Notwehr

Weil es sonst keiner macht, schreibe ich jetzt die Ösibeiträge, die ich in den deutschen Medien gern lesen würde. Erst einmal zum Untergang der Grünen.

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:26, von donalphons | |comment

 
O.T.: Ich möchte alle auf ein Glanzstück
von "Patsch" hinweisen, das mir heute untergekommen ist:

https://twitter.com/aktuelle_stunde/status/920535464175693824

Übrigens ist meine Sympathie hier klar auf der Seite von Wagenknecht.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Danke, @thorha, für den Link und die Piaster,
ich bitte jedoch hiermit eindringlich,
nicht weiter auf am Boden Liegende einzutreten
und ein bißchen mehr Mitleid aufzubringen
für viele brave gute Menschen,
die sich nicht haben träumen lassen, die Vertretung ihrer Interessen jemals in Händen von Parteivorsitzenden wie Riexinger und Kipping zu sehen
und verdammt, @tdv, nun sagen Sie doch auch mal was dazu.

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Darf ich kurz, vertretungsweise?

"Der Urnenpöbel hat doch hier nur das bekommen, was er verdient!"

*geifer - sushibröckchen-spuck - sabber*

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ooooooorr
Stanisbernd Tillich (CDU), der Gauleiter von Dunkeldeutschland, kündigt seinen Rücktritt an. "Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl vom 24. September."

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sachsens-ministerpraesident-tillich-tritt-zurueck-15252466.html

Sifftwitter würde bei so viel Einsicht sagen: "Bist'n Ehrenmann."

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er hätte
das schon viel früher tun sollen.
.
Frührente mit Hängematte. doch nicht schlecht für einen, der ausser Grinsen nicht viel konnte, aber dafür sein Mäntelchen immer richtig hängen hatte.

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Und das zweite Mal O.T.:
Der zwei Dutzend sexueller Nötigungen und Vergewaltigungen beschuldigte Hollywoodproduzent Weinstein hatte einen Vertrag mit seinem Studio, der ihm sexuelle Belästigung unter drei Bedingungen durchgehen liess:
1) Er zahlte eine Strafsumme an die Firma
2) Er übernahm die finanziellen Risiken einer Auseinandersetzung
3) Er informierte den Vorstand

http://www.tmz.com/2017/10/12/weinstein-contract-the-weinstein-company-sexual-harassment-firing-illegal/

Ohne Kommentar.

Gruss,
Thorsten Haupts

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...was eine Klausel ist, die ich nicht für falsch halte.

Weinstein mag ein Schlimmer sein, aber sehen Sie das Ganze im Kontext einer Gesellschaft, in der Männer gut beraten sind, nicht alleine mit einer Frau im Aufzug zu fahren oder gar eine Besprechung im Büro hinter geschlossener (nicht: verschlossener) Tür zu führen, und sei es auch eine Glastür.

Die "Open Door Policy" vieler Leute, vor allem Führungskräfte und vermögender Personen, hat da nämlich eine ganz hässliche Begründung, die nichts mit Freundlichkeit oder (professioneller) Zugänglichkeit der Person zu tun hat, sondern dem Schutz vor unbegründeten Anschuldigungen.

In einer Kultur, die in zahllosen Fällen bewiesen hat, dass den Anschuldigern ohne jeden Beweis alles geglaubt wird und der Beschuldigte trotz nachgewiesener Unschuld der Böse ist, ist das eigentlich nur eine Klausel zum Schutz des Unternehmens.

Ich will W's Verhalten nicht verteidigen, da gibt es genug Schmutz. Aber die Klausel ist kein Skandal.

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Das wäre diskussionswürdig, WENN es denn soviele Fälle gäbe, in denen Frauen einfach wegen irgendeiner Beschuldigung geglaubt würde (ausserhalb netzfeministischer Kreise - die glauben alles).

Gibt es schlicht nicht. Ich habe mir vor ca. 3 Jahren mal die Mühe gemacht, wirklich intensiv danach zu suchen. Fündig geworden bin ich in einer niedrig einstelligen Zahl von Fällen in einem Suchrahmen von Deutschland/USA/UK. Für einen Zeitraum von 10+ Jahren. Nicht mal in Mikropromille darstellbar.

Disclaimer: Fälle wie Jacob Appelbaum ausgeklammert, da nichtprofessionelle Umgebung.

Und da es soviele Fälle nicht gibt, besagt die Vertragsklausel im Ergebnis: Du kannst sexuell belästigen, solange Du willst, wir werden Dich nicht feuern. Völlig falscher Sanktionsrahmen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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So lese ich den TMZ Bericht nicht. Feuern können sie ihn schon, er muss sich halt strafrechtlich was zuschulden kommen lassen, d.h. es muss verbindlich festgestellt sein - durch ein Gericht etwa. Und eben keine Hexenjagd-vom-Hörensagen-Anschuldigung.

Was die Fälle angeht: ich kann nicht beurteilen, wie Sie gesucht haben, aber ich vermute schlicht, dass nur ganz wenige Fälle an die Öffentlichkeit gelangen. Und ich sehe halt in meinem Umfeld, wie die Leute aus USA sich verhalten. Die steigen wirklich aus dem Aufzug aus, wenn sie alleine drinstehen und eine Frau zusteigt. Das macht nicht nur einer. Dito bei offenen Türen, alternativ können noch ein, zwei Leute im Raum anwesend sein. Zugegeben, alles anekdotische Evidenz - aber für mich eine schlüssigere Erklärung als die Vermutung, das Board habe Weinstein einen Freibrief gegeben. Und: die sind ja nicht blöd und würden sich selbst damit belasten. Weil spätestens dann wenn Weinstein die Klausel gezogen hätte die Existenz der Klausel ans Licht gekommen wäre.

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Das Verhalten der US-Amerikaner könnte schlicht internalisierte jahrelange Anpassung an US-Unternehmensregeln sein? Die sind, was das Miteinander von Frauen und Männern angeht, schon fast vollständig Scharia-kompatibel. Und das nicht erst seit gestern.

Wird übrigens bei uns auch so kommen. Zwangsläufig. Weil es de facto gar nicht anders geht, wenn Frauen UND Männer jedes denkbare Risiko vermeiden wollen. Bzw. die Firmen wollen, dass sie das tun.

Absolute Sicherheit und Freiheit schliessen sich wechselseitig aus (der Punkt der Altfeministin Camilla Paglia gegen den "neuen" Feminismus).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Vom Affenzirkus der Fahrstuhl- und Bürotürsituation können Mann und Frau ein paar Minuten tief Luft holensich erholen, wenn sie in der Unisextoilette auf dem Pott sitzen.
("Schariakompatibel", gnhihi.)

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@fritz_Sie haben Ally McBeal auch genossen?

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@melursus Von Anwaltsserien fühlte ich mich durchaus gut unterhalten, wobei das neueste, an das ich mich erinnere, so die letzten Jahrgänge Boston Legal sind, also auch schon antik.
Ally McBeal sah ich nur zum Teil, es lief wahrscheinlich zu einer unkompatiblen Zeit, deshalb habe ich keine bestimmte Szene vor Augen, wenn Unisextoiletten das Stichwort sind.

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der unisex bathroom von cage&fish war ein fixture der Serie. Besonders wenn Peter Mc Nicol sich Mut ansingt, mit Barry White.
(Charmant nur im Original)

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Netflix und Konsorten sind hier keine sinnvolle Option mit max. DSL 3,0 von der Stange. Die Elektrifizierung des ganzen Landes schleppt sich dahin.

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wenn sie in der Unisextoilette auf dem Pott sitzen

Did you just assume that unisex people have legs and are able to sit??? ;)

Wird übrigens bei uns auch so kommen. Zwangsläufig.
Ist schon da. Weshalb ich bei einer kleinen, feinen unisex-Firma arbeite.
Und was denken Sie, wie oft wir hier Konzernmensch-Kunden sitzen haben, die gar nicht mehr raus wollen, weil wir eine Oase der Ruhe sind. Die ruhen sich nicht auf den Klo in ihrer Firma aus, sondern bei uns auf dem Kundenberatungssofa.

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Der Wandel der Geschlechteverhältnisse ...
Ich bring jetzt einfach mal ein paar Gedanken zu Internetpapier, die ich mir zu dem Thema schon länger mache:

Das Geschlechterverhältnis ist gerade dabei, sich erneut radikal zu wandeln. Den ersten Wandel haben wir hinter uns - die weitgehend erreichte Gleichberechtigung der Frau. Die Gleichstellung (gemessen an 50% Verteilung in allen Professionen) wird vermutlich niemals erfolgen, der wichtigste Treiber gegen diese Gleichstellung ist das beobachtbare Paarungsverhalten von Frauen.

Der zweite ist gerade im Gange. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Jüngeren verfolgt im Kern ein nobles Ziel - die Abschirmung der (emotional) Schwächsten gegen Schmerz. Während man diesem Ziel ein sehr klares Nein entgegensetzen muss, sobald es um Redefreiheit und Wissenschaftsfreiheit geht, weil die Umsetzung dort den Kernbestand westlicher Zivilisation aushöhlt, gilt das für das Geschlechterverhältnis eher nicht. Den Forderungen der radikalen Feministinnen gerade in den USA folgend, sieht es so aus, als wünschten die sich fast viktorianische Verhältnisse zurück: Mann- und Frau-Begegnungen in geschützten Räumen ohne das mindeste Risiko körperlichen oder seelischen Missbrauchs. Das geht nur über Abschirmung und Begegnungsaufsicht.

Da dieses Verlangen hervorragend zu Verhaltensmustern und mentalen Lagen eines Grossteils unserer Bereicherungen in der westlichen Welt passt, ist das also politisch eine Win-Win-Situation, sobald die in sexueller und Begegnungsfreiheit aufgewachsenen Generationen die Bühne verlassen. Nicht morgen, aber übermorgen.

Ich habe damit letztlich kein Problem. Mich betrifft es nicht mehr, die wirklich Abenteuerlustigen beider Geschlechter werden ihre Wege unter und um die neuen Regeln finden und ich hielt schon immer viel von der viktorianischen Doppelmoral (yep, tatsächlich). Hinzu kommt eine alte Erkenntnis: Freiheit ist für die Starken (intellektuell, emotional, characterlich). Weshalb ich es für einen geringen Verlust halte, wenn in einem für junge Menschen ausserordentlich wichtigen Bereich wieder Struktur und Sicherheit zurückkehrt. Offensichtlich ist die Libertinage der siebziger und achtziger gescheitert, jedenfalls bei einem guten Teil derjenigen, die sie am meisten geniessen sollten: Junge Leute.

Upps, lang geworden, sorry. Und noch nicht einmal alle Gedanken enthalten :-).

Gruss,
Thorsten Haupts

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Mann- und Frau-Begegnungen in geschützten Räumen ohne das mindeste Risiko körperlichen oder seelischen Missbrauchs. Das geht nur über Abschirmung und Begegnungsaufsicht.

Das wird nicht funktionieren, denn auch das schützt die Frauen nicht davor, sich zu wünschen, sich gestern abend anders verhalten zu haben. Die wollen einfach nie an nichts schuld sein, keine Konsequenzen tragen, immer Prinzessin sein, immer nur die Ups haben und nie die Downs, und das ist nicht möglich, solange man nicht beerdigt ist.

Ich würde eher sagen, dass eine Hälfte nicht gelernt (bekommen) hat, Konflikte ordentlich und argumentativ auszutragen, Rückschläge auszuhalten und das mit der Geduld schon gleich zweimal nicht.

Bei den männlichen Exemplaren in der ersten Hälfte der 20er sehe ich eher einen großflächigen Rückzug aus dem Beziehungsspiel, bei den Söhnen aus meiner Alterskohorte gibt es eine nicht kleine Anzahl von Einliegerappartment- oder Souterrain-Bewohnern, die abends und am WE das heimische WLAN nicht verlässt. Ich meine keine Hikikomori, die haben ein Auto, gehen zur Arbeit, arbeiten in Vereinen mit, treffen Freunde, freeclimben, wasserskien, airsoftgunnen und was es da sonst noch so alles gibt. Die gleichalten Mädchen - so sie von den Eltern keine Reihenhausscheibe hingestellt bekommen, ziehen in die Stadt.
Wirkt irgendwie als hätten die sich nichts zu sagen.

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Das wird nicht funktionieren, denn auch das schützt die Frauen nicht davor, sich zu wünschen, sich gestern abend anders verhalten zu haben.

Klar funktioniert das. Sex gibt´s erst nach der Ehe :-). Keine Chance auf Bedauern vorher, Problem gelöst.

Gruss,
Thorsten Haupts

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