Kurzurlaub

Tegernsee, das hiess: Totallockdown, 15km Reisebeschränkung, von aussen durfte keiner rein, weil 2 Altersheime Ausbrüche hatten, und die Zahlen nach oben trieben.



Die kleine dumme Stadt an der Donau hat in der Altstadt ein drakonisches Maskensystem mit dem Umstand, dass ich zwar theoretisch immer Maske tragen muss, aber weil FFP2 auf Dauer unmöglich ist, muss ich zwischenzeitlich immer wieder wechseln. Das nervt erheblich und trägt dazu bei, dass ich keine Lust auf gar nichts habe.



Oh, und die Schulen sind natürlich wirklich total zu. In Würzburg trägt draussen niemand eine Maske, und man hört, dass weiter nördlich, jenseits der Landesgrenzen, sehr vieles an Kindergärten durchaus geöffnet ist. Irgendwie haben die es in Frankfurt wohl nicht so mit den Regeln. Und in Würzburg kann man einfach so in den Schlosspark, auch wenn das Schloss selbst verrammelt ist.



Immerhin: Kultur! Endlich ein wenig Kultur, nachdem daheim alles geschlossen ist und ausfällt. Leider ist der alte Chef des Konzertvereins gestorben, wenngleich nicht an der Seuche - es muss trotzdem seltsam sein, für einen Verein gelebt zu haben und zu gehen, ohne zu wissen, wie das weiter laufen kann. Mein Bauch sagt mir angesichts des Impfdebakels: Nicht vor 2022. Wer jetzt ein buch geschrieben hat, macht keine Lesereise mehr.



Und so wird es eine Weile noch bei "von Aussen" bleiben. Eventuell gibt es ja Konzerte im Sommer in der Orangerie von Ansbach, wo man auch draussen sein kann, oder im Kurpark von Bad Wiessee. Und wenn es nur Blasmusik wäre, aus Böhmen kommt die Musik, wäre es auch schon etwas. So viele historische Parks, dass man damit allein zwei Jahre herum brächte, haben wir nun mal auch nicht. Das nächste Mal dann, wenn ich hier bin, ist wieder Veitshöchheim dran.

Donnerstag, 28. Januar 2021, 23:00, von donalphons | |comment

 
In dieser Zeit ist es wirklich von enormem Vorteil, bekennende Stubenhockerin UND Misanthropin zu sein. Man muß nur ein wenig darauf achten, nicht allzu gänzlich zu verfetten.

Besserung der Lage allerfrühestens März '22, exakt. Sage ich seit dem letzen Sommer. Dieses Jahr werden die wohl nach den Osterferien den Laden partiell aufmachen, und dann werden die Leute wie die Bekloppten versuchen, im Frühling und Sommer alles nachzuholen, was sie 2020/21 "verpaßt" haben und sich aufführen wie die egomanischen Irren, danach hammwa ab Herbst dann dank der allgemeinen Blödigkeit des Menschengeschlechts wieder genau die gleiche Lage wie diesen Winter auch.

Kleine Hoffnung: Virenpandemien neigen historisch dazu, sich irgendwann nach der dritten Welle totzulaufen. Hoffen wir, daß es diesmal wieder so ist.

ps. FFP2 geht gar nicht, richtig, leider. Das erträgt man kurzzeitig bei Besorgungen, aber nicht für längere Zeiträume oder gar dauerhaft. Atemnot, ganz ohne Virus.

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Komischerweise
komme ich mit den FFP2-Masken besser zurecht als mit den Stoffmasken. Ich hoffe auf die Vernunft des Einzelnen, aber da hofft man oft umsonst. Insofern sind mir alle Einschränkungen Recht, wenn auch nur eine geringe Aussicht auf Besserung besteht.

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Beneidenswert, bei mir kommt zur beeinträchtigten Atmung auch noch eine äußerst unangenehme Hautreizung durch das kratzige Material.
Aus der Apotheken-Umschau:
"Atmen mit FFP2-Maske ist anstrengender
Es gibt noch andere Gründe, die gegen einen generellen Einsatz der Masken sprechen: Bei der Atmung gibt es auf Grund des Filters einen erhöhten Widerstand. Die zusätzliche Anstrengung der Atemmuskulatur ist dem Atmen durch einen Schnorchel vergleichbar und kann zu einem Gefühl von Luftnot führen. Deswegen sollte man sich genau überlegen, welche Aktivität man mit der Maske vor dem Gesicht bewältigen will und über welchen Zeitraum.
"Bei einem Ausdauertraining würde die Maske einen wahrscheinlich ausbremsen bevor man überhaupt einen Trainingseffekt hat", so Dellweg."
https://www.apotheken-umschau.de/FFP2-Masken

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"Insofern sind mir alle Einschränkungen Recht, wenn auch nur eine geringe Aussicht auf Besserung besteht."

Das ist in Deutschland fraglos Mehrheitskonsens. Ich bin da ein bisschen altmodischer - für mich sind Einschränkungen von Grundrechten hart begründungspflichtig und reine Hoffnungsnummern sind keine ausreichenden Begründungen. Die Pandemie legt auch nur einmal mehr offen, warum Freiheit gegen Mehrheiten durchgesetzt werden muss und von diesen Mehrheiten selbst niemals erhalten werden könnte. Menschheitskonstante.

Ohne den Zusammenhang zwischen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit - die ist für eine Mehrheit nämlich wirklich wichtig - hätten wir schon lange bestenfalls eine autoritäre Demokratie.

Gruss,
Thorstren Haupts

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Da sind wir einer Meinung, Herr Haupts, die Einschränkungen ohne valide Begründungen sind bedenklich.

Allerdings ist Ihre (ehemalige?) Partei da recht gehorsam vorne mit dabei. Selbst die FDPler trauen sich nicht, aus Angst, dann wieder von der Presse totgeschwiegen zu werden.

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Nun, jedenfalls haben wir in dem, was wir Demokratie nennen, jede Menge Leute, die autoritär handeln. Und das beschränkt sich nicht nur auf den Söder, denn im Grunde sind die, die uns weismachen wollen, sie Dinge seien so, wie sie sie gerne hätten, genauso autoritär, und dafür braucht man gar nicht bis zum Virus zu schauen, diese Sorte Leute zeigt sich eigentlich sei 2015 oder auch im Zusammenhang mit den Worten "Trump" oder "Klima" fast schon reflexartig. Das ist ein bisschen wie diese sehr emotionalen Aliens, die sich als Menschen tarnen aber bei einem emotionalen Aufbrausen, welches sie eben häufig erleben, "aus der Haut fahren" und sichtbar werden.

Die FDP ist da, da stimme ich Ihnen, @buerger, völlig zu, übrigens genauso dabei wie die CDU oder auch die SPD: nicht unterscheidbar, visionslos, und vor allem ist sie keine liberale Partei, war sie vielleicht auch nie. Und sie biedert sich an, so unappetitlich wie die SPD.

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Nur zur Klarstellung:

Ich war niemals Mitglied irgendeiner Partei. Der RCDS war (ist?) aus sehr guten Gründen nie Parteigliederung, sondern "nur" CDU nah.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Für mich war der RCDS der Uniableger der Union und ich bin davon ausgegangen, dass die Leute in dem Verein auch Mitglieder der CDUCSU sind, genauso wie Jusos bei der SPD und Julis bei der FDP sind (nicht alle, aber viele). Insofern danke für die Aufklärung, keine böse Absicht.

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Ich verstehe ja nicht, warum man die Museen geschlossen hat. Bis heute verstehe ich auch nicht, warum man draußen an der frischen Luft eine Mundnasenbedeckung tragen sollte z.B. in der Fußgängerzone oder auf dem Supermarktparkplatz (Ausnahme vielleicht bei Demonstrationen o.ä.). Ich halte das für absurd, niemand steckt sich unter diesen Umständen bei irgendwem an. Und warum sollten die Menschen nicht in Parks spazieren gehen dürfen oder beispielsweise Familien nicht zum Rodeln ins Gebirge fahren dürfen? Ich sehe Bilder von Polizisten, die in den Bergen die Maskenpflicht bei Rodlern Wanderern Langläufern durchsetzen - im Freien. Ein Wahnsinn. Und warum klagt niemand dagegen? Naja, irgendwann ist es damit hoffentlich vorbei.

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Maskenzwang an der frischen Luft ...
... ist rational nicht zu begründen.
Die Maske als "neuer Geßlerhut"?! .... wir sind alles sehr brave Untertanen.

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Maske aufm Parkplatz beim Supermarkt im Schneesturm. Ist schon ziemlich KrähSie.

Aber zunindest was Gutes hat der Wahnsinn: Die IkeaLieferanten sind überwiegend Goldstücke, sprich der Lockdown schafft Arbeitsplätze und hilft so gegen Frust im Kaffeehaus. Ob Pakete schleppen im Schneegestöber wohl das war, was die NGOs in Aleppo versprochen hatten?

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"In den Bergen" wird es nicht um die Maskenpflicht gehen.

Eher um Verstöße gegen den Lockdown (Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund), um die 15-km-Leine bei Insassen von Hotspots oder um die Abstandsregeln bei Zusammenrottungen von 3 Mamis mit Kind auf dem Schlitten. Uff.

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Sucksen z. b. hat ab Inzidenzwert 0815 eine Maskenpflicht auf der Straße. Die gilt aber NICHT außerhalb geschlossener Ortschaften, nicht beim Sport und nicht "bei der unterbrechungslosen Fortbewegung mit Fortbewegungsmitteln", vulgo Fahrradfahren.

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Sucksen. Made my day!

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Man kann bissle arbeiten,
fotografieren, lesen, - kommentieren...spazieren, schreiben - in die Schweiz reisen (man sollte dort aber Freunde/Verwandte haben).

Es war überaus schön im Schnee die letzten - Wochen eigentlich, hier am See! - Dann ist es noch nützlich, wenn man ein paar furchtlose Freunde hat, die zu Besuch kommen.

Wenn es im Frühling wieder besser geht, werde ich mir die Laune von den Dauerpessimistinnen (die Frauen Merkel und Jott usw. - Karl Lauterbach) nicht verderben lassen.

Dass es die Leute nicht wuschig macht, dass es mit der Impfung nicht vorwärts geht? - Seltsam, seltsam. Die Zahlen für Israel über die Impffolgen sollen sehr gut sein - schrieb Steve Sailer gestern und analysierte die auch.

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Herr Kief,

Wenn Sie mich bitte niemals, aber wirklich niemals in einen Zusammenhang mit der ewigen Kanzlerdarstellerin oder diesem roten Hilfsarzt für Arme bringen würden wäre ich Ihnen ganz außerordentlich verbunden, danke. Das grenzt an Ehrverletzung, beleidigt zudem meine Intelligenz und muß wirklich nicht sein.

Im Übrigen scheinen Sie mich gründlich mißverstehen zu wollen – ich bin manches, aber nicht pessimistisch. Ich versuche nur, die absurde Lage der Dinge realistisch zu sehen. Und ich fürchte, auch in dieser Hinsicht mißverstehen Sie mich immer wieder gründlich.

Ihnen noch einen zauberhaften Tag am See!

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Noja, die Intelligenz
Angela Merkel ist bestimmt überdurchschnittlich intelligent. Außerdem ist sie auch noch beherrscht. Das hat das evangelische Elternhaus gemacht. Und sie hat Witz - und ist nicht wehleidig, hehe, auch nicht eitel, ne; vermutlich durch den jahrelangen täglichen Umgang mit Behinderten; sowas bereichert - und prägt.

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Lieber Herr Kief, selbstverständlich ist Merkel sowohl wehleidig wie auch eitel. Nur beides auf eine Art und Weise, die der Durchschnittsbürger eher weniger erkennt :-). Funktioniert, wie man sieht.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Herr Kief, darf ich fragen, wo Frau Merkel Witz hat (jenseits dessen, was die meisten Menschen haben)? Sie scheint mir weder sehr charismatisch zu sein, noch eine mitreißende Rednerin.

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War dieser Kommentar von dieter kief nicht ironisch gemeint?

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genium - nein
nicht ironisch. - Es ist - Ironie, der Ironien - ähnlich wie bei Helmut Kohl. Auch der wurde gerne unterschätzt - für einen Politiker ist das ein strategischer Vorteil. Und ja: Ich meine, auch Kohl habe einigen Witz gehabt - und auch tatsächlich was von Friedrich Hölderlin verstanden - so ca. wie Angela Merkel wirklich was von Wagner kapiert hat - oder Don Alphonso von J. M. Molter (die Musik, sagt mein Kopf, die man hören solle, wenn man in eine Stadt voller Feinde einfahre - ich meine, DA habe das geschrieben, nachdem im 200er Benz-Coupé Frankfurt/M. - und damit dem Ort seines Rausschmisses bei der FAZ - entgegengerollt war. Es hat jedenfalls was - ich hab' mir diese Molter-CD besorgt: Concertos for Trumpets and Horns. Jean Francois Madeuf/ Musica Fiorita / Daniela Dolci.

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Ironie, der Ironien? So ganz verstehe ich nicht, was Sie damit meinen, Herr Kief.
Ironie der Ironie, würde m.E. bedeuten, dass Ihre Aussagen zutreffen würden, aber der einzigen Behauptung, der ich persönlich zustimmen könnte, wäre, dass sie beherrscht ist, denn dass sie überdurchschnittlich intelligent wäre, Witz hätte und nicht eitel wäre, halte ich für Fehleinschätzungen, - oder die Ironie, die ich dahinter vermutet habe. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja auch und überschätze meine Menschenkenntnis?!

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präobszöner Zeitvertreib
Rappe Ray nahm die 15km-Schwelle
im Galopp und durchritt den Vormittag
trotz Scheuklappen
ohne Mühe, Maulkorb und MassenmedienBelästigungen.

Evert Louis van Muyden hat's 1897 kommen sehen
https://www.bilder-upload.eu/bild-191281-1610632995.jpg.html

die vielen Fachausdrücke in der teils bizarren Gesprächsrunde
bei servus 29.1.21 (00: 20 Uhr) -gekürzte Sendung bei youtube-,
hätte er vermutlich auch sehr erheiternd aufgefaßt, oder auch nicht.
Immerhin ist ihm der kaum zu überbietende »... hohe Level der
Absurdität ....« von 2020/21 erspart geblieben.

(https://www.youtube.com/watch?v=UYvf6rHovKQ)

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Grüßen Sie mir Würzburg!
Würzburg, die Stadt, in der ich in den 90-er Jahren gelehrt und gearbeit habe. [Am Hubland, nicht in der Residenz).
Ja, so eine kleine Auszeit muß sein, ansonsten wird man ja verrückt in diesem hysterischen und völlig unorganisiertem Land. Man muß seine zufriedenen und glücklichen Momente selbst organisieren, leider haben das nicht wenige Leute niemals gelernt.
Ich jedenfalls werde mir heute einen Randersackerer Bocksbeutel genehmigen (nicht allein...). Aber vorher muß ich Schnee schaufeln gehen, hier schneit es seit heute Vormittag ununterbrochen....

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Aschaffenburg
Der dortige Park Schönbusch ist auch eine dringende Empfehlung. Der würde bei sonnigem Wetter m.E. sogar einen Ausflug aus dem Rhein-Main-Gebiet lohnen, den kann man dank guter Anbindung sogar mit der Bahn machen. Oder, wer die A3 entlang fahren muss, könnte hier eine schöne lange Pause machen.

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Sie schreiben wieder - das ist erfreulich! Ich war die letzten Monate anderweitig beschäftigt und dachte schon, der Sommer wäre das Ende gewesen!

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By the way, draußen ist wieder Demo; ich erkenne es am dauerhaften Hupkonzert, war Freitag auch schon so.
Kommt wahrscheinlich wieder nichts drüber in der Presse.

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Demo die Guten oder die Bösen?

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Keine Ahnung (im Zweifelsfall immer die Bösen, klar), ich war nicht draußen, ich habs nicht gesehen, nur das Gehupe gehört. Für eine Hochzeit, auch eine große, war es zuviel. Also muß es wohl eine Demo gewesen sein.
Vielleicht wieder die Busunternehmer, oder die Bauern, oder die Eventler - es gibt viele, die Grund haben, protestzuhupen.

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@fdd:
Der Verfall des Aluminiumpreises hat ein Datum: 1889 Erfindung der Schmelzfluss-Elektrolyse, um dem Bauxit das Metall zu entziehen. Die Schweizer mussten erst ein paar Wasserkraftwerke bauen, um die französischen Bauxit-Vorkommen verarbeiten zu können.
Jedenfalls stand ab 1918 Alu als industriell hergestellter Konstruktionswerkstoff zur Verfügung. Zunächst als Blechtafeln für Bus-Karosserien. Später dann nach Entwicklung des Strangpressens auch als Profile.
Die Firma Alusuisse leistete damals viel Entwicklungshilfe in Flugzeug- und Fahrzeugbau, um das Material unter die Leute zu bringen. Die bekannteste Gründung war bennes alu (Benalu) in Frankreich. Die Firma gibt es heute noch.

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Demo-spotting: Treckerkonvoi heute 14:00 - 14:30
Heute war vermehrtes Hupkonzert, neuerdings auch mit Cucaracha-Fanfare, zu früherer Zeit (die letzten Tage war es immer um 16:30 rum). Heute habe ich sie gesehen: es waren Konvois von Treckern, sonderbarerweise fast alle dieselbe (kleinere) Größe, die auf der Bismarckstraße vom Ernst-Reuter-Platz Richtung Olympiastadion fuhren. Sie hatten alle diverse Plakate vornedran; das kürzeste und treffendste fand ich "no farmers - no food".

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Hinsichtlich der Hl. Greta, FFF und ihrer Toolbox zum Dranhängen an Bauernproteste in Indien:
Hier in Berlin gab es nun vor 10 Tagen den 2. Bauernprotest innert eines Jahres. Da hängen sie sich nicht dran, bisher.

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Habe da was auf youtube gesehen, die HL G kommt in Indien nur so mittelgut an. Auf Rihanna und Harris Nichte steht man auch nicht.

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So wie ich das verstanden habe, wollen sie mit der Indien-Kampagne hier ankommen, nicht dort vor Ort.

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man hört, dass weiter nördlich, jenseits der Landesgrenzen, sehr vieles an Kindergärten durchaus geöffnet ist. Irgendwie haben die es in Frankfurt wohl nicht so mit den Regeln.

In Hessen gelten andere Regeln als in Bayern, auch für Kitas.

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In Bawü ist die Verordnung nur auf dem Papier. Es gibt eine sogenannte Notbetreuung die so ziemlich alle Kinder Betreut.

Super sache, da freut sich jeder. Vielleicht müssen wir ab nächste Woche ein lustiges Hütchen gegen Koroner aufsetzen.

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Da gibt es aber auch sehr viel 'virtue signalling' - letztendlich weiß doch auch niemand, was wirklich richtig ist.

"bei der weldlichen Wiesenschafd giebt es ahle Wochen was neies. Das wo gesting das riechtige wahr ist heunte sauduhm und sie erfienden iemer neie Schwiendel, damit das die Schtudentn neie Biecher kaufen miessen und disses heußt mahn den Fordschrid der Wiesenschaft und kost fiel Gäld.|

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Patfong
v.gd/8eL63y​

v.gd/c4ALic
Patfong: Guugell liest hier k als t

Pak fong:
v.gd/4KRaY5

Silver Corner
v.gd/vv3YdD

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Packfong, Neusilber, Alpaka, Argentan, Weißkupfer
v.gd/VpIiOG

DDR 1.0 Gedenkmünzen
v.gd/N07KCm

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3W_BKrHZmbk
v.gd/5uFyO2

v.gd/umvy9y

Danke, lieber buerger, für das Stichwort "sofa":

v.gd/SqajHn

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10 years after. 10 year before war ich noch nicht dabei, sondern mit Grossreinemachen in einem Kreditinstitut beschäftigt.

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🍰
https://www.youtube.com/watch?v=CRxXTwGJ-ik

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Das seriöse Gatestone Institut
über die Immigrationsdebatte in Dänemark; ein ausführlicher Report.

Die Dänen wollen insbesondere die islamische Immigrition eindämmen. Dass die aufnehmende Kultur sich behaupten muss, ist dort mittlerweile so ziemlich Konsens.

Die Predigten und Gebete der Imame müssen neuerding im Gottesdienst ins Dänisch übersetzt werden.

Die Schweizer verlangen, dass in der Landesprache gepredigt werde.

https://www.gatestoneinstitute.org/17025/denmark-asylum-seekers

Ener der Hauptgründe für den Dänischen Konsens, dass die Immigration erhebliche Probleme bereitet: Zunehmende offene Gewaltkriminalität. Die US-Botschatf in Kopenhagen hat eine Warnung herausgegeben wegen Schießereien in ihrer Nachbarschaft...

Das Sarrazin- und Sieferle Thema der Unvereinbarkeit von Sozialstaat und unregulierter oder superliberal geregelter Immigraiton ist in Dänemark ständig auf der öffentlichen Agenda. - Hier ist es ständig - skandalisiert - - wahlweise tabuisiert.

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@DKief, 10:39
Zu Predigten und Gebete in der Landessprache:
Schwierig.
Wenn man das auch für polnische, slowakische, chinesische etc. Gottesdienste einführen wollte aus Gründen der Religionsgleichheit, gäbe es einen Aufstand und zu Recht. Die Muttersprache zu pflegen gönne ich jedem gerne. Als Kind gewinnt man in der Muttersprache eine bestimmte Übersetzung oder Formulierungen lieb, die sich selbst in einer im Erwachsenenalter gut angeeigneten Fremdsprache sperrig anhören. Das Verständnis der einzelnen Wörtern ist nicht alles.
.
Kann mir nicht vorstellen, dass Terrorismusbekämpfung oder die Bekämpfung von Gewaltkriminalität daran scheitern würde, dass in Kirchen die paar noch Verbliebene in ihren Muttersprachen murmeln.

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buerger - Schweizer Muslime
sind stolz auf ihre Gesetzestreue. - Es funktioniert. Und wo es nicht funktioniert, wie in Winterthur, wo eine islamistische Gemeinde Widertand zeigte, wird die Moschee geschlossen****. Punktum.

***** wie sich bei der gerichtlichen Abklärung erwies: Ganz zu recht...es waren in der Tat terroristische Dunkelmänner am Werk.

Oooch - die Muslime in der Schweiz haben auch das Minarett-Verbot wie ich finde vollkommen schadenfrei überstanden.
Meiner Ansicht nach richtete sich das Minarettverbot in erster Linie an die Aufnehmende Gesellschaft, weil es sie daran erinnerte, dass hier keine leichte Inetgrationsaufgabe zu leisten ist, sodnern ein schwere - und eine riskante! - Es war ein wake-up call.

PS

Ein harter Indikator für die Integration ist der Anteil derer, die die Hauptschule ohne belastbaren oder ganz ohne Absschluss verlassen. Der Anteil dieser Leute ist in den meisten deutschen Großstädten um hunderte (in manchen um tausend) Prozent höher als in der Schweiz. - Stand übrigens tendenziell schon bei Thilo Sarrazin in seinem Deutschland-Buch. Ich will mal so sagen: Die Schweizer - und nun die Dänen: Beherzigen diese Lektion, andere verteufeln sie lieber. Die Ergebnisse unterscheiden sich entsprechend.

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Integration in der Schweiz ist nicht ganz einfach. Der Sohn einer Cousine scheiterte in der Oberstufe wegen schlechtem Französisch. Vorher Schule in Bremen, kann der Bub nichts dafür. Aber der vertickt jetzt dennoch keine Drogen sondern Kosmetika ;-).

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Birthday Party
Alles Gute zum Geburtstag.

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Von mir auch -
alles Gute - unn imma ä Reservekett' und ä paar Reife im Kella, fir Ersatz - im Fall des Falles. Die Rädle solle rolle!

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Da schliesse ich mich an
Wikipedia verräts einem, herzlichen Glückwunsch!
Alles Gute, und auf hoffentlich bessere Zeiten, so richtig erquicklich ist das nicht mehr, was man hier (oder in der "Welt" 'nicht' ) lesen kann.
Guten Appetit mit Geburtstagtorte und Pralinen!

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Den Geburtstagsgrüßen und besten Wünschen für´s beginnende und die zahlreich folgenden Lebensjahre schließe ich mich gerne an. Von einem untypischen (zu bodenständigen) Wassermann zum anderen.

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herzlichste glueckwuensche und beste wuensche fuer ein gutes, besseres jahr !

wer isst eigentlich diese ganzen wunderbaren pralinen ?

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na er im übermass wer sonst?
etwa ein zitterwolf?
und dann issa am stöhnen das er nich über den berch kommt und lässt sich bemitleiden das weichei

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Sind Sie immer so sympathisch und freundlich? Ihre Eltern scheinen in den Basics der Erziehung einiges vergessen zu haben.

Darf ich helfen:
-Wenn man irgendwo zu Besuch ist, benimmt man sich höflich und zuvorkommend und beleidigt keine Menschen, schon gar nicht den Gastgeber.
- Wenn man wen nicht mag, bleibt man zu Haus. Oder benimmt sich.
- Seine eigene schlechte Laune lässt man nicht an anderen aus.
-Bei Meinungdifferenzen in der Sache diskutiert man diese sachlich und ohne dabei auf die persönliche Ebene abzudriften.
-Unterschiedliche Sichtweisen sind zulässig und können ohne Pöbeleien ausgetauscht werden.
-Es soll sogar möglich sein, unterschiedliche Standpunkte beizubehalten, ohne sich deswegen anzufeinden.

Liste lässt sich verlängern.

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@ blauermond
Na, wieder voll?

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Anmaßende Linke,
pudelfriseur, sind kein deutsches Problem, leider, sondern ein Problem des Westens überhaupt.
(Falls es Sie interessiert, kucken sie mal, was Toby Young (Free Speech Union, GB und Quillette online) oder Eric Weinstein (IDW - intellectual dark web), oder Joe Rogan (Joe Rogan's Experience) oder Dave Rubin (The Rubin Report) oder Jordan B. Peterson und Jonathan Haidt (Heterodox Academy) zu dieser Zensurtendenz im Namen des "Antifaschismus" und des "Antirassismus" und des "Antisemitismus" so sagen.

Hierzulande nicht zu unterschätzen: Thilo Sarrazin: "Der neue Tugendterror" - gerade als Taschenbuch wieder neu aufgelegt - sehr empfehlenswert!

Die verspulte Toni Baum in der ZEIT ist da ein in jeder Hinsicht ziemlich kleines Lichtlein, übrigens, passt aber voll ins trübe - internationale - Bild.

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Es ist m. E. nach wie vor ein großes Mißverständnis, die "schwarzen Hunde" und ihre "intellektuellen" Vor-Kläffer als "Linke" zu bezeichnen: Echte Linke stehen an der Seite des Volkes, nicht auf der der Diktatoren.

Es gibt noch ein paar Echte, viele davon in resigniertem, inneren Exil angesichts der Verwüstungen durch das neue Pseudo-"Links".
Was die Pseudos, zur Freude und im Auftrag der Globalisten, treiben, bringt auch inzwischen langjährige Ex-Linke (wie z. B. mich) immer noch zum Fremdschämen.

Sollte es in einigen Jahrzehnten noch eine realitäts-bezogene Geschichtsschreibung (evtl. in Samisdat-Form) geben, wird die aktuelle Epoche als eine dunkle und verhängnisvolle darin eingegangen sein.

Es ist traurig, zu einer Generation zu gehören, die es nicht schafft, die Errungenschaften der Vorfahren an die Nachfahren weiter zu reichen sondern, im Gegenteil, ohnmächtig zusehen muß, wie sie planmäßig zerstört werden.

Mit 12 hatte ich mir vorgenommen, niemals zuzulassen, daß in diesem Land nochmal eine Diktatur entsteht und mit der Borniertheit der Jugend alle verurteilt, die das Entstehen des NS und der DDR nicht verhindert haben.

Heute verstehe ich die ohnmächtige Erschöpfung, den deprimierten Rückzug in´s private Biedermeier viel besser.

Was bleibt, abgesehen von Waldspaziergängen, ist echte Haltung beizubehalten, in jeder Lebens- und Alltagssituation. Voraussetzung dafür sind ein innerer Kompass und ein intaktes Rückgrat, beides Dinge, die sich erst in starkem Gegenwind entwickeln und beweisen.

Das unterscheidet sie von Pseudo-Haltungen, die mangels Rückgrat nur kurzfristig und mithilfe von Rückenwind "aufrecht" erhalten werden können.

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Ich denke auch, diese Eindimensionalität von "rechts-links" ist überholt. Vielleicht war sie immer schon ein viel zu einfaches Modell von Welt. Möglicherweise ist es ja gar kein Gegensatz, konservativ UND "links" zu sein, sondern die Begriffe sind zu eng, zu prädeterminiert. Vielleicht wäre ein 3D Koordinatensystem sinnvoller.

Überhaupt, seit so viele Leute danach trachten, die Definitionsmacht über "rechts" zu haben, und sich dabei schlichter Geist und schlichteres Weltbild tragisch verbinden, ist es wirklich schwierig geworden: als Rechtshänder, Rechtsanwalt, Rechtsabbieger oder Rechtsaußen im Fußball läuft man ja nur noch unsicher durch die Gegend, fast wie ein Zigeunerschnitzel.

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Deshalb finde ich die Bezeichnungen "Pragmatiker" und "Utopisten" viel passender, greenbowlerhat.

Im Übrigen gehört m. E. viel von dem, was (natürlich nicht nur hier) an gesellschaftlicher Polarisierung passiert, in den Bereich "divide et impera". Wird also, wie damals von Caesar, gezielt vorangetrieben um Gesellschaften in immer kleinere Einheiten aufzusprengen, die sich nicht mehr solidarisieren können und dadurch leichter zu dirigieren und zu beherrschen sind. - De bello Gallico wäre für den einen oder anderen sicher eine lehrreichere Lektüre gewesen als der gesammelte Marx.

Es geht in Wirklichkeit, wie in den meisten Epochen der Menschheitsgeschichte, um Oben gegen Unten.
Viele Bürgerliche leben leider immer noch im Irrglauben, zum "Oben" zu gehören weil sie etwas produzieren, besitzen, gebildet und/oder Millionäre sind.

Für die wirklich Mächtigen gehören sie aber genauso zum "Unten" wie jeder Obdachlose oder Kontrakt-Sklave: Für das echte "Oben" sind sie genauso Verfügungs- und Experimentiermaterial wie alle anderen "Untens".

Man erkennt sie an ihren immer offener (meist durch "Mundstücke" wie z. B. ranghohe Politiker u. a.) geäußerten Plänen, die Welt - und die Menschen! - nach ihren Wünschen umzukrempeln.
Die "Unteren" werden ganz offen darüber unterrichtet weil sich die wirklich Mächtigen sehr sicher sind, daß niemand von ihnen die Umsetzung ihrer Pläne (z. B. Transhumanismus) noch aufhalten kann.

Statt, wie einprogrammiert, "Verschwörungstheorie" zu rufen um die eigenen Zweifel einzuhegen, sollte der eine oder andere lieber aufmerksam Verlautbarungen von UN, WHO, EU und anderen Globalisten-Institutionen lesen: Da steht ja alles drin, was angeblich nur "VT" ist.

Der Fehler der Utopisten ist ihr naiver Idealismus: Sie möchten in der globalistischen Verheißung eines vermeintlichen, irdischen Paradieses ihre eigenen Utopien erkennen. Und werden, wie immer, auf diese Weise zu den ersten Opfern gehören sobald diese "Verheißung" schreckliche Realität wird.

Das ist, neben Opportunismus, m. E. der Hauptgrund für die Positionierung vieler Pseudo-Linker auf der Seite der Mächtigen.

Wer aber die Welt als Schachbrett betrachtet und die Menschen als austausch- und formbare Spielfiguren, wie es die Globalisten tun, ist kein Menschenfreund sondern das genaue Gegenteil.
Ich hoffe, daß das noch einige "Linke" merken bevor es (nicht nur für sie) zu spät ist.

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Die aktuelle Aufmerksamkeit nutzen
Ich möchte die aktuelle Aufmerksamkeitswelle nutzen und den Blick der neu hinzugekommenen Leser auf das Jahr 2013 in diesem Blog lenken.
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2013 war m.E. vom Anfang bis zum Ende aus literarischer Sicht hervorragend für den Hausherren, ein wunderschöner Beitrag nach dem anderen. Der Köckster, Hic sunt Dracones, Blumensprachen, Mohrenalarm, Zurück an der Villa Minerva, Was ist passiert?, Transalpin, … Eine beeindruckend lückenlose Reihe von Erzählungen über das ganze Jahr hinweg, Tag für Tag.
Als ob das ganze Jahr aus nichts anderem als Literatur, Reisen, sportlichen Herausforderungen, Kultur, Natur und Beobachtungen aus der Gegenwart bestanden hätte.

Was ich daraus lernte ist, dass der Hausherr mit Nerven wie aus Stahl ausgestattet ist.
Mögen böswillige Nichtskönner und talentlose Neider bald zu der selben Schlussfolgerung gelangen.

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Amen! - Und danke für den Tip, britishislands: Wenn das Wetter noch länger draußenarbeits-feindlich bleibt kann man gar nicht genug Aufbau-Lektüre haben.

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Fluch d. Feministinnen
Der Anthropologe Henry Harpending beliebte darüber zu sinnieren, dass viele zeitgenössische "Erwachte", die über systemischen Rassismus nachdenken, sehr ähnlich zu ticken scheinen wie afrikanische Stammesdenkerinnen, die über Hexen reden, die Dich verzaubern.

Apropos - weil Du afrikanischen Hexen irgendwie ausgewichen bist, die Dich hätten verzaubern können: Lass mich Dir sagen, Du willst_nicht_, dass diese Hexen Dich verzaubern. Und denke daran, dass Feministinnen die Nachkommen dieser Hexen sind. Und sie beobachten dich mit dem Magischen Auge.


Der Anthropologe Henry Harpending thought that a lot of contemporary Woke thinking about Systemic Racism seems an awful lot like African tribal thinking about witches putting spells on you.
 Only because you somehow evaded African witches putting a spell on you. Let me tell you, you do not want them witches putting a spell on you. And keep in mind that Feminists are the progeny of them witches. And they watch you with the Great Eye.

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Ja, die magischen Augen der Hexen sehen alles, sind
aber m.E. eher nicht unter Feministinnen zu finden. :)

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bzgl. "Kennt hier jemand ein Hausmittel gegen Sonnenbrand"
Auch nicht so wirklich.
Was geholfen hat, war immer wieder Aftersun-Lotion auftragen. Wenns passiert war und nicht so arg schlimm.
Wenn schlimm auch kühlen mit Eisspray (Schnee wäre noch besser) im Schatten.

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Backpulverbatz oder nasse Salatpletschn. Näheres bei Gscheid praktisch.

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Hausmittel gegen Sonnenbrand sind z.B. Magerquark oder Joghurt aus dem Kühlschrank, auf ein mit kaltem Wasser getränktes Baumwoll- oder Leintuch auftragen und für ca. ½ Stunde auf die Haut legen. Das wirkt entzündungshemmend und kühlend.

https://www.swissmom.ch/familie/gesund-leben-gesund-bleiben/expertentipps-zum-thema-gesundheit/sonnenbrand-was-hilft/

Aloe Vera wirkt hervorragend gegen Sonnenbrand und andere Verbrennungen. Entweder frisch aus dem Blatt gewonnen oder als käuflich erhältliches Gel.

https://www.vitalabo.de/info/magazin/aloe-vera-der-pflanzendoktor-gegen-sonnenbrand

Von Eisspray oder Schnee würde ich abraten.

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Frage
Hat jemand aus dem Kommentariat den Artikel im transatlantischen Generalanzeiger (Zeit online) gelesen? Der war von einer Frau Antonia Hassenichgesehn mit dem Thema, dass der D.A. Texte verfasst, auf Grund deren irgendwelche politisch rechts gewickelte Personen sich veranlasst sehen, die von D.A. vorgestellten Personen persönlich anzugreifen.
Das Argumentationsmuster ist bekannt: Habe ich kein Gegenargument, muss der Verfasser des Arguments für die Folgeprozesse irgendwelcher dritter Personen bezüglich des Arguments zur Verantwortung gezogen werden.
Das ist vergleichbar so: wenn ich eine Lkw-Bremse einstelle und der Kutscher fährt nach 500 Metern jemand tot, bin ich´s in Schuld. Ich hätte ja wissen müssen, dass viele Lkw-Fahrer nicht richtig fahren können (das weiß ich natürlich, nur liegt es nicht an meiner Bremse).
Dann habe ich mir über´s Eck die Diskussion auf "twitter" angesehen in Sachen Antonia. Mein lieber Herr Gesangsverein. Alles, was mir von sachkundigen Personen in Erinnerung ist, Peter Scholl-Latour: Verblödung, Robert Pfaller: Infantilisierung, Carlo Strenger: Zivilisierte Verachtung, Rainer Mausfeld: Tiefenindoktrination - das alles trifft zu. Es gibt Menschen, die so wenig Selbstreflektion besitzen, dass sie nicht merken, dass ihre Anwürfe gegen andere Personen kein Fundament haben. Weil sie selber keins haben.
Und ZON veröffentlicht so einen Argumentationsbrei. O.k.: die haben das Pamphlet nach Stunden von der Leitseite genommen.

Furchtbar.

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Wenn die Zeit wie das ND aussieht, da ist 2021 Journalismus für Erwachsene angekommen. Zu sehr überrascht wird Sie das nicht haben, Sie als studierter Marxianer und Medienprofi für Bremsversagen und Tieflader.

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Bei den Empfehlungen für akute Sonnenbrand-Behandlung schließe ich mich der für Aloe Vera (möglichst pur und frisch) an.
Bei Verbrennungen im Allgemeinen helfen auch Cantharis D6 Globuli sehr gut.
In der fortgeschrittenen Wundheilungs-Phase (nicht in der akuten) verwende ich zusätzlich Penaten-Creme.

Hab das Pamphlet auch gelesen, folkher braun, und schließe mich Ihrer Einschätzung an.
Ist im Übrigen auch ein typischer Fall von Lichtmesz-Sommerfeld-Gesetz, also Projektion, und veranschaulicht deutlich die Wirkung des ersten Teils vom Globalistenprojekt "Debilisierung, Denationalisierung, Deindustrialisierung, Dehumanisierung".

Zum Glück gibt es aber auch kluge junge Leute.

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@folkher braun
Die Baum war seinerzeit beim 10 vor 8 Blog der Faz.

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Echt? Die war dabei? Das Blog vermisse ich herzlich - es eignete sich einfach wunderbar für Polemiken, heftige Giftspritzen und gepflegte Arroganz, kurz: sinnfreien Aggressionsabbau. Ein grosser Teil der Texte dort war einfach strunzdumm und daher gute Steilvorlagen.

Ein Schmankerl aus dem Werbungstext der Baum für den Don war die heftig von der Rechtsabteilung beeinflusste Verschwörungstheorie: Der mutmassliche X hat die mutmasslichen Y mutmasslich dazu angestiftet, mutmasslich Drohungen gegen Z auszusprechen. Ich habe vor Lachen auf dem Boden gelegen - das wäre mir noch als Schüler zu peinlich gewesen.

Solche Texte dienen - ausschliesslich - derselben Funktion wie die Pinkelpunkte auf Hundeauslaufstrecken. Markieren des eigenen Reviers für andere.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Thorha, 22:56
Haha, "von der Rechtsabteilung beeinflusste Verschwörungstheorie",
ja klar, der Text wurde einem RA vor der Veröffentlichung vorgelegt. Mutmaßlich dem gleichen, mit dem der 'Volksverpetzer' zusammenarbeitet.

Herr Brauns "Mein lieber Herr Gesangsverein" hatte mehr Wert für mich, als das gesamte Pamphlet. Habe noch nie gehört, zum Schmunzeln.

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Antonia Baum, Die ZEIT
früher in der Schirrmacher-FAZ, hat in der Zwischenzeit gelernt: Wer "Kulturmarxist" sagt, rechnet unter die Antisemiten. Und sie versteht es hinlänglich, mit dem Wort Kontaktschuld umzugehen. Und mit den Wörtern "Alt-Right" und "Privilegien der Cis-Männer" und noch zwei: Rechtsradikal und rechtspopolistisch.

Schließlich ihr Fazit: Der Rainer Meyer muss weg aus "Die Welt", Ulf Poschardt, das können Sie nicht länger verantworten. Denn der Rainer Meyer alias Don Alphonso gehört nicht mehr dazu - nicht zuletzt wegen - da schließt sich ein Kreis - haha, wegen seiner verlausten Gefolgschaft im Netz, nedwahr.

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Mir kommt das so ein wenig vor wie Schulhofgetratsche. „Du, M, haste gehört, die L und der B“.“Echt, so ein A., mir tut die C total leid, die Arme...“ und blablabla. Nur dass auf dem Schulhof pubertierende 14 jährige tratschen und auch keiner dafür Geld bezahlen soll.

Mir unverständlich, wie man um sich selbst drehende Hysterie für ein Geschäftsmodell halten kann.

Ich bezahle für Informationen, nackt und auf den Punkt gebracht. Auch für gut dargelegte Meinungen, die nicht mit meiner übereinstimmen müssen, aber stringent argumentiert sein sollten. Alles andere mag bezahlen, wer möchte, nicht ich.

Die GEZ ist mE eher eine Propagandasendersteuer, aber die paar Kröten finde ich die Aufregung nicht wert, solange ich die nur zahlen muss, ähnlich wie die Reichsmarinesteuer und Helmutkohlgedenkabgabe und Windkraftsubventionsabgabe und sonstigen Blödsinn. Hauptsache ich muss mir die „Frau Dr. Merkel, warum sind Sie so erfolgreich“ Interviews und „Herr Dr. Laberbach, was empfehlen Sie gegen Depressionen“ Talkshows nicht ansehen.

So, geht jetzt ab an die Küste, da weht frischer Wind.

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Der Schuss von der Baum ging ziemlich nach hinten los. Sicher, in ihrer woken Irgendwasmitgenderblase hat sie vielleicht gepunktet, aber außerhalb davon wurde der Don und vor allem seine Reaktion drauf gefeiert.
Warum sowas in einer ehemals guten Zeitung gedruckt wird ist mir allerdings nicht klar. Wollen die keine Leser? Für linken Schwatz gibt es seit Jahrzehnten die Taz. Dünne Wassersuppe braucht niemand.

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"Mir unverständlich, wie man um sich selbst drehende Hysterie für ein Geschäftsmodell halten kann."

Tja, buerger, Privatblogger D. nannte es mal (sinngemäß) „das Schnattern, um die Herde emotional zu synchronisieren“. Ein greifbarer Inhalt ist für diese Kommunikationstechnik nicht nötig.

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M. E. ganz interessant (Link entschärft):
https://ww w.rubikon.news/artikel/das-erwachen-der-lammer

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Der Privatblogger D verlinkt gerade zur Miss World und zu Kandidatinnen zur Miss Germany Wahl. Ich vermisse bei den Kandidat*Innen die Diversität, keine einzige Transfrau dabei und kein(e) „Montags fühle ich mich als Frau Mann“.
Ansonsten zeigt die eine Seite wunderbar in Bildern, was hier schiefläuft.

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Noch was Interessantes (Link entschärft):
https://ww w.achgut.com/artikel/panik_wie_bestellt_ein_neuer_blick_auf_die_affaere_stephan_kohn

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@langenberg: Ja diese fragen stehen nach wie vor im Raum, je länger, desto heftiger.

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Schnee!!!
Endlich ist mal wieder richtig Winter!
Seit gestern Nacht (der Winterdienst kam kratzen) haben wir endlich 10 cm Schnee. Heute sind die Geräusche überall gedämpft, die Autos fahren langsam, der Schnee auf den Fahrbahnen ist plattgefahren und schon ein bißchen schmutziggelb, weil in Berlin seit Jahrzehnten die "grüne" Philosophie "tritt sich fest" herrscht, aber gut, 10 cm sind jetzt auch noch nicht wirklich viel.
Irgendwie habe ich dadurch gute Laune, mir gefällt es, daß endlich mal ein unterscheidbares Wetter zu sonst herrscht. Heute morgen zeigte das Thermometer -10°, und so kramte ich meinen richtig dicken 80er-Jahre-Handstrickpullover raus. Und habe garnicht gefroren, höhö. Das Ding ist immer noch top.

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...die Stimmung in der Stadt
schön beschrieben, colorcraze,
Gratulation zum 80iger-Pulli,
da habe ich auch noch ein paar Kleidungsstücke,
die ich einfach nicht entsorgen möchte.

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Herrlichstes Winterwetter mit moderaten Temperaturen und ebenso moderaten Schneehöhen, und die Nation versinkt in infantiler Hysterie und infrastruktureller Unfähigkeit. Will man den Medien glauben stehen wir schon wieder am Rande der Apokalypse, diesmal wegen banalstem Winterwetter, im Winter, man denke nur!

Solange die Temperaturen in Berlin und Brandenburg nicht zwei Wochen lang auf Werte um -30°C wie im Februar 1929 fallen ist doch alles ganz zauberhaft. Und solange die Heizung bullert und das Netz nicht ausfällt mach ich mir sowieso keenen Kopp wegen irgendwat. Taschenofen angeworfen, dick eingemummelt und raus an den See zum Spaziergang, dabei zusehen, sich nicht die Hacken zu brechen im Schnee und alles ist gut.

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Dieser Klimawandel ist auch nicht mehr das was er mal war.

Wird die Reemtsmanichte dieses Jahr für den BT Kandidieren? Weiß man da schon was?

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@mediensegler: Ja der Pullover ist ein Unikat, und aus sehr guter Wolle. Den werde ich weiterhin in Ehren halten, das war damals eine sehr gute Investition - immer wenn das Thermometer deutlich unter den Gefrierpunkt kommt (also in den letzten Jahren nicht, da blieb er stets im Schrank), hat er seinen Auftritt. - Was haben Sie noch für 80er-Stücke?

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Nicht nur die Klimakatastrophe schwächelt. Die Welt stellt heute überrascht fest, dass teureres Schweinefleisch bei Lidl nicht läuft und das die Fleischersatzchemie mit Palmöl und Soja auch leise wieder aus den Regalen verschwindet. In der „Wir“ Form zeigt man sich enttäuscht über den Normalverbraucher.

Als Nächstes stellt man noch fest, dass kaum jemand eAutos kauft...

Meine Tochter hat als Masterarbeit das Virtuell Signalling untersucht und kam zum Ergebnis „beim Geld hört die Tugendfreude auf“...Fand ich wenig überraschend.

Ps. Das Ergebnis war eindeutig, obwohl die Befragten m.E. wenig repräsentativ waren und deswegen eigentlich einen bias pro Tugendhaftigkeit hatten. Masterarbeiten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

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Batteriefabriken in Deutschland? Bei den Umweltauflagen?

Wenig plausibel. Tesla wird in Brandenburg seine Karren endmontieren um irgendwelche Einfuhrzölle und Beschränkungen zu umgehen. Die dreckige Chemie wird dort gemacht wo die Klimajugend nicht hinfliegt.

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Polen plant ein Atomkraftwerk
Wie mir irgendwo unterkam, an der Grenze. So à la Fessenheim, nah am Verbraucher. Damit mein Chef weiterhin in seinem Tesla durch die Stadt schaukeln kann.

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Natürlich. Das ist die Folge der sogenannten Energiewende. Deutschland hat seinen grünen Zappelstrom und die Anderen müssen dafür sorgen daß das Verbundnetz nicht auseinanderfliegt. Die Schweden haben grad auch so ihre Probleme mit dem Strom. Da fehlen auch die Grundlastkraftwerke.

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Wtf Ostmitteleuropa?
Es ist Osteuropa: Polen, Brandenburg, Rumänien, Serbien

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Kommt auf die Festlegung an, was man Mitteleuropa, Osteuropa usw. heißt. Meint man die gewohnten Begriffe? Meistens ja. Oder nimmt man ein Lineal Ost-West, Nord-Süd. Oder Lineal Nordwest-Südost, Südwest-Nordost? Oder nimmt man den Masseschwerpunkt aus einer flachen Abbildung des Gebiets, das aus dem Wasser ragt?

Grob gesagt wäre Polen immer ziemlich in der Mitte vons Ganze. Fun fact: der Längengrad für die genauso willkürlich benannte Mitteleuropäische Zeit geht durch Polen und Ost(!)deutschland. Brandenburg ist zu 100 % westlich von dieser Mitte.

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@dai young: diese Verwendungsform von "Osteuropa", die Sie gerade anbringen, stammt aus den Zeiten des Warschauer Pakts. Heutzutage sind Osteuropa Ukraine und Weißrußland. Der Balkan ist so eine spezielle Mischung, daß man sie am besten nur "Balkan" nennt.
Das Zentrum von Mitteleuropa ist eigentlich Prag, und das Land, das am meisten wert darauf legt, Mitteleuropa zu verkörpern, ist Österreich.

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eisekalte Kurzstrecke
Es ist Sonntag und ich mache mit dem Auto eine kleine Runde.
Ich will ja nur zum Biohof, Eier holen.
(Hühner legen aber keine, wenn’s zu kalt ist)

Die Sonne scheint, es ist frostig kalt.

Nach drei Kilometer und 200 Meter vor einer Tankstelle,
leuchtet, begleitet von einem dezenten Signalton, eine gelbe
ÖlstandWarnleuchte auf.
Ich fahre die Tankstelle an, öffne die Motorhaube
um den Ölstand zu kontrollieren: es entblößte sich
ein übles Bild:
der Motorraum war über und über mit Öl beduscht,
das durch das Meßstabrohr gedrückt worden war.

Der herbeigerufene Abschleppdienst: ist wohl die
Unterdruckdose, eingefroren oder so.

Die Werkstatt am Montag: wirtschaftlicher Totalschaden,
ne bestimmte Polo-Baureihe hatte das auch gerne mal.
Meine Antwort: das hätte einem Mercer nicht passieren dürfen,
immerhin war er so freundlich sich an einer Tankstelle
zuverabschieden, statt weit draußen, wo nix ist.

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kaufen Sie sich die Regierungsempfehlung Elektro,
kommt im Winter besonders gut.

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... oder einen gebrauchten /8er ohne unnützen Elektro(nik)-Sch...ß. Ein Lada müßte das auch wuppen.

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Der neue Elektro des Nachbarn steht nur rum, bei Kälte sowieso. Passt als Drittwagen nicht ins Carport und man müsste Kratzen...

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Hatte mal was Ähnliches an einem Oppel, der in einer Schneewehe geparkt war, Diagnose Motor kann nicht atmen und irgendein Atemloch zugefroren. War nach Auftauen in der Werkstatt wieder gut.

Ist es nicht eher ein gutes Zeichen, wenn der Motor ersatzweise durch das Loch vom Messstab atmet, bevor ein Überdruck was kaputtmacht? Mal abgesehen von den Ölspritzern, das kriegt ne Motorwäsche wieder hin.

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Nix da Unterdruckdose. Die Kurbelgehäuse-Entlüftung war zu. Dann gehen die Gase durch das Ölstabrohr nach draußen. Das ist eine alte Krankheit bei 1,4 und 1,6 l Benzinmotoren von der Firma mit dem KdF-Hintergrund.

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@mediensegler, über die fabelhafte Expertenempfehlung
Elektro-KFZ-WinterThrill:
da lachen ja die Hühner ohne ein einziges Ei zu legen.

@fritz, wenn das nachgekippte Öl unten gleich wieder
rausmarschiert, ist das wie TV-Erbrechen.

@folkher braun, aaaah ha, Kurbelgehäuse-Entlüftungsprobleme
bei 1,6l, ... ich ahnungsloses Laiengesicht werde Fortschritte wagen:
1,7l ist bereits avisiert, … und ja,
ich vermisse meinen schönen aber guten 318i E30,
hat bei Winterwetter nie gemurrt noch die Lust verloren.

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Ferry: den wirtschaftliche Totalschaden stellt ne Austauschwerkstatt immer gerne fest, insbesondere wenn man einen neueren Wagen verkaufen kann. Würde da mal nen guten Schrauber draufschauen lassen.

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Reisen ins Innere der Maschinen
Die österreichische Komponistin und Performerin
Elisabeth Schimana

Wenngleich diese Sendung von Florian Neuner ein wenig lebhafter vorgetragen hätte sein können,
und der Titel leider allzu leicht an Neo's Ritt zum Zentrum der Maschinen im dritten Teil der Matrix erinnert, so lernt man immerhin mal eine Künstlerin kennen, die sich mit den akustischen Viren und ihren phantastischen technischen Möglichkeiten befasst.

Nicht alles was man hört, muß man sich gefallen lassen.

https://www.musikfonds.at/de/Produktionen/iProdId__503.htm
https://vimeo.com/126605345
https://www.deutschlandfunkkultur.de/elisabeth-schimana-pionierin-der-elektronischen-musik.3819.de.html?dram:article_id=475851

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COVID Virtue Signalling
Wann hat eigentlich das richtige COVID Virtue Signalling angefangen? Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sich Fachleute streiten, ihre Meinungen lautstark vertreten und vielleicht auch ein wenig extrem sind - das kommt mit dem Beruf, aber das sind auch Menschen die das notwendige Fachwissen haben.

Aber warum sind plötzlich Leute wie Sixtus et al. "Experten"? Ebenso die Medien wie Spiegel, Zeit etc - lange Zeit wurde auf UK und US eingeschlagen, wie schlecht dort die Gesundheitspolitik ist (andere Staaten wurden brav vergessen) - dabei wäre es doch die Aufgabe von Journalisten unterschiedliche Alternativen zu beschreiben und zu kritisieren was im eigenen Land passiert. Wir wissen, dass im UK nicht alles hervorragend gelaufen ist ... und wir haben jetzt auch gelernt, dass eine Freundschaft mit der EU nur bei schönem Wetter funktioniert.

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RE: COVID Virtue Signalling
... das Problem ist doch, dass die allermeisten Journalisten absolut keine Ahnung von Virologie/Molekularbiologie/Epidemiologie haben und die Streitgespräche der Fachleute nicht ansatzweise verstehen. Aber sie wissen, was ihre Brötchengeber hören/lesen wollen.... und so kommen die polit-korrekten aber die Realität negierenden Äußerungen der halb-offiziellen Hofschreiber zustande.

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Auch kein Experte aber m. E. ist die Problematik mRNA-Impfstoffe vom Autor dieses kleinen Privat-Blogs gut zusammengefasst (Link entschärft):
https://termite n.net/dasletzte/node/264

Wenn man sich für ein Thema sehr stark interessiert und alle verfügbaren Informationen dazu sammelt, braucht es in vielen Bereichen nicht unbedingt ein Studium, um zum Experten dafür zu werden.
Behaupte z. B. mal, mehr über Rosen zu wissen als die meisten studierten Gartenarchitekten, GaLa-Bauer u. a.

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Nachtrag: I. d. R. muß man mehr über alle Aspekte eines Themas wissen, wenn man diesbezüglich gegen den Hauptstrom argumentiert.

So (nicht nur) meine Erfahrungen bezüglich Dissidententums bei den Themen MKS (Maul-und-Klauen-"Seuche"), Vogelgrippe, Wikileaks, "Be"schneidung männlicher Minderjähriger, verschiedener Kriege "für Demokratie und Menschenrechte" u. a.

Da war´s auch so, daß die Apologeten der Herrschafts-Linie im Grunde keine/kaum Fakten kannten und daher ebenfalls auf Diffamierung statt Argumentation ausweichen mußten: In Diskussionen auf Augenhöhe (und in Foren) hatten sie keine Chance.

- Nahtzie z. B. wurde man schon 2011/2012 genannt wenn man sich gegen jede Art von Genitalverstümmelung an (auch männlichen) Minderjährigen gestellt hat.

Bezüglich MKS und der Vogel- (später auch Schweine-) grippe-Hysterie war man auch damals schon ein potentieller Massenmörder/Schädiger der Volksgesundheit wenn man die Maßnahmen kritisiert hat.

Und wer gegen "Friedens"einsätze im Nahen und Mittleren Osten u. a. war, wurde dadurch zum "Putin-"-,"Diktatorenversteher" "Terroristenunterstützer", etc.

"Verschwörungstheoretiker" war immer inkludiert (der Begriff wurde von der CIA ja schon vorher kreiert).
Das verleiht eine gewisse Gelassenheit bezüglich aktueller Ereignisse und Anwürfe.

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Der Text bei den Termiten geht aber doch sehr weit an der Realität vorbei: der mRNA Impfstoff enthält keine Adenoviren, sondern spezielle Lipide, um die mRNA in die Zellen zu bringen - der AstraZeneca Impfstoff verwendet die Viren.

Aber auch was die Nebenwirkungen angeht übertreibt der Autor: Anaphylaktische Schocks sind relativ selten und gut zu behandeln - es gibt sie bei fast allen Impfstoffen - der Hinweis auf "Impflobbyisten" in diesem Zusammenhang ist ein wenig seltsam.

Ansonsten sehe ich das ähnlich - eine Diskussion kann man durch Diskreditierung der Gegner natürlich sehr vereinfachen, denn man muß sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen. Es gab früher einmal die Idee, dass ein echter Pluralismus an Meinungen durchaus sinnvoll ist, weil sich dann die beste Meinung durchsetzen kann.

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Es gab früher einmal die Idee, dass ein echter Pluralismus an Meinungen durchaus sinnvoll ist, weil sich dann die beste Meinung durchsetzen kann.
Ja, daran erinnere ich mich auch ganz dunkel.
Ich vermute mal vage, eine solche Situation hat mit einem recht ähnlichen Standing der unterschiedlichen Meinungsträger zu tun, das nicht mehr gegeben ist.

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Warum eigentlich nicht? Ist es für Menschen schwieriger geworden, zwischen Fakten und deren Interpretation zu unterscheiden? Das wird immer öfter vermischt (die "Faktenfinder" machen das sehr gerne ...), und das macht eine Diskussion schwierig.

Aber das andere Problem ist vielleicht, dass Form heute viel wichtiger als Inhalt zu sein scheint: ein falsches Wort disqualifiziert eine ganze Meinung.

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Nein, der Grund ist viel, viel einfacher: Mangels existentieller Bedrohungen und akzeptierter spiritueller Lebenshilfen verschmilzt bei immer mehr Menschen Politik mit der eigenen Identität. Sprich, wenn Sie bei denen irgendetwas kritisieren, greifen Sie die Person in ihrem Kern selber an.

Die wohl ungesündeste denkbare Entwicklung in offenen Gesellschaften, aber auch das geht irgendwann entweder wieder vorbei oder die offene Gesellschaft ist am Ende ihrer Entwicklung angelangt (historisch nicht unwahrscheinlich).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Lieber Thorha,

haben wir im Moment nicht eine existentielle Bedrohung? Viele Existenzen sind bedroht und werden vernichtet, und die Auswirkung auf die Jugend kennt im Moment noch niemand. Aber viele derer, die gerade jetzt ihre Tugendhaftigkeit verkünden, sind wohl gerade nicht von diesen Problemen geplagt.

Ich hoffe, Sie irren sich - fürchte aber, sie haben recht. Wir bewegen uns in eine unschöne Richtung. Mir ist es jetzt auch schon passiert, dass ich wegen angeblicher "Microaggressionen" offiziell zurechtgewiesen wurde: als Mann habe ich es gewagt, die Qualifikation einer Frau in Frage zu stellen!* Wenn man auf diese Weise argumentiert, dann wird natürlich jeder Diskurs unmöglich.

*Als Gutachter habe ich nach einem Lebenslauf gefragt, der schlicht und einfach vergessen wurde - das fand bis auf eine anonyme Person auch niemand sonderlich schlimm.

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der Schnee matscht
Schade, die knackige Kälte ist schon wieder vorbei. Dabei hätte ich gern mal wieder dieses Knurpschen erlebt, das erst bei -15° zu hören ist, wenn man auf Schnee tritt. Auf den Fahrbahnen ist der Schnee bereits zu braunwässrigem Matsch zerfahren, auf den Gehwegen haben manche Übereifrigen alles bis auf den Boden abgekratzt, was, wenn es demnächst taut und nächtens gefriert, zuverlässig für Glatteis sorgen wird. Bißchen Schnee mit Fußdappen drin ist dann meist sicherer zum Laufen.
Immerhin gab es heute ein bißchen blauen Himmel mit weißen Wölkchen und ein klein bißchen Sonne.
Naja, ist ja auch schon nach Mariä Lichtmeß.

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Interessante Gedanken, gux und thorha...Ich frage mich immer, ob eine Gesellschaft da nochmal rauskommen kann und wenn ja, wie?

colorcraze, hier knurpste der Schnee heute auch bei nur ca. -7 Grad. Asphaltierter Feld-/Wirtschaftsweg mit wunderschönem Neuschnee über vereistem alten, frisch-klare Luft und fantastische Landschaftsillumination.
Allerdings auch gefährlich: An einer Feldeinmündung war bis auf eine dünne Schicht der Neuschnee weggeweht und ich hätte mich auf dem Eis darunter fast hingelegt. Noch einen Knochenbruch braucht´s nicht.

Kachelmann (für unsere Ecke meist der zuverlässigste Prognostiker) kündigt für dieses WE Nachttemperaturen bis -17 und für´s nächste bis -18 Grad an.

Hab heute vormittag noch weitere alte Bettlaken um gefährdete Pflanzen an sonnen-exponierten Standorten gewickelt (nicht der Frost läßt die Triebe platzen sondern die Kombination aus Wind, Sonne und Starkfrost sowie starken Temperaturschwankungen im Spätwinter) und hätte lieber Frühling.

Der Drinnen-Koller (hier wg. Logistik, nicht Corinna) wird auch langsam (zu) teuer: Heute noch weitere, besondere (Frühlings-)Zwiebel-/Knollenpflanzen bestellt und eigentlich überhaupt keine freien Plätze mehr für alles, was schon da ist und noch kommt...

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Frau Langenberg, ich denke, langfristig wird sich das schon wieder legen - aber Sorgen mache ich mir eher um die nähere Zukunft. Ich bin schon alt ... aber der Nachwuchs ist jünger und ich weiß nicht wie leicht es sein wird, die Navigation durch die schöne neue Welt zu erleichtern.

Andererseits habe ich manchmal auch den Eindruck, Twitter etc sind hauptsächlich ein Kasperltheater und außerhalb nur wenig wichtig.

Kann man jetzt noch Zwiebeln für den Frühling pflanzen? Die Narzissen sind hier kurz vor der Blüte!

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Narzissen und alle anderen, die im Frühling blühen, werden von Spätsommer bis Herbst gepflanzt.
In den Frühlingskatalogen (extrem verführerisch ist der der Firma Hoch in Berlin) geht es u. a. um Lilien, Dahlien, Agapanthus und alle anderen, die ab Sommer blühen. Da geht die Bestell- und Liefersaison i. d. R. gar nicht vor Ende Januar los.

Ihren Eindruck bzgl. Twitter teile ich: Es ist im Grunde nur eine kleine, laute Blase, von deren Existenz die meisten "Normalen" gar nichts ahnen.
Leider ist es in Bezug auf den politisch-medialen Komplex aber tatsächlich eine "Avantgarde". Deutlich wird das z. B. daran, daß die dort ge- und besetzten Themen es immer recht schnell in die Hauptstrom-Medien und in die Aktionspläne geneigter Politiker schaffen.

Bezüglich der Polarisierung bin ich pessimistischer: die unüberbrückbaren Gräben ziehen sich ja schon mitten durch Familien. In meiner eigenen z. B. gab es schon die eine oder andere Beinahe-Komplettabbruch-Situation ("mit der/dem rede ich niiiiie wieder")...
Langjährige´Freundschaften sind noch wesentlich bruch-anfälliger, ganz zu schweigen von Arbeitsbeziehungen und "Nur"-Bekanntschaften.

Herr Haupts hat recht: Viel zu viele, leider grade junge Leute, haben ihre Kern-Identität auf "ihr" politisches Thema reduziert/reduzieren lassen. Sie leben scheinbar in einer relativ unter-komplexen Welt, in der nichts anderes mehr zählt als das betreffende Freund-Feind-Schema (oder Danischs "Rudel").

Da fehlt die Nonchalance (oder Weisheit) um sich z. B. zu sagen "Der/die ist zwar auf politischer Ebene ein Vollidiot, aber dafür ein netter Nachbar, Schulkamerad, Sportsfreund, Kollege o. ä. - Und jeder kann jederzeit noch dazulernen."

In dieser Engstellung des Fokus´und dieser Fanatisierung steckt ein Gutteil Entmenschlichung des Gegenübers und damit aller anderen, die nicht "dazu" gehören. - Weiß ich ganz gut weil ich früher selbst so drauf war.

Leute, die da nicht wieder rauskommen, sind ideale Mißbrauchsopfer und Mitläufer für jede Art von Faschismus. Und es gibt m. E. zur Zeit gefährlich viele davon.

Darum schlafe ich auch sehr schlecht wenn ich darüber nachdenke, wie meine Kinder und Neffen/Nichten samt Nachwuchs in dieser Welt zurechtkommen werden...Und womit sie konfrontiert sein werden.

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Danke - mir fehlt zum Gärtnern immer ein wenig die Geduld: dabei ist nicht so sehr das Warten das Problem, sondern das elegante Pflanzen. Es wirkt immer irgendwie anders als geplant. Dahlien überleben hier leider kaum, dazu gibt es zu viele Schnecken (die anscheinend Dahlien lieben ...).

Wenn man im Ausland lebt, ist das mit Familien vielleicht ein wenig einfacher: zum einen ist man sowieso komisch, zum anderen aber weiss man es vielleicht mehr zu schätzen. Politische Meinungen sind sicher wichtig, aber man darf nie vergessen, dass Menschen noch immer wichtiger sind. Ich hoffe, diese Erkenntnis geht nicht verloren.

Mir macht die zunehmende Intoleranz auch Sorgen, auch, dass gerade die Medien mitmachen - entweder mit zwei unvereinbaren Lagern wie in den USA oder einfach nur noch Staatstragend wie in Deutschland. Und es fehlt anscheinend komplett das Verständnis dafür, dass ein Journalist eigentlich neutral berichten sollte.

Andererseits habe ich auch Hoffnung, wenn ich mir meine Studenten anschaue - spätestens nach einem Jahr in der Industrie findet dort eine erstaunliche Wandlung statt.

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Hier versuchen vier
erwachsene Leute den gemeinsamen Grund zu finden, "auf dem all' unser Hoffen steht" (Andreas Gryphius), auch den metaphysischen also, Thorsten Haupts - : - Ein ehemaliger Young Turk (= ein ex Linker), ein Christ, ein Atheist und ein Rabbi - sie schaffen schon ein gutes Stück des Wegs, wenn auch nicht ganz friedlich, hehe:

  
https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=0Kaq7guyCAs

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Sie, lieber Herr Kief, liegen zumindest bei vielleicht gar nicht so falsch. Mich hat die Menschheit im letzten Jahr sehr enttäuscht - nicht genug, um am metaphysischen zu Zweifeln, aber schon an den Menschen selbst.

Wenn wir es nicht schaffen, gemeinsam gegen eine Gefahr vorzugehen - welche Hoffnung bleibt dann? Es geht mir dabei nicht um den Streit um die richtige Lösung - das ist menschlich - sondern die Weigerung, halbwegs zusammen zu arbeiten. Wenn ein mächtiges Gebilde wie die EU es nicht mehr schafft, ohne offene Drohungen zu agieren - welche Hoffnung besteht dann für kleinere Länder? Mir fällt da hauptsächlich Mephistopheles ein ...

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Mich, verehrter Herr gux, hat die Menschheit nicht enttäuscht :-).

Ich finde die Reaktionen auf eine Pandemie nach 70 weitgehend katastrophen- und kriegsfreien Jahren wie in Europa ebenso normal wie (grob) vorhersehbar. Menschheitskonstanten.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Aber Herr Haupts, darf man nicht auch von etwas enttäuscht sein, das man erwartet hat? Man darf doch hoffen ...

Vorhersehbar war es schon, obwohl mich ehrlich gesagt das Versagen von EU und USA schon ein wenig gewundert hat. Von beiden hätte man schon ein wenig mehr erwarten können!

Viele Grüsse,

Gux

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Wenn man davon ausgeht, dass der Mensch
-begrenzt intelligent ist
-eher emotional als rational
-eher schlecht als gut
-in der Masse zum Herdenwesen wird
-als einzelner egoistisch und machtgeil
-Verhalten durch Triebe und andere urzeitliche Reflexe beeinflusst wird
-Politiker diesen Beruf nicht ergreifen, weil ihre Hauptmotivation legal erworbenes Einkommen aus der Diäten ist (dann passt nämlich Aufwand/Risiko und Ertrag nicht),

dann sollte man eigentlich wenig überrascht sein und eher konstatieren „wir sind noch einmal davongekommen“. Überigens ein lesenswertes Theaterstück.

Ich bin auch nicht enttäuscht, manchmal ärgerlich, aber überwiegend läuft vieles in etwa wie erwartet.

Politiker sind nicht für Problemlösungskompetenzen gewählt worden und Beamte meist nicht Beamte geworden, weil sie pragmatisch und innovationsfreudig sind (wenn doch, war die Berufswahl wenig rational, aber siehe oben).

Enttäuscht bin ich auch deswegen nicht, weil darin das Wort täuschen steht, über getäuscht hat keiner...

Schüttle manchmal fassunglos den Kopf, wenn ich zB lese, das das Gesundheitsamt Ostholstein überlastet ist, weil alle Laborergebnisse und sämtliche sonstige allgemeine Anfragen im gleichen Emailpostfach (LN vor einpaar Wochen) eingehen (man könnte auch ein seperates für die Labore einrichten, dauert ca. 10 Sekunden), aber überrascht? Nö.

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Bin ich da dann einfach zu optimistisch? Ich halte die Menschen eigentlich generell eher für gut als schlecht - rein evolutionär ist das bei den meisten Herdenwesen so, denn man will schließlich nicht verbannt werden.

Idealerweise sollte ein Staat einen funktionierenden Beamtenapparat haben, der die Gesellschaft vor den Politikern schützt - wie bei Yes Minister ...

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gux:
Aber Herr Haupts, darf man nicht auch von etwas enttäuscht sein, das man erwartet hat? Man darf doch hoffen ...
Sie sprechen üblicherweise britisches Englisch, oder?
Nur mit allerhöchster Erlaubnis zu hoffen wagen, ist eine mir ziemlich fremde Denkfigur...

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Schlecht im Sinne von egoistisch, keine Leistung ohne Gegenleistung, auf eigenen Vorteil bedacht etc. Das Weltbild ist wahrscheinlich auch politisch. Marx glaubte an das Gute im Menschen, Stalin war realistischer. Traditionell geht Sozialismus nur mit guten Menschen, Kapitalismus besser mit Egoisten (Nutzenoptimierern).

Das mit der Evolution: der Leitwolf einer Herde ist nicht das angepasste Tier, sondern das stärkste oder klügste, was Rivalen ausgeschaltet hat...

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colorcraze: Das tue ich - und noch schlimmer, ich denke wohl auch schon so. Und man will den Gegenüber doch nicht direkt vor den Kopf stossen, oder?

Buerger: man braucht beides - und auch der eigentliche Kapitalismus (nach Adam Smith) geht von einem guten Menschen aus, denn schliesslich ist nicht das Eigeninteresse, sondern das aufgeklärte Eigeninteresse, das wichtig ist. Ich denke, generell dürfte der Durchschnitt der Menschen nicht "böse" sein - sicherlich egoistisch und auf das eigene Wohl bedacht, aber ohne Interesse, anderen zu schaden.

Interessanterweise scheint es aber grosse Unterschiede im Egoismus zu geben - in Gesellschaften, in denen sich der Staat um vieles kümmert, ist er angeblich deutlich mehr ausgeprägt, vielleicht weil dort der Einzelne viel weniger von der Gesellschaft abhängig ist?

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Der Marx war bestimmt kein Menschenfreund, von den Frühschriften vielleicht abgesehen. Das Kapital als "automatisches Subjekt" degradiert die Beteiligten, Kapitalist, Proletarier und Landlord als Diener seines Verwertungszwangs. Darunter versteht sich eine besondere Art der Verwendung des gesellschaftlichen Mehrprodukts, auch Profit genannt.
Der letzte Menschenfreund unter den Ökonomen war wohl Adam Smith. Das liegt an seinem Erstlingswerk (theory of moral sentiments, ist von 1759). Der erste Satz dort ist schon bemerkenswert: "Mag man den Menschen für noch so egoistisch halten, es liegen doch offenbar gewisse Prinzipien in seiner Natur, die ihn dazu bestimmen, an dem Schicksal anderer Anteil zu nehmen, und die ihm selbst die Glückseligkeit dieser anderen zum Bedürfnis machen, obgleich er keinen anderen Vorteil daraus zieht, als das Vergnügen, Zeuge davon zu sein." (Übers. W. Eckstein 1925).

Gewisse Prinzipien sind uns wohl abhanden gekommen.

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Auch die Bedürfnispyramide Herzbergs geht davon aus, das Menschen nach Befriedigung der Basisdinge Freude daran haben, sich spirituell zu verwirklichen, also zB sich selbst toll fühlen, wenn sie moralisch überhöht was Gutes (aus ihrer Sicht) für andere tun. Lässt sich beobachten, im Grossen (Kolonialisierung der „Wilden“) wie im Kleinen („Verbot der Glähbirne“ oder aktuell „Uschis Kurs im Hämdewaschen“).

Überspitzt gesagt, jemand der aus religiösen Motiven andere Menschen tötet, meint was Gutes zu tun und gottgefällig zu handeln und zieht daraus letztlich auch nur egoistisch eigenen Nutzen.

Ist das jetzt ein positives oder negatives Menschenbild, wenn man an die Spitze der Bedürfnispyramide die Selbstverwirklichung stellt?

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Es ist ein ziemlich biologistisches Menschenbild, denn Selbstverwirklichung ist das am wenigsten wichtige für die Erhaltung der Art - vielleicht ist es sogar schädlich.

Ich bleibe dennoch bei meinem positiven Menschenbild - auf die Gesamtheit bezogen, nicht den Einzelnen. Wären alle Menschen herzlose Egoisten, hätten wir nicht die Gesellschaften, die wir haben. In unserem Dorf wurden in den letzten Monaten eifrig Menschen unterstützt, die nicht selbst einkaufen gehen konnten, oder die einfach isoliert waren - das hat die Gemeine gefördert, aber die Initiative kam von Einzelnen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Eyham während der Pest?

Natürlich ist der Zusammenhalt lokal viel grösser - man kennt sich und ist aufeinander angewiesen; das ist wohl der Fehler vieler moderner Ideologien die glauben, man könnte einen Zusammenhalt erzwingen. Die EU demonstriert das regelmäßig sehr gut.

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man kennt sich und ist aufeinander angewiesen
Das erzwingt unmittelbare Rücksichten, keine Frage, aber wie ist es mit denen, die man nicht kennt, auf manche mag man angewiesen sein (Lieferdienst? Kraftwerksbetreiber?), auf andere nicht (Geschenkverpacker?), das ist doch eigentlich das weitere Feld, wo es interessant wird.

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Lehrt nicht die Erfahrung irgendwann, dass man besser miteinander zurecht kommt, wenn man miteinander gut auskommt?

Das dauert vielleicht bei manchen etwas länger - bei mir waren das mehrere Jahrzehnte - aber irgendwann lernen das doch die meisten, oder?

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CO-19 hätte man
besser machen können, zweifellos; aber sicher auch schlechter. Das wird gern übersehen.
Thilo Sarrazin sagte kürzlich in einem Interview, eine der wichtigsten Lehren aus seiner Zeit als Staatssekretär sei ein Merksatz eines Kollegen gewesen: Es geht immer weiter - egal was in Bonn gerade für Fehler gemacht werden. Und es ging ja auch immer weiter, da hat er recht, der Doktor Sarrazin, und, noch was: Die Fehler der damaligen Zeit gab es, aber dennoch erscheint sie vielen heute als geradezu golden: Die achtziger Jahre in der BRD - besser sollte es nie wieder werden, so hört man die Leute - heute - reden.
(Damals war vielen alles schlecht, korrupt und - die Renten waren nicht sicher...daran war Norbert Blüm schuld!...).

Noch was zu CO-19: Ich meine, Schweden und die Schweiz hättten es in Europa am besten gemacht. Irgendwo hat jemand bemerkt, das seien zwei Länder, an denen WW II weitgehend vorbeigegangen sei.
Übersterblichkeit in Schweden 2020: 0,03 % - genau wie in einem heftigen Grippejahr, wie es sich alle sechs/sieben Jahre zuträgt.
Leute an Beamtmungsgeräten in der Schweiz in 2020 - weniger als 2019!

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"Lehrt nicht die Erfahrung irgendwann, dass man besser miteinander zurecht kommt, wenn man miteinander gut auskommt?"

Ja freilich, gux. Nur: das Optimum gesenkten Blickes liegt nicht im Maximum.

Es wird immer einen zu viel geben, der es auszunutzen versteht, dass der andere bescheiden ist, freundlich ist, loyal ist, Gemütsmensch ist, lange den Humor behält, im Schweisse seines Angesichts sein Brot isst, zurücksteckt (wie in: der Klügere gibt nach).

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Fritz_ - natürlich wird es so jemanden immer geben, deswegen ist es wichtig, in sich selbst genügend gefestigt zu sein um das zu akzeptieren. Aus einer Position der Stärke heraus ist das natürlich immer sehr viel einfacher.

Und Herr Kief: ich denke, man wird noch viele Jahren warten müssen, bis man weiß, wer was gut oder schlecht gemacht hat - und was richtig gewesen wäre. Es gab auch sehr viel Glück und Pech, und insbesondere sehr unterschiedliche Voraussetzungen (in jeglicher Hinsicht). Ich kenne inzwischen Menschen, die am Lockdown zu Grunde gehen, und solche, die es sich nicht vorstellen können, jemals wieder unter Menschen zu gehen. Die "Smileys" (das sind im UK diejenigen, die wie Sie der Ansicht sind, COVID sei letztendlich eine Grippe) mußten allerdings in den letzten Monaten mehr und mehr Klimmzüge machen, um die Wirklichkeit an ihre Theorien anzupassen - und 0.03% scheinen mir dann doch sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein, denn das ist viel zu ungenau, um es messen zu können.

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Schweden und Schweiz dürften dann aber auch eine andere Alterspyramide haben als wir. Da ist ein Vergleich der Sterblichkeit über zwei 5 Jahreszeiträume auch für einfache Gemüter leichter als bei durch WW2 gestörten Pyramiden. Das mag zu weniger Hysterie führen.

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Ja, mehr Alte in S & CH
buerger, also eigentlich: Höhere Vulnerabilität, also schlechtere Karten. Dennoch gab es in Schweden keinen und in der schweiz lange keinen, dann einen milden Lockdown - und keine Katastrophe, wie weltweit, selbst von Donald Trump (auf Anraten Anthony Faucis) behauptet.

Die Schweizer haben sich bereits im Frühjahr auf den besonderen Schutz der alten konzentriert. Z. B mit eigenen Einkaufszeiten in den Lebensmittelläden für die Alten. - Das betrifft auch die Altenheime, da gibt es obligatorisch Besucherschleussen und die Perosnalkontrolle war prioritär. Das lief bei uns erst im vierten Quartal 2020 flächendeckend an.
Ein Fehler, leider.

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Gute CO-19 Nachrichten
auch für Asthmatiker:


https://www.brisbanetimes.com.au/national/queensland/over-the-counter-inhalers-suppress-severe-covid-symptoms-trial-finds-20210210-p5716m.html

Ein einfacher Inhalator bringt in einer australischen klinischen Studie eine Reduktion der schweren Fälle von - 90%.

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Herr Kief, ich verestehe ja ihren Enthusiasmus, nur geht er ein wenig am Thema dieses Fadens vorbei. Ist da Thema nicht ein wenig aus der Mode?

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Ich denke schon, dass es Konsenz ist, dass es sich nicht um eine normale Grippe handelt. Es ist eine coronale Erkrankung, die höhere Sterblichkeit und mehr schwere Verläufe mit Langzeitschäden hervorruft als eine normale Grippe (von grippalen Infektionen, also 1 Woche Husten Schnupfen Gliederschmerzen sowieso ganz zu schweigen).

Aber es handelt sich eben auch nicht um eine Krankheit mit der Sterblichkeit der spanischen Grippe, um die Pest, Typhus, Ebola oder die Ruhr sondern um eine Grippeform, die insbesondere für ältere Menschen mit Vorerkrankungen und für sehr alte Menschen eine heftige Sterblichkeitsquote aufweist. Für gesunde Junge ist das ziemlich harmlos und bei mittelalten kommt es drauf an.

Was fehlt, ist die Abwägung zwischen Schäden der Pandemie und Schäden der Massnahmen. Und es fehlt nicht nur die Abwägung, jede Diskussion wird im Keim erstickt. Und wegen fehlender Diskussion fehlt auch die Zielschärfe, wer jede Woche seine Ziele ändert, wird keines davon erreichen.

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Oder um mal simpel zu argumentieren: wenn die Mehrheit der Gesellschaft mit Hofreiter einer Meinung ist, dass 10 qm Wohnfläche für Bürger angemessen ist und 200qm Einzelhäuser verboten werden müssen, dann kann ich darüber streiten, aber muss mich letztlich in einer Demokratie dem Wunsch der Mehrheit beugen, ggf. der qualifizierten Mehrheit, die die Verfassung ändern kann. Ich kann dann die Herde verlassen und auswandern, viel was anderes bleibt nicht.

Dinge, die in nicht dafür vorgesehenen Kungelrunden beschlossen werden, gegen geltendes Recht verstossen und keine parlamentarische Mehrheit haben, muss man nicht hinnehmen.

Die jetzt herrschenden Damen und Herren werden sich irgendwann für ihr Tun und Lassen rechtfertigen müssen, ob vor Gericht, im Untersuchungsausschuss oder nur in den Geschichtsbüchern bleibt abzuwarten.

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Diese Diskussion fehlt mir auch - aber eine solche Diskussion kann auch nur funktionieren, wenn man sich an Fakten orientiert (zumindest denen, die vorhanden sind), und das vermisse ich: e gibt entweder "alles nicht so schlimm" oder "wir werden alle sterben". Schulöffnungen sind entweder des Teufels oder der einzige Ausweg etc. Letztendlich muss man einen Kompromiss finden, mit dem alle ähnlich unzufrieden sind.

Aber anstatt lautstark Aktionismus zu fordern hätte man sich doch um bessere Daten bemühen können: auch wenn Spiegel & Zeit so gerne auf das UK einschlagen, aber hier hat man zumindest ein funktionierendes Test und Sequenziersystem aufgebaut - mit repräsentativen Werten. Damit läßt sich einfacher Politik machen und man könnte (hätte man denn eine mutige Regierung ...) bessere Pläne machen.

Es wäre schön, hätten sich die Diskussionen weniger politisch und mehr wissenschaftlich entwickelt. Wir haben plötzlich Wissenschaftler, die wie Politprofis behandelt werden (und sich vielleicht sogar in der Rolle gefallen) - das aber nie richtig gelernt haben und dementsprechend versagen. Aber wir haben auch Medien, die da mitspielen (die Bild-Attacke auf Drosten z.B.) und unfähig sind, eine solche Diskussion sinnvoll abzubilden.

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Ich bezweifle, daß unsere derzeitigen Politiker ein anderes Schicksal ereilt als irgendwann in Pension zu gehen, ganz unspektakulär. Die zeitweilige Wut, die sie auf sich ziehen, verweht wie ein Lüftchen, denn eine jakobinisch organisierte Opposition sehe ich nirgends.
Was ich eher sehe, ist eine Verkaffung, also das Fehlen von Öffentlichkeit und Annahmestellen für Fremde, manche sehen das als Gleichschaltung, manche als Tech-Totalitarismus, aber mir fällt es zuvörderst als Verkaffung ins Auge, als der allgegenwärtige Hausfrauenmief ("Homeoffice"), dem man nirgendshin mehr entkommen kann.

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@gux:
Interessanterweise scheint es aber grosse Unterschiede im Egoismus zu geben - in Gesellschaften, in denen sich der Staat um vieles kümmert, ist er angeblich deutlich mehr ausgeprägt, vielleicht weil dort der Einzelne viel weniger von der Gesellschaft abhängig ist?

Auf den Kopf! Das ist eine völlig natürliche Entwicklung in Staaten, die grob vereinfacht alle nicht rechtskodierten Bindungen ablehnen und das Individuum in den Mittelpunkt stellen. Das führt zwangsläufig dazu, dass der Staat Stamm, Clan und Familie ersetzen muss, weil wir eben doch nicht völlig unabhängig voneinander unser Überleben sichern können. Und das widerum führt zwangsläufig zu einem groberen und sichtbarerern Egoismus, weil es immer weniger schadet, wenn der ausgelebt wird, mangels - lebensnotwendiger - Gemeinschaften, die solches Verhalten sanktionieren.

Das ist einer der Preise freier Gesellschaften, den sowohl Sozialisten als auch Konservative (aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit radikal verschiedenen "Lösungen") zu Recht thematisieren.

There ain´t no such thing as a free lunch :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Lieber Thorha,

das wird wohl immer ein grosses Thema sein, wieweit der Staat die "Klanstruktur" ersetzen kann. Kann es sein, dass sich Deutschland in dieser Hinsicht sehr viel weiter als andere Staaten zum Klanersatz entwickelt hat? Ich bin sicher voreingenommen - aber ich hatte früher in Österreich (meine Familie kommt zum Teil von dort) und heute in England immer das Gefühl, es gehe ein wenig "dörflicher" zu und es würde mehr Wert auf eine Gemeinschaft gelegt. Ich kenne auch nur wenige Länder, in denen Recht sowohl von der Verwaltung als auch den Bürgern derart penibel ausgelegt wird (man muß mit Kind und beiden Eltern zur Botschaft fahren, um eine Geburtsurkunde zu beantragen ... und das Passfoto eines neugeborenen muss biometrisch sein).

Ich lade Sie gerne zu einem kostenlosen Lunch ein! Beans on toast?

Gux

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Als ich als zukünftiger Graduate Student auf dem Weg zur Uni in der ersten Übernachtungsherberge nach der Fähre kidney pie als Abendmahl bekam, wäre ich fast wieder umgekehrt. Nur der Stolz hat das verhindert.

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Verachten Sie die britische Küche nicht - es gibt da auch sehr feine Dinge; Beuscherl und Kuheuter sind auch nicht unbedingt jedermann Sache.

Ein angenehmer Nebeneffekt des letzten Jahres war es, neue Rezepte auszuprobieren: wenn der Lieferant bestimm, welches Gemüse geliefert wird, dann muß man ein wenig kreativer werden! Besonders die traditionelle britsch-indische Küche!

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kidney pie
Da hab ich mich in AUS auch nicht rangetraut (meine Mutter hat einmal "saure Nierle" gemacht, das fand ich so schlimm, daß mir die Neugier auf Jahrzehnte verging), nur an andere Pies. Die waren aber eßbar. Besser als das Krokodilschnitzel jedenfalls, das nur nach Panade schmeckte.

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Eine gute Steak & Kidney pie ist etwas ganz anderes als saure Nierle (ich empfehle Nigella Lawson's Rezept) - es gibt sehr viel gute Pies - als ich noch in London lebte, waren Pie & Liquor (Kartoffelbrei - kein Alkohol!) ein übliches Mittagessen.

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@Gux: das halte ich für ziemlich wahrscheinlich, daß es in England wohlschmeckende pies gibt. Die australische Küche ist ja, sagen wir mal: sehr rustikal, und wenn es dort immerhin eßbare Varianten gibt, dann wird es in England, wo ja wie auf dem Kontinent die Küche seit den 1980ern einen ziemlichen Aufschwung genommen hat, bestimmt auch richtig gute geben.
(Ob allerdings kidney pie dazugehört... ich bin da nach dem Grusel mit den sauren Nierle nicht so ohne weiteres zu überzeugen.)

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Die Australier grillen doch sowieso alles, oder? Ich glaube, es gibt überall sehr gutes (und nicht so gutes) Essen, und die Kunst ist, das herauszufinden. Der Nachwuchs zwingt mich zur Zeit gerade, ganz viele neue Rezepte zu probieren (was man in Büchern, Filmen oder bei Freunden sieht, muß man probieren, dazu kommen Eigenkreationen) - und es macht sehr viel Spass. Ich war ziemlich erstaunt, wie sehr man sich im Laufe der Zeit mit immer weniger Gerichten abgibt. Eigentlich ist das Teil meiner Arbeit - und ich fand es immer seltsam davon auszugehen, dass Ü50 dass Essen eintönig wird - erstaunlicherweise stimmt das aber bei sehr vielen.

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Der pie war in einer Jugendherberge. Da wäre wahrscheinlich auch alles andere furchtbar gewesen.
Ich durfte seinerzeit trotz schmalem Budget einige Male nett essen, Yorkshire Pudding (mit Pilzen), französische und italienische Küche mitten in England, sehr gute Chinesen, und natürlich ist indisch ebenfalls sehr gut. Auch Pubfood kann sehr angenehm sein.
Aber diese Jugendherbergsmahlzeit ist mir gruselig in Erinnerung. Wobei mir bis heute nicht klar ist, warum ich mit Fähre und Zwischenübernachtung angereist bin statt über Calais mit der Schnellfähre, aber so manches würde man 30 Jahre später anders machen...

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Jugendherbergsessen ist überall wohl sehr variabel. In meiner aktiven Sportzeit bin ich hier zum ersten Mal mit 'chips on toast', 'crisps on toast' und 'fishfinger on toast' konfrontiert worden - wenn man Hunger hat, schmeckt das auch!

Es gibt im Moment sehr viel Pubs die Essen zum Mitnehmen anbieten - aber so langsam wäre es wirklich schön, wieder außerhäusig zu essen ...

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@buerger: Jugendherberge - ok, "alles klar" (da erwartet man nicht die ausgesuchten Feinheiten)... Fähre: vermutlich weils deutlich billiger war so? Ich entsinne mich an mein Getrickse Mitte der 80er, ein "Tagestouristenticket" in Oostende nach Folkestone zu kaufen, weil das nur 2/3 des normalen kostete, und daß die Schnellfähre oder Hovercraft (gab es damals, fuhr aber nur, wenn das Wetter gut war) etwa drei- oder viermal so viel kosteten wie ein normales Fährticket.
(Apropos gruselig: die Suppe mit den Maden drin, die es auf der Fähre für die Lkw-Fahrer gab, war mein Gruselerlebnis)
@gux: ja wenn der Schnee weg ist und es wieder etwas wärmer ist, also im März, sollte das endlich mal wieder möglich sein...

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Ich weiss es nicht mehr. Weihnachten haben wir dann die Dover Calais 2 Uhr morgens Fähre genommen, mit 4 Leuten im Auto, zwei Deutsche, zwei Dänen, das war für alle billiger als Fliegen (und Weihnachten auf dem Campus ist trostlos)...

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Für Fish n Chips im Pub lass ich alles andere stehen! Außer vielleicht diverse Knödel und Klöße, Waldpilze, Rouladen, Butterbrot, Bratwurst, Bandnudeln, Pflaumenmus und Reiseintopf. Und grünen Spargel. Erdbeerkuchen. Senfgurken. Und russische Teigtaschen an Creme Fraiche. Soweit das Frühstück.

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So eine Aufzählung vor Aschermittwoch ist gemein! Ab morgen gibt es nur noch Porridge und baked beans!

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Kameruner
Gekrempelte Berliner Pfannkuchen sind ein tiefbraunes, sehr knuspriges, ungefülltes Schmalzbebäck und heißt nicht Krapfen, sondern Kameruner.

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Ich halte mit Bochanen Meis, Polsterzipf und Hasenealn dagegen.

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Als ich das erste Mal Calais-Dover gefahren bin - 1984 - gab es in der Kantine für Lkw-Fahrer "beef". Wir waren ungefähr 15 Kutscher, aus B, F, NL und ich. Nach dem ersten Schnitt in das beef erklärte ein niederländischer Kollege: We use tyres on the truck but not on the meal. Alle ließen ihren Teller zurückgehen. Dann kam irgendein Kasper von der Crew und erklärte uns, dass das "meal" bisher unbeanstandet geblieben war.
Egal: wer nach Great Britain fuhr, hatte sein Holzfällerbrot und zwei 500 gr Würste als Notfallration mit. Ich kann mich noch erinnern, einen Tesco-Markt in West-Thurrock angesteuert zu haben wegen Proviantaufstockung. Mitgenommen habe ich aber nur Produkte von Kontinent und natürlich Guinness. Mit der Plörre ertrug man das gesellschaftliche Elend dort besser.

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@folkher braun: Wobei die westeuropäischen Fahrer ja noch vergleichsweise gut weggekommen sein sollen, weil die die Fähre selber buchen konnten, für die staatlich gebuchten Ostblockfahrer (Polen, Tschechen) gab es wohl noch schlechteres Essen, und die waren mehr darauf angewiesen, weil die kein Reisegeld mitbekamen, so daß sie nach Ankunft in irgendeinem Pub was hätten essen können. - Erzählten jedenfalls der Jugoslawe und der Italiener, die mich mitgenommen hatten.

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Gastro-Chauvinismus
Ein Kidney pie nach alter britischer Hausfrauentradition, gemischt mit Rindfleisch und gut gewaschenen Nieren kann durchaus wohlschmeckend sein. Natürlich erinnert das manchen an Harn, aber woran erinnert uns ein echter Schweinedünndarm, gefüllt mit legalen deutschen Schlachtabfällen? Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen alter und neuer Füllung?

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Es gibt noch immer Gelegenheiten, richtig gut schlecht zu essen - ich kann Ihnen diverse Kantinen empfehlen, bei denen es zwar jeden Tag etwas anderes auf der Speisekarte steht, aber es immer gleich aussieht und schmeckt. "Curry" bietet sich dafür genauso an wie "Eintopf" ...

Ich war hier in genügend "Tagungshotels" (Jugendherberge für Erwachsene?), wo man das Essen (im Preis inbegriffen) nur mit reichlich Alkohol (nicht inbegriffen) ertragen konnte. Der vorhandene Wein war zwar nicht unbedingt gut, aber das ist dann irgendwann egal.

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Selber schuld
Ob man an einer Tagung in einer "Jugendherberge für Erwachsene" teilnehmen muß, hängt vom Beruf und von der sozialen Stellung ab. Wenn früher europäische Institutionen einluden, wußte man, daß diese sich nicht lumpen ließen und einige angenehme Tag in gepflegtem Ambiente bevorstanden. Heute ist das anders, leider...

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Wenn die Tagung vom Steuerzahler bezahlt wird, gibt es strenge Regeln - das macht die EU inzwischen leider auch (zumindest für Wissenschaftler, in anderen Bereichen mag das anders sein). Eine große europäische Behörde konnte nicht zum Essen einladen, weil es am Ort kein Restaurant gab, wo man für den erlaubten Tagessatz essen konnte (wir haben dann für die jüngeren Teilnehmer zusammengelegt - die sollen schliesslich nicht leer ausgehen).

Früher (vor 10 Jahren) fanden die gleichen Tagungen noch in richtigen Anwesen statt - mit freier Bar - und es hat sich eigentlich immer gelohnt, weil so eine Atmosphäre auch die Kreativität fördert. Bald gibt es wahrscheinlich nur noch ein Sandwich in die Hand ... (wobei: ein Trick ist, Essen zu bestellen, das frisch zubereitet werden muß; ein Kollege besteht bei solchen treffen immer auf streng koscheres Essen und bekommt immer deutlich bessere Dinge).

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"Tagungshotels (Jugendherberge für Erwachsene?)", haha, das gefällt mir gut. Lässt sich wunderbar kombinieren mit "Fliegen? Eine Variante von Busreisen", © colorcraze.

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Das liegt an den falschen Prioritäten. Mein früherer Arbeitgeber beschäftigt ganze Abteilungen, um Reiseregeln zu entwerfen, Hotelhöchstsätze für verschiedene Städte, Rahmenverträge und son Tüddelüt.
Mein aktueller Brötchengeber meinte bei Einstellung trocken „use your brain“. Was unterm Strich für alle bessser ist.

Wir haben gestern jemanden neu eingestellt, dafür habe ich eine kurze email geschrieben und nach 2 Minuten das ok gehabt. Nix Ausschreibung, Stellenprofil, Betriebsrat und mehrstufiges Auswahlverfahren.

Das ist aber auch der Grund, weshalb manche Unternehmen Geld verdienen und andere nicht: die letzteren geben zuviel Geld für internes aus und vergessen, dass sie nur existieren, wenn sie Kunden Mehrwert bieten.

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Haha, das alte Problem "Kunde droht mit Auftrag".

Ich kann mich an Spesensätze erinnern, zu denen gab es meterweise Unterlagen im Intranet. Abhängig von Variablen wie Entfernung und Reisedauer z.B. 4/8/6 € morgens/mittags/abends. OmG! Am besten fuhr man damit, das Frühstück auf die Zimmerrechnung setzen zu lassen und damit auf Frühstücksspesen zu verzichten (dann müsste man's auf der Steuererklärung glattziehen, nehme ich an). Wenn man mittags vom Kunden oder Lieferanten eingeladen wird, dürfen es die Tanten im Abrechnungsbüro nicht mitbekommen. Die einzigen Reisen, bei denen man nicht draufzahlt, sind längere Fernreisen, das aber auch nur, weil die Auslöse ohne Mullen und Knullen pauschal gezahlt wird als kleines Bonbon.

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Spesen sind für die Verwaltung aber ideal - man hat strenge Regeln die man ohne Sinn und Verstand durchsetzen kann. Wir hatten ein Arbeitsessen mit Gutachtern (im Hochschulbereich - zumindest UK - werden die nicht gerade fürstlich entlohnt ...) in einem akzeptablen Restaurant, aber ich habe den Fehler gemacht, den Gast den Wein aussuchen zu lassen - und der wollte einen Rotwein, weil besser zum Essen passend.

Die Spesenabrechnung kam zurück mit den folgenden Anmerkungen:

a) der billigste Wein (weiss statt rot) sei £0.5 pro Flasche günstiger, und das würde abgezogen. Diese Information zu erhalten war wahrscheinlich teurer als die Einsparung, denn die Weinkarte war ziemlich lang und nicht nach Preis sortiert ...

b) Im Durchschnitt haben wir mehr als 2 alkoholische Getränke pro Person getrunken (das wurde bestimmt mit 0.125 mL Gläsern für Wein und 1/2 pints) und daher würden nur die billigsten Getränke erstattet.

Aber als ÖD geht das natürlich auch in die andere Richtung: ich darf keine Einladung annehmen, die über unseren Spesensatz geht, denn das könnte Bestechung sein.

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Das einzige Mal, das ich von einer Firma bezahlt auswärts war, war als Azubi beim Blockunterricht in den 80er Jahren, da war die Pauschale für Unterkunft und Selberkochen aber vergleichsweise üppig (sehr im Gegensatz zu den anderen, die wir in der Klasse hatten), insofern kann ich bei den Spesenproblemen nicht mitreden... erlebte diese Abhängigkeit vom von anderen gekochten Essen nur mal bei meinem kurzen Gastspiel in Wolfsburg, wo man auf die Kantine angewiesen war, wo sie den Externen Preise abknöpften, die sich Berliner Imbisse nicht getraut hätten.

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Tja, früher war wirklich manches besser.

Erinnere mich an einen meiner ersten Einsätze in München, damals von Frankfurt aus, wo ein wahrscheinlich unglaublich dreister Kollege großartige Spesenbedingungen ausgehandelt hatte: Übernachtung im Hilton oder Hotel Palace, 40 EUR meal allowance durfte man fürs Abendessen ausgeben - da war damals sogar ein Teller Trüffelnudeln beim Käfer drin - und Mittags gabs eh Catering.

Fliegen statt Bahn, weil man da aus Frankfurt kommend morgens um 9:00h beim Kunden sitzen konnte - der wollte unbedingt immer um 9:00h anfangen. Wäre er bereit gewesen, um 10:00h zu starten, wäre es mit dem ICE gegangen... und abends Übernachtung oder zurück. Natürlich Business Class, weil man so flexibel umbuchen konnte und auf jeden Fall einen Platz auch in der letzten/ersten Maschine bekam.

Das Projekt ist natürlich gescheitert. Nicht, weil es schlecht gemacht war, sondern weil der Vorstand, der es wollte und antrieb, geschasst wurde. Zehn Tage später war der Spaß vorbei. Aber das Essen war gut.

Und ich tät jetzt sogar so einen Pie nehmen, Nieren müssen nicht sein, aber die Engländer können da ganz tolle andere Versionen auch machen.

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Ich habs auch anders extrem erlebt.

Insolvenz eines Kunden, Anwaltstreffen in NY, abends von Anwälten eingeladen, einer der teuersten Italiener der Stadt (war auch lecker), Grappa Paolo Berta zu Abschluss und auf der Rechnung, die die Banken dann am Monatsende von den Anwälten bekamen, stand das alles lustig drauf.

Anwaltseinladung, hihihi, wir konnten froh sein, dass die nicht fürs Abendessen noch ihren Stundensatz aufgeschrieben haben.

Das ist in anderer Form überzogen. Das insolvente Unternehmen wurde letztlich abgewickelt, also blieben die Banken auf den Speaen auch noch sitzen...

Andererseits habe ich mir in ebender Stadt auch schon lustige Keime in Restaurants billigerer Art eingefangen...

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in ebender Stadt ... lustige Keime in Restaurants billigerer Art
-v, plz!

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? Minus V, Postleitzahl, Please, Platz? So Internet firm bin ich nicht.

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verbose please

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@buerger: ich muss es mal raussuchen, ein Freund der in einer US Wirtschaftskanzlei tätig ist, hatte mir mal eine Kopie von deren Verzeichnis für expense codes und activity codes gegeben. Da waren sicher 10, 12 verschiedene codes alleine fürs Essen drin, angefangen von dinner with client bis hin zu codes für abends Pizza in die Kanzlei bestellen.

Völlig irre. Die real existierende, materialisierte Form des Anwaltswitzes, wonach bei denen jedes Wort Geld kostet.

Wobei, das war um 2000 herum, heute ist das wohl deutlich stringenter. Es gibt wohl Standards dafür, und die Unternehmen und ihre Rechtsabteilungen sind deutlich, deutlich mächtiger, und man hört schreckliches über den Aufwand, allein mal eine Rechnung zu stellen die akzeptiert wird.

Wer heute noch schön Tagessätze abrechnen kann, hat es da ziemlich gut. Bei McK war das wohl mal so gelöst, dass die Partner hatten, die - ausreichend großes Projekt vorausgesetzt - selber ohne Berechnung arbeiteten, damit sie für ihre Auftraggeber psychologisch leichter zugänglich waren, also ohne tickende Uhr. Eigentlich keine schlechte Idee, man bräuchte halt das passende 20 Berater, 1000 Tagessätze+ Projekt dafür...

Zurück zum Essen, falls sich jemand für überraschend feine, und teils moderne Interpretationen englischer Küche interessiert, dem seien diese Kochbücher ans Herz gelegt:
"The Book of St. John" und "The Complete Nose to Tail: A Kind of British Cooking", letzteres eine Doppelausgabe zweier früherer Kochbücher von Fergus Henderson.
Außerdem "Quality Chop House: Modern Recipes and Stories from a London Classic"

Zu St. John muss man nicht viel sagen, das Quality Chop House ist einen Besuch wert, wenn man wie in viktorianischer Zeit speisen will. OK, zugegeben, es ist was für Food Hipsters, aber letztlich kann man anderswo für mehr Geld deutlich schlechter "britische Küche" bekommen als dort.

Für den Hausherren wäre es wohl nichts, irgendwo scheint immer etwas vom Schwein, Geflügel, Rind dabei zu sein. Jedoch könnte so mancher, der eigenen Vegetarismus mit der Abkehr von Verschwendung, sinnlosem Tiertod und Tierleid bei der Zucht begründet, schwach werden - denn "Nose to Tail" bedeutet eben das, es wird nichts weggeworfen, und den Viechern geht es bis zum Tod wohl sehr sehr gut, andernfalls wäre die Qualität nicht zu halten - so liest man es, so schmeckt es aber durchaus auch. Welche Aromen auch kleine Mengen von Schweinefleisch oder Rind haben können, sind sie nur richtig zubereitet, ist erstaunlich.

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Besagte Kanzlei hatte die Buchstaben W+C und dieses Ereignis ist wohl etwa 10 Jahre her...

Danke für die Tipps, wenn es doch endlich wieder möglich wäre zu reisen...ich bekomme hier so langsam einen Höhlenkoller, dabei haben wir es mit Einzelhaus auf demLand und Haus an der See noch gut im Vergleich zu anderen. Aber in 12 Monaten nur eine Geschäftsreise und ein Urlaub im Ausland, da drehe ich langsam aber sicher durch.

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Danke, greenbowlerhat - die kannte ich noch nicht (als Teilzeitvegetarier habe ich da jedoch eine gute Ausrede - ich koche Fleisch nur sehr selten).

buerger, Sie sprechen mir aus der Seele. Vor einem Jahr hatte ich meine letzte Geschäftsreise ... ich hätte nie gedacht, dass das so oft gescholtene Reisen einem so fehlen kann, aber mir fehlt die erzwungene Arbeitspause. Im Flugzeug oder Bahn kann ich irgendwie viel einfacher einfach abschalten, ohne das Gefühl zu haben, eigentlich doch etwas tun zu müssen. Bis zur Rente wird es hoffentlich noch etwas werden!

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@Grünhut: a-ha. Die Kochbücher klingen nach "sehr brauchbar". Was ist das spezielle an der viktorianischen Küche? Ich habe nur mal gelesen, man trank damals relativ viel Port...
@buerger: sorry, das "-v, plz" ist so eine Antiquität aus meiner Usenetzeit. Mit "-v" konnte man damals (vor 2000) im Command Prompt die längere Beschreibung eines Programms aufrufen. Im übertragenen Sinn war es die Kurzform für "erzähl mehr". Und "plz" ist die damals im Schwange gewesene Abkürzung für "please" (mit stimmhaftem s). Ja, es ist ein bißchen Aküfi, aber wenn man Kuchen backen muß ist man ein bißchen hektisch...
Das mit dem Reisen - ja, wäre schön, aber nur wenn Gastronomie auf hat und man beim Verlassen des Verkehrsmittels nicht befürchten muß, in Quarantäne gesteckt zu werden. Für Reisen mit Schlafsack, Stulle und rausgestrecktem Daumen fühle ich mich zu alt, zudem ist nicht das Wetter dafür.

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Danke, Döntjes erzählen ist ja im Moment das Einzige, was bleibt.
Italien scheint aufzumachen. Wir bekommen Hotelpost vom Gardasee. Mit Restaurant etc. Würde aber jedem, der das erwägt, dringend vom Flug abraten und Auto empfehlen. Wenn sich da was ändert, einsteigen, Koffer hinten rein und los gehts, wie die Engländer in der Schweiz. Alles besser als mit einer Mahlzeit pro Tag in irgendeinem Zimmer eingesperrt.
Mir reicht noch der Panikanfall auf der letzten Geschäftsreise im September, als Österreich plötzlich sagte „Risikogebiet, Du kommst hier nicht rein“ und mein Flug über Wien ging und Deutschland sich dann überlegte, Wien wäre auch Risikogebiet.
Und das von jetzt auf sofort und wegen ausgedünnter Flugpläne keine Alternativen. Auto ist autonomer (und vermeidet daneben noch den vollgepropften Flughafenbus).

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dringend vom Flug abraten und Auto empfehlen
Unbedingt.
Auto ist z.Zt. das einzige zuverlässige Verkehrsmittel.

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@colorcraze: da war ich missverständlich, das Restaurant schmückt sich mit der Behauptung es sei im viktorianischen Stil eingerichtet. Nun, das Haus ist wohl noch original, innen sitzt man auf ()recht engen) Bänken mit Tischen dazwischen, bequem für 6, wohl gedacht für 8. Ein bisschen lower class credibility bekommt das Ganze, weil wenige Häuser weiter eine ziemlich fiese Mietskaserne stand, die ist aber wohl mittlerweile abgerissen.

Hach ja, so mal wieder eine Woche London, das wär schon was. Liberty, Fortnum & Masons, Harrods, es gibt weniger angenehme Möglichkeiten sein Geld loszuwerden.

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Ach so, die Inneneinrichtung ist noch alt. Ich dachte, die kochen nach Omas Kochbuch - so wie wenn im Wilhelm Hoeck nach Henriette Davidis gekocht würde.

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Es gibt auf dem Land noch sehr viele richtig alte Pubs - nicht nur im alten Stil eingerichtet. Im Nachbardorf betreibt die Gemeinde (also die Bürger, nicht die Behörde) einen Pub aus dem c14, bei dem noch sehr vieles auf jeden Fall alt ist (dafür ist das Essen hervorragend, es gibt einen schönen Garten und Bier aus dem Schwarzwald).

Die Dörfer werden viel zu oft unterschätzt ... ich sehe London eher wie der Hausherr Berlin; man muß manchmal hin, ist aber froh, wenn man wieder nach Hause kann. Da sind einfach zu viele Menschen - aber es stimmt, man macht einem das Geld ausgeben sehr angenehm. Zum Glück liefert mein Herrenausstatter (sagt man das noch?) nach Hause, und im vergangenen Jahr wurde meine Garderobe kaum strapaziert.

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Nach all den graußlichen Menuvorschlägen für merry old Inkländ möchte ich auch mal etwas Positives vermerken. Nachdem ich in 12/2016 Bezieher einer Regelaltersrente wurde, konnte ich die Arbeit über zwei Jahre nicht so schnell einstellen, wie ich es finanztechnisch hätte machen müssen.
Anders gesagt: wer über den Rentenbeginn hinaus arbeitet, der ist ein Idiot. Weil alle Geier, Finanzamt, Krankenkasse, Pflegeversicherung, stürzen sich auf den Umsatz.
Aber: die Rettung ist, einfach ein Jahr nichts zu machen. Umsatz null. Das habe ich 2020 hinbekommen. Mit Wirkung 2021, sagt das Finanzamt Düsseldorf, werde ich nur bei Umsatzsteuern über 1000 Euro neu veranlagt. (Mit Knete für den Steuerberater etc..)
Mit anderen Worten: Was mache ich in 2021? - Nix. Wenn 50% vom Umsatz in das Finanzsystem gehen, ist die Veranstaltung für mich uninteressant.

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@folkher braun: erstmal Glückwunsch, und vielleicht schaffen Sie es von Fahrzeugen mit 4, 10 oder 18 Rädern nun sogar auf Zweiräder?
Wegen Steuern, ist das nicht sowieso auch bei der normalen Arbeit der Fall? 42% Einkommenssteuer plus Soli bei Angestellten-Verhältnissen, da kommt man schon nah an die 50% ran. Oder alternativ ca. 30% Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer auf Unternehmensgewinn plus 25% Abgeltungssteuer, das sind schon mehr als 50%.
Der Krankenkasse entgehen Sie nicht, ja. Allerdings wäre die Alternative eine private Versicherung, und da würde deutlich mehr zu zahlen sein, egal ob Sie Einkommen haben.

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@colorcraze: Was die Rezepte angeht, ich meine, das Quality Chop House schmückt sich auch mit modernisierten Fassungen englischer Klassiker. Ich schau mal gerne am Wochenende ins Kochbuch.
Gut gegessen hab ich da jedenfalls, und das, was es gab, wirkte sehr klassisch-bodenständig. Pastete, Gemüsesorten oder Kräutersoßen aus Zutaten, die ich nicht kannte bzw. nicht in der Küche vermutet hätte, sehr solides Brot, Innereien, und man ist großzügig mit Fett.

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Herzlichen Glückwunsch @folkher braun!

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philantropische Antizipation
oder die Kunst laut zu werden
ohne negativ aufzufallen.

Das Risiko misanthropische Neigungen
an sich zu entdecken, die sich mitunter
verselbständigen können,
ist auch immer dann hoch,
wenn es unansehnlich wird.

Dann heißt es nachjustieren.

Bis der Chevalier (m/w) wieder lächelt,
ohne die Zähne entblößt zu haben.
( second chance: auch der
dümmsten Nuß, sogar wenn es sich
um einen ausgemacht unmusikalischen
Hohlkörper handelt, darf, ja, muß, nachdrückliche,
positiv ausgerichtete,
Zuwendung entgegen gebracht werden )

Andrerseits, manchmal, wenn's denn hilft,
sollte man erhellende Spezialisten,
einfach auch mal mit Aufgaben betrauen.

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cōnsēnsus <ūs> m (consentio)
1. (v. Personen)
Übereinstimmung, Einigkeit, Einhelligkeit, Einstimmigkeit, einstimmiger Beschluss [ omnium gentium; patrum; bonorum; universae Galliae ] (in, über etw.: m. Gen; auch de u. in m. Abl) [ libertatis vindicandae; in me tuendo ]
ex consensu
auf allgemeines Verlangen hin
omnium [o. uno, communi] consensu (nachkl. auch nur consensu)
einstimmig
2. (v. Lebl.)
Harmonie, Übereinstimmung [ naturae ]
3.
Verabredung (im neg Sinne); Verschwörung, Komplott

-> dt. Konsens
analog Dissens von lat. dissensus, ebenfalls u-Deklination
anders Essenz von essentia, -ae, f.

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Pardon. Beim drüber Nachdenken „konsensualer...“ wäre mir das S wohl in den Sinn gekommen.

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Nur der Vollständigkeit halber:
Der Stowasser hat auch noch die metonymische Bedeutung (aus Tacitus) id apud Chattos in consensum vertit ...wurde Sitte... Den Georges habe ich nicht weiter zu Rate gezogen, aber es ist doch schön, daß wir Rentner in dieser ansonsten trüben Zeit für klärende Hinweise solcher Art reichlich Zeit haben.
Daß Tacitus Nazi war war, steht auf einem anderen Blatt und tut hier nichts zur Sache.
Gruß und schönen Abend K

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Aha, Sitte qua Vereinbarung sozusagen, besser bekannt als Konvention ("Zusammenkunft").
Ich fand ja die Nebenbedeutung "Verschwörung, Komplott" ganz interessant; anscheinend wurden Verschwörungen als ein Normalfall betrachtet, nicht als etwas Exotisches. Skandalträchtig daran waren offenbar andere Dinge als die Gleichgesinntheit einer Gruppe.

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Sorry für meine Kratzigkeit zur Zeit, aber die Enge schlägt mir etwas aufs Gemüt, ich hätte gerne mal 2 Wochen am Stück frei, die ich sorglos und erholsam an einem locus amoenus et hospitalis verbringen könnte. Mal 2 Wochen nicht kochen, waschen, putzen, und dem Liegengebliebenen hinterherhecheln müssen, auf Handwerker warten, die dann doch nicht kommen, auf Pakete warten, die dann bei anderen abgegeben werden, von wo man sie erst loseisen muß, - kurz, einfach mal 14 Tage "in den Tag hineinleben" können und so lange schlafen, wie man will.

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Das geht uns wohl allen so. Hier bei uns auf dem Dorf wird die Stimmung auch immer gereizter. Ich fürchte, das dicke Ende kommt noch, wenn die Pleitewelle rollt, die jetzt noch zugekleistert wird.

Wir haben gerade ein Hotel in Italien reserviert, für Ende Juni, in der Hoffnung, dass wir dann auch fahren können. Nur, damit man zumindest was planen kann. Und den Kindern eine Perspektive geben, einen Ausblick auf eine mögliche Normalität.

Ansonsten bestellen wir sonntags konsequent was zum Abholen und holen jeden Freitag Hähnchen vom Grillwagen, zweimal kein Mittag kochen.

Immerhin machen Schulen hier bald wieder auf und das Homeschoolelend hat ein (vorläufiges?) Ende.

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Sie sprechen mir aus der Seele - ich bin zwar inzwischen Hausmann mit Leidenschaft (wer daheim bleibt, muß das wohl notgedrungen machen), aber ich sehne mich auch wieder nach einem normalen Leben. Ganz besonders auf zufällige Unterhaltungen mit echten Menschen - und nicht über diverse Videokonferenzanwendungen.

Und was die Kinder angeht: es bricht einem schon das Herz, wenn sie jetzt schon seit Wochen mit ihren Freunden planen, wie sie sich wieder Treffen wenn alles vorbei ist - und dabei erwachsener wirken als sie es eigentlich sein sollten (verstehen das eigentlich diejenigen, die jeden Vorschlag von Schulöffnungen als Anschlag auf dass eigene Wohlbefinden sehen)? Bei uns kommt dann noch der Besuch bei den Grosseltern dazu, der im Moment nicht so einfach ist.

Aber man kann hoffen, dass es wieder besser wird - und ich glaube jeder wird Ihnen den Lagerkoller verzeihen.

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"wenn die Pleitewelle rollt"

Ich sehe bei mir in Dorf und Kleinstadt fast jede Woche Kleinunternehmer mit Läden, die wegen des quasi Berufsverbots ihr Geschäft aufgeben, bevor die Schulden sich durch laufende Kosten so hoch auftürmen, dass nur noch Strick oder Kugel bleiben.

Jahrzehnte haben sie durchgehalten und sich abgeschuftet und und jetzt ist halt Sense. Kollateralschaden. Die kleinen Selbständigen, die Arbeitstiere, die so viel Verachtung vom Fortschrittsklientel erfahren und von der Politik angespuckt werden, weil sie so blöd waren, ihr Glück in die eigenen Hände zu nehmen und diese Hände zur Selbständigkeit zu benutzen.

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Mich rief gestern ein ehemaliger Kollege an. Kurzarbeit 0, Unternehmen in Insolvenz, Drittel fliegt raus (er gehört wohl dazu), Mitte 50, schwierige Branche...Er kann was, aber ist auch eine schwierige Type...mal sehen, wie es bei ihm weitergeht, mein Unternehmen ist wahrscheinlich eher Krisenprofiteur, aber eben auch so klein, dass man nicht mal eben jemanden aus alter Verbundenheit einstellen kann, die Nische ist eben sehr klein und wir sind froh, dass wir durch die Krise gekommen sind ohne grössere Blessuren.

Für viele ist das gerade ganz grausam. Arbeitslos werden nach Selbständigkeit heisst Alterarmut und Privatinsolvenz in sehr vielen Fällen.

Der Braun faselt was von Biergarten und Altmeier grinst fies vor sich hin.

Ich glaube, die wissen gar nicht, was ihr lockdown bewirkt. Ich habe seinerzeit die kaputten Erwerbsbiografien der DDR life und in Farbe gesehen, Mitte 40, Ende und Aus und Warten auf die Rente ohne Perspektive, 20 Jahre lang...
Da könnten die paar Prozentchen AfD noch zurückgesehnt werden, die Suppe die gerade gekocht wird, schmeckt schon sehr nach Weimar.

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Zum Thema Kinder: bei uns war es jetzt auch soweit: die Polizei räumte den Rodelberg (ein aufgeschüttetes Hügelchen, vielleicht 10 Meter hoch), allerdings humanerweise erst um 17 Uhr, als es dunkel wurde. Die Politessen haben selber Kinder (und es waren dort an dem Tag wohl die Hälfte der Grundschüler am Schlittenfahren). Verhaftet wurde keiner. Aber das Image der Polizei hat hier in den letzten Wochen gelitten, die müssen Versäumnisse der Politik ausbaden.

Als Konsequenz sah man heute öfter Nachbarskinder (mehr als zwei) in der Gärten im Schnee spielen, so klein ist es denn doch nicht, dass die Polizei weiss, welches Kind wohin gehört.

Die Eltern lassen es jetzt zu, weil man sieht, wie die Kinder Schaden nehmen. Angst haben, dass sie „zum Mörder werden“, wenn sie mit anderen Kontakt haben, sich nicht trauen, jemanden zu unarmen. Meine Kleine hat letzte Woche die Videokonferenz verweigert, „wenn ich meine Freunde sehe, muss ich immer weinen“. Meine Frau bekam dann von der Lehrerin eine Telefonnummer, unter der wer Hilfe anbietet...Ohne Worte.

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Diese Schäden werden uns noch sehr lange begleiten - und besonders in Branchen, die bisher als ziemlich sicher galten. Welche Hilfen gibt es in Deutschland? Gibt es welche und wird dafür schon geplant?

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Braun und Altmeier, wer tut sich denn das noch an? Da möchte man schon fast "Selber schuld" rufen. Wann hatte eigentlich die CDU letztmalig jemanden in ihren Reihen, der etwas von Wirtschaft verstand? Nach Erhard meine ich. Biedenkopf? Späth?
Merz ist ja kein wirklich wichtiger Funktionsträger.

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Ich meide ÖR, aber die beiden sind irgendwie omnipräsent.
Merz ist Anwalt und als solcher wohl kompetent, was man so hört. Mir fiele auch Späth ein.

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Hilfen gibt es, aber wenig treffsicher. Wer versucht, irgendwie zu überleben, der bekommt weniger als der, der dichtmacht. Und dann geht es nach Umsatz, Vorjahreszahlen, mit Deckel usw., typisches deutsches Bürokratiemonster.

Das wird dem Busunternehmer, dem Reisebüro, der Friseurin, dem Änderungsstudio, der Reinigung, der Kneipe, der Boutique, dem Teegeschäft, dem Schlüsseldienst, all den Kleinen, denen wird das nicht helfen.

Warum ausgerechnet sterbenden Geschäftsmodellen ala Karstadt und TUI Staatsknete zufliesst, das bleibt ewiges Geheimnis der Regierung.

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Merz ist Jurist. Der bekommt von Larry Finch gesagt, was er zu sagen hat (u.a. Neuauflage Riester-Rente). Das Problem ist: wir werden von einer 4. Garnitur regiert. Wer etwas kann, geht in die Industrie.
Der Laden, für den ich 28 Jahre als freischaffender Künstler gearbeitet habe, ging Mitte 2020 in die Insolvenz. Druckerei platt, Werbeagentur platt, von 100 Leuten 60 entlassen (weil ohne Betriebsrat auch kein Sozialplan), darunter einige mit 30 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Der Verlag hat das Bau-Magazin eingestellt, die Lkw-Zeitung ist von 24 auf 12 Ausgaben verkleinert worden. D.h. die Freischaffenden haben die letzten 12 Monate nichts verdient und ab Jahreswechsel die Hälfte. Wenn überhaupt.
Man kann hier in des Dussels Dorf inzwischen Hunderte unnütze SUVs, 7er- und S-Klasse-Autos kaufen wegen platt gegangener Leasing-Verträge. Mein Schraub-Bär erzählte, wir werden uns noch wundern, wie viele Pkw demnächst mit abgelaufener Zulassung an den Straßen stehen, weil die Leute kein Geld mehr für Steuern und Versicherung haben.

Wir werden italienische Verhältnisse bekommen, wo die Blagen noch bis Mitte 30 bei Mama und Papa wohnen, weil sie das Geld für einen eigenen Hausstand nicht verdienen.
Unsereins Salonbolschewist hat´s ja schon immer gesagt, dass das mit der Marktwirtschaft frei nach Mont-Pelerin-Gesellschaft nicht der Brüller ist. Aber auf unsereins wollte ja keiner hören.

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"Welche Hilfen gibt es in Deutschland?"
Novemberhilfe riecht a bisserl wie Winterhilfe damals beim kleinen Mann mit dem fiesen Scheitel. Welcher Monat ist gerade? Dr. Dr. Merkels Novemberhilfe ist bei vielen bis heute in der Post hängengeblieben. Selber schuld, Shit happens when you party naked, trifft ja keine wichtigen.

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Daß die Eltern die Kinder zusammen in den Garten lassen, finde ich gut; ein kleines Luftloch im Hausarrest.
Bei den kleinen Selbständigen sieht es schlimm aus; das große Getöse der Politik über "Hilfen" ist wohl eine ziemliche Luftblase, da die Beantragung recht kompliziert ist und die Auszahlung erst Monate später erfolgt.
Das Berufsverbot für das Gastgewerbe halte ich nach wie vor für einen Anschlag auf die Zivilisation, der stark unterschätzt wird - Rathaus, Kirche und Gastwirtschaft waren nicht umsonst seit jeher die Pfeiler der örtlichen Gemeinschaft, und sie sind als Versammlungsorte sämtlich geschlossen, und auch Gemeinsamkeiten wie Feste "fallen aus". Ausgefallene Feste gab es in der französischen Revolution und unter Cromwells Puritanerterror, ausgefallene Schulzeiten in der unmittelbaren Nachkriegszeit, aber zu geschlossenen Gastwirtschaften ist mir kein historischer Vorläufer bekannt.

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@folkher braun:
Unsereins Salonbolschewist hat´s ja schon immer gesagt,

dass es eine Viren-Pandemie geben wird, auf die die verantwortliche Politik erkennbar unzureichend reagiert. Erzählen´s noch ein paar mehr Märchen, ich lausche vergnügt :-).

@all:
Yup, die Behandlung von Kleinunternehmern und Freiberuflern ist ein Desaster - einer der vielen Beispiele mehr, warum die Union (unter Kohl wäre der genau das nicht passiert) inzwischen ein Desasterverein geworden ist.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Vielen Dank für die Erklärungen - das ist schlimmer, als ich gedacht hätte.

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Ich gehe auch davon aus, daß das "dicke Ende" noch kommt. Wie sagte doch der Hausmeister in der Wirtschaft im Herbst: "und dann kommen die Räuber".

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Bester Herr Haupts, bitte unterstellen Sie mir nicht Dinge, die ich nicht gesagt habe. Mein Hinweis auf Mont Pelerin galt einer Organisation der "bürgerlichen Produktionsweise", die zum Beispiel das Gesundheitswesen privatisiert und den Kranken nach Rentabilitätskriterien behandelt. Ich habe nicht geleugnet, dass es Covid-19 gibt. Ich kritisiere die Behandlung.
Das Virus ist nun mal rentabel. Auf die Pandemie haben alle interessierten Kreise gewartet, nachdem der erste Versuch mit Schweinegrippe und Tamiflu in die sprichwörtliche "Hose" ging. Aber jetzt gehen alle Aktienwerte der Pillendreher und Seren-Panscher durch die Decke.
Könnte es sein, dass wir von interessierten Kreisen vorgeführt und wirtschaftlich gemolken werden?

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Auf die Pandemie hat jeder gewartet - der Zeitpunkt war unbekannt, aber dass es eine geben wird, war nicht überraschend (und es wird auch eine nächste kommen). Die Britische Regierung veröffentlicht regelmäßig ihre Risikoabschätzung (man Suche nach "National Risk Register for Civil Emergencies" und eine Pandemie steht dort an erster Stelle; meine Freunde und Kollegen in diesem Bereich sahen die Schweinegrippe als letzte Warnung ...).

Umso schlimmer ist die fehlende Vorbereitung; von einer Regierung erwarte ich eigentlich, dass es für solche Fälle Pläne gibt, denn man kann sich doch ganz grob ausmalen, was geschehen wird. Man hat wohl eher mit einer Grippe gerechnet (weniger ansteckend aber tödlicher). Im Vergleich zu vielen anderen Ländern scheint Deutschland sogar noch recht gut davon gekommen zu sein - aber ich vermute, das wird sich nur langfristig zeigen; das Bild, das Sie vermitteln, stimmt eher negativ - und der wirtschaftliche Bereich, in dem ich mich bewege, ist eher krisenfest (Essen müssen die Menschen immer - und nach dem Schock im März/April ist unsere Regierung sehr darauf bedacht, die Nahrungsmittelversorgung robuster zu machen)/

@Thorha: was hätte man machen müssen? Das UK hat das Kurzarbeitergeld von Deutschland übernommen und DE wird gerne als Vorbildlich hingestellt.

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Die billigen CO-19
Kuren haben auffällig wenig Medienecho, folkher braun.

Wenn die Australier mit ihren Inhalatoren, die ich oben verlinkt habe, recht behalten, und es sieht zumindest danach aus, dann würde das erhebliche positive Folgen haben.

Dito bei Ivermectin - auch das ist erfolgversprechend in der klinischen Erprobung. Die Erfahrungen mit Ivermectin in Kanada waren so positiv, dass sich die dortige (große) Wissenschaftlergruppe zu einer vorgezogenen Veröffentlichung entschloss.

Diese anderen Kuren mit spottbilligen und erprobten Medikamenten hintenanzustellen könnte sich als strategischer Fehler erweisen. Insbesondere wenn sich herausstellen sollte, dass die Impfung allein nicht genügt (was sein kann).

Hier spielen wirtschaftliche Interessen eine Rolle, insofern stimme ich Ihnen zu, folkher braun, aber - : - nicht allein. Die Öffentlichkeit ist im Panik-Modus. Und das zeitigt alle möglichen unschönen Folgen.

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Herr Kief - die meisten billigen Kuren haben sich als unwirksam erwiesen. Erinnert sich noch jemand an das hier so gepriesene Hydroxychloroquin? Nicht einmal ein bekannter amerikanischer Politiker wurde damit behandelt.

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@gux:
Tja. Kurz und knackig:

- Analyse, wer vom Lockdown wirtschaftlich am härtesten getroffen wird (in erster Näherung: kleine Einzelhändler, Kultur und Gastronomie, Anbieter von Freizeitveranstaltungen aller Art)
- Wo immer möglich Ausnahmen vom Lockdown (z.B. kleine Einzelhändler mit klaren Auflagen)
- Schnelle und unbürokratische Hilfe für alle anderen auf der Grundlage von vorliegenden Steuerbescheiden und Steuererklärungen

Die deutschen Kurzarbeiterrregelungen sind ein sehr gutes Instrument, aber sie können naturgemäss nur auf die (industriellen) mittelständischen und Grossunternehmen angewandt werden.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Schweden und CH fahren
besser mit ihren schmalen Lockdowns. Bei den Selbständigen und den Gewerblern, aber auch mit Blick auf die Wirtschaft insgesamt - die Eidgenossen haben ihre Rechnungen für 2020 nach oben (!) korrigiert...es ging noch besser als gedacht mit einem Einbruch unter 5% BSP (auch hier: ähnlich Schweden).

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/Wirtschaftslage/bip-quartalsschaetzungen-.html

(Vermutlich fahren sie auch besser mit Blick auf die Gesundheit insgesamt - das zu bewerten, gux, ist es aber noch zu früh, da stimme ich Ihnen zu).

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@ThorHa
Das kling vernünftig ... aber ich vermute, gerade Kleinunternehmer haben weniger Zeit und Gelegenheit, sich um genau das zu kümmern. Und ein grosses Problem sind neue Unternehmen (eine Kollegin hat 2019 einen Pub übernommen - mit großer Eröffnungsfeier zu Sylvester 2019) - da sie keinerlei Umsatz machte, muss sie sich jetzt auf die Unterstützung aus dem Dorf verlassen.

Als Uni geht es uns natürlich besser, aber auch bei uns wurde überlegt, rund 25% der Mitarbeiter zu entlassen: viele Kollegen haben da zum ersten Mal verstanden, dass wir letztendlich auch nur ein Unternehmen sind, und ohne Studenten auf dem Campus haben wir ein grösseres Problem - und ohne Reserven wäre das sehr schlecht ausgegangen. Wir haben versucht, die lokale Wirtschaft zu unterstützen und so weit es ging Aufträge an lokale Unternehmen zu vergeben - ich hoffe einmal, der Staat macht das genauso.

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An der Uni höngt ja auch einiges dran. Catering, Reinigung, Students Union, Hausmeisterdienste. Zu meiner Studienzeit in GB war das eine Kleinstadt, die versorgt werden musste. Wenn da die Kaufkraft wegfällt, weil im Kinderzimmer per Zoom studiert wird, hat das schon Auswirkungen...

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Ich bin immer sehr verwundert, wenn Kollegen in Deutschland über ihr schweres los klagen - aber sich nie darüber Gedanken machen, wer sie finanziert. Auch die Klagen, wir schwer online-Lehre die armen Dozenten trifft, wurden hier eher mit Erstaunen wahrgenommen. Wir haben innerhalb von zwei Tagen ziemlich komplett auf 'online' umgestellt und den Sommer damit zugebracht, Praktika etc onlinetauglich zu machen - und ertaunlicherweise ging das. Ich habe im letzten Jahr mehr zur Verbesserung der Lehre am Institut erreicht als in den 5 Jahren davor, denn plötzlich gab es einen Grund und Motivation.

Aber es gibt natürlich ein Damokles-Schwert: wenn die Studenten ausbleiben, wird die Uni knallhart die Institute zu machen, die kein Geld bringen, und das ging in der Vergangenheit ziemlich schnell. Ich bin gespannt, wie lange die linke Grundeinstellung der Akademiker anhält, wenn sie selbst betroffen sind ...

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Wer mal den Amtsschimmel von dichtem sehen möchte:
http s://www.ihranzeiger.de/detailansicht-news-itzehoe/wegen-corona-millionendefizit-beim-klinikum-itzehoe.html

In kurz: Kreis unter Grenzwert, deshalb Klinik ohne Entschädigung, muss aber gleichzeitig Operationen absagen, um Kapazität für Nachbarkreise freizuhalten. Konsequenz: Kurzarbeit (wo dann Personal wegläuft) oder Verlust. Vorher gesundes Unternehmen, grösster Arbeitgeber im Kreis. Nachher ?

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Das sind die Risiken eines privaten Gesundheitssystems, oder? Ich habe das auch von Kollegen aus anderen Regionen in Deutschland gehört, dass die Bereithaltung von Betten größere Probleme macht. Ist das nicht etwas, wo die Bundesregierung einspringen könnte und den Leerstand finanziert?

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Das ist irgendwie seltsam ...

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"Wenn die Australier mit ihren Inhalatoren, die ich oben verlinkt habe,-" [...]

Diesen Link kann ich leider nicht mehr finden, wurde
der entsprechende Kommentar gelöscht, @dieter kief?

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Vielen Dank, manhartsberg!
Hatte ich da "Knöpfe" vor den Augen?

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Ich will Herrn Kief und anderen ja nicht den Tag verderben - aber die Studie ist jetzt nicht wirklich sehr groß (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.02.04.21251134v1) - auch wenn die Daten spannend sind.

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Klar, die Inhalatoren-Studie
ist nicht groß, gux. Die Ivermectinstudien aber schon.

Freilich: Wenn bei einer kleinen Studie die Placebogruppe aus ethischen Gründen aufgehoben wird, wie das bei der Inhalatorenstudie geschah, dann ist das ein starker Hinweis. Wie auch die Tatsache der - klinisch dokumentierten - frappierenden Wirkung der Inhalatoren. Sie verdürben mir den Tag nur, gux, wenn Sie entgegen der Evidenz diese Dinge in Abrede stellen würden.

Dass die Sache nicht in trockenen Tüchern ist - in beiden Fällen nicht (!) in trockenen Tüchern ist - das, gux, ist nicht nur Ihnen offenbar klar, sondern, wie ich scheu anfüge, mir auch.

Ich könnte noch einen Gedanken zu dieser Sache äußern: Dass das alles in der Schwebe ist - macht es durchaus spannend.

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Weitere Zensurverschärfung:
https://ww w.deutschlandfunk.de/initiative-der-landesmedienanstalten-medien-aufseher-gehen.2907.de.html?dram:article_id=492565

Ansonsten wünsche ich allen einen angenehmen Abend in Vorfrühlings-Stimmung. - Der Schnee ist inzwischen hoffentlich überall geschmolzen?

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@langenberg: Nachdem Twitter so erfolgreich im Stummschalten von Trump war, machen sie nun bei uns mit der Opposition weiter. Bisher hatten sie Blogs über den "Jugendschutz" abgewürgt, nun gehen sie offenbar an alles, was ein bißchen Reichweite hat.

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Bundestagswahlen
Wenn die Linkspartei nicht in anderer Hinsicht freiheitsfeindliche und total leistungsfeindliche Konzepte hätte und Frau Wagenknecht sowieso in der Partei nichts zu sagen hätte, würde ich auf meine alten Tage glatt die Kommunisten wählen:
htt ps://www.focus.de/politik/deutschland/weitergedacht/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-kanzlerin-hat-weder-ideen-noch-strategie-plaedoyer-fuer-kluegeres-krisenmanagement_id_12973322.html

Mir scheint, dass im Moment sie und Palmer die einzigen Politiker sind, deren Ärmel nicht am Rücken zusammengebunden gehören.

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Geht mir auch so, man findet die Vernunft da, wo man sie nicht vermutet und deswegen auch nicht unbedingt sucht. Fehlt noch, daß die Schwefelpartei ebenfalls mit so einem Außenseiter (m/w/d) rüberkommt.
Nebenbei: Der Feuerfuchs konnte die Seite für längere Zeit nicht finden, war das bei anderen Teilnehmern (m/w/d) auch der Fall? Ein hack? Oder nur Versagen der Telekom?

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@kalchas Ganz blogger.de hatte Schluckauf. Nicht das erste und nicht das letzte mal.

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War hier auch so, kalchas: "Website nicht gefunden".

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Sieht, wie auch immer, für immer mehr wohl so aus, als ob 'Corona' 'aus Gründen guter Stabilität' am besten noch bis nach der Bundestagswahl gezogen werden sollte, bis dahin, bzw teils gleichzeitig mit der sind schließlich auch noch sechs Landtagswahlen.

https://www.bundesrat.de/DE/termine/wahl-termine/wahl-termine.html
https://de.rt.com/inland/113199-infektiologe-matthias-schrappe-frau-merkel-hat-sich-in-tunnel-vergraben/

... Die amerikanischen Vlogger und Blogger konstatieren für Ihre Gesellschaft immerhin bis auf weiteres langsam aber stetig zunehmende faschistoide Anteile.

'Ich möchte das Ende meines Corona Krieges, 'unseres Feldzuges gegen Corona', am liebsten lieber nach meiner nächsten Wahl haben' - also die 'Volksgesundheit' der persönlichen Biografie unterordnen, das hätte eventuell auch so Anteile - wenn auch eben geschichtlich gesehen 'um zwei Achsen invertiert/gespiegelt'; 'nach statt lieber früher im Leben', 'Krankheit statt Krieg'.

('Ich möchte meinen Weltkrieg lieber zum 50. Geburtstag haben als zum 60.', AH)(1889+50=1939 - qed)

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v.gd/NNDOR6
7ZnAFlax-cI

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Palettenprosa
aus der Agentur für pandemische Diktate:

... einer kargen Steppe gleich,
auf der jedes Geplauder
sich frühzeitig verabschiedet.

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Ahjà - Paletten
= Hochstapler. Bassd.

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Es sieht übrigens zunehmend so aus, als ob Facebook, ggfls. noch ohne zu wissen, was es tut' so eine Art 'globales Programm von 'Lebensraum durch/im Internet' leben würde'; einfach mal weiter im Auge behalten.

Die faschistoiden Anteile Amerikas, von denen vielfach gesprochen wird - unter anderem wohl auch, weil sie zu beobachten sind - könnten dann - selbstverständlich durch Verschiebung, diese Verschiebung machte dann 'das alte Muster für diese Zeit kompatibel' (weil unsichtbar; der 'verwandelte Faschismus' kommt immer in neuer Gestalt, bleibt doch der Alte, es gibt keinen 'neuen Faschismus') - so daher kommen. Erstens gab es früher Lebensraum im Osten schon einmal als abschreckendes, böses, verbrecherisches Beispiel, zweitens ist das Imperium schon relativ global unterwegs, und drittens gibt es eben diese Verschiebung von der realen Welt, die längst erobert ist, hin zu den virtuellen Räumen - und sich dort, 'am besten einig und geschlossen, bunt und vielfältig ist die neue Einheitsfarbe' - hinter einer sich selbst ungefähr mononopolartig richtig gut wissenden Fahne/Überzeugung zu versammeln.

Zuckerberg selbst, in seiner Haltung, wirkt tatsächlich manchmal bald schon wie so eine Art 'psychologisch verschobener Blockwärter' - 'er weiß besser, was richtig ist, als andere, dazu hält er auch die eigene Fahne besonders hoch - und stolz und einzigartig'.

Europäische Erfahrung und Lebenserfahrung des Bürgertums und des Großbürgertum sind da, weil selber schuldig oder Opfer, zum Glück weiterhin viel vorsichtiger. Niemand muss sich bei facebook (oder Google) erklären oder anstellen.

Am besten es gibt kein Imperium, dass nach irgendwelchen, für sich 'gefühlt unverzichtbaren, Ergänzungen' strebt. Einfach kein Imperium sein reicht.

Und Zuckerberg scheint in letzter Zeit verstärkt ein Opfer der 'üblichen kleinbürgerlichen Persönlichkeitsspaltung faschistoide Art und Weise zu sein' - 'ich bin gut, und das weiß ich auch, und darum müssen die anderen, die nicht so sind wie ich und so in dieselbe Richtung wollen, wie ich, eben böse sein' - diese Art auf der Seite der eigenen Fahne und Richtung das Gute zu sehen - und daher gegebenenfalls relativ reflexhaft/zwanghaft bei den anderen das Böse zu suchen und zu finden - geht überhaupt nicht.

'Lebensraum durch Internet, muss sein und weiter wachsen, weil wir sonst alle zugrunde gehen' - für ziemlich viele bei Lichte besehen ganz klar ein faschistoider Ansatz - den diejenigen, in deren Räume man da vordringt, werden gegebenenfalls nicht gefragt, oder ihre Meinung spielt,' da erkenntnismäßig, im Vergleich zu denen hinter ihrer eigenen Fahne her weiter vordringenden, minderwertig', nur eine vergleichsweise höchst untergeordnete Rolle. Und die eigene 'Brut' zu Hause, mit der möchte man gerne, so wie die (teils noch jungen und nicht selbst globalen) US-Demokraten-Symphatisanten 'im Bereich um Zuckerberg', jetzt gerne eine einverstaendliche, soziale Gemeinschaft sein. Die Anteile von 'national & sozialistisch' sind im Grunde bald mit Händen zu greifen. Und 'außen', 'nicht wie wir', ist immer Peripherie und durchaus etwas bis deutlich weniger wert.

Man sieht hier wohl schon sehr deutlich erste Ansätze, warum 'Unternehmensdemokratie' anstelle von 'wehrhaftem Staat aus dem Geiste der Aufklärung' nicht funktioniert.

Und was Frau Merkel eventuell nicht wahr hat - und Teile der Berliner Amtsverantwortung eventuell noch nicht wahrhaben wollen - das sieht der Bürger - und er wählt entsprechend.

@ - 'Unternehmensregierungen' - vermutlich dies 'zunächst einmal ein, selbstverständlich über die Medien lancierter, Versuchsballon, mal in der Bevölkerung die Resonanz auf so etwas anzutesten' - und richtigerweise steigt Jimmy Dore hier darauf ein - https://youtu.be/8kKpFf71zBQ

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@perfekt57a
Es stimmt natürlich, "Niemand muss sich bei facebook (oder Google) erklären oder anstellen". Ja, bis jetzt... Aber wie soll diese Entwicklung denn gebremst oder gar gestoppt werden, wenn sie letztlich ja demokratisch legitimiert ist? Welche der sieben Einheitsparteien in Berlin sollte diese Aufgabe denn angehen? Weil wir ein "wehrhafter Staat aus dem Geiste der Aufklärung" sind? Der sich ins Höschen macht, wenn der Big Brother von jenseits des Atlantiks aufschreit, weil man Putins Gas per Pipeline, deren perversem Fracking-Gas vorzieht? Natürlich tun "unsere" Politiker nicht mal das nicht aus Umwelt Liebe, sondern aus Geld Gründen.
Die Zeiten in denen Politiker noch einen eigenen, möglicherweise sogar noch durchdachten und informierten Standpunkt hatten, sind doch längst vorbei. Zur Regierung wird gewählt, wer sein Programm am besten an den Meinungsumfragen orientiert hatte, wie Gross-Meisterin Merkel das seit 16 Jahren zelebriert hat. Sogar "Gebildete" sind doch für die Entscheidungen der Digitalisierten, solange sie dem eigenen Vorteil dienen. DAS ist die unzerstörbare Wurzel der Macht der Zuckerbergs

Wer, wie in der deutsche Urnenpöbel, jahrzehntelang aus Habgier und Konsumgeilheit stets die Parteien wählt von denen er sich am Meisten fürs Portemonnaie erwartet, der hat diese neue digitale Welt mitgewählt. Noch sind wir nicht so weit wie in Nevada, aber so weit weg von Wahlen zwischen einem Halbaffen und der korruptesten Verbrecherin des Landes, oder jetzt gerade wider desselben Halbaffens und eines medizinisch dokumentierten Hirngeschädigten Halbtoten, sind wir ja nun wirklich auch wieder nicht, oder? Wo Dummheit hinführt konnte man schon immer an den USA ablesen. Ein Laschet oder ein Scholz sollen diese Entwicklung aufhalten? Viele trauern ja gerade, weil ihnen ein Kanzlerwahl zwischen einem Blackrock Mann und einem Goldman Sachs Mann so viel besser gefallen hätte...

Man kann nicht jahrzehntelang an Bildung sparen und die Unis von Konzernen finanzieren lassen, ohne irgendwann mit den Konsequenzen der Habgier der Mächtigen leben zu müssen! Dann hat man halt ein Volk, dass sich seine Meinungen auf Facebook "bildet". Wenn ein Primitivling wie Zuckerberg solchen Reichtum und solche Macht erreichen kann, dann wird er zum Vorbild für den Massenmenschen. Wenn Leute die über die Qualität von Katzen Fotos auf twitter abstimmen, zwischen Zuckerberg und Merkel&Co, bzw Biden&Co wählen sollen, dann kann man es denen ihre logische Entscheidung doch nicht mal übel nehmen, oder?

Und sie haben Probleme mit Nevada? Echt? Dem Staat der ausschliesslich davon lebt, dass er den Dummen Reichtum verspricht, und ihnen dann auch noch die letzten geliehen Dollar in seinen Casinos abzockt? Ein Zuckerberg soll da was verschlimmern?

PS
Es gibt (überraschenderweise ausgerechnet) im neuesten Spiegel auf Seite 116 einen recht intelligenten Bericht zum Thema soziale Medien über die jetzt beim The New Yorker arbeitende ehemalige "Influenzerin" Jia Tolentino.
"In einem ihrer Essays erklärt Tolentino das »scamming«, also
Leute verarschen oder abzocken, »zum maßgeblichen Modus Operandi der Millennials«.
Das dürfte es doch recht präzise treffen, oder?

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Widerspricht dem nicht ein wenig Brexit, Trump und Johnson? Jeweils Ergebnisse, die vom "establishment" (mir fällt kein besseres Wort ein) abgelehnt wurden? Trump und Johnson kann man damit erklären, dass sie keine ernstzunehmenden Gegenkandidaten hatten - aber zumindest Brexit ist eine Entscheidung bei der sehr viele kurzfristige wirtschaftliche Schwierigkeiten für mehr Unabhängigkeit in Kauf genommen haben.

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Ich glaubs kaum
tdv kommentiert perfekt 57.... Viele Grüsse, dieser Blog ist doch noch für Überraschungen gut....
Und klar, Merkel und USA sind nicht so der Bringer...,insofern ist da alles noch beim alten, tdv, ich musste wirklich grinsen, Sie hier wieder zu lesen...

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@tga Mir ging es mit dem Grinsen ähnlich...
Ich installiere ja mein Win7 alle paar Jahre neu und sauber, und bei der Übertragung der Passwörter fielen mir der Rebellmarkt und tdv auf. Ich benutze ja immer mehr Pseudonyme gleichzeitig und wechsle diese auch regelmässig. Nicht nur musste ich über die Bedeutung der beiden Quellen des längst vergessenen "tdv" nachdenken, sondern aus Neugierde mal wieder in diesen Blog vom Fonse reinschauen, Medien der Spingerpresse sind für mich nach wie vor inakzeptabel.
Hier im Blog habe ich dann ein paar Namen gefunden, die mir in der FAZ immer rechte Freude beim Lesen waren, zB colorcraze oder TorHa, und jetzt auch tga..

perfekts Kommentar lud zum Kommentieren geradezu ein. Ich weiss natürlich nicht was in den letzten Jahren zu den offensichtlichen Themen wie Covid, Klimawandel, Digital Konzernen oder US-Präsidneten hier bereits durchgekaut worden ist, ich bitte also bei Wiederholungen von meiner Seite schon jetzt um Verzeihung.

Ansonsten wünsche ich allen Anwesenden erst mal einen schönen Frühling, bei mir gibts schon an den ersten Orten die Kirschblüte... ach ja, und einen neuen Kaiser hab ich auch.

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tdv, alte Socke, auch mal wieder da?!
Wie wäre es mit einer kleinen prosaischen Alltagsbeschreibung von Japan (wir haben ja sonst niemand dort) - sind bei Euch auch die meisten Läden und Gaststätten zu? Grassiert auch das Homeoffice (was bei den meist kleinen jap. Stadtwohnungen möglicherweise schwierig ist)? Sind die Schulen auch im "Wechselbetrieb"?
Als Rentner mit Haus und Hund merkt mans wahrscheinlich nicht so, aber mitkriegen tut mans schon eher als wir in Übersee?!

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colorcraze, das ist ja wenig damenhaft. Also, ich muss doch bitten "Alte Socke"! An mir ist nichts alt ausser den Löchern in meinen Socken.

Ich kann ja mal ein paar Vergleiche und Zahlen anbieten und dann kann jeder für sich die richtigen Schlüsse daraus ziehen

Politische Entscheidungen, DE: inkl Verstösse gegen Grundgesetz: Ausgehverbot, Lockdown der mehr Tote verursacht als er an Corona Toten verhindert, unabsehbarer ökonomischer Schaden, enormer Schaden an der Entwicklung von Kinder und Jugendlichen durch Zwangsisolierung, Strafzettel für Nichttragen von Masken, Ächtung und Zensur von Bürgern die vom Mainstream abweichende Meinungen zum Thema haben, usw usw
Japan: Empfehlungen zum Maskentragen, und möglichst Abstand halten, Empfehlung an Restaurants um 20:00 zu schliessen, ab 19:00 kein Alkohol Ausschank, das Ganze bei Kompensationszahlungen, und keinerlei Probleme bei Nicht-Beachtung dieser Empfehlungen. Im Allgemeinen halten sich ALLE freiwillig an die Empfehlungen. Es sind ALLE Läden und ALLE Gaststätten geöffnet, die Zahl der Besucher ist allerdings gesunken und einige sind auch bereits Pleite. Im August (war es glaube ich) haben alle in Japan Lebenden ca ?1000 Bargeld Zuschuss vom Staat erhalten.
Bei Schulen allerdings kein gemeinsames Verhalten, ein stetiges hin und her. Auch Kindergärten sind geöffnet.

Das Resultat der jeweiligen Politik:

Einwohner: DE 83.000.000, Japan 126.000.000
Infizierte DE 2.400.000, Japan 425.000
Tote DE 69.000, Japan 7.600

Generell zum Thema kann ich mir eines nicht verkneifen. Es stammt offensichtlich von einer Seite auf der schamlos Verschwörungstheorien publiziert werden : https://www.tagesschau.de

Erschienen 30.(?) Dezember:

"In Deutschland sind im November 84.480 Menschen gestorben - elf Prozent mehr als im November-Schnitt der Jahre 2016 bis 2019. Den Angaben der Statistiker zufolge lag die Zahl der Todesfälle im November um 8186 über dem Schnitt der Vergleichsmonate der Vorjahre.
Die Erkenntnisse des RKI lassen den Schluss zu, dass Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung vor allem bei Menschen ab einem Alter von 80 Jahren zu beklagen sind. Das Statistische Bundesamt gab an, dass die Zahl der in einem Alter von über 80 Jahren Verstorbenen im November um 8192 über dem Schnitt der Referenzmonate lag. Das entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent. Dagegen war die Zahl der Todesfälle bei den Bürgern unter 80 Jahren mit dem Niveau der Vorjahre vergleichbar."

Ist da irgendwas dabei, das schwer zu verstehen ist????

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Aha, der seltsame Glaube, daß dem Virus nachts spitze Zähne wachsen, so daß es die Leute in die Nase beißt, herrscht also auch im Land der aufgehenden Sonne.

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TDV - vielen Dank! Gibt es in Japan nicht auch mehr alte Menschen?

Ich finde das faszinierend: sind Japaner einfach disziplinierter oder haben einen antiviralen Lebensstil?

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Was im Seuchenmodus ein Binnenland mit 9 Nachbarländern - und, nebenbei gesagt, unregulierter Zuwanderung - noch unterscheidet von einer Insel am A. der Welt ohne Zuwanderung, das ist auch kein Geheimnis, nehme ich an.

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Betr.: Japan // Frage an tdv
Die einzige Verhaltensweise, die ich komplett geändert habe, betrifft die Nutzung des ÖPNVs. Ich habe Busse & Bahnen komplett durch das Fahrrad ersetzt, und wenn das Wetter allzu bescheiden ist, bleibe ich (DRV-Rentner) eben zu Hause.
Und gerade in diesem Zusammenhang kommen mir Bilder aus der Tokioter Metro ins Gedächtnis, wie dort die Passagiere in die Wagen geschoben werden. Ist das immer noch so? Und die Metro trotzdem kein hotspot?

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Bilder aus der Tokioter Metro ins Gedächtnis, wie dort die Passagiere in die Wagen geschoben werden
wirklich Tokioter Metro, und nicht Shanghai oder Peking??

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Sie kennen offenbar keine japanischen ÖPNV-Pornos? :-)

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_fritz, wir sind auch eine Insel (trotz Tunnels ...). Allerdings sind die Briten natürlich auch sehr freiheitsliebend und nicht so diszipliniert wie die Deutschen oder die Italiener.

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colorcraze
Weder Dummheit noch Viren kennen Ländergrenzen...
Und: Ja, in normalen Zeiten sind die S-Bahnen vollgestopft, Je näher der City, umso mehr. "Groping" von Mädchen und Frauen ist dort Volkssport... aber das ist ein anderes Thema zu dem es SEHR viel zu sagen gäbe...

gux
meiner Erfahrung nach: alles drei richtig. Die Alterspyramide sieht in Japan noch unerfreulicher aus als in Deutschland, aber die Zahlen zeigen ja, dass der SarsCov2 Virus in allen Ländern gerade an den Spitzen dieser Pyramiden ganze Arbeit leistet.
Man kann da durchaus darwinistisch Evolution am Werke sehen.
Nur böse Menschen erkennen dabei auch eine gewisse Sanierung des Rentenkassen aller Länder.... ;-)
"Ich finde das faszinierend: sind Japaner einfach disziplinierter oder haben einen antiviralen Lebensstil? "
Die oberflächliche Antwort ist ja, das sind sie tatsächlich, man trägt ja eigentlich "immer" Maske, auch schon lange vor Covid. Und die Ernährung kennt sehr viel Fermentiertes und vielen Omega3/6 haltigen fettigen Fisch, was ja angeblich gut fürs Immunsystem ist.
Das mit der Disziplin ist ein eigenes Thema.
Die japanische Konditionierung mit der man die Kinder vom Vorschulalter an traktiert und misshandelt, ist mit das Widerlichste und Menschenverachtendste, das ich weltweit kennen gelernt habe.
Aber es ist wirklich ein ganz anderes Thema...

fritz
Sie haben natürlich recht, nur... was ändert das an der offensichtlich völligen Inkompetenz der deutschen Politik? Man wird in der Politik (ganz hervorragend) dafür bezahlt mit existierenden Problemen erfolgreich umzugehen, und nicht dafür Ausreden zu konstruieren.
Nur ein Dummkopf kann den Merkel, Spahn, Drosten und erst Recht Wieler ein positives Zeugnis für ihre Arbeit ausstellen... Von Woche zu Woche erweisen sich mehr und mehr der sogenannten Verschwörungstheorien als korrekt. Man hätte vieles bereits im März wissen können und müssen.
Neben sie nur die Ko-Morbiditäten. der Bericht dazu erschien sogar im ehemaligen Nachrichtenmagazin bereits im April:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-alle-obduzierten-todesopfer-hatten-vorerkrankungen-a-de16d1fb-2601-4848-8e64-702f2593c725

kalchas
Weltweit fährt wohl mittlerweile jeder dem es möglich ist mit dem eigenen Kfz statt den Öffentlichen... Das ist in Japan nicht anders.
Allerdings ist es für Nicht-Japaner schwer sich ein realistisches Bild vom Leben in der 42 Millionen Metropole Tokyo zu machen. Ich zB wohne nahe des Stadtrands, d.h. ziemlich genau 80 km, oder 90 S-Bahn-Minuten vom Zentrum entfernt. Mit dem Auto kann man zwar die in den Stosszeiten verstopften Expressways benutzen, aber nur für ?20, one way.... Die S-Bahnen sind jetzt in der Tat sehr viel weniger vollgestopft, als man es aus den Filmen kennt.
"Und die Metro trotzdem kein hotspot?" Das eigentliche Problem mit Covid ist ja, dass man auf sehr viele genau solcher wichtigen Fragen keine wissenschaftlich fundierten Antworten hat, bzw ehrliche Antworten veröffentlicht. Anscheinend will man in der Politik auf sehr vieles keine Antworten haben, und die Masse der Dummköpfe ist ja schon zufrieden, wenn man ihnen ein absurd nutzloses Spielzeug wie eine App andreht...

Wer zum Thema Alte in Japan etwas dazulernen will, dem sei ein link empfohlen. Leider ist dies Gott-sei-Dank selten, aber trotzdem typisch für die Alten: Armut und Vereinsamung

http://www.asahi.com/ajw/articles/14169366

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Als Eigentümer-Beirat in einer 40 Wohneinheiten-Immobilie in des Dussel´s Dorf erlaube ich mir zu bemerken: Unser Problem sind die allein stehenden alten Männer. Die haben oft Probleme mit dem Putzen und dem Müll-Wegbringen. Der eine kann sich den Service nicht leisten, der andere will ihn sich nicht leisten. Wir hatten hier auch promovierte Philosophen mit Oberlehrer-Karriere und 2,7 Kiloeuro-Rente. Und den Laden zugeschi$$en und geko$$t und "... ist mir alles egal ..." Die Witwen hier haben ihre Wohnungen im Griff. Die fragen nur, was der Unterschied zwischen einer Energie-Sparlampe und einer LED ist.

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https://youtu.be/GBUK1jMvKAE. Die Geschwindigkeit, mit der sich Informationen über Vorgänge bei anderen verbreiten, ist wirklich phänomenal. ('bei anderen') Wer auf irgendwelche lokalen oder nationalen Kanäle, also Mittelmänner, wartet, wartet oft entweder vergebens oder gefühlt viel zu lange. Und der Effekt 'mal gucken wann die eigen es auch haben und wie' ('die eigenen') ist ein soziopsychologischer und sozialer Zwischenstand, der bereits relativ abgenutzt ist - und aus der Verhaltenserwartung nun auch ausgeschieden wird. ('Zwischenstand' -Man lebt eben einfach locker weiter - und weiter locker voraus.) (Aktuell ist das Video oben 15 Stunden raus, ist doch okay.)

... und die Existenz der Kenntnis des obigen videos auf youtube stammt selbstverständlich von Telegram.

Der Trend auf die Straße scheint weiter zunehmend, warum soll man nicht bei schönem Wetter auch mal was sinnvolles machen? https://www.ramstein-kampagne.eu/ Wenn alle auf der Straße sind, ist doch wo eigentlich schon ziemlich egal, und dann geht man einfach, weil Bewegung Not tut, etwas häufiger.

Im real existierenden Verhalten wird eventuell eine Vielfalt ein individuell frei gewählter Verhaltens Cocktail von Möglichkeiten nebeneinander und miteinander auftreten, denn folgende und noch viel mehr teilweise entgegenstehende Paarungen sind ja möglich

Hemmung - Enthemmung
Hemmung - Wieder mehr Bewegung
Hemmung - Entgrenzung

Und selbstverständlich sind billige Erklärung durch Fachleute 'die entgrenzung ist zunächst eine enthemmung' und geht dann von der enthemmung in entgrenzung über leicht zu haben 'das weiß jeder sowieso selbst und verantwortet es' - aber ist das auch so?

Es scheint jedenfalls ein interessanter übergangs'punkt' zu sein, 'so ähnlich wie 1989'. Und doch von der Qualität her ganz anders:

Damals sprangen die Völker, eigentlich ja nur das deutsche Volk, wie ein jack-in-the-box, 'als die Feder sich entspannen durfte', ins Freie. Und das neue freie war das alte freie und relativ bekannt.

der gegenwärtige phasenübergang scheint sich aber dadurch auszuzeichnen dass alle Völker in ein neues anderes freie springen. das Verweilen in der Kiste hat auch den Sprung in ein anderes, verändertes außen mit sich gebracht ( - und nun kann man darüber philosophieren wie das zustande gekommen ist. (1))

Eine relativ einfache und vielleicht zutreffende Erklärung kann, sehr salopp gesagt, sein, 'die Globalisierung als Vorgang hat einfach angedauert, und das wegsperren der Völker in die Kiste geschah nicht nur für einen kurzen Moment'.

Man hätte das früher Bedenken können - wenn die Eliten nicht einfach nur alte Leute wären. (Hätte man?)

1 - Wer mit dem Vorgang leidlich auf der Höhe der Zeit und mit sich selbst im reinen ist, überlegt bezüglich dessen mit ein paar Prozent Tagesaufwand selbst - und lebt 'einfach trotzdem voran'. 'Und weil der Mensch ein Mensch ist, wird sein Kollektiv auch dazu früher oder später ein Narrativ finden - und weil wir in Freiheit leben, gibt es kein verbindliches Narrativ.' ('Merkel und ihre gelenkte Demokratie wollen eben einfach nur die Dialektik abschaffen, weil sie es gut mit uns meinen')(... und man muss bezüglich des Kollektivs, eines, vieler, aller, nicht relativ außenstehend sein, wiewohl es eventuell sprachlich in diesem Text so wirken kann - aber auch darüber, also über ein feststehendes soziales 'wo', gibt es hier, und im Netz und in der Zeit keine eindeutige Entscheidung. Es wird in dieser Republik eben in dieser Zeit ganz einfach dazu wohl nur so alt ('und überflüssig') geurteilt)(die Frage wer bist du eigentlich, die eine feste und dauerhafte Antwort erwartet ist, sowieso in aller Regel kleinbürgerlich und entspringt oft eher unreflektierter narzisstischer Homöostase)

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tdv - Danke! Ich finde die Ländervergleiche faszinierend, schliesslich ist Japan wie das UK eine Insel (aber wohl dichter besiedelt).

folkher - Das Problem mit den alten Männern sehe ich auch, kann das aber nicht so richtig verstehen. Ich bin in einem reinen Männerhaushalt (nach Scheidung) aufgewachsen, und mein Vater musste putzen, kochen, bügeln ... zu einer Zeit, als insbesondere andere Frauen da sehr genau aufpassten, dass das alles richtig gemacht wird (ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass besonders Lehrerinnen und andere moderne Frauen der Ansicht waren, ein Mann können niemals alleine einen Haushalt führen und ein Kind aufziehen). Aber von vielen Freunden waren die Väter unfähig, ohne die Frau auch nur ein paar Tage zu überleben: da mußte vorgekocht werden, eine Haushaltshilfe kommen etc. Dabei ist das ganze doch nicht so schwierig.

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Schwedische Todesrate
mit am niedrigsten in Europa.

- Dit sinn de Fagdn (bissle runterscrollen):

https://twitter.com/FatEmperor

Schweiz vergleichbar. Trotzdem parktisch jeden Tag hier im Südkurier: Die Schweiz ist Hochrisikogebiet... man ventiliert die Idee der Zwangstests für Deutsche Schweiz-Pendler...

(Mal de Fagdn mit der Berichterstattung über Schweden und die Schweiz vergleichen.)

Ach - eh ichs vergess: Die Schweiz macht - wie von Roger Köppel / Weltwoche daily, unterstützt vom Gewerbeverein z. B. ultimativ gefordert - am 1. März wieder fast alles auf außer Gaststätten. Die waren bis in den November hinein offen und - sie kommen auch bald wieder, bin ich sicher.

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Cummins ist ein interessanter Charakter - keine Ahnung, aber davon eher viel. Wir sind in der Vergangenheit sehr oft aneinander geraten - er ist ein großer Vertreter von 'low carb' und manipuliert mit großer Begeisterung Daten (ich meine natürlich - zitiert selektiv ...). Die low-carber sind alle irgendwie COVID-Experten geworden, nur musste Cummins regelmäßig alte Tweets löschen (keine 2. Welle im UK, keine erhöhte Sterblichkeit im UK, keine Wirkung der Impfungen). Comic relief!

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Ad personam - ok,
gux. Aber die Tabelle die Cummins anführt ist von Eurostat. Dazu müssten Sie jetzt was sagen, sonst streichen Sie Ihren beleglosen Angriff auf Cummins hier quasi selber gleich wieder durch - mit 'm Kopf aufbaut, mit'm Arsch omgrennt, wie die Schwaben sagen. Low carb - ich bitte Sie.- Mit "Fräulein Czernatzke" aus den "Vollidioten" zu enden öh, das bring' ich nicht übers Herz, das nun verbatim gegen Sie aufzuführen, so isch noo au widder, hehe.

Hier ist die Tabelle. sie stammt von Dr. Lindquist an der nicht ganz unbedeutenden Universität Oxford - die Daten sind von Eurostat, nedwahr: Schweden hatte 2020 mit die niedrigste Todesrate in Europa.

https://twitter.com/FatEmperor/status/1364547567619608580

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Dänemark, Finnland, Norwegen haben deutlich geringere Übersterblichkeit - und das sind Länder mit vergleichbarer Bevölkerung. Deutschland hat eine geringere Übersterblichkeit. Man kann also sagen, dass von allen skandinavischen Ländern Schweden die mit Abstand höchste Sterblichkeit hat.

Cummins hat im September bereits erklärt, dass es keine 2. Welle geben kann ...

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@gux
Die reinen Zahlen dazu finden sie hier
https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

Verschiedene Arten die Statistik Daten sinnvoll zu vergleichen, geht am besten hier:
https://ourworldindata.org/coronavirus

Medizinische Daten und Information am Besten bei jama und Lancet

Und sie sollten sich vielleicht mal überlegen beim Thema Übersterblichkeit IMMER dazu zu schreiben, dass eine Übersterblichkeit in Deutschland ausschliesslich bei über 80jährigen besteht? Ich finde, es ist eines der wichtigsten Puzzle Steinchen zum Verständnis.

Heute in den Medien die ersten konkreten Berichte zur Einführung eines Impfpasses, einem Meilenstein auf dem Weg zur Zwangsimpfung. Die Impfung verhindert im besten Fall die Entwicklung von Covid19 Disease nach Infektion mit SarsCov2. Wie viel, bzw. wie wenig dies auch bei Infektionen mit den diversen und sich täglich vermehrenden Mutanten und Varianten (sie kennen den Unterschied?) kappt, das ist nach wie vor völlig unbekannt. Ausser bei Astra Zeneca das nachgewiesener massen bei der Südafrika Mutante nur zu 20% schützt.
Der Gag beim Impfen ist ja, dass es anscheinend so ist, dass nach der Impfung Infizierte, nach wie vor infektiös sind... :-)
Sie wissen, dass es sie kein Recht auf eigene Wahl des Impfstoffs haben?


@dieter kief
Sie werden umlernen müssen. Die Zeit in der Medien noch "Nachrichten" verbreiteten sind Vergangenheit. Mainstream Medien bringen statt dessen einheitlich nur mehr die "Meinung" die gute Staatsbürger zu Nachrichten haben sollen/müssen.

Fabio de Masi hat es oin seinem Rücktrittsbrief so beschrieben:

"Es gibt in verschiedenen politischen Spektren und vor allem in den sozialen Medien die Tendenz, Politik nur noch über Moral und Haltungen zu debattieren. Ich halte dies für einen Rückschritt. Werte und Moral sind das Fundament politischer Überzeugungen. Wer jedoch meint, dass alleine die ?richtige Haltung? über "richtig oder falsch" entscheidet, versucht in Wahrheit den Streit mit rationalen Argumenten zu verhindern.

Eine solche Debattenkultur hat nichts mit Aufklärung zu tun, sondern ist Ausdruck eines elitären Wahrheitsanspruchs, wie ihn die Kirche im Mittelalter bediente. "

Dass in DE gerade ein Ministerium für Zensur entsteht haben sie mitbekommen? Falls nicht:
https://multipolar-magazin.de/artikel/neue-zensurbehorde
Man kann es sich auch vorlesen lassen, sehr praktisch wenn man selber kocht.... :-)

Zu Schweden haben sie natürlich Recht, ich bin nur die ewigen Diskussionen mit den Recht-Gläubigen leid, und die heute bereits als normal geltende Zensur vom Kommentaren. Erfeulicherweise gibt es beim Hausherrn ja keine....

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tdv - es gibt verschiedene Methoden, Übersterblichkeit zu bestimmen, bei manchen werden zum Beispiel Frühjahr und Herbst als Grundlage verwendet. Am einfachsten ist es, das Mittel der letzten Jahre zu verwenden - und auch bei so einem Vergleich sieht es nicht anders aus. Diese Art ist auch am transparentesten, da sie gerade keine besonderen Annahmen braucht.

Ich halte einen Impfpass durchaus für sinnvoll - die Daten aus Israel und inzwischen auch Schottland deuten darauf hin, dass auch Infektionen verhindert werden. Mit den Varianten werden wir Leben müssen, und man kann die Impfstoffe anpassen. Es steht dann noch immer jedem frei, sich nicht impfen zu lassen - aber man muß dann eben mit den Konsequenzen leben. Die Impfung ist noch immer die beste Methode, zu einem halbwegs normalen Leben zurückzukehren.

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Verlässliche CO-19-Daten
sind die Übersterblichkeit und die Zahl der Intensivbetten sowie die Zahl der Personen, die man an Beatmungsgeräte anschloss.

Alle diese Zahlen für Deutschland, die Schweiz und Schweden sind ähnlich.

Die Übersterblichkeit 2020 in Schweden und der Schweiz entspricht der eines heftigen Grippejahres.

Die Übersterblichkeit in 2020 in Deutschland entspricht lt. statistischem Bundesamt der von - 2018.

In der Schweiz waren 202o weniger Menschen an ein Beatmungsgerät angeschlossen als 2019!

Das sind Befunde, die in der üblichen Berichterstattung nicht vorkommen, warum auch immer. Wie immer, wenn wichtige Befunde nicht berichtet werden, leidet die öffentliche Urteilsfähigkeit.

Dass die Schweiz ab nächster Woche wieder weitgehend zum normalen Leben zurückkehrt, ist vollkommen richtig, wie es offenbar auch richtig war, dass Schweden keinen Lockdown gemacht hat.

Die Verteufelung der beiden Länder und ihrer Strategie war und ist unsinnig. Sie haben Vieles richtig gemacht.

Bei der Vorsorge für die Alten waren die Schweizer besser als die Schweden, nicht zuletzt, weil sie ihr Personal in den Pflegeheimen besser qualifizieren (nicht: besser bezahlen. Die Bezahlung ist in beiden Ländern hervorragend.)

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Müssen wir wirklich wieder zu diesem unsäglichen Thema zurückkommen? Wir werden uns nicht einigen - Sie werden mich nicht überzeugen, und ich werde Sie nicht überzeugen - und es reicht mir, mich damit beruflich herumschlagen zu müssen.

Ich habe in meinen Vorlesungen immer scherzhaft erwähnt, dass es bei jeder Krankheit natürlich auch diejenigen gibt, die alles als "nicht so schlimm" sehen (ich empfehle Samuel Pepys zur Pest) - dass es aber so extrem wird, hätte ich nicht gedacht.

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Ich warte auf den Satz, "Covid19 ist gesund. SarsCoV 2 demnächst auf Kassenrezept." Come on, eine bisschen Spaß muss sein, dann ist die Welt voll Sonnenschein.

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@tdv: Willkommen zum diesjährigen
Kurzaufenthalt im Büdchen der meist gerade Noch-Nicht-Rentner und Fonsisten Deutschlands. Freut mich, dass Sie noch leben und schreiben :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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@Tyler Durden Volant,
schließe mich dem Willkommen von Thorha an
und bedanke mich für die Einblicke in japanische Verhältnisse.

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Me too.

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Danke ThorHa, Mediensegler und Raphaela
Es gibt in den deutschen Medien jetzt eine grosse Neuerung, die es vor drei oder vier Jahren noch nicht gab: Zensur ist hoffähig geworden. Es gibt praktisch (ausser hier) kein Forum mehr in dem nicht alles, was nicht politically correct/cancel culture ist, zensiert wird. Selbst alternative Medien wie zB Jebsen zensieren wild drauf los...
Wenn ich allmorgendlich, die Schlagzeilen von tagesschau und süddeutscher überfliege, um zu sehen, was "die Feinde des Denkens" heute wieder verkaufen, laufe ich Gefahr mich zu übergeben. Den Spiegel gibts (für böse Menschen) kostenlos im Internet und der hat fast immer einen oder zwei interessante Artikel drin, meist Interviews.
In der letzten Woche gibt eine Frau Tolentino auf S.116 offen Auskunft über gewisse Zustände:
"Der Untertitel der Originalausgabe lautet »Reflections on Self-Delusion«, sinngemäß also: »Nachdenken über die Selbsttäuschung«. Der deutsche Verlag hat daraus unverständlicherweise »Über das inszenierte Ich« gemacht, wobei es eben nicht die Inszenierung, sondern die Selbsttäuschung ist, die Tolentino so grandios analysiert. In einem der Essays erklärt Tolentino das »scamming«, also
Leute verarschen oder abzocken, »zum maßgeblichen Modus Operandi der Millennials«.
Heuchelei ist natürlich nicht gerade eine neue Erfindung, aber eine ganze Generation....?

Das Leben in Japan kennt so etwas nicht, dort ist alles Inszenierung. Und so ist es in diesem Land dann ein Vorteil, dass es diskussionswürdige, ernst zu nehmende Medien nie gegeben hat.
Die englischsprachigen Zeitungen können sowieso nur dank US Homeland Security Finanzierung existieren, sind also voller Werte-Westen Propaganda, und reine Zeitverschwendung ...

Das macht das Leben hier sehr viel stress-freier und gesünder.
Es besteht gar keine Gefahr mehr etwas allzu ernst zu nehmen.
Der Blutdruck sinkt, ausser beim Autofahren... :-)

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tdv - gibt es eine Gesellschaft, die nicht auf Inszenierung beruht? Diese Inszenierung bietet Sicherheit, weil sie die Ungewissheit nimmt - und was viel wichtiger ist, sie separiert die eigentliche Person von der öffentlichen Person. Das Problem ist nicht die Inszenierung, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Fähigkeit, damit umzugehen, immer mehr verlernt wird und die Grenzen verwischen.

In manchen Gesellschaften wurde das perfektioniert - und es funktioniert, so lange sich alle an die Spielregeln halten (und Neuankömmlinge bereit sind, sie zu lernen). Ich sehe vielmehr die Verwässerung der Inszenierung für ein Problem, denn genau das führt zu viel mehr Täuschung und Trug. Das hat weniger mit Heuchelei zu tun sondern eher damit, ein Zusammenleben erträglich zu gestalten.

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Gibt es "die Millenials" überhaupt? Oder meint man damit nur die Kinder der Selbstoptimierer die ihre Blagen vor der Glozze und Kompjuter geparkt haben damit diese nicht stören. Ja, die haben gerade erhebliche Probleme. Der Nachwuchs von Leuten die sich wirklich um ihre Kinder gekümmert haben ist durch die Bank solide.

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Ich denke schon - es sind nicht nur die Eltern, sondern auch Lehrer und Gesellschaft. Man hat dieser Generation eingeredet, Leistung sei etwas schlechtes und jeder sei ein Gewinner. Viele aus dieser Generation haben nie gelernt, mit Niederlagen umzugehen, weil sie einfach keine Niederlage oder Misserfolg erleben mussten.

Das Ergebnis ist, dass sich z.B. Studenten über schlechte Noten beschweren: sie sehen ein, dass die Leistung schlecht war, aber sie finden, sie hätten dennoch eine bessere Note verdient weil sie sich so bemüht hätten - und überhaupt nicht einsehen, dass eine schlechte Leistung zu einer schlechten Note führt ...

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tdv ja schön
aber Ihre pauschal-Haue der Deutschen Öffentlichkeit ist Gott sei dank ein bisschen übertrieben.
Die weLT zensiert erheblich, TE gelegentlich (immer wenn von Hitler oder der weißen Rose und/oder der AfD die Rede ist, quasi), Achgut zensierte z. B. Masken-Posts aber sonst wenig, die FAZ zensiert mittlerweile überwiegend usw. - aber das sind nicht alle und auch die zensieren nicht ständig und so ist es doch auch nicht zappenduster. - Vermutlich schon auch nicht dusterer als in Japan. Und schon gar nicht in der Schweiz. Die NZZ leuchtet, und die Regionalzeitungen leuchten mit! Die Weltwoche sowieso!

PS
gux - Sie scheinen eher unempfindlich zu sein, wenn es um performative Selbstwidersprüche geht, will ich mal sagen.

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Herr Kief - welche genau meinen Sie?

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Nein, Gux, natürlich gibt es keine Gesellschaft die nicht auf Inszenierung beruht. Aber der Unterschied den ich zitiert hatte ist entscheidend. Es ist doch gar nicht die Inszenierung von der ich schrieb, es ist die Selbsttäuschung darüber, dass es eigentlich nur eine Inszenierung ist. Und das ist es, was die Millenials von anderen Generationen unterscheidet.
Die Inszenierung der japanische Gesellschaft bedeutet, traditionell und kulturell von der eigenen Überlegenheit anderen Ländern gegenüber wirklich überzeugt zu sein. Rassismus ist hier normale Politik, wie auch zB die Gleichberechtigung. Letzte Woche gab hier die Minsterin für Gleichstellung von Frauen bekannt, dass sie diese für keione gute Idee hält. Aber sie sei kompetent genug ihre persönliche Meinung aus ihrer Arbeit herauszuhalten. DAS ist normale japanische Politik!
Ich habe 13 Jahre in Japan gelebt, glauben sie mir, es gibt da Unterschiede, die sich Aussenstehende niemals vorstellen könnten.
Sie sollten mal den Umgang der Japaner mit dem zweiten Weltkrieg kennen lernen. Wie in DE in den 50er Jahren.
Hier hat man unfairerweise die schwertschwingenden, tapferen Heden mit einer Atombombe besiegt, weil man einen ehrlichen Kampf gegen alles was japanisch ist niemals gewinnen könnte!
Ein japanischer Willy Brandt der in Seoul oder Nanking niederkniet, der würde dies in Japan nicht lange überleben.

Der Unterschied zwischen uns ist wohl eher, dass ich Authentizität hochachte, während Ihnen die Heuchelei lieber ist, weil sie sie für nützlich halten?
Und das was in DE abläuft ist für Sie ein "Zusammenleben"?

Ihre Einschätzung der Millienials ist natürlich korrekt. Eine ganze Generation, die keine Ahnung davon hat, dass auch etwas ganz anderes als Merkel Kanzler sein könnte... und Mittelmässigkeit NICHT die einzige Art zu Sein ist.

Dieter Kief... ich wills mal so sagen, damit es deutlich ist: Ich wusste nicht, dass Achgut nicht zensiert, ich hab das nie gelesen und zweifle doch stark, ob sie tatsächlich wissen, dass die tatsächlich nicht zensieren.
Aber, wenn achgut wirklich nicht zensiert, dann wird ja alles gut. Wer sind schon Spiegel FAZ FR Welt SZ und Tagesschau... keiner käme auf die Idee irgendwas nachzuplappern, was von diesen Mainstreammedien kommt, gell?
Wir steuern weltweit auf einen Klimawandel zu, mit möglicherweise für die Spezies endgültien Konsequenzen, so ums Jahr 2100, bei dann 5° plus. Wir leben in Gesellschaften in denen Digital-Konzerne und die Finanzwelt die Regeln UND die Gesetze schreiben. Wir steuern auf die Total Überwachung jedes einzelnen Bürger zu, und eine Datenbank in der jeder unter seiner Steuernummer einen Folder hat, in dem alle digital hinterlassenen Spuren gespeichert werden und auf dem recht schnell eine Benotung der staatsbürgerlichen Zuverlässigkeit erscheinen wird...

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@Mediensegler
Bevor ich es nochmal veralzheimere: Der Mann ist Russe und schreibt sich in Übersetzungen Prof Volland... :-)

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TDV - vielen Dank für Ihren Bericht! Ich kenne von vielen Asiaten deren Einstellung zu Japan, und bin immer sehr erstaunt, dass man davon in Deutschland eher wenig mitbekommt.

Ich lebe nicht mehr in Deutschland sondern schon seit langem im UK, daher hat sich meine Beschreibung auch mehr auf die englische Gesellschaft bezogen. Nach meiner Erfahrung ist die Inszenierung hier etwas anders, und eben nicht die Art der Heuchelei die ein ähnliches Verhalten in Deutschland wäre.

Es fällt mir auf, dass Deutsche und Amerikaner sehr gerne sehr direkt und oft auch verletzend sind, und dies als eine Art Tugend ansehen - während man zumindest in meiner Umgebung in England ein solches Verhalten für eher primitiv hält: man gibt jedem die Möglichkeit, sein Gesicht zu waren.

Aber vielleicht ist der Grund ein ganz anderer: ungeschriebene Regeln und Inszenierungen erlauben viel mehr Flexibilität, denn es gibt viel mehr Ebenen, auf denen man agieren kann und viele Probleme lassen sich elegant umgehen. Wer immer direkt und 'authentisch' ist hat es viel schwerer, seine Meinung zu ändern.

Ich halte so etwas nicht für Heuchelei: Heuchelei wäre es, wenn man bewußt etwas verschleiern wollte, aber darum geht es nicht. Wer die Regeln kennt, der wird auch nicht getäuscht - und wer als Fremder in eine neue Gesellschaft kommt, muß deren Regeln zuerst lernen.

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désillusion
auf dem Wochenmarkt

hallo, hier, möchten Sie unterschreiben?

häh?

gegen kommunistische Umtriebe …

hahhahah hahahha ( 7 Sekunden unkontrollierter Lachreflex )

wieso lachen Sie?

oh, pardon, sorry !

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Gut getroffen!
Das musste ja so kommen: Der Urnenpöbel hat das eigentliche Problem erkannt, die Amerikanisierung macht weiterhin Fortschritte!

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Stimmt! Zudem wird das deutsche Kind immer dicker. Es folgt dem US-amerikanischen. Das meistverkaufte Auto in den USA ist der F 150 von Ford. Ein Pickup. Gefolgt vom Dodge RAM. In die Dinger bekommt der opioidgeschädigte Mindestlohnarbeiter seinen breiten A***h noch rein.
Die Verfettung steht im Zusammenhang mit der von Robert Pfaller beschriebenen Infantilisierung. Beides zusammen lässt mich fürchten, dass wir in Zukunft auf das Auto verzichten müssen. Keiner kann es reparieren. Erstens ist er zu dick und kann sich in und unter dem Gerät nicht bewegen. Zweitens weiß er sowieso nicht, worum es geht. Drittens mag er auch keine Verantwortung übernehmen zum Beispiel für die Sicherheitsüberprüfung. Die muss der Mechanicus nämlich unterschreiben.
Also: beizeiten das Auto verkaufen. Übrigens werden Lastenfahrräder ab sofort in Düsseldorf mit einem Kiloeuro subventioniert. Hoffen wir, dass die dicken Kinder da noch die Bremsklötze wechseln können.

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