: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 7. Januar 2004

Eskorte

Danke an alle, die auf dem gleichen Kurs sind.



Irgendwie waren sie ja ziemlich lasch, die Kläffer in ihren Gräben da unten. Gleich den Schwanz eingekniffen, gejault, verpisst. Und auch keine neuen Ideen, nur wieder die alten Keifereien. Die werden es nie aus ihren Löchern raus schaffen.

Wahrscheinlich hätten sie erst ein paar Wochen Vorbereitungszeit gebraucht, wie beim letzten Mal.

Over & out.

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Montag, 5. Januar 2004

Warum Sie nie ein Buch machen werden.

von hier: http://convers.antville.org/stories/641615/

Seit 2 Tagen geht nun das lustige Treiben wegen unseres Buches. Es macht schon Spass zu sehen, dass viele der Kombattanten schon mal gesagt haben: Mensch, so ein Buch über Blogs, das sollte man doch mal, und so, und ich könnte das doch. Nicht alle, versteht sich, aber manche. Erlauben Sie dazu ein paar Hinweise und Erläuterungen, nur für diejenigen, die sich mit dieser Idee beschäftigen.

Man ist nach meiner Beobachtung recht von oben herab, hier, hält Internet für ein ideales Medium, aber innendrin würden viele doch gern ihren Namen auf dem Rücken eines Buches sehen – was ich sehr gut verstehe... Die Ergebnisse konnte ich auf der Buchmesse in Frankfurt erleben. Der Literat Don Alphonso kennt viele Agenten, Lektoren und PR-Personal, das dort die ganzen Irren mit ihren Manuskripten abfangen muss. Nachdem ich selbst ein Autor aus dem Netz bin, wurde ich sehr oft gefragt, was das mit diesen Blogs auf sich hat, das einige Leute den Verlagen angeboten haben. Ich weiss also von fast einem Dutzend Leuten oder Teams, die Bücher rund um das Thema im Gepäck hatten.

Keiner von denen hatte eine Chance. Der Markt gilt für jeden Aspekt jenseits der Technik als viel zu klein und zu heterogen. Meines Erachtens ist das nicht richtig; es gibt fraglos eine Reihe von Zielgruppen für Bücher aus der "Blogosphäre". Aber das muss man einem Verleger erst mal schlüssig erklären - wer das nicht kann, hat keine Chance. Verleger und Lektorat wiederum müssen es selbst so geil finden, dass auch sie die Vertreter wiederum begeistern können. Es muss ein positiver Flow da sein, sonst geht´s nicht. Gerade die oft anzutreffende Weltentsagungshaltung in Blogs, dass es ja so unwichtig ist, wirkt da höchst bremsend.

Dass es durchaus geht, beweist übrigens jetzt.de: Die bringen ihre Autoren regelmässig in Bücher, ganz normal und ganz ohne den angeblichen Hype. Aber die Blogosphäre? Ausser Lyssa? Fehlanzeige. Und der Grund? Weil die meisten Verlagsmenschen nach einem Blick in die Blogosphäre den Eindruck haben, dass die Hauptbetätigung Flame Wars, Dissen, Beleidigungen, Arroganz und Grössenwahn sind. Qualität, so dass man sie wirklich in die fraglos anderen Bedürfnisse des Medium Buch einpassen kann, muss man dagegen lange suchen. Diese Leute sind, vorsichtig gesagt, einen anderen Umgangston gewöhnt. Und fürs Suchen haben die keine Zeit.

Aber selbst wenn sie Qualität finden, ist in diesem Geschäft Konflikt nur ab einer Auflage von 100.000 lohnend. Erst dann bringt es Publicity. Alles andere, so Flames wie hier, fallen durch den medialen Rost, da mag man die debatte noch so ernst nehmen. Aber es ergibt eine giftige Atmosphäre. Verlage schauen zuerst mal nach, was sich im Umfeld des Buches so tut. Was die Leute sagen, wie es ankommt. In unserem Fall war das so, dass der Verlag die Verantwortlichkeit an uns als Herausgeber abgetreten hat, weil sich dort niemand mit den negativen Erscheinungen des Umfelds abgeben möchte - ich kann es verstehen. Für jede klassische Öffentlichkeitsarbeit wäre das hier im Netz eine Katastrophe, und da braucht es eben Leute vorn dran, die sich ihrer Haut zu erwehren wissen.

Aber das ist nur die eine Seite. Selbstreferenzielle Geschichten wie Blogawards, Blogwart oder diese hier sind ideal, wenn es um das Vergraulen von Interessenten jenseits des Ghettos der selbsternannten Superblogger geht. Ich vermute mal, dass der besonders im Antville-Umfeld gepflegte Stil a la Heise-Flame einer der Gründe ist, warum sich Newbies bei jetzt, blogger, 20six, livejournal und diary-z so wohl fühlen, und dort ihr eigenes Ding machen. Und da kann hier krakeelt werden, bis die Tastatur platzt: Das sind viele. Mehr als antville. Und die wollen wahrscheinlich auch was gutes schreiben. Das sind überraschend aufgeschlossene Leute, mit denen kann man reden, denen kann man vielleicht spielerisch und schön zeigen: Guck mal, es gibt dies und jenes, was Du tust hat eine gewisse Bedeutung, es gibt keine Medienmonopole mehr, mit jedem Posting verändert sich die Wahrnehmung für Dich und Deine Leser. Oder überleg mal, ob nicht auch so eine Schreibe was für Dich wäre. Das ist nämlich etwas, was ich ganz erheblich vermisse, dieses hin und wieder mal ein nettes Wort, oder ein wirklich gut gemeinter Tip.

Und nach draussen kann man zeigen: Guckt mal, was es an neuen Gesichtern und Geschichten hier in den Blogs gibt. Sie sind gut, im Netz und im Buch, und Qualität hat mit dem Medium nichts zu tun, aber das Netz ist eine grossartige Sache, diese Qualitäten zu entwickeln. Man kann Menschen nur dort abholen, wo sie sind. So geht das mit dem Buch.

So wie hier in letzter Zeit geht es nicht. Deshalb mag das hier für Sie ja durchaus unterhaltsam sein, aber ich garantiere Ihnen: Kein Verleger, der die letzten Texte hier liest, wird mit Ihnen ein Buch zum Thema Blog machen. Wahrscheinlich noch nicht mal zu irgendwas anderem. Verlagsleute sind ganz scheues Wild. Wieso sollte sich ein Verleger Typen ans Bein hängen, die instinktiv losgeifern und das Thema, um das es geht, augenblicklich schlecht machen? Wer will sich mit solchen, mit Verlaub, nörgelnden Autoren abgeben, die selbst aber nichts konstruktives beizutragen haben, oder sich bestenfalls in ihre Metadiskussionen für 3, 4 Freunde verkrümeln? Und bei dessen Buch jeder andere auch erst mal so einen Zinnober veranstaltet? Wer bitte braucht sowas, noch dazu, wenn es um so ein spezifisches Thema geht?

Und deshalb sage ich Ihnen - mit Verlaub, nicht persönlich zu nehmen und nichts für ungut: Von denen, die sich für die grossen Zampanos halten und denken, das Buch da machen die Falschen und sie wissen, was abgeht - Sie alle werden jenseits eines Book on Demands niemand finden, der Ihnen eine ISBN-Nummer gibt.

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Donnerstag, 1. Januar 2004

Vorsätze für 2004:

Bei Dotcomtod die 100.000 Punkte schaffen - dafür müsste ich rund 350 finale Meldungen schreiben, was, wie jeder gute Vorsatz, kaum zu schaffen ist.

Dem demenzkranken Literaturbetrieb und seinen kaputten Auswüchsen nochmal was vor den Latz geben.

Den Medien zeigen, dass sie hier in der ewigen Nacht über dem Netz keine Chance haben.

Die Debatte über Blogs, freie Menschen und ein selbstbestimmtes Internet in das Herz der Gegner tragen.

Und den Rebellen sagen, wo ihr Markt in Zukunft sein könnte.

Das klingt alles ziemlich vermessen und eingebildet. So what. Frechheit siegt. We got the bomb, and we´re gonna use ist.

Und für einen Rückzug ist es längst zu spät. Es kommt, was kommen muss.

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Mittwoch, 31. Dezember 2003

Snapshots: 2003 war das Jahr in dem



- ich gefragt wurde, warum ich noch von New Economy rede; die gebe es doch gar nicht mehr und niemand nutzt noch den Begriff.

- mir von verschiedenen Seiten bestätigt wurde, dass niemand mehr davon was hören oder lesen wollte, und schon gar nicht auf 416 Seiten.

- mir verschiedene andere Seiten meinem Treiben dann den Begriff "Schlüsselroman der New Economy" anhefteten, nachdem klar wurde, dass die 416 Seiten über die New Economy doch gelesen werden.

- bei der Premiere die Stühle nicht ausreichten und die Leute am Ende auf eilig herbeigebrachten, goldfarbenen Sitzsäcken lümmelten, was ein sehr surreales Erlebnis war, wie überhaupt das ganze Jahr das Lümmeln auf einem solchen goldenen, immer variablen und zerknautschten Etwas war.

- die Debutanten um mich herum mit ihren Erstlingen nach allen Regeln der Kunst und des Buchhandels scheiterten, ganz gleich, wie aufwendig die PR-Kampagne war, und auch die Etablierten flopten.

- es sowieso so schlimm wie seit der Erfindung der Popliteratur nicht mehr war, weil zwar alle Kritiker das Fräuleinwunder der jungen deutschen Literatur beschworen, es aber letztlich beim Fräuleinplunder blieb, weil die Leser kein Interesse hatten und die Bücher zu der Auslieferung zurückkommen, wo meines immer noch raus geht.

- die Schlappschwänze des Feuilletons eigentlich hätten feiern können, denn nie waren die Neuerscheinungen so sklavisch an den Wünschen der Hirnficker orientiert, die Jungautoren kotzten nachdenklich-stilles Kunstwollen über die Blätter, und der Literaturpreis wurde das Core Asset, das man einfach haben musste.

- die Schlappschwänze aber dann doch noch ein anderes Problem hatten, nämlich den eignenen hirnaufbewahrenden weissen Fettarsch, der von der Medienkrise gegrillt wurde, weshalb sich all ihr Denken um das Überleben drehte, das viele nicht schafften, weshalb sie jetzt versuchen, selbst Autoren kunstwollender Bücher zu werden und Verleger mit ihren Manuskripten quälen.

- die Verleger die Notbremse zogen und junge deutsche Literatur für die nächste Saison so weit wie möglich runterfahren, denn der normale Schund und die alten Säcke und die internationalen Rechte an Dreck für den internationalen Markt laufen ja weiter, nur die Neulinge sind ein viel zu hohes Risiko, und wenn die Verleger das auch nicht offen sagen: Gerade, wenn so ein Knilch aus einer Redaktion gefeuert wurde, kann das ja gar nichts werden.

- die Knilche dann winselten, dass letztlich die völlig überhitzte Hype- und Spassgesellschaft mit all ihren Erscheinungen daran Schuld ist, und wenn sie als Freie doch mal was schreien durften, machten sie die gewesene New Economy verantwortlich, die alle Bereiche des Daseins - diese zeitung ausgenommen, die schon immer für Anstand und Qualität bürgte - korrumpiert hatte.

- die Unterhaltungsindustrie da nur beipflichteten konnte, weil sie diese Artikel teilweise auch bezahlte, und mal wieder versuchte, die bisherige Ordnung der Dinge wiederherzustellen, indem man gegen Musiktauschbörsen und deren Nutzer vorging, Blogs runterputzte und viele Leute freisetzte.

- die bekannte Welt der Popkultur mitsamt der Popökonomie durch diese dauernde Miesmachung und Schimpferei vernichtet wurde, ohne dass es etwas neues geben würde.

- dabei viele Leute übrig blieben, für die es keine Verwendung mehr gibt:

Rebellen ohne Markt.

Inzwischen sind es so viele, dass sie für 2004 selbst ein bedeutender Markt werden.

Das sollte uns zu denken geben.

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Sonntag, 28. Dezember 2003

Müllschluck

Irgendwie mögen Medien Blogs nicht. Vielleicht haben sie ja Angst um ihr Informationsmonopol? Vielleicht ist es der Hass, den man auch von gehörnten Liebhabern kennt, wenn die Dame des Herzens sagt: Du Schatzi, sei mir nicht bös, aber da draussen sind so viele kleine, nette Blogs, da vernasch ich jetzt ein paar und Du brauchst nicht zu warten, weil es kann später werden.

Falls es so sein sollte, dann steht noch viel Streit ins Haus. Nur dürfte das Problem der Medien sein, ihr Wut zu begründen. Es sind zu viele Blogs; eine amorphe, glitschige Masse, nie zu greifen und überall klebend.

Man darf sich auf eine Debatte mit ziemlich klarem Ausgang freuen. Gewinnen können die Medien jedenfalls nicht.

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Dienstag, 23. Dezember 2003

Left-out

Verleger, geraden die von kleineren Verlagen, kriegen viel Müll. Wenn sie sich nicht sicher sind, ob es Müll ist, fragen sie jemand anderen. Einen, von dem die Rezensenten sagen, dass er das "Lebensgefühl" der "Generation" getroffen hat. Inzwischen kenne ich viele Verleger, und sie fragen dann mich: Guck doch mal, Du hast doch eine Schwäche für Nachwuchsautoren...

Für Nachwuchs schon. Aber nicht für Kopien von Judith Hermann, die auch nicht besser sind. Diese Leute, die mit einer Anhäufung von Assoziationsbrocken eine Handlung ersetzen wollen. Die keine schwitzenden, stinkenden, scheiternden oder fickenden Helden haben, sondern anämische, abstrakt beischlafende, innenansichtige Pro-ta-go-nis-t-In-nen. Die eine innere Leere wortreich ins künstlerische schleppen wollen, ganz gleich, ob das jemand lesen will. Wohl eher nicht. Oder so. Vielleicht...

Ich will nicht sagen, dass es nicht geht. Es ist hohe Kunst, etwas durch Auslassen zu beschreiben. Peter Glaser zum Beispiel kann das. Rawums. Aber die Typen, die auf meinem Schreibtisch landen, können es nicht.

Also, ihr Sackgesichter aus den Germanistik-Doktoranden-Colloquien: Schaut schlecht aus. Vielleicht solltet ihr lieber mal, kann sein, ficken gehen. Dann klappt´s danach auch mit dem Vorschuss. Vielleicht.

Sagte ich dem Verleger. Der grinste hörbar durchs Telefon.

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Samstag, 20. Dezember 2003

Diese Herren



haben die New Economy überlebt. Sie sind nicht unterzukriegen. Sie sind noch da. Sie haben Zuversicht, und sie wissen, sie werden es nochmal schaffen.

Sie sind Sentinels. Von Dotcomtod. Der Autor ist ganz links.

Ay.

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Mittwoch, 17. Dezember 2003

Blogbarer Pilot betet zur ewigen Nacht über dem Netz

90 Hinter dieser ewigen Nacht geht es weiter,
89 und an der Grenze zwischen unserer Nacht
88 und ihrem Tag, da sitzen sie, die alten Oligarchien
87 der Desinformation, der geheuchelten Objektivität.
86 In der Lichterstadt des zerstörten Goldenen Zeitalters
85 Mahagonny genannt, auch die Netzestadt gerufen,
84 setzen sie ihre Themen auf den Strich für Geld und Einfluss
83 und nennen das Pressefreiheit und gesellschaftlichen Auftrag.



82 Dieser Auftrag ist für mich so scheissegal wie ihre Freiheit,
81 denn meine Freiheit ist hier im Flug über der Blogosphäre.
80 Meine Freiheit ist das Nitroglycerin, das die Motoren schreien lässt
79 und mich in das Nichts hämmert.
78 Meine Freiheit ist das Phosphor, das ich geladen habe,
77 um es Euch Meinungsmachern in die Fressen zu schütten.

76 Vielleicht haltet Ihr das für Blogschrott oder medialen Slum,
75 was hier draussen entsteht und manchmal bei Euch auftaucht,
74 wenn Ihr faulen Säcke googelt statt recherchiert.
73 So richtig könnt Ihr damit ja nichts anfangen, denn es ist zu kurz.
72 Das alles ist Meinung und unausgewogen, hart formuliert
71 und von Leuten, die kein Geld dafür bekommen und auch nicht
70 zu Events an die Buffets eingeladen werden,
69 um sich die Meinung der Veranstalter zu bilden.

68 Es sind nicht wirklich Medien, was hier entsteht.
67 Zumindest nicht Medien, wie ihr sie kennt.
66 Da braut sich was zusammen, aber es viel zu schwammig,
65 unfassbar und unpräzise. Nebulös. Komisch.
64 Sagt Ihr und geht weiter, ohne nachzudenken.
63 Inzwischen wächst dieses Paralleluniversum aus Information,
62 kopierten, veränderten und neu erschaffenen Datensätzen.
61 Allein dass wir existieren und wachsen
60 ist der entscheidende Anschlag auf Euch.
59 Wir müssen noch nicht mal planen, Euch zu töten.
58 Es passiert einfach. Wir sind nicht Schuld daran.
57 Aber es gibt ein Opfer. Euch.

56 Wir wollen Euch nicht verändern,
55 denn das ist nicht möglich.
54 Ihr seid ein Auslaufsmodell,
53 eine vollkommerzgekotzte Seite
52 irgendwo im hinteren Eck unseres Internets
51 die stinkenden Essensreste der normalen Medien.
50 Beim Gieren nach möglichst breiter Zielgruppe
49 und Profit werden Eure Kiefer brechen.
48 Ihr werdet an Euren eigenen Kosten verrecken
47 und die paar Überlebenden erdrücken wir
46 durch unsere schiere Masse.

45 Was wir von Euch brauchen, nehmen wir uns, ohne zu fragen.
44 Wenn Ihr es uns nicht geben wollt, klauen wir es.
43 Wenn Ihr winselt, lachen wir Euch aus.
42 Wenn Ihr Eure Drecksanwälte losschickt
41 tauchen wir ab und merken es uns
40 und machen Euch bei jeder Gelegenheit zu der Sau, die Ihr seid.
39 Wir haben schon die Musikindustrie fertiggemacht,
38 mit Euch werden wir allemal fertig.

37 Wir nehmen Euren Kommerzschrott und resampeln ihn,
36 wie es uns gefällt, und nicht Euren Werbekunden.
35 Wir legen den 140er-Beat drunter, den wir brauchen
34 um damit durch das Netz zu knallen.
33 Wir zertrümmern die Botschaften, clonen den Rest
32 und hetzen Euch die Inhaltskreaturen an die Gurgel.
31 Euer Informationsmonopol gibt es hier draussen nicht mehr
30 und wir arbeiten daran, es Euch überall wegzunehmen.
29 Wie das gehen soll, wissen wir nicht,
28 denn wir sind ja keine Alleswisser,
27 aber Ihr seid so fertig, dass wir das sicher schaffen werden.

26 Wir machen uns genau dort breit,
25 wohin Ihr es in Eurer Begrenztheit nie schaffen werdet.
24 Wir reden über den Alltag, das pralle Leben,
23 unser Leben, also das einzige, das wichtig ist,
22 und nicht das Siechtum Eurer relevanten Lieblinge.
21 Wir reden über Sex, unseren Sex, den Sex mit uns
20 alles was ihr nicht habt, und hey,
19 wir würden Euch in Arsch ficken,
18 wenn Euer Arsch nicht so verdammt scheusslich wäre.
17 Jeder Click bei uns ist einer weniger bei Euch.
16 Jeder Click bei uns ist ein Tritt in Eure Fresse
15 Jeder Click bei uns ist ein Problem für den ökonomischen Prozess
14 Jeder Click bei uns ist ein Beweis für Eure Unglaubwürdigkeit
13 Jeder Click bei uns ist ein guter Grund für Euch,
12 Euch aus dem Netz zu verpissen und zu krepieren.

11 Ihr findet das menschenverachtend?
10 Gegen den Geist des Grundgesetzes, das Euch privilegiert?
9 Ach kommt, wer wird denn heulen,
8 zu den paar guten Journalisten sind wir doch nett.
7 Aber Ihr Abschreiber und Incentive-Lutscher,
6 Ihr Hirnficker aus dem Föieton und social interest specialists,
5 Ihr Karrieristen bei den Meinungsbildern
4 und Politikerwurmanhänge der Öffentlich-Geschlossenen Anstalten,
3 Ihr seid genau auf 12 Uhr vor uns, und ihr ahnt nichts in Mahagonny.
2 Ihr habt noch immer nicht begriffen,
1 was da aus dem Nichts des Netzes kommt.

0 Ihr werdet es erst verstehen, wenn wir über Euch sind und die Bomben

-01 einschlagen.

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Dienstag, 16. Dezember 2003

Kompressor.

Der letzte Check. Alles läuft rund. Wir sind im grünen Bereich. Eigentlich schon viel zu lang. Seit Monaten. Es wird Zeit, alles aus der Mühle rauszuholen, die Motor ans Limit zu peitschen. Der Druck muss steigen. Also schalten wir die Kompressoren zu.

Ein letzter Blick auf den Lufteinlass. Er ist frei, ausgeblasen vom Sturm der Bloggosphäre, der gegen uns anpeitscht. Er will Luft fressen, in die Rotationskammern pressen, wo die Walzen die Brühe für den Feuersturm in den Zylindern zusammenpressen. Er kriegt die Luft. Jetzt.



Für einen Moment sägt sich das Sirren des Kompressers durch den Lärm des Motors. Unvermittelt rattern die Ventile los. Die sechszehn Zylinder schreien unter dem Druck auf wie ein wütendes Höllentier, das seine Kette zerrissen hat. Die Gewalt könnte die Maschine zertrümmern, aber nach ein paar Sekunden setzt der Schub ein, und knallt uns in die ewige Nacht über dem Netz. Alle Insrumente springen auf Rot. Der Motor spuckt schwarzroten Qualm und Flammen aus.

Wir sind schnell. Wir sind ab jetzt verdammt laut. Sie werden uns bald hören. Falls nicht, werden wir bald die Sirenen einschalten.

Sie sollen wissen, was da kommt.

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Sonntag, 14. Dezember 2003

Achtung!

Wegen heftiger Heiseverlinkung kann es heute beim Laden der Seite manchmal etwas dauern. Üben Sie sich in Geduld. Rebellieren bringt nichts. Dafür gibt es hier keinen Markt - und in der Bloggosphäre hört Sie niemand schreien. :-)

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