: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Sonntag, 23. März 2008

Der weisse Raum

(Zweierlei:

Vielleicht werde ich alt, aber in letzter Zeit verspüre ich eine Ablehnung des Englischen in mir. Eigentlich wollte ich diesen Beitrag mit "The White Room" überschreiben, was ganz hübsch zum eigentlichen Konzepts des Musikmeilensteins von The KLF gepasst hätte. Aber ich weiss nicht. Seit ein paar Jahren denke ich mir bei solchen Gelegenheiten häufig, dass es doch auch in Deutsch gehen muss. Seit auf von mir frequentierten Webseiten des englischen Sprachraums gerne Begriffe mit einem vorangestellten "Uber-" aufgebohrt werden, hat sich diese meine Neigung verstärkt, denn wenn das Englische, reflexiv betrachtet, genauso peinlich ankommt, ist es wahrlich nicht schön.)



(Und dann wollte ich eigentlich noch etwas anderes schreiben, aber nach 21 Stunden Arbeit und ein paar schlechten Stunden Schlaf hat es gestern nur noch zum offline speichern dieses Beitrags mit einem Platzhalter gereicht. Und als ich vorhin obiges Photo bearbeitet habe, konnte ich den Text nicht mehr niederlegen. Es passt nicht. Ich habe das Bild mit einer anderen Intention aufgenommen, als derjenigen, die es darzustellen beliebt hat. Denn wenn man genau hinsieht, zeigt sich, wie sich die Kunstfigur des Autors in die Realität gedrängelt hat. Stuck, alte Möbel, Parkett, das teilen wir, wie auch die Neigung, den Raum später nicht weiss zu lassen. Was ich aber ganz sicher nicht tun würde, einfach um so einem entsetzlich klischeehaften Eindruck zu vermeiden, wäre der in ökonomisch postapokalyptischen Zeiten vorgenommene Transport von Pinseln und Rollen zum Tegernsee in der nächstbesten Papiertüte, die in diesem Fall von Theresa. - was sonst - stammen würde. Don Alphonso würde jetzt sagen, was sollte er denn bitte tun, das liegt nun mal in diesem Clan im Keller rum, die Tüten taugen was, und Alditüten habe er nun mal nicht. Tatsächlich aber habe ich, wie es nun mal meine Marotte ist, aus Sparsamkeits- und Raumkenntnisgründen, denn ich liebe es, mein Orientierungsgefühl durch das sichere Gehen und Finden in dunklen Räumen stets unter Beweis zu stellen, das Licht nicht eingeschaltet und die erste, feste Tasche genommen, die ich in der Dämmerung ertasten konnte, und so kommt es dann, dass ich beim Umzug an den Tegernsee tatsächlich mein Werkzeug in einer Tüte transportiere, die etwas über Don Alphonso und seinen Zugang zu dieser Welt erzählen könnte, das auf mich ganz sicher nicht zutrifft. Leider ist Don Alphonso etwas, das mir ab und zu passiert, und auf Grundlage dieser Treffen kann ich ihn auch schreiben. Ohne er zu sein, und dann schreibe ich Dinge wie:)

Fast geschafft! Und wenn ich fertig bin, muss ich zu Frau S. runter an das Südende, ich bin nämlich zum Tee eingeladen, und vorher fahre ich noch in Bad Wiessee vorbei, da ist Antikmarkt in der Wandelhalle, weil, ich hätt natürlich noch ein Demi Lune daheim, aber das möcht ich nicht hergeben, und Stehlamperl bräuchte ich auch noch.

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Montag, 22. Mai 2006

900 Tage Rebellen ohne Markt

Liebe Leser, stellt Euch schon mal seelisch auf die Feiern zum Tag 1000 ein. Da wird einiges geboten sein, die Plaungen laufen schon, ich habe so ein paar Ideen, mal schaun, was geht.

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Donnerstag, 1. Juli 2004

In eigener Sache.

Liebe Leser,

wie Sie vielleicht wissen, setzt sich dieses Blog manchmal mit den Zerfallserscheinungen der sog. "68er" auseinander - die Original-68er sitzen oft auf Mallorca, ihre Nachfolger verzetteln sich im quasireligiösen Traumata, in Verfolgungswahn und totalitärem Sektierertum.

Wie Sie vielleicht auch wissen, fungiert der Autor dieses Blogs als Herausgeber eines Buches, dessen Co-Autorin Andrea Diener aus Frankfurt ist. Ich will gerne zugeben, dass ich in Bezug auf sie etwas - positiv - voreingenommen bin.

However, diese beiden Aspekte, von denen der erste hier vorgeführt und der zweite veröffentlicht werden sollte, sind im realen Leben aufeinandergekracht. In my humble opinion gibt es für das, was da in Frankfurt mit meiner Co-Autorin gemacht wird, nur einen Begriff: Hexenjagd. Man wirft ihr vor, dass eine von ihrer Initiative veranstaltete Lesung mit Thor Kunkel unkritisch gewesen sei - aber die AStA-Vorstände und ihre Unterstützer im Studentenparlament waren auf der öffentlichen Veranstaltung noch nicht mal anwesend, um ihre kritsche Haltung öffentlich zu machen. Die Vorwürfe lauten auf Revisionismus, Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus - und zielen darauf ab, Andrea Diener und mit ihr alle Veranstalter der studentischen Kulturinitiative KuZ moralisch, brutal gesagt, fertig zu machen.

In den nächsten Stunden und Tagen wird einiges zu diesem Fall hier im Internet verfügbar gemacht; ich verweise auf die Berichterstattung hier:

Frankfurter Rundschau
Originalbericht zur Veranstaltung von Andrea Diener, aus der vom AStA Zitate gegenüber den Medien verfälscht zitiert wurden - und zwar so, dass der AStA gegenüber der Presse die Aussagen mündlich wieder zurückgezogen hat.
Die aktuelle Debatte bei Andrea Diener
Ein aktueller Kommentar im Höhereweltenblog und
der in Sachen Antisemitismus sicher unverdächtige Chuzpe.Blogger.de, der schon mal in einem Zitat zeigt, wes´ Geistes Kinder im Studentenparlament in Frankfurt die Mehrheit haben.

Edit: Hier ist noch einer. Für sowas liebe ich die Blogosphäre.

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Montag, 7. Juni 2004

Da fällt mir ein:

Wie vermehren sich eigentlich ungefickte Brotspinnen?

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Freitag, 21. Mai 2004

Nachdem manche scheinbar wirklich glauben

dass die ganze Suma AG Story mitsamt ihrer 6-monatigen Vorgeschichte nur ein Marketing-Gag ist, stellen sich mir 2 Fragen:

1. Was kann man davon lernen? Könnte man sowas wirklich als Marketing-Gag machen? Und

2. Was für ein blödes Arschgesicht muss man eigentlich sein, wenn man einen anderen im Internet an den Pranger stellen will, und es so macht, dass es nur wie eine verdammt gute Werbemassnahme für den Gegner wirkt?

Was meinen Sie , Herr Klaus Moskob aka Peter Jung?

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Samstag, 6. Dezember 2003

Don Alphonso

ist

: : Mitte 30 Inzwischen schon eher Mitte 40

ist nicht

: : real, nur ein Pseudonym

lebt

: : Hideout irgendwo in Bayern
: : München Maxvorstadt Nicht mehr seit 2006
: : Berlin Wedding Nicht mehr seit 2005
: : seit 2006 in einer sehr viel grösseren Wohnung an der Donau
: : seit 2008 in Gmund am Tegernsee
: : seit 2011 auch ein Viertel des Jahres in Mantua

macht

: : Journalismus
: : Bücher
: : 2003 Liquide
: : 2004 Doppelschlag:
: : Blogs! eine kleine Kampfschrift gegen die etablierten Medienmonopole
: : Rebellen ohne Markt: eine Schmähschrift über Tempo, New Economy und die Folgen wegen Schreibfaulheit gestrichen

liest

: : Giovanni Boccaccio
: : Pietro Aretino
: : Christine de Pizan
: : Francois Villon
: : Niccolo Machiavelli
: : Alain Renee Le Sage
: : Denis Diderot
: : Voltaire
: : Lorenzo da Ponte
: : Ambrose Bierce
: : Louis Aragon
: : Oskar Panizza
: : Lion Feuchtwanger
: : Kurt Tucholsky
: : Bert Brecht
: : Ilja Ehrenburg
: : Louise Brooks
: : Pitigrilli
: : Raymond Chandler
: : Evelyn Waugh
: : Ruth Westheimer

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