Dienstag, 3. Mai 2011
Entschuldigung
Meine Arbeit mache ich zwar, aber ansonsten ist mir gerade nicht nach Schreiben oder Internet zumute. So im Grossen und Ganzen bin ich in Italien gesund geworden, aber zu zwei Gelegenheiten meldeten sich gewisse Beschwerden wieder zu Wort, aber auf die hatte ich leider keinen Einfluss. Der Erholungswert von sowas ist dann auch eher begrenzt, und ansonsten habe ich gerade wenig zu sagen. Nur Bilder. Die müssen reichen.






Ansonsten: Geht es sehr gut.






Ansonsten: Geht es sehr gut.
donalphons, 01:34h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 1. Mai 2011
In Grigio
Oh, sagte der Kurzzeitbesucher. Oh. Das ist aber mal ein schönes Rad. Vor uns schwang sich ein Italiener in grauem Anzug auf ein graues Rad, das zwar neu war, aber auf alt machte.
Also, sagte der Kurzzeitbesucher, wenn Du so etwas mal siehst - das würde ich wirklich gerne haben wollen.
Und natürlich sieht man das oft, man muss nur etwas herumlaufen, es steht an jeder Strassenecke, das klassische Gefährt der Mantuaner ist entweder so ein Rad in Alt oder eben in Nachtgebaut. Nur steht leider selten drauf, wo dafür die Quelle ist.

Der Kurzzeitgast ist wieder über die Berge zurück nach Berlin gegangen, ich hatte eine aufregende Zeit mit einem gesperrten Mailaccount, und so geriet die Sache schnell wieder in Vergessenheit. Das Wetter war durchwachsen, ich war am Gardasee und in einigen Orten, die hier aus der Auffassung heraus, dass die Leser auch nicht alles wissen müssen, hier nicht erscheinen. Teilweise habe ich aber auch nur die Tage vertrödelt, was durchaus auch ein Hobby sein kann. Am Samstag aber war Markt, wo ich mir Diverses beschaffte:
1. Tortelli con Zucca.
Liebe Restaurantbesitzer in Mantua, ich schätze Eure Kochkünste wirklich, und die Tortelli sind famos, aber: Die Portionen. Die Portionen sind sicher sättigend, aber etwas, das so fein schmeckt - das muss in Mengen her. Im Restaurant bekommt man 150 Gramm. 250 Gramm sind besser. Und deshalb gehe ich nicht nur in Restaurants, ich koche auch daheim. Denn auf dem Markt gibt es sie kiloweise. Da komme ich gar nicht auf die Idee, etwas nachzubestellen. Und ansonsten: Butter und Parmesan sind im Kühlschrank, und der Salbei wächst vor der Haustür.
2. Salami und Antipasti als Mitbringsel
Es sieht immer nach so viel aus, bei den Bedachten. ist es aber nicht, wie sie bald merken, wenn sie sich alle halbe Stunde denken, sie wollen gerade nicht arbeiten und sie könnten ja schnell mal zum Kühlschrank und... gerade jene Würste, die hier unter der Präambel "morbido" laufen, sind gefährdet. Also lieber noch schnell ein paar Kleinigkeiten erworben. Bei einer jungen Dame, mit der ich plauderte, und den Anlass zu einem bis dahin allenfalls angedachten Beitrag der Stützen lieferte, in dem es auch mal um den Unterleib geht.

3. Il Giornale generalmente del Francoforte, prego
Ich drängle mich überhaupt nicht in die gedruckte Zeitung, denn bei Print fehlt mir die Leserreaktion. Wenn ich dann aber mal drinnen stehe, kaufe ich sie sofort. Ich will wissen, welche nicht im Duden stehenden Worterfindungen es in das Blatt, speziell DIESES Blatt geschafft haben, und damit quasiamtlich werden. Wie ich also in mein Frappe vertieft den Beitrag las, erklang von hinten Geschrei. ich drehte mich um, und pardauz, sah, wie mein Rad im Ständer einem grauen Transporter vom Wochenmarkt im Weg stand.
Wochenmarkt. Grauer Transporter. Rad.Über diese Kette erinnerte ich mich des lieben Freundes und seines Wunsches, doch so ein Rad in Grigio zu haben. Das wiederum erschien mir als eine gute Aufgabe für den restlichen Tag, und so lenkte ich erst Schritte und später das Auto in Richtungen, wo es auch ein paar Radgeschäfte gab. Dass ich für mich selbst versage, mag noch angehen, aber für einen Freund? Niemals.
Es war wie bei den schwarzen Rädern: Vergeblich.
Man geht in so einen Radladen und fragt nach usate, dann kommt der Capo, führt einen nach hinten in den Hof, und da steht nur Plastikmüll: De Rosa King aus Carbon, Look und so Zeug, mit dem die Italiener sich ihre Rad- und Stahlindustrie ruinieren
Ganz hinten ist dann doch etwas Graues, in Grigio, Hoffnung keimt auf, doch welch Enttäuschung: Ein Colnago, wenigstens teilweise aus Alu, Dream von 2003, aber kein Altherrenrad. Um den Capo nicht zu beleidigen, lässt man sich das Colnago rauskramen, und denkt sich erst mal, naja, 7800er Dura Ace am Ernesto ist ja fast schon die klassisch richtige Variante, die Plastikkurbel könnte man austauschen, mit dem grossen Schaltwerk könnte man hinten auch eine schöne grosse Kasette für den angehenden Rentner einbauen - aber dann kommt die Vernunft und sagt, komm, Carbonflaschenhalter für 50 Euro, Plastiklenker für 150, Plastiksattel für 250, dann noch diese brüllend teuren Laufräder - der ganze Klimbim, was soll das, du bist schon so alt und keine 20 mehr. Also fragt man höflicherweise nach dem Preis, in der Erwartung, dass der wie üblich völlig überzogen ist, und beide Seiten sich gesichtswahrend zurükckziehen können. Sagt der Capo doch glatt die übliche Leier: Rad ist praktisch neu, noch das erste Lenkerband: xxx statt Neupreis 4000+yyy.
Wucher. Zumindest für ein Viertcolnago eines Tegernseeanwohners. Sagt man also - erheblich weniger. Weil, man braucht es nicht, man braucht ein Altherrenrad in Grigio für den Freund, und das, was man gesagt hat, ist so unpassend, dass man sich nicht einig wird, und dann muss man es nicht nehmen und kann weiter ein Oparad suchen gehen. Und was sagt der Capo?
OK, sagt der Capo. Einfach so. Und dann steht man da mit so einem Aluplastikdingens, das auf den italienischen Strassen voller Geröll und mit dem eigenen Bauch nicht fahrbar ist, und kann irgendwie noch froh sein, dass man, weil man im Lager des Capo auch noch die uralten NOS-Cinellilenker mit dem Wappen kennt, die Schwester des Capos nicht geheiratet hat und den Rest des Lebens in einem Radlgeschäft dem Pegoretti hinterhertelefoniert, wo die Scheissware bleibt, und Ernesto noch einen Prototypen abschwatzt wie hinten schon drei rumstehen. Weil der Capo das Carbon an die Russen verkauft, aber die besseren Sachen im Lager lässt.
Und auch die bitterste aller Ironien bleibt einem nicht erspart. Bei Mantua, auf dem Rückweg, erwirbt man neues Lenkerband in einem kleinen Radladen, den man bislang übersah.
Da stehen Dutzende von neuen, auf alt gemachten Herrenrädern.
In Grigio.
Also, sagte der Kurzzeitbesucher, wenn Du so etwas mal siehst - das würde ich wirklich gerne haben wollen.
Und natürlich sieht man das oft, man muss nur etwas herumlaufen, es steht an jeder Strassenecke, das klassische Gefährt der Mantuaner ist entweder so ein Rad in Alt oder eben in Nachtgebaut. Nur steht leider selten drauf, wo dafür die Quelle ist.

Der Kurzzeitgast ist wieder über die Berge zurück nach Berlin gegangen, ich hatte eine aufregende Zeit mit einem gesperrten Mailaccount, und so geriet die Sache schnell wieder in Vergessenheit. Das Wetter war durchwachsen, ich war am Gardasee und in einigen Orten, die hier aus der Auffassung heraus, dass die Leser auch nicht alles wissen müssen, hier nicht erscheinen. Teilweise habe ich aber auch nur die Tage vertrödelt, was durchaus auch ein Hobby sein kann. Am Samstag aber war Markt, wo ich mir Diverses beschaffte:
1. Tortelli con Zucca.
Liebe Restaurantbesitzer in Mantua, ich schätze Eure Kochkünste wirklich, und die Tortelli sind famos, aber: Die Portionen. Die Portionen sind sicher sättigend, aber etwas, das so fein schmeckt - das muss in Mengen her. Im Restaurant bekommt man 150 Gramm. 250 Gramm sind besser. Und deshalb gehe ich nicht nur in Restaurants, ich koche auch daheim. Denn auf dem Markt gibt es sie kiloweise. Da komme ich gar nicht auf die Idee, etwas nachzubestellen. Und ansonsten: Butter und Parmesan sind im Kühlschrank, und der Salbei wächst vor der Haustür.
2. Salami und Antipasti als Mitbringsel
Es sieht immer nach so viel aus, bei den Bedachten. ist es aber nicht, wie sie bald merken, wenn sie sich alle halbe Stunde denken, sie wollen gerade nicht arbeiten und sie könnten ja schnell mal zum Kühlschrank und... gerade jene Würste, die hier unter der Präambel "morbido" laufen, sind gefährdet. Also lieber noch schnell ein paar Kleinigkeiten erworben. Bei einer jungen Dame, mit der ich plauderte, und den Anlass zu einem bis dahin allenfalls angedachten Beitrag der Stützen lieferte, in dem es auch mal um den Unterleib geht.

3. Il Giornale generalmente del Francoforte, prego
Ich drängle mich überhaupt nicht in die gedruckte Zeitung, denn bei Print fehlt mir die Leserreaktion. Wenn ich dann aber mal drinnen stehe, kaufe ich sie sofort. Ich will wissen, welche nicht im Duden stehenden Worterfindungen es in das Blatt, speziell DIESES Blatt geschafft haben, und damit quasiamtlich werden. Wie ich also in mein Frappe vertieft den Beitrag las, erklang von hinten Geschrei. ich drehte mich um, und pardauz, sah, wie mein Rad im Ständer einem grauen Transporter vom Wochenmarkt im Weg stand.
Wochenmarkt. Grauer Transporter. Rad.Über diese Kette erinnerte ich mich des lieben Freundes und seines Wunsches, doch so ein Rad in Grigio zu haben. Das wiederum erschien mir als eine gute Aufgabe für den restlichen Tag, und so lenkte ich erst Schritte und später das Auto in Richtungen, wo es auch ein paar Radgeschäfte gab. Dass ich für mich selbst versage, mag noch angehen, aber für einen Freund? Niemals.
Es war wie bei den schwarzen Rädern: Vergeblich.
Man geht in so einen Radladen und fragt nach usate, dann kommt der Capo, führt einen nach hinten in den Hof, und da steht nur Plastikmüll: De Rosa King aus Carbon, Look und so Zeug, mit dem die Italiener sich ihre Rad- und Stahlindustrie ruinieren
Ganz hinten ist dann doch etwas Graues, in Grigio, Hoffnung keimt auf, doch welch Enttäuschung: Ein Colnago, wenigstens teilweise aus Alu, Dream von 2003, aber kein Altherrenrad. Um den Capo nicht zu beleidigen, lässt man sich das Colnago rauskramen, und denkt sich erst mal, naja, 7800er Dura Ace am Ernesto ist ja fast schon die klassisch richtige Variante, die Plastikkurbel könnte man austauschen, mit dem grossen Schaltwerk könnte man hinten auch eine schöne grosse Kasette für den angehenden Rentner einbauen - aber dann kommt die Vernunft und sagt, komm, Carbonflaschenhalter für 50 Euro, Plastiklenker für 150, Plastiksattel für 250, dann noch diese brüllend teuren Laufräder - der ganze Klimbim, was soll das, du bist schon so alt und keine 20 mehr. Also fragt man höflicherweise nach dem Preis, in der Erwartung, dass der wie üblich völlig überzogen ist, und beide Seiten sich gesichtswahrend zurükckziehen können. Sagt der Capo doch glatt die übliche Leier: Rad ist praktisch neu, noch das erste Lenkerband: xxx statt Neupreis 4000+yyy.
Wucher. Zumindest für ein Viertcolnago eines Tegernseeanwohners. Sagt man also - erheblich weniger. Weil, man braucht es nicht, man braucht ein Altherrenrad in Grigio für den Freund, und das, was man gesagt hat, ist so unpassend, dass man sich nicht einig wird, und dann muss man es nicht nehmen und kann weiter ein Oparad suchen gehen. Und was sagt der Capo?

OK, sagt der Capo. Einfach so. Und dann steht man da mit so einem Aluplastikdingens, das auf den italienischen Strassen voller Geröll und mit dem eigenen Bauch nicht fahrbar ist, und kann irgendwie noch froh sein, dass man, weil man im Lager des Capo auch noch die uralten NOS-Cinellilenker mit dem Wappen kennt, die Schwester des Capos nicht geheiratet hat und den Rest des Lebens in einem Radlgeschäft dem Pegoretti hinterhertelefoniert, wo die Scheissware bleibt, und Ernesto noch einen Prototypen abschwatzt wie hinten schon drei rumstehen. Weil der Capo das Carbon an die Russen verkauft, aber die besseren Sachen im Lager lässt.
Und auch die bitterste aller Ironien bleibt einem nicht erspart. Bei Mantua, auf dem Rückweg, erwirbt man neues Lenkerband in einem kleinen Radladen, den man bislang übersah.
Da stehen Dutzende von neuen, auf alt gemachten Herrenrädern.
In Grigio.
donalphons, 01:37h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 30. April 2011
Ein Sommerregen
Man muss ehrlicherweise zugeben, dass es hier in letzter Zeit jeden Tag geregnet hat. Manchmal nur ein paar Tropfen aus grauen Wolken. Dann aber auch aus blauem Himmel.
Und das sind dann die Wolkenbrüche, oder Wolkenlosbrüche, die es in sich haben, und die einen an die Hauswand drücken. Wenn man denn es gewagt haben sollte, sich zu denken, Italien, blauer Himmel, Sonne, ab in die Stadt mit dem Rad, das Leben ist schön.
Auch das eigene Gefährt, das der Vorwand war - man brauchte noch Lenkerband. Nastro di Manubrio, jeden Tag eine neue Vokabel - und das man nah an sich presst, bekommt einiges ab, trotz überdachendem Balkon.
Aus den meist nur italienischen Zuständen genügenden Rohren ergiessen sich dann kleine Sturzbäche in die überforderte Kanalisation.
Schnell springt der Metzger mit dem Metzgerhaken aus der Fleischerei, und reisst den verstpfenden Kanaldeckel aus den Fluten.
Auf den Strassen ist niemand mehr zu sehen, wer andernorts keinen Unterschlupf fand, spaziert nun in den Arkaden auf und ab.
Dann - der Regen hat etwas nachgelassen - traut sich die erste beschirrmte Radlerin wieder auf die glitschigen Steine, während andere - ihre LV-Tasche! - noch abwarten.
Es wird weniger, es dauert nicht lange, dann ist es vorbei, die Sonne kommt wieder, und nur ein paar Pfutzen und die Jugend, die sich an geschützten Orten festgeplaudert hat, erinnern an die kleine Sintflut.
Das nächste mal lieber mit Schirm, denkt man sich, aber natürlich hat man es dann längst vergessen, schliesslich scheint dann wieder die Sonne voller Täuschungsabsicht vom blauen, regenträchtigen Himmel.

Und das sind dann die Wolkenbrüche, oder Wolkenlosbrüche, die es in sich haben, und die einen an die Hauswand drücken. Wenn man denn es gewagt haben sollte, sich zu denken, Italien, blauer Himmel, Sonne, ab in die Stadt mit dem Rad, das Leben ist schön.

Auch das eigene Gefährt, das der Vorwand war - man brauchte noch Lenkerband. Nastro di Manubrio, jeden Tag eine neue Vokabel - und das man nah an sich presst, bekommt einiges ab, trotz überdachendem Balkon.

Aus den meist nur italienischen Zuständen genügenden Rohren ergiessen sich dann kleine Sturzbäche in die überforderte Kanalisation.

Schnell springt der Metzger mit dem Metzgerhaken aus der Fleischerei, und reisst den verstpfenden Kanaldeckel aus den Fluten.

Auf den Strassen ist niemand mehr zu sehen, wer andernorts keinen Unterschlupf fand, spaziert nun in den Arkaden auf und ab.

Dann - der Regen hat etwas nachgelassen - traut sich die erste beschirrmte Radlerin wieder auf die glitschigen Steine, während andere - ihre LV-Tasche! - noch abwarten.

Es wird weniger, es dauert nicht lange, dann ist es vorbei, die Sonne kommt wieder, und nur ein paar Pfutzen und die Jugend, die sich an geschützten Orten festgeplaudert hat, erinnern an die kleine Sintflut.

Das nächste mal lieber mit Schirm, denkt man sich, aber natürlich hat man es dann längst vergessen, schliesslich scheint dann wieder die Sonne voller Täuschungsabsicht vom blauen, regenträchtigen Himmel.
donalphons, 00:23h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 28. April 2011
Schlechte Nachrichten
Zuerst aus Bayern, in meiner Heimatpostille. Dort steht es geschrieben:
"Pollenwolke über Bayern"
Dann in der Folge bei mir aus Italien. Es ist lange her, dass ich zu wenig Wäsche mitgenommen habe, aber diesmal ist es so weit:
"Don Alphonso besucht zwangsweise verstaubtes Hutgeschäft in Parma"

Der Besitzer hat nämlich noch Hemden, die nicht spinnert und nicht überteuert und gleichzeitig nicht aus China sind. Und misst den Hals aus, weil das bayerische Gnack (stiergleich) nicht zum Körper (Gazelle geht anders, Elefant aber auch) passen will. Tatsächlich. XL. Na dann. Zwei Stück. Sollten vorerst reichen.
Und dann noch die dritte unerfreuliche Neuigkeit:
"Concorso d'Eleganca in der Villa d'Este dieses Jahr nicht vor, sondern nach der Mille Miglia"
Ohne nachzuschauen, bin ich davon ausgegangen, dass diese Veranstaltung nächstes Wochenende stattfindet. Tut sie nicht. Na dann halt was anderes.
"Pollenwolke über Bayern"
Dann in der Folge bei mir aus Italien. Es ist lange her, dass ich zu wenig Wäsche mitgenommen habe, aber diesmal ist es so weit:
"Don Alphonso besucht zwangsweise verstaubtes Hutgeschäft in Parma"

Der Besitzer hat nämlich noch Hemden, die nicht spinnert und nicht überteuert und gleichzeitig nicht aus China sind. Und misst den Hals aus, weil das bayerische Gnack (stiergleich) nicht zum Körper (Gazelle geht anders, Elefant aber auch) passen will. Tatsächlich. XL. Na dann. Zwei Stück. Sollten vorerst reichen.
Und dann noch die dritte unerfreuliche Neuigkeit:
"Concorso d'Eleganca in der Villa d'Este dieses Jahr nicht vor, sondern nach der Mille Miglia"
Ohne nachzuschauen, bin ich davon ausgegangen, dass diese Veranstaltung nächstes Wochenende stattfindet. Tut sie nicht. Na dann halt was anderes.
donalphons, 15:33h
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Wer soll das noch glauben?
Also, fassen wir zusammen: Google ist vollkommen überrascht, dass in ihrem Streetview-Auto ein Modul ist, das WLAN-Netze aufspürt und Imformationen mitschneidet. Wie kommt denn so eine Kiste in diese Autos?
Dann schiebt Apple den kranken Steve Jobs vor, damit der den Nutzern den "Bug" erklärt, der sie selbst "überrascht": Vom der selbstständigen Abspeicherung der Bewegungsprofile der iPhone-Nutzer nämlich. Ist ja nur eine Software. Die passiert einfach so. Da kann man nichts machen. Kauft weiter unsere coolen Produkte.
Und da ist dann noch der Navigationskonzern TomTom. Die verkaufen ihre Daten an die niederländischen Staat. Der gibt sie weiter an Polizei, die damit die Standorte für Radarfallen festlegt. Immerhin geben sie es zu. Es ist kein Bug.

Gestern war ich in - nein, nicht Venedig - aber in Peschiera del Garda. Und dachte so bei mir, als ich an einem Internetcafe vorbei kam, zwei Dinge: Vielleicht sind die Hürden der Italiener - kein Netz ohne Pass - eine Art Schutz vor gewissen Konzernen. Gerade in Italien gab es ja Telcos, denen man vieles zutrauen würde. Und: Ab und zu finde ich den Weg nicht sofort. Manchmal muss ich zweimal durch einen Kreisel, und die Neigung der Italiener, bei gerade Durchfahrt ab und zu das Ziel nicht hinzuschreiben, kann nerven. Ich will dennoch kein Navi. Und weil ich immer noch prepaid unterwegs bin, ist mein Mobiltelefon oft ausgeschaltet. Applejünger tun zwar immer so, als sei Jobs der weisse Ritter und Microsoft der böse Zauberer, aber nach der Farbe der Rüstung zu gehen ist meines Erachtens keine gute Idee.
Und trauen sollte man ohnehin niemandem. Nie. Peschiera ist von innen her sehr schön, aber von aussen eine grosse Festung. Und gegen verbrecherische Konzerne kann man heute keinen alten Krieg mit Kanonen führen. Nur Sony, die kann man hacken.
Dann schiebt Apple den kranken Steve Jobs vor, damit der den Nutzern den "Bug" erklärt, der sie selbst "überrascht": Vom der selbstständigen Abspeicherung der Bewegungsprofile der iPhone-Nutzer nämlich. Ist ja nur eine Software. Die passiert einfach so. Da kann man nichts machen. Kauft weiter unsere coolen Produkte.
Und da ist dann noch der Navigationskonzern TomTom. Die verkaufen ihre Daten an die niederländischen Staat. Der gibt sie weiter an Polizei, die damit die Standorte für Radarfallen festlegt. Immerhin geben sie es zu. Es ist kein Bug.

Gestern war ich in - nein, nicht Venedig - aber in Peschiera del Garda. Und dachte so bei mir, als ich an einem Internetcafe vorbei kam, zwei Dinge: Vielleicht sind die Hürden der Italiener - kein Netz ohne Pass - eine Art Schutz vor gewissen Konzernen. Gerade in Italien gab es ja Telcos, denen man vieles zutrauen würde. Und: Ab und zu finde ich den Weg nicht sofort. Manchmal muss ich zweimal durch einen Kreisel, und die Neigung der Italiener, bei gerade Durchfahrt ab und zu das Ziel nicht hinzuschreiben, kann nerven. Ich will dennoch kein Navi. Und weil ich immer noch prepaid unterwegs bin, ist mein Mobiltelefon oft ausgeschaltet. Applejünger tun zwar immer so, als sei Jobs der weisse Ritter und Microsoft der böse Zauberer, aber nach der Farbe der Rüstung zu gehen ist meines Erachtens keine gute Idee.
Und trauen sollte man ohnehin niemandem. Nie. Peschiera ist von innen her sehr schön, aber von aussen eine grosse Festung. Und gegen verbrecherische Konzerne kann man heute keinen alten Krieg mit Kanonen führen. Nur Sony, die kann man hacken.
donalphons, 14:02h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 27. April 2011
Mittag in Mantua
Am Palazzo Canossa, wo es einiges gibt, was man so braucht. Der Geruch der frischen Erdbeeren raubt einem den Atem.

Es ist schön hier. Aber das sagte ich schon.

Es ist schön hier. Aber das sagte ich schon.
donalphons, 17:53h
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Dienstag, 26. April 2011
Unfortunately,
we were unable to return your account because this account has been disabled. Sagt Google. In einer Mail. Ich weiss schon, warum ich Autos und Rennräder schätze, und weniger so Internetzeug (vgl. auch Stefan Winterbauer) Wie auch immer, ich hatte etwas abzuliefern, und zwar in der schönen Schweiz.

Noch hinter Graubünden, von Italien aus gesehen. Und weil ich nicht nur ablieferte, sondern auch blieb, verzichtete ich auf die grosse Runde über das Val Müstair und Meran, und auf die mittlere Runde über den Malojapass und St. Moritz nach Bergamo. Ich fuhr ganz brav den San Bernardino, und nur bei der Via Mala bog ich ab.

Die Via Mala ist ein guter Ort, die eigene Internetabhängigkeit zu testen, obwohl es in der Schlucht kein Netz gibt. Aber man könnte ja die Leute dort hinbringen und ihnen derartig schlimme Sachen erzählen, wie eben: 7 Jahre Postfach einfach weg. Wenn sie es locker nehmen: Dann ist alles gut. Wenn nicht: Unten ist eine absolut todsichere Schlucht.

Und das ist nur der halbe Weg, darüber geht es nochmal mehrere hundert Meter fast senkrecht nach oben. Und dazwischen, auf einem schmalen Pfad, verlief die alte Handelsroute von Nord nach Süd. Ein falscher Tritt. Keine schöne Vorstellung.

Dann geht es hinauf in den Winter. Ganz oben ist der Bernardinopass noch gesperrt, was mich in diesem Moment härter trifft als das ebenso gesperrte Postfach. Der Tunnel, den ich statt dessen nehmen muss, ist nicht so meines, also komme ich nur an den Rand des Winters, nachdem ich schon im Frühling war.

Auf der anderen Seite dann Sonne, Sommer, Cabriofreuden mit einem Blick zurück.

Und einem Blick nach vorne, ins Tessin,mir dem ich nie so richtig warm werde. Auch heute nicht.

Dann Sommerregen in Bellizona, Drängler in Lugano, Stau in Chiasso und 1000 Kreisel bis zurück nach Mantua. Dort dann die schlechte Nachricht. Mein Bauch sagt mir, dass Google gerade einen Restfreund verliert.
Wer mir etwas sagen möchte, nehme bitte vorläufig die donalphonso1 ät freenet dot de.

Noch hinter Graubünden, von Italien aus gesehen. Und weil ich nicht nur ablieferte, sondern auch blieb, verzichtete ich auf die grosse Runde über das Val Müstair und Meran, und auf die mittlere Runde über den Malojapass und St. Moritz nach Bergamo. Ich fuhr ganz brav den San Bernardino, und nur bei der Via Mala bog ich ab.

Die Via Mala ist ein guter Ort, die eigene Internetabhängigkeit zu testen, obwohl es in der Schlucht kein Netz gibt. Aber man könnte ja die Leute dort hinbringen und ihnen derartig schlimme Sachen erzählen, wie eben: 7 Jahre Postfach einfach weg. Wenn sie es locker nehmen: Dann ist alles gut. Wenn nicht: Unten ist eine absolut todsichere Schlucht.

Und das ist nur der halbe Weg, darüber geht es nochmal mehrere hundert Meter fast senkrecht nach oben. Und dazwischen, auf einem schmalen Pfad, verlief die alte Handelsroute von Nord nach Süd. Ein falscher Tritt. Keine schöne Vorstellung.

Dann geht es hinauf in den Winter. Ganz oben ist der Bernardinopass noch gesperrt, was mich in diesem Moment härter trifft als das ebenso gesperrte Postfach. Der Tunnel, den ich statt dessen nehmen muss, ist nicht so meines, also komme ich nur an den Rand des Winters, nachdem ich schon im Frühling war.

Auf der anderen Seite dann Sonne, Sommer, Cabriofreuden mit einem Blick zurück.

Und einem Blick nach vorne, ins Tessin,mir dem ich nie so richtig warm werde. Auch heute nicht.

Dann Sommerregen in Bellizona, Drängler in Lugano, Stau in Chiasso und 1000 Kreisel bis zurück nach Mantua. Dort dann die schlechte Nachricht. Mein Bauch sagt mir, dass Google gerade einen Restfreund verliert.
Wer mir etwas sagen möchte, nehme bitte vorläufig die donalphonso1 ät freenet dot de.
donalphons, 10:38h
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Apetitliche Demographie
donalphons, 10:38h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 26. April 2011
Tag der Befreiung
Während sich die Österreicher für das erste Opfer der Nazis halten, können die Italiener sagen, dass sie auf beiden Seiten waren, und die richtige Seite feiern








Weil: Bis Italien im Meer versinkt, wird man dort feiern, was man feiern kann.,








Weil: Bis Italien im Meer versinkt, wird man dort feiern, was man feiern kann.,
donalphons, 01:06h
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Montag, 25. April 2011
Nerds unterwegs
"Meine Wetterapp sagt 16 Grad und Regen in Innsbruck, 17 Grad in Brixen und 16 Grad in Malcesine mit Schneeschauer voraus.

(Grossbild)
Öh. Moment, ich glaube, ich wechsle mal besser die App."

(Grossbild)
Öh. Moment, ich glaube, ich wechsle mal besser die App."
donalphons, 01:46h
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