Mein Rechner läuft wieder

Also, mein eigentlich obsoleter Rechner von ca. 2011, der damals auch nicht teuer war und von jemand anderem entsorgt wurde. Ein Asus EEE PC mit 12-Zoll Bildschirm. Ich komme mit dem Modell bestens zurecht. gerade weil ich viel unterwegs bin. Klein, leicht, 12 Stunden Akku. Passt perfekt auf das Rad. Leider ist die Buchse für den Stromanschluss herausgebrochen.



Das war teilweise mein Verschulden, teilweise aber auch die Konstruktion, die den Anschluss so winzig macht, dass er leicht heraus bricht - das ist leider ein Standardproblem bei dieser Baureihe. Zum Glück habe ich einen weissen, älteren Herrn gefunden, der in seiner Freizeit solche Probleme löst, 25km vom hier, und während im Haus ein neues Problem mit dem Hauptwasseranschluss entstand, wurde wenigstens der Rechner fertig. Den habe ich gestern mit dem Rad geholt. 25km in die eine Richtung, 35kmüber die Hügel in die andere.



Mehr Umwelt geht nicht. Ich habe das vom Wirkungsgrad her beste Fortbewegungsmittel benutzt, das die Menschheit kennt, ich habe einen extrem energiearmen Rechner gerettet, statt einen neuen zu kaufen. Es war ganz schön heiss, ich bin Umwege gefahren und habe recht lang gebraucht, weil ich etwas sitzen blieb. Bei meinem Gehalt hätte ich in der gleichen Zeit auch für die FAZ schreiben können, mit dem Auto zum Elektrogeschäft fahren, einen Rechner im Sonderangebot kaufen können - es wäre auf das Gleiche hinausgelaufen. Oder sogar billiger geworden, denn natürlich muss man nach dem Radeln mehr essen.



Für die Umwelt insgesamt ist das besser. Aber eben auch nicht wirklich gut, denn der Mensch produziert bei der Fortbewegung auch Emissionen. CO2, Feinstaub, Fäkalien. Und Emissionen durch die Produktion der Lebensmittel. 60km in der Hitze schreien nach Verpflegung, und manche würden danach auch noch einen gebrannten (!) Schnaps nehmen, um den Magen zu beruhigen. Möglicherweise bin ich also deutlich besser als jemand, der kaputte Dinge einfach wegwirft und Neues kauft. Aber nicht, auf keinen Fall, noch nicht einmal als bewusster Mensch, in irgendeiner Art emissionsfrei. Das gibt es nur, wenn man als Wasserleiche den Fluss hinunter treibt. Wer das Wort emissionsfrei für E-autos, Pedelecs, was auch immer verwendet: Lügt. Ganz einfach, es ist eine Lüge, Und solange die Grünen mit derartig dummen, plumpen und dreisten Lügen Wahlkampf machen, lebe ich zwar so, wie die das gern hätten. Aber ich frage mich bei allem, was sie so sagen, ob es nicht auch genauso gelogen ist. Vielleicht haben sie trotz ihrer offensichtlichen Lüge recht. Aber ich kann so etwas nicht wählen. Es ist viel zu offensichtlich gegen alles gerichtet, was ich weiss. Und das ist in meinen Augen viel schlimmer als Agentin oder der ganze Genderquatsch: Dass sie mich für dumm verkaufen wollen, aus ihren gemieteten 252PS-BMWs heraus, in Bereichen, von denen ich nun mal mehr verstehe als eine abgebrochene Theologin oder ein Sozialpädagoge mit Hang zu Bonusmeilen.

Donnerstag, 31. August 2017, 11:03, von donalphons | |comment

 
Dieses für-dumm-verkaufen-wollen Attitüde, dieses dreiste in-die-Fresse-lügen, diese das-ist-mir-kackegal-wie-es-eigentlich-ist-Haltung, dieses saturierte ist-mir-eh-wurscht-was-Du-denkst-Gehabe, das ist es, was die Leute zur AfD treibt.

Oder womöglich in die Arme von schlimmeren Menschen, von denen wir heute noch nicht wissen, wer es sein könne, aber genug wissen, um zu ahnen, was da mal kommen könnte.

Das Brioche-statt-Brot Zitat soll ja so gar nicht gewesen sein, aber um so mehr sollte es aufregen, wenn sich gewisse Leute anschicken, es in jeder möglichen Hinsicht an Verachtung des Volkes noch zu übertreffen. An schlechter Imitation vermeintlich adeligen Verhaltens fehlt es jedenfalls nicht.

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hübsches rad!

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Still lurking around :-))))?

Gruss,
Thorsten Haupts

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:-(=) bien sûr ;-)).

lieber als der etwas patinierte ehem. salon nebenan ist mir der grüne salon hier. er wird wieder bespielt! zumindest so halbwegs vernünftig. ist das nicht etwas?

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Kann man das essen?
Mehlwürmer auf Milchreis? Die bayrische vegetarische Küche ist abschreckend.

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Hach, unsere lustigen Ökofaschisten wieder, ja mei. Gerade gestern hatte ich wieder so eine völlig sinnfreie Diskussion mit so einem Mensch von der linksbizarr-grünen Sorte, wegens dem pöhsen teutschen Kolonialismus, der uns dazu verpflichtet, die ganze Welt aufzunehmen, weil, wir waren doch so gemein zu den Afrikanern und sind alle Rassisten. Und all das. Der ganze Seich. Natürlich kam der Hereroaufstand als Argument, was auch sonst. Mehr kannte der Depp ja nicht. Als ich ihm erklärte, daß wir bei dem Thema staatlich verantwortetem deutschen Kolonialismus von 34 Jahren teils recht unschöner, teils auch erfolgreicher deutscher Kolonialgeschichte sprechen, also einem Zeitraum, der in etwa der bisherigen Geschichte der Grünen entspricht, wurde er pampig, laberte einen von 500 Jahren Ausbeutung der dritten Welt und kam mir schließlich mit den Nazis und dem Völkermord. Wenn dieser Sorte ideologischer Irrer gegen fundiertes Gecshichtswissen nichts mehr einfällt, dann wird flott die große Keule rausgeholt und damit jede weitere Diskussion erschlagen.

Diese tumbe Absenz von Bildung, dieses Nichtvorhandensein jeglichen differenzierten Denkens, diese schnoddrige Banalisierung sämtlicher Zusammenhänge, diese selbstgerechte Besserwisserei für Totalbekloppte bringt mich an den Rand der Weißglut.

Und so ist das bei eigentlich jedem Thema, das diese Leute für ihre Agenda vereinnahmen und ausschlachten. Im Ende bleibt da stets nur Ärger und Verdruß übrig. Und natürlich ist jeder ein Nazi, der es wagt, eine eigene, nicht linksgrünkonforme Meinung zu den Dingen zu haben.

Ich werde ein Fläschlein vom Rœderer vorhalten, für den Fall der Fälle am 24.09., man weiß ja nie. Ich hoffe inständig auf 4,9% für die Ökotanten.

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Ich hatte dieses Gefühl das erste Mal in den achtzigern, wo ich als Jugendoffizier eine öffentliche Debatte mit einem regional bekannten Ökopax hatte.

Der schloss aus einem neu veröffentlichten Handbuch zur Gefechtsfeldtaktik ("Air-Land-Battle") auf ernsthafte Angriffsabsichten der NATO gegen den Warschauer Pakt. Ich musste ihm (20 Jahre älter und akademischer Titel) ruhig und geduldig auseinanderklamüsern, dass diese Idee a) wegen der offenkundigen Stärkeverhältnisse einfach bizarr und b) wegen der fehlenden Angriffslogistik der Bundeswehr auch völlig undurchführbar war. Und er Richtlinien zur Gefechtsführung auf Korps- und Armeebene mit einer politischen Strategie verwechselte.

Kurz, der Junge war 20 Jahre in der Friedensbewegung aktiv und hatte von absolut nichts Militärischem auch nur den Schatten einer Ahnung.

Danach habe ich den ganzen Haufen nie wieder ernstgenommen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Zu den Grünen gibt es gar nicht mehr zu viel zu sagen, ich kann sie seit 2003 mit oder ohne Bauchschmerzen nicht mehr wählen.

Ich hoffe inständig auf 4,9% für die Ökotanten.

Ich leg noch ein -0.1% drauf ;) , und hoffentlich bleiben die anschließend länger in der Versenkung als die FDP.

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Es kommt noch hinzu daß viele Themen aus der linksgrünen Ecke nur reine Provokation sind. So kommen dann so bizarre Konstellationen wie die Genderverstrahlten mit den Islamisten.
Fehlende Bildung wär ja nicht so schlimm, es ist die fehlende Erziehung die so wehtut.

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@thorha:
An solche Diskussionen mit Friedenswinslern und Russenknechten kann ich mich auch noch gut erinnern. Wobei ich sagen muss, die bedenkenswertesten Argumente gegen den NATO-Doppelbeschluss habe ich nicht von Friedensbewegten gehört, sondern im Grundwehrdienst vom Kompaniechef meiner Luftwaffen-Ausbildungskompanie.

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die argumente täten mich dann ma intressieren tun. dürfte a jetzt alles verjährt sein;)

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Verjährt - und leider auch ziemlich vergessen oder überlagert von späteren Diskussionen zum Thema. Auf alle Fälle war es sehr überrschend für mich, das sich ein Offizier uns Rekruten gegenüber so kritisch aus dem Fenster lehnte. Dass irgendwelche Zausels auf dem Friedenmarsch nach Bonn Paras schoben wegen der Raketen, okay, das kannte man ja schon.

Aber der sehr sozialliberal geprägte Spirit in meiner Grundi-Einheit war eh eine rare Ausnahme. Ich landete anschließend in einer Raketeneinheit, in der solche Fragen nicht verhandelbar waren.

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mark,
die besten Argumente gegen die Nachrüstung kamen alle aus dem Militär. Ganz kurz zusammengefasst war die NATO-Nachrüstung militärisch schlicht sinnlos, ähnlich wurde auch bei uns im Offizierkasino die Debatte geführt.

Aber: Politisch war sie das vermutlich nicht. Ich halte es noch heute für unwahrscheinlich, dass Gorbatschow ohne das entschlossene Durchziehen dieser Nachrüstung und ohne den Falklandkrieg seine Politik hätte durchsetzen können.

Die NATO-Nachrüstung war die politische Demonstration der Einigkeit des Westens, sich auch weiterhin jeder Art von Bedrohung entgegenzustellen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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der Russ, der Russ !
Schon wieder muss man sich gegen Offiziersköppe & ihre Propaganda (der pöse Russ!) wehren, am besten wohl mit Humor:

Der Russ, der kommt, das ist gewiss!
Ob er aber über Oberammergau
oder aber über Unterammergau
oder aber überhaupt nicht kommt,
ist nicht gewiss.

(wann hat denn "der Russ", der Pöse, mal Deutschland angegriffen? Etwa 1941?)

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Bullshit kdm. Militärische Vorbereitungen trifft man nicht gegen vermutete Absichten, sondern gegen existierende Fähigkeiten. Sie können gerne z.B. bei SIPRI (ein eher linkes Friedensinstitut) nachsehen, wie die Stärkeverhältnisse NATO-Warschauer Pakt in Europa 1982 waren.

Ach so, das letzte Mal haben die Russen Deutschland 1914 angegriffen, schwächere europäische Länder 1940 (die baltischen Staaten), 1956 (Ungarn) und 1969 (Tschechoslovakei).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Damals haben Kommissköppe auf allen Seiten jedem alles zugetraut und hatten Indizien dafür. Kubakrise, Vietnam, Grenada, Berlinblockade, Einkassieren der baltischen Staaten … … …
Afghanistan in den 1980ern, als die Taliban Mudschaheds/Dschihadkämpfer noch die zweitbesten Freunde waren, die die USA im Orient hatten. Gleich nach Saddam, dem anderen besten Freund.

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Fritz, mir völlig wurscht - und den militärischen Planern damals auch. Wichtig waren die realen Stärkeverhältnisse, weil sie bestimmten, was jemand tun konnte, wenn er wollte.

Und die waren in Europa eineindeutig - der Warschauer Pakt konnte entweder angreifen oder verteidigen, die NATO konnte nur verteidigen, case closed.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Apropos doppelbödiger Witz: "Jahrestag des #Hitler-Stalin-Paktes; der einzige Politiker, der sich je offiziell für den Bruch entschuldigt hat, bin ich: Tiflis, 2007."

https://twitter.com/MartinSonneborn/status/900301714472960001

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Der Erfolg der Grünen
hatte zwei Gründe. Zum einen den Rückhalt in der Bevölkerung, zum anderen die Angst vor Stimmenverlusten bei den ehemaligen Volksparteien.

Mittlerweile schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung, denn vor allem von den ehemaligen Volksparteien schlecht umgesetzte grüne Ideen werden dem Bürger einfach zu teuer. Aber vor allem ist es die oberlehrerhafte Art der Grünen, der Totalitarismus, die zur Schau gestellte vorgebliche Omnipotenz, was die Bevölkerung abschreckt.

Was dabei immer gerne vergessen wird, ist, daß grüne Politik und Realpolitik nicht übereinstimmen, daß es zumindest auf Bundesebene immer CDU/CSU und SPD sind, die letztlich die Realpolitik bestimmen, auch wenn sie grün erscheint. Und Kretschmann oder andere, sind das denn wirklich Grüne? Der Politik nach wohl eher nicht, nicht im Sinne des kritisierten Grün. Das erinnert doch an Sozialdemokratie und Seeheimer-Kreis.

Das Vorgehen der Grünen ist jedenfalls marktwirtschaftlich orientiert. Die Forderungen möglichst hoch ansetzen, um dann mit etwas Spielraum nach unten doch noch zum angestrebten Ziel zu kommen.

P.S. Freut mich, daß sich doch noch jemand gefunden hat, der das Netbook repariert hat.

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Viel zu kompliziert :-).

Politik kommt in Wellenbewegungen - und jetzt schwingt
das Pendel in der westlichen Welt gerade zurück.

Wollte jemand 1980 seine (akademischen) Eltern schocken, gab´s nen Ring durch die Nase, violett gefärbte Haare, sichtbar keine Unterwäsche zum Konzertbesuch oder eine Ratte auf der Schulter.

Will jemand heute seine Eltern schocken, ist er Mitglied der Identitären, trägt Thor Steinar T-Shirts oder lässt sich einen Rauschebart stehen und trägt ne Galabeya.

Die Grünen waren die Profiteure der letzten Welle, jetzt sind sie logischerweise Verlierer der neuen. Und nichts, was sie tun, würde daran gross etwas ändern.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Wellenbewegungen? Sieht eher nach einem bewegungslosen Tümpel aus. So ein totes, stinkendes Gewässer.

Der neue Bundestag wird wohl bunter werden, aber die Politik wird sich nicht verändern.

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