Dienstag, 21. August 2007
Empfehlung heute - Eingemachtes
bei Amardi, mit schlechten Zutaten aus der Munich Area.
donalphons, 01:40h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 19. August 2007
Empfehlung heute - Nicht jedes Giftmetall aus Asien
ist zu verdammen. Obwohl ich als Asienskeptiker bekannt bin, habe ich mir heute 4 Kilo Schwermetall aus Indochina gekauft, und wie die Produktionsbedingungen in Kambodscha lange vor den Roten Khmer aussahen, will ich auch nicht wissen. Als ich heute endlich unter lauter Trödel inmitten vom bayerischten Bayern der Holledau einen ins Nichts werbenden Hanuman sah, konnte ich nicht wiederstehen. Daheim wartete schon lang eine unbegehrte Sovann Macha auf ihn, und nun kann er für lange Zeit begehrliche Dinge an ihr vollbringen.

Man könnte auch sagen: Sich zum Affen machen. Was nicht weiter schlimm ist, denn Hanuman ist der Legende zufolge ein Affengeneral, und da er am Ende die Meerjungfrau Sovann Macha für sich gewinnt und seither in den Tänzen der Khmer-Hofoper verehrt wird, hat es sich für ihn gelohnt. Ob es sich dagegen für uns lohnt, sich wegen ein paar lumpiger Cent für miserables Spielzeug aus Sweat Shops zum Deppen zu machen - das bezweifelt Patrick Breitenbach.

Man könnte auch sagen: Sich zum Affen machen. Was nicht weiter schlimm ist, denn Hanuman ist der Legende zufolge ein Affengeneral, und da er am Ende die Meerjungfrau Sovann Macha für sich gewinnt und seither in den Tänzen der Khmer-Hofoper verehrt wird, hat es sich für ihn gelohnt. Ob es sich dagegen für uns lohnt, sich wegen ein paar lumpiger Cent für miserables Spielzeug aus Sweat Shops zum Deppen zu machen - das bezweifelt Patrick Breitenbach.
donalphons, 23:21h
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Freitag, 17. August 2007
Empfehlung heute: Balkon with a view
Man kennt den Blick, und trotzdem ist er jeden Tag neu und anders.

Wie wohl der Blick vom Balkon der alt-neuen Jugendstilwohnung von Lisa9 sein wird?
bei der gelegenheit froh sein, dass man die sache mit der gekauften wohnung schon zu einem zeitpunkt hinter sich gebracht hat, als der achtorientierte lebensstil keinerlei anlass zu blöden bemerkungen wie "sesshaft" und "gesetzt" gab

Wie wohl der Blick vom Balkon der alt-neuen Jugendstilwohnung von Lisa9 sein wird?
bei der gelegenheit froh sein, dass man die sache mit der gekauften wohnung schon zu einem zeitpunkt hinter sich gebracht hat, als der achtorientierte lebensstil keinerlei anlass zu blöden bemerkungen wie "sesshaft" und "gesetzt" gab
donalphons, 01:12h
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Mittwoch, 15. August 2007
Empfehlung heute: Feiertag in Bayern,
aber Hektik in Berlin. Es gibt heute trotz des schönen Wetters welche, die mit dem Berliner Nahverkehr zu ihrer Tätigkeit müssen. Wenigstens gibt es dabei hübsche Mädchen, sagt Frank.
donalphons, 15:12h
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Dienstag, 14. August 2007
Empfehlung heute - Wir haben ja nichts
Ich kenne einen Oberhaifisch, der seine Fleischspiesse jenseits des Verfallsdatums erwirbt und sie in Butter brät, die durchaus schon ranzlig sein darf. So schlimm ist es bei uns noch nicht, aber auch hier gibt es kein Geld für überflüssigen Luxus, und man versucht, mit dem auszukommen, was da ist.
Da ist zum Beispiel der Gang und die Anlage meiner Räumlichkeiten. Die frühere Trennung in einen Teil für das Personal und einen Teil für die Herrschaften machte eine eigene, vom Gang aus betretbare Küchentür nötig. Wenn man so will: Der Personaleingang. Heute gibt es kein Personal mehr, eine Putzfrau beschäftigen allenfalls die Mieter, aber ich habe eine Aversion dagegen - schlimmer als gegen Ikea und Fastfood. Ein Personaleingang macht also keinen Sinn mehr. Und wie es der Zufall haben will, fand sich im Haus auch ein alter, flacher Garderobenschrank mit bekannter, massgefertigter Geschichte aus den 50er Jahren, den meine Frau Mama dem Sperrmüll übergeben wollte. Pfenninggut jedoch ist er, mit sauber eingesetzten Astlochfüllungen im Vollholz, gemacht von einem Könner seines Fachs und unter all den späteren Lack- und Tapetenschichten immer noch klassisch schön.

Er passt genau vor den Dienstboteneingang, hat mangels Rückwand bis zur Tür jetzt genug Tiefe, ersetzt die Garderobe, hält mir den Eingangsraum, nun das Wartezimmer für das kleine spanische Hofzeremoniell frei und bedurfte lediglich des Putzens und frischer Farbe. Weil, wir haben ja nichts. In der Küche gibt es das übliche, karge, selbstbereitete Mahl, und wenn wir die der fast heimischen Erde entrungenen, den Schweinen entrissenen Trüffelpilze kauen, träumen wir davon, wie es wohl sein mag, wenn man sich bei Ikea neue, teure, glänzende Möbel leisten kann und dann all die leckeren Speisen des modernen Personalersatzes fertig serviert bekommt.
Da ist zum Beispiel der Gang und die Anlage meiner Räumlichkeiten. Die frühere Trennung in einen Teil für das Personal und einen Teil für die Herrschaften machte eine eigene, vom Gang aus betretbare Küchentür nötig. Wenn man so will: Der Personaleingang. Heute gibt es kein Personal mehr, eine Putzfrau beschäftigen allenfalls die Mieter, aber ich habe eine Aversion dagegen - schlimmer als gegen Ikea und Fastfood. Ein Personaleingang macht also keinen Sinn mehr. Und wie es der Zufall haben will, fand sich im Haus auch ein alter, flacher Garderobenschrank mit bekannter, massgefertigter Geschichte aus den 50er Jahren, den meine Frau Mama dem Sperrmüll übergeben wollte. Pfenninggut jedoch ist er, mit sauber eingesetzten Astlochfüllungen im Vollholz, gemacht von einem Könner seines Fachs und unter all den späteren Lack- und Tapetenschichten immer noch klassisch schön.

Er passt genau vor den Dienstboteneingang, hat mangels Rückwand bis zur Tür jetzt genug Tiefe, ersetzt die Garderobe, hält mir den Eingangsraum, nun das Wartezimmer für das kleine spanische Hofzeremoniell frei und bedurfte lediglich des Putzens und frischer Farbe. Weil, wir haben ja nichts. In der Küche gibt es das übliche, karge, selbstbereitete Mahl, und wenn wir die der fast heimischen Erde entrungenen, den Schweinen entrissenen Trüffelpilze kauen, träumen wir davon, wie es wohl sein mag, wenn man sich bei Ikea neue, teure, glänzende Möbel leisten kann und dann all die leckeren Speisen des modernen Personalersatzes fertig serviert bekommt.
donalphons, 05:29h
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Montag, 13. August 2007
Empfehlung heute: Auf der anderen Seite,
noch weiter im Westen, so weit, dass es bereits wieder Osten ist, stehen die Leute schon wieder auf, und Zeit für das Schauspiel des Himmels haben sie auch nicht.

Denn einerseits liegt Seoul meines Wissens meist unter einer schauderhaften Abgasglocke, und andererseits hat man dort neukulturell bedingt ganz andere Probleme. Wir reden über eine Stadt, in der es normal ist, an öffentlichen Gebäuden Aufforderungen anzuschlagen, sich gefälligst neue Handys aus koreanischer Produktion zu kaufen, und ich nehme stark an, dass ein signifikanter Teil der dortigen Bevölkerung den Sonnanaufgang anschauen würde, käme er denn als kostenpflichtiger Download auf das Handy. Das kann auch dieses Photo hier und seinen Gegenstand erklären.

Denn einerseits liegt Seoul meines Wissens meist unter einer schauderhaften Abgasglocke, und andererseits hat man dort neukulturell bedingt ganz andere Probleme. Wir reden über eine Stadt, in der es normal ist, an öffentlichen Gebäuden Aufforderungen anzuschlagen, sich gefälligst neue Handys aus koreanischer Produktion zu kaufen, und ich nehme stark an, dass ein signifikanter Teil der dortigen Bevölkerung den Sonnanaufgang anschauen würde, käme er denn als kostenpflichtiger Download auf das Handy. Das kann auch dieses Photo hier und seinen Gegenstand erklären.
donalphons, 00:21h
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Samstag, 11. August 2007
Empfehlung heute - Liquidität, Web2.0 und Werbung
Die Sonne schien, wir sassen auf der Almwiese, irgendwo in Frankfurt rutschten die Kurse und wir überlegten, wie diese unsere Welt nächstes Jahr aussehen würde. Ich entwarf ein Horrosszenario, das alle anderen als wüste Übertreibung abtaten.
Ein Jahr später gab es die anderen nicht mehr, und ich hatte die Lage viel zu optimistisch eingeschätzt. Ich habe einmal so einen Crash auf Ground Zero mitgemacht, und wenn jetzt die verwickelten Banken behaupten, man würde die Liquiditätsprobleme in den Griff bekommen, dann weiss ich, dass diesmal alles, ein ganzes System von Anlegern und Geldwirtschaft am Abgrund steht, und nicht nur ein paar Startups und blöde Aktiendeppen. Gerade habe ich einen Beschwichtigungsbeitrag eines Mietmauls gelesen, das damals schon von einer kleinen Korrektur sprach.
Die ersten beiden Opfer von Liquiditätskrisen heissen immer Anja und Tanja. Das war schon bei Cassiopeia so, und das wird im grössere Umfang jetzt gesamtwirtschaftlich kommen. All die BWLordelle von PR, Marketig und Werbung werden für längere Zeit wieder Leitungsprosecco saufen. Und Startups, die ihre Revenue Modelle auf Basis zukünftiger, üppiger Werbegelder ohne Rücksicht auf Klickraten und Umsetzung entwickelt hatten, werden noch länger an die überraschenden Folgen einer amerikanischen Pressspankrise denken. Und Debatten darüber, was Sonderformen wie virale Werbung bringen, wie aktuell beim Werbeblogger, werden einsame Zeugen einer goldenen Zeit sein, die dann doch nicht kam, vor dem Artensterben der Wasmitmedienlinge.
Im kommenden Winter brauche ich hier einen Schneeschipper, der auch den Hausgang streicht und ein Loft renoviert. Ich zahle Werbern luxuriöse 100 Euro Taschengeld pro Monat, und stelle den Schlafplatz (Schlafsack ihr, Matratze/Stroh ich) und Verpflegung. Solange sie nicht von ARS Berlin und Trigami sind.
Ein Jahr später gab es die anderen nicht mehr, und ich hatte die Lage viel zu optimistisch eingeschätzt. Ich habe einmal so einen Crash auf Ground Zero mitgemacht, und wenn jetzt die verwickelten Banken behaupten, man würde die Liquiditätsprobleme in den Griff bekommen, dann weiss ich, dass diesmal alles, ein ganzes System von Anlegern und Geldwirtschaft am Abgrund steht, und nicht nur ein paar Startups und blöde Aktiendeppen. Gerade habe ich einen Beschwichtigungsbeitrag eines Mietmauls gelesen, das damals schon von einer kleinen Korrektur sprach.
Die ersten beiden Opfer von Liquiditätskrisen heissen immer Anja und Tanja. Das war schon bei Cassiopeia so, und das wird im grössere Umfang jetzt gesamtwirtschaftlich kommen. All die BWLordelle von PR, Marketig und Werbung werden für längere Zeit wieder Leitungsprosecco saufen. Und Startups, die ihre Revenue Modelle auf Basis zukünftiger, üppiger Werbegelder ohne Rücksicht auf Klickraten und Umsetzung entwickelt hatten, werden noch länger an die überraschenden Folgen einer amerikanischen Pressspankrise denken. Und Debatten darüber, was Sonderformen wie virale Werbung bringen, wie aktuell beim Werbeblogger, werden einsame Zeugen einer goldenen Zeit sein, die dann doch nicht kam, vor dem Artensterben der Wasmitmedienlinge.
Im kommenden Winter brauche ich hier einen Schneeschipper, der auch den Hausgang streicht und ein Loft renoviert. Ich zahle Werbern luxuriöse 100 Euro Taschengeld pro Monat, und stelle den Schlafplatz (Schlafsack ihr, Matratze/Stroh ich) und Verpflegung. Solange sie nicht von ARS Berlin und Trigami sind.
donalphons, 01:15h
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Freitag, 10. August 2007
Empfehlung heute: Neues Wort für Scheissjob:
donalphons, 01:58h
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Donnerstag, 9. August 2007
Empfehlung heute - Entspannung am Abend
Mit der Kühle und dem Tee kommt dann der Einfall: Maul- und KlauenseuchenVZ.

Morgen ist auch noch ein Tag, die Kugel ist schon im Lauf, und so gehen die Gedanken hinüber zu einem weiteren sehr feinen Text aus der tschechischen Elegie von Modeste.

Morgen ist auch noch ein Tag, die Kugel ist schon im Lauf, und so gehen die Gedanken hinüber zu einem weiteren sehr feinen Text aus der tschechischen Elegie von Modeste.
donalphons, 01:46h
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Mittwoch, 8. August 2007
Empfehlung heute: Man kennt das.
Diese hier oft gezeigten Bilder, entlang der Flanke meines Wagens geschossen, die von Geschwindigkeit und Bleifuss erzählen - und nicht von extra langer Belichtungszeit und Tempo 30, was des Bildpudels Kern ist. Nun ist aber Sommer, und da fahre ich fast alles unter 30 Kilometer mit dem Rad. Das einzige, was mich dabei anstrengt, sind die Bilder. Im Auto ist es einfach, aber eine passende Einstellung auf dem Rad während des Fahrens zu finden, ist wirklich gefährlich.

Denn man muss schnell fahren, damit es schnell aussieht. Dann nimmt man die Kamera in die rechte Hand, führt sie durch die Beine auf die Höhe der Sattelstützenaufnahme und - jetzt wird es wirklich schwer - nimmt de rechten Fuss aus dem Pedalhaken und führt das Bein seitlich nach oben vom Rad und Bildausschnitt weg, und löst dann, hoffentlich immer noch schneller als 30 Sachen, aus. Oder man fliegt auf die Schnauze, denn bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis wird die Einleitung von Gegenmassnahmen in dieser - übrigens alles andere als photogenen Haltung - etwas komplex.
Das ist dann der Moment, in dem ich gerne malen können würde. Oder zeichnen wie ein Toonblogger. Wobei ich aber annehme, dass die Zeichnerin Frau Schnutiger mich doch eher blutend auf der Fresse sehen würde, wenn ich diesen Artikel hier lese. Wer wäre ich, dass ich PR dergleichen verdenken würde.

Denn man muss schnell fahren, damit es schnell aussieht. Dann nimmt man die Kamera in die rechte Hand, führt sie durch die Beine auf die Höhe der Sattelstützenaufnahme und - jetzt wird es wirklich schwer - nimmt de rechten Fuss aus dem Pedalhaken und führt das Bein seitlich nach oben vom Rad und Bildausschnitt weg, und löst dann, hoffentlich immer noch schneller als 30 Sachen, aus. Oder man fliegt auf die Schnauze, denn bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis wird die Einleitung von Gegenmassnahmen in dieser - übrigens alles andere als photogenen Haltung - etwas komplex.
Das ist dann der Moment, in dem ich gerne malen können würde. Oder zeichnen wie ein Toonblogger. Wobei ich aber annehme, dass die Zeichnerin Frau Schnutiger mich doch eher blutend auf der Fresse sehen würde, wenn ich diesen Artikel hier lese. Wer wäre ich, dass ich PR dergleichen verdenken würde.
donalphons, 01:50h
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