Dienstag, 3. Januar 2012
Aber Fisch isst Du schon, oder?
donalphons, 22:53h
Das ist sowas wie meine Lieblingsfrage auf meine Aussage hin, dass ich Vegetarier bin. Als sei eirgendwas, das im Meer lebt, kein Tier. In der Patristik gibt es im 3./4. Jahrhundert von mehralsnomalarschigen Kirchenvätern öfters mal die Frage, ob eine Frau jetzt nur minderwertig ist, oder gar als seeltenloses Tier bewertet soll. Daran erinnert mich diese erstaunliche Frage ein wenig.
Nein. Ich esse keinen Fisch. Das hat einerseits etwas damit zu tun, dass ich den Geschmack noch nie mochte. Dann aber auch mit der Art und Weise, mit der Fisch öfters serviert wird. Es gab im Altmühltal mal einen Gasthof mit Becken, aus dem man sich den Fisch heraussuchen konnte. Ich quengelte immer so lange, bis meine Eltern darum einen Bogen machten. Ich fand das pervers, und wenn ich bei Dallmayr bin, was inzwischen recht selten vorkommt, mache ich um das Fischbecken einen grossen Bogen. Fischmärkte am Mittelmeer sprechen mich auch nicht an.
Der Umstand, dass ich mal dabei war, wie jemand den letzten Fisch des Lebens ass, trägt auch nicht gerade dazu bei, Fisch zu schätzen. Der japanische Aal wehrte sich mit einer Gräte im Hals, das war ein ziemliches Spektakel und das brutal gekeuchte Ende einer Vorliebe für Fisch. Heute geht es der Person und allen Fischen gut, die sie nicht gegessen hat. Aber auch so habe ich eine gewisse Verachtung für Leute übrig, die mit Sushi angeben wollen. Man kann auch bei der Rinderzucht am Tegernsee mit den besten Voraussetzungen immer noch den Kopf schütteln, aber der Zynismus, der dem Wort Beifang innewohnt, ist nicht kleiner als die langen Leinen der industriellen Fischausrottung - so muss man das, was mit dem steigenden Bedarf von Meeresfisch in dem Meer fernen Regionen wie München verursacht wird, wohl nennen dürfen. Natürlich ist das Problem so weit weg wie der chinesische Sklavenarbeiter, der das Macbook zusammenschraubt. Das merkt man nicht so. Aber Fisch isst Du schon, oder?
Nein. Ausserdem hasse ich Angler. Sollten ein paar siffige Berliner Geldbussen erhalten, weil sie keinen Schein haben: Prima! Sollte die fette alte PR-Lachnummer, die ihre aufgequollene Fazialgegend bei einem Fastfooddrecksladen hinhält, Imageprobleme kriegen - schade, dass es nicht auch wegen der abartigen Hummerfresserei ist, mit der er sonst Idioten abzockt. Letzthin war ein Journalist am Tegernsee und schmierte Blödsinn über einen Bach, aus dem Kiesel und Fisch stammen sollten, die zusammen im Restaurant serviert wurden: Ganz schön peinlich reingefallen, der Mensch hat den besagten Bach schon vor längerer Zeit grösstenteils fischfrei gemacht, durch massive Eingriffe. So wird man verarscht, in den entsprechenden angeblichen Luxusrestaurants am See. Da kann die Pampe gar nicht teuer und schwermetallhaltig genug sein. Bei Fisch packt mich ein Eifer, den ich so eigentlich beim Fleisch gar nicht kenne.
Immerhin, ich nöle charmant. Ich bin durchaus freundlich, wenn es darum geht, Leute von den angesagten Fischrestaurants wegzulocken, zumal es dort für mich wirklich ausser einem Salat gar nichts gibt - das letzte Mal habe ich das vor 10 Jahren in einem alten Gasthof in Rheinland-Pfalz erlebt, jetzt kommt es durch die Fischmode wieder ins Klenzeviertel zurück. Und obendrein irgendwie bin ich auch froh, dass 2011 in dieser Hinsicht das Jahr einer gewissen, sagen wir mal, Bereinigung war: ich habe zwar kunstgeschichtlich ein gewisses Verständnis für Fischstilleben, aber ich bin nicht traurig, wenn ich deren Wiedererfindung in italienischen Restaurants nicht im Kopf stetig wegschieben muss.
Das sind dann so die kleinen Erfolge auf dem Weg von München zurück an den Tegernsee: Etwas weniger Fischverbrauch, zumindest an diesem Abend. Irgendwie sind wir so weit, über die Jagd auf Wale die Nase zu rümpfen. Da kann man wenigstens noch sagen: Gefangen und getötet wird der Wal, und sonst nichts. Aber die Ausrottung von Thunfisch, Hai und Dorsch, sei es nun für den Gewinn oder weil es halt anfällt, das ist in Ordnung. Das gilt irgendwie als Alternative zum Fleischkonsum.
Immerhin, ich vermute mal, ich bin der bessere Unterhalter gewesen, als die Frustfresse, die unbedingt in diesen Fischladen wollte. Kann also sein, dass sie wieder mit mir ausgehen und den kalten Brocken das nächste Mal dahein lassen.
Nein. Ich esse keinen Fisch. Das hat einerseits etwas damit zu tun, dass ich den Geschmack noch nie mochte. Dann aber auch mit der Art und Weise, mit der Fisch öfters serviert wird. Es gab im Altmühltal mal einen Gasthof mit Becken, aus dem man sich den Fisch heraussuchen konnte. Ich quengelte immer so lange, bis meine Eltern darum einen Bogen machten. Ich fand das pervers, und wenn ich bei Dallmayr bin, was inzwischen recht selten vorkommt, mache ich um das Fischbecken einen grossen Bogen. Fischmärkte am Mittelmeer sprechen mich auch nicht an.
Der Umstand, dass ich mal dabei war, wie jemand den letzten Fisch des Lebens ass, trägt auch nicht gerade dazu bei, Fisch zu schätzen. Der japanische Aal wehrte sich mit einer Gräte im Hals, das war ein ziemliches Spektakel und das brutal gekeuchte Ende einer Vorliebe für Fisch. Heute geht es der Person und allen Fischen gut, die sie nicht gegessen hat. Aber auch so habe ich eine gewisse Verachtung für Leute übrig, die mit Sushi angeben wollen. Man kann auch bei der Rinderzucht am Tegernsee mit den besten Voraussetzungen immer noch den Kopf schütteln, aber der Zynismus, der dem Wort Beifang innewohnt, ist nicht kleiner als die langen Leinen der industriellen Fischausrottung - so muss man das, was mit dem steigenden Bedarf von Meeresfisch in dem Meer fernen Regionen wie München verursacht wird, wohl nennen dürfen. Natürlich ist das Problem so weit weg wie der chinesische Sklavenarbeiter, der das Macbook zusammenschraubt. Das merkt man nicht so. Aber Fisch isst Du schon, oder?
Nein. Ausserdem hasse ich Angler. Sollten ein paar siffige Berliner Geldbussen erhalten, weil sie keinen Schein haben: Prima! Sollte die fette alte PR-Lachnummer, die ihre aufgequollene Fazialgegend bei einem Fastfooddrecksladen hinhält, Imageprobleme kriegen - schade, dass es nicht auch wegen der abartigen Hummerfresserei ist, mit der er sonst Idioten abzockt. Letzthin war ein Journalist am Tegernsee und schmierte Blödsinn über einen Bach, aus dem Kiesel und Fisch stammen sollten, die zusammen im Restaurant serviert wurden: Ganz schön peinlich reingefallen, der Mensch hat den besagten Bach schon vor längerer Zeit grösstenteils fischfrei gemacht, durch massive Eingriffe. So wird man verarscht, in den entsprechenden angeblichen Luxusrestaurants am See. Da kann die Pampe gar nicht teuer und schwermetallhaltig genug sein. Bei Fisch packt mich ein Eifer, den ich so eigentlich beim Fleisch gar nicht kenne.
Immerhin, ich nöle charmant. Ich bin durchaus freundlich, wenn es darum geht, Leute von den angesagten Fischrestaurants wegzulocken, zumal es dort für mich wirklich ausser einem Salat gar nichts gibt - das letzte Mal habe ich das vor 10 Jahren in einem alten Gasthof in Rheinland-Pfalz erlebt, jetzt kommt es durch die Fischmode wieder ins Klenzeviertel zurück. Und obendrein irgendwie bin ich auch froh, dass 2011 in dieser Hinsicht das Jahr einer gewissen, sagen wir mal, Bereinigung war: ich habe zwar kunstgeschichtlich ein gewisses Verständnis für Fischstilleben, aber ich bin nicht traurig, wenn ich deren Wiedererfindung in italienischen Restaurants nicht im Kopf stetig wegschieben muss.
Das sind dann so die kleinen Erfolge auf dem Weg von München zurück an den Tegernsee: Etwas weniger Fischverbrauch, zumindest an diesem Abend. Irgendwie sind wir so weit, über die Jagd auf Wale die Nase zu rümpfen. Da kann man wenigstens noch sagen: Gefangen und getötet wird der Wal, und sonst nichts. Aber die Ausrottung von Thunfisch, Hai und Dorsch, sei es nun für den Gewinn oder weil es halt anfällt, das ist in Ordnung. Das gilt irgendwie als Alternative zum Fleischkonsum.
Immerhin, ich vermute mal, ich bin der bessere Unterhalter gewesen, als die Frustfresse, die unbedingt in diesen Fischladen wollte. Kann also sein, dass sie wieder mit mir ausgehen und den kalten Brocken das nächste Mal dahein lassen.
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Freitag, 21. Oktober 2011
Real Life 21.10.11 - Neue Kulte mit alten Geistern
donalphons, 22:14h
Das war nicht nett, sagt Iris. Dabei weiss sie genau, dass dir Halloween ein Gräuel ist. Und eigentlich ist es doch ohnehin so, dass man da ganz schreckliche Dinge tun darf. Nichts anderes hast du gemacht.
Es hat sich inzwischen auch hier etwas eingebürgert, an diesem Tag der Belästigungen etwas zu machen, und je älter das Gemäuer, desto eher bote es sich als Austragungsort an. Aus Gründen, die hier anzuführen keinen Sinn machen, ist aber deine Lust dazu begrenzt, und es reucht schon, wenn die Leute ein Stockwerk drüber so etwas andenken und dann Lehrer einladen. Das war auch der Ausgangspunkt der laut getragenen Überlegung, was eigentlich Mörder, Giftmischerinnen, Hexen und Kinderhasser wie du eigentlich tun, die sich ohnehin nicht verkleiden müssen.
Steigern geht nicht. Würde man etwa als ganz schlimmer Obernazi gehen, würden das manche hier nicht als Scherz auffassen, sondern die Fahne aus dem Speicher holen. Das war der Moment, da es andere vielleicht auf sich hätten beruhen lassen, aber nichts da, nein, nicht mit dir, da wird die Peinlichkeit bis zur Neige getrunken:
Oder man nimmt etwas, das für solche Gestalten ganz schauderhaft ist. Bausparvertragabbezahler. Gemeinderatshinterbänkler. Vorstandsassistenz eines Mittelständlers. Lokalradiojournalist. Riesterrentenvertragsbesitzer. Jemandenn nach 30 Jahre Ehe zwecks Immobilienbeibehaltung. Gruslig. Und dann schaust du dich um und alle fühlen sich irgendwie. Nun ja. Zum Glück hast du kein Wort über Musiklehrerinnen verloren, sonst hätte das nur Ärger im Konzertverein gegeben.
Das war nicht nett, sagt Iris, aber sie ist geschieden und obendrein auch nicht wirklich nett, und so ist das halt in der Hölle der kleinen, dummen Stadt an der Donau. So viele Teufel, sagen sich die Unschuldslämmer und kratzen sich an den Hörnern.
Es sind ja alles anständige Leute, man kann wirklich nichts sagen, noch nicht mal einen Witz, sonst feiert man besser allein irgendwo am Tegernsee. Anlässlich des Debakels, das dein Leben anderweitig beherrscht, könntest du eine Pizza bestellen, die Wohnung versauen und Konzepte für Datenbankstörungen schreiben. Es gibt wirklich massenhaft Leute, die schlimmer als Giftmörder sind, und vor denen man sich hüten sollte.
Und Humor haben die auch nicht. So wenig wie Iris, wenn du sie mit der Begründung einladen würdest, dass sie hier ja doch keinen finden wird. Ausser vielleicht... aber das wäre nicht nett, sondern nur Halloween.
Es hat sich inzwischen auch hier etwas eingebürgert, an diesem Tag der Belästigungen etwas zu machen, und je älter das Gemäuer, desto eher bote es sich als Austragungsort an. Aus Gründen, die hier anzuführen keinen Sinn machen, ist aber deine Lust dazu begrenzt, und es reucht schon, wenn die Leute ein Stockwerk drüber so etwas andenken und dann Lehrer einladen. Das war auch der Ausgangspunkt der laut getragenen Überlegung, was eigentlich Mörder, Giftmischerinnen, Hexen und Kinderhasser wie du eigentlich tun, die sich ohnehin nicht verkleiden müssen.
Steigern geht nicht. Würde man etwa als ganz schlimmer Obernazi gehen, würden das manche hier nicht als Scherz auffassen, sondern die Fahne aus dem Speicher holen. Das war der Moment, da es andere vielleicht auf sich hätten beruhen lassen, aber nichts da, nein, nicht mit dir, da wird die Peinlichkeit bis zur Neige getrunken:
Oder man nimmt etwas, das für solche Gestalten ganz schauderhaft ist. Bausparvertragabbezahler. Gemeinderatshinterbänkler. Vorstandsassistenz eines Mittelständlers. Lokalradiojournalist. Riesterrentenvertragsbesitzer. Jemandenn nach 30 Jahre Ehe zwecks Immobilienbeibehaltung. Gruslig. Und dann schaust du dich um und alle fühlen sich irgendwie. Nun ja. Zum Glück hast du kein Wort über Musiklehrerinnen verloren, sonst hätte das nur Ärger im Konzertverein gegeben.
Das war nicht nett, sagt Iris, aber sie ist geschieden und obendrein auch nicht wirklich nett, und so ist das halt in der Hölle der kleinen, dummen Stadt an der Donau. So viele Teufel, sagen sich die Unschuldslämmer und kratzen sich an den Hörnern.
Es sind ja alles anständige Leute, man kann wirklich nichts sagen, noch nicht mal einen Witz, sonst feiert man besser allein irgendwo am Tegernsee. Anlässlich des Debakels, das dein Leben anderweitig beherrscht, könntest du eine Pizza bestellen, die Wohnung versauen und Konzepte für Datenbankstörungen schreiben. Es gibt wirklich massenhaft Leute, die schlimmer als Giftmörder sind, und vor denen man sich hüten sollte.
Und Humor haben die auch nicht. So wenig wie Iris, wenn du sie mit der Begründung einladen würdest, dass sie hier ja doch keinen finden wird. Ausser vielleicht... aber das wäre nicht nett, sondern nur Halloween.
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Sonntag, 11. September 2011
Hostiennachspeise
donalphons, 14:46h
Bayern wie es wirklich ist. Manchmal. Immer noch.

Und das alles bei sagenhaftem Wetter.

Und das alles bei sagenhaftem Wetter.
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Samstag, 30. Juli 2011
Kreuzritter in Franken
donalphons, 23:17h
Ich war in letzter Zeit - so ich denn Zeit hatte - ziemlich viel in alten Mauern unterwegs. Alten, schäbigen Mauern von mir selbst und anderen, die erheblich besser waren. Und ich sage es ehrlich: Tage auf dem Schloss können einen ziemlich versauen. Man denke an einen sparsamen Bordellgeher, der plötzlich eine Woche lang jedes Freudenmädchen haben kann, das er will (das einzige Freudenmädchen, das ich gern habe, kommt übrigens gerade wieder). Man stelle sich vor, ein Trüffelliebhaber, der bislang vorsichtig gerieben hat, bekommt einen 40 Gramm schweren Trüffel und muss ihn alleine verkochen. So in etwa geht es mir in Schlössern, und kaum bin ich daheim, kommt mir alles so klein, verhaut und billig vor.

Das betrifft übrigens auch manches Schloss; so war ich im recht gut und weitgehend original erhaltenen Pommersfelden, und danach fällt das Deutschordensschloss in Ellingen schon etwas ab. Das Schloss wurde in den 1720er Jahren erbaut - also zu der Zeit, als auch bei mir die Innenwände eingezogen wurden - und danach erheblich verändert. Gerade das Biedermeier hat ziemlich schlimme Spuren in Form von unpassenden Tapeten und Vorhängen hinterlassen. Für sich gesehen durchaus hübsch, aber wenn man genau hinschaut, passt es nicht wirklich. Ellingen ist eines der Beispiele, in denen fast jeder stilistische Irrtum im Prunk ersäuft, aber der Kenner sieht die aufgedunsenen Wasserleichen in der Formenbrandung. Trotzdem sollte man es besuchen.

Die eigentlich witzige Geschichte ist nämlich nicht der Bau an sich oder der Deutschorden, und auch nicht der spätere Besitzer Wrede, der in den napoleonischen Kriegen politisch und räuberisch sehr wendig war. Sondern eher der Grund, warum man hier ein neues Schloss bauen musste: Davor hatte sich der deutsche Orden erst mal provisorisch wieder eingerichtet. Denn um 1630 waren hier die Schweden. Und brannten den Ort nieder. Mit Hilfe der einheimischen, dem Deutschorden hörigen Bevölkerung. Gelegenheit macht Plünderer.
Man ahnt es: So besonders beliebt waren die Verteidiger des christlichen Abendlandes damals schon nicht. Kein Wunder also, dass die neue Residenz dann so viel Selbstvertrauenspropaganda vorzeigt. Man sollte also besser aufpassen, wenn man dort historisch anknüpfen will. Wobei das Schloss natürlich immer noch schöner ist, als die Wohngelasse von Sarrazin, Broder und Herre, nehme ich an.

Das betrifft übrigens auch manches Schloss; so war ich im recht gut und weitgehend original erhaltenen Pommersfelden, und danach fällt das Deutschordensschloss in Ellingen schon etwas ab. Das Schloss wurde in den 1720er Jahren erbaut - also zu der Zeit, als auch bei mir die Innenwände eingezogen wurden - und danach erheblich verändert. Gerade das Biedermeier hat ziemlich schlimme Spuren in Form von unpassenden Tapeten und Vorhängen hinterlassen. Für sich gesehen durchaus hübsch, aber wenn man genau hinschaut, passt es nicht wirklich. Ellingen ist eines der Beispiele, in denen fast jeder stilistische Irrtum im Prunk ersäuft, aber der Kenner sieht die aufgedunsenen Wasserleichen in der Formenbrandung. Trotzdem sollte man es besuchen.

Die eigentlich witzige Geschichte ist nämlich nicht der Bau an sich oder der Deutschorden, und auch nicht der spätere Besitzer Wrede, der in den napoleonischen Kriegen politisch und räuberisch sehr wendig war. Sondern eher der Grund, warum man hier ein neues Schloss bauen musste: Davor hatte sich der deutsche Orden erst mal provisorisch wieder eingerichtet. Denn um 1630 waren hier die Schweden. Und brannten den Ort nieder. Mit Hilfe der einheimischen, dem Deutschorden hörigen Bevölkerung. Gelegenheit macht Plünderer.
Man ahnt es: So besonders beliebt waren die Verteidiger des christlichen Abendlandes damals schon nicht. Kein Wunder also, dass die neue Residenz dann so viel Selbstvertrauenspropaganda vorzeigt. Man sollte also besser aufpassen, wenn man dort historisch anknüpfen will. Wobei das Schloss natürlich immer noch schöner ist, als die Wohngelasse von Sarrazin, Broder und Herre, nehme ich an.
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Montag, 28. Februar 2011
Früher
donalphons, 23:54h
Zu Beginn mochte ich das Cafe Puck nicht besonders; es hatte eine zu hohe BWLer- und Juristenquote, um meinen Ansprüchen an gutes Publikum zu genügen. Aber nach 20 Jahren ist es zusammen mit seinen Gästen und Möbeln ziemlich alt geworden. Inzwischen kommen auch Leute her, die sich wirklich alle Qualitätszeitungen nehmen, die Feuilletons lesen und darüber Kaffee trinken. Früher wäre das undenkbar gewesen.

Angenehm auch: Die Karte hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht geändert. Diue heisse Zitrone ist, wie sie war, der Teller "50 Jahre Israel" ist auch 63 Jahre nach der Staatsgründung immer noch so wie in der Frühzeit der New Economy. Längst ist das Cafe Puck so etwas wie ein Teil meiner Geschichte geworden, nur junge Leute gehen heute woanders hin. Das macht mir allerdings nichts; deren moderne Cafes sind mir zu neu und gleichförmig. Ein paar Dinge sind geblieben, wie sie waren, aber sogar das moderne Antiquariat in der Amalienstrasse hat jetzt neue - und heterosexuelle - Besitzer. Und hinter der Uni schliesst das viertletzte Antiquariat für Bücher aus der Zeit vor 1850.

Derweilen wird jetzt eine tiefe Wunde geschlossen: weit nach hinten werden sie bauen, ganz vorne Studenten, dazwischen, oben der Luxus und nach hinten hinaus wieder Studenten, die nur drei Jahre da sind und deshalb die Steigerung der Miete gleich zu Beginn zahlen werden. Die Maxvorstadt war einmal meine Heimat - jedesmal bin ich jetzt froh, wieder an den Tegernsee oder an die Donau fahren zu können. Ab und an kommen ja so Ideen auf, man könnte die Wohnung doch einfach nicht mehr vermieten, um ein Familienstandbein in München zu haben, aber ich brauche das nicht. Reinfahren, Cafe besuchen, Bücher kaufen und wieder fahren reicht. Heute in 42 Minuten an den Tegernsee.

Angenehm auch: Die Karte hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht geändert. Diue heisse Zitrone ist, wie sie war, der Teller "50 Jahre Israel" ist auch 63 Jahre nach der Staatsgründung immer noch so wie in der Frühzeit der New Economy. Längst ist das Cafe Puck so etwas wie ein Teil meiner Geschichte geworden, nur junge Leute gehen heute woanders hin. Das macht mir allerdings nichts; deren moderne Cafes sind mir zu neu und gleichförmig. Ein paar Dinge sind geblieben, wie sie waren, aber sogar das moderne Antiquariat in der Amalienstrasse hat jetzt neue - und heterosexuelle - Besitzer. Und hinter der Uni schliesst das viertletzte Antiquariat für Bücher aus der Zeit vor 1850.

Derweilen wird jetzt eine tiefe Wunde geschlossen: weit nach hinten werden sie bauen, ganz vorne Studenten, dazwischen, oben der Luxus und nach hinten hinaus wieder Studenten, die nur drei Jahre da sind und deshalb die Steigerung der Miete gleich zu Beginn zahlen werden. Die Maxvorstadt war einmal meine Heimat - jedesmal bin ich jetzt froh, wieder an den Tegernsee oder an die Donau fahren zu können. Ab und an kommen ja so Ideen auf, man könnte die Wohnung doch einfach nicht mehr vermieten, um ein Familienstandbein in München zu haben, aber ich brauche das nicht. Reinfahren, Cafe besuchen, Bücher kaufen und wieder fahren reicht. Heute in 42 Minuten an den Tegernsee.
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Mittwoch, 26. Januar 2011
Inflationsgespenster
donalphons, 22:29h
Ich sage dann immer: Ich habe sowieso nichts, mir ist das wurscht. Wenn mich ziemlich wildfremde Leute fragen, was ich denn von der Inflation halten würde.

Die letzten drei Jahre haben das Denken der Menschen und ihre Vorstellung von Öffentlichkeit vollkommen verändert. Man tut jetzt Dinge, die 2007 undenkbar gewesen wären. das liegt vielleicht auch am nicht abreissenden Strom der quotenträchtigen Talkshows zum Thema. Es ist so normal geworden.
Vielleicht ändert sich das auch wieder, aber so richtig hat man sich noch immer nicht an die latente Gefahr gewöhnt. Wie Zahnschmerzen - man fasst sich unwillkürlich an die Wange, auch wenn es nichts bringt. Man redet, aber reagiert kaum. Man wartet. Und hat Angst.

Die letzten drei Jahre haben das Denken der Menschen und ihre Vorstellung von Öffentlichkeit vollkommen verändert. Man tut jetzt Dinge, die 2007 undenkbar gewesen wären. das liegt vielleicht auch am nicht abreissenden Strom der quotenträchtigen Talkshows zum Thema. Es ist so normal geworden.
Vielleicht ändert sich das auch wieder, aber so richtig hat man sich noch immer nicht an die latente Gefahr gewöhnt. Wie Zahnschmerzen - man fasst sich unwillkürlich an die Wange, auch wenn es nichts bringt. Man redet, aber reagiert kaum. Man wartet. Und hat Angst.
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Mittwoch, 6. Oktober 2010
Härter als die l'Eroica
donalphons, 21:18h
Daheim wartete eine Nachricht auf mich. Nicht wirklich extrem überraschend, aber doch so, dass ich sagte: Endlich klare Verhältnisse. Das Hinterhaus steht ab Januar für die Restaurierung zur Verfügung.

Auf den ersten Blick sieht man, dass hier in den letzten 45 Jahren keine Sanierung mehr stattgefunden hat, weil: Aufgrund von Gründen unmöglich. Und der Ausbau davor war auch nicht gerade das, was man heute als stilsicher bezeichnen würde. Immerhin aber entstand damals Raum, für den man heute kaum mehr Baugenehmigungen bekommen würde. Es ist eine grössere Aufgabe, aus diesem Problem - und es ist eines, aufgrund vieler kleiner Einzelheiten - wieder ein Schmuckstück zu machen, aber die Alternative wäre ein Abriss, und der würde nur Geld kosten und eine Freifläche hinterlassen, von der niemand etwas hätte.
Da wird einiges zu tun sein. Man beachte nur den oberen Balkon: da ist Rost, aber ich habe vor ein paar Jahren mal einen Kostenvoranschlag miterlebt, bei dem so ein Geländer neu gemacht werden sollte: Es lohnt sich, da selbst zu schleifen, die Zwischenräume mit Streben zu füllen und selbst zu streichen. Neu kostet der Spass schnell 5000 Euro. Da kommt eine Menge Arbeit auf mich zu. KLassische Don Alphonso Arbeit, richtige Arbeit, nicht nur so ein paar Zeilen für das Buchmesseblog runterschreiben, über Hegemänner und andere, die ich da hinten gern zu schlecht bezahlter, harter Arbeit abkommandiert sehen würde.

Auf den ersten Blick sieht man, dass hier in den letzten 45 Jahren keine Sanierung mehr stattgefunden hat, weil: Aufgrund von Gründen unmöglich. Und der Ausbau davor war auch nicht gerade das, was man heute als stilsicher bezeichnen würde. Immerhin aber entstand damals Raum, für den man heute kaum mehr Baugenehmigungen bekommen würde. Es ist eine grössere Aufgabe, aus diesem Problem - und es ist eines, aufgrund vieler kleiner Einzelheiten - wieder ein Schmuckstück zu machen, aber die Alternative wäre ein Abriss, und der würde nur Geld kosten und eine Freifläche hinterlassen, von der niemand etwas hätte.
Da wird einiges zu tun sein. Man beachte nur den oberen Balkon: da ist Rost, aber ich habe vor ein paar Jahren mal einen Kostenvoranschlag miterlebt, bei dem so ein Geländer neu gemacht werden sollte: Es lohnt sich, da selbst zu schleifen, die Zwischenräume mit Streben zu füllen und selbst zu streichen. Neu kostet der Spass schnell 5000 Euro. Da kommt eine Menge Arbeit auf mich zu. KLassische Don Alphonso Arbeit, richtige Arbeit, nicht nur so ein paar Zeilen für das Buchmesseblog runterschreiben, über Hegemänner und andere, die ich da hinten gern zu schlecht bezahlter, harter Arbeit abkommandiert sehen würde.
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Sonntag, 29. August 2010
Real Life 28.08.2010: Rekonvaleszenz
donalphons, 14:05h
Heute nach dem Konzert so: Herr Porcamadonna, sie brauchen eine Frau, die auf Sie aufpasst. Die A. soll mit ihnen gleich in die Apotheke gehen. Sie sollten es mal mit einem Tanzkurs probieren, die I. fängt jetzt auch wieder an. Also, das haben Sie in Ihrem Alter doch gar nicht nötig, und Sie sehen ja, wie es endet.
Gestern dagegen schon:





Ich glaube, ich bin zu schnell für Kuppeleien und gedenke es auch weiterhin zu bleiben.
Gestern dagegen schon:





Ich glaube, ich bin zu schnell für Kuppeleien und gedenke es auch weiterhin zu bleiben.
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Freitag, 23. Juli 2010
Katzen gehen immer
donalphons, 16:58h
Zweitkatz liegt im Schatten, weil es in der Sonne zu heiss ist, und entwärmt über den Boden.

Juli 2010, der Monat, in dem die Katzen aufgehört haben, sich für Vögel zu interessieren.

Juli 2010, der Monat, in dem die Katzen aufgehört haben, sich für Vögel zu interessieren.
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Samstag, 3. April 2010
Real Life 3.4.2010 - Velozipädisches
donalphons, 23:51h
Man sagt, dass das Glück mit den Liebenden ist, aber manchmal ist es auch mit den Lieblosen, denn Iris erwischt dich telefonisch gerade hzu jenem Zeitpunkt, da du angehalten hast, um den sicheren Sitz der Ladung zu überprüfen:
Wo bist du?
Im Altmühltal. Wo sich Päderast und Prügler Gute Nacht sagen.
Kommst du bald zurück?
In einer halben Stunde bin ich da.
Aber da wusstest du noch nicht, dass du noch schnell dies und das kaufen musstest. Du hättest es mit etwas Denken wissen können, aber der ganze Tag verlief schon im angenehm dumpfen Handwerkermodus.
Eine gute viertel Stunde sehr guter Natur zu spät - aber wer hätte denn wissen können, dass Iris wirklich pünktlich eintrifft, rollt auch die Barchetta dann vor dem Hof aus. Darin wartend Iris, und sie ist nicht allein, auch sie hat etwas mitgebracht, was im letzter Herbst noch ein Fahrrad war. Nun ist es eher ein Rosthaufen, bedingt schiebebereit und mit fataler Ähnlichkeit zu jenem Rosthaufen, den du fluchend letztes Jahr in Stand gesetzt hast. Leider, gesteht Iris ein, hat sie das Rad im Herbst hinter dem Haus stehen lassen. Ab und an sei ihr eingefallen, es in den Keller zu tragen, aber da habe sie nie das richtige Gewand getragen, dann kam der Schnee und nun die Erkenntnis, dass es ohne fremde Hilfe nicht geht. Dort, wo man für dergleichen zahlt, war sie nicht willkommen, schliesslich gibt jeder zu Ostern sein Rad zur Inspektion (selber machen? ah was.). Drei Wochen Wartezeit waren zu viel, und dann gibt es da ja noch den günstigen Hinterhofschrauber, der alles für ein Lächeln macht. Oder eine Beleidigung.
Mein Gott ist das scheusslich, entfährt es Iris angesichts der Neuanschaffung für einen Dritten, der auch gern ein Rad für 2000 Euro fahren will, ohne soviel auszugeben, und dem du geholfen hast, denn irgendwas muss man ja kaufen, wenn schon DDRös der Trüffelpecorino nicht mehr verfügbar ist - für mindestens drei Wochen! Natürlich hat Iris recht, sagst du dir, es ist wirklich scheusslich, und alles Reparieren und Pflegen, was dem Rad die letzten Jahre fehlte, werden es nur in begrenztem Umfäng ändern. Es ist funktional, es fährt, es lenkt, es bremst, es federt vorne und hinten, der Gang springt nicht raus, und trotzdem ist es hässlich. Ein halbes Jahrzehnt nach dem Ende der guten Stahlrahmen schien plötzlich alles möglich zu sein, und das ist das Ergebnis. Auch wenn du ein gutes Dutzend Aufkleber entfernen wirst, bleibt es eine Missgeburt des Raddesigns. Aber es ist auch eine angenehme Aufgabe, bei der man nicht denken muss. Und du hast Zeit.
Iris dagegen muss gleich wieder weg, Koffer packen. Mit etwas Verspätung geht es nach Jesolo, wie jedes Jahr. Vielleicht, meint sie, findet sie ja dort jemanden, mit dem man etwas Spass haben kann. Im Ibiza für Apotheker und Zahnärzte kann das schon was werden, freundlichst du zurück, und Iris kann schlecht etwas darauf sagen, schliesslich ist es so, und bald, sehr bald wird sie ihr Rad brauchen, um ohne Parkplatzsorgen zum Wochenmarkt zu schweben.
Und wenn Jesolo nicht klappt, vielleicht ist wenigstens am Wochenmarkt jemand zu finden. Oder zumindest Wachteleier.
Wo bist du?
Im Altmühltal. Wo sich Päderast und Prügler Gute Nacht sagen.
Kommst du bald zurück?
In einer halben Stunde bin ich da.
Aber da wusstest du noch nicht, dass du noch schnell dies und das kaufen musstest. Du hättest es mit etwas Denken wissen können, aber der ganze Tag verlief schon im angenehm dumpfen Handwerkermodus.
Eine gute viertel Stunde sehr guter Natur zu spät - aber wer hätte denn wissen können, dass Iris wirklich pünktlich eintrifft, rollt auch die Barchetta dann vor dem Hof aus. Darin wartend Iris, und sie ist nicht allein, auch sie hat etwas mitgebracht, was im letzter Herbst noch ein Fahrrad war. Nun ist es eher ein Rosthaufen, bedingt schiebebereit und mit fataler Ähnlichkeit zu jenem Rosthaufen, den du fluchend letztes Jahr in Stand gesetzt hast. Leider, gesteht Iris ein, hat sie das Rad im Herbst hinter dem Haus stehen lassen. Ab und an sei ihr eingefallen, es in den Keller zu tragen, aber da habe sie nie das richtige Gewand getragen, dann kam der Schnee und nun die Erkenntnis, dass es ohne fremde Hilfe nicht geht. Dort, wo man für dergleichen zahlt, war sie nicht willkommen, schliesslich gibt jeder zu Ostern sein Rad zur Inspektion (selber machen? ah was.). Drei Wochen Wartezeit waren zu viel, und dann gibt es da ja noch den günstigen Hinterhofschrauber, der alles für ein Lächeln macht. Oder eine Beleidigung.
Mein Gott ist das scheusslich, entfährt es Iris angesichts der Neuanschaffung für einen Dritten, der auch gern ein Rad für 2000 Euro fahren will, ohne soviel auszugeben, und dem du geholfen hast, denn irgendwas muss man ja kaufen, wenn schon DDRös der Trüffelpecorino nicht mehr verfügbar ist - für mindestens drei Wochen! Natürlich hat Iris recht, sagst du dir, es ist wirklich scheusslich, und alles Reparieren und Pflegen, was dem Rad die letzten Jahre fehlte, werden es nur in begrenztem Umfäng ändern. Es ist funktional, es fährt, es lenkt, es bremst, es federt vorne und hinten, der Gang springt nicht raus, und trotzdem ist es hässlich. Ein halbes Jahrzehnt nach dem Ende der guten Stahlrahmen schien plötzlich alles möglich zu sein, und das ist das Ergebnis. Auch wenn du ein gutes Dutzend Aufkleber entfernen wirst, bleibt es eine Missgeburt des Raddesigns. Aber es ist auch eine angenehme Aufgabe, bei der man nicht denken muss. Und du hast Zeit.
Iris dagegen muss gleich wieder weg, Koffer packen. Mit etwas Verspätung geht es nach Jesolo, wie jedes Jahr. Vielleicht, meint sie, findet sie ja dort jemanden, mit dem man etwas Spass haben kann. Im Ibiza für Apotheker und Zahnärzte kann das schon was werden, freundlichst du zurück, und Iris kann schlecht etwas darauf sagen, schliesslich ist es so, und bald, sehr bald wird sie ihr Rad brauchen, um ohne Parkplatzsorgen zum Wochenmarkt zu schweben.
Und wenn Jesolo nicht klappt, vielleicht ist wenigstens am Wochenmarkt jemand zu finden. Oder zumindest Wachteleier.
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