Mittwoch, 11. Mai 2005
Eine Frage, die allen auf der Zunge liegt:
Wie schlecht muss eigentlich PC-Welt sein, wenn die den Bloghoster 20six gut finden? Und wie beschissen sind die anderen Medien, die das auch noch abschreiben?
donalphons, 16:59h
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Medien - Gegenöffentlichkeit - Öffentlichkeit
Ziemlich zum Ende der Sendung bei Fritz kam dann der Begriff der Gegenöffentlichkeit, die Blogs wären/sein könnten. Das sind so die Momente, wo ich am Mikrophon zu nagen beginne, da drängt es mich etwas zu sagen, denn da kann ich einiges beitragen. Denn: Wer Blogs für "Gegenöffentlichkeit" hält, weiss nicht, wofür der Begriff bislang steht.
Ich habe meine ersten journalistischen Schritte bei einem Medium gemacht, das einigen Alt-68ern gehörte, die genau diese Gegenöffentlichkeit im Sinn hatten. Die Folge war eine totalitär anmutende Ausrichtung auf den politischen Kampf, der so weit ging, dass Post von "Verräterparteien" wie der SPD schon mal von einem der Leiter dieser alten Truppe weggeworfen wurde. Das Briefgeheimnis galt nichts, und Rezensionsexemplare, die nicht in sein Schema passten, landeten in den Antiquariaten zur Finanzierung der guten Sache - die Redakteure mussten sich dann selbst mit den zu Recht verärgerten Verlagen rumschlagen. Wer politisch nicht auf der Linie lag, wurde früher oder später rausgeekelt, oder unterwarf sich einer Gesellschafterversammlung, für die die Ideale des Sozialismus in dieser Phase des Kampfes innerhalb der eigenen Reihen zurückstehen mussten. mehr an der Blogbar
Ich habe meine ersten journalistischen Schritte bei einem Medium gemacht, das einigen Alt-68ern gehörte, die genau diese Gegenöffentlichkeit im Sinn hatten. Die Folge war eine totalitär anmutende Ausrichtung auf den politischen Kampf, der so weit ging, dass Post von "Verräterparteien" wie der SPD schon mal von einem der Leiter dieser alten Truppe weggeworfen wurde. Das Briefgeheimnis galt nichts, und Rezensionsexemplare, die nicht in sein Schema passten, landeten in den Antiquariaten zur Finanzierung der guten Sache - die Redakteure mussten sich dann selbst mit den zu Recht verärgerten Verlagen rumschlagen. Wer politisch nicht auf der Linie lag, wurde früher oder später rausgeekelt, oder unterwarf sich einer Gesellschafterversammlung, für die die Ideale des Sozialismus in dieser Phase des Kampfes innerhalb der eigenen Reihen zurückstehen mussten. mehr an der Blogbar
donalphons, 15:06h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 10. Mai 2005
Infowars
Erasmus von Rotterdam hat mal gesagt: "Süss erscheint der Krieg dem Unerfahrenen". Kein Link, leider, der Mann hatte seinerzeit zwar eine bemerkenswerte Publizität, aber das war noch auf aus Stoff gewonnenem Papier, also noch lange vor der Zeit, da Papier aus toten Bäumen gemacht wurde. Dafür halten seine Werke auch noch gut und gern 4, 5000 Jahre bei guter Lagerung. Was man von den Schützenlöchern und Latrinen der digitalen Frontlinien nicht sagen kann, da reicht schon ein kleiner Festplattencrash, und die so schön ausgemalte Zukunft ist nur noch ein Haufen rauchendes Silizium.
Nach dem Scheitern der New Economy sollte man denken, dass die Lust auf die Schützengräben und Stacheldrahtverhaue derer, die bei ihrem eigenen Giftgasangriff auf Brick & Mortar sowie totes Holz umgekommen sind, nachgelassen hat. Zumal das eine prima neben dem anderen existieren kann, die Welt gross genug für alle ist. Aber dann gibt es wieder so Propagandaschreiber, die neue Eliten ausrufen, und es geht wieder von vorne los. Diesmal sogar innerhalb der eigenen digitalen Reihen, wie ich heute morgen zufällig via hier entdeckt habe.
Wer will, den soll man ziehen lassen - an der cutting edge der technologischen Entwicklung, zwischen dem Bullshit der Medienlatrinen und den Granaten, die die VCs in die eigenen Leute feuern, in den hastig entwickelten Tieffliegern mit neuen Piloten und beim ungeübten Umgang mit Napalm wird die Süssigkeit des Kriegs schnell bitter, ganz gleich, welcher Autor da vorne neuen Lebensraum im Digitalen verspricht.
Wie auch immer: Hier meine Vorstellung der Sturmtuppen auf der einen und einiger Unbestürmbarer (es gibt sicher viele weitere in vielen Variationen) auf der anderen Seite.
So in etwa. Man lasse sie ziehen. In den Massengräbern der New economy sind noch viele Plätze frei, und da spielt es keine Rolle, welche hübsche neue Uniform sie für den Sturmlauf ins Nichts bekommen haben.
Nach dem Scheitern der New Economy sollte man denken, dass die Lust auf die Schützengräben und Stacheldrahtverhaue derer, die bei ihrem eigenen Giftgasangriff auf Brick & Mortar sowie totes Holz umgekommen sind, nachgelassen hat. Zumal das eine prima neben dem anderen existieren kann, die Welt gross genug für alle ist. Aber dann gibt es wieder so Propagandaschreiber, die neue Eliten ausrufen, und es geht wieder von vorne los. Diesmal sogar innerhalb der eigenen digitalen Reihen, wie ich heute morgen zufällig via hier entdeckt habe.
Wer will, den soll man ziehen lassen - an der cutting edge der technologischen Entwicklung, zwischen dem Bullshit der Medienlatrinen und den Granaten, die die VCs in die eigenen Leute feuern, in den hastig entwickelten Tieffliegern mit neuen Piloten und beim ungeübten Umgang mit Napalm wird die Süssigkeit des Kriegs schnell bitter, ganz gleich, welcher Autor da vorne neuen Lebensraum im Digitalen verspricht.
Wie auch immer: Hier meine Vorstellung der Sturmtuppen auf der einen und einiger Unbestürmbarer (es gibt sicher viele weitere in vielen Variationen) auf der anderen Seite.
| Das Digifrontschwein | Die ruhige Etappe |
|---|---|
| Hat Firefox | Internet Explorer geht auch |
| Kennt Doc Searls, und alles, was man sonst kennen muss | Kennt, was ihm Spass macht |
| Benutzt RSS Reader | Geht auf Webseiten, braucht kein Informationstrommelfeuer |
| Hat ein Blog | Überlegt sich die Anschaffung, ist aber von der Propaganda angekotzt |
| Informiert sich bei BoingBoing (oder Slashdot) | Liest oft ein gutes Buch, weil er in der Lage ist, längere Texte zu erfassen |
| Gelangweilt von Flickr | Macht auch Papierabzüge, die er nicht wegschmeisst, mag die Intimität von Photos, und wen gehen seine Bilder überhaupt was an? |
| Bekommt die Nachrichten von Google - unter anderem auch von der Nationalzeitung | Entscheidet sich jeden Tag neu, denkt ideologiekritisch und weiss, dass die wirklich wichtigen Informationen nicht im Minutentakt durchrauschen |
So in etwa. Man lasse sie ziehen. In den Massengräbern der New economy sind noch viele Plätze frei, und da spielt es keine Rolle, welche hübsche neue Uniform sie für den Sturmlauf ins Nichts bekommen haben.
donalphons, 15:46h
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Schön war´s.
Johnny hatte nach dem Fritz-Blogger-Salon ein paar Bedenken, Holgi war an den Fadern sehr souverän. Modeste sagte sehr souveräne Dinge, und ich wollte live bloggen, hatte aber nach kurzer Zeit kein Internet mehr.
Und dabei ging im Fritz-Forum die Post ab. Und hier gibt es die schriftliche Zusammenfassung.
Und dabei ging im Fritz-Forum die Post ab. Und hier gibt es die schriftliche Zusammenfassung.
donalphons, 14:21h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 29. April 2005
Ein paar Worte an die Insight
Soso, man mag mich also bei der Journalistenzeitung Insight nicht. Zumindest nicht als Don Alphonso. Ist aber dann doch zu feige, hier her zu linken. Frau Skibowski - haben Sie Angst?
Der Autor des Blogs schrieb voller Stolz und Eigenlob darüber, dass es heute alle bei ihm lesen könnten und erst morgen in den großen Zeitungen. Er vergaß allerdings zu erwähnen, dass der Link, den er zu der Insolvenzmeldung setzte, für jeden erreichbar ist und man sich über alle (!) Insolvenzen in Deutschland, die bis zu zwei Wochen vor Anfrage angemeldet worden sind, informieren kann. So investigativ, wie er gerne gewesen wäre, war Don Alphonso also nicht – er hatte den richtigen Link und ein sehr schnelles Medium.
Nun, liebe Frau Skibowski, ich scheisse hier bekanntlich auf die Regeln des real existierenden klassischen Journalismus. Ich leiste mir diesen Luxus, und ob es Ihnen und Ihrer Zeitung behagt, ist mir egal. Hier ist alles erlaubt, ausser der branchentypischen Arschkriecherei, Demut und Anpassung. Aber, mit Verlaub: Wie grenzverblödet muss man eigentlich sein, wenn man sich beschwert, dass in meinem Text ein Hinweis fehlt, dass der Link öffentlich zugänglich ist? Und wo bitte sollte man denn sonst recherchieren? So viel Ahnung von Internet, wie Sir zu haben vorgeben, besitzen Sie wohl doch nicht.
Ich sage noch nicht mal, dass ich investigativ bin - ich bin nur schneller, was vielleicht daran liegt, dass ich nicht dauernd auf den Schleimpisten der traditionellen Medien schlittere. Ich darf das. Und alle Etepetete-Pseudomoralisten der Branche mit ihrem dauernden Qualitätsgebrabbel, das beim nächsten Werbekunden gleich wieder den Bach runtergeht, können hier gerne aufschlagen und den offenen Dialog suchen. Tun Sie nicht? Tja, dann kann ich Ihnen auch nicht direkt reinwürgen, dass ich in Ihrem Blatt als realer Mensch schon mal als leuchtendes Vorbild präsentiert wurde - lag aber vielleicht auch nur am Anschleimen einer bestimmten Randgruppe, so genau kann man das ja nie sagen.
Sie mögen es nicht, wenn wir den traditionellen Medien wie Bild und Focus bei der Blogbar eins reinwürgen. Das kann ich verstehen. Aber wir tun es zumindest mit einer guten Begründung. Irgendwelches Pack, das im Gegenzug dann versucht, jemanden über fehlende Linkerklärungen zu diskreditieren, hat keine Begründung oder Argumente, sondern nur Angst.
Kann ich auch verstehen. Vielleicht sollte man mal auf die "Themenvorschläge" zu sprechen kommen, die in Insight von PR-oleten angeboten werden. Das sind dann die wahren Gründe, warum Blogs gerne gelesen werden, und nicht, "weil sie einfach nur Spaß machen und auch manchmal einen mehr oder weniger guten Scoop landen. "
Die Leser haben schlichtweg genug von der Verarsche. Die Leser wollen Blut sehen, zumindest viele, die hierher kommen. Sie wollen das Blut der Heuchler und der Schleimis. Sollen sie haben.
Der Autor des Blogs schrieb voller Stolz und Eigenlob darüber, dass es heute alle bei ihm lesen könnten und erst morgen in den großen Zeitungen. Er vergaß allerdings zu erwähnen, dass der Link, den er zu der Insolvenzmeldung setzte, für jeden erreichbar ist und man sich über alle (!) Insolvenzen in Deutschland, die bis zu zwei Wochen vor Anfrage angemeldet worden sind, informieren kann. So investigativ, wie er gerne gewesen wäre, war Don Alphonso also nicht – er hatte den richtigen Link und ein sehr schnelles Medium.
Nun, liebe Frau Skibowski, ich scheisse hier bekanntlich auf die Regeln des real existierenden klassischen Journalismus. Ich leiste mir diesen Luxus, und ob es Ihnen und Ihrer Zeitung behagt, ist mir egal. Hier ist alles erlaubt, ausser der branchentypischen Arschkriecherei, Demut und Anpassung. Aber, mit Verlaub: Wie grenzverblödet muss man eigentlich sein, wenn man sich beschwert, dass in meinem Text ein Hinweis fehlt, dass der Link öffentlich zugänglich ist? Und wo bitte sollte man denn sonst recherchieren? So viel Ahnung von Internet, wie Sir zu haben vorgeben, besitzen Sie wohl doch nicht.
Ich sage noch nicht mal, dass ich investigativ bin - ich bin nur schneller, was vielleicht daran liegt, dass ich nicht dauernd auf den Schleimpisten der traditionellen Medien schlittere. Ich darf das. Und alle Etepetete-Pseudomoralisten der Branche mit ihrem dauernden Qualitätsgebrabbel, das beim nächsten Werbekunden gleich wieder den Bach runtergeht, können hier gerne aufschlagen und den offenen Dialog suchen. Tun Sie nicht? Tja, dann kann ich Ihnen auch nicht direkt reinwürgen, dass ich in Ihrem Blatt als realer Mensch schon mal als leuchtendes Vorbild präsentiert wurde - lag aber vielleicht auch nur am Anschleimen einer bestimmten Randgruppe, so genau kann man das ja nie sagen.
Sie mögen es nicht, wenn wir den traditionellen Medien wie Bild und Focus bei der Blogbar eins reinwürgen. Das kann ich verstehen. Aber wir tun es zumindest mit einer guten Begründung. Irgendwelches Pack, das im Gegenzug dann versucht, jemanden über fehlende Linkerklärungen zu diskreditieren, hat keine Begründung oder Argumente, sondern nur Angst.
Kann ich auch verstehen. Vielleicht sollte man mal auf die "Themenvorschläge" zu sprechen kommen, die in Insight von PR-oleten angeboten werden. Das sind dann die wahren Gründe, warum Blogs gerne gelesen werden, und nicht, "weil sie einfach nur Spaß machen und auch manchmal einen mehr oder weniger guten Scoop landen. "
Die Leser haben schlichtweg genug von der Verarsche. Die Leser wollen Blut sehen, zumindest viele, die hierher kommen. Sie wollen das Blut der Heuchler und der Schleimis. Sollen sie haben.
donalphons, 15:32h
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Freitag, 22. April 2005
Bei DCT haben wir sie sofort entfernt:
Outer sind Schweine
In einer Welt der weitgehenden Anonymität wie der Blogosphäre ist der Griff zu Google ziemlich normal, um herauszufinden, wer denn dieser neue Kommentator oder Blogger ist - also: Wo hat er schon mal was geschrieben. Mimik, Gestik, Tonfall, all die üblichen nonverbalen Kommunikationsstrategien fehlen im Netz, also behilft man sich mit einer Art Textanalyse, um mehr über den anderen zu erfahren. Das machen viele, damit muss man wohl auch leben, wenn man im Netz schreibt. Desto mehr man schreibt, desto mehr Spuren hinterlässt man, und der meist selbstgewählte Abstand zwischen Internetfigur und realem Mensch schwindet. mehr Sauereien an der Blogbar
In einer Welt der weitgehenden Anonymität wie der Blogosphäre ist der Griff zu Google ziemlich normal, um herauszufinden, wer denn dieser neue Kommentator oder Blogger ist - also: Wo hat er schon mal was geschrieben. Mimik, Gestik, Tonfall, all die üblichen nonverbalen Kommunikationsstrategien fehlen im Netz, also behilft man sich mit einer Art Textanalyse, um mehr über den anderen zu erfahren. Das machen viele, damit muss man wohl auch leben, wenn man im Netz schreibt. Desto mehr man schreibt, desto mehr Spuren hinterlässt man, und der meist selbstgewählte Abstand zwischen Internetfigur und realem Mensch schwindet. mehr Sauereien an der Blogbar
donalphons, 19:17h
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Donnerstag, 21. April 2005
Das ist doch nur eine Soap Opera
was ihr da macht, kein Journalismus - diese Anklage wurde mir vor ein paar Wochen entgegengeschleudert. Der Schleuderer war ein schon etwas älterer Nachrichtenredakteur einer grossen Rundfunkanstalt. Im letzten Jahr gab es schon eine Reihe anderer Vergleiche - mitunter schöne wie “Punkrock” oder “3 Akkorde”, aber diese Soap Opera, die war nicht nett gemeint. Aus ihr sprach die Verzweiflung des Redakteurs, der 99 an der Onlineabteilung des Senders mitgeschraubt hat und das Missverhältnis zwischen Aufwand und Besuchern kennt. Es gibt dort durchaus Website-Cluster von Vollprogrammen, die weitaus weniger Leser als “Rebellen ohne Markt” haben. Irgendwo verständlich bei einem Google-Pagerank von sage und schreibe 0, aber so sind sie halt, die Öffentlich-Rechtlichen. mehr Einsichten an der Blogbar
donalphons, 03:54h
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Freitag, 15. April 2005
Rats in a cage
Schon witzig, wenn ein Blogseminar-Anbieter mutmasslich in diesem Seminar zur Abschreckung - Stichwort "wüste Beschimpfung" - auf dieses Blog hier linkt, wenn es im verlinkten Beitrag um das Unterpflügen eines anderen Blogseminars geht. Dabei wird dann die ganze Geschichte rekapituliert - ironischerweise ohne auf dieses Angebot zu sprechen zu kommen
Ich fühle mich jetzt irgendwie als stachliges Glied einer Verwertungskette, an der unten die geschlachteten Gegner derer hängen, die selbst gern Blog-PR-Interessierte verwerten.
Nur falls jemand meint, dass es bei Blogs rauh und brutal zugeht. Das ist nichts gegen die Kleinkriege der Seminaranbieter und ihren Wettlauf um die Marktherrschaft der Blogseminare. Vielleicht sollte ich jetzt doch noch den PR-Blogger Eck und sein geplantes Seminar in die Pfanne hauen, dann gibt es auch beim nächsten Termin noch aktuellen Anschauungsunterricht (kost 500 Tacken, Firma dankt, so geht´s Blog-Business).
Ich fühle mich jetzt irgendwie als stachliges Glied einer Verwertungskette, an der unten die geschlachteten Gegner derer hängen, die selbst gern Blog-PR-Interessierte verwerten.
Nur falls jemand meint, dass es bei Blogs rauh und brutal zugeht. Das ist nichts gegen die Kleinkriege der Seminaranbieter und ihren Wettlauf um die Marktherrschaft der Blogseminare. Vielleicht sollte ich jetzt doch noch den PR-Blogger Eck und sein geplantes Seminar in die Pfanne hauen, dann gibt es auch beim nächsten Termin noch aktuellen Anschauungsunterricht (kost 500 Tacken, Firma dankt, so geht´s Blog-Business).
donalphons, 18:42h
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Mittwoch, 13. April 2005
Lesungen die Zweite
Es wird einige Leute geben, die werden auf diesen Beitrag mit Gedanken oder Postings wie "Es gibt sehr gute Gründe für das was ich tue", "Der unterstellt uns, was er selber tut", "Ich bin überhaupt nicht neidisch" und "Ich habe das Recht das zu tun, und Kritik muss man ertragen können" reagieren.
Lesungen bringen Ärger
Im vorrausgehenden Artikel wurde beschrieben, wie das Fehlen gewisser Charakteristika des Literaturbetriebs Bloglesungen zu einem grossen Spass werden lässt. Dennoch: Man sollte sich das mit den Lesungen als Organisator gut überlegen. Es wird noch eine Weile dauern, bis Lesungen aus Blogs so normal sind, dass nicht oft ein gewisses Keifen losgeht. Lesungen sind eine Ausnahmesituation, bei Lesungen wird das gleichförmige Nebeneinander des normalen Bloggens durchbrochen, man exponiert sich, und das ruft die Geiferer auf den Plan. Egal, ob im Umfeld dieses Buches oder bei anderen. mehr an der Blogbardonalphons, 02:05h
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Dienstag, 12. April 2005
Warum Bloglesungen gut sind
Nachdem es jetzt in letzter Zeit einige gut besuchte Lesungen mit mehreren Bloggern unter ganz unterschiedlichen Vorraussetzungen gab, ist es Zeit für eine kleine, dreiteilige Zusammenfassung. Warum also? Aus dem gleichen banalen Grund, warum auch Bloggen gut ist:
Natürlich sind diese Gefühle vor einer Bloglesung auch da, aber nicht so stark. Schliesslich sind es ja mehrere Leser. Es geht eigentlich um nichts, ausser um den Spass. mehr Spass an der Blogbar
Weil es Spass macht.
Und das ist, wie übrigens die anderen Punkte auch, ein erheblicher Unterschied zu Lesungen, die man als Profischreiber macht. Wenn ich aus meinem Roman lese, muss ich Performance bringen. Ich bin im Wettkampf mit anderen Autoren um die Gunst des Publikums. Es ist ein Teil des Jobs. Der ist zwar schön, aber dennoch bleibt immer dieses Gefühl im Nacken, dass man hier als Schriftsteller mit einem eingebildeten, idiotischen und trotzdem zu erfüllenden Qualitätssoll konfrontiert ist. Deshalb Lampenfieber, deshalb Stress, deshalb nach der ersten Lesung tot ins Bett fallen - von wegen Literaturgroupies ficken, muahaha, alles Legende.Natürlich sind diese Gefühle vor einer Bloglesung auch da, aber nicht so stark. Schliesslich sind es ja mehrere Leser. Es geht eigentlich um nichts, ausser um den Spass. mehr Spass an der Blogbar
donalphons, 01:14h
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