Seuche statt Beben

Das letzte grosse Erdbeben in Oberitalien war vor über 400 Jahren, und es war eine mehr als hässliche Erfahrung: Nach dem ersten Beben hatte man ein paar Jahre Zeit, alles wiederaufzubauen, und dann kam das zweite, genauso schlimme Beben. Zum Glück hatten manche Städte damals aber schon sicher gebaut, und zwar so sicher, dass das Gemäuer auch 2012 nochmal gehalten hat. Ferrara stand recht gut da, aber ein par Dörfer weiter sanken Bauten des 20. Jahrhunderts in Schutt und Asche nieder.



Für den neuen Beitrag in der Welt, der sich noch einmal umfassend mit den Tücken des italienischen Medizinsystems auseinander setzt, habe ich ein paar Bilder aus der damaligen Zeit gebraucht. Dafür musste ich die SD-Karte einlegen, die ich eigentlich nicht so gern durchschaue - es ging mir damals nämlich nicht sonderlich gut. Es war 2012 nicht schön, das Land in so einem Zustand zu sehen, und bei ein paar Bildern sagte man auch bei der FAZ, dass sie etwas zu hart seien. Die Zeit hat sich bei mir so eingeprägt, dass ich auch nach 8 Jahren noch weiss, wo in dem einen riesigen, 8GB grossen Ordner welches Bild sein muss, aber es ist keine schöne Prägung.



Wir haben damals öfters, weil es nichts Vergleichbares gab, über das alte Beben gesprochen, und dass ich wohl diesmal, wenn alles fertig wäre, wieder kommen müsste, um den nächsten Niedergang abzulichten. Aber wie man sieht, Geschichte macht es einem bei den Wiederholungen nicht so einfach, und jetzt könnte man in Italien praktisch alles buchen: Die Seuche ist da, und die Touristen schauen, dass sie, mit Virus oder ohne, über den Brenner nach Hause kommen. Zurück bleibt ein Land, das damit überhaupt nicht gerechnet hat. Und die üblen Nachrichten reissen gerade nicht ab.



Und für mich macht es diesmal keinen Sinn, dorthin zu fahren. Mehr als Strassenposten und Kliniken von Aussen könnte ich auch nicht ablichten. Die Italiener informieren wirklich zum ersten Mal seit dem Beginn des Virus richtig umfassend, und nicht mit Lügen wie China oder der Iran. Es gibt also keinen Grund, sich selbst in Gefahr zu begeben. Ein Erdbeben, eine Flut, ein Feuer kann man kalkulieren, aber einen Virus? Ich will hier gar nicht weiter in die Tiefe gehen, warum das alles noch deutlich schlimmer wird. Nur eines ist klar: Diesmal komme ich wahrscheinlich nicht. Ich mache das, wenn überhaupt, von Deutschland auch. Was überhaupt nicht meine Art ist.



Aber auch so wird das alles vermutlich ein Megaexperiment in Sachen Home Office, denn ich glaube nicht, dass es in Newswooms gerade viel sicherer als in Bussen und Zügen ist. Am Rande, mein Beitrag wurde schon von der Realität eingeholt: Den ersten deutschen Flixbuserkrankten gibt es mittlerweile auch schon. Also dableiben und allen Freunden in Italien sagen, dass man sie liebt, und sie gut auf sich aufpassen sollen.

Trotzdem ist da dieses Gefühl eines Verrats, klein und schäbig.

Samstag, 29. Februar 2020, 22:17, von donalphons | |comment

 
Corona in China - der
WHO-Experte Dr. Aylward über seine Erkundungen dortselbst - das iss atemberaubend:

https://www.unz.com/isteve/dr-aylward-on-the-epidemic/

Erst lesen, dann das Video gucken. Die ersten zwanzig Minuten blieb mir ununterbrochen die Kinnlade offen.

Was sagt da Kanadische Dokter Aylward über die Chinesen & Corona?

Ich machs kurz: Sie haben die Krankheitsfälle dramatisch nach unten gebracht. - Glockenkurve, rechtes Ende!

Sie gehen jetzt so vor: JEDE Neuerkrankung feststellen und - zurückverfolgen. In ganz (!) China. Kranke isolieren, Umfeld beobachten.

Absoluter Verkehrsstop in Hochrisikogebieten.

High-tech auf Schritt und Tritt, inklusive massiver Daten-Fluss auf allen Entscheidungsebenen.

Aber auch low-tech: Z. B. 1000 neue Krankenhausbetten - egal wo die in China benötigt werden - in einem Zeitfenster zwischen 24 und 72 stunden - als Standard, der - umgesetzt wird. Dafür werden z. B. Sporstadien umfunktioniert.

Händewaschen, in die Armbeuge niesen usw. wird überall rigoros eingehalten.

In Wuhan kauft keiner ein - alles wird in die Wohnungen gebracht - und das klappt.

Sie bereiten sich in ganz China auf eine Neuinfektion der Geheilten vor, bzw. überhaupt auf einen erneuten Ausbruch der Epidemie vor, weil das bei Corona (noch) nicht ausgeschlossen werden kann.

Daher ordern sie (auch in derzeit nicht betroffenen Gebieten) Krankenhausbetten und stellen die bereit, sie ordern Beatmungsgeräte und Lungenmaschinen - auf Vorrat und aus Vorsicht.

Ansonsten: Keine Sentimentalitäten in - - - "Chinah" (Roland Kirk: "Volunteerd Slavery" (super Platte- in diesem Jahrtausend noch gar nicht gehört, fellt mir ein - aber offenbar doch nicht vergessen - gutes Zeichen, vermutlich - mal wieder reinhören); ok, das wars, ne?

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Ich neige auch zu der Ansicht, dass die Hauptprobleme für uns mittlerweile Italien und der Iran sind, sowie das Underreporting im Irak und in der Türkei. Meines Erachtens müsste man scharf bei der Einreise aus Italien prüfen und schlichtweg jeden Flug in den Nahen Osten stoppen. Denn das sind die Länder, die es nicht in den Griff bekommen, und den Deutschen fehlt auch die Konsequenz der Italiener, die notfalls halt ganze Orte abriegeln. Die Italiener können die Wege wenigstens noch nachvollziehen, die Deutschen jenseits von "war in Italien" oder "war im Iran" nicht mehr.

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aus meiner Sicht hat nicht nur der Nahe Osten ein 'underreporting' Problem sondern auch Suedostasien (bis auf Singapur). In Indonesien hat sich der Vizegesundheitsminister nicht entbloedet, das angebliche Ausbleiben von Coronaerkrankungen im Land auf die Kraft der Gebete zurueckzufuehren. In Vietnam ist die Statistik seit einer Woche nicht mehr angepasst worden, angeblich gibt es nur 16 Faelle. Stattdessen gibt es Geruechte von Toten die aus ihren Wohnungen geholt und Infektionsverdaechtigen, die zur Quarantaene auf Militaerbasen verschleppt werden. Die Landgrenze nach China ist offen. Myanmar und Laos, die auch eine Landgrenze zu China haben, haben soweit ich weiss noch gar keine Faelle gemeldet.

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Die Singapur Zahlen mögen stimmen, aber Nordkorea wird verschont? In einigen Afrikanischen Staaten ist auch reger Austausch mit China und auch viele chinesische Arbeiter sind dort vorhanden. Türkei ohne Fälle? Aber auch die deutschen Zahlen stimmen nicht und wenn die Zahlen bald höher sind, kommt sowieso keiner mehr mit dem Zählen nach.

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underreporting
Ha ja, sowieso. Ich denke, in Afrika wird das Virus auch längst sein, nur hat es dort eh schon wenig Ärzte und Infektiologen, die was sagen könnten - offensichtlichere Krankheiten sind da wichtiger.

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Na, nu segeln Sie ma nich son sinnigen Kurs, lieber Don!

Es ist ja nicht so, daß Ihre Anwesenheit in Italien irgend etwas bewirken würde. Eher im Gegentum: ein weiterer sich bewegender potentieller Spreader.
Von daher finde ich Ihre Selbstbezichtigung des "Verrats" menschlich vlt. verständlich, rational aber völlig deplaziert.

Bleiben Sie also mal schön am Tegernsee und halten dieses Blog mit geistreichen Beiträgen aufrecht.
Vielleicht ist das in diesen Zeiten weit wertvoller als Sie glauben...

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Es ist etwas anders, wenn man mit den Leuten befreundet ist und man mit diesem Misstrauen an die Sache heran geht. Und zu Leuten, mit denen man das Terremoto mitgemacht hat, hat man halt eine etwas andere Beziehung als zu Leuten, mit denen man
mal ausgegangen ist.

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Es ist manchmal einfach besser, sich über die Entfernung einfach nur mitzuteilen, daß man in Gedanken beieinander ist aber jetzt jeder da verharren möge, wo er ist.

Ich will Ihr Blog keinesfalls hijacken und Ihre Leser langweilen. Zur Begründung meiner Auffassung daher nur kurz folgendes:

Ich entstamme Flüchtlingsfamilien. In einer dieser harrte die Stiefmutter (nebenbei: eine solche von geradezu grimmscher Bösartigkeit) mit den ihr anvertrauten Kindern mehr als 3 1/2 Jahre mit 30.000 anderen Menschen im dänischen Flüchtlingslager Oxbül aus.

Die Zustände waren anfangs so, wie sie sich Bernd Höcke für Mohammed Atta wünscht und Anja Reschke sie an der griechischen Grenze herbeifabuliert.

Den Flüchtlingen dort war es allerdings alsbald gelungen, ihre Situation zu organisieren, Unterricht für die Kinder einzurichten, das nahezu komplett geschlossen geflohene Symphonieorchester aus Königsberg mithilfe dänsicher Spenden von Instrumenten zu reaktiveren usw. usf.

Sonntags gab es Fleisch im Eintopf: abwechselnd Bisamratte und Kuheuter. (Erstes wie faseriges Rind, zweites wie Schinken - hat man mir als staunendem Kind aus "direkter Quelle" noch berichtet).

Die Dänen haben auch Milch für die Kinder organisiert. Von den wenigen Kühen, die ihnen die Deutschen gelassen hatten.

Der Vater hatte sich derweil in einen Trümmerkeller in Hamburg-Barmbek gewühlt und seiner Familie nach fast 2 Jahren der Ungewissheit über das Rote Kreuz die Nachricht zukommen lassen können, "bleibt solange Ihr könnt, wo Ihr seid"!

Von solchen Zuständen sind wir (noch) weit entfernt.
Aber bleiben auch Sie, wo Sie sind!

(Und wenn es für Ihre italienischen Freunde gar zu schlimm werden sollte, wäre es sicherlich besser, ihnen den Weg zu Ihnen zu ermöglichen, anstatt umgekehrt...)

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Warum sollte Vernunft Verrat sein? Es wäre tatsächlich klug jetzt seine Aktivitäten aufs Nötige zu beschränken und auf eine wirksame Impfung zu warten. Blinder Aktionismus bringt in dieser Lage nichts, und auch wenn das Virus nicht besonders letal ist so kann man damit empfindliche Menschen anstecken und gefährden.

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Bevor hier alle in Depressionen verfallen, empfehle ich den folgenden Artikel.
https://ww w.realclearscience.com/blog/2020/02/29/five_reasons_you_dont_need_to_panic_about_the_covid-19_coronavirus.html
In kurz: viele werden krank, Vorräte sind sinnvoll. Hygiene auch, aber ein funktionierendes Gesundheitssystem kann das schaffen.

Meine Zweifel sind bei dem letzten Punkt und der Ansatz des Sultan, jetzt Europa zu fluten, weil die Nato nicht mit ihm gegen Russland kämpfen will und sein besetztes Nordsyrien für ihn halten, ist extrem grenzwertig.

Der Ansatz der Regierung hier, jeden Neumigranten testen zu wollen, ist richtig, falls die aus Iran etc. kommen. Grenze zu wäre richtiger. Und in Kombination mit der Aussage gegenüber panischen Eingeborenen, dass sie nicht getestet werden, ein weiteres Stützungsprogramm für AfD.

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Die Italiener teilen diesen Optimismus nicht mehr:

https://www.corriere.it/cronache/20_marzo_01/galli-il-coronavirus-italia-settimane-tsunami-il-sistema-sanitario-a153160c-5b3d-11ea-8b1a-b76251361796.shtml

Grund: Virus ist schneller, wurde nicht entdeckt, es gibt zu wenig Kapazitäten. Und: Deutschland droht das gleiche.

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Genau aus diesem Grund ist es wichtig, die Ausbreitung zu verlangsamen - denn nur damit kann man das Gesundheitssystem entlasten.

Kann ich Ihnen http://www.cidrap.umn.edu/ als relativ zuverlässige Quelle empfehlen?

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Das stand doch schon in der Risikobewertung von 2012, wobei es da um einen modifizierten Sars-Virus ging.
Es wird jetzt schwer bei einem echten Notfall den Spagat zwischen Klimakinder-wirwernöllesterm und einer eingeschränkten Infrastruktur bei der die Leute konstruktiv Zusammenarbeiten zu schaffen.

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Danke für den link. Mein Italienisch reicht für präzises Verstehen nicht aus, aber kugeltranslate hilft.

Viel mehr als warten, Menschenansammlungen vermeiden und bevorratet sein kann man aber m.E. nicht machen. Geflogen bin ich schon seit Ende Januar nicht mehr...Die Pastamaschine kam Freitag, Mehl haben wir genug, Eier gibts beim Bauern...

Wir haben 4 Hochrisikomenschen in der engeren Familie, 2 Ü80, ein Onkologiepatient ü70, ein Dialysepatient ü50. Daneben drei jüngere, die sich gerade mit anderen Viren rumschlagen. Jeder Tag, der ins Land geht, bevor das in unserem Dorf ankommt, ist ein guter.

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Nachtrag: auf mein „vielleicht sollte Span statt Pläne für Formulare und Bevorratung mit Masken schleunigst in grossen Stil Beatmungsgeräte ordern“ erhielt ich eben ein lapidares „jedes Beatmungsgerät ist anders, ständig irgendwelche Alarme, irgendwas muss nachjustiert werden, das dauert, bis man das drauf hat. Nach 5-6 Einweisungen kann man das dann, aber es reicht nicht, die Geräte zu haben, man braucht auch Leute, die die bedienen können.“
Auf deutsch: selbst wenn die irgendwie ausreichend Geräte an Land bekommen, um alle zu beatmen, die das brauchen werden, ist das nur ein Teil der Lösung.

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Ich verstehe Ihren letzten Satz sehr gut, da ich in einer ähnlichen Situation bin - andererseits läßt sich da im Moment auch nicht viel machen.

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Klein und schäbig?
Ich würde sagen menschlich. Sich nicht leichtsinnig in Gefahr zu begeben ist nun wahrlich weder ein Verbrechen noch Verrat, und schon gar nicht, wenn dadurch nichts gewonnen wäre.

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Er meint Merkeldeutschland.

Nein, meint er nicht. Zumindest lässt sich das aus dem Beitragsverlauf auf keine Weise sinnvoll schliessen.

Jemanden nicht zu mögen, sollte den Verstand nicht vernebeln.

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Seh' ich auch so
Herr Haupts. Andererseits: Lesen ist Glückssache, und verstehen sowieso. Außerdem, wie gestern schon angesprochen, Yerkes/Dodson - wenn einer z. B. sauer wäre, würde er nicht so gut verstehen können. - Yep, kann sein, der 1. Dr. ist sauer.

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Ich lösche den stalkenden Dreckhaufen so oder so, man muss also nicht darauf antworten.

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@donalphons

Irgendwann kommt in einer solchen Situation wie der aktuellen Lage mit Corona nun einmal der Punkt X, und von da an kann man einiges nicht mehr tun und lassen, wie man es gerne hätte. Das ist so, und damit lebt man dann und bewahrt Haltung.

Mein Gatte ist im medizinischen Bereich tätig. Mit intensiven Kontakten nach China. Damit müssen wir jetzt beide umgehen. Es hilft nichts, sich da irre zu machen. Weder kann er zuhause bleiben oder möglicherweise gefährliche Kontakte umgehen, noch kann ich die Bude mit Monatsrationen an Vorräten für alle Eventualitäten fluten, irgendwo ist eben dieser Punkt X, da kann man nur noch hoffen und beten und ruhig bleiben und sich zusammenreißen – oder halt hysterisch durchdrehen und panisch werden. Ich tendiere deutlich zu klarem Kopp und Selbstdisziplin, gottseidank.

Irgendwelche emotionalen Zustände kann man sich also meines Erachtens in einer solchen Lage wie der derzeitigen beim besten Willen nicht erlauben. Das geht jetzt nicht, Ende der Diskussion. Ihre Freunde in Italien sollten angesichts der Lage nachvollziehen können, warum Sie jetzt nicht dorthin fahren. Mit Verrat hat das beileibe nichts zu tun, die Idee ist lächerlich, und es ist keineswegs ehrlos, wenn man in solchen Situationen zuerst einmal an sich selbst denkt, sondern zutiefst menschlich. Schäbig und klein wird es erst dann, wenn man dabei zum egomanischen Ar*chl*ch wird und über der berechtigten Sorge um die eigene Haut seine Lieben vergißt.

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@first_dr.dean
"Wir sind ein leistungsfähiges Land mit einer insgesamt guten Gesundheitsinfrastruktur."

Darf mich herzlich für den Lacher des Tages bedanken. Sie haben ganz offensichtlich nicht den Hauch einer Ahnung von den Zuständen im Gesundheitswesen – ohne Krisensituation.

Soso, die Chinesen haben also alles gut unter Kontrolle bekommen. Und weil es dort so epochal toll läuft, wird das hier im Land mindestens genausogut wenn nicht besser laufen, weil, hier ist ja alles noch viel feiner als in China organisiert, nur bissi weniger drakonisch alles, außderdem hammwa hier ne reibungslos funktionierende Armee und Polizei, die das dann so durchziehen wie in China mit der Quarantäne von Millionenstädten, und besser, und wir sind ja bitteschön alles in allem auch toll aufgestellt, dank unserer großartigen Verantwortlichen im Bund, den Ländern, Kreisen und Kommunen, das weiß man doch.

Wenn es Ihnen hilft, sich derart rosarotbebrillt einen vorzumachen, dann sei Ihnen das gegönnt, jeder geht halt anders mit den Dingen um.

Ich häng mich mal extrem weit ausm Fenster und ahne frei rum, daß wir ein Vorbereitungs-Zeitfenster bis nächsten Donnerstag, Freitag haben, vielleicht noch bis zum nächsten Wochenende, und dann wirds richtig eng und sehr bös.

Oder es geschieht ein Wunder und alles wird wieder gut, das ist natürlich möglich, man weiß ja nie.

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Danke, Fr. Jott. Höre ich genauso von jemandem mit praktischer Erfahrung in Krankenhäusern. Schon im Normallfall fehlt es an allem, Material, Personal Reserven sowieso und es werden Resourcen darauf verwendet, um Banalitäten wie ausreichende Anzahl von Kugelschreibern! zu organisieren. Ohne Worte, aber gruselig.

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Die Gesundheitsinfrastruktur kann man mit der Deutschen Bahn annähernd vergleichen. Beides irgendwie Privatisiert, aber dennoch irgendwie Staatlich. Beides in einem Zustand den man erst dann merkt wenn man auf die Dienste angewiesen ist.

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Ich war als Patient nur zweimal die letzten 30 Jahre im Krankenhaus.... einmal lag neben mir ein Alkoholiker mit Hepatitis (und ich hatte eine frische OP), wo die Schwester dann den Bettabstand von 1 Meter auf 110 cm vergösserte, das zweite Mal kam ich von Intermediate Care ins Zimmer und da lag ein Mensch mit Windel und Alkoholproblem und es stank nach Sch...die Schwester öffnete das Fenster, Privatstation war „voll“ und ich sass 20 Minuten später im Auto nach Hause, auf eigene Verantwortung, aber mit Unterstützung der Frau, die vom Fach ist.
Bei meiner Mutter kam nach guter Behandlung in Intensiv auf der Normalstation ziemlich direkt ein multiresistenter Keim.

Wer glaubt, er bekomme als Privatpatient irgendeine Priorität im medizinischen Bereich, der wird sich wundern. Dafür gibt ein ein frisch gestrichenes Zimmer mit weniger Betten und einen Aufenthaltsbereich mit Buffet und Obst und Tageszeitung. Aber keine Beatmung zulasten Kassenpatienten, das geht nach Notwendigkeit. Ist ein wenig wie Business Class im Flugzeug: wenn der Flieger crasht, fallen alle vom Himmel, auch die Business Class Passagiere. Vorher gibts zwar Champagner, aber beim Aufschlag sind dann alle gleich.

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Genauso war die Behauptung zu Webasto, die hier zwischenzeitlich stand, von dem perversen Lügenbeutel fdd erfunden.

Die chinesische Mitarbeiterin war vor ihrem Flug nach Deutschland selbstverständlich NICHT positiv getestet und sie fühlte sich gesund. Von den ersten Symptomen, die sie in Deutschland bekam, hat sie erst fünf Tage später am 27.01. erzählt, als sie wieder in China war. Die Firma hat sie demzufolge nicht wissentlich krank auf die Seminarteilnehmer losgelassen, wie der perverse Lügenbeutel zu suggerieren versucht hat.

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Der fdd erinnert an die Zeugen Jehovas. Die basten sich auch ihre Realität zusammen. Und scheitern in der Realität.

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mit der Deutschen Bahn annähernd vergleichen
Dazu kann ich ein rezentes Erlebnis beisteuern.
GG & ich wollten aus der Pampa mit dem RE nach Hause. Wir warten da so an der 2gleisigen Strecke. In Gegenrichtung kommt der Zug. Wir schauen so die Gleise entlang: in unserer Richtung steht eine Lok auf dem Gleis. Steht.
Durchsage: unser Zug kommt 25 min später, "wegen polizeilicher Ermittlungen". Sonst passiert nix. Nächster Gegenzug fährt durch. Hubschrauber mit Scheinwerfer an (am Mittag!) fliegt in großer Höhe vorbei und weiter.
Durchsage: polizeiliche Ermittlungen, 35 min.
Jetzt wird es interessant: eine baugleiche rote DB-Lok fährt langsam an uns vorbei. Wird sie die stehende Lok wegschubsen? Nein, der Lokfahrer hält an der stehenden Lok. Man sieht ihn aussteigen, die Stromabnehmer gehen runter. Wollen die jetzt eine Blockade bauen? Nach einer Weile sieht man den Lokführer wieder einsteigen, die Stromabnehmer gehen nun doch wieder nach oben. Wieder eine Weile später setzt sich ein Verbund aus 2 roten kastenförmigen E-Loks in langsame Bewegung - nur in die für dieses Gleis falsche Richtung! Schaudernd hoffe ich, daß unser Zug noch eine Weile steht, und die beiden nicht womöglich neben mir zusammenstoßen.
Aber der Lokverbund verschwindet im Wald. Dort muß wohl doch recht bald eine Weiche gewesen sein, so daß er von dem Gleis runterkommt, denn kurz darauf kam nun endlich unser Zug, der uns brav zum Bahnhof Zoo beförderte, wenn auch mit 40 min Verspätung.
Wasimmer der Grund für die stehende Lok war...

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Dazu eine Frage:
Als ich vor längerer Zeit, also 'neulich' in der Sprache des Zauberbergs, bei Nieselregen in den Hamburger Hbf einfahren wollte, blieb der Zug stehen, bis der Lokführer durchsagte, daß er wohl die Lok resetten müsse. Haben diese viele Tonnen schweren Dinger auch einen reset-Knopf wie früher zu DOS-Zeiten die PCs? Den man dann mit einem gut gespitzten 3H-Bleistift betätigen kann? Sitzt der bei Loks außen oder im Maschinenraum? Wer weiß da mehr?
Jedenfalls hat es funktioniert!
Gruß K

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Daß Züge vor dem Bahnhof etwas warten müssen, gibt es öfter mal. Wenn die dann ganz zum Stillstand kommen, müssen sie wohl erst wieder hochgefahren werden.
Daß manche Baureihen einen Reset-Knopf haben, halte ich für durchaus möglich - viel Material stammt ja noch aus der Zeit, als das state of the art war.
Auch Lokführer sind knapp, zumal es viele verschiedene Bauarten gibt...

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@Kretin
Nein, fdd, es gibt keine zwei Versionen. Ihre wolkigen Andeutungen sind véritable Lügen, die irgendwer sich beim Lesen von Science von Anfang Februar bzw. Epochtimes aus den Fingern gesogen und um sein weiches Trollhirn ergänzt hat.

'Zwei Versionen' ergeben sich nur in dem Detail, dass man fünf Tage lang, also während der allerersten Veröffentlichungen, nicht wusste, dass die Chinesin bereits in Deutschland Symptome hatte.

Diesen Punkt hat das RKI Anfang Februar klargestellt in einem Brief an das New England Journal of Medicíně wegen einer Veröffentlichung vom 30.01., in dem dieser Fehler aus Unkenntnis noch drin war. An diesem Paper vom 30.01. war Ihr Viruloge offenkundig beteiligt.

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Sie wären dort bestenfalls eine Last um die sich die Einheimischen extra kümmern müssten, schlimmstenfalls ein herumwandelndes potenzielles Infektionsherd das Familien besucht - was hat das Fernbleiben mit "Verrat" zu tun?

Das letzte, was Behörden in solchen Situationen gebrauchen können, ist Katastrophentourismus von Extern.
Jeder Nichtstaatsangehörige der die Gegend verlässt, ist eine Erleichterung für die italienischen Behörden.

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Irgendwann am Wochenende las ich von eimem Krisenstab mit 100 Leuten.
Flaschen.
Ein Krisenstab besteht aus einem Helmut Schmidt und 4-6 Mitstreitern, und die brauchen eine sichere Versorgung. Der Rest sind Zuarbeiter, die organisiert werden müssen.

Ansonsten hat man wohl den Zeitpunkt schon verpennt, die Mediziner etwas zu schützen, indem man die ganze Testerei abtrennt, und Call Center einrichtet.

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Corona & Matteo
Salvinis China-Warnungen - seit Januar.

Kleines Detail aus Twitter, betreffend Italy - und - - Matteo Salvini

The Italian govt is aware that their biggest critic, Matteo Salvini, has been calling for a halt to travel from China since the Coronavirus started in January. Now this disastrous outbreak has only proven him right. Rome screwed up big time by not listening.
⚓𝔖𝔨𝔦𝔭𝔢𝔯 𝔎𝔞𝔨𝔞𝔬⚓
@SkiperKakao
·
23. Feb.
Antwort an
@akarlin88
They arrive in Italy by the cruise liners
Camicia Azzurra
@antesignanvs
·
23. Feb.
Antwort an
@akarlin88
und
@SelimSeesYou
Cruise ships bring mass amounts of Chinese to northern port cities. First Italian to be infected was a gypsy, iirc.



Rom hats demnach in großem Stil "ver" - eh - "patzt", Salvini soll den Braten sehr (!) früh gerochen haben - a political animal. - Leider ohne Quelle.

Bleiben noch die Cruise ships, die Italien mit zahlenden Chinesen - und offenbar auch mit Virusträgern vesorgt.

Die USA hatten die ganze letzte Woche keine funktionieren Test-Kits und nicht einmal 500 Tests durchführen können.

Die Chinesen haben in Wuhan unterdessen jeden Verdachtsfall getestet. In Wuhan sind Test-Teams von jeder verdächtigen Wohnung zu jeder verdächtigen Wohnung gegangen.

China hatte auf dem bisherigen Höhepunkt der Zurückdämmungsmaßnahemn des Virus rund ein Zehntel der Weltbevölkerung in Quarantäne.

Unterdesen meldet Hadmut Danisch, dass die Webseite der Berliner Senatorin für Vielfalt, Gender, Nachbarschaftsinitiativen und (!) Gesundheit als header noch gestern eine Info über Nachbrschaftsräte hatte. Die werden u. a. durch Los in den Bezirken bestimmt, um den Senat zu beraten! - Die Aktion sei bisher ein voller Erfolg!

Die Chinesen schafften die - wie sie selber sagen: Vielleicht vorläufige! - Corona-Eindämmung; - aber wie?! - siehe oben meinen ersten Post und dort den link zu Dr. Bruce Aylward von der WHO.

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Schade dass man diesen Salvini in Deutschland nicht wählen kann. Scheint ja eine helle Kerze am Baum zu sein, solange der Schatten in die gewünschte Richtung fällt. Aber Achtung: bald setzt der Vogelzug ein. Noch ist nichts Definitives bekannt. Aber man weiß ja nie. Immerhin kommen die aus dem Süden. Muss man da nicht auch daran denken was zu machen? Absperren, was sonst?

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Der Vogelzug ist nicht ganz so witzig und abwegig wie vielleicht gemeint. Die Nachricht des Wochenendes, dass der erste Hund (nicht Hind wie in Version 1) positiv getestet wurde, ging ein wenig unter im Gebrüll.

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buerger, Montag, 2. März 2020, 11:45

Herzlichen, überraschten Dank! Man sieht mal wieder dass man das wirkliche Leben nie erreichen kann wenn es um die Herstellung witziger Kontexte geht. Um rechte Gedanken zu veralbern mußte es nur was sein das auf Wegsperren, Abschotten, Wegschicken hinausläuft und gleichzeitig absurd ist. Das ist ja nun.

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Ich denke, es würde der ganzen Debatte gut tun, wenn es weniger um rechts links, ausgrenzen und abgrenzen und pc/hate und Aufgeregtheit ginge, sondern mehr um Problem und Lösungen.

Gerne mit Fokus auf taktische Themen, das grosse Ganze mit strategischen Themen wie Klimawandel und Kapitalismus/Kommunismus, Gerechtigkeit und Diskriminierung und Privilegien, darüber können wir ja wieder mit rechts links Reflexen und Geschrei diskutieren, wenn wir mit den taktischen Themen durch sind.

Ganz konkret: Quarantäne ist natürlich Freiheitsberaubung, und Grenzsicherung eine Beschränkung der Freizügigkeit, ebenso wie Reiseverbote und Zwangsimpfung staatliche Gewalt sind. Eine Abwägung, wer noch medizinisch versorgt wird und wer sterben muss, ist noch brutaler. Es mag aber dazu kommen, dass solche Massnahmen für die Gesellschaft nützlicher sind als für den Einzelnen schädlich. Die Diskussion darüber würde von ideologieferne profitieren.

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buerger, Montag, 2. März 2020, 13:06

„Die Diskussion darüber würde von ideologieferne profitieren.“
Sie haben recht. Wirklich, ganz ernst gemeint. Aber dazu zählt auch Provokationsferne. Das heißt also nicht diesen Sachverhalt mißbrauchen um eine halbseidene Figur wie Salvini zu promovieren.

first_dr.dean, Montag, 2. März 2020, 13:07

Über das richtige Händewaschen müssen wir noch mal reden. Dieser alkoholbasierten Kram hat nämlich seine Tücken. Meine 2 cent.

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Mir nach, ich folge Ihnen!
Money quote: "Ob meine Familie aus dem Haus gehen darf, soll ich selbst entscheiden."

Etwas heitere Prosa aus Alemanha. Der Mann ist Übersetzer, hat mit einem Mann in Portugal gearbeitet, der sich als infiziert herausgestellt hat. Der Übersetzer sitzt freiwillig zuhause und versucht, sich testen zu lassen. -->


Wie ernst das #coronavirus in #Hessen genommen wird, erlebe ich gerade am eigenen Leib: Erfahre gestern aus der portugiesischen Presse, dass ein Schriftsteller, mit dem auf in Póvoa de Varzim gearbeitet habe, an #COVID19 erkrankt ist. Sofort rufe ich die 0800- 5554666 an

unter der offiziellen #Corona - Hotline erklärt man mir, es sei Sonntag und ich solle am Montag mein Gesundheitsamt anrufen. Mehr könne man nicht für micht tun. Das Gesundheitsamt sei zuständig.

Ich mache mir aber Sorgen, nicht um mich, sondern vor allem um die Leute, mit denen ich zwischenzeitlich Kontakt hatte. Daher wüsste ich schon gern, ob ich mich angesteckt habe. Also rufe ich unter 116117 den Bereitschaftsdienst an.

Unter 116117 läuft erst einmal ein minutenlanger Soundtrack zum Thema Corona, und dass man Händewaschen soll. Hab ich schon. Ich möchte trotzdem einen Test machen. Aus Gründen.

Unterdessen ruft die Stadtverwaltung der portugiesischen Stadt Póvoa de Varzim alle Leute an, der Verlag des infizierten Schriftstellers stellt seine Mitarbeitenden frei. Ich warte auf einen Rückruf des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

man ruft mich zurück und stellt mir den Anruf eines "ganz tollen Arztes" in Aussicht. Als ich bis 16:45 noch keinen Anruf erhalten habe, rufe ich noch einmal an. Mein Name sei auf der Liste ... Zwischenzeitlich erhalte ich besorgte Anrufe aus aller Welt

Gegen 17:30 ruft mich eine Person an und sagt, ich solle Montag zum Hausarzt gehen. Es gebe in Hessen keine offizielle Stelle, die #Corona-Tests durchführen würde. Unterdessen solle ich nicht aus dem Haus gehen. Ob meine Familie aus dem Haus gehen dürfe, sei meine Entscheidung.

Es ist Montag, 8 Uhr, ich werde zum Gesundheitsamt durchgestellt. Dort sagt man mir, mein Hausarzt sei zuständig. Dort aber hat man die enstprechende Ausrüstung gar nicht.

Ich rufe noch einmal das Gesundheitsamt an. Nun verspricht man, mir dort zu helfen, ruft auch nach einer halben Stunde zurück und nennt mir die Nummer eines Arztes, an den ich mich wenden könne.

Man schickt mir auch per a-mail eine Excel-Liste, in die ich Leute eintragen soll, mit denen ich Umgang hatte. Immerhin.

Ich rufe den Arzt an, den mir das Gesundheitsamt genannt hat und ernte Lacher: "Sind Sie bei uns Patient"? Nein, bin ich nicht, aber ich hatte Kontakt zu einem bestätigten #Corona-Falll und ich will mich testen lassen. "Wir rufen zurück."

Ich kann mir nun vorstellen, warum es nur wenige "bestätigte" Fälle gibt. An mehreren Stellen hätte ich es schon aufgeben können, mich zu melden. Hätte dann leichtes Fieber bekommen und vielleicht Hunderte andere angesteckt. #corona #coronavirus

meine #quarantäne ist bislang freiwillig, mein Sohn schwänzt die Schule, und mein Arbeitstag geht damit drauf, irgendeine Stelle zu finden, die nicht nur zuständig ist, sondern das Problem mit #corona auch ernst nimmt.

update, weder mein Hausarzt, noch die Ärztin, die mir vom Gesundheitsamt genannt wurde, haben das Material für den #Corona - Test. Nicht lieferbar. Kurzum: Kein Test, kein Corona-Fall.

Es ist 13:08 Seit 24 Stunden weiß ich, dass ich "Kontaktperson" eines "bestätigten Covid-19-Erkrankten" bin und versuche, mich testen zu lassen. Alles, was ich habe, ist eine Excel-Liste, in die ich die Namen der Leute eintragen soll, die ich seither getroffen habe

Ein Anruf bei der Universitätsklinik Frankfurt ergibt, dass man dort angeblich auf #Coronavirus nicht testet. Ich rufe nochmal die 116117 an, die sagen, ich soll mal die Uniklinik versuchen, und dass mein Hausarzt das Gesundheitsamt anrufen soll ...

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„ Und die Neoliberalen unter uns haben sogar einen echten Grund zur Freude. Den ökonomische Nutzen sehr alter Menschen schätzen diese nämlich als eher gering ein.“

Anderen Freude am Tod von Menschen zu unterstellen, das ist schon bitterböse. Und das mit einer politischen Ansicht oder einer wirtschaftlichen Theorieneigung zu verknüpfen ist noch schlimmer.

Ich wünsche Ihnen dennoch, dass Ihre älteren Angehörigen nicht zu den Opfern gehören, aber Ihre Eltern sollte sich fragen was bei Ihrer Erziehung schiefgegangen ist. Hoffentlich haben Sie besser gelungene Geschwister.

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buerger, Montag, 2. März 2020, 18:32
Na ja.
„Und die Neoliberalen unter uns haben sogar einen echten Grund zur Freude. Den ökonomische Nutzen sehr alter Menschen schätzen diese nämlich als eher gering ein.“
Das ist sicher polemisch. Aber wenn einer nun Jahrzehnte sich angesehen hat was diese pseudoreligiöse Wahnvorstellung, welche wir neoliberal nennen, angerichtet hat hebt es lediglich auf die marktkonforme Evaluierung des Problems mit kaltem Blick ab, die man von solchartig Gläubigen längst gewöhnt ist. Da nicht ein ungezogener Strolch sondern „der Markt“ es genauso sieht... nein, ich will den Virus nicht dafür feiern dass er nicht marktkonform ist. - Hat nicht vor einigen Jahren ein Neoliberaler das Wort vom sozialverträglichen Ableben eingeführt? Name ist mir entfallen. Wenn ich mich richtig erinnere ein Verfechter der stärkeren Privatisierung des Gesundheitswesens.

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Alles gute, fritz!
Und gute Nerven. Danke für Ihren Einblick!

PS
Es gibt übrigens die Ansicht, dass es besser sei, die Infektion früh zu bekommen, da dann noch Ressourcen im System frei seien. Gerade bei Anatoly Karlin auf unz punkt com gelesen.

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@dk
Das hat ein Typ auf Twitter geschrieben, den ich nicht kenne (Name ist der Redaktion bekannt, haha).
twitter .com/michaelkegler/status/1234402853810249732

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Es gibt übrigens die Ansicht, dass es besser sei, die Infektion früh zu bekommen, da dann noch Ressourcen im System frei seien.
Wenn man nach einer überstandenen Infektion immun wäre, wäre das so. Nur ist das wohl nicht der Fall, da inzwischen diverse Fälle von schwererer Zweiterkrankung auftauchen.
Mich interessieren nach wie vor Infos zum Krankheitsverlauf und zu Ansteckungswegen und -vermeidung. Da es einen neue Krankheit ist, die erst seit ca. einem Viertel- oder halben Jahr rumgeht, weiß man darüber naturgemäß wenig.

Man hört kaum was zu den Tests. Angeblich sollen die nun bis Ende dieser Woche verteilt sein (entschuldigt wurde das mit "logistischer Herausforderung", wobei ich mich frage, je, macht DHL sowas nicht jeden Tag??), schätzungsweise haben die hilflosen Auskünfte, für Tests zum Hausarzt zu gehen, der dann keine hat, in 1, 2 Wochen etwas mehr Substanz. (Und ich finde es immer noch dumm, daß für die Tests Ärztekontakt nötig ist - sollen die sich alle anstecken? Ärzte sind eine knappe Ressource.)
Nur warum sagt man den Leuten, die Tests nachfragen - wie erwähnter Übersetzer, oder anderswo eine Kindergärtnerin, die aus Norditalien zurückkam - nicht klipp und klar, wir haben z.Zt. keine, aber vorsichtshalber 3 Wochen zuhausebleiben auf eigene Kosten wär schon gut.

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Temperaturkontrollen am Flughafen
Dieser Artikel ist vielleicht für diejenigen interessant, die gerne eine Temperaturmessung am Flughafen hätten:

https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.5.2000080

Etwa die Hälfte aller infizierten würde nicht entdeckt - es ist also kein perfektes System.

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Etwas muss
nur besser sein, das genügt häufig; perfekt wäre noch besser, aber sozusagen nur, wenn es praktikabel ist; etwas abzulehnen, weil es nicht perfekt ist, obwohl es deutlich besser ist, ist unvernünftig.

Das ist ickjloobe ein allgemeingültiger Satz.

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Es bindet Kapazitäten und führt zu falscher Sicherheit. Das ist ähnlich wie mit Vorsorgeprogrammen für Krebs - beliebt, aber nicht unbedingt sinnvoll.

Da sehr viele Länder keine Temperaturuntersuchungen machen gehe ich einfach einmal davon aus, dass es dafür einen guten Grund gibt.

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Ich halte das für ein Placebo, um die Leute, die unbedingt "was tun wollen", oder auch solche, die nach "Maßnahmen!" schreien, zu befriedigen. Es ist Grippesaison, und die Durchseuchung mit Corona ist noch nicht arg ausgeprägt, man wird also kaum je Coronafälle finden.
Aber alle sind beschäftigt und können sich wichtig fühlen - wenn mans braucht.

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Swr2, soeben
Soeben in SWR2 gehört:
Es wird ein Arzt zitiert wie er darüber berichtet, dass Kittel & Schutzausrüstung fehlen. Er fragt sich "wenn ich einen Corona-Patienten versorge, muss ich danach meine Praxis für 2 Wochen schließen?“

Gute Frage.

Es hieß, es gäbe Überlegungen, dass man vor dem Virchow Institut Zelte aufstellen sollte, "um die Patienten ein wenig zu schützen".
Wrrrh.

Die Sendung fand ich insgesamt hörenswert.
"Ankunft der Epidemie - Was macht das Corona-Virus mit Deutschland?“

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Prof. Drosten kämpft
gegen Prof. Kékule. Berlin/Charité & Bundesminister Jens Spahn hie - gegen Kekulé Halle da.

Kekulé/Halle redet übrigens wie der Dr. Bruce Aylward von der WHO, den ich ganz oben verlinkt habe. Dieses Aylward-Video tells it all.

Kekulé war am 27. 2. bei Lanz - sehr gut. Kekulé benennt da Versäumnisse der Politik, etwa, dass man zugelassen hat, dass keine Maskenbevorratung usw. stattgefunden hat, solange das noch ging - heute fehlen die den Krankenhäusern. Aber - hört! hört! - auch keine Einreisekontrollen und keine rigorosen Rückverfolgungen und keine Tests bei Fieber stattgefunden haben. - "Das", sagt Markus Lanz ein ums andere mal, wenn Kekulé wie der Dr. Aylward oben redet, "spielt natürlich den Populisten in die Karten!" Aua, ja das stimmt. Und?

Es ist so: Dass die Populisten cum grano salis die nämlichen Versäumnisse der Deutschen Politik und die nämlichen Maßnahmen wie Dr. Kekulé seit Wochen ansprechen, kontaminiert ssozusagen diese Vorschläge. - Und den guten Hallenser Virologen Kekulé gleich mit. Ein typischer 2020er Deutscher Eiertanz!

Dennoch - Lanznes Sendung mit Kekulé ist eine gute Sendung.
Sie steht online.

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Gibt es in Deutschland wirklich Diskussionen darum, ob Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung von COVID-19 populistisch sind? Das bekommt man im Ausland etwas weniger mit. Unser (der britische) PM war heute eigentlich recht eindeutig mit seiner Aussage, wonach es wohl schlimmer wird und es vermutlich auch einschneidende Maßnahmen geben kann - aber nicht einmal die Opposition nennt das populistisch (https://www.dailymail.co.uk/news/article-8064677/Boris-Johnson-vows-stop-combat-Coronavirus.html).

Es ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung, aber doch eher darum, ob es Panik erzeugt (will man nicht), Kapazitäten an der falschen Stelle bindet (will man auch nicht) und die Ausbreitung verlangsamt (will man). Die Italiener waren beeindruckend schnell und konsequent - davon sollte man eigentlich lernen.

Aber es geht hier doch weniger um Ideologie als eher um recht neutrale Daten die man richtig interpretieren muß.

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Bei dem ganzen absolut unfaßbaren Umgang Deutschlands mit dem Corona-Virus beruhigt mich dann doch eine Sache ganz ungemein: Dieses Virus schert sich einen gequirlten Scheißdreck um Befindlichkeiten, politisch-medial-ideologische Kleinkriege und Behördensumpf.

Es sieht leider so aus als müßten meine lieben Landsleute es mal wieder auf die harte Tour lernen, da sie anders anscheinend nie aus ihrem bräsigen Tiefschlaf zu wecken sind.

Meine blöden Masken und das ganze Desinfektionszeuch wurden am 10. Januar geliefert. Jeder Trottel mit rudimentären englischkenntnissen, nem Netzanschluß und ner Stunde Zeit konnte da schon sehen, wohin die Reise aller Wahrscheinlichkeit nach hingeht. Nur die Deutschen nicht, die sind wieder mal zu oberschlau und wissen es immer besser als der dumme Rest der Welt. Die würden noch intensiv über Ursachen und Handlungsstrategien zum Weltuntergang diskutieren wenn die Apokalypse schon 12 Generationen zurückläge. Hältste im Kopp nich aus.

Naja, jetzt wollense erstmal wieder tragische Gestalten, am besten wieder in Divisionsstärke, von der griechisch-türkischen Grenze abholen oder am besten via Interflug rinnlassen, die abgrundguten Deutschen. Konjunkturprogramm für die AfD im Bigpack kommt frei Haus mit dazu, wünsche viel Spaß dabei. Wir hammja sonst keene Probleme.

Wenn ich könnte wäre ich hier vorgestern weg. Das erträgt doch kein normaler Mensch mehr, was hier abgeht in diesem Irrenhaus von einem Land.

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Daten sind
nie neutral, wie ich finde, weil sie immer interpretiert werden müssen. Und bei der Interpretation bilden sich konfligierende Haufen. Das ist ein universelles Muster. Sieht man auch hier auf dem Blog manchmal, eh kloa!

Der größte zivilisatorische Unterschied ist vielleicht dann gemacht, wenn man ungefähr einig ist, dasss es a) einen Unterschied zwischen Daten und deren Bewertung gibt und - b) darüber, was Daten sind und wie man die methodisch korrekt erhebt und wie man c) die jeweilige Bewertung angemessen begründet.

Im Prinzip ist das schon der halbe Kant. Kant lebt!

Ah ja, dann gibt es noch die Sache, dass man sich höflich verhält, auch im Dissensfall. - "Jooo, ahh ned schleschd!"**** (Der Darmstädter Datterich)


*** Darmstädter Understatement. Im Prinzip gemeint: Unverzichtbar. Also, "ahh ned schleschd" = eigentlich bitternötig heheh; im Wirtshaus geht es an dieser Stelle gerne so weiter: Hoppla, dodruff heewwe ma (=heben wir) jetz' noch äääna! (Dadrauf müssen wir jetzt noch ein weiteres unser riesen Bier- oder Schoppengläser leeren!) -

- Aber Achtung: Nach dieser Zäsur, und der erheblichen Ansprache wegen, ist nun erneutes Anstoßen angezeigt. Sonst macht man sich unbeliebt. Dann heißt es, nachdem man gegangen ist: "Der breeescht (=bräuchte) a nimme kumme (= auch nicht mehr kommen) - wär' ned viel hii!" (hiii = kaputt) - (Johlendes Gelächter! - Erneutes Anstoßen!)

Soviel noch zum Aydan-Özoguz-Theorem, es gebe keine deutsche Kultur. - Also in Darmstadt gibt es deutsche Kultur, und in Reilingen z. B. (homo reilingensis) auch, soviel ich weiß.

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uhhh fraa jott
sare Se blooss, Sie kenne die Blooß?

D' Gruun in - äh - R? Nää!? - Odda doch!?

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Zwei Meter zwei Mark (Helge)
"Immer 2 Meter Abstand. Und nie durch Aerosolwolken (vor Abwarten von 5 Minuten) durchgehen"

Einfach den ganzen Tag immer 2 Meter in die Richtung vorrücken, in der 5 Minuten lang niemand war. Bei der Arbeit, in der S-Bahn, auf dem Weg zum Aldi, auf dem Bürgeramt, in der Fußgängerzone live ununterbrochen mit dem eigenen Körper Pac-man spielen. Du bist ein herrlicher Troll.

Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahhahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahah!

Und immer eine Armlänge Wasser unterm Kiel.

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separates Behandlungszimmer oder Wartezimmer
Ja klar, zumal man ja mit Röntgenblick sofort erkennt, wer Corona hat und wer nicht.
Das Virus stirbt relativ schnell, wenn es trocken auf einer Kontaktfläche liegt.
Da hieß es aber bisher sehr anders, im Gegenteil, es soll enorm zählebig sein (mehrere Tage).
starke UV-Lichtquellen
Das sollte schnellstens untersucht werden, ob das was bringt - bisher weiß man ja nur, daß andere Viren das nicht mögen.
Daß mehr Sonne und Wärme hilft, halte ich zumindest für etwas wahrscheinlicher als die von jemand hier anfangs mal vorgebrachte these, es begnüge sich mit Ostasiaten und ließe die anderen in Ruhe.
In diesem Zusammenhang, wie ist es mit dem Überspringen auf Haustiere? Bei einem Hund hat man es wohl schon gefunden, auch bei Katzen? Und, viel schlimmer, Schweinen, Rindern, HÜHNERN?

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Soylent Green
Eine Billard-Kneipe mit einem unbeschallten Ruheraum für Weintrinker: Das hat was!

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@fdd, wegen der Textänderung: frau jott sagte doch, sie haben beruflich relativ viel mit China zu tun. Da hört man dann auch was von den Leuten, und muß nicht auf die Regierung warten.

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Man konnte in diversen Netzforen schon sehr früh von der Sache hören. Und es gibt Wege der Information weit abseits des Mainstreams. Wenn man sich seit Jahren mit bestimmten Dingen befaßt entwickelt man ein gewisses Frühwarnradar und handelt entsprechend. Und: Lieferungen kommen zuweilen am nächsten Tag.

Wenn man das, was einem hierzulande so aufgetischt wird glaubt dann gehts hier auch erst übernächstes Jahr im Winter los. Frühestens! Und außerdem ist das alles harmloser als die Grippe und die Verantwortlichen haben alles im Griff, jaja.

Paradebeispiel heute wieder diese Sendung da im Ersten am Abend. Da kann man die Totalverblödung des Landes live, in Farbe und Bunt ansehen und nur noch den Kopp auffe Tischkante hauen.

Und vielleicht könnten hier manche Leute endlich mal aufhören "wirschaffendas" zu blöken. Määääähhhh! Ist ja nicht zum Aushalten so ein Gefasel, pardon, da fehlen nur noch die Klangschalen und die Globuli dazu, echt.

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fdd, Textänderung:
dass Kinder praktisch nie an Covid-19 erkranken
Was soll das heißen? Sie zeigen keine Symptome? Das ist doch dann belanglos, wenn sie doch infektiös werden.
Und jedes das Virus nachhause trägt, und von dort die Eltern zur Arbeitsstelle, zu Kunden und Kollegen...

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Man stelle sich mal für einen Moment vor, Deano wäre wirklich Arzt
und man riefe ihn zur sterbenden Omma.

Hinterher schankert er sich hier dann einen ab über ihr Geröchel, weil ein Kugelschreiber von der AfD auf ihrem Nachttisch lag.

Andererseits: Vielleicht ein Geschäftsmodell, das, was man den ganzen Tag in dieses Internet reinmacht, im Wartezimmer tickern zu lassen...
Gibts bestimmt "Patienten" für.

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"Zwei Meter
Abstand halten"

Die "first-dr.-reker-prophylaxe" hilft gegen alles.

Nicht nur gegen
Kölner Küßchen auf der Domplatte,
Park-Praller vor Ikea,
Corona-Confusion beim Aldi,
Hamster-Hype beim Lidl und zu (!)
Lufthansa-Luxus für alle.

Was unsere Väter noch auf ihren Opeln hatten: "Hallo Partner! Danke schön!"

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Meine Nerven!

"Schon mit dem Rachen- und Lungengewebe von Kindern hat dieser Erreger riesige Probleme - was für uns den Vorteil hat, dass Kinder praktisch nie an Covid-19 erkranken."

Zum Thema Kinder und Infektion rate ich zur Lektüre angesehener und im Netz frei zugänglicher Fachjournale, z.B. hatte The Lancet einen Artikel über einen zehnjährigen Wuhan-Besucher, der keine Symptome zeigte, dann aber positiv getestet wurde (auf Betreiben der Eltern). Soweit ich erinnere, war das der erste Fall eines Kindes, über den in einem international renommierten Fachjournal publiziert wurde. Findet man im Netz. Alles, was man aktuell lesen kann zeigt, daß obiger Satz eines gewissen Kommentators hier sehr fragwürdig ist. Kinder können sehr wohl infiziert werden, sie können sehr wohl Träger sein, sie bilden allerdings, ersichtlich zumindest anhand der bisher bekannten Fallzahlen, nur selten bis nie die Infektion aus. Das ist der Stand des Wissens, soweit mir bekannt.

Die letzte/neueste Info geht dahin, daß COVID-19 wohl die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/jmv.25728) Das wäre gerade auch bei Kindern fatal. Aber bitte: Ich bin nicht vom Fach, sondern nur Laie, ich lese was frei zugänglich ist und warte auf weitere Artikel hierzu.

Mich erinnert diese Sache mit der Blut-Hirn-Schranke sehr an HIV, und dabei wird mir eiskalt. Nur soviel dazu: Wer in den 1980er und auch noch 1990er Jahren im Umfeld von HIV und AIDS wissensmäßig kein mindestens so gut aufgestellter Fachidiot wie die Fachärzte war, der konnte einpacken, in jeder Hinsicht. Ich war in diesen Zeiten auf mehr Beerdigungen als Gott gut und gerecht heißen kann und habe im Freundes- und Bekanntenkreis mehr als genug erlebt, um zumindest eine gewisse medizinische Vorkenntnis zu besitzen. Wenn ich nicht absolut muß, betrete ich bis heute freiwillig kein Krankenhaus, um nicht wieder den ganzen Horror zu erinnern, das ist das Fazit dieser Jahre. Wer miterlebt hat, wie Freunde und Bekannte an einem Virus bzw. seinen Auswirkungen unter bösartigster Begleitmusik in Form gesellschaftlicher Hähme unbeschreiblich elend regelrecht verreckt sind hat heute nur wenig Geduld mit ahnungslosen Dummschwätzern.

Die ganze Sache ist derart im Fluß, daß man als Laie unmöglich eine fachliche Bewertung abgeben kann, allerdings kann ich meinen Verstand nutzen und mir durchaus eine Meinung bilden und diese auch stets entsprechend der neuesten zugänglichen Erkenntnisse anpassen. Und genau weil ich die Sache seit Januar intensiv verfolge halte ich COVID-19 für extrem gefährlich und für in Deutschland massiv unterschätzt und von den Verantwortlichen bewußt heruntergespielt (aus meinethalben nachvollziehbaren Gründen). Und ich bekomme Pickel an den Fußsohlen, wenn ein gewisser Kommentator hier ein aufs andere Mal sein nonchalantes Zeug zusammenschreibt.

"Es sieht gerade so aus, also ob diese Infektion in Berlin ins Rollen kommt."

Man könnte denken, der freut sich drauf. Man sollte ihn verdonnern, in einem der betroffenen Krankenhäuser ohne Schutzkleidung die nächsten vier Wochen lang die Böden auf der Iso zu schrubben.

Bitte den Hausherrn, meinen Ärger nachzusehen, danke.

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Puh. Danke für den link zum abstract.

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Interessant ist, das in der Türkei keine Fälle auftreten. Aber der Sultan trotzdem gerade Griechenland fluten will. Das stinkt zum Himmel, aber sowas von. Die Türkei hat engste Beziehungen in die Golfregion inkl. Iran.
Aber vielleicht lernt man ja von Deutschland. Was ich nicht teste, das weiss ich nicht und was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss.
Erinnert mich an das Heilen mit Ave Maria und Aderlass und Ablassbriefen. Darauf eine Runde Globuli.

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@Frau Jott
Ist es wirklich sinnvoll, Panik zu machen mit Abstracts die Einzelbeobachtungen enthalten? Letztendlich weiß man einfach noch nicht genug und der Artikel von Li et al. enthält mehr Konjunktive als man eigentlich erwarten könnte. Wenn das Virus das ZNS befällt, dann wird sich das auch zeigen - ändern können wir das leider nicht, allerdings scheinen sich die Fachleute da nicht ganz so einig zu ein.

Wo es jedoch Einigkeit gibt ist die Nutzlosigkeit von Masken für die Öffentlichkeit: die meisten Masken bringen nicht viel - und die Masken, die vorhanden sind, sollte man für diejenigen aufheben, die sie wirklich brauchen (z.B. Mediziner, Pflegekräfte etc).

Der Vergleich mit HIV ist interessant: der Übertragungsweg von HIV ist relativ gut bekannt und eigentlich läßt sich die Übertragung relativ einfach kontrollieren - dennoch funktioniert das bis heute nicht (obwohl in den Anfangsjahren die Krankheit deutlich tödlicher war als COVID-19), und Fallzahlen steigen sogar wieder an. Warum sollte das bei einem Virus, dessen Übertragungsweg deutlich schwieriger zu kontrollieren ist, anders sein? Ich finde es interessant, dass hier ernsthaft Vorschläge diskutiert werden, die eher an Herrn Gauweiler erinnern (und die auch damals nicht funktioniert haben).

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buerger, Dienstag, 3. März 2020, 08:09

„Interessant ist, das in der Türkei keine Fälle auftreten.“

Ich weiß nicht woher Sie das haben. Es ist nicht richtig. Was die türkischen Medien dazu sagen weiß ich nicht. Denen kann man aber bei allen relevanten Nachrichten ohnehin kein Vertrauen schenken, schon gar nicht in den letzten Tagen. Es ist also wie bei uns auch. Überwiegend Propaganda.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/idlib-syrien-recep-tayyip-erdogan-greift-an-wladimir-putin-haelt-still-a-842986e1-a919-472d-a1fc-636b00f8eed9

(Zitiere ich weil gerade genau das Gegenteil passiert)

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Meine Quelle ist https://www.worldometers.info/coronavirus/

Sofern ich nicht blind bin (passiert manchmal, das ich was konsequent überlese), ist kein Fall in der Türkei. Obwohl dort getestet wird (selbe webseite, andere Fundstelle).

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@buerger
Ich kann Ihnen dieses hier empfehlen: https://systems.jhu.edu/research/public-health/ncov/

Die Daten lassen sich dann auch herunterladen als .csv file (oder als R-package 'coronavirus'

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buerger, Dienstag, 3. März 2020, 09:39

Kein Vorwurf an Sie! Zeigt nur dass man sich auf die öffentlich zugänglichen Quellen nicht verlassen kann. Schon gar nicht wenn das die Türkei betrifft, und erst recht nicht in diesen Tagen. (1) Gestern wurden wohl alle Flüge aus Italien in die Türkei gestrichen (habe ich nicht geprüft) (2) Schauen Sie sich den Frontverlauf in Idlib bei https://southfront.org an. Nein, Sie müssen die Quelle nicht mögen. Aber sie war jedenfalls mit ihren täglichen Wasserstandsmeldungen fast stündlich korrekt in den letzten Monaten. Im Moment rücken die Syrer mit großem Tempo vor. Stündlich werden einige Dörfer von Terroristen befreit. - Und dann vergleichen Sie was in die türkischen und hiesigen Medien dazu geschrieben wurde.

Die Leute aller politischer Lager im Nahen Osten wissen das. Aber die Türken haben sich gerade an Baron Münchhausen vorbei in die Milchstraße katapultiert. Jetzt überlegen Sie mal wie wahrscheinlich es ist dort im Moment (die lukrative Frühjahrssaison beginnt gerade für die Südküste) leckere Meldungen über Corona zu finden. Zum Vergleich:
https://www.teneriffa-news.com/news/teneriffa/corona-virus-auf-teneriffa-wir-sind-kein-einziges-mal-getestet-worden_12447.html

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Das war, was ich oben meinte: ich finde es unglaubwürdig, das gemäss meiner Quellen keine Fälle in der T. aufgetreten sind. Unlogisch.

Die Kriegssituation ist m.E. recht eindeutig. Ich mag die Quelle southfront auch nicht, aber sie ist besser als andere. Man sollte nur wissen, wo die Infos herkommen und wer finanziert.

Die Pandemie trifft nicht nur die Tourismussaison in der Türkei. Auch für Spanien, Italien und Griechenland sind das grosse Wirtschaftsfaktoren.

Die KfW ist der grösste Finanzierer von Kreuzfahrtschiffen (gebaut überwiegend bei Meyer und MV Werften) weltweit, der Bund garantiert Milliardenrisiken über Hermesgarantien, Frankreich und Italien haben ähnliche Themen, Frankreich (STX) mehr, Italien (Fincantieri) weniger, Rest liegt bei Finnland. Die Orderbücher sind rappelvoll, aber wenn die Nachfrage einbricht, wird das für die Reedereien zuerst und für die Staaten danach recht interessant. Ich war bei 9/11 an dem Thema dicht dran und das war damals viel kleiner und weniger real. liess sich mit homeland cruising (ohne Flug) lösen. Nur mal so als Beispiel, was an einer Epidemie alles dranhängt.

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ACE2-Rezeptoren
in der Lunge beeinflussen die Vulnerabilität der vom Virus befallenen Personen. - Das ist der Rasse-Aspekt der Geschichte.

Bitte, bevor einer losdonnert: Ich habe Aspekt geschrieben.

Bei Steve Sailer gibt es da eine lange Debatte drum,ich geb' mal ein Blitzlicht vom Kommentator Hail

'All that matters regarding this virus is the level of ACE2 cell receptors'

This seems like a very confident statement

All

(Also: Hail sagt, die die sagen die ACE2 -Rezeptoren seien schon die ganze Geschichte, liegen falsch).

Anyway, commenter Lot pointed out in another thread that anyone who has 23andMe can check their own level of ACE2 easily. Just type ACE2 into the search box, click, and look for “Your Genotype” for the various genes. You’ll see how many you have (are genotyped for; single letters), vs. how many “not genotyped.”

I have 3 of 6, aligned with the European average.

Many racial East Asians have 6 of 6; all seem to have at least 5 of 6.

Einiges deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen der Zahl der ACE2-Rezeptoren und der Vulnerabilität für die Corona-Krankheit gibt.

Mencius Moldbug / Curtis Yarvin hat auf dieser Basis korrekt (!) vorhergesagt, dass nach Italien Frankreich der nächste europäische Infektions-Schwerpunkt sein würde.

Mit ACE2 kann es auch zu tun haben, dass die Chinesen eine (sehr!) hohe Zahl von schlafenden Tuberkulose-Fällen haben und auch daher eine erhöhte Vulnerabilität für das Corona Virus (zusätzlich zum weitverbreiteten Rauchen und zur Luftverschmutzng und zur hohen Zahl der ACE2-Rezeptoren selber- das sind wohl alles vulnerabilitätsfördernde Faktoren).

Äh, Frau Jott- mein Name @ gmx.de? - Isch glaab des ned. Eeeh, dä Milla kenn isch ned.

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Hier gibt es noch mehr Daten: https://www.nature.com/articles/s41368-020-0074-x

Vermutlich würde sich das aber eher auf Populationsebene auswirken als auf den Einzelnen - das würde man aber bald sehen. Es scheint aber schon eine Target für Medikamente zu sein: https://www.nature.com/articles/d41587-020-00003-1

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Oh gux, wenn
ACE2 eine Rolle spielt, hat das auch individuelle Folgen. - Es könnte z. B. die Schwere der Corona-induzierten Atemprobleme mitbestimmen, wie derzeit untersucht wird.

Berthold Kohler in der FAZ, S. 1 hat übrigens zu Wochenbeginn nochmal ausdrücklich auf Höcke/AfD verwiesen als einen der Unmenschen, die sich mit sozio-biologischen Argumenten nach - hu - Nazi-Art - in politische Debatten einmischen. - Das ist wie bei dem Gespräch zwischen Kekulé und Lanz - verstehen Sie? - Man muss derzeit immer mitlaufen haben, ob das, was man sagt, den Unholden nützen könnte.

Ist das gegeben, muss man sich lieber die Zunge abbeißen, als zuviel zu sagen. - Bei Lanz hat der Virologe Kekulé deshalb die von ihm - - seiner Ansicht nach: Auch aufgrund der sträflichen Untätigkeit der Regierung - - erwartete Zahl der Corona Toten hierzulande nicht genannt, sondern stattdessen nur eine relative Größe angegeben. -

- Lanz hat nicht insistiert, was normalerweise journalistische Routine wäre, sondern schön zu Füßen des hohen Herrn sich niedergekauert und seinen wirklich gekonnten bewundernden Dackelblick zu dem hochgelenkt (ist Gold wert, wenn man so einen Trick im Fernsehen zuverlässig abrufen kann).

Ach noch zu Berthold Kohler und Höcke: Kohler verlangte auch diese Woche wieder, Höcke in Acht und Bann zu tun, weil der sich hie und da (gar nicht einmal falsch, oder irreführend!) auf soziobiologische Zusammenhänge bezieht. - Und, wie ich das im obigen Zitat und meiner Paraphrase tue, in diesem Zusammenhang das Wort Rasse benutzt.

Hört man in letzter Zeit in Deutschland andauernd: Das Wort Rasse sei ein Konstrukt und seine Anwendung künde von - - - Rassismus.

Diese Irrlehrer haben übrigens regelmäßig ein Problem, wenn es um Krankheiten geht, die sich nach biologischen / genetischen Unterschieden bestimmen lassen in Bezug auf ihre Häufigkeit, Intensität, Verlauf, Medikation usw. - und es könnte gut sein, dass das Corona-Virus und seine Krankheitsfolgen auch (auch!) in dieser Schublade gut aufgehoben sein würden.

Das macht die deshalb so fuchsig, weil einige von ihnen zumindest schon ahnen, dass es schlecht wirkt, wenn sie die medizinische Bedeutung der Rassen anerkennen, obwohl sie den Begriff Rasse andererseits wg. "gruppenbezogener Menschenfeindlichhkeit" strikt als Nazi-Gedankengut ablehnen... - ein weites Feld... Und ein 1a performativer Widerspruch.


Ahh - fellt mir noch ein: Der Boris Johnson hat diesjahr einen seiner Berater aus genau diesem Grund gefeuert: Wg. "Rassismus" in Sachen IQ - nicht zuletzt, weil dieser Berater den von mir wiederholt zitierten Steve Sailer mit Kommentaren auf dessen Blog iSteve beehrte - auch den von mir sehr geschätzten James Thompson (blog Psychological Commenter - jetzt auf unz punkt com). - Nur falls Sie glauben sollten, diese Kämpfe fänden in der Anglosphere nicht statt. Oh doch! Leider doch.

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Man wird sehen, ob ACE2 eine wichtige Rolle spielt - man weiß es nicht und aus meiner Erfahrung bin ich da ein wenig vorsichtig, denn es kann durchaus noch andere Faktoren geben, die das beeinflussen. Nehmen Sie z.B. FTO: sicher, FTO vergrößert das Risiko für Adipositas, aber nur in denjenigen, die sich nicht bewegen.

Unterschiede in Genotypen und Herkunft hinsichtlich Krankheiten ist jetzt weder etwas neues, noch etwas sehr kontroverses oder aufregendes. Menschen aus Indien (und Umgebung) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Diabetes, und man hat zumindest im UK Richtlinien entsprechend angepaßt; es gibt zahlreiche Studien zur Salzempfindlichkeit von African Americans etc. Es gibt hier natürlich zusätzliche Probleme, aber kontrovers ist das Thema ganz sicher nicht.

Was Andrew Sabisky hier zu tun hat erschließt sich mir jedoch nicht. IQ ist an sich schon ein recht seltsames Konstrukt, das die wenigsten Menschen verstehen - und hat nun wirklich nichts mit Coronavirus zu tun.

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gux, Sabisky ist
wg. Sailer und Thompson-Kommentaren gefeuert worden - von Boris Johnson. Steve Sailer und James Thompson sind Race-Realists, und das genau ist der Grund, dass Andrew Sabisky da kommentiert hat - und dass er gefeuert wurde.

- WennSie wollen, gucken Sie mal, was Angela Saini und Adam Rutherford unter Dauer-Akklamation der gesamten linksliberalen GB-Öffentlichkeit zu diesem Thema schreiben: NOSTAR = (There exists) No Such Thing As Race! Die Existenz biologischer menschlicher Rassen ist unter Tabu gestellt worden. Zuwiderhandlungen gegen dieses Denkverbot können jederzeit das Karriereende bedeuten. Es gibt (auch in Deutschland) eine ganze Reihe von (z. T. sehr angesehenen) Biologen, die das hinter vorgehaltener Hand beklagen, aber öffentlich sehr schön den Mund halten.

Ich kenne einen Big Pharma Forscher. Der arbeitet tagein-tagaus mit Rassenunterschieden. Aber, jetzt kommt's: Er sagt mir, sie dürfen das - diesen Rassen-Aspekt - nicht mehr benennen. Minenfeld. Entlassung lauert um die Ecke. Das ist der Stand der Wokeness und PC in der um grano salis - westlichen Welt. In Asien gilt das weniger bis gar nicht, in Russland sowieso nicht.

Was ACE2 und die Corona-Vulnerabilität betrifft, so weiß man bereits eine ganze Menge. Ich hab's oben teilweise aufgelistet.
Wird man bald noch mehr wissen? Sicher. Ist das bedeutsam? Ebenfalls sicher.

Ist das bereits die ganze Corona-Vulnerabilitäts-Geschichte?
Sicher nicht. - Siehe meinen obigen Post vom 3. 3. 10:19Uhr
- und die Stellungnahme der Sailer-Kommentatoren Hail und - lot, auf den Hail verweist. lot weiß übrigens über diese Dinge sehr gut bescheid.

Ihr Diabetes-Beispiel hilft da nicht wirklich weiter, wie ich fürchte, gux, obwohl ein interessantes Phänomen darin zum Vorschein kommt: Nämlich das der notwendigen und der hinreichenden Bedingung. Können viele Leute nicht unterscheiden. Auch viele Mediziner nicht, obwohl diese Unterscheidung in vielen Fällen essentiell (=unverzichtbar) ist. Nicht zuletzt, wenn man Korrelationen und Kausalitäten in einem bestimmten Fall unterscheiden will. Und das ist oft der entscheidende Punkt.

Wenn das jemand näher interessiert: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, Hrsg. von Jürgen Mittelstraß und Friedrich Kambartel - Stichwörter Argument, Logik, Induktion, Deduktion.

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Notwendige und hinreichende Bedingungen sind eigentlich jedem geläufig, der in Mathe Kurvendiskussionen gemacht hat, also mehr als 10 Jahrgänge Schule. Sollte jeder Abiturient draufhaben, der sich nicht hinter „ich bin blond und kann nicht denken/kann kein Mathe, aber bin total sozial engagiert“ versteckt hat. Korrelationen vs Kausalitäten ist ähnlich banal.

Erinnert mich gerade an meinen Opa, der mit einem lateinischen Bonmot aufwartete, wenn ihm inhaltlich nichts mehr einfiel. Das sollte dann Bildung suggerieren (die aufgrund Notabitur und erstem WK etwas schmaler ausgefallen war, als wünschenswert gewesen wäre).

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Ich verstehe leider immer noch nicht, was Rassismus und ein unfähiger SPAD hier sollen.

Wenn es eine genetische Komponente gibt, wird man es finden und entsprechend handeln - das hat nichts mit Rassismus zu tun.

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Wg. "Rassismus"
gibt es die ACE2-Infos nicht im Guardian, oder beim Robert-Koch-Institut oder oder oder (in der FAZ nicht, in der weLT nicht, bei den Öffis nicht...). Das ist das eine Indiz. Während die Info bei Sailer und Karlin auf unz.com sehr wohl diskutiert wird.

Die andere Sache ist der Grund, weshalb Boris Johnson Andrew Sabisky hinausgeworfen hat: Nämlich ausdrücklich wegen seiner Kommentare bei den Race-Realists Steve Sailer und James Thompson. Auch dieser Rausschmiss zeigt: Rasse ist tabu. Schauen Sie mal die offiziellen Begründungen für Sabiskys Rauswurf an, gux.

Nebenbei: Am 28. Januar ist ein zukünftiges Standardwerk über dieses Thema erschienen: Human Diversity - The Biology of Gender, Race, and Class - - von Charles Murray. Und nun gucken sie mal, wo die kompetenten Rezensionen stehen: Taki's Magazine, Amazon, James Thompson Pschological Commenter und John Derbyshire auf unz punkt com bzw. V-Dare, na, usw. Alles Mini-Mags in der vermeintlichen (!) Schmuddelecke.

Und, was schreibt der Hauptstrom? Entweder wissenschaftlich unhaltbar wie die NYT, oder halt gleich - - - nichts. - Derlei kann einem auffallen. Muss natürlich nicht. Ah ja, Charles Murray hat zusammen mir Richard Herrnstein das wichtigste Sozialwissenschaftliche Buch der letzen 25 Jahre geschrieben: The Bell Curve. Er ist also alles andere als ein Nobody. Trotzdem: Er wird gandenlos ausortiert und auf dem Arme-Sünder-Bänkchen verhungern lassen. Dabei sind seine Bücher - nun ja: Erstklassig. Wir erleben eine PC-induzierte öffentliche Selbstimmunisierung oder Selbstertaubung gegen wichtige (sehr wichtige, meiner Ansicht nach) Einsichten. Der Zeitgeist betreibt Gegenaufklärung.

Noch eine Anmerkung: Es ist auch unverantwortlich, die ACE2-Thematik im Hauptstrom nicht zu thematisieren. Ich meine sogar, es habe das etwas sadistisches und/oder autoaggressives, stamme also aus ziemlich trübem Wasser. - Mir wäre es lieber, das wäre anders.

PS
Was oben steht lässt sich leicht auch auf die Thilo-Sarrazin- Reonanz in Deutschland anwenden. Letzte Wendung dieser Geschichte: Ein ehemaliger FDP-Bundesminister zieht durch die Lande und sagt, Thilo Sarrazin habe dem Hanauer Attentäter den Boden bereitet - nicht zuletzt durch seinen - - - - "Rassismus". Jakob Augstein schloss sich dieser These an und informierte die Deutsche Öffentlichkeit darüber, dass man immerhin die Anschrift Thilo Sarrazins wisse... - - - Das ist die Lage.

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Eine einfache Suche bei Google zeigt, dass ACE2 nicht ignoriert wird - aber es ist eben auch nicht wirklich relevant. Es ist eine interessante Information, aber sonst? Warum sollte sie diskutiert werden? Ich habe auch kaum Diskussionen zu ApoE4 gelesen - und das dürfte weitaus mehr Schaden anrichten.

Im Übrigen: wen es interessiert, der findet Informationen zu ACE2 z.B. beim deutschen Sciencemediacentre (https://www.sciencemediacenter.de/fileadmin/user_upload/Fact_Sheets_PDF/FS_Neueste_Informatonen_zu_2019-nCoV_28012020.pdf - da sind sehr viele 'Mainstreammedien' dabei).

Ich kenne Herrn Murray nicht, aber wenn er ähnlich wie Sarrazin als Geisteswissenschaftler versucht, Naturwissenschaften wie Geisteswissenschaften zu behandeln, dann vermisse ich vermutlich auch nicht. Es ist zur Zeit in Mode, den verfolgten Mann zu spielen (Patterson macht das auch sehr gut - besonders, wenn er bar jeglichen Fachwissens Behauptungen aufstellt und dafür kritisiert wird), aber solche Moden kommen und gehen - und zum Glück haben sie mit COVID-19 nicht so viel zu tun.

Ich habe den Eindruck, Sie möchten unbedingt ein selbstempfundenes Gefühl der Verfolgung in diese Diskussion einbringen - das dürfen Sie auch gerne, nur erschließt sich mir der Sinn nicht ganz.

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Weshalb wurde Sabitzky
von Johnson gekündigt, gux?

Ich meine, das sei kein Spaß, sondern die Gegenaufklärung, die da marschiert.

Huch - wo hätte Thilo Sarrazin Naturwissenschaften wie Geisteswissenschaften behandelt?

In welchem Mainstream-Medium wurde ACE2 thematisiert?
Das ist mein Punkt oben, nicht dass man das googlen kann, bitte.

Diese Frage interessiert mich. Und ich halte das für ein wichtiges Thema, muss ich sagen, mit ggf. sehr weitreichenden Konsequenzen. Sowohl was die Prävention, als auch was die Behandlung betrifft. Ich halte es für einen Zeitgeist- und PC-induzierten Fehler, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit eine so geringe Rolle spielt.

Dann gibt es da noch ein Probblem: Spahn usw., die deutschen Behörden insgesamt haben bereits erhebliche Versäumnisse zu verantworten. Ich habe manchmal den Eindruck, das könnte auch mit ACE2 zu tun haben. Dass man nämlich in internen Runden darüber gesprochen hat und zum Schluss kam, das Virus würde wegen der ACE2-Unterschiede bei Asiaten und Kaukasiern hier schon nicht allzuviel anrichten.

Das ist im Grunde ein Zockerverhalten. Kann sein, es stimmt. Was aber, wenn es falsch wäre?

Ob die ACE2-Hypothese falsch oder richtig ist, käme auf jeden Fall schneller zum tragen, wenn man auch mit diesem Aspekt der Geschichte offen umginge. Zeit ist manchmal ein wichtiger Faktor. Das ist einer der Hauptpunkte in Bruce Aylwards im übrigen ja brillantem Bericht über COVID-19 in China.

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Warum ist Sabitzky hier wichtig? Wie haben hier genug SPADs und brauchen nicht noch mehr - der britische Beamtenapparat funktioniert auch ganz gut ohne sie.

Aber warum sollte man ACE2 thematisieren? APOE4 wäre deutlich relevanter und verantwortlich für deutlich mehr Opfer - und wird trotzdem nicht thematisiert. ACE2 als Ziel von Coronavieren ist weder etwas geheimes noch etwas neues; man war sicher überrascht, dass SARS-2 sich so schneller verbreitet als SARS-1, aber diese Überraschung hat sich relativ flott gelegt und zumindest Public Health England hat relativ früh damit gerechnet, dass wir das auch im UK bekommen (und da es das ECDC gibt, hat man das wohl auch in anderen Europäischen Staaten gewusst).

Ich habe den Eindruck, es gibt hier deutlich zu viel 'armchair epidemiologists' ....

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gux, Sabitzkys
Kündigungsgrund ("Rassist") ist mein Punkt, nicht Sabitzky. Denn dieser Kündigungsgrund ist sehr zeitgeistig, sehr PC und - spielt sich leider direkt an einer meiner liebsten Infoquellen ab, nämlich bei dem Blog Psychological Commenter des untadeligen James Thompson und bei dem Blog iSteve von Steve Sailer, beide auf unz punkt com. Ich gib zu, ich nehme das britische PC-Kesseltreiben deshalb auch ein bisschen persönlich, und ich betrachte es im übrigen als intellektuelle Brunnenvergiftung und einen Akt der Gegenaufklärung. Das ist mein Punkt. Sabitzky is - only a pawn in their game, - of course.

Dass Sie ihren harschen Sarrazin-Vorwurf nicht weiterverfolgen, will ich mal einfach vermerken.

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Es ist lange her, seit ich Sarrazins erstes Buch gelesen habe, insofern ist die Erinnerung nicht mehr so gut. Aber er wendet den typisch geisteswissenschaftlichen Ansatz der Generalisierung und Extrapolation von Daten, die sich dafür nicht eignen.

Aber er macht auch andere große Fehler, soweit ich mich erinnere, hat er die komplette wissenschaftliche islamischer Gelehrter ignoriert und die Geschichte sehr eurozentrisch interpretiert.

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gux, Sie wiederholen
sich einfach. Sie bringen keine Argumente, und bleiben bei Ihren pauschalen Vorwürfen gegen Thilo Sarrazin. Das ist ein bisschen dünn, ehrlich gesagt.

Kleiner Tipp: Sarrazin segelt (perfekt!) im Windschatten des

epochalen

Buches The Bell Curve von Murray/Herrnstein. Und seit Januar emt auch : Human Diversity - The Biology of Gender, Race and Class von Charles Murray allein. Zu letzterem finden Sie auf dem von der Britischen Regierung freilich vermaledeiten Blog des guten Doktors James Thompson / Psychological Commenter auf unz punkt com eine erstklassige Rezension. Empfehle ich Ihnen. Dann reden wir eventuell weiter. - Das ist die wissenschaftliche Höhe, auf der Thilo Sarrazin sich befindet.

Was den Islam angeht, so passt zwischen die Islam-Deutung von Douglas Murray in The Strange Death of Europe und Sarrazin kein Blatt Papier. Beide gleich seriös und in ihrem Schlussfolgerungen weitgehend einig. Kann einem passen oder auch nicht, eh klar.

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Sehen Sie, ich bin ein einfacher Naturwissenschaftler der es gewohnt ist, dass man Hypothesen testet und der Realität anpasst. Sarrazin und andere machen das Gegenteil und versuchen extrem komplexe Themen für den eigenen Vorteil zu simplifizieren.

Aber ich verstehe noch immer nicht es dies mit ACE2 zu tun hat - könnten Sie das vielleicht einem dummen Naturwissenschaftler erklären?

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Der Sarrazzin der bei Wowy Finanzsenator war und die Zustände aktiv befeuert hat? Der Sarrazin der den H4-lern eine Kochanweisung gab?

Äh, lassen Sie mal. Von solchen "Experten" haben wir aktuell zu viel. Das ist wie der fdd, nur von der anderen Seite.

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Ich habe Herrn Kiefs Quelle für seine Ansichten hinsichtlich ACE2 gelesen (einfach via Google zu finden), und es zeigt sich, dass da der Wunsch Vater des Gedanken ist.

Genetische Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen ist ganz sicher kein Geheimnis und wird schon seit langem diskutiert und auch untersucht, gerade weil es auch wichtig für die Untersuchungen von Krankheiten ist. Die medizinische Literatur ist voll von Untersuchungen zum Thema Coronavieren und ACE2 - zum Beispiel diesen von 2003 [[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14675530]]. Unterschiede im ACE2 Genotyp etc sind auch schon lange bekannt (und werden nicht verheimlicht).

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Schön, gux,
wg. ACE2 wird nix verheimlicht, sondern wer weiß nicht hinreichend öffentlich verhandelt. Ich schrieb das oben so, wie ich es meinte.

Wenn es Ihnen nichts ausmacht: Welche Wissenschaft treiben Sie denn?

Wenn Ihnen das auch nichts ausmacht: Thilo Sarrazin ist von Haus aus nicht Geisteswissenschaftler- sondern Volkswirt. Man sollte das wissen, sobald man - wie Sie das oben getan haben, - argumentativ auf die Meta-Ebene geht und über die - Unterschiede der Wissenschaften schreibt.

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Herr Kief - was hätten Sie denn gerne?
Solche Diskussionen gibt es in wissenschaftlichen Veröffentlichungen, wo sie hingehören. Ich maße mir nicht an, hier mehr dazu zu sagen, weil ich einfach nicht mehr weiss, als veröffentlicht wurde.

Ein Volkswirt ist ein Geisteswissenschaftler - was sonst? Und in seinem Buch hat er eigentlich recht eindrucksvoll belegt, dass er genau das ist und von naturwissenschaftlichem Arbeiten nur wenig Ahnung hat. Naturwissenschaften haben den entscheidenden Vorteil, dass man Hypothesen testen kann - und viel Zeit damit verbringt, genau das zu tun.

Ich bin Biochemiker, beschäftige mich aber hauptsächlich mit epidemiologischer Toxikologie (oder toxikologischer Epidemiologie - wie sie wollen).

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Es gibt Geistes-,Natur-
und Sozialwissenschaften, gux. Man unterscheidet die. Geisteswissenschaften sind am ältesten, dann kommen die Naturwissenschaften, zuletzt - noch keine 200 Jahre her, - die Sozialwissenschaften. - Sorry, nicht meine Erfindung gux, aber allgemeiner, sinnvoller weltweiter  Standard. - Hat übrigens was mit den drei Kritiken Immanuel Kants zu tun, diese Unterscheidung.


Man sieht ein bisschen komisch aus, wenn man theoretische Erörterungen über die Wissenschaften anstellt, und solche basics nicht anerkennt. Hm.

Haben sie Jürgen Klopps Liverpooler Kommunikationsverweigerung in Sachen Corona-Virus mitbekommen? Das fand ich vorbildlich.

Haben Sie mal bei Dr. Thompson reingeschaut auf Psychological Commenter? Der twittert übrigens auch sehr einsichtsreich - James Thompson (psychol.). Und wissenschaftlich einwandfrei, Vielleicht gucken Sie mal nach. - Auch über COVID-19.

Danke für Ihre Berufs-Info. 

Hier ist die wohltuend sachliche und grundgelehrte Charles Murray-Rezension Thompsons:

https://www.unz.com/jthompson/human-diversity-the-interpretable-mosaic/  ;

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Ich verstehe noch immer nicht, wo sie hier eine Verschwörung hinter ACE2 sehen. Es scheint Sie sehr zu beschäftigen, dass es in Ihren Lieblingsmedien nicht diskutiert wird.

Vielen Dank für die Belehrung über verschiedene Wissenschaftsarten - als etwas primitiver Naturwissenschaftler halte ich mich eigentlich nur an Poppers Kriterium der Falsifizierbarkeit (und halte selbst das für ein wenig extrem).

Was ich auch nicht verstehe: warum soll ich mir irgendwelche Bücher oder Rezensionen von Büchern zu Themen durchlesen, die weder etwas mit COVID zu tun haben, noch mich sonderlich interessieren? Ich habe Sarrazins Unsinn gelesen - das reicht mir.

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Der größte Unterschied zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: erstere sind Eminenz basiert, letztere Evidenz basiert

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Corona-Update Bayern als Quelle Europatient Null?
@kief

Lustig, wie das Weiße Haus das einheimische Underreporting schön zu reden versucht. Die Altersstruktur von Italien und den USA ist allerdings nicht so fundamental verschieden.

Ich habe mir sagen lassen, dass Ü60-Menschen auch in den USA leben. Sie stellen wenig überraschend auch die Mehrzahl an den zur Zeit 15 Covid-19-Todesfällen in den USA.

Ist Bayern schuld am italienischen CoV-2-Ausbruch?
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Der Genetiker Trevor Bedford sagt: Ja

siehe: https://twitter.com/trvrb/status/1235105449411661825

Christian Drosten, der von vielen hier zur "Relotiuspresse" gerechnet wird, weil er nicht das sagt was viele gerne hören mögen, der sagt: Nein

siehe: https://threadreaderapp.com/thread/1233449462602792960.html

Schlimme Nachrichten aus der Lombardei:
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Das ESICM sagt, dass inzwischen 10 Prozent aller Intensivpflegepatienten CoV-2-infiziert sind. Sie starten bereits Triage!

Siehe: https://mailchi.mp/esicm/the-future-of-haemodynamic-monitoring-first-webinar-of-the-year-1009715?e=[UNIQID]

Hilft eine Seminararbeit über die Pest?
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Natürlich nicht. Oder sagen wir: Sehr, sehr wenig. Wenn man wie Spahn hervorragende Experten zur Hand hat (z.B. RKI, Charité), dann kann man bestimmte Aussagen mit deutlich mehr Gewicht und Gehalt treffen, als eine Person, die irgendwann mal im Studium eine irrelevante Seminararbeit zu mittelalterlichen Seuchen verfasst hat. Spahn ist zudem bekannt als jemand, der sich tief in die Angelegenheiten einarbeitet. Spahn ist seit 2 Jahren Gesundheitsminister und hat sich mit Gesundheitsthemen sicherlich mehr befasst als jemand, der als "Historiker" nichts geworden ist und keine einzige Zitation zustande brachte.

Natürlich sind die Kenntnisse von Spahn (die in der Summe vielleicht 2.000 bis 5.000 Zeitstunden bei Gesundheitsthemen entsprechen) zwar weitaus besser als eine einzelne Seminararbeit, aber keineswegs auch nur annähernd gut genug. Darum benötigt er ja auch seine Experten und Krisenstäbe.

Der eher beschämende Stolz auf ein unwichtiges, vielleicht 20 Seiten langes Stück Tertiärliteratur über mittelalterliche Seuchen hält auch nicht davon ab, das Fehlen von Kenntnissen über die Inzidenz einer Infektion in seiner Relevanz einschätzen zu können. Natürlich stimmen die Sterbestatistiken in Italien, soweit sie auf Covid-19 bezogen sind, weder vorne noch hinten. Warum?

Italien hatte anfänglich mit starkem Underreporting zu kämpfen, teils bis heute, und leidet bis heute nicht zu knapp darunter, dass es in diesem Gesundheitssystem kein Tracing gibt zu den CoV-2-Infektionsfällen. Das bedeutet, dass das Infektionsgeschehen bei CoV-2 in Italien vielfach "unter dem Radar" stattfindet, und, dass das Reporting sich auf die schweren Fälle konzentriert.

Getestet wird also besonders gehäuft bei den Fällen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Aber schon deren Kontaktpersonen werden in Italien (im Gegensatz zu Deutschland übrigens) kaum noch getestet!

Im Ergebnis führt das dann dazu, dass die Sterblichkeit von Covid-19 in den älteren Bevölkerungsschichten massiv überschätzt wird, möglicher Weise sogar um den Faktor drei. Man kennt eben die vielen leichten Fälle nicht, und hat keine vernünftige Basis, auf die man die letalen Fälle beziehen kann.

Klar, ältere Patienten mit Grunderkrankungen sterben eher. Nur, wie hoch ist die Sterblichkeit tatsächlich im Erkrankungsfall? Sind es z.B. 15 Prozent in der Altersstufe 70 bis 80 Jahre, oder tatsächlich "nur" 3 Prozent?

Im Moment kann das niemand genau sagen.

Davon kann ein "Historiker", der Gesundheitsthemen faktisch fremd ist, und der Klimawissenschaftler ausnahmslos zu "Kulturmarxisten" erklärt, weil er - pardon - etwas sehr blasiert ist bei wissenschaftlichen Themen, leider nichts wissen. Er kann das nicht einmal, wenn er das hier liest. Denn aus charakterlichen Gründen stellt er auch keine Rückfragen, und ist ganz generell, sagen wir: "dialogscheu", und zwar ausgerechnet immer genau dann, wenn seine eigenen, stets sehr meinungsstarken Überzeugungen ins Wanken geraten könnten. Im Gegenzug punktet er mit einer starken Neigung zur Dramatisierung und Polemik.

Das nennt man auch: Schlechte Voraussetzungen. Sorry.

Fun Fact Iran:
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Aktuell wird der Iran von der WHO gelobt. Der Fortschritt, der dort in kurzer Zeit erreicht sei, der sei hervorragend. Im Iran gibt es beispielsweise bereits 21 Labore, die Testen, und das wird sich in Kürze verdoppeln.

Im Iran wird zur Zeit deutlich intensiver gestetet übrigens als in den USA. Oh, und es ist eine Berliner Firma, die dafür gesorgt hat.

[Triggerwarnung: positive Meldungen aus Berlin]
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Hinweis: Der "failed state" Berlin hat mit seinen in diesem Bereich weltweit führenden Firmen (v.a. TIB Molbiol) und Biolaboren seit Ausbruch von cov-2 bereits über 3 Millionen Tests fabriziert und weltweit ausgeliefert.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/tib-molbiol-berliner-firma-produziert-coronavirus-tests-fuer-die-ganze-welt/25602142.html

Es kommt aber noch viel schlimmer: Der Unternehmer Olfert Landt ist ein richtiger Berliner, und quasi postkapitalistisch unterwegs. Also genau die Sorte Mensch, die von Donnie und rechten Social-media-Kreisen, sagen wir, ganz und gar nicht gemocht wird.
Berlin based company that was among the first to produce Covid-19 test kits. 2.50 Euro per test, WHO gets them half price, poor countries for free.
https://twitter.com/jonemo/status/1235065766929502209

Aus einem Interview von Olfert Landt mit der TAZ:

TAZ: Was kostet denn ein Kit für den Coronavirus-Nachweis?

"Unsere Test-Kits kosten im Prinzip alle gleich, egal ob für SARS-CoV-2 oder den Norovirus. Also um die 2,50 Euro."

TAZ Aber für so ein extrem nachgefragtes Produkt könnten Sie doch viel mehr verlangen …

"Machen wir aber nicht. Das fände ich unethisch."

Also, so ein richtiger Berliner "Moralnationalist", ausgebildet in der FU Berlin, mit intensivem "virtue signalling" und einer postkapitalistischen, typisch Berlinerischen Gesinnung. "Alles für alle", ganz ohne hochbürgerliches Getue.

Und jetzt, hassen bitte!!

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Thompson zeigt, gux,
dass Sarrzin und Murray recht haben. Ich habe Ihnen den link oben 00:16 heute angegeben zu Thompsons sehr einlässlicher, kenntnisreicher und auf dem neusten Forschungsstand befindlicher Murray-Kritik. Wenn Sie die läsen, würden Sie vielleicht nicht, wie ein berühmter Mann das gesagt hat, "mit der allgemeinen Stange im allgemeinen Nebel herumfahren" in Sachen Wissenschaftlichkeit von Sarrazin. Dieser Erkenntnisweg ist vergleichsweise kurz und steht eigentlich allen offen, ne, zumal Thompson sehr gut schreibt, wie ich finde. -

- "Ah ned schleschd!"****

Verschwörungsideen wg. COVID-19? Nö, mag' ich nich'.

- "Bleiwwe Se ma fortt mit dem Bledsinn do!"****



****2x der Darmsädter Datterich in memoriam Aydan Özoguz

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Mir ist Herr Thompson nicht bekannt, und die Bibliographie ist eher nichts-sagend, da die Universität von London eher eine Verwaltungseinheit als eine Institution ist (jemand, der Universität von London als Institution angibt, will idR seine eigene Institution verstecken ...). Es geht hier nicht um Herren Murray, sondern COVID-19 und ACE2 - und was er dazu von sich gibt zeugt nicht unbedingt von großem Fachwissen - zum Beispiel den angeblichen "Rapid Test" für COVID oder die vielen Masken, die besser seien als die europäischen. Aber der Herr Kollege mag ja in anderen Gebieten Fachwissen haben ...

Ihr Ausgangspunkt war eine angebliche Unterdrückung von Informationen hinsichtlich ACE2 - Sie haben mir noch immer nicht gesagt, weshalb man das tun sollte, und wo man das tut.

Aber wollen wir uns mal der Kritik widmen: zunächst einmal vertut er sich mit Referenzen um ein Jahr und hat eine ungewöhnliche Art, eine Studie zu zitieren - aber viel schlimmer. Obwohl es sich um eine einmalige Studie handelt, hält er das Ergebnis für richtig ("this result stands until refuted") obwohl gerade die Psychologie erheblich unter einer Reproduzierbarkeitskrise leidet. Der Unterschied zwischen Knaben und Mädchen (und wie lange Sie ein Mobile und ein Gesicht ansehen), ist zwar auf den ersten Blick beeindruckend, aber nur auf den ersten Blick (rechnen Sie es nach!).

Aber nehmen wir einmal ein Thema, das in mein Fachgebiet fällt: Thompsons Kommentar zur "Eat less diet". Der Text ist voll von Fehlern und Annahmen, die jedem, der auch nur ein wenig Ahnung von der Materie hat, schaudern lassen. Zum Beispiel ignoriert er komplett die genetische Komponente oder erklärt, alle Nahrung liese sich in Glucose umwandeln (was kompletter Unsinn ist, da wir Fett nicht in Glucose umwandeln können).

So ... und jemanden, der einen derartigen Unsinn veröffentlicht, soll ich ernst nehmen?

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In Sachen Murray/Sarrazin, gux
sollen sie Thompson bitte ernst nehmen, ja, er ist da einer der kenntnisreichsten und artikuliertesten Britischen Experten. Er schreibt extra-dry, höflich, einlässlich und auf den Punkt; eine ganz rare Mischung in der Wissenschaftspublizistik. Sein Nobelpreis hat nicht direkt damit zu tun, übrigens, aber er war wohlverdient. Was James Thompsons Diät-Empfehlungen betrifft, so habe ich die in guter Erinnerung. Es ist aber so: Ich habe eine Weile selber Ernährungsberatung/Diätschulung gemacht.

Lustig: Das wichtigste (meiner Meinung nach), was ich den Teilnehmerinnen gesagt habe, war das da: Körperfett ist eingelagerte Energie (früher: Energiereserve). - Reserven werden nur gebildet, wenn ein Nahrungsüberangebot besteht. Kalorien werden immer dann in Fettreserven umgewandelt, wenn die via Nahrung zugeführte Energiemenge die via Bewegung usw. verbrauchte Energiemenge überschreitet.

Ich habe regelmässig folgendes Gedanken-Experiment durchgeführt - immer mit dem gleichen Resultat: Ich habe die Teilnehmerinnen eine Tafel Schokolade in - - - Fahrradkilometer - - - umrechnen und auf die regionalen Begebenheiten anwenden lassen. - Es gab regelmäßig ein großes Erschrecken, wie weit eine Tafel Schokolade zu radeln verlangt, wenn man sie durch Bewegung sozusagen neutralisieren will.

Ich habe immer eine wirkliche Tafel Tip-Top Lindt-Schokolade auf meinem Pult liegen gehabt. Die ist nie (ich schwöre!) von einer der Teilnehmerinnen in der Pause beehrt worden, gux. - Können Sie sich das vorstellen? - Die Leute waren so entsetzt über die darin gespeicherten Fahrradkilometer, dass sie, zumindest für die Zeit der Schulung, ihre Fresslust bezwungen haben! - Aus meiner Sicht ein perfektes Resultat, wenn ich das anfügen darf.

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Herr Kief - ich lese immer gerne, was Autoren zu einem Thema schreiben, von dem ich ein klein wenig Ahnung habe, denn dann kann ich einschätzen, wie zuverlässig sie sind. Wenn Herr Murray eine Behauptung aufstellt, die wohl ein Abiturient als falsch erkennen sollte - wie soll ich ihm dann trauen, besonders, wenn er auf genau dieser Behauptung ein ganzes Gedankengebäude aufbaut? Und wenn er dann Zahlen übernimmt, ohne sie wenigstens halbwegs zu überprüfen, falsche Zitate bringt etc - nun, dann ist es mit der Glaubwürdigkeit vorbei. Wenn Sie Diätberatung gemacht haben, sollten Sie sehen, was für einen Unsinn Thompson erzählt, da es biochemisch unmöglich ist.

Aber Sie weichen aus: wo ist die Angiotensin-Verschwörung?

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Die ACE2-Verschwörung
haben Sie in die Welt gesetzt, gux. Sie werden das Wort in meinen Posts nicht finden.

Ich meine, das Wort habe seine Berechtigung in den Fällen, wo sich Leute willentlich zusammenschließen, um etwas geheim zu halten. Das aber hat hier sicher nicht stattgefunden, und deshalb schreibe ich es auch nicht.
Thilo Sarrazin ist im Übrigen kein Diät-Berater, lieber gux. Was Sei mit Blick auf den Thompson/Sarrazin-Zusammenhang hier machen, nennt man wohl im Englischen "die Torpfosten verschieben" - nicht ganz die feine Art.

Und - in meiner Thompson-Zusammenfassung oben scheinen Sie auch keinen Fehler gefunden zu haben? Sehr schön, das freut mich, zumal Sie sagen, dass Sie Diät-Experte sind!

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Sie behaupten, Informationen zu ACE2 gäbe es nicht im Guardian oder RKI wegen eines angeblichen Rassismus - und das ist eben verschwörungstheoretischer Unsinn.

Den Herrn Thompson halte ich für einen wichtigtuerischen Kasperl, der eine Nische gefunden hat, in der er gefeiert wird - weil er sagt, was man hören will: genauso wie Sarrazin und Peterson und andere. Ich vermute, jegliche Kritik wird von ihm ignoriert und von seinen Fanboys bekämpft.

Sie wollen hier auf Teufel-komm-raus einen rassistischen Aspekt finden wo es keinen gibt - und ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum. Die Zahlen auf dem Iran und Italien zeigen eigentlich recht eindeutig, dass Ihre Ansichten zu ACE2 ziemlich sicher falsch sind.

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Ich melde mich dann vorübergehend mal wieder ab. Worst Case Szenarien, die von Laien erregt im Kreis diskutiert werden, erinnern mich zu sehr an den gleichen Unsinn, den ich in den achtzigern als Offizier in der Friedensbewegung gesehen habe.

Bleiben Sie entspannt und gesund,
Gruss,
Thorsten Haupts

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Aber nicht doch. Jeder ist ein Fachmann, besonders, seit jeder einfach Informationen lesen und darüber schreiben kann, ohne jegliches Fachwissen (wie wir alle wissen: die Menschen haben genug von Experten ...).

Aber zum Vergleich: in Deutschland sterben jährlich 50'000 Menschen an Lungenkrebs - die Rufe nach einem generellen Rauchverbot sind deutlich leiser als die nach Reisebeschränkungen. Vielleicht sollte man alle diejenigen, die jetzt nach harten Maßnahmen rufen, ernst nehmen, und harte Maßnahmen für alle vergleichbaren vermeidbaren Todesursachen einführen

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Es gibt m.E. einen Unterschied: man kann mit Rauchen aufhören, Messerstechereien aus dem Weg gehen, auf der Autobahn vorsichtig fahren, sich gegen Grippe impfen lassen usw. usf. Also kann jeder für sich all diese herkömmlichen Risiken vermeiden oder verringern.

Im Moment geht das bei der neuen Grippe deutlich schlechter und die Informationen sind widersprüchlich und verteilt erhältlich.

Gepaart mit Misstrauen ggü. Medien, daher kommend, dass ich schon zu oft zu Themen, wo ich mich auskenne, kompletten Blödsinn gelesen habe, neige ich zumindest zur Selbstrecherche. Und die ist heute leichter möglich als in dem 80ern. Das Einordnen der Infos ist zugegeben schwieriger als bei der Bewertung eines Geschirrspülers, aber das geht schon irgendwie.

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Es gibt beim Rauchen aber auch Passivrauchen, und wenn man z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen in die Diskussion einbezieht, dann kann man das schon ausdehnen.

Das Problem bei der Eigenrecherche ist die fehlende Erfahrung. Nicht umsonst sind angehende Mediziner mit die schlimmsten Hypochonder, weil sie zwar die Krankheiten kennen, aber nicht einschätzen können, wie gefährlich sie sind.

Der Vergleich mit der Grippe (beim Coronavirus) ist eigentlich gut - nur was bedeutet es, dass die Krankheit etwa 10 bis 30 mal tödlicher ist? Kann irgendjemand damit etwas anfangen - das ist aber ein Problem, dass es überall gibt. Ich versuche Menschen zu erklären, was ein 10% größeres Risiko für Krebs bedeutet (wenn man mehr Fleisch ist) - aber kaum jemand kann das wirklich abschätzen.

David Spiegelhalter macht das idR ganz gut und hat auch etwas über das Coronavirus geschrieben (https://medium.com/wintoncentre/communication-about-coronavirus-ce455fba5677) - das große Problem ist, unbekannte Risiken so zu kommunizieren, dass sie weder Panik noch Sorglosigkeit auslösen.

Im UK hat die Regierung ihren Plan (und die Hintergründe dazu) veröffentlicht (https://www.gov.uk/government/publications/coronavirus-action-plan) - das schafft zumindest ein wenig Transparenz was wohl auch ein wenig vertrauen schafft - ich vermute, die Bundesregierung hat etwas ähnliches.

Letztendlich ist jeder auf Spekulationen angewiesen, weil niemand genau weiss, was kommt. China und Italien haben eindeutig das richtige gemacht und die übertragungskette unterbrochen - das geht aber auch nur, wenn sich die übertragung auf eine Region beschränkt.

Vielleicht sollten wir alle ein wenig positiver sein und wirklich etwas mehr Vertrauen haben - solche Entscheidungen werden doch in der Regel noch immer auf der Ebene derjenigen gefällt, die Ahnung haben und nicht nur durch politische Aktivität befördert worden sind (hoffe ich mal).

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Der Herr Haupts wird sich erst dann Gedanken machen wenn es ihn seine Kanzler*in erlaubt. Davor ist alles rechte Panikmache.

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Gefährlichster Virus: Angst....
Für Italien tut mir das sehr leid. Kann es ihnen nachempfinden. Ich bestaune immer wieder die herzlichen Umarmungen, Begrüssungsküsse italienischer Zontians. Bin selbst berührungsscheu. Wenn es in einer Kultur verhaftet ist, wirkt es nicht verkrampft.
Hoffentlich geht es bald vorbei. Hamsterkäufe, Desinfektion von Einkaufswagen, irre! In Frankreich werden angeblich Wochenmärkte mit frischen Lebensmitteln verboten, Shoppingcenter werden nicht dichtgemacht.
By the way: meine Blutgruppe -seltenste der Welt, 1% in Deutschland- soll sogar gewisse Resistenzen gegen die Pest haben.

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Versprochen, du kriegst n Keks pro Tag, an dem du ohne Masturbieren auf Merkel (1+) und die Medien (1++) ausgekommen bist, Bubele. Muss was Tiefenpsychologisches sein.

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Das jüngste Beispiel steht (noch) 10 cm weiter oben in Ihren eigenen Worten, Sie bürgerliche Ausdruckswaise.

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Es spricht wenig dagegen, herkömmliche Medien zu nutzen. Ich weiss nicht, wo Sie das hernehmen, dass hier herkömmliche Medien mit Missachtung gestraft werden.

Zu meinen Medien zählen NZZ, Welt, FAZ, manchmal Focus, immer RealClearPolitics (eine linksammlung zu NYT, Guardian, CNN, NYP, WP, Politico, Hill uns vielen anderen), economist, FT, Bild, BBC und noch so das eine oder andere mehr, Fachblätter z.B.

Nicht mehr dazu zählt Spiegel, Stern, ARD, DLF, ZDF, Süddeutsche, Zeit. Betonung auf „mehr“, die Tagesthemen waren mal meine Hauptquelle neben der FAZ.

Danisch, fefe oder tichy sind mir bekannt, da schau ich auch manchmal rein, wenn mir danach ist. PI, RT oder ähnliches kenne ich vom Hörensagen und das wird auch so bleiben.

Alle haben aber gemeinsam, dass in den letzten Jahren die Informationsqualität nachgelassen hat, dort, wo ich mich auskenne, und entsprechend interpoliere ich zu anderen Themen. Aber auch da ist meistens eine Zeitung der Startpunkt, von dem es weitergeht oder nicht.

Ein Wort noch zu den o.a. „nicht mehr“ Medien. Es werden schon wieder Bilder gezeigt mit Frauen und Kindern mit Kulleraugen von der griechischen Grenze zur Türkei. Diese Bilder sind ein kleiner Ausschnitt der Realität und sollen Stimmung machen. Es gibt auch echte Bilder und Videos, die den Rest der Realität zeigen und ich habe Freunde im Land und spreche die Sprache. Ich nehme es ARD und Konsorten nachhaltig übel, dass sie versuchen, mich zu manipulieren. Ich kann die GEZ nicht abschaffen, aber muss nicht mit clicks oder Zuschauen bei diesen m.E. extrem unseriösen Sendern überhöhte Gehälter mitfinanzieren. Hat mit Lügenpresse und Relotius nichts zu tun, ich mag schlicht nicht manipuliert werden.

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Es ist ja der Marqwardt vonb den Grünen extra zu den Griechen runtergeflogen um denen mal etwas Haltung beizubringen. Der hässliche Deutsche hält sich heute für links, grün und progressiv.

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@fdd: ich sehe aber für D einstweilen kein sehr von Ihrem US-Szenario abweichendes Bild, denn auch hierzulande ist die Zahl der Ärzte (die nun wegen dämlich angefangener Testerei hurtig verschlissen werden: hätte man doch wenigstens autoritativ und überall in Fernsehen und Zeitungen die Parole ausgegeben, Termine immer erst telefonisch zu machen) recht endlich; und in BaWü z.B. war am Wochenende die Aufregung, wie das mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sei, recht groß, immerhin so groß, daß meine fast völlig medienabstinente Mutter mir davon erzählte.

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@fdd: was sind Sie im wirklichen Leben? Strukturvertriebler? Oder wieso quatschen sie mich mit ephemerem Quark über die USA zu, was zur Zeit nun wirklich gar niemand interessiert, weil auf einem anderen Kontinent und wirtschaftlich weit weniger angebunden als China? Mich interessiert z.Zt. Südkorea, weil die es wohl noch am gescheitesten angehen, was das Testen angeht. Ansonsten sind die Strukturen in jedem Land anders, und entsprechend wird sich in jedem Land anders aufgestellt. Die Chinesen waren die ersten, wo es ausbrach, sie reagierten chinesisch - erstmal Maulkorb, schließlich mit der üblichen drakonischen Keule der Zentralregierung; alle anderen bekamen es später und hatten etwas Zeit, sich was auszudenken, was aber wenig genutzt wurde.
Irgendwelche Vorweglorbeeren bin ich nicht gewillt zu verteilen; nach einem Jahr oder fünfen wird man vergleiche ziehen können, wo es glimpflicher ablief, aber vorher nicht.

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Frage an dieses Durchblickerforum:
Was ist eigentich so falsch am "preppen"?

Ist es nicht eher wünschenswert, daß man zum Höhepunkt der Epedemie in ein paar Monaten möglichst wenig unter Menschen, also auch in Supermärkte, geht, und sich stattdessen von Vorräten ernährt?
Schön unter sich bleiben und die Kette nach Möglichkeit unterbrechen?

Stattdessen starrt Hans Hermann Thielke (oder wie der Gesundheitsmerkel gerade heißt) mit weit aufgerissenen Augen in die Kamera und erklärt, bei 16 Infektionen habe niemand ahnen können, daß das eine Pandemie wird, bei nur 140 Infektionen mehr wisse man das nun aber plötzlich ganz genau.
Man überlege jetzt auch mal, sich am Kauf von Schutzkleidung für medizinisches Personal auf dem Weltmarkt zu beteiligen. Also - zumindest sei das angedacht, wenn die Koordination mit dem Finanzminister klappt.

Hatte der "breitschultrige Männerschwarm" vielleicht in den letzten Wochen andere Sorgen?

Wie auch immer:
Wenn ich "es" bei meinem "Rewe-Lieferservice" dringend brauchte, konnte ich bei einer morgendlichen Bestellung zwischen einem Liefertermin am Nachmittag oder am Abend wählen.
Heute beträgt die Lieferzeit selbst für einen Karton Wein zwei Wochen!
Mit dem Hinweis, daß man "nicht garantieren kann, daß die bestellte Ware verfügbar ist".

Fazit:
Jeden Tag auf dem Weg von der Arbeit etwas Sinnvolles in den Rucksack packen.
Solange es vertretbar ist, weiter zur Arbeit gehen und irgendwann dann den Jahresurlaub entspannt zuhause verbringen.

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Wer mag schon Dosenfutter? Ausser Hunden und Katzen, meine ich. Wieviele Gefrierschränke haben Platz? Es sind so die praktischen Grenzen, an die man stösst. Klar kann man Pasta mit Tomaten essen, aber jeden Tag?

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Mir ist egal
was ich esse, Hauptsache es ist immer das gleiche. (Ludwig Hohl)

Hehe.

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Letzte Woche Di oder Do gab es kein Klopapier, als ich nachkaufen wollte (Fr dann wieder ganz viel), gestern wurde mir Klopapiermangel im örtlichen Lidl und Penny gemeldet. Dafür verschwand Danclorix aus dem Regal (mußte ich woanders kaufen), aber mehrere Kartons Sprühdesinfiziermittel wurden neu ausgepackt.
Man stellt sich offenbar drauf ein, daß nicht mehr alles jederzeit verfügbar ist.
(D.h. was Sylter fazitt, wird bereits allgemein praktiziert)

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@fdd: Hör endlich auf mit der Unverschämtheit, anderen Hysterie zu unterstellen, wenn sie lediglich sinnvollerweise vorausschauend einkaufen.
@all: Senatsverwaltung ist wohl schwer am Rotieren, was ich so von Schwiegermutter gerade gehört habe.

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Erfolge beim Kontaktpersonenmanagement
Du saublöder Jubelperser, wenn was mal 2 Tage klappt, heißt das nicht, das auch die erforderlich exponentielle Hochskalierung, die in den nächsten Tagen nötig ist, gewuppt wird. Bleib mir doch vom Hals mit deinem Endsiegglauben und Feindsenderverbot, wenn sich meine Vorfahren an solche depperten Vorschriften gehalten hätten, hätten sie nicht überlebt.

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"Ich unterstelle schlechte Absichten"
Und täglich grüßt die wichsgriffelige Deananoia. "Das ist alles kein Zufall; das ist Strategie", iranischer Kleinkriminineller, Kirche, Korea, "Merkeldeutschland" geil, "Niemand, der bei Trost ist", parasozial, "sehr guten deutschen Erfolgen", Syrer, Tracing, Trump, Türkei, USA bad (in alphabetischer Reihenfolge).

Heute leider wieder kein Keks für fdd.

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Was erwarten Sie, Colorcraze, hier wurde der Volkssturm erfunden, wo 14 und 70 jährige Kanonenfutter wurden im Glauben an den Endsieg, als schon 99% des Landes in Schutt und Asche lag.

Die gleichen fanatischen Deppen, die damals Kinder und Opas geopfert haben, tun das heute auch noch, nur wurde beim Sozialismus das Nationale zwischenzeitlich verloren.

Kadavergehorsam, Staatsglaube, Denunziantentum, Denkverbot, Staatspropaganda, Glaube statt Ratio, alles wieder da. Das Mäntelchen ist nur nicht mehr braun, sondern hat andere Farben.

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@buerger: Ja, das alles. Aber am peinlichsten finde ich das Selbstlob für den ersten Pup.

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Erwachet!

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Bei uns heute im Lidl: Spaghetti und Mehl ist aus. Als wird vor ner Woche bevorateten, da gabs noch alles.

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Mehl, soso. Bin ich ja gespannt, wie morgen die Regale sind. Gestern waren sie bei mir auf der Ecke noch voll mit allem, was es sonst auch gibt.

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Ist das in diesem Faden sinnfreie Ironie ala Harald Schmidt oder kapiere ich es einfach nur nicht?

Was ist so verkehrt daran, sich jetzt, wo das Virus noch gar nicht grassiert, sinnvoll zu bevorraten, um dann, wenn es grassiert, dem Rat der Virologen zu folgen, möglichst wenig unter Menschen zu gehen?

Latürnich werde ich frisches Obst und Gemüse vermissen, aber ich muß mich auch nicht nur von Pasta und Tomantensauce ernähren:
Meine - in der Tat großzügigen - TK-Kapazitäten garantieren immerhin eine Auswahl von Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst (solange es Strom gibt (und den wird es wohl geben)).
Und wenn man schaut, wie lange John Franklin und Charlie Chaplin von einem Kochsud ihrer Stiefel gelebt haben, wirds schon klappen, gell?

Und falls jemand eher beengt wohnen sollte, bleibt ihm immer noch das, was bei Rewe "Ungekühlte Fertiggerichte" heißt - vielleicht ausnahmsweise in Verbindung mit ein paar Nahrungsergänzungsmitteln (Vitaminen).

Nochmals für die Spaßvögel hier:
Es geht nicht um Hysterie und die Angst zu verhungern*, sondern um ein sinnvolles Verhalten.
Was hilft eine Schulschließung ohne eine Supermarktschließung?


* da kommt dann erst der Streichelzoo von @buerger in die Pfanne:
Katze ("venetianisch")
Hund ("chinesisch (sic!)")

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Empfehle Kaninchen und notfalls Meeerschweinchen, gibt es prompt zu kaufen vermehren sich schnell, sind genügsam und fressen den Rasen ab. Einmal durch den Wolf gedreht, wird daraus bestes Kalbsfleisch für Döner oder ein falscher bzw. sogar fast echter Hase. Hühner sind aufwendiger, aber Eier sind nachhaltiger als Fleisch.

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Wissen Sie eigentlich, wie Menschenfleisch schmeckt?

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Noch nicht. Halte ich generell für eher nicht so zuträglich. Hat man bei Kühen und Schafen gesehen, was bei artfremder Ernährung rauskommt, Kannibalismus ist aus Gründen verpönt.

Aber was weiss ich schon, es gibt ja auch Leute, die aus selben kulturellen Gründen auf Schweinefleisch, Kuhfleisch oder ganz auf Fleisch verzichten. Verstehe die Verderblichkeit von Schwein bei 40 Grad und Religion ist als Vorschrift besser als normale Gesetze gewesen über Jahrtausende schon.

Aber so bitter wird es nicht werden, denke ich, dass diese Schranken fallen. Falls doch, ist unser Gewürzschrank gut gefüllt und dann gibts eben devils flies, gut gewürzt. Wahrscheinlich eher Karnickels und Hühnereier.

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"Aber so bitter wird es nicht werden, denke ich..."
sagte Kapitän Spahn, leckte sich über die Lippen und ließ das Floß der Medusa schnüren.

Lieber weiter preppend:
Ihr
Sylter

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Mein Vorschlag, den Dritttiefkühlschrank aus dem Ferienhaus herzuholen wurde gestern vom Familienrat abgelehnt, aber nicht grundsätzlich, sondern als verfrüht und „dann steht der auch noch rum und im Weg“.
Wir haben einen zu kleinen Hauswirtschaftsraum, der mit Weinschrank, zusätzlicher Kühl/Gefrierkombi sowie dem üblichen Wasch/Trocken und Getränkegerödel schon recht voll ist. Für Keller ist hier zu wenig Klimakatastrophe und wir haben seinerzeit lieber die Küche grosszügig gemacht.

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@buerger: naja, so arg lang sollte man mit dem Einholen des Dritttiefkühlers aber auch nicht warten... wenns einen erstaml erwischt und man 2,3 Wochen zuhause bleiben muß, ist man schon gut dran, wenn man an den Tiefkühler gehen kann...

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Medientheoretische Ringvorlesung
:
temporäre Komplettverblödung

erkennt man an ihrer spiralit ermüdenden
Monothematik
Gegenmaßnahme
allerley Übungen tagsüber
Dreckshaufen wegräumen z.B.
Plessnertexte abstauben
nachts, Die Gärtnerin aus Liebe
ohne Däumchendrehen
eventuell bei
einer unerschrockenen Zigarette
Genußversäumnisse
überdenken

können Whitney Frost & Dottie Underwood helfen,
wenn man bei ihnen absichtslos vorbeischaut?
[https://www.bustle.com/articles/139091-how-will-zero-matter-affect-whitney-frost-on-agent-carter-this-villain-is-in-for-dark]

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Ja, natürlich ist das Gefühl des Verrats da, aber wenn man nichts tun kann, sollte man auch nicht im Weg herumstehen. Nach allem, was ich weiß, haben Sie ja auch hier Menschen, für die Sie verantwortlich sind. Alles Gute!

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Bayern und Italien
Das ist interessant: das Virus, das bei dem Webasto-Mitarbeiter gefunden wurde, findet sich u.a. auch in den italienischen Fällen wieder und deutet auf enge Verwandtschaft hin.

https://twitter.com/trvrb/status/1235104921260675072?s=19

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Ach, schau an. Kommt es demnach aus "derselben Quelle"?

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Es sieht auf jeden Fall so aus und zeigt, dass alles deutlich komplizierter ist als gedacht.

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"An extremely important take home message here is that just because a cluster has been identified and "contained" doesn't actually mean this case did not seed a transmission chain that went undetected until it grew to be sizable outbreak. 7/7"
Naja.
Das konnte man sich an 5 Fingern abzählen, daß das Dunkelfeld sehr groß ist, weil die Flugzeuge ja weiterfliegen und man den Verkehr nicht von einem Tag auf den anderen stoppen kann.

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Es zeugt Die Schwierigkeit, so einen Ausbruch einzudämmen. Es ist wie bei Anschlägen: eine einzige erfolgreiche Aktion reicht.

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Die Schwierigkeit, so einen Ausbruch einzudämmen
Ich finde es ja erstaunlich, daß das überhaupt ein bißchen geht, so infektiös wie das Virus wohl ist.
Und auf der anderen Seite muß man aufpassen, daß man nicht Selbstmord aus Angst vor dem Tod begeht (ich meine, die Wirtschaft völlig abwürgt durch Seuchenbekämpfung). - Aber, einäwääg, die Zeit, in der man Kontakte nachvollziehen kann, wird in 1, 2 Wochen vermutlich vorbei sein, da wird man nurmehr "diffuse Infektionen" haben, weil sich das schon flächig (und unbemerkt, weil man nicht alle ständig testen kann) verbreitet hat.

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Das hätte aber schon ein paar Wochen gebracht und den "Peak" verbreitert und damit abgeflacht. Auch wenn man sicher noch auf eine Eindämmung hofft, so geht es doch eher darum, den Ausbruch zu verlangsamen damit genug Ressourcen vorhanden sind.

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Das ist doch aber das, wo es hakt.

Ich habe einen Verwandten jetzt zum zweiten Mal innerhalb von Tagen im Hospital. Symptome, die auch Corona sein könnten. Keine Tests.

Kann man machen, aber wenn ein Infizierter in der Einrichtung ist, gehen drei Schichten Pfleger nach Haus für 14 Tage Quarantäne. Das Spiel machen wir noch eine Woche so weiter, dann ist jeder Arzt und Pfleger wie Kevin allein zu Haus oder arbeitet trotzdem und verteilt ggf. munter weiter.

Wenn wir nicht zügigst das medizinische Personal schützen, ist hier zappenduster.

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hätte aber schon ein paar Wochen gebracht
HÄTTE. Wenn man vor 2 Wochen damit angefangen HÄTTE. Wenn man vor 2 Wochen schon Tests ausgerollt gehabt HÄTTE.
Konjunktiv der Vergangenheit. Vorbei.
Befassen wir uns mit Gegenwart und naher Zukunft.

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Wenn wir nicht zügigst das medizinische Personal schützen, ist hier zappenduster.
Sag ich doch.

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DA: Verstörende Analyse eines Virus aus Italien, das evtl. gar nicht direkt aus China kam, sondern eher aus Bayern.
Ah so, das habt Ihr gemeint.
Falls ich es in 2 Wochen kriege, dann womöglich von den Kölnern an der Bar hinter mir am Sonntag oder der hüstelnden Asiatin im Kiosk gestern.
Oder von ganz jemand anderem.

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Bwahahaha. Das ist ja so lustig wie daß Rauch gegen Tränengas helfen soll.
Die Ambulanz besteht aus einem windigen Zelt und ein paar Stühlen. Sowas haben wir hier im Kaff auch, inklusive einen Erkrankten.
Aber egal, der Don wischt hier sowieso wieder durch. Lohn net dem Kaschber zu antworten.

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@pudelfriseur

Der Kaschber klingt wie der Pressesprecher vom Reichsernährungsstand im Frühjahr 1945. Alles ist bestens, es wird noch besser und wir sind sowieso die Besten. Und alle anderen taugen nix.

Eigentlich würde ich das auch gerne haben was der Kaschber da nimmt. Es muß gehörig reinpfeifen. Ein Zug davon und man glaubt an rosa Karnickel und daß man durch Minenfelder seinen Namen tanzen kann ohne zu kawummen.

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@fdd: das ist halt alles 2, 3 Wochen zu spät. Karneval in NRW hätte man eigentlich absagen müssen, aber das hat sich zu der zeit noch keiner getraut (nur die Venezianer, bei denen es schon etwas klarer war).

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Eher 6-8 Wochen, die ersten ernsthaften Berichte wonach man sich wegen Erkrankungen in China Sorgen machen musste, nach meiner Erinnerung um das (hierzulandige) Neujahrsfest herum.

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Seitdem ich mir im Flieger mal Bettwanzen eingesammelt habe, ist mir klar, wieviel zwischen zwei Flügen desinfiziert wird, nämlich gar nicht. Bei manchen airlines ist ne Woche später auf dem Rückflug noch der Kaffeefleck vom Hinflug, bei anderen wird zumindest manchmal sauber gemacht. Aber zur Virenabwehr: vergisses.

Hatte im Januar ein Bazillenmutterschiff neben mir auf einem 13 Stundenflug. Kam nix von, zumindest bei mir, also wohl Glück gehabt, aber woher der kam, ob aus Vancouver oder Hongkong oder Wuhan? Keine Ahnung. In jedem Fall hatte ich ein unwohles Gefühl, weil Corona schon lief.

Und das ist meistens so, da wird auch das Formular vom Span nix helfen, der Flug ging über Zürich.

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Eher 6-8 Wochen
Mit Vorräten und Überlegungen, wie man Infizierte findet.
Vor 2- 3 Wochen hätten Teststationen rolloutfähig geplant sein sollen, denn da meldeten sich zunehmend Leute mit Bedarf, die von Pontius zu Pilatus geschickt wurden.

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der Flug ging über Zürich
Ich erwarte eine Abnahme des Flugverkehrs nicht nur durch Zurückhaltung beim Buchen, sondern auch zunehmend wegen kranker Crews. -
In ZRH haben sie wenigstens Wasserhähnen ohne Betatscherei in den Klos (gabs Vorläufer schon in den 1980ern auf dem badischen Bhf in Basel, mit Fußpedal).

Vor etwa 10 Jahren fragte ich mich mal, wann der Tourismus an seine Grenzen stößt und wie er wieder zurückgeht.
Wahrscheinlich so. Wie jetzt ff.

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Zumindest erstmal. Ich hätte normalerweise im Februar Athen, Zypern und London und diese Woche Istanbul angeflogen. Und im März nochmal Athen, mindestens. Singapur war auch fürs erste Quartal geplant. Gestrichen, ersatzlos. Geht auch ohne, rumpelt etwas, aber geht. Hotel zu Ostern fällt auch flach. Geht auch ohne.

Es dauert nicht mehr lange, dann kommen da die Megapleiten. Erst Kreuzfahrer und Fluglinien, dann Hotelketten und zum Schluss die Restaurants.

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@buerger: ist die Frage gar zu indiskret, ob Ihre Reisen eher beruflicher oder privater Natur gewesen wären? -
Megapleiten Auch, ja. Mir graust es eher vor dem Verschwinden der Kleingastronomie, weil sich da kaum noch welche halten können. Die haben keinerlei Reserven und sind auf gutes Wetter und Gäste angewiesen, und wenn die Leute da nicht mehr hingehen...

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Mir klappte die Kinnlade runter als ich Wuhan als Zentrum hörte. ich war da vor Jahren mal Beruflich in der Ecke und unsere Gastgeber haben uns mal in einer freien Minute ein bißchen rumgefahren. Das ist nicht so wie Berlin wo nach der ortsgrenze die Brandenburger weite ist mit 40km Wald dazwischen. Da liegenn Ort an Ort, etwas ärmliche Landwirtschaft dazwischen bis zur küste nach Shanghai. Nach Nordosten Peking, nach Südwesten Kanton/Goangzhou. Da eine Pandemie ist herb, zumal die Deutsche Industrie genau dort ihre Partner und Zulieferer haben. Mein Arbeitgeber hat in der 3 Januarwoche alle geschäftlichen Flüge nach Asien gestrichen, nur welche auf Einzelerlaubnis des EMEA-Chefs.
Messebesuche und Messepräsenz sind gestrichen, Kunden und Lieferantenbesuche ausdrücklich ausgesetzt. Es geht grad alles per Mail und/oder Telefon. Ein Notfallplan für meinen Standort existiert und wurde auch kommuniziert.
Aber das sind halt die pöhsen amerikanischen Kapitalisten. Die wissen daß die Kuh die sie melken gesund ble´ben muß. Der kommunist würde hingegen seine Kuh erschießen oder verrecken lassen und sich ne Neue beim Nachbarn klauen.

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Alles geschäftlich. Bis auf Ostern. Ich habe das Privileg, überwiegend vom home office zu arbeiten, aber manchmal muss ich eben mit dem Flieger irgendwohin, so wie andere mit der S Bahn. Im schlimmsten Falle morgens hin und abends zurück. Ich kann aber auch entscheiden, ob ich das mache oder ob eben nicht.

Privat fliege ich nur ungern, da ist Auto angenehmer und mich reizen da auch keine fernen Länder (mehr).

Letztes Jahr waren wir an der Adria mit dem Auto und angenehmen Stops auf Hin und Rückweg in den Bergen und Italien. Im Winter Österreich oder Italien. Dieses Jahr war Deutschland im Sommer schon seit längerem geplant und vielleicht ein paar Städte im UK, letzteres fällt wohl aus, aber der Urlaub vor Ort bleibt.

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Eine interessante Frage ist, ob das bayrisch-italienische Virus zur Klasse L gehört, denn es kommt relativ direkt aus Wuhan - und ob das eine Erklärung für die erheblich schlimmeren Auswirkungen in Italien sind. In Italien gab es bei 3000 Infektionen etwa 100 Tote, in Südkorea bei 5500 Infektionen etwa 35 - oder ist das einfach ein Ergebnis der unterschiedlichen Altersstruktur? Das Durchschnittsalter in Südkorea is 41, in Italien 45.

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@buerger
Mit dem ersten/letzten Caffe am Plöckenpass?

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Privat fliege ich nur ungern
Würde ich auch nicht wollen, wenn ich es beruflich so viel müßte wie Sie. Davon abgesehen halte ich fliegen ohnehin für eine Variante von Busreisen.

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Sie dürfen das gerne in dem Sinne verstehen, dass in Italien z.Zt. rund 10.000 unerkannte Infizierte herum laufen und das Virus fleißig weiter verteilen
Hier in D sind es doch bestimmt auch schon 1000 oder ein Vielfaches. Sie wissen nur noch nichts von ihrem "Glück".

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"Fliegen? Halte ich ohnehin für eine Variante von Busreisen."
Worte für die Ewigkeit:
"Fliegen? Halte ich ohnehin für eine Variante von Busreisen."

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Schutzmasken sind völlig nutzlos. Corona ist halb so wild. Wir schaffen das mit links. Und deshalb gibt es nun für Schutzmasken einen Exportstopp.

Ich habe tiefstes Vertrauen in die Verantwortlichen. Ganz sicher.

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@frau jott: was mir nur anderswo unterkam, Macron soll vor ein paar Tagen auch schon Exportstop/Beschlagnahmung für Masken/Desinfektionsmittel (?) angeordnet haben.
Aber aus F hört man ja eh nie was.

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Frau Jott, Schutzmasken können die Verbreitung verhindern, wenn sie von Kranken getragen werden. Sie sind auch nützlich in der Versorgung von Kranken, zum Beispiel in Krankenhäusern. Für die meisten Privatpersonen sind sie aber reichlich sinnlos. Sie müssen sie regelmäßig gewechselt werden (z.B. sobald sie feucht werden), sie müssen richtig angepasst sein und natürlich die richtige Art sein. Was aber viel schlimmer ist: sie geben ein falsches Gefühl der Sicherheit und führen zu risikofreudigerem Verhalten - das ist ähnlich wie mit Handschuhen, viele Menschen die Handschuhe tragen verhalten sich deutlich unhygienischer.

Wer Masken zu Hause hortet, trägt zur fehlenden Schutzkleidung in Krankenhäusern bei.

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@gux

Das sind doch Kindergartenweisheiten, um die hier wohl jeder weiß, wir sind ja nun nicht allesamt totalverblödet.

"Wer Masken zu Hause hortet, trägt zur fehlenden Schutzkleidung in Krankenhäusern bei."

Wer die Produktion von Masken, Schutzkleidung und Desinfektionsmaterial ins Ausland verlagert und auch Wochen nach dem Ausbruch in Wuhan nicht dafür sorgt, genug von dem Zeug notfallmäßig einzulagern und eine Notproduktion zu starten, wer es stattdessen im Februar im Großraumfrachter zigtonnenweise nach China fliegt weil er blöderweise glaubt die virale Schiete würde das eigene Land nie betreffen und man könnte sich soviel bekloppte Hilfsmanie leisten, der, und der allein, trägt zur fehlenden Schutzkleidung in Krankenhäusern bei. Im Zweifel fragen Sie Ihre Regierung und den verantwortlichen Minister. Und hören dann vielleicht auf, Lieschen Meier wegen ihrer Angst und ihrem einen Packerl Masken im Haus (falls überhaupt) zu beschimpfen.

Lesen bildet.

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"Wer Masken zu Hause hortet, trägt zur fehlenden Schutzkleidung in Krankenhäusern bei." Horten dürfte eh der falsche Ausdruck sein.

So ähnlich hat es der Virologe Drosten vor ein paar Tagen auf NDR info gesagt (eventuell war es eine suggestive Frage der Moderatorin, die er nicht für blöd erklärt hat).

Das ist doch Quatsch. Kleinkunden, Kunden des Einzelhandels, kriegen diese Läppchen vor dem Mund seit Ewigkeiten nicht mehr im Einzelhandel zu sehen. Ich halte es für eine Chuzpe, dass es nur so splattatert, nicht weit weg von Schutzbehauptung, es auf klein gux und klein Erna zu schieben, wenn Großkunden in dem Wissen, dass was im Busch ist, das Managen ihrer Vorräte jämmerlich vergeigen.

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Noch a bisserl was für die Panikattacke zur Nacht:

China hat längst die Ausführ sämtlicher medizinischer Grundwirkstoffe eingestellt. Heute hat Indien mit einem sofortigen Exportstop für so ziemlich alle notwendigen, grundlegenden medizinischen Wirkstoffe nachgezogen. Ich bin gespannt, wie lange es dauert bis die Tablettenbestände in Europa ratzefatz abverbraucht sind und die Notproduktion hier anläuft und mit dem wegen Corona gestiegenen Bedarf beim besten Willen nicht nachkommt. Späßkens bei Engpässen von z.B. Ibuprofen, Paracetamol, Antibiotika, Vitaminpräparaten, um nur mal die banalsten Sachen zu nennen.

Egal, das Kind ist längst mitsamt der gesamten Bazimmereinrichtung im Gulli. Jetzt isses halt da, das Virus, da nutzen dann auch keine Maßnahmen mehr, also wird neben der altbekannten Schadensbegrenzung auch nichts mehr großartig gemacht außer durchwurschteln.

Wie zuvor schon gesagt: Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner!

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...zumal spätestens seit dem "einfachen" SARS klar war, dass da irgendwann was kommen wird, also das "ob" nicht ungewisse ist sondern nur das "wann" und vielleicht noch das "wie gefährlich". Man darf sich auch fragen, warum in Zeiten, zu denen die m.W. ziemlich unbegrenzt haltbaren Anzüge und Masken günstig zu bekommen sind, keine Vorsorge getroffen wird.

Es hört sich an wie Oppa der vom Kriech erzählt, aber ich meine, so schlecht vorbereitet war man zu Zeiten des kalten Kriegs nicht. Ja, es hätte auch damals 95% der Bevölkerung hingerafft. Aber man hatte Bunker/Schutzräume, Vorräte, Notstromaggregate, Stockbetten, Luftfilter usw.
Für viel Geld, für einen kleinen Teil der Bevölkerung. Aber immer noch um Lichtjahre weiter und professioneller als das, was wir gerade erleben.

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Was man lesen kann, wurden allein im Februar aus Deutschland einmal 8,4 Tonnen, dann nochmals 5,4 Tonnen und via EU nochmals 12 Tonnen Hilfsmaterial in Form von Schutzbekleidung, Desinfektionsmaterial usw. nach China geschickt. Bitte selbst im Netz recherchieren, findet sich alles haarklein in der Presse. Klar, das kann man machen, das ist achtenswert und üblich. Aber nur, wenn man für den Fall der Fälle genug für die Versorgung der eigenen Bevölkerung im Katastrophenfall in den Lagern hat und keine Engpässe wie jetzt befürchten muß, andernfalls ist es nichts weiter als der übliche deutsche Irrsinn, gemeinhin auch Fahrlässigkeit genannt.

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colorcraze, Mittwoch, 4. März 2020, 22:59
das stimmt! die regierung hat eine beschlagnahme veranlasst! bei uns kommt alle paar minuten im tv eine anleitung zu verhaltensregeln fuer convid19! die regale der supermarché sind noch nicht leer, ausser bei den desinfectionsmitteln, aber auch die sind am naechsten tag wieder aufgefuellt! negativ war halt der abbruch des carnaval de nice und fête du citron de Menton! das kostet einige €€€€€!
wir haben zu haus einen begehbaren frigo! ich halte das lange durch. und wenn es schlimm wird.....: ab aufs boot und raus aufs meer

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"... ich meine, die Wirtschaft völlig abwürgt durch Seuchenbekämpfung..."
Ist ja grundsätzlich ein vernünftiger Gedanke, liebe @colorcraze.

Aber unsere Band "Angie and the Ehecs" kommt über diesen nicht hinaus.
Und das könnte bei einem Irrtum fatal werden.

Das Konglomerat von Kanzlerkandidaten läßt sich derzeit in seinem beiläufigen Hobby (Bundesregierung) von irgendeinem Onkel Doktor vorrechnen, wieviel Risikopatienten wohl draufgehen werden.

"Was?? Bloß 20.000?? Das is ja nicht mehr als jedes Jahr an unseren Krankenhauskeimen!"

"Olaf, mach die Bücher zu! "Peter, nimm die Faust aus Sphani, ihm quellen ohnehin fast die Augen raus!"

Alles gerettet.
Es sei denn, es hat sich jemand verrechnet.
Dann, oh dann, wird nicht nur das traditionell korrupte Niedersachsengesochs endlich die Antwort auf die Frage bekommen, ob auch Autos Autos kaufen.

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"Fliegen? Halte ich ohnehin für eine Variante von Busreisen."
Auch das Fahrradfahren wird heute total überschätzt.
Sieht man vom gardening mal ab.

https://www.youtube.com/watch?v=rl5TdBcAUts

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weLT gegen
Masken-Bevorratung - incl. Anspielung auf Hanau

"Deutsche Atemmasken den Deutschen: Mit dieser bizarren Anordnung zerstört die Groko die letzte verbliebene Hoffnung auf einen gemeinsamen internationalen Kampf gegen das #Coronavirus.

Mein Kommentar über eine Welt im Egoshooter-Modus - hier:"

Ein Kommentar im Wirtschaftsteil von Olaf Gersemann. - Die Jrünen im Bundestag haben auch so geredet, die Linke sowieso. - Das Grundmuster ist: Solidarität ist international, deshalb sind nationale Interessen verwerflich.

Hoch! die! internationale! Solidarität!!

Das Grundmuster davon ist: Die Anywheres bekämpfen die Somewheres (die Globalisten die Verwurzelten). - Die Globalisten tun das im Namen der Globalisierung, der internationalen Solidarität, der Grenzenlosigkeit (No Borders - No Nations), im "Kampf gegen Rechts" und zugleich auch im eigenen Interesse.

Denn diese neuen Bürokratien und"öffentlichen Dienste" brauchen eine Menge von Mittelschschichtskids auf allen Ebenen - von den Demokratieschulern, bis hin zu den Sprachaufsehern, Juristen, Verwaltungsfachleuten etc. - die neueste Blüte auf diesem Pflanzenteppich ist eine Superstruktur, die sicherstellen soll, dass in NGOs (!) mehr Geschlechtergerechtigkeit eintritt.

Ah ja - Jordan Peterson hat haargenau das kommen sehen: Die Woke- und Gendergerechtigkeits-Bewegung als im Prinzip unendlich fortpflanzungsfähiger Irrgarten. Wenn Peterson doch nur ein bisschen weniger recht behalten hätte, oder Steve Sailer, oder Thilo Sarrazin. Die Internationale der Durchblicker. David Goodhart ("Road to Somewhere") auch, und Christophe Guilluy ("No Society").

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Mit anderen Worten, man sollte sich nun auch mit Pillen bevorraten für das nächste halbe Jahr, weil man dann wahrscheinlich weder Ärzte auftreiben kann (alle krank) noch Pillen (nicht mehr hergestellt bzw. aus)?
Was ein Dreck.

Ach ja, Mülltüten wird man auch brauchen, wenn die Müllabfuhr nachläßt...

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@grimaldeli bei uns kommt alle paar minuten im tv eine anleitung zu verhaltensregeln fuer convid19!
Das ist ein bißchen viel, aber bei uns kommt garnix.
Was sagen sie denn so bei euch, außer Händewaschen/-desinfizieren?

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@Frau Jott
Wenn Sie derart gut informiert sind, dann sollten Sie aber auch wissen, dass Masken für die meisten Menschen überhaupt nichts bringen und ein vorsorgliches Einlagern zu Hause unnötig ist (und dazu gibt es relativ viele Studien, die das getestet haben) - aber dass sie gerade in einem Krankenhaus recht wichtig sind.

Und warum sollen Kleinmengen keine Rolle spielen? Wenn 30 Millionen Menschen plötzlich Schutzkleidung kaufen, führt das natürlich zu Lieferengpässen, weil so viel Schutzkleidung normalerweise gar nicht gebraucht wird. Es gibt inzwischen schon Probleme, die dadurch entstehen - und zwar nicht wegen des Coronavirus, sondern weil Arzneimittelherstellung zum Teil nur mit Schutzausrüstung funktioniert (z.B. Chemotherapeutika).

Ich beschimpfe nicht 'Lieschen Müller' sondern jemanden der nach eigenen Angaben 'vom Fach' ist (wenn auch indirekt).

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@greenbowlerhat
Spätestens mit H5N1 2005 hat man sich auf so etwas vorbereitet - aber als H1N1 2009 kam, gab es hauptsächlich Kritik an der WHO und den Regierungen wegen angeblicher Panikmache - selbst wenn die Reaktionen damals wohl alle gerechtfertigt waren und wir einfach Glück hatten. Wie hat man sich damals über die Einlagerung von 'Tamiflu' lustig gemacht ...

In den meisten Fällen bringen Schutzanzüge nichts - die einzigen, die sie brauchen, sind diejenigen, die direkt mit Kranken zu tun haben. Ebenso Desinfektionsmittel: Seife ist erheblich sinnvoller, gerade bei Viren.

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@dieter_kief
Als die Schutzkleidung nach China geschickt wurde, hatte man noch die Hoffnung, den Ausbruch auf China zu beschränken - und dort hat man die Kleidung genau dazu gebraucht. Eine relativ sinnvolle und nachvollziehbare Entscheidung, denn es gab die Chance, dass der Ausbruch eingedämmt werden könnte.

Das Virus läßt sich nur durch 'internationale Solidarität' bekämpfen, denn es kümmert sich kaum um Grenzen. Man sieht das sehr schön am europäischen Ausbruch ...

Ob Peterson wirklich Ahnung hat ausserhalb seines Fachgebiets wage ich ernsthaft zu bezweifeln; wenn ich mir Anhöre, was er über mein Fachgebiet erzählt, dann ist es ziemlicher Unsinn (nur noch übertroffen von seiner Tochter)

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@gux

Irgendwo in Ihrer Nähe gibt es sicher eine Bushaltestelle. Dort und in den da verkehrenden Bussen finden Sie sicher Menschen, die Ihre spannenden Ausführungen ganz bestimmt interessieren.

'internationale Solidarität' ... ja, und Reiche erschießen, klar.

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@Frau Jott

Die meisten tun das in der Tat ... die wenigsten tragen hier Masken und sind generell nicht panisch. Wissen Sie, ich habe durch meinen Beruf mit relativ viel Menschen zu tun die auf recht engem Raum sind - darunter viele, die aus diversen chinesischen Provinzen kommen die recht Nahe an Wuhan sind. Trotzdem sehe ich hier nicht die Panik, die Sie hier gerne verbreiten. Panik ist eine verständliche Reaktion, die aber meistens auf Unwissen beruht.

Internationale Solidarität kann man natürlich als einen sozialistischen Kampfbegriff ansehen, man kann es aber auch so interpretieren, wie es gemeint ist: dass wir alle versuchen müssen, das Virus so weit wie möglich zurückzudrängen, da nationale Alleingänge nicht viel bringen.

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colorcraze, Donnerstag, 5. März 2020, 07:35
similaire, nur in vereinfachter form mit bildern, damit es auch die bildungsarmen schichten verstehen!

https://www.gouvernement.fr/info-coronavirus

wir gehen abends in unsere sauna!
bei 100° eliminiert das alles und zusaetzlich von innen noch einen trou normand! das leben kann so schoen sein

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Son paar Kopfschmerztabletten, Fiebersaft für die Kinder und Hustensaft schadet nie. Wird nicht schlecht. Grundsubstanzen kamen bisher aus Indien, die haben sich das mit dem Export aber gerade anders überlegt.

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@gux 5. März 2020, 08:10

Welche Art "Schutzkleidung", die Sie immer wieder ins Spiel bringen, soll das sein, bei der Käufer von Kleinmengen (Oma Erna?) leere Vorratsschränke (also letztlich Managementmängel) bei Großkunden zu verantworten haben?

Gesichtsschutz kann es nicht sein, dann hätten Sie Maske gesagt.

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Ich meine Gesichtsschutz - das sind nicht immer Masken (in den meisten Fällen nicht).

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@grimaldeli: Ja, Sauna ist bestimmt auch gut. Durcherhitzen hilft gegen fast alles. Haben wir am Wochenende auch gemacht.

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frau jott, Donnerstag, 5. März 2020, 09:44

„'internationale Solidarität' ... ja, und Reiche erschießen, klar.“

Teufel auch - sind Sie vernagelt. Ein West-West-Berliner Fossil aus dem Kalten Krieg? Entspannen Sie sich beim Betrachten Ihrer Tischwäsche!

Vielleicht hat es sich noch nicht herumgesprochen:

https://www.heise.de/tp/features/Covid-19-Der-Weg-in-die-Wirtszelle-4678227.html?view=print

„Im Unterschied zu SARS wurde bei Covid-19 auf die Vermehrung der Viren im Rachen bereits frühzeitig hingewiesen.“
Wenn sich die Viren erst im Mundraum vermehren (müssen) kann man wohl mit Naturstoffen der Polyphenol-Gruppe weitgehend ihre Eiweißhülle blockieren, die für ein Eindringen in Zellen wesentlich ist. Das wäre erheblich einfacher und billiger, kann aber keine 100%ige Sicherheit erreichen.

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mit Naturstoffen der Polyphenol-Gruppe weitgehend ihre Eiweißhülle blockieren
Was heißt das? Glühwein und Rotkraut hilft (Rotwein, Nelken)?

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Glühwein half schon im Mittelalter. A votre sante!

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Viren erst im Mundraum vermehren (müssen) kann man wohl mit Naturstoffen der Polyphenol-Gruppe weitgehend ihre Eiweißhülle blockieren

Wir müssen einen Boten losschicken, um die WHO und das Nobelkomittee heute noch zu informieren! Täglich Kadarka und Knoblauch für alle!

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Nö. Vielleicht mal hier nachgucken
https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Zistrose&fbclid=IwAR1gP1QdoJ7q-GkowBQKVi6POoUbz_a8Kmm3hHsKi3N57NaPdK26HL02dzY
und mit Hilfe des Links zum Telepolis-Artikel zu verstehen versuchen was da passiert. Eine normale Grippe inklusiver bakterieller Folgeprobleme wird man damit erheblich schneller los.
(Ach ja, man muss schon den eigenen Kopf benutzen! Instiutionengläubigkeit hilft da nicht weiter, auch nicht an der Nordsee)

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Der Telepolis-Artikel ist ganz gut, daß die Medizinforschung so schnell was findet, was zumindest die tödliche Verschlimmerung ausbremsen könnte, ist durchaus erfreulich. Aber die Zistrose, je, Glühwein kann ich eher besorgen.

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colorcraze, Samstag, 7. März 2020, 16:58

Sehen Sie es mir nach, ich will nicht überheblich erscheinen, aber Sie haben offenbar den Clou nicht verstanden. Mit einer Zistrosen-Abkochung gurgelt man mehrere Male am Tag (spuckt es dann aus, ist magenschonender) und währenddessen haben Viren keine Wirkung im Rachenraum. Glühwein wirkt, sagen wir, 30-60 Minuten?
Ich persönlich nutze es nur dann wenn ich mich in Umgebungen begebe bei denen ich mit einer eventuellen Ansteckung rechnen muss, und dann noch 2-3 Tage weiter. Macht ja keine Arbeit. Und halte das Zeuch natürlich vor.

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Alles, womit man sich gut fühlt, hilft, über den Tag zu kommen. Reden wir noch von CoViD?

Schauen Sie, wenn wir annehmen, dass von den 100 Lesern dieses Beitrages bis jetzt keiner erkrankt ist, während Sie der einzige sind, der gurgelt, dann hilft das Gurgeln genauso perfekt wie das Nichtgurgeln. Wichtig ist, mit welchem Hokuspokus man sich am besten fühlt.*

*beiseite gesprochen: im übrigen erinnert es mich, wie wunderbar Religion im einzelnen Menschen funktioniert, einschließlich der Esoterik im engeren Sinn und der politischen Denkkrüppeleien in braun, rot und rotbraun. Es hilft, wem es hilft, um über den Tag zu kommen.

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Hokuspokus
Meine Oma hatte es mit Kamillentee, der gegen alles hilft. Für die schlimmeren Fälle gab es Klosterfrau Melissengeist, äußerlich. Immerhin nicht nichts.

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Mein Opa aß täglich einen Apfel. Damit wurde er 85, was seinerzeit vor dem Hintergrund zweier komplett mitgemachter Kriege nebst Gefangenschaft nach dem zweiten sowie langer Jahre Raucher gar nicht so wenige Jahre waren.

(mir ist klar, dass das statistisch kompletter Blödsinn ist. Aber wir leben ja in postfaktischen Zeiten.)

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fritz_, Samstag, 7. März 2020, 18:04

Ich gurgle nicht. Das liegt an meiner momentanen Situation.
'Von der Seite geantwortet: ich verstehe nicht was dieser naturwissenschaftliche Sachverhalt (die Struktur von Proteinen wird von Polyphenolen irreversibel verändert) mit Religion zu tun hat.
Aber bei Nacht sind alle Kamillen und Äpfel gleich grau.

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