Sonntag, 31. Juli 2005
Stupide Tätigkeiten
Nachdenken kann man am Besten bei anspruchslosen Beschäftigungen: Spinoza schliff Brillengläser, Tucholsky fickte Frauen, und ich verputze eine Decke. Um die Antwort auf die Frage zu finden, warum Bloggen nicht nur ein Hype ist, sondern etwas,d as bleibt.
Zwischen Perlstab und Zwickel habe ich die Antwort gefunden - leider ist sie im Vortrag in 6 Wochen nicht verwendbar, deshalb hier: Bloggen wird erst an dem Tag aufhören, an dem die Leute aufhören, in der Dusche zu singen.
Und es wird wirtschaftlich und für die PR ähnlich gut verwertbar sein wie das Singen in der Dusche - das nur als Hinweis an die, die sich in der Hinsicht in der Dusche einen abwichsen wollen, mit einem würgenden Strick aus Hoffnungen um den Hals.
Zwischen Perlstab und Zwickel habe ich die Antwort gefunden - leider ist sie im Vortrag in 6 Wochen nicht verwendbar, deshalb hier: Bloggen wird erst an dem Tag aufhören, an dem die Leute aufhören, in der Dusche zu singen.
Und es wird wirtschaftlich und für die PR ähnlich gut verwertbar sein wie das Singen in der Dusche - das nur als Hinweis an die, die sich in der Hinsicht in der Dusche einen abwichsen wollen, mit einem würgenden Strick aus Hoffnungen um den Hals.
donalphons, 21:12h
... link (5 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 28. Juli 2005
Don´t fuck in the Blogosphere
+++Vorsicht - dieser Text ist nicht für ironieresistente Volldeppen und funktionale Analphabeten geeignet+++
So, you´re in it for the sex - Du denkst, da draussen sind viele Tausend Blogger, die den ganzen Abend vor der Kiste sitzen und niemanden haben, also potenzielle Geschlechtspartner für Dich sind... die Blogosphäre als gigantisches Singlemarkt, und die Blogtexte verraten in etwa, was einen da horizontal mal erwarten wird... von Flickr zum Ficker, billiger und williger als Partneragenturen, ganz ohne 0190er-Nummern... denkst Du. Lass die Finger davon, weil:
1. davor kommt noch eine Menge Mailerei, bei der Du beim ersten klaren Wort schnell als Stalker abgeheftet und eventuell auch gleich gebloggt wirst.
2. Danach kommt ein erstes Real Life Date, das aller Erfahrung nach garantiert nicht im Bett endet. Wüstlinge und Nymphomane ficken am Abend, und wer fickt, bloggt nicht. Und falls jemand beim Geschlechtsverkehr doch bloggen sollte ("Kondom? Pille? Gleitmittel? Subnote? WLAN aktiv? Ok, lass es uns tun Schatzi!") - Finger weg, das kann nicht gut werden.
3. Statt dessen musst Du verbal in Echtzeit beweisen, dass Du tatsächlich so toll, reich, sexy, intelligent, wortgewandt und bedworthy bist, wie Du das in den letzten zwei Monaten für den anderen in Deinem Blog zurecht gelogen hast, mit viel Zeit und Übernahme der besten Geschichten aus Deinem Freundeskreis und dem mit Ärzteromanen reich bestückten Bücherregal sowie den alten GZSZ-, Magnum-, Miami Vice und SATC-Folgen. Du musst Dir keine Vorwürfe machen, die andere Seite war sicher genauso ehrlich.
4. Nehmen wir mal an, Du schaffst es dennoch - oder die andere Seite ist tatsächlich verzweifelt und einsam genug, sich trotz Deiner Lügen darauf einzulassen - sag ehrlich: Ist es nicht etwas seltsam, mit einer Person zu schlafen, die ihr Privatleben im Internet jedem Deppen erzählt, obendrein zumindest Grundbegriffe in HTML beherrscht und ein CMS bedienen kann, also irgendwo in der Psyche einen inneren Geek hat, der mit seiner schleimigen Pizza im Insitutskeller Pornos runterlädt - und mit sowas willst Du ins Bett? OK, wenn Du meinst - sag nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt.
5. Denn was bei Punkt 3. im angezogenen Zustand an einer Bar noch vergleichsweise leicht zu bewältigen ist, ist horizontal und nackt weitaus schwieriger. Du weisst verdammt viel über den anderen, den Namen der Katze und den bevorzugtenKurzschwa RSS-Reader, aber in Bezug auf die bevorzugten Sexpraktiken stehst Du so ahnungslos da wie vor dem Tag, an dem Dein Papa die Sache mit den Bienen, äh, also. Da muss jetzt was kommen, Du musst den über Monaten aufgebauten Erwartungen tatsächlich körperlich entsprechen. Hey, viel Spass dabei - hoffentlich hast Du ein gutes Deodorant.
6. Guten Morgen! Na, wie war´s? Gar nicht so schlimm, ah ja, aber auch nicht der Brüller. So ist es meistens, denk Dir nichts, Dein Partner hat es wahrscheinlich auch nicht besser. Is ja nur Internet, da steht viel drin, was nicht gehalten wird, Blogs sind auch nur just another bloody lie. Was hast Du erwartet? Blogger (abzüglich Vollgeeks und Myblog-BNP-Trägerinnen, also ca. 80% der deutschen Blogosphäre) sind durchschnittliche Leute, da ist auch der Sex nicht der Brüller, und desha - was? Was sagst Du? Du hast da einen Geek oder ein BNP-Schatzi an Deiner Seite? Äh... also, ich, ich, äh wollte im Grunde genommen, äh zu Punkt
7. kommen. Hey, was soll´s, es ist vollbracht, der Spass war gestern Nacht, und heute kommen die echten Probleme. Weil, ganz gleich ob bauchnabelgepierct wie ein Schweizer Käse, Rückwärtsaufsager von C+-+? oder normaler Zufallspartner auf klassischem Trostfick-Niveau: Jetzt ist der Moment da, wo Du so gebloggt werden kannst, wie der andere es will. Du bist literarisches Freiwild, Baby. Und erinnerst Du Dich noch an die zickigen, unverschämten Anspielungen über Vorläufer, bei denen Du dachtest: Wow, da geht ja voll was ab? Tja, jetzt kannste mal erleben, wie sowas passiert. Und Du wirst 1000 Gründe finden, das misszuverstehen, Du wirst es mit anderen Texten vergleichen und das Gefühl haben schlecht wegzukommen, Du wirst zwischen den Zeilen lesen und nie wirklich wissen, was gemeint ist.
8. Nein? Doch nicht? Kein Ton, nichts? Und das auch volle acht Tage danach? Nun, dann kann es ja wohl für die andere Seite kein allzu prägendes Erlebnis gewesen sein, da kann ich Deinen Zweifeln nur Recht geben. Aber vielleicht immer noch besser, als wenn ein nicht genehmer Text erschienen wäre, nach dem Motto: "Gestern mal wieder froh gewesen, dass ich Schnupfen hatte und die Kontaktlinsen draussen waren". He - hörst Du überhaupt zu? Hallo?
9. Nein. Die Eifersucht nagt an Dir. jeder Mist wird gebloggt, tausend Leute kommen vor, Du nicht. Du fängst also tatsächlich an, im Blog der anderen Seite zu kommentieren, Anspielungen zu machen, Geständnisse zu erpressen, Du spielst ein Spiel mit der Öffentlichkeit... und da, auf Deinem Blog rüffelt Dein Geschlechtspartner eine alte Bekanntschaft, da ging wohl was in eine falsche Kehle, Klettentum, Besitzgier, Beschützerinstinkte sind die Triebfedern... das fällt etwas auf, meine Freunde. alle tuscheln sowieso schon rum, ob ihr beide nicht was am laufen habt... und morgen steht das dann bei den Schrottquellenverbreitern, und bei Heerscharen von unbestiegenen Semmelasseln laufen die Telefone heiss, und wenn es Bestand haben sollte zwischen Euch, dann schreibt wenigstens keine Links a la "mein Schnuckiputz" und "mein Mausischnecklein" in Eure Blogroll weil
10. das auf Dauer sowieso nicht gutgeht, und dann muss das alles wieder gelöscht werden, alle wissen es, jeder kriegt es mit, und ausgerechnet in der geschwätzigsten Mediensphäre seit der Höhlenmalerei seid ihr damit Thema Nummer 1. Freundinnen und Freunde werden Euch mit Mails überschütten, wieso es denn nicht mehr klappt, warum es schief ging, ob da vielleicht noch wer Drittes oder Viertes mit im Spiel war, und sie werden es nicht bloggen, nur am Telefon weitererzählen und rummailen, und natürlich aufsexen, so wie Ihr damals Eure eigene Geschichte bei Punkt 1.
Oder aber es geht gut, Ihr macht ein Hochzeitsblog und eine Geschenkliste als Download, ein Flitterwochenblog und ein Schwangerschaftsblog, und... hm...
wisst Ihr was? FICKT EINFACH NICHT IN DER BLOGOSPHÄRE, VERDAMMT!
So, you´re in it for the sex - Du denkst, da draussen sind viele Tausend Blogger, die den ganzen Abend vor der Kiste sitzen und niemanden haben, also potenzielle Geschlechtspartner für Dich sind... die Blogosphäre als gigantisches Singlemarkt, und die Blogtexte verraten in etwa, was einen da horizontal mal erwarten wird... von Flickr zum Ficker, billiger und williger als Partneragenturen, ganz ohne 0190er-Nummern... denkst Du. Lass die Finger davon, weil:
1. davor kommt noch eine Menge Mailerei, bei der Du beim ersten klaren Wort schnell als Stalker abgeheftet und eventuell auch gleich gebloggt wirst.
2. Danach kommt ein erstes Real Life Date, das aller Erfahrung nach garantiert nicht im Bett endet. Wüstlinge und Nymphomane ficken am Abend, und wer fickt, bloggt nicht. Und falls jemand beim Geschlechtsverkehr doch bloggen sollte ("Kondom? Pille? Gleitmittel? Subnote? WLAN aktiv? Ok, lass es uns tun Schatzi!") - Finger weg, das kann nicht gut werden.
3. Statt dessen musst Du verbal in Echtzeit beweisen, dass Du tatsächlich so toll, reich, sexy, intelligent, wortgewandt und bedworthy bist, wie Du das in den letzten zwei Monaten für den anderen in Deinem Blog zurecht gelogen hast, mit viel Zeit und Übernahme der besten Geschichten aus Deinem Freundeskreis und dem mit Ärzteromanen reich bestückten Bücherregal sowie den alten GZSZ-, Magnum-, Miami Vice und SATC-Folgen. Du musst Dir keine Vorwürfe machen, die andere Seite war sicher genauso ehrlich.
4. Nehmen wir mal an, Du schaffst es dennoch - oder die andere Seite ist tatsächlich verzweifelt und einsam genug, sich trotz Deiner Lügen darauf einzulassen - sag ehrlich: Ist es nicht etwas seltsam, mit einer Person zu schlafen, die ihr Privatleben im Internet jedem Deppen erzählt, obendrein zumindest Grundbegriffe in HTML beherrscht und ein CMS bedienen kann, also irgendwo in der Psyche einen inneren Geek hat, der mit seiner schleimigen Pizza im Insitutskeller Pornos runterlädt - und mit sowas willst Du ins Bett? OK, wenn Du meinst - sag nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt.
5. Denn was bei Punkt 3. im angezogenen Zustand an einer Bar noch vergleichsweise leicht zu bewältigen ist, ist horizontal und nackt weitaus schwieriger. Du weisst verdammt viel über den anderen, den Namen der Katze und den bevorzugten
6. Guten Morgen! Na, wie war´s? Gar nicht so schlimm, ah ja, aber auch nicht der Brüller. So ist es meistens, denk Dir nichts, Dein Partner hat es wahrscheinlich auch nicht besser. Is ja nur Internet, da steht viel drin, was nicht gehalten wird, Blogs sind auch nur just another bloody lie. Was hast Du erwartet? Blogger (abzüglich Vollgeeks und Myblog-BNP-Trägerinnen, also ca. 80% der deutschen Blogosphäre) sind durchschnittliche Leute, da ist auch der Sex nicht der Brüller, und desha - was? Was sagst Du? Du hast da einen Geek oder ein BNP-Schatzi an Deiner Seite? Äh... also, ich, ich, äh wollte im Grunde genommen, äh zu Punkt
7. kommen. Hey, was soll´s, es ist vollbracht, der Spass war gestern Nacht, und heute kommen die echten Probleme. Weil, ganz gleich ob bauchnabelgepierct wie ein Schweizer Käse, Rückwärtsaufsager von C+-+? oder normaler Zufallspartner auf klassischem Trostfick-Niveau: Jetzt ist der Moment da, wo Du so gebloggt werden kannst, wie der andere es will. Du bist literarisches Freiwild, Baby. Und erinnerst Du Dich noch an die zickigen, unverschämten Anspielungen über Vorläufer, bei denen Du dachtest: Wow, da geht ja voll was ab? Tja, jetzt kannste mal erleben, wie sowas passiert. Und Du wirst 1000 Gründe finden, das misszuverstehen, Du wirst es mit anderen Texten vergleichen und das Gefühl haben schlecht wegzukommen, Du wirst zwischen den Zeilen lesen und nie wirklich wissen, was gemeint ist.
8. Nein? Doch nicht? Kein Ton, nichts? Und das auch volle acht Tage danach? Nun, dann kann es ja wohl für die andere Seite kein allzu prägendes Erlebnis gewesen sein, da kann ich Deinen Zweifeln nur Recht geben. Aber vielleicht immer noch besser, als wenn ein nicht genehmer Text erschienen wäre, nach dem Motto: "Gestern mal wieder froh gewesen, dass ich Schnupfen hatte und die Kontaktlinsen draussen waren". He - hörst Du überhaupt zu? Hallo?
9. Nein. Die Eifersucht nagt an Dir. jeder Mist wird gebloggt, tausend Leute kommen vor, Du nicht. Du fängst also tatsächlich an, im Blog der anderen Seite zu kommentieren, Anspielungen zu machen, Geständnisse zu erpressen, Du spielst ein Spiel mit der Öffentlichkeit... und da, auf Deinem Blog rüffelt Dein Geschlechtspartner eine alte Bekanntschaft, da ging wohl was in eine falsche Kehle, Klettentum, Besitzgier, Beschützerinstinkte sind die Triebfedern... das fällt etwas auf, meine Freunde. alle tuscheln sowieso schon rum, ob ihr beide nicht was am laufen habt... und morgen steht das dann bei den Schrottquellenverbreitern, und bei Heerscharen von unbestiegenen Semmelasseln laufen die Telefone heiss, und wenn es Bestand haben sollte zwischen Euch, dann schreibt wenigstens keine Links a la "mein Schnuckiputz" und "mein Mausischnecklein" in Eure Blogroll weil
10. das auf Dauer sowieso nicht gutgeht, und dann muss das alles wieder gelöscht werden, alle wissen es, jeder kriegt es mit, und ausgerechnet in der geschwätzigsten Mediensphäre seit der Höhlenmalerei seid ihr damit Thema Nummer 1. Freundinnen und Freunde werden Euch mit Mails überschütten, wieso es denn nicht mehr klappt, warum es schief ging, ob da vielleicht noch wer Drittes oder Viertes mit im Spiel war, und sie werden es nicht bloggen, nur am Telefon weitererzählen und rummailen, und natürlich aufsexen, so wie Ihr damals Eure eigene Geschichte bei Punkt 1.
Oder aber es geht gut, Ihr macht ein Hochzeitsblog und eine Geschenkliste als Download, ein Flitterwochenblog und ein Schwangerschaftsblog, und... hm...
wisst Ihr was? FICKT EINFACH NICHT IN DER BLOGOSPHÄRE, VERDAMMT!
donalphons, 18:20h
... link (17 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 20. Juli 2005
Baut endlich die Spree aus!
Da kommen nämlich bald viele viele stinkende, aufgequollene Kadaver aus der Springerschen Möchtegern-Blogosphäre angeschwommen. Die spannende Frage ist: Werden sie schon tot sein, wenn Springer die Mopo-Welt wegen der dauernden Verlust endlich ersäuft, oder geht das alles zusammen Richtung Fische?
Und am Isarstrand und anderswo wird ein kleiner Blogberater flennen, weil er an der Katastrophe nicht mitverdienen konnte.
Und am Isarstrand und anderswo wird ein kleiner Blogberater flennen, weil er an der Katastrophe nicht mitverdienen konnte.
donalphons, 22:10h
... link (4 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 18. Juli 2005
Egoquote des Tages
"Journalistenblogger sind publizistische Rollstuhltänzer."
Nicht pc, na und. Getätigt von mir nach Ansicht der Tagesspiegel-Blogs.
Nicht pc, na und. Getätigt von mir nach Ansicht der Tagesspiegel-Blogs.
donalphons, 02:35h
... link (6 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 12. Juli 2005
Wenn ich mir einen Artikel wünschen dürfte
Liebe Presseleute, wenn ich mir einen Beitrag über Blogs wünschen dürfte, dann wäre er ziemlich anders als vieles, was im Moment von Euch so geschrieben wird. Denn, liebe Kollegen, in Wirklichkeit erzählt Ihr Euren Lesern viel Scheisse, und das wisst Ihr auch. Wie so vieles entwickeln sich die Blogs hierzulade kontinierlich, es werden mehr, sie werden besser. Es gibt nicht irgendwelche besonders einflussreichen Blogger, in deren Gefolge zigtausende damit beginnen, und es gibt auch keine Themen, die Blogger enstehen lassen. Es gibt auch keine Business-Trends beim Bloggen über dem Niveau einer Selbstdarstellung von mehr oder weniger kompetenten Kleinstunternehmern. Es stimmt auch nicht, dass Blogs die Medienwelt jetzt und auf der Stelle umkrempeln werden, wie Ihr das in Euren Artikeln so gern schreibt, um eine heisse News zu haben. Die Ihr ja braucht, um das Thema zu machen und damit in der Redaktion gut dazustehen. mehr an der Blogbar
donalphons, 03:24h
... link (0 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 8. Juli 2005
Führendes Gehynkel*
Es gibt gute Blogger, schöne Blogger, was man will - aber hier schreibt der ins warumsollenimmernurandereverdienen Blogberatungsbizz wechseln wollende Robert Basic was von "führende deutsche Blogger", die den Teilnehmern was erzählen sollen. Regelmässige Leser dieses Blogs werden wissen, dass es "Führende" geben könnte, die ich weniger als Blogger denn vielmehr als wenig erfolgreichen Pay Content Apologeten betrachte. Aber unabhängig davon: Führend? Und wer ist dann bitte nachfolgend? Die selbst eingebildete Linkhuren und Trackbackschleimis der Führenden? Und wohin sollen die Führenden führen? Braucht die, wenn der Begriff schon fällt, "deutsche" Blogosphäre Führer?
Weia - mal ehrlich, Robert: Irgendwo verstehe ich die Grundidee ja, angesichts all der Knalltüten, die mit Blogberatung und Seminaren einen schnellen Euro machen wollen. Vielleicht kannst Du das wirklich besser. Aber der Gedanke, dass irgendjemand oder auch nur ein kleiner Haufen von mehr oder weniger gelesenen Bloggern auch nur ansatzweise sowas wie eine Führungsrolle einnehmen könnte, oder im wirtschaftlichen oder sonst irgendeinem Sinne führend oder sonstwie *hynkelnd ist, führt direkt ins Lächerliche.
Warum kannst Du nicht einfach, sagen wir mal, "erfahrene deutsche Blogger" schreiben? Das hynkelt nicht, das garbitscht kein bisschen, das ehrlicht schon fast und niemand muss Angst haben, als Führer Benzino Napaloni der deutschen Blogosphäre tituliert zu werden. Wobei ich schon sehe, dass so mancher gern ein Lügen-Propaganda-PR-Garbitsch wäre. Oder sonstwie führend (Symbolphoto zweier Bizzblogger).
Weia - mal ehrlich, Robert: Irgendwo verstehe ich die Grundidee ja, angesichts all der Knalltüten, die mit Blogberatung und Seminaren einen schnellen Euro machen wollen. Vielleicht kannst Du das wirklich besser. Aber der Gedanke, dass irgendjemand oder auch nur ein kleiner Haufen von mehr oder weniger gelesenen Bloggern auch nur ansatzweise sowas wie eine Führungsrolle einnehmen könnte, oder im wirtschaftlichen oder sonst irgendeinem Sinne führend oder sonstwie *hynkelnd ist, führt direkt ins Lächerliche.
Warum kannst Du nicht einfach, sagen wir mal, "erfahrene deutsche Blogger" schreiben? Das hynkelt nicht, das garbitscht kein bisschen, das ehrlicht schon fast und niemand muss Angst haben, als Führer Benzino Napaloni der deutschen Blogosphäre tituliert zu werden. Wobei ich schon sehe, dass so mancher gern ein Lügen-Propaganda-PR-Garbitsch wäre. Oder sonstwie führend (Symbolphoto zweier Bizzblogger).
donalphons, 01:21h
... link (35 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 20. Mai 2005
RSS-Leser haben kurze Schwän…
Na was wohl? Richtig, genau das. Oder eigentlich auch nicht, denn eigentlich ging es mir mit der Überschrift darum, eben jene RSS-Leser zum Anclicken des Beitrags in ihrem Reader zu bekommen. Um ihnen zu zeigen, was für Idioten sie sind. Auf was für dämliche Reize sie abfahren. Welche Wahrnehmung von Texten haben. Die ich nicht leiden kann. RSS mag einem ja einen schnellen Überblick verschaffen, ist aber ansonsten die Fernbedienung für die Blogs und eine echte Pest.
Warum? Nun, weil verdammt viele der RSS-Leser hier sind. Die sehen, dass sie kürze Schwän…. haben sollen, denken - WAS IST DAS?, das Ding übt einen knalligen, starken Reiz aus und sie kommen. So kriege ich sie. Ich muss ihnen in den ersten paar Worten etwas Hartes, Anziehendes, Unwiderstehliches liefern, wenn sie kommen sollen. Kurzb und prägnant, Deppensprache. Hätte die Überschrift durchaus zutreffend “Die möglicherweise negativen Folgen des RSS-Readers auf die Gestaltung von Internetinhalten” geheissen, wären sie wohl kaum gekommen. So, wenn ich ihnen was LAUT und DRASTISCH um die Ohren prügle, kommen sie. Hey, wenn ihr so tickt, holt Euch ein Bild-Abo, Ihr seid volle Kanne Zielgruppe.
Und hier geht es noch knalliger weiter, Freunde.
Warum? Nun, weil verdammt viele der RSS-Leser hier sind. Die sehen, dass sie kürze Schwän…. haben sollen, denken - WAS IST DAS?, das Ding übt einen knalligen, starken Reiz aus und sie kommen. So kriege ich sie. Ich muss ihnen in den ersten paar Worten etwas Hartes, Anziehendes, Unwiderstehliches liefern, wenn sie kommen sollen. Kurzb und prägnant, Deppensprache. Hätte die Überschrift durchaus zutreffend “Die möglicherweise negativen Folgen des RSS-Readers auf die Gestaltung von Internetinhalten” geheissen, wären sie wohl kaum gekommen. So, wenn ich ihnen was LAUT und DRASTISCH um die Ohren prügle, kommen sie. Hey, wenn ihr so tickt, holt Euch ein Bild-Abo, Ihr seid volle Kanne Zielgruppe.
Und hier geht es noch knalliger weiter, Freunde.
donalphons, 04:06h
... link (17 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 18. Mai 2005
Jamba-CDU zu Besuch bei Wikipedia
Woher kommt mir dieses Verhalten bekannt vor? (via Lumma)
donalphons, 17:43h
... link (4 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 13. Mai 2005
A-List-Blogger
A-List-Blogger - den Begriff mag hierzulande niemand. Ich kenne keinen, der sich so bezeichnen würde. Aber viele, die so bezeichnet werden, in fraglos diffamierender Absicht. Der A-List-Blogger, der in seinem amerikanischen Herkunftsland einfach ein Blog-Autor mit klassischen Medien vergleichbarer Leserzahl und hoher Beobachtung durch andere Blogger, ist in Deutschland ein Schlag- und Schimpfwort, das für Überheblichkeit, Arroganz, Weblogdeutungsmafia, Mainstream, mangelnde Kreativität und Anbiederung an die Medien steht; ein tatsächlicher oder auch nur eingebildeter wichtiger Goliath, um den sich grosse, arschkriechende Kommentator- und Leser-Horden scharen, weil sie hoffen, von ihm gelinkt zu werden. Gleichbedeutend sind Blog-Elite oder Blog-Promis. Das sind, kurz zusammengefasst, die gängigen Klischees, die die selbsternannten Davids oder Nachwuchs-Goliathe verbreiten, wenn sie Blogger kritisieren, die - ja was nun? Grösser? Schöner? beliebter? was eigentlich sind?
Und da wird es dann schon etwas schwieriger. Die Problematik und die Attitüde dieser Anwürfe erinnnert stark an die 68er-Frage, wer ein Kapitalist ist. Auch der Kapitalist ist in Amerika eine allseits respektierte Umschreibung; Kapitalisten in Deutschland scheuen den Begriff wie der Teufel das Weihwasser. Dabei ist eigentlich jeder, der ein Konto besitzt, Kapitalist und nimmt am Kapitalismus als Geschäftstreibender auf die ein der andere Weise teil, selbst wenn er Kapitalisten hasst. Dadurch entstehen flexible Grenzen für den Einsatz des Begriffs: Für den Autonomen beginnt der Kapitalist bei denen, die nicht klauen, für den Gewerkschaftsboss erst bei den Banken, und das auch nur am 1. Mai. weiter an der Blogbar
Und da wird es dann schon etwas schwieriger. Die Problematik und die Attitüde dieser Anwürfe erinnnert stark an die 68er-Frage, wer ein Kapitalist ist. Auch der Kapitalist ist in Amerika eine allseits respektierte Umschreibung; Kapitalisten in Deutschland scheuen den Begriff wie der Teufel das Weihwasser. Dabei ist eigentlich jeder, der ein Konto besitzt, Kapitalist und nimmt am Kapitalismus als Geschäftstreibender auf die ein der andere Weise teil, selbst wenn er Kapitalisten hasst. Dadurch entstehen flexible Grenzen für den Einsatz des Begriffs: Für den Autonomen beginnt der Kapitalist bei denen, die nicht klauen, für den Gewerkschaftsboss erst bei den Banken, und das auch nur am 1. Mai. weiter an der Blogbar
donalphons, 16:50h
... link (8 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 13. Mai 2005
Heute Nacht ist es soweit -
das ZDF wird wohl einen Beitrag in der "Heute Nacht" Sendung bringen, starring Herausgeber Kai Pahl, sowie den werten Damen Elfengleich und Anke Groener.
donalphons, 00:00h
... link (9 Kommentare) ... comment
... nächste Seite



