Dienstag, 9. März 2004
Sick-o-blog
Lieber Joachim Bessing, wenn Du das liest (Und Du wirst es lesen, weil Du und alle Deine Kumpane laut Referrer und Mails täglich bei google schaut, wer was über Euch schreibt): Ich bin gerade krank. Und wenn ich krank bin, kann ich nicht nett. Nur Hass. Sorry.
Und jetzt noch viel Spass beim Lesen Deiner neuen Jünger beim Soundtrack Deiner Reinhard-Mey-Platten.
Und jetzt noch viel Spass beim Lesen Deiner neuen Jünger beim Soundtrack Deiner Reinhard-Mey-Platten.
donalphons, 00:32h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 19. Februar 2004
Ohrwurm
Warum denke ich gerade jetzt an den Titel "Kopfhaut" von den Ärzten?
....sie hatten Pfeil und Bogen
und einer auch ein Beil,
und ich wusste, sie warn auf meine Kopfhaut geil.
Sie sagten Du kannst gehn aber Deine Kophhaut bleibt hier...
Und warum haben diese Tage nicht 32 Stunden, damit man ordentlich arbeiten UND schlafen kann? Für die zweinächtigenSonderschichten werde ich langsam zu alt, ich bin ja auch nicht mehr in der New Economy.
....sie hatten Pfeil und Bogen
und einer auch ein Beil,
und ich wusste, sie warn auf meine Kopfhaut geil.
Sie sagten Du kannst gehn aber Deine Kophhaut bleibt hier...
Und warum haben diese Tage nicht 32 Stunden, damit man ordentlich arbeiten UND schlafen kann? Für die zweinächtigenSonderschichten werde ich langsam zu alt, ich bin ja auch nicht mehr in der New Economy.
donalphons, 22:52h
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Freitag, 13. Februar 2004
Hallo liebe Besucher von alpha.antville.org,
woelfin.twoday.net und wohinter sonst noch 35jährige arbeitslose Übersetzerinnen mit Pullis aus unfaishionablen Heilsarmee-Quellen sitzen: Nein, ich habe weder was mit dem Don bei Antville von dem Donq bei twoday zu tun,
Jetzt geht bitte wieder und saugt deren schlaffe Zitzen. Wer will: Spendenhotline für einsame Möchtegern-Autisten-LiterarInnen ist 0190-SUSI-Yin. Danke. Und jetzt weiter in meinem kleinen Webprojekt.
Jetzt geht bitte wieder und saugt deren schlaffe Zitzen. Wer will: Spendenhotline für einsame Möchtegern-Autisten-LiterarInnen ist 0190-SUSI-Yin. Danke. Und jetzt weiter in meinem kleinen Webprojekt.
donalphons, 21:55h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 19. Januar 2004
Eigentlich
wollte ich die verblichenen Geister meiner Vergangenheit, die wohlkonserviert in Regalen, Kisten und Hirnzellen schlummerten, schnell und still auf 192 Seiten pressen. Denn es gibt sie längst nicht mehr, sie sind durch die Zeit und die Veränderungen längst verblasen, aufgelöst, zerfallen.
Aber in den letzten Monaten tauchen sie da und dort wieder auf, mischen sich ein, wollen mehr sein als Objekte meines forschenden Interesses. Sie reden mich an, schrauben am Bild, sehen es anders. Hier kracht es, dort horxt wer.
Sie sind überall, und sie sind nah. Ich muss schneller schreiben. Keine Frage, sie sind hinter mir her, die Jungs der "Generation Tempo".
Aber in den letzten Monaten tauchen sie da und dort wieder auf, mischen sich ein, wollen mehr sein als Objekte meines forschenden Interesses. Sie reden mich an, schrauben am Bild, sehen es anders. Hier kracht es, dort horxt wer.
Sie sind überall, und sie sind nah. Ich muss schneller schreiben. Keine Frage, sie sind hinter mir her, die Jungs der "Generation Tempo".
donalphons, 05:30h
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Samstag, 17. Januar 2004
Böse.
Ganz böse, das. Nicht nett, zumindest.
Dem Deutschlandbild der Amerikaner nicht eben zuträglich. Aber da ist sowieso alles zu spät.
Dem Deutschlandbild der Amerikaner nicht eben zuträglich. Aber da ist sowieso alles zu spät.
donalphons, 16:31h
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Freitag, 16. Januar 2004
Kotzfressenparade
wWOOOSSCCCHHHH
fetzte das Napalm der Krise
handhirngefickte Manuskriptproposals
nuttenschüchtern lächelnder Debutantenblagen
weit weg aus den Sautrögen der Lektoren,
wo sie von der stinkenden Agentenpest
hineingejaucht wurden.

Übrig bleiben die par Typen, die aus gutem Grund auf dem Schulhof was in die Fresse bekamen, bei ihrem Gschau. Mogst a Fotzn, sagt man und ich in Bayern, und sie mogsen. Weil so wie sie schauen in den Verlagsvorschauen.
Besonders beim Fischer-Komplex mitsamt Argon und Krüger muss man dreinstieren, als ob man 7 Monate im sunnitischen Dreieck auf christlicher Friedensinitiative war. Oder als Kirchenvorstandssohn. Oder als aufgedunsener Kadaver von Micheal Jackson mit missglückter Geschlechtsumwandlung.
Mageninhaltsquirlend auch Kiepenheuer; vornedrin zigarrerauchend Lunkewitz, danach Leute, die oft dringend einen Frsör bräuchten, und hardcore Tacker-Lifting. Keiner mochte sie damals, da immer schwer komplexbeziehungsgeschädigt und unfickbar. Seitdem hat sich die Angst in die Fazialritzen gefressen wie der Frust in die Zeilen.
Hilfreich wäre Ganzkörperpickelsalbe bei norddeutsch/europäischen Debutkunstwollenden im Berlin VerSlag. Und dann kommt auch so mancher Institutsgeschreibeproduzzer aus der DDR, schön und freudig wie der antiimperialistische Schutzwall.
Autor muss hässlich.
Ich Hass.
fetzte das Napalm der Krise
handhirngefickte Manuskriptproposals
nuttenschüchtern lächelnder Debutantenblagen
weit weg aus den Sautrögen der Lektoren,
wo sie von der stinkenden Agentenpest
hineingejaucht wurden.

Übrig bleiben die par Typen, die aus gutem Grund auf dem Schulhof was in die Fresse bekamen, bei ihrem Gschau. Mogst a Fotzn, sagt man und ich in Bayern, und sie mogsen. Weil so wie sie schauen in den Verlagsvorschauen.
Besonders beim Fischer-Komplex mitsamt Argon und Krüger muss man dreinstieren, als ob man 7 Monate im sunnitischen Dreieck auf christlicher Friedensinitiative war. Oder als Kirchenvorstandssohn. Oder als aufgedunsener Kadaver von Micheal Jackson mit missglückter Geschlechtsumwandlung.
Mageninhaltsquirlend auch Kiepenheuer; vornedrin zigarrerauchend Lunkewitz, danach Leute, die oft dringend einen Frsör bräuchten, und hardcore Tacker-Lifting. Keiner mochte sie damals, da immer schwer komplexbeziehungsgeschädigt und unfickbar. Seitdem hat sich die Angst in die Fazialritzen gefressen wie der Frust in die Zeilen.
Hilfreich wäre Ganzkörperpickelsalbe bei norddeutsch/europäischen Debutkunstwollenden im Berlin VerSlag. Und dann kommt auch so mancher Institutsgeschreibeproduzzer aus der DDR, schön und freudig wie der antiimperialistische Schutzwall.
Autor muss hässlich.
Ich Hass.
donalphons, 03:39h
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Dotcom Babylon
schreibt Berlins Stadtmagazin Tip. Und freut sich über die niedrigen Beweggründe, die ich ausgewalzt habe. "Vorzüglicher Kapitalismuskrimi", sagen sie. Berlin ist dann doch manchmal eine Reise wert. Zumal es das Ding nur hier gibt, und nicht im Netz.
donalphons, 02:51h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 15. Januar 2004
Tempo 60
und einfach die Kamera raushalten. Nicht lang auf das Scharfstellen warten. Einfach abdrücken.

So entstehen vielleicht die Bilder, die dann irgendwo abgedruckt werden. Weil zufällug auch noch ein Schriftzug, ein verwischtes Ambiente zu erkennen ist, das zum Thema passt.
Viva Dilettanti!

So entstehen vielleicht die Bilder, die dann irgendwo abgedruckt werden. Weil zufällug auch noch ein Schriftzug, ein verwischtes Ambiente zu erkennen ist, das zum Thema passt.
Viva Dilettanti!
donalphons, 00:11h
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Montag, 12. Januar 2004
Mit dem Terminen ist das so eine Sache.
Ich habe einen Termin. Ein paar Stunden in einem Umfeld, in dem entschieden wird, wie und ob es mit der neuen Wirtschaft weitergeht. Vermutlich würden fast alle Überlebenden und jeder Gescheiterte der New Economy ihre Seele verkaufen, um so einen Termin zu bekommen.
Sie glauben, man könnte dabei alles erreichen, die Zukunft entwickeln, überzeugen, ihren Traum zu retten, nochmal die Märkte zu rocken, und diese irre Geschwindigkeit zu erleben, wieder auf die brennenden Barrikaden unter der ewigen Nacht des Netzes zu gehen und den unveränderlichen Lauf der Geschichte in ihrem Sinn zu beeinflussen. Es ging schon mal, sie würden es wieder schaffen. 3 Minuten würden ihnen reichen. Sie täuschen sich; es gibt keine Chance, aber wenn es auch nur die Nacht davor voller Hoffen und Bangen ist - sie würden es sofort tun.
Ich habe Stunden. Ich werde hingehen, und einfach nur zuhören. Ich habe nichts anzubieten, ich habe keine Geschäftsidee, keine Vision, keinen Traum. Ich habe nur den Luxus der Zeit, und den Luxus, diese einmalige Gelegenheit für alle anderen ungenutzt verstreichen zu lassen.
Sie glauben, man könnte dabei alles erreichen, die Zukunft entwickeln, überzeugen, ihren Traum zu retten, nochmal die Märkte zu rocken, und diese irre Geschwindigkeit zu erleben, wieder auf die brennenden Barrikaden unter der ewigen Nacht des Netzes zu gehen und den unveränderlichen Lauf der Geschichte in ihrem Sinn zu beeinflussen. Es ging schon mal, sie würden es wieder schaffen. 3 Minuten würden ihnen reichen. Sie täuschen sich; es gibt keine Chance, aber wenn es auch nur die Nacht davor voller Hoffen und Bangen ist - sie würden es sofort tun.
Ich habe Stunden. Ich werde hingehen, und einfach nur zuhören. Ich habe nichts anzubieten, ich habe keine Geschäftsidee, keine Vision, keinen Traum. Ich habe nur den Luxus der Zeit, und den Luxus, diese einmalige Gelegenheit für alle anderen ungenutzt verstreichen zu lassen.
donalphons, 18:02h
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Samstag, 10. Januar 2004
Gute Rezensionen sind nett.
Trotzdem schreibt man natürlich einen Pressetext mit schön geschliffenen Formulierungen. Man hofft, es möchte die Kollegen in den Medien inspirieren, es so zu empfinden, wie es geschrieben steht. Natürlich schreibt man auch viel über seine Motivation, warum so und nicht anders, und aus welchem Umfeld heraus. Man ist ja selbst Journalist. Man liefert den Kollegen optimale Bedingungen für ein tieferes Verständnis des Textes.
Und wartet dann auf kluge Fragen. Auf ein Gespräch auf Augenhöhe. Das findet in Wirklichkeit selten statt. Meistens schreiben sie irgendwas, das die vorgegebene Länge hat. Unschlüssigkeiten weisen auf die Stellen hin, wo sie mehr gemacht haben, und der Redakteur sie um ein paar Zeilencent gerüpft hat.
Aber dann gibt es noch die, die einfach den vom Autor verfassten PR-Text kopieren und ein, zwei Worte umstellen. Sonst nichts. Ein Fehler, ein Detail verrät dem Kundigen, dass ab Seite 31 nur noch geblättert wurde. Das ist dann eine gute Rezension, sagen die PR-Leute.
Wiegesagt: Gute Rezensionen sind nett. Nette Beleidigungen, manchmal.
Und wartet dann auf kluge Fragen. Auf ein Gespräch auf Augenhöhe. Das findet in Wirklichkeit selten statt. Meistens schreiben sie irgendwas, das die vorgegebene Länge hat. Unschlüssigkeiten weisen auf die Stellen hin, wo sie mehr gemacht haben, und der Redakteur sie um ein paar Zeilencent gerüpft hat.
Aber dann gibt es noch die, die einfach den vom Autor verfassten PR-Text kopieren und ein, zwei Worte umstellen. Sonst nichts. Ein Fehler, ein Detail verrät dem Kundigen, dass ab Seite 31 nur noch geblättert wurde. Das ist dann eine gute Rezension, sagen die PR-Leute.
Wiegesagt: Gute Rezensionen sind nett. Nette Beleidigungen, manchmal.
donalphons, 22:56h
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