: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Sonntag, 5. April 2020

Alles geht unter

Zum Beispiel ein Jubiläum, das zu feiern gewesen wäre.

Denn ab 1. April 2018 bin ich bei der Welt sehr sanft gelandet, und erfahre dort von Mitarbeitern und Lesern sehr viel Zuspruch. Wie meistens in meinem Leben haben sich die schlechten Augenblicke sehr schnell in lange, gute Phasen gewandelt, und weil das damals so locker und glatt ging, ist es in meiner Erinnerung gar nicht so sehr dominant. Formal gewechelt bin ich schliesslich nicht in einem trüben Moment im grauen Deutschland, sondern auf einer Lustreise nach Italien mit Blick über die Hügel südlich von Siena. Es war ein Fest.



Ach ja. Italien, das wäre es jetzt. Normalerweise hätte ich mich am 1. April verabschiedet, und wäre langsam wieder hinunter getingelt, und bis Anfang Juni dort geblieben. Zu Beschwerden gibt es auch so keinerlei Anlass, ich wohne bequem, ich habe ein paar Aufgaben, den Leuten geht es den Umständen entsprechend sehr gut, und mir ist durchaus bewusst, dass man Italiener jetzt nicht mit touristischen Erwartungen konfrontieren sollte. Mein Geld trage ich früh genug wieder über die Alpen, und man muss sich einfach vorstellen, im Herzen dort zu sein. Ich habe es besser als die meisten, und was man so aus der FAZ hört, ist leider auch nicht immer schön, angesichts der schweren Zeiten.



Ich bin schon ganz froh, dass ich nicht zu denen gehöre, die nun Spendenaufrufe machen - ich wäre in so etwas ganz schlecht und obendrein, wer sollte mit Bedauern auf mein Dasin blicken? Nur weil ich gerade nicht nach Italien kann und die Seuche das ein oder andere Festchen trübt? Also. Weiterradeln. Immer weiter. Wird schon wieder. Es wird immer.

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