: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Dienstag, 1. Juni 2004

Real Life 1.6.04 - Die Marketing Scum Die

Ich will eine Mail bekommen, in der sich jemand an diese Vorstellungen von der Farbkammer-Agenturklitsche hält. ich möchte, dass es so eine Crea-Blondine mit angedeuteter Berlin-Mitte-Rupffrisur ist. Sie soll den üblichen leicht zickigen Marketing-Ton haben, bei dem man sofort merkt, dass ausser ein paar Dünkeln und dem Wunsch, endlich auch so einen Porsche zu bekommen, nichts, absolut nichts ist. Sie darf bei der Gelegenheit auch gerne glauben, dass es supi ist, wenn ein Blog hohen Traffic hat und der Macher eine enorme Credibility.

Ich will sie dann anrufen und ihr die Meinung zu ihrem Proposal sagen. So, dass sie etwa 5 Minuten braucht, um zu begreifen, dass sie gerade als die

DUMME ARME MARKETINGSCHLUNZE AM HEIMISCHEN KÜCHENTISCH OHNE SEX, PROSECCO UND NEUEN KLAMOTTEN VON THERESA

behandelt wird, die sie ist, und zwar von jemandem, der sich das allein schon deshalb leisten kann, weil er Sohn ist und deshalb qua Geburt das Recht hat, nicht auf arbeitenden Menschen oder Sozialfällen, aber zumindest auf diesen Asozialabfällen der Marketing-Klitschen herumzutrampeln, auch wenn sie das so weder in ihrer bescheuerten Akademie noch im Internet auf irgendwelchen Blogs die ja so schick sind weil das in der Elle steht, gelernt hat.

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The early Bird gets the rotten worm

Markus Chr. Koch, Astrid Haarland, Generation Blogger
Erscheinungsdatum: November 2003
Amazon.de-Verkaufsrang 180.435

Dirk Olbertz, Das Blog-Buch
Erscheinungsdatum: April 2004
Amazon.de-Verkaufsrang 20.085

Aus der Serie "Kleine Gerechtigkeiten am Beginn der Arbeitswoche", Folge 349.

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Nighthawking

Thinkpad gebootet. Den grossen mit dem 15"-Display. Bis um 5 Uhr Morgens auf dem Teppich gelegen und angeschaut. Meins. Unseres. Auch ohne Text schon gut.

Ich habe meine Bücher übrigens immer nach dem Einband gekauft. Und ich vermute, nein, durch Rezensionen weiss ich, dass es eine kluge Entscheidung ist.

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Dienstag, 1. Juni 2004

Real Life 31.5.04 - Zielgebiet

Vor genau einem Jahr bekam ich das Paket, das die Belegexemplare von Liquide enthielt. Mit einem Moment setzte wieder diese Beschleunigung ein, es war wieder das Leben im roten Bereich, dieser durchgeknallte Tiefflug auf der Überholspur, von wegen mit dem Düsenjäger auf der Autobahn, und gleichzeitig diese Sicherheit im Tank, dass es klappen wird, die sich aus Paranoia und Leichtsinn speist und dann verdichtet in den Turbinen explodiert. Es geht wieder los, die Jagd durch den Abgrund in der grenzenlos schwarzen Nacht über der New Economy, nur einer wird der Schnellste sein und alle anderen nur Verlierer. So war das damals. Irre.

Gerade eben, ein Jahr später, kam eine Mail mit einem Link. Es ist so weit. Es geht wieder los. Und es ist die Maschine geworden, von der man träumt.

Ein Traum für uns. Die Hölle für die anderen.

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Eine Runde Thatcherism in 2 Jahren?

Das wäre die Chance für alle Ex-New-Ecos. Eine in Wirtschaftsfragen völlig ahnungslose Merkel, die an jeden drittklassigen Abzocker Staatsbetriebe verkauft. Quasi zum Nulltarif, und noch etwas Förderung drauf.

Jeder Consultant kriegt dann seinen Brocken Behörde, um daraus ein Profit Center zu batseln. Jeder insolvente CEO darf sich an einem Teil staatlicher Versorgungseinrichtung versuchen. Der Moment, in dem die Überwachung der Kernkraftanlagen im Bundesumweltamt an die Betreiber outgesourced wird, ist eine gute Chance für alle Arbeitslosen auf Kurzzeitjobs - 5 Minuten am offenen Kern und für das Leben ausgesorgt.

Und der Rest geht als privatisiertes Heer in den Antiterrorkrieg gegen die Tschechen, die sich gegen die Übernahme des staatlichen Fernsehens durch RTL wehren.

Das werden wieder Goldene Raubgräberzeiten.

Kohl - Köhler - Merkel.

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Franchising

Es ist immer für einen Lacher gut, wenn jemand mit seinem dummen Geschäftsmodell auf die Schnauze fällt.
Es ist noch besser, wenn es einen erwischt, der behauptet hat, er könne es, weil Kapitalismus rules.
Es ist bestens, wenn es ihn nicht nur selbst erwischt, sondern er auch noch andere über Franchising mit in den Abgrund zieht.



Aber so richtig schief lachen kann man sich erst dann, wenn die per Franchising draufgehen, die behaupten, der Kapitalismus habe in der New Economy gezeigt, dass er es nicht kann, und jetzt sei es Zeit für eine ganzheitliche, naturnahe Wirtschaft.

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Samstag, 29. Mai 2004

Borderlining

Angeblich gibt es ein neues Hobby namens "Bluejacking" - Besitzer eines Bluetooth-Handies schicken anderen Besitzern so eines Stücks Angebertechnik eine Botschaft auf´s Handy, von wegen: Ich find Dich schnucklig oder Dein Handy hat einen Virus - bitte löschen!

Das berichten zumindest die grossen Gazetten. Und obwohl es viele Leute gibt, die darüber schreiben, noch mehr, die es lesen, und etliche, die berichten, dass sie mit Bluejackern Kontakt hatten - ich habe keinen gefunden. Trotz langer Mailerei. Und ich habe eigentlich das passende Netzwerk von M-Business-Bekannten, ich kann eigentlich recherchieren. Erst ganz spät, per Zufall, habe ich einen Teenager entdeckt, der bereit war, die in der Schule beliebte Technik zum virtuellen Ratschen ohne SMS-Kosten auch mal in der U-Bahn auszuprobieren.

Das beschreibe ich dann auch so in meinem Beitrag.

Liebe Kollegen der üblichen verdächtigen Medien, Ihr seid meines Erachtens verdammte Lügner. Weder gibt es hierzulande eine Bluejackerszene, noch ist es momentan praktisch möglich, mit Bluetooth Frauen anzumachen. Ja, Spiegel Online. Euch meine ich auch. Aber auch die FTD. Und weitere. Jeder schreibt es irgendwo ab, und alle machen es zum Trend. Aber was hat das bitte mit Wahrheit zu tun?

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Freitag, 28. Mai 2004

Besuch aus Hamburg

Wir haben überlebt.
Wir sind noch da.
Wir sind die, die nebenan am Zionskirchplatz sitzen und sich wundern, warum es die anderen nicht geschafft haben.
Wir sehen anders aus.
Und wir haben guten Grund zum Lachen, auch wenn die Welt um uns herum in Stücke fällt.
Wir sind durch die Jahre hinweg über Schindanger gegangen, und unter den Ledersohlen unserer Schuhe zerfielen die Knochen der Verlierer zu Staub.
Manchmal glauben wir, dass wir so steinalt sind wie die menschliche Dummheit der anderen, die gerade mal 4 Jahre her ist.
Wir waren schon vorher da, wir waren dabei, und wir sind immer noch da.
Das nächste Mal werden wir auch dabei sein.
Wir werden die neuen Helden anlächeln, ihnen Ratschläge geben, und wissen, dass sie es wieder genau so falsch machen werden.



Und dann werden wir wieder in einem Cafe sitzen, die Preise lachhaft finden und zu viel Trinkgeld geben.
Um uns herum werden wieder Arbeitslose sein, und Frauen, für die die Mutterschaft die Rettung vor dem Nichts bedeutet.
Und wir werden innerlich froh sein, dass die neuen Helden alte Fehler machen.

Denn ihr Untergang ist unsere Überlebensgarantie.

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Real Life 27.5.04 - Beamer sind was Feines

Die Frage in den sagenumwobenen Zeiten des Jahres 2000 war nicht, ob man einen Beamer für den Vortrag brauchte, sondern welchen. Weil die Kunden meistens mehrere, je nach Besprechungsraum, im Schrank hatten. Ich habe selten Powerpoints gemacht, ein dummes Computerspiel, gegen das Minesweeper und Solitär hochgeistige Zeitvertreibe sind. Aber die paar mal, als es wirklich darauf ankam - bei Lesungen aus Liquide - konnte ich es, ohne zu üben.

Man gewöhnt sich das Präsentieren wahrscheinlich an wie eine schlechte Eigenschaft, Kettenrauchen, Alkoholismus, auf Dienstreise in Bordelle gehen und unter Spesen abrechnen. Man wird zum Gewohnheitspräsentierer, man rutscht in die Verkaufe rein, wie man als Journalist aus Versehen beginnt, ein Interview zu führen.

Sommer 2001, als die VC-finazierten Startups nach jahrelanger Verschwendung reihenweise am Ausbleiben der nächsten Runde verreckten, wurden Beamer zum ersten Mal erschwinglich. Die Dinger landeten entweder als Leasingrückläufer bei Ebay oder wurden vor der Insolvenz schnell beiseite geschafft.



Heute Nacht, in einer der früher hippen Gegenden der New Economy Berlins, komme ich an einem der typischen Lofts vorbei. In einem ehemaligen Laden hat sich etwas breit gemacht, was von New Media tönt. Die Firma hat offensichtlich schon mal bessere Zeiten gesehen, denn ein grosser Teil des Lofts steht leer.

Auf einem Sofa, mit dem Rücken zur Glasfront, liegen ein paar junge Männer rum. Lässig, und schlecht angezogen. Auf dem Boden stehen Bierflaschen. Auf einer Säule ist ein Beamer und wirft die Bilder eines billigen 80er-Jahre-Pornos in 4x2,5 Meter Grösse an die Rückwand des Raumes. Es ist ein sehr guter Beamer, denn das goldene Lamettakleid, die kurzen, blonden Haare und das manchmal etwas angewiderte Gesicht der Darstellerin sind sehr scharf und detailliert zu erkennen.

Damals, in den sagenumwobenen Zeiten des Jahres 2000, gab es zu viele Events, als dass man sich den Abend derartig niveaulos hätte vertreiben müssen. Es gab so viel Geld, dass niemand zu billigen Pornos greifen musste. Für eine gewisse Form der Prostitution an den Theken bestimmter New Economy Lokale waren das Goldene Zeiten. Pornofilme habe ich zum ersten Mal 2001 bei einem Startup gesehen, das ein Investor gerade hatte hochgehen lassen, weil die Jungs zu verschwenderisch mit seinem Geld umgegangen waren. Pornos sind ein Zeichen des Niedergangs und der Finanzschwäche, egal, wie gut der Beamer ist.

Ich würde denen kein Jahr mehr geben. 6 Monate, höchstens.

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Donnerstag, 27. Mai 2004

Famous last words of the digital Age Folge 452

heute von http://chile.blogg.de :

Frage
Hat vielleicht jemand einen Adapter (Netzteil) für ein ibook zuviel und würde den verkaufen?


Thinkpad-Nutzer wie ich bleiben dagegen online, aber auch unbekannt.

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Beste Lage

direkt neben den Hackeschen Höfen.



Das Problem bei all diesen Glas-Stahl-Bauten ist, dass man daraus keine Wohnungen machen kann. Und ob der Begriff "Loft" heute noch zieht, ist eine andere Frage, deren Beantwortung schmerzlich ausfallen könnte.

Zeit zum Nachdenken haben die Investoren eigentlich genug gehabt: Das Plakat hängt hier schon seit Monaten.

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Mittwoch, 26. Mai 2004

Suhrkamp Pop @ Ende

Die Vorschau auf den Winter bei Suhrkamp ist da. Es wird kalt, für die jungen Leute aus Deutschland. Suhrkamp-Pop? Das Wort kann man getrost vergessen. Er regiert Biedersinn und Beschaulichkeit. Suhrkamp reduziert sich auf sein altes Kerngeschäft, die Literatenzubuchhälterei am Hirnfickstrich für FAZerontokraten. Und auf die alte, plüschige Backlist. Bildlich gesprochen:



Nur eine Ausnahme, aber die hat "ES" in sich. "ES" ist im Sinne von Stephen King gemeint, denn ES kommt aus dem Ursumpf unter den Gassen Leipzigs, mit einem Tor zur Oberwelt in einer an sich nicht unhübschen Villa. Aber wir sind gewarnt: Wahrscheinlich wurden mehr Untaten in Villen beschlossen, als in allen anderen Bauform der Architekturgeschichte zusammen. ES sucht junge Leute, die schon aus Prinzip bereit sind, sich von IHM verwursten zu lassen. ES hat schon viele Opfer gefunden, und die wanken jetzt als Zombies ohne eigenen Geist und Stil durch die Kulturrseiten. ES ist der Inbegriff des Bösen, des verrotteten des Betriebs, noch fieser als Agenten vom Schlage der Eggers & Landwehr, weil ES auch noch so tut, als würde ES noch was Gutes tun.

ES hat zwei Gesichter im Suhrkamp Verlag. ES ist:

Josef Haslinger/ Hans-Ulrich Treichel:
Wie werde ich ein verdammt guter Schriftsteller?
Berichte aus der Werkstatt

oder

Altbackene, bedeutungslose Dozenten der Leipziger Literaturinstituts-Connection reden über das, was sie selbst am Allerwenigsten können: Kreativ sein und schreiben.

Pop ist tot. Vielleicht hat er noch eine Chance, wenn Gesamtsuhrkamp in die Pleite rauscht und über diesem Machwerk zusammenbricht, bevor ES im Januar 2005 an das Licht der Welt kriecht.

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Real Life 12.5.2004 - Chefredakteur von w&v:

Nichtverkaufen & Bewerben

Durch eine lange Reihe von geparkten Golf, über ein perfekt gepflegtes Rasenstück und über bltzsaubere Treppen geht es hinauf in das Zentrum der Zukunftshoffnung, den Tempel der letzten Gläubigen, die Brutstätte der Elitessen und das Wespennest der angedissten Jungoeconomen. Ich trage ein blau-weiss gestreiftes Brooks-Hemd, eine dunkelgraue Hose und klassische Budapester.

Ich will mich absetzen von all den Kill-Bill-Turn- oder Entenschnabelschuhträgern, die zur Zeit Elite-Unis und Assesment-Center bevölkern. Ich habe nur mein Subnote dabei, das mehr gekostet hat als drei ihrer billigen, versifften Medion- oder Gericom-Waffeleisen in Kotztütenblau oder Abblättersilber. Ich halte die schwere Glastür einem Pulk Elitessen auf, die über Wirtschaftsprüfung sprechen. Mit dabei ist eine Elitesse, die ich von früher kenne. mehr

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Mittwoch, 26. Mai 2004

Das Bild der Arbeitslosen

hat sich gewandelt. Schlange stehen beim Stempeln, Anzeigen durchwühlen und sich verkriechen ist nicht mehr.

*

Statt dessen rauchen. Mit anderen Arbeitslosen telefonieren, auf einem ziemlich neuen Handy, für das das Geld gerade noch reicht. Gespart wird am Essen. Der typische Stil dieser Leute hat sich hier schon seit zwei Jahren nicht mehr geändert, Hauptsache bauch/rückenfrei. Man kann noch das Zeug tragen, das man sich beim letzten Teilzeitjob in dieser Bar gekauft hat, die es dann nicht mehr gab, und deren besitzer einem noch 200 Euro schuldet. Balance halten auf dem schmalen Grat, reden, inhalieren, in der Tasche kramen, ob noch eine Packung Zigaretten da ist, und alles gleichzeitig tun, ohne wirklich etwas zu machen.

In einer Zwischenwelt leben, an die man sich gewöhnen kann. Aus der man kaum raus kommt, weil es für all die multitask-fähigen, umfassend ausgebildeten und MS-Works-erfahrenen Wohlstandskinder nichts zu tun gibt, ausser vielleicht an dem Gefühl zu ersticken, dass man nie nie nie die Sicherheit im Leben erreichen wird, die die Eltern scheinbar spielend geschafft haben. Zur Beruhigung noch eine rauchen, und dabei langsam das Ziehen im Rücken fühlen, nach einer viertel Stunde in dieser Haltung.

So sieht Arbeitslosigkeit heute aus. Leicht verschwommen, unscharf, auf eine schöne Art krank. Und die, die noch nicht so weit sind, fiebern dem einzigen Test, dem einzigen Gespräch, dem einzigen Assesment Center auf ihrer Taskliste entgegen. Wenn es nicht klappt bei diesem Spiel mit den Chancen 1:5, dann werden sie eben auch irgendwo zusammengekauert rumsitzen.

Und hoffen, dass der Dispo noch was ausspuckt, wenn die Telefonrechnung abgebucht wird.


*Symbolphoto. Die Arbeitslose vor Ihrer Haustür kann in Form und Farbe abweichen.

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Filbinger, der 68er-Schreck

Nur falls jemand in meiner Alterskohorte glauben sollte, dass die 68er reaktionäre, verkiffte, stinkende nicht übermässig auf Körperpflege achtende Kleingeister des Jeans-Faschismus sind: Stimmt.

Aber die Alternative der alten Nazis, der neuen Rechten und die reaktionären, alkoholabhängigen, stinkenden mit Boss-Produkten auf Körperpflege achtenden Knallchargen in den conservativen Jungunternehmerverbänden mit ihren Wirtschaftsraum-im-Osten-Phantasien sind noch weniger lecker.

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Dienstag, 25. Mai 2004

1 Haus und 4 Pleiten in weniger als 100 Jahren

1918 - Revolution: Der Kaiser wird vertrieben
1945 - Einamrsch: Die Nazis werden vertrieben
1989 - Revolution: Die SED wird vertrieben
2005 - Einzug der ESMT, der European School of Management and Technology.



Von da an sind es noch 13 Jahre bis zu den besagten 100 Jahren. Die Pleite bis dahin schaffen die locker. Falls sie überhaupt im Herbst 2005 aufmachen.

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Sie wollen ein Praktikum bei uns machen?

Echt? Sie wissen aber schon, dass wir hier in der Munich Area in unserem Media Kluster nicht jeden nehmen... ist immerhin ein unbezahltes Praktikum, Vollzeit und so, und das heisst nichts von wegen 38,5 Stunden, sondern echtes Engagement... schliesslich haben wir die Vollzeitkraft gerade gefeuert, deren Posten Sie übernehmen - wenn wir Sie überhaupt wollen; schliesslich wollen Hunderte diesen Posten haben.

Also, die Tätigkeiten: qualitative und quantitative Marktforschungsprojekte, Organisation, Moderation und Auswertung qualitativer Studien, Arbeit mit TV-Quoten, Erstellung selbständiger Berichte, Einblicke in die Bereiche Advertising und New Media, Public Relations sowie Relationship Marketing.

Was wir von Ihnen erwarten: Absolvent/Student der Wirtschaftspsychologie, Kommunikationswissenschaft oder BWL mit Schwerpunkt Marketing oder Psychologie, erste Kenntnisse im Bereich Marktforschung, mathematisch-analytische Stärken, Selbständigkeit, , soziale Kompetenz sowie gute PC-Kenntnisse (Excel, SPSS, Access).

Nur damit das nochmal klar ist: Kohle is nicht.

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Real Life 24.5.04 - PRalinen

Es gibt in Robert Altmanns grandiosem Film Pret-a-porter eine hübsche Szene, in der eine nervtötende, lesbische Redakteurszicke ihre blonde, geistig etwas begrenzte Geliebte losschickt, um mittels Beischlaf mit einem Mann an etwas Wichtiges zu kommen.

Gerade eben hatte ich es mit einer Verlagsangestellten zu tun, die wohl von ihrer Chefin gezwungen wird, ein gewisses Buch des frühen Herbstes zum Bestseller zu machen. Ich bin ja einiges an Bestechungsversuchen gewöhnt, aber die Einladung zu einem Vor-Interview mit dem Hinweis auf ein Abendessen mit Autorin und der PR-Frau mitsamt ihrer butterweichen Telefonsex-Stimme ist schon was eher ungewöhnliches. Es klang nicht nur aus Sicht des Medienmachers unanständig, sondern auch aus Sicht des Mannes, der ich bin.

Da war einfach so ein altmannesker Unterton, ich kann mir nicht helfen ... ich kenne sowas aus denr New Economy, aber as dem Verlagsgeschäft ist mir das neu. However, das Buch interessiert mich nicht, ich werde wohl eher absagen.

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