Die Gans und das Dynamit.

Ganz ehrlich: Als ich vor ein paar Monaten vorgeschlagen habe, Berlin sollte doch das Tempelhofer Feld oder den Görlitzer Park zu einer Grossunterkunft für Migranten machen, habe ich das so gesagt, wie man anderen vorschlägt, die Gans mit einer Stange Dynamit zu tranchieren.

Als Witz.

Bei uns ist eine reiche Gemeinde wie Tegernsee nach einem halben Jahr mit 200 Flüchtligen längst am Limit. Es kracht dauernd, die Probleme und die Unzufriedenheit wachsen, und dass alles stabil bleibt, liegt an einem grossen Helferteam, enormen Ressourcen und am Umstand, dass bei uns Geld da ist. Die schwierige Lage ist das Best Case Szenario.

Berlin plant, drei Jahre lang zenhtausend Menschen in ein Lager am Tempelhofer Feld zu stecken. Das ist fünfzig mal so viel wie bei uns. Und sechs mal so lang, mindestens. Es wir nicht anders gehen, weil Berlin keine Wohnungen hat. Bei uns sagt man, die Turnhalle müsse sein, bis man dezentral unterbringen kann. Man will da schleunigst weg. In Berlin soll das Provisorium Bestand haben. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen., dass Berlin so eine doch eher komplexe Aufgabe lösen kann. Sie versagen beim Lageso. Ich sehe einfach keinen Grund, warum sie ein grosses Lager besser betreuen können sollten.

Wenn da ein Grosskonflikt ausbricht, tut mir die Polizei jezt schon leid. Das sind einfach viel zu viele auf einen Fleck.Und wie gut Berlin mit Konflikten umgehen kann, sah man bei der Gerhart Hauptmann Schule. Die Kontrolle so eines Areals ist sicher auch nicht unkomplex.

Naja. Auf der anderen Seite ist es schön, wenn das Drama dorthin kommt, wo es verantwortet wird. Es ist absehbar, dass man keine Migranten mit dem Bus aus Landshut wird iransportieren müssen. Die finden schon selbst ihren Weg zu Frau Merkel, um sich zu beschweren.

Mittwoch, 27. Januar 2016, 09:40, von donalphons |