Montag, 23. August 2004
On Air today.
Der Interviewreigen beginnt. Ab 15.15 Uhr sitze ich im Studio in Berlin und werde nach Köln geschaltet. So gegen 15.30 wird das Interview dann live, ungeschnitten, und mit allen Ähs und Verhasplern in der Sendung “Corso” on Air gehen. So 10, 12 Minuten haben wir Zeit. Es werden die schnellsten 10, 12 Minuten des Jahres werden.
Der Deutschlandfunk ist auch über Internet zu empfangen.
Update: Herausgeber Kai Pahl hat eine sehr nette Art, mich als Medienhure zu bezeichnen. Das nächste Mal ist er am Drannsten...
Nachtrag: Am Lustigsten war der Moment, als der Moderator Kai´s Namen nicht aussprechen konnte. Ab jetzt sage ich nur noch Kai "da fehlt ein Buchstabe" Pah(l) zu ihm.
Der Deutschlandfunk ist auch über Internet zu empfangen.
Update: Herausgeber Kai Pahl hat eine sehr nette Art, mich als Medienhure zu bezeichnen. Das nächste Mal ist er am Drannsten...
Nachtrag: Am Lustigsten war der Moment, als der Moderator Kai´s Namen nicht aussprechen konnte. Ab jetzt sage ich nur noch Kai "da fehlt ein Buchstabe" Pah(l) zu ihm.
donalphons, 15:12h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 23. August 2004
Countdown läuft
Heute Nacht, 0 Uhr, läuft die Sperrfrist für das Buch aus.

Exakt 5 Tage später trifft es beim Verlag, bei der Auslieferung und bei mir ein. Eine einjährige Phase geht damit dem Ende entgegen, haha, war nur ein Witz, sorry.
Nichts geht zu Ende. Bis hierher war es nur der Transfer ins Zielgebiet. Jetzt wird es ernst. An das seltsame Gefühl, jeden Tag auf die Rezensionen zu warten, den Aufstieg im Amazon-Ranking zu verfolgen, die Kontrollanrufe bei der Bodenstation im Verlag, die hektische Kooerdinierung der Daten und Orte, das alles kommt noch. Es gibt über 150 Vorbesteller, ein paar Dutzend Follow Ups werden noch kommen, und ich erkenne auf Anhieb 10 Feinde, die es hassen werden. Nicht nur, weil wir es geschafft haben, und sie noch immer auf ihren Manuskripten sitzen. Nicht nur, weil ich ihnen in meinem langen Dasein mehr als einmal begegnet bin. Sie werden es hassen, weil es anders ist. Und dann gibt es noch die Ignoranten, die pauschal alles niedermachen, was jung, neu und ungewöhnlich ist. Oder gar Internet, igitt wie kulturlos.
Man lebt da oben in der Kanzel des Bombers über dem Kulturbetrieb, beim Anflug auf dieses Zielgebiet von der Hoffnung, dass es die verbohrten, selbsternannten Kulturreinheitsfanatiker so oder so irgenwann erwischen wird, diese Offline-Luschen, für die das Netz nur bedrohung oder Kommerz sein kann. Und man ist - das lernt man beim ersten Einsatz, der bei mir jetzt 14 Monate her ist - dem Ganzen nicht schutzlos ausgeliefert. Zum einem ist ein Buch, dieses besondere Buch eine Offensivwaffe. Will sagen: Wir fliegen einen Angriff gegen ihre Reputation, ihre Dünkel, ihre Arroganz. Zum anderen sind die Verrisse wahrscheinlich ineffektiv. Journalisten haben einen miserablen Ruf, oft zurecht, das einzige was zählt ist die Awareness, und die Leser machen sich schon ihren eigenen Reim darauf.
Kein Grund zum Klagen. Wir wollten das so. hey, this is gonna be big fun, und runter kommen wir alle irgendwann. Die Motoren laufen rund, es ist laut, es ist aufregend, was will man eigentlich mehr.

Exakt 5 Tage später trifft es beim Verlag, bei der Auslieferung und bei mir ein. Eine einjährige Phase geht damit dem Ende entgegen, haha, war nur ein Witz, sorry.
Nichts geht zu Ende. Bis hierher war es nur der Transfer ins Zielgebiet. Jetzt wird es ernst. An das seltsame Gefühl, jeden Tag auf die Rezensionen zu warten, den Aufstieg im Amazon-Ranking zu verfolgen, die Kontrollanrufe bei der Bodenstation im Verlag, die hektische Kooerdinierung der Daten und Orte, das alles kommt noch. Es gibt über 150 Vorbesteller, ein paar Dutzend Follow Ups werden noch kommen, und ich erkenne auf Anhieb 10 Feinde, die es hassen werden. Nicht nur, weil wir es geschafft haben, und sie noch immer auf ihren Manuskripten sitzen. Nicht nur, weil ich ihnen in meinem langen Dasein mehr als einmal begegnet bin. Sie werden es hassen, weil es anders ist. Und dann gibt es noch die Ignoranten, die pauschal alles niedermachen, was jung, neu und ungewöhnlich ist. Oder gar Internet, igitt wie kulturlos.
Man lebt da oben in der Kanzel des Bombers über dem Kulturbetrieb, beim Anflug auf dieses Zielgebiet von der Hoffnung, dass es die verbohrten, selbsternannten Kulturreinheitsfanatiker so oder so irgenwann erwischen wird, diese Offline-Luschen, für die das Netz nur bedrohung oder Kommerz sein kann. Und man ist - das lernt man beim ersten Einsatz, der bei mir jetzt 14 Monate her ist - dem Ganzen nicht schutzlos ausgeliefert. Zum einem ist ein Buch, dieses besondere Buch eine Offensivwaffe. Will sagen: Wir fliegen einen Angriff gegen ihre Reputation, ihre Dünkel, ihre Arroganz. Zum anderen sind die Verrisse wahrscheinlich ineffektiv. Journalisten haben einen miserablen Ruf, oft zurecht, das einzige was zählt ist die Awareness, und die Leser machen sich schon ihren eigenen Reim darauf.
Kein Grund zum Klagen. Wir wollten das so. hey, this is gonna be big fun, und runter kommen wir alle irgendwann. Die Motoren laufen rund, es ist laut, es ist aufregend, was will man eigentlich mehr.
donalphons, 01:32h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 13. August 2004
Kwalitäzschurnalisten, fäuletonistische
Mit dem Blogsalon der Zeit hat das Hamburger Hausblatt ostelbischer Junkernachkommen ein Organ eingerichtet, um endlich mal so richtig krassen, mies formulierten Borderline zu machen:
Der Sommer ist so kostbar dieses Jahr, dass sich niemand durch Weblogs lesen mag - und selbst diejenigen, die üblicherweise interessante schreiben, scheinen die Sonnentage fern ihres Bildschirms zu nutzen.
Also, meine Userzahlen hier gehen nach oben, ich kann mich über Leser nicht beschweren, die Kommentare bei mir und anderen kommen auch nicht gerade von Spambots, und ich sehe auch fast kein Blog, das im Moment geschlossen hat.
Äh...
Ach so, es sei denn, die Zeit liest vor allem tote 20six- und myblog-Blogs. Die könnten dann, wenn von 12-jährigen verfasst, auch stilbildend für die Zeit sein.
Der Sommer ist so kostbar dieses Jahr, dass sich niemand durch Weblogs lesen mag - und selbst diejenigen, die üblicherweise interessante schreiben, scheinen die Sonnentage fern ihres Bildschirms zu nutzen.
Also, meine Userzahlen hier gehen nach oben, ich kann mich über Leser nicht beschweren, die Kommentare bei mir und anderen kommen auch nicht gerade von Spambots, und ich sehe auch fast kein Blog, das im Moment geschlossen hat.
Äh...
Ach so, es sei denn, die Zeit liest vor allem tote 20six- und myblog-Blogs. Die könnten dann, wenn von 12-jährigen verfasst, auch stilbildend für die Zeit sein.
donalphons, 18:47h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 12. August 2004
In einer Reihe mit
(Young Miss 9/04, S. 10, "Miss World Trendscout" v.l.n.r.)
Karolina Kurkova, Christina Aguilera, Patrick Nuo, Don Alphonso, Kai Pahl, Blogs.

Wer hip ist, führt Tagebuch - literarisch, poetisch, online! In sogenannten Blogs. Die besten gibt's ab 1. September mit Anleitung zum Selberbloggen im Buch von Don Alphonso und Kai Pahl.
Kai Pahl. Nicht Kai Phal, Kaiphas oder Kai der Pfähler. Für die Werbefritzen, die hier lesen: Als Anzeige hätte das über 4.000 Euro gekostet.
Disclaimer: Achtung! Dieser Blogeintrag ist ungeeignet für ironieresistente Vollidioten ab 14 Jahren!
Karolina Kurkova, Christina Aguilera, Patrick Nuo, Don Alphonso, Kai Pahl, Blogs.

Wer hip ist, führt Tagebuch - literarisch, poetisch, online! In sogenannten Blogs. Die besten gibt's ab 1. September mit Anleitung zum Selberbloggen im Buch von Don Alphonso und Kai Pahl.
Kai Pahl. Nicht Kai Phal, Kaiphas oder Kai der Pfähler. Für die Werbefritzen, die hier lesen: Als Anzeige hätte das über 4.000 Euro gekostet.
Disclaimer: Achtung! Dieser Blogeintrag ist ungeeignet für ironieresistente Vollidioten ab 14 Jahren!
donalphons, 17:35h
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Die erste Rezension des Blogbuchs ist da
wurde mir zumindest mitgeteilt. Deshalb habe ich gerade meine Office Managerin rüber zum Kiosk geschickt. Ich glaube, ich kann das nicht: Zum Kiosk gehen und eine Young Miss verlangen.
donalphons, 16:52h
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