: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Mittwoch, 7. November 2012

Alternativprogramm

Man muss den Realitäten ins Auge sehen, und die heissen "Wintereinbruch" und "Schnee bis auf 700 Meter". Der tegernsee liegt auf 756 Meter, und man kann sich ausrechnen, was das bedeutet.



An solchen Tagen finde ich, dass meine Wohnung keinen Quadratzentimeter zu klein ist. Zuerst dachte ich ja, dass es schon ein erheblicher Luxus ist; der durchschnittliche Deutsche hat gerade mal 2/3 des Platzes, den ich in meiner kleinen Wohnung am See für mch allein habe. Allerdings stimmt die Relation so halbwegs wieder, wenn man den statistischen Durchschnitt nimmt: 52 Quadratmeter hat der deutsche Eigentümerhaushalt mehr als der Mieterhaushalt, und wenn der Mieter in München am Tegernsee 0 Quadratmeter hat, bin ich mit meiner Wohnung nur leicht drüber, Wie immer kommt es also auf die richtige Bezugsgrösse an. (Und ich muss unbedingt mal in der FAZ schreiben, wie man sich wissenschaftlich arm rechnet)

Wie auch immer, es ist Platz da, und an solchen Tagen kann man viel tun. Da ist zum Beispiel ein Paket angekommen:



Klicken macht grösser.

Und dessen Inhalt muss augehängt werden. An der Stelle hingen bislang Trümmer eines Rokokoaltars, aber man kann diese Elemente auch benutzen, um Höhenunterschiede zu anderen Gemälden auszugleichen.



Einfach über die Rokokoportraits nageln, und schon sind sie wieder auf einer Linie mit der Biedermeierdame. Oder doch als Supraporten? ich finde ja, so eine Tür ohne Supraporte auch etwas langweilig. Mal schauen.



Ausserdem kann man im Nebenraum auch noch das nicht weggeräumte Wintergesteck vom letzten Jahr entdecken. Note2myself: Beitrag über das Kranzbinden für die FAZ schreiben! Die Zeiten werden hart. man kann nicht mehr einfach so 300 Euro für einen Kranz ausgeben, selbst wenn man das von der Steuer absetzt.



Oder die Posamenten, die im letzten Jahr nach der Heimreise im Tütchen verblieben, endlich aufhängen. Die hier hängen schon etwas länger und sind so hübsch, dass man sich sagt: Unbedingt nächstes Jahr wieder nach Rom in dieses Geschäft im Priesterviertel.



Danach bringt man der Katze bei, dass sie in Zukunft nur noch auf die Tagesdecke gehen darf. Idealerweise macht man das mit einer superflauschigen Tagesdecke, auf die sie eigentlich auch nicht darf, aber das gefällt ist, und besser so als zerkratzte Sofas.



Und dann ist da ja auch noch ein neues Buch, das gelesen werden will. Über Sommer, Sonne und Leidenschaften und was sonst noch hier so fehlt. Immerhin hängt das Beuteschema jetzt an der Wand, ich kann nicht über Frauenmangel klagen, und die Einmalkosten sind auf lange Sicht gar nicht so teuer, verglichen mit Heiraten und Kinderkriegen. Und dafür wäre hier erst recht kein Platz.



Natürlich wäre noch ein weiters Zimmer nett, und das würde ich dann wirklich komplett im alpinen Stil machen, nur mit Bauernmöbeln und einem Herrteufelswinkel und einem Kachelofen, auf dem der Tee lange warm bleibt.



Nach Tegernsee habe ich mich, siehe erstes Bild, trotzdem bewegt, denn so gerne ich jetzt mit eigenen Händen eine Wohnung machen würde: Den Kuchen überlasse ich doch den Könnern. Man kommt schon irgendwie durch diese Tage. Ächzend (Bilder sind schwer), jammernd (so viele Beiträge) und stöhnend (diese Punschtorte muss auch noch weg). Ich bräuchte vielleicht etwas mehr Platz. Und einen Auslagerungsmagen.

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Der richtige Platz.

Wie bei allen Putschversuchen in Ländern der Dritten Welt mit einem hohen Anteil von religiösen Extremisten und krimnellen Politikern kann ich auch heute wieder die Berichterstattung des Freien Ostens von Al Jazeera empfehlen, wenn im chinesischen Protektorat USA die Wahl gefälscht wird.

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Montag, 5. November 2012

Herbstspaziergang

Mir geht das alles zu schnell: Vor anderthalb Wochen noch heisser Sommer in Italien, morgen Schnee und heute also die letzte Gelegenheit, einen Spaziergang zu machen, um vom Herbst am See Abschied zu nehmen. Völlig unbegreiflich, wieso 80 Millionen Deutsche kollektiv den Drang ausleben, dennoch in diesem Land zu verbleiben, obwohl es Autos, Flugzeuge und sicher auch den ein oder anderen verständigen Betriebsarzt zu finden.







Ich zum Beispiel würde auf meinen Körper deuten und darauf verweisen, dass ich bei so wenig Sport fraglos bald wieder zu dick bin (den Umstand der in Butter schwimmenden Schlutzer in Südtirol, die an Grösse alles überbietende Pizza in Meran und diesen Apfelstrudel, der weg musste, würde ich aussen vor lassen. Bergsteigen ist sagenhaft ineffektiv, wenn oben dann ein grandioses Gasthaus steht, und das ist in Südtirol leider immer so). Und dann: Ab in den Süden. Rodelbilder sind nett, aber ich würde auch gern mal die Zitronenblüte in Sizilien zeigen.

Und zwar bald.







Natürlich muss man dennoch dankbar sein, dass sich das Wetter ein wenig gehalten hat. Man muss dankbar sein um alles, und wissen, wie sagenhaft privilegiert man ist, wenn das Wasser läuft und sich die Heizung selbst reguliert. Von allen möglichen Welten nördlich der Alpen ist das eine der besten, und dennoch: Da bleibt das Gefühl der verlorenen Tage, Wochen und Monate. Vielleicht, mit etwas Glück, wird es wieder ein Traumwinter. Mit etwas Pech wird meine Laune unterirdisch sein.







Andererseits, es wird gut sein für die Schreibarbeit, und nie ist der Frühsommer in Meran verlockender als im kalten deutschen Winter.

Ausserdem habe ich gerade einen Münchner Spamversender beleidigt, es geht schon wieder besser.

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Überarschgeigt in der ersten Reihe

Ich glaube im Streit Weisband vs Spiegel Online übrigens Marina Weisband.

Einfach, welíl Marina Weisband keinen Grund hat, für den Spiegel ein Comeback zu erfinden, das sie nicht haben will. Aber die Gosse sehr wohl Interesse daran haben kann, mit einer übergeigten Tendenzgeschichte Klicks zu erzeugen. Und wer Spiegel Online glaubt, hält auch die CSU für christlich und Sacchal Lobos Verlagsprojekt für geglückt.

(Bin ja mal gespannt, was der hauptamtliche SPON-Bigottist Niggemeier daraus macht)

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Sonntag, 4. November 2012

Anlanden

Heute endet der Schiffsverkehr auf dem See. Anders gesagt, heute beginnt hier offiziell die Vorwinterpause, auch wenn sich jetzt wieder tout München an den See staut. Erst vor Weihnachten läuft wieer alles auf vollen Touren, mit Weihnachtsmarkt und Galadiner auf dem See. Solange machen hier viele Urlaub, die Geschäfte sind nur noch leicht besetzt, und unter der Woche hat man wirklich mal den See für sich.









Ich frage mich immer, wie Segler das im November so sehen, wenn sie ihre Schiffe abholen. Die meisten liegen hier nur rum, das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen dürfte spektakulär klein sein, und ganze Container wertloser Appleprodukte in den Schatten stellen: Liegeplatz, Unterhalt, Verein, Gebühren, TÜV für den Trailer und Winterplatz, Antifouling und neue Segel: Und am Ende wird es aus dem Wasser gehoben, und man kann sich überlegen, wie viele Stunden man wirklich damit auf dem Wasser war. Davor hätte ich Angst. So eine Bilanz über einen Sommer, ein Jahr oder ein Leben ziehen müssen, mit so viel Mühe und so wenig Ergebnis. All die Erwartungem, die nicht erfüllt wurden, und die Ahnung, dass es auch das nächste Mal nicht anders sein wird. Boote an Land bringen ist eine Tätigkeit für Menschen, die freudlos aussehen.









Und das Zuschauen bedeutet, sich einen Ausweg aus der Misere offen zu halten, um jeden Preis. Es gibt so vieles, das Freiheit und Ungebundenheit verheisst, und genau das Gegenteil bewirkt; man bepinselt Ketten rosa und hält immer ein Glas mit Verdrängung bereit, um das schlechte Gefühl hinunterzuschwemmen. Vielleicht ist es doch ein gnädiges Schicksal, die Fesseln zu kennen, zu wissen, dass vieles einfach nicht möglich ist, und sich dann zu überlegen, was besser werden kann. 2012 war, da brauche ich mir keine Illusionen machen, teilweise wie so ein ungenutztes Boot, an dessen Unterschiff sich der Morast sammelt.

Nächstes Jahr wird anders. Ab jetzt.

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Samstag, 3. November 2012

Der Wandel in den Bergen

Als ich noch ein Kind war, ging es im November zum Skifahren in die Berge. Das war ganz einfach, wir fuhren zu meinem Onkel in Pang bei Riedering nahe Rosenheim und dann auf einen der daneben liegenden Berge, denn dort waren Lifte und Schnee. Das war zu der Zeit, als am Wallberg noch Rennen organisiert wurden. Wäre es nicht so gewesen, hätte sich der Erwerb von Skiausrüstumg auch kaum gelohnt: Die Saison muss von November bis April dauern, für eine Woche wäre der ganze Aufwand viel zu kurz gewesen. Wir sind gern im November gefahren, da war noch lange Licht, und mit dem letzten Lift hinauf konnte man den Tag auf dem Gipfel weit ausdehnen.







Heute, über 30 Jahre später, wohne ich in den Bergen; weiter droben und näher dran, als mein Onkel. Das ist jetzt mein 5. Bergwinter, und jedes Jahr noch war es das gleiche: es gibt einen Wintereinbruch Ende Oktober, Anfang November. Und dann kommt ein mindestens ein Monat Vorfrühling, manchmal auch noch ein Dezember fast ohne Schnee. Skifahren am Wallberg ist so gut wie unmöglich. Es ist auch nicht wirklich kalt, bisweilen sogar warm. Momentan könnte man bei mir auch den ganzen Tag auf der Terrasse sitzen, und als einzige zusätzliche Bekleidung einen Sonnenhut tragen. Über 1200 Meter ist tatsächlich noch etwas Schnee, und es ist erheblich kühler. Aber das hat mit dem November, den ich auch meiner Kindheit kenne, nichts mehr zu tun. Der Bergnovember ist zur Radlsaison geworden, aus der Wetteranomalie wurde eine neue Klimanormalität. Aus Erfahrung halte ich mir die Zeit inzwischen weitgehend frei.







Es sieht - noch - so aus, als hätten wir hier das bessere Eckerl vom Klimawandel erwischt. Echte Kaltphasen wie letztes Jahr, als der Tegernsee im Februar nach einem warmen November und Dezember doch noch zugefroren ist, waren früher vollkommen üblich, dafür wird der Winter vom Herbst her aufgerollt. Die Bauern fragen sich, warum sie im Oktober Almabtrieb machen sollen, wenn man das Vieh auch im November draussen lassen kann. Und generell ist es für mich natürlich schön, mich jederzeit ohne besondere Vorkehrungen auf das Rad schwingen zu können. Nicht nur die Finanzkrise sorgt perverserweise dafür, dass hier alles besser läuft. Die Frage ist nur: Welche armen Schafe bekommen angeischts der Anomalien und ihrer Folgen dafür die Rechnung.







Vermutlich jene Betroffenen, die darauf nicht besonders eingestellt sind. Man überlegt sich natürlich schon, wie das hier so wäre, aber auf dem Dorf sorgt man automatisch vor: Das fliessende Wasser in bester Qualität kommt hier aus der Quelle, es gibt jede Menge Kerzen, und in der Kiste sind die dicken Winterdecken alter Generationen verstaut, und solange ich ein Buch habe, brauche ich auch kein elektrisches Gerät. Wir haben hier dicke Strickjacken und derben Loden, und im Haus gibt es auch welche mit Ofen und Holz: Da würde man dann sitzen, und das Wasser darüber zum Kochen bringen. Überhaupt, der Einbau von Öfen ist gerade das Thema am See. Man ist klug und sorgt vor. Die Hausverwaltung lässt wissen, dass es für ganz schlimme Fälle auch ein Notstromaggregat in der Anlage gibt, so dass die Heizung ausfallsicher ist. Kleines Dorf, kurze Wege, wenig Infrastruktur: Vermutlich wären hier die Probleme sehr viel kleiner, würden sie sich die üblen Folgen des Wandels wirklich entschliessen, nicht mehr andere heimzusuchen.







Daher sind die Gedanken hier auch so leicht und dekadent: "Warum bin ich nur nicht diesen Sommer am Lago di Como gewesen, nochmal drei Seidenshawls wären doch wirklich eine feine Sache für diesen See hier." Das ist schon etwas anderes als die Vorstellung, in Berlin könnte sich die Anomalie eines sibirischen Kaltgebietes ausdehnen, oder Inversionswetterlage über München könnte ein Dauerzustand sein. Der Zustand hier ist einer, an den man sich gewöhnen kann, und es trägt auch dazu bei, dass es weniger Erderwärmung gibt, wenn wir in den Bergen weniger Holz verbrennen. Vielleicht ist es den Amerikanern auch weitgehend egal, weil sie sowieso nicht an den Klimawandel glauben. Und wenn ein Achgut-Mitarbeiter mal ein paar erfrorene Finger hat, kann das der Welt nicht zum Nachteil gereichen. Aber da bleibt die Ahnung, dass derartige Eingriffe einfach nicht gut ausgehen können. Natürlich reguliert sich das System dann irgendwann selbst, aber ich würde gern darauf verzichten, selbst mitreguliert zu werden. Auch um den Preis, dass ich ein wenig an Sozialkontakten verlieren, wenn andere ohne mich auch weiterhin die wenigen verbleibenden Pisten frequentieren. Ich fahre nicht mehr Ski, weil es die Umwelt und die Berge ruiniert.







Über 30 Jahre hat der Wandel gedauert, den ich selbst kenne, und das ist so langsam, dass es für mich vielleicht noch gut reicht. Es könnte mir also egal sein, ich könnte auch die Freunden mitnehmen und sagen, dass es doch prima ist. Es gibt hier jede Menge Möglichkeiten, die in den Städten nicht existieren. Keiner ist hier allein, jeder kennt jeden, die Infrastruktur kann durch Beziehungen ersetzt werden. Zudem sind wir alle keine armen Bergbauern. Unser Hang hier kommt auch nicht ins Rutschen. Im allerschlimmsten Fall muss man halt Holz sammeln gehen, aber davon ist hier genug da.

Das Problem werden vor allem die grossen Städte und Stadtbewohner haben, denn die sind verwundbar. Der Klimawandel macht schöne Bilder am See. Und der einzelne kann vermutlich auch wenig machen, ausser vielleicht die ganz Irren abzuwählen. Aber das Elend ist global, und wenn das neue iPad wirklich wichtiger ist: Mei. Ich gehe im November gern radfahren.

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Diese Hitze!

Ganz ehrlich:



Ohne den starken Südwind würde man das vermutlich gar nicht aushalten.

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Samstag, 3. November 2012

Der Buchholdienst des Oberlands

Es gibt so ein paar Sachen, die ich jetzt seit Jahren aufschiebe. Und das grösste Übel ht gar nichts mit Menschen oder meinen Lebensumständen zu tun, sondern mit Büchern. Genauer, mit der Teilung meiner Bibliothek zwischen zwei Wohnorten. Ich weiss auch, warum das so ist: Die Zusammenführung aus München war schwer und brutal genug, das war ein elender Kraftakt, und es ist noch immer nicht genz abgeschlossen, denn manche Kisten stehen jetzt seit Jahren im Abstellraum. Eigentlich müste ich sie nur nehmen und an den Tegernsee bringen - aber hier gähnt mich die Wand an, für die ich noch immer kein Bücherregal gefunden habe. Natürlich könnte ich zum Schreiner die Strasse runter gehen - man glaubt gar nicht, wie viele Schreiner es hier gibt - und mir etwas fertigen lassen. Aber leider ist Fichte Rustikal nicht das, was ich mir für diese Wohnung wünsche. Und weil die Not nicht gross genug ist, bleibt alles im Provisorium. Oben auf dem Kleiderschrank wären noch anderthalb Meter Restlänge, das reicht, wenn man nur ab und zu in die Münchner Antiquariate kommt. Aber es kann auch passieren, dass man vor dem schmalen, ein paar hundert Bände umfassenden Bestand steht und merkt: Da ist jetzt nichts dabei für die Terrasse an diesem Sommertag.









Zum Glück ist ein Tal weiter, an der Isar gelegen, das aus Film, Funk und besonders Fernsehen bekannte Bad Tölz, und dort wiederum gibt es einen Buchladen, wie ich ihn mag. Die Anfahrt ist leicht und an Spätsommertagen wie diesen auch wirklich schön, und Tölz selbst hat diese unaufgeregte Kitschigkeit, die altem Reichtum entspringt. Ein wenig so wie das famose, aber oft ignorierte Matrei am Brenner, Hall in Tirol und Brixen. Man kann dort zwar nicht billig, aber gut einkaufen, und die Buchhandlung ist so sortiert, dass jeder etwas - oder auch etwas mehr - finden kann. Es gibt eine Leseecke, die wirklich noch eine Leseecke ist. Und die neue CD von Simone Kermes.









Dienstag ist dann hier Wallfahrt mit Pferden, da werden dann wieder die Besoffenen in den Strassen randalieren, und Tölz wird alt und zerkratzt aussehen. Aber wenn man hier ist, kann man das umgehen. Auch andere Orte haben Leonhardiritte, und da geht es ordentlich, fast zu ordentlich zu. Alta Moda Trachten- und Reitermodenschau statt Alkoholexzess.

Ansonsten, sicher, es gibt Amazon und E-Books. Aber dafür bin ich einfach zu alt. Und ausserdem möchte ich wirklich neben dem Bett eine zweieinhalb Meter hohe und zwei Meter breite Bücherwand, voll mit schönen Bildbänden zur Kulturgeschichte, ausgefallenen Romanen und der ein oder anderen kleinen Sauerei der Bibliophilie.

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Man kann es sich nicht immer aussuchen

Meine Wohnung am Tegernsee ist das Ergebnis unkontrollierbarer Erbfälle vergangener Jahrzehnte und absurder Fehlkäufe, gespeist aus dem Wunsch, noch etwas Besseres zu besitzen, und obendrein gespeist vom Verlangen meiner Eltern, endlich den alten Krempel draussen zu haben. Das Ergebnis wirkt erstaunlich homogen, ist es aber nicht. Das sieht man nicht sofort, aber wer länger hier mein Gast ist, lernt das kennen. So sind die beiden grossen Seidenteppiche im Wohnzimmer zwar schön und weich, zugleich aber auch nicht warm genug für den Winter und das Herumlaufen mit dünnen Socken. Seidenteppiche kommen nun mal nicht aus Gebirgsregionen. Dafür habe ich damals, lang ist es her, fast 10 Jahre, für den langen Gang meiner Wohnung in Berlin einen ebenso langen Läufer bakhtiarischen Ursprungs gekauft. Der liegt jetzt vor den Betten, ist dick und beim Aufstehen warm und weich genug. Das ist die Art Teppich, die man hier in den Bergen braucht, denn gemacht haben ihn Bergnomaden aus dem Zagrosgebirge. Das sind die Dinge, die man beim Umziehen in die Berge berücksichtigen sollte: Je dicker der Teppich, desto besser ist er geeignet. Und wenn ich ehrlich bin, passt er mit seinen geometrisch aufgefassten Pfauen auch besser in diese Region, als die doch etwas überelaborierten Seidenteppiche. Und ja, nicht alles in Berlin war schlecht, wenn es nur nicht aus Berlin stammt.







Momentan ist es noch nicht so schlimm mit der Kälte; im Gegenteil, in der Nacht hat es geregnet, und damit ist der Schnee in den tiefen Lagen fast völlig verschwunden. Zurück bleibt ein knallblauer Himmel, ausgesprochen klare Luft und jede Menge Jungfamilien, bei denen man sich wirklich fragen kann, ob was dran ist an der Behauptung, die Akademiker würden sich nicht vermehren. Die Grundschule wird hier gerade erweitert, der Spielplatz ist voll, im Restaurant kann man kaum reden, wenn man überhaupt einen Platz bekommt - bleibt man halt draussen, auf dem Steg und schaut die Sonne an. Heute geht es noch, morgen gesellen sich die Münchner dazu, und was nicht mehr auf die Spielplatz passt, quillt dann ans Ufer. Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten, und so.







Dass es sich heute trotz Brückentag noch in Grenzen hält, liegt an einer leichten Wolkendecke am Morgen und, Glück muss man haben, an einer falschen Wettervorhersage, nach der es im Gebirge

das muss man sich mal vorstellen

regnen sollte. Vielleicht sind all die Investmentbanker inzwischen zum Wetterdienst gewechselt, und entwickeln dort Klimamodelle; hier jedenfalls nimmt der Sommer gerade noch einen Anlauf. Hoffnungen auf einen November wie 2012 sind also vielleicht gar nicht so unrealistisch; in diesem Fall werde ich vielleicht öfters hier sein. Es gibt ein paar gute Gründe: mir ist aufgefallen, dass meine Hartkäse- und Pastaeinkäufe vor allem an der Donau lagern und Platz wegnehmen, während hier ein ganzes Fach voller nutzlosem Olivenöl gefunden wurde. Schon ist ein Vorwand da. Und dann muss hier auch noch umdekoriert werden, denn die Biedermeierdame ist angekommen und deshalb sind ein paar geschnitzte Kirchendekorelemte übrig. In den Gang? In die Küche? Solche leichten und nichtigen Gedanken begleiten mich am See zum Yachtclub, wo die letzten Boote aus dem Wasser genommen werden.







Von nun an gehört der Club wieder den Wanderern, den Menschen in der Mittagspause und den Rentnern, die nach dem letzten Quentchen Sonne suchen. man wird auf den Stegen sitzen und auf Wärme hoffen, man wird vielleicht sogar, wenn es warm genug ist, eine Flasche Wein mitbringen, und ein paar Delicatessen. Meine italienischen Freunde werden lachen, wenn ich ihnen im nächsten Frühjahr davon erzähle, sofern sie noch etwas zu lachen haben: Man hört gerade wenig erbauliche Geschichten, auch aus besseren Lagen, und hofft auf Deutsche, die vielleicht investieren möchten. Italien ist Klein-Amerika, die Immobilienpreise fallen, aber nicht, weil kein Geld da ist, sondern weil die Schwarzgeldbesitzer ihr Vermögen ausserhalb des Landes anlegen. Dafür hat man gebaut und restauriert, deshalb stiegen die Preise, und deshalb fallen sie jetzt. Schlimm für jene, die zu spät mit Krediten kauften. Man bekommt das in Deutschland gar nicht so mit, was andernorts wirklich los ist, wenn nicht gerade demonstriert wird.







Zumal es der See auch so einfach macht, das alles zu vergessen. Alle haben dieses "Wir sind hier und wir wissen, dass es uns allen gut geht"-Lächeln auf den Gesichtern, das ist hier die Grundeinstellung des Lebens, und wenn ich noch eine Woche bleibe, lese ich Segelbootanzeigen und schreibe über die Art Frau, die man sich für diese Wohnlage am besten beschafft; so eine gesunde, knochige Bayerin aus der weiteren Umgebung mit hohen Augenbrauen und mit einer herzlich-sozialen Intelligenz ausgestattet, die aus einem Haus eine Partylocation in Lodengrün mit aufgestickten Hirschen macht. Sollen sie sich doch in Berlin die Haare färben und den Körper durchstechen lassen; hier wird allenfalls der Name der Kinder eingestochen. Ausserdem: Wir winden uns selbst eine Adventskranz und andere Dinge, die man nicht braucht.

Schrecklich.

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Freitag, 2. November 2012

Rund um Giselbertus

Auch im Burgund war ich zu lange nicht mehr. Das ist mir beim Veröffentlichen dieses Beitrags in den Stützen aufgefallen. Ich würde so gern wieder all die romanischen Kirchen sehen, und noch einmal fassungslos vor dem nächtlichen Dom von Autun stehen. Wie beim ersten Mal (und das ist auch schon wieder 25 Jahre her)

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Allerseelen

Draussen auf dem Kasten für das Streugut sietzt die Miet(z)katz. Sie gehört meinen Nachbarn, aber die sind schon etwas länger im Zweitdomizil mitten im Meer. Um die Katze kümmern sich solange die Nachbarn, aber in einer Nacht wie dieser hat auch die Katze gern etwas Gesellschaft. Den richtigen Platz bei den Menschen - den Sessel mit dem besten Blick nach draussen - hat sie ohnehin schon okkupiert. Da sitzt sie dann, lässt sich ein wenig streicheln, und hört den Gesprächen der Menschen zu, Hinaus möchte sie auch nicht, als man sich zum Schlafen zurückzieht; erst so gegen drei kommt sie, macht ein klein wenig Aufstand und möchte nun doch hinaus, in die Kälte, in den Schnee, der hier inzwischen liegt.







Vor einer Woche sah ich Menschen im Gardasee schwimmen, aber jetzt ist hier definitv, fraglos, ohne jeden Zweifel schon Vorwinter, Allerseelen, und draussen, vor dem Fenster der Gottlosen, ziehen die Scharen zu den Friedhöfen. Wir haben hier derer zwei, den alten unten bei der Kirche, wo die Alteingesessenen liegen, und den neuen oben auf dem Berg, den die Zugewanderten frequentieren, und jene, die unten keinen Platz mehr haben. Die Strasse ist vollgeparkt, sie alle sind gekommen, und zu Isabellas Beobachtung darf ich noch hinzufügen, dass inzwischen auch Männertrachtenhüte ganz schwer im kommen sind - allerdings bei Frauen. Da sind dann die Schleifen und Schnüre grösser und auffälliger, und dazu trägt sie gern Reiterhosen, Janker und Lodenmantel. Vermutlich werden sie sagen, weil es so kalt ist, aber ich glaube das nicht. Auch Byern kennt seine Queerdressing-Folklore mit Reitpeitschen-SM. Alles strotzt vor latifundamentalistischem Selbstbewusstsein, alle sind da und alle werden sich überlegen, wer vielleicht zu wem passen könnte. Grossgrundbesitzer ist keiner, aber bei den Immobilienpreisen geht es nach Quadratmeter und was sonst noch gebaut werden könnte. Wer heiraten will, braucht schliesslich ein Eigenheim, so ist das hier in Calabrien Bayern.







Die Gottlosen gehen nicht auf den Friedhof zur Beschau lebendigen und toten Fleisches, sondern an den See. Da sitzen dann zwei junge Menschen, Sie und Er, seit an Seit auf dem Bankerl in der Sonne, und jeder schaut in sein mobiles Endgerät, viel moderner als das, das ich vor Wochen de facto abgeschafft habe. Und sie wischen. Früher hätten sie sich vielleicht geküsst oder den See betrachtet, aber das Wischding übt weitaus mehr Faszination auf sie aus. Was ist schon ein Mensch, wenn man auch viele Menschen in Pixeln und Bits haben kann, dauernd, immer, jeder macht datenmässig die Beine so breit er kann, und dann tritt alles andere zurück. Da oben am Berg ist die eiskalte Vergangenheit, hier unten ist die bitterkalte Zukunft, und dazwischen bestelle ich mir die erste Tomatensuppe der Saison. Das wird jetzt oft so sein. So kurz ist der Tag, so viel kürzer wird er noch werden: Ich packe dann die Datenströme in die Finternis und mache es am Tag, hoffentlich, ganz anders.







Ich werde noch ein paar Tage hier bleiben, denn die Bedrückungen schwinden; die einen haben keinen Feiertag mehr, und müssen zurück in die Arbeit, und die anderen wissen nun, wie sich die Familien entwickelt haben, und können bis Weihnachten überlegen, welche zarten Bande wünschenswert wären, und welche so eine die sowieso weggeht man besser ignoriert. Wobei sie auch alle wiederkommen werden, die einen, weil sie es auch in der Stadt nicht aushalten, und die anderen, weil sie irgendwann merken, dass vieles hier doch einfacher ist, wenn die Familie das Netz spannt, die Kosten sinken und auch andernorts die gleichen Spiesser anzutreffen sind, nur dann als Piraten verkleidet, oder als sozialdemokratische Vortragsmillionäre, die alles tun, damit die Lodenmantelgrünen rechts und leicht links der Mitte die Zukunft sein werden. Das letzte Jahrzehnt gehörte noch den Werbern, das neue Jahrzehnt wird den grünen Besitzern gehören. Die Städte verländlichen im Herzen, und das Land wird öko. Man kann heute grün wählen und grün leben und auf dem Freidhof schauen, welche Kleidung bei den anderen nicht grün genug ist.

Die Gottlosen aber sind und bleiben am See im Lichtgefunkel.

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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Heimreise ist auch keine Reise

Ich möchte ein Südtiroler sein, im Winter vergnügt draussen sitzen, in der Sonne, und tausend Falten vom Licht und vom Lachen haben. Später mal.





Momentan jedoch bin ich nur ein Bayer auf der Heimreise, und es war alles viel zu kurz und obendrein hektisch. Hier bleibt der Apfelstrudel und der Wunsch, bald wieder zu kommen. Es wird aber nicht so sein, es gibt anderes zu tun, manches schön und anderes weniger gut. Ich werde wahrscheinlich in eine Region reisen, in der ich noch nie gewesen bin, und Wikipedia sagt, dass es auch dort Weltkulturerbe gibt. Aber ich weiss auch, dass sich dort alles nicht fügen wird, wie es hier ist.





Zurück geht es über die Strasse, die ich erradeln wollte, und wie ich so dasitze und ins Wipptal schaue, hoch zum Brenner, und hinter mir hin und wieder einer vorbeisirrt...

da wird mir das Herz schwer. Dieses Jahr, es war kein gutes, auch wenn es auf den Bildern so aussieht. So viele Unwägbarkeiten, ein paar erwartbare Niederlagen, und dann, mitten in diesem Urlaub, auch noch hinterücks eine Sache, die ich einigen Leuten nicht vergessen werde. Ich bin sonst nicht sehr nachtragend, aber hier muss ich es sein: Wenn ich mich nicht reinhänge, stelle ich mir die Frage, warum ich das überhaupt noch tun soll. Und dann würde ich den Unfähigen, den Schlechten und den Sesselklebern das Feld überlassen.





Und dabei ist noch so viel zu tun. Ich habe noch viele Ideen und Pläne und Texte und Bilder, und doch auch: So wenig Zeit. Ich gebe zu, ich habe diesen Urlaub einen Test gemacht, ganz ohne Mobiltelefon und per Internet auch nur begrenzt erreichbar. Mal schauen, wie das ist, sagte ich mir, und es ist gar nicht so übel, wenn man in Südtirol und am Gardasee ist. Umgekehrt erklärt das auch, warum im kalten und hässlichen Berlin auf einer innerörtlichen Travertinwüste 100 twitternde Aktivisten sich gegenseitig antwittern und nach frischen Akkus schreien, während zwischen ihnen 17 analoge Hungerstreikende sitzen, und alle warten, dass etwas ausser Kälte passiert, und man über Polizeigewalt twittern kann. Da merkt man, dass man alt wird. Die waren nicht in Wackersdorf und im Münchner Kessel.





Ich habe statt dessen Kesten gesammelt, in eine Tüte getan und mitgenommen. Das ist ganz erstaunlich, erst sollte es nur eine Handvoll werden, und am Ende habe ich auch welche zum verschicken, so prall sind meine Beutel. Das nächste Mal in Algund nehme ich einen Rucksack mit und gehe das methodisch an. Und vielleicht, hoffentlich auch mit dem Rad. Wenn ich dann daheim bin, werde ich sie rösten und ein paar Rezepte ausprobieren. Ich mag eigentlich Kastanien nicht, aber ich habe an ihnen und an der Sonne so viel Gefallen gefunden.

Ich möchte ein Südtiroler sein.

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Giftzähne ziehen

Ich bin ziemlich stolz darauf, dass dieser Beitrag mit einer feinen Übersicht der Problematik von Apples Geschäftsgebahren und der selbstgewählten Abhängigkeit der Verlage so in einem FAZ-Blog steht. Das ist nämlich etwas anderes als das Gekeife, was man zum gleichen Thema im Spiegelblog lesen kann. Und generell bin ich der Meinung, dass die Verlage an der Gesamtlage auch weiterhin schuldig bleiben: Apple hat am nächsten Tag, beim nächsten Produkt schon wieder viel zu viel gute Presse. Den Leser einzureden, sie müssten unbedingt solche walled Garden Machines kaufen, sich einsperren lassen, und dann erstaunt zu entdecken, dass man mit seinen Produkten darin auch eingesperrt, geschoren und geschlachtet werden kann, ist zwar irgendwo stimmig.

Und Googles Android muss man auch nicht mögen.

Aber wenigstens sollte man die Sache nüchtern betrachten, und nicht glauben, Apple, Facebook und Google würden durch Empörung etwas von ihrer Marktmacht abgeben.

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Dienstag, 30. Oktober 2012

Hass auf Makler

umgeht man am besten, indem man diese Sorte Mensch vermeidet und mit ihnen auch SPDler, die den Menschen vormachen, man könnte deren Kosten dem Vermieter anhängen. Schreibe ich in der FAZ.

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Der Weg zum Zwetschgenknödel

Man sollte eigentlich immer lang genug in Meran sein, um mit der Seilbahn nach Dorf Tirol zu fahren. Diesmal war hinter uns eine junge Südtirolerin, die dort sicher schon oft hochgefahren ist, mit diesem "Ich will mich jetzt einfach amüsieren und ich werde es toll finden auch wenn ich das alles schon kenne"-Lächeln im Gesicht. Eine Frau von jener Katalog-Schönheit, mit der ich gar nichts anfangen kann, aber auf das Innere kommt es an. Gerade, wenn man am Abend davor den Fehler gemacht hat, zu lange im Netz zu sein. Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, wie wenig Freude es im Netz gibt, jetzt mal im Vergleich zum Tappeinerweg?







Aber die Tage sind auch hier unten schon sehr kurz, und die Nächte lang und kühl. Für den Weg sollte dennoch genug Zeit sein, so dass man zum Sonnenuntergang am Saifrage ist, und davor all die Schönheiten lang genug würdigen konnte. Man sollte sich dabei auch vergegenwärtigen, was diesen Berg oberhalb von Meran so berühmt gemacht hat: Die Flucht vor dem Grau, der Krankheit und dem Tod. Wer hierher aus der Ferne zog, hatte einen guten Grund, und der hiess, grob gesagt: Mitnehmen, was noch geht. Das musste in jenen Tagen vor dem 1. Weltkrieg nicht wirklich viel sein. Der Erbauer des Saifraga, ein reicher, belgischer Brauereibesitzer mit Lungenkrankheit, konnte es nur drei Jahre geniessen. Man könnte jetzt sagen: Immerhin drei Jahre! Aber er hätte vermutlich gesagt: Warum habe ich nicht schon drei, 6, 20 Jahre früher?







Hier am Berg, in einer üppig wuchernden Pfanzenwelt, deren einziges Interesse das Leben zu sein scheint, in bester Lage, wo einem der Wein in den Mund wächst, sollte man sich auch genau diese Fragen stellen. Was bleibt, was geht noch, was ist noch möglich und was sollte nicht weiter versäumt werden. Vermutlich werden hier oben zwischen Opuntien und Weingärten viele Heiratsanträge gemacht, aber ich denke da in ganz anderen Kategorien. ich denke an Winter und Kälte und den Umstand, dass all die Monate in Deutschland verloren sind. Ich habe dank Blog eine lange Erinnerung, ich sehe die Bilder im Sommer und im Winter, und das Elend zwischen November und März und dann weiter wegen Heuschnupfen bis Juni: Das ist mein halbes Leben.







Noch ist es nicht so, dass ich ernsthaft nach Immobilien schaue. Noch hege ich keine Kaufabsichten, aber ich überlege natürlich, wo die Sonne möglichst lang zu sehen ist. Hier ist es zu teuer, Obermais ist aber auch nicht schlecht, am Gardasee verfallen meine Traumhäuser weiterhin in Riva, Desenzano und Brenzone, und mantua wäre eine Stadt mit echtem Leben, auch ohne Tourismus und Busse aus Wattenscheid. Das alles muss überlegt und bedacht werden, aber ich will einfach nicht im deutschen Winter alt werden. Ich muss da irgendwann raus.







Aber Meran kommt meiner Vorstellung von der besten aller möglichen Welten schon sehr, sehr nahe. Zumal es das restaurant jetzt auch unten im Kurhaus gibt. Das muss ich noch in meinen Roman einarbeiten. Das war zu schön, um wahr zu sein. Wie Meran.

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