.B. kleine Einzelhändler mit klaren Auflagen)
- Schnelle und unbürokratische Hilfe für alle anderen auf der Grundlage von vorliegenden Steuerbescheiden und Steuererklärungen

Die deutschen Kurzarbeiterrregelungen sind ein sehr gutes Instrument, aber sie können naturgemäss nur auf die (industriellen) mittelständischen und Grossunternehmen angewandt werden.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Schweden und CH fahren
besser mit ihren schmalen Lockdowns. Bei den Selbständigen und den Gewerblern, aber auch mit Blick auf die Wirtschaft insgesamt - die Eidgenossen haben ihre Rechnungen für 2020 nach oben (!) korrigiert...es ging noch besser als gedacht mit einem Einbruch unter 5% BSP (auch hier: ähnlich Schweden).

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/bip-quartalsschaetzungen-.html

(Vermutlich fahren sie auch besser mit Blick auf die Gesundheit insgesamt - das zu bewerten, gux, ist es aber noch zu früh, da stimme ich Ihnen zu).

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@ThorHa
Das kling vernünftig ... aber ich vermute, gerade Kleinunternehmer haben weniger Zeit und Gelegenheit, sich um genau das zu kümmern. Und ein grosses Problem sind neue Unternehmen (eine Kollegin hat 2019 einen Pub übernommen - mit großer Eröffnungsfeier zu Sylvester 2019) - da sie keinerlei Umsatz machte, muss sie sich jetzt auf die Unterstützung aus dem Dorf verlassen.

Als Uni geht es uns natürlich besser, aber auch bei uns wurde überlegt, rund 25% der Mitarbeiter zu entlassen: viele Kollegen haben da zum ersten Mal verstanden, dass wir letztendlich auch nur ein Unternehmen sind, und ohne Studenten auf dem Campus haben wir ein grösseres Problem - und ohne Reserven wäre das sehr schlecht ausgegangen. Wir haben versucht, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und so weit es ging Aufträge an lokale Unternehmen zu vergeben - ich hoffe einmal, der Staat macht das genauso.

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An der Uni höngt ja auch einiges dran. Catering, Reinigung, Students Union, Hausmeisterdienste. Zu meiner Studienzeit in GB war das eine Kleinstadt, die versorgt werden musste. Wenn da die Kaufkraft wegfällt, weil im Kinderzimmer per Zoom studiert wird, hat das schon Auswirkungen...

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Ich bin immer sehr verwundert, wenn Kollegen in Deutschland über ihr schweres los klagen - aber sich nie darüber Gedanken machen, wer sie finanziert. Auch die Klagen, wir schwer online-Lehre die armen Dozenten trifft, wurden hier eher mit Erstaunen wahrgenommen. Wir haben innerhalb von zwei Tagen ziemlich komplett auf 'online' umgestellt und den Sommer damit zugebracht, Praktika etc onlinetauglich zu machen - und ertaunlicherweise ging das. Ich habe im letzten Jahr mehr zur Verbesserung der Lehre am Institut erreicht als in den 5 Jahren davor, denn plötzlich gab es einen Grund und Motivation.

Aber es gibt natürlich ein Damokles-Schwert: wenn die Studenten ausbleiben, wird die Uni knallhart die Institute zu machen, die kein Geld bringen, und das ging in der Vergangenheit ziemlich schnell. Ich bin gespannt, wie lange die linke Grundeinstellung der Akademiker anhält, wenn sie selbst betroffen sind ...

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Wer mal den Amtsschimmel von dichtem sehen möchte:
http s://www.ihranzeiger.de/detailansicht-news-itzehoe/wegen-corona-millionendefizit-beim-klinikum-itzehoe.html

In kurz: Kreis unter Grenzwert, deshalb Klinik ohne Entschädigung, muss aber gleichzeitig Operationen absagen, um Kapazität für Nachbarkreise freizuhalten. Konsequenz: Kurzarbeit (wo dann Personal wegläuft) oder Verlust. Vorher gesundes Unternehmen, grösster Arbeitgeber im Kreis. Nachher ?

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Das sind die Risiken eines privaten Gesundheitssystems, oder? Ich habe das auch von Kollegen aus anderen Regionen in Deutschland gehört, dass die Bereithaltung von Betten größere Probleme macht. Ist das nicht etwas, wo die Bundesregierung einspringen könnte und den Leerstand finanziert?

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Das ist irgendwie seltsam ...

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"Wenn die Australier mit ihren Inhalatoren, die ich oben verlinkt habe,-" [...]

Diesen Link kann ich leider nicht mehr finden, wurde
der entsprechende Kommentar gelöscht, @dieter kief?

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Vielen Dank, manhartsberg!
Hatte ich da "Knöpfe" vor den Augen?

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Ich will Herrn Kief und anderen ja nicht den Tag verderben - aber die Studie ist jetzt nicht wirklich sehr groß (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.02.04.21251134v1) - auch wenn die Daten spannend sind.

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Klar, die Inhalatoren-Studie
ist nicht groß, gux. Die Ivermectinstudien aber schon.

Freilich: Wenn bei einer kleinen Studie die Placebogruppe aus ethischen Gründen aufgehoben wird, wie das bei der Inhalatorenstudie geschah, dann ist das ein starker Hinweis. Wie auch die Tatsache der - klinisch dokumentierten - frappierenden Wirkung der Inhalatoren. Sie verdürben mir den Tag nur, gux, wenn Sie entgegen der Evidenz diese Dinge in Abrede stellen würden.

Dass die Sache nicht in trockenen Tüchern ist - in beiden Fällen nicht (!) in trockenen Tüchern ist - das, gux, ist nicht nur Ihnen offenbar klar, sondern, wie ich scheu anfüge, mir auch.

Ich könnte noch einen Gedanken zu dieser Sache äußern: Dass das alles in der Schwebe ist - macht es durchaus spannend.

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Weitere Zensurverschärfung:
https://ww w.deutschlandfunk.de/initiative-der-landesmedienanstalten-medien-aufseher-gehen.2907.de.html?dram:article_id=492565

Ansonsten wünsche ich allen einen angenehmen Abend in Vorfrühlings-Stimmung. - Der Schnee ist inzwischen hoffentlich überall geschmolzen?

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@langenberg: Nachdem Twitter so erfolgreich im Stummschalten von Trump war, machen sie nun bei uns mit der Opposition weiter. Bisher hatten sie Blogs über den "Jugendschutz" abgewürgt, nun gehen sie offenbar an alles, was ein bißchen Reichweite hat.

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Bundestagswahlen
Wenn die Linkspartei nicht in anderer Hinsicht freiheitsfeindliche und total leistungsfeindliche Konzepte hätte und Frau Wagenknecht sowieso in der Partei nichts zu sagen hätte, würde ich auf meine alten Tage glatt die Kommunisten wählen:
htt ps://www.focus.de/politik/deutschland/weitergedacht/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-kanzlerin-hat-weder-ideen-noch-strategie-plaedoyer-fuer-kluegeres-krisenmanagement_id_12973322.html

Mir scheint, dass im Moment sie und Palmer die einzigen Politiker sind, deren Ärmel nicht am Rücken zusammengebunden gehören.

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Geht mir auch so, man findet die Vernunft da, wo man sie nicht vermutet und deswegen auch nicht unbedingt sucht. Fehlt noch, daß die Schwefelpartei ebenfalls mit so einem Außenseiter (m/w/d) rüberkommt.
Nebenbei: Der Feuerfuchs konnte die Seite für längere Zeit nicht finden, war das bei anderen Teilnehmern (m/w/d) auch der Fall? Ein hack? Oder nur Versagen der Telekom?

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@kalchas Ganz blogger.de hatte Schluckauf. Nicht das erste und nicht das letzte mal.

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War hier auch so, kalchas: "Website nicht gefunden".

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Sieht, wie auch immer, für immer mehr wohl so aus, als ob 'Corona' 'aus Gründen guter Stabilität' am besten noch bis nach der Bundestagswahl gezogen werden sollte, bis dahin, bzw teils gleichzeitig mit der sind schließlich auch noch sechs Landtagswahlen.

https://www.bundesrat.de/DE/termine/wahl-termine/wahl-termine.html
https://de.rt.com/inland/113199-infektiologe-matthias-schrappe-frau-merkel-hat-sich-in-tunnel-vergraben/

... Die amerikanischen Vlogger und Blogger konstatieren für Ihre Gesellschaft immerhin bis auf weiteres langsam aber stetig zunehmende faschistoide Anteile.

'Ich möchte das Ende meines Corona Krieges, 'unseres Feldzuges gegen Corona', am liebsten lieber nach meiner nächsten Wahl haben' - also die 'Volksgesundheit' der persönlichen Biografie unterordnen, das hätte eventuell auch so Anteile - wenn auch eben geschichtlich gesehen 'um zwei Achsen invertiert/gespiegelt'; 'nach statt lieber früher im Leben', 'Krankheit statt Krieg'.

('Ich möchte meinen Weltkrieg lieber zum 50. Geburtstag haben als zum 60.', AH)(1889+50=1939 - qed)

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v.gd/NNDOR6
7ZnAFlax-cI

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Palettenprosa
aus der Agentur für pandemische Diktate:

... einer kargen Steppe gleich,
auf der jedes Geplauder
sich frühzeitig verabschiedet.

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Ahjà - Paletten
= Hochstapler. Bassd.

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Es sieht übrigens zunehmend so aus, als ob Facebook, ggfls. noch ohne zu wissen, was es tut' so eine Art 'globales Programm von 'Lebensraum durch/im Internet' leben würde'; einfach mal weiter im Auge behalten.

Die faschistoiden Anteile Amerikas, von denen vielfach gesprochen wird - unter anderem wohl auch, weil sie zu beobachten sind - könnten dann - selbstverständlich durch Verschiebung, diese Verschiebung machte dann 'das alte Muster für diese Zeit kompatibel' (weil unsichtbar; der 'verwandelte Faschismus' kommt immer in neuer Gestalt, bleibt doch der Alte, es gibt keinen 'neuen Faschismus') - so daher kommen. Erstens gab es früher Lebensraum im Osten schon einmal als abschreckendes, böses, verbrecherisches Beispiel, zweitens ist das Imperium schon relativ global unterwegs, und drittens gibt es eben diese Verschiebung von der realen Welt, die längst erobert ist, hin zu den virtuellen Räumen - und sich dort, 'am besten einig und geschlossen, bunt und vielfältig ist die neue Einheitsfarbe' - hinter einer sich selbst ungefähr mononopolartig richtig gut wissenden Fahne/Überzeugung zu versammeln.

Zuckerberg selbst, in seiner Haltung, wirkt tatsächlich manchmal bald schon wie so eine Art 'psychologisch verschobener Blockwärter' - 'er weiß besser, was richtig ist, als andere, dazu hält er auch die eigene Fahne besonders hoch - und stolz und einzigartig'.

Europäische Erfahrung und Lebenserfahrung des Bürgertums und des Großbürgertum sind da, weil selber schuldig oder Opfer, zum Glück weiterhin viel vorsichtiger. Niemand muss sich bei facebook (oder Google) erklären oder anstellen.

Am besten es gibt kein Imperium, dass nach irgendwelchen, für sich 'gefühlt unverzichtbaren, Ergänzungen' strebt. Einfach kein Imperium sein reicht.

Und Zuckerberg scheint in letzter Zeit verstärkt ein Opfer der 'üblichen kleinbürgerlichen Persönlichkeitsspaltung faschistoide Art und Weise zu sein' - 'ich bin gut, und das weiß ich auch, und darum müssen die anderen, die nicht so sind wie ich und so in dieselbe Richtung wollen, wie ich, eben böse sein' - diese Art auf der Seite der eigenen Fahne und Richtung das Gute zu sehen - und daher gegebenenfalls relativ reflexhaft/zwanghaft bei den anderen das Böse zu suchen und zu finden - geht überhaupt nicht.

'Lebensraum durch Internet, muss sein und weiter wachsen, weil wir sonst alle zugrunde gehen' - für ziemlich viele bei Lichte besehen ganz klar ein faschistoider Ansatz - den diejenigen, in deren Räume man da vordringt, werden gegebenenfalls nicht gefragt, oder ihre Meinung spielt,' da erkenntnismäßig, im Vergleich zu denen hinter ihrer eigenen Fahne her weiter vordringenden, minderwertig', nur eine vergleichsweise höchst untergeordnete Rolle. Und die eigene 'Brut' zu Hause, mit der möchte man gerne, so wie die (teils noch jungen und nicht selbst globalen) US-Demokraten-Symphatisanten 'im Bereich um Zuckerberg', jetzt gerne eine einverstaendliche, soziale Gemeinschaft sein. Die Anteile von 'national & sozialistisch' sind im Grunde bald mit Händen zu greifen. Und 'außen', 'nicht wie wir', ist immer Peripherie und durchaus etwas bis deutlich weniger wert.

Man sieht hier wohl schon sehr deutlich erste Ansätze, warum 'Unternehmensdemokratie' anstelle von 'wehrhaftem Staat aus dem Geiste der Aufklärung' nicht funktioniert.

Und was Frau Merkel eventuell nicht wahr hat - und Teile der Berliner Amtsverantwortung eventuell noch nicht wahrhaben wollen - das sieht der Bürger - und er wählt entsprechend.

@ - 'Unternehmensregierungen' - vermutlich dies 'zunächst einmal ein, selbstverständlich über die Medien lancierter, Versuchsballon, mal in der Bevölkerung die Resonanz auf so etwas anzutesten' - und richtigerweise steigt Jimmy Dore hier darauf ein - https://youtu.be/8kKpFf71zBQ

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@perfekt57a
Es stimmt natürlich, "Niemand muss sich bei facebook (oder Google) erklären oder anstellen". Ja, bis jetzt... Aber wie soll diese Entwicklung denn gebremst oder gar gestoppt werden, wenn sie letztlich ja demokratisch legitimiert ist? Welche der sieben Einheitsparteien in Berlin sollte diese Aufgabe denn angehen? Weil wir ein "wehrhafter Staat aus dem Geiste der Aufklärung" sind? Der sich ins Höschen macht, wenn der Big Brother von jenseits des Atlantiks aufschreit, weil man Putins Gas per Pipeline, deren perversem Fracking-Gas vorzieht? Natürlich tun "unsere" Politiker nicht mal das nicht aus Umwelt Liebe, sondern aus Geld Gründen.
Die Zeiten in denen Politiker noch einen eigenen, möglicherweise sogar noch durchdachten und informierten Standpunkt hatten, sind doch längst vorbei. Zur Regierung wird gewählt, wer sein Programm am besten an den Meinungsumfragen orientiert hatte, wie Gross-Meisterin Merkel das seit 16 Jahren zelebriert hat. Sogar "Gebildete" sind doch für die Entscheidungen der Digitalisierten, solange sie dem eigenen Vorteil dienen. DAS ist die unzerstörbare Wurzel der Macht der Zuckerbergs

Wer, wie in der deutsche Urnenpöbel, jahrzehntelang aus Habgier und Konsumgeilheit stets die Parteien wählt von denen er sich am Meisten fürs Portemonnaie erwartet, der hat diese neue digitale Welt mitgewählt. Noch sind wir nicht so weit wie in Nevada, aber so weit weg von Wahlen zwischen einem Halbaffen und der korruptesten Verbrecherin des Landes, oder jetzt gerade wider desselben Halbaffens und eines medizinisch dokumentierten Hirngeschädigten Halbtoten, sind wir ja nun wirklich auch wieder nicht, oder? Wo Dummheit hinführt konnte man schon immer an den USA ablesen. Ein Laschet oder ein Scholz sollen diese Entwicklung aufhalten? Viele trauern ja gerade, weil ihnen ein Kanzlerwahl zwischen einem Blackrock Mann und einem Goldman Sachs Mann so viel besser gefallen hätte...

Man kann nicht jahrzehntelang an Bildung sparen und die Unis von Konzernen finanzieren lassen, ohne irgendwann mit den Konsequenzen der Habgier der Mächtigen leben zu müssen! Dann hat man halt ein Volk, dass sich seine Meinungen auf Facebook "bildet". Wenn ein Primitivling wie Zuckerberg solchen Reichtum und solche Macht erreichen kann, dann wird er zum Vorbild für den Massenmenschen. Wenn Leute die über die Qualität von Katzen Fotos auf twitter abstimmen, zwischen Zuckerberg und Merkel&Co, bzw Biden&Co wählen sollen, dann kann man es denen ihre logische Entscheidung doch nicht mal übel nehmen, oder?

Und sie haben Probleme mit Nevada? Echt? Dem Staat der ausschliesslich davon lebt, dass er den Dummen Reichtum verspricht, und ihnen dann auch noch die letzten geliehen Dollar in seinen Casinos abzockt? Ein Zuckerberg soll da was verschlimmern?

PS
Es gibt (überraschenderweise ausgerechnet) im neuesten Spiegel auf Seite 116 einen recht intelligenten Bericht zum Thema soziale Medien über die jetzt beim The New Yorker arbeitende ehemalige "Influenzerin" Jia Tolentino.
"In einem ihrer Essays erklärt Tolentino das »scamming«, also
Leute verarschen oder abzocken, »zum maßgeblichen Modus Operandi der Millennials«.
Das dürfte es doch recht präzise treffen, oder?

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Widerspricht dem nicht ein wenig Brexit, Trump und Johnson? Jeweils Ergebnisse, die vom "establishment" (mir fällt kein besseres Wort ein) abgelehnt wurden? Trump und Johnson kann man damit erklären, dass sie keine ernstzunehmenden Gegenkandidaten hatten - aber zumindest Brexit ist eine Entscheidung bei der sehr viele kurzfristige wirtschaftliche Schwierigkeiten für mehr Unabhängigkeit in Kauf genommen haben.

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Ich glaubs kaum
tdv kommentiert perfekt 57.... Viele Grüsse, dieser Blog ist doch noch für Überraschungen gut....
Und klar, Merkel und USA sind nicht so der Bringer...,insofern ist da alles noch beim alten, tdv, ich musste wirklich grinsen, Sie hier wieder zu lesen...

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@tga Mir ging es mit dem Grinsen ähnlich...
Ich installiere ja mein Win7 alle paar Jahre neu und sauber, und bei der Übertragung der Passwörter fielen mir der Rebellmarkt und tdv auf. Ich benutze ja immer mehr Pseudonyme gleichzeitig und wechsle diese auch regelmässig. Nicht nur musste ich über die Bedeutung der beiden Quellen des längst vergessenen "tdv" nachdenken, sondern aus Neugierde mal wieder in diesen Blog vom Fonse reinschauen, Medien der Spingerpresse sind für mich nach wie vor inakzeptabel.
Hier im Blog habe ich dann ein paar Namen gefunden, die mir in der FAZ immer rechte Freude beim Lesen waren, zB colorcraze oder TorHa, und jetzt auch tga..

perfekts Kommentar lud zum Kommentieren geradezu ein. Ich weiss natürlich nicht was in den letzten Jahren zu den offensichtlichen Themen wie Covid, Klimawandel, Digital Konzernen oder US-Präsidneten hier bereits durchgekaut worden ist, ich bitte also bei Wiederholungen von meiner Seite schon jetzt um Verzeihung.

Ansonsten wünsche ich allen Anwesenden erst mal einen schönen Frühling, bei mir gibts schon an den ersten Orten die Kirschblüte... ach ja, und einen neuen Kaiser hab ich auch.

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tdv, alte Socke, auch mal wieder da?!
Wie wäre es mit einer kleinen prosaischen Alltagsbeschreibung von Japan (wir haben ja sonst niemand dort) - sind bei Euch auch die meisten Läden und Gaststätten zu? Grassiert auch das Homeoffice (was bei den meist kleinen jap. Stadtwohnungen möglicherweise schwierig ist)? Sind die Schulen auch im "Wechselbetrieb"?
Als Rentner mit Haus und Hund merkt mans wahrscheinlich nicht so, aber mitkriegen tut mans schon eher als wir in Übersee?!

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colorcraze, das ist ja wenig damenhaft. Also, ich muss doch bitten "Alte Socke"! An mir ist nichts alt ausser den Löchern in meinen Socken.

Ich kann ja mal ein paar Vergleiche und Zahlen anbieten und dann kann jeder für sich die richtigen Schlüsse daraus ziehen

Politische Entscheidungen, DE: inkl Verstösse gegen Grundgesetz: Ausgehverbot, Lockdown der mehr Tote verursacht als er an Corona Toten verhindert, unabsehbarer ökonomischer Schaden, enormer Schaden an der Entwicklung von Kinder und Jugendlichen durch Zwangsisolierung, Strafzettel für Nichttragen von Masken, Ächtung und Zensur von Bürgern die vom Mainstream abweichende Meinungen zum Thema haben, usw usw
Japan: Empfehlungen zum Maskentragen, und möglichst Abstand halten, Empfehlung an Restaurants um 20:00 zu schliessen, ab 19:00 kein Alkohol Ausschank, das Ganze bei Kompensationszahlungen, und keinerlei Probleme bei Nicht-Beachtung dieser Empfehlungen. Im Allgemeinen halten sich ALLE freiwillig an die Empfehlungen. Es sind ALLE Läden und ALLE Gaststätten geöffnet, die Zahl der Besucher ist allerdings gesunken und einige sind auch bereits Pleite. Im August (war es glaube ich) haben alle in Japan Lebenden ca ?1000 Bargeld Zuschuss vom Staat erhalten.
Bei Schulen allerdings kein gemeinsames Verhalten, ein stetiges hin und her. Auch Kindergärten sind geöffnet.

Das Resultat der jeweiligen Politik:

Einwohner: DE 83.000.000, Japan 126.000.000
Infizierte DE 2.400.000, Japan 425.000
Tote DE 69.000, Japan 7.600

Generell zum Thema kann ich mir eines nicht verkneifen. Es stammt offensichtlich von einer Seite auf der schamlos Verschwörungstheorien publiziert werden : https://www.tagesschau.de

Erschienen 30.(?) Dezember:

"In Deutschland sind im November 84.480 Menschen gestorben - elf Prozent mehr als im November-Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. Den Angaben der Statistiker zufolge lag die Zahl der Todesfälle im November um 8186 über dem Schnitt der Vergleichsmonate der Vorjahre.
Die Erkenntnisse des RKI lassen den Schluss zu, dass Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung vor allem bei Menschen ab einem Alter von 80 Jahren zu beklagen sind. Das Statistische Bundesamt gab an, dass die Zahl der in einem Alter von über 80 Jahren Verstorbenen im November um 8192 über dem Schnitt der Referenzmonate lag. Das entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent. Dagegen war die Zahl der Todesfälle bei den Bürgern unter 80 Jahren mit dem Niveau der Vorjahre vergleichbar."

Ist da irgendwas dabei, das schwer zu verstehen ist????

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Aha, der seltsame Glaube, daß dem Virus nachts spitze Zähne wachsen, so daß es die Leute in die Nase beißt, herrscht also auch im Land der aufgehenden Sonne.

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TDV - vielen Dank! Gibt es in Japan nicht auch mehr alte Menschen?

Ich finde das faszinierend: sind Japaner einfach disziplinierter oder haben einen antiviralen Lebensstil?

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Was im Seuchenmodus ein Binnenland mit 9 Nachbarländern - und, nebenbei gesagt, unregulierter Zuwanderung - noch unterscheidet von einer Insel am A. der Welt ohne Zuwanderung, das ist auch kein Geheimnis, nehme ich an.

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Betr.: Japan // Frage an tdv
Die einzige Verhaltensweise, die ich komplett geändert habe, betrifft die Nutzung des ÖPNVs. Ich habe Busse & Bahnen komplett durch das Fahrrad ersetzt, und wenn das Wetter allzu bescheiden ist, bleibe ich (DRV-Rentner) eben zu Hause.
Und gerade in diesem Zusammenhang kommen mir Bilder aus der Tokioter Metro ins Gedächtnis, wie dort die Passagiere in die Wagen geschoben werden. Ist das immer noch so? Und die Metro trotzdem kein hotspot?

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Bilder aus der Tokioter Metro ins Gedächtnis, wie dort die Passagiere in die Wagen geschoben werden
wirklich Tokioter Metro, und nicht Shanghai oder Peking??

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Sie kennen offenbar keine japanischen ÖPNV-Pornos? :-)

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_fritz, wir sind auch eine Insel (trotz Tunnels ...). Allerdings sind die Briten natürlich auch sehr freiheitsliebend und nicht so diszipliniert wie die Deutschen oder die Italiener.

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colorcraze
Weder Dummheit noch Viren kennen Ländergrenzen...
Und: Ja, in normalen Zeiten sind die S-Bahnen vollgestopft, Je näher der City, umso mehr. "Groping" von Mädchen und Frauen ist dort Volkssport... aber das ist ein anderes Thema zu dem es SEHR viel zu sagen gäbe...

gux
meiner Erfahrung nach: alles drei richtig. Die Alterspyramide sieht in Japan noch unerfreulicher aus als in Deutschland, aber die Zahlen zeigen ja, dass der SarsCov2 Virus in allen Ländern gerade an den Spitzen dieser Pyramiden ganze Arbeit leistet.
Man kann da durchaus darwinistisch Evolution am Werke sehen.
Nur böse Menschen erkennen dabei auch eine gewisse Sanierung des Rentenkassen aller Länder.... ;-)
"Ich finde das faszinierend: sind Japaner einfach disziplinierter oder haben einen antiviralen Lebensstil? "
Die oberflächliche Antwort ist ja, das sind sie tatsächlich, man trägt ja eigentlich "immer" Maske, auch schon lange vor Covid. Und die Ernährung kennt sehr viel Fermentiertes und vielen Omega3/6 haltigen fettigen Fisch, was ja angeblich gut fürs Immunsystem ist.
Das mit der Disziplin ist ein eigenes Thema.
Die japanische Konditionierung mit der man die Kinder vom Vorschulalter an traktiert und misshandelt, ist mit das Widerlichste und Menschenverachtendste, das ich weltweit kennen gelernt habe.
Aber es ist wirklich ein ganz anderes Thema...

fritz
Sie haben natürlich recht, nur... was ändert das an der offensichtlich völligen Inkompetenz der deutschen Politik? Man wird in der Politik (ganz hervorragend) dafür bezahlt mit existierenden Problemen erfolgreich umzugehen, und nicht dafür Ausreden zu konstruieren.
Nur ein Dummkopf kann den Merkel, Spahn, Drosten und erst Recht Wieler ein positives Zeugnis für ihre Arbeit ausstellen... Von Woche zu Woche erweisen sich mehr und mehr der sogenannten Verschwörungstheorien als korrekt. Man hätte vieles bereits im März wissen können und müssen.
Neben sie nur die Ko-Morbiditäten. der Bericht dazu erschien sogar im ehemaligen Nachrichtenmagazin bereits im April:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-alle-obduzierten-todesopfer-hatten-vorerkrankungen-a-de16d1fb-2601-4848-8e64-702f2593c725

kalchas
Weltweit fährt wohl mittlerweile jeder dem es möglich ist mit dem eigenen Kfz statt den Öffentlichen... Das ist in Japan nicht anders.
Allerdings ist es für Nicht-Japaner schwer sich ein realistisches Bild vom Leben in der 42 Millionen Metropole Tokyo zu machen. Ich zB wohne nahe des Stadtrands, d.h. ziemlich genau 80 km, oder 90 S-Bahn-Minuten vom Zentrum entfernt. Mit dem Auto kann man zwar die in den Stosszeiten verstopften Expressways benutzen, aber nur für ?20, one way.... Die S-Bahnen sind jetzt in der Tat sehr viel weniger vollgestopft, als man es aus den Filmen kennt.
"Und die Metro trotzdem kein hotspot?" Das eigentliche Problem mit Covid ist ja, dass man auf sehr viele genau solcher wichtigen Fragen keine wissenschaftlich fundierten Antworten hat, bzw ehrliche Antworten veröffentlicht. Anscheinend will man in der Politik auf sehr vieles keine Antworten haben, und die Masse der Dummköpfe ist ja schon zufrieden, wenn man ihnen ein absurd nutzloses Spielzeug wie eine App andreht...

Wer zum Thema Alte in Japan etwas dazulernen will, dem sei ein link empfohlen. Leider ist dies Gott-sei-Dank selten, aber trotzdem typisch für die Alten: Armut und Vereinsamung

http://www.asahi.com/ajw/articles/14169366

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Als Eigentümer-Beirat in einer 40 Wohneinheiten-Immobilie in des Dussel´s Dorf erlaube ich mir zu bemerken: Unser Problem sind die allein stehenden alten Männer. Die haben oft Probleme mit dem Putzen und dem Müll-Wegbringen. Der eine kann sich den Service nicht leisten, der andere will ihn sich nicht leisten. Wir hatten hier auch promovierte Philosophen mit Oberlehrer-Karriere und 2,7 Kiloeuro-Rente. Und den Laden zugeschi$$en und geko$$t und "... ist mir alles egal ..." Die Witwen hier haben ihre Wohnungen im Griff. Die fragen nur, was der Unterschied zwischen einer Energie-Sparlampe und einer LED ist.

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https://youtu.be/GBUK1jMvKAE. Die Geschwindigkeit, mit der sich Informationen über Vorgänge bei anderen verbreiten, ist wirklich phänomenal. ('bei anderen') Wer auf irgendwelche lokalen oder nationalen Kanäle, also Mittelmänner, wartet, wartet oft entweder vergebens oder gefühlt viel zu lange. Und der Effekt 'mal gucken wann die eigen es auch haben und wie' ('die eigenen') ist ein soziopsychologischer und sozialer Zwischenstand, der bereits relativ abgenutzt ist - und aus der Verhaltenserwartung nun auch ausgeschieden wird. ('Zwischenstand' -Man lebt eben einfach locker weiter - und weiter locker voraus.) (Aktuell ist das Video oben 15 Stunden raus, ist doch okay.)

... und die Existenz der Kenntnis des obigen videos auf youtube stammt selbstverständlich von Telegram.

Der Trend auf die Straße scheint weiter zunehmend, warum soll man nicht bei schönem Wetter auch mal was sinnvolles machen? https://www.ramstein-kampagne.eu/ Wenn alle auf der Straße sind, ist doch wo eigentlich schon ziemlich egal, und dann geht man einfach, weil Bewegung Not tut, etwas häufiger.

Im real existierenden Verhalten wird eventuell eine Vielfalt ein individuell frei gewählter Verhaltens Cocktail von Möglichkeiten nebeneinander und miteinander auftreten, denn folgende und noch viel mehr teilweise entgegenstehende Paarungen sind ja möglich

Hemmung - Enthemmung
Hemmung - Wieder mehr Bewegung
Hemmung - Entgrenzung

Und selbstverständlich sind billige Erklärung durch Fachleute 'die entgrenzung ist zunächst eine enthemmung' und geht dann von der enthemmung in entgrenzung über leicht zu haben 'das weiß jeder sowieso selbst und verantwortet es' - aber ist das auch so?

Es scheint jedenfalls ein interessanter übergangs'punkt' zu sein, 'so ähnlich wie 1989'. Und doch von der Qualität her ganz anders:

Damals sprangen die Völker, eigentlich ja nur das deutsche Volk, wie ein jack-in-the-box, 'als die Feder sich entspannen durfte', ins Freie. Und das neue freie war das alte freie und relativ bekannt.

der gegenwärtige phasenübergang scheint sich aber dadurch auszuzeichnen dass alle Völker in ein neues anderes freie springen. das Verweilen in der Kiste hat auch den Sprung in ein anderes, verändertes außen mit sich gebracht ( - und nun kann man darüber philosophieren wie das zustande gekommen ist. (1))

Eine relativ einfache und vielleicht zutreffende Erklärung kann, sehr salopp gesagt, sein, 'die Globalisierung als Vorgang hat einfach angedauert, und das wegsperren der Völker in die Kiste geschah nicht nur für einen kurzen Moment'.

Man hätte das früher Bedenken können - wenn die Eliten nicht einfach nur alte Leute wären. (Hätte man?)

1 - Wer mit dem Vorgang leidlich auf der Höhe der Zeit und mit sich selbst im reinen ist, überlegt bezüglich dessen mit ein paar Prozent Tagesaufwand selbst - und lebt 'einfach trotzdem voran'. 'Und weil der Mensch ein Mensch ist, wird sein Kollektiv auch dazu früher oder später ein Narrativ finden - und weil wir in Freiheit leben, gibt es kein verbindliches Narrativ.' ('Merkel und ihre gelenkte Demokratie wollen eben einfach nur die Dialektik abschaffen, weil sie es gut mit uns meinen')(... und man muss bezüglich des Kollektivs, eines, vieler, aller, nicht relativ außenstehend sein, wiewohl es eventuell sprachlich in diesem Text so wirken kann - aber auch darüber, also über ein feststehendes soziales 'wo', gibt es hier, und im Netz und in der Zeit keine eindeutige Entscheidung. Es wird in dieser Republik eben in dieser Zeit ganz einfach dazu wohl nur so alt ('und überflüssig') geurteilt)(die Frage wer bist du eigentlich, die eine feste und dauerhafte Antwort erwartet ist, sowieso in aller Regel kleinbürgerlich und entspringt oft eher unreflektierter narzisstischer Homöostase)

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tdv - Danke! Ich finde die Ländervergleiche faszinierend, schliesslich ist Japan wie das UK eine Insel (aber wohl dichter besiedelt).

folkher - Das Problem mit den alten Männern sehe ich auch, kann das aber nicht so richtig verstehen. Ich bin in einem reinen Männerhaushalt (nach Scheidung) aufgewachsen, und mein Vater musste putzen, kochen, bügeln ... zu einer Zeit, als insbesondere andere Frauen da sehr genau aufpassten, dass das alles richtig gemacht wird (ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass besonders Lehrerinnen und andere moderne Frauen der Ansicht waren, ein Mann können niemals alleine einen Haushalt führen und ein Kind aufziehen). Aber von vielen Freunden waren die Väter unfähig, ohne die Frau auch nur ein paar Tage zu überleben: da mußte vorgekocht werden, eine Haushaltshilfe kommen etc. Dabei ist das ganze doch nicht so schwierig.

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Schwedische Todesrate
mit am niedrigsten in Europa.

- Dit sinn de Fagdn (bissle runterscrollen):

https://twitter.com/FatEmperor

Schweiz vergleichbar. Trotzdem parktisch jeden Tag hier im Südkurier: Die Schweiz ist Hochrisikogebiet... man ventiliert die Idee der Zwangstests für Deutsche Schweiz-Pendler...

(Mal de Fagdn mit der Berichterstattung über Schweden und die Schweiz vergleichen.)

Ach - eh ichs vergess: Die Schweiz macht - wie von Roger Köppel / Weltwoche daily, unterstützt vom Gewerbeverein z. B. ultimativ gefordert - am 1. März wieder fast alles auf außer Gaststätten. Die waren bis in den November hinein offen und - sie kommen auch bald wieder, bin ich sicher.

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Cummins ist ein interessanter Charakter - keine Ahnung, aber davon eher viel. Wir sind in der Vergangenheit sehr oft aneinander geraten - er ist ein großer Vertreter von 'low carb' und manipuliert mit großer Begeisterung Daten (ich meine natürlich - zitiert selektiv ...). Die low-carber sind alle irgendwie COVID-Experten geworden, nur musste Cummins regelmäßig alte Tweets löschen (keine 2. Welle im UK, keine erhöhte Sterblichkeit im UK, keine Wirkung der Impfungen). Comic relief!

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Ad personam - ok,
gux. Aber die Tabelle die Cummins anführt ist von Eurostat. Dazu müssten Sie jetzt was sagen, sonst streichen Sie Ihren beleglosen Angriff auf Cummins hier quasi selber gleich wieder durch - mit 'm Kopf aufbaut, mit'm Arsch omgrennt, wie die Schwaben sagen. Low carb - ich bitte Sie.- Mit "Fräulein Czernatzke" aus den "Vollidioten" zu enden öh, das bring' ich nicht übers Herz, das nun verbatim gegen Sie aufzuführen, so isch noo au widder, hehe.

Hier ist die Tabelle. sie stammt von Dr. Lindquist an der nicht ganz unbedeutenden Universität Oxford - die Daten sind von Eurostat, nedwahr: Schweden hatte 2020 mit die niedrigste Todesrate in Europa.

https://twitter.com/FatEmperor/status/1364547567619608580

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Dänemark, Finnland, Norwegen haben deutlich geringere Übersterblichkeit - und das sind Länder mit vergleichbarer Bevölkerung. Deutschland hat eine geringere Übersterblichkeit. Man kann also sagen, dass von allen skandinavischen Ländern Schweden die mit Abstand höchste Sterblichkeit hat.

Cummins hat im September bereits erklärt, dass es keine 2. Welle geben kann ...

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@gux
Die reinen Zahlen dazu finden sie hier
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Verschiedene Arten die Statistik Daten sinnvoll zu vergleichen, geht am besten hier:
https://ourworldindata.org/coronavirus

Medizinische Daten und Information am Besten bei jama und Lancet

Und sie sollten sich vielleicht mal überlegen beim Thema Übersterblichkeit IMMER dazu zu schreiben, dass eine Übersterblichkeit in Deutschland ausschliesslich bei über 80jährigen besteht? Ich finde, es ist eines der wichtigsten Puzzle Steinchen zum Verständnis.

Heute in den Medien die ersten konkreten Berichte zur Einführung eines Impfpasses, einem Meilenstein auf dem Weg zur Zwangsimpfung. Die Impfung verhindert im besten Fall die Entwicklung von Covid19 Disease nach Infektion mit SarsCov2. Wie viel, bzw. wie wenig dies auch bei Infektionen mit den diversen und sich täglich vermehrenden Mutanten und Varianten (sie kennen den Unterschied?) kappt, das ist nach wie vor völlig unbekannt. Ausser bei Astra Zeneca das nachgewiesener massen bei der Südafrika Mutante nur zu 20% schützt.
Der Gag beim Impfen ist ja, dass es anscheinend so ist, dass nach der Impfung Infizierte, nach wie vor infektiös sind... :-)
Sie wissen, dass es sie kein Recht auf eigene Wahl des Impfstoffs haben?


@dieter kief
Sie werden umlernen müssen. Die Zeit in der Medien noch "Nachrichten" verbreiteten sind Vergangenheit. Mainstream Medien bringen statt dessen einheitlich nur mehr die "Meinung" die gute Staatsbürger zu Nachrichten haben sollen/müssen.

Fabio de Masi hat es oin seinem Rücktrittsbrief so beschrieben:

"Es gibt in verschiedenen politischen Spektren und vor allem in den sozialen Medien die Tendenz, Politik nur noch über Moral und Haltungen zu debattieren. Ich halte dies für einen Rückschritt. Werte und Moral sind das Fundament politischer Überzeugungen. Wer jedoch meint, dass alleine die ?richtige Haltung? über "richtig oder falsch" entscheidet, versucht in Wahrheit den Streit mit rationalen Argumenten zu verhindern.

Eine solche Debattenkultur hat nichts mit Aufklärung zu tun, sondern ist Ausdruck eines elitären Wahrheitsanspruchs, wie ihn die Kirche im Mittelalter bediente. "

Dass in DE gerade ein Ministerium für Zensur entsteht haben sie mitbekommen? Falls nicht:
https://multipolar-magazin.de/artikel/neue-zensurbehorde
Man kann es sich auch vorlesen lassen, sehr praktisch wenn man selber kocht.... :-)

Zu Schweden haben sie natürlich Recht, ich bin nur die ewigen Diskussionen mit den Recht-Gläubigen leid, und die heute bereits als normal geltende Zensur vom Kommentaren. Erfeulicherweise gibt es beim Hausherrn ja keine....

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tdv - es gibt verschiedene Methoden, Übersterblichkeit zu bestimmen, bei manchen werden zum Beispiel Frühjahr und Herbst als Grundlage verwendet. Am einfachsten ist es, das Mittel der letzten Jahre zu verwenden - und auch bei so einem Vergleich sieht es nicht anders aus. Diese Art ist auch am transparentesten, da sie gerade keine besonderen Annahmen braucht.

Ich halte einen Impfpass durchaus für sinnvoll - die Daten aus Israel und inzwischen auch Schottland deuten darauf hin, dass auch Infektionen verhindert werden. Mit den Varianten werden wir Leben müssen, und man kann die Impfstoffe anpassen. Es steht dann noch immer jedem frei, sich nicht impfen zu lassen - aber man muß dann eben mit den Konsequenzen leben. Die Impfung ist noch immer die beste Methode, zu einem halbwegs normalen Leben zurückzukehren.

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Verlässliche CO-19-Daten
sind die Übersterblichkeit und die Zahl der Intensivbetten sowie die Zahl der Personen, die man an Beatmungsgeräte anschloss.

Alle diese Zahlen für Deutschland, die Schweiz und Schweden sind ähnlich.

Die Übersterblichkeit 2020 in Schweden und der Schweiz entspricht der eines heftigen Grippejahres.

Die Übersterblichkeit in 2020 in Deutschland entspricht lt. statistischem Bundesamt der von - 2018.

In der Schweiz waren 202o weniger Menschen an ein Beatmungsgerät angeschlossen als 2019!

Das sind Befunde, die in der üblichen Berichterstattung nicht vorkommen, warum auch immer. Wie immer, wenn wichtige Befunde nicht berichtet werden, leidet die öffentliche Urteilsfähigkeit.

Dass die Schweiz ab nächster Woche wieder weitgehend zum normalen Leben zurückkehrt, ist vollkommen richtig, wie es offenbar auch richtig war, dass Schweden keinen Lockdown gemacht hat.

Die Verteufelung der beiden Länder und ihrer Strategie war und ist unsinnig. Sie haben Vieles richtig gemacht.

Bei der Vorsorge für die Alten waren die Schweizer besser als die Schweden, nicht zuletzt, weil sie ihr Personal in den Pflegeheimen besser qualifizieren (nicht: besser bezahlen. Die Bezahlung ist in beiden Ländern hervorragend.)

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Müssen wir wirklich wieder zu diesem unsäglichen Thema zurückkommen? Wir werden uns nicht einigen - Sie werden mich nicht überzeugen, und ich werde Sie nicht überzeugen - und es reicht mir, mich damit beruflich herumschlagen zu müssen.

Ich habe in meinen Vorlesungen immer scherzhaft erwähnt, dass es bei jeder Krankheit natürlich auch diejenigen gibt, die alles als "nicht so schlimm" sehen (ich empfehle Samuel Pepys zur Pest) - dass es aber so extrem wird, hätte ich nicht gedacht.

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Ich warte auf den Satz, "Covid19 ist gesund. SarsCoV 2 demnächst auf Kassenrezept." Come on, eine bisschen Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein.

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@tdv: Willkommen zum diesjährigen
Kurzaufenthalt im Büdchen der meist gerade Noch-Nicht-Rentner und Fonsisten Deutschlands. Freut mich, dass Sie noch leben und schreiben :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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@Tyler Durden Volant,
schließe mich dem Willkommen von Thorha an
und bedanke mich für die Einblicke in japanische Verhältnisse.

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Me too.

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Danke ThorHa, Mediensegler und Raphaela
Es gibt in den deutschen Medien jetzt eine grosse Neuerung, die es vor drei oder vier Jahren noch nicht gab: Zensur ist hoffähig geworden. Es gibt praktisch (ausser hier) kein Forum mehr in dem nicht alles, was nicht politically correct/cancel culture ist, zensiert wird. Selbst alternative Medien wie zB Jebsen zensieren wild drauf los...
Wenn ich allmorgendlich, die Schlagzeilen von tagesschau und süddeutscher überfliege, um zu sehen, was "die Feinde des Denkens" heute wieder verkaufen, laufe ich Gefahr mich zu übergeben. Den Spiegel gibts (für böse Menschen) kostenlos im Internet und der hat fast immer einen oder zwei interessante Artikel drin, meist Interviews.
In der letzten Woche gibt eine Frau Tolentino auf S.116 offen Auskunft über gewisse Zustände:
"Der Untertitel der Originalausgabe lautet »Reflections on Self-Delusion«, sinngemäß also: »Nachdenken über die Selbsttäuschung«. Der deutsche Verlag hat daraus unverständlicherweise »Über das inszenierte Ich« gemacht, wobei es eben nicht die Inszenierung, sondern die Selbsttäuschung ist, die Tolentino so grandios analysiert. In einem der Essays erklärt Tolentino das »scamming«, also
Leute verarschen oder abzocken, »zum maßgeblichen Modus Operandi der Millennials«.
Heuchelei ist natürlich nicht gerade eine neue Erfindung, aber eine ganze Generation....?

Das Leben in Japan kennt so etwas nicht, dort ist alles Inszenierung. Und so ist es in diesem Land dann ein Vorteil, dass es diskussionswürdige, ernst zu nehmende Medien nie gegeben hat.
Die englischsprachigen Zeitungen können sowieso nur dank US Homeland Security Finanzierung existieren, sind also voller Werte-Westen Propaganda, und reine Zeitverschwendung ...

Das macht das Leben hier sehr viel stress-freier und gesünder.
Es besteht gar keine Gefahr mehr etwas allzu ernst zu nehmen.
Der Blutdruck sinkt, ausser beim Autofahren... :-)

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tdv - gibt es eine Gesellschaft, die nicht auf Inszenierung beruht? Diese Inszenierung bietet Sicherheit, weil sie die Ungewissheit nimmt - und was viel wichtiger ist, sie separiert die eigentliche Person von der öffentlichen Person. Das Problem ist nicht die Inszenierung, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Fähigkeit, damit umzugehen, immer mehr verlernt wird und die Grenzen verwischen.

In manchen Gesellschaften wurde das perfektioniert - und es funktioniert, so lange sich alle an die Spielregeln halten (und Neuankömmlinge bereit sind, sie zu lernen). Ich sehe vielmehr die Verwässerung der Inszenierung für ein Problem, denn genau das führt zu viel mehr Täuschung und Trug. Das hat weniger mit Heuchelei zu tun sondern eher damit, ein Zusammenleben erträglich zu gestalten.

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Gibt es "die Millenials" überhaupt? Oder meint man damit nur die Kinder der Selbstoptimierer die ihre Blagen vor der Glozze und Kompjuter geparkt haben damit diese nicht stören. Ja, die haben gerade erhebliche Probleme. Der Nachwuchs von Leuten die sich wirklich um ihre Kinder gekümmert haben ist durch die Bank solide.

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Ich denke schon - es sind nicht nur die Eltern, sondern auch Lehrer und Gesellschaft. Man hat dieser Generation eingeredet, Leistung sei etwas schlechtes und jeder sei ein Gewinner. Viele aus dieser Generation haben nie gelernt, mit Niederlagen umzugehen, weil sie einfach keine Niederlage oder Misserfolg erleben mussten.

Das Ergebnis ist, dass sich z.B. Studenten über schlechte Noten beschweren: sie sehen ein, dass die Leistung schlecht war, aber sie finden, sie hätten dennoch eine bessere Note verdient weil sie sich so bemüht hätten - und überhaupt nicht einsehen, dass eine schlechte Leistung zu einer schlechten Note führt ...

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tdv ja schön
aber Ihre pauschal-Haue der Deutschen Öffentlichkeit ist Gott sei dank ein bisschen übertrieben.
Die weLT zensiert erheblich, TE gelegentlich (immer wenn von Hitler oder der weißen Rose und/oder der AfD die Rede ist, quasi), Achgut zensierte z. B. Masken-Posts aber sonst wenig, die FAZ zensiert mittlerweile überwiegend usw. - aber das sind nicht alle und auch die zensieren nicht ständig und so ist es doch auch nicht zappenduster. - Vermutlich schon auch nicht dusterer als in Japan. Und schon gar nicht in der Schweiz. Die NZZ leuchtet, und die Regionalzeitungen leuchten mit! Die Weltwoche sowieso!

PS
gux - Sie scheinen eher unempfindlich zu sein, wenn es um performative Selbstwidersprüche geht, will ich mal sagen.

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Herr Kief - welche genau meinen Sie?

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Nein, Gux, natürlich gibt es keine Gesellschaft die nicht auf Inszenierung beruht. Aber der Unterschied den ich zitiert hatte ist entscheidend. Es ist doch gar nicht die Inszenierung von der ich schrieb, es ist die Selbsttäuschung darüber, dass es eigentlich nur eine Inszenierung ist. Und das ist es, was die Millenials von anderen Generationen unterscheidet.
Die Inszenierung der japanische Gesellschaft bedeutet, traditionell und kulturell von der eigenen Überlegenheit anderen Ländern gegenüber wirklich überzeugt zu sein. Rassismus ist hier normale Politik, wie auch zB die Gleichberechtigung. Letzte Woche gab hier die Minsterin für Gleichstellung von Frauen bekannt, dass sie diese für keione gute Idee hält. Aber sie sei kompetent genug ihre persönliche Meinung aus ihrer Arbeit herauszuhalten. DAS ist normale japanische Politik!
Ich habe 13 Jahre in Japan gelebt, glauben sie mir, es gibt da Unterschiede, die sich Aussenstehende niemals vorstellen könnten.
Sie sollten mal den Umgang der Japaner mit dem zweiten Weltkrieg kennen lernen. Wie in DE in den 50er Jahren.
Hier hat man unfairerweise die schwertschwingenden, tapferen Heden mit einer Atombombe besiegt, weil man einen ehrlichen Kampf gegen alles was japanisch ist niemals gewinnen könnte!
Ein japanischer Willy Brandt der in Seoul oder Nanking niederkniet, der würde dies in Japan nicht lange überleben.

Der Unterschied zwischen uns ist wohl eher, dass ich Authentizität hochachte, während Ihnen die Heuchelei lieber ist, weil sie sie für nützlich halten?
Und das was in DE abläuft ist für Sie ein "Zusammenleben"?

Ihre Einschätzung der Millienials ist natürlich korrekt. Eine ganze Generation, die keine Ahnung davon hat, dass auch etwas ganz anderes als Merkel Kanzler sein könnte... und Mittelmässigkeit NICHT die einzige Art zu Sein ist.

Dieter Kief... ich wills mal so sagen, damit es deutlich ist: Ich wusste nicht, dass Achgut nicht zensiert, ich hab das nie gelesen und zweifle doch stark, ob sie tatsächlich wissen, dass die tatsächlich nicht zensieren.
Aber, wenn achgut wirklich nicht zensiert, dann wird ja alles gut. Wer sind schon Spiegel FAZ FR Welt SZ und Tagesschau... keiner käme auf die Idee irgendwas nachzuplappern, was von diesen Mainstreammedien kommt, gell?
Wir steuern weltweit auf einen Klimawandel zu, mit möglicherweise für die Spezies endgültien Konsequenzen, so ums Jahr 2100, bei dann 5° plus. Wir leben in Gesellschaften in denen Digital-Konzerne und die Finanzwelt die Regeln UND die Gesetze schreiben. Wir steuern auf die Total Überwachung jedes einzelnen Bürger zu, und eine Datenbank in der jeder unter seiner Steuernummer einen Folder hat, in dem alle digital hinterlassenen Spuren gespeichert werden und auf dem recht schnell eine Benotung der staatsbürgerlichen Zuverlässigkeit erscheinen wird...

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@Mediensegler
Bevor ich es nochmal veralzheimere: Der Mann ist Russe und schreibt sich in Übersetzungen Prof Volland... :-)

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TDV - vielen Dank für Ihren Bericht! Ich kenne von vielen Asiaten deren Einstellung zu Japan, und bin immer sehr erstaunt, dass man davon in Deutschland eher wenig mitbekommt.

Ich lebe nicht mehr in Deutschland sondern schon seit langem im UK, daher hat sich meine Beschreibung auch mehr auf die englische Gesellschaft bezogen. Nach meiner Erfahrung ist die Inszenierung hier etwas anders, und eben nicht die Art der Heuchelei die ein ähnliches Verhalten in Deutschland wäre.

Es fällt mir auf, dass Deutsche und Amerikaner sehr gerne sehr direkt und oft auch verletzend sind, und dies als eine Art Tugend ansehen - während man zumindest in meiner Umgebung in England ein solches Verhalten für eher primitiv hält: man gibt jedem die Möglichkeit, sein Gesicht zu waren.

Aber vielleicht ist der Grund ein ganz anderer: ungeschriebene Regeln und Inszenierungen erlauben viel mehr Flexibilität, denn es gibt viel mehr Ebenen, auf denen man agieren kann und viele Probleme lassen sich elegant umgehen. Wer immer direkt und 'authentisch' ist hat es viel schwerer, seine Meinung zu ändern.

Ich halte so etwas nicht für Heuchelei: Heuchelei wäre es, wenn man bewußt etwas verschleiern wollte, aber darum geht es nicht. Wer die Regeln kennt, der wird auch nicht getäuscht - und wer als Fremder in eine neue Gesellschaft kommt, muß deren Regeln zuerst lernen.

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Herr Kief - Sie haben vergessen Sciencefiles zu erwähnen; dort wird auch gnadenlos zensiert, wer den Author auf fachliche Fehler aufmerksam macht ...

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stimmt, Diefffenbach
und Klein sind manchmal kurz angebunden.

Allerdings lasssen sie es zu, dass man später darauf zurückkommt und sie nochmaal auf ihre Irrflüge hinstupst.


PS

Es will mir nicht ehrenrührig erscheinen zu irren, aber es ist falsch, darüber ein gleichsam japanisches Tabu zu verhängen.

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Eine der vornehmsten (und wichtigsten) Eigenheit der Naturwissenschaften ist der Diskurs, oder? Dazu gehört allerdings auch, eigene Fehler einzugestehen und der Wahrheit - nicht der Ideologie - verpflichtet zu sein. Wer von sich bereits auf der Titelseite verkündet, wissenschaftliche Wahrheiten zu verkünden, sollte doch ein wenig fachliche Kritik abkönnen.

Ich finde es sehr amüsant zu beobachten, wie die größten Gegner der angeblichen Streichkultur genau das gleiche machen ...

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Muss doch auch mal meinen Senf dazugeben zum Thema Zensur.

Fast alle hier meinen nicht Zensur im wissenschaftlichen Diskurs oder Selbstzensur in der Presse sondern die Zensur von Kommentaren.

Nur zu Letzterem: Denken Sie mal 20 Jahre zurück. Wieviele Leserbriefe haben Sie täglich an das Käseblatt geschrieben? Und falls dann doch mal, war das so hingerotzt wie bei einem Online Kommentar? Unter dem Schutz der Anonymität?

War es nicht. Leserbriefe schrieb der pensionierte Oberstudienrat, der den Brief sorgfältig formulierte und natürlich um Veröffentlichung unter seinem Namen bat. Dennoch gab es in den meisten Zeitungen am Tag nur wenige (einstellig, 2-5) gekürzt veröffentlichte Leserzuschriften.

Was wir dort haben ist keine Zensur.

Presse ist eine Einbahnstrassenkommunikation. Sie können das lesen und müssen dafür bezahlen. Der Preis ist aber zu niedrig, als dass es für einen moderierten Debattierclub reichen würde.

Die SdG sind da eine Ausnahme, nicht die Regel. Und DA zahlt einen persönlichen Preis dafür, die Themen anzumoderieren, über die diskutiert wird. Ich kann die aktuelle Diskussionqualität nicht beurteilen (habe mich vor einiger Zeit bei der Welt verabschiedet), aber im Sommer letzten Jahres waren die Kommentare weniger interessant als seinerzeit bei der FAZ.

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die weLT, buerger
zensiert die interessanteren Debatten leider oft zu Tode. Die interessanteren Leute insbesondere ziehen dann bald einmal von dannen.

Die FAZ-Debatten unter DAs Blogs waren manchmal superspannend (und - frisch!). - Nichts ist ewig...

Nicht alle kommentieren übrigens anonym.

Zu sciencefiles noch: Heike Dieffenbach und Michael Klein sind superfleißig und - sie werden offener, was Widerspruch angeht. Diesjahr haben Sie alle meine Kommentare durchgelassen.

Insofern, gux, würde ich sagen: Sie nähern sich durchaus dem ideal der freien Rede an.

Weitgehend umgesetzt ist dieses Ideal bei unz.com - - - die wichtigen Leute wie James Thompson, John Derbyshire und Steve Sailer schauen nur darauf, dass die Kommentatoren sich nicht gegenseitig persönlich angreifen oder - - verpfeifen (das Pseudonym lüften - was in der Tat das Karriere-aus bedeuten kann und insofern kein Spaß ist).

Die NZZ hat zwar die Kommentiermöglichkeit insgesamt zurückgefahren, lässt aber wenn kommentiert wird zu 99+% alles durch, was nicht beleidigend oder ungesetzlich ist - sehr gut!). Ähnlich viele Schweizer Regionalzeitungen. - Es würde dort niemand einfallen, einen "rechten" Kommentar oder Leserbrief nicht zu bringen.
Selbst in winzigen Schweizer Blättern gibt es bei Bedarf eine Seite (!) täglicher Leserbriefe. - Die Redaktionen fühlen sich geadelt, wenn die Leser schreiben. - Und sie schreiben, immer noch.

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buerger, Sie haben Recht, Zensur ist es im eigentlichen Sinn nicht. Ich verstehe auch sehr wohl, wenn jemand nicht alle Kommentare auf seiner Plattform veröffentlichen will.

Was mich wundert sind jedoch Betreiber, die sich nach aussen den Anschein grösstmöglicher Transparenz und Wissenschaftlichkeit geben, dann aber Kommentare sehr gezielt danach aussuchen, dass die eigene Unfehlbarkeit unangetastet bleibt.

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Bei Zeitungen ist es auch eine Resourcenfrage. Insofern finde ich den Weg der Welt konsequent ?kommentieren darf nur, wer bezahlt?, denn das Sichten der Kommentare kostet Geld.
Mit dem Sichten durch Praktikanten ging eine übervorsichtige Löschpolitik einher, was mehr Kunden geärgert hat als sinnvoll war.

Durch die aktuelle Gestzgebung hat die Politik die Presse verantwortlich gemacht für Inhalte auch der Kommentare. Das ist rechtlich problematisch, aber politisch kurzfristig effektiv, da es das Diskussionsspektrum verengt. Kurzfristig.

Aber was antwortet der Politiker, wenn man ihn nach lanfgristigen Perspektiven befragt? Entweder gar nicht oder ?in unserem aktuellen Wahlprogramm haben wir als Ziel für die Legislaturperiode?...

Langfristig zerstört die Verengung der Diskussion meiner Meinung nach die Demokratie bzw. ihre Legitimation. Mal sehen was danach kommt oder ob wir noch die Kurve bekommen.

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Aufsehen erregende
Beleidigungen sind ja das Bindemittel
das Beziehungen unzertrennlich macht [ ? ]

Klicken Sie bitte auf

EINVERSTANDEN & ALLES AKZEPTIEREN

[ vom Autor nicht autorisierte Eingriffe & Entstellungen
seiner Texte sind & bleiben Urheberrechtsverletzungen
selbst dann wenn für diese kein Honorar angedacht ist.
Dann lieber den gesamten Text löschen oder verweigern ]

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@buerger: bin ich sehr Ihrer Meinung - wenn es keine Diskussionen gibt, gibt es auch keine Demokratie. - Ansonsten, vor 20 Jahren habe ich noch anonym im Usenet kommentiert; das ging damals noch (es gab anonymes Hotmail, noch nicht von Bill Gates übernommen, und Newsserver, auf denen man bloß eine Mailadresse brauchte, um sich anzumelden). Also, die Zeitungsleserbriefe sind wirklich schon ein paar Jahrzehnte länger her. Dazwischen gab es Fanzines und Kleinanzeigenblätter ("Zweite Hand"), in denen es Rubriken für Geschwätz gab.
Es wäre mal interessant, sich die rechtliche Stellung des Leserbriefs oder der Geschwätzrubriken vor 30-40 Jahren anzuschauen, ob die eine spezielle Stellung mit verringerter Haftung der Presse hatten. Allerdings hatte sich bei der Presse ohnehin der ViSdPg osä herausgemendelt, ein Risikonehmer, der notfalls Unterstützung im Knast bekam. Allerdings waren damals die Verhältnisse berechenbarer als heute, wo auf Einzelne losgegangen wird, denen gleich der völlige Ruin bevorsteht.
Die Politikerrücktritteritis gab es in den 1970ern und auch z.T. noch 80ern, zu davor kann ich nichts sagen, da war ich zu jung, da habe ich das noch nicht beobachtet. Typisch war, daß die Presse einen "Skandal" hochkochte, und dann jemand "untragbar" geworden war und von seinen Ämtern zurücktrat. Ich erwähne das deshalb, weil es das heute gar nicht mehr gibt, jedenfalls in dieser Form; wenn, dann gibt es noch Rücktritt auf direkte Intervention von oben, wie in Thüringen der frischgewählte Ministerpräsident. Das nimmt dann aber nicht mehr den Umweg über eine abstrakt murmelnde "öffentliche Meinung", sondern ist direkte nackte Machtprojektion von oben.
Die Presse hatte damals einen breiten Rückhalt, weil sie Abonnenten hatte und zusätzlich kleine Anzeigenkunden, die keine Extrawürste verlangen konnten. Keine Bank wäre auf die Idee gekommen, einem Publizisten die Konten zu kündigen. Heute ist sie weitgehend zur Claque geschrumpft.

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Wie die Zeit rennt. Leserbriefe sind ältere Relikte, colorcraze, da haben Sie wohl recht.
Vor 20 Jahren ist bei mir gefühlt in den späten 80ern und frühen 90ern, die späten 90er und Nullerjahre waren so mit Arbeit gefüllt, dass da vieles an mir vorbeigezogen ist. Da fehlen irgendwie die Jahre... And the cat's in the cradle and the silver spoon...

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Ja gut, ist bei mir anders, für mich waren die späten 90er und frühen Nuller markant, weil ich da das Internet als Kommunikationsraum kennenlernte und die Dotcom-Blase miterlebte. Das war was Neues, das mich interessierte. Bei mir sind die ereignislosen Jahre eher die 10er.

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Im deutschen Usenet ohne Realnamen? Das war aber sehr mutig .... Ich erinnere mich noch an ausgiebige Diskussionen zu genau diesem Thema. Gibt es das eigentlich noch?

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Das deutsche Usenet erlebte ich erst in den Nullerjahren, davor hopste ich im amerikanischen herum.

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Das war nach mir - ich kenne es aus den 90ern. Das meiste war sehr gut - ich hatte sehr viele interessante Diskussionen zu meiner Forschungsarbeit, weil sich dort auch sehr viele Naturwissenschaftler tummelten. Irgendwann kam dann die Diskussion zur "Realnamenpflicht" ...

Twitter ist irgendwie der arme Bruder - es gibt keine Gruppen, keine sinnvolle Ordnung und einen undurchschaubaren Algorithmus - aber es gibt auch Nischen mit interessanten Themen.

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@gux: Ah! Da haben Sie wahrscheinlich die beste Zeit davon mitbekommen, mit den interessantesten, gesprächswilligsten und offensten Leuten. Der Google-Server, den ich eine kurze Zeit nutzte, war dann so vermüllt mit Spam, daß ich zähneknirschend zur FUB wechselte, die ihren Server für 10 EUR im Jahr pro Zugang einigermaßen pflegte. Ja, Realnamenpflicht war da dann auch, ich habe aber allenfalls noch die Nachzügler solcher Diskussionen mitbekommen, die sich allesamt im Kreis drehten.
Mein Resumée aus mehreren Jahren desd ist jedenfalls: freier Zugang kann einigermaßen funktionieren, wenn es eine feste Stammbelegschaft gibt, die die Mehrheit der regelmäßig Schreibenden stellt, und die Nerv genug hat, Getrolle und Spam dickhäutig zu ignorieren.
In den allermeisten Gruppen der de.*-Hierarchie funktionierte das nicht.
Twitter als der arme Bruder - kann man so sehen. Allerdings ist Twitter mE rein fürs Sprücheklopfen geeignet wegen der erforderlichen Kürze, wenn es um Dialoge geht. Ansonsten zum Verlinken von irgendwelchen Seiten...
Tscha, und wie findet man in diesem Haufen irgendetwas, das einen interessiert.

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@colorcraze - ich war hauptsächlich in de.sci.ALL unterwegs, und dort ging es zwar of etwas rauer im Ton zu, aber meistens doch sehr angenehm.

Was es damals aber noch gab - was es irgendwie nicht mehr zu geben scheint - war, dass man jeden einfach nur nach dem beurteilte, was geschrieben wurde. Ich kann mich nicht erinnern, dass es grosse Diskussionen darum gab, was jemand sonst noch gemacht hat. Heute scheint das wichtiger zu sein als die eigentliche Leistung.

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@gux: zu de.sci.ALL kann ich nichts sagen. Vermutlich habe ich mal kurz reingeschaut - ab und an schaute ich mir andere newsgroups an, und 1, 2mal beteiligte ich mich auch an de.admin.XY-Diskussionen, ob man irgendwelche kleineren Gruppen zusammenlegen sollte oder nicht. Irgendwelche Erkenntnisse (in Form von einleuchtenden Argumenten, oder zu einem üblichen Prozedere, oder auch zu so etwas wie "Lebenszyklus einer Newsgroup") habe ich dabei aber nicht wirklich gewinnen können, und ich ließ die Lektüre dieser Gruppen recht bald wieder sein, weil sie so sehr mit belanglosem Geschrei verkrautet waren.
Was es damals aber noch gab - was es irgendwie nicht mehr zu geben scheint - war, dass man jeden einfach nur nach dem beurteilte, was geschrieben wurde.
Das war z.T. schon auch so, man kannte sich ja erstmal nicht. Allerdings gab es auch mal 2 Treffen, an denen einige teilnahmen, so daß ein Teil der Gruppe sich danach dann durchaus etwas kannte. Zudem ist da die Sache mit der Kontinuität - einfach dadurch, daß man immer unter demselben Signum schreibt, haben die verschiedenen Texte ja auch eine Art fortlaufende Selbstpositionierung zur Folge; schon allein deshalb kommt es zu einer gewissen Einschätzung von Personen, die müssen da noch nichtmal viel über ihre sonstigen Tätigkeiten verlautbaren.

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@colorcraze - es stimmt schon, man kennt die Menschen vom Schreiben, aber sonst überhaupt nicht (wenn man nicht gerade zu den Treffen geht), es ist also ähnlich wie hier. Dadurch, dass die Themen fachlich begrenzt und manchmal für die Allgemeinheit eher esoterisch waren (es gibt wenige Menschen, die sich z.B. für theoretische Enzymologie begeistern können) spielte das Fachwissen immer eine größere Rolle (und die Bereitschaft, sich an Diskussionen zu beteiligen).

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theoretische Enzymologie
Hm, ja, da werden wenige wirklich mitreden können. Und auch eher wenige mitreden wollen, weil das eine verhältnismäßig abstrakte Sache ist. Bei den de.etc.sprache.XY-Gruppen war die Beteiligung natürlich weitaus höher. Da kamen immer mal Knalltüten an, die sonstwas quasselten, vor meiner Zeit soll es auch mal eine Welle von Schülern gegeben haben, die sich Hausaufgabenhilfe erhoffte.
Ach ja, in einer KI-ng hatte ich mal eine interessante Diskussion mit einem mutmaßlichen Programmierer über das Lernen von KIs und solche Laien eher zugängliche Dinge; allerdings gab ich recht schnell auf, weil ich einfach keine Erfahrung mit sowas mitbringe und deshalb zuviel auf meine spekulative Fantasie angewiesen war, die nicht so sehr groß ist. Das Posting-Aufkommen in dieser newsgroup war extrem gering; ich glaube, dem KI-Programmierer war einfach etwas langweilig, so daß er sich mit mir unterhielt.
Mit dem "Gründer" von desd habe ich mal ein bißchen gemailt (wußte ich zu Anfang nicht, stellte sich erst später heraus). Der setzte ein paar etwas verquere Posts in desd ab, über die so einige die Nase rümpften. Speziell setzte er immer das Datum auf 00:00, was bei vielen zum Zerreißen des Threads führte. Ich fragte ihn per Mail (schließlich war das schwer OT) einfach mal, wieso er das denn mache. Er wolle nicht öffentlich machen, wann er am Rechner sitze. Nach ein paar Seltsamkeiten - er behauptete, sich ausschließlich von Salat zu ernähren - erzählte er ein bißchen über den Anfang von desd, was das für ein Kampf gewesen war, die Einrichtung dieser Gruppe bei den Admins durchzubekommen. Anscheinend trug er in mühevoller Kleinarbeit eine Postingstatistik zusammen, die aus einem größeren Pool desd-thematikgeeignete Beiträge zählte (wofür man jeden dieser Beiträge gelesen und v.a. gezählt haben mußte), und das über 2 Jahre. Das brachte dann wohl den Durchbruch, daß eine solche Gruppe wirklich Potential hätte. Aber wie nennen und wo anhängen war dann wohl noch das nächste Streitthema. Zum Glück halfen ihm einige, die .soc-Hierarchie zu umgehen, und in die .etc-Hierarchie auszuweichen, wo es sich dann zum Platzhirsch entwickelte. Da dachte ich dann, der mag zwar im täglichen Leben schrullig sein, aber er hat richtig überlegt und prognostiziert und einen kommunikativen Raum geschaffen, der wirklich viele Jahre funktioniert(e - ? war schon lange nicht mehr dort).

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Das ist eine schöne Geschichte - und zeigt, dass man mit Geduld viel erreichen kann. Man wird fast ein wenig nostalgisch!

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Hm, Geduld... schon auch, aber ich würde es eher Ausdauer nennen. Dranbleiben, und, - ja, ok, geduldig - machen, machen, machen.

De.rec.mampf hatte auch einige Höhepunkte. Der Gründer, ein gemütlicher Ruhrpöttler, der diese Gruppe unter das Motto "Jeder kann kochen!" gestellt hatte, war auch manchmal noch anwesend und sagte was dazu.
Es gab die Datenbank- und Sonstiges-Fraktionen; ein Teil der Leute stellte ständig kommentarlos irgendwelche nicht so sehr anregenden Rezepte in einem obskuren Datenbankformat ein, was einen anderen Teil schwer nervte. In wenigen Fällen wurde mal ein solches Rezept diskutiert, aber meist nicht lange.
Eine Pathologin - nicht gerade eine Tätigkeit, die man mit Frohsinn verbindet - redete öfters vom "mouthfeel", wenn sie ein Rezept vorstellte. Das erscheint mir eine fast immer übersehene Kategorie, die sie damit gefunden hat. Es macht tatsächlich einen Unterschied, ob Apfelmus oder Mango Chutney stückig oder ganz fein gerieben ist, z.B.
Dann gab es mal einen, der stellte Salzbraten vor - ein Stück Fleisch unter einem Berg von Salz im Backofen garen. Ich habs nicht probiert, aber die, die haben, sagten, das wär nicht schlecht.
Ein deutscher Koch, der sich auf die alten Tage in Las Vegas niedergelassen hatte, gab eine Art Chutney-Rezept zum besten, das grüne Mangos und Tamarinde enthielt. Ich habs nachgekocht, es schmeckte wirklich gut. Hätte ich nicht gedacht, daß man grüne (=unreife) Mangos schon verwenden kann.
Am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir aber einer, der zuerst ein wenig von seiner Hobbykocherei berichtete, und irgendwann damit rausrückte, daß seine Großmutter oder -tante bei Kaiser Wilhelm in der Schloßküche gearbeitet hatte. Von dort war wohl das Rezept, oder besser sollte man vielleicht die Beschreibung sagen, auf ihn überkommen, wie man Fonds kocht. Das hat er mal erklärt, weil sich 2, 3 Leute interessiert zeigten; einer hat es auch tatsächlich nachgekocht, und war schwer begeistert. Die Hauptzutat ist viel Zeit, denn man muß es etwa 2-3 Tage (ja, nicht: Stunden. 1 Tag zu 12h Minimum. !) kochen. Leider weiß ich nicht mehr, wie das genau ging, ich meine mich nur zu erinnern, daß die Zutaten so besonders nicht waren - Knochen, etwas Fleisch, etwas Gemüse, vielleicht auch Wein - und auch nicht groß was an Salz und Gewürz reinkam, nur eben "ewiges" Kochen, mal 4 h Schaum abschöpfen und so Sachen. Die Länge der Kochzeit ergibt wohl den deutlich anderen Geschmack.

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désillusion
auf dem Wochenmarkt

hallo, hier, möchten Sie unterschreiben?

häh?

gegen kommunistische Umtriebe ?

hahhahah hahahha ( 7 Sekunden unkontrollierter Lachreflex )

wieso lachen Sie?

oh, pardon, sorry !

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Gut getroffen!
Das musste ja so kommen: Der Urnenpöbel hat das eigentliche Problem erkannt, die Amerikanisierung macht weiterhin Fortschritte!

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Stimmt! Zudem wird das deutsche Kind immer dicker. Es folgt dem US-amerikanischen. Das meistverkaufte Auto in den USA ist der F 150 von Ford. Ein Pickup. Gefolgt vom Dodge RAM. In die Dinger bekommt der opioidgeschädigte Mindestlohnarbeiter seinen breiten A***h noch rein.
Die Verfettung steht im Zusammenhang mit der von Robert Pfaller beschriebenen Infantilisierung. Beides zusammen lässt mich fürchten, dass wir in Zukunft auf das Auto verzichten müssen. Keiner kann es reparieren. Erstens ist er zu dick und kann sich in und unter dem Gerät nicht bewegen. Zweitens weiß er sowieso nicht, worum es geht. Drittens mag er auch keine Verantwortung übernehmen zum Beispiel für die Sicherheitsüberprüfung. Die muss der Mechanicus nämlich unterschreiben.
Also: beizeiten das Auto verkaufen. Übrigens werden Lastenfahrräder ab sofort in Düsseldorf mit einem Kiloeuro subventioniert. Hoffen wir, dass die dicken Kinder da noch die Bremsklötze wechseln können.

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E-Lastenräder. Weil ohne Hilfsantrieb verkaufen sich die Dinger nicht. Da muß man sonst saftiftig reintreten.
Reparieren kann man nur den Chinakram, die beliebten Antriebe der Autozulieferer werden getauscht.

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Wenn schon, dann Sänften. Da sind viel weniger bewegliche Teile, die kaputt gehen können! Außerdem sind sie umweltfreundlich und gesund!

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Hervorragende Idee! Hat sich trotz williger Sänftenknechte bei uns leider nicht durchgesetzt.
h ttps://www.artsy.net/artwork/fritz-walter-jetzinger-aktion-sanftentragerei
h ttps://www.zeit.de/1989/23/sanft-und-getragen

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äh ja alles rabenschwarz,
die Japaner, so wird in Asien gern gesagt tdv, halten andere Asiaten nicht für Menschen (von den Menschen anderer Erdteile zu schweigen). Diese bienenfleissigen Leute haben Helmut Schmidt zeitlebens sehr beeeindruckt. Er ist immer wieder da hingeflogen, er hatte das Gefühl , die hätten etwas Wichtiges kapiert, was hierzulande in Vergessenheit geraten sei. Offenbar haben sie auch die ökonomische CO-19 Krise bereits hinter sich gelassen. Die wirtschaftlichen Zeichen stehen dort erneut auf Aufschwung.

(In unbeobachteten Momenten hat Schmidt rausgelassen, dass sein Interesse an Japan etwas mit dem IQ zu tun habe. Er war ja auch pro Sarrazin und Heiner Rindermann. - Ahjá - bestes Buch der letzten Jahre: Cognitive Capitalism - Human Capital and the Wellbeing of Nations, Cambridge University Press 2018).

((Heiner Rindermann, der Verfasser dieses Grundlagenwerkes über die Wohlfahrt der Welt, lehrt übrigens in Chemnitz )).

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dk...
Was die japanische Einschätzung anderer Asiaten angeht, haben sie ganz Recht. Und diese gilt auch für den Umgang mit den hiesigen "Eingeborenen", den Ainu...
Daher wohl das faible für die Amerikaner... ;-)

Japanische Regierungen (nicht vergessen: Es ist ein Ein-Parteien-Staat!) betrachten allerdings auch ihre eigenen Untertanen nicht mit sehr viel mehr Wohlwollen, aber man kann 120 Millionen nun mal nicht alle auch noch nach hokkaido verfrachten.
Immerhin gibt es hier eine nahezu lückenlose Überwachung durch Kameras ....

So wie sich weltweit die mutierten Virus Wellen auch in den nächsten paar Jahren nicht vermeiden lassen werden, so ist es auch mit der ökonomische CO-19 Krise, oder wie man Umgangssprachlich sagte: der Pleitewelle. Genaue, bzw "ehrliche", Vergleichszahlen wird man für die Bürger erst in einigen Jahren zulassen. Aber da es in Japan nun mal keinen Lockdown gibt, dürften diese Zahlen hier um einiges günstiger ausfallen als im vdLeyen Über-Staat.

Es gibt hier nur Empfehlungen, und so gibt man den Bürgern in ssolchen Fällen gerne die Freiheit zur Eigenverantwortung, und sie verhalten sich dann auch entsprechend. Massenveranstaltungen vermeiden, ausgehen nur wenn nötig und Masken tragen sind die offensichtlichen Ratschläge, und so tun die Japaner dies, wo immer es geht.
Allerdings ohne dabei auch das Leben einzustellen, oder die Kinder auf Dauer aus Kindergärten oder Schulen fernzuhalten. Die Schäden die SarsCov2 in DE verursacht, werden von den Nebenkosten übertroffen werden, die solche Merkel-Politik hAben wird. Anscheinend hält man in DE die Verblödung durch die Digitalisierung noch nicht für schlimm genug. Man muss auch noch die Kinder isolieren?

Im Gegensatz zu Japan geben sich Polizisten in DE dazu her, Leuten die auf Parkbänken sitzen, oder allein im Wald oder am Strand spazieren gehen, Bussgeld Bescheide auszustellen...????
Alleine dies wäre Grund genug um, bei allen Fehlern die dieser Untertanen Staat hier hat, nicht länger in einem Witz wie DE zu leben...

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Vor 46 Jahren lernte ich im Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der WWU Münster (ich war da HiWi) einen Doktoranden aus Japan kennen. Der forschte über das Trockenlegen der Moore durch die Niederländer in Deutschland.
Da ich in dem Laden auch über´s Wochenende ackern musste, stellte ich fest: Der arbeitet eigentlich immer. Er konnte perfekt deutsch, hat mir beim Besuch in Berlin - im alten Reichstag - die Sütterlin-Schriften vom Kaiser W2 übersetzt. Leider konnte ich ihn nicht davon abbringen, sich einen VW-Käfer zu kaufen. Das mit den Stößelstangen-Problem kannte er nicht. Japanische Autos gab es in Münster so gut wie nicht. Also haben wir ihm den Boxermotor so gut abgedichtet wie es ging.
Jahre später hat er mir seine Dissertation geschickt, die ich natürlich nicht lesen kann. In den 90ern kam er mit seiner Frau, einer Professorin für Anglistik , zu uns zu Besuch. Sie wollten unbedingt in die Altstadt von Düsseldorf. Weil: die ist in Japan bekannt. Gut. Als Düsseldorfer-Eingeborener oder Zugereister geht man nicht in diese Altstadt. Sie hatten aber wohl ihren Spaß.
Aus den Jahren möchte ich festhalten: Ich habe Respekt vor der Arbeitsleistung dieser Japaner. Beide erklärten mir allerdings, dass ihre drei Kinder in den USA studierten und da nichts Richtiges lernten.

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"Aus den Jahren möchte ich festhalten: Ich habe Respekt vor der Arbeitsleistung dieser Japaner. "
Da kann ich ihnen nur zustimmen, nur.... ich bin einer von denen die der Meinung sind, der Sinn des Lebens sei nicht, es permanent mit arbeiten zu verbringen.

Mir scheint, sie haben keinerlei Vorstellung vom Leben der in Japan arbeiteitenden Menschen? Selbst wer relativ nahe an seinem Arbeitsplatz in Tokyo lebt (wo jeder 3. der 124 millionen Japaner lebt!!!), der braucht morgens und abends mindestens je eine Stunde zur Hin- bzw Rückfahrt. Aufstehen vor 5 oder 6 (die Frau MUSS vor ihm auf sein)! Nach Dienstschluss mit den Kollegen in eine Isakaya bis 10 oder 11. Kinder sieht man am Wochenende, sobald man mit dem Ausschlafen fertig ist.
In Japan wird es im Sommer um 3 hell und um 7 dunkel. Jetzt vergleichen sie das mal mit dem deutschen Leben nach Feierabend... In Japan gibt weder Sportvereine noch Strassencafes.. es gibt nicht mal Parkbänke auf denen sich alte Leute beim Spazierengehen ausruhen können...

Glauben sie mir, ich könnte das noch lange fortsetzen. Japaner haben eine unfassbare peinliche Untertanen Mentalität, die bekommen sie vom Kindergarten an aufgezwängt. "Der Nagel der hervorsteht wird eingeschlagen!" Bullying ist hier völlig normal, das geht gelegentlich auch schon mal bis zum Mord! Sie sollten sich mal die Selbstmordraten unter Schülern ansehen. In 2020 fast verdoppelt! Und bei der Gelegenheit auch die Morde an anderen Schülern...

Ob es wirklich eine "Qualität" ist, wenn man von solchen Menschen aussagen kann, man "habe Respekt vor der Arbeitsleistung dieser Japaner", überlasse ich ihnen...

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In Japan gibt weder Sportvereine noch Strassencafes.. es gibt nicht mal Parkbänke auf denen sich alte Leute beim Spazierengehen ausruhen können...
Hm, und wie gestaltet sich dann die Freizeit derer, die nicht so viel arbeiten müssen, wie tdv oder auch von Rentnern? Sind das dann die, die tagsüber die Straßen bevölkern, so wie in D in den 60ern und 70ern?
NB: zur Zeit gibt es bei uns auch keine Sportvereine und Straßencafés. Und erst recht keine Restaurants und Bars (nur Essen in Schachteln). Immerhin sind die Parkbänke nicht alle abmontiert.

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@colorcraze
Die Freizeit derer, die nicht so viel arbeiten müssen, wie ich, ändert sich eigentlich nicht sonderlich. Japaner sind sich von Kindheit an bewusst, dass der Bürger für den Staat da zu sein hat und nicht umgekehrt. Ich selber geh zB zweimal täglich (maskenlos) für ein paar Stunden durch dieselben immer schon leeren Gegenden, durch die ich seit Jahren gehe.
Für andere gibts ja, da es keine Lockdown gibt, zB alle Restaurants, 8:00 bis 20:00, mit Alkohol Sprühflaschen und Plastik Trennscheiben auf den Tischen. Es gibt hier Restaurant Ketten wie Saizerya oder Cafe Gusto in denen es Drinkbars mit Self-Service gibt, die man, übrigens per Tablet auf den Tischen, zur Bestellung anklickt. Das kostet zwischen zwei und drei Euro, und man hat dann ohne Limit Zugang zu Softdrinks, Kaffe und Tee und sogar Dashi Suppe. Ganz un-deutsch ist auch die Selbstverständlichkeit mit der man zeitlich unbegrenzt sitzen bleiben kann. Was Oberschüler nachmittags nutzen, um mit ihren Freunden zwecks Hausaufgaben und anderem zusammen zu sitzen. Und natürlich Rentner. Natürlich gibt es auch ganz normal Bier oder Wein und eine relativ umfangreiche Speisekarte für den kleineren Geldbeutel. Wie alles in Japan immer picko-bello sauber.
Ich gehe gelegentlich morgens zum zweiten Frühstück, gleich zur Öffnungszeit in das dann schon aus Zeit-Gründen noch völlig Virus-freie Restaurant, um dort meine "Medien", die ich vom Internet aufs Tablet lade, in Ruhe zu lesen. Erfreulicherweise gibt es ja sehr vieles im Internet kostenlos. So kann man sich wöchentlich im "Spiegel" von der unveränderten Lächerlichkeit des "ehemaligen Nachrichtenmagazins" überzeugen, ohne für den Mist mit gutem Geld bezahlen zu müssen. Gerechterweise sollte man erwähnen, dass doch stets ein oder zwei gute Artikel darin zu finden sind. (Diesmal der informative Artikel zu Jia Tolentino.)
Ich ziehe allerdings die meiner Meinung nach beste Zeitschrift The New York Review of Books vor, oder das Wall Street Journal. Letzteres vertritt zwar nicht gerade meine Meinungen, aber die dort im Gegensatz zu deutschen Medien noch selbstverständliche völlige Trennung von Nachrichten und Meinungen, ist ein erfreuliches Relikt aus zivilisierteren Zeiten... anders kann man es nicht nennen.

PS: A propos Rentner... da ich in meiner naiven Jugendzeit mal ehrlicher Arbeit nachgegangen bin, erhalte ich ja seit einiger Zeit eine Rente in Höhe von Euro 160.
Bzw, ich erhielt eine Rente in Höhe von Euro 160. Mittlerweile werden von diesem "Einkommen" monatlich Euro 21 abgezogen.... So wird man immer, wo man auf dieser Welt auch lebt daran erinnert, dass man Deutscher bleibt. :-)

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Jawoll, das deutsche Steuerrecht ist schon bärig. Am besten sind die Vorauszahlungen für MwSt und Umsatz. Nur ein deutsches Finanzamt weiß, was der Steuerpflichtige im kommenden Jahr verdient.
Jetzt ist es mir nach vier Jahren Dasein als Regelaltersrentenbezieher- (ist das Wort nicht schön?) - gelungen, viermal null Umsatz anzumelden. Daraufhin wurde mir verkündet, wenn ich ab sofort nicht mehr als 1000 Euro Mehrwertsteuer einnehme, genüge eine einmalige Anmeldung. Über 1000, dann wieder im Quartal. Ich habe alle Aufträge für dieses Jahr abgelehnt bis auf einen. Für den muss ich noch die Kleinunternehmerregelung beantragen, dann kann ich ohne MwSt abrechnen.
Uns Rentnern wird hier ja erzählt, wir sollten im Alter weiter arbeiten. Von wegen Fachkräftemangel und so. Nach meiner Erfahrung macht man besser nichts. Denn es lohnt nicht.

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Letzteres [Magazin] vertritt zwar nicht gerade meine Meinungen, aber die dort im Gegensatz zu deutschen Medien selbstverständliche Trennung von Nachrichten und Meinungen ist ein erfreuliches Relikt aus zivilisierteren Zeiten... anders kann man es nicht nennen.

Die Älteren erinnern sich vielleicht. An Mutti war noch nicht zu denken, die Presse hat im Wesentlichen Pressearbeit gemacht und nicht sich lächerlich. Es war nicht alles schlecht an der BRD vor 2005! Haha, ach, immer schön, wenn man Anlass hat, von der Zeit zu reden, die nun tot ist.

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Interessante Zeiten, immerhin - https://youtu.be/eJ8mycEVgGQ - auch der Maßstab überrascht nicht mehr. (Und die EU verlassen zu haben, erhöht eventuell auch wieder mehr die Freiheitsgrade? Einfach mal schauen, 'das Netz vergisst nichts, das Netz weiß alles') (Immer mehr Leute speichern ja auch die für sie wichtigen Nachrichten aus dem großen Nachrichten-Outlets auf privaten Servern einfach full take ab, da ja die Nachrichten auf den großen Outlets nicht einfach so konstant weiter existieren, so ist es nun einmal. Z.b. der bekannte James Corbett macht das schon lange so und spricht auch oft davon)

(Das alles erinnert auch ein wenig an die schon unter Obama lange eingerissen gewesen-seinende Selbst-Propaganda 'wer das Gute tut und sich für das Gute einsetzt, wird am Ende auch was Gutes bewirken, und das heißt, dass es Menschen besser geht, und dann haben sie auch mehr Geld - also bekommt auch derjenige, der sich für das Gute einsetzt, von dem mehr guten Geld, was durch mehr Bruttosozialprodukt und Gutes tun entsteht, etwas ab' - das könnte man ja noch fast gelten lassen, wenn es denn auch wahr wäre. Hinzu kommt dass derweil die US-amerikanischen Staatsschulden, aus denen das alles finanziert wird am Ende, ständig weiter wachsen. Es ist also nicht das Gute, dass hier mehr Bruttosozialprodukt macht, sondern ein Selbstbetrug, der die wahre Quelle die Herkunft der Finanzen verschleiert. Und Deutschland hatte das schon einmal in der Zeit des Faschismus, mit Reichsbank Schulden und Mefo-wechseln. Wobei aber eben leider auch hier galt, diejenigen, die 'nicht zu sehr dabei waren', sondern sich in der Karriere 'höchstens als vorsichtiger Obersturmbannführer bewaehrten', ohne allzuviel schriftliche Aufzeichnungen zu hinterlassen, und die ihre finanziellen Belohnungen für 'sinnvolles Mitmachen' bei der Geldausgabe von geborgten Geld rechtzeitig in periphere Immobilien tauschten, am Ende häufig sogar ihren Schnitt machten.) (Und außerdem sieht es so aus, als wären große Teile der deutschen Medienlandschaft ebenfalls genauso mit eingekauft. Wie gut also wenn Unternehmen, denen der tägliche Ameisenverkauf ihres Produktes durch zunehmenden Wettbewerb ggfls laufend schwerer fällt, von der Seite eines Monopolisten mit unerschöpflicher Finanzkraft, dem eignen Staat, einzigartige, direkt gerichtete Finanzströme für sich generieren können.) (Das ganze erinnert ein wenig an die Erdölwirtschaft von vor 30-40 Jahren: Die Umwelt als Stillhalter, mit dem ständig weiter steigenden CO2 Gehalt der Luft, sass nicht mit am Tisch. Und so ähnlich scheint es hier mit der Allgemeinheit zu sein und den Staatsschulden. Die Allgemeinheit, als Stillhalter der Staatsschulden, wirkt hier, wie nicht gefragt. Und der Hitlerfaschismus hatte vor, die Staatsschulden zu bezahlen aus den Bodenschätzen der zukünftig auszuraubenden Länder, nichts Neues vielmehr eine altbekannte Tatsache - hier wird Russland als Feind ausgerufen, hat Russland Bodenschätze?) (Immerhin wird ja die Bevölkerung noch nicht dazu gezwungen, mitzumachen - und auf das Weltbild des Mainstream einen heiligen Eid abzulegen, das könnte aber noch kommen?)(Und mancher würde sich evtl. auch weiterhin gerne eher unbestraft dafür sehen können, dass er nicht so sehr dabei sein möchte, beim korrupt sein?)

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankreich-sarkozy-haftstrafe-101.html - Monsieur Macron findet das sicherlich auch gut, es liegt bestimmt auf seiner Linie.

https://www.vermoegenmagazin.de/barack-obama-vermoegen-und-gehalt/ - @Buchvorschuesse (mal sehen, wieviel europäische Politiker nun für ihre Bücher bekommen werden, wie der Trend aus Amerika sich allgemein fortsetzten wird)

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In Kyoto trainierter
Affe schlägt Deutsche Abiturienten bei Memory-Test

Kuckst du hier: In Kyoto haben sie einen Affen so trainiert, dass er beim Memory Test super abschnitt:

https://www.youtube.com/watch?v=cK-dtUTb8ME

- Was ich schrieb ist übrigens ein Spaß - bzw. ein Rätsel im Kontext dieser Forschungsergebnisse. - Wäre eine schöne BILD-Überschrift, wie ich finde, die natürlich "an sich, Moppel", (Hans Duschke) ganz richtig wäre.

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Lieber Herr Kief, das wäre nicht weiter schlimm. Memory ist stumpfes Auswendiglernen bzw. Kurzzeitgedächtnistraining. Mir wäre angenehmer, wenn Abiturienten Denken und Problemlösungskompetenz lernen würden. Ein wenig Faktenwissen zum Einordnen schadet sicherlich nicht, aber das blose Pauken ?333, bei Issos Keilerei? ist im Zeitalter des Wissens auf Mouseclickentfernung eher nebensächlich.

Kyoto ist nebenbei schon an anderer Stelle durch Protokolle unangenehm aufgefallen ;-)

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die Affe-Abiturienten
Sache ist noch ein wenig diffiziler, ickjloobe, buerger.

Sie geht dann so: ein Mensch, der neun Ziffern in chaotischer Reihenfolg in ein-zwei zehntel Sekunden erfasst und nach Löschung der Positionen aller neun Ziffern diese in der Korrekten Position aus dem Gedächtnis korrekt benennt würde einen sehr hohen IQ benötigen, weil sich hier Schnelligkeit und Auffassungsgabe in für uns überaus schwer zu meisternder Weise paaren.

Es stellt sich freilich raus, dass der Affe einen kognitiven Zweig super beherrscht, obwohl er einen deutlich geringeren IQ hat.

Das zugrunde liegende Problem ist ickjloobe von Kleist in beispielhafter Klarheit erfasst und in hinreissender Stringenz erzählt worden in Über das Marionettentheater; auch da geht es an entscheidender Stelle um Hand-Auge Koordination, aber im Hinblick auf die alle menschlichen diesbezüglichen Fähigkeiten weit übersteigenden Fechtkünste - ich muss wohl sagen: Der Braunbären.
(Heinrich von Keist ist ein wirklicher Klassiker - also: Immer (noch) aktuell.)

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buerger

Wie Recht sie doch haben mit ihrem "Memory ist stumpfes Auswendiglernen bzw. Kurzzeitgedächtnistraining" in Bezug auf Japan. Im deutschen Schulsystem versucht man zumindest Kindern "das Lernen" im Unterschied zum Auswendiglernen beizubringen.
Kinder in Japan sind die ersten Schuljahre damit beschäftigt ihre lernfähigsten Lebensjahre damit zu verbringen, die ca 3000 wichtigsten Zeichen ihrer schwachsinnigen Schrift Sprache zu erlernen. Man kann die Zeichen ja nicht erkennen, entweder man weiss was sie bedeuten, oder eben nicht.
Was so etwas für Konsequenzen nach sich zieht, kann man an den japanischen Zombies beobachten, die ihr Leben in ihrer Uniform aus schwarzen Einheits-Anzügen und weissen Hemden verbringen... bis sie tot umfallen.

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v.gd/7GD5qz
v.gd/GshIpB

v.gd/H2o8aB

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So eine wie die Schnarre fehlt heute. Die übrigen Rücktritte der Bobbycarpräsidenten und bei sonstwas erwischten sind eher unsäglich. Spannender wäre eigentlich eine Liste der Nichtzurückgetretenen.

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buerger
Es ist ja gerade ein Zeichen von Intelligenz, dass sich jemand irgendwann weigert, noch mehr der eigenen Lebenszeit im Umfeld normaler Politiker zu verschwenden...
Für einen Linken bietet sich da Sarah Wagenknecht als Beispiel.

Das Resultat ist dann halt ein Land wie Merkel-Deutschland.

:-)

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Ich mag die auch nicht, aber die adverse Selektion von Politikern hat schon früher begonnen.

Irgendwer sagte mal was von charakterlichen Defiziten als Voraussetzung für Erfolg.

Dass es Charaktereigenschaften sind, worin sich der Unternehmer vom Manager unterscheidet, lässt sich sehr gut beobachten, aber Politiker benötigen dann doch noch mehr spezielle Fähigkeiten.

Neben Wagenknecht lässt sich meiner Meinung nach noch Palmer und manchmal auch Kubicki als ?aus der Art geschlagen? ansehen, allen gemeinsam scheint aber der politikertypische Geltungsdrang zu sein, die ständige Suche nach dem Mikro und dem Scheinwerfer.

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charakterliche Defizite als Voraussetzung für ... Ein weites Feld (Günter krass).

"zeichnet sich durch ... Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus. Typisch ist, dass die betroffenen Personen übermäßig stark damit beschäftigt sind, anderen zu imponieren und um Bewunderung für sich zu werben, aber selbst nur wenig zwischenmenschliches Einfühlungsvermögen besitzen und nur wenig emotionale Wärme an andere Menschen zurückgeben."

Das wäre dann das: https://de.wikipedia.org/wiki/Narzisstische_Persönlichkeitsstörung

"Persönlichkeiten mit einer NPS halten sich für etwas Besonderes. Sie leiten daraus auch das Recht ab, bestimmen zu können, wie andere Personen mit ihnen umzugehen haben und welches Verhalten anderer sie erwarten dürfen. Das heißt, sie setzen anderen Regeln. Aufgrund dieser Regeln, die meist gar nicht kommuniziert werden, entstehen ihnen oft Konflikte mit Dritten, weil sich diese solche Regeln nicht ohne Weiteres bieten lassen."

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Irgendwer sagte mal was von charakterlichen Defiziten als Voraussetzung für Erfolg.

Ja. Üblicherweise kommt der Müll von genau denjenigen, die sich niemals einer Wahl, geschweige denn, der Müllhalde stellen würden, die wir als öffentliche Meinung kennen.

Abfällige Bemerkungen kann jeder. Besser machen nur wenige. Und besser machen WOLLEN aka mitmachen wollen dann noch viel weniger.

Ich kritisiere politischen Blödsinn auch gerne. Habe nur keine Illusionen darüber, wie wenige Leute es praktisch besser machen könnten!

Gruss,
Thorsten Haupts

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Das ist Teil des Problems. Wenn Sie auch nur kommunal ein wenig aktiv werden, ist es mit der Anonymität und Ruhe schnell vorbei. Da sind Sie nicht der Herr H. sondern der H. von der xy Partei und jeder fühlt sich bemüssigt, Ihnen was zur letzten Pirouette von einem Parteigenossen, der Ihnen gänzlich unbekannt ist, zu sagen. Sie werden zur öffentlichen Person. Und die Familie gleich mit.

Mir hat es schon gereicht, mich ständig für Pirouetten meines Brötchengebers rechtfertigen zu müssen, meine Frau gab nach zwei Jahren im kommunalen Bereich auf. Mein zweiter Ausflug in die Politik endete auch recht schnell, der Zeitaufwand steht m.E. in keinem Verhältnis zu erzielbaren Ergebnissen. Bringt keinen Spass und Sie haben Recht, es ist leichter zu kritisieren als besser zu machen. Aber zurzeit liegt die Hürde doch schon arg niedrig.

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Sie werden zur öffentlichen Person. Und die Familie gleich mit.
Ja eben. Und das können nur wenige eine gewisse Zeit lang ab. Von der Küchenpsychologie ("Charakterdefizit", "alles Narzissten") halte ich nicht viel, da ist mir oft zuviel dünkelhafte Selbstgerechtigkeit dabei.
2 Eigenschaften, die man als Politiker oder Hausverwalter (auch: ~beirat) mE dringend braucht, sind ein gerüttelt Maß an Dickfelligkeit und eine gewisse Gerissenheit. Das ist was ganz anderes als "mitfühlend", "arrogant", "dumm", "intelligent" - und was der eindimensionalen Maßstäbe mehr sind, die nur beobachtete Verhaltensweisen sind, die man im Sinne der notwendigen Eigenschaften wechselnd anwendet.

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thorHa
Was sie in ihren ja korrekten Überlegungen ignorieren, das sind die Konsequenzen die eine Demokratie nun mal hat. Man muss da nämlich die Stimmen der real existierenden Bürger bekommen. Und nicht nur die der denkenden Minderheit...
Alleine die Tatsache, dass so etwas wie Merkel 16 Jahre Kanzler sein kann, zeigt doch unübersehbar, warum fähige Leute in der Politik keine Chance haben.

Dazu dann noch das fürchterliche Desaster mit den Medien. Ich habe gerade, wie jeden Morgen, die Webseiten von Tagesschau und Süddeutscher durchgesehen. Nicht, dass ich dort sinnvolle Informationen suche, ich weiss halt gerne was man die Leute so denken lassen will. Was allein auf diesen beiden Seiten an Verdummung, Meinungsmache und Manipulations Versuchen steht, das reicht allemal um jedem Politiker der die Absicht hätte Politik für die Interessen der Bürger zu machen, klar zu machen, dass er gegen diese Propaganda niemals eine Chance hätte.

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Fast wie im richtigen Leben... in Japan

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Ich denke, diese Probleme hat man wohl in jeder Führungsrolle - egal ob in der Politik oder anderswo: alle wissen es besser, aber keiner will die Verantwortung übernehmen. Das scheint aber leider auch dazu zu führen, dass es auf dem Weg nach oben in vielen Bereichen eine Selbstauswahl gibt, die nicht notwendigerweise ideal ist.

tdv, ich finde es immer ein wenig präpotent, andere als "nicht-denkend" zu bezeichnen, nur weil sie die eigene Meinung nicht teilen. In den meisten Fällen gibt es keine eindeutig richtige Meinung, sondern sehr viele verschiedene. Und gezielte Manipultationsversuche erfordern eine Koordination, die vermutlich die Fähigkeiten der gegenwärtigen Regierungen in den meisten Fällen erheblich übersteigt.

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gux
vielleicht wirds einfacher, wenn ich dazu sage, dass ich Philosophie als Hauptfach hatte?

Mit Nicht-Denken meine ich, das Ignorieren andere Meinungen.
Gerade Menschen die viel in sozialen Medien herumlesen, haben ja die Angewohnheit nur in Threads zu verkehren, die die eigene Meinung bestätigen.
Und genau das hat der ihnen sicher bekannte K.R. Popper als Nicht-Denken definiert. Eigenständiges Denken bedeutet den Versuch die eigene Meinung zu falsifizieren. Früher nannte man sowas intellektuelle Redlichkeit, und es gab sowas ja tatsächlich mal bei Journalisten. Wenn sie das, was früher mal Qualitätsmedien waren, Spiegel, Süddeutsche, Tagesschau & Co, mit dem vergleichen was unter dieser Bezeichnung heute publiziert wird, so finden sie dort nahezu nur mehr Meinungsmache, Manipulation und Verdummung. Und so kann man Leuten, die diesen Mist fressen weil er ihnen in den Kram passt und vorgaukelt, er bestätige ihnen ihr korrektes Verständnis der Realität, durchaus Nicht-Denken zuschreiben.

Natürlich wäre es absurd Denken von normalen Massen-Menschen anderes zu verlangen, aber deshalb muss man noch lange nicht Ihren Schluss von der Gleichwertigkeit der verschiedenen Meinungen zu Allem und Jedem akzeptieren, oder auch nur tolerieren. Zu nahezu allem gibt es zwar verschiedene Meinungen, aber zumeist immer gibt es nun mal nur eine faktische Wahrheit.

Wenn sich zB nach aufwändigem Rcherchieren feststellen lässt, wie es gerade NHK in seinen 19 Uhr Nachrichten, dem Gegenstück zu eurer Tagesschau, getan hat, dass es allein in den USA in den ersten zwei Impf Monaten 1099 Impf-Tote gegeben hat, dann wird nicht nur das zur einzigen akzeptablen "Meinung", sondern die Tatsache, dass kein deutsches "Qualitätsmedium" diese Meldung veröffentlicht, belegt auch, dass diese eben nicht nur, wie sie es nennen eine andere Meinung dazu haben, sondern, dass sie schlicht und einfach lügen durch verschweigen!

Ein gutes Beispiel ist 'perfekts' ein wenig weiter unten folgender Kommentar der auf die Tatsache hinweist, dass der angebliche so gute Werte-Westen mit Steuergeldern versucht, und zwar genauso wie der böse Werte-Osten, mit Fake-News die öffentliche Meinung gegen die dort vorgebene Meinung bei den Nicht-Denkenden zu manipulieren.
Dies bestätigt jedem Denkenden , dass bei Medien genau wie in der Politik heutzutage davon ausgegangen werden kann und muss, dass die "InformationEN" die geliefert werden zuerst mal nach Eigeninteresse selektiert worden sind, und eben nicht Informationen über tatsächliche Fakten sind.

Ein Denkender sieht nicht nur die verlogene Ar***kriecherei deutscher Politik und Medien bei den weltweit agierenden, massenmörderischen Amerikaner (UN: 20-30 Millionen Zivilisten seit 1945), er sieht auch die offensichtlichen Vorteile einer friedlichen Zusammenarbeit mit Russen und Chinesen (Nordstream und New Silk Road). Er muss dazu dann auch die Politik von sechs deutschen Einheitsparteien zur Kenntnis nehmen, die versuchen genau dies zu vehindern.

Ist mal wieder länger als geplant war... sorry. Dabei hab ich das eigentlich aktuelle Thema zur "Wertigkeit verschiedener Meinungen" noch gar nicht angesprochen: die aktuell wieder hoffähig gemachte Wiedereinführung der Zensur!

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Bester tdv: sehen Sie die Sache mal rein statistisch. In Deutschland erhält jeder Schülerjahrgang zu 50 % das Abitur. In der Schweiz nur 25 %. Jeder gute Statistiker wird daraus folgern, dass die deutschen Oberschüler eben mehrheitlich schlauer sind. Das hat Folgen.
Ich bin Diplom-Jahrgang 1973 beim Otto Suhr Institut der FU-Berlin. Bei den drei Klausur-Terminen habe ich Leute gesehen, die nach fünf Minuten das Heft zugeklappt und den Saal verlassen haben. Wenn ich mir heute Absolventen des OSI ansehe - bitte nicht als frauenfeindlich verstehen - wie die Damen Bär, Chebli und Giffey, muss das Niveau der Bude intellektuell so kurz vor dem Erdmittelpunkt sein.
Übrigens war die Beisitzerin in meiner mündlichen Diplomprüfung eine gewisse Frau Dr. Gesine Schwan. Da meine Diplomarbeit über die Staatsintervention im Straßengütertransport ging, diskutierten mein Erstgutachter, Carl Böhret, und ich die Leistungssteigerung von Dieselmotoren im Zuge des Leber-Plans von 1968. Politik hat halt manchmal Auswirkungen auf die Fahrzeugtechnik. Entsetzt fragte Frau Dr. Schwan: "Bin ich hier an der Technischen Universität?" Narrow minded Wissenschaftler gab es schon damals. Und wenn man die Liste der Publikationen von Madame durchliest, stellt man fest, dass es schon damals Parteibuch-Karrieren gab.
Und bei den Schurnalisten ist das nicht anders. Eher schlimmer.

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tdv - Danke für diese Erklärung, das macht nach meiner Erfahrung auf diesem Weg erheblich schwieriger, weil wir sehr unterschiedliche Sprachen sprechen. Ich arbeite gerade an einem grösseren Projekt mit Sozialwissenschaftlern zusammen, die ziemlich genau am gleichen Thema arbeiten, aber wir haben fast ein Jahr gebraucht, um eine einigermaßen sinnvolle Unterhaltung zu ermöglichen.

Ich finde ihr Beispiel mit dem Impfnebenwirkungen zum Beispiel nicht sehr erstaunlich: das ist keine überraschende Zahl - das UK hatte rund 240 Tote nach einer Impfung, das ist in etwa die Zahl, die man statistisch erwarten kann (d.h. auch ohne Impfung). Insofern ist das (zumindest für mich) höchstens insofern interessant, als es auf eine gute Verträglichkeit hindeutet. Allerdings fällt es auf, dass e in den deutschen Leitmedien bis etwa Dezember keinen Bericht über das UK gab, indem nicht auf die vielen Toten und angebliche Unfähigkeit unser (der britischen) Regierung hingewiesen wurde - das ist jetzt komplett verschwunden; es ist halt nicht objektiv, aber wer erwartet das?

So, wie sie es beschreiben, verstehe ich die Wertung von Meinung: ich gehe natürlich davon aus, dass eine Meinung auf vorhandenem Wissen und entsprechendem Sachverstand. Allerdings führt die eigene Ignoranz sehr oft zu fehlender Einsicht - und gibt es einfache objektive Massstäbe? Im naturwissenschaftlichen Bereich kann man sich wenigstens noch auf die Auswertung von Beobachtungen verlassen, aber sonst? Ich finde perfektens Beispiel überhaupt nicht so überraschend - ist das nicht genau das, was Medien seit Urzeiten gemacht haben? Vielleicht fehlt den heutigen Journalisten das Verständnis dafür? Wobei mir gerade bei deutschen Medien auffällt, dass sie sich für sehr staatstragend halten und glauben, einen Erziehungsauftrag zu haben.

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tdv - Danke für diese Erklärung, das macht nach meiner Erfahrung auf diesem Weg erheblich schwieriger, weil wir sehr unterschiedliche Sprachen sprechen. Ich arbeite gerade an einem grösseren Projekt mit Sozialwissenschaftlern zusammen, die ziemlich genau am gleichen Thema arbeiten, aber wir haben fast ein Jahr gebraucht, um eine einigermaßen sinnvolle Unterhaltung zu ermöglichen.

Ich finde ihr Beispiel mit dem Impfnebenwirkungen zum Beispiel nicht sehr erstaunlich: das ist keine überraschende Zahl - das UK hatte rund 240 Tote nach einer Impfung, das ist in etwa die Zahl, die man statistisch erwarten kann (d.h. auch ohne Impfung). Insofern ist das (zumindest für mich) höchstens insofern interessant, als es auf eine gute Verträglichkeit hindeutet. Allerdings fällt es auf, dass e in den deutschen Leitmedien bis etwa Dezember keinen Bericht über das UK gab, indem nicht auf die vielen Toten und angebliche Unfähigkeit unser (der britischen) Regierung hingewiesen wurde - das ist jetzt komplett verschwunden; es ist halt nicht objektiv, aber wer erwartet das?

So, wie sie es beschreiben, verstehe ich die Wertung von Meinung: ich gehe natürlich davon aus, dass eine Meinung auf vorhandenem Wissen und entsprechendem Sachverstand. Allerdings führt die eigene Ignoranz sehr oft zu fehlender Einsicht - und gibt es einfache objektive Massstäbe? Im naturwissenschaftlichen Bereich kann man sich wenigstens noch auf die Auswertung von Beobachtungen verlassen, aber sonst? Ich finde perfektens Beispiel überhaupt nicht so überraschend - ist das nicht genau das, was Medien seit Urzeiten gemacht haben? Vielleicht fehlt den heutigen Journalisten das Verständnis dafür? Wobei mir gerade bei deutschen Medien auffällt, dass sie sich für sehr staatstragend halten und glauben, einen Erziehungsauftrag zu haben.

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gux

obwohl Sie ihn zweimal gepostet hatten, habe ich diesen, Ihren Beitrag vom Freitag, 8:20, leider gerade erst gefunden. Es ist mir ehrlich gesagt ein wenig ein Stein vom Herzen gefallen, denn bei allem Ärger war es mir natürlich nicht möglich in Ihnen einen Dummkopf zu sehen. Nur, wie Thorha ja erklärte bin ich gegen gewisse Dinge, wie zB Heuchelei, äusserst allergisch.
Sie hatten zu den 1099 US-Impftoten erklärt, man wisse nicht genau woran sie verstorben sind. Ich hatte daraufhin daran erinnert, dass das bei den Coronatoten wegen der Einflussnahme des Tierarztes im RKI, ein ganzes Jahr lang aber ganz anders gelaufen ist. Und da sie das völlig ignorierten, musste ich auch in Ihnen einen Heuchler sehen, denn dies ist das typische Verhalten der Verteidiger der staatstragenden Corona Interpretation. Und der Ärger mit dieser überall in den Medien zu findenden, sturen "nicht-denkenden" Dummheit, der hatte mittlerweile ein ganzes Jahr Zeit sich aufzustauen ...

Dieser Kommentar vom Freitag legt mir zumindest mal generell eine andere Sicht Ihrer Person nahe... sehen sie mir meine Emotionalität also bitte nach.

Sie haben angedeutet, dass Sie irgendwo in einer Hochschule auf dem Gebiet der Bio-Chemie tätig sind? Und, dass sie die Mittel für ihren Lehrstuhl(?) (tenure?) selber eintreiben müssen?
Wie gehen Sie persönlich denn damit um, dass Sie diese Mittel wohl nur von an den Ergebnissen Ihrer Arbeit "interessierten" Firmen erhalten werden?
Denn genau dies ist natürlich der Verdacht der mir wegen Ihrer ersten Impftoten Bemerkung gekommen war? Wir sehen ja heute alle die Abzocker in Volksvertreter Gestalt beim Masken Verkauf, oder so Figuren, die wie Scheuer oder Klöckner sogar zum Minister auftsteigen können. Und wir haben sogar einen ex-Pharma Lobbyisten als Gesundheitsminister.

PS Was die Zahl der impftoten angeht... Haben sie mal das Interview das CNBC mit Bill Gates im April gemacht hat? Der spricht dort von 80.000 bei einer weltweiten Impfkampagne...

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Vielen Dank - das verstehe ich; für mich ist die Anschuldigung, bezahlte Propaganda zu verbreiten so etwas ähnliches (mehr dazu weiter unten). Nebenwirkungen von Impfungen sind ein sehr delikates Problem, weil eben bei vielen das Verständnis dafür fehlt: wenn ich viele Menschen behandle, wird es Nebenwirkungen, auch schwere geben. Manche wegen der Impfung, manche aber auch nur zufällig - die 80,000 Menschen von Bill Gates kann ich mir gut vorstellen, das wären noch immer sehr wenige (wenn weltweit fast alle Menschen geimpft werden).

Eine gute Nachrichtensendung würde die Zahlen erklären und auch klar machen, wie schwer es ist, sie zu interpretieren. Mir macht die Zahl keine Sorge, weil ich genau darüber in Vorlesungen rede, aber für jeden, der das nicht macht, klingt das schlimmer.

Ich bin an einer britischen Hochschule, und die meisten unserer Mittel kommen von Studentengebühren (d.h. Gehalt, Teile der Infrastruktur etc - d.h. wenn ich kein Geld einwerbe, brauche ich mir keine Sorgen um meine Stelle zu machen). Man kann über den Sinn der Gebühren lange streiten, aber die Idee, die Finanzierung den Studenten folgen zu lassen hat einen entscheidenden Vorteil: wir müssen die Studenten ernst nehmen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie leicht deutsche Kollegen Lehrevaluation nehmen und Studenten eher als Ärgernis ansehen - das ist bei uns eher selten und hat z.B. auch dazu geführt, dass wir innerhalb sehr kurzer Zeit (bei uns waren es drei Tage) komplett auf Online-Lehre umgestellt hat und Alternativen für Praktika gesucht hat (wir haben z.B. Pakete mit Experimenten nach Hause geschickt).

Was die Forschung angeht ist das anders: wir können natürlich auch Geld vom Staat und der EU beantragen, aber Firmen sind wichtig - und ich vermute, es ist da nicht anders als in anderen Ländern: manche Hochschullehrer haben kein Problem, ihre Seele mehrfach zu verkaufen, andere schon. Ich habe eine relativ kleine Nische, in der ich arbeite, und arbeite mit Kollegen und Firmen, mit denen ich seit rund 25 Jahren Kontakt habe; es geht dabei hauptsächlich um Grundlagenforschung. Aber ich habe immer die Freiheit, zu tun (und zu sagen) was ich will - daher bin ich etwas empfindlich, wenn man mir das Gegenteil unterstellt (es ist in unserem Gebiet eine beliebte Methode, unliebsame Kollegen zu diskreditieren). Wer gut verdienen will (wie die von Ihnen genannten), für den ist eine wissenschaftliche Karriere zumindest im UK nicht der beste Weg - Politiker ist da sicher besser.

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Bill Gates 80.000 sind ja auch nicht das Problem. Das Problem ist, dass seit einem Jahr
unter dem Beifall von Politik, Medien und der Massen jeder der so was ausspricht zum vogelfreien Verschwörungstheoretiker deklariert wird. Was im Volksmund gleichbedeutend mit Afd'ler, Nazi, Pädophiler und vor allem: Anti-Semit ist.
Es ist zum Thema Covid19 keinerlei tatsächliche Diskussion erlaubt. Man wird ja im Thread etwas weiter unten mit der Nase darauf gestossen, dass es nach wie vor keinerlei Resultate von wissenschaftlichen Untersuchungen über die tatsächlichen Übertragungswege gibt. Vor einem Jahr hat es immer noch etliche Monate gedauert, bevor man wenigstens zugab, dass es nicht nur Tröpfchen-Infektion, gegen die die Masken ein wenig helfen, sondern eben auch Aerosol Übertragen gibt, gegen die die profitablen Fetzen die dieser Spahn, unter Androhung von Bussgeldern vorschrieb, unwirksam sind...
Was ich mir wünsche würde, wäre eine Dískussion, live, ohne nachträgliche Zensiermöglichkeit der ÖRR, und open end.....bei der die "Oppositionspartei" nicht von den staatstragender Leuten bestimmt wird. (Man wird ja wohl noch träumen dürfen...)

Vielen Dank für die Aufklärung über die heutigen Finanzierungs Methoden an den Unis im UK. Ich nehme an, es ist in DE nicht viel anders. Allerdings (ich habs wiedergefunden!) haben sie anderen Ortes ja geschrieben: "Aber es gibt natürlich ein Damokles-Schwert: wenn die Studenten ausbleiben, wird die Uni knallhart die Institute zu machen, die kein Geld bringen, und das ging in der Vergangenheit ziemlich schnell."

Ich hatte das Glück(?) in den Zuständen der Siebziger Jahre studieren zu können, was mir alle Wege nicht-fremdbestimmten Leben öffnete. Es war die Zeit der Sesselfurzer in der tatsächlich alte, weisse Männer dafür bezahlt wurden, ganze Räume voller alter, zumeist toter Bücher zu verwalteten.
(Alte, weisse Männer, sind keineswegs alle alt, noch weiss, noch Männer... um Missverständnissen vorzubeugen, aber der Typus existiert natürlich wirklich.)
Gläubige Christen waren da an der Macht in der Philosophie an der LMU. Es war zum Teil erbärmlich...

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Die Verengung der Diskussionsgrenzen fand in den letzten 20 Jahren statt, meiner Meinung nach. In der 90ern hiess es noch vom Prof ?whatdoyou think will those suckers do?? während er trotz Rauchverbot im Hörsaal qualmte. Heute hätte man ihn dafür geteert und gefedert, mindestens. Für die Zigarette und die Wortwahl.

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Meiner Meinung nach ist das Problem der Diskussion, dass sie so schnell politisch geworden ist - es geht gar nicht mehr um die Entscheidung an sich, sondern der eigenen Gefolgschaft etwas zu signalisieren. Das Problem ist, dass dem Virus das ziemlich egal ist, weil es nur das Ziel hat, sich zu vermehren. Es wäre gut zu akzeptieren, wie wenig wir wissen, und dass eigentlich alles, was wir machen - aber Politiker wollen eben der Bevölkerung Sicherheit anbieten.

Ich habe im letzten Jahr sehr viel gelernt: wir haben die sozialen Aspekte einer Epidemie vernachlässigt. Ich denke, das liegt auch daran, dass diejenigen, die Entscheidungen treffen und sie erklären alle eine ähnliche Ausbildung haben und dementsprechend ähnliche Prioritäten. Die Idee, dass jemand nicht nur anderer Meinung sein kann, sondern diese auch gut begründen kann, fehlt oft.

Die britischen Unis waren auch nicht immer so - aber wenn immer mehr Studenten an die Unis gehen sollen, dann muß das irgendwie finanziert werden. Das System ist natürlich viel komplexer als ich das erklärt habe - britische Systeme haben meistens ausreichend Schlupflöcher - aber das Schließen von erfolglosen Fachbereichen ist eine beliebte Methode, Kosten einzusparen. Bei uns sind jetzt die Studenten aber wieder zurück im Labor und freuen sich tatsächlich, wieder etwas praktisches tun zu können!

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"- es geht gar nicht mehr um die Entscheidung an sich, sondern der eigenen Gefolgschaft etwas zu signalisieren."

Sicher, aber da beginnt das eigentliche Problem je erst für mich.
Es funktioniert nämlich, Manipulation und Verdummung der Masse durch Intoleranz, Zensur und Unterdrückung von anderen Meinungen sind heute normal und erlauben sows als Politik Ersatz! Dadurch wurde der Platz geschaffen für den Zwang zur political correctness, bei Verweigerung Zensur, oder auf Neu-Deutsch Cancel-Culture.
Die Folge ist, dass Figuren wie Spahn, Klöckner oder Scheuer noch immer Minister bei einer Kanzlerin wie Merkel sein können, und diese Parteien immer noch die Mehrheit haben.
Das "Signalisieren" reicht also in dieser Form der Demokratie mit diesen Bürgern. Was Wunder, wenn es doch jetzt eine ganze Generation gibt, die unter dem Begriff Kanzelr nur sowas wie Merkel verstehen...
Man erschrickt ein wenig, wenn man an die Zukunft denkt, in der es ja mit dem Surveillance Capitalism und dem Klimawandel sehr viel wirklichere Probleme geben wird....

Früher gabs mal die Gnade der späten Geburt, heute scheint mir die frühe Geburt das Wichtigste geworden zu sein.

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Die Angst vor öffentlicher Abweichung in Deutschland ist schon geradezu pathologisch. Es scheint bei vielen eine große Furcht davor zu geben, durch eine unangepasste Meinung dauerhaften Schaden zu nehmen - und eine grosse Zahl von selbsternannten Tugendwächtern, die dies durchsetzen wollen (so scheint es mir zumindest beim Blick von aussen).

Jemand wie Merkel kann doch eigentlich nur dadurch erfolgreich sein (im Sinne von: an der Macht bleiben), wenn sie jegliche Abweichung sofort unterbindet - wie schafft sie das? Warum lassen sich die Menschen so behandeln?

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Die Angst vor öffentlicher Abweichung in Deutschland ist schon geradezu pathologisch. Es scheint bei vielen eine große Furcht davor zu geben, durch eine unangepasste Meinung dauerhaften Schaden zu nehmen - und eine grosse Zahl von selbsternannten Tugendwächtern, die dies durchsetzen wollen (so scheint es mir zumindest beim Blick von aussen).

Jemand wie Merkel kann doch eigentlich nur dadurch erfolgreich sein (im Sinne von: an der Macht bleiben), wenn sie jegliche Abweichung sofort unterbindet - wie schafft sie das? Warum lassen sich die Menschen so behandeln?

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@gux: och, allein in die Ministerienhaushalte sind einige Millionen "Kampf gegen rechts" eingestellt, man hat da seine Cancelianer, und mit dem Netzwerkverballhornungsgesetz von Maas hat man sich eine durchschlagende Zensurwaffe geschaffen. Weiters gibt es ja so Beispiele wie den Sellner, der kein Konto mehr für länger als 3 Tage eröffnen kann, also die Banken ziehen da auch schon mit.
Das ist aber, wie Sie der Stummschaltung von Trump auf Twitter entnehmen können, alles keine exklusiv deutsche Angelegenheit.

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Colorcraze, wegen ein paar Milliönchen stehen wir morgens gar nicht erst auf. Wir verteilen Milliardchen. Mit denen wir unsere zu normaler Arbeit wenig geneigte woke Peergroup subventionieren und wir nennen es Schönes-Wetter-Kampf-gegen-Rechts-Gesetz.

Googeln Sie mal die lustigen Schlagzeilen vom November 2020, "Bundesregierung(!) gibt(!!) eine Milliarde(!) Euro für Kampf(!) gegen ..." Stolpern Sie nicht, wenn am Rande der unwichtige Begriff Widmann-Mauz auftaucht, das ist nur ein Wortspiel und nicht der bislang unbekannte Zwischenwirt von Corona.

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Bester fritz: was regen Sie sich auf? Unser Bill ist Ekschberte dafür, wie man Monopolgewinne kreiert. Bei Mikroweich ist das jetzt nicht mehr der Brüller, aber sieben Milliarden Impfungen, das hat schon was. Das geht schneller als sieben Milliarden Mikroweich-Handholds. Zugleich wurde er größter Farmland-Besitzer der USA. Das heißt: wir bekommen den Monsanto/Bayer-Kram demnächst äußerst rentabel in die Tiefkühlpizza implementiert. Wir dürfen frohlocken.

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Der Herr ist offiziell einer der Guten und fast so altruistisch wie der Elektrofritze mit dem Marktanteil knapp unter Trabbi. Wer was dagegen sagt ist ein Aluhut. Also vorsichtig.

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An Billys Wirken überzeugt mich vor allem das Humorpotential: "Microsoft-Produkte kennen und Bill Gates eine funktionierende Weltverschwörung zutrauen. Wie zur Hölle passt das zusammen?"

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@buerger
"Marktanteil knapp unter Trabbi"

Übrigens gab es in Deutschland von 2011 bis 2020 mehr Trabbi-Zulassungen als Tesla-Zulassungen, 38T zu 34T. Obwohl Trabbis nach meiner Kenntnis aus irgendwelchen Gründen nicht mehr hergestellt werden. Vielleicht ein Fall von "wie lüge ich mit Statistik durch Auswahl der Formulierung."

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Mir war nach der Meldung vor ein paar Tagen nicht klar, ob es sich um Neuzulassungen, Wiederzulassungen und Gesamtzulassungen handelte. Aber für ne Spitze in jedem Fall ausreichend und wenn ich was in meiner Konzernzeit gelernt habe, dann das unscharfe Formulieren.

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Sverige, CH und Florida,
und Texas, Missisipi und South-Dakota - kein oder aufgehobener Lockdown.

- Müsssen allerdings jetzt alle unter Beobachtung gestellt werden, nedwahr.

Unterdessen auf deutschen Intensivstationen: Weit überpoportional viele Migranten. - Auch hier muss der Verfassungsschutz lt. FDP-Politiker von Lamsdorf aktiv werden und diejenigen beobachten, die dies beobachtet haben (denn das, also die Veröffentlichung solcher Beobachtungen durch die AfD , so sagte der FDP-Politiker von Lambsdorfff unter dem Beifall der deutschen organisierten Judenschaft, sei - - - - rassistisch****. - Eh kloa (Wolferl Ambros)).

**** Zwei Tage später, also nach von Lambsdorfs Kampf gegen die Beobachtungen der AfD, stand in der BILD-Zeitung und in Friede Springers Lieblingsmedium Die weLT, dass sie zuträfen, übrigens, diese Beobachtungen in den deutschen Intensivstationen wg. CO-19. -

(Das ist doch ein erstaunlicher Mix, insgesamt, wie mich dünkt. - Fehlt nur noch der Amazon-Hitler...).

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Das ist doch aber wirklich nichts neues? Die Daten aus dem UK zeigen schon seit April, dass BAME (Black-Asian-Minority Ethnics) in Intensivstationen überrepräsentiert sind; auch bei den Infektionszahlen ist das so (die werden bei uns auch danach aufgeschlüsselt). Offensichtliche Gründe sind natürlich grössere Familien und oft Berufe, bei denen man nicht von zu Hause arbeiten kann - aber das erklärt nicht alles.

Ich verstehe nicht ganz, warum man das ignorieren will - ohne entsprechende Daten kann man schließlich nicht helfen. Seltsam.

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lieber einen Ingrid Marie
Wer sich zu schade ist, bei jeder sich bietenden Gelegenheit,
ein Schwätzchen zu halten, hat oft gute Gründe anzugeben:

... darf ich offen zu Ihnen reden?
Ja, aber nicht hier ...

... über diese Figuren auch nur ein Wort zu verlieren
ist so, als würde ... würde man aus Jux und Dollerei
in einen Pferdeapfel beißen ...

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In drei Sätzen vielleicht, unsererseits anschließend was Thorha gesagt hat - das interessante ist dass das Internet und die ehrlichen Wünsche der Menschen anscheinend weiter zu wirken scheinen.

Das ist nun gut drei Tage her, und deswegen kann man auch darüber sprechen. https://youtu.be/eJ8mycEVgGQ

Und die Kenntnis dessen, was da gesagt wird gehört offensichtlich zu Allgemeinbildung der Gegenwart. Und außerdem ist das natürlich gegen die richtigen, guten und notwendigen Absichten z.b. der NATO-Staaten auf dem europäischen Festland.

Und manch einer wird an Dr. Udo Ulfkotte denken, der nach klassischen Maßstäben eine erstklassige, unbedingt auch konservative, Karriere hingelegt hat - und dann anscheinend des Eindrucks war, 'meine Kollegen sind anscheinend alle eingekauft' - und er wollte das für sich nicht. Und auch die deutschsprachige Wikipedia dazu wirkt weiterhin 'wie freiwillig gleichgeschaltet oder durch finanzielle Zuwendung und Einsicht bewegt'.

https://thegrayzone.com/2021/02/20/reuters-bbc-uk-foreign-office-russian-media/

https://www.amazon.de/-/en/Udo-Ulfkotte/dp/3864451434
https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Ulfkotte

Wir sehen im Prinzip inzwischen eine 'Drei-Währungs- u. Drei-Geostrategieräume-NATO' - die Interessen des Geostrategieraums US-Dollar und des Geostrategieraums englisches Pfund und des Geostrategieraums Euro fallen nicht zusammen, und die Führung Amerikas, die früher eine Klammer lieferte, scheint auszufallen.

Oder auch: 'Zum Glück versagt hier ein schwaches Amerika zur Zeit, und es verändert sich etwas' - in einem freien Land sind für den freien Bürger Bewertungen und Standpunkte freibleibend (!)

Diese hier gehören, wie gesagt wird, dazu https://zincnetwork.com/ und darin gibt es unter anderem einen schönsten Schmier z.b. auch gegen 'Telegram' https://zincnetwork.com/blog/telegram-a-tool-for-hostile-actors-or-a-force-for-good/ (1)

Selbstverständlich sind alternative Möglichkeiten der Veröffentlichung - es handelt sich um Marktwirtschaft, richtigerweise - für den 'guten Monopolisten' was ganz schreckliches - und deswegen gibt der gute Monopolist, wie voranstehend, auch gleich Sprachregelungngen aus, wie solche, die 'bei uns' dazu gehören wollen, hier z.b. Telegram zu sehen haben.

Also wir hatten Telegram irgendwann einmal probehalber angeschafft, und bin 48 Stunden war Telegramm postleitzahlenmäßig bei uns im Umkreis von 200 km weg zensiert - 'wir möchten nicht so leicht, dass er mit ähnlich denkenden Menschen in seinem Umfeld in persönlichen Kontakt treten kann' (?)

Da aber bei zinc Telegram schon seit 2013 unter Beobachtung steht, war und ist davon auszugehen, dass durch die Programmierer des tiefen Staates, von wo auch immer, die Möglichkeit eines solchen Eingriffs 'bei Bedarf' in die Telegramstruktur längst geschaffen worden war.

'Das Imperium meint das ernst, Russen und Deutsche sollen sich bei Bedarf auch in einer nächsten Runde wieder einmal gegenseitig dezimieren, und andere Klügere, Intelligentere werden auch weiterhin das Zünglein an der Waage sein und spielen' - so sieht das wohl aus - und Europa lernt nichts.

1 - 'The app was a favoured messaging and propaganda dissemination tool of Daesh terrorists globally, it?s been used as a safe haven for the far-right and was recently pivotal in facilitating the ?storming of the Capitol?.' Widerlich primitiver und brutaler kann man wohl mit dem gleich ganz großen Hammer nicht draufhauen - schwach! - damit und dagegen kann man nicht argumentieren - im Zweifelsfalle nur trotzdem genau anders handeln.

@ Informationsfreiheit, informelle Selbstbestimmung, man sehe eventuell auf YouTube das Video 'Capitol Police Waving people to go in' - es kann nicht geteilt werden, hat angeblich nur 3700 Aufrufe bei 58 Likes -und keinen einzigen Kommentar, gg - und die Menschen, die man in den ersten acht Sekunden dieses Ausschnitts sieht, sind wohl die ganz normalen Bürger, 'die offensichtlich ihrer Demokratie mal einen Besuch abstatten wollen'.

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Warum sollte der "Westen" nicht einen Gegenpol zu Russia Today et al. aufbauen? Ich finde es immer erstaunlich, dass Aktionen de Westens mit großer Kritik begleitet werden - eine gleiche Kritik zum russischen Verhalten jedoch oft sehr verhalten ausfällt. Wir befinden uns natürlich in einem Wettstreit der Systeme, es ist naiv, das zu ignorieren - und Teile Europas, insbesondere in Deutschland, scheinen da sehr naiv zu sein.

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Vielleicht noch eine Stimme dazu gefällig? https://youtu.be/j0jpUx2XJcU - u.a. auch 'Auseinandersetzung gibt uns Bedeutung'(?) https://en.wikipedia.org/wiki/Chris_Hedges - Ein
interessanter Mann mit einem interessanten und ausgefüllten Leben - bisher schon. (1)

Wer ist 'uns', wer bestimmt 'was die Auseinandersetzung ist', und wer bestimmt, was 'bedeutend' ist? Und stimmt das alles überhaupt? ... Ganz offensichtlich kann man auch ein sozial und psychologisch vollständig vernünftiges und komplettes Leben führen ohne ein solches Paradigma - der Anwendung des Paradigmas auf sich selbst zuzustimmen kann unbewusst schon vollständige Fremdbestimmung mit beinhalten, möchte man das; und darf man sagen, wir leben nicht so?

(1 - für manche eine hierzulande längst vermisste Stimme 'nach Art einer Kolumne in einer Zeitung aus einem bekannten Hochhaus der Meinungsfreiheit direkt an der früheren Zonengrenze in Berlin' - nur leider wirken heute Tatsachen wie Richtungen wie Wertigkeiten so sehr verschoben? Frage an Radio Eriwan sozusagen, warum muss eigentlich einer wie Chris Hedges - ihn anhören, ist er nicht eigentlich anglo-saxons finest? - 'woanders' hingehen um einfach frei und ungehindert klug sprechen zu können - und wie lange wird es eigentlich 'woanders' überhaupt noch geben?)

(Er verspricht sich wohl an einer Stelle, es ist bereits das dritte Jahrzehnt, das jetzt anbricht - er sagt 'das fast Zweite')

https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1996-07-09-mn-22423-story.html

... Die 1.5 Milliarden US-Dollar, von denen Chris Hedges spricht, die von Amerika Anfang der 1990 er Jahre aus aufgewendet wurden, um die Umgestaltung der Sowjetunion in eine Republik und Präsidialdemokratie anteilig auch nach amerikanischem Vorbild zu fördern (was sonst hätte für die USA nahegelegen?) klingen nach unserer Kenntnis der Geschichte vollkommen glaubwürdig - eventuell sind die Amerikaner bis heute teils enttäuscht von den Russen, dass sie aus der finanziellen und intellektuellen Starthilfe Amerikas nach dem Zusammenbruch der UdSSR einen eigenen unabhängigen Staat gemacht haben - 'anstatt besser doch einen Zwilling der USA'?

https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2018/07/the-us-has-a-long-history-of-election-meddling/565538/ dort Russland und Jelzin auch noch einmal

'The year was 1996. Boris Yeltsin was seeking a second term, and Bill Clinton desperately wanted to help. ?I want this guy to win so bad,? he told Deputy Secretary of State Strobe Talbott, ?it hurts.? Clinton liked Yeltsin personally. He considered him Russia?s best hope for embracing democracy and capitalism.

So the Clinton administration sprang into action. It lobbied the International Monetary Fund to give Russia a $10 billion loan, some of which Yeltsin distributed to woo voters. Upon arriving in a given city (während des Wahlkampfes, p.) Jelzin often announced, ?My pockets are full.?'

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"Uns" = die Menschheit; und diesen Wettstreit gibt es wohl schon ein wenig länger in unterschiedlicher Art.

Russia Today könnte zum Beispiel einfach einmal bei der Wahrheit bleiben und nicht sehr fragwürdige Berichte veröffentlichen die offensichtlich falsch sind (man erinnere sich z.B. an Nowitschok in Salisbury; oder die angeblichen Impftoten). Wenn sie aber Propaganda machen wollen, müssen sie damit Leben, dass die Gegenseite das gleiche macht.

Und ich vermute, von Russland sind viele enttäuscht, wenn man sich den Gegensatz zwischen dem Reichtum und Fähigkeiten des Landes ansieht, und was damit bisher erreicht wurde. Russland hat hervorragende Wissenschaftler und Bodenschätze, davon scheint aber nur wenig bei der Bevölkerung anzukommen, wenn man z.B. Lebenserwartungen vergleicht.

Und was Hedges angeht: als Amerikaner kann er nun nicht zu den 'finest' gehören, das ist den Briten vorbehalten, aber warum soll er nicht zu RT? Nicht alles bei RT ist schlecht (sie haben vielleicht sogar mich schon einmal bei RT gehört), aber das ändert nichts an der generellen Ausrichtung des Programmes und ich würde generell eher Sunday Sport[1] als RT trauen. Auslandssender kann man schwer dafür, dass sie Propaganda für das eigene Land senden, oder?

[1] (ein britisches Magazin das sich hauptsächlich mit der menschlichen Anatomie beschäftigt und auf der Titelseite die Zahl der erfassten Mamillae mitteilt)

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RT : TWT = The West Today
Hatten/Haben wir nicht sowas? RIAS, Radio Free Europe, Deutsche Welle, BBC usw.?
Brauchen wir das auch? Nach meiner Erinnerung an E.F.Schumacher gewinnen im Wettkampf der Systeme Bildung, Organisationsfähigkeit, Disziplin. Von Propaganda war da keine Rede.
Nach Mao gewinnt die Anzahl der Gewehrläufe.
Also was denn nun?

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Früher hat man schöne Bilder gemalt ... vermutlich braucht man beides. Ein Weltreich kann man wohl nicht nur mit Gewehrläufen aufbauen und erhalten, zumindest nicht lange.

Bei RT wundere ich mich nur immer, wie oft das als Beispiel für unvoreingenommenen und ehrlichen Journalismus und Gegensatz zu westlichen Medien gebracht wird. Nur, weil etwas aus dem Osten kommt, ist es zwangsweise gut ...

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Sunday Sport sieht ja interessant aus. ?Aliens turned my son into a fish finger?. Ist das ein Satiremagazin? Selbst die Artikel ?wir haben ständig Sex? zeigen Leute aus der Zombiekategorie.
Irgendwas scheint an der Klimageschichte doch dran zus ein, immer mehr haben einen Hitzestich.

Neulich lief mir die Miss Germany Wahl Seite bei Danisch übern Weg. Sah eher aus wie die Wahl zur Kassiererin des Monats bei McD, auch von den zur Schau getragenen Ernährungskonzepten.

Es muss ja nicht jeder ne Elfe sein, aber bei einer Misswahl geht es traditionell um Optik, die Gewinnerin will ja Model werden und nicht Astrophysikprofessorin.

Wahrscheinlich bin ich nur altmodisch.

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Sunday Sport ist eine sehr wertvolle Zeitung - besonders wenn man unwissende zum Kiosk schickt und die sich dann etwas wundern.

Ich bin wohl ähnlich altmodisch wie Sie, aber auch Astrophysikerinnen und erfolgreiche Medizinerinnen können Schönheitswettbewerbe gewinnen (eine sehr entfernte Kollegin von mir ist beides). Aber das ist natürlich nicht sehr modern - wenn bei der Bildung Bildung unwichtig ist, dann sollte das bei der Schönheit nicht anders sein!

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Ich bin soo kurz davor, ne Liste zu machen mit den coolsten Sprüchen aus diesem Thread, wie "Magazin das sich hauptsächlich mit der menschlichen Anatomie beschäftigt und auf der Titelseite die Zahl der erfassten Mamillae mitteilt" für Tittenmagazin.

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Gux
Interessant... RT "als Beispiel für unvoreingenommenen und ehrlichen Journalismus und Gegensatz zu westlichen Medien gebracht wird. Nur, weil etwas aus dem Osten kommt, ist es zwangsweise gut ..."

Ich weiss ja nicht was sie für einen Umgang pflegen, aber ich kenne eigentlich kaum Leute die RT News nicht AUCH glotzen, es keineswegs auch gut finden. Wir sehen auch die Tagesschau, aber wir pflegen halt mitzudenken, statt Meinungen zu konsumieren... wir vergleichen. Bestes Beispiel derzeit: Astra Zeneka und Sputnik. Die Tests der Südafrikaner haben gezeigt, dass A-S teilwiese nur zu 20% gegen die Varianten wirkt, in der Tagesschau wird der Wunsch deutscher Regierenden gelobt, den Schrott, den keiner will, gerade an den Älteren endlich loszuwerden....

Aber ich habe ja schon oben beschrieben warum für sie der Unterscheid zwischen Denken und Nicht-(Selber)-Denken so unverständlich ist...
Wenn überhaupt, dann pflegte Al Jazeera ein Sender zu sein, dessen News ein wenig Vertrauen einflössten. Aber damit war es just an dem Tage vorbei, als der dortige Scheich sich wieder den Saudis und Ami unterwarf, und den Rubashov machte.

Sie haben also die Beweise für die Nowitschok Story der westlichen Geheimdienste gesehen, und natürlich auch für die Vergiftung von Navalny?
Gerade letzterer war ein unbedeutender, und vor allem völlig unpolitischer, dafür aber brutaler und rassistischer Oligarch, der auf einmal zu einem oppositionellen Politiker hochgelobt wird. Und das in den Saustall Medien die in den ganzen Jahren kaum mal ein Wort zu Assange verloren haben obwohl, bzw weil(?) der Belege für seine Vorwürfe einiger Massenmorde der Amis vorgelegt hat?

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Da ich praktisch keine Nachrichten im Fernsehen sehe (ich habe bisher noch nicht verstanden, warum ich jemandem beim Reden zuschauen soll - ich lese Nachrichten lieber).

Und AstraZeneca ist doch ein sehr schönes Beispiels für Medienmanipulation, oder? Die Daten aus dem UK zeigen sehr schön, wie gut es gegen die in Europa vorhandenen Varianten wirkt, und es gab (wissenschaftlich) keinen Grund, die Zulassung zu beschränken (die Daten sind öffentlich zugänglich). Die EU und gerade die Bundesregierung haben eine Kampagne gegen den AZ Impfstoff gefahren und wundern sich nun, dass die Kampagne erfolg hat. Bis vor ein paar Monaten wollten alle den Oxford-Impfstoff und niemand Biontech, weil alle Angst vor mRNA haben - und es sind (politisch motivierte?) Laien, die sich mit Meinungsmache profilieren wollen. Die EU Haltung zu AZ war doch eher die des trotzigen Kindes das nicht akzeptieren wollte, dass der angeblich fortschrittlichste Bloc der Welt nicht in der Lage ist, einen eigenen Impfstoff zu entwickeln (Biontech musste mit Pfizer zusammenarbeiten), und dass AZ den Impfstoff auch noch zu Selbstkosten verteilt. Die Tatsache, dass die angeblich unfähigsten Politiker (Netanyahu, Johnson und Trump) die Impfung besser organisiert haben als die fähigen Politiker der EU war eben ein großer Schock.

Südafrika ist ein ganz anderes Thema, und im Gegensatz zu Deutschland weiss man im UK, wie häufig die Variante vorkommt - im Moment ist das kein Problem. Für Sputnik gab es bis vor kurzem nicht sehr viele Daten, aber zumindest gegen die häufige Variante scheint es sehr gut zu wirken. Allerdings ist das vielleicht alles zu kompliziert in einem Land, in dem weder Medien noch Politiker noch Bürger verstehen, wie Impfstudien durchgeführt und ausgewertet werden. Mit den Varianten werden wir leben müssen, und man wird die Impfungen eben anpassen - das ist bei allen Impfstoffen anscheinend nicht so schwierig.

Mein Problem mit RT ist nicht der Unsinn, der dort verbreitet wird - es ist der offensichtliche Unsinn. Als Nowitschok in Salisbury (darum ging es mir) gefunden wurde, hat RT täglich neue, sich oft widersprechende Meldungen gebracht, die eigentlich nur gemein hatten, der britischen Version zu widersprechen. Dass man sich nicht einmal die Mühe machte, das zu koordinieren, fand ich doch sehr überraschend - entweder sind die Redakteure unfähig (was ich nicht glaube) oder sie machen sich einen Spaß daraus.

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Der Unsinn den sie von sich gebenist erbärmlich, Typisch für Leute die eine Meinung für richtig halten, weil sie selber sie teilen.
Das Problem "involves variants that are more concerning, represented by the B.1.351 and P.1 lineages that emerged in South Africa and Brazil, respectively. These viruses have sequence changes in key positions suggesting that they arose under neutralizing antibody selection pressure within people infected or previously infected with SARS-CoV-2."
Diese Varianten entsehen auf Grund der gebildeten Anti- Körper. Und was schreiben Sie? "Die Daten aus dem UK zeigen sehr schön, wie gut es gegen die in Europa vorhandenen Varianten wirkt, und es gab (wissenschaftlich) keinen Grund, die Zulassung zu beschränken (die Daten sind öffentlich zugänglich)."

Garcia-Beltran WF, Lam EC, St Denis K, et al. Circulating SARS-CoV-2 variants escape neutralization by vaccine-induced humoral immunity.  medRxiv. Published online February 18, 2021. doi:10.1101/2021.02.14.21251704 PubMedGoogle Scholar


Sie tun genau das was ich oben beschrieben. Ihre selektive Wahrnehmung sieht das was ihre Meinung bestätigt, sie tun also genau das was Nicht-Denkende tun. Deshalb missfallen ihnen meine unmissverständlichen Aussagen so sehr.... wie alle Spiessbürger die im und vom Status Quo leben und jede Menge Privilegien bei Änderungen verlieren könnten.
Lassen sie mich raten, sie sind in irgendeiner Form beim Staat angestellt und werden aus Steuermitteln bezahlt?

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tdv - die Varianten entstehen nicht auf Grund der gebildeten Antikörper, sondern auf Grund der gesamten Immunantwort, das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied. Viele Varianten entstehen wohl in Menschen mit unterdrücktem oder schwachem Immunsystem, das einen Selektionsdruck erzeugt. Weshalb Sie jetzt eine in vitro Studie zu dem Thema bringen, ist mir nicht ganz verständlich - es gibt Daten aus Israel zu Biontech und aus dem UK zu dem Oxford-Impfstoff, die beide eine gute Wirkung zeigen. Die "Südafrikanische Variante" ist im Moment noch nicht so stark verbreitet - und durch starke Sequenzierungen kann man möglicherweise die Verbreitung auch eindämmen, weil man sie schnell findet.

Entschuldigen Sie den direkten Ton, aber Sie erwecken den Eindruck, als hätten Sie nicht unbedingt sehr viel Fachwissen in diesem Bereich. Mir ist der Selektionsdruck und Evolution von Organismen durchaus bekannt, das habe ich mehrere Jahre studiert und halte sogar Vorlesungen dazu.

Ihre Meinungen mögen unmißverständlich sein, aber sie sind deswegen nicht richtig: Sie halten 1099 Tote nach einer Impfung in den USA für eine erwähnenswerte Nachricht - das ist es aber nicht: nehmen wir an, alle 50,000,000 Impfungen wären an 70 jährige Frauen verabreicht - nach den aktuellen Sterbetafeln stirbt etwa 1% dieser Gruppe im nächsten Jahr, das sind 500,000, und wenn wir von einer gleichmäßigen Verteilung ausgehen, sind das etwa 80,000 in 2 Monaten - d.h. die 1099 Todesfälle geben keinerlei Hinweis darauf, dass es ein Problem gibt (sie widerlegen es auch nicht - es ist letztendlich eine Nachricht ohne großen Wert). Warum messen Sie der Nachricht so viel Wert bei?

Im Übrigen bin ich weder beim Staat angestellt noch werde ich durch Steuermittel bezahlt - an britischen Hochschulen muß man sein Geld selbst erwirtschaften.

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RT betreibt klassische Propaganda. Es wird nicht gelogen, man lässt nur unliebsame Fakten weg. Und die Gewichtung der verbliebenen Fakten ist so wie es vom Kreml gewünscht ist.
Wenn man damit umgehen kann sind die Nachrichten von denen halbwegs brauchbar.
Wenn man sich dazu noch BBC, Al-Jazeera und VoA antut hat man einen gewissen Überblick.
Die ÖRR hierzulande taugen nur als Richtschnur was man Glauben und Denken darf, kwasi der Overtonfensteranzeiger. Als Nachrichtenkanal ungeeignet.

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gux
sie scheinen wirklich grössere Problem beim Verstehen von Texten zu haben. Mein Hinweis auf die Varianten steht in Verbindungmit den eigentlich ja bekannten Mängeln der Vaccine, die dadurch ja wohl unzweifelhaft noch vergrössert wurden. Von den Mutanten ganz zu schwiegen...
Auch welche Folgen die Impfung in Israel letztlich haben wird, sollte man wohl lieber erst mal abwarten.

Dasselbe Missverständnis zeigen sie auch ganz deutlich bei den 1099 US Toten. Da sie es nicht gemerkt haben sollten: das Thema ist die Berichterstattung in den Medien. Und, dass diese Impftoten in deutschen Medien nicht existieren... auch in der Times oder Guardian ist davon nichts zu finden.

Weiter oben schrieben sie doch tatsächlich: "
Und AstraZeneca ist doch ein sehr schönes Beispiels für Medienmanipulation, oder? Die Daten aus dem UK zeigen sehr schön, wie gut es gegen die in Europa vorhandenen Varianten wirkt, und es gab (wissenschaftlich) keinen Grund, die Zulassung zu beschränken (die Daten sind öffentlich zugänglich)"

Wie gut JETZT noch wirkt... genau das ist aber nicht das Problem das die Bürger der Welt gerade haben. Ist natürlich schön wenn manche Firmen jetzt mit einem Business Modell aufwarten können, das es ihnen ermöglicht alle paar Monate ein neues Impfstoff-Update für ein paar weitere Milliarden an inkompetente Politiker zu verkaufen
Lassen sie mich nochmal raten, AZ ist eine der Firmen die ihnen beim Eintreiben von Geld behilflich ist?


pudelfriseur

Alles korrekt, nur bei Al Jazeera sollten sie noch mal genauer hinhören. Deren Meinungen haben sich vor ein paar Wochen zu den meisten Themen so ziemlich um 180° gedreht. So ist das halt wenn ein alter Alleinherrscher Depp das Sagen hat, und sich aus Geld-Günden bei den Amis einschleimt...
Schade drum... 90% der Meldungen die Al Jazeera brachte gab es ausschliesslich dort zu sehen.
Insbesondere ihre Kennzeichnungen der ORR treffen perfekt!

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tdv - wenn der Empfänger einen Text falsch versteht, dann liegt das meistens am Autor; Sie müssen schon eindeutig schreiben, wenn Sie verstanden werden müssen. Die Mängel der Impfstoffe (seit wann sagt man "Vakzine"?) sind durchaus bekannt, allerdings sind die verwendeten Tests eben nur bedingt Aussagekräftig, weil sie nur eine von mehreren Reaktionen untersuchen. Die schützende Wirkung der Impfung in Israel und im UK ist recht beeindruckend, und Nebenwirkungen sind in dem Bereich, den man erwarten kann.

Warum sprechen Sie von "Impftoten"? Es sind zunächst einmal Menschen die im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung verstorben sind, und die Zahl deutet in keiner Weise darauf hin, dass es hier einen Kausalzusammenhang gibt - es ist eine Nachricht, die praktisch keine Aussagekraft hat ausser der, dass die Impfung generell gut vertragen wird. Warum sollte man dazu zusätzlich berichten?

Ich bin ehrlich gesagt sehr enttäuscht von ihrer scheinbaren Unwilligkeit zu diskutieren. Persönliche Angriffe sind in der Regel der letzte Ausweg wenn es keine anderen Argumente mehr gibt - von einem Philosophen hätte ich mehr erwartet. Allerdings sind mein Fachgebiet NPI und hat wenig mit Impfungen zu tun. Wir wissen alle nicht, wie lange die Impfungen wirken werden - welche Alternative schlagen Sie vor?

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@gux:

Auch wenn Sie von tdv irritiert sind, darf ich um ein wenig Nachsicht bitten? Ich habe schon länger (sehr losen) Kontakt mit ihm und halte ihn für einen nichtmarxistischen Altlinken, einen wilden Idealisten (das schlägt beim Zustand der Menschheit zwangsläufig, unvermeidbar, in Zynismus um), für einen belesenen aber zuvörderst selbstausgebildeten Menschen und für ziemlich alt.

Zwei seiner Fehler teil(t)e ich - den Hang zu wilder Polemik (bei mir gemildert durch die Notwendigkeit der Einpassung in berufliche Sozialstrukturen, das darf man gerne Opportunismus nennen) und einen gewissen Stolz auf das "sich selber beibringen". Zweites führt unangenehmerweise zu Selbstüberschätzung, weil man der eigenen Urteilsfähigkeit und der Fähigkeit, sich solides Wissen durch Lesen/Beobachten anzueignen, zu viel zutraut. Hatte ich auch, bin ich dank meiner langjährigen Tätigkeit als Projektmanager heute wieder von runter.

Er meint es meistens nicht böse, ist aber intellektuell wie ethisch-moralisch ziemlich ungeduldig und hat einen sehr engen Toleranzkorridor für Dinge, die aus seiner Sicht Bullshit sind. Wir beide kommen ganz gut miteinander aus, obwohl wir politisch (wenn aktiv) wohl alle Nase lang kräftig zusammenrasseln würden.

Nehmen Sie ihn einfach, wie er ist. Er verträgt auch Widerspruch :-). Und fast noch wichtiger - er ist nicht nachtragend.

Gruss,
Thorsten Haupts

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@thorha

Vielen Dank - ich werde das machen! Es ist aber nun schon ein wenig widersprüchlich, auf der einen Seite Menschen die Fähigkeit zum selbstständigen Denken abzusprechen, auf der der anderen Seite jemanden, der selbstständig denkt, genau dafür zu kritisieren ...

Meine Geduld wird ein wenig strapaziert wenn mir jemand mein eigenes Fachgebiet erklären will und bei Widerspruch anfängt, meine angebliche Käuflichkeit als einziges Argument zu bringen. Ich mage durchaus falsch liegen - unfehlbar sind die wenigsten von uns - aber man kann durchaus unterschiedlicher Meinung sein ohne die andere Person zu diskreditieren.

Gruss,

Gux

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es ist hier eben ein wenig wie im wirklichen Leben. Der eine politisiert, die andere redet über Rosen, wieder andere über sich selbst, einer schreibt Romane mit linkwüsten die keiner liest, unser Spezialist fürn groben Keil ist leider schon länger in selbstgewählter absentia, andere diskutieren gepflegt aneinander vorbei... Kommunikation ist eben nicht ganz einfach und die Ziele selbiger mögen auch divergieren...
Mir hat man mal erklärt ?wenn Du mit Argumenten nicht mehr weiterkommst (oder keine hast), dann wechsele die Kommunikationsebene?. Funktioniert in der Regel und lässt sich hier auch ganz gut beoachten.

In dem Sinne, einen guten Start ins Wochenende allerseits. Es wird Frühling und die ersten Blumen blühen.

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Pahh, die ersten Blumen
blühen, was für ein faktenferner KITSCH! Schrercklirch!! Die ersten Blumen sind längst VERBLÜHT nemlch, buerger, haha.

Ok - Kommunikation, nedwahr.

Gruß!, Thorsten Haupts - Ihre Hinweise ad personam druidam, eh -, sind supernett!

Aber alt? - Leistungskurs gehabt! Leistungskurse sind doch neumodisch Züch, oddr itte tdv?

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🌺

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@Herr Kief: im Grenzland zu Helvetien mag das so sein, hier im Land der Wikinger blühen Schneeglöckchen und Winterlinge und teilweise schon Krokusse. 800 km nordwärts gibt es nicht nur andere Menschentypen (Wenn Sie Werner für Satire halten und die Frau von Hägar dem Schrecklichen für arg vierschrötig: hier ist tatsächlich beides normal, inklusive Motorrad mit Campingwagen dahinter) sondern auch anderes Klima.

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buerger - wo leben Sie denn? Bei uns sind die Narzissen in voller Blüte, manche Kirschbäume fangen auch schon an und ich werde bald herausfinden, ob unsere Wisteria endlich auch blüht - oder noch ein Jahr warten will.

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NPI
@gux

Es heißt noch immer "Vakzin" für Impfstoff, eine Anspielung auf die frühere Herkunft. Da mit Ihrer geheimnisvollen Abkürzung NPI wahrscheinlich weder Narzissen noch Narcissten gemeint sind, arbeiten Sie wohl in einer Fachrichtung, die ich unter der Bezeichnung "New Product Introduction" kenne. Sie sind doch nicht etwa an der Einführung des AZ-Vakzins organisatorisch beteiligt?

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Schrotsäge, als ich vor vielen Jahren ausgewandert bin, sagte man noch "Impfstoff" (aber man sagt auch "königlich" und "gefährdet"). NPI sind 'non-pharmaceutical interventions' - also im Prinzip alles, was man für die Gesundheit auf andere Weise tun kann. Narzissen können da auch wichtig sein!

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Narzissen gegen Demenz und Alzheimer
Da hier alle schon etwas älter sind, empfiehlt sich der Anbau von Osterglocken oder Narzissen, damit man sich ein paar Säcke Zwiebeln zur Seite legen kann, denn aus den Pflanzen wird ein Alkaloid zur Behandlung der o.e. Krankheiten gewonnen. Aber nicht essen, sehr giftig, auf die Dosis kommt es an. Frau Langenberg wird uns sicher einige Ratschläge erteilen...

Besitzer von Eigentumswohnungen müssen leider die Bierkästen woanders lagern, aber einige Meter Bumenkästen lassen sich auch auf kleineren Balkons unter den Stühlen aufstellen.

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@gux. In Schleswig-Holstein. Hier ist im Binnenland bei uns die Narzissenblüte im vollen Gange, seit etwa Anfang der vergangenen Woche, in Ostseenähe ist die Natur traditionell etwa 2 Wochen zurück ggü. Nordniedersachen/Hamburg und Umland, dort war letztes Wochenende noch Winterlingblüte.

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Das überrascht mich - ich hätte immer gedacht, an der Küste wäre es wärmer! Aber das ist wohl bei uns der Golfstrom, oder?

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An der Ostsee ist die Natur zurück, das Wasser ist Richtung Russland im Winter ziemlich kalt und im Norden (zwischen Schweden und Finnland) und ganz im Osten friert das Meer manchmal zu, das braucht dann im Frühjahr, bis das Meer wärmer wird.

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gux

Ich hatte eigentlich die Absicht nicht nochmal auf ihre Einlassungen zu antworten, aber das System., das hinter dieser unverschämte Verlogenheit zu den "Impftoten" steht, das ärgert mich seit mittlerweile über einem Jahr.

Damals wurde jeder, der von einer Strassenbahn überfahren wurde, aber danach positiv getestet wurde, sofort in die Corona Toten Statistik aufgenommen:
Als ein Hamburger Professor, dann trotz Aufforderung durch den verlogenen Tierarzt Wieler, ALLE sogeannten Corona-Toten in seiner Klinik trotzdem obduzierte, stellte er bei ALLEN morbide Vorerkrankungen fest. Krankheiten, ohne die KEINER der 14 an der Infektion gestorben wäre.
Sogar der Merkel- und Staatstragende Spiegel hat das dann irgendwann im April bestätigt...

Und jetzt kommt ihresgleichen daher und verdreht alles, ganz wie es ihm in den jeweiligen Kram passt. Einfach nur umdrehen das Ganze... da fehlt sogar mir der Zynismus, damit der hut nicht hochgeht!
Solche "Wissenschaft" mag in ihrer Welt normal sein, für Leute wie mich ist das nicht nur unredlich, es ist auch unverschämt und volksverdummend. Denn gerade bei den Impfstoffen und in erster Linie bei dem von ihrer Firma hergestellten AZ Impfstoff, gab es von Anfang an Berichte über Todesfolgen nach der Impfung bei alten Menschen! Und dass über 80jährige ja wohl ziemlich ausnahmslos morbide Vorerkrankungen haben dürfte auch in Oxford bekannt sein.

Seit über einem Jahr ist bekannt, dass SarsCov2 bei den meisten Infizierten nicht mal Symptome verursacht und wie "hoch" die Sterberate ist kann man ja nachlesen. Nahezu ebenso lange ist bekannt, dass über 90% der Verstorbenen alte Menschen mit Vorerkrankungen sind, und unter 50jährige nahezu ausnahmslos problemlos durch die Infektion kommen.

So, ich verspreche, dass dies meine letzte Antwort auf diesen Herrn Professor war... und bitte Entschuldigung, aber ich habe keine Lust das nochmal durchzulesen und zu korrigieren, tippen konnte ich noch nie....

PS
Wen die up-to-date Überlegungen zur Kontrolle des SarsCov2 & Co interessiert, vom letzten Mittwoch aus dem jama:

The Potential Future of the COVID-19 PandemicWill SARS-CoV-2 Become a Recurrent Seasonal Infection?

https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2777343?utm_source=silverchair&utm_campaign=jama_network&utm_content=covid_weekly_highlights&utm_medium=email

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Noch was tatsächlich Interessantes: Covid Tote und Fettleibigkeit:

https://www.washingtonpost.com/world/2021/03/04/coronavirus-overweight-global-report/

Einfach nur mal Fakten sammeln, statt Sessel Furzen....

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@ThorHa - mir scheint, Sie haben sich in TDV getäuscht; es scheint ein eher verbitterter Mensch zu sein der sich hartnäckig weigert, die eigene Realität der Wirklichkeit zu opfern und beschlossen hat, sich intellektuell nicht weiter zu betätigen und statt dessen ad personam Argumente vorzieht.

@TDV - ich verstehe nicht ganz, was Sie mir sagen wollen: die Impfnebenwirkungen werden recht genau erfasst (zumindest in den Studien und im UK wo es ein 'Yellow Card Scheme' gibt) - und es wurden eben gerade keine erhöhte Sterblichkeit bemerkt. Was die Zahl der COVID-Toten angeht, kann ich Ihre Meinung nachvollziehen - eine Todesursache festzustellen ist nunmal sehr schwierig, und wir verwenden daher verschiedene Methoden. Es mag Sie erstaunen, genau dieses Problem beschäftigt mich schon länger (Sie sind sicher mit der Nosologie vertraut). Trotzdem findet man eben Übersterblichkeit in vielen Ländern, die ein relativ guter Indikator für ein Problem ist.

Inwieweit Vorerkrankungen (oder Fettsucht) ein Menschenleben weniger wert machen, ist eine interessante ethische Frage, bei der Sie wohl eine andere Meinung haben als ich. Und zumindest die britischen Daten deuten darauf hin, dass die meisten infizierten Symptome haben - es lohnt sich, auch Veröffentlichungen zu lesen, die nicht die eigenen Vorurteile bestätigen.

Sollten Sie als Liebhaber der Weisheit nicht auch versuchen, ein Liebhaber der Wahrheit zu sein?

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gux, schaun mer aml, vielleicht können sie ja rechnen:

https://www.tagesschau.de Erschienen 30.(?) Dezember:

"In Deutschland sind im November 84.480 Menschen gestorben - elf Prozent mehr als im November-Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. Den Angaben der Statistiker zufolge lag die Zahl der Todesfälle im November um 8186 über dem Schnitt der Vergleichsmonate der Vorjahre.
Die Erkenntnisse des RKI lassen den Schluss zu, dass Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung vor allem bei Menschen ab einem Alter von 80 Jahren zu beklagen sind. Das Statistische Bundesamt gab an, dass die Zahl der in einem Alter von über 80 Jahren Verstorbenen im November um 8192 über dem Schnitt der Referenzmonate lag. Das entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent. Dagegen war die Zahl der Todesfälle bei den Bürgern unter 80 Jahren mit dem Niveau der Vorjahre vergleichbar."

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Nun ja, "tagesschau". Wer's glaubt wird selig.
Was Statistiken und Corona angeht, vertrau ich mehr den sciencefiles.org

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Vom statistischen Bundesamt gibt es immerhin richtig gezählte Sterbezahlen. Was die Berechnung einer Übersterblichkeit angeht ^^, kommt es sehr auf die Kalibrierung an - was nimmt man als Durchschnitt (3 Jahre, 5 Jahre...), gewichtet man Altersgruppen (wenn es 2020 mehr lebende+tote 80jährige gegeben hat als 2010, sollte man das auch klarstellen)... kurz, es ist einfacher, Artefakte zu erzeugen als handfeste Aussagen.

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@jeeves - ich würde Sciencefiles in dieser Hinsicht nicht trauen, da die Autoren sich ihre Daten so hinbiegen, dass es in ihr Weltbild passt (und dabei ziemlich grobe handwerkliche Fehler begehen)

@tdv: Was wollen Sie mir damit sagen? Die Daten der Tagesschau stimmen nicht mit denen des statistischen Bundesamtes überein - dort werden 85 876 angegeben, das sind 9582 mehr als im Mittel 2016-2019 (76 294 ± 864), und davon sind 8790 über 80. Die Zahlen der Tagesschau sind etwas anders, aber bei Sterbestatistiken kann es durchaus Korrekturen geben (doppelte Meldungen, verzögerte Meldungen etc), aber im großen und ganzen kommt das hin.

Wenn man die Englischen Zahlen verwendet, sieht das ganz anders aus - dort gibt es eine Übersterblichkeit ab der 45-64 Altersgruppe von rund 15%. Deutschland hat möglicherweise genau das verhindert, denn in vielen anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Und Alter ist nunmal der größte Risikofaktor - selbst Adipositas ist nicht so wichtig (sehen Sie z.B. die Auswertung der Daten hier Dynamic CO-CIN report to SAGE and NERVTAG (Recent cases)).

Mir ist aber noch immer nicht klar, was Sie mir sagen wollen.

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bei Sterbestatistiken kann es durchaus Korrekturen geben (doppelte Meldungen, verzögerte Meldungen etc)
St.Bürokratius ist immer etwas nachlaufend, das geht nicht anders. Die reine Zählung der Todesfälle sind aber schon ziemlich "harte Daten"; dabei gibt es nicht so viele Fehlermöglichkeiten wie z.B. bei auf Totenscheinen angegebenen Todesursachen. Nur wenn man es dann statistisch aufbereiten will, wird es "etwas schwierig", weil man die Zahl der anwesenden Lebenden, von denen der Tote gestern noch einer war, und mit denen man es korrelieren muß, eben idR nicht wirklich kennt.
Mit anderen Worten, man kann doch bloß mit Schätzfehlern operieren. Von dieser Genauigkeit ist aber fast nie die Rede, lieber spielt man garbage in - garbage out, damit das knalligste Ergebnis es in die Presse schafft.

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Die Sterbezahlen sind für den betreffenden Zeitraum völlig korrekt, das Zitat der tagesschau stammt von damals. Wie dabeisteht, handelt es sich um die Zahlen für November 2020, die mit den Zahlen vorhergeganger November verglichen worden waren. Ich archiviere solche Details gerne, da sie sehr aussagekräftig sind.
Der Sinn war zu zeigen, dass es eine nennenswerte Übersterblichkeit NUR bei über 80jährigen gibt.
Das Ganze bezog sich auf ihren ersten Beitrag auf den ich geantwortet hatte.

Ich habe weiter oben auf ihren erst heute entdeckten kommentar vom Freitag 8:20 geantwortet, das ist aktueller...

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Übersterblichkeit
Hier in Brandenburg, besonders im Bereich Werder (bei Potsdam gelegen) hat die Seuche viele Opfer in Altenheimen und Krankenhäusern gefordert. Ob nun eine "Übersterblichkeit" vorliegt, ist unsicher, weil man die statistische Streuung über einen längeren Zeitraum als ein Jahr verfolgen muß. Hinzu kommt das Problem der lokalen Zuordnung der Opfer, weil diese nur "Gäste" waren oder sind.

Verschärft wird die Situation auch dadurch, daß ein Schwarm von Dienstleistern täglich in den Institutionen aus- und ein geht, meistens sind es Mitarbeiter der untersten Lohngruppen, oft mit Migrationshintergrund, die aus finanziellen Gründen froh sind, daß sie überhaupt einer wenn auch riskanten und beschwerlichen Tätigkeit nachgehen können, aber dadurch das Virus durchaus nicht schuldhaft weiterverbreiten.

Die AWO in Werder/Havel hat das Problem nun so gelöst: Die Pflegekräfte müssen die Pfleglinge bekochen und auch die Räume reinigen. Sie selbst werden mehrmals die Woche getestet. Seit Wochen gibt es keine Infektionen mehr.

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Soweit ich weiß, gab es in Altersheimen in früheren Jahren oft solche "Sterbewellen" nach Ostern und Weihnachten - wahrscheinlich wegen der Angehörigenbesuche, die Keime einschleppten. Das Problem im Altersheim ist halt, hat es einer, haben es gleich alle.
Ob die Pflegekräfte der AWO Werder das lange mitmachen, steht dahin...
und weiters ist das grundsätzliche Problem, will ein isolierter Mensch überhaupt weiterleben, denn das Leben wird dann schnell als nicht mehr lebenswert empfunden (ich denke, das war bei meiner Schwiegermutter der Fall, die letztes Jahr verstorben ist).

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schrotsäge - das
ist ein Gutteil des Pudels Kern - auch in Schweden. Es gingen Leute in den Heimen unbesehen ein und aus, die, wie wir wissen, höhere Infektionswerte haben als andere Gruppen - eben die (muslimischen etc.) Reinigungs- und Hilfsskräfte, die z. T. auch in der Pflege direkt mit den alten Leuten arbeiten.

Da der Bereich teilweise tabuisiert ist, hat man auf das Problem nicht angemessen reagiert. - Passiert(e) auch in Rehakliniken hier am See mit deutlichen Folgen - die Leitung ist überaus liberal, weil der Gründer - in der NSDAP war... (desssen Tochter beim MSB Spartacus).

In Schweden gab es ein ganz ähnliches Problemcluster, von Anders Tegnell deutlich angesprochen.

In Suiza hat man erheblich mehr zum Schutz der Alten und der Altenheime getan - bereits ab Frühjahr 2020. In manchen Konstanzer Heimen war noch im Herbst 2020 keine besondere Eingagskontrolle installiert. Da waren in der Schweiz Besuchersschleußen bereits Standard. Ein wichtiger Baustein der CO-19 Maßnahmen - zusammen mit der Personalführung...

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Schmierinfektion
Ein weiteres, vernachlässigtes Problem ist die Verbreitung durch Schmierinfektion. Diskutiert wird zwar ausgiebig über Masken, Aerosole, Tests und Impfungen, aber die Verbreitung über kontaminierte Flächen ist wohl noch nicht ausreichend abgehandelt worden.

Inzwischen liegen aber Studien vor, die eine Lebensdauer des Virus von bis zu 5 Tagen annehmen. Besonders auf glatten Flächen ist die Infektionsgefahr höher, weil auf Pappe, Holz und Karton das Virus sich in den Rissen und Ritzen verkrümelt.

Wenn ein Lieferant Gemüse und Obst vom Großmarkt abholt, hat das Transportgut schon einige Infektionen hinter sich: Der Tomatensortierer oder Pflücker hat kräftig drauf gehustet, der Transportarbeiter die Plastikkisten angefaßt und der Fahrer seine 10x benutzte Maske auf der Apfelkiste abgelegt.

Da nutzt es nichts, wenn die Kisten am Nebeneingang der Küche "berührungslos" abgestellt werden.

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Ja man kann es auch lassen, zu ernten, zu liefern, zu essen und zu trinken, und sich still ins Bettchen legen, die Hände falten und warten, bis der Tod eintritt.

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eben die (muslimischen etc.) Reinigungs- und Hilfsskräfte ...
weil der Gründer - in der NSDAP war... (desssen Tochter beim MSB Spartacus)


Wenn ich diesen Blog nicht lesen würde, wüsste ich echt nicht, dass die Corona-Pandemie durch muslimische Reinigungskräfte, Nazi-Opas und kommunistische Töchter verursacht wurde.

Danke für die Aufklärung, deren gedankliche Klarheit und faktengebundene Schärfe mich tief beeindruckt.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Deutsches Hygienebewußtsein
Daß es damit nicht weit her ist, zeigen solche schnoddrigen Beiträge. Wer will mag bei diesem undelikaten Thema googeln, z.B. Zustände auf öffentlichen Toiletten, Ausstattung des durchschnittlichen deutschen Badezimmers usw.

Zu hoffen ist, daß die Pandemie dieses Bewußtsein geschärft hat.

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@thorha
Wenn ich diesen Blog nicht lesen würde, wüsste ich echt nicht, dass die Corona-Pandemie durch muslimische Reinigungskräfte, Nazi-Opas und kommunistische Töchter verursacht wurde.

Exakt, thorha. Nur die Juden und die Schlitzaugen sind ihm diesmal durch die Lappen gegangen.

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@colorcraze
Unabhängig von Koroner ist das Schmierigste weit und breit die Tastatur an Rechnern und der angewachsene Handfortsatz, auch Handy genannt. Da ist ein Klodeckel ein Scheißdreck dagegen, *hust*. Ob sich die Tatsache auf den Inhalt von Texten auswirkt, da sind sich die Gelernten noch nicht einig.

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Städte-CI in D
Ich war im Februar in Marburg, Kassel & Göttingen.

Und wünsche niemanden*
die ( kostenpflichtige ) BahnhofsWCEinrichtung
betreten zu müssen.

* erst recht nicht Sehbehinderten

Es ist nicht nur visuell sehr gruselig.
Man kommt nicht umhin, bei der Gelegenheit
den Begriff Verachtung um einen Aspekt zu erweitern.

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@fritz_: Ja, das Naheliegenste (und ständig in der Hand rumgedrückte) wird gern mal übersehen.
Davon abgesehen wird Obst während Ernte und Transport sicher weniger betatscht als von so manchen speziellen Kundinnen im Supermarkt, die ich schon beobachten konnte.

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Als Ignorant
steht man oft sauberer da, Thorha. Das war ja auch Graf Lambsdorfs Argument im Grunde, das muslimische Übergewicht auf deutschen Intensivstationen zu beschweigen.

In New York waren es auch Juden, die überproportional unter den Schwerkranken vertreten waren. Orit Arfa kann dazu einiges sagen, übrigens. Es dauerte auch da eine Weile, bis man reagiert hat, aber dann hat man - auch mit Polizeieinsätzen bei Hochzeiten und Beerdigungen - reagiert.

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Werter Herr Kief - warum soll man das verschweigen? Mir ist nicht ganz klar, was damit gewonnen wird. Nur wenn man von einem Problem weiss, kann man es loesen - wird es totgeschwiegen, geht das nicht mehr.

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Es gibt in Deutschland mittlerweile etliche Tabuthemen die man nicht erwähnen darf. Weil die könnten den böhsen Nadsis in die Hände spielen. Das führt mittlerweile zu ziemlich bizarren Klimmzügen.

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gux - es ist Teil
der hiesigen Folklore, andere als hitlerafffin zu bezeichnen. Man ist es so gewönhnt. Und Gewohnheit, das wussste schon Christian Fürchtegott Gellert im Göttinger Hain, iwwerischens, Gewohnheit schrieb der, macht den Fehler schön...

Zu sagen, dass die Bangladeshis in GB vulnerabler für CO-19 sind (das ist ein Befund, nota bene, ich habe die Untersuchung oben verlinkt), interessiert daher zu allererst - und meist: allein - um die Chance beim Schopf zu ergreifen und Adolf-Adolf zu rufen, weil man nach Linie (oder: Abstammung, oder: um Darwin zu zitieren: nach Rasse), kurz und gut: Nach bilologischen Kriterien differenziert hat.

Die Idee dahinter ist ein Reinheitsphantasma, das derlei Gedanken nicht zu denken verlangt, oder wenigstens: Sie nicht auszusprechen.
Ich habe das schon oft gesagt: Die gesamte seriöse Pharmaforschung z. B. macht diese Unterschiede, eben weil die Menschen auch biologisch verschieden sind, je nach Herkunft. Aber derlei wird gern souverän abgeschmettert. Vorrang haben die Reinheitsideen - und damit die naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Ignoranz. Gern gepaart mit erkenntnisfernem aber gesinnungsfestem Biedersinn.

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Herr Kief, es ist im UK allgemein bekannt, dass BAME ein erheblich höheres Risiko haben, und das ist nicht nur Gegenstand von Diskussionen, sondern auch von Untersuchungen, weil man das schließlich vermeiden will. Sowohl ICNARC (Daten zur Intensivpflege) als auch die Public Health England Daten schlüsseln ganz normal nach 'ethnicity' auf.

Die Ursachen sind natürlich komplizierter, aber auch schwierige Probleme kann man lösen - aber nur, wenn man darüber spricht.

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Hitlerjunge Kief, es ist völlig Rille, ob sich Bangladeshis in GB nach Statistik häufiger infizieren oder einen größeren Schwanz als Sie haben. Niemand zweifelt daran.

Das Eklige war und ist, dass Sie sich daran aufgeilen und sich im selben Moment in Ihrer ganzen biederen Eitelkeit als verfolgte Jungfrau in Pose werfen.

Apropos Jungfrau: Frauen in Deutschland infizieren sich erheblich häufiger als Männer. In allen Altersgruppen über 14. Mittlere Altersgruppe +12 %.

Diese Information wird von den Illuminaten unterdrückt!

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Verlierer reden
ad personam und rufen Adolf, Adolf. Internetgesetz, nedwahr.

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Weinerlich und ironiefrei ist er also auch noch.

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Schrotsäge
Da sie damit Schgwierigkeiten haben: In den von mir erwähnten Sterbezahlen liegen zwei Informationen. Die Zahlen zeigen, dass im Monat Nov 2020, verglichen mit dem Nov 2019 eine Übersterblichkeit von etwas über 8000 gibt. Diese Übersterblichkeit findet sich beim Vergleichen, aber nahezu ausschliesslich bei über-80jährigen. Sie finden sich bei keiner anderen Altersgruppe!
Ich wiederhole: Die Aussage, dass NUR Alte, und solche mit einschlägigen Vorerkrankungen wirklich in Gefahr sind, war auf manchen der sogenannten Verschwörungstheorie Webseiten bereits von genau einem Jahr bekannt... Man hätte also mit einem Bruchteil des verschwendeten Geldes, von den Ruinierten gar nicht erst anzufangen, massive Schutzmassnahmen für die tatsächlich Gefährdeten treffen können. Statt dessen boykottiert man solche Professoren lieber...
Und man stellt lieber Bürgern die alleine, aber ohne Maske, auf einer Parkbank sitzen Bussgeld Bescheide von ? 250 aus. Und der Urnenpöbel lässt es mit sich machen und zeigt damit einmal mehr, dass jedes Volk genau die Regierung hat, die es verdient.

Und... wenn ihre 5 Tage Theorie mit den Infektionen durch "Lieferanten von Gemüse und Obst" korrekt wäre, dann müssten sich Unzählige täglich in Supermärkten bei Einkaufen infizieren, was sie offensichtlich nicht tun... ganz abgesehen davon ist wohl so, dass das Virus für über 95% der Bürger ungefährlich ist, und die meisten von denen eine Infektion nicht mal bemerken.

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Das lange Ausbleiben
angemessener Schutzmassnahmen für die Alten, tdv, ist eines der großen Räsel des letzten Jahres. Natürlich durften die "Corona-Leugner" (und die AfD) nicht recht behalten, das war eines. Dazu kam wohl, dass das andauernde Schüren von Panik ebenfalls diese Entscheidungen offenbar schwer beeinträchtigt hat.
Klar ist: In der Schweiz gibt es hier ein Best Practise Beispiel - und zwar bereits von März 2020 an.

In der Schweiz wurde das paradoxerweise auch dadurch erleichtert, dass dort Alte durchaus auch die Option haben, zu sagen, sie wollen nicht unbedingt weiterleben. - Man hat es daher auch leichter akzeptiert, wenn Alte sagten, sie wollen nicht vollkommen abgeschottet werden. Solche Abwägungen wurden in Deutschland - gerne unter ausdrücklicher Berufung derr Kirchennz. B. auf Adolf Hitler auch hier - abgewürgt.

Eine komplexe Lage, die die Schweizer bisher gut gemeistert haben.

PS

In der CO-19 Debatte wird Best Practise unterschätzt. - Vermutlich auch wg. Panik.

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tdv - ich verstehe durchaus Ihr Argument, aber das ist sehr Deutschland-spezifisch. In vielen anderen Laendern sah es deutlich schlimmer aus.

"Die Aussage, dass NUR Alte, und solche mit einschlägigen Vorerkrankungen wirklich in Gefahr sind, war auf manchen der sogenannten Verschwörungstheorie Webseiten bereits von genau einem Jahr bekannt." - das war auch schon anderen bekannt. Im Mai hat David Spiegelhalter (ganz sicher kein Verschwörer) recht schön gezeigt, dass COVID letztendlich einfach das ohnehin vorhandene Sterberisiko proportional vergrößert, und man damit eben im Alter exponentiell stärker bedroht ist.

Das Problem ist doch vielmehr, was man mit der Information macht. Alle gefährdeten Schützen? Das hat man versucht, aber das hängt von sehr vielen Faktoren ab - Mehrgenerationenhaushalte sind da ein großes Problem. Und natürlich ist der Schutz einfacher, wenn es weniger Fälle gibt.

Die "Verschwörer", wenn wir mal bei der Bezeichnung bleiben wollen, haben mMn einen grossen Fehler begangen: statt bei den Fakten zu bleiben haben sie sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt und zum Teil ziemlichen Unsinn erzählt (Homburg zum Beispiel). Es fällt schwer, jemanden ernst zu nehmen, der nicht nur die Grundlagen nicht versteht, sondern sich auch arrogant weigert, Fakten zur Kenntnis zu nehmen.

Wer in der Diskussion wirklich gefehlt hat waren ihre Fachkollegen: Mediziner und Virologen haben einen sehr einseitigen Blick - es geht ihnen generell darum, Krankheiten zu vermeiden und sie ignorieren sehr oft das größere Bild. Das gleiche trifft natürlich auf alle anderen Gruppen zu. Wäre es hier nicht die Rolle von Philosophen - wenn man den Begriff einmal weit fast - ein wenig Argumente abzuwägen und in Perspektive zu bringen? Davon habe ich nur sehr wenig gelesen, und wenn, dann in einer eher unglücklichen Art.

So langsam sind wir an einem Punkt angekommen, wo man Panikreaktionen durch wohlüberlegte Antworten ersetzen kann, bei denen man auch vernünftige Überlegungen zu Risiken machen kann. Die Diskussion zur Öffnung von Schulen in England war mMn recht vernünftig: man nimmt mehr Fälle in Kauf, weil allmählich das Risiko für Kinder zu groß wird - und das wird man weiter machen müssen. Aber eine richtige, offene Diskussion zu dem Thema fehlt.

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Keine Ahnung, wie hier jemand, der für seine Vorliebe für Schrottquellen bekannt ist, ausgerechnet beim Thema SARS-CoV-2 auf "Hitler" kommt. Aber gut, ich kann nicht in fremde Köpfe gucken. Wirkt jedenfalls im ersten Moment eher schräg.

Ivermectin:
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Wurde hier von einigen als potentielles Wundermittel angepriesen. Forschungsbedarf liegt zweifelsfrei immer noch vor, aber die Lage hellt sich auf:

"has no significant effect on treating #COVID19 early after disease onset"

https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2777389

Jetzt müsste noch ein großer und untendenziöser Wisenschaftsversteher aufkreuzen, der uns erklärt, warum diese aktuelle Studie methodisch und methodologisch völlig falsch sei. Herr Kief vielleicht?

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In der aktuellen Atmosphäre lehnt sich kaum jemand aus dem Fenster.

Wenn zB ein Volkswirt was über Lockdownschäden sagt, bekommt er den Titel Mörder der Grosseltern schneller verliehen als das Gespräch zu Ende ist. Und falls er hartnäckig ist, ist der Schritt zum Euthanasie Befürworter schnell gemacht, medial. Tut sich doch kein denkender Mensch freiwillig an.

Ein bisschen Rummäkeln, Stoffmaske, blaue Maske oder FFP2, 1.5m Abstand oder zwei, Tests umsonst oder gegen Gebühr, Impfen wir auch Samstags oder nur bei Regen, das trauen sich mittlerweile zumindest die FDPler wieder, aber die eigentlich zu führende Debatte über gesellschaftlichen Nutzen und Schaden von Verordnungen, die führt lieber keiner.

Am süssesten ist doe Idee, der MdB möge dich seinen Kommissionen spenden, wahrscheinlich am Besten der eigenen Partei.

Wie meine Oma schon sagte ?alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf, triffst immer den Richtigen?...

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Es gibt einen Volkswirt aus Hannover, der hauptsächlich durch großen Unsinn und Klagefreudigkeit (oder zumindest deren Androhung) aufgefallen ist - aber eben nicht durch Fachwissen ... genausowenig wie man epidemiologische Modelle ganz einfach für wirtschaftliche Fragen verwenden kann, funktioniert das Gegenteil.

Genau solche Leute sind das Problem (auf beiden Seiten) - eine durch mangelndes Fachwissen unterstützte Selbstsicherheit, die jeden Widerspruch als persönlichen Angriff sehen anstatt sich zu überlegen, dass es meistens mehr als eine richtige Meinung gibt.

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gux,
bei diesem Thema (wie bei fast jedem) bringt mich persönlich die Bigotterie vieler Beteiligter zum Würgen.

Nehmen wir mal an, Lebensschutz wäre der höchste Wert in der Pandemiebekämpfung. Nehmen wir weiterhin an, dass Pandemieschutzmassnahmen selber keine Leben kosten (sehr fraglich, aber als Annahme ...).

Dann liegt das eigentliche Versagen auf der Hand - es ist der Unterschied zwischen deutschen Coronatoten und den taiwanesischen pro hunderttausend Einwohner (Taiwan als Beispiel für best practice). Oder anders ausgedrückt - man hat sich in Deutschland wie in den meisten entwickelten Staaten entschieden, einen "Mittelkurs" zwischen "Lebensschutz" und "öffentliches Leben aufrechterhalten" zu fahren.

Bedeutet im Klartext, man akezeptiert X Tote pro hunderttausend Einwohner als Preis dafür, Teile des öffentlichen wie wirtschaftlichen Lebens aufrechtzuerhalten. Dann liegt der Unterschied zwischen Schweden und Deutschland offenkundig nur noch in der Zahl der Toten, die man in Kauf zu nehmen bereit ist, nicht mehr im Prinzip!

In der öffentlichen Debatte tun aber die journalistischen, politischen und philosophischen Heuchler so, als wäre der Unterschied zwischen der deutschen und der schwedischen Lösung ethisch fundamental, denn die eine rettet, die andere gefährdet angeblich Leben.

Und das ist - mit freundlichem Verlaub - schlicht zum Kotzen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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@buerger: da sagen Sie was. Denn das ganze Getue um Covid-19 zeigt m.E. vor allem eines: wir als Gesellschaft sind unfähig (geworden) so etwas wie einen gesellschaftlichen Diskurs zu führen, der mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu vereinbaren ist.
Sie werden die gleiche Beobachtung machen, wenn Sie sich das Thema "Klima" ansehen, oder "Migration", und ganz aktuell bei "Gendersternchen und andere Anpassungen der Sprech- und Schriftsprache".

Es ist so, als ob die Leute nicht mehr diskutieren können, jedenfalls nicht sachlich. Argumente sind sowas von vorvorgestern, es zählt die Emotion, die Haltung, das Bewußtsein, was dann Fakten ersetzen oder gar überwinden soll. Jeder einzelne lebt in diesem Hollywood-Kinderfilm, in dem einzig die Motivation oder diese eine emotionale Rede oder dieser eine "Scheiss auf die Regeln" Moment zählt, alle begeistert sind, man dazugehört und von der Gesellschaft angenommen wird, und alles gut ist. Da diskutieren lauter Kinder mit Psychoschaden, so mein Eindruck.
Gleichzeitig bedienen sich die gesellschaftlichen Gruppen, die so gut organisiert sind, dass sie ihre Interessen nicht nur formulieren, sondern auch durchsetzen können, der immer feineren, besseren Analysen des menschlichen Verhaltens, und richten ihre Manipulationsprogramme daran aus. "Presuasion" von Cialdini, "Nudge" von Thaler, legten Methoden offen, die es praktisch schon lange gibt und die lange angewendet werden. Man muss da gar keine CIA oder pixelige Interviewfilme aus den 1980er mit pensionierten KGB Generälen auffahren, die Methoden sind alle klar und offen, man hat sie bei Scientology beobachtet und "Pfui" gerufen, die Politik hat sie bei den "Grünen" und später "Die Linke" angewendet, weil die mal "bäh" waren, und heute wenden Grüne, Linke und die meisten anderen Parteien da auf die AfD an. Anlass und Begriffe ändern sich, die Niedertracht der Methode nicht.

Die große Frage ist, was kann man dagegen tun? Den Deutschen hat man, einst aus gutem Grund, ihren Exzeptionalismus weitgehend ausgetrieben, die letzten Hochtürme (Automobilbau) werden gerade geschleift, die Wehrfestungen (Mittelstand) ausgehungert, und den leisen schleichenden sich Zeit lassenden asiatischen Imperialisten vor die Füße geworfen.

Bildung, eine der wenigen Ressourcen, die sich um so stärker vermehren, je mehr von ihr hat, die ist herunternivelliert. Danisch nennt das "Dummenkult", ich sympathisiere mit dem Begriff. Meritokratische Elemente der Gesellschaft, vulgo das Leistungsprinzip, werden verwischt durch platte Ungleichbehandlung die sich Gleichstellung nennt, oder durch Identitätspolitik, die nur Gruppen und keine Individuen kennt. Und dabei verkennt, dass gerade Deutschland mit Identitätspolitik eher schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Man kann sich selber so verhalten, man kann seine Kinder so erziehen, aber was noch? Früher hätte ich gesagt, Leute, geht in die Parteien und ändert die von innen. Mittlerweile bin ich auch da verzagt. Wo man hinschaut, ist diese Dummheit und Wurstigkeit und Hybris, und man will eigentlich gar nicht mehr, dass es besser wird, sondern wünscht den anderen nur noch, dass sie endlich auf ihre große weit aufgerissene Fresse fallen.

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Chapeau, schön formuleirt und auf den Punkt gebracht.

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ThorHa - ist das Problem nicht eher, dass niemand mehr bereit ist, unbequeme Entscheidungen zu treffen und auch durchzusetzen? Warum verschiedene Länder wie gehandelt haben, und welche Auswirkungen das hatte, wird wohl für die nächsten Jahrzehnte Bücher füllen und viele Menschen in Brot und Arbeit halten - aber schon jetzt scheint klar zu sein, dass es eben nie eine einfache Lösung gab. Die "Experten" wissen natürlich alle besser, wie man es richtig macht ...

Ich glaube, es ist für Menschen sehr schwierig, einen Gegner zu bekämpfen, der streng rational ist und sich eben nicht durch clevere Tricks täuschen lässt. Und als Gesellschaft haben wir wohl verlernt, mit solchen Bedrohungen zu leben.

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gux, von 13:27
""Die Aussage, dass NUR Alte, und solche mit einschlägigen Vorerkrankungen wirklich in Gefahr sind, war auf manchen der sogenannten Verschwörungstheorie Webseiten bereits von genau einem Jahr bekannt." - das war auch schon anderen bekannt."

Selbstverständlich, aber nicht das war mein Thema, sondern die Tatsache, dass Leute die dies veröffentlichten zensiert, gesperrt und staatstragend in den "Qualitätsmedien" als Idioten dargestellt worden. Gleichzeitig hat man mit offensichtlich erlogenen Aussagen der Drosten und Wieler unzählige Male auf bereits duirch die Medien verängstigte Leute eingehämmert.
Ich erinnere nur an die Zahl der all-abendlichen "Neu-Infektionen" zB in Tagesschau, die ja niemals die Zahl der Neu-Infektionen, sondern stets die Zahl der positiven Tests war und, dass dazu NIEMALS erwähnt wurde, dass es bestenfalls ein paar wenige % sind, die tatsächlich daran erkranken werden. Jeder Versuch darauf in einem Kommentar hinzuweisen wurde zensiert!
Die Manipulation und Verdummung benutzten Leute wie Wieler um mit der Mär von einer Verdopplung der Fallzahlen, so weit ich mich erinnere in Woche 13, 14, 15, den Leuten Angst einzujagen. Da die Massenmedien natürlich dazu geschwiegen haben, musste man selber recherchieren um herauszufinden, dass die Ursache der Verdopplung ganz einfach an der Verdopplung der durchgeführten Tests lag! Und die Leute, Fachärzte, die darauf hingewiesen hatten wurden ausnahmslos vom öffentlichen Diskurs ausgeschlossen. Total wegzensiert. Viele der Beiträge in diesem Thread würden in jedem deutschen Forum zensiert!

Und dies ist nur ein Beispiel für die vorsätzliche Verängstigung der Massen.
Sehr viel schlimmer ist die Verlogenheit was die "gestestete" mittel- und langfristige Sicherheit der Vaccine angeht. Und dazu kommt dann der rein politisch motivierte Umgang mit dem russischen Sputnik. Einem konservativ hergestellten Impfstoff, der ja weltweit keinerlei Probleme zu bereiten scheint, dann darauf würden sich die verlogenen Medien ja mit Schaum vor dem Mund stürzen: "Putin ermordet Millionen mit seinem Pfusch Serum!"
Es kostet auch nur die Hälfte, aber die Verbrecher in Berlin und vor allem die Ungewählten in Brüssel müssen halt ihre politischen Verbindungen finanzieren....
So dumm, anzunehmen, dass die paar Maskenskandälchen bei CDU/CSU das einzig Korrupte in diesen aber-Milliarden Covid Business ist, sind leider zu viele. Und selbstverständlich ist das, wie sie ja erwähnt haben, in jedem Lande dieser Welt so.
Man kommt ja mittlerweile ins Grübeln wenn man als Pazifist darüber nachdenkt, ob das chinesische System, das korrupten Offiziellen schon mal hier und da die Rübe abhackt, vielleicht doch nicht gar so schlecht ist....

thorha, 15:17
Sie sprechen mir mal wieder aus der Seele... Das Problem ist, dass diese, natürlich politisch korrekten, einzig zugelassenen Argumente in dieser Diskussion, von den meisten Menschen widerspruchslos und gedankenlos akzeptiert werden, und zB in den ÖRR Talkshows allwöchentlich erneut eingehämmert werden.

greenbowlerhat, 15:33
Wirklich ganz hervorragend zusammengefasst. Ich versteh nur zu gut, dass man an beim Schreiben irgendwann an seinen Blutdruck denkt und lieber Schluss macht. Aber die Frage auf die mich die Antwort interessieren würde ist: Glauben sie, dass diese Entwicklung so von ganz alleine abläuft? Ich kann mich noch daran erinnern, wie vor vielen Jahren (für mich) als erste die Nachdenkseiten auf diese intensive Kampagne zur Verdummung, mittels gleichgeschalteter Meinungsmache und Manipulation hinwies.
Wie kommt es, dass Politik, Medien, digital Konzerne und Finanzwelt da so nahtlos zusammen arbeiten?

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Ein großes Problem in Deutschland ist, daß niemand zuverlässige Zahlen hat - und damit sind solche Diskussionen schwierig. Wenn Sie mit Krankenhausärzten reden, dann sieht das Bild zum Beispiel sehr anders aus - die meisten haben so etwas noch nicht erlebt.

Die Ansicht, dass die meisten positiv getesteten keine Symptome haben oder nicht krank werden, wird nicht unbedingt durch solche Daten bestätigt: die englischen (repräsentativen) Daten deuten auf gerade einmal 30% hin - und rund 20% aller infizierten haben noch Symptome nach 5 Wochen. Das ist natürlich etwas anderes als Sterblichkeit, aber hat das Potential für größere Probleme.

Die Zahl der positiven Tests sind natürlich nicht die Zahl der Neuinfektionen, aber inzwischen ein sehr guter Marker dafür, denn die Zahl der falsch-positiven ist klein. Das Problem ist die Vorhersage - das ist viel schwieriger, besonders, wenn man keine zuverlässigen Daten hat (wie in Deutschland) - und kleine Fehler am Anfang potenzieren sich. Warum es Deutschland nicht schafft, eine zuverlässige Datengrundlage zu erheben, ist eine der vielen Fragen, die kaum jemand stellt (Drosten hat das mal gemacht), weil die Antworten wohl für alle unangenehm sein könnten.

Hier werden seit dieser Woche alle Schulkinder & Familien getestet, in vielen Regionen 2 Mal pro Woche (bei uns hat sich die Zahl der Tests von von 700,000 pro Tag auf 1,400,000 pro Tag verdoppelt), aber die Fallzahlen sind nicht gestiegen. Wenn mehr Tests zu höheren Fallzahlen führt, dann deutet das eher auf ein generelles Problem einer hohn Dunkelziffer hin, oder? Das ist aber eigentlich reine Statistik und nicht sonderlich kontrovers.

Man kann über Sputnik nicht positiv reden, ohne auch über AstraZeneca positiv zu reden - die sind sich vom Prinzip her sehr ähnlich. Es ist doch schön, wenn man hier jetzt mit einer Klappe die bösen Briten und die bösen Russen (und die bösen Schweden) schlagen kann, oder?

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Die verlässlichen CO-19
Daten, gux et. al. der evidenzbasierten hiesigen KKH-Mediziner sagen, dass die Intensivbettenbelegung durch CO-19 im Bereich der üblichen Zahlen lag - nichts besonderes zu vermelden. Hier die Daten des Klinikzusammenschlusses der Evidenzbasierten Mediziner, aufbereitet von dem Medizinpublizisten und Heidelberger Hausarzt Gunter Frank:

https://www.achgut.com/artikel/bericht_zur_coronalage_vom_24.11.2020_gute_nachrichten_schlechte_presse

Dito Schweden. Schweden hatte 2020 0,03% Covid-Tote, das sind ganz genau soviel wie alle sechs Jahre bei einer hefigeren Grippewelle.

Die sauber aufbereiteten Daten hat der Blogger HailtoYou hier:

https://hailtoyou.wordpress.com/2020/11/29/against-the-corona-panic-part-xix-wuhan-corona-vs-previous-flu-waves-sweden-quantified-on-near-final-data-for-2020/#comment-47231

Die verblüffendste neue Entwicklung ist der gleiche Kurvenverlauf der CO-19-Erkrankungen in Florida (kein Lockdown seit November) und Kalifornien (Lockdown).
Ebenfalls verblüffend: Die Sterbezahlen in Schweden für die letzten sechs Wochen sind besser als z. B. die für Deutschland. 

https://twitter.com/fpiatov/status/1365937251096682497/photo/1

Es gibt diesen Artikel auf der ziemlich unverdächtigen Seite Business-World, der bissle die Lage im Überblick zusammenfasst und zu dem Schluss kommt, Lockdowns funktionieren nicht:

https://www.bworldonline.com/its-final-lockdowns-dont-work/

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Herr Kief, dann schauen Sie sich doch einfach einmal die britischen Daten an: gibt es bei coronavirus.data.gov.uk in vielfältiger Form - oder reden Sie einfach mal mit einem Krankenhausarzt und nicht einem Hausarzt. Und die angeblichen 0.03% sind ein derartiger Unsinn, dass es schon fast eine Beleidigung ist, so etwas hier zu zeigen. Sie glauben wirklich, man könnte 0.3 Promille Änderungen zuverlässig bestimmen?

Übrigens, der Heidelberger Hausarzt hat auf einen Bericht gelinkt, der regelmäßig erneuert wird - und jetzt plötzlich genau das Gegenteil von dem sagt, was er behauptet. Seltsam, oder>

Aber wissen Sie was? Reden Sie doch einfach mal mit denen, die betroffen sind - ich vermute, dazu haben Sie nicht den Mut, denn dann würden Sie mit der Realität konfrontiert. Ich denke, ein Joschka Fischer Zitat wäre hier durchaus angemessen.

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gux, es sind die
offiziellen Sterbedaten für 2020 für Schweden, also für das erste Jahr ohne Lockdown. - Ergebnis: Nichts besonderes - einfach die Zahlen eines heftigen Grippejahres, und das war's.

Die Prognosen von Neil Ferguson/Imperial College London vom Frühjahr 2020 für Schweden sind also empirisch widerlegt - er hat sich um Größenordnungen verhauen als er (u. a. für Schweden) eine Katastrophe vorhersagte, denn nichts dergleichen ist eingetreten, wie wir nun empirisch abgesichert sehen können.

Auch die von mir oben verlinkten ziemlich parallelen Ablebekurven für Deutschland und Schweden sind ofiizielle Zahlen, dut ma Leid, isch kann nix mache.

Do is noch ä gründlichi Unnersuchung wege Lockdown:

https://cspicenter.org/blog/waronscience/the-case-against-lockdowns/

- Ergebnis: Dä Lockdwon bringt ned viel und: Wird nicht seriös debattiert, denn zu einer serösen Debatte der Lockwdwon-Effekte gehört zwingend eine Cost-Benefit-Analyse, die leider strikt verweigert wird.

Hier eine Graphik zu den aktuellen Sterbedataten in Schweden verglichen mit den letzten Jahren

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Lieber Herr Kief, was soll's? Sie lassen sich nicht überzeugen,

In Schweden sterben pro Jahr rund 90,000 Menschen (so sagen es Ihre Daten), 0.03% davon sind 27. Sie meinen wirklich, nur 27 Menschen in Schweden seien an COVID gestorben (der Artikel, der das behauptet, ist übrigens von Juni 2020).

Laut 'ourworldindata' gab es in Schweden seit März etwa 13,000 Tote durch/mit COVID, das sind 14% - zum Vergleich, in Dänemark sind es etwa 4%. Man sollte Zahlen immer ein wenig auf ihre Plausibilität prüfen, oder?

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@tdv: sehen Sie, da liegt eine gewisse Schwierigkeit. Die Versuchung ist natürlich groß, da einen bösen Plan hinter zu vermuten, zumal die "Verdummung" ja auch anderswo wie z.B. in den USA zu beobachten ist.

Ganz, ganz, grob (!!!): für viele Menschen ist das Leistungsprinzip und die Konformität mit ausgesprochenen oder stillschweigend vorausgesetzten gesellschaftlichen Normen (also Gesetzen aber auch Moral) nicht mehr notwendig zum Überleben. Schwache werden geschützt, ohne dass nach der Ursache für die Schwäche gefragt wird. Es gibt wenig bis keinen Anpassungsdruck, auch für jene, die sich nicht einfügen wollen. Manches kommt wohlmeinend in Gestalt von Sozialleistungen daher, manches in Form einer Duldung von Verstößen bzw. der Richtdurchsetzung von Regeln.

Überhaupt, Regeln - die fein ausdifferenzierte aber ungeschriebene Moral ist in weiten Teilen ersetzt worden durch unglaublich komplexe geschriebene Regeln, also Gesetze, so dass man heute in vielen Gesellschaften praktisch keinen Tag verbringen kann, ohne in irgendeiner Form gegen eine geschriebene Vorschrift zu verstoßen. Gesetze wirken aber nun mal unterschiedlich - es ist meistens erlaubt, was nicht verboten ist, während Moral auch da ein "das tut man nicht", oder ein "das gehört sich so" vorsehen kann, wo es kein Gesetz gibt.

Wir ersticken uns selbst in Komplexität, wir haben Mitleid und fühlen uns gut dabei, und, ja, wir akzeptieren auch die halbgaren Rechtfertigungen der Versager. Die unter anderen Umständen nicht überlebt hätten oder sich angestrengt angepasst hätten. Letztlich Darwinismus in Reinform. War wieder mal belegt, es geht auf Dauer nicht gut, zu ignorieren was die Natur so vorgesehen hat. Änderungen müssen da langsam, schleichend gehen.

Also: wir suchen ein wenig verloren den Mittelweg zwischen Freiheitlich-Demokratischer Grundordnung und der Verantwortung, mit dieser Freiheit so umzugehen, dass es für uns und die Gemeinschaft das Beste ist - verlieren aber immer mehr den Weg, weil einerseits Wohlmeinende uns einflüstern, wir müssten doch nur Verantwortung für uns selbst und eigentlich noch nicht mal das übernehmen, es sei ja gesorgt für alle. Andererseits können Teile der Bevölkerung, vor allem die, die den Großteil des Reichtums bei sich allokiert haben, mit Freiheit für alle so gar nichts anfangen und ziehen die Berechenbarkeit von abhängigen Konsumenten vor.

Sie sehen, ich eiere auf der Suche nach Ursachen. Sind es die "Alt68er"? Zum großen Teil ja, also die Spuren die sie hinterlassen haben, die Leute damals sind da meist über 70, manche nähern sich den 80.

Sind es Psyops? Vermutlich, von jeglicher Seite.

Ist es der Zerfall der westlichen Gesellschaft die in Dekadenz versinkt? Vielleicht auch, denn der einigende Faktor eines gemeinsamen äußeren Feindes, der vielen Einrichtungen und Menschen erst einen Lebenssinn gegeben hat, fehlt.

Ist es die Informationstechnologie? Vielleicht, weil sie Arbeitskraft freisetzt, die eben nicht von neuen Berufen aufgesogen wird. Die träumerische Idee (auch der BGE-Befürworter) des edlen Künstlers, Literaten, Arschabputzer im Altenheim oder Müllentleerers der sich seinem Traumjob nur deshalb verweigert, weil er wegen seiner wirtschaftlichen Nöte als Programmierer arbeitet, die sind soviel Quatsch wie Unfug.

Wir leisten uns verdeckte Arbeitslose, wie Danisch und auch das Team Klein/Diefenbach immer wieder schön darstellen, und die haben handfeste, existenzielle Interessen an so manchem, was wie hier im grünen Salon als quatsch bezeichnen.

Aber wird das alles gelenkt? Gibt es den großen bösen Plan? Am Ende Herrn Soros, der aus dem SPECTRE Luftschiff seine Agenten steuert?

Letztlich sind es viele Elemente, viele Interessen, viele Entwicklungen die da reinspielen, und ja, da wäre auch noch Platz für eine Verschwörung, aber ich fürchte, es geht auch ohne sie. Der Mensch braucht nicht immer einen Plan, um sich dumm oder schlecht oder schädlich zu verhalten.

Vielleicht ist es sogar ganz klug, demütig zur Kenntnis zu nehmen, dass sehr vieles in einer Gesellschaft sich eben ohne Plan entwickelt, und das zumindest manchmal auch gut so ist. Und genau dies den Überfürsorglichen Planern entgegenhalten, die unsere Sprache beherrschen wollen, indem sie Worthülsen und Metaphern besetzen und umdefinieren, indem sie Rechtschreibung und Rechtschaffenheit permanent umdefinierten, und allen suggerieren, sie und einzig sie hätten den Plan, wie es weitergeht, nein - alternativlos weiterzugehen habe.

Während die schweigende Mehrheit seufzt, und eigentlich auf eine wirkliche Führungskraft, einen Anführer wartet. Der freilich einen Augiasstall zu putzen hätte. Und der sich eben nicht als Held, sondern als eine Inkarnation des Haider entpuppen könnte

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Dieser Rattenfänger wird irgendwann kommen. In Gestalt eines deutschen Erdogans,Trunps, Johnsons, Haiders, Tsipras oder LePen.

So ähnlich endete auch die römische Republik. Dass Caesar eine historisch positiv besetzte Figur ist, verstehe ich in dem Zusammenhang bis heute nicht.

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Warum wird eigentlich Johnson immer mit Trump verglichen? In vieler Hinsicht sind das sehr unterschiedliche Menschen. Johnson ist nicht viel anders als Blair oder Cameron. Er ist sehr gut darin, sich zu verkaufen, aber das sind die meisten Politiker. Aber zumindest im Gegensatz zu Trump, Haider und LePen hat er es gerade nicht nötig, Stimmen dadurch zu gewinnen, dass er Ausländer oder 'undesirables' ausgrenzt - generell folgt er in vieler Hinsicht eher einem Liberalismus.

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Warum wird eigentlich Johnson immer mit Trump verglichen?
Weil er für die Umsetzung des Brexit gewählt wurde und das auch getan hat, nachdem Theresa May da eher wie das Ei im Eierlikör ranging. Und Trump mit seinem MAGA auch für einen anderen Kurs sorgte. Das sind die Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung, zumindest für Johnsons Anfangszeit.
Inzwischen, da gebe ich Ihnen recht, wirkt Johnson sehr "durchschnittlich", wie Merkel Macron Kurz et alii...

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Dass Caesar eine historisch positiv besetzte Figur ist, verstehe ich in dem Zusammenhang bis heute nicht.
Das hat wohl lt. Armstrong damit zu tun, daß er dem römischen Imperium tatsächlich eine neue politische Form gab (die noch 300 bzw. im Osten 1300 Jahre hielt), nachdem die zur reinen Oligarchie gewordene Republik sich in ständigen Bürgerkriegen und völlig abartigen Kalenderverirrungen (damit X die Wahl gewinnt, schiebt man Y Schalttage ein) "aufrauchte".

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@greenbowlerhat: sie fassen die Stimmung und die herumschwirrenden Fragezeichen über den Köpfen gut zusammen, nur bezüglich "die schweigende Mehrheit wartet auf einen Anführer" bin ich anderer Meinung, denn die wartet mE auf den endgültigen Zusammenbruch, nicht den Anführer (also eher sowas wie 1919 oder 1946 als wie 1917 oder 1933).

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Beleidigen Sie bitte unseren PM nicht - mit Merkel muss er sich nun wirklich nicht vergleichen lassen. Können Sie sich Frau Merkel vorstellen, wie Sie an einem Draht über London hängt und fröhlich mit Deutschland-Flaggen winkt?

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Beleidigen Sie bitte unseren PM nicht - mit Merkel muss er sich nun wirklich nicht vergleichen lassen.
Ja gut, bis man das endlich kann, braucht er noch viele Jahre Sitzfleisch.
Können Sie sich Frau Merkel vorstellen, wie Sie an einem Draht über London hängt und fröhlich mit Deutschland-Flaggen winkt?
Äh - ja?
Ich habe zwar wenig Phantasie, aber Vorstellungsvermögen schon.

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@gux, weil sie nicht so recht glauben wollten, daß es Einschüchterungsversuche gibt - gerade das da auf Danisch gefunden: https://www.danisch.de/blog/2021/03/11/linker-hausbesuch-mit-folter/

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colorcraze - ich glaube Ihnen gerne, dass es Einschüchterungsversuche gibt; aber läßt sich das wirklich verallgemeinern? Das kling schon ein wenig nach dem Ende von Weimar. Allerdings fällt mir auch auf, dass Auseinandersetzungen immer härter ausgetragen werden: unter der Vernichtung des Gegners geht es nicht. Hier gab es das mit dem Brexit, wo Familien (und Freundschaften) daran zerbrochen sind - das habe ich nie verstanden, aber das liegt vielleicht an meiner Jugend: auch wenn es da zum Teil sehr radikale Meinungsunterschiede gab, war allen klar, dass Familie und Freunde wichtiger sind.

Ihr Vorstellungsvermögen teile ich leider (oder zum Glück?) nicht - mir ist allerdings Johnson doch lieber als Merkel.

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@Gux, danke, aber ich kann Ihnen mal wieder nicht folgen. "Ein großes Problem in Deutschland ist, daß niemand zuverlässige Zahlen hat...." Für mich wird es da erst interessant, wenn man sich fragt, warum das so ist. Zufall? Inkompetenz? Vorsatz??? Die einzig schlüssige Erklärung für so vieles, scheinenleider mal wieder nur so manche Verschwörungstheoretiker zu haben. Leider beweist das natürlich gar nichts. Nur, andere Erklärungen findet man nirgends und versuchte Diskussionen dazu führen zu Zensur. Wie erklären Sie sich das alles ?

"Man kann über Sputnik nicht positiv reden, ohne auch über AstraZeneca positiv zu reden -"
Nochmal: In Südafrika liegt Astra Zenecas Wirkung bei zwischen 60 und 21%, die von Sputnik wird weltweit mir 92% angegeben. Man sollte Zahlen, nur weil sie einem missfallen, nicht ignorieren
Welche Varianten wir jetzt, bzw: wo, haben ist unwesentlich, gerade Sie wissen doch sehr gut, dass die Zukunft, was die Änderungen des Virus angeht, eher nicht so gut aussieht.

"...bei uns hat sich die Zahl der Tests von von 700,000 pro Tag auf 1,400,000 pro Tag verdoppelt), aber die Fallzahlen sind nicht gestiegen." Dass sich die Fallzahlen am Anfang einer Epidemie anders verhalten, als nach einem Jahr der Durchseuchung ist nur logisch.
Wieso die Fallzahlen steigen sollen, wenn man stets dieselben Personen testet ebenfalls. dann erhält man zwar tatsächlich Zahlen von Neu-Infektionen, aber über Änderungen bei der Zahl der Infizierten Symptomlosen sagt es nichts aus
Im von mir angeführten Fall hatten sich die Zahlen, wie Wieler selber zugeben musste, aber tatsächlich verdoppelt und zwar WEIL doppelt so viele Tests durchgeführt worden waren.
Selbe Frage: Zufall? Inkompetenz? Vorsatz???
Auch wenn jemand nur Tierarzt war, kann man doch davon ausgehen, dass da Vorsatz im Spiel war. Falls Sie selber dazu keine anderen Erklärungen haben, welche Schlüsse ziehen Sie dann daraus?

off this topic fragen sie: "Können Sie sich Frau Merkel vorstellen, wie Sie an einem Draht über London hängt und fröhlich mit Deutschland-Flaggen winkt?"
Wenn sie die letzten sechs Worte weglassen, tu ich das gerne...


@greenbowlerhat "... ich eiere auf der Suche nach Ursachen." Occams Rasiermesser dürften Sie kennen? Ich weiss nicht... sehen Sie, dass in den letzten 20 Jahren eine enorme Umverteilung von unten nach oben stattgefunden hat und, dass diese in Zukunft weitergehen wird? Ist die für Sie einfach so passiert? ooops? na sowas?
Sie kennen ja die Aussage von Soros, dass es einen Krieg zwischen Reich und Arm gibt und, dass seine Seite, die Seite der Reichen diesen Krieg gewinnt? Sie sehen die aburde Verschuldung von Staaten und Banken? Sie sehen die Macht von Digital Konzernen und Finanzwelt? Sie wissen was Surveillance Capitalism ist?

Ich stimme Ihnen zu, dass in dieser Welt ein barbarischer Sozial-Darwinismus herrscht. Aber ich kann keinen Fortschritt darin erkennen, alles was man an zivilisiertem Miteinander ín den Gesellschaften des Werte-Westens seit 1945 geschaffen hat, durch Habgier, Machtmissbrauch und massivste Korruption wieder zu zerstören. Diesen Fortschritt nennen sie Dekadenz?

Ich glaube im Gegensatz zu Ihnen nicht, dass " die Natur [irgendwas] vorgesehen hat". Wenn überhaupt, so hat sie einfach alles das vorgesehen, was in der Realität abläuft. Und ich glaube nicht, dass es die Natur war, die vorgesehen hat, dass in DE, einem der reichsten Länder der Erde, in der letzten Woche jedes Monats etlichen tausend Kinder inkompetenter alleinstehender Mütter/Väter keine ?2 mehr fürs Schul-Mittagessen zur Verfügung stehen. Es scheint mir eher ein perverser Auswuchs einer Demokratie zu sein, deren Mitglieder, und vor allem deren Urnenpöbel, es sich in der Ellbogenwelt der einer Gesellschaft eingerichtet hat, in der Habgier der letzte verbliebene Wert geworden ist. Ich habe mit einer Gesellschaft nichts gemein, in der sich das mittelmässige, linke und rechte Spiessertum anmassen darf, darüber zu entscheiden wer der Hilfe Wert ist, und wer halt krepieren soll...
Darwinismus hat nicht das Geringste mit Teleologie zu tun. Darwinismus "ist" einfach nur....

Da das gesellschaftliche Leben mittlerweile mehr und mehr so wird, wie sie es beschreiben, nehme ich dies zur Kenntnis und überlege mir dazu es nötig ist für mein Leben irgendwelche Konsequenzen aus dieser Entwicklung zu ziehen.
Selbstverständlich steht es ihnen frei in dieser Entwicklung etwas positiv zu sehen. Aber mich widern diese Zustände an, mich widern Politiker und Regierungen die solche Zustände zulassen an, und mich widern Leute an, die ohne Not solches Pack wählen.
Vielleicht gehören Sie ja zu denen "ganz oben"? Falls sie es aber nur in den Mittelstand geschafft haben, wissen sie ja sicher welche Zukunft die "Entscheider" für sie vorgesehen haben...
"... dies den Überfürsorglichen Planern entgegenhalten, die unsere Sprache beherrschen wollen, indem sie Worthülsen und Metaphern besetzen und umdefinieren, indem sie Rechtschreibung und Rechtschaffenheit permanent umdefinierten, und allen suggerieren, sie und einzig sie hätten den Plan, wie es weitergeht, nein - alternativlos weiterzugehen habe."
Völlig richtig, nur, wie sie sehen haben die "Entscheider" in unserer globalisierten Welt, keine grösseren Probleme diese Leute und ihre Ideen in ihre Interessen einzubauen. Denn es erlaubt ihnen ihre "Arbeit" mit dem Zauberwort des 21.Jahrhunderts "alternativlos" durchzuziehen.
Ganz wie colorcraze es ja schreibt, es wird zu einem gewaltigen Zusammenbruch geben...

@colorcraze...: Sie schreiben: "... Inzwischen, da gebe ich Ihnen recht, wirkt Johnson sehr "durchschnittlich", wie Merkel Macron Kurz et alii..." Das stimmt natürlich. Aber heisst das nicht eigentlich, dass wir in echt repräsentativen Demokratien leben?

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@tdv - das liegt wohl an mir, Sie sind nicht der einzige, der manchmal Probleme hat, mir zu Folgen; ich bemühe mich!

Warum man keine besseren Zahlen in Deutschland hat weiss ich auch nicht. Es ist nicht schwierig und man könnte das recht einfach machen - aber ich verstehe vieles nicht. Man hat Sorgen, mit Schnelltests die Fallzahlen zu erhöhen - man könnte doch ganz einfach die Werte getrennt voneinander betrachten (so macht man das hier). Ich denke, die Zensur ist der Unfähigkeit geschuldet, sich mit anderen Argumenten auseinander zusetzen - das ist durch soziale Medien natürlich viel einfacher geworden, und vielleicht ist das ein Grund? In einer Diskussionsrunde, in der man die Personen direkt vor sich hat, ist so etwas viel schwieriger.

Was den AZ Impfstoff angeht: es ging mir mehr um die Methode als den eigentlichen Impfstoff - beide beruhen auf dem gleichen Prinzip. Ich erinnere mich noch, dass mRNA Impfungen etwas ganz schlimmes waren - aber ehrlich gesagt wäre es mir ziemlich egal, welchen Impfstoff ich bekomme. Und anpassen lassen sich die Impfstoffe alle - das wird dann wohl wie bei der Grippe eine jährliche Wiederholung, bis es vielleicht einmal einen Universalimpfstoff gibt (und da bin ich auch skeptisch, wer sollte den entwickeln wollen?).

Wenn ich mich zum weiteren Text äußern darf: ist die Mittelmäßigkeit nicht genau das Problem jeder Demokratie? Man vermeidet extreme und nährt sich dem Durchschnitt. Und wer selbst nur Durchschnitt ist, will diesen Zustand auf jeden Fall beibehalten.

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"Können Sie sich Frau Merkel vorstellen, wie Sie an einem Draht über London hängt und fröhlich mit Deutschland-Flaggen winkt?"

Das hier ist das-->Fanvideo eines Borisfans, um seine Genesung im April 2020 aufs Albernste zu feiern und dem Pflegepersonal und dem NHS zu danken. "Boris took Hydrochloroquine."

So was für Merkel? Sie hat die großartige Szene, wie sie Hermann Gröhe nach dem Wahlsieg 2013 auf der Bühne die Nationalflagge wegnimmt, ein kleines Fähnchen, und es angewidert von der Bühne schmeißt.

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Ach fritz, natürlich gibt es keinen aktuellen Anlaß dazu, eine mit Deutschlandfähnchen winkende Merkel-Pappfigur in London aufzustellen, aber daß es machbar wäre, werden sie mir doch zugeben.

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Wieso London? Von meiner Warte sieht es aus, als sitzt da schon ne Merkel-Pappfigur in Berlin und macht Rauten.

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@fritz: das ist doch gerade die Schwierigkeit daran.

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Der Untergang wird
kommen, und wir werden sagen können, wir waren unter denen, die gesagt haben, dass sie ihn kommen sehen. - Das ist eine sehr konventionelle rhetorische Figur. Isch winke bissle enttäuscht über soviel unfrohe Lust am Immergleichen mit dem Deutschlandfähnchen nach GB, hehe.

Die Müden sind müde und murren über Pläne, die zunichte wurden und das dräunede Ende, während die Bösen (De Tyffel!) voller Energie sind und unverdrossen nach ihrer Chance suchen. - Das ist ja dieses alte Lied/Leid, das William Butler Yeats so zusammenraffte: The best lack all conviction /While the worst are full of passionate intensity.

...hanging on in quite desperation / It's the English Way / The end is near this song is over / I thought I'd something more to say ... - - - TIME // The Dark Side of the Moon - - - lautete das weltweit gefeierte britische Pop-Echo von Yeats' Apocalypse light. Das war natürlich schön. Ein "Unverdientes sanftes Ende" des letzten Jahrtausends eigentlich, so der alte HH-Haudegen Hermann Peter Piwitt. - Nun gut: Wie dieses Jahrtausend endet, werden wir nie erfahren. "Tragisch!", sagen Teenager gerne mit ironischem Augenaufschlag in solchen Fällen, nedwahr. - "Immer lustig!" - Guru-Guru.

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Das mit dem Untergang sollten Sie ganz entspannt sehen. Bei etwas 7-8 Mrd Menschen ist die Wahrscheinlichkeit, dass es den Menschen wie den Dinosauriern geht, nicht sehr gross. Ein paar werdens überleben, die Klimakatstrophe, die Politikkatatstrophe, The GreatReset, die Invasion der Aliens oder der Bohlenexit, was immer nun den Untergang bedeutet, so ganz speziell, für den jeweiligen. Und nach ein paar hundert Jahren ist dann der Untergang Geschichte, sowie das Mittelalter oder die Steinzeit aus heutiger Sicht.
Bis dahin ist die Haltung der Titanicpassagiere (Schiff nicht Zeitschrift) zu empfehlen.

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Den Apocalypso
auf der Titanic tanzen - schon besser buerger... Apropos: eines der sehr guten Bücher von Hans Magnus Enzensberger heißt: Der Untergang der Titanic - Eine Komödie. Der Untertitel ist irreführend - eine Eulenspiegelei. Es handelt sich um einen Gedichtband - und der ist noch immer die Zeit der Edlen wert - Howgh!

Enzensberger hat dies schmale Buch nicht zuletzt als Therapeutikum geschrieben, weil ihn die - - - - ewigen Weltuntergangsprophetien seiner Genossinnen und Genossen - gelangweilt (!!!) haben (das war damals noch so à la, hehe: Sahra Wagenknecht usw. - - - der Kapitalismus als notwendig havarierend aufgrund innerer systemischer Widersprüche, die "da Koal Moax" (Günther Nenning / neues forum) allesamt bereits im 19. Jahrhundert haarklein aufgezeigt zu haben glaubte...

Den Kapitalismus gibts noch, nur den real existierend Sozialismus hats Gott (und Michael Segejewitsch Gorbatschow - und Ronald Reagan, nedwahr) sei Dank derbröselt.

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dk "DEN" Kapitalismus gibts noch...?
Lesen sie mal bei Shoshana Zuboff nach, falls sie den Knall tatsächlich nicht gehört haben....


@gux
@gux, "Warum man keine besseren Zahlen in Deutschland hat weiss ich auch nicht." Wenn man nur über das spricht was man tatsächlich weiss, gäbe es kaum noch Unterhaltungen. Aber wenn man dann schliesst, dass es nur Inkompetenz, oder wie ich es nenne Dummheit ist, weil der Gedanke, dass Vorsatz sich nicht mit dem eigenen Staats-Verständnis vereinbaren lässt, dann hat man das Denken aufgegeben. Herr Wieler zB ist nicht inkompetent, er lügt und manipuliert vorsätzlich! Der SPD Futzi, der vor lauter Aufregung über seine unerwartete Popularität nicht mal mehr seine Fliege findet, ist ein Witz.
Tatsächliche Diskussionen, in denen einleuchtender Widerspruch gegen die Staats/Konzern-Version würde, wird vorsätzlich und durch Macht Missbrauch und Zensur verhindert.

Was den AZ Impfstoff angeht, so spricht die wachsende Zahl der Länder die ihn ablehnen, eine recht deutliche Sprache. Deren Spezialisten sind nicht viel dünner als unsere/ihre. Die südafrikanischen Tests kann man einsehen. Und ich will zwar kein neues Fass aufmachen aber ich gehe davon aus, dass auch ihnen die Existenz von reverse transcriptase ein Begriff ist.
Die Frage ob ich mich mal impfen lasse stellt sich mir nach wie vor nicht, obwohl ich zumindest theoretisch zur grössten Risiko Gruppe gehöre. Alter allein ist keine Todesursache.. Ausser dem konservativen russischem Impfstoff käme aber derzeit sowieso keiner in Frage. Es hatte einen guten Grund, warum Impfstoffe mal auf mittel- und langfristige Nebenwirkungen getestet werden mussten, bevor man sie millionenfach spritze...
Jede Impfung ist ein Eingriff ins Immunsystem und so hat auch diese offensichtliche grössere Folgen für die Heranzüchtung von Mutanten und Varianten. Wenn sie Lancet und jama lesen, dann wissen sie so gut wie ich, dass praktisch täglich neiue Versionen gefunden werden.
Die Vorstellung, dass sich Leute einmal jährlich, oder öfter ein Update spritzen lassen sollen, ist lächerlich.

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tdv cum grano salis, ok
aber damit würde ich dann sagen: Jawoll, es gibt ihn vierlerorts noch, den Kap'talismus, mit Börsen und Innovationen und Ausbeutung und einer gewaltign, so in der Weltgeschichte noch nicht gesehenen Güterproduktion und allem drum und dran!

Die kürzeste Definition des Kapitalismus stammt meiner Meinung nach nicht von Soshanna Zuboff, sondern von dem sehr weltweisen P. J. O'Rourke. Und sie lautet: Im Kapitalismus geht's darum, dass man Dinge geregelt kriegt (capitalism is about getting things done). - Sie sehen: Da hat einer seinen Wilhelm von Occkham durchaus studiert mit heißem Bemüh'n - - - - genau wie auch Steve Sailer, iwwerischens. Sailer, Sie und ich - wir drei. sonst wüsst' ich momentan Keinen, der auf den Wilhelm von Ockham anderswo zu sprechen käme, von Spezialisten wie Kurt Flasch und Heinz Schilling und so mal abgesehen. Ok und Jürgen Habermas, der Wilhelmen zubilligt, entscheidend mitgewirkt zu haben an der Kritik des theokratischen Allmachtsanspruchs der hochmittelalterlichen Refompäpste - und darüber hinaus an der innerkirchlichen Hierarchie. Indem er, so immer noch der Dr. Habermas, die kirchliche Autorität zurückgebunden habe an die Gesamtheit der Gläubigen und damit das Fundament der modernen Demokratien zu mauern half... Jaja, Wilhelm und Jürgen, ein erstaunliches Paar, nedwahr. (Jürgen Habermas, S. 874 ff. iwwerichens in seinem letzten Buch von 2o19 - Auch eine Geschichte der Philosophie).

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@dk. Ich sehe, sie haben den Knall ja doch nicht gehört?
"Im Kapitalismus geht's darum, dass man Dinge geregelt kriegt..."
Sie werden doch nicht ernsthaft behaupten wollen, die Gates, Jobs, Zuckerberg & Co seien ausgezogen die Dinge geregelt zu bekommen? Es ist fast schon Dialektik, wie denen der Kapitalismus und seine Regelung der Dinge, so ganz nebenbei, so ganz von alleine in den Schoss gefallen ist.
Dass sich die Politik mit ihrem Kopieren der Datensammelwut, und dem Arbeiten an der Total-Überwachung der Untertanen, an diesen Trend anhängt war zu erwarten. Von all den "Qualitäts"-Medien, die plötzlich ohne Markt da standen, ganz zu schweigen.
Es sind die Digital Konzerne die im heutigen Wirtschaftssystem des Surveillance Capitalism die Entscheidungen treffen, und sie tun das ganz gewiss nicht zum selben Zweck, wie das im ex-Kapitalismus mal war.
Die müssen nicht mal mehr was regeln, wie einst Verbrecher wie die Ackermänner oder Piechs, oder deren Nachfolger, jene erbärmlichen heutigen Prototypen deutscher Politiker, die Masken-Abzock-Fuzzies aus CDU/CSU... (Die von der SPD und den Grünen sind halt zufällig nochnicht erwischt worden...)
Ich finde es auch erstaunlich, dass Sie Gedanken an Kirchen und Gläubige verschwenden... Jemand, dem man ein Bild von einem Herrn Wölki zeigt, und der dann immer noch nicht vom Glauben abfällt, dem ist nun wirklich nicht zu helfen.
Religion ist heute das, was die social Media Zombies für politisch korrekt und woke halten.
Jeder abweichende Gedanke fällt der heutigen Inquisition der Cancel Culture zum Opfer. Was glauben sie denn was hier los sein wird, wenn die Masse der deppen mit ihrem Glaubensbekenntnis von Merkel, Spahn und Drosten im Kopf gar nicht mehr anders können, als einzusehen, dass man das böse, böse Virus letztlich doch nicht so wirklich unter Kontrolle kriegt? "Die Dinge geregelt kriegen..." Echt?

Wenn ich ein Philosoph wäre, ich täte das, was ich sowieso seit ein paar Jahren tue. Ich sehe den interessantesten Film, der zu meinen Lebzeiten gerade jetzt gezeigt wird. Klimawandel... Finanzkollaps... "Mörder"-virus... maskentragende Zombies überall... eine ganze Generation Nachwuchs, die gar nicht wusste, dass ausser Merkel auch jemand anderes Kanzler sein kann.
Der Wilhelm hat noch immer Recht. Der Jürgen hingegen war immer schon nur ein Beleg dafür, dass weisse Haare ein Zeichen von Alter, und keines von Weisheit sind. :-)

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@colorcraze
Ich kanns nicht beurteilen, gut möglich, dass Danisch mit seinem Kommentar zum politisch korrekten Terror zumindest faktisch die Wahrheit schreibt. Es ist mir auch völlig egal
Nur... Ihm hat alles Linke immer schon missfallen. Und nun missfällt ihm dieses.... ergo, das sind per Definition Linke? Genau so etwas entlarvt Dummköpfe...

Danischs Kommentare sind meist ungewollt System stabilisierend. Wohl weil er recht gut vom Status Quo lebt.
Da kann er es natürlich nicht gut finden, wenn es auf einmal jede Menge Leute gibt für die eine Einteilung in rechts und links etwas Vorsintflutliches ist und seine Einsichten einfach nur lächerlich finden. Diese Leute sind im Besitz der reinen Wahrheit. Ihre Likes auf facebook bestätigen es ihnen. Mehr braucht man heute nicht mehr....

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tdv - unterschätzen Sie
vielleicht die Religion? - Schauen Sie mal hier:

https://www.unz.com/isteve/bibi-my-border-wall-kept-a-million-illegal-migrants-from-africa-causing-israel-to-collapse/

Die Sache ist aus Benjamin Netanjahus Sicht einfach: Wer die fasche Religion hat, wandert in Israel nicht ein. Er sagt, dass es hier um die Überlebensfähigkeit Israels gehe, da unregulierter Zuzug aus Afrika das Land zerstören würde.

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Dk: es geht da nicht nur um Religion, sondern auch um Zugehörigkeit zu einem Volk/Stamm/whatever. Reilion ist da bestenfalls Beimischung.

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@dk
Glauben sie mir, ich bin einer der letzten die die Religion unterschätzen würden. Gerade die drei monotheistischen Religionen sind die perversesten Verbrecherorganisationen die die Menschheit je heimgesucht haben...

Was Israel angeht, so weiss ich, dass Zugehörigkeit zum Judentum ausschliesslich von der Mutter abhängt. Hat sich da was geändert?
So weit mir bekannt ist das grösste Problem der afrikanischen Zuwanderer keineswegs die Einreise, sondern arabische Stämme vor der Südgrenze Israels, die vom Verkauf von "Ersatzteilen" leben?

Ich gestehe, dass mich Israel nicht sonderlich interessiert.
Es gehört meiner Meinung nach zusammen mit den USA und Saudi Arabien (mit seinen Wahabiten) zu den drei grössten Verbrecherstaaten weltweit.

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Tja :-).

Dieser Gesprächsfaden markiert sehr schön, wo tdv aus meiner Sicht (und ich aus seiner) falsch abgebogen sind.

Während sich unsere Gesamtbeurteilung der Menschheit nicht so grossartig unterscheidet, bin ich in einigen Kernfragen schlicht völlig anderer Auffasung als tdv.

1) Er sieht Absicht und Böswilligkeit, wo ich nur Unfähigkeit, Verwirrung, Egoismus und Dummheit verorte.

2) Erhält die monotheistischen Religionen für reine Grossverbrecher, ich dagegen nach einem Blick in die Geschichtsbücher grosso modo für Agenten des menschlichen Fortschritts, obwohl ich Agnostiker bin (und bleibe). Gegenüber dem Tengriismus oder dem Baal-Kult ist das Christentum ein intellektueller und ethischer Fortschritt.

3) tdv sieht nur noch Zeichen des um sich greifenden allgemeinen Niederganges (das ist vermutlich eine Alterserscheinung), während ich durchaus gemischte (und im Ergebnis knapp positive) Zeichen erkenne, wenn man für die gesamte Menschheit die Bilanz von 2020 gegenüber 1950 zieht.

Und das war´s im Kern auch schon. Was uns unterscheidet ist eigentlich sehr einfach - sein Anspruch an die Menschheit und ihre Funktionseliten war und ist weit höher als der meine. Was IMHO schon seit jeher den Hauptunterschied zwischen skeptischen Konservativen und enttäuschten Linken ausmacht :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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@thorha
Ich fände das richtig gemein von Ihnen alles zu verraten, wenn ihre Diagnose denn wirklich korrekt wäre.... :-)

zu 1.
Haben sie in der letzten Woche irgendwelche Nachrichten zu ein paar CDU Abgeordneten zur Kennntnis genommen? Und... ist der Übergang vom Egoismus zu Absicht und Böswilligkeit nicht sehr viel fliessender, als sie ihn sehen wollen?
Finden sie es erstens richtig, und zweitens unvermeidbar, dass Lobbyisten ihre Büros mittlerweile direkt im Bundstag haben?

zu 2.
Hier sieht man den Unterschied zwischen uns in der Tat deutlich. Meine "Religion", wenn man ihn denn so nennen will, ist Zen. Noch nicht mal der Buddhismus findet vor meinem Skeptizismus noch Gnade. Für den ist menschliches Lebens immer Leiden. Für mich ist Leiden, wie bei Ihnen sicher auch, eine Folge von Dummheit. Je mehr man sich ins "Aussen" verstrickt, umso mehr wird man leiden.
Sie ziehen es vor unangenehme Erscheinungen lieber mit noch grösseren Übeln zu vergleichen. Ich hingegen vergleiche die Realität, also auch die Religionen, mit dem was zB mir, und damit allen, möglich ist.
Ich bin keíneswegs ein enttäuschter Linker. Die, die mich enttäuscht haben, waren keine Linken. Ein Schröder oder gar ein Schwein wie Müntefering sind keine Linken. Linke Spiessbürger sind genau so wenig Linke, wie rechte Spiessbürger Konservative sind!
Wenn überhaupt, sind Leute wie Wagenknecht links... und Helmut Schmidt konservativ...
Wie bei den Religionen, vergleichen sie auch die Realität der Linken in der BRD oder Deutschland nicht mit dem was möglich wäre. Sloterdijk, der wie ich bei derselben Sekte war, hat den Begriff konservativer Linker geschaffen. Jemand, der sich zugleich gegen dumme, Menschen-beglückende, Experimente richtet, aber eben auch zur Kenntnis nimmt, dass in einem reichen Land wie DE einige zehntausend Kinder in der letzten Woche jedes Monats keine zwei Euro mehr fürs Mittagessen in die Schule mitnehmen können... Da gibts kein dummes konservativ/reaktionäres Geschwätz zur "Eigenverantwortung", solange dies gleichzeitig ein Land ist, in dem absurde, geradezu pervers hohe, leistungslose Einkommen bei Bankern, oder Figuren wie Frau Kladden akzeptabel sind!
Nur wo man zB in der Politik den ehrlichen Versuch erkennen kann, die Dinge zum Vorteil der Bürger zu ändern kann, hätten Versuche mit Maximalen Mitteln Maximal-Forderungen durchzusetzen, keine Berechtigung mehr. Aber solche Länder sehen sich ja dann meist mit der Beglückung durch die US Army konfrontiert...

zu3.
In meinem Leben hat sich nichts geändert... ich lebe in einem Land in dem es keinerlei Vorschriften zum Covid-Complex gibt. Ich habe mich immer schon von Menschenmassen ferngehalten. Dass zB die Opernhäuser geschlossen sind, sehe ich zwar in der Tat als Niedergang, bleibt aber folgenlos für mich. Dank des Internets habe ich ein Riesenarchiv an Musik, Büchern und auch Filmen. Ein Grossbildschirm, ein paar Sennheiser und eine Flasche Barolo reichen...
Aber ich sehe die Konsequenzen von Verdummung und Manipulation durch Medien, Politik, Finanzwelt und Digital Konzerne trotzdem recht deutlich, und zu was dies die Massen bewegen kann, und zum Teil bereits tut...

Gestern Abend hat einer meiner speziellen Freunde, Herr Professor Dr. lüg. hc. Wieler, in der tagesschau zugegeben, dass die Impfungen keineswegs ein Ende der Lockdowns nach sich ziehen werden. Was schätzen Sie? Wie wird sich die Masse verhalten, wenn sie tatsächlich kapiert, dass sie verars*** worden ist? Und wenn dAnn in guter deutscher Tradition die Polizisten, wie schon vor 90 und auch vor 70, Jahren, wie immer stramm die Staatsautorität verteidigen werden?

Sie haben leider verschwiegen welche "durchaus gemischte (und im Ergebnis knapp positive) Zeichen" sie erkennen.
Hier ein paar Themen als Vorschlag: Verschuldung, Klimawandel, Datenmissbruach, Überwachung... man hilft ja gerne...
Mit ehrlich gemeinten, freundlichen Grüssen, tdv

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Technische Frage:
Um eingeloggt zu bleiben will man, dass ich ein Cookie nicht lösche. Weiss jemand welches das ist?
Ich müsste es beim ccleaner auf "Behalten" setzen...

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Weiss jemand welches
Leider nein, aber man wird auch nach Ende der Session automatisch ausgeloggt, auch wenn man an den Cookies nichts macht.

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@ThorHa und @TDV:

Zu #1 tendiere ich sehr zu ThorHas Meinung - ich halte die meisten Menschen auch eher für dumm und egoistisch, und das führt dann zu einem solchen Verhalten; ich denke, vielen fehlt einfach der Verstand dazu zu verstehen, was sie machen. Sie wollen einfach nur den eigenen Vorteil (sei es finanziell, sei es Anerkennung) und alles andere kommt in den Gedanken nicht vor.

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aber gux... sie schreiben von "die meisten Menschen"...
Das bestreitet doch keiner. Es geht darum was die anderen tun, die genau wissen was sie tun.

Schauen sie... zB...
Herr Wieler hat irgendwann im März, Woche 12, 13, 14, 15, behauptet, die Corona Fälle hätten sich letzte Woche verdoppelt. Das war die Zeit in der das Politiker Pack in der Tagesschau noch problemlos damit druchkam positive Tests immer als Covid Fälle zu bezeichnen, obwohl auch das vorsätzlich gelogen war!
Das waren die Wochen in der die Anzahl der durchgeführten Tests für Aussenstehende nur nach längerer Recherche ermittelt werden konnten. Er selber kannte diese Zahlen natürlich und wusste ganz genau, dass in dem entsprechenden Zeitraum doppelt so viel Tests durchgeführt worden waren. Dementsprechend hatte sich OHNE Anstieg der Infektionesquote natürlich auch die Zahl der Positiven unter den Tests ebenfalls verdoppelt.
Und er wusste selbstverständlich auch ganz genau, dass zwischen einer Infektion mit dem SarsCov2, und der durch dieses Virus ausgelösten Krankheit Covid 19 ein prinzipieller entscheidender Unterschied besteht. Eine Unterscheidung die damals ebenfalls nur in den alternativen Medien der Verschwörungs Theoretiker richtig gestellt worden ist. In den "Qualitätsmedien" hingegen flogen die Begriffe hingegen munter durcheinander. Das lag in der Tat an der Dummheit der Meisten der dortigen Akteure, aber eben mit Duldung der Nicht-Dummen Einflüsterer! In keiner Talkshow durfte auch nur einer erscheinen, der da einiges aufgeklärt hätte, es sassen immer ausschliesslich dieselben Lügner da!

Wieler hatte die Bürger keineswegs aus Dummheit belogen, er wollte vorsätzlich Ängste schüren! Wenn ihnen ein anderer Grund einfällt, bin ich gerne bereit meine Meinung zu ändern.
Er war dann ein paar Wochen später, als es nicht mehr zu leugnen war, dazu gezwungen sich dafür zu entschuldigen. Was aber natürlich nicht zu Konsequenzen führte, sondern einfach ein paar Tage später wieder aus allen nicht-alternativen Medien verschwand.
Damit begann die Zeit in der Verschwörungstheoretiker zu Nazis, AfDlern und natürlich(!) zu Anti-Semiten wurden, die an Echsenmenschen glauben und Bill Gates angeblich vorwarfen, er wolle allen Menschen einen Chip implantieren.
Die Leute die, die diese Lügen erfanden und täglich in den Medien wiederholten, das also erfolgreich durchzogen, die wussten genau, dass der grosse blöde Haufen da drauf abfahren würden. Und genauso lief es dann ja auch!
Jebsen zB wurde sogar der YouTube Kanal gesperrt!
Es gäbe unzählige Beispiele, aber ich habe die Lust verloren sie alle immer zu wiederholen.
Und zwar überall, bei allen bedeutenden Themen, nicht nur bei Covid...

Nein, es ist einfach nicht wahr, dass ALLE nur zu dumm ist!
Ob es dahinter wirklich eine Konzertierte Aktion für einen New Reset gibt, ist eine völlig andere Frage, zu der ich keine Meinung habe, da ich es trotz der vielen Indizien die dafütr sprechen natürlich nicht weiss... wir werden es sehen.

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tdv - ich kenne leider die Diskussion aus Deutschland nicht so genau, daher fällt mir es schwer, direkt darauf einzugehen. Wenn sich der Anteil der positiven Tests aber bei mehr Tests nicht ändert, ist das eigentlich eher ein schlechtes Zeichen - es gibt dann einfach zu wenig Tests. Die Transparenz der deutschen Daten ist ein Kapitel für sich - man kann das heute eigentlich recht einfach machen - und das macht die Diskussionen doch erheblich einfacher.

Tests und Krankheiten ... Sie sprechen hier ein kompliziertes Thema an. (Vornweg: Meine Arbeit dreht sich sehr um was man "surrogate markers" (Hifsmarker?) nennt, daher kenne ich das Problem einigermaßen gut. In den letzten Jahren habe ich an genug Arbeitsgruppen etc teilgenommen, bei denen es genau darum ging, wie man das verständlich und richtig kommuniziert, weil es eben sehr mißverständlich ist). Ich denke, kein Fachmann wird einen positiven Test mit einer Krankheit gleichsetzen, aber es ist ein recht guter Marker - was sollte man sonst machen? Letztendlich ist im Moment doch eher wichtig, ob eine Person potentiell andere anstecken kann, und da ist der Nachweis von Viren ganz sinnvoll (und es gibt sehr viele Beispiele, wie zuverlässig diese Tests sind).

Das ist aber ein kompliziertes Thema, und meine Erfahrung mit Wissenschaftskommunikation in Deutschland ist, dass man dort Bürger für recht unwissend hält und ihnen lieber nicht zu viel (und besonders zu viel Vielfalt) zumuten will. Wie in vielen anderen Bereichen sieht sich der Journalismus als 'staatstragend' an und gefällt sich in der Rolle, die Bürger zu belehren.

Ich glaube aber trotzdem, dass in vielen Fällen Dummheit, Ignoranz und Selbstüberschätzung die Hauptrolle spielen - ich will weiter an das Gute im Menschen glauben!

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Cookies ...
Am einfachsten ist, Zugangsdaten für was auch immer lokal im Browser zu speichern. Das funktioniert zuverlässig und ist nicht darauf angewiesen, dass man Cookies aufhebt.

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fritz
Im Browser hab ich die Zugangsdaten ja gerade erst nach ein paar Jahren Pause wiedergefunden! Sonst wär ich ja gar nicht hier....
Ich benutze eine alte Version des ccleaners, also bevor der durch Avast zur Datensammel Software wurde. Der hat eine cookie Sortier-Funktion. Die, die man behalten will mus man per Masuklick in ein eigenes Fach verschieben. Der Rest wird gelöscht. Man ahnt gar nicht was da alles so eingesammelt wird, wenn man diese Liste vor dem Computer schliessen sieht!
Aber da ich nicht weiss, welchen Namen dieses Cookie hat, das ich behalten will, lösche ich es jedesmal mit den anderen...
Es heisst nämlich nicht Rebellmarkt...

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Gux
Alles was sie da schreiben stimmt wohl, aber genau deswegen steht ja der Verdacht des Vorsatzes auch im Raum....

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Tdv - ich hätte nie gedacht, dass ich das Schreibe, aber Sie scheinen eine höhere (nicht bessere) Meinung von Menschen zu haben als ich.

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tdv, ich habe Ihr Anliegen mit den Cookies schon verstanden. Für das, was man haben will, also komfortables Einwählen, brauchen Sie kein Cookie. Die können alle weg.

Wenn die Zugangsdaten im Browser an der vorgesehenen Stelle willentlich abgeparkt sind, füllt sich das Einwahlfeld von alleine aus (im Firefox). Im Chrome-Browser füllt es sich aus, sobald Sie ins Einwahlfeld reinklicken.

Nachtrag: Das Häkchen zum Cookie behalten beim Einwählen innerhalb Blogger.de können Sie ignorieren, das klappte eh nur so lala an hohen Feiertagen.

Was ich oben zu beschreiben versucht habe ist eine Funktion des Browsers für faule Leute und hilft auf allen Seiten mit Einwahl, wenn man dort schon mal eingewählt war (Bank oder sonstwas).

Dazu muss man nur a) der Frage des Browsers zustimmen, ob die Zugangsdaten gespeichert werden sollen oder b) die Zugangsdaten in den Einstellungen des Browsers händisch eintragen. Im Firefox: "Gespeicherte Zugangsdaten, Zugangsdaten hinzufügen."

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zen also tdv
das heißt - was? Übungen? Askese?

Ich hielte die Zen-Praxis ja klar für religiös. Freilich für eine non-theistische Form der Religion. Jibbet, klar. Aber wenn man bei den avancierteren gegenwärtigen Theologen nachliest, kann man solche Unterschiede kaum noch ausfindig machen, da der personale Gott sich zusehends auflöst. - Auch das ist mittlerweile eine alte Geschichte, der Jean Paul z. B. mühelos zugestimmt hätte. Goethen wohl auch. Hegel sowieso. Auch Arthur Schopenhauer nach ihnen.
Sloterdijk - wees ick nich' jenau.

Allgemein gesprochen, Sie unterschätzen Religionen meine ich, indem Sie sie anscheinend allein negativ konnotieren. Das aber passt auch nicht recht mit Ihren Wilhelm von Ockham-Bezugnahmen zusammen. Liegt das nicht auf der Hand?

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Cookies jahrelang aufheben zu wollen erscheint mir auch etwas "gewagt", die laufen doch normalerweise irgendwann von selber ab..

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dk
Sie haben überlesen, dass sich mein Kommentar auf monotheistische Religionen bezieht, und zwar bei allen drei ohne Einschränkungen. Ich habe auch noch nie einen der Profis dieser drei Firmen getroffen, der sich nach einigem Nachbohren nicht doch an irgendeinem Punkt als Fan eines unsichtbaaren, alten (weissen) Mannes in weissem Nachthemd und mit langem Bart erwiesen hätte...
Dieser Teil des Themas Religion war mir vor 40 Jahren in Indien mal wichtig. Heute sehe ich wahnsinnige Muslime, Kinder missbrauchende Wölkis, und orthodoxe Juden und Netanjahus. Einer unappetitlicher als der andere....
Jean Paul, Goethe und Schopenhauer waren wie alle intelligenteren Menschen ganz sicher Heiden, da haben natürlich Recht. Wobei sich Schopenhauer für einen Buddhisten hielt, was natürlich nicht glaubhaft ist, wenn man Pudel höher als Frauen wertet.

colorcraze
Die Cookies laufen natürlich ab, aber die Eintragungen im Firefox Passwort Seicher bleiben im Profil so lange erhalten, bis sie das Profil wechseln und die Passwörter nicht ins neue Profile mitnehmen... Wenn man bestimmte Cookies nicht löscht, so sorgen sie beim Laden von deren Webseite dafür, dass die Felder mit Username und Password bereits ausfgefüllt sind und man automatisch eingeloggt wird. Bei den Stützen war das zB so, beim Internet Bankkonto mag es ja sicher sein, aber ich lass es da lieber...
Hier im Blog funktioniert es, wie dk ganz richtig sagte, nur an hohen kirchlichen Feiertagen und Merkels Geburtstag...

Trotz allem ist mir das bei meinem Schweizer Käse Gedächtnis ist das System sehr hilfreich und alle Cookies die ich nicht aausdrücklich möchte, die werden mit Mausklick gelöscht.

gux
Ich nehme an mit "höherer" Meinung sprechen sie davon, dass ich einzelnen Bosheit zutraue? Ich glaube natürlich nicht an "das Böse", aber es gibt nun mal Menschen die nicht nur aus Dummheit Unglück und Leiden anderer verursachen, sondern weil sie sich mit völliger Rücksichtslosigkeit Vorteile verschaffen, und das dabei bei anderen ausgelöste Unglück einfach in Kauf nehmen, oder ignorieren, oder sogar geniessen.
Ein Muslim zB., der Infidels in die Luft sprengt, ist ganz sicher nicht böse...

So, Zeit zum Kekse Backen.

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tdv - Sie trauen den Menschen zu, ihre Bosheit gezielt einzusetzen; das erfordert die Fähigkeit zur Planung und zu strategischem Denken. Unsere Gesellschaften würden nicht funktionieren, wenn sich nicht die Mehrzahl der Menschen grob an die Regeln hält. (Diejenigen, die sich in die Luft sprengen, machen mir ehrlich gesagt mehr sorgen, denn die sind ja davon überzeugt, das richtige zu tun - Tugendwächter sind mir immer suspekt.)

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last try: Cookie
Wenn man bestimmte Cookies nicht löscht, so sorgen sie beim Laden von deren Webseite dafür, dass die Felder mit Username und Password bereits ausfgefüllt sind und man automatisch eingeloggt wird. Bei den Stützen war das zB so, beim Internet Bankkonto mag es ja sicher sein, aber ich lass es da lieber...
Hier im Blog funktioniert es, wie dk ganz richtig sagte, nur an hohen kirchlichen Feiertagen und Merkels Geburtstag...


Näh, tdv: Es sind zwei paar Schuhe auf zweierlei Baustellen, die Sie durcheinanderhauen.

1) Automatisches Ausfüllen mit Hilfe des Browsers: keine Cookies nötig. Vergessen Sie Cookies. Effekt der Funktion: der Browser hilft, sich immer neu und schnell einzuwählen. In welcher Form das im Browser hinterlegt wird, muss uns keine Kopfschmerzen machen, nicht zwischen den ordinären Cookies. Das ist ein Passwortheinzelmännchen. Das automatische Ausfüllen lässt sich auf allen Seiten nutzen, auf denen man sich einwählt.

Nicht dasselbe: 2) EingewähltBLEIBEN in blogger.de, die konkrete Website erkennt ihren Cookie wieder: altbacken, funktioniert nur am Geburtstag der Führerin bei Vollmond, brauchen Sie nicht.

Vergessen Sie (2) und Cookies, nehmen Sie (1).

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"Das Böse" (oder vielleicht besser: Das Destruktive) gibt es tatsächlich, tdv.
Habe mich als "aufgeklärter" Mensch auch lange gegen diesen Gedanken gewehrt, irgendwann aber (widerwillig) den Hinweisen recht geben müssen.
Ebenso gibt es Satanisten, die vorsätzlich ihr Leben diesem Destruktiven gewidmet haben.

Natürlich gibt es weit mehr "Dumme", die aus "normaler" Macht-/Vorteilsgier Schäden anrichten. Deren Dummheit ist aber m. E. eine philosophischer/spiritueller Art und nicht (wie Sie anzunehmen scheinen) ignoranter Natur: Sie wissen in ihrer überwiegenden Zahl m. E. genau, was sie anrichten, ordnen es ihren gestörten Egos aber unter und/oder legen es unter "Kollateralschäden" für das "große Gute" (irgendeiner Ideologie) ab.

Das Destruktive ist ein nötiger und wichtiger Faktor: Als Kontrast, für die Existenz von Perspektiven und Dimensionen. Für die Menschen auf diesem Planeten insbesondere als Herausforderung, zum Lernen und zur Weiterentwicklung.

Denken Sie z. B. an 0 und I, Yin und Yang, Licht und Schatten (usw), die einander bedingen um eine Funktion zu haben.

Später evl. mehr, sofern Interesse. Keine Zeit jetzt.

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Das ist eine interessante Sichtweise: es kommt wohl darauf an, ob man die Ignoranz moralisch bewertet _und_ ob man dem Einzelnen wirklich so viel Verständnis zusprechen kann. Ich habe viele Menschen erlebt, denen das einfach fehlt.

Weiter unten sprechen Sie zum Beispiel an, dass sich viele Menschen 2 Wochen Isolation nicht leisten können - ich denke, das ist etwas, das viele nicht verstehen, weil sie sich einfach nie Gedanken darum gemacht haben. Ich habe relativ oft mit studentischen Delinquenten zu tun - und in den allermeisten Fällen wurde da einfach gar kein Gedanke an Konsequenzen verschwendet - ich kann mir gut vorstellen, dass die gleiche Ignoranz sehr weit verbreitet ist.

Die andere Frage ist natürlich, ob "böse" ein objektives Kriterium darstellen kann.

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Gux
ich mag ja viele Fehler machen, aber den Fehler zu machen, "den Menschen" zu viel Intelligenz zuzutrauen, den mache ich sicher nicht. Dass es aber eine Minderheit gibt, die tatsächlich nicht zu dumm dazu sind, das sehe ich. Und einige von denen sind nun mal in Position in denen sie besser nicht wären, weil ihnen eine Prise Humanismus und (tatsächliche!) Anarchie fehlt.
Ich halte ja auch die Dummheit für das mehr oder wenige einzige Problem, aber mehr als dass sie nicht genug Macht haben in mein Leben entscheidend einzugreifen, will ich gar nicht.
Und mein Leben hat mir gezeigt, dass dies durchaus möglich ist. Man muss sich nur die Mühe machen die essentials von den non-essentials zu unterscheiden... Nihilismus muss man schon verstehen, was aber dann kein Grund ist statt alberner Gut-Menschen Grundwerte eigene Werte zu setzen.
Bevor jetzt irgendwelcher Unsinn kommt: Selbstverständlich hat ein Anarchist genauso wenig Recht ins Leben anderer einzugreifen, wie man selber es denen ja abspricht.
Also: "a-sozial" im eigentlichen Sinne...
Sie ignorieren immer, dass ich die grosse Masse der Menschen für dumm halte. Dass ALLE dumm sind, wäre eine Behauptung die den Sprecher selber als dumm definiert.

fritz
Danke, ich hatte das verstanden. Ich habe aber in grauer Vorzeit mal erfahren, dass das Löschen aller Cookies unerwünschte Folgen hat. Und das behalten dieser Cookies, hingegen keinerlei Nachteile mit sich brachte...
Danke für die Verdeutlichung des Unterschiedes, der mir tatsächlich nicht wirklich klar war: Was mich irritiert hat ist, dass auf dieser Webseite steht "Login Daten speichern (Cookie)", dies aber HIER nicht bedeutet, dass man beim Öffnen der Seite auch gleich eingelogt wird

Raphaela
Sie sagen doch ja selber... "Das Böse" und das "Destruktive" sind zwei grundverschiedene Dinge. Etwas zu zerstören ist ganz gewiss nicht automatisch auch etwas Böses.

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Tdv - ich fürchte, wir haben aneinander vorbei geredet, bzw. habe ich Sie falsch interpretiert. Aber um Missverstândnisse zu vermeiden: wo ist für Sie die Grenze zwischen Dummheit und Ignoranz? Ist es der Vorsatz, ignorant zu bleiben?

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Und einige von denen sind nun mal in Position in denen sie besser nicht wären, weil ihnen eine Prise Humanismus und (tatsächliche!) Anarchie fehlt.

Und wenn Sie´s bei genau der Erkenntnis belassen würden, wär ja auch alles gut :-). Das ist eine der Menschheitskonstanten, die sich niemals ändern wird. Um den ärgsten Missbrauch durch diese Sorte Menschen zu begrenzen, hat man ja eine systeamtische Lösung er/gefunden - die Gewaltenteilung.

Gruss,
Thorsten Haupts

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gux, die Folgen für Kinder und Jugendliche zu sehen und zu berücksichtigen, SOLLTE eigentlich für jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewußtsein eine Selbstverständlichkeit sein. - Erschreckend, daß es offensichtlich nicht der Fall ist.

Ganz abgesehen von Spätschäden ist ja schon die aktuelle Situation von Isolation, das Eingesperrtsein und der Entzug des (zweit-)wichtigsten Guts einer gesunden Kindheit, nämlich eines großen Freiheitsrahmens, eine Verhinderung dessen, was Mensch-, insbesondere Kind-Sein ausmacht.
- Es ist atem-nehmende, nicht-artgerechte Quälerei, die schon im Jetzt großes Leid verursacht.

tdv, wenn man das Böse beim Namen nennt, stößt das sofort auf Abwehr. Nennt man es (bei mir synonym gemeint) "das Destruktive" erreicht man dagegen eher eine Auseinandersetzung damit.

Es meint in diesem Sinn nicht sowas wie Dekonstruktivismus (der in seinen aktuellen, gesellschaftlichen Auswirkungen auch böse genug ist) sondern den Willen und Vorsatz, alles Gute, Schöne, Wahre zu zerstören und zu verunmöglichen. Es ist der Antagonismus von Liebe und schöpferischer Energie.

Dabei ist es natürlich genauso wenig personifiziert wie der "Gott" der monotheistischen Religionen ein "alter, weißer Mann mit Bart im Nachthemd" ist.
Vielmehr handelt es sich m. E. bei diesen Prinzipien um abstrakte Mächte. - Von denen das der universellen Liebe letztendlich immer das Stärkere ist.

Zu den monotheistischen Religionen, ihren Errungenschaften und Gefahren, gäbe es auch noch Interessantes auszutauschen. Leier bin ich schon wieder in Zeitdruck (grade alles besonders schwierig hier).
Freut mich aber sehr, für solche Themen in einem Forum Interesse, bzw. eine gewisse Offenheit, vorzufinden!

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thorha
Das ist eine schöne Schlussfolgerung, nur... Wenn man jemandem, in diesem Fall speziell den Verbohrten, Steine in den Weg legt, so werden sie irgendwann etwas finden das ihnen erlaubt diese zu umgehen
Die Konsequenz können sie doch gerade beobachten. Man sieht doch weltweit recht deutlich, dass die Qualität der in den Demokratien gewählten Führer auf ein kaum mehr fassbares Niveau gefallen ist. Politiker und politische Parteien haben verstanden, dass die Mehrheit (Bell-Kurve!) immer in der Mitte zu finden sein wird. Wer also bei Wahlen eine kluge, intelligente Politik verkaufen will, der ist zum Scheitern verurtelt. Und heute sieht man das eben mehr nicht nur wie schon immer bei den Wahlplakaten, sondern auch deutlich bei den Politikern selber. NUR das Mittelmass ist erfolgreich.
Niemand personifiziert das Mittelmass besser als Merkel. Stellen sie einfach mal Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel in eine Reihe. (Da erkennt man dann auch den Unterschied des europäischen Mittelmasses, zu dem der USA!)

Gewaltenteilung? Im Reichstag gibt es mehr Lobbyisten Büros als Abgeordneten Büros. Was Corona angeht, so hat man einen ex-Pharma-Lobbyisten zum Gesundheitsminister gemacht, der seine Primitivling Vorstellungen entgegen den Gg Vorschriften am Parlament vorbei durchzwingen darf. Die Polizei schreibt Bussgeldbescheide und prügelt gegen die zu "Anti-Semiten" erklärten Maskenverweigerer munter drauf los!
Bei der Sterbehilfe haben wir über ein Jahrzehnt lang geklagt, bis endlich auch die letzte Instanz der Judikative zur Regel Änderung aufforderte... und was macht diese Schwein? Behauptet er sei Christ und, dass dies von grösserer Bedeutung als ein höchstgerichtliches Urteil sei... und Menschen müsen überflüssigerweise auf die widerlichste Art und Weise krepieren... Wo ist sie denn, ihre Gewaltenteilung?

Die Medien sind gleichgeschaltet und die Leute bilden sich die ihre sowieso auf Facebook... Polizisten erweisen sich, nicht sehr zu meiner Überraschung, als Rechts Radikale, und Bundeswehrsoldaten verkaufen ihre Waffen und Munition. Ein Verkehrsminister, bzw ALLE Verkehrsministermauscheln mit Partei Freunden in Firmen die dann wiederum die Partei unterstützen. Eine Gesundheitsministerin die nach Jahren der Proteste gegen die Massentierhaltung nichts gegen diese grösste Perversion unternimmt, und ein Volk das so jemandem nicht tot-schlägt....
Wo ist ihre Judukative?

Sie hatten den Unterschied in der Wertewelt von uns beiden schon mal besser dargestellt. Sie freuen sich darüber, sehr verständlicherweise, keine Frage, nicht mehr in einer Welt des 30jährigen Krieges zu leben.
Aber, warum sollte ich mich angesichts dieser wunderschönen Welt da draussen damit zufrieden geben? Und ich werde es auch nie sein.
Man muss sich NICHT anpassen!

Das Problem da draussen scheinen mir unübersehbar Dummheit, Habgier und das Aggressions Potential der Massen zu sein. Ein Problem, das nun mal nicht gelöst werden kann.
Man kann sich nun daran aufreiben, oder einfach nur wie ich "Nein, danke!" sagen, und sein Leben dann immer wieder neu so einrichten, dass man der Welt der Massen so wenig wie möglich ausgesetzt ist. Die meisten Menschen denen ich begegne begehen den Irrtum, zu glauben wegen meines Denkens, das ich ja nicht gerade verstecke, müsse ersteres der Fall sein... der Rest meines Lebens sieht aber nahezu immer völlig anders aus.
Ich habe 15 Jahre meines Lebens in einem indischen Ashram verbracht. Dort gibt es im Hinduismus es ein grundlegendes Konzept, dass das ganze Leben als Leela, als ein Spiel begreift. In der politischen Gedankenwelt wirke ich sicher wie ein grantiger, frustrierter Motzer, das ist aber nur ein kleiner Teil von mir. Ich lese keineswegs von morgens bis abends Schopenhauer.... ich ziehe die Desiderata vor. Versuchen sie es mal:

GO PLACIDLY amid the noise and the haste, and remember what peace there may be in silence. As far as possible, without surrender, be on good terms with all persons.
Speak your truth quietly and clearly; and listen to others, even to the dull and the ignorant; they too have their story.
Avoid loud and aggressive persons; they are vexatious to the spirit. If you compare yourself with others, you may become vain or bitter, for always there will be greater and lesser persons than yourself.
Enjoy your achievements as well as your plans. Keep interested in your own career, however humble; it is a real possession in the changing fortunes of time.
Exercise caution in your business affairs, for the world is full of trickery. But let this not blind you to what virtue there is; many persons strive for high ideals, and everywhere life is full of heroism.
Be yourself. Especially do not feign affection. Neither be cynical about love; for in the face of all aridity and disenchantment, it is as perennial as the grass.
Take kindly the counsel of the years, gracefully surrendering the things of youth.
Nurture strength of spirit to shield you in sudden misfortune. But do not distress yourself with dark imaginings. Many fears are born of fatigue and loneliness.
Beyond a wholesome discipline, be gentle with yourself. You are a child of the universe no less than the trees and the stars; you have a right to be here.
And whether or not it is clear to you, no doubt the universe is unfolding as it should. Therefore be at peace with God, whatever you conceive Him to be. And whatever your labors and aspirations, in the noisy confusion of life, keep peace in your soul. With all its sham, drudgery and broken dreams, it is still a beautiful world. Be cheerful. Strive to be happy.

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Raphaela,
danke, sie haben mich zum Lachen gebracht.... Ich habe in den 70er Jahren Philosophie studiert und bin zwar mit Hume, Nietzsche und Schoperhauer aufgewachsen, aber dann natürlich (zwischendurch) auch bei Derrida, Lacan und Foucault gelandet. Aber Sie haben mir mal wieder klar gemacht, wie oft ich selber den Fehler wiederhole, man könne aus ein paar Zeilen Schlüsse über andere ziehen...
Ihre abstrakten Mächte, das Gute oder das Böse gibt es nur in unserem Mind, in unserm Kopf. Es gibt keine Macht ausserhalb des Menschen, auch keine abstrakten. Es ist einfach alles nur so, wie es ist. Wir sind das Einzige das wertet. Und wir sind frei dem zu folgen, aber auch uns zu dem verweigern.

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Tdv, sie schreiben: "Das Problem da draussen scheinen mir unübersehbar Dummheit, Habgier und das Aggressions Potential der Massen zu sein. Ein Problem, das nun mal nicht gelöst werden kann." War das denn jemals anders? Wir haben zwar sicher sehr unterschiedliche Ansichten zu vielem, aber das sehe ich sehr ähnlich. Der Mensch ist nunmal noch immer ein eher primitives Herdenwesen - so alt ist unsere Zivilisation schließlich noch nicht.

Ich bin allerdings eher Frau Langenbergs Meinung mit den abstrakten Mächten - warum sollte es diese nicht geben?

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Lobbyarbeit und Gewaltenteilung
@ tdv: Im Reichstag gibt es keine Lobbyistenbüros, schon deshalb nicht, weil nämlich die Exekutive direktes Ziel der Interessenverbände ist. Drei Viertel aller Gesetzentwürfe entstehen inzwischen in den Ministerien, weil nur dort ganze Etagen von Juristen die komplizierte Gesetzgebung beherrschen.

So polieren die Lobbyisten ununterbrochen die Türklinken in den Ministerien, um Einfluß auf die Formulierung der Gesetze zu nehmen. Die armen Abgeordneten bekommen dann am Ende turmhohe Gesetzesstapel auf den Schreibtisch und stimmen gemäß Anweisung der Fraktionsspitze ab (Fraktionszwang), weil sie die Texte ohnehin nicht verstehen.

Wenn man die Rolle und Bedeutung der Legislative steigern will, müßte man jedem Abgeordneten einen großen Mitarbeiterstab bezahlen und die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Das ist finanziell nicht zu verwirklichen und würde den Gesetzgebungsprozeß vermutlich weiter lähmen.

Da vieles auf dem Verordnungswege schnell und am Parlament vorbei entschieden werden muß, schließlich dauern Gesetzgebungsprozesse oft jahrelang, wird man wohl den Begriff Gewaltenteilung der heutigen Wirklichkeit anpassen müssen. Immerhin nennt man heute die Presse die vierte Gewalt und auch die Arbeit der Interessenverbände stellt oft durchaus ein gesellschaftlich nützliches Korrektiv dar. Es kommt deshalb auch auf eine wirksame Kontrolle dieser "Neuen Gewalten" an.

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Mit einem Philosophiestudium kann ich nicht aufwarten, tdv. Meine Studienobjekte waren andere ;-)

(Zitat) "Es ist einfach alles nur so, wie es ist."

Das ist m. E. grundsätzlich richtig. Fragt sich z. B. nur, WIE etwas ist: Der Mensch, den Sie offenbar als einzigen Maßstab betrachten, kann sich nicht mal in banalen Fragen, wie z. B. der optimal-angenehmen Temperatur für Badewasser, auf ein allgemeingültiges Wie (die genaue Gradzahl lautet) einigen.

Da Sie sich mit anderen kulturellen Anschauungen und Lebensweisen beschäftigt haben, wissen Sie doch, daß Ihr "wie es ist" schon von daher sehr unterschiedlich erlebt und interpretiert wird.

(Zitat) "Es gibt keine Macht ausserhalb des Menschen, auch keine abstrakten."

Das klingt für mich nach materialistischer Hybris. Eine Haltung, die m. E. Ursache für viele Mißstände auf diesem Planeten ist.
Davon abgesehen drückt sie eine Absonderung von Evolution, Geschichte und Spiritualität aus, die ich nicht ertragen wollen würde:
Wer ist "der Mensch"? Ab welcher Stufe der Evolution kann ein Säugetier-Primat als solcher bezeichnet werden?
Ab welcher Entwicklungsstufe (z. B. bezüglich des Transhumanismus) nicht mehr?
Welche Belege gibt es dafür, daß nur "der Mensch" etwas bewertet und z. B. andere Säugetiere nicht?
Und welche dafür, daß "wir" tatsächlich selbst und alleine "denken"?
- Das berühmte Descartes-Zitat hatte ich früher mal als Signatur, heute würde mir das nicht mehr einfallen.

Ihr Weltbild blendet nicht nur die Erfahrungen anderer Kulturen wie auch der eigenen aus sondern auch individuelle (wie z. B. meine), daß "etwas" da ist, das größer/umfassender als "der Mensch" ist.
Auf der anderen Seite blendet er potentielle Fortschritte der Wissenschaft darüber aus, was und wie das Universum ist (auch die Evolution der Wissenschaft ist immer noch im Gange).
Ihr "wie es ist" erscheint mir auch von daher sehr eindimensional und statisch: M. E. ist kein Mensch im aktuellen Evolutionsstadium und unter den Bedingungen dieses Planeten in der Lage, abschließend feststellen zu können, "wie" "es" "ist". M. E. gibt es dazu nur Näherungen (und die sind schon extrem kostbar).

Was darin auch nicht vorkommt sind Dinge wie kollektives Unbewußtes und Intuition u. a.

Zustimmung zu Ihrem letzten Satz: Die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, ist ab einer gewissen Seinsebene (der oberhalb reiner Reflexe zur Selbst-/Lebenserhaltung) gegeben. Aber auch die hat mehrere Facetten: Sie kann genauso Pflicht und/oder Fluch wie ein Segen sein.

Freut mich, daß ich Sie zum Lachen bringen konnte: Wenigstens ein gutes Ergebnis des gestrigen Tages :-)

@schrotsaege: Der ESM ist ein gutes Beispiel für die von Ihnen geschilderte Praxis.

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Als eine Art Hybris sehe ich das auch - allerdings kenne ich die eigentlich mehr von Naturwissenschaftlern. Eigentlich sollten wir nach so vielen Jahren wissen, wie begrenzt unser eigenes Wissen ist, und daher sehr vorsichtig mit allgemeinen Aussagen sein. Objektiv gesehen wissen wir es schlicht und einfach nicht.

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Ausgerechnet bei ZON (Link deaktiviert) heute Interessantes zum Thema "Esoterik" gefunden:
https://w ww.zeit.de/gesellschaft/2021-03/querdenker-corona-esoterik-spiritualitaet-leugner-demonstration

Da schau ich eigentlich nur gelegentlich rein weil man wissen sollte, was der (globalistische) Gegner grade wieder plant/zu verkaufen gedenkt.
Bestätigt mal wieder die These, daß "Perlen" auch an unerwarteten und unappetitlichen Orten zu finden sind.

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gux
"Ich bin allerdings eher Frau Langenbergs Meinung mit den abstrakten Mächten - warum sollte es diese nicht geben?"
Ich sehe keine Notwendigkeit dafür. Über Ockham hatten wir ja schon....
Vielleicht verstehen Sie ja was anderes unter abstrakten Mächten. Sagen Sie mir doch mal genauer, was Sie damit meinen...
Und, sie reden von Hybris. Sie scheinen bei mir zu lesen, dass ich glaube die Dinge zu "wissen"? Es ist genau umgekehrt. Ich habe nur kein Problem mehr mit dem Dinge nicht-zu-wissen. Ich nehme mir einfach die Freiheit trotzdem halt stets von meinem Verständnis auszugehen, wenn es notwendig wird Entscheidungen zu treffen. Tun Sie was anderes? Natürlich ist das eine Hybris. Nur, was sehen sie denn in ihrer Welt, das ihrer Mienung nach mehr Respekt verdienen würde, als ich ihm zolle? Woher wissen sie denn welche Werte ich in meiner Welt hoch achte?

schrotsaege
Danke für die Korrektur, ich bin sicher zu weit weg von Berlin, und dann fehlt mir mittlerweile auch das tiefere Interesse. Ich will bei sowas nur das Prinzip verstehen und, in diesem Fall, dessen Verhältnis zur Idee der Demokratie. Ich verschwende meine Zeit nur mehr ungern an sowas.
Entschieden wird heute durch die Finanzwelt, die Digital- und andere Gross-Konzerne, und dann höchstens noch durch die EU Kommission, bzw die Leute die entscheiden, wer da drin sitzt. Die Gesetze die dann dem EU Parlament und dem Bundestag zum Abnicken vorgelegt werden, sind dann auch entsprechend. Mehr muss man zur Politik heutzutage gar nicht mehr wissen um sich angewidert abzuwenden. Ich verwende meine Zeit daher lieber dazu zu verstehen, wie ich mich den Konsequenzen dieser Perversionen am Besten entziehen kann.
Ich gebe allerdings zu, dass die Entwicklungen zu dem möglich Great Reset eines Herrn Schwab, verglichen mit der "normalen" Politik, ein sehr interessanter "Film" sind.

raphaela.
Ich verstehe ihr "optimal-angenehmen Temperatur für Badewasser" sehr gut. Mein "Es ist einfach alles nur so, wie es ist", bedeutet ja nicht, dass ich nach dieser "Einsicht" resignativ bis zu meinem Tode in einer Höhle in den Himalayas sitzen bleibe. Es gibt ja ausser dieser Einsicht noch mehr Regeln? Ideen? Vorschläge? Ratschläge? die dieses einzige Leben das wir haben "unterhaltsamer" machen.
Ich finde, man sollte zB den Unterschied zwischen dem Essentiellen und Nicht-Essentiellen in seinem Leben verstehen. Noch dazu ändert sich diese Liste im Laufe des Lebens. Eine gute Hilfe war mir dabei zB die Desiderata, die ich irgendwo eingegeben hatte. Es gibt natürlich jede Menge Quellen. Jeder muss seine eigenen finden und für mich war diese Suche jener Weg der das Ziel ist. (Entschuldigen sie die Banalität....)
"Eine Haltung, die m. E. Ursache für viele Mißstände auf diesem Planeten ist." Es ist nicht meine Aufgabe die Mißstände auf diesem Planeten zu beseitigen. Seitdem es Hunger und Armut gibt versuchen Menschen diese Mißstände auf dem Planeten zu beseitigen. Wie man sieht scheint es niemals sonderlich gut damit voran gegangen zu sein. Wie man hört hat ein gewisser Herr Xi da anscheinend tatsächlich grosse Fortschritte gemahct zu haben. Würden sie denn gerne in dessen Land und Gesellschaft leben? Ich versuche die von meiner eigenen Dummheit verursachten Misstände zu beseitigen, da hab ich mehr als genug zu tun... Eine der Einsichten des Ostens ist, dass man nur sich selber ändern kann.
Wenn sie sich, was Verbnesserungen der Welt angeht, unsere westliche Hybris anschauen, können sie gleich bei Biden anfangen der, kaum im Amt, schon wieder bombardieren lässt. Und der ist der Gute?
Was genau möchten sie denn daran ändern? Und wie?
Mein "Weltbild blendet .... die Erfahrungen anderer Kulturen aus". Echt? Ich habe auf allen Kontinenten gelebt, und damit meine ich nicht irgendwann mal 6 Wochen Urlaub, sondern mindestens ein Jahr lang dort gearbeitet und mit den Menschen dort gelebt. Die Umstände mögen anders sein, die Problem mögen im Detail anders sein, die Dummheit der Massen ist überall dieselbe. Und überall will sie allen die anders sind erklären, wie man gefälligst zu leben habe...
Zu ihrem Schluss:
Ich bin auch weit weg von allen Spekulation darüber wie Dinge sind. Jede Erkenntnis Theorie ist der Philosophie zum Opfer gefallen. Gegen David Hume & Co gibts kein Aspirin. Und auch der gute Gustav hilft da nicht weiter.....

Der Zeit Artikel ist nicht zugängig, aber über den kostenlosen Satz "Die Querdenker sind zurück auf der Straße. Mehr denn je eint sie der Glaube an Esoterik ? und die Angst, dass in der Pandemie kein tieferer Sinn steckt", hab ich herzlich gelacht. Jeder, auch die Zeit, darf Esoterik für das halten, was ihnen in den Kram passt. Bzw, das von dem sie annnehmen, dass die Kundschaft gern von der Zeit bestätigt haben will. Denn dafür bezahlen sie ja....
Dass diese "Esoteriker" möglicherweise die Desiderata lieben, werden sie in der Zeit sicher nicht lesen. Das wäre zuviel der Weisheit. Und um zu sehen was Die Zeit dafür hält wäre mir meine Zeit zu schade.
Das ist letztlich wie bei den Lockdown Demos. Da läuft einer der AfD mit rum, und schon sind bei den deutschen "Qualitäts" Medien alle Nazis....
Die Zeit und Esoterik... sie bringen mich schon wieder zum Lachen....

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Tdv, ich bezog mich auf die von Frau Langenberg zitierte Aussage:

"Es gibt keine Macht ausserhalb des Menschen, auch keine abstrakten."

Ich sehe auch keine Notwendigkeit, die für die Existenz einer solchen Macht spricht, aber genauso wenig sehe ich Gründe, die dagegen sprechen. Ich empfinde es als Hybris, davon auszugehen, dass unser Wissen ausreicht, auf die Frage, nach Mächten jenseits der Menschen eine abschliessende Antwort zu geben. Meine Beurteilung bezog sich allerdings nicht auf Sie, sondern auf diese Aussage - ich kenne Sie nicht, und ich weiss nicht mehr über Sie als das, was ich hier lese: da kann ich mir so eine Einschätzung nicht erlauben, oder?

Was ich unter 'abstrakten Mächte' verstehe, würde ich selbst gerne wissen - ein höheres Wesen? Das, was man gemeinhin die "Natur" nennt? Ich weiss es auch nicht.

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Zum Thema ?Great reset?. Cui bono? Ich sehe keinen, dem der Quatsch, der als in Kanada geleakter Masterplan im Netz kursiert, in irgendeiner Form nützt. Alle Menschen arm, besitzlos und abhängig, das ist eher Stalins feuchter Traum als etwas, was das Kapital sinnvoll findet.
Aus meiner Sicht sind Musk, Schwab, Gates und Konsorten reiche gelangweilte Memschen mit einem überzogenen Aufmerksamkeitsbedürfnis. Geltungsdrang und Langeweile. Die echte Musik spielt eher abseits der Bilderberger.

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Ganz kurz (zwischen zwei Telefon-Warteschleifen):

tdv, mit "Ursache von Mißständen" meine ich die materialistische Idee, daß es nur dieses eine Erdenleben gibt und viele daraus soviel Ego-Befriedigung ziehen wollen wie nur möglich. Ohne Skrupel und vermeintlich ohne Konsequenzen.

Was die Weltverbesserung betrifft, sehe ich es genau wie Sie: Dafür muß jeder im eigenen Umfeld die eigenen Notwendigkeiten erkennen, die eignen Verantwortungen und Fähigkeiten entwickeln und den eigenen Weg finden.

Die Grundaufgabe eines jeden Individuums besteht m. E. darin, den Platz, an den es in diesem Leben gesetzt ist, ein bißchen schöner und besser zu hinterlassen als es ihn vorgefunden hat.

Was die internationale Ebene betrifft, bin ich Ethnopluralist. Früher war es mal "links", das Nicht-Einmischungsgebot des Völkerrechts zu achten, heute ist es "rechts".
Unendlich viel Leid hätte verhindert werden können (und kann noch verhindert werden) wenn sich alle daran gehalten hätten (und daran halten würden).

Wie jedes Individuum hat m. E. auch jede Nation das Recht, in ihrem eigenen Gebiet ihre eigene Entwicklung im eigenen Tempo und im Rahmen ihrer eigenen Werte zu vollziehen. Ohne Einmischung von außen.

Die Globalisten betreiben seit vielen Jahrzehnten das Gegenteil und es hat nichts mit Weltverbesserung sondern ausschließlich mit Weltbeherrschung zu tun. Da sind wir uns völlig einig.

Die "Verbesserung" der Menschen aus einer Übermacht-Position heraus gehört dazu.
Das Ziel ist Transhumanismus, also die Abschaffung statt Weiterentwicklung des Menschen an sich. Die (vermeintlich "guten") Hirten wollen ewige, physische Unsterblichkeit für sich und zweckdienlich konstruierte Dienst-Humanoiden als "menschliches" Nutz-Reservoir ("human resources").

Das ist faschistisch und satanistisch: Menschen sind als "Quelle" nutzbar für die eigenen Zwecke und die "Wertigen" haben jedes Recht, über die "Unwerten" nach Belieben zu verfügen.
Daher halte ich es für gefährlich (z. B. für das eigene Seelenheil), alle (oder die meisten) anderen für "dumm" zu halten. - Auch wenn es oft genug sehr schwer fällt, das nicht zu tun (seufz).

M. E. kann sich jeder weiterentwickeln, dazulernen, aufwachen. Auch wenn das oft erst durch einschneidende Erfahrungen passiert. Darum sollte man niemanden abschreiben oder aufgeben.
Leute, die sich nach wie vor weigern, gesellschaftlich-politische (vor allem Macht-)Zusammenhänge wahrzunehmen, befinden sich in meinen Augen eher im Zustand einer (partiellen) Narkotisierung.

@buerger:
Wenn Sie nochmal genauer hinschauen, sehen Sie, daß es denen nützt, die dann noch mehr Macht haben, wenn alle anderen recht- und besitzlos sowie komplett überwach- und steuerbar sind.
Das ist der Wunschtraum eines jeden Diktators der Menschheitsgeschichte und noch nie zuvor waren die technischen Voraussetzungen so gut, ihn zu realisieren.

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Wie extrem sehen Sie die Pflicht des Nicht-Einmischens? Gibt es nicht auch die Pflicht zu helfen?

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@gux:
Nur wenn Hilfe explizit erbeten wird und auch als solche durchgeführt wird, nicht als geopolitische Machtausweitungs-Maßnahme und/oder aus lobbyistischen Gründen.

Die globalistische "Responsibility to protect" z. B. ist nichts anderes als ein Euphemismus für Raub und Unterwerfung.

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Ein Beispiel: Festbrennstoffe in Behausungen sind eines der größten Gesundheitsprobleme weltweit - und die Lösung ist eigentlich recht einfach. Das wird nicht unbedingt gewollt, weil das Problem nicht als solches erkannt wird (es gibt genug Menschen, die mit großer Begeisterung das in Europa machen ...). Soll man helfen und damit Leben retten - oder soll man es lassen?

Es gibt zahlreiche andere Probleme bei denen sehr einfache Lösungen vorhanden sind (bessere Lagerung von Getreide verhindert Schimmel und Leberprobleme) - aber eben das Wissen um dieses Problem fehlt. Soll man das einfach ignorieren?

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Festbrennstoffe in Behausungen
Holzherde, Holzkohlengrills, Kamine?
Das geht auf die Lungen, ganz ohne Tabak.
Denke ich mal so (habe mal einen etwa 50jährigen Menschen mit schweren Atembeschwerden erlebt, der sagte, er habe 20 Jahre täglich am Holzkohlengrill gestanden in einem Restaurant am Meer...).
Was die bessere Lagerung von Getreide ohne Schimmel angeht, bin ich ganz Ohr! Vielleicht haben Sie auch Ideen, wie man Knoblauch so lagern kann, daß er nicht muffig wird? Das wäre klasse, denn damit ärgere ich mich gelegentlich immer noch rum.

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Oft sind das Feuerstellen in Hütten, die man recht einfach verbessern kann. Und das Getreide wurde dann einfach statt auf dem Boden auf Holzgestellen (wie Paletten) gelagert - das hat schon gereicht, und man konnte den Erfolg nach ein paar Monaten sogar messen (weil weniger Schimmelsporen in der Luft waren).

Für Knoblauch habe ich leider auch keine Idee - schneller essen? Wir haben immer jedes Jahr große Mengen von der Isle of Wight, dort gibt es eine Knoblauchfarm, und die halten etwas bis jetzt.

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Ah, die jahrhundertelange Tüftelei mit dem Rauchabzug von der Feuerstelle... daß das Getreide weniger schimmlig wird, wenn man es auf Holzpaletten setzt, ist sehr erfreulich.
Lagerungstechnik ist eine sehr wichtige Komponente der Lebensmittelversorgung... und das Allgemeinwissen darüber beschränkt sich zur Zeit auf "packs in den Kühlschrank".
Meine Großtante konnte noch Zwiebeln im Keller lagern, die hielten gut ein Jahr oder länger. Ich denke immer mal wieder daran, wie wohl ein guter Keller beschaffen sein müßte, in dem man Wein, Zwiebeln, Karotten und anderes längere Zeit ohne Elektrik, Heizen, Kühlen oder sonstiges Trara aufheben kann. Ein Keller, in dem Heizungsrohre verlaufen oder der nasse Wände hat ist es nicht...
schneller essen so ungefähr mache ich das auch, aber es gibt immer mal Phasen, in denen er doch liegenbleibt, und dann will ich 2 Zehen verwenden, und -brr- stäubt mich der Schimmel an.

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10 Tonnen Brennholz
verbrauchen wie in einer Saison kraft Herrenrecht, weil unser Wald im Jahr über tausend Tonnen CO2 speichert. Meistens Käferholz, das sich ohnehin nicht mehr vermarkten läßt. Wir lieben das Geflacker und die milde Infrarotwärme eines Kaminofens, obwohl unser Haus mit einer Gas-Fußbodenheizung zusätzlich ausgestattet ist.

Politisch stehen wir den Grünen nahe, nicht immer, so daß unser strahlengeschädigter Kraftwerksingenieur jetzt rotieren und pöbeln kann.

@gux: Die englische Schwester meiner Frau hatte in ihrem Haus Kamine mit atmosphärischen Gasbrennern, die oft die fatale Eigenschaft hatten, möglichst am Wochenende gesperrt zu sein, weil der Besuch aus Deutschland den Münzkasten zur Überfüllung brachte. Dann mußte ein örtlicher Vertragspartner den Kasten leeren, damit man weitere Münzen einwerfen konnte. Ich vermute, daß dieser sozial nicht schlechte Brauch heutzutage nicht mehr besteht.

Inzwischen gibt es in der Schweiz Elektrostaubfilter, die sich aber nicht überall installieren lassen. Ob es in dieser Sache einen Fortschritt gibt, weiß ich nicht. In Deutschland hat der Gesetzgeber dieses problem noch nicht aufgegriffen.

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@schrotsaege - man ist modern geworden! Es gibt (fast) keine Münzmeter mehr, sondern man verwendet Karten, so wie früher die Telephonkarten. Die kann man dann in den Eckläden oder bei der Post aufladen. Vielleicht geht das sogar schon per Internet ... ich habe das zum Glück bisher nur im Urlaub erlebt.

@colorcraze - ich habe mir überleg, im Fundament eine Art Keller für Kartoffeln etc einzurichten. Wir haben zwar keinen Keller, aber es sind fast 1m zwischen Bodenbrettern und Boden übrig - mit traditionellem Lehm-Stampfboden. Dort ist es einigermaßen kühl und es gibt genug Platz. Besonders Kartoffeln sind hier ein Problem - im Kühlschrank soll man sie nicht lagen, aber im warmen Haus halten sie nicht lange. Mein Elternhaus hatte noch einen großen Keller - aber leider ist das hier sehr selten.

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@gux: Lehmstampfboden klingt schonmal gut, das hatte der sehr funktionstüchtige Keller meiner Großtante WIMRE auch. Das war allerdings ein Bauernhaus von ca. Mitte des 19. Jhdts oder älter, das nur in den Geschossen darüber wenige per Ofen/Chuuscht beheizbare Räume hatte. Das heißt, das Problem der von der Zentralheizung ausgehenden warmen Röhren, das man in allen modernisierten alten Häusern hat, gab es dort nicht... ich nehme an, daß Sie mit dem Kriechkeller nur wenige ausreichend kühle Stellen haben, aber man muß es wahrscheinlich einfach ausprobieren. Feuchtigkeit kann zu einem großen Problem werden.

Was, wie ich gehört habe, gut funktionieren soll, sind Sandkisten, in denen man Möhren verbuddelt. Ob das auch mit Kartoffeln so geht, davon habe ich noch nie was gehört - keine Ahnung.

Ich erinnere mich nur an ellenlange Keime von Kartoffeln im Keller vom Haus meiner Eltern, als meine Mutter mal "Kartoffeln einlagern" wollte... auch ein zweiter und dritter Versuch mit anderem Holzgestell und nicht ganz so viel und ganz so lange war nicht wirklich erfolgreich.

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Ach ja, und irgendwann lief mir mal eine Frau aus Werchojansk über den Weg. Ich horchte auf: das war der Ort, der in meinem Schulatlas als "Kältepol" eingezeichnet war, mit im Winter gerne mal -70°C. Ich versuchte sie ein bißchen über den Umgang mit der Kälte auszufragen, und bekam immerhin erzählt, daß man Zwiebeln dort im Kühlschrank aufbewahre, weil sie sonst auf dem Boden zu kalt hätten und verfrieren würden.

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Genau solche formidablen Sätze wie Schrotis hatte olle Kachelmann auf der Pinnwand gesammelt, die er in der allzeit gut besuchten Gummizelle namens Twitter bereithielt:

"Weil wir es gern flackern sehen, blasen wir im Jahr 10 Tonnen Holz mit allem Feinstaub, Stickoxiden, Ruß, Methan und CO2 aus unserem Kamin. Politisch stehen wir den Grünen nahe."

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Altes Gartenwissen
Kartoffelmieten im Freien waren früher trotz der wesentlich strengeren Winter gang und gäbe. Im Internet findet sich dazu unter "Altes Gartenwissen" eine genaue Bauanleitung. Wichtig ist, daß die Miete mit engmaschigem Drahtgeflecht vor Ratten und Mäusen geschützt und nach jeder Entnahme sorgfältig wieder verschlossen wird.

Im Zeitalter der bißfesten Nudel und fettigen Pommes braucht heute niemand mehr ein privates Kartoffellager. Auch sind die Sorten unterschiedlich lagerfähig, die berühmte Sorte "Linda" baut im Lager stark ab.

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@colorcraze - unser Haus ist aus den 60er Jahren. Gute englische Qualität, bei der die meisten deutschen Häuslebauer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden. Zumindest ist es gut gelüftet, weil die Fenster nicht richtig schließen!

"Kriechkeller" habe ich als Wort noch nie gehört, beschreibt den Keller aber sehr gut - irgendwie muss ich nur eine Lösung finden, wie man Dinge lagert und wieder heraus bekommt. Das Einlagern von Lebensmitteln ist eine Kunst, die man irgendwie auch verlernt, weil man es einfach so selten braucht.

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@colorcraze - unser Haus ist aus den 60er Jahren. Gute englische Qualität, bei der die meisten deutschen Häuslebauer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen würden. Zumindest ist es gut gelüftet, weil die Fenster nicht richtig schließen!

"Kriechkeller" habe ich als Wort noch nie gehört, beschreibt den Keller aber sehr gut - irgendwie muss ich nur eine Lösung finden, wie man Dinge lagert und wieder heraus bekommt. Das Einlagern von Lebensmitteln ist eine Kunst, die man irgendwie auch verlernt, weil man es einfach so selten braucht.

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Kriechkeller
Wenn der Boden des Kellers nur aus Lehm besteht, ist er nicht sicher vor Ratten und Mäusen. Um ihn für die Lebensmittellagerung herzurichten, sollte man deshalb einen schmalen Mittelgang im Keller graben, um Stehhöhe herzustellen. Einen Statiker würde ich aber zur Sicherheit hinzuziehen. Auch das britische Bau- und Gebäudeversicherungsrecht wäre zu prüfen. Gut, echt deutsch jetzt mein Rat.

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Das Wort "Kriechkeller" begegnete mir das erste und bis jetzt letzte Mal in den 1980ern, als mir jemand mehrere Keller unter verschiedenen Berliner Häusern beschrieb, darunter 2 mit 60 cm und etwa 1 m "Höhe", die er als "Kriechkeller" bezeichnete. Also, ich habs nicht erfunden, es ist mir nur nach fast 40 Jahren mal wieder eingefallen.

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Schrotaege, der "Keller" ist zu niedrig zum Graben - allerdings halte ich Ratten und Mäuse für eher unwahrscheinlich, denn von außen gibt es nur Lüftungssteine die eindeutig zu klein sind. Aber vielleicht sollte ich doch einmal Fallen aufstellen.

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Vom Objekt zum Subjekt
und wieder zurück

»von einem Philosophen hätte ich mehr erwartet«

es sind diese 3.klassigen Sätze, die eine Zigarette so
angenehm machen

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Kekse backen und
seinen Keks mit Ideen füllen, tdv, sind auch Teil der monotheistischen religiösen Tradition, nedwar. Wie auch Wilhelm von Ockham - der war doch Mönch - und gut, wie mir scheint, und ohne das Christliche Abendland buchstäblich undenkbar.

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Ockham selbst hätte aus jeder entwickelten Kultur stammen können, angefangen bei den altinidischen oder babylonischen.

Nicht sein Denken, sondern dessen systenatische und systematisierte Weitergabe war die Leistung, die ohne Katholizismus wohl nicht möglich gewesen bzw. dem Zufall überlassen worden wäre. Denn diese Leistung wurde an Universitäten erbracht, die es - wie die muslimischen Madrassen - ohne monotheistische Religion wahrscheinlich gar nicht und sicher nicht im europäischen Umfang gegeben hätte.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Der Universalienstreit
thorha, ist genuin abendländisch - und: seine Fragestellungen beschäftigen usn noch heeute - tagtälich (z. B. die nicht unerhebliche Dabatte über die Erkenntnisse der Hirnforschung knüpfen direkt da an - weshalb auch Leute, die sich da auskennen, von anfang an im Vorteil waren. (s. - Jürgen Habermas...).

Sobald man in dieses Thema einsteigt, sieht man: Wihlem von Ockham (und Anselm, Thomas von Aquin, Duns Scotus und den Kusaner usw.) hat es anderswo nicht gegeben.

Habermas: Auch eine Geschichte der Philosophie, (Seiten 8oo bis 875 roughly, but many (!) more). s. a. Kurt Flasch, Das philosophische Denken im Mittelalter und "Zeit"; Ernst Bloch Tübinger Einleitung in die Philosophie und Zwischenwelten in der Philosophiegeschichte sowie Atheismus im Christentum; Arno Borst: Computus und Die Welt des Mittelalters.

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Den Universalienstreit gibt es seit der Antike, mein lieber dk, von daher ist das nun wirklich ein extrem schlechtes Beispiel.

Und es gibt ihn - aber das nur nebenbei - selbstverständlich auch in anderen (nichtwestlichen) Philosophietraditionen wie der indischen.

Deshalb bleibe ich dabei - ein Ockham hätte in jeder entwickelten Zivilisation auftreten können (und ist das vielleicht auch, wir wissen nur nichts davon).

Gruss,
Thorsten haupts

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dk
ich habe erst gestern wieder Kekse gebacken. Ich habe sie mit selbstgemachter Erdbeer Marmelade gefüllt.

Übrigens eine sehr viel sinnvollere Beschäftigung als über Witzblatt Figuren wie Anselm oder Scotus zu streiten.
thorha hat natürlich Recht, auch in östlichen Religionen hat man über solche Themen nachgedacht, hat aber wenigstens schon vor ein paar tausend Jahren damit aufgehört.
Ein Fachmann wie sie müsste es doch mittlerweile herausgefunden haben: Wie viele Engel sind es denn nun, die auf einer Nadelspitze stehen können? Hat man sich geeinigt?

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Der Universalienstreit
ist der Beginn der Institutionalisierung des Widerspruchs und damit der Entstehung der abendländischen öffentlichen Universitäten. Im Kontext des Glaubens begann man unter der Obhut der Kirchen an den Lateinschulen Glauben und Wissen auf vernünftige Art und Weise voneinander zu trennen. Das war eine geistige Revolution. Ockham hat an einer solchen Schule unterrichtet (in London - lange (!) bevor es dort eine Universität gab), bevor er seinen Zug durch Europa antrat, der ihn nicht zuletzt nach München führte, sodass er heute nicht nur William of Ockham, sondern auch Wilhem von Ockham genannt wird.

An dieser systematischen Stelle findet man dann eben die bekannten Größen, die ich oben genannt habe, aber auch Eckhart, Seuse und Tauler, die das Deutsche entsprechend - ausbauten und: Das Ich entdeckten (versprachlichten) und somit die Grundlage für die Reformation und die Protestantismen legten, die das institutionelle Schisma zwischen den Realisten und den Nominalisten auf der Ebene der Volkskirchen wiederholten - und vergrößerten. Eine erneute, erhebliche Erschütterung des abendändischen Geistes, der - guckst Du bei Hegeln und Hölderlinen: sich eben durch die "Entzweiungen" (= die dialektischen Spannungen...) die dieser Geist zeitigte, hindruch (!) zu höchsten Blüten aufschwang - auch im Fall der katholischen und der evangelischen Spaltung (= "Entzweiung" bei Hegel in der "Phänomenologie").

Für Bloch ist es glasklar, dass das alles haaarklein zusammenhängt: Hegel, Hölderlin, Jakob Böhme, der Pietismus, die Mystik, Faust - Heine und Marx (wer nicht zu bequem ist, liest das nach in - "Subjekt - Objekt", nedwahr. Wird derzeit für zwei, drei Euro plus Porto verramscht, iwwerischens. Interessiert außerhalb von Asien und ein paar Russischenen und US-Blogs und Elite-Unis offenbar keinen mehr, der Bloch und der Hegel.

Hegel hat noch eine klare Vorstellung davon, aber auch Bloch betont das immer wieder. "Atheismus im Christentum" habe ich ja bereits benannt. Selbst die Entfremdung, aber auch das Sein, die Gelassenheit, und das Wesen und all diese Wörter, ohne die die moderne Gesellschaft buchstäblich nicht denkbar wäre - entstammen dem religiösen Diskurs des Mittelalters. Jawoll -auch die Entfremdung ist eine mystische Entdeckung.

- Das, die Trennung von Glauben und Wissen unter der Obhut der Kirche, ist auch der Inhalt des zweiten Bandes von Habermas' "Auch ein Geschichte der Philosophie". Das hat in dem runden Dutzend Rezensionen, die ich bisher darüber gelesen habe, keiner bestritten. Ich musste hierher in dieses Forum kommen, um zu lesen, dass das falsch wäre. Originell durchaus , Thorsten Haupts, das will ich "kondizieren", mit Hans Duschke zu sprechen.

Es ist eben auch auf der Seite der institutionellen Entwicklung so, dass das abendländische Universiätssystem weltweit keinen Vorläufer oder keine Entsprechung hat. Hier lagen Sie oben richtig. Die drei neukantianischen "Wertsphären" wurden hier entdeckt - und als drei unterschiedliche Fachgruppen, die nach unterschiedlichen Begründungssystemen organisiert sind (das ist der Hauptpunkt), ausgebaut: 1) Naturwissenschaften (Technik) einschließlich Mathematik und Logik

2) Sozialwisssenschaften (einschließlich Jura) und

3) Geisteswisssenschaften (einschließlich Theologie und Ästhtetik), die die ersten beiden, wie es bei Habermas heißt, aus sich entlassen haben, nota bene (das ist ein Punkt, den Hadmdut Danisch einfach ignoriert, weshalb er an vielen Stellen unnötig grob/unscharf oder auch einfach falsch schreibt).

Und diese drei bilden das Rückgrat des abendländischen Denkens - und werden weltweit kopiert. Kopiert, nota bene, weil es diese systematische Dreiteilung anderswo nirgends gab. - Ich war in der Uni egal wo umgeben von Asiaten, die sich wahnsinnig abgemüht haben, diese Dinge zu verstehen (sie schleppten die dicksten Wörterbücher mit, die ich bis dato in einem Seminarraum gesehen hatte - ganz ungewohnt hohe Dinger, ziemlich abgewetzt). - Warum nur? - Warum gibt es fünf+ japanische Übersetzungen von Sein und Zeit? - Weil diese Dinge, die da im Abendland verhandelt wurden und werden, immer noch (und immer wieder) aktuell sind.

Das ist der Witz an der Sache.

PS
Ich wollte oben noch "Zwischen Naturalismus und Religion" von 2005 als einen relativ überschaubaren Band mit überschaubaren Aufsätzen von Habermas nennen, der direkt an den Universalienstreit anschließt und häufig darauf Bezug nimmt - nicht zuletzt mit Blick auf die Kognitionsforschung und KI usw.

...oops - I did it again...

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@dk:

Wenn Sie nachweisen wollten,dass Sie intellektuell nicht satisfaktionsfähig sind, ist Ihnen das gelungen. Meine Einwände gegen Ihre Darstellung waren genau zwei: Der Universalienstreit begann lange vor dem institutionalisierten Christentum, nachweislich bspw. in den Schriften des Aristoteles UND er wurde auch in anderen Philosophieschulen als den europäischen geführt.

Gegenargument von Ihrer Seite: Keines. Statt dessen lange belesene Abhandlungen über europazentrierte Interpretationen des Universalienstreites, die niemand bestritten hat.

Und dann das: Das hat in dem runden Dutzend Rezensionen, die ich bisher darüber gelesen habe, keiner bestritten.

Oh, wirklich? In rein auf Europa bezogenen philosophiehistorischen Abhandlungen hat niemand die Beseutung des Universalienstreites bestritten? Ich auch nicht.

Und damit lassen wir´s dann gut sein, denke ich. Ich werde nicht mehr antworten, es sei denn, es kommt etwas wirklich neues. Am besten von Leuten mit Kenntnis aussereuropäischer Philosophieschulen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Ethik
Und wenn Sie mit Ihrem ersten und letzten Satz an DK Ihre schlechten Manieren nachweisen wollten, so ist Ihnen das wieder einmal gelungen. Oder sollen wir das gem. "buerger" als "gepflegte Provokation" hinnehmen?

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Oder sollen wir das gem. "buerger" als "gepflegte Provokation" hinnehmen?

Ganz wie es Ihnen beliebt :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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dk

Es ist jetzt über 50 Jahre her, dass die Einen den Habermas' dieser Welt nachliefen, und das von der "Trennung von Glauben und Wissen unter der Obhut der Kirche" glaubten, während die anderen, denen das mit der Obhut denn doch zu peinlich gewesen wäre, lieber dem Marcuse Recht gaben.
Sie erinnern mich ein wenig an den Spaemann. Der hat auch immer viele derjenigen, die versucht haben bei ihm Philosophie zu studieren, mit solchem Quark zum Lachen gebracht.

"Und diese drei bilden das Rückgrat des abendländischen Denkens..." Dass die Dummköpfe der Welt diesen Drei nachjagen ist verständlich, denn sie versprechen Teilhabe am höchsten der Werte ihres eigenen Welt-Verständnisses... dem Konsum!
Ich bewerte das nicht, ich urteile auch nicht, ich stelle einfach nur fest.

Denn ich sehe auch die Konsequenzen der Einsicht in dieses weise Denken. Und da sehe ich dann zB auch einen Klimawandel kommen, als Konsequenz ihres 1) Zweiges: der Naturwissenschaften, der so wie es aussieht, wohl das Ende dieser Spezies gegen Ende dieses Jahrhundert herbeiführen wird?
Ich gestehe, das stört mich nicht besonders, aber als Beleg für den grossen Wert westlichen und vor allem: "christlichen" Denkens finde ich es etwas mager...

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Die Institutionalisierung
des Widerspruchs via Universalienstreit ist die abendländische Spezialität, Thorsten Haupts. Das reicht bis Hegel, selbstverständlich und - Robert Brandom dieser Tage (Making it Explizit) oder halt Zwischen Naturalismus und Religion und Nachmetaphysisches Denken II von Habermas.

Dass es das Problem der universalen Gültigkeit von Aussagen auch in anderen Kulturen gab und gibt, betonen Sie zu recht.

Der Punkt ist, was das für institutionelle Konsequenzen hatte - bis hin zur Kanonisierung der freien Rede - exemplarisch durch Kant und John Stewart Mill.

Die zentralen Punkte sind also: I )Widerspruchstoleranz und II) freie Rede - und diese beiden Schlußsteine des abendländischen Gedankenbogens finden sich nirgends sonst an so prominenter Stelle in einem Gedankengebäude weltweit.
Dieser Kernbestand der abendländischen Tradition ist überdies wertvoller als Gold, nedwahr.

PS

Es gibt unter diesen Auspizien in keiner Debatte ein letztes Wort.

PPS

Ihr Hinweis auf Aristoteles trifft nicht; denn der ist ein tragender Teil dessen, was ich oben mit Blick auf Habermas und die abendländische Tradition*** bemerkt habe. Kurz gesagt: Ohne Rückgriff auf Platon hie und - - - Aristoteles - - - - da kein abendländischer Universalienstreit. Hier rennen Sie mit Verve eine offene Tür ein.

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tdv, Sie haben bei
Robert Spaemann studiert? Interessant! Der kannte und schätzte die Anita Albus, und deren nicht zuletzt bildnerische Arbeit, nedwahr. - Apropos Ästhetik. Er hat sich auch gern von der bekochen lassen auf ihrem burgundischen Schloß - schon wieder Abendlaand & Ästhetik, hehe.

Der Klimawandel als pars pro toto für das Abendland - - - Sie scherzen, wie es Ihre Art zu sein scheint, schwarzen Hezens. Jaja - vermutlich sterben wir allesamt bevor dieser Planet hier wie ein abgeriebener Pneu in seinen ewigen Jagdgründen umsinkt, dereinst****, hehhe!

**** von Peter Rühmkorf ("der Dichter Ruhmkopf", Hermann Peter Piwitt in - ickjloobe mich zu erinnern - dem trefflichen Romanwerk Die Rothschilds) geliehen, dieses schöne - dialektisch-hegelisch einigermaßen verschachtelte gruselig-schöne kosmologische Altreifen-Szenario von unser aller dermaleinstigem Verlöschen.

Zu dieser Untergangsvision gibts auch was Schönes von Enzensberger, iwwerrischens, unter dem hochherzigen Titel "Tränen der Dankbarkeit": "Ich habe zu danken für Berge und Berge von alten Autoreifen, / Für den Hundertmarkschein als Handtuch / Für den Falllschirm, der sich nicht öffnet / (...) lauter Liebesperlen und Hafterleichterungen in allen möglichen Farben...

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dk
es gibt ja auch heute noch Spaemänner, denen die Schleimer so hoffieren, dass sie meinen sie verdienten ein Schloss.
Meine Studienzeit fiel in die Zeit in der sich die Wege der Studenten Bewegung trennten, in die RAF und die Grünen. Beides war nicht akzeptabel, und so haben sich sehr viele auf zu neuen Grundlagen gemacht.
Die Raf war bald tot, und bei der Grünen Gründung wurden die eigentlichen Grünen, die Fundis, aus der Partei so ziemlich herausgehalten. Die aus der Friedensbewegung hervorgetretene Partei landete denn auch folgerichtig bei Kriegsverbrechern wie Fischer, oder einer Kanzler-Kandidatin wie Baerbock, da diese es schafft zumindest auf ein paar Fotos hübsch auszusehen, was beim deutschen Wähler reicht.
Als man sie nach Gezeter über brasilianische Waldbrände fragte, warum sie nie über Waldbrände zB im Kongo redete, fragte sie. Kongo? Kongo? Da kommt doch Kobold her, das wir für unsere e-Autos brauchen?

Am Ende gefile meine letzte Arbeit Herrn S dann nicht sonderlich, und da ich mich nicht nur geweigert hatte anständig Latein zu lernen, um seinen geliebten Leibniz im Original zu verstehen, sondern ihn wegen dieser Forderung auch noch ausgelacht habe, verweigerte er mir den Abschluss. Ich habs dann ins englische übersetzt, bin zu Gardner nach Berkeley und die Sache war geritzt.
Ich hab das dann übrigens nur ein einziges Mal gebraucht, um meine geplagte Miutter zu erfreuen. :-)

Was den Klimawandel angeht so wissen wir ja mittlerweile, dass es ein sich selbst beschleunigendes System geworden ist. Von den Studien, die man dann mit dieser Beobachtung gemacht hat, gefällt mir nun mal die am besten, die einen Anstieg der Durchschnitts Temperatur von ca 5°C vorhersagt...
Bei dem Exitus brauchen die Krematorien dann keine gefakten Bilder mehr um zu zeigen, dass sie mit dem Verbrennen nicht nachkommen... Sie kennen die Geschichte von den zwei Planeten die sich treffen?

Sagt der eine: "Ich habe einen sehr schweren Befall von Homo Sapiens"
Sagt der andere: "Mach Dir mal keine Sorgen. Das hatte ich auch schon mal. Das geht von ganz alleine wieder weg."
:-)

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Haben die Philosophen noch immer ihren Pantheon? Ich fand diese Art der Heldenverehrung (heute würde man wohl eher 'namedropping' sagen) faszinierend ...

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Sind wir nicht wieder in einer fast religiös anmutenden Heldenverehrungsperiode der Menschheitsgeschichte? Mutti, Gretel, Lady GaGa, Obama, Karl Delphi...die Talkshows und sonstigen Medien sind voll mit Helden, deren Meinung zu allem und jedem abgefragt wird, Hauptsache prominent und meinungsstark. Da werden Sämger, Gaukler und Sportler zu Themen befragt, von denen sie dezidiert keinen Plan haben und dann wir hinterher gesagt: Frau X oder Herr Y findet folgendes und aufgrund des Status als bester Gaukler des Jahres 1983 sollte man die Meinung übernehmen.

Das ist quasi-religiös und komplett unaufgeklärt, Heldenverehrung auf Niveau Rothaarige sind Hexen und die Erde eine Scheibe und die Sonne dreht sich um die Erde. Schon im Mittelalter konnte man damit andere Meinungen und unbequeme Gegner hervorragend beseitigen.

Wir sind mit dem Quotenwahnsinn auch wieder auf dem Weg zur Ständegesellschaft und die Coronaverordnungen sind zwar keine Schollenbindung, aber weisen Ähnlichkeiten auf, insbesondere in fehlender rationaler Unterfütterung bzw. Pseudobegründungen.

Ist ein Virus nachts übertragbarer als tagsüber?

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Heldenverehrung gab es doch immer, oder? Menschen scheinen eine Identifikationsfigur zu brauchen - warum sonst sind Monarchien noch immer so beliebt (bzw. inszenieren sich viele republikanische Staatsoberhäupter sehr gerne als Pseudo-Monarch)? Wir sind nunmal soziale Wesen - daran ändert wohl auch der aufrechte Gang nicht so viel.

Keine Ahnung haben viele - und keine Ahnung von Naturwissenschaften zu haben gehört doch eigentlich zum guten Ton, oder? Man würde es vielen Menschen nachsehen, wenn Sie noch nie von Haber gehört haben ... (obwohl es mich klammheimlich freut, dass man sich über den Kobold lustig macht ... aber was wäre wohl gewesen, hätte sie Karl mit Groucho verwechselt?)

Menschen gibt es aber auch noch gar nicht so lang, und wir lernen doch noch immer. Die paar 1000 Jahre sind eine sehr kurze Zeit - Dinosaurier gab es deutlich länger!

PS: Ich vermute, das Virus folgt der EU Arbeitszeitdirektive.

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@gux: Philosophen-Pantheon
Ob die universitäre Fachdisziplin "Philosophie" noch so was wie einen Pantheon hat, weiss ich nicht, keine Einblicke.

Aber ausserhalb dieser Fachdispziplin ist es natürlich unvermeidlich, dass bestimmte, zuerst kohärent formulierte, Grundgedanken mit bestimmten namen verbunden bleiben. Und in der westlichen Welt gibt es deshalb natürlich eine Art "Pantheon". Weil Hume, Locke, Thomas von Aquin, Aristoteles, Platon, Schopenhauer, Marx, Popper, Foucault (um nur einige der Namen des Pantheons zu "droppen") mit den philosophischen Konzepten verbunden werden, die sie häufig erstmals sauber ausformuliert haben.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Ich vermute, das Virus folgt der EU Arbeitszeitdirektive.

Arbeitsstätten als Übertragungsorte (und die Öffis auf dem Weg dahin) sind nicht zu unterschätzen. Also schweigt man besser, es könnte eine Diskussion angestossen werden, die negativen Einfluss auf das GDP hat.

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ThorHa - warum ist es unvermeidlich? In vielen anderen Bereichen ist das eher unüblich. Sind Philosophische Grundgedanken derart komplex, dass man sie nicht mit Worten beschreiben kann, oder ist dies eher eine Art Verehrung der Meister? Mir fällt auf (und ich meine das ohne Wertung!), dass der Personenkult bei Geisteswissenschaften deutlich ausgeprägter ist (zugegeben - das beruht auf einer sehr kleinen Stichprobe von vielleicht 100 Studenten).

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Kann da nur aus WiWi Perspektive etwas dazu beitragen.
Vieles ist nur Kategorien und Strukturen benennen, also lediglich eine Denkhilfe. Gibt bei Problemlösungen die abzuhakenden Themen vor. Das bedeutet für den Studenten Auswendiglernen und für den Praktiker einen Liste. Wenn man da irgendwas zum Angeben braucht, ist Kotler oder Parker geeignet. Das Modell ist meistens zu unterkomplex zum Angeben. Bei der VWL ist das mit den Modellen so mathematisch geworden, dass sich damit auch nicht angeben lässt und Praktiker interessiert es gar nicht mehr, weil zuviele Annahmen der Modelle in die Kategorie heroisch fallen, sprich die Modelle für die Prognose der Zukunft unbrauchbar sind. (Wem dies zu arrogant erscheint, der möge sich mal die mehrjährigen Zukunftsprognosen irgendeiner Bank oder irgendeines Wirtschaftsweisen/VWL Institutes zur Hand nehmen und mit der Realität vergleichen. Affen und Dartscheiben haben bessere Trefferquoten).

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es stimmt, die Zeit
liebt die Künstler, gux, buerger und thorha, und die Philosophen halt auch; auch ein paar Poeten und Wissenschaftler hat sie aufgehoben. Es hat mit Qualität zu tun. Anerkennung durch die Besten ihres Faches zunächst, dann - darüber hinaus. Ars longa - vita brevis.

Kein anderer zeitgenössischer Autor deutscher Zunge wird so häufig übersetzt und zitiert wie Jürgen Habermas. Er ist brillant, das ist faszinierend - und inspirierend. Sonst kriegt man kaum was dafür. Aber diese geistige Anregung kann man sich da abholen.
Und klar: Kunst und Poesie, Musik und Philosophie sind persönlicher als andere Dinge. Das hat vor- und Nachteile. Es ist beispielsweise jedermann unbenommen, - sagen wir: Enzensberger einen oberflächlichen Filou zu schelten, oder Habermas einen staubtrockenen Langweiler. - Enzensberger lacht darüber. Vermutlich, weil er eine Ahnung davon hat, wie gut er ist.

Aber als solcher, als Meister seiner zwei-drei Fächer (Essayistik, Poeterei, und ein eigentümliches, analytisches Erzähen (s. z. B. "Hammerstein - oder der Eigensinn") ist er für mich und ein paar andere unerreicht. - Es gibt schlicht sonst niemanden wie ihn. Er hat - einen eigenen Ton, und eine eigene unverwechselbare Stimme.

PS

Enthusiasmus und Angeberei sind zweierlei. Sie verhalten sich zueinander wie Inspiration und Konsum. Diese beiden für gleich anzusehen ist kein Zeichen von Geistesgegenwart.

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@gux:
ThorHa - warum ist es unvermeidlich? In vielen anderen Bereichen ist das eher unüblich.

Leibnitz, Pasteur, Pascal, Gauss oder Einstein bitten um Differenzierung :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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@ThorHa - ich sage ja nicht, dass es so etwas nicht gibt ... aber es kommt mir irgendwie seltener vor. Und als ich mich noch unauffällig unter Studenten bewegen konnte, kam es mir vor, als wäre die Hochachtung und Anbetung geisteswissenschaftlicher Koryphäen deutlich größer als vergleichbarer Forscher der Naturwissenschaften.

@DK - Was haben Habermas und Enzensberger mit Qualität zu tun? Verglichen mit - z.B. Fritz Haber - ist ihre Leistung doch eher Bescheiden; selbst César Milstein oder Tim Hunt dürften eine zumindest vergleichbare Leistung erbracht haben, oder?

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@gux:
Hochachtung und Anbetung geisteswissenschaftlicher Koryphäen deutlich größer als vergleichbarer Forscher der Naturwissenschaften.

Möglich. Wenn, dann vielleicht verursacht durch zwei beobachtbare Eigenschaften: Geisteswissenschaftler sind - heute bzw. seit 50 Jahren - sicher nicht diejenigen mit der höchsten Intelligenzbasis unter den Wissenschaftlern. Und sie wissen vielleicht weniger, als Naturwissenschaftler, dass sie alle auf den Schultern von Riesen stehen bzw. ihre Leistungen der Vorarbeit vieler anderer vor ihnen verdanken.

Aber ausserhalb der direkten akademischen Zirkel (zu denen ich schon sehr lange keinen Zugang mehr habe) wäre meine Einschätzung, dass die Heldenverehrung überall ähnlich stark ausgeprägt ist. Menschheitskonstante.

Gruss,
Thorsten Haupts

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ausserhalb der direkten akademischen Zirkel - gibt es eine Welt da draußen? Seit ich ein Student war versuche ich, diese so gut es geht zu vermeiden (ich glaube, das ist der einzige Grund, warum es so viele Hochschullehrer gibt ...).

Ich denke, ich sollte mich ein wenig mehr mit normalen Menschen umgeben - im letzten Jahr habe ich in dieser Hinsicht erstaunlich viel gelernt, besonders, dass man sich seiner eigenen Blase meistens nicht bewußt ist.

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gux
Philosophen haben nicht wirklich einen Pantheon, aber es gibt da halt einige die in ihren Büchern die richtigen Fragen gestellt und dann versucht haben zumindest interessante Antworten darauf zu geben.
Das ist so ähnlich wie bei Ihnen, sie haben sich unter den Religionen halt die Wissenschaft für Ihren Pantheon ausgewählt. Eine Religion, die, wenn man es so sagen darf, gerade wegen eines Virus (mit dem sehr viel Geld verdient werden kann) sehr viel von ihrem guten Ruf einbüsst. :-)

Und: Nein! " Sind Philosophische Grundgedanken derart komplex, dass man sie nicht mit Worten beschreiben kann...?" Aber die Realität zeigt doch gerade heute in der Digitalisierung, dass die Masse nicht an "Wahrheiten" interessiert ist, sondern an Bestätigung der eigenen Meinung.
Gerade in dem Zusammenhang liesse sich vieles zu dem sagen, was man heute Wissenschaft nennt.

Oder wie BUERGER das direkt unter ihrem Kommentar so schön formuliert hat: "Ist ein Virus nachts übertragbarer als tagsüber?"

buerger
sie stellen da eine Frage, dich mich auch seit einigen Jahren nervt. Die Ursache nach der sie fragen, nennt sich Digitalisierung.... Eine Art von Geisteskrankheit, die sogar verglichen mit SarsCov2, extreme Nebenwirkungen hat. Es findet wegen der "sozialen" Medien eine echte Demokratisierung statt. Egal wie blöde etwas auch ist, wenn die Mehrheit es glaubt, dann ist es die Wahrheit und alle haben sich daran zu halten.

Man kann das seit einigen Tagen an der unaufhaltsam Einführung des Impfpasses ganz deutlich beobachten. Man macht sowas einfach Schrittchen für Schrittchen. Am Ende steht dann eine Fakten-gecheckte umfassende Datensammlung zu jedem Einzelnen, die zuerst DE-weit, dann EU-weit, dann wohl, je nach Macht welt-weit, von jedem, den "Big Brother" zum autorisierten "Offiziellen" ernannt hat jederzeit abgerufen werden kann.
Ich persönlich sehe es dabei als das eigentliche Problem, dass, ganz wie in "1984" ja auch schon, niemals klar sein wird, ob es sich bei Big Brother tatsächlich um eine Person handelt. Etwas, das kaum einem Leser auffällt....
Da freut man sich dann ein wenig, dass man bereits älter ist....

Was die Arbeitszeiten des Virus angeht, so scheint sich langsam eine andere Einstellung einzustellen, ob die richtiger ist, wird man sehen.
In Japan zB steige die Zahlen zwar wieder an, aber die Emergency hat man trotzdem ab Sonntag abgesagt. Ich nehme an die Einsicht zum Them "Wer stirbt?" hat sich durchgesetzt...
In Texas hat man jegliche Form des Lockdowns durchgesetzt. Eine für mich sehr erheiternde Win-Win Entscheidung...
Gefährlich finde ich eher die Verdummung was die Realität des Impfen angeht. Diese veröffentlichte Zoom-Unterhaltung zwischen dem Pfizer Executive und den Investoren macht es ja deutlich. Man rechnet also mit einer Dauer der ohnedies nur teilweisen Immunisierung von ca 6 Monaten, man wird eine dritte Impfung nachlegen und danach jährliche Updates.
Sowas freut Investoren... und es zeigt denen die denken welchen Sinn der Impfpass tatsächlich. Er hilft der Gastromie, dem Tourismus, big Pharma und natürlich dem, was man den Surveillance Capitalism nennt.

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tdv - ich denke der Blick nach aussen und nach innen ist immer sehr unterschiedlich, insofern kann ich eben nur von meinen eigenen Erfahrungen mit der Geistes- und Naturwissenschaft sprechen (und ich denke, die Naturwissenschaften haben sich im letzten Jahr ganz gut geschlagen - die Entscheidungen selbst werden von Politikern getroffen, dafür werden sie gewählt und bezahlt*).

Generell halte ich vieles von dem, was man heute "Wissenschaft" (oder noch schlimmer, 'science') nennt, nicht für Wissenschaft. Es ist in Mode gekommen, zu doktorieren und sich dann für einen grossen Wissenschaftler zu halten - und doch davor Angst haben. die interessanten Fragen zu stellen. Die meisten haben nicht einmal Angst vor den Antworten, weil sie nie über die Fragen nachgedacht haben (was sehr sinnvoll ist - man lebt deutlich besser!).

* in sehr bescheidenem Rahmen gebe ich auch Empfehlungen, die dann von Politikern umgesetzt werden - und ich bin sehr froh, das nicht tun zu müssen, denn dadurch kann ich mich auf mein sehr eng beschränktes Aufgabengebiet beschränken.

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Und sagt nicht mehr "einen Pantheon". Das tut mir in der Seele weh. Es ist DAS Pantheon.
Und es steht nach knapp 2000 Jahren immer noch in Rom, wo es Agrippa gebaut hat, und alle anderen Pantheons sind bloß Abklatsche.
Das ist der älteste erhaltene innen kugelförmige Raum, eine ganz neue Architekturidee damals und auch heute noch ziemlich ungewöhnlich.

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Ich persönlich sehe es dabei als das eigentliche Problem, dass, ganz wie in "1984" ja auch schon, niemals klar sein wird, ob es sich bei Big Brother tatsächlich um eine Person handelt. Versteh ich nicht. Halten Sie es denn etwa für möglich, daß eine einzige Person, - das wäre dann so eine Art Bienenkönigin -, die gesamte Menschheit im Griff haben könnte? Ich muß sagen, das ist mir eine sehr exotische Vorstellung, und schwer glaublich - für so hierarchisch halte ich die menschliche Gesellschaft denn doch nicht.

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gux
Es freut mich richtig, dass wir mal uneingeshränkt derselben Meinung sind....

colorcraze
vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausdrückt. Das war doch gerade der Punkt den ich machen wollte, selbst in dem alten Buch wurde bereits angedeutet, dass es nicht eine Person allein sein kann.
Auch heute haben wir ja die Digital Konzerne und die Finanzwelt. Und die Politik, die gerne so tut als hätte sie was Eigenes zu sagen misccht brav mit und gibt den medien vor, welche Fakten derzeit angesagt sind.
Man kann ohne viel Aufwand ein Dutzend oder mehr Leute benennen, deren Interessen da parallel laufen, und die wegen der erfolgreichen Massen Verdummung jetzt ihre Chance auf ihren schleichenden Great Reset sehen. Der wird ja nicht an einem Stück und an einem Tag umgesetzt.
Aber die Entwicklung des "Grünen Passes" mit seiner Datensammelei geht ja nun schon einige Zeit, und zwar seit dem ersten Erwähnen eines "Impfstoffs", wie gesagt: Schrittchen für Schrittchen voran.
Aber die Zombies ignorieren die mittlerweile überall erhältlichen Informationen zur Realität der Impfstoffe, sie wollen wieder fressen und reisen.
In ernsthaftem Talkrunden sieht man Mediziner und Immunologen und dazwischen einen Vertreter des Gastronomie- oder Tourismus Verbandes, der den Grünen Pass unbedingt haben will, damit damit die Blöden wieder konsumieren dürfen. Das freut die Politik und big Pharma, wenn es auch so geht, und sie sich um eine offene Zwangsimpfung drücken können...
Die Wirkdauer des Impfens wird anscheinend, wenn überhaupt mit "bis zu 6 Monaten" angegeben. Die weiter bestehende Infektionsität der Geimpften scheint auch ausser Frage zu stehen, und Re-Infektionen, derzeit mit der ansteckenderen UND tödlicheren B1.1.7 Varianten gibt es auch bereits.
Ich kann nur empfehlen, sich das Gespräch zwischen dem Pfizer Manager und den Finanz Investoren anzuschauen. Das sind keine Leute die man mit Phrasen verarschen kann...

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Das ist doch ein ganz normales Analystengespräch: der Analyst fragt nach Preis und Menge. Der CFO gibt zu, dass am Ende der Notsituation Konkurrenz aufkommt und damit die Preise fallen (und er keine Mondpreise mehr aus den Uschis dieser Welt rauspressen kann), aber dass er hofft, das durch Menge (analog jährlicher Grippeimpfung) kompensieren zu können und hofft, dass die Herstellmethode, die sie verwenden, akzeptierter wird.
Defensives Gelaber.

Wahrscheinlich ist es schon, dass dieses Virus regelmässig mutiert, so dass jährliche Grippeimpfungen dann auch dieses Virus inkludieren. Ob das Pfizer wird, steht in den Sternen, dafür ist das Gewinnpotential zu gross, weil es nicht Grippe und Covidimpfung geben wird (imho), sondern eine geneinsame Impfung und es Wettbewerb darum gibt, von wem das Zeuch kommt.

Das ist keine Weltverschwörung, das ist ein normales Gespräch.Und Analysten sind zwar Excelartisten und in der Regel auch analytisch ausgebildet, aber keine intellektuellen Hyper-Überflieger, die lassen sich sehr wohl verarschen, ist aber nicht Sinn eines solchen Gesprächs. Hier geht es darum, dass der Analyst in der Lage ist, die zukünftigen Gewinne des Unternehmens für seine Aktienanalyse und Kursprognose möglichst gut abzuschätzen. Aktien laufen besser, wenn das Unternehmen mit seinen Quartalsergebnissen die Analystenschätzung leicht übertrifft, Also muss der CFO die Analysten so briefen, dass sie im Durchschnitt den Gewinn am Besten knapp unterschätzen (profit per share has beaten consensus), aber zumindest nicht deutlich überschätzen (missed consenus).

Wer an die Marktführerschaft und sehr häufige Impfung zu hohen Preisen glaubt, möge Pfizer Aktien kaufen. Ich denke, es wird Pfizer mit dieser Impfung gehen wie mit Viagra, es kommen Nachahmerprodukte zu günstigeren Preisen und nach erstem Enthusiasmus normalisiert sich die Nachfrage (sinnvoll ist die Impfung für alte Leute, wie bei der Grippe auch).

@tdv
Die überbordende Datenmenge und die erstmalig vorhandene technischen Möglichkeiten, diese Daten zu nutzen, sehe ich allerdings genau wie Sie sehr kritisch. Weil es eben nicht die Verkäuferin beim Schlachter ist, die ?Frau Müller, möchten Sie noch etwas...mitnehmen? aus ihrem Datenwissen macht, sondern der Konsum gezielt angeheizt wird und Vorlieben kombiniert mit Gesundheitsdaten eine blöde Mischung sind.

Es steht ja aber jedem selbst frei, auf seine Daten aufzupassen, niemand muss sein Gewicht und seine Nahrungsaufnahme in Apps erfassen. Und Werbung blendet das Hirn aus wie Nebengeräusche (Knirschen unter den Schuhen). Der Erfolg von Influencern liegt daran, dass die bessere Werbung machen, aber auch das nutzt sich ab.

Warum massenhaft Leute für fast keine Gegenleistung payback Karten verwenden und damit zum gläsernen Konsumenten werden, lässt sich nur mit der wirtschaftlichen Dummheit der meisten Menschen erklären. Die finden dann aber auch die Abschaffung des Bargelds toll und nutzen die Haushaltsbuchfunktion ihrer Bank.

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@tdv - muß ich mir Sorgen machen, wegen der Einigkeit?

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"Wer an die Marktführerschaft und sehr häufige Impfung zu hohen Preisen glaubt, möge Pfizer Aktien kaufen. Ich denke, es wird Pfizer mit dieser Impfung gehen wie mit Viagra, es kommen Nachahmerprodukte zu günstigeren Preisen und nach erstem Enthusiasmus normalisiert sich die Nachfrage." (buerger)

Dazu kommt, dass der Volksmund vielleicht keine realistische Vorstellung hat, wie riesig Pfizer ist und wie vergleichsweise unbedeutend der Umsatzanteil ist, den so ein Supertanker von einem einzigen popligen Impfstoff zu erwarten hat.

Der Aktienkurs von Pfizer baumelt im Niemandsland leicht abwärts seit 2,5 Jahren. Das Allzeithoch ist aus dem Jahr 2000. Da kommen Spekulanten die Tränen, aber nicht vor Freude. Allerdings ist die Dividende ok, Zeug wie Pfizer kann man ohne Bauchschmerzen seinen Enkeln unters Kopfkissen legen.

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Marktkapitalisierung ist etwa $200Mrd., Der 2000er Höchststand wurde allerdings Spätsommer 2018 kurzzeitig wieder erreicht. Aber die Inpfung hat den Kurs so gut wie gar nicht bewegt. Kurzes Hoch im November und danach wieder 20% runter. Da scheint der Impfstoff Anleger nur sehr kurzfristig beeindruckt zu haben.

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Die Herzen der Menschen
gehören den Künstlern, gux, ihr Geld den Wirtschaftlern und und Wissenschaftlern usw.... - ist Ihnen das noch nie aufgefallen? - Gauß zu ehren, muss man schon was von den Spezifika seiner Profession wissen, sonst funktioniert das eben nicht. - Ein Beispiel der aktuellen angemessenen Gauß-Verehrung geben Charles Murray und Richard Herrnstein z. B. (The Bell Curve) - oder der Historiker Gregory Clark, der nun in Schottland gecancelt worden ist wegen seiner ausdrücklichen Bezugnahme auf die Vereherung von Gauß' Glockenkurve durch den Politologen Murray und den Psychologen Herrnstein.

Enzensberger ist ein Genie des aktuellen deutschen Ausdrucks. Das muss Sie nicht die Bohne interessieren, das verstehe ich ganz und gar. Dabei: Er hat nicht nur Frederick Winslow Taylor (jawohl, der Erfinder des Taylorismus) und Alan Turing (Bletchley Park/The Enigma Project und- die Turing Maschine) , sondern auch Tycho Brahe und Georg Wilhelm Leibiz, colocraze und tdv, jeweilen eine Ballade gewidmet - in Mausoleum - siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts - einem meiner Lieblingsbücher, dass ich's nur sag'.

Das alles ist seit Jahrtausenden so. Keiner weiß mehr wie der Herzog von Weimar hieß, aber Goethen und Schillern kennen noch welche. Das Gleiche gilt für Platon und Aristoteles, für Sappho und Shakespeare, für Bach und Michelangelo, ja selbst für Molter, Rosenmüller, Kerrl und Buxtehude.

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Aktienkurse ...
Wird es nach dem EU Angriff aus AstraZeneca eigentlich noch ein Unternehmen geben, das sich dazu bereit erklären wird, sich für die Allgemeinheit einzusetzen? Der Vertrag mit Oxford (und der britischen Regierung durch die Forschungsförderung) verpflichtet AZ, den Impfstoff bis zum Ende der Pandemie zu Selbstkosten zu vertreiben (und für einkommensschwache Länder sogar für immer) - aber die erhofften positiven Nachrichten bleiben aus. Die EU - die das mit Biontech auch hätte machen können - attackiert AZ aus billigen politischen Gründen und ruft mehr oder weniger offen zum Boykott der Firma auf.

Warum sollte jemand so etwas noch einmal machen?

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Entweder die Forschungsgelder sind solche Klauseln wert oder nicht. Ein Manager sollte nicht naiv sein, ist er es, sollte er einen anderen Beruf ergreifen. Das Gebilde EU mit vielfältigen Interessen ist doch nicht erst seit gesten so.

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Es ist letztendlich eine globale Bedrohung - es bringt nichts, wenn nur ein paar Länder sich eine Impfung leisten können. Und ich finde es eben erstaunlich, wie das angeblich so böse UK die EU in dieser Hinsicht regelmäßig vorführt: immerhin inszeniert sich die EU sehr gerne als die "guten".

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DK - da haben Sie wohl recht; und Künstler dürften wohl generell ein wenig extrovertierter sein. Und gute Naturwissenschaftler leiden wohl auch sehr oft an Selbstzweifeln, weil natürlich genau das eine der Grundlagen der experimentalen Forschung ist. Ich weiss deutlich genauer, wie man etwas nicht macht ...

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@buerger
Für Pfizer ist das Motiv des Gespräches das Anheizen der relativ unbegründeten Angst vor einem Virus, das eine genau begrenzte Zielgruppe unter den Menschen hat, die man entweder irgendwann von intelligenteren Regierungen beschützen wird, oder die ganz einfach darwinistisch aussterben....
Wenn die Masse zu blöd ist um dies zu kapieren, dann hab ich damit auch keinerlei Problem.

Wie gux sicher bestätigen kann bedeuten Impfungen immer auch eine Selektion unter den Virus Varianten. Die Geschichte kennen wir ja alle zur Genüge vom perversen Missbrauch von Antibiotika, der nur resistente Stämme übrig lässt.
Es gibt noch KEINE wirklichen Studien dazu, gegen welche SarsCov2 Versionen die Impfungen helfen und gegen welche nicht. Man weiss ja nicht mal ob die Impfungen wenigsten länger als sechs Monate wirken, wie es aussieht wahrscheinlich eher nicht, und ob Geimpfte infektiös bleiben, leider wohl doch.
Firmen wie Pfizer sind an Verkauf interessiert, das ist legitim. Aber Propaganda und Planung für einen Milliarden Dollar Markt zu machen, für ein Problem das möglicherweise nicht existiert und dem Rest der Gesellschaft damit noch grösseren wirtschaftlichen und psychologischen Schaden zuzufügen, das ist in schlichten Worten: eine Sauerei.
Und Leute wie diejenigen die ich erfreulicherweise gerade in Kassel in der tagesschau sehen konnte, die werden die message dieses Videos schon richtig verstehen!

"Aber die Inpfung hat den Kurs so gut wie gar nicht bewegt. Kurzes Hoch im November und danach wieder 20% runter. Da scheint der Impfstoff Anleger nur sehr kurzfristig beeindruckt zu haben."
Sie vergessen, dass gerade in Zeiten eines massiven Wirtschaftseinbruchs der Aktienmarkt ein noch sehr viel grösseres Spielkasino für Spekulanten ist, als in normalen Zeiten. Angesichts der perversen (mir fehlt ein stärkeres Wort) Neu-Verschuldung merkt der kleine Sparer, dass dies irgendwann eine massive Inflation zur Folge haben kann... und wer hat schon einen Spezi im Bundestag, der ihm seine in Uganda erworbenen Masken an Herrn Spahn verkauft. Da wird dem Berater, der Pharma Aktien verscherbelt, schon mal genauer zugehört... Letzte Woche war VW bei den Ganoven in Mode, habe ich gelesen?
Wir haben ja in der Varoufakis Story gelernt, dass ein Land, das seine eigene Währung um des kruzfristigen Profits Willens aufgibt, in Krisen keinerlei Möglichkeit mehr hat sich zu wehren wenn die Erpressung und Plünderung durch die Schäubles der Welt in den Rechtsstaaten wie Deutschland mal beginnt...
Japan ist da ein sehr vorteilhaftes Land. Es hat eine eigene Währung und ist zwar massiv, aber ben nur bei seinen Bürger nicht bei ausländischen banken verschuldet. Keine ungewählten Bürokraten in Brüssel entscheiden im Zweifelsfall über die Zinskurse :-)

Was den Mangel an Eigenverantwortung für die eigene Daten angeht, bin ich allerdings ganz bei Ihnen. Von einem durch die "Qualitätsmedien" verblödeten und manipulierten Urnenpöbel anderes zu erwarten wäre allerdings naiv. Es interessiert mich auch nur einen Dreck was mit denen letztlich passiert. Was mich stört ist, dass die Konsequenzen ALLE treffen werden. Auch ich werde gezwungen sein sämtliche Angeforderten meiner Daten auszuliefern, wenn ich von Frankfurt nach Bombay fliegen will, und mein (und ihr!) Bewegungsprofil wird damit allen Staaten zugänglich, die ein Interesse daran zeigen.

Nicht Ken HJebsen, sondern das "jama" beschreibt die schöne neue Welt des kommenden Impfpasses und den mit ihm kommenden ImpfZWANG:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2777686?utm_source=silverchair&utm_campaign=jama_network&utm_content=covid_weekly_highlights&utm_medium=email


Diese Software wird dann auch ein weiterer Schritt in Richtung einer Einführung anderer Sauereien, wie der Abschaffung des Bargeldes, sein. Was letztlich denjenigen, die die Macht haben diese Daten zu kontrollieren, ermöglichen wird alles im Leben einzelner Bürger zu erlauben oder verbieten.

Wer wissen will wie so eine Welt dann aussieht sei Gary Shteyngarts witztiger (kurzer) Roman "Super Sad True Love Story" empfohlen, der dies schon vor über 10 Jahren beschrieben hat...

gux
"@tdv - muß ich mir Sorgen machen, wegen der Einigkeit?"
Nein, nein, soll nicht wieder vorkommen... schreiben sie einfach ihre ehrliche Meinung ;-)

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Bei Pfizer werden wir ausser bei der Profitgier nicht übereinander kommen, aber danke für die Erinnerung an Varoufakis, sein ?mein Kampf? liegt immer noch ungelesen bei mir rum.

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Ich kenn das alles nur in Englaisch, da heisst es "The Grown Ups in the Room , so wie auch der sehr gute Film heisst, dem man aber nur folgen kann, wenn das Thema wirklich kapiert hat.

Das Wichtigste am Buch ist ürigens das Vorwort, lesen sie auf jeden Fall das. Da erklärt im Summers, Clintons ex-Finanzminister, an der Hotelbar den Unterschied zwischen den Menschen die "dazu gehören" und denen die raus sind.
Wer auch nur ein einziges Mal den Anschein erweckt, er würde nicht zu 100% hinter der weltweit regierenden Finanzelite stehen, der ist für immer "raus".
V hat sich natürlich trotzdem geweigert Schäubles erpresserisches Papier zur Plünderung Griechenlands zu unterschrieben.. und war natürlich danach raus.
Er war halt auch kein Politiker.... ;-)

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Übers Vorwort bin ich schon hinaus, die Passage ist lesenwert.
Der Titel meiner Ausgabe ist: Adults in the room. My battle with Europes deep establishment.
Habe da einen besonderen Bezug dazu, wegen sehr enger Kontakte nach Gr. Die Schicksale und das Leid, das verursacht wurde, die sind viel schlimmer, als von YV dargestellt. Eine ganze Generation wurde quasi zur Auswanderung gezwungen und die Rentner gnadenlos verarmt.
Das ist dem deutschen Michel egal, aber wir haben erneut viel Leid über das Land gebracht.
Mit mehr Abstand lässt sich das für mich besser lesen.

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Völlig richtig, buerger, aber V's Buch ist ja kein linker Bericht über Armut und Elend, sondern ein (ohnedies zu langes) Buch über die Gegegebenheiten die das Elend verursachen.
Zum einen, die völlig undemokratischen Einrichtungen, die uns in Europa in Form der EU Kommission heute regieren und zum anderen sind da solche Figuren wie Schäuble.
Man kann so einem Menschen, der zu recht oder zu unrecht, ein Messer in den Hals bekam nachsehen, dass er zu einem paaranoiden Psychopathen verkommen ist und ihm alle möglichen Arten von Therapien zukommen lassen, aber man sollte ihn selbstverständlich aus Machtpositionen fernhalten

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Ist es so eindimensional? Schäuble mit seinem Rommel-Rolli überrrollt Griechenland, die Wehrmacht ist wieder da.

Hat Griechenland selbst was beigetragen, dass es so kam, wie es kam? Hat das politische GR sich in die Euro-Pesete hineingelogen und vor und nach der Währungsunion party all the time gespielt, mit (nachträglichem) Segen von Kohl, oder hat es das nicht? Kohls größter politischer Fehler, außer der Wiedervereinigung, er war in diesen Sachen gutmütig, rührselig, weich, romantisch, ein echter Deutscher. Dann kommt das dicke(!) Ende nach.

War GR nun im Innern korrupt auf Weltniveau oder war es das nicht? Varoufakis hat im Lauf der Zeit genug Spieler-BS erzählt und auch das Gegenteil davon. Was bleibt ihm sonst übrig?

Wenn GR die Drachme behalten hätte, wäre es besser dran, da sind wir uns hoffentlich einig.

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Es ist überhaupt nicht eindimensional. Wenn Sie die Liste der Ministerpräsidenten googlen, fallen immer gleiche Familiennamen auf. Und man kann dort als Politiker reich werden, nützliche Aufwendungen sind weiterhin nützlich, Steuerhinterziehung Volkssport und der Eurobeitritt wurde durch kreative Statistik befördert. Allerdings war die Überschuldung allen Eurostaaten bekannt, ebenso die unfähige Verwaltung und die Einnahmensituation des Staates.

Oma Maria, die ihre Witwenrente um 30% gekürzt bekam und die Familie des arbeitslos gewordenen Sohns davon noch durchfüttert, Gianni der Taxifahrer, dessen mit Hunderttausend gekaufte Taxilizenz über Nacht wertlos war, die können aber nichts dafür.

Die herrschende Clique, die jetzt wieder an der Macht ist, hat kaum gelitten. Reeders Frau V. beklagte sich letzten Ostern bei einem Bekannten, wie schwer sie es hätte, dass sie aus Steuergründen so oft ausser Landes sein müsse.

Schwarz weiss ist wenig im Leben, aber das Kanonenfutter sind öfter die normalen Leute als die Kinder der Reichen. Aber auch hier: die normalen Leute tragen an ihrem Schicksal eine Mitschuld, man muss sich ja nicht freiwillig an die Front melden.

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PS: eine kleines Währung eines kleinen Landes am Rande Europas ist gefundenes Fressen für Währungsspekulation. Damit ist Soros reich geworden. Im Rahmen des Euro ist man sicherer, gegen die EZB lässt sich nicht wetten.

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fritz
Wissen Sie was mir auffällt? Viele geben zwar zu, dass Sie etwas, wie in diesem Fall ein Buch, nicht kennen, aber trotzdem eine Meinung dazu haben, die selbstverständlich sehr viel richtiger ist, als das was andere die beiden Seiten kennen verstehen.
Natürlich hätte GR die Drachme behalten sollen. Aber für die meisten Menschen wurde es ja erst durch die Griechenland Sauerei offensichtlich welche eine demokratisch nirgends legitimierte Verbrecher Bande man sich da in Brüssel herangezogen hatte.... kann man alles nachsehen.
Dass Kohl da, wie ja bei allem, überfordert war, kann man noch nachsehen, aber dass die Deutschen noch zwei weitere Male Inkompetenz und mittelmässiges Spiessbürgertum, einmal von links, dann von rechts, zu seinen Nachfolgern wählte, das freut mich aufrichtig. Die jetzige, völlig überflüssige Neu-Verschuldung aller Euro Mitglieder, wird diesen Wählern eine wunderbare ökonomische Zukunft bescheren.
16 Merkel... man fasst es nicht....
Wie immer, wenn irgendwann mal etwas passiert, bei dem die Verursacher auch die Konsequenzen ertragen müssen, freut sich mein Zynismus.
Wohl dem, der in einem Land lebt, dessen Staat eine eigene Währung hat, und der nur bei den eigenen Bürgern verschuldet ist. Und nicht bei den internationalen Banken... :-)


buerger
ist mal wieder in allem zuzustimmen....
Die griechische Regierung hatte mit dem Euro Beitritt nichts anderes getan als das, was alle demokratisch gewählten Regierungen tun: Das, was ihre Wiederwahl garantieren wird. Kurzfristigen Profit für alle, den die Künftigen bezahlen müssen! Reichere Länder profitieren jetzt UND in der Zukunft.
Ich weiss noch wie ich Merkel neben Ackermann bei der Geburtstagsfete sitzen sah... Mein spontaner Gedanke war:
Wo ist dieser bin Laden, wenn man ihn mal bräuchte?

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Piña-Colada-Frust
es will mir einfach nicht gelingen.
Dabei waren der Caipirinha und der MaiTai richtig gut, so, wie man sie in der Bar erwartet.

Jetzt habe ich schon fast die ganze Ananas und die ganze Dose Kokosmilch verbraucht, aber immer noch keine Mischung zustandebekommen, die den richtigen "wowh!"-Effekt hat, im Gegenteil, stets löscht der Geschmack der einen Zutat den der anderen aus.
Dabei hatte ich mir das so toll vorgestellt: frische, fruchtige Ananas! Lecker Kokosnußmilch! Und das ganze so ein kleines bißchen alkoholisiert, aber eben vor allem ananassig.
Ob das wirklich hilft, wenn man die wunderbare frische Ananas mit dem Mixer zerstört? Ich kanns mir nicht so recht vorstellen, und ich schrecke immer noch davor zurück, den im Nullerjahrzehnt geschenkt bekommen habenen Mixstab einzuweihen.
Ob man vielleicht mit etwas Zitronensaft und Zucker als Geschmacksverstärker nachhelfen sollte?
Jedenfalls braucht man, wenn man die Ananas nur grob zerkleinert, einen Löffel.
Oder ob man schnöden Ananassaft in Tüten (gibts das?) verwenden sollte?

Wir werden es so schnell nicht erfahren, denn Ananas ist alle, und die nächsten Tage ist nix mehr mit Freizeit.
Die Experimentiererei war jetzt dem langen Wochenende (in Berlin gab es den freien 8.3.) geschuldet, ist nicht so ohne weiteres wiederholbar...

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Solange probieren bis es klappt. Prost.

Ihr Beitrag ist jedenfalls bekömmlicher als die anderen Mixturen, die hier die letzten Tage serviert wurden.

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Vor langer Zeit habe ich mal ein Sydneys Whisky aGoGo als Barchef gearbeitet. Ganz British, musste die Bar nach 21:00 schliessen, Zeit zum Erfinden und Ausprobieren. natürlich mit den zu erwartenden Konsequenzen. Aber da nachts alle Autofahrer angetrunken waren, fiel man nicht auf.

Mein Bestes, einfach mal probieren: Tia Maria, Cherry Heering, Orangejuice und Cream, zu gleichen Teilen. Shaken, not stirred...

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eiei, Kirschlikör...
erinnert mich schwer an meine Großtante, jemand anderes, der Kirschlikör im Küchenschränkchen hatte "für besondere Anlässe" ist mir noch nicht begegnet...
was meinen Sie mit "Cream"? Baileys? Also dieses gefährlich aussehende Zeug, das sie in Griechenland ausschenken?

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Cream ist im Englischen meist einfach Sahne :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Meist. ;-)

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Apropos Ananassaft in Tüten, das gibt es tatsächlich, ganz ohne Umstände. Hatte heute Glück mit dem Einkaufen, ich brauchte Kaffee, und der war gerade heftigst im Angebot. Zur Kasse ging ich durchs Saftregal, und was grinst mich an: "100% Ananassaft". Haltbar bis Januar 2022. Zack, ab in den Einkaufskorb. Na, dann steht weiteren Versuchen ja nichts entgegen. Wenn ich mal Zeit habe.
(daß "cream" Sahne ist, ist mir schon klar, aber es gibt einige Leute, die Baileys cream nur "cream" nennen.)

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Baileys Original Irish Cream
Dieses Industrieprodukt hat es sogar zu einem Eintrag bei Wiki gebracht. Es besteht aus Sahne, Zucker, Alkohol (17%), Maltodextrin, Milcheiweiß, Aroma, und natürlich in geringerem Maße aus irischem Wiskey. Es enthält die Stoffe E 150, E 331 und den Emulgator E 471.

Letzterer ist eine meist aus gentechnisch veränderter Sojabohne hergestellte Fettsäure, die die Sahne und die übrigen Zutaten "geschmeidiger" und voller auf der Zunge erscheinen läßt. Emulgatoren braucht man auch um Fett mit Wasser zu vermischen.

In meiner Umgebung streitet man sich darüber, ob in der Hierarchie der Getränke Eierlikör oder Bayleys Sahne der letzte Platz gebührt. Immerhin benutze ich beide (abwechselnd) als Soße für Speiseeis.

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Soße für Speiseeis
dafür mag es angehen, jedenfalls zu manchen Sorten.
Zum Trinken ist es mE wie auch der Eierlikör eigentlich nichts, das bleibt vorangegangenen Generationen vorbehalten, die sich an Kaffee mit Sahne delektierten, während meine Generation strikt auf Milch besteht und die zusammen mit den jüngeren sich eher für Eis aus Frucht OHNE Streckmittel Milchprodukte begeistert.

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Also ein guter handwerklich gemachter Eierlikör ist was Feines, und wer den selber nicht herstellen mag, bekommt ihn oft am Markt bei den Ständen der Eier- und Geflügelhändler. Baileys ist dagegen Dreck, mit Verlaub.

@colorcraze: Bei Pina Colada würde ich bei fertigem Saft auf Bio und Direktsaft setzen, wenn Sie keinen Entsafter haben. Das Problem ist halt, dank des hohen Zuckergehalts gären die Früchte schnell, und bei der Massenverarbeitung im Herkunftsland kann schnell auch mal eine verdorbene Frucht dabei sein. Beide Risiken haben Sie nicht, wenn Sie selber die Frucht prüfen können vor dem Entsaften.

Ansonsten: 6cl Rum (ggfs. zwei Sorten mischen, da gibt es viele empfehlungen), 10cl Saft, 4cl Cream of Coconut (die feste aus den Dosen, cremig gerührt), 2 cl Sahne, Eis. Fruchtstücke wie Ananas oder auch die Kirsche nur zur Deko.

Und dann Rupert Holmes abspielen!

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Zweierlei... sorry, mit Cream meinte ich natürlich Sahne.
Aber Cherry Heering in einem Satz mit Omas Kirschlikör zu erwähnen ist in jeder Hinsicht geschmacklos.... ;-)

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Hygiene bei der Herstellung von Eierlikör
Eierlikör ist dann ein Salmonellen-Risiko, wenn der Alkoholgehalt unter 14% liegt. In Bayern wurde z.B. im Jahre 2009 die Hälfte der handwerklich und kleingewerblich erzeugten Eierliköre beanstandet. Alle 5 industriell erzeugten Proben waren in Ordnung. Das Problem ist, daß es für Laien schwierig ist, den Alkoholgehalt genau zu bestimmen. Hygiene wieder einmal, womit wir beim Thema sind.

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@greenbowlerhat: aha aha aha, wir kommen der Sache näher. Cream of Coconut habe ich da (noch eine Zweitdose übrig von 1. Versuch), Saft gibt es erstmal keinen anderen als den gekauften, aber ich denke, der ist schon iO. Die Sahne werde ich weglassen, evt. ein bißchen mehr Kokosmilch dazugeben - flüssige Sahne mag ich nur zu Meringuen. Allohol erscheint mir bissel viel, da ich es gern fruchtig möchte; vonwegen 2 Sorten mischen - hab ich mit Pott Rum und Cointreau schon probiert, das gefiel mir besser als nur der Rum. Eis habe ich noch 1 1/2 Beutel, das reicht auf jeden Fall...
was ist mit Zucker? Ja/Nein/Vielleicht?

@tdv: ja, ich habe gespickelt, was es mit Cherry Heering auf sich hat. Scheint was zu taugen, wenn man das so liest, wie sie den Kirschrumtopf in den Fässern rollen. - Aber verachten Sie mir den Eckes Kirsch nicht, der ist nicht schlecht.
Hat ihre nahrhafte australische Mischung denn schon einen Namen?
Ich schlage "Schwarzwälder Vesper" vor, weil die Zutaten an ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte mit Kaffee gemahnen.

Ansonsten, Eier und Alkohol:
die einzige Variante, die mich mitunter zum Naschen verleitet, ist Cremdovo al Marsala, ein süßes Zeug, mit dem man Zabaione machen kann. Oder, wenn man dazu zu faul ist (also eigentlich immer), pur trinken als Dessert.
Aber Eierlikör... grusel.
Nicht weil ich Angst vor Salmonellen habe, ich rühre auch Eier in Mousse au Chocolat und lasse die eine Woche stehen, oder rühre auch mal eine weiße Soße mit Eigelb ab, aber Eierlikör gruselt mich wegen Konsistenz und Farbe. Kann man den in der Pfanne vielleicht zu Omelett weiterverarbeiten?

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Sonst: ah, Rupert Holmes heißt der Typ. Sieht wirklich nach Lehrer aus. Aber der Song ist mir seit 1980 im Ohr.

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colorcarze...
Sie machen mich ganz nostalgisch. Das war vor über 50 Jahren. Der Cocktail brauchte schon damals keinen Namen, dazu schmeckte er zu gut.

Es ist selbst für mich kaum glaublich, was für eine Zeit das damals war. Das war während des Vietnam Krieges! Die GIs konnten ja während ihres Einsatzes von dort ein paar Wochen Urlaub machen, und sich aussuchen wo. Viele kamen in friedliche Sydney. Dort lebten sie dann mit einem der vielen Mädchen, die sie im Whisky tarfen, und die dann von ihnen lebten. Die Miete bezahlten, das Essen bezahlten und Geschenke. Uncle Sam gab ihnen ja jede Menge Geld ...

Danach gings für die Jungs zurück zum Morden und für einige zum Sterben... Zu den Mädchen kam der Nächste...
Wenn man damals 20 war, war das alles die normalste Sache der Welt.

Immerhin letzte Nacht bin ich, dank Amerika, mal wieder lachend aufgewacht. Ich japse immer noch über: "The U.S. team tied for first place with China at the 60th International Mathematical Olympiad..." in:
https://www.maa.org/news/us-places-first-at-international-mathematics-competition-in-uk
Einfach nur das Bild mit dem "amerikanischen" Team anschauen, oder deren Namen lesen....

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@colorcraze: ich würde halt mit dem vollständigen Rezept anfangen und dann langsam variieren.

Schon der Rum macht viel aus, die gibt es mit unterschiedlichen Volumenprozenten. Irgend einen 20 Jahre alten Hipster-Rum würde ich da freilich nicht nehmen, eher was relativ solides einfaches wie 3 Jahre alten Havanna Club Anejo 3 Anos. Der hat 40%, aber ich hab auch schon andere Marken mit 37,5% gesehen.

Manche ersetzen die 2cl Sahne durch knapp so viel Limette, was den Cocktail etwas leichter macht, aber natürlich auch den Geschmack beeinflusst.

Also ich finde, es gibt schlimmeres, als sich in konzentrischen Kreisen im Selbstversuch der persönlich idealen Mischung anzunähern.

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Limette ist jedenfalls gut gegen Kater.

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Jaha, Limette! Habe ich sowieso am liebsten in Getränken. Falls es nicht fruchtig genug wird. Hab noch welche da. Ansonsten danke für das Rezept, dadurch habe ich schonmal ein Mischungsverhältnis, mit dem ich anfangen werde.

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der persönlich idealen Mischung anzunähern
Hm, naja... bei den Caipis und dem Maitai klappte das auf Anhieb, weil ich schon diverse früher mal getrunken habe und von daher eine bestimmte Geschmacksvorstellung habe, wie es sein soll. Und auch schon die Zubereitung beobachtet habe. Da geht es dann leicht, es richtig hinzubekommen.
Aber Pina Colada habe ich noch nie getrunken, und nur eine Phantasievorstellung davon - ob die überhaupt erreichbar ist, macht die Sache deshalb ziemlich schwierig.

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Aprikose fiel mir noch ein. Weil ich mal einen MaiTai getrunken habe, der mir sehr gut schmeckte, in dem u.v.a. Apricot Brandy enthalten war.
Vielleicht dem Ananasfruchtaroma mit einem Klecks Marillenmarmelade aufhelfen. (Apricot Brandy mag ich nicht extra kaufen)

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Ja, jetzt wieder nette Themen...
liebe Colorcraze,
nur mit KokosMilch geht das nicht,
es muss die Kokoscreme sein.
Die Mischung vom Grünhut ist nah am Originalrezept,
meine bevorzugte ist 1 Teil weißer Rum, 1 Teil Kokoscreme
und 2 Teile Ananassaft, aber die geriebene Muskatnuss
nicht vergessen. Und lange mixen oder shaken. Mit viel Eis.
Spritzer Limette oder Zitrone tut dem Ganzen auch gut.
Guten Direktsaft gibt's bei Aldi.
.
Ich erinnere noch, daß meine Kommentare beim Don
damit anfingen, daß ich den Damen, die hier kommentierten,
(Es waren mal mehr) virtuelle Cocktails mixte. ;-)

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Jessas. Gibt es hier denn keine Kommentatorios, die schlicht Weissbier einfüllen? Also ich Schneider TAP7 oder Rentnerbier Oettinger Hefeweizen. Die ganzen hochprozentigen Chemikalien gehören nach meiner Ansicht verboten. Das habe ich von Frau Baerbock gelernt: Ein Verbot hat auch immer etwas Positives. (Wäre ich von alleine nicht drauf gekommen).

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Bah, mein Mann murmelte auch was von "Mädchengetränken", und nahm dann doch einen ziemlichen Zug vom MaiTai.

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Mit Genuß durch die Krise
Wenn schon Bier, dann Gessner Doppelbock hell. In Krisenzeiten genehmige ich mir ein belgisches Chimay Grande Reserve 1,5 Liter (mit Champagner-Verkorkung) , 26,99 ? die Flasche, zzgl. 0,25 ? Pfand.

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Zutaten: Wasser, GERSTENMALZ, Weizen, Zucker, Hefe, Hopfen.


Zucker im Bier. Trinken Sie auch Krefelder?

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Trappistenbier
Das ist ein klassisches Bier mit langer Tradition, für das es in Deutschland keine Entsprechung gibt, weil es nicht dem (lächerlichen) deutschen "Reinheits"-Gebot genügt. Mein Chimay kann theoretisch wegen des Zuckergehalts jahrzehnteang in der Flasche nachgären, wofür mir aber die Geduld und Restlebenszeit fehlt. Es ist also ein echtes Bier, Krefelder ist ein Mixgetränk und darf auch nicht Bier genannt werden.

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Chimay - pah. Angebergesöff in Champagnerflasche.

Duvel ist das Bier belgischer Wahl :-).

Gruss,
Thorsten Haupts,
4 Jahre im wunderbaren Ghent verbracht

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Nichts für arme Leute
Der Champagnerkorken muß wegen eventueller Flaschengärung sein. Anfangsalkohol 9%, die Flasche selbst hat übrigens eine eigene Form, eine Verwechslung mit einer Champagnerflasche ist also unmöglich. 9% schafft natürlich auch ein guter heimischer Doppelbock.

Zucker gibt es auch in "doitschem Reinheitsbier". Das geschieht auf legale Weise mit Karamellmalz. Taugt aber nicht für Flaschengärung.

Daß Belgien das Bierland schlechthin ist, da sind wir uns wahrscheinlich einig.

Sie jetzt im Ad-Personam-Stil?

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Bier mit Champagnerkorken
gab es letzte Woche bei Lidl.
Abbaye de vauclair blonde, 6,5%. o,7L.
Wurde für 1,50 Euro verramscht.
Meine Frau fand es lecker und so bin ich nochmal hin
und habe das Regal geleert.
Das Chimay ist also leicht überzahlt.
;-)

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Eine gepflegte Provokation belebt jede Diskussion. Und seit Sylter den Part nicht mehr spielt, springt immer mal wer anders ein.
Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Zucker ist mir so ganz dumpf geläufig, aber eben auch, dass Mischungen (selbst gute Cuvees) in meinem Kopf eher ebenfalls dumpfe Gefühle hervorrufen als reinrassige Gesöffe. Das gilt für blended Wiskey ebenso wie Wein. Je sortenreiner, desto besser gehts mir am nächsten Morgen (Ausnahme Bio, da bekomme ich schon vor Öffnen der Flasche Kopfschmerz).

Zu den ausländischen Bieren: ich habe mich in GB an Bitter rangetrunken, und Amstel, Kronenbourg, diese blaue australische Zeugs und andere Importbiere dort gehasst. Nach Rückkehr nach D gab es nur wenige Craftbeer Experimente, überwiegend gescheitert, die drei Mal im Jahr, wo Bier statt Wein auf dem Tisch steht, reicht ein Landbier aus dem Supermarkt.

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@buerger:

Versuchen Sie´s mit Indian Pale Ale. Das habe ich vor 6 Jahren in Schweden beim Thailänder für mich entdeckt und es nie bereut. Pilsähnlich, aber gleichzeitig viel hopfiger UND beio einigen Sorten viel süsser. Interessanter Geschmack.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Kronenbourg ist ja auch grausam, das war schon in meiner Jugend gefürchtet.
Was mir an "seltsamen Bieren" ganz gut geschmeckt hat, war in der Hitze das Sagres (Sagräsch gesprochen, das schmeckt ein wenig wie Bierlimonade, was bei 36°+ aber ganz iO ist) und der Doppelbock (ja, es heißt wirklich so und hat auch entsprechend viele Umdrehungen, und ist recht süffig) in Lissabon.
Das australische Bier in Australien habe ich als gut in Erinnerung ; mW wird das Exportzeug aber in Lizenz in Indonesien produziert (weil die Australier zuwenig Wasser haben, die wollen das nicht exportieren) und schmeckt anders.

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Weil es aus der Lau-sitz kommt, schmeckt es so lau wie süß, hat aber viele Fans: das Porter.

Es sieht im Glas wie Cola aus, etwas rötlich, ähnlich süß, und daher hat es schon seine Bewandtnis, dass es sich in Deutschland nicht Bier nennen darf.

Es ist Porter von der Sorte, die man in Deutschland um 1900 als Porter verstanden hat, obergärig, nicht trüb, süß. Gibt außerdem Varianten mit Kirschsirup und Erdbeersirup, die reinste Anarchie.

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An Sprudelzeug mag ich eigentlich nur das echte italienische Lemonsoda in Dosen, gut gekühlt; ansonsten kann ich dem Blubberleszeug ob mit Wein oder Bier versetzt nichts abgewinnen. Von mir aus können Sie mir mit einem 200EUR-Champagner nachlaufen, ich werde die Mundwinkel nach unten verziehen und es allenfalls höflichkeitshalber zu mir nehmen. Ich bin halt kein Vertriebler (man nennt derlei auch Vertrieblerbrause).

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@colorcraze
Portugal. Ich wollte immer mal wissen, was es mit der Marke Super Bock auf sich hat, der man in Portugal nicht entkommen kann. Ist ein unauffälliges Lagerbier, wie ein leicht gehopftes Pilsken.

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Kleiner Versuch zu klugscheissen
Colorcraze, heisst das andere portugiesische Bier nicht eher "Superbock" als Doppelbock? Etwas süsser als Sagres, aber beide vom Fass als "Imperial" ganz lecker und süffig...

Prost an alle!

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Herr Haupts - Indian Pale Ale beim Schweden und Thailänder? Nennt man so etwas heutzutage nicht "cultural appropriation" und es ist daher strengstens VERBOTEN? Richtiges IPA kommt aus dem einzigen Land, in dem man Bier richtig zu trinken versteht (lauwarm - damit der Geschmack zur Geltung kommt - und ohne Schaum!).

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Kronenbourg ist ja auch grausam, das war schon in meiner Jugend gefürchtet.

Traf 2003 auch noch zu, 2007 dann nicht mehr. Grund: Rezeptur und Brauen geändert. AFAIR nach Einstieg von Carlsberg beim Hersteller. Seitdem ist das zeug echt trinkbar. 08/15, aber trinkbar. Besser wird französisches Bier nicht :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Gux, "Richtiges IPA kommt aus dem einzigen Land". Und es wäre besonders kulturell unappropriiert, wenn man es vor dem Trinken ein paar Monate im Laderaum eines Segelschiffs auf hoher See angammeln lässt.

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Genau! Wir wollen Authentizität. Und vermutlich trinkt man das in Europa auch noch aus neumodischen Gläsern mit neumodischen Einheiten - und kalt!

Ich denke, ich werde hier einmal zu einer Befreiungsaktion aufrufen: wir befreien gutes britisches IPA vor kontinentalen Banausen, indem wir es in großen Mengen selber trinken!

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Grund: Rezeptur und Brauen geändert.
Ach schau an, das war mir entgangen. Soso, die Übernahme ging also mal nicht in die Richtung "schlimmer geht immer", sondern mehr in "manchmal wird was dazugelernt". -
Wo kommt nochmal Stella Artois her? Das habe ich in Südwesteuropa öfters mal gesehen gehabt.

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@gux: da das BRLO BRWhouse trinkbares solches herstellt, und wir somit eine Quelle in der Stadt haben, ist das nicht so schlimm.

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@TGA: danke, Sie haben völlig recht! Es heißt "Superbock", und es ist ein Doppelbock-Bier (d.h. etwas stärker als Bockbier), so rum wird ein Schuh draus.
@fritz: Lager sagt mir nichts bzgl. Alkoholgehalt oder Brauart, ist das was anderes?

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Und dann gibt es noch das schlimme belgische Kirschbier, aber darüber legen wir den Mantel des Schweigens und empfehlen, ersatzweise lauwarmes IPA mit etwas Cherry Heering zu versetzen.

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Lager ist m.W. nur ein Oberbegriff für untergärige Biere, ich stelle mir darunter vor allem Helle vor. Pils ist ein Lager. Super Bock ist auch ein Lager, das malzig rüberkommt und bronzefarben aussieht.
Daher ja die Verwirrung jedes Germanen in Portugal. Super Bock ist kein Bock.

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Stella Artois war mal das französische Gegenstück zu Grisslypisse :-). Dann stieg (soweit ich mich erinnere) Heineken ein und auch das wurde trinkbar. Irgendwann in den 2000ern.

Man könnte auch sagen, das französische "Bier" wurde von Schweden und Niederländern gerettet. Manchmal ist Europa doch was feines.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Super Bock ist kein Bock.
Nach Durchlesen der Spezifikationen in Wikipedia und diversen Bierversendern muß ich Ihnen recht geben, der Name verführt zu dieser Vorstellung, und die Tatsache, daß es das Bier in "normal" und "stärker" (analog Bockbier und Doppelbockbier) gibt.
Aber für Bockbier hat es wohl zuwenig Stammwürze.

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lieber mediensegler,
schön mal wieder was von Ihnen zu hören.
Ihr Mischungsverhältnis erscheint mir am praktikabelsten, so werde ich das angehen, denn cl-geeichte Gläser habe ich keine.
Nur das mit der Muskatnuß, das scheint mir doch arg exotisch. Für Kartoffelgratin oder Rösti benutze ich die ja reichlich, aber... zu Ananas? Hm...
(Haben Sie vielleicht auch eine Idee, wofür man Angostura verwenden kann - alle Dutzend Jahre befällt mich mal der Wahn, dieses Zeug zu kaufen, dann trinke ich ein paar Löffel davon und es steht wieder jahrelang rum...)

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die Muskatnuss nur in homöopathischer Dosis
liebe Colorcraze, also nur eine kleine Spur, so daß es danach duftet.
Bei Angostura fällt mir auf Anhieb der klassische Manhattan ein.
Zwei Teile Whisky, ein Teil roter Wermut und zwei kleine Spritzer Angostura. Meine Flasche ist bestimmt 6 Jahre alt,
weil man sowenig braucht davon, aber durch die Bitterstoffe
wird das Zeug ja nicht schlecht.
Der Drink ist das Gegenstück zum klassischen Martini,
der mit Gin und weißem Wermut NICHT geschüttelt wird.
Dann wird er nämlich trüb.
Aber der Bond fischt ja öfter mal im Trüben.
Der Manhattan ist ein klassischer Before Dinner Cocktail,
für Damen kann man die Teile auch 1:1 mixen,
die mögen es meist nicht so stark.

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Angostura bewirkt, daß man Swimming Pool als Efrischungsgetränk zu sich nehmen kann ohne Kopfschmerzn zu bekommen:
Je 1 Teil Vodka und weißen Martini (oder Gin) und ca. ein Zehntel Blue Curacao mit trockenem Sekt und einem guten Schuß Zitronensaft auffüllen, dazu einen Spritzer Angostura.

Profis drehen die Glasränder vor dem Eingießen einmal auf einem Teller mit Zuckerbröckchen, Zitronensaft und Blue Curacao, bevor sie noch eine Zitronenscheibe dranstecken.
Für den Hausgebrauch im informellen Rahmen braucht es das m. E. nicht.

Bei sommerlichen Pahdies und Events gerne genommen. Man sollte die Gäste aber davor warnen, mehr als ein Glas zu sich zu nehmen: Der Erfrischungsfakor verdeckt auf potentiell gefährliche Weise die Alkoholprozente.

Das Originalrezept (in einer Kölner Bar in den Achtzigern entwickelt) enthielt m. E. n. sogar drei verschiedene, stärkere Alkoholika (könnte sein, das dritte Ingredienz war weißer Rum, muß bei Gelegenheit mal meine Schwester dazu befragen) und natürlich genaue cl-Angaben (bei mir ging es immer schon mehr pi mal Daumen).

Mein Mann hat daraus für uns eine weniger kultivierte Instant-Version entwickelt. Mit Zitronensaft aus der Flasche (gibt so grüne bei Edeka) und Deit Grapefruit statt Sekt. Natürlich auch ohne die hübsche, blaue Zuckerkruste, dafür mit erhöhtem Stark-Alkoholika-Anteil.
Die kredenzt er ab und zu an privaten Abenden mit unüberhörbarem Nachtigallen-Trappsen.

Egal wie hoch der Anteil von Vodka und Co ist (wir haben das mal empirisch getestet), bei Zugabe von Angostura gibt es (nicht nur davon) keine Folge-Kopfschmerzen. Er wollte das nicht glauben, mußte mir nach entsprechenden Vergleichsreihen aber widerwillig recht geben.

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Eben lange mit einer Freundin telefoniert, die auf Mallorca lebt, sich intensiv mit Corinna befasst und zu diesem Thema in einigen internationalen Telegram- u. a. Gruppen aktiv ist.

Nicht nur sie hält diese Sache für einen groß aufgezogenen Betrug und meint, die meisten Mallorquiner (?) und Spanier insgesamt sähen das inzwischen auch so.
Dort sind sie uns Schließ-unten-mäßig ja auch nochmal ein Stück voraus, z. B. mit Hausarresten im vergangenen Frühjahr.

Auf dem Höhepunkt des inszenierten Dramas mußte sie nachts mal mit ihrem Hund zur Tierklinik und dafür am zentralen Insel-KH vorbei, wo absolut gar nichts los war. Obwohl wartende Leichenwagen hätten im Stau stehen und auch sonst angesichts mannigfacher Intensiv-Einsätze hektische Betriebsamkeit hätte herrschen müssen: Nichts los, auch draußen nur Ruhe und weitgehend Dunkelheit. Seitdem glaubt sie nicht mehr an eine Pandemie.

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Corinna-Ergänzung:
Inzwischen kennen wir auch eine Person, die das "mega-gefährliche" Virus erwischt hatte: Zwei Wochen Grippe-Symptome, die sie (um die 60und mit Vorerkrankung) durch viele Aufenthalte im Freien (abgelegener Wald und Garten) auskuriert hat.

Das Empörende an ihrer Schilderung: Keine S... hat sich nach der Quarantäne-Verhängung (sie lebt alleine am A... der Welt) dafür interessiert, wie sie sich nahrungstechnisch versorgen kann. Wäre ihre Schwester nicht alle zwei Tage angereist um ihr in sicherem Abstand Lebensmittel vor die Tür zu stellen, hätte sie verhungern können:
Weder das Gesundheitsamt, noch der diagnostizierende Arzt oder irgendeine Behörde haben auch nur nachgefragt, wie sie versorgt werden kann, geschweige denn, entsprechende Angebote gemacht oder Vorkehrungen getroffen.

Wer dem Globalisten-Ideal des ent-familisierten, bindungslosen und urban-flexibel mobilisierten Menschen entspricht, kann also verrecken. - Es sei denn, er kann sich professionelle Versorgungsdienste finanziell leisten (vielleicht reichen ja einfache Lebensmittellieferungn nicht aus oder man ist zu schwach, sich daraus Heilwirkungs-unterstützende Mahlzeiten zu bereiten)...

"Freunde" und Arbeits"kollegen" meiden einen in solchen Fällen meist noch Wochen später, geschweige denn, daß man sich auf deren Fürsorge im Ernstfall auch über einen längeren Zeitraum verlassen kann.

- In echten Notzeiten und -fällen ist es immer noch und immer wieder die FAMILIE, auf die man sich tatsächlich verlassen kann. Darum soll sie ja auch unbedingt abgeschafft werden: Der globalistische Wunsch-Mensch der Zukunft ist absolut vereinzelt und absolut abhängig vom "Staat" ("you will own nothing and you´ll be happy").
Wie weit man mit dessen "Fürsorge" kommt, zeigt das genannte Beispiel wieder mal sehr überzeugend.

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cool it please, Ms. Langenberg
in zwei Wochen ist noch keiner verhungert.

Und es soll soagr Erwachsene Leute geben, die sich für den Fall der Fälle ein paar Pfund Vorräte ins Haus geholt haben. - Na sowas!? - Noch nicht komplett verhaustiert - trotz Zivilisation - - - -

Family is' oft (nicht immer nadierlich, ne) besser als der "Staats-Scheißkerl" - - - -hehe: Koal Moax one more time, nedwahr.

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@mediensegler: aha, also Muskat nur für die Nase, nicht für den Gaumen. Interessante Idee, und angesichts der Tatsache, daß Kokosmilch anders als Limettenschalen nasal nichts hermacht, denn doch nicht ganz abwegig.
@langenberg: hihi, die blauen Cocktails der 80er feiern Wiederauferstehung. Ich selbst erinnere mich vor allem daran, daß ich anläßlich eines Geburtstags mal einen Eimer schlimme grüne Kiwibowle (aus Blue Curacao, O-Saft und Sekt, möglicherweise war auch noch Rum oder Kirschwasser drin, ich erinnere mich nicht mehr genau, in Scheiben geschnittene Kiwis auf jeden Fall) ansetzte und meinen Arbeitskollegen zu verköstigen gab, was dann ab mittags die ganze Abteilung ziemlich arbeitsunfähig machte.

Vonwegen seltsame Mixturen, vorhin hatte ich eine Idee: Portwein mit etwas Baldriantinktur (geht in Richtung Angostura, schmeckt aber eigentlich besser), und noch was. Leider ist mir das dritte inzwischen wieder entfallen.
Wenn es mir wieder einfällt, sage ich Bescheid.

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Blue Curacao, O-Saft und Sekt ist ein Schnelltod-Mädchengetränk aus der Ostzone, das als Grüne Wiese bekannt war. Ich glaube, das konnte man mit klarem Schnaps ein bisschen interessanter machen. Davon hat man seit Honeckers viel zu frühem Ableben nichts mehr gehört.

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!Bescheid!
das dritte war Cognac.

@fritz: durchgerührt ist es mir seinerzeit eher nicht so untergekommen, ich kenne das nur in blau-orange serviert. Ja, beim Umrühren wurde es grün, aber meist wurden Verrenkungen angestellt, das möglichst lange nicht zu tun, und vor allem: es so einzugießen, daß es nicht einfarbig wurde (das galt dann nämlich als mißlungen und schwerer Kunstfehler).
Am Hoch- und Oberrhein war das jedenfalls so.
Wie das hinter der Mauer war, dazu kann ich absolut nichts sagen, denn als feindlich-negativem Element (lt. Stasi) ließ man mich dort allenfalls, wenn auch unwillig, durch den Transit.

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@colorcraze Ich habe nie ein Mixgetränk angefasst oder auf Nuancen geachtet, das ist nur Allgemeinwissen. Dass Sie als feindlich-negatives Element galten, ist Ehrensache, Sie heißen ja nicht Ka-haha-ne oder Erika.

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Ausnahmsweise muss ich Thorha zustimmen, dass die Brauerei Moortgat mit Duvel ein vorzügliches Bier braut. Ich musste von 1989 bis 2011 immer zur Ausstellung Trailer in Kortrijk reisen und wir Fachjournalisten wurden nach Abgabe des Urteils über die neueste Innovation so dermaßen abgefüllt, dass ich am Abreisetag immer kalkulierte, bis zum Tunnel in Antwerpen biste wieder nüchtern.
Die Brauerei Moortgat hat wegen des Erfolgs von Duvel eine Reihe belgischer Abdijbier- und Stadsbier-Brauereien gerettet. Chimay und Grimbergen haben ihre Logistik Richtung Deutschland offenbar eingestellt. Es bleibt nur der Weg zu Albert Heijn in Venlo, um Duvel abzugreifen.

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Ich habe nie ein Mixgetränk angefasst
Was, nichtmal Whisky Cola, Cuba Libre und Spezi in jugendlichem Alter???
Man kanns kaum glauben.

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Solche Namen habe ich vergessen und verdrängt.
Jetzt, wo Sie es sagen. Mit 15, Klaren oder Doppelkorn mit ernster Miene beim Krämer kaufen, günstigenfalls polnisch einkaufen, und abends mit dem Moped zur Disko und einer kassibert den Schnaps in die Disko hinein, drinnen kauft sich jeder einen Becher Cola und unterm Tisch wird feinster Cola-Wodka draus. Es gab schon schlimme Getränke.

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Es hätte mich jetzt schwer verstört, wenn Sie anderes berichtet hätten!!

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Da die Erinnerungsfetzen aus der Versenkung auftauchen: so vor 20 Jahren war Tequila Sunrise das Getränk des einfachen Partyvolks vom Waldrand, viele viele Kanister pro Party. Wer gern kifft, mag es summa summarum nicht so herb, Ex-Biertrinker tranken plötzlich Süßkram.

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Den Blue Curacao haben wir mit Milch gemischt, statt OSaft. Dann war das schön babyhellblau.

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so vor 20 Jahren... Tequila Sunrise
Ja, um die Zeit gab es so eine Mexiko-Welle, mit Tequila, Burritos, Enchiladas und anderem furchtbarem Imbißzeug, einzelne solche Wirtschaften hielten sich bis in die 10er Jahre.
babyhellblau
Was tut man nicht alles für die Farbe... (probiert hab ich das auch mal in einer kleinen Menge, aber geschmacklich zog ich Vanillemilch vor, mein erstes selbsterfundenes Mischgetränk)

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An eine Mexiko-Welle kann ich mich nicht erinnern, nur an Batterien von in Kopfhöhe aufgehängten oder auf Tischen stehenden, durchsichtigen Kanistern mit Zapfhahn. TeSu ging bei Süßkramnaschern am besten weg.

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Tequila mit richtigem und falschem Gemüse war in den 80ern hip.

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Tequila in den 80ern habe ich nicht mitbekommen, aber daß es da auch schonmal in den Supermärkten diverse TexMex-Bausätze gab, meine ich mich dunkel zu erinnern. Aber in den Nullern war "das Mexikanische" dann etwas verbreiteter, in jeder Mittelstadt gab es eine Kneipe, die auf mexikanisch machte. Dann wurde es wieder weniger.
Zugegeben, so eine richtig große Welle war es nie und es war seit den 80ern eigentlich nie ganz weg, aber so ab und an hat es mal etwas mehr Breitenwirkung.

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@greenbowlerhat, @mediensegler:
Gestern habe ich es nun nach Rezept gemacht, und jahaha - das ergibt eine gut trinkbare Mischung, anders als meine Ananasstückchen-Experimente. Ich habe einmal den Saft einer halben Limette dazugegeben und ein ander Mal einen Spritzer Zitrone, auch das mit der Muskatnuß probiert (war aber nichts von zu merken, meine war wohl zu alt und hat leider schon den Geruch verloren). Und: kein Zucker. Ist nicht wirklich nötig, der Ananassaft süßt. Warum man Kokossahne nehmen sollte (hab ich getan), ist nun auch klar, es wird sonst zu wässrig.
Also nochmal vielen Dank für die Rezepte, die sind eine wirklich gute Basis, von der ausgehend man finetunen kann.

Hat vielleicht wer noch eine Idee, wie man verklumptes Eis wieder auseinanderkriegt, außer mit Faust oder Hammer auf den Beutel hauen?

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Mit Wasser - einfach Wasser über die verklumpten Eiswürfel laufen lassen. Das geht meistens.

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@gux: aha, danke, werde ich nächstesmal probieren.

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@colorcraze: ha, jetzt wollte ich genau deshalb hier reinschauen. Freut mich, dass es geklappt hat.

Wenn für Sie die Basis stimmt, die gesaftete Ananas schmeckt, dann könnten Sie sich an Experimente mit dem Rum begeben - nur hell sollte er halt sein.

Je nach Alkoholgehalt wird auch evtl Anpassung beim Saft-Kokos-Gemisch notwendig sein, oder man hat dann eh schon so viel im Tee, dass es auch egal ist.

Wenn Sie mit Frischsaft experimentieren - es macht m.E. einen Unterschied, ob sie eine der optimierten säulenartigen gelbgrünen recht gelbfleischigen Dole Ananaszüchtungen haben, die sind sehr süß, recht säurearm und gefällig. Prima für Saft. Oder Sie haben eine Frucht von den afrikanischen Sorten, die unten etwas bauchiger sind, und weißfleischiger. Die sind saurer, der Saft aber heller und benötigt vielleicht weniger/keine Zitrone/Limette. Saft aus Babyananas schmeckt auch noch mal leicht anders.

Ich hab sowas ähnliches mal mit Planters Punch gemacht. Die meiner Erinnerung nach ideale Zubereitung gabs im Dorian Gray, hab ich auch nicht erreicht, aber die Testreihe war schon sehr nett. Örks.

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oder man hat dann eh schon so viel im Tee, dass es auch egal ist
ja so nach dem zweiten oder dritten lassen die Geschmacksnerven doch etwas nach... und mehr wirds an einem Nachmittag auch nicht, denn danach ruft die Küche, das Essen will gewärmt sein und die Gläser abgewaschen...
d.h., weitere Experimente ein andermal.
Der Saft, den ich hatte, war nicht sehr süß (vielleicht afrikanische Früchte, Ihrer Beschreibung nach), insofern würde ich von dem nächstes Mal etwas mehr nehmen, denn für einen Cocktail, den man sich als pappsüß fantasiert, war es erstaunlich herb. Aber gut. Mir hats gut geschmeckt, meinem Mann auch, dem Besuch leider nicht (ist wohl mehr fürs zitrussig-süsse, wollte lieber Caipirinha). Naja, Hauptsach das Zeug kommt weg. Prost!

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Die Verbindung Limette - Muskat findet sich auch im Pink Russian. Und mit Kardamom kann man eigentlich auch immer experimentieren.
Zur "Grünen Wiese": Man hat genommen, was man hatte. Nach der Wende gab es eine Menge neues Zeug zum Ausprobieren, da war die grüne Wiese halt schnell vergessen - ähnlich wie Pfeffi. Im Gedenken an frühere Zeiten habe ich aber davon meist was da - falls jemand mal vorbei kommt und sich auch erinnert, aber sich schämt, so eine Flasche selber zu kaufen. Wenn es auch sonst nicht viel gab, gab es wenigstens klaren und grünen Pfeffi im Osten. Sage einer noch, dass man im Osten keine Wahlfreiheit hatte!

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@stacheligel: ich bekomme beim googeln nach Pink Russian so eine Mischung aus Kaffeelikör und "Kahlua Strawberry Cream", was ich für eine schlimmere Abart von Baileys Cream halte (also ganz bestimmt nicht meins.).
Täteten Sie mal Ihr Rezept verraten, in dem Limette und Muskat vorkommt?
- grüner Pfeffi: ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, daß es sich dabei um grünen Pfefferminzlikör handelt? Also so eine Art "After-Eight-Füllung flüssig"?
Auch erbitte ich Aufklärung um die "Grüne Wiese", mit der der fritz_ mich immer aufzieht. Da es sich um eine Ost-Errungenschaft handelt, bin ich völlig kenntnislos, was das sein soll. Was mit "Bols Blau" (Blue Curacao) wird es WAHRSCHEINLICH nicht gewesen sein, weil ich immerhin weiß, daß Orangen zu den schwer ergatterbaren Gütern gehörten, also wo sollen dann gleich Curacao-Orangen herkommen. Nach Ihrer Erwähnung von "grünem Pfeffi" mutmaße ich, es war was pfefferminziges?

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MaiTai mit Mandarinensaft (-)
Heute wieder ein Versuch zu MaiTai.

was ich bisher herausgefunden habe:
1 gestr. TL Mandelmus weiß, Rum und Cointreau ergeben zuverlässig den Grundton. Dazu braucht es was Zitrussiges und Eis, sowie, wenn man keinen Sirup verwendet, 1 EL Rohrzucker.

Was ich bisher an Zitrus probiert habe:
- 1/2 ausgepreßte Limette. Da es mir um die Zesten leid tat, die so ziemlich das beste daran sind, mit Caipirinha-mäßig geachtelter und angedrückter Zeste.
- Saft von 1/2 Limette und von 1 kleinen Mandarine.
- Spritzer Zitronensaft und 1 gr. Saftmandarine.

Ist geschmacklich alles in Ordnung.
Was aber etwas negativ auffiel heute: von der schönen Saftmandarine merkt man nicht wirklich was, im Vergleich zum pur getrunkenen Mandarinensaft ist es enttäuschend, man könnte sicher ohne Geschmacksverlust auch Tüten-, Flaschen- oder Dosensaft nehmen.

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Schauen Sie mal hier : htt ps://www.pfeffi.com/unser-pfeffi/

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Ich dachte, ich hätte schon geschrieben, was da drin ist, "Curacao, O-Saft und Sekt", plus fakultativ ein Schluck anderer Schnaps.
Ne chemische Analyse der real verwendeten Inhaltsstoffe liegt mir nicht vor, aber das Grüne-Witwe-Zeug war nicht gerade selten anzutreffen.

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@gux: das mit dem Wasserdrüberschütten funktioniert!! Danke nochmal! Aber leider nicht so ganz verlustfrei, obwohl ich extra kaltes Wasser aus dem Hahn genommen habe (das bei uns aber wohl nicht kalt genug ist...). Auch die Zerlegetechnik muß ich noch etwas optimieren, vielleicht mit dem Küchensieb.

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@fritz_: aaah JETZT haben Sie es auf alle Fälle geschrieben. Falls früher schonmal, ist es meinem Gedächtnis entschlüpft, weil es einfach nicht zu meiner Erlebniswelt gehörte.
Aber da Sie oben sich auch an längstverdrängte Schauderhaftigkeiten erinnerten: ich muß doch wohl auch in den 80ern oder 90ern schonmal mit Tequila in Berührung gekommen sein, denn als mich in den frühen Nullern Bekannte stolz wie Bolle auf ihr exotisches Etablissement in der Kleinstadt "zum Mexikaner" mitnahmen, wunderten sie sich sehr, daß ich beim Tequila selbstverständlich zum Salzstreuer griff - was sie mir doch gerade umständlich erklären wollten. - Kürzer: die Rekonstruktion ergibt, daß Tequila schon früher ab und an als "Kultgetränk" ausgeschenkt wurde. Ich weiß aber wirklich nicht mehr, wo ich den ersten getrunken habe (sonst könnte ich es genauer eingrenzen).

[passende Musik dazu: La Grange von ZZTop und Mariachi.]

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Tequila: wenn es die Geschlechterkonstellation hergab, konnte man sich das Salz vor dem Schnaps gegenseitig vom Handrücken naschen. Je später der Abend, den Hals, an der Stelle, wo sonst manchmal Knutschflecken werden, mit dem Zitronenschnitz anfeuchten, Salz drauf bugsieren, und dem Vis-a-vis vom Hals lutschen. Sodom. und. Gomorrha!

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@buerger: aha. Lob für die Werbeagentur, die Bilder kommen sympathisch rüber und erzeugen ein frisches, zeitgemäßes Image. - Ich würd ja eher geschminkte Steampunker im Chemielabor ablichten, die das Zeug aus Reagenzgläsern schlürfen oder vielleicht noch flambieren, aber das käme wahrscheinlich nur bei einer Minderheit an.

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@fritz: Jaja, die Waldrandparties.

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@colorcraze - das freut mich sehr!

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@colorcraze Davon träumen die doch, wenn im Berghain nichts mehr geht!

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Da hier "After Eight" erwähnt wurde ...
und die Grünen über 30% haben,
und die Cocktails immer noch ein Thema sind,
hier mein Beitrag dazu:
Grasshopper: je ein Teil grüner Pfefferminzlikör,
weißer Kakaolikör und flüssige Schlagsahne.
Eis und die Liköre in den Shaker und ganz zum Schluss
die Sahne dazu und sofort losshakern,
damit die Sahne nicht ausflockt.
Schmeckt wie das berühmte dünne Plätzchen,
daß im Film von Monthy Python "Sinn des Lebens"
den dicken Mann zum Platzen brachte.
;-)

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Und dazu reichen wir dann in einem kleinen Schälchen Dr.Ottes Apotheker-Pfefferminzplätzchen, selbergemacht.

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Den Apothekerssohn hab ich mal ausgefragt, wie sein Vater das macht. Er erzählte das:
Man braucht eine große, saubere, ganz glatte Glasplatte, vorzugsweise Tischgröße. Die legt man auf einen Tisch.
Dann pampt man in einer größeren Schüssel Puderzucker mit Pfefferminzöl an, bis Konsistenz etwas dünner als Kuchenglasur. Nun nimmt man einen großen Pinsel, vorzugsweise einen neuen, sauberen Malerquast (rechteckiger Kleisterpinsel), taucht den ein und kleckert/spritzt die Pampe auf die Glasplatte. Wenn die Mischung zu dünn ist, werden die Plätzchen arg flach oder verlaufen, da braucht man also etwas Erfahrung. Das Geklecker läßt man dann 2-3 Tage bei Zimmertemperatur herumstehen. Dann sind die Klecker trocken und fallen als Plätzchen ab, und man kann sie in kleine Tütchen packen.

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Nix gegen den Grasshopper, den Damen,
denen ich den gemixt habe, waren meist positiv überrascht.
Aber hier für Sie als Entdeckerin neuer Geschmäcker,
einen Männerdrink, den ich in einem alten Cocktailbuch
aus den 60iger Jahren gefunden habe:
Der nannte sich da Wodka Spezial.
Habe ich aber im Netz nicht gefunden.
Je 1 Teil Zitronensaft, weißer Kakaolikör und zwei Teile Wodka.
Mit viel Eis in den Shaker. Schmeckt abgefahren und stark.

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in einem alten Cocktailbuch aus den 60iger Jahren
Hähä, sehr interessant. Sowas sind ja immer Zeitdokumente. Darum habe ich auch das "schlechte" Kochbuch von meiner Großtante aufgehoben, das ein arges Sammelsurium ist (aber es gibt da so Kuriositäten wie nachgemachte Sojasauce aus Pilzen zu bestaunen) - das "gute" von meiner Großmutter natürlich auch - auch wenn ich nie danach kochen werde und generell eigentlich keine Kochbücher sammle, denn die allermeisten bestehen zu 98% aus Schrott.
Imgrunde muß man die Rezepte selber aufschreiben, die man gemacht hat und die ein zufriedenstellendes Ergebnis zeitigten. Aber das ist bei mir erst zur Zettelsammlung geraten.
Sie haben also so eine Zeitkapsel gefunden...
Das ist schon das zweite Rezept mit weißem Kakaolikör, können Sie mir einen Hersteller verraten, denn allzuviele wird es dafür nicht geben?

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Bols
ist der Bekannteste,
auch Elwert stellt den her.
Da gibt es auch weißen Pfefferminzlikör.
De Kuyper von den Holländern hat den auch.
Die Franzosen nennen den Crème de Menthe.

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@Frau Langenberg: danke für den Tip "Angostura als Prophylaxe gegen dicken Kopf". Bis jetzt hatte ich 2x keinen, ob das an den 2 EL Angostura lag, die ich nebenher konsumiert habe, oder die Alloholmischung doch eher zur verträglichen Sorte gehörte, kann ich aber leider nicht sagen.

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Digitale Überwachung ausgebremst...
Die Schweiz darf, was sogenannte Demokratien nicht dürfen:

https://norberthaering.de/die-regenten-der-welt/eid-schweiz-gescheitert/

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@Gastgeber - nur ein kleiner Einwurf zu Gegenwart.

Ggfls auch folgender, immer noch interessanter Film online, man muss nicht ständig 'in den Niederungen der sogenannten 'Corona-Informationen' verharren', das Leben geht schließlich weiter, und auch die Informationswelt skaliert ständig weiter - und sehen wir nicht hin, tut sie es trotzdem.

https://youtu.be/BuVf-NFYcf4

Darin zb Harold Agnew 30:32 bis 31:02 über die israelische Bombe - 'but they never tested it' - und er sagt es mit einem kleinen Lächeln.

... Und das stimmt nicht, einfach erzählt, es war und es ist bis zu einem gewissen Grade ein Gemeinschaftswerk zwischen den USA und Israel. Selbstverständlich ist die israelische Bombe getestet, wie könnte sie auch nicht? - und zwar genau da, wo alle amerikanischen Bomben auch getestet worden sind.

Und man hat das alles auch selbstverständlich gemeinsam überlegt und bis zu einem gewissen Grade standardisiert, weil davon auszugehen ist, 'dass man gerade auch diese Waffenart im Ernstfall auch gemeinsam braucht' 'und nicht nur Israel allein'. Der Besitz einer auch für Washington mit zuverlässigen israelischen Bombe ist auch ein außenpolitisches Bestreben der USA. Daher 'nicht jeder für sich alleine' sondern

- Entwicklung
- Kooperation
- Harmonisierung/'joint standards' (1)
- Testung
- strategische Integration, aka 'gemeinsames Stufenmodell der regionalen/globalen Verwendung'
- Information/Vorwarnung/geteilte Ergebnisauswertung im Ernstfall, 'die Verwendung eines Mehraugenprinzips Grundlage der amerikanischen Unterstützung' (ohne dem konnte und kann die USA es nicht machen)

Daher können wir heute feststellen, das stimmt nicht - die israelische Bombe ist in den USA getestet. Da wo auch alle amerikanischen Bomben immer schon getestet wurden. Und es ist für Bombe, Steuerung und Transportkörper ein Gemeinschaftswerk:

- Werkstoffe der Hardware und des Kernbrennstoffs
- Software und Elektronik nebst Schnittstellen
- Brennstoffe und Antrieb
- Ziele und Sensorik
- Messwerkzeuge und deren Standards  (wenn 20 Kilotonnen eingestellt waren, dann verlangt das Vier-Augen-Prinzip auch, dass die beiden Verbündeten und vertraglich verwandten Nation Israel & Amerika nach potenzieller Anwendung unabhängig voneinander (z.b. über Satelliten- oder Flugzeugauswertungen und Seismik) zum Meßergebnis kommen, 'es sind auch tatsächlich in der Realität höchstwahrscheinlich ziemlich genau 20 Kilotonnen gewesen, bei diesem einen spezifischen Einsatz') zum selben Messergebnis und zur selben Bewertung des Einsatzes kommen.
- sicher holt sich Israel vor einem Einsatz mindestens eine informelle Zustimmung 'aus dem Bereich des Pentagons oder von Stuttgart ein' - 'sehen Eure Augen da über der Wüste oder über dem Mittelmeer oder bei xy auch, was unsere Augen sehen, beurteilt ihr, was da zu sehen ist, genauso wie wir, und würdet ihr jetzt auch genauso handeln, seid ihr also einverstanden und beobachtet und messt mit?' (2)

2 - Für Israel ist die geostrategisch-politische Unterstützung Amerikas viel zu wichtig, als dass hier durch eine potentielle Anwendung der israelische Atombombe Missverständnisse bei der amerikanischen Führung entstehen dürften.

Wegen der Gefahr solcher Missverständnissen ist außerdem die unilaterale Anwendung der Atomwaffe durch Israel ohne vorherige Konsultation und Information Amerikas (eventuell sogar auch Russlands und Chinas über rote Telefone kurz vorher) ausgeschlossen.

Der Satz 'Israel hat die Bombe' müsste dann eigentlich genauer heißen 'auch im Namen und im Auftrag Washingtons' - und Aussagen wie 'und darum hat eben Israel keine Bombe, und wenn es eine hat, dann ist die aber ungetestet' - wirken heute vielfach nur noch lächerlich.

Denn im sogenannten Ernstfall, bei einem atomaren Erstschlag Russlands oder Chinas gegen die USA - das ist per Definition immer globaler Maßstab - besteht selbstverständlich die geostrategische Erfordernis, dass die Verbündeten und Partner Israel & Amerika ihren potentiellen Atomwaffeneinsatz als Antwort auf den Angriff, z.b. gegen Ziele im Mittelmeer, aber auch anderswo, koordiniert ausführten.

Denn sonst blieben Ziele eventuell unbekämpft oder würden aus Versehen doppelt bekämpft, 'und das möchte man doch nicht':

Nein, die Atomwaffen Israels sind 'so gesehen ein Teil des US-amerikanischen Gesamtaufwandes' - die israelischen Kernwaffen in Israel zählen für das Pentagon im Weltmaßstab ungefähr genauso dazu, wie Schweden ein unsinkbarer Flugzeugträger vor der russischen Küste war oder ist.

... Genau genommen zählen sie sogar noch besser ('weiß jeder Feldherr und vielleicht auch fast jeder Generalstäbler mit leidlich gute Ausbildung vermutlich sowieso aus sich selbst heraus'): Wenn man den 'unsinkbaren Flugzeugträger Schweden' gen Osten einsetzt (so war früher jahrzehntelang immer die Planung), dann sind Zuordnung und Verantwortung klar.

Wenn man aber 'Israel einsetzt', muss man das von Seiten des Pentagons aus nicht unbedingt zugeben - d.h. die Unterverteilung eines Teils der Amerika zuzurechnen Erstschlagfähigkeiten nach Israel erhöhte schon immer den strategischen (also politischen) Freiheitsgrad von Weißem Haus und Pentagon (in der Region mittlerer Osten oder überhaupt) ggfls um eins.

Gleichzeitig muss aber Israel um vollständige Loyalität und politische Rückendeckung Amerikas bemüht sein - rein theoretisch wäre es ja möglich, dass aus dem Pentagon oder dem Weißen Haus Ermutigungen kämen, 'ja macht mal, in dem Falle, es ist jetzt bei Euch vor Ort, in dieser aktuellen Bedrohungssituation, wo der Angreifer in wenigen Stunden in Jerusalem sein könnte, so schlimm, da habt Ihr unseren Rückendeckung, Ihr dürft einen oder ein paar lokale taktische Atomschläge auf feindliche Truppenansammlungen und strategische Punkte durchführen - denn wir selbst können Euch ja nicht binnen Stunden aus dieser Patsche retten 'ohne uns im Weltsicherheitsrat zu gefährden' - und hinterher würde die politische Führung des Weißen Hauses Israel damit aber evtl im Regen stehen lassen (können!), zuvor quasi hinter den Kulissen getroffene Vereinbarungen, 'aus Weltverantwortung des Imperiums für sich selbst', öffentlich leugnen, 'das war aber Tel-Aviv ganz alleine' - keine ganz gute Vorstellung - offensichtlich hat Israel daher auch große und höchste Veranlassung, US amerikanische Staatsbürger, die es, Israel, gut verstehen, zu ausserordentlichen Karrieren im Pentagon aufzufordern.

'... und außerdem weiß das jeder - denn im Netz ist die Zeit von Oma und Opa lange vorbei' - und das ist auch gut so: es macht flachere Hierarchien, verringert die Kosten und erhöht die Sicherheit.

Mal schauen also, wie die Generationen der Zukunft die Verantwortung tragen werden.

https://youtube.com/user/atom3196

'Es kann doch nicht alle und jede normale Verantwortlichkeit und Lebendigkeit in der Gegenwart verboten sein, nur weil Merkel und das ZDF alt geworden sind', dürfte man so etwas sagen, in einem freien Land?

Und wir erinnern uns: Die sogenannten 'Staatsgeheimnisse der DDR' waren für die Freiheit und die Marktwirtschaft einfach geschenkt zu teuer. Sie waren einfach ein unnützer Kostenblock, der die Marktwirtschaft nur unnütz belastet hat. Und darum kamen sie weg.

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Da schreiben sie viel Richtiges... und dann sowas:
"'Es kann doch nicht alle und jede normale Verantwortlichkeit und Lebendigkeit in der Gegenwart verboten sein, nur weil Merkel und das ZDF alt geworden sind',"

Aber natürlich kann es sein. Wann sind sie denn zum letzten Mal aus dem Haus gegangen?

Ich finde es ohnedies höchst erfreulich, dass man mittlerweile immer öfter sehen darf, dass die grossmäuligen Fans der Demokratie, bzw dessen, was sie dafür halten, endlich mal mit deren Realität konfontiert werden.

Und sie vergessen ebenfalls, dass "Die sogenannten 'Staatsgeheimnisse der DDR' " aus einer Zeit stammten, die VOR der Digitalisierung lag. Glauben sie etwa, wenn es die auf Computer gespeichert gegeben hätte, wäre auch nur ein bit nicht auf seine eventuelle spätere Nützlichkeit für den Obrigkeits Staat überprüft worden. Sie wissen wo Merkel aufgewachsen ist?

DE ist das Land der Deppen, die bis 20:00 gestern abend noch gehofft hatten, wenn sie sich nur massenhaft zur Impfung bereit zeigen müssen, dann würde der Lokdown ganz bald beendet? Aber in der Tagesschau hat ihnen der Onkel Wieler, der sich um sich um sie sorgt, erklärt, dass es mit dem Ende des Lockdowns nun wohl doch nichts wird.
Jedes Land hat immer genau die Regierung, die es verdient.

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tdv, Sie machen mich noch zum Leibnizianer und Verteidiger der besten aller möglichen Welten = der jetzigen, wenn sie so weitermachen....

Apropos "ganz D hat Ende des Lockdown erwartet" - wir haben mW hier schon im Januar oder Dezember von Anfang oder Ende des Ramadan gesprochen für das Ende des Lockdowns, warum sollten wir solchen Blödsinn glauben?

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Der Pudelfriseur sogar ganz explizit...Anfang Januar.

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@buerger: danke. - Daß die Stimmung und die Erwartungen in der Presse nicht abgebildet werden, weiß man doch langsam.

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Ist es nicht eher die Hoffnung als die Erwartung? Ich kenne nur wenige, die nicht ein Ende herbeisehnen.

Aber ich wundere mich: ist das nicht eines der Themen? Zumindest hier in der Presse ist das eigentlich genau das Thema mit ausgiebig Kritik an der Regierung (für zu schnelles und zu langsames reagieren).

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Ist es nicht eher die Hoffnung als die Erwartung?
Der Wunsch, der Ärger - die Erwartung jedenfalls nicht.

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Viele sind mittlerweile psychisch am Anschlag. Der permanente Medienterror (Mutazion 1..x) geht an die Substanz.
Leider vergleichen zu wenig Menschen die Panikmache von Gestern mit der Lage von Heute. Das würde die Luft aus der Blase nehmen.
Zum Ramadan: Das erinnert an letztes Jahr. Ostern noch ganz schlimm und überhaupt, dann plötzlich pünklich zum R. waren die Einschränkungen aufgehoben. Ich denke wenn es Gründe der Merkelregierung dafür gab wird es die selben dieses Jahr auch geben.

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Wir haben letztes Jahr nach gründlicher Abwägung einen schönen Urlaub im Süden gemacht. Für dieses Jahr ist ein Hotel reserviert, aber bei gleicher Betrachtungsweise sehe ich deutlich höhere Risiken als im Vorjahr...

Der Kauf eines Fahrenden Hauses wurde gerade bei vorsichtigem Antesten im Familienrat abgeschmettert ?wir haben schon ein Ferienhaus, das reicht?.

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colorcraze,
seien sie beruhigt, es ist die einzig mögliche Welt. Somit natürlich auch die beste... leider auch die schlechteste.
Der Unterschied ist wohl nur ein wenig Zeit?

Leibniz... Pangloss... alles dieselben Kasperles.

"Apropos "ganz D hat Ende des Lockdown erwartet" ...
Ich habe letzten Sonntag Abend im Internet miterlebt, als man in München eine Lockerung für Montag Morgen, mit Öffnung des Einzelhandels angekündigt hatte.
Nur, am Abend hat man das Ganze dann wieder storniert, weil irgendeinem Spezialisten irgendein Inzidenzwert nicht gefallen hat. Bei zB 4,99 ist alles sicher, bei 5,01 setzt das Massensterben ein...

Zuerst dachte ich ja: Wow, die wollen nur mal testen wie weit sie mit diesen Bürgern gehen können. Die waren genauso überrascht wie ich, dass ausser ein wenig Gemotze nichts passierte. Anscheinend ist das Volk schon reif für Schwabs Reset...
Hier? Mir fehlt das Erleben eines Lockdowns, hier ist alles stinknormal langweilig. Alles ist offen und Masken waren auch vorher schon ganz normale Kleidung. Noch nicht mal karnk werden können die hier richtig...! Vom sterben gar nicht zu reden... Anderthalb mal so viele Einwohner wie Deutschland, die gefühlte Hälfte davon über 90...
Und gerade mal 10% der deutschen Toten.

Was ich am wenigsten verstehe, ist das Verhalten der Eltern. Wie kann man es zulassen, dass den eigenen Kindern dermassen geschadet wird...

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Meine Kinder sind ja noch relativ jung, Grundschulalter. Hier auf dem Dorf werden Kontaktbeschränkungen überwiegend ignoriert, die Kinder müssen zwar Masken in der Schule tragen, aber nachmittags machen sie was sie wollen. Mein eines Kind kam am ersten Schultag stolz wie Bolle nach Haus und verkündete, er habe 10 Mal die Regeln gebrochen, ohne dass was passiert sei. Da kam auch schon der Spruch ?soviele Polizisten haben die doch gar nicht, um das alles zu überwachen?. Insofern lernt es gerade das Richtige fürs Leben.

Dennoch sehe ich Ihren Punkt durchaus, aber keine validen Alternativen. Mein Job ist global portabel, aber wirklich besser ist es in Europa evtl. in Dänemark, aber die wollen keine Deutschen.

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Masken im Grundschulalter? Darauf verzichtet man hier, weil es schwierig ist und angeblich (ich bin kein Paedagoge) den Kindern schadet.

Die Diskussionen um Schuloeffnungen sind aber auch wirklich schlimm: es gibt so viele Fachleute die alles besser wissen, von denen aber wahrscheinlich kein einziger schulpflichtige Kinder daheim hat (oder sich Gedanken gemacht, was das fuer die Kinder bedeutet).

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@buerger: welche höheren Risiken sehen Sie für dieses Jahr?
@gux: bei den meisten deutschen Schülern kann man 2020 als Schuljahr wohl einfach streichen und es nochmal wiederholen.

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Erinnert sich eigentlich noch wer an die Verkürzung des Gymnasiums auf G8 (ohne 9.Schuljahr/Oberprima)? Wenn das so weitergeht, werden 10 Schuljahre nicht reichen.

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Ich glaube, es wird gerne vergessen, dass Kinder sehr soziale Wesen sind* - und gerade für die ganz jungen ist auch ein Videogespräch kein Ersatz. Die jungen Kinder einiger Freunde reagierten nach den diversen Lockdowns schon fast panisch auf echte Menschen. Den Schulstoff kann man sicher irgendwie nachholen, aber Isolation und das Gefühl, vergessen worden zu sein** wird bleiben.

@buerger: wie funktioniert das mit dem Regelbrechen? Hier ist man in der Schule des Nachwuchses recht streng - aber die Regeln sind im großen und ganzen einfach und vernünftig (keine Masken für die Kinder in der Grundschule, aber Abstand halten zu anderen Jahrgängen, mehr Lüften und festgelegte Sitzordnung beim Essen). Regeln, die nicht durchgesetzt werden, sind doch eigentlich eher sinnlos, oder?

* Erwachsene natürlich auch. Ich vermisse die spontanen, oft sinnlosen Gespräche, die sich durch Zufallstreffen ergebe. Das kann man wahrscheinlich nur nachempfinden, wenn man es selbst erlebt.

** Das habe ich inzwischen von vielen, auch sehr vernünftigen Jugendlichen gehört. Es war einfach, am Anfang die Schulen zu schliessen, aber spätestens im Sommer hätte man doch nach Alternativen suchen können. Mit einem einfach "auf/zu" macht man es sich eben doch sehr einfach.

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@gux: ich teile Ihre Bedenken bzw. Ansichten bezüglich Kindern/Jugendlichen voll und ganz. Es ist eine Grausamkeit, Kinder so isolieren zu wollen (man erinnere sich an das Experiment des Staufers Friedrich II.). Meinem Neffen (12) z.B. schlägt es schwer aufs Gemüt, daß er kaum noch mit seinen Freunden zusammenkommen kann, er hat sich wohl zu einem ziemlichen Spielkonsolenjunkie entwickelt. Mein Mann, der nur einmal die Woche aus dem Homeoffice rauskommt, vermisst wie Sie die spontanen Zufallsgespräche (aka "dusslig quatschen"). Bei mir selbst ist es anders, weil sich bei mir an meinem täglichen Ausgang nichts geändert hat, ich bin eher genervt durch die Zusatzfunktion des Haushalts als Öffentlichkeitsersatz.

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Mit 12 muss das noch schlimmer sein als mit 4 oder 5, weil man in dem Alter schon viel besser weiss, was man vermisst. Aber da es fast alle Kinder trifft, kann man hoffen, dass man auch Lösungen finden wird - und Menschen sind erstaunlich anpassungsfähig.

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Regelbrechen: Das sind so Sachen wie ?mit dem besten Freund aus einer anderen Kohorte gespielt?, ?mit der Schwester geredet (andere Klassenstufe)?, ?in der Pause im falschen Bereich des Schulhofs gewesen?, ?im Klassenraum geblieben?.
Wenn Lehrer die Regeln selbst für sinnlos halten (nachmittags spielen sie, vormittags dürfen sie nich miteinader reden).

Ich finde den Ansatz gut, ich bleibe auch nicht bei rot an der Ampel stehen, wenn weit und breit kein Fahrzeug kommt (Und keine kleinen Kinder zusehen). Generell halte ich Regeln in einer Gesellschaft für sinnvoll, aber es kommt auf die Menge an. 10 Gebote sind vielleicht etwas wenig, aber 10,000 Seiten Gesetze und Verordnungen ein wenig zu viel.

Höhere Risiken: wir sind letztes Jahr Anfang Juli losgefahren. In Italien war die Welle abgeebbt, es gab etwa 16.000 aktive Fälle Ende Juni und im Urlaubsort war sowieso kaum was los. Wir waren mit die ersten Touristen und es war halbleer, die Wahrscheinlichkeit, sich was einzufangen war klein.
Im Moment ist die Zahl der Virenträger in Italien (active cases nach Worldometers) bei über 500.000.
Da müsste sich schon ne Menge verändern, sonst denke ich, wir werden Ende Mai die Hotels stornieren und ins eigene Ferienhaus in Deutschland fahren (und auf Petrus hoffen).

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PS: auch Spanien hat aktuell 250.000 aktive Fälle. 300 Sonderflüge nach Malle über Ostern zeigen, dass es offensichtlich viele anders sehen.

Ich kenne persönlich drei Menschen, die an Corona erkankt waren, zwei davon im Krankenhaus, einer der beiden sehr viele Wochen. Muss ich nicht haben. Ich weiss insofern, es gibt die Krankheit wirklich, sie macht krank und die Erkrankten erholen sich sehr langsam. Gestorbene kenne ich nur über mindestens zwei Ecken, aber konkreter als aus Statistiken.

Muss jeder für sich selbst entscheiden, ich besprühe nicht ständig meine Hände, trage auch nur im Geschäft Maske, aber meide eben auch Risiken. Und nach den nackten Zahlen fand ich letztes Jahr Italien vertretbar. Im Moment eben nicht.

Und Malleurlaub zu erlauben, aber Schulen geschlossen zu lassen, dafür gab es früher Guillotinen und Scheiterhaufen und Teeren und Federn.

Nannte sich Verantwortlichkeit, aber das ist ja seit Strauss Amigoaffären, Kohls Koffer, Schäubles Vergesslichkeiten und Schröders Zweitverwendung aus der Mode.

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@buerger: ein Arbeitskollege laboriert wohl auch seit 2, 3 Wochen an Corona herum. Aber konkret habe ich nur seine Äußerung weitergetragen bekommen, er hätte sich noch nie im Leben so elend gefühlt.

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Ich kenne einige (jüngere) Kollegen, die mehrere Wochen krank waren. Und Verwandtschaft (sehr enge) im Gesundheitswesen hat sehr schnell den Eindruck vermittelt, dass es eben weder harmlos noch übertrieben ist - es nimmt die meisten Menschen mit, wenn reihenweise Patienten sterben. Deswegen verstehe ich auch, dass Ärzte hier (vielleicht) überreagieren - genauso wie Eltern sehen, dass die eigenen Kinder leiden, sehen sie die Patienten.

Das mit dem Urlaub hat mich auch erstaunt - ich dachte immer, die heimische Wirtschaft braucht auch Unterstützung.

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@buerger
"Insofern lernt es gerade das Richtige fürs Leben."
Noch richtiger kann man es gar nicht formulieren. Schön, so etwas am frühen Morgen zu lesen....

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Mallorca
Nachbarin arbeitet in einem Kaufhaus und sie hatten vergangene Woche bereits geöffnet. Die Geschäfte waren die ganze Woche gut besucht, meist von älteren Herrschaften. Ihrem Eindruck nach ging es diesen mehr ums Herumschauen und um die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen, als ums Einkaufen. Kaum sprach sie die Kundschaft an, erzählten sie ihr gleich mit strahlenden Augen und aufgeregt: *Wir sind schon geimpft! Wir fahren in den Urlaub nach Mallorca!*

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Und was ist mit dem Gastgewerbe im eigenen Land? So ganz nachvollziehen kann man so eine Entscheidung nicht ... ich würde eigentlich ganz gerne im Sommer nach Deutschland fahren und dann vielleicht sogar eine Gastwirtschaft aufsuchen.

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Kinder und Corinna:
Von einer befreundeten Pädagogin weiß ich schon länger, daß im deutschen Schulsystem sozialisierte Kinder (Zitat) "planmäßig zur Unfähigkeit" erzogen werden.

Die jüngeren dieser eh schon (schulischerseits) zu Kreativität, Verantwortungsübernahme u. v. m. unfähigen Generationen bekommen laut ihrer Beobachtung jetzt ein zusätzliches Manko mit auf den Lebensweg:
Sie werden nicht nur in ihrer Sprach- (somit auch: Denk-) Entwicklung nochmal massiv zurückgeworfen sondern erleiden erhebliche und folgenreiche Defizite in der emotional-sozialen Enwicklung.

Diese erfordert nämlich das Erkennen, Verknüpfen und Erlernen von Mimik, Sprache und Gefühlen ihrer Mitmenschen. Das ist durch die fast ausschließliche Begegnung mit Maskenträgern weitestgehend ausgeschlossen.

Je jünger die Kinder bei Beginn der allgemeinen Dauer-Maskerade sind, desto schwerwiegender werden die Folgen sein, individuell wie gesellschaftlich.

Das "historisch einzigartige Experiment" (Zitat Yasha Mounk) der Globalisten betrifft also auch massiv die Entwicklung ganzer Kindergenerationen.
Abgesehen von den ständig steigenden Fällen von Depressionen und Suiziden, auch unter Jugendlichen, wird es zu vielen Opfern bezüglich nicht gelingender Lebensentwürfe führen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen aus Familien, die eh schon schwer zu kämpfen haben (wenn sie sich und ihre Kinder nicht schon komplett aufgegeben haben).

Das ist m. E. ein Menschenrechts-Verbrechen.

Ich bin nicht so zufalls-gläubig, daß ich die Gesamtheit der angewandten Methoden zur nachhaltigen Zerstörung von Gesellschaften einem oder mehrerer solchem/solcher zuordnen kann.
Auch nicht (mehr) so naiv, öffentlich geäußerte Pläne bezüglich des Umbaus von Gesellschaften (Schwab, Mounk, Buffett, Juncker, Merkel et al) einer wie auch immer gearteten "Dummheit" oder "Unfähigkeit" zuzurechnen.

Wer sich - immer noch! - weigert, öffentliche, nachlesbare Aussagen (sowie daraus erfolgende Maßnahmen, u. a. juristischer und gesetzlicher Art) mächtiger Leute zur Kenntnis zu nehmen, der WILL sie einfach nicht kennen.

Einerseits verständlich (der rosarote Traum ist angenehmer als die harsche Realität), andererseits aber (nicht nur) meinerseits zunehmend von Ungeduld (und ja: Leider auch immer öfter von Verachtung) beantwortet:
Die zum Schlachthof drängelnden Schafe reißen die sich sperrenden mit und verweigern dadurch die Umkehr für alle.

Es fällt (grade nach den gestrigen LT-Wahlen) immer schwerer, Verständnis ("sie können ja nichts für die Ergebnisse ihrer Manipulation") und Ungeduld (bis Zorn) in der Waage zu halten. Damit fällt es immer schwerer, an die Lernfähigkeit der Mitmenschen zu glauben. Das ist sehr traurig...

Traurig ist auch, daß einige hier nicht zu wissen scheinen (bezieht sich auf die kürzlich geschilderten Erfahrungen der C-infizierten Freundin), daß es in diesem Land relativ viele Menschen gibt, die sich NICHT mal eben Vorräte für zwei Wochen einlagern KÖNNEN weil ihnen dafür die finanziellen Mittel fehlen.
Und daß es nicht immer auf persönlicher Unfähigkeit/Unwilligkeit beruht, wenn Leute arm sind, bleiben oder werden: Es gibt tatsächlich sowas wie "unverschuldete Notlagen" sowie einfach "Pech" oder "Glück".

Das sollten sowohl "Rechte" (und Bürgerliche) akzeptieren als auch "Linke": Man sollte nicht allen, die über mehr Ressourcen verfügen, diese wegnehmen wollen damit "alle" "gleich sind".
Auf der anderen Seite sollte man aber bitte auch nicht die verachten, in deren Leben (sowie, bzw. oder, den Leben von deren Vorfahren und Kindern) es einfach mehr "Pech" als "Glück" gab/gibt.

Die einen sollten sich von ihren gesellschaftlichen Utopien abwenden, um die Menschen als solche wahrzunehmen, die anderen zum selben Zweck von ihrer calvinistischen Borniertheit. Damit wären wir m. E. schon ein ganzes Stück weiter.

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Liebe Frau Langenberg,
die Frage ob Zufall, geplant oder Unfähigkeit ist meiner Meinung nach zweitrangig, wenn es um die persönliche Situation geht.

Ich habe für meinen Teil vor Jahrzehnten aufgegeben, die Welt verbessern zu wollen und spätestens nach dem ungewollten Frühableben einer heroinsüchtigen engen Freundin auch Versuche eingestellt, im Umfeld ausserhalb der allerengsten Familie helfen zu wollen. Im Fall der Freundin hat meine Hilfe wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen bewirkt, ich habe für mich akzeptiert, dass in vielen Situationen äussere Hilfe zwar gut gemeint sein mag, aber dem Ego des Helfenden mehr hilft als dem Geholfenen.

Von dem Punkt ausgehend, ist es tatsächlich egal, ob das Virus spontan, geplant oder durch Inkompetenz auf den Menschen gesprungen ist. Es ist auch ziemlich wumpe, ob es eine Verschwörung von Globalisten oder von Konzernführern oder Profitgier oder Inkompetenz ist, die dazu führt, dass die EU ihre Pandemie nicht in den Griff bekommt.

Ich kann für mich entscheiden, ob, wann und ggf. womit ich mich impfen lasse, ich kann meine finanzielle Situation auf eine Krise vorbereiten, Vorräte anlegen, Ausgaben steuern und meine Kinder und engste Familie bestmöglich aufstellen.

Das Retten der Welt mögen andere machen, aus egoistisch privater Sicht ist der Beruf des Revolutionärs wenig erstrebenswert.

PS: mir ist sehr wohl klar, dass 2 Wochen Vorräte für manche nicht möglich sind, die Situation, dass am Ende des Geldes noch Monat übrig ist, kenne ich aus eigener Anschauung, ebenso das Verhalten der Bank, wenn der Dispo überzogen wird. Das ist in vielen Fällen schwer oder gar nicht veränderlich. In anderen lässt sich durch Verhaltensänderungen auch die Situation verändern. Die Schwierigkeit liegt darin, das voneinander zu unterscheiden, auch für sich selbst.

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Liebe Frau Langenberg,

Ihre Bedenken hinsichtlich der Masken bei jüngeren Kindern wurden von einer der britischen Regierungsberaterinnen ziemlich genau so vorgetragen, als es um Masken in Grundschulen ging. Das wurde natürlich von geneigter Seite sehr kritisiert (schließlich gibt es keine Studien dazu!), aber es ist doch eigentlich selbstverständlich.

Ich freue mich - das Argument hier zu sehen!

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'Was machen die Männer mit meinem Papi?' https://youtu.be/_J4_PaHYCy4 - Das soll wohl nichts werden mit den angstfreien, liebevollen und
umfassend souveränen Männern der Zukunft.

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Berlin ist anscheinend ziemlich lebendig: 'Hier sitzt das satanische Politbüro' - Meinungsfreiheit halt:

HIER NOCHMAL EINE KLEINE GEDÄCHTNISSTÜTZE...
ES IST EIN VERBRECHEN AN ALLE VÖLKER DER WELT, WAS DIE NWO-FASCHISTEN IN DEN LETZTEN 13 MONATEN IN DIESER PLANDEMIE INSZENIERT HABEN‼️
🔥🔥UNSERE DEMOKRATIE
BRENNT LICHTERLOH🔥🔥

NETZPFUND:
?Das Versagen in Deutschland (und nicht nur hier) nimmt kein Ende:
Der Bachelor knutscht sich Sendung um Sendung durch die zahllose Anzahl der von RTL gestellten Frauen...
Zur gleichen Zeit geht ein Kind mit Tränen in den Augen in's Bett, weil wieder Mal die Verlängerung der Schulschließung beschlossen wurde und es seine Freunde weiterhin auf unbestimmte Zeit nicht sehen kann...
Florian Silbereisen feiert fröhlich und ausgelassen die Schlagerchampions...
Zur gleichen Zeit stirbt eine Omi im Pflegeheim an Einsamkeit und Verzweiflung...
Bei Let's Dance wird eng umschlungen getanzt...
Ein paar Stunden vorher kickte ein Junge frustriert und allein einen Fußball in das Tor seines geliebten Fußballplatzes...
Frau Merkel verkündet "Wir müssen da alle gemeinsam durch und uns an die Beschränkungen halten" die Frisur sitzt natürlich...
Zur gleichen Zeit beschließt eine junge Frau, die Jahre an Leidenschaft und Energie gebraucht hat um ihr eigenes Kosmetikstudio erfolgreich zu machen, aufzugeben...
Herr Jauch erfreut Halbwissende mit einem Geldsegen...
Am Tag zuvor opferte eine alleinerziehende Mutter ihre Ersparnisse, um einen Laptop zu kaufen, damit die Kinder am Homeschooling teilnehmen können...
Dr. Bob wird von Australien nach Deutschland eingeflogen um die D-Prominenz für die Dschungeltauglichkeitsprüfungen zu briefen...
Am selben Tag wurde in Bautzen auf der Reichenstraße eine Frau auf's Revier abgeführt, weil sie keine Maske aufgesetzt hatte...
Eventim beschließt, vorerst Startdatum noch nicht festgelegt, eine Impfpflicht für alle Veranstaltungen...
Seit Wochen versuchen ein 87-jähriger und seine Frau einen Impftermin zu bekommen...(ZUM GLÜCK 🍀 HABEN SIE NOCH KEINEN TERMIN FÜR DIE GENVERÄNDERNDE GIFTSPRITZE ERHALTEN)
Profifußball darf stattfinden, Kinder dürfen kein Fußball spielen.
Das Volk darf sich nur mit maximal 5 Personen aus 2 Haushalten treffen.

GESUNDHEITSMINISTER+BILDERBERGER+PHARMALOBBYIST trifft sich mit 12 Industriellen aus 12 verschiedenen Haushalten zu einem Dinner.
Dabei lässt er Spenden in nicht meldepflichtiger Höhe (9.999,00 ?) sammeln.
Niemand von der Regierung rügt dieses Verhalten.
Fitnesscenter bleiben erstmal zu ... dabei wäre Sport so wichtig um endlich mal einen Ausgleich zu bekommen zum Corona-Alltag...

Ich finde bald keine Worte mehr für den ganzen Scheiss, der da abgeht!!!?

GENAU DESHALB ROLLT DER AUTOKORSO BERLIN DURCH DIE BUNDESHAUPTSTADT,
HIER SITZT DAS SATANISCHE POLITBÜRO‼️
🟥✊🏻🟥

Folgen & mit rollen auf:
▶️https://t.me/AutokorsoBerlinInfo

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extrinsischer Schnelltest
für
level-down-semisemantiker

stell dich bitte vor einen Spiegel
( virtuelle e-tron-Außenspiegel sind hierfür
sehr umständlich, folglich nur bedingt geeignet,
nichtsdestoweniger interessant genug um
über sie in einem anderen Kontext nachzudenken )

sieh dir zu wie du dich zum Thema:
«Ich- am Limit der Moderne.» fokussierst.

[ falls dir special delivery spontan dazu noch
etwas einfällt außer Synonyme für Kontrollverluste
& drehende Leerläufe,
Empathie-Gutscheine & Posenrabatt,
beobachte weiterhin deine Mikro-Expression,
solange bis du den testfinalen Exploiter entdeckst
und du in etwa bestimmen kannst, was, wieso
und wer dir (nicht) piepegal ist ]

und nimm mal endlich die PneumologiePappe ab,
du halbes Gesichtsschelmikon

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Es gibt wirklich Neues zum Virus !
Im Wall Street Journal vom 15.3. gibt es auf Seite A9 unter der Überschrift: "Drop in South Africa Cases Fuels Queries"
"Steep decline remains a mystery in country that hasn?t ramped up vaccines or lockdowns", einen ausführlichen Bericht über Details wie zB die positiven Tests, die ohne Lockdown und grössere Impfmengen von 33% auf 3% gefallen sind.
Der Artikel ist jetzt hier:

https://ibb.co/zf26xvg

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beim fefe gibt es ein paar interessante Anmerkungen
zu den Impfstoffen, die ich so woanders noch nicht gelesen habe.
ht tp://blog.fefe.de

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da hab ich besseres... von Lee Fang / The Intercept
In einem Zoom Mitschnitt erklärt der Pfizer Executiv Frank d'Amelio Investoren, dass Pfizer plant von einer zweifachen Impfung auf eine dreifache umzusteigen, und will dazu eine jährliche Auffrisch Impfung einführen.

https://twitter.com/lhfang/status/1371595466664636425?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1371595466664636425%7Ctwgr%5E%7Ctwcon%5Es1_c10&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.unz.com%2Farticle%2Fthe-lockdown-the-vaccine-and-the-corruption-endemic-in-modern-democracy%2F

Im 73sec Mitschniit auf Zoom erkennt man um was es geht.
Das ganze Gespräch kann man auch nachlesen, wenn man will. Das gibts hier:

https://www.documentcloud.org/documents/20514141-pfe-usq_transcript_2021-03-11

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Wie, nur drei Impfungen? Das geht gar nicht. Ich verlange den Speicheltest wöchentlich und die Impfung einmal im Monat. Wir müssen berücksichtigen, dass der medizinisch-industrielle Komplex gerade große Investitionen vorgenommen hat. Die müssen sich rentieren. Und nach der britischen und der südamerikanischen Variante kommen bestimmt noch Hunderte mehr.
Und: denken wir an die Maskenproduzenten. Auch die haben große Investitionen getätigt. Ich fordere, dass für den täglichen Bedarf drei FFP2 erforderlich sind: Zuhause, auf Arbeit und im ÖPNV. 89.790.000.000 Masken allein in der Bundesrepublik pro Jahr. Dann ist noch die Frage: was machen wir mit den Aerosolen? Doppelte Masken? Oder vierzehntägig spritzen?
Man weiß es nicht.

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Gewaltenteilung im Rechtsstaat
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/cum-ex-warburg-101.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/cum-ex-steuer-skandal-1.5238545

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Es gibt kaum einen Bebauungsplan im Lande, wo nicht sofort der Gedanke aufkommt: wer hat daran mitgeschrieben? Viele Gemeinden oder Kreise arbeiten immer wieder mit den gleichen Erschliessern zusammen. Natürlich nur wegen der langjährigen guten Erfahrung. Und was im Kleinen läuft, ist im Grossen kaum anders.
Die Maskenvermittler sind da eher Kinderkram. Spannender wird es zu schauen, welcher Staatssekretär und Minister wo seine Zweitverwendung findet.
Einfachstes Beispiel (wenn meine Erinnerung nicht falsch ist)l: der deutsche Steuerzahler bürgt für die Nordstream Finanzierung, beschlossen in den letzten Tagen der Schröder Regierung.

Oder man schaue sich den Werdegang von Jörg Asmussen an, und ziehe seine Schlüsse. Ist es justiziabel? Nein, eher nicht, aber es zeigt auf, wie Wechsel funktionieren und wie enge Kontakte wachsen.

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Jemandem, der sein ganzes Leben der Gesellschaft gewidmet hat und für ein mäßiges Einkommen ein Dasein im Schatten geführt hat, kann man doch eine Belohnung zum Ende der Kariere nicht verdenken, oder?

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Ich finde nicht, dass ein Kanzler im Reihenhaus in Hamburg Langenhorn seinen Ruhestand verbingen sollte. Politiker sind meines Erachtens unterbezahlt, im Gegenzug gibt es zu viele. Ein Parlament mit 100 Abgeordneten wäre gross genug, wenn den MdBs vernünftige Stäbe zu Verfügung stünden, so dass die Legislative mit der Exekutive mithalten kann. In der Summe wäre das nicht teurer, aber würde Macht von erwählten Beamten zu gewählten Parlamentariern verlagern. Bei 100 MdBs ist Politiker auch keine Laufbahn mehr, die mittelmässige Abiturienten anzieht. Ob das im Ergbnis besser wäre? Die kleinen Parteien würden kreischen, die grossen auch. Vielleicht sollte man es deshalb mal probieren, als Klatschhasenverein ist ein Parlament überflüssig.

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Ein kleineres Parlament wäre sicher nicht schlecht. Und mehr Nähe zum Wähler: ich halte das Mehrheitswahlrecht für deutlich besser, denn Abgeordnete müssen sich regelmäßig in ihrem Wahlkreis sehen lassen und sind ein wenig unabhängiger von der Partei.

Und man benötigt noch Posten, um unliebsame oder unfähige Politiker abzuschieben - leider gibt es nur einen EU Kommissionsräsidenten.

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Ist Montesquieus "Gewaltenteilung " noch brauchbar?
Auch eine Parlamentsreform, die seit ewigen Zeiten im Gespräch ist, würde die Probleme nicht mehr lösen. Heute ist in allen Schaltstellen der Macht auf allen Entscheidungsebenen Expertentum gefragt, "gesunder Menschenverstand" ist wohl nur noch Nostalgie.

Man könnte den allmächtigen Ministerien gewählte Expertenteams gegenüberstellen, die online über ein spezielles Medium (Parlamentskanal) plebiszitäre Elemente in den politischen Willensbildungsprozeß. einbringen können. Dieser Weg müßte aber streng reglementiert sein, schließlich sind wir heutzutage durch die Verhältnisse im Internet gewarnt.

Aber das ist ein Jahrhundertwerk. Selbst wenn ich jetzt einen Entwurf für ein neues Regierungssystem vorlegen würde, würde wohl erst die übernächste Generation davon profitieren. Es gibt also wenig Anreiz, damit überhaupt zu beginnen.

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Heute ist in allen Schaltstellen der Macht auf allen Entscheidungsebenen Expertentum gefragt ...

Nope. Klassisches, durch Medienberichte ausgelöstes, Falschverständnis. Yup, man braucht ein bestimmtes Überblickswissen in seinem Fachgebiet und ein allgemeines Verständnis des Funktionierens und Ineinandergreifens von Gesetzgebung auf den verschiedenen Regelungsebenenen, für alles andere hat man Fachleute, die man fragen kann.

Montesquieu et al bleiben unabhängig davon weiterhin gültig, wie man das im Menschen fest verankerte "Vitamin B" Problem löst, wüsste ich jetzt auch nicht - wird man vermutlich als unvermeidlich akzeptieren müssen.

Trotz aller Kritik - die sich auch aus vergrösserter Empfindlichkeit, also eigentlich dem Funktionieren des systems speist - sagt mir ein Blick in die Historie, dass verglichen mit allen Alternativen die westliche Gewaltenteilung noch immer deutlich (!)besser funktioniert. Vor allem bei ihrer Kernfunktion - dem Schutz des Individuums vor dem Missbrauch staatlicher Gewalt.

Vor dem Hintergrund hale ich CumEx und sonstige Skandale für ärgerlich - aber sie ziehen mich eben nicht unmittelbar in Mitleidenschaft und sind aus meiner Sicht auch keine Zeichen für flächendeckendes Systemversagen. Wie das aussähe, kann man gerade in Belarus oder Honkong "bewundern".

Gruss,
Thorsten Haupts

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Systemstützer
Sie geben doch selber zu, daß die mit dem oberflächlichen Wissen in unserer heutigen komplizierten Welt Expertenrat benötigen. Die überflüssigen Leute mit dem "Überblickwissen" in Politik und Wirtschaft, die Drücker in den Gängen der Ministerien, haben inzwischen gemeinsam eine Säule der Gewaltenteilung geschleift. Die lachen sich scheckig, wenn Baerbock Kobold und Cobalt verwechselt, wissen aber auch nur, wie man "mit Expertenrat" politischen Druck ausübt und in Profit umwandelt.*)

Es ist bezeichnend, daß Sie Oberflächlichkeit und die daraus folgenden politischen und wirtschaftlichen Mißstände mit dem Begriff "Überblickwissen" schönreden.

Und was die "Kernfunktion" anbetrifft: Ehrlicherweise sprechen Sie nur vom Schutz vor staatlicher und nicht von wirtschaftlicher Gewalt.

*) z.B. "Der Kohleausstieg ist für den Steuerzahler eine Bürde - für Anleger eine Chance. So profitieren Sie vom Milliardenregen der Bundesregierung ..." (aus d. Handelsblatt)

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Davon abgesehen, dass Grünbaer wahrscheinlich brillant wie ein Torpfosten ist, entstand die Bezeichnung Kobalt als Spottname der Bergleute und meinte tatsächlich irgend so einen kleinen Troll, einen Kobold eben. Es war Silber, das nicht taugte.

Unser Problembäerbock kannte es wahrscheinlich nur aus englischsprachigen Zusammenhängen, und an der englischen Aussprache hat sie sich versucht, ˈkəʊbɔ:lt/ˈkoʊbɔ:lt.

Ich speichere mir lieber für morgen ein Pfund Elektroenergie im Netz und morgen friere ich damit einen Liter heißes Wasser ein für später. Heißes Wasser kann man immer brauchen.

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Ehrlicherweise sprechen Sie nur vom Schutz vor staatlicher und nicht von wirtschaftlicher Gewalt.

Ach was? Wie genau sieht "wirtschaftliche Gewalt" aus und wo kann ich im entwickelten Westen dessen Grabfelder bewundern? Bzw. wo genau bedroht diese "wirtschaftliche Gewalt" Sie oder mich?

Es ist bezeichnend, daß Sie Oberflächlichkeit ...

Geschenkt mein Lieber. Ich weiss ziemlich präzise, dass ein Bauingenieur die Arbeit eines Elektroingenieurs schon nicht mehr über Oberflächlichkeiten hinaus beurteilen kann. Also gibt es das sogenannte Expertenwissen in keinem Bereich eines heute existierenden Ministeriums, nicht einmal dann, wenn der Minister 20 Berufsjahre in einem der Berufsfelder seines Ministeriums verbracht hätte.

Und entweder Sie wissen das auch und spielen hier den Naiven oder Sie wissen es nicht. Was wahrscheinlich ist, Ihr Urteil aber wertlos macht.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Expertenwissen
fehlt häufig, auch in den Ministerien, Überblickswissen ist Halbwissen, ist Oberflächlichkeit, das können sie so oft bestreiten wie sie wollen.

Sie hätten es natürlich lieber, wenn ich von "wirtschaftlicher Not" spräche, dann könnten Sie es schicksalhaft nennen und niemand wäre schuld daran. Als verängstigter Mittelständler fürchten Sie sich vor den Roten Horden aus dem Osten und sind grundsätzlich gegen jede gesellschaftliche Veränderung.

Und schließlich: Wegen Ihres ungehörigen Tons muß ich Sie nun zum dritten Mal ermahnen. In dieser Weise werde ich mich mit Ihnen nicht weiter abgeben, aber das wollten Sie wohl auch.

Gestatten Sie mir noch eine Anmerkung: Früher glaubte man, daß Akademiker, die "gedient" haben, durchsetzungsfähige Führungskräfte seien, heute sehe ich hier einen dünnheutigen Deputy Director, der kleinlich Streit sucht und sich ständig im Ton vergreift. Eigentlich müßten Sie bemerkt haben, daß inzwischen wirkliche Führungskräfte gewisse soziale Tugenden auszeichnen. Das kann man auch von Mitarbeitern rückwärts gerichteter Branchen erwarten.

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Überblickswissen ist Halbwissen, ist Oberflächlichkeit, das können sie so oft bestreiten wie sie wollen.

Erstens habe ich genau das nirgendwo bestritten - Lesen können hilft enorm - und zweitens hilft dieser Allgemeinplatz niemandem in der Welt weiter, wo es umfassendes Expertenwissen in einem kompletten Fachgebiet nirgendwo mehr geben KANN.

Sie hätten es natürlich lieber ...

Dünnes ad hominem, weil Ihnen auf meine sarkastische Frage nach wirtschaftlicher Gewalt nicht wirklich etwas einfiel?

Gestatten Sie mir noch eine Anmerkung: ...

Gerne und jederzeit - in einem freien Land und bei freiem Austausch hat nämlich niemand etwas zu gestatten. Unabhängig davon nehme ich "Rügen" wegen eines unangemessenen Tons nur von Leuten ernst, die selber sauber und anständig argumentieren. Sie gehören sichtbar nicht dazu.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Ich finde es recht lustig, dass in der Streiterei von euch beiden nicht einer mal die Kosten für die in allen Ministerien herangezogenen "Spezialisten" und "Berater" (auf deutsch: Lobbyisten) angibt.
Kennt jemand die Einnahmen aus der Steuerkasse der EY, PWC KPMG & C0?

PS gux
"Jemandem, der sein ganzes Leben der Gesellschaft gewidmet hat und für ein mäßiges Einkommen ein Dasein im Schatten geführt hat, kann man doch eine Belohnung zum Ende der Kariere nicht verdenken, oder?"

Ich mag es wenn sie sarkastisch sind....

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Beraterkosten ... Jede kleine Million, die Ursula fond of Lying und ihre Nachfolgerin Krampf-Knarrenklauer Beratern in den Rachen werfen, die den Laden übernommen haben (ist Sohn von VdL nicht Associate bei McKinsey?), jede dieser kleinen Millionen konnte nicht gleichzeitig für Gewehre zum um die Ecke schießen verpulvert werden, andererseits herrscht immer noch Mangel an Schwangerschaftshemden für Panzerfahrer_:*Innen, bis an die Milchzähne bewaffnet.

Es ist gut! Friedensarbeit. Im besten Fall kommt es der Familie zugute, warum nicht der eigenen?

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tja Fritz... wenn es denn stimen würde, dieses Wunschdenken, das wäre schön. Leider gibt es da nämliche auch eine absurde Schuldenmacherei mit der das finanziert wird, was man finanzieren will. Ob die Bewaffnung gut oder miserabel ist, ist ja nur für die Soldaten von Bedeutung. Die Hauptsache ist, man macht mir bei den Auslands Einsätzen

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Das Netz und der Wunsch nach Frieden und Wahrheit ändern den Lauf der Geschichte. Zb Caitlin J. vor ein paar Tagen:

'War is always powerful people making up fake reasons for poor people to kill each other.

Capitalism is working great if you ignore how it's about to destroy our ecosystem and kill everything.

Socialism is the collective's best self-defense against sociopaths.

In the old days the rulers would kill those who criticized the dominant power structure. Now they just make sure such people never ascend to prominent platforms or positions of influence.

And, if that fails, they kill them.


Most of what gets called journalism today is really just advertising. Advertising imperialism, capitalism, status quo politics, status quo mindsets. All this fuss about journalists leaving for Substack and stuff is really just outrage over people leaving the advertising industry.

Imperialists see the American people as nothing more than local fauna who need to be kept from interfering in the business of the empire. That's why keeping Americans poor and ignorant has so much institutional support; it keeps the local fauna away from the gears of the machine.'

... selbstverständlich werden an dieser Stelle viele denken wie lange werden wir eigentlich noch anders sein können bis wir quasi teils auch nur noch 'Fauna der Maschine sind'? Und weiter

'The only way to justify support for western interventionist foreign policy is to believe that western interventionism is ever actually humanitarian in nature. The only way to believe western interventionism is ever humanitarian in nature is to be an intellectual infant.'

... Und wie infantile Erwachsene, die nach Dienstschluss hauptsächlich Konsumierende sein sollen, mit den Erfordernissen eines aufgeklärten Hochleistungsstaates und Premiumexporteurs zusammen gehen können, wissen die Götter. Eventuell drucken wir einfach weiter Geld - und werfen es in die Lücke.

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aber, aber, perfekt....
Hat es sich denn noch nicht zu ihnen rumgesprochen, dass jedes Volk immer genau die Regierung hat, die es verdient?
Und, dass jede Regierung (sogar die amerikanische) dumm wäre, wenn sie schon ein Volk hat, mit dem man alles machen kann was man nicht will... dies nicht täte?

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Most of what gets called journalism today...
I liked the part "Most of what gets called journalism today is really just advertising. Advertising imperialism, capitalism, status quo politics, status quo mindsets. All this fuss about journalists leaving for Substack and stuff is really just outrage over people leaving the advertising industry."

Je länger ich darüber nachdenke, um so realistischer scheint mir die Einschätzung.

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Selbstportrait, tdv
von Peter Rühmkorf

Wie ich höre, hast du lange nicht von dir selbst
gesungen, Onkelchen?!
Die Menschheit muß ja allmählich denken,
sie ist unter sich ?
Wieviele Reiche haben inzwischen
ihren Besitzer gewechselt?
Das Bewußtsein ist siebenmal umgeschlagen.
Da schnei' ich nun herein
mit lauter letzten Fragen.
Darf man eintreten, Platz nehmen,
fragen, wie man wieder nach draußen kommt?

Aber Kinder, da ist doch irgendwas
mit der Perspektive los!
Alle Wände verzogen
seit wir das letzte Mal über Zukunft sprachen.
Prinzip Hoffnung total aus der Flucht.
?N wahres Wunder, daß wir nicht
aaaaaalle schon schielen.Soll ich euch mal sagen, was ist?
Also von mir aus können wir sofort-hier
vom Tisch aufstehn und die Welt umwälzen,
aber mit-wem-denn, mit  w e m  ?

Mit der Arbeiterklasse hängt Ihr
doch auch nur noch übers Weltall zusammen
(Ein Medium von höchster kommunikativer Kompetenz)
Ihr atmet die gleiche Luft ?
mehr ist bald nicht. Ichweiß ? ichweiß, man soll den Sozialismus
nie völlig verloren geben.
?20 000 STICKSTOFFWERKER HABEN EINE FREIWILLIGE SONDERSCHICHT
ZU EHREN DES GENOSSEN LE ?? na was ist?!
Dagegen IG Metall: ?150 000 ARBEITSPLÄTZE DER DEUTSCHEN
WAFFENINDUSTRIE LANGFRISTIG GEFÄHRDET!?

Die Wahrheit macht einem immer mal wieder
einen dicken Strich durch den Glauben.
Man kuckt in die Zukunft ? jedenfalls ich! ?
wie in eine GeschützmündungVielleicht ist es einfach nur dies:
mein Herz zieht allmählich die Geier an.
Wer links kein Land mehr sieht,
für den rast die Erde bald
wie ein abgeriebener Pneu auf die ewigen Müllgründe zu ?

Düdelüdüt, nu lauf doch nicht gleich
zur Mama mit deinen Verwüstungen.
Düdelüdüt! Noch?n Tusch für das Krankenversicherungs-
kostendämpfungsgesetz!
Konstantinopolitanischerdudelsackspfeifenmachergesellenrisikozulage!

... link  

 
Was die "Konstantinopolitanischerdudelsackspfeifenmachergesellenrisikozulage" angeht, so beruhigt es sie vielleicht zu erfahren, dass so viel sozialistische Umverteilung in Deutschland niemals möglich wäre. Wo Geld ist, und sei es im hohlen Rollstuhl Gestell, ist eine Schäble niemals weit in diesem Land. Ich zB erhalte eine Rente (ja, ich hab in jüngeren Jahren mal wirklich gearbeitet!) von ca ?160... und davon werden ?21 an Steuern einbehalten.
Das Deutsche Wesen wird zeigt also, es wird niemals untergehen... keine Angst.

Gut Rühmkorf kann man es nachsehen er konnte es noch nicht wissen als er das schrieb, auch nicht, dass er "die Menschheit" mit "der Erde" verwechselt"....aber Sie?
"Wer links kein Land mehr sieht, für den rast die Erde bald
wie ein abgeriebener Pneu auf die ewigen Müllgründe zu?"

Warum sollte ich ein Problem damit haben wer oder was auf die Müllgründe zurast, solange es mir erspart bleibt?
Sie unterschätzen die Segnungen des Zynismus...

Googlen sie mal den Begriff "Klimawandel"...

... link  

 
Die Praxis des Impfzangs
"Israel has considered compulsory vaccination. The mere suggestion of a law that would make COVID-19 vaccination obligatory, and reports of incidents in which employees in the health care or education systems have been forbidden from entering the workplace for not being vaccinated, have resulted in antagonism and increased distrust among individuals who were already concerned about infringement on citizens? rights. It seems that an approach of mandatory vaccination and penalties for failure to comply will be abandoned and replaced by the incentives promised by the green pass (which came into effect on February 21, 2021).

In parallel, the Israeli parliament passed a bill on February 24, 2021, allowing the Israeli Ministry of Health to transfer personal identification of people who have not yet received their first vaccine dose to the local authorities and to the Ministry of Education (to improve the low vaccination rates among educational staff). This bill, which raises concerns about citizens? right to autonomy over their body and free choice about whether to receive the COVID-19 vaccine, might detract from the effect of the green pass on vaccination acceptance.


aus:
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2777686?utm_source=silverchair&utm_campaign=jama_network&utm_content=covid_weekly_highlights&utm_medium=email

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Passen Sie auf, dass Sie auf Ihre alten Tage nicht noch zum Liberalen werden.
Westerwelle in 2011 zur Einschränkung von Freiheit.
http s://mobile.twitter.com/twittpiet/status/1372655169347977216

Da sich Anarchisten und Antifanten ja entschieden haben, Hilfstruppen der Regierung zu sein und auf jeden, der gegen die aktuelle Politik demonstriert, unter dem Mantel ?das sind Nazis? einzuprügeln, bleibt nicht mehr viel.

Westerwelle lebt leider nicht mehr.

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Impfpflicht ...
Ich finde diese Diskussion interessant - gab es die eigentlich schon immer, oder ist das etwas neues? Die Impfpflicht ist schließlich nichts neues: Gelbfieberimpfung für Reisen oder Hepatititsimpfungen im Gesundheitswesen. Impfungen haben Pocken und Polio nahezu ausgerottet, und bei Masern könnte man das auch erreichen ... und im Gegensatz vieler anderer Eingriffe des Staates in die Freiheit des Einzelnen geht es hier um das Wohl der Gesellschaft (über Herdenimmunität).

Natürlich verstehe ich die Argumente dagegen, und politisch ist es wohl sinnvoll - aber ich würde mir eine ähnlich starke Reaktion gegen andere Maßnahmen des Staates wünschen.

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Quasi-Impfpflicht gibt es zu allem möglichen (für medizinisches Personal, für Kindergarten- und Schulkinder). Aber nicht mit derart kaum getestetem Zeug.

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Das ist eigentlich recht gut getestet - viele Mittel sind deutlich schlechter getestet (und an weniger Personen). Die Probleme, die man jetzt findet, hätte man bei vielen Impfstoffen erst viel später gefunden, weil die Zahlen viel kleiner sind. Sehr viel mehr wird eigentlich selten getestet bevor es auf den Markt kommt.

Die EU hat aber auch alle getan, um Zweifel an der Wirksamkeit und Sicherheit zu schüren - wie Wakefield bei MMR, ein wenig Unsicherheit bleibt.

Bei der Impfpflicht geht es aber doch darum, die Gesellschaft zu schützen - und das könnte man doch relativ offen diskutieren und dann eine gesellschaftliche Entscheidung treffen: wir haben inzwischen Daten zur Wirksamkeit, zu Risiken von Krankheit und Impfstoff etc.

Die Entscheidung sozusagen ex cathedra zu machen, ist natürlich Unsinn. Und dazu ist es notwendig, dass man allen die jeweiligen Informationen zugänglich macht - aber zumindest deutsche Behörden (und Medien) scheinen Herrschaftswissen vorzuziehen.

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Es gibt dazu ein schönes Video eines Spieltheoretikers. Dort wird sehr schön erklärt, wie man mit einem Entscheidungsbaum und Wahrscheinlichkeiten zu persönlich optimalen Ergebnissen kommt.

Ohne jetzt den Partypooper zu machen: Impfung ist nur nutzenoptimierend für diejenigen, die im Falle einer Erkrankung grosse Chancen haben, schlimmer krank zuwerden und denen der Tod oder Langzeitschäden droht. Also für einige wenige unter 70 und fast alle über 80. Dazwischen ist es einzelfallabhängig.Für alle anderen ist keine Impfung die rationale Entscheidung.

Wenn der Staat zu einem anderen Ergebnis kommt und über Zwang oder positive oder negative Incentivierung den Entscheidungsbaum dahingehend beeinflusst, dass es für mehr Menschen rational wird, sich Impfenzu lassen, gewichtet der Staat entweder die Gesundheit von Menschen unterschiedlich oder hat andere Gründe, die Masseninpfung zu wollen.

Gerade das Impfen von Kindern ist für diese Krankheit (die für gesunde Kinder komplett harmlos verläuft) versuchte massenhafte Körperverletzung.

PS: ich bin kein grundsätzlicher Impfgegner und neige weder zu VT noch bin ich Schulmedizingegner. Aber nicht für jede Brennesselberührung braucht es Kortisonsalbe.

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Ich nehme mal an, Sie meinen das ernst, ja:

Impfung ist nur nutzenoptimierend für diejenigen, die im Falle einer Erkrankung grosse Chancen haben, schlimmer krank zuwerden und denen der Tod oder Langzeitschäden droht.

Sehr seltsamer Spieltheoretiker, das ...

Es gibt eine Chance deutlich > 0, sich auch als junger Erwachsener eine aktive Corona-Erkrankung zuzuziehen und Langzeitfolgen davonzutragen. Dann wäre eine Impfung dann (und nur dann!) die schlechtere Wahl, wenn die Chance, an der Impfung zu erkranken oder zu sterben, höher ist, als die, an Corona zu erkranken oder zu sterben. Solange das nicht der Fall ist, bleibt die Impfung vollständig rational.

Darüber hinaus senkt eine Impfung die Virenlast, die eine an Corona erkrankte Person m,it sich rumschleppt. Und die Virenlast scheint sehr wichtig dafür zu sein, wie ansteckend eine Person mit Corona für andere ist. Alleine das rechtfertigt die Massenimpfugn der gesamten Bevölkerung.

Das ist rational. Alles andere ist das irritierte Grundrauschen von Leuten, die sich einbilden, Corona sei die neue Grippe. Und Impfung sei das neue Konztentrationslager. Wohlstandsverwahrloste.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Warum wird bei Impfungen so gerne vergessen, dass es nicht um den Einzelnen sondern um die Gemeinschaft geht?* Durch Impfungen reduziert man für alle die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Im UK impft man Kinder ab 3 Jahren gegen Grippe: für die Altersgruppe ist eine Grippe idR auch nicht schlimm, aber die Altersgruppe ist einer der Haupttreiber für Infektionen bei älteren Menschen, bei denen die Impfung deutlich schlechter wirkt.

Bei COVID gibt es aber noch einen anderen Aspekt: je mehr Infektionen es gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für neue Varianten (von denen manche vielleicht auch für junge Menschen gefährlich sind). Durch Impfungen kann man das Problem reduzieren - und zwar für alle. Die Unfähigkeit der EU, Impfungen zu organisieren und Varianten zu identifizieren macht auf dieser Seite des Kanals große Sorge.

Public Health funktioniert nicht auf der Ebene des Einzelnen - und komischerweise hat genau das die EU verschlafen.


* abgesehen davon erkranken auch jüngere Menschen schwer und leiden unter long-COVID; und viele der Erkrankungen, die Risiken erhöhen, sind in jungen Jahren noch nicht bekannt.

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Es gibt eine Chance deutlich > 0, sich auch als junger Erwachsener eine aktive Corona-Erkrankung zuzuziehen und Langzeitfolgen davonzutragen.
Das hat er doch gar nicht vorgetragen, sondern, daß es eben nicht sehr viel über null ist:
Also für einige wenige unter 70 und fast alle über 80. Dazwischen ist es einzelfallabhängig.
30jährige sind unter 70, oder?

Anscheinend besteht die Divergenz darin, was als "viel" und was als "wenig" anzusehen ist in den Altersgruppen unter 70?

senkt eine Impfung die Virenlast
Das ist ein anderes Argument.
Daß sie auch den Mutationsdruck erhöht, wäre ein anderes.

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Die Risiken der Impfung sind aber für die meisten Menschen eben kleiner - aber genau das meine ich: hier müßte man die Zahlen öffentlich machen, erklären und darüber eine sinnvolle Diskussion haben und dann entscheiden.


Der Mutationsdruck wird vielleicht erhöht, aber wenn es weniger Infektionen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit kleiner. Das größte Problem sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die eine ideale Umgebung für Mutationen liefern.

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Das hat er doch gar nicht vorgetragen, sondern, daß es eben nicht sehr viel über null ist:
Also für einige wenige unter 70 und fast alle über 80. Dazwischen ist es einzelfallabhängig.


Es ist eben genau nicht "einzelfallabhängig", weil auch ein junger Mensch (unter 70) gar nicht wissen kann, ob er Corona-gefährdet ist oder nicht. Und das bedeutet nach den bisher bekannten Risikofaktoren Corona versus Impfung schlicht: Impfen!

Sinn würde das Argument dann und nur dann machen, wenn jeder für sich selbst beurteilen könte, wie hoch exakt sein Risiko ist. Genau das ist aber unmöglich.

Gruss,
Thorsten Haupts

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werter Thorsten Haupts @
»Das ist rational. Alles andere ist das irritierte Grundrauschen von Leuten, die sich einbilden, Corona sei die neue Grippe. Und Impfung sei das neue Konztentrationslager. Wohlstandsverwahrloste.«

Für diese feine Pauschal- & Klischeerhetorik muß man Sie einfach gerne haben.

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Und das bedeutet nach den bisher bekannten Risikofaktoren Corona versus Impfung schlicht: Impfen!
sagen Sie.
Andere meinen, die bekannten Risikofaktoren sprechen für das Gegenteil.
(Es würde darauf hinauslaufen, daß man gegen alles und jedes jederzeit alle impft, wenn die Kranken- und Sterbefallstatistik - und die schwankt immer - mal einen Ticken über irgendeinen festgelegten Wert rausgeht. Das kanns ja doch auch nicht sein, ständig mit Kanonen auf Spatzen zu feuern.)

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Ich finde ja, Zahlen helfen:
ht tp://www.uni-kiel.de/infmed/ifsg/data/COVID-19/bericht.pdf

Die Anzahl der Kinder, die in unserem Bundesland daran gestorben sind, ist ganz gut zu erkennen. Leider wird nicht differenziert nach Vorerkrankung.

Die persönliche Nutzenüberlegung ist
(Risiko zu erkranken)x(Risiko schwer zu erkanken oder zu sterben) im Verhältnis zu Impfnebenwirkungen (schwer oder tödlich).

Und das Argument gesellschaftlicher Nutzen ist an der Stelle ein Strohmann, für den Einzelnen gilt nichts anderes als für eine Gruppe.

Was zu berücksichtigen ist, ist dass (Risiko zu erkranken) natürlich steigt, wenn mehr Virenträger unterwegs sind.

Eine zahlenbasierte Diskussion ist das, was hierzu notwendig ist.

Ja, auch Mutationen werden wahrscheinlicher, wenn mehr Menschen erkrankt sind. Aber das kann kein valides Argument sein, einzelne Menschen zu etwas zu zwingen, was sie selbst tatsächlich oder potentiell schädigt. Vor allem, weil es dazu keine Zahlen gibt. Mutationen sind auch an sich nichts schlimmes, sondern normal.

Mit ?Nutzen für die Gesellschaft? sind auch Menschenversuche im Dritten Reich begründet worden, das halte ich ethisch für mindestens zweifelhaftes Argument.

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thorHa: bessere Zahlen würden die individuelle Risikoüberlegung präziser machen. Aber auch auf Basis vorhandener Zahlen lässt sich recht gut abschätzen, ob für einen selber eine Impfung sinnvoll ist.
Bei mir ist die Antwort ja. Bei meiner Frau und meinem einen Kind nein, wegen paradoxer Reaktion auf bestimmte Medikamente und einer Historie von Nebenwirkungen bei anderen Impfungen. Bei meinem anderen Kind: unsinnig, aber wahrscheinlich unschädlich.
Diese Abwägung wäre aber einfacher, wenn weniger mit Emotionen und mehr mit Fakten hantiert würde.

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Die "Unstatistik des Monats"
siehe idw-online.de/de/news759130 - "Der Impfstoff wirkt zu 90%"

Interessant wäre auch zu erfahren, nach welchen Kriterien die Testpersonen ausgewählt werden. Einen 80jährigen mit Bluthochdruck, eingeschränkter Nierenfunktion und TIAs in der Krankheitsgeschichte würde ich schon mal in die Placebo-Gruppe einordnen...

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Bei 'Public Health' geht es aber immer um den Nutzen der Gesellschaft - bei Impfungen, aber auch bei Vorsorgeuntersuchungen ist der Nutzen für alle groß aber für einzelne kann es eben Nachteile bringen (interessanterweise gibt es erheblich weniger Widerstand gegen Vorsorgeuntersuchungen, auch wenn z.B. bei Darmkrebs da Risiko von falsch-positiv auch nicht harmlos ist).

Bei der Überlegung muss man aber auch wirtschaftliche Faktoren einbeziehen, z.B. führt eine Rezession auch zu erheblichem gesundheitlichen Schaden; das macht das ganze erheblich komplizierter.

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Schrotsäge, das ist einfach: die Randomisierung erfolgt blind, und das wird von den Regulierungsbehörden festgelegt. Man verwendet oft minimised randomisation, um etwas ausgewogenere Gruppen zu bekommen (aber ich weiss nicht, ob man das hier gemacht hat).

Die Beschreibung in dem Text ist ein wenig (eher sehr) ungenau, denn man verwendet nicht die Fallzahlen selbst, sondern man nimmt an, dass sie einer Poisson-Verteilung entnommen sind und macht entsprechende Analysen (sonst hätte man keine Konfidenzintervalle).


Krämer war doch mal ganz vernünftig, oder?

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Mathematik-Olympiade
Der "Coronaimpfstoffrechenwettbewerb" war aber schon auffällig und wie zügig sich die Werte annäherten. Man könnte bei der idw-Redaktion weitere Details anfordern, aber man will ja nicht politisch unkorrekt erscheinen.

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@colorcraze:
Andere meinen, die bekannten Risikofaktoren sprechen für das Gegenteil.

Äh, ja. Bei einer Infiziertenzahl von irgendwas zwischen 0% und unter 25% der Gesamtbevölkerung waren die Intensivstationen der Schweiz letztes Jahr bereits am absoluten Limit. Wie das mit einer Infiziertenzahl von 50% oder drüber aussähe, kann sich jeder selber herleiten. Klar kann man die Leute dann medizinisch unbetreut sterben lassen, das ist einfach nicht meins. Wer wissen will, wie das praktisch aussieht, kann ja mal die Zahlen auf dem Höhepunkt der spanischen Grippe 1918 ff googeln.

Und das Argument gesellschaftlicher Nutzen ist an der Stelle ein Strohmann, für den Einzelnen gilt nichts anderes als für eine Gruppe.

No Sir. Eine Impfung kann für mich persönlich völlig sinnlos sein (z.B. wegen Immunität, die es sehr selten sogar gegen AIDS gibt), für andere aber trotzdem notwendig, weil sich gruppenbezogener Impfschutz (= eine Krankheit breitet sich nicht weiter aus) AFAIR erst bei Werten über 85/90% Geimpfte ergibt.

Wenn es also eine Bevölkerung mit 25% Immunität gegen X (genauer: gegen die gesundheitlichen Folgen von X) gäbe, wäre eine Impfung gegen X für diese 25% sinnlos. Lassen die sich (individuell rational) nicht impfen, gefährden sie damit hochgradig die anderen 75% zumindest solange, bis alle diese 75% geimpft sind (und der Impfschutz muss auch noch regelmäassig erneuert werden). Und stecken sie regelmässig wieder an, mit Folgen, weil eine Impfung zwar schwere Verläufe und den Tod ziemlich zuverlässig verhindert, nicht aber den Krankheitausbruch an sich.

Ich habe für dies Variante individuell rationaler Egozentrik tatsächlich kein Verständnis. 0, nada, zero.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Bei der Überlegung muss man aber auch wirtschaftliche Faktoren einbeziehen, z.B. führt eine Rezession auch zu erheblichem gesundheitlichen Schaden;
Das vor allem, und auch der Schaden, der entsteht, wenn andere medizinische Indikationen einfach nicht mehr angeboten werden, weil nur noch "Seuchenmonothematik" herrscht.
Ich habe z.B. einen Arbeitskollegen, der letztes Jahr an der Schulter hätte operiert werden müssen, aber keinen Termin bekommen hat. Es wurde immer wieder um Monate rausgeschoben. Inzwischen kann man wahrscheinlich nichts mehr machen.

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Bei einer Infiziertenzahl von irgendwas zwischen 0% und unter 25% der Gesamtbevölkerung waren die Intensivstationen der Schweiz letztes Jahr bereits am absoluten Limit.
Das mag sein (bei uns stach eher der zeitenweise Leerstand hervor), aber wie ist es jetzt, nachdem die Schweizer weniger Lockdown machten (ich höre immer nur, in der Schweiz hat alles offen, und in BaWü ist alles zu) und ich auch noch nichts von flächendeckender Impfung dort gehört habe?

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@schrotsaege - man kann mit Vereinfachungen komplizierte Dinge erklären, Spiegelhalter mach das zum Beispiel sehr gut. Man kann mit Vereinfachungen aber auch Aussagen manipulieren, und Krämer scheint daran Spaß zu haben. Die Daten und Methoden sind alle veröffentlicht - die kann sich jeder anschauen, und es wird dann schnell klar, das es ein wenig schwieriger ist.

@colorcraze - wir waren einfach trotz Vorwarnungen nicht darauf vorbereitet; aber ein anderes Problem war, dass Patienten einfach nicht kommen wollten, gerade weil das Risiko im Krankenhaus höher ist. Eine Impfung würde da helfen - insofern ist wohl auch die psychologische Wirkung der Impfung wichtig, weil sie Zuversicht gibt.

@ThorHa - volle Zustimmung!

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psychologische Wirkung der Impfung
wers braucht. Andere gehen halt etwas in sich und stellen fest, daß es eine Panik war (wg. unbekanntem Virus unbekannter Gefährlichkeit) und die Gefährlichkeit zwar vorhanden, aber nicht so extrem groß ist.

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Ich versuche es nochmal.

Die Basis sind saubere Zahlen, dies es entweder nicht gibt oder nicht veröffentlicht gibt. Gäbe es diese, ist folgendes zu tun.

Bei einer Gesamtheit von 100 (Bevölkerung), führt die Impfung bei 2 zu einem Schaden und verlängert bei 5 das Leben um jeweils 6 Monate ggü. Nichtimpfung. Sie können als Gesellschaft sehr wohl die 30 Monate gegen die 2 Schäden verrechnen und zum Ergbnis kommen, dass das gesamtgesellschaftlich sinnvoll ist. Mir geht es darum, dass diese Abwägung nicht erfolgt bzw. Nicht transparent gemacht wird.

Auf Basis solcher Abwägung kann die Gesellschaft Zwangsimpfen, sollte dann aber auch die Verlierer kompensieren.

Es kann sehr wohl für den Einzelnen rational sein, sich nicht Impfen zu lassen, und für die Gesellschaft, eine Inpfpflicht einzuführen. Das ändert aber nichts daran, dass die rationale Enttscheidung der Gesellschaft die Summe der Individualoptimen ist.

Also einfach ausgedrückt, Sie müssen den Wert des verlängerten Lebens von A gegen den Impf, Lockdown oder sonstigen Schaden von B aufrechnen. Das heisst, Sie müssen den Wert des Lebens in einer Masseinheit ausdrücken, ebenso wie die Schäden.
So kommen Sie zu einem gesellschaftlichen Optimum.

Aber wenn schon die Wahrscheinlichkeiten nicht vorhanden sind, brauchen Sie an den schwierigen Teil, wie bewerte ich den Wert des Lebens von Opa Meier, 92 Jahre im Verhältnis zu geringeren Lebensqualität von Teenager Meier, durch lockdown depressiv, gar nicht erst rangehen. Dann sind wir bei ?lockdown fühlt sich gut an? von Mutti M.

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@buerger - genau diese Abwägung macht man eigentlich recht oft; verlorene Lebensjahre sind dabei ein recht grobes Verfahren, aber DALYs und QALYs (Disability/Quality adjusted life years) funktionieren ganz gut, weil sie eben weil sie auch die Gesundheit mit einbeziehen.

Dazu müßte man natürlich die Zahl der long-COVID Fälle kennen, die Auswirkung der Schulschließung auf Kinder etc. Das UK sammelt solche Daten, und ich bin mir sehr sicher, dass man in ein paar Jahren Antworten hat, denn es wird hier ganz sicher eine Untersuchung geben (das ist zwar spät, hilft aber beim nächsten Mal).

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Randomisierung
@gux: Berichten Sie mal bitte aus der Praxis.

1.000 Impflinge über 80, Forschungsziel Nebenwirkungen Impfung. Wie werden die Verum- und Placebogrupen bestimmt? Werden ihre Namen anonymisiert in eine Lostrommel geworfen? Hat der bestimmende Arzt die Probanden gesehen und sie nach ihrem äußeren Erscheinungsbild schon beurteilen können? Steht er einer Pharmafirma nahe? Gibt es lokale Cluster bei der Rekrutierung der Probanden, etwa städtische Problemzonen oder Villenviertel? Hat ein neutraler Beobachter Einblick in den Rekrutierungsprozeß und prüft die Berichte auf bestimmte Details?

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long-COVID Fälle
Die bereiten ja wohl noch ziemliches Kopfzerbrechen - kann man die denn schon kennen, nach 1 1/2 Jahren?
Auswirkung der Schulschließung auf Kinder
ich denke, das merkt man schon jetzt, daß es ihnen nicht gut tut.

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Bei der Randomisierung gibt es natürlich immer einen Unterschied zwischen dem Ideal und der Realität - aber die Dokumentationspflichten bei solchen Studien sind recht detailliert und es wäre sehr schwierig, die alle zu manipulieren; daher gehe ich einmal davon aus, dass die Protokolle befolgt werden, zumal das mindestens von drei Regulierungsbehörden überwacht wurde.

Normalerweise erfolgt die Randomisierung von jemandem, der nicht an der Studie beteiligt ist - und das geht entweder komplett zufällig ("Münzwurf" oder Zufallsgenerator) oder nach einem Verfahren das versucht, die Gruppen ähnlich zu gestalten (z.B. dass Alter und Geschlecht in Kontrolle und Intervention ähnlich sind). Das Ziel ist, dass niemand vorhersagen kann, wer in welche Gruppe kommt - und das wird in allen Zentren ähnlich gemacht.

Wenn dann das Präparat verabreicht wird, weiss eigentlich niemand, was in der Spritze ist - und idealerweise auch nicht bei der Auswertung: da gibt es Gruppe A und Gruppe B, und erst nach der Auswertung wird das entblindet. Überwacht wird das von einem 'Data Monitoring Committee', das regelmäßig die Studie überprüft und z.B. die Studie abbricht, wenn es Probleme gibt (z.B. zu starke Nebenwirkung - aber auch überzeugende Wirkung).

Kann man das beeinflussen? Zum Teil sicher, aber es wird schwierig bei großen Studien, denn die werden überwacht und die Daten werden recht genau analysiert.

Traue ich dem Prozess? Ja, mit einer gesunden Prise Misstrauen, weil Menschen natürlich fehlbar sind. Aber die Regulierer haben seit Thalidomid/Contergan sehr viel gelernt, und man sie nicht mit den eher zahnlosen Finanzregulierern vergleichen. Ausserdem kommt nach den Studien auch noch die Interpretation der Daten, und hier sieht man, dass ein konservativer Ansatz wie in Deutschland (glaube nur, was Du siehst) zu anderen Schlussfolgerungen führt wie ein etwas liberalerer Ansatz wie im UK (extrapoliere die Daten).

Wenn Sie die Zeit haben, können Sie sich zumindest bei der FDA ziemlich viele der Zulassungsdaten ansehen (die USA sind bei so etwas deutlich transparenter).

Letztendlich: gegen einen gezielten, aufwändigen Betrug kann das System natürlich nicht schützen, allerdings lohnt sich so etwas wohl eher bei Studien die nicht so sehr im Auge der Öffentlichkeit stehen.

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ich denke, das merkt man schon jetzt, daß es ihnen nicht gut tut.

Wenn ich mir die intellektuelle Elite auf Twitter anschaue, kommen mir da meine Zweifel ... aber ich gebe Ihnen Recht. Als echter Hypochonder finde ich natürlich die Idee fürchterlich - als Vater sehe ich aber die Notwendigkeit ein und habe dem Hypochonder erst einmal eine Pause verordnet.

Ich habe ziemliche Hochachtung vor den Lehrern hier, die trotz widriger Umstände es schaffen, den Kindern ein einigermaßen normalen Unterricht zu geben und auch den Heimunterricht ansprechend zu gestalten.

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Guten Morgen! Oder, wie Anna Lena Baerbock es sagen würde:
"Liebe Impfgegnerinnen und Impfgegner und Impfbefürworterinnen und Impfbefürworter!"

gux "Bei der Impfpflicht geht es aber doch darum, die Gesellschaft zu schützen...."
Warum zählen sie nicht einfach mal nach, wieviele der Infizierten tatsächlich krank werden?
Und bitte: "der Infizierten", also nicht nur von denen die man positiv getestet hat...
Wie Sie wissen gibt es Studien die auf enorme Dunkelziffern bei der Zahl der Infitierten hinweist. Was wiederum noch bestärkt, dass eine lächerliche Prozentzahl von Infizierten tatsächlich an Covid 19 erkrankt, und davon eine noch lächerlichere Prozentzahl stirbt.
Während zB andererseits eindeutig JEDES Jahr 30.000 Deutsche in deutschen Krankenhäusern an einer Infektionskrankheit sterben, die sie noch nicht hatten, als sie ins Krankenhaus rein gegangen sind!
Aber gegen die Sterblichkeit von Covid19 will man nun mit Impfstoffen vorgehen, die fast alle von denen, die man damit spritzt, nicht benötigen? Leute die anscheinend nach einer Impfung genauso infektiös sein werden wie ohne Impfung? Während man diskutiert, welchen der Impfstoffe man wohl besser den Alten und Kranken, also denen die sie bräuchten, lieber nicht gibt? Ein paar Zahlen zum Vergleich:
Einwohner: DE 83.000.000, Japan 126.000.000
Infizierte DE 2.400.000, Japan 425.000
Tote DE 69.000, Japan 7.600
Prozentrechner rausholen...
Ein paar Woche alt, wer updaten will, darf das....

Jedes Jahr sterben 3 Millionen am Alkohol, und 7 Millionen am Tabak.... und Sie haben den Nerv zu schreiben: "Bei der Impfpflicht geht es aber doch darum, die Gesellschaft zu schützen...."

Ich sehe als Hintergrund einer Impfung Diskussion zwei Dinge die wir in dem Ozean der Ignoranz bei diesem Virus tatsächlich gelernt.
Da ist zum einen der Bericht aus Hamburg, den als einziges deutsches Mainstream (also Nicht-Verschwörungstheoretiker-) Medium der Spiegel im April veröffentlicht hat. ALLE Toten, die man damals im Hamburg hatte, wurden gegen Wielers Vorschrift, doch obduziert. ALLE gehörten ausschliesslich den Risikogruppen der Alten und der an co-morbiden Krankheiten Leidenden an. Ein weiteres Beispiel fürs Sterbe-Risiko?
"Recent studies have also confirmed what was long suspected, namely, that obesity is a prime driving factor in severe Covid illness. The CDC reported that 51% of all hospitalizations occurred in those who were obese, and another 28% in those overweight. In other words, only 21% had no weight problems..."

Und NEIN, THORHA: " Es gibt eine Chance deutlich > 0, sich auch als junger Erwachsener eine aktive Corona-Erkrankung zuzuziehen und Langzeitfolgen davonzutragen."... Zahlen dazu gibt es NICHT! Nur Behauptungen ex cathedra....
Suchen Sie einfach mal und berichten Sie! Ich durchsuche täglich alle Meldungen die von jama und Lancet in meiner Inbox eintreffen nach Neuem..... Belege für das was Sie behaupten sind nie dabei!
"Dann wäre eine Impfung dann (und nur dann!) die schlechtere Wahl, wenn die Chance, an der Impfung zu erkranken oder zu sterben, höher ist, als die, an Corona zu erkranken oder zu sterben. Solange das nicht der Fall ist, bleibt die Impfung vollständig rational." Sie behaupten auch das ganz einfach so. Denn ganu das alles ist die Impfung medizinisch gesehen ganz offensichtlich für weit über 99% aller Menschen ganz gewiss NICHT!
Nochmal: Wieveile der Infzierten erkranken? Wieviel der Erkrankten zeigen nur völlig normale grippalen Symptome und wieviele werden wirklich schwer krank???
Sind Sie jetzt unter die Facebooker gegangen, wo die Mehrheit der Meinungen, aus Angst, entscheiden darf, was die Wahrheit ist?
Und dann behaupten Sie weiter, die Lage der Intensivstationen, die ja eigentlich nur wegen Merkel&Co von einem auf Profit ausgerichteten Gesundheitssystem verursacht wird, sei mein Problem und deshalb müsse ich mich impfen lassen?
Damit Larry Fink & Co keine Schaden nehmen?
" Ich habe für dies Variante individuell rationaler Egozentrik tatsächlich kein Verständnis. 0, nada, zero."
Nun dann geben sie uns doch mal zuverlässige Zahlen zur Übersterblichkeit bei freiwilliger Impfung vs. Zwangsimpfung aller, und dazu dann noch Zahlen zu den durch Impfstoff Geschädigten.
Und das alles, damit Vollgefresse Diabetiker nicht an ihrer Dummheit sterben müssen?????

Wie buerger schreibt: Es gibt keine verlässlichen Zahlen und die existierenden belegen ihre Meinung ja gerade nicht!
Der einzig verbleibende Grund ist psychologischer Art, das gilt auch für sie!
schrotsaege stellt ei paar mal die richtigen Fragen... und zeigt warum die pro-Zwangs-Impfer letztlich einfach nur lügen!

Das zweite, aber eigentliche Problem sind die wohl nicht mehr zu verhindernden Zwangsimpfungen...
Wir haben ja anscheinend keine Macht um uns gegen die Ungeheuerlichkeit einer durchs Hintertürchen eingeführten Zwangsimpfung zu wehren, und so bleibt uns Nicht-Zombies nur übrig möglichst viel über die Impfstoffe zu lernen und uns dann für den unserer Meinung nach am wenigsten schädlichen zu entscheiden. Sogar da wird man noch tricksen müssen, denn eine freie Wahl wird es unter Merkel, Spahn und Wieler nicht geben!
Da der russische Impfstoff nach konservativen Methoden hergestellt wurde, scheint es zumindest im Augenblick der zu sein. Bisher ist aus den Ländern die ihn benutzen noch nichts Negatives zu hören. Die hiesigen Meinungs-Machthaber stürzen sich ja sofort alles was dem Killer Putin anglastet werden könnte...
Aber.... auch eine einfache Impfung wird uns vor Dummheit und Habgier, der Mafia aus Politik, Medien und big Pharma, und ihren Zombie-Followern nicht schützen. Denn eine längere Immunität wird ja offensichtlich nicht ausgelöst, so dass regelmässige Auffrisch Impfungen im Grünen Impfpass (den man ja so nicht nennen darf) eingetragen sein müssen, sonst wirds wieder nichts mit dem Fliegen, den öffentlichen Verkehrsmitteln, Kaufhäusern oder Theatern....
Zitat: "Wie lange der natürliche Immunschutz besteht, ist nicht genau festzumachen. Es sei aber gut möglich, dass der Schutz länger als ein halbes Jahr anhält, erklärte Daniela Michlmayr, eine der Autorinnen der Studie. "Wir haben in der Studie keine Hinweise gefunden, dass der Schutz vor einer erneuten Infektion innerhalb der sechs Monate abnimmt."

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TDV, die Zahl der erkrankten läßt sich in Ländern mit funktionierender Infrastruktur recht einfach ermitteln: für England und Wales gibt es seit etwa Juni repräsentative Daten.

Ende November (also vor den Impfungen) gab es pro Woche etwa 600,000 Neuerkrankungen (also positive PCR Tests - von denen etwa 50% Symptome zeigten), in den Wochen danach pro Tag etwa 500 Tote. Etwa 20% hatten noch Symptome nach 5 Wochen, 10% Symptome nach 12 Wochen. Da sind repräsentative Daten wohlgemerkt.

Die Impfstoffe sind nach allem, was man weiß, gut verträglich und sie wirken - und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sie deutlich länger als 6 Monate wirken, zumindest deuten die meisten Daten darauf hin. Die zitierte Studie kann überhaupt nichts über einen längeren Schutz sagen, weil einfach keinerlei Daten gewonnen wurden. Das Zitat der Tagesschau ist sehr irreführend und erinnert mich an die Diskussion über verzögerte 2. Dosen.

Auch die CDC Daten lassen sich nicht ganz so einfach auf Europa übertragen, weil Adipositas in den USA deutlich anders ausgeprägt ist. OpenSAFELY hat wohl erheblich bessere Daten, weil es aus die gesamte NHS Datenbank zugreifen kann - und es ist deutlich komplizierter: zwischen einem BMI von 30 und 35 gibt es einen erheblichen Unterschied im Risiko; Übergewicht (25-30 kg/m2) spielt kaum eine Rolle.

Das Hauptrisiko ist noch immer das Alter, und Ihr Kommentar zu Kranken interpretiere ich mal eher als der Frustration entsprungen als ernst zu nehmen: es gibt sehr viele Krankheiten - auch Diabetes - für die der Kranke recht wenig kann (es sei denn, Armut und Eltern zählen für Sie dazu).

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Ich habe mittlerweile keine grosse Lust mehr ihre permanente Resístenz gegen Fakten zu widerlegen. Also noch ein Mal:

"Ende November (also vor den Impfungen) gab es pro Woche etwa 600,000 Neuerkrankungen (also positive PCR Tests - von denen etwa 50% Symptome zeigten), in den Wochen danach pro Tag etwa 500 Tote. "

SIE LÜGEN !!! Sie sind nicht dumm genug um dies nicht zu wissen!
Ein positiver PCR Test bestätigt eine Infektion mit SarsCov2. Das KANN zu jener Erkrankung führen, die sich dann Covid19 nennt.
Es ist ja gerade die unverschämte Verlogenheit die Begriffe in den Informationen für die Ahnungslosen in den Medien vorsätzlich durcheinander zu mischen, die dann zu den Ängsten bei den Verblödeten und Manipulierten führt!
Monatelang sprach zB die tagesschau abend für abend von Neu-Erkrankungen, obwohl sie eigentlich nur von positiven, aber unzuverlässigen PCR-Tests, hergestellt von Herrn Drosten, sprachen! Tests die maximal einen Multiplikator von 45 erlauben, aber bekanntermassen zum Teil mehrere hundert mal durchliefen, was natürlich zu jeder Menge positiver, aber eben auch falschen Ergebnissen führte! Ich habe mehrere Jahre mit PCR Tests gearbeitet!
Weder Sie, noch sonst jemand weiss auch nur annähernd wieviele Infizierte es gibt.

Woher nehmen sie denn die Zahl von 50% ? In Japan wurden NUR symptomatische Leute getestet, da kommen sie gerne auf 80/90%. Diese Zahl, die sie nicht mal belegen können, sagt also auch wieder GAR NICHTS aus. Wohin gegen Herr Wieler vom RKI bei dem Versuch überführt worden ist, die angeblichen Fallzahlen zu verdoppeln, indem er von einem auf den anderen Tag die Tests verdoppelte, OHNE das mitzuteilen!

Und bei den Toten haben sie persönlich festgestellt, dass sie nicht an Vorerkrankungen gstorben sind, oder das Virus ihnen in Alten- und Pflegeheimen lediglich den Rest gegeben hat?

Und wir wissen es ja alle... alle Übergewichtigen haben eine genetisch verursachte Krankheit, und es liegt nicht am Colasaufen und Big Mac und Pizzafressen. Und bestimmt nicht an Politikern die Leben-rettende, realistische Kennzeichnungen auf Lebensmitteln wegen Korruption nicht einführen können.
Auch Alkoholismus und Spiel- und Sex-Sucht sind nur eine Krankheit ...
Eigenverantwortung ist etwas das nur politisch Linken oder Rechten oder Verschwörungstehoretikern und allen Impfgegnern fehlt....

Sie beschrieben völlig korrekt unseren Mangel an Wissen sowohl zum Virus, wie der Krankheit, wie auch den Impfstoffen. Oder kennt Astra Zeneka etwa nach vier Monaten Praxis die langfristigen Konsequenzen der Impfung, wie es vom Impf-Gesetz eigentlich vorgeschrieben ist?
Oder ist es denen vieleicht ja doch nur deshalb völlig egal, weil ihnen Merkel ja garantiert hat, dass Merkel selber, bzw natürlich der Steuerzahler! für etwaige Schäden bezahlen muss? Eine Entscheidung die der Blödheit Spahns beim Maskenkauf in nichts nachsteht. Ist doch bloss Steuerzahler Geld, eine Regierung ist ja eine GmbH!

SIE behaupten Impfung sei richtig und gut, und belegen das dann korrekt damit, dass keiner irgendwas dazu wirklich weiss!
Ich hingegen behaupte gar nicht, dass ich weiss, dass sie nicht wirkt.
Aber ich habe kein Problem damit mich von Menschenmassen fernzuhalten und kann abwarten. Die Vorstellung auch nur eine Minute lang Angst wegen dieses Virus zu haben die ist für mich ebenso absurd, wie für jeden gesunden jungen Menschen!
Und ich gehöre mit Mitte 70 zur Hoch-Risiko Gruppe!

Die Impferei jenseits der Hochrisiko Gruppen ist reiner Aktionismus, damit inkompetente Regierungen nicht als die ahnungslosen Deppen dastehen, die sie nun mal sind. Man hat mit der Verlogenheit irgendwann mal angefangen und kann nun nicht mehr von dieser Schiene runter!

Dieselbe Sauerei bei den Lockdowns, die allen Menschen und der Wirtschaft schaden, und wohl ein ganze Generation von Kinder irreparabel schädigen wird. Und das obwohl zB Schweden nach wie vor zeigt, dass es keinen Unterschied macht! Auch dazu wird regelmässig gelogen!

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TDV, Sie tun mir Unrecht: eine Lüge setzt vorau, dass ich bewußt die Unwahrheit sag, das ist falsch, und ich kann das auch Belegen. Sie beschweren sich hier immer darüber, Menschen würden nicht denken und die falschen Medien konsumieren, und dennoch scheint Ihnen die Tagesschau ein liebgewordenes Medium geworden zu ein. Darf ich Ihnen ans Herz legen, sich nicht zu sehr darauf zu verlassen?

Infektionen

Die Infektionszahlen sind von der englischen Statistikbehörde und beruhen auf repräsentativen Daten (Teilnehmer werden ausgewählt, getestet und bei positiven Tests über mehrere Monate begleitet). Insofern kann man die Zahl der positiven und derer mit Symptome recht genau erfassen. Bitte, vergleichen Sie das nicht mit den diagnostischen Zahlen, die natürlich fehlerbehaftet sind. Suchen Sie einfach nach den "ONS Infection Survey" und "ONS Symptom Survey". COVID Todesfälle sind in der verwendeten Statistik Todesfälle die 28 Tage nach Diagnose eingetreten sind (das ist fehlerbehaftet - es gibt auch diejenigen mit Totenschein, nur dauert das länger und Nosologen halten den Unterschied für relativ klein).

Die Testzahlen zu verdoppeln verändert nicht die Infektionszahlen: das UK hat die Testzahlen verdreifacht und trotzdem fallende Zahlen. Wenn mehr Tests zu mehr Fällen führen bedeutet das, dass man zu wenig getestet hat. Sie begehen hier leider einen beliebten Fehler.

Übergewicht
Ich habe die letzten 20 Jahre oder so in der Ernährungsforschung gearbeitet, auch mit Kollegen die genau zu diesem Thema forschen: und Sie vereinfachen das Problem sehr. Die genetischen Faktoren sind recht kompliziert und beeinflußen z.B. die Appetitregulation. Dazu kommen auch Veranlagungen zur Speicherung von überschüssiger Energie und eine Umgebung, die das fördert. Weiterhin ist Armut ein sehr wichtiger Faktor in Europa (und den USA) - beides Dinge, die nicht unbedingt vollständig von Individuen beeinflußbar sind. Stephen O'Rahilly hat sehr viel dazu geschrieben.

Impfung

Man hat inzwischen mehrere Millionen Menschen ohne große Probleme geimpft, d.h. die Nebenwirkungen waren in etwa das, was man erwarten kann. Die Blutgerinnungsstörungen sind zwar sehr medienwirksam, aber dennoch selten. Es weiß niemand, wie lange die Impfung wirkt: die von Ihnen zitierte Studie hat eine Laufzeit von 6 Monaten und kann daher nicht sehr viel mehr sagen. Da Sie aber gerne mit Studien kommen, empfehle ich Ihnen Dan und Kollegen (10.1126/science.abf4063), die das Immunsystem beobachten und zu anderen Schlüssen kommen.

Schweden
Mir ist nicht ganz klar, was Schweden zeigt: 1300 Tote (pro Million Einwohner) sind mehr als Deutschland (890), Dänemark (414), Finland (145) und Norwegen (120). Im Gegensatz zu den anderen skandinavischen Ländern hatte Schweden auch eine erhebliche Übersterblichkeit - mehr als doppelt so hoch wie 2018, das immer so gerne als Vergleich herangezogen wird.

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@tdv:
Und NEIN, THORHA: " Es gibt eine Chance deutlich > 0, sich auch als junger Erwachsener eine aktive Corona-Erkrankung zuzuziehen und Langzeitfolgen davonzutragen."... Zahlen dazu gibt es NICHT!

Kann sein, ich kenne auf Anhieb keine. Nur ...

Nur Behauptungen ex cathedra....

ist das auch eine unverschämte Falschbehauptung, weil es anekdotische Belege (Einzelfallberichte) dazu durchaus gibt, also ist die Frage nicht, OB es das gibt, sondern nur, in welchem Umfang. Hier werden Sie unseriös.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Herr Haupts - Ihnen kann geholfen werden! Sudre und Kollegen haben 2021 eine lange Studie zu Long-COVID veröffentlicht ("Attributes and predictors of long COVID") und etwa 5% der unter 30-jährigen mit COVID-Symptomen hatten "long-COVID". Dann kommt bei Kindern natürlich noch PIMS dazu.

Was TDV aber gänzlich vergißt ist, daß nicht alle jungen Menschen gesund sind - viele davon ohne eigenes zutun (Diabetes, Autoimmunerkrankungen, Krebs) - und für die ist COVID eben nicht harmlos. Ich bin ohnehin erstaunt, welchen niedrigen Stellenwert bei manchen Menschen zu haben scheinen, die sich nicht perfekter Gesundheit erfreuen.

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Was sich mir unverändert nicht erschliesst, ist das folgende:

Unterstellt, die Impfung schützt und die Nebenwirkungen sind für Risikogruppen weniger schlimm als die Erkrankung selbst.
Warum sollte dann eine Impfung der Risikogruppen unzureichend sein? Dazu gehören dann eben auch junge Menschen, die Risikofaktoren haben.

Sollte es zu Mutationen kommen, die mehr Menschen zur Risikogruppe werden lassen, sind eben mehr Menschen zu impfen.

Aber aus diffuser Angst vor möglichen Mutationen die ganze Bevölkerung zu impfen, erscheint mir unverändert wenig logisch. Ausrotten lässt sich dieses Virus nicht mehr.

Entweder ist die Impfung so wenig wirksam, dass die Infektionszahlen durch Massenimpfung reduziert werden müssen, weil Impfen alleine die Risikogruppen nicht schützt, oder wir reden hier über eine deutlich gefährlichere Krankheit, als bisher zugegeben, eben weil es sich um ein Laborkonstrukt handelt. Nur das Letzte erklärt die globale Panik letzten Februar, passt aber irgendwie nicht zu Anekdoten und Zahlen.

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Es gibt dabei zwei Aspekte:

1) Die Impfung reduziert die Zahl der Infektionen, und damit rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Varianten entwickeln können. Das ist die große Sorge, wenn nicht schnell weltweit geimpft werden kann.

2) Die "Herdenimmunität" - je mehr Menschen geimpft sind, desto schwieriger wird es für das Virus, sich zu verbreiten. Dadurch wird die Verbreitung gehemmt und diejenige geschützt, die sich nicht impfen lassen können (z.B. Schwangere, Menschen mit geschwächtem Immunsystem) oder bei denen die Impfung schlechter wirkt.

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Ausrotten lässt sich dieses Virus nicht mehr.

Im Sinne von "auf ewig rückstandsfrei von der Erde entfernen" ist das wahrscheinlich richtig.

Nur, wie das Beispiel der Pocken zeigt, kann man einen Virus so stark an der Verbreitung hindern, dass er für praktische Zwecke ausgerottet erscheint. Und das geht natürlich auch bei Corona, warum sollte man das nicht versuchen?

Gruss,
Thorsten Haupts

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@gux:

Danke für die Studie. Ich ärgere mich tatsächlich seit einem Jahr (ab und an) über alle, die - bewusst oder unbewusst - die Gefahren von Corona herunterspielen, um darauf ihr persönliches Süppchen mit einer ungeliebten Politik zu kochen.

Ich habe nicht das mindeste Problem mit Kritik an der kopflosen, chaotischen, schlecht kommunizierten und stategiefreien Corona-Politik unserer Landes- und Bundesregierungen. Nur sollte sich die Kritik auf Fakten beziehen, nicht auf Wunschvorstellungen oder Verschwörungstheorien.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Pocken sind sehr stabile Viren.

htt ps://www.quarks.de/gesundheit/medizin/was-wir-ueber-corona-von-den-pocken-lernen-koennen/

Der Artikel ist etwas älter, aber das Wissen zu Pocken hat sich nicht verändert, Sie vergleichen Äpfel mit Birnen.

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thorha
"...ist das auch eine unverschämte Falschbehauptung, weil es anekdotische Belege (Einzelfallberichte) dazu durchaus gibt, also ist die Frage nicht, OB es das gibt, sondern nur, in welchem Umfang. Hier werden Sie unseriös."

Wenn es diese Fälle in einem NENNENSWERTEN Umfang gäbe, dann hätte man sie!!!
Es ist ein wenig so wie beim Autofahren. Es fahren Milliarden von Menschen und es sterben auch tatsächlich ein paar davon. Bei meiner Argumentation geht es nicht um eine wissenschaftliche Diskussion über SarsCov2 und Covid19, deren Unterschiedliche Bedeutung anscheinend nicht mal Leuten klar ist, die sich als Wissenschaftler ausgeben.
Hier haben sie die Statistik von heute die ich gerade zur Hand habe:

https://ibb.co/qYvKrwH

Es zeigt die offizielle Toten Statistik der Präfektur Kanagawa, dazu gehören der südliche Teil von Tokyo mit Yokohama und den angrenzenden Gebieten mit ca 10 Millionen Einwohner. Bayern zB hat nur 3,5 Millionen!

Es geht doch nicht darum ob es tatsächlich ein paar junge, gesunde Tote gibt. Es geht mir um unangemessene Antworten auf die Existenz einer EXTREM schweren Form der Grippe, die die Gesellschaften auch in den wenigen Ländern irreparabel zerstört, in denen das tatsächliche ein Rolle spielt. Sie dürfe gerne ein anderes Wort als Grippe verwenden, wenn es ihnen nicht gefällt, denn darum geht es nicht.
Es geht zB um Polizisten, denen es ein Vergnügen ist mit Tränengasgranaten und Schlagstöcken auf Bürger loszugehen, weil die von ihren verbrieften Grundrechten Gebrauch machen, und sich damit gegen ILLEGALE Verordnungen der Obrigkeit stellen. Entscheidungen wie die getroffenen, darf ausschliesslich das Parlament treffen. Und a das geht bei euch so seit mittlerwele 14 Monaten??? In einem Rechtsstaat, in einer Demokratie?
Im Gegensatz zu ihren "jungen, gesunden Toten" gibt es durch Videos nachgewiesene Bürger die einem "Polizisten" das Grundgesetz vor die Nase hielten, und dafür ein Knüppel auf den Schädel bekamen!

Ich schreibe darüber, weil ich das Glück habe in einem Land zu leben, das zwar in der Tat von Prototypen der alten, weissen Männer regiert wird, in dem es aber auch wegen eines Virus keine Gesetze gegen persönliche Freiheit oder gar Lockdowns gibt. Hier wurde von Anfang an lediglich an die Eigenverantwortung appelliert. Man gibt Empfehlungen, wie das Schliessen von Restaurants nach 20:00, für welche die Besitzer täglich kompensiert werden. Hier erklärt man den Menschen was ihnen passieren kann, wenn sie nicht verstehen wollen.
Und das Resultat ist dann ein Land, das nur 10% der Toten in Deutschland hat!

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TDV - Ihre Argumentation ist unredlich, denn Sie vergleichen sehr unterschiedliche Daten. Sie behaupten, COVID sei bei jungen und gesunden Menschen harmlos - Daten, die das Gegenteil belegen und Ihrem Weltbild widersprechen ignorieren Sie einfach, und bringen stattdessen vollkommen irrelevante Daten aus einem Land mit komplett anderen Voraussetzungen.

Sie erklären, Menschen könnten nicht selbst denken - doch sind Sie selbst nicht in der Lage, jenseits der eingefahrenen Bahnen zu denken, in denen Sie sich wohl gefangen haben. Sie erklären, wies sehr Sie die "tagesschau" verachten - verwenden jedoch Daten der Tagesschau um Ihre Argumente zu untermauern und ignorieren alles, was dem Widerspricht.

Sie tun mir leid - die Klimmzüge, die Sie machen müssen, um Ihr Weltbild zu erhalten, müssen viel Energie verbrauchen.

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vögelnde Herdenimmunität
man kann es zwar noch abfälliger -
Menschengruppen
als Horde bezeichnen,
doch wir leben schließlich in Zeiten der
kontrollierten Durchdomestizierung
von Superhaustieren.

Immerhin gibt es in der Zoologie
noch verständige Homo sapiens unter den
Wildtieren zu bestaunen, welche sich
durchaus nicht dazu bereit erklären für
impfopathetische Testzwecke
zur Verfügung zu stehen und
Krötenschluckeranimateure einen
Vogel zeigen.

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Gibt es, ferry: Mich und meinen Mann z. B. müssten die Schergen schon gewaltsam zu einer Impfung schleppen (und zumindest was mich betrifft, würde der eine oder andere davon das nicht ohne Kratz- und Trittspuren tun. Mit dem Beißen klappt es leider nicht mehr so gut ;-)).

@colorcraze: Da nich für!
Sollte es doch mal bei jemandem Vergiftungssymptome geben, hilft ein HP-Mittel, das uns vor einiger Zeit seitens eines exzessivem Wodka-Konsum zugeneigten Bauhelfers (er trank ihn ohne Angostura) ob seiner durchschlagenden Wirkung aus Dankbarkeitsgründen einen kostenlosen Zusatz-Arbeitstag beschert hat: Nux vomica.

@thorha: Mich erschüttert immer wieder, wie ein doch eigentlich sehr wacher Mensch wie Sie immer wieder mustergültiges Untertanentum vorexerziert. - Aber jeder kann jederzeit dazulernen :-)

@tdv: Volle Zustimmung.

Ich geh jetzt wieder raus, um aus Neu- und Restteilen weitere Staketenzaun-Elemente zu improvisieren (kann den Anblick von Maschendraht nicht mehr ertragen).
Geht mir wie vielen zur Zeit: Hilflose Verschönerungs- und Verbesserunsversuche des privaten Umfelds sind der letzte Halt vor dem Absturz in die Resignation.

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Frau Langenberg - ich denke, man hat genug gelernt, dass man keine Schergen braucht. Man öffnet einfach die Gesellschaft nur für diejenigen, die eine Impfung haben. Sinnvollerweise versucht man es erst mit gutem Zureden und Prämien - aber wenn plötzlich Theater, Museum oder Geschäft verschlossen bleiben, sieht das anders aus.

Ich halte eine Impfung für sehr sinnvoll und sehe das wie ThorHa, ich halte eine Impfpflicht sogar für Gerechtfertigt nach Mills 'Harm Principle' - aber ich halte sie nicht für sinnvoll. Allerdings verstehe ich die Gegnerschaft zur Impfung auch nur sehr mäßig: die Argumente, die ich bisher gehört habe, beruhen auf sehr falsch dargestellten Zahlen (wie bei TDV).

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Die Intensivstationen CH
waren zu keinem Zeitpunkt "am absoluten Limit". Es gab einzelne Kliniken, die vorübergehende Auslastung signalisierten. Es gab aber auch einen Teilkanton, der zum gleichen Zeitpunkt überhaupt keinen CO-19 Patienten auf der Intensivstation hatte.

Erstaunlich: Die Zahl derer, die in CH ein Beatmungsbett in Anspruch nahmen, war 2020 niedriger als 2019.

Die vorübergehenden Engpässe sind seither nicht wieder aufgetreten.
Sehr gut fand ich die Bemerkung Roger Köppels in der Weltwoche, Klinikpersonal, das sich in einer Notlage wegen Kleinigkeiten krankschreiben lasse und zuhause bleibe, sei vielleicht nicht ganz geeignet für den Job.

Im Thurgau wurde eine Personalmitteilung an alle öffentlichen Angestellten herausgegeben, die die Dienstpflicht anmahnte. - Der Thrugau hatte - wie auch Sankt Gallen, keine Probleme mit CO-19-Überbelegungen infolge Personalmangels. Und er hatte lange keine Maskenpflicht. Die Kinder in den Primarschulen (bis siebte Klasse) tragen nach wie vor keine Masken im Unterricht - und die Schulen sind nicht einmal einen Monat geschlossen gewesen, während der ganzen Zeit. Sie sind aktuell alle offen.

Wir waren gestern mit Freunden in Winterthur im Kunst- und Natur-Museum - reger Besuch, entspannte Atmosphäre, viele Familien mit Kindern, die den öffentlichen Raum im Museum auch rege zu Picknicks nutzten, weil die Cafés noch geschlossen sind.

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Herr Kief, dann ist doch alles kein Problem! Die Schweiz hat schließlich auch deutlich weniger Tote als Schweden (die hohe Übersterblichkeit ignorieren wir einmal)! Ich werde einmal meinen Kollegen im Gesundheitssektor sagen, dass sie sich nicht so anstellen sollen - wer bleibt schon wegen Kleinigkeiten daheim?

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Da wir hier schon öfter als oft beim Psychologisieren sind - einschließlich dem UnArgument, seinem Gegenpart Angst nicht nur nachzusagen, sondern anzudichten (z.B. "die haben ja nur Angst vor dem Virus"). Ja, ich schaue in Ihre Richtung, tdv.

Ein Aspekt fehlt völlig: Gar nicht wenige Leute kultivieren handfeste Weißkittelangst. Wieso sollte das ausgerechnet beim Impfen keine Rolle spielen?

Viele würden jeden Affentanz aufführen, um sich von dieser Tatsache abzulenken. Weißkittelangst, Spritzenangst, Bohrerangst, OP-Angst, weiß der Geier, wie das alles heißt.

Hat nicht jeder mal jemanden gesehen, der lieber mit einem vergammelten Steinbruch im Mund herumläuft, als einen Zahnbohrer oder auch nur einen Polierer an sich heranzulassen? Schlimmer als die Vorstellung vom Zahnbohrer ist nur die Vorstellung von einer Betäubungsspritze vor dem Bohren. Ein Leben lang Steinbruch, souverän selbst entschieden.

Zu xy-Prozent >0 ist das windschiefe Argumentieren gegen Impfungen das, was Pfeifen im Walde beim Nachtwandern ist.

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@rl:
Tja, so gehen halt Beurteilungen auseinander.

Mich erschüttern Menschen nicht, die für sich beschliessen, ein bestimmtes Lebensrisiko einfach hinzunehmen, schliesslich ist es ggf. ihr Grabstein.

Menschen, die aus vollständig eingebildeten Gründen beschliessen, anderen (einer Gruppe von Mitmenschen) Schutz zu verweigern, dagegen schon. Und genau das tun Impfverweigerer.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Wir waren gestern mit Freunden in Winterthur im Kunst- und Natur-Museum - reger Besuch, entspannte Atmosphäre,

Und halt ein paar Tote mehr als Deutschland (gemessen relativ zur Bevölkerungszahl). Gehört dann auch zum Gesamtbild.

Das ist letztlich eine gesellschaftliche Entscheidung (wie viele Tote ist mir die Aufrechterhaltung möglichst ungestörten Alltagslebens wert) - und Deutschland hat sie anders getroffen, als die Schweiz.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Die Schweiz hatte
2020 im März / April eine leichte Überterblichkeit, die im Rahmen einer stärkeren Grippewelle lag und 2015 z. B. deutlich stärker war.

Peter Pflaumer, Bevölkerungsstatistiker der Uni Dortmund, sagt, es habe in Deutschland 2020 keine merkliche Übersterblichkeit gegeben.

Das Medianalter der Schweizerischen C0-19 Toten liegt freilich mit 86 Jahren deutlich über dem der deutschen Toten - es starben also zwar ein paar mehr hochbetagte Schweizerinnen und Schweizer letztes Jahr an und mit CO-19, aber die waren im Schnitt drei oder vier Jahre älter als ihre Deutschen Pendants. Das ist nicht unerheblich.

Hier ist übrigens eine Tabelle zu finden über die Intensivbettenauslastung 2020 in CH - die war zu keinem Zeitpunkt kritisch:

https://www.nzz.ch/panorama/coronavirus-in-der-schweiz-die-wichtigsten-grafiken-ld.1542774

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Herr Kief, euromomo hat Daten zur Sterblichkeit (standardisiert auf Frühling und Herbst), und die sagen etwas anderes: eine erheblich Übersterblichkeit gegen Ende es Jahres die weit über dem lag, was man in den letzten 5 Jahren gab. Die NZZ sieht das übrigens genau so, und schreibt "2020 starben 11 Prozent mehr Personen als statistisch zu erwarten war".

Darf ich Sie fragen, auf wie viele Lebensjahre Sie gerne verzichten würden? Immerhin scheinen Sie der Ansicht zu sein, dass diejenigen, die "an oder mit" COVID gestorben sind ein Alter haben, in dem sie eigentlich kein Recht auf ein Weiterleben haben.

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ThorHa - was mich am meisten wundert ist die seltsame Verwandlung: diejenigen, die heute am lautesten gegen jegliche Maßnahmen sind (sei es Impfung oder Einschränkungen) waren oft vor einem Jahr diejenigen, die am lautesten nach Grenzschließungen etc gerufen haben.

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Kachelmann (beruhend auf wissenschaftlichen Daten) ist da anderer Ansicht, als der Herr Pflaumer:

https://kachelmannwetter.com/de/corona-virus/europa/covid19-todesfaelle-per-mio/20210322-1600z.html

Etwa 300 oder ca. 35% mehr pro 1 Million Einwohner als Deutschland.

Warum sind die Kritiker eigentlich so feige, nicht schlicht zu sagen:
"Ich halte 24.000 Tote mehr pro Jahr (300 pro Million x Deutschlands Einwohner 80 Millionen) für einen gerechtfertigten Preis, damit alle anderen möglichst ihr gewohntes Leben fortsetzen können?"

Aber diese Feigheit erklärt wahrscheinlich die Verwendung alternativer Zahlen - damit steht man vor seinem eigenen Gewissen viel besser dar. Menschheitskonstante.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Diese seltsame Verwandlung.

Im Februar/März 2020 war wenig bekannt ausser dass in Wuhan ein Biolabor ist und die chinesische Regierung Türen von Hochäusern zuschweissen liess und eine Millionenstadt samt Distrikt unter Totalquarantäne stellte.
Mit dem damaligen Wissen war eine Schliessung der Grenzen und Abschottung zu China aus meiner Sicht Mittel der Wahl.
Länder in der Region haben das (zum Teil sehr erfolgreich wie Singapur)auch so gehandhabt. Ich habe selbst das Fliegen Ende Januar eingestellt.

Bei uns blieb die Grenze aber auf, Schutz der Alterheime, Testen und Masken waren Unsinn, aber es gab einen Lockdown. Dann waren Masken aus STOFF plötzlich total toll, die Bundesliga das wichtigste Thema, Urlaub ging (wenn man Kohle hatte). Im Herbst dann wieder lockdown, zu Weihnachten auf, im Januar FFP2 Masken, theoretische Impfangebote und jetzt testen sich 8 jährige Grundschüler gegenseitig mit Schnelltests.

Für mich gibt es nur eine einzige Konstante: die Regierung ist entweder absolut planlos oder lügt bewusst, jedenfalls sind wir hier Zeuge des grössten Regierungsversagens seit dem Volkssturm. Dass es in einigen anderen Ländern noch schlechter läuft ist keine Ausrede, es gibt auch Ländern, wo es deutlich besser funktioniert.

Immerhin müssen sich die Krankenschwestern nicht mehr selbst die Stoffmasken nähen, aber dass in der Pflege die Leute von der Fahne gehen, kann ich den Pflegekräften kaum verdenken, die müssen sich noch mehr verarscht vorkommen als der Rest der Bevölkerung, Klatschen auf dem Balkon, Packung Merci und ?Helden?, aber keine angemessene Bezahlung, bescheidene Arbeitssituation, Unterbesetzung und kein Geld für vernünftige Schutzkleidung in ausreichender Menge.

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, sagt der Volksmund.

Ich habe Verständnis für Entscheidungen unter Unsicherheit. Das ist in einer instabilen Situation einfach normal. Aber die Form der Kommunikation und die Umsetzung bzw. Nichtumsetzung ist so gruselig, dass es mir schwerfällt, der Regierung und den staatsnahen Medien noch irgendwas zu glauben.

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Danke - so habe ich das nicht gesehen, weil sich in meinen Augen die Gefährdung nicht so sehr geändert hat. Man ging zu Beginn wohl zu sehr von einer Grippe aus, und da hätten Masken wohl weniger gebracht - zumindest ist das die Erklärung hier.

Laura Kuenssberg hat dazu sehr schön geschrieben: https://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-56361599

Und was die Kommunikation angeht: das sehe ich auch so.

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Corona, Corona, Corona - lala, la, lala, la, lala
Es gibt zwei Minderheiten mit klarer Linie in Deutschland - die brasilianischen und die chinesischen Deutschen. Der jeweilige Erfolg wäre eindeutig. Die deutsche Mitte hat außer sinnlosem Gehampel nichts zu bieten.

Was mich freut, ist, daß Parlamentarier ihre Machtlosigkeit gegen Regierungshandeln erkennen und beklagen. Die fühlen jetzt, wie es dem Bürger immer schon ging und geht - auch wenn die das wohl nicht verstehen (wollen).

Derweil bereiten die grünen Menschinnen die Machtübernahme vor.

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Kommunikation.

Wenn ich von Schmierinfektion ausgehe, brauche ich keine Masken, wenn ich von Tröpfen ausgehe, keine Händedesinfektion an jeder Ecke. Wenn ich nicht weiss, vorsichtshalber beides.

Man kann auch sagen: Masken wären gut, am besten FFP2, zweitbestes medizinische Einweg, aber Stoff immer noch besser als nix, nur Leute, wir haben gar nichts von dem nützlichen Kram, also helft Euch mit Vermummung, das bisschen was wir organiseren können (will plötzlich ja jedes Land haben), das geht in die Medizin, Ausnahme keine. Ansonsten spuckt euch nicht an und gebt Euch nicht die Hände und verzichtet auf Küsschen, wir lösen das Problem, in drei Wochen gibt es medizinischen Masken für alle.

Oder um mal aktueller zu werden: Spahn will endlich testen, bekommt es nicht geregelt, aber bei Aldi gibts die Tests auf dem Grabbeltisch. Was immer sie angehen: es geht schief.
.

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thorha, zum zweiten

welch eine Heuchelei...

" Warum sind die Kritiker eigentlich so feige, nicht schlicht zu sagen:
"Ich halte 24.000 Tote mehr pro Jahr (300 pro Million x Deutschlands Einwohner 80 Millionen) für einen gerechtfertigten Preis, damit alle anderen möglichst ihr gewohntes Leben fortsetzen können?"
Aber diese Feigheit erklärt wahrscheinlich die Verwendung alternativer Zahlen - damit steht man vor seinem eigenen Gewissen viel besser dar. Menschheitskonstante."

Wie kommen sie auf diese lächerliche Idee???

24000 Tote? Sind das Opfer eines evolutionären Vorgangs. Ich habe niemals ein Problem gehabt das auszusprechen, es ist nämlich banal. Alte Menschen sterben nun mal, und zwar nicht nur an diesem Virus! Kein Mensch hat da vorsätzlich irgendwelche Krankheiten wie Adipositas oder hohen Blutdruck ausgewählt, damit die daran Vorerkrankten aus dem Genpool selektiert werden! So ein Virus ist ein ganz banaler evolutionärer Vorgang, da gibts keine Teleologie! Die Evolution IST. Kein Grund, kein Ziel, sie IST einfach nur. Das heisst offensichtlich nicht, dass jemand der sowas ausspricht, das auch findet toll
Das Problem scheint mir eher so zu sein, dass in diesem Fall eine gewisse Spezies aus der Gattung der Affen anscheinend das Versagen ihrer Allmacht nicht verträgt!
Es wundert mich, dass ausgerechnet Sie mit sowas Probleme haben....

Also noch mal: Ich hab die Zahlen doch oben schon mal angegeben!
Jedes Jahr sterben mehr Menschen in Krankenhäusern an Infektionen die sie nicht hatten, als sie ins Krankenhaus reingingen, weil sich das Fachpersonal nicht die Pfoten oft genug waschen will... als an Covid19 sterben.
Wie oft muss man sowas eigentlich wiederholen?

Es sterben zig-mal so viele an Alkohol und Nikotin "Genuss", an denen aber Steuergelder zur Finanzierung von Diäten zu verdienen ist!

Da es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: es geht auch nicht um "gewohntes Leben", sondern zB bei einer ganzen Generation um "Leben" an sich. Auch Sie haben sicher in den letzten Monaten irgendwann mal davon gehört, welche anscheinend irreparablen Konsequenzen diese Sauerei für die Entwicklung einer ganze Generation von Kindern haben wird? Und das alles, nur damit Leute die durch ihr dummes Konsumenten-Leben ihre Gesundheit versaut haben, oder schon alt sind, tatsächlich ihr "gewohntes Leben" noch eine Zeit lang weiterleben können.
Und ja, falls Ihnen das besser gefällt: Es sterben auch "Unschuldige!"
Das soll aber auch in Kriegen schon mal vorgekommen sein, die im Gegensatz zu Viren tatsächlich von Menschen verursacht werden!

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buerger - die deutsche Unfähigkeit erstaunt viele auf dieser Seite des Kanals; ich muss mich zwei Mal die Woche testen, die Tests gibt es von der Gemeinde und die Ergebnisse werden zentral gesammelt.

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Als ich in England studierte, gab es keine Mischarmaturen und zugige Hubfenster, der letzte Autohersteller strich gerade die Segel, das ganz Land war gefühlt 20 Jahre hinter D zurück. Das hat sich in den 30 Jahren, die seitdem ins Land gegangen sind, zum Nachteil Ds. verändert.

Meine Frau ist dort praktisch: wir haben die Politik machen lassen und keiner hat sich dafür interessiert, weil es ja irgendwie lief. Das ist jetzt die Quittung.

Freunde in GB sagen, ausser Impfen hättte BoJo eigentlich ziemlich alles andere verbockt, aber das ist mehr als Trost gemeint...

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BoJo hat vieles verbockt, aber ich glaube, man ist hier deutlich pragmatischer. Bei den Testlabors war das am Anfang wirklich so eine Art "Blitz Spirit" - wir haben auch unsere Geräte angeboten, und da kam dann die Army und hat sie abgeholt; Kollegen von mir haben dort als Freiwillige gearbeitet und dann ging das plötzlich. In Deutschland ist man da, glaube ich, etwas vorsichtiger und denkt erst einmal darüber nach, was schief gehen könnte.

Mischarmaturen sind etwas ganz gefährliches, denn mit dem Wassertank unter dem Dach ist besonders warmes Wasser nicht immer Trinkwasser! Und Fenster mit Tröpfellüftung gibt es noch immer - irgendwie schafft man das hier nicht.

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Und mit Abgang der polnischen Handwerker...
Der wirklich eklatantestes Unterschied war die Existenz der Klassengesellschaft, wo auf Kommilitonen herabgesehen wurde ob ihrer Sprache, die die Klassenzugehörigkeit verriet. Aber grosso modo habe ich mich im Land wohlgefühlt, wenngleich der WW2 präsenter war als in D.

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Es fällt mir immer schwerer mir vorzustellen zurück zu kommen.

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Erstaunlich, wie schnell ein Virus den Begriff des unwerten Lebens wieder salonfähig macht.

Hallo TDV.

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Ich habe seinerzeit nach dem Master bewusst den Weg zurück gewählt, um dann 15 Jahre später ein zweites Mal für eine Weile das Land zu verlassen. Falls ich ein drittes Mal gehe, dann eher final. Eines meiner (grösseren) Kinder verliess D letzten Sommer, ich denke für zumindest länger. Das UK wäre für mich schon in der engeren Auswahl, jobtechnisch ist das sogar vorteilhaft (nicht wegen der Steuern, sondern wegen weniger bürokratischer Regeln, gegen die ich potentiell jeden Tag verstosse).

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Die CO-19 Übersterblichkeit
in CH verläuft in den durch die Grippe gewohnten Dimensionen - genau wie in Schweden, gux.

Der gemessene Anstieg gegenüber den starken Grippe-Wellen ist scheinbar, weil allein in den letzten fünf Jahren die Alten in der Schweiz um zehn Prozen mehr geworden sind. Das ändert die Berechnungsgrundlage und führt eben zu dem Ergebnis, das ich nun wiederhole: CO-19 hat in der Schweiz gewirkt wie eine heftige Grippewelle. Das Medianalter der CO-19-Toten ist auch deswegen immer noch erheblich höher als in Deutschland.

Der Sankt Galler Virologe Pietro Vernazza hat die Details:

"Nun werden häufig die gesamten Todeszahlen bei über 65-Jährigen im Jahresvergleich beurteilt. Doch diese Altersgruppe hat in den letzten fünf Jahren um 10 Prozent zugenommen. Nun ist die Mortalität definiert als die Anzahl Todesfälle pro 100'000 Personen im Jahr. Wenn Sie nun die Sterberaten bei Menschen über 65 der letzten 10 Jahre studieren, werden Sie feststellen, dass die Mortalität in den Jahren 2013 und 2015 höher war als die Mortalität im 2020."

https://www.medinside.ch/de/post/ich-bin-ein-klarer-verfechter-der-impfung

Isch fasse zusammen: Die Schweizer und die Schweden fahren mit ihren vergleichsweise milden Maßnahmen wirtschaftlich und sozial besser als die hiesige Regierung, die, wenn man John Ioannidis folgt, wiederum besser fährt als die Regierungen von Belgien, Spanien und GB, denen er in der weLT "große Fehler" attestiert.

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Mischarmaturen sind etwas ganz gefährliches
Das ist so eine der englischen Skurrilitäten. Das erste, was ich bei Einzug in meine Wohnung habe einbauen lassen, waren Mischarmaturen, denn selbstverständlich will ich nicht herumzirkeln mit Kalt- und Heißwasser, wenn ich anfange, Teller und Töpfe zu waschen oder zu duschen.
Die Heißwasseranlage ist aber wahrscheinlich etwas weniger antik als viele englischen.

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Am meisten hat mich am Anfang gewundert, dass es Menschen gibt, die bei öffentlichen Waschbecken (Pub oder Uni) wirklich das Becken füllen und sich dann waschen - da ist es natürlich praktisch, wenn die Hähne klein und ganz nahe am Rand sind. Zumindest nüchtern fand ich die Idee immer etwas seltsam.

Der Umgang mit Regeln gefällt mir auch besser: sie sind zwar oft sehr streng, werden aber doch meistens etwas flexiblere ausgelegt, auch wenn das die Einheimischen meistens nicht so sehen. Am beeindruckensten war für mich, einen Pass für den Nachwuchs zu bekommen: britischer Paß war ein Telephon-Bild für ein Online-Formular - für den deutschen Paß mußte die ganze Familie zur Botschaft (weil man schließlich ein Dokument unterschreiben muß) und das Bild mußte biometrisch perfekt sein, sehr wichtig mit drei Wochen ... und wenn man bei der Botschaft mit Karte bezahlt, bekommt man ein einseitiges Dokument mit rechtlichen Belehrungen zum Gebrauch von Kreditkarten (inklusive Datenschutz natürlich. Manchmal fehlt ein wenig die Flexibilität.

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Querulant... kann es sein, dass sie in Wahrheit ein Gut-Mensch sind?

"Erstaunlich, wie schnell ein Virus den Begriff des unwerten Lebens wieder salonfähig macht. Hallo TDV."

Ich hoffe der Discurs erlaubt die korrekte Anmerkung, dass die Evolution wertfrei abläuft, ohne dass Oberschlaue anfangen mit der Nazikeule zu schwingen?
Sie wissen, dass ich aus Altersgründen selber in diese Kategorie gehöre, und mir deshalb das Recht anmassen darf, diesbezügliche politisch unkorrekte Banalitäten auszusprechen?

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TDV - Sie dürfen sagen was Sie wollen, nur wäre es einer Diskussion sicherlich nicht abträglich, wenn Sie einfach mal bei der Wahrheit blieben und hier nicht vorsätzlich die Unwahrheit verbreiteten (vulgo 'lügen').

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Nun lenken Sie mal nicht mit Gutmensch und Nazikeule ab, tdv. Für sich selbst dürfen Sie selbstverständlich ein "sozialadäquates Ableben" in Betracht ziehen, für andere wohl kaum.

Ob der Begriff der Evolution hier überhaupt eine Bedeutung in dem von Ihnen angesprochenen Sinn hat, der ja letztlich nichts als eine Be-Wertung darstellt, darf wohl auch bezweifelt werden.

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Wenn wir schon beim Psychologisieren sind...

Wer hat nun mehr oder größere Ängste? Diejenigen, die akzeptieren, daß Leben und Tod zusammengehören, die Evolution noch immer stattfindet und für die Alter und körperliche Verfallserscheinungen (bzw. Aussehen und "Status" allgemein) im Vergleich zu den Erfahrungen eines erfüllten Lebenswegs relativ unwichtig sind?

Oder diejenigen, die am liebsten die Zeit anhalten möchten um Alter, Verfall und Tod (damit u. a. auch die Evolution und das Leben an sich) auszublenden?

Ein jugendliches (oder jugendlich wirkendes) Aussehen mit glänzenden Haaren, glatter Haut und blendendem Gebiß (hat es gekostet was es wolle ;-)) mag in bestimmten, aktuellen Gesellschaftsschichten eine (von mehreren) Voraussetzung(en) für ein Mindestmaß an Akzeptanz sein, verliert aber mit dem Ende dieses Lebens jegliche Bedeutung.

Gut, man muß keinen intensiveren Umgang mit Materialisten pflegen (ist/wäre vielfach reine Zeitverschwendung). Ärgerlich werde ich aber, wenn sie ihre Maximen versuchen, zwangsweise auf alle anderen zu übertragen: Meine Lebensrisiken und Genüsse gehen sie nur sehr bedingt was an. Ich übernehme dafür allein (= kostenfrei für die anderen) die Verantwortung und behellige auch niemanden mit potentiellen Konsequenzen: Der "Notausgang" ist immer in der Nähe.

Das Leben ist eins der gefährlichsten. Es ist (oder sollte) eine Herausforderung zum Lernen, Lieben, Wachsen, Fühlen sein.

Angesichts der Vogelgrippe-Hysterie hatte ich mal (ironisch gemeint) irgendwo geschrieben, es gäbe Leute, die sich wohl am liebsten in eine gepolsterte Plastikkugel einsperren lassen würden, "gesichert" vor allen Lebensrisiken und wie eingefroren im aktuellen Zustand. - Wie Hadmut Danisch öfter schreibt: Die Realität ist von Satire nicht mehr zu unterscheiden :-/

Leben ohne Veränderung und Risiken ist für mich nichts anderes als bloßes Vegetieren: Das Leben selbst ist ein "Risiko" und der Tod unser ständiger Begleiter.

Jeder kann das halten, wie er möchte. Wer aber alle anderen Menschen ebenfalls in so eine "Plastikkugel" zwingen will und damit auch für sie bestimmen, was FÜR SIE Priorität zu sein hat, weist totalitäre Züge auf: Er überträgt seine eigene Grundangst (die vor dem physischen Tod) zwangsweise und übergriffig auf andere, durchsetzbar mit Sanktionen bis hin zu physischer Gewalt.

"Tausend Jahre sind wie ein Tag und ein Tag ist wie tausend Jahre" (auch in monotheistischen Schriften lassen sich "Perlen" finden, tdv).
Ein glücklicher Tag, mit erwünschter Kommunikation, im Kreis von Angehörigen oder Freunden kann "tausend Jahre" ersetzen, in denen isolierte Menschen "sicher" und einsam eingesperrt sind.

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Hat nicht jeder mal jemanden gesehen,
der lieber mit einem vergammelten Steinbruch im Mund herumläuft,
als einen Zahnbohrer oder auch nur einen Polierer an sich heranzulassen?
Ja, Fritz, einer meiner Nachbarn, ein Bär von einem Mann,
ist wohl die letzten 20 Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen.
Jetzt ist es wohl so, daß es mit Kronen nicht getan ist,
und die Kosten wohl fünfstellig werden.
Er ist bei seiner Krankenkasse vorstellig geworden
und hat argumentiert, Sie sollte sich an den Kosten
mehr als normal beteiligen, weil Sie ja die letzten 20 Jahre
keinerlei Zahnarztkosten bezahlt hätten.
Was ich nicht für möglich gehalten hätte, ist,
daß sie sich mit einem 4stelligen Betrag beteiligt haben.
;-)
.
.
Grüße an den Querulanten.

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raphaela 09:19
Dem ist nicht viel hinzuzufügen... Aber Beschreibungen der Realität scheinen hier nicht (mehr) sehr populär zu sein.

Und: ich habe mich gegen die Religionen gewandt, die Organisationen. Das ist übrigens auch bei nicht-monotheistischen Religionen nicht anders. wenn sie mal in Japan sind schauen sie sichm,al den Zirkus an, den die buddhistischen Priester hier bei Beeridungen veranstalten. Dreimal muss eine Leiche durch 5-stellige Eurokosten verursachende Veranstaltungen in einem Tempel innerhalb eines Jahr durchlaufen. Und da in der japanischen Gesellschaft der Anpassungsdruck nahezu total ist, sind die wirtschaftlichen Folgen katatstrophal. Armut und Obdachlosigkeit sollten zwar nicht zu sehen sein, aber wenn man mal genauer hinschaut...

Und, Sie können sicher sein, dass ich ein grosser Fan von Jesus bin, und der wenigen Sätze die noch in der Bibel stehen, die den diversen Zensuren durch Päpste und andere, zB 325, entgangen sind. Aber er ist halt für nur einer von Vielen...

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Einfach mal nachschlagen, was Evolution bedeutet.

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Herr Haupts - Kachelmann?
Professor Peter Pflaumer ist Bevölkerungsstatistiker. Es ist ein Beruf. Kachelmann ist Geograph.

Peter Pflaumer has the excess death numbers for 2020 for Germany - his conclusion: Nothing special, a year like any other one! Peter Pflaumer, University of Dortmund, works together with Walter Krämer and Gerd Gigerenzer - top German statisticians and social scientists all three of them. They basically agree with regard to excess deaths in 2020.

  https://www.researchgate.net/publication/348705734_A_Graphical_Analysis_of_Weekly_Deaths_in_Germany_during_the_Corona_Pandemic  ;

Ein anderer Fachmann hat das prognostiziert, übrigens. Sein Name, Hendrik Streeck:

"Natürlich werden noch Menschen sterben, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr? 

Streeck smachte diese wie sich erwiesen hat richtige Voraussage im März 2020.

Der US-Wissenschaftsblogger Hailtoyou machte seine Vorausssage im April 2020 für Schweden. Beiden lagen richtig.

https://hailtoyou.wordpress.com/2020/11/29/against-the-corona-panic-part-xix-wuhan-corona-vs-previous-flu-waves-sweden-quantified-on-near-final-data-for-2020/#comment-47231

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Herr Pflaumer scheint mit dieser Ansicht aber eher alleine zu stehen. Das statistische Bundesamt - eindeutig Fachleute - sieht das anders und auch Karl-Heinz Jöckel - ein Bevölkerungsstatistiker - sieht das so. Herr Pflaumer scheint vielleicht doch falsch zu liegen?

Und Herr Streeck lag falsch: 2020 sind 985'324 Menschen verstorben, in den Jahren davor durchschnittlich 934'389 - bei drei Standardabweichungen Unterschied kann man schon davon ausgehen, dass es jenseits der normalen Variabilität ist, oder?

Sie haben eine große Gemeinsamkeit mit TDV - sie ignorieren Fakten, die Ihnen nicht passen ...

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Was aber ziemlich wenig Fachleute erfordert ist, dass ein Einkauf für ein verlängertes Osterfest (Do-Mo) in 3 Wochentagen statt 4 zu volleren Supermärkten führt.

Schön, wenn man zu den Menschen gehört, die am Monatsende noch Geld haben, noch besser, wenn für einen die Hausangestellten einkaufen.

Bei meinen Kindern finden gerade in kurzen Abständen Geburtstagsfeiern statt, mindestens eine pro Woche. Die bürgerliche Form des Dithmarscher Bauernaufstandes, eine Art gestreckter Effenberg Richtung Kiel. Und die Grundschulrektorin distanziert sich gerade von ihrer Ministerin in Punkto Grundschüler testen sich gegenseitig: da wir angewiesen sind...

Der Günther weiss, dass die Stimmung hier gekippt ist.

Spannend wird die Geschichte mit den Osterfeuern, ob sich die Osterfeuraner (alte heidnische Glaubensgemeinschaft) wohl an den Wunsch Muttis halten, keine Gottesdiesnte abzuhalten? Oder ob dem alten Brauch gefolgt wird, viel Alkohol hilft viel, auch gegen Viren, hicks? Es wurde schon Silvester bei uns geböllert, als ob es kein Morgen mehr gibt, erstaunlich, was da überall noch im Keller oder Schuppem an Restbeständen lag.

Lesetipp: Brechtken und Nulleberg auf Twitter.

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Übersterblichkeit in Berlin und Brandenburg
@gux: Ganz so einfach ist es mit der Übersterblichkeit nicht. Wie das Beispiel der beiden Bundesländer zeigt, ist das ganze Jahr über keine wesentliche Übersterblichkeit sichtbar, erst ab der 46. Kalenderwoche, also gegen Ende des Jahres 2020, steigt sie steil an.

Woran liegt das, welche Konsequenzen sind daraus für weitere Maßnahmen zu ziehen? Neue Protestgruppen verweigern sich nämlich dem Lockdown, eben nicht nur jene Single-Feiergemeinde, die unser Misanthrop vom Dienst zurecht mit Strenge behandeln will, sondern auch Familien mit Kindern, die eine teure Wohnung bezahlen müssen und die schon das Kurzarbeitergeld in Not bringt oder die kleinen Gewerbetreibenden, die um ihr nacktes Überleben kämpfen.

Weiter oben im Pfad las ich, daß beide Gruppen, die Feiernden und die um ihre Existenz kämpfenden, mitleidlos in einen Topf geworfen werden und obendrein grundlos geschmäht werden.

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auch @gux und pro schrotsaege: Woher haben wir die Standardabweichung? Und eine Korrelation ist natürlich keine Kausalität. Die Frage, ob Covid unmittelbar für die höheren Sterbezahlen oder vielleicht doch nur mittelbar wegen unterlassener Operationen z. B. verantwortlich ist, ist für mich noch nicht schlüssig beantwortet.

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Die Standardabweichung sind die letzten vier Jahre - ich gebe zu, das ist faul, aber es ging auch eher darum Herrn Kief zu zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist.

Das Problem ist aber doch vielmehr eine fehlende Konsequenz, oder? Man kann nicht auf der einen Seite Panik schüren, dann aber nur halbausgegorene Maßnahmen ergreifen - und dabei die Konsequenzen ignorieren.

Die Bundes- und Landesregierungen sind doch groß genug, um das Fachwissen aufzubringen, ein wenig besser zu koordinieren und besonders auch denen zu helfen, die unter Lockdown etc leiden. Ich vermute fast, dass die Kosten durch Betrug noch immer kleiner sind als die Kosten durch fehlende Hilfen.

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Für die Frage der Übersterblichkeit muß man auf Länder blicken, die keinerlei (nennenswerte) Maßnahmen gegen das Virus ergriffen haben. Da böte sich Brasilien an, in Deutschland dürften belastbare Aussagen dazu kaum möglich sein.

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Übersterblichkeit ist eine ziemlich grobe Zahl, weil sie von vielem abhängt - z.B. wie gut Daten erfasst werden, aber auch der Altersstruktur. Außerdem gibt es ja mehr als Lebend und Tod - und auch hier wird genau das gemacht: Todesfälle durch COVID wird der Langzeitwirkung von Lockdowns gegenübergestellt - aber es ist doch viel schwieriger, und vieles läßt sich nicht trennen.

Eigentlich sollte man das Gesamtpaket anschauen, aber es ist natürlich viel einfacher, mit schnellen Maßnahmen auf ein akutes Problem zu reagieren als langfristig zu denken und vielleicht sogar kontra-intuitiv zu reagieren.

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gux - langweilig
Sie machen bei Pflaumer das gleiche wie im Fall CH: Sie bieten gegen die verständige Interpretation der Fachleute die nackten Daten auf - und begehen damit eine Fehlinterpretation. Sie haben das Gesamtpaket in CH nicht angeschaut und deshalb erheblich daneben gelegen.

Wenn es so funktionieren würde, bräuchte man Leute wie Pietro Vernazza in Sankt Gallen und Gigerenzer, Krämer und Pflaumer nicht. Sie übersehen die geflissentlich - Pflaumer ist keineswegss allein, sondern das ist eine Gruppe. Pflaumer und Krämer arbeiten zusammen und Krämer und Gigeerenzer auch. Die erstellen u. a. die vielgelesene "Unstatistik des Monats". Ich hab' das oben erwähnt. Sie haben es leider übersehen.

Ich halte fest: Übersterblichkeit CH und S 2020 im Bereich einer heftigeren Grippewelle. Übersterblichkeit D 2020 - unauffällig.

Auch HailtoYou hat die entsprechenden D-Daten, übrigens und diskutiert die.

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Herr Kief, warum sollen die absoluten Daten falsch, die Interpretation jedoch richtig sein? Ich glaub zunächst einmal den offiziellen Statistikern, denn die haben den besten Überblick über die Daten.

Krämer ist ein wenig seltsam - warum beruft sich ein Statistiker nicht auf die offiziellen Daten (die es bei Destatis umsonst gibt) sondern verwendet mit Statista einen kommerziellen Anbieter (bei dem die Daten nicht so leicht erhältlich sind)? Warum erklärt er nicht, was relatives Risiko ist korrekt (als Poisson-Verteilung) sondern stellt es als einfache Division dar?

Dass er Ioannidis noch erwähnt ist witzig - hatte der nicht vor einem Jahr erklärt, dass man sich in den USA keinerlei Sorgen machen müsse, weil Autofahren gefährlicher sei?

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ach gux... sie sind ein echter Komiker..

Ausgerechnet sie schrieben: "Sie haben eine große Gemeinsamkeit mit TDV - sie ignorieren Fakten, die Ihnen nicht passen ..."

Ich habe ihnen in fünf Kommentaren jeweils mindestens eine Quelle angegeben. Nicht einmal haben sie darauf geantwortet.
Beim letzten Mal wars die offizielle Statsitik der Toten aufgeliedert nach Alter, mit ihren eindeutigen Aussagen...

Interessiert sie alles einen Dreck. Alles was guxens Meinung widerspricht ist per Definition falsch...
Ach Gott, aber Leute wie sie wird es in Lehranstalten wohl immer geben...

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TDV - Sie ignorieren repräsentative Daten, wenn sie Ihnen mißfallen, und beziehen sich lieber auf Ergebnisse aus Ländern mit einer sehr unsicheren Datenbasis. Ich denke, ich bin in jedem Fall auf Ihre Angaben eingegangen - sollte ich das nicht getan haben, bitte ich Sie das zu entschuldigen und mir das noch einmal in Erinnerung zu rufen.

Und darf ich Sie bitte daran erinnern, daß Sie sich hier hauptsächlich damit hervortun, die Wirklichkeit zu ignorieren (z.B. indem Sie Behauptungen hinsichtlich Diabetes oder Adipositas aufstellen, die ziemlich unsinnig sind) und letztendlich Menschen mit Vorerkrankungen als nicht-lebenswert ansehen?

Sie scheinen es nicht gewohnt zu sein, dass man Ihnen mit Fakten widerspricht - sonst wären Sie ein einziges Mal auf ein Argument eingegangen.

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Krämer, Pflaumer
und Gigerenzer sind führende Deutsche Sozialstatistiker, gux. Gigerenzer ist weltweit anerkannt. Das gleiche gilt für John Iaonnidis, nur in noch stärkerem Maß.
Immerhin verstehen Sie jetzt mal, dass das nicht einfach einzelnen Hanswurste sind, die sich da dicke tun.
Das gilt übrigens auch für die Great Barrington Declaration.

Zur Schweiz und Pietro Vernazza nichts mehr - denk ich mir. Sie haben sich vertan.

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Evidence - not eminence
Ich hielt sehr viel von Ioannidis, und verwende sogar einige seiner Modelle, aber er liegt nunmal nachweisbar falsch (seine Berechnungen vom Mai/Juni kann man schließlich einfach überprüfen). Krämer kommentiert manchmal gerne zu meinem eigenen Fachgebiet, und da fällt dann eben auf, dass er kein Interesse daran hat, scheinbare Widersprüche näher zu betrachten und aufzulösen, sondern sie lieber als Aufhänger zu nutzen. Wenn er in meinem Fachgebiet derart unzuverlässig ist, wenn er zu Impfstoffstatistiken Unsinn schreibt - warum soll ich ihm dann glauben*?

Was soll ich zur Schweiz sagen? Die NZZ ist der Ansicht, es hätte eine Übersterblichkeit gegeben, die meisten Statistiker sind es. . Im Durchschnitt - so habe ich gelesen - haben die COVID Opfer rund 10 Jahre verloren; dem britische Gesundheitssystem wäre das rund £300,000 pro Person wert.

Sie und TDV machen allerdings den großen Fehler, sich nur auf Todesfälle zu konzentrieren und komplett zu ignorieren, dass selbst bei den unter 30 jährigen rund 5% nach 10 Wochen noch Symptome haben - und sich diese zum Teil zu long-COVID Entwickeln. Wenn von denen nur 1% lebenslang an ME leiden, sind das enorme Kosten (von den menschlichen Kosten ganz abgesehen).



* Das ist wie mit Peterson oder Sciencefiles: man verliert Glaubwürdigkeit, wenn man Unsinn erzählt und sich selbst von Fakten nicht überzeugen läßt.

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Regierung = Vollmeise
Die sind jetzt völlig durchgedreht. Bekloppt. Bescheuert. Völlig gaga. Gründonnerstag keine Lebensmittel offen.
D.h., Einkaufshölle wie am Karsamstag sowieso immer jetzt zweimal, nämlich auch noch am Mittwoch. Auf daß die Schlangen sich 2x um den Block legen und es überhaupt kein Frischzeug zu Ostern gibt.

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Vermutlich kaufen die wenigsten aus dieser Runde selber ein und kennen Supermärkte nur aus dem Fernsehen ...

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Vollmeise? Ausgewachsener Albatross.

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Merkel war im Dezember mit Begleitung der ARD im Supermarkt und hat eine Flasche Wein gekauft. Roten. Video findet sich in der Mediathek oder UTube oder unter Resourcen Bundeskanzleramt.

TOOOOTal volxnah.

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Gibt es eigentlich zuverlässige Lieferservices von Supermärkten? Das würde doch eigentlich das Problem lösen - und es ist auch erheblich einfacher für diejenigen, die nicht schwer tragen wollen oder können (und diejenigen, die ohnehin nicht gerne einkaufen).

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Schinken Braasch
Feiner Käse Hemmen
Rossmann liefert auch
Gemüse vom Bauern im Hofladen (oder Gemüsekistenabo, gibts bestimmt auch in Berlin).

Die Versuche mit Brotlieferung haben wir wieder aufgegeben, Frisches Fleisch kaufen wir beim Schlachter. Bei uns kann man bei Rewe abholen, ansonsten muss man ins Getümmel (oder abends zu Netto und Co, nach 20 Uhr ist das dort leer.)

Manche Restaurants liefern komplette Menues. Löwe zuhaus haben wir mal probiert, war mittel, aber was anderes.

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Ostern Frischzeug haben zu wollen ist schon sehr sehr anspruchsvoll, Knäckebrot und Leitungswasser oder die alten W18ern noch bekannten Einsatzpackungen (EPA Mannschaft einfach) tun es doch auch.
Im Mai ist Fastenbrechen und im Herbst sind Wahlen angedacht. Söder sagt, wir machen alles richtig!

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Demnächst werden auch Essensrationen (sowie deren Zusammensetzung) "gewährt" oder eben nicht, kalchas.

Zitat des Tages (übertragbar m. E. auch auf die Obrigkeit):
"...?Ich kann mir auf jeden Fall nicht vorwerfen, die Realität verfälscht zu haben, weil diese Realität, die ich in dem Film geschaffen habe, eine viel authentischere Realität ist.?"

Gefunden hier (Link entschärft):
h ttps://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ndr-distanziert-sich-von-dem-dokumentarfilm-lovemobil-17258125.html

Baumärkte im Herzogtum sind geschlossen. Nach Recherche: Im Nachbarkreis zum Glück (falls heute nicht wieder was anderes gilt) aber nicht. Beschaffung des fehlenden 9er-Balkenfußes sowie einiger Dachlatten also potentiell möglich.

Mittelfristig wird diese Politik noch vor der Bargeld-Abschaffung (wie in der früheren DDR) zum Durchbruch des Tauschhandels führen. Hat eben alles auch (mindestens) eine gute Seite :-)

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Der feuchte Traum der Public Health Mafia ... jeder bekommt eine tägliche Ration die das Überleben ermöglicht. Als nächstes wird alles verstaatlicht und wir lösen das Problem der Arbeitslosigkeit, weil wir dann schließlich viel mehr verwalten müssen.

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Neue Zweifel am Astra Zeneca Impfstoff
An alle Fachleute!
Der Minister Spahn braucht jetzt Hilfestellung beim Formulieren eines Merkblatts zum Thema Impfstoff.

@gux: Ihr letzter Beitrag war nicht witzig, von Thorha beeinflußt?

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Nicht? Ich befürchte, es gibt genug Personen, die genau diese Idee für richtig finden - man muß die Menschen zu ihrem Glück zwingen. Persönlich finde ich das ein wenig übertrieben - ich halte es da eher mit Mill.

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Gibt es, gux. M. E. mit großen Überschneidungen zur Gruppe mit der "authentischeren" Realität.

Grade bei achgut gefunden (Link entschärft):
https://www. achgut.com/artikel/warum_kommt_suedostasien_so_gut_durch_cor ona

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Das Regierungshandeln entbehrt schon lange jeglicher Logik, colorcraze. Nur die FDP weiß genau, was zu tun ist. ;-)

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Noch ein guter achgut-Text (sollte da mal wieder öfter reinschauen):
https://www. achgut.com/artikel/grundgesetz_wie_flasche_l eer

À propos "Logik":
Als man anfangs noch nicht wußte, wie gefährlich das aktuelle Virus ist, galten Hinweise auf möglicherweise notwendige Vorsichtsmaßnahmen als "rechte Verschwörungstheorie".

Inzwischen weiß man, daß es nicht so gefährlich ist wie z. B. Ebola oder (bezüglich der Zahl der Todesfälle) multiresistente Keime (die gehen der Obrigkeit weiterhin am A*** vorbei obwohl man sie sehr gut bekämpfen könnte), aber jetzt werden damit extrem unverhältnismäßige Maßnahmen begründet.

Wahrscheinlich weil sie sehr praktisch sind für alle möglichen weiteren gesellschaftlichen Umbau-Pläne der Globalisten: "You will own nothing" gilt natürlich nicht für die "Elite".

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Leicht gesagt, Querulant
Auch unter den Fachleuten gibt es viele "Logiken", siehe Statistiker, z.B. Krämer oder Diskussion über Inzidenzwert usw.
Im Föderalismus stehen sich Bund und Länder mit unterschiedlichen Interessen gegenüber, so daß sich oft nur der kleinste, wenig brauchbare Nenner aller Lösungsmöglichkeiten durchsetzt und schließlich: Die Politiker, meist nur interessierte Laien, müssen durch einen Expertennebel irren.

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Mir scheint nur eines sicher zu sein, schrotsaege: Wüßten die Politiker, wie die Bürger auf welche Maßnahmen speziell bei den nächsten Wahlen reagieren, dann gäbe es dieses Gehampel nicht. Für mich kann ich nur sagen, daß ich Popcorn nicht mehr sehen kann.

Aber wir stoppen das Virus ja jetzt in Rekordzeit über Ostern. Und wie ein Brinkhaus verlauten ließ, müssen wir sowieso nur noch wenige Wochen durchhalten, bis die Impfungen das Thema beenden. So langsam fürchte ich eine Popcornallergie bei all den Experten.

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Lockdowns have killed millions
Das ist wahrscheinlich und wird wohl von niemandem ernsthaft bestritten - die Frage ist doch eher, was ohne Lockdowns gewesen wäre, und das scheint doch sehr von den Ländern abzuhängen. Im UK und Irland sieht man z.B. sehr schön, wie sich Lockdowns auf das Infektionsgeschehen - und auch Kranke und Tote - auswirken.

Es kommt wohl auch sehr darauf an, was als "Lockdown" gilt: man scheint zu wissen, dass Kontakte im Freien deutlich ungefährlicher sind als Kontakte im Haus, daher ist ein harter Lockdown mit Ausgangssperre aber erlaubten Hausbesuchen vielleicht ziemlich unsinnig, sieht aber wenigstens nach Aktivität aus.

Wahrscheinlich stehe ich hier mit meiner Meinung zu Lockdowns etc ziemlich alleine, aber ich halte die Art, wie das durchgeführt wird, auch für falsch. In den ersten Monaten war Panik, im Herbst war man vom Winter überrascht - aber jetzt sind wir schon ein Jahr dabei und wissen so ganz grob was funktioniert und was nicht, was die Bürger wollen und wo es Probleme gibt.

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"Man scheint zu wissen ..."

Bei all dem, was man in den letzten Monaten zu wissen vorgab, gux, wird mir ganz schwindelig.

Nach dem ersten Lockdown 2020 in Deutschland, der diese Bezeichnung noch verdiente, übernahmen die Lockerer zunehmend das Kommando. Seither hat es ja keinen Lockdown mehr gegeben. Ob also ein Lockdown der Weisheit letzter Schluß ist, bis das Impfen irgendwann mal vorübergehend abgeschlossen sein wird, kann man nicht wirklich wissen.

Was ich zu wissen glaube, ist, daß die Zeit sinnlos vertan wurde.

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Wir haben jetzt über ein Jahr Erfahrung, viele Länder mit vielen verschiedenen Methoden: kann man nicht erwarten, dass sich Politiker (oder deren Berater) einmal hinsetzen und vergleichen und überlegen, was geht - und was nicht?

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Meine Erwartungshaltung gegenüber Politikern ist seit Jahrzehnten eher gering, gux. Auch bezweifle ich zunehmend, daß die Bürger mehrheitlich noch dazu bereit sind, unseren Politikern blind zu folgen. Das freut mich zwar, ist aber in diesem Fall nicht unbedingt hilfreich. Während des ersten Lockdown waren die Straßen leer, die Zeiten sind vorbei.

Was geht und was nicht, das zeigt sich am Datenschutz. Die GEZ erhält ungefragt die Meldedaten, aber Masken, Impftermine oder Nachverfolgung ist aus Datenschutzgründen nicht möglich.

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Pfostenschuh
Obi und Hornbach liefern recht zuverlässig und zu passablen Preisen. In KI, OH, IZ, Plö, NMS, HL und SE sind Baumärkte aber mW geöffnet.

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Lockdown
@gux: das Problem ist meiner Meinung nach die Unlogik, die jegliche Akzeptanz zerstört hat.

Wenn man lockdown machen möchte, dann sollte dieser konsequent sein. Ein lockdown, wo die Leute in Bussen und Bahnen zur Arbeit fahren, sich im Supermarkt drängeln, aber keine neue Bluse kaufen dürfen (ausser bei Aldi) hilft nicht nur nichts, sondern schadet, weil die gesellschaftliche Akzeptanz sämtlicher Anordnungen leidet.

Sinnvoller wäre m.E. eine Art Wellenlockdown. Fängt man in Flensburg an, mit Testen, Impfen und Einsperren und macht nacheinander jedern Kreis Coronafrei. Alle Testen, mindestens 2 mal, alle Infizierten (und Kontaktpersonen) isolieren. Wenn man dann noch kreisweise alle impft, hat man sehr schnell coronafreie Kreise. Das wäre radikal und totalitär, aber das sowas klappt, hat China vorgemacht.

Wie Sie sehen, bei dem Murks von Murksel schreien sogar Antiauthoritäre wie ich nach Totalitarismus, soweit ist es schon gekommen.

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Gibt es eigentlich zuverlässige Lieferservices von Supermärkten? Das würde doch eigentlich das Problem lösen
Äh, nein, nicht, wenn kurzfristig alle einen Liefertermin wollen. Ist so wie mit dem Klopapier, das plötzlich alle kaufen wollen.

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kann man nicht erwarten, dass sich Politiker (oder deren Berater) einmal hinsetzen und vergleichen und überlegen, was geht - und was nicht?
wenn man realistisch bleibt - nein, nach wie vor nicht. Mir reicht es, 1x Lauterbach im Fernsehen gesehen zu haben. Wenn man solchen Kaspern Rederecht gibt, dann weiß man, was man zu erwarten hat, nämlich:
a) mach es selbst, sonst macht es keiner.
b) von oben ist nur blühender Blödsinn zu erwarten, der das Leben von zig Millionen erschwert.

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Ich muss hier auch etwa 2 Wochen im Voraus bestellen - aber wen man das plant, geht das. Letztes Jahr gab es keine Termine, aber inzwischen läuft das recht gut. Es gibt sogar Klopapier!

Im Prinzip ist doch das Problem, dass sich niemand traut, eine wirklich radikale Entscheidung zu treffen und dann mit den Konsequenzen zu leben - aber dieses hin- und her ist wahrscheinlich viel schlimmer.

Welche Bedeutungen haben denn die Talkshows? Nimmt das jemand ernst?

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Welche Bedeutungen haben denn die Talkshows?
Sie ersetzen das Parlament.

(Zum Liefernlassen: wir haben darin jahrelange Übung, noch aus Vorcoronazeiten. Es kommt nur durch das ständige Gehampel alles durcheinander.)

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Neben der Bürokratie und der kontraproduktiven Komplexität von Gesetzen und Verordnungen ist es die Angst vor der Verantwortung, die umso größer wird, je höher die Position in der Hierarchie ist, was sich als Hemmschuh erweist. Wobei dieser Hemmschuh in besseren Zeiten durchaus gewollt ist, da er der Verwirklichung persönlicher Interessen dient, die an klaren und einfachen Strukturen ohne diese Unmenge an Ausnahmen und Sonderregelungen regelmäßig scheitern würden. Beispiel Steuerrecht.

Talkshows? Nichts als Politcomedy ohne jeden Sinn. Es sei denn, Volksverdummung würde als sinnvoll erachtet. Da kommt TDV ins Spiel, dessen Urnenpöbel eben auch auf derartig niveaulose Manipulation zurückzuführen ist.

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Meinen Sie, ein harter, kurzer Lockdown mit klaren Regeln würde eher akzeptiert, sogar bei denen, die Lockdowns generell ablehnen? Mir hat man immer erklärt, dass eine gute Führungskraft zwar offen für andere Meinungen sein soll - bei Entscheidungen aber immer klar, eindeutig und entschieden handeln muß. Zwar verärgert man dann manche, aber wenigstens gibt es eine klare Linie.

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Werter Querulant, glauben Sie wirklich,
daß der deutsche Michel im September so anders wählt,
so erdrutschartig, daß auch der Blindeste den rosa Elefanten,
der im Raum steht, sieht?
So, daß sich wirklich etwas ändert?

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Darauf eine Pink Lady!
für Colorcraze, wie eine wohl bekannte White Lady,
Gin, Zitronensaft, Orangenlikör
und mit einem Teelöffel Grenadine wird sie Pink.

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Und zu den überfüllten Supermärkten ...
... morgens um 7 Uhr vor Lidl oder Aldi stehen, hilft.

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Und mit einem längst abgelaufenen Gewerbeschein
kommt man auch in NRW in die Baumärkte.
Ich nenne das kreative Anarchie.
;-)

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P.S. Die Steigerung der Sinnlosigkeit von Talkshows sind die Bundespressekonferenzen etc. Ein Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=cWqyI5juBBY

Falls Sie mich fragen, gux sehr schwierig. Nicht die Frage nach Art und Weise eines zielführenden Lockdown, als die Frage nach der Führungskraft.

Wir leben nunmal in einem föderalen Staat, der sich die Zersplitterung von Bereichen der Daseinsvorsorge, Bildung etc. leistet. da liegt das eigentliche Problem. Weder Merkel, noch irgendein anderer Kanzler kann daran vorbei. Die Landesfürsten lassen, kommt es hart auf hart, keine starke Führungspersönlichkeit zu. Corona ist ein Paradebeispiel dafür, wie schädlich und lähmend dieses Kompetenzwirrwar ist. Und, es verhindert die klare Zuweisung von Verantwortung.

Einerseits hat es ein zentralistischer Staat da leichter, andererseits ist die Gefahr des Mißbrauchs der Macht dann auch deutlich größer. Schwierig halt, außer für Befürworter der Leibeigenschaft. ;-)

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Meine Glaskugel versagt diesbezüglich, Mediensegler. Allerdings hatte ich hier vor Monaten schon eine Prognose abgegeben.

Danach gibt es nach der Bundestagswahl grün/schwarz und nach der nächsten Bundestagswahl blau7schwarz. Letzteres unter Vorbehalt.

Am Ende wird die Situation kurz vor den Wahlen entscheiden, da das Langzeitgedächtnis der Wähler in der Regel versagt. Beispiel CSU Corona-Sumpf.

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? Meinen Sie, ein harter, kurzer Lockdown mit klaren Regeln würde eher akzeptiert, sogar bei denen, die Lockdowns generell ablehnen??

Ja, einfache klare Regel, leicht zu überwachen, damit durchsetzbar, für alle geltend: das geht.

Nur eben ohne Ausnahme, vielleicht von Krankenhaus, Polizei und Feuerwehr abgesehen.

Keine Büros, keine Fabriken, keine Handwerker, Geschäfte, keine Tanke, keine Blumen oder Flugzeuge. Null. Dalli Dalli und Schweinchen Dick aus der Konserve in Dauerschleife, zwei Wochen lang und aus vorbei.

Ich denke aber, der Zug ist spätestens im letzten Oktober, aber allerspätestens über Weihnachten und Neujahr abgefahren.

Verlorene Glaubwürdigkeit ist weg, die kommt nicht so einfach zurück, selbst bei Tausch der Köpfe nicht.

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Die Wahlen hatte ich ganz vergessen - wird Merkel zum Schluss sich überreden lassen, doch noch einmal anzutreten, weil es niemanden mehr gibt?

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Laschet ist ja lasch und Söder bleibt in Bayern, wer ausser Mutti soll es denn sonst machen. Sie ist alternativlos.

Sarkasmus aus, das wäre kafkaesk.

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Bei einer kleinen Twitter-Berühmheit, so ein Weisheitenschwafelautomat, las es sich so: "Die türkische Friseurin zu meiner Frau: Merkel ist wie Erdogan. Niemand will sie, aber sonst ist niemand da."

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Merkel tritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal an. Die ist nur noch im Amt, weil Aufgeben in ihrem Wortschatz nicht existiert.

Baerbock oder Merz würde ich momentan tippen. Kommt auf dasWahlergebnis an. In meinen Augen sind beide eine Katastrophe für Deutschland. Merz würde ich dennoch bevorzugen, da dann noch Hoffnung besteht, den Mummenschanz der Grüninnen wenigstens etwas im Zaum zu halten.

Der grüne Irrsinn kostet uns bereits viel zu viel und wird uns am Ende mehr kosten als Corona. Dann wird der grüne Spuk zwar enden, aber die Folgen werden die AfD hoffähig machen. Irgendwann entscheidet sich der Wähler eben für ein Ende mit Schrecken anstatt eines Schreckens ohne Ende.

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Baerbock als Kanzler? Wirklich? Das wäre sicher interessant. Gibt es bei den Grünen keine altgedienten Politiker die den Platz für sich beanspruchen?

Ich hätte ehre an jemanden wie Kretschmann oder Palmer gedacht.

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Die sind grün?

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Kretschmann ist zu alt, Palmer in seiner Partei unbeliebt, Özdemir ebenso. Die Grünen haben nur Pferdeböck und die Koboldin. Anton Hofreiter hat sein Alleinstellungsmerkmal verloren, seit keiner mehr zum Friseur kann.

Merz ist unwahrscheinlich, der hat zweimal verloren und war beide Male ein schlechter Verlierer. Ausserdem bietet er viel zuviel Angriffsfläche, der mobilisert als Blackrock Mann die Wähler der Konkurrenz maximal. Verliert nach links mehr, als er von FDP und AfD hinzugewinnt.

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raphaela
Sie überraschen mich immer mehr. Ich hoffe es ist Ihnen nicht unangenehm mit mir nahezu stets gleicher Meinung zu sein?
Ich hatte mir die ersten 5 Minuten der Lovemobil Sendung angetan, weiter kam ich nicht... Die Meldung, dass es ein Fake war, hat mich dann trotzdem zum Lachen gebracht.
Ich weiss nicht, ob sich "die" Frauen einen Gefallen damit tun, dass derzeit in Filmen, TV-Krimis, Dokus, Politik usw. nur mehr sogenannte starke Frauen die Helden, pardon Heldinnen, sein dürfen. Das könnte sich angesichts der real existierenden Frauen irgendwann mal gegen ernsthafte Gleichstellungs Bemühungen wenden... Letztlich sind Frauen genauso verdummt, manipuliert und inkompetent wie Männer, und bereits die Existenz solcher Dokus zeigt das unmissverständlich.

Bei Ihrem achgut, werden wir aber nie zusammenkommen. Wer Zahlen aus Kambodscha oder Laos als Belege anführt, macht sich lächerlich. Dasselbe gilt für die Behauptung zu Japan.
Die Zahlen sind hier eindeutig sehr viel niedriger, was aber eindeutig eine Folge der Abwesenheit von Zwangs Verordnungen ist, was der schon in der Kultur Japans tief verankerten Eigenverantwortung entgegen gekommen ist. Masken tragen, Abstand halten, Menschenansammlungen vermeiden, mehr ging nie, und mehr geht auch heute noch nicht. Polizeiknüppel sind, wie man sehen kann, kontra produktiv. Aber eine deutsche Obrigkeit die der Vernunft der Bürger traut, wäre ja ein Paradox...
Mir ist aufgefallen, dass sich alle Seiten in dieser Streiterei immer die Zahlen herauspicken, die gerade passen. Die Realität gibt genau dies aber nicht her. Denn in ALLEN Ländern (auch im hoch gepriesenen Neuseeland) gibt es immer wieder Wellen, die aber zu unterschiedlichen Zeiten beginnen. Man kann also, wenn man das jeweils richtige Datum nimmt, sowohl belegen, dass Schweden es besser macht als Deutschland, und mit einem anderen Datum genau das Gegenteil zeigen. gux ist die Art von Wissenschaftler die darin sehr gut ist. Ob er das bewusst macht oder nicht, ist mir mittlerweile egal.
Ich halte mich lieber an die Konstanten: KEIN Land hat durch seine Massnahmen jemals eine neue Welle verhindert. Texas wird interessant zu beobachten sein, wobei auch da wieder einige dahergelaufen kommen werden, die die Zahl der positiven Tests gleich in "Kankheits-Fälle" uminterpretieren. Auch bei den Impfungen werden in Bälde beide Seiten mit selektierten Zahlen für den eigenen Standpunkt argumentieren. Es wird schwer werden, da durch zu kämmen und zu einer brauchbaren Meinung zu kommen...

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Man sollte die Sehnsucht nach einer klaren Linie und einer starken Hand nicht unterschätzen, buerger. Auf Sympathie kommt es da weniger an. Vergessen Sie auch nicht die Seilschaften.

Laschet, Röttgen, Spahn - alle aktuell gescheitert. Und Söder - irgendwie kann ich nicht glauben, daß die CDU das zuließe.

Aber wer weiß, vielleicht hat die Knäppin ja noch einen Vorschlag.

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Kretschmann ist noch immer jünger als Biden!

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Ktretschmann ist kein Vertreter der reinen grünen Lehre. Wäre er nicht MP in BW, er spielte keine Rolle bei den grünen Menschinnen. Solange der Bundeskanzler nicht vom Volk gewählt wird, fällt er für den Posten somit aus. Auf dem letzten Parteitag konnte man erleben, wie man mit Andersdenkenden in dieser Partei verfährt.

Die Linke ist da auch nicht anders.

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Sehnsucht nach einer klaren Linie und einer starken Hand
Ihr vielleicht. Ich gestehe auch Regierungen durchaus Herumgeeier und Fehler zu. Allerdings nicht mehrfach den gleichen.
Und vor allem haben Regierungen nicht das Leben der Regierten zu verunmöglichen, sonst gehören sie angegangen.

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Ja, einfache klare Regel, leicht zu überwachen, damit durchsetzbar, für alle geltend: das geht.
Jo, einfach gesamten Branchen die Existenz verbieten: das geht. Sieht man ja. Die brachialen Folgen kriegt man langsam auch mit.

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Leider verstehe ich die Aufregung hier im Kommentariat nicht. Wir wissen seit Rainer Mausfeld (Warum schweige die Lämmer, 2018), dass im Wege der Tiefenindokrikantion ganze Bevökerungsgruppen konditioniert werden. Ohne-Maske-infizierst-Du-Oma-und-bist-dann-an-ihrem-Tod-schuld.
Ich musste zweimal diesen PCR-Test durchmachen, um meine Mutter zu besuchen. Ich bin negativ, sie ist negativ, glücklicherweise spritzt ihr Altenheim keine Bewohner über 90.Warten wir es ab. Im Mai wird sie 99.

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Eben nicht ? ganzen Branchen die Existenz verbieten?. Was hier gemacht wird, über Monate, ist eben das.

Aber eine 2 oder 3 wöchige Werksschliessung aller Brancehn, bundesweiter Lockdown über alles, das kann funktionieren, wie China gezeigt hat.

Ich halte sowas für möglich und wirksam, sogar für durchsetzbar, aber auch für total unverhältnismäßig.

Es gibt Impfstoff, Tests und sogar Medizin und Behandlungskonzepte, und so schlimm ist Corona nicht, dass ein Totallockdown gerechtfertigt wäre. Auch nicht so schlimm, dass das ein bisschen schwanger Nichtkonzept der BK gerechtfertigt wäre. Aber das hat ja den Vorteil, dass es ignoriert werden kann und ignoriert wird.

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Na ja, Aufregung ist noch was anderes. Lebhafte Diskussion würde ich sagen.

Wir werden Ostern an der See verbringen, in den eigenen vier Wänden, ggf. planen wir den Sommerulaub um, dann gubt es statt Italien und Bergen eben England, Schweden oder Schleswig Holstein.

Meine Eltern sind geimpft, ebenso andere gefährdete Verwandte, zum Teil mit Nebenwirkungen, aber jeweils nur temporären.

Mich persönlich freut der Absturz der Merkelpartei in den Umfragen, 10 Prozent runter in etwa 4 Wochen ist schon ein sehr schöner Trend.
Die Kehrseite ist der Höhenflug der Grünen. GRR dürfte zu grossen Belastungen der Mittelschicht (zu der ich mich zähle) führen, das Wahlprogramm ist eine lange Liste von Gruselideen, grün angemalte Planwirtschaft mit Enteignungsfantasien und Steuerbelastungen für alle.

Man wird sehen, ich halte wenig von Panikaktionen und vielleicht braucht dieses Land nach 16 Merkeljahren auch mal was anderes, um seine Prioritäten wieder sauber auf die Kette zu bekommen. Es mag den Preis wert sein.

Lustig wird es, wenn es zu GGR oder Grün Schwarz käme, Laschet als Aussenminister und Vizekanzler kann ich mir gut vorstellen. Auch die Idee der SPD als kleinster Partner in einer Dreiparteienkoalistion mit der FDP hat Unterhaltungspotential.

Als Nordlicht kann mich nach Barschel und Simonis wenig erschüttern.

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einfach gesamten Branchen die Existenz verbieten - das geht wohl nicht anders, aber hat man nicht genau dafür eine Regierung, die dann einspringt?

Deutschland ist doch nicht arm und kann sich sicher mehr leisten als viele andere Länder. Es ist ja kein Luxusproblem, sondern eine handfeste Krise, bei der ohne Probleme Grundrechte ausgesetzt werden - da kann man doch auch ein wenig Geld in die Hand nehmen, oder?

Panikreaktionen - ist das nicht, was Merkel kann? Nach Fukushima oder 2015 hat sie weder gezögert noch lange mit den MPs konferiert, sondern Fakten geschaffen.

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Texas und
sechzehn weitere US-Staaten, tdv, haben den Lockdwon aufgehoben. Das ist in der Tat interessant. Florida schon seit November, South Dakota hatte nie einen. Sowas fehlt in Deutschland. Aber hier gibt es sozusagen die Schweiz und - Schweden. Immerhin.
Und die Great Barrington Declaration, von 35 000 Experten weltweit bisher unterschrieben. Dort steht sehr einfach: Der Lockdown ist der falsche Weg.

PS
Bei welchem Gardner waren Sie denn da in Berkeley, wenn ich fragen darf?

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M. E. sehen Sie das zu optimistisch, buerger: RRG oder eine andere Form der Regierungsbeteiligung der Olivgrünen wäre keine "Gefährdung" des Mittelstands sondern die Abrißbirne, die den wankenden Mauern den Rest gäbe.

Was ich nie verstehe, sind die Überlegungen zu einem möglichen Merkel-Nachfolger: Jeder aufgestellte Besenstiel könnte diese Dame ersetzen und richtete weniger Schäden an.

Ich sehe es eher so, daß es ganz neue Leute braucht: Wer 16 Jahre lang Frau Merkels Speichel geleckt und ihr rekordfähige Dauer-Ovationen geliefert hat, taugt nicht dazu, das korrupte, kaputte System zu verändern.
Die "erste Garde" der CDU hat sich durch ein besonderes Maß an Opportunismus, Skrupel- und Wertelosigkeit hervorgetan. Die einzige "Stärke" dieser Leute ist ihr Klebevermögen an Posten, Geld und Einfluß. Für mich stellen sie eine Negativ-Auslese dar (das gilt aber nicht nur für die CDU).

Vielleicht sollten Sie zwecks "Erschütterung" mal einen Blick in´s Wahlprogramm der "Grünen" werfen?

Danke übrigens für den Hinweis auf weitere, offene Baumärkte in SH und schöne Ferien für Ihre ganze Familie!

Querulant, was haben Sie gegen Leute wie mich, daß Sie solche Angst davor haben, "die AfD hoffähig zu machen"?
- Abgesehen von einigen Hippie-Aspekten (sie Sie dort wohl eher selten fänden ;-)) teilen die meisten AfD-Mitglieder und wir (schließe meinen Mann da mit ein) die gleichen Werte.

Würde mein Vater (verstorben September 2008), der lebenslang CDU gewählt hat, heute noch leben, würde er die AfD nicht nur wählen, sondern wahrscheinlich sogar Mitglied werden.

Für mich sollte es dort mehr "linke" Positionen geben (wie sie der pööööhse "Flügel" vertritt). Dafür müßten aber noch mehr (Ex-)"Linke" innerhalb der AfD aktiv werden, wofür ich leider zu feige bin: Zu viele Fenster sowie das Auto direkt an der Straße, dazu gefährdete Verwandte und Haustiere.

- Man braucht viel Mut, um sich öffentlich zu dieser Partei zu bekennen. Dafür sorgt nicht nur die Tiefen-Indoktrination des politisch-medialen Komplexes sondern insbesondere dessen subventionierte Merkel-SA (euphemistisch "Antifa" genannt).
Viel einfacher ist es, vom vorgegeben Strom mitgerissen, sich gegen sie zu "empören".

Warum sollte es mir unangenehm sein, Ihnen in Punkten, die ich teile, zuzustimmen, tdv? - Im Gegenteil: Es freut mich.

Ihre Bedenken bezüglich der negativen Folgen zeitgenössischen Feminismusses für dessen angebliche Schützlinge teile ich ebenfalls. Die Zeit des Fremdschämens ist allerdings vorbei, dafür ist die Distanz dazu inzwischen zu groß.

Natürlich sind Zahlen in Statistiken immer interpretierbar, schon die Vorentscheidungen ihrer jeweiligen Verwendung sind ja nicht unbedingt objektiv.
M. E. rechtfertigen aber nicht mal die hochgerechneten ("mit" statt "an") Todes- und Krankheits- (jeder positive Test gleich eine "Infektion") Zahlen die verordneten Maßnahmen.

Draußen ist es trocken und heute ist weiteres Fachwerk-Streichen dran. Ihnen allen ebenfalls einen schönen Tag!

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Panikaktionen vs Panikreaktion.
Die Panikreaktion von Merkel, ja die gibt es, sie sind wenig durchdacht und in der Regel schädlich fürs Land gewesen.

Meine Panikaktionen waren nicht auf M gemünzt, sondern die Frage, sollte man persönlich agieren und einen Regierungswechsel oder eine andere Politik antizipieren, Vermögen verflüssigen, umschichten oder ausser Landes bringen, den steuerlichen Wohnsitz verlegen, den Pass wechseln oder sonstiges vermeintlich sinnvolles. DA propagiert seit längerem Immobilien in Italien und sich GRR von aussen anschauen. Mein Kollege in Italien geniesst erhebliche Steuerprivilegien als ein Mann GmbH. Ich hoffe, das es uns nicht geht, wie anderen im 3 Reich, dass es irgendwann zu spät ist für Ausweichaktionen, aber zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich das als Panikaktionen an, die ausser Transaktionskosten wenig Wirkung haben werden.

Unser Knackpunkt ist die Freiheit der Sprache und der Meinung. In dem Punkt ist Grün allerdings problematisch, wie der Indianerhäuptling vom Wochenende wieder mal vorgeführt hat.

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Noch was: Bei Twitter (selbst ohne account) lese ich (neben DA) fast jeden Tag, was ruebenhorst zwitschert: Geopolitisch wären wir Gegner, seine innen- und EU-politischen Kommentare treffen aber oft in´s schwarze Herz des Humors.

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Habe das Wahlprogramm der Grünen überflogen und viel Mist gefunden. Wer ist eigentlich WIR, das scheint dort die dominierende Person zu sein.

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@buerger
Laut Danisch steht da:
Zusätzlich zur bestehenden Steuerpflicht nach dem Wohnsitz wird eine Steuerpflicht auch nach der Nationalität eingeführt, um rein steuerlich motivierte Wohnsitzwechsel zu verhindern.
h ttps://www.danisch.de/blog/2021/03/22/die-gruenen-wollen-die-mauer-wieder-aufbauen-und-uns-wieder-einsperren/
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coiffeur le figaro de chien hatte für das Ende des Lockdowns
ja den 12.April angegeben, wegen Ramadan.
Ich habe da mal gegugelt, das Ende des Ramadan,
also das Zuckerfest ist am 12.Mai.
DANN ist das Ende des Lockdown.
Die Deutschen brauchen ja keinen Kirchgang
und haben die Kirchen, die sie verdienen.

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Frau Langenberg - ich habe erstaunlich viele Freunde in Deutschland, die früher eher links der SPD waren (und mich als rechts beschimpft haben), die heute der AfD sehr nahe stehen (und mich als links beschimpfen). Ich denke, es braucht eine solche Partei - was bringt eine Demokratie, wenn manche Positionen unbesetzt sind?

Was wohl IMHO der AfD schadet sind die Kasperl, die die Partei in Verruf bringen - und es stellt sich natürlich die Frage, wem das am meisten nutzt. Aber mit ein wenig mehr Disziplin und einem fähigen Vorsitzenden ... Wildert die AfD nicht in dem Gebiet, in dem eigentlich die CDU/CSU sein sollte?

Die Angst vor Auseinandersetzung in der deutschen Politik ist groß geworden - so scheint es. Aber auch in der Öffentlichkeit scheint die Fähigkeit dazu verloren zu gehen, weil Kritik immer als persönlich interpretiert wird - anstatt zu akzeptieren, dass man durchaus extrem verschiedene Meinungen haben kann, und die nicht einmal in sich selbst schlüssig sein müssen.

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Great Barrington
"Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen."

Auch die Mehrheit der Deutschen findet die Politik von Frau Merkel gut ...

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Die Sehnsucht nach einer klaren Linie und einer starken Hand, colorcraze, bezog sich nicht auf uns, sondern auf die Bürger ganz allgemein, wobei ich davon ausgehe, daß das aufgrund des andauernden Gehampels so ist.

So langsam breitet sich Panik in der CDU aus. Heute berät Merkel nochmals zu den Ruhetagen und wer Laschet heute im Landtag erlebt, der kann die Angst vor der Reaktion der Bürger förmlich riechen.

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Die Entscheidung über die Nutzung der Atomenergie liegt beim Bund, gux. So konnte Merkel entscheiden. Das war aber keine Panikreaktion in meinen Augen, sondern, nach dem auch da stattgefundenen Gehampel, eine logische Konsequenz angesichts der Risiken und ungelösten Fragen der Endlagerung. Es war auch wohl eine Reaktion auf die durch Fukushima bestätigten Gründe der Ablehnung der Atomenergie durch viele Bürger.

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"keine Panikreaktion", querulant? Und auch kein vorgeschobener Grund? Na dann ist ja gut.

Ich kopiere mal was von 2015 hier aus diesem Theater:

"Am 11. März 2011 gab es, gewissermaßen Gott sei Dank, diese kleinere technische Störung in Fukushima. Sechs Monate eher, 2010 im Oktober, hatte der Bundestag auf Vorschlag der Regierung Merkel in der Serie bei-uns-ist-Kernkraft-sicher die ohnehin genehmigten Laufzeiten der deutschen AKWs um 8 bis 14 Jahre verlängert. Das hätte für manche Kraftwerke einer Blankogenehmigung bis fast 2040 entsprochen.

Imposante drei Tage nach Fukushima dem Tsunami*, am 14. März 2011, war alles Makulatur. Mit Vollbremsung in die Eisen, das eigene Gesetz durch die Frontscheibe entsorgt und darüber gewalzt. So geht Weitsicht auf Borderline."
*2021 ausgebessert

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hahaha, olle Brecht
Nach Auswertung der Coronazahlen
Ließ der Sekretär der CDU
In der Pressekonferenz Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?

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Liebe Frau Langenberg, wir kennen uns nicht, wie soll ich Sie da ablehnen? Sie wissen doch, daß ich es tunlichst vermeide, persönlich zu werden, sondern nur auf Meinungen und Argumente reagiere.

Was die AfD betrifft, das wäre die letzte Partei, bei der ich ein Kreuz machen würde. Zu offensichtlich sind da die extremen Tendenzen und zu unglaubwürdig die vordergründigen Aussagen und Versprechen. Oder glauben Sie etwa, was Ihnen dort versprochen wird?

Es gab mal einen SPD-Kanzler, der unter anderem den Abbau von Subventionen versprach. Was dann folgte, war die Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis. Subventionen wurden selbstverständlich nicht abgebaut.

Die AfD verfolgt in meinen Augen genau diese Linie. Sollte die AfD tatsächlich jemals in Regierungsverantwortung kommen, wette ich jeden Betrag, daß viele Sympathisanten schwer enttäuscht sein werden.

Das gilt zwar gleichermaßen für alle Parteien, aber deren Glaubwürdigkeit tendiert ja längst gegen Null, das steht der AfD eben noch bevor. Was dann geschieht, die SPD mag als Beispiel dienen. Sollte es zu grün/schwarz im Bund kommen, erwartet die Grünen so gut wie sicher das Schicksal der SPD.

Sorry, aber mittlerweile bin ich bei Popcorn und Die Partei gelandet. Da weiß man, was man hat.

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Ich musste zweimal diesen PCR-Test durchmachen, um meine Mutter zu besuchen.
Grusel. Ich bin bisher um die Nasenbohrerei drumrumgekommen und gedenke sie auch weiterhin möglichst zu umgehen, denn Watte hat mE in den oberen Rachenhöhlen nichts verloren. Gaumen wär was anderes, der ist auf Einnahme von Feststoff ausgelegt.

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Für mich war es halt keine Panik, fritz_, Zu jener Zeit war die Wut der Aktivisten und deren Engagement (Castor etc.) andauernd in den Medien zu verfolgen. Die allgemeine Zustimmung zur Rücknahme des Ausstiegsszenarios der SPD war gleich Null. Da war es sicherlich auch kaltes politisches Kalkül, den Rücktritt vom Rücktritt zu verkünden. Danach war schließlich Ruhe, negative Folgen für kommende Wahlen waren nicht mehr zu erwarten.

Aber so wichtig ist es mir nicht, ob Panik oder nicht. Wichtig war und bleibt mir der Ausstieg. Und bevor jetzt wieder eine Diskussion zum Thema Atomenergie losbricht, die Probleme sind mir bewußt und die aktuellen "Lösungen" sind wie üblich ungenügend.

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Das ging ja mal schnell, Ruhetage gestrichen.

Es kann nicht mehr lange dauern, bis sich auch der Rest der aktuellen Verordnung in Luft auflöst.

Irgendwie auch eine klare Linie. :-)))

Dieser Politzirkus ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.

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Und wieder mal eindeutig keine Panikreaktion. :-)

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Warten wir mal ab. Sie haben ja noch 8 Tage, an denen erfahrene Umkipper bis zu 10 mal das Gegenteil vom Vortag als heißesten Scheiß zum Auslöffeln servieren können.

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Daß sich aktuell Panik in der CDU breit macht, hatte ich ja geschrieben, fritz_.

Fragt sich nur, wie man (Regierung/Merkel) nun überhaupt noch irgendwelche Maßnahmen durchsetzen will.

Lachnummer.

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colorcraze - noch keinen einzigen Test? Wie haben Sie das gemacht? Ich hatte bisher rund 8 für diverse Studien, und seit Anfang März 2-Mal pro Woche für den Nachwuchs. Die meisten Firmen verlangen das inzwischen auch von Mitarbeitern und bekommen die Tests umsonst (ich müßte mich also auch ohne Nachwuchs testen lassen, damit ich meinen Studenten meine Weisheiten erklären darf).

Ich finde den Rachen viel schlimmer - die Nase geht da eigentlich noch.

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Mal eine Prognose wagen?

Der Lockdown wird vorzeitig beendet bzw. derart aufgeweicht, daß Shoppen und Reisen, Urlaub etc. wieder möglich gemacht werden. Tübingen und allerlei Modellprojekte weisen die Richtung.

Der nächste Lockdown wird dann umso heftiger. Denn, das Impfen und Testen geht viel zu langsam und die Bürokratie ist unfähig, die Resultate zu verarbeiten. Luka hin oder her.

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