Norweger für die Berge

Seit 10 Jahren wohne ich jetzt am Tegernsee.



Und das bringt es so mit sich, dass der sogenannte Winterschlussverkauf in den Niederungen mehr so ein Mittwinterverkauf für mich ist - vor April ist es in den Bergen selten Frühling, und selbst, wenn der Schnee direkt am See selten liegen bleibt, so sind doch die Höhen meistens weiss und Nachts steif gefroren. Ich habe mich in den letzten 10 Jahren unter dem Druck des Klimas massiv angepasst und gehe heute nicht mehr achtlos an Stiefeln vorbei, wenn sie gut und bezahlbar sind. Für meine Stiefel aus Verona bekam ich sogar Lob in Berlin, meine Schuhe wären die besten auf dem Podium gewesen (ich hoffe, die Damen lesen das hier nicht, ich habe keine Angst vor Mobs aus dem Netz und psychisch maroden Stalkerinnen aus der Drogenhändlerfreundeszene, aber bei gut angezogenen Frauen weiss man nie...)

Aber wie es nun mal mit den Stiefeln ist, sie sind mir eigentlich zu schade für schlechtes Wetter, mit dem Ergebnis, dass ich zwar einige Paare in verschiedenen Farben habe, aber die in aller Regel nicht trage. Die Neuesten hatte ich sogar in Berlin dabei, aber DAS wollte ich ihnen zum Auftakt nun wirklich nicht antun. Und weil das Wetter kalt bleibt und ich wieder in die Berge gehe und zufällig auf dem Weg vom Wochenmarkt bei einer Boutique vorbei kam, in der sich vor 40 Jahren die Schwulen einkleideten, und die heute auch HHochzeitskleidung für Herren und Damen führt, so ändern sich die Zeiten:



Konnte ich nicht ganz Nein sagen. Es ist schrecklich. Ich sage zwar immer, dass man nie genug Schuhe haben kann, aber ganz ehrlich, eigentlich brauche ich die Wohnung am Tegernsee allein schon, um den Schuhbesitz zu begründen: "In den Kofferraum passt nichts rein, ich kann nicht 4 Paar Schuhe mitnehmen, es müssen überall welche sein". So bedingt das eine das andere und das andere wiederum das eine.

Anfang/Mitte März machen unsere Trachtenvereine hier ihre Märkte. Ich sollte dann nach Italien reisen.

Samstag, 3. Februar 2018, 18:30, von donalphons | |comment

 
Schuhe und Räder
Ich wußte es irgendwie. Ich hatte es bei Ihrem letzten Kaufrausch in Italien einmal angemerkt. Schuhe und Fahrräder (italienische) kann man nie genug haben.

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