Kurzarbeit

soll es in den Medien angeblich geben. Die Sache ist nur: Ich merke davon gar nichts. Im Gegenteil, die Kombination aus Heuschnupfen und Schreiberei und Sonderdiensten reicht für einen mehr als aus. Gern hätte ich etwas langsamer gemacht. Aber alles zusammen genommen war der April schon eine Schlaucherei.



Dazu kommen noch so Kleinigkeiten wie ein ausgefallener Lichtschalter, den es in der Form nicht mehr gibt, ein Abwasserproblem in einer Wohnung (fragen Sie nicht) und die alljährliche Heizungskontrolle mit Zählernummerirrtum durch die unbelehrbaren Stadtwerke. Im Prinzip könnte man es einfach so hinnehmen, wäre April neben Mai nicht eigentlich klassischer Italienurlaubsmonat. Statt dessen Langarbeit. Zum Glück wohne ich momentan teilweise weit über den Dächern, und habe damit einen weiten Blick über das Land und auf blühende Kastanien. Das hilft auch ein wenig. Neben dem Schrauben.



Denn ein Rad geht mit leichten Umbauten für steile Berge an eine junge Dame, und ein anderes Rad ist gekommen und überraschend leicht geheilt. Die Idee, mit einem Rad für 50 Euro über die Berge nach Italien zu fahren, sollte eigentlich einen schweren Klotz aus der Zeit vor 1990 beinhalten, aber jetzt hätte ich auch eines flottes Leichtgewicht mit einer originalen, blockierbaren Federgabel von 1996 zur Auswahl.



Sofern denn die Grenzen aufmachen würden. In Österreich ist man kooperativ für Deutsche und blitzt ab, in Südtirol probt man den Aufstand gegen Italien und kommt wegen fehlender Deutscher auch nicht weiter. Ich würde zwar Schleichwege befahren, aber Ende Mai wird das allein wegen der Pollen nichts.

Donnerstag, 30. April 2020, 23:08, von donalphons | |comment

 
Schöne Glyzinien
im untersten Bild. Sind das Ihre? (Nein, Sie müssen nicht antworten, geht mich ja auch nichts an.)

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Grenzen, Pollen und Viren
"In Österreich ist man kooperativ für Deutsche und blitzt ab, in Südtirol probt man den Aufstand gegen Italien und kommt wegen fehlender Deutscher auch nicht weiter."

Das Problem haben noch einige mehr. Siehe hier:
https://inistrien.de/aktuelles/sommerurlaub-2020-in-kroatien-trotz-corona-moeglich/

Ich würde zwar Schleichwege befahren, aber Ende Mai wird das allein wegen der Pollen nichts.

Die Pollen gehen vorüber .Beim Virus ist der Termin unbekannt.

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Ja, die Glyzinienblüte ist eine Pracht.
Haben wir auch im Hof eine ganze Wand voll, ich freue mich jedesmal, wenn ich zum Fenster rausschaue.

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Tod wg. CO-19
kostet Italiener im Schnitt zehn Lebensjahre.

Steve Sailer erklärt, warum z. B. Boris Palmer und der Schweizer Historiker Herbert Lippenberger und der CH_Blogger Stefan M. Seydel und viele andere unrecht haben. Sailer bezieht sich auf einen Artikel im Economist:

https://www.unz.com/isteve/italians-who-died-of-cv-tended-to-lose-about-10-years-off-life-expectancy/  ;

James Thompson wies vorgestern auf Twitter (James Thompson Psychol.) auf einen ähnlichen Artikel im Wallstreet Journal hin:

https://www.wsj.com/articles/coronavirus-kills-people-an-average-of-a-decade-before-their-time-11588424401?mod=hp_lead_pos4 ;

Ich habe gestern auf dem weLT-Kommentarstrang auf die zugrundeliegende Studie der London School for Hygiene and Tropical Medizine und den Wall Street Journal Artikel hingewiesen. Das ergab ganz überwiegend mauligen Widerspruch. Hm.

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Maulig
bin ich auch: So eine !§$%%&&/!!! Maske geht GAR nicht. Zumindest nicht unterhalb eines Gefährdungslevels wie von Pest oder Ebola.

Man sieht nix unterhalb des Nasenlevels: Bin im Baumarkt deshalb zwei-, dreimal fast böse gefallen.
Guckt man immer nach unten, um Stolpern und Unfälle zu vermeiden, übersieht man vielleicht Entgegenkommende und könnte den Mindestabstand verpassen.
Stress pur!

Mit so einer Maske bekomme ich zudem extreme Beklemmungen und Atemnot: Heute beim Schnelleinkauf im Supermarkt fast wieder einen Asthmaanfall (wäre der erste nach vielen Jahren) und ansatzweise sowas wie eine Panikattacke erlebt (kenn ich sonst überhaupt nicht). Natürlich die Hälfte des Einzukaufenden vergessen...

Nur schnell raus, raus, raus und das !"$$"!! Ding vom Gesicht reißen, Haare ausschütteln und tief durchatmen...

Wir suchen jetzt (bzw. mein Mann sucht, bin selbst zum Glück meist draußen) einen Lieferservice für Brot und Brötchen und für Lebensmittel.
Tut uns mega-leid, den Edeka, wo wir seit 34 Jahren Stammkunden sind, nicht mehr zum Einkauf zu besuchen und dadurch evtl. dazu beizutragen, einen weiteren Mittelständler zugunsten einer Lieferkette o. ä. zu schädigen, aber es geht einfach nicht anders.

Mein Mann (der mit der Karte) geht jetzt überhaupt nirgendwo mehr rein (bei ihm wäre die Atemnot potenziert). Jetzt muß ich (die mit dem Bargeld) alleine zur Post, zum Einkaufen und in die Tankstelle. Zum Glück war (immerhin) Bezahlung mit Bargeld bisher nirgends ein Problem (obwohl überall steht, man möge bitte mit Karte zahlen).

So, ausgemault. Bitte die kurze Unterbrechung bei den Brot- und Mehlfachgesprächen zu verzeihen und wünsche allseits einen schönen Abend (besonders auch nach Sylt!).

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Bei uns (und anscheinend auch in ein paar Gegenden in (Süd)deutschland liefern Lebensmittelgroßhändler auch an Privatpersonen - die Auswahl ist ein wenig anders (nicht schlechter - aber eben doch manchmal überraschend), aber die Qualität ist mindestens so gut wie im Supermarkt und es sind meistens auch kleine Firmen.

Hier haben die es nicht nötig, Werbung zu machen, weil es genug Kunden gibt (unsere Gemeinde versucht, eine einigermaßen aktuelle Liste zu haben) - vielleicht gibt es das bei Ihnen auch?

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Neben dem Geruch des stinkigen Fetzens - und ich nehme immer frische Einwegmasken - stört mich das Beschlagen der Brilengläser, also lass ich die schon mal ab. Das Sichtproblem hab ich zusätzlich auch.

Hinzu kommt beim Einkaufen das neue, sagen wir, meditative Tempo der Leute. Die schleichen durch die Gänge, stehen drei Minuten vor den Joghurtbechern und sind völlig verdattert, wenn man unter Umgehung (!) der 1,5m (!!) Regel(!!! Ree-gel!!!) an ihnen vorbeigreift. Ja, vielleicht sehen sie selber nicht gut, aber ist das mein Problem? Sonst trifft man diesen Typ beim BASIC, wo staunend die Zutatenliste angesehen wird ("Oh, Vollkornreis. Was ist da drin? Vollkornreis? Vollkornreis! Soso, jaja, interessant"), aber nun breitet sich das Verhalten überall aus.

Schlimm sind noch die Asiaten, die verschmelzen förmlich neben einem im Hintergrund und warten regungslos und schweigend, man sieht sie wegen des eingeschränkten Blickfelds nicht und eigentlich wollen sie nur an den Balsamico, während ich wieder mal überlegt habe, welches Öl ich für welches Gericht denn noch bräuchte (Ok Ok ich hab auch meine Reis-Momente).

Im EDEKA bei uns um die Ecke bekommt man zwangsweise einen dieser Einkaufkörbe mit Rollen am Boden, auch wenn man nur einen Marsriegel kaufen möchte. Dafür ist der nicht desinfiziert. Macht nichts, kann man um so besser Erdbeeren und anderes loses Obst anfassen, was meist "as is" gegessen wird.

Irgendwie glaubt man manchmal, die Olsen Bande hat sich in die Minister(präsidenten) Riege eingeschlichen, und heckt im Hinterzimmer zusammen mit den Marx Brothers Pläne aus.

Und damit will ich mich gar nicht mokieren über Sinn und Zweck von Schutzmaßnahmen. Eher über die Umsetzung.

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Schliesse mich dem Maulen an.

Käse kommt von Hemmen oder kaes.at.

Baumarkt seit neuestem online, macht kein Spass mehr, da hinzu gehen.

Nicht im grösseren Baumarkt im nächsten Kaff (wo man ewig vor der Tür Schlange steht) und noch weniger bei Eisenkarl bei uns. Letztens musste ich draussen warten, während meine Frau sich mit dem richtigen Zaunelement abschleppen durfte, weil man auf dem Dorf weiss, wer zusammengehört und nur ein Familienmitglied...Idioten! Abstands- und Regelnazis ohne Hirn.

Wurst kann man auch im Netz bestellen, aber da gehe ich (noch) zum lokalen Schlachter des Vertrauens, bzw.wieder, seitdem ich mich nicht mehr in eine Liste eintragen muss. Mein Spruch, das bei zu umfangreichen Einkäufen der Bürgermeister zum Mittag kommt, hat dirt gewirkt, warum aber drei schlechtgelaunte Verkäuferinnen den Laden schmeissen sollen, was eigentlich nicht geht, bei dreiKunden imGeschäft und einer Verkäuferin, die was anderes macht als Verkaufen, muss mir die Chefin demnächst auch mal erläutern, wenn sie selbst hinterm Tresen steht.

Alternativen gibt es aber auch, genussregion oder dinsesculinarium. Sonst auch Hofläden oder den Wochenmarkt, mich nervt definitiv das Schlange stehen vorm Laden, wenn es drinnen unorganisiert und missmutig ist.

Bäcker ist bei uns Co+Wiese, für Brötchen besser als Penny und co oder Ketten. Einen guten Versender haben wir für Brot leider nicht, und den Brotboten fand ich nie ganz überzeugend. Die Tiefkühldinger der üblichen Verdächtigen finde ich vergleichbar mit c+w aber teurer.
Am Wochenende der lokale Bäcker, aber mich nervt das Schlangestehen vor der Tür.

Und es geht letztlich der Trend weiter, Wein kommt lange schon mit DHL, Spirituosen auch, Klamotten ebenso (nur Anzüge nicht), Schuhe auch.

Meist ist die Qualität besser, der Nervfaktor geringer und ich maul mich nur selbst an. Schlangestehen hasse ich, deshalb gehe ich seit Jahren nicht mehr zu Ikea (die online auch alles haben, Lieferkosten entsprechen in etwa dem, was wir sonst für Benzin und Blödsinn wie Köttabullar und Kerzen sowie Tabletten gegen Rückenschmerzen ausgeben).

Fazit: wenn Einkaufen keinen Spass bringt, mache ich es am tablet. Und wenn es nur um Lustbefriedigung durch Kauf geht, ist der Klick auf Löschen einfacher als den Einkaufswagen wieder zu leeren im Geschäft.

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Danke für die Tips!
Werden dem Zuständigen weitergeleitet.
Einen, nach Einschätzung von Bekannten, wohl ganz guten Bäckerei-Lieferservice gäbe es in der Region, nur leider befinden wir uns 5 km außerhalb dessen Radiusses :-/

Ansonsten gehöre ich jetzt (auch) im Fall des Koroners offiziell zu den ganz bösen "Verschwörungstheoretikern" und "Leugnern" (früher auch "Ketzer" genannt): Hab eben ein aktuelles Video von Ken Jebsen angeschaut und finde, er hat mit jedem seiner Sätze recht. So.
Nur mit dem "auf die Straße gehen" wird es leider nix: Wirklich GAR keine Zeit aktuell :-/
Werde aber das Video gleich noch schnell im Blog (nicht in diesem, keine Panik ;-)) verlinken. Das dürfte für´s Erste subversiv-konstruktiv genug sein :-B

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Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten. So hiess der Spontispruch der 70er und er stimmt. Gilt für Demos aber auch, ist nur gut zum Dampf ablassen. Zeitverschwendung. Geändert hat der Marsch durch die Institutionen, aber nicht wirklich immer zum Besseren.

Bei der SPD läuft gerade wieder Projekt 5%, wenn man sich den Lauterbach Blödsinn anschaut, den DA auf Twitter verlinkt hat. Wenn der kein U Boot ist, wer dann?

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Ausprobiert...
Der Bruder eines Freundes arbeitet im Nahen Osten in einem Team auf einer wichtigen Baustelle. Einer von denen war positiv getestet worden. Daraufhin wurden sofort alle im Team getestet. Die positiv Getesteten kamen gleich in Quarantäne und kriegten unter ärztlicher Aufsicht Chloroquin 7 Tage lang. 12 Tage nach dem ersten Test waren die negativ. Symptome hatte keiner bemerkt. Geht also.

Ab Ende Mai kann man wohl wieder dorthin reisen.
Die erste gute Tat dort: ein no-knead-Brot backen. ;-)

OT: kein Wunder wenn die Leute mißtrauich werden - https://www.heise.de/tp/features/Datenspende-App-Datenschutz-als-rhetorischer-Spielball-4713841.html - Anonymisierung gegen Pseudonymisierung

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Mich erinnert das Gewese um die Masken an die diversen Helmdiskussionen beim Radfahren. Auch da nur eine sehr eingeschränkte Wirkung die von den Proponenten als Heil verkauft wird.
Schaumermal wie sich das entwickelt, den meisten macht den Lappen tragen keinen besonderen Spaß. Und nachdem es sowieso keine besonderen Vorgaben gibt kann man sich irgendwas stark Durchlässiges vors Gesicht ziehen. Es geht ja überwiegend drum dem Herdentrieb genüge zu tun.

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Darf ich einmal die geschätzten Leser Fragen, weshalb Lockdown etc so kritisch gesehen werden (gerade, was ich bei Ken Jebsen gesehen habe, finde ich schon sehr seltsam, weil dort doch sehr verhamlost wird).

Deutschland hatte sehr, sehr großes Glück: andere Länder nicht - und die Todeszahlen aus den jeweiligen Regionen sprechen eine deutliche Sprache; harmlos ist die Sache nicht, besonders wenn ältere Menschen betroffen sind. Und durch die exponentielle Verbreitung sind die erfolgreichsten Maßnahmen diejenigen, die zu harsch und zu früh erscheinen.

Ich würde das einfach gerne verstehen - ich habe auch die Herren Wordarg und Schiffmann gehört, und finde sie irgendwie nicht sehr überzeugend.

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Ich finde lockdown an sich nicht dramatisch, aber sowie gemacht recht inkonsequent.

Wenn jeder zwangsweise zwei Wochen zu Hause bleibt, ist das Thema durch. Wenn aber zu Ostern und zur 1 Mai Autoanzündparty und zur Clanomabeerdigung und im Schlachthof und und und lustige Ausnahmen gelten, dann bekommt man das nicht in den Griff. Konsequent zwei Wochen dicht und Thema erledigt. Nicht zwei Jahre homeschooling, wie Lauterbach will.

Masken sind mehr so eine Art Placebo, man könnte auch seitwärts durch Türen gehen vorschreiben. Bei meiner kleinen Tochter hilft Tesafilm über dem Bauchnabel gegen autokrank. Der Glaube, nichts anderes.

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@ gelegentlich 7:50
Und das Chloroquin haben alle vertragen, keine gröberen Nebenwirkungen?

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Zum Thema Glück.
Bei uns im Norden haben über Jahrhunderte nur die Menschen überlebt, die 4 Mal pro Jahr Virenangriffe weggesteckt haben, alle anderen sind schon als Kinder gestorben. In Skandinavien, Osteuropa ähnlich, auf Ihrer Insel auch. Diese Selektion findet zwar seit etwa 100 Jahren nicht mehr statt und es sind viele Menschen aus anderen Regionen eingewandert, die andere klimatische Verhältnisse haben.
Ich fände es aber wenig überraschend, wenn sich herausstellen würde, dass eingeborene nordeuropäische Immunsysteme auch neuen Viren eine bessere Immunantwort entgegenzusetzen haben als Menschen, die weniger Virenlasten hatten, aufgrund jahrhundertelanger Selektion, survival of the fittest. Ich wäre auch wenig überrascht, wenn in Afrika die Opferzahl überschaubar bliebe, aus selbiger Überlegung heraus.

Wenn man dann noch Adipösitätsquoten dazu packt, ist es wenig überraschend, dass die USA schwer getroffen wird. Auch im Nahen und Mittleren Osten ist bei manchen Fettleibigkeit ein Wohlstandssymbol.

Italien kann ich mir allerdings nicht erklären, ausser durch „zu früh intubiert, negative Wirkung von Ibu, übermässige permanente Selbstmedikation“ oder irgendwas Vergleichbares.

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So hiess der Spontispruch der 70er und er stimmt.

Nö, der wird mit der Anzahl von Widerholungen nicht richtiger. Stimmen tut er immer nur für Leute, die (fast immer falsch) glauben, sie verträten irgendwie eine Mehrheit und es als persönliche Beleidgung empfinden, dass die sich bei Wahlen nicht durchsetzt. Menschlich verständlich ...

Gruss,
Thorsten Haupts

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buerger - vielen Dank! Das erklärt vieles. Hier (und in vielen anderen Ländern) sieht man Deutschland als großes Vorbild, eben weil es trotz vieler Fälle nur wenig Tote gibt - ich hätte daher eher ein seht stolzes "wir sind besser" erwartet als ein "wir machen alles falsch".

Ich bekomme ja auch die Gesundheitssystem-Seite mit, und dort macht man sich eben große Sorgen und versteht nicht, wie irgendjemand das ganze als harmlos oder nicht schlimm ansehen kann.

Das föderale System in Deutschland macht das natürlich etwas seltsam (wir haben dafür Schottland, die sind genauso schlimm). Aber 2 Jahre Homeschooling wären gar keine schlechte Idee - dann lernen die Kinder mal etwas vernünftiges, und die Eltern gehen danach gleich in die Rente (ich 'home kindergärtnere' hier seit fast 7 Wochen ...)

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ll_schlange, Dienstag, 5. Mai 2020, 09:47

Ja, ohne Nebenwirkungen.

gux, Dienstag, 5. Mai 2020, 09:11

Mit dem Lockdown habe ich persönlich kein Problem, außer was die Reiseeinschränkungen angeht. Man muss aber fragen welche Gruppen er hart trifft und wie überzeugend und wahrhaftig er legitimiert wurde und wird. Da sehe ich Riesenprobleme. Ich habe mich noch nie von Medien so angeschwindelt gefühlt wie jetzt. Noch nie brauchte man soviel Zeit und dem wirklichen Sachverhalt näher zu kommen. Dass die Regierung einen wilden Zick-zack-Kurs fährt bei einem völlig neuen Problem, das man erfolglos versucht hatte auszusitzen, kann ich akzeptieren. Dass Leute mit anderen Auffassungen als Ketzer, Leugner und Verschwörungstheoretiker von Verschwörungspraktikern diffamiert werden finde ich unerträglich.

Als Wodarg am 18.3. meinte covid-19 sei doch harmlos und sich damals auf die Fallzahlen stützte fand ich das vertretbar. Seine jüngste Äußerung finde ich daneben. Ein diabolisch ohne Symptome bei den Meisten auftretendes Virus, dass bei einer Minderheit einen oft tödlichen Cytokin-Sturm auslöst, ist nicht harmlos. Dass der Arzt den Beipackzettel gelesen haben sollte (Chloroquin) ist trivial. Dass einige Plattformen seine Stellungnahme jetz erst recht abdruckten finde ich toll. So muss das sein. Ich bleibe sehr skeptisch was den Impfstoff angeht. Solange Gates und Freunde den Schlamassel, den sie in Indien und Afrika angerichtet haben, nicht gerichtlich klären lassen und dennoch weiter im Impfbereich aktiv bleiben werde ich auf jeden Fall versuchen solche fragwürdigen Impfstoffe nicht an mich zu lassen.

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Maulen auf höchstem Niveau hier im Blog
Ja, das Maskentragen ist für Brillenträger §$%&/.
Aber schaut Euch mal die Filme an,
in denen die Atemwolken sichtbar gemacht werden.
Ich jedenfalls bin froh, wenn andere gezwungen sind,
Masken zu tragen. Also trage ich sie auch selbst.
.
Ein Aufreger für mich sind die Paare,
die immer noch zu zweit einkaufen und beim Diskutieren
ob das 2- oder 3-lagige Klopapier besser ist,
die Gänge verstopfen.
.
Im Baumarkt war ich schon vor Corona nur,
wenn ich Zuschnitte oder Beratung brauchte.
Alles andere gibt es im Internet in größerer Auswahl
und besserer Qualität.
.
Meine Frau und ich haben beschlossen,
das ganze Jahr alle Veranstaltungen
mit größeren Menschenansammlungen
und gleichzeitigem Verpflegungsangebot zu meiden.
Das das Ganze über die Skifahrer verbreitet wurde ist kein Zufall.

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Danke nochmals für die Erklärungen. Ich verstehe die fehlende Geduld schon ein wenig, besonders wenn die 'abweichenden' Meinungen wissenschaftlich unhaltbar sind (wie z.B. Wordarg). Wenn man mit Impfgegnern, Homöopathen und anderen Freunden des Aluhuts lange genug geduldig gesprochen hat (und auch einmal gesehen hat, was am Ende herauskommt, wenn Kinder z.B. nicht geimpft werden) verliert man irgendwann die Geduld.

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Das ist eben das "große Dumm", um die Worte eines bekannten Wetterfrosches zu nutzen. Da gibt es z. B. noch jetzt Leute, die behaupten, es gäbe keine Übersterblichkeit, und verlinken aus Zahlen aus dem Kreis Heinsberg für die Zeit von Januar bis März 2020. Well, you ... ..., die Krankheit trat hier erst im Februar in Erscheinung, und es dauert bis zum akuten Stadium bei einer genügenden Zahl von Personen halt ein wenig, und dann fangen die lebensbedrohenden Situationen auch erst nach einer Woche bis neun Tage an - vgl. Boris Johnson. Und dann stirbt man, so eine intensive Behandlung erfolgt, auch noch nicht unmittelbar.

Die jetzt bekannten Zahlen aus dem April, die eindeutig für den Kreis Heinsberg eine eindeutige Übersterblichkeit zeigen, werden geflissentlich unterschlagen.

Und dann das eugenisch-bescheuerte Argument, es stürben ja nur Vorerkrankte. Nochmals, Ihr ... ..., selbst der 80-jährige alte weiße Mann mit mehreren Vorerkrankungen hatte vor Corona bei unseren Lebensbedingungen noch mehrere Jahre Restlebenserwartung!

Ich würde ja gerne mal Fotos von diesen Beitragsschaffenden sehen, weil ich da zwei bestimmte Klientel im Verdacht habe. Aber sie denken halt: "...mich könnte es treffen? Wieso ich? Ich doch nicht!"

Sorry, die Wut über derartigen Äußerungen mußte mal raus. Übrigens schreibt sowas, um mal die Klischees für die entsprechende, von mir erwartete Klientel zu bedienen, nicht nur Hein "adipös und faul" Blöd mit Amibrause und Pizza im Mund, dauersitzend mit schlafgrauer Haut und fettigen Haaren im Keller vor dem Röhrenmonitor, oder der gerne Produkte aus der kleinen, dummen Stadt an der D., fahrende Karl -Heinz "ich bin der größte Vertriebsprofi und Hecht aller Zeiten" Schwaderlappen, sondern auch es wird auch in allgemein durchaus beachtenswerten Medien von Leuten mit Professor in der Autorennennung gebracht.

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Übersterblichkeit gibt es, im UK ganz deutlich. Meine Kritik an der Abstands und Maskenpflicht ist eher grundsätzlicher Natur. Ne selbstgenähte bunte Stoffmaske ist genauso bullshit wie in den Ellenbogen niesen. Vertuscht nur das Versagen der Seuchenvorsorge.

Vernünftige Masken für das medizinische Personal, einmal richtig lockdown und massenhaft Testen und Nachverfolgen, Quarantäne mit Überwachung und nicht „nur zum shoppen raus“.

So wie jetzt gemacht kommt die zweite Welle. Mit Glück wirkt bis dahin irgendeine Medizin.

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@buerger: volle Zustimmung. Bei einer sorgfältigen Seuchenvorsorge wären genügend Masken nicht nur für das medizinische Personal, sondern auch für Polizei etc. vorgehalten worden. Jetzt rächen sich die Konzepte der nassforschen Modernisierer, Sanierer und Sparapostel, die das alles mit den Argumenten wie "braucht es nicht mehr", "zu teuer", "wird durch die Digitalisierung obsolet" etc. pp. weggewischt haben. Stattdessen sind immer mehr kostspielige Vorschriften auf nicht lebensnotwendigen Nebenschauplätzen eröffnet worden, etwa die Sicherheitsplakate an den Bauzäunen, die die, die es betrifft, ohnehin nicht beachten werden, wenn der Chef es nicht will.

Twitter liefert manchmal auch beachtenswerte Hinweise. Unter dem Hashtag Streeck fand ich gestern einen Hinweis auf ein englischsprachiges Interviewvideo mit dem Professor, so etwa eine halbe Stunde lang. Der Interviewer stellt m. E. sinnvolle Fragen, und lässt vor allen Dingen unprovozierend Streeck von seiner Forschung berichten. Herr Streeck kam da auf mich ganz anders rüber, als etwa im Lanz'schen Tribunal, pardon Talk. Er stellt z. B. erst einmal mal geografisch klar, dass die Untersuchung nicht in Heinsberg, sondern in der aus mehreren Dörfern geschaffenen Gemeinde Gangelt, Kreis Heinsberg, stattfand. Eine Tatsache, die manche dt. Journalisten immer noch nicht erfasst haben... Seine ihm z. B. vorgeworfene Äußerung, wir müssten nun mit dem Virus leben, hat er in diesem Interview näher begründet. Er geht - aus der Erfahrung der Aidsforschung, in der er ja bisher unterwegs war - davon aus, dass es sein kann, dass evtl. nicht in absehbarer Zeit eine allgemein wirksame Impfung möglich ist. Von dem Schlagwort "Herdenimmunität" scheint er auch nichts zu halten. Und er geht nur von einer partiellen Immunität aus, wie bei den gewöhnlichen Erkältungsviren. Bei der Äußerung mußte ich - als medizinischer Laie - an die nahezu Ausrottung der Ureinwohner Patagoniens bei Erscheinen der Herren Konquistadores denken, die an den für Europäer harmlosen Erkältungen starben.

Wer es sich anschauen will (wer der Interviewer ist und in welchem Rahmen das erfolgt, habe ich nicht überprüft), suche auf "Deine Röhre" unter den Schlagwörtern "Lockdown TV Streeck".

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War die Strategie nicht 'flatten the curve'? Da will man nur die Anzahl der Infizierungen begrenzen aber nicht die Infizierung an sich.

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Naja, die Infizierungen an sich kann man nicht völlig verhindern, wahrscheinlich nichtmal wenn alle gleichzeitig 4 Wochen als Eremiten zuhause bleiben und garnicht rausgehen, denn auch das ist zweifelhaft, irgendwo schlüpft eine Infektion immer durch - und wenns der Vogelschiß auf dem Balkon ist, den jemand abwischt.

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die epidemiologie bezieht sich natuerlich auf die gesellschaft und nicht auf das individuum - die rasante weiterverbreitung wurde gluecklicherweise mit welchen methoden auch immer eingedaemmt, die krankheit selbst bleibt individuell betrachtet ebenso natuerlich genauso risikobehaftet wie vor zwei, drei monaten.

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Fasten your seat belts:
Bioladenklientel auf Globuli. Stachus München, Tanz gegen die Coronaverordnung, gestern(?). Sing dei dei dei dei.

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noch zur Brotfrage:
Da das Brotthema anscheinend immer noch nicht ganz durch ist, möchte ich hier eine Lanze für das Pumpernickel brechen - meiner Meinung nach für den Prepper völlig unverzichtbar, weil gesund und lange haltbar. Da es durch die Ballaststoffe auch die Verdauung anregt, korreliert es mit dem Klopapier, also Obacht! Als Versender kenne ich die Bäckerei Enking.
Gruß K

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Teste gerade ein paar Versender, bin aber eher skeptisch, Brot lässt sich nicht gut verschicken...Pumpernickel mag ich nicht, aber danke für den Tipp.

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Falls das nicht schon verlinkt wurde
(Link entschärft):
htt ps://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/ist-social-distancing-evidenzbasiert/
- Fand es (mitsamt Kommentaren) ganz interessant.
Eilige Grüße und einen schönen Tag!

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Vielen Dank - sehr interessant (und unaufgeregt geschrieben).

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Ja, ist jetzt nicht so durchschlagend im Sinne von "hat eine strategische Idee", aber durchaus lesenwert als Zusammenfassung, und sehr interessant finde ich den Vergleich Schweiz-Weißrußland (endlich erfährt man mal, was in Weißrußland für Maßnahmen getroffen wurden, das wurde sonst nirgends erwähnt). Richtig daran ist die Skepsis gegenüber ungezielt rundumschlagenden Maßnahmen, die mehr schaden als nutzen, allerdings würde man sich den Versuch, wirklich Wirkungsvolles zu identifizieren, noch etwas pointierter und genauer wünschen. Aber immerhin wird dieser Ansatz so halbwegs eingeschlagen.

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Noch was anderes, "social distancing Forschung".
Ich habe den Eindruck, daß da viel aufgebauschter Zahlensalat im Spiel ist, der gar nichts aussagt, weil er gar nicht nach typischen Verhaltensweisen, Lebenssituationen, Wetternutzung, unterschiedlichen Kontakten überlegt, sondern zunehmend Einzelpersonen zutiefst gängeln will und dadurch in einem Scheuklappentunnel operiert.
Wenn man diesem Text ein Verdienst zuschreiben kann, dann das, daß er von dieser Schiene etwas runterbringt und zum weiteren Überlegen anregt.

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Generell noch zum Verlauf der Maßnahmen: es werden immer wieder Wellen von Massenandrang erzeugt, ich erinnere an die Klopapierwelle, als die Lebensmittelläden voller Leute waren, und die durch Zurückfahren des Zugtakts erzeugten mehrfachen Zugüberfüllungen.
Was die Gastronomie angeht (und auch die Läden): da 2-6 Personen reinzulassen ist verhungern am ausgestreckten Arm, dafür lohnt sich das Ladenaufmachen nicht, viel zuwenig Umsatz. Und Terminvergabe (Ticketing) für Läden ist abartig, dann kauft man lieber online. Man könnte allenfalls per Handy anzeigen, wo viele Leute sind, d.h. wo gerade Gewühl ist, so daß man sich davon evt. fernhalten kann, aber da mit "Infizierten" und "Immunen" rumhantieren zu wollen bringt wahrscheinlich nichts, weil es immer Falsepositives und Falsenegatives geben wird.

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einen schritt zurueckzutreten und sich eine situation kuehl anzusehen, ist eher begruessenswert. hie und da hat der bericht einen punkt. beim vergleich von aepfel und birnen, pardon schweiz und belarus wurde es m.e. schwierig, kommt es doch nicht nur auf den ersten fall an, sondern auch auf die haeufigkeit der eintraege von einem aussen. bei der schweiz war es zunaechst das hochrisikogebiet in italien und der traditionell sehr enge austausch zwischen beiden laendern, dazu kommt die hohe mobiliatet innerhalb ch. wenn man die grenze frueher geschlossen haette, waere in ch weniger geschehen gewesen, aber man haette sie als unfreundlichen akt werten koennen.

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Na ja, die Grenzen nach außen sind ein Ding (und da sind Transitländer wie CH und D wirklich schwer mit BEL zu vergleichen, weil da naturgemäß viel mehr kommt und es viel schwerer ist, da zu bremsen), aber das andere ist ja, wenn sich ein Land das erstmal eingefangen hat, wie es sich dann verteilt. Feste, Familiengewohnheiten, Arbeitswege, Ausgehgewohnheiten, Einkäufe, Umgang miteinander. Die Weißrussen, so habe ich gehört, treffen sich gern zum Schaschlikgrillen im Wald. Die leben auch nicht eremitisch.

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gux, Dienstag, 5. Mai 2020, 13:00

„...besonders wenn die 'abweichenden' Meinungen wissenschaftlich unhaltbar sind (wie z.B. Wordarg). “
Da wäre ich vorsichtig. Wodarg ist nicht „wissenschaftlich unhaltbar“ sondern trägt eine Bewertung vor die man aus nichtwissenschaftlichen Gründen ablehnen kann. Sein Artikel ist auf Telepolis sehr umfangreich und teilweise auf hohem Niveau kritisiert worden. Der Teil, der sich auf seine Bewertung des PCR-Tests bezog, ging quasi unentschieden aus. Und generell waren und sind bei covid-19 die „abweichenden Meinungen“ offenbar wissenschaftlich fundierter als die der offiziösen Medien-Virologen-Popstars mit ihrem Zick-Zack-Kurs. Vieles können wir wohl erst viel später im Rückblick bewerten.

Gestern habe ich ein Flugticket kaufen können weil ich es einfach probiert habe. In den Medien gab es dazu nichts. Das ist nach meinem Wissen nur möglich wenn wichtige lock-down-Erleichterungsentscheidungen längst gefallen sind. Wie üblich werden wir jetzt wohl in pädagogisch verantwortbarer Weise in den nächsen Tagen Schritt für Schritt dafür präpariert. Postdemokratisch halt.

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Einen Zick-Zack-Kurs gibt es, weil man eben ständig etwas neues lernt und versucht, die beste Lösung für die gegenwärtige Situation zu finden. Das ist nicht leicht, und jeder Tag bringt neue Daten. Für jemanden wie Wodarg, der keinerlei Verantwortung hat, ist es natürlich einfach, aber:

Er behauptet noch immer, dass es COVID-19 nicht gibt, bzw. sich nicht von anderen Erregern unterscheidet - d.h. außer einer kleinen Gruppe Erleuchteter versteht niemand PCR, Immunologie und Epidemiologie? Ich kann Ihnen versichern - die Menschen sterben wirklich, und zwar deutlich mehr als in anderen Jahren; und man kann Unterschiede zwischen Ländern auch deutlich anders erklären - und wenn man Ockhams Rasiermesser verwendet, ist die unterschiedliche Altersstruktur deutlich überzeugender.

Seine Ansicht zu H5N1 und H1N1 teile ich nicht, zumal ich ja nicht nur zu den vom ihm so gescholtenen Empfängern von Drittmitteln gehöre, sondern auch noch Menschen kenne, die direkt in die Antwort zu beiden Krankheiten involviert waren - und die jedes Mal sehr froh waren, dass es so glimpflich ausgegangen ist.

Wodard erinnert mich an Wakefield - ein guter Selbstvermarkter, dem der Schaden, den er anrichtet, ziemlich egal ist.

Flugtickets kann man jederzeit kaufen, so lange es Flüge gibt - und soweit ich weiß gibt es in Deutschland keine Ausgangssperre.

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Ich wende mich lieber wieder interessanten Dingen zu ...

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Das verschieben kommt mir etwas kompliziert vor, denn das müßte man ja koordinieren, wenn der Unterhaltungsfaden beibehalten werden soll - von mir aus können sie auch gerne gelöscht werden; der Inhalt ist jetzt nicht so wichtig ...

Dafür wage ich mich jetzt an den Monheimer Salzsauer!

http://schellikocht.de/post/view/roggensauerteigbrot-konzentration-der-aromen-sptso

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gux, Dienstag, 5. Mai 2020, 15:42

„Einen Zick-Zack-Kurs gibt es, weil man eben ständig etwas neues lernt und versucht, die beste Lösung für die gegenwärtige Situation zu finden. Das ist nicht leicht, und jeder Tag bringt neue Daten. Für jemanden wie Wodarg, der keinerlei Verantwortung hat, ist es natürlich einfach,...“
Der Zick-Zack-Kurs ist nicht das Problem. Sondern das Abfackeln anderer Meinungen als Leugner, FakeNews-Quelle, Verschwörungstheoretiker usw.usf. Vor 10 Tagen gab es den gebuchten Flug überhaupt nicht, auch nicht als Angebot im Internet. Jetzt ist er einfach da. ;-)

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Lustiger wird´s heute nicht mehr:
Antisemitismusbeauftragter kritisiert Auftritt von Lisa Eckhart

https://www.zeit.de/kultur/film/2020-05/kabarettistin-lisa-eckhart-kritik-antisemitismus-rassismus-menschenfeindlichkeit

Für einen drei Jahre alten Beitragim ÖRR, den jetzt zufällig ein paar Linke auf twitter ausgegraben haben. Mann. Wen der die anderen Beiträge von ihr hört, hat der nen Herzkasper ...

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Naja. In der Zeit. Die selbe Kategorie wie Taz und ND. Blättchen die gerne Pleite gehen können.

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Im Deutschlandfunk Kultur gab es auch schon ganz doll Schimpfe für Lisa Eckart (Beitrag "Zusammengewürfelte Tabubrüche").
sinngemäß : "Satire darf alles, aber...", "Ich will ja keine Zensur, aber...", "Sie ist ja bestimmt eigentlich privat ein besserer Mensch, aber"...
Stelle ich mir stressig vor, ein Leben mit so einem irritablen Nervenkostüm.

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Das ist kein leicht irritierbares Nervenkostüm!

Das ist eiskalte Macht- und Deutungshoheits-Politik. Nach dem Motto: Wer wen ungescholten beleidigen und wer welche "Tabus" brechen darf, bestimmen wir. Und sonst niemand.

Was diese Kritik so widerwärtig macht. Wer bestimmten Berufs- oder Politikgruppen angehört, darf sich in der deutschen Kabarett- und Satire-Landschaft seit vielen Jahren beständig weitaus Gemeineres anhören. Was den Autoren der Eckhart-Schelte sehr wohl bewusst ist, die wollen einfach verhindern, dass sich dieses Ungleichgewicht auch nur um Zentimeter verschiebt.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Das ist eiskalte Macht- und Deutungshoheits-Politik.
Ich hatte gehofft, Corona würde die ÖR auch genug durchschütteln, daß derlei mal zurückgedrängt wird. Aber seit ein paar Tagen kommen die üblichen Fingerzeiger wieder aus ihren Löchern, in die sie ein paar Wochen weitgehend versenkt waren.

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@thorha @colorcraze
Da hab ich mich unklar ausgedrückt.
Ich dachte auch, dass es sich um deutungspolitische Gebietsbissigkeit handelt.
Was ich mich manchmal frage : Ist denen das eigentlich (unter)bewusst oder sehen die sich stets und immer noch als edle Kämpfer?
Und würde das überhaupt einen Unterschied machen?

Viele Grüße
von panna Kraweel

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Corona war gestern,
die offiziellen Zahlen legen dies nahe und ob die nächste Stufe im Kreislauf des Lebens nun für einige ein paar Monate früher oder später erklommen wird - was solls. Im Wonnemonat melden sich die Hormone und verlangen ihr Recht. Nach Kurzarbeit lockt der Urlaub, alles ist möglich. Es ist an der Zeit, zum normalen Leben zurückzukehren, die Maske machts möglich.

Ja, es sind gute Zeiten für schlechte Entscheidungen. Die Opfer der letzten Loveparade können das sicherlich bestätigen. So eine Pandemie relativiert da schon einiges. Und, trotz ultra vires, Konsequenzen sind wohl kaum zu erwarten. Das wäre ja, als ob die heilige Kuh geschlachtet würde, statt sie mit Transfusionen zu retten. Selbst Corona-Gegenmittel sind eher zu erwarten, als die Gleichheit vor dem Steuerrecht. Zurück zum normalen Leben eben.

Endlich mal wieder frei durchatmen.

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6000 Tage
Mal OT: Sind irgendwelche Festivitäten für das Großereignis geplant?

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Auch OT
Meines Wissens nicht :( Die wären wohl am 26.04.22 erreicht, Voraussetzung ist also zwingend eine Verlängerung, also eine weitere Wende.
Mein 93jähriger Nachbar glaubt sich zu erinnern, daß es außer Adenauer, Kohl und eben M auch noch andere Kanzler gegeben hat.

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Nachsicht
Sah heute einen einsamen Radler mit Maske und hochrotem Kopf nach einem Anstieg auf offener Landstrasse Schlangenlinien fahren, überlegte kurz ob der Mann Hilfe braucht.

Die Ergebnisse von Statistiken zu Schutzmasken für die Atemwege aus Ländern mit wenig Umweltauflagen und entsprechend hoher Luftverschmutzung könnten auch deshalb so eindeutig ausfallen, weil durch die Luftfilter vor allem gröbere, exogene Partikel nicht in die Lunge gelangen.

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Vor zwei Wochen habe ich mir an der Apotheke beim Ratio-Markt in Ratingen eine Maske für 7,95 Euro gekauft. Und eine für meine geschäftsführende Gesellschafterin. Wegen der Marktbesuche.
Unsere Masken haben einen Aufdruck KN95, was immer das auch bedeutet. Ich habe das Teil jetzt dreimal benutzt, einmal Supermarkt, zweimal Baumarkt, 20 Minuten und 10 Minuten jeweils. Als Ü69 möchte ich bemerken, dass das Ding mich an meine Leistungsgrenzen bringt. In freier Luft laufe ich mit unserem Hund locker 10 Kilometer. Mit Maske keine zwei.

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Öchja. Mit Maske Radfahren ist wie mit Styroporhut Einkaufen.

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zumindest diese atemprobleme habe ich mit meiner ffp2 - aus einem umbau stammend - nicht. allerdings wird es nach einer gewissen zeit etwas ungemuetlich darunter. die hitze duerfte im sommer recht unangenehm werden.

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ffp2
Tja, Baumarkt hilft.

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In freier Luft laufe ich mit unserem Hund locker 10 Kilometer. Mit Maske keine zwei.
Das ist wohl allseits die Erfahrung. Ich sah heute auf der Einkaufsstraße fast nur Leute ohne Masken, ein paar, denen sie unterm Kinn hingen (was zwar bequem ist, um nach einem Geschäftsbesuch Luft zu schnappen, aber einfach so richtig bekloppt aussieht). In den Geschäften haben die Leute ihre Masken auf, das Verkaufspersonal aber nicht mehr.
Und die Abstände sind nicht mehr so groß wie vor 1, 2 Wochen (außer an der Kasse), mit Maske auf ist in den Läden wie früher Gewühl.
Vor 2 Tagen hörte ich von einem Physio, daß er wohl die ganze Zeit weiterarbeiten konnte, allerdings stets mit Maske, was anstrengend sei.

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The Atlantic
heftig pro Masken.

The Atlantic erklärt online warum Masken gegen CO-19 wirken. Der krypto-faschistische HBD-Psychologe Steve Stewart-Williams weist auf seinem Twitter Strang darauf hin.

https://www.theatlantic.com/health/archive/2020/04/dont-wear-mask-yourself/610336/  ;

The Atlantic hat zwei Versionen der Masken-Geschichte: Eine wissenschaftliche, für die sie 19 (!) Experten aufbieten, und eine volkstümliche. In der volkstümlichen heißt es:

"Models show that if 80 percent of people wear masks that are 60 percent effective, easily achievable with cloth, we can get to an effective R0 of less than one. That’s enough to halt the spread of the disease. Many countries already have more than 80 percent of their population wearing masks in public, including Hong Kong, where most stores deny entry to unmasked customers, and the more than 30 countries that legally require masks in public spaces, such as Israel, Singapore, and the Czech Republic. Mask use in combination with physical distancing is even more powerful."

Sehr schön: Auch unsere viel verlachten Tschechischen Nachbarn haben es mit ihrer Masken-Praxis richtig gemacht.

(Oh - nein, ich sagen nicht: Nur Masken, ne?)

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Wäre schlimm wenn das Gespräch versandet nur weil es nicht genügend konfliktives Material gibt:
„Bundesregierung wusste offenbar schon im März, dass Gefahr übertrieben dargestellt wurde
Die Covid-19-Welle ist so gut wie beendet. Vorliegende Daten zeigen, dass die Welle in Deutschland und Schweden nahezu gleich verlief. Durch eine starke Ausweitung der Testaktivität entstand zu Beginn der falsche Eindruck einer enormen Dynamik. Die Lockdown-Maßnahmen waren unsinnig – sie begannen, als die Welle von selbst zurückging. Eine juristische Aufarbeitung der Vorgänge ist dringend geboten.“
Quelle: https://multipolar-magazin.de/artikel/bundesregierung-gefahr-ubertrieben

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Ah, bipolar-magazin. Herrlich.

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Da lacht der Chemtrail und schmeißt Hufeisen auf den Waldorfschüler. Ihr globulifressenden Reichsbürger.

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fritz_, Donnerstag, 7. Mai 2020, 13:16

„Da lacht der Chemtrail und schmeißt Hufeisen auf den Waldorfschüler. Ihr globulifressenden Reichsbürger.“

Ist das so oder reden Sie wieder dummes Zeug? Falls dort Reichsbürger sein sollten - wo finde ich die dort?

Das hier geht in die gleiche Richtung:
https://www.moonofalabama.org/2020/05/there-is-no-glory-in-prevention.html#more

Da frage ich mich schon: wer bitte ist, im Vergleich „_fritz“?

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Na, wenn da dann mal nicht die Realität die Klagenden und ihren Prozeß überholt. Alte Weisheit: Seuchen interessieren sich weder für Bittgebete, neoliberales "aber die Wirtschaft" Gekeife noch "ich kenne meine Rechte" Rechtsratsuchende.

Habe den Link mal angeklickt. Da hat sich aber jemand ganz viel Zeit genommen. Ich werde aber lieber mal den aus Gründen arrangierten freien Tag plus Kaiserwetter weiter sinnvoll nutzen, und überlege gerade: nehme ich das Koga Miyata, die japanische racefiets oder den anderen holl. Hobel?

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Gelegentlich2020: "Gefahr übertrieben dargestellt"?

Wirklich? Im UK sind 42'000 Menschen gestorben - mehr als im 2. Weltkrieg; in Italien 25'000 (davon 16'000 in der Lombardei) in Spanien 32'000. Ich kann mir nicht vorstellen (und will es ehrlich gesagt auch nicht) in welcher Welt man leben muß, um hier von "übertrieben" zu sprechen.

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gux, Donnerstag, 7. Mai 2020, 15:05
„Gelegentlich2020: "Gefahr übertrieben dargestellt"?“
Sind wir nicht mitten in der Untersuchung und Aufklärung darüber?
D.h. die benötigten Antworten haben wir noch gar nicht. Was daran eigentlich auf covid-19 zurück geht ist noch nicht bekannt. Im verlinkten Beitrag ging es um Deutschland und Schweden und um die Frage, ob dieser Lock-down gerechtfertigt war. Ich habe mir dazu noch keine Meinung gebildet. Aber die Frage ist zu diskutieren und nicht durch einen Verweis auf die Zahl der Toten abzuwürgen.

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Was für ein elender Bullshit!
Oh, OK: Bloß nicht über die Zahl der Toten sprechen, im Fall einer unzureichend gebremsten Verbreitung, und schon gar nicht über die Übersterblichkeiten in den Covid-19-Hotspots.

OK, kapiert. Wegen "abwürgen" oder so. Und bitteschön alle internationalen wissenschaftliche Studien ignorieren, die sich zu diesen Themen äußern!

Weil, äh.

Und Herr Kief kann auch nur die Sachen glauben, die in deutlich bräunlich angefärbten Internetquellen verbreitet werden.

Das ist annähernd ähnlich pfiffig.

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@gelegentlich: warum verschwenden Sie Ihre Zeit mit den Hirndämpfen der Rabulistenfraktion? (dies ist, was fritz meinte - und ich auch). Wenn ich Sie wäre, würde ich mich eher um Chloroqin- und Chlordioxidlösungsbeschaffung kümmern und nach einigen Überlegungen, wie man auch unter widrigen Umständen zurückkommt (man kann zur Not auch von Rumänien nach Süddeutschland zu Fuß laufen, aber es ist nicht einfach), den Flug buchen.

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@gelegentlich:
Kein Lockdown, viele Tote ... Lockdown, wenig Tote.

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@colorcraze - das wird aber ein sehr langer Weg, und gerade die Karpathen sind ein gefährliches Gebiet!

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gux, Donnerstag, 7. Mai 2020, 16:41

„Kein Lockdown, viele Tote ... Lockdown, wenig Tote.“

Wir diskutieren hier doch weil es gerade nicht so einfach ist. Versagen der politischen Führung, die neoliberale Verwüstung des Gesundheitssektors etwa, wären hier zu nennen neben vielen weiteren, noch unbekannten Faktoren. Wie kommt es dass verschiedene Länder daran gemessen so enorm unterschiedlich abschneiden? „Wenig“ neoliberale Länder wie Portugal etwa besser? Türkei fast doppelt so gut, im Vergleich zu Deutschland? Wir reden doch wohl vom gleichen Virus.

colorcraze, Donnerstag, 7. Mai 2020, 16:26
„@gelegentlich: warum verschwenden Sie Ihre Zeit mit den Hirndämpfen der Rabulistenfraktion? (dies ist, was fritz meinte - und ich auch). “
Ich urteile nun mal nach dem was ich vor mir sehe. Und dazu zählt multipolar gerade nicht, _fritz schon. Das Chloroquin-Problem habe ich für Freunde und mich schon am 10.3. gelöst. Das Problem ist bloß: das wirkt ausgezeichnet gegen die Vermehrung der Viren im Körper. Nur bei covid-19 merken 60-80% der Infizierten nichts davon, weil es bei denen harmlos ist. Und wenn diese Phase abgeschlossen ist und Schäden (Symptome) fühlbar werden kann das auch nicht mehr viel ausrichten. Besser als dieses mit unangenehmen Nebenwirkungen belastete Medikament wäre eine Alternative, die man vielleicht sogar präventiv nehmen könnte. Da haben wir was in der Röhre. Niemand kann ausschließen dass es eine zweite Welle geben wird.

first_dr.dean, Donnerstag, 7. Mai 2020, 16:14
„Und bitteschön alle internationalen wissenschaftliche Studien ignorieren, die sich zu diesen Themen äußern!“
Es wird unangenehm. „Alle“ Studien... tsst. Ich habe mich vergeblich darum bemüht herauszufinden auf welcher Basis an Kompetenz Sie sich äußern. Es ist eben so dass die Studien vollständig uneinheitlich sind. Das ist bei einem ganz neuen Sachverhalt ganz normal. Welche also ignorieren? Es gibt da keinen seriösen Tenor und unseriöse Alternativen. Schauen Sie sich nur mal die Irrungen und Windungen des RKI an. Oder die der Medien, die der Politik zuarbeiten. Nicht mal FakeNews können Sie so definieren. Es gibt keinen Lock-down, das sind FakeNews. 3 Tage später war er da. Schon vergessen? Und in einem Moment, wo die Welle abklingt, will Herr Spahn unbedingt absolut fragwürdige Apps, weil er dem datenverkaufenden Gewerbe zuarbeitet, wie es aussieht.

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@gelegentlich: Das NHS war nicht überlastet, insofern gab es da kein Problem mit dem "neoliberalen" Gesundheitssystem. Das bundesdeutsche Gesundheitssystem ist deutlich "neoliberaler" als das NHS - im UK wurde mir noch keine Behandlung verweigert, weil ich nicht bar bezahlen konnte.

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gux, Donnerstag, 7. Mai 2020, 17:56

Wunderbar! Dann geht eben die Diskussion weiter nach den Ursachen über die so unterschiedlichen Fallzahlen. Die müssen ja einen Grund haben und hoffentlich finden wir, findet man, den raus.
Nachdem was ich in meinem Umfeld hier mitkriege hat dieser Schock ein Umdenken ausgelöst. Gesundheitsfürsorge ist besser keine monetarisierbare Dienstleistung und sollte nicht so behandelt werden. Das war und ist wohl in Irrweg.
Im Übrigen wundere ich mich ergebnislos über einen rätselhaften Sachverhalt: bei dieser Pandemie war von Anfang an entscheidend sich über den Ist-Zustand zu informieren. Das geht nur über permanene repräsentative Antikörpertests. Die wurden seit Anfang März überall angemahnt, Zusicherungen gab es dass dies Anfang April zur Verfügung stünden. Spätestens zum 10.4.2020. Bis auf die Studie in Heimsberg gibt es nichts. Warum? Dass die vorhandenen Tests nicth gut genug, selektiv genug, sein mögen ist eben so. Dass es Kreuzreaktionen geben kann auch. Aber die Zahl der Menschen, die immun (geworden) sind zu erfahren ist doch wesentlich.
Apropos Rabulistenfraktion:
Das hier zählt sicherlich nicht dazu
https://harald-walach.de/2020/04/29/gemeinsame-anfrage-an-die-fraktionen-des-deutschen-bundestages-zu-den-regierungsmassnamen-in-der-corona-krise/

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das wird aber ein sehr langer Weg
Aus Asien ist es noch weiter.
Aber imgrunde alles fußläufig (mit genug Zeit und Geschick, sich unterwegs Essen und Unterkunft zu besorgen).
Amerika, Afrika, Australien, Indonesien: braucht man Boot.

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Wallach ist auch so ein pseudowissenschaftlicher Kasperl - wie sagt man: wer einmal lügt ...

Ja, es gibt viele Fragen. Dank des neoliberalen NHS sogar hervorragende Daten zu Risikofaktoren (rauchen Sie! Heiraten sie reich) - und seriös kennt keiner die Antworten. Deswegen kann man beobachten, dass großes Fachwissen mit vagen Aussagen einhergeht. Alle meine Freunde, die richtige Epidemiologen sind, sind eher schweigsam ...

Colorcraze - könnte man nicht über das Arktiseis nach Amerika kommen? Das müsste doch eigentlich gehen.

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könnte man nicht über das Arktiseis nach Amerika kommen? Derzeit wohl eher nicht, da sind die russischen Eisbrecher vor, und wie man in Alaska/Kanada wieder an Land käme, weiß ich auch nicht.
Man hätte diese Aufgabe Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond vor 10, 15 Jahren stellen sollen, dann wüßte man besser, ob das geht. Zum magnetischen Nordpol sind sie ja seinerzeit gekommen, mittlerweile liegt der aber woanders, siw näher am Wasser.

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Falls jemand einen fahrradtauglichen Weg von den Karpaten nach Süddeutschland braucht, ich hätte da selbsterprobte Routen. Rumänien hat mit dem EU-Beitritt deutlich gewonnen, gerade die Region Siebenbürgen ist recht wohlhabend. Die Bären sind eigentlich recht harmlos, die wilden Köter fast alle ausgerottet. Das sah vor 20 Jahren bei meiner ersten Tour dort durch ganz anders aus.
Man muß da nicht mit dem Rad hin, auch die Eisenbahn fährt dort lang. Der Nachtzug München-Budapest existiert, von Budapest gibts einen Schnellzug nach Bukarest mit zwischenhalt. Oder man setzt sich in einen Bus.

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Falls jemand einen fahrradtauglichen Weg von den Karpaten nach Süddeutschland braucht,
Ich zweifle nicht, daß es die relativ komfortabel gibt, denn in den letzten 30 Jahren hat sich dort ja einiges getan.
Nur ob zur Zeit so ohne weiteres Gastronomie verfügbar wäre, macht halt den Unterschied (ums Ganze, zu vor 10 Jahren).

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Wie lange dauert das mit dem Fahrrad (wenn man es eher gemütlich angehen läßt)?

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Mit genug Kilometer in den Beinen sollte das in 2 Wochen möglich sein.

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die 'conti brownwall' ('atlanta'?) ca. noch aus den 1990gern auf dem trek sehen übrigens noch sehr gut aus, schmücken auch prima den gesamteindruck. ('man sieht nur, was man kennt' - es gibt auch hier noch solche, 'double fighter' o.ä., sogar noch montiert, warten auf den nächsten einsatz, die sind ebenfalls noch perfekt i.o.. 'war halt alles eine wirklich gute qualität damals.')

(schade, dass hier kaum einer kommentiert, was da so alles hübsches & tüchtiges zu sehen ist. but anyway, hauptsache auch weiterhin schön gesund.)

https://www.mtb-news.de/forum/t/v-nos-continental-atlanta-brownwall-reifen.740577/

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Kurzarbeit
kam für den Hausherren ja nicht in Betracht, der als Verfechter der Leibeigenschaft Verantwortung übernimmt und sich solidarisch zeigt.

Zur Solidarität und dem, was andere darunter verstehen:
https://youtu.be/GiU85X3T6Po

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Kurzarbeit ist nicht angesagt, höchstens kürzer denken. "Leistungslose Kreative" verhöhnen und Neuwagenkaufprämien beklatschen: Die "Kunstfigur" ist auf Twitter ein wirklich angenehmer Zeitgenosse.

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Zwar, avantgarde, kann ich die Beiträge der Kunstfigur wegen der Paywall nicht beurteilen, traue ihr aber durchaus zu, differenziert, wenn auch pointiert, zu schreiben.

Daß die Regierung aus eigenen Macht-Interessen viele Institutionen und "Kreative" unterstützt, deren "Leistung" sich lediglich darauf beschränkt, politische Ideologien zu verbreiten, sehe ich genau wie die Kunstfigur. Und das nicht erst seit Corona.

Daß die Neuwagenprämien die deutsche Wirtschaft ankurbeln werden, halte ich allerdings für wenig wahrscheinlich und auch für den falschen Weg. Was die Kunstfigur dazu schreibt, weiß ich allerdings, wie gesagt, nicht.

Aber zu dem ganzen Irrsinn der Batterieautos, der Plaketten, der Fahrverbote, der Dieselhysterie etc. pp. gäbe es ja viel zu schreiben, wäre das nicht längst geschehen und wirkungslos verpufft, angesichts der ideologischen Verbohrtheiten.

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Hat man eigentlich jemals geprüft, was die Abwrackprämie damals in den 2000er Jahren gebracht hat?

Bei meinen Eltern jedenfalls führte es dazu dass diese ein 24 Jahre altes, aber immer noch ziemlich gut laufendes Fahrzeug verschrotten ließen (bzw. der Volvo wird vermutlich immer noch irgendwo in Afrika oder einer der ehem. Sowjetrepubliken rumkurven). Der Wagen danach, neu, erreicht dieses Jahr den km Stand 20.000, und der Händler ließ anmerken, so langsam wäre es wirklich Zeit, die mittlerweile 14 Jahre alten Sommer- wie Winterreifen auszutauschen, Profil sei im Überfluss vorhanden, aber das Gummi, wissenschon.

Im Ergebnis wurde völlig sinnlos ein Auto neu produziert, und die Herstellung ist nunmal der Teil des Lebenszyklus, welcher den größten schädlichen Einfluss auf die Umwelt hat. Wenn man das mal bei modernen Autos genau ansieht, kann man gut und gerne eine sechstellige km-Distanz zurücklegen, bis die Umweltverschmutzung auch nur in die Nähe dessen kommt, was Herstellung, Verzinkung, Lackierung, usw. alles an Schäden verursacht haben.

Es geht da nicht um etwas Sinnvolles, da werden Ideologien bedient. Um so schlimmer, dass die sich immer das Wissenschaftler-Mäntelchen umhängen, denn wären da wirklich welche dabei, vielleicht auch sogar mal richtige Volkswirte, ...

Aber ach, das bleibt wohl Wunschdenken.

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Sind Regierungen wirklich zu so groß angelegten Projekten fähig? Mein Hauptproblem bei allen "Verschwörungstheorien" (ich meine das jetzt im weitesten Sinne und nicht auf Aluhüte beschränkt) ist, dass ich den Regierungen zwar den Willen unterstelle, aber nicht an deren Fähigkeit dazu glaube.

Dass man ein paar "Kreative" als Hofnarren und Agitatoren unterstützt, das kann ich mir auch vorstellen - oder dass man bestimmte wohlwollende Gruppen unterstützt; aber jenseits davon? Kann eine Regierung, die es nicht schafft, einen Flughafen zu bauen, wirklich ein ausgeklügeltes Projekt erfolgreich und geheim durchziehen?

Ich war auch schon mehr als einmal Teil einer Verschwörung - und in jedem Fall war die wirkliche Erklärung sehr banal und beruhte eher auf Unfähigkeit als wohlüberlegter Planung (aber das muß ich natürlich auch sagen).

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Die Abwrackprämie war am Ende nur eine Subvention der (europäischen) Wirtschaft, greenbowlerhat. Unter Umweltgesichtspunkten, so wie Sie es richtig beschreiben, war die Prämie sinnlos. Und genau so ist es auch jetzt. Ein einziger ökonomischer wie ökologischer Irrsinn, damals wie heute ideologisch begründet bzw. begleitet.

Angesichts der neuen Wehrbeauftragten, gux, sind Zweifel an den Fähigkeiten unserer politischen Eliten mehr als angebracht. Die gesamte Entwicklung der letzten Jahrzehnte läßt keinen anderen Schluß zu, als daß dort zu viele Hobbyköche den Brei verderben. Von echter Kreativität sehe ich dementsprechend auch nichts. Weder in der Politik, noch bei deren Claqueuren.

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Was ich an der Abwrackprämie nicht ganz verstehe: Gekauft werden nur Kleinwagen und untere Mittelklasse. Da sind die deutschen Hersteller eher schlecht aufgestellt. Ok, Dacia wird sich freuen, ist immerhin EU.
Der Krempel von Audi, BMW und Benz wird geleast, weil kaum einer die 50k und mehr so locker auf der Tasche hat. War ja schon beim letzten mal so.

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Wäre dann ein Scheck wie Trump es macht nicht viel besser (hat das nicht auch Harald Schmidt einmal gemacht und jedem Zuschauer 100 DM in die Hand gedrückt)?

Man braucht Geduld und Zeit - und idealweise einen Beamtenapparat wie bei 'Yes Minister', der das Land vor den schlimmsten Exzessen der Politiker schützt.

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@der querulant

Ich kann ebenfalls nur die Twittertexte der Kunstfigur lesen. Die sind enttäuschend genug.

Ich weiß ja nicht, was "leistungslose" Kreative sind. Sind vielleicht die Herren gemeint, die sehr kreativ mit Cum ex Geschäften den Staat um viele Milliarden betrogen haben? Oder die Ingenieure bei VW mit ihrer Abschaltsoftware?

Ja, Banken und Automobilindustrie, da muss die Staatsknete hin.

Die künstlerischen Menschen, die übrigens jetzt dringend die Soforthilfe bräuchten, aber nicht bekommen, sind übrigens Kreative, die nicht "leistungslos" vom Staat alimentiert wurden. Das sind keine Genderphilosophen auf Unistellen, sondern Freiberufler, denen der Staat de facto das Arbeiten unmöglich machte.

Die Summen, um die es bei diesen Menschen geht, sind im Vergleich zur großen Geldverschleuderung absolut lächerlich.

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Nicht nur das, pudelfriseur, auch jetzt würden besonders die Franzosen, sprich Renault, davon profitieren, sollten Batterieautos gekauft werden. Was beim letzten Mal auch schon so war und sich jetzt wiederholt, die Rabatte werden bei Inanspruchnahme der Prämie gestrichen. Es handelt sich also jedenfalls um eine Subvention der Automobilindustrie, ein Steuergeschenk von uns allen, eine erneute Umverteilung von unten nach oben. Und, mal ganz generell, die heutigen Blech- bzw. Plastikkisten sind das Geld doch nicht wert, welches dafür verlangt wird.

Ein Scheck, gux, hilft nicht, da die Folgen des globalen Lockdown noch lange nachwirken werden. Die Kassen des Staates sind und werden weiter geplündert und die Armut wird sich drastisch verstärken. Es wäre an der Zeit, das System zu ändern, falls es nicht schon vor Corona zu spät dazu war. Aber, das wird auch weiter ein frommer Wunsch bleiben, unsere Politiker sind erkenntnisresistent und reformunfähig.

Die Kunstfigur verfolge ich ja nun schon über Jahre, avantgarde. Daher denke ich, daß mit leistungslosen Kreativen all die gemeint sind, die im Rahmen politisch gewollter ideologischer Gesellschaftsveränderungen in der "Öffentlichkeitsarbeit" mit Meinungsbildung beschäftigt sind. Künstler sind damit sicherlich nicht gemeint. Ansonsten, der oben von mir verlinkte Wagenknecht-Beitrag könnte treffender wohl kaum sein.

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Avantgarde - letztendlich muss eine Gesellschaft irgendwie erst einmal etwas zu essen und trinken haben, bevor man sich um die Kunst kümmern kann. Das ist vielleicht nicht sehr kreativ, aber so ist es nunmal. Künstler müssen sich wie in der meisten Zeit der Geschichte entweder einen Brotjob oder Mäzen (oder beides suchen). Im Moment sind Fruchtpicker, Reinigungskräfte und Fahrer wichtiger als 'kreative'.

Die 'kreativen' haben sich auch nicht unbedingt dadurch geholfen, dass sie zunächst alle beschumpfen haben, die anderer Meinung waren (besonders diejenigen, die in Medien aktiv waren), und sich jetzt mit relativ unqualifizierten Bemerkungen hervortun. Warum machen sie nicht etwas sinnvolles? Früher sind sie nach Spanien gegangen ...

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@avantgarde: den Künstlern (Musiker, Tänzer, manche Vortragshalter) gehts halt genauso wie den Gastronomen, oder eher noch den Sportlern (die ja noch länger Auftrittsverbot haben). Werden die so unterschiedlich zu denen behandelt? - Ansonsten haben sich die "Stars" meist durch Blödsinnsäußerungen hervorgetan, insofern bestand da jetzt in der Situation einfach keinerlei Bedarf nach ihnen.

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Und was ist mit all den Influenzer/inne/n? Was mit den Z-Promis?

Mal ernsthaft, die werden, zumindest vorübergehend, sowieso in Hartz-IV landen und später dann in der Grundsicherung. Im Grunde waren und sind das vielfach doch Begleiterscheinungen einer degenerativen Gesellschaft, ansonsten sähe selbst die gepimpte Arbeitslosenstatistik doch ganz anders aus.

Die einen machen in Hartz-IV, die anderen irgendetwas mit Medien. Die Anderen, die waren wohl von der Kunstfigur gemeint - und die Grünen vermutlich.

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Natürlich werden sie völlig unterschiedlich behandelt. Gastronomen haben alle die Soforthilfe bekommen, Künstler in der Regel nicht.

Selbständige Musiker haben de facto seit März Auftrittsverbot. Soforthilfe bekommen sie aber nicht, weil sie kaum "geschäftliche" Kosten geltend machen können. Die haben ja keine geschäftlichen Mieten oder Leasing. Private Not zählt nicht. Dagegen zahlt der Staat völlig selbstverständlich Kurzarbeitergeld.

Die Trennung zwischen geschäftlicher und privater Illiquidität ist bei Soloselbständigen völlig willkürlich.

Künstler wurden einfach auf Hartz4 verwiesen. Dann verkündete Söder großspurig 3x 1000 Euro Soforthilfe für Künstler. Weil Bayern ja ein Kulturland sei. Nach drei Wochen gibt es noch nicht einmal eine Möglichkeit der Beantragung.

Viele werden damit in Hartz4 gezwungen. Mit dem schönen Nebeneffekt, dass, sobald der Antrag dafür gestellt wurde, keinerlei Soforthilfe mehr bewilligt wird.

Hier geht es nicht um irgendwelche Genderideologen, sondern um Menschen, die von ihrer kreativen Arbeit lebten, bevor ihnen der Staat das unmöglich machte.

Hauptsache die Fußballmillionäre dürfen wieder kicken.

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Das mit den Soloselbstständigen und der Soforthilfe könnte generell noch interessant werden. Denn es steht zu befürchten, daß auf einige, wenn nicht fast alle, zumindest Rückforderungen zukommen könnten. Strafverfahren nicht ausgeschlossen. Ich hatte ja den Fall einer Bekannten geschildert, die Soforthilfe beantragt und auch erhalten hat. Hartz-IV hat sie nicht beantragt, fragt sich nun, ob das kein Fehler war. Bleibe dran.

Zu den Künstlern. Kunst liegt im Auge des Betrachters und entzieht sich objektiven Maßstäben. Viele Künstler sind wohl eher Lebenskünstler und leben ihren Traum. Nichts dagegen, aber das birgt halt auch Risiken. Im Notfall greift dann der Sozialstaat, oder etwa nicht?

Letztlich bleibt noch der Blick in das Infektionsschutzgesetz und der Weg zum Anwalt. Denn sobald der Staat in die Berufsausübung eingreift, ist er in der Regel analog der Enteignungsregeln entschädigungspflichtig. Auch und gerade dann, ist der Eingriff rechtmäßig. Aber, da kann nur ein Anwalt aufklären.

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Es gibt völlig "bodenständige" Künstler. Den Musiker eben, der selbständig auftritt und davon auch leben kann. Kann auch eine bayrische Blaskapelle sein.

Es ist eben ein Unterschied, ob niemand meine Musik hören will und der Musiker meint, dann müsse ihn eben der Staat unterstützen, oder wenn der Musiker einfach per Gesetz an seiner Arbeit gehindert wird. Da ist die staatliche Verantwortung schon eine andere.

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Das mit der Musik ist aber kein Södersches Problem. In MaLu Dreyers RLP sind Auftritte erst wieder im Septtember möglich. Bis dahin dürfen sich die Künstler durchschlagen. Im erweiterten Bekanntenkreis wird jetzt ein wirklich guter Schlagzeuger Spargel stechen weil die Reserven aufgebraucht sind.

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Blödsinn. Zum Spargelstechen werden Rumänen und Bulgaren eingeflogen. Weil die das nämlich können.

Warum wird eigentlich keinem Kurzarbeiter zugemutet, auf die Felder zu gehen? Übrigens hat denen der Staat nicht das arbeiten verboten.

Aber wir führen am besten einfach wieder das Pflichtjahr ein. Ideologisch passt das schon.

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Auf die Felder kann nicht jeder gehen - dazu braucht es Erfahrung und Kenntnisse, wie man ohne Schäden erntet. Und es ist ziemlich anstrengend.

Ich habe sehr viel Verständnis für alle, die jetzt leiden müssen - gerade Künstler; aber wären hier nicht auch die Zuschauer und Kunden gefragt, die Künstler und Geschäfte zu unterstützen? Man kann ja auch weiterhin einkaufen, Trinkgelder geben oder einfach so unterstützen.

Angeblich mußten im Osten die Studenten bei der Kartoffelernte helfen - das könnte man sofort wieder einführen!

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Wir haben bei so einem Unterstützungsprojekt eines Restaurants mitgemacht https://ww. w.einfachpurgeniessen.de/

Sowas kann man als Künstler auch. Theater haben manchmal einen Förderkreis, aber man muss sich um Förderer bemühen und diese sehr pfleglich behandeln. Das bedeutet dann Einladungen zu Premierenparties oder privilegiertes Zusehen bei Generalproben oder einfach nur spezielle Behandlung.

Es wir ja gerne über Fussball gelästert, aber die haben das mit VIP Lounges perfektioniert, da sitzen Leute, die sich weniger für Fussball interessieren als vielmehr wichtig sein wollen. Das wird im Kunstbereich teilweise auch gemacht, aber viel zu wenig und mehr auf einzelne Mäzene fokussiert.

Entscheidend ist jedoch, dass die Kunst auch Zuspruch bekommen muss, also nicht nur um sich selbst kreist, dann ist es nämlich eher Hobby und für die Gesellschaft verzichtbar, weil keiner das Fehlen vermisst.

Was mir auffällt, ist, dass im Moment eine Fülle von F Promis und Influencern blank ziehen im verzweifelten Heischen um Aufmerksamkeit. Mimi nackt im Wohnzimmer, Mimi nacht in der Küche, Mimi nackt mit Katze, you name it. Wenn man zu Hause ist, weil alles geschlossen ist, was man sonst bewerben würde, dann lässt auch das Interesse nach. Auch diese „Künstler“ haben vermutlich massiv einbrechende Einnahmen.

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Hier machen das die Stammgäste mit ihren Pubs und Restaurants - und wenn man es sich leisten kann, bestellt man eben ein wenig mehr zum mitnehmen.

Was viele Menschen leider gerne vergessen: es gibt kein Recht auf leistungslose Bezahlung (abgesehen von staatlicher Hilfe) - das war wohl schon immer so (und wenn die Leistung ist, dem Geber ein besseres Gewissen zu verschaffen ...)

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Och, ich kann auch Spargelstechen. Das ist übrigens keine Frage des könnens sondern eine Frage des wollens. Wenn man den Dreh raushat bekommt man nach 10h ungefähr das raus was man mit Hartz4 "verdient".
Ich glaube das beantwortet weitere Fragen.

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Aber das muß man auch wollen und es ist anstrengend. Ich habe bei uns viele Erntefachkräfte gesehen, die empfindliches Gemüse behandelt haben (u.a. Tomaten und Pflaumen) - die machen das schnell und gut, aber können auch sehr großen Schaden anrichten, wenn sie das nicht richtig machen.

Was würden Sie als Landwirt machen?

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Um es kurz zu machen, das Thema Erntehelfer ist doch längst erledigt, die werden notfalls eingeflogen.

Was bleibt, ist die Frage nach der Verantwortung des Staates, greift er in die Möglichkeit der Berufsausübung ein. Das hat mit Anspruch auf leistungslose Bezahlung, gux, nichts zu tun.

Aber, der Staat hat ja nicht die Ursache gesetzt, das war das Virus. Bleibt also die Frage, hat der Staat angemessen, Lockdown, reagiert? Die Mehrheit der Bürger dürfte das wohl kaum in Zweifel ziehen. Inwieweit die finanzielle Unterstützung des Staates aufgrund des Lockdown angemessen und ausreichend für alle war, ist und sein wird, sein kann, darüber läßt sich trefflich streiten, das kann nur rückblickend in einigen Monaten beurteilt werden. Daß das nicht fehlerfrei gewesen sein wird, sollte für jeden nachvollziehbar sein und kann in meinen Augen nur in ganz groben Fällen zum Vorwurf gemacht werden.

Es liegt doch auf der Hand, daß es nicht für alle und alles maßgeschneiderte Lösungen geben kann. Und, auch wenn es bitter ist, einige sind durch das Netz gefallen und werden noch durch das Netz fallen. Am Ende wird es fast alle etwas gekostet haben bzw. kosten. Und ja, einige werden vor den Trümmern ihrer Existenz stehen und in Hartz-IV landen.

Die Folgen des Virus so gerecht und solidarisch wie irgend möglich zu bewältigen, das wird die Aufgabe des Staates in den nächsten Jahren sein. Ob das gelingen wird, daran habe ich allerdings erhebliche Zweifel. Denn, das System war schon seit Jahrzehnten durch und durch ungerecht und unsolidarisch und es macht mir nicht den Anschein, als sollte daran etwas geändert werden. Das aber wäre jetzt dringend erforderlich, um die Folgen des Virus, und nicht nur dessen Folgen, ohne größere gesellschaftliche Verwerfungen bewältigen zu können.

Nun war das doch etwas länger, daher verweise ich nochmals auf den oben verlinkten Beitrag von Sahra Wagenknecht.

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@ gux

Was ist denn Ihre Meinung zu den so unterschiedlichen Zahlen zu covid-19 in Deutschland im Vergleich zu Großbritannien bzw. welche Informationen haben Sie dazu erhalten können? Wie könnte man das erklären?

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Querulant - ich verstehe Sie: aber ganz grundsätzlich ist es eben doch so, dass man sich nie vollständig auf den Staat verlassen sollte; und das ist eigentlich in jedem Land so. Das muß nicht so extrem sein, wie die Prepper - aber ein wenig Gedanken dazu, wie man über die Runden kommt, wenn die bisherige Ordnung zusammenbricht (so wie jetzt) sollte man sich schon machen.

Eine Pandemie ist nicht ganz überraschend, und wenn man sich die Geschichte Europas anschaut, so wäre auch ein Krieg nichts, dass ganz überraschend wäre. Man ignoriert es und hofft auf das beste - aber sollte man nicht zumindest irgendwo ab und an einmal überlegen, was man tut und besonders wie man über die runden kommen kann? Wenn man einen 'praktischen' Beruf hat, ist das einfacher - aber wenn man etwas macht, dass im Fall der Krise Luxus ist, dann ist das eben anders.

Wir sehen im UK, dass diejenigen, denen es am schlechtesten geht, ein viel höheres Risiko haben (entspricht etwa einem etwa 10-Jahre höherem Alter), und da wird man sicher weiter versuchen, etwas zu tun (wie in den letzten 10 Jahren ...) - das wird in Deutschland nicht viel anders sein; ebenso wie das fehlende Ergebnis.

Vielleicht bin ich einfach zu zynisch, aber ich habe die Befürchtung, dass die letzten Jahrzehnte der Sicherheit und Wohlstand eher die Ausnahme denn die Regel sind - und der Nachwuchs, der wegen etwas harscherer Worte mit dem Anwalt droht wird ein eher unschönes Erwachen haben.

(Ich bin auch etwas mürrisch, weil die Bauarbeiter im Nachbargarten während der 2-Minuten-Stille unbedingt mit Bagger und Preßlufthammer arbeiten mußten ...)

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Da gebe ich Ihnen ja durchaus recht, gux, was die Selbstverantwortung betrifft. Was die Jahrzehnte an Sicherheit und Wohlstand betrifft, so ist das aber wohl eher relativ zu sehen und trifft für Millionen von Bürgern schlicht und einfach nicht zu. Selbstverantwortung muß eben auch möglich sein.

Unter Kohl und Blüm begann der Umbau des Staates, der durch Schröder und die Grünen seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte und von Merkel als marktkonforme Demokratie bezeichnet wurde. Nichts ist von der alten Republik geblieben, nichts vom "Versprechen" Erhards. Nur das "Geschwätz" Adenauers hat Geltung behalten.

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first_dr.dean, Freitag, 8. Mai 2020, 15:15

„1376 Patienten wurden seriös untersucht in Hinblick auf die Frage, wie stark ihnen HCL oder CL (Chloroquine) hilft. Niemand ahnt, was dann passiert:

https://t.co/iRn3y9B0MS?amp=1“;

Was soll denn passiert sein? Der Ausgangszustand der Patienten war nicht näher bestimmt worden. Damit fehlt die wesentliche Aussage zur Beurteilung von Erfolg oder Mißerfolg. Außerdem gibt es keinen Hinweis darauf ob man das HCL mit oder ohne zusätzlichem Zink gegeben hat. Wer erinnern uns: der Mechanismus ist resp. soll sein dass HCL Zink in die Zelle bringt, damit die Zelloberfläche so verändert dass Viren nicht mehr aufgenommen werden und ihre Vermehrung in der Zelle unterbunden wird. Daraus folgt natürlich dass mit HCL Leuten, die am 5.-8. Tag nach der Infektion sind, nicht geholfen werden kann. Die dann zu beobachtenden Symptome sind Folgeschäden. - Der Bruder eines Bekannten wurde im Ausland als covid-19-Träger bei einem Test eines ganzen Bautrupps auffällig. Offenbar war die Infektion ziemlich frisch. Mehrere Leute die positiv getestet worden sind, wurden sofort in Quarantäne gesteckt und bekamen einige Tage, 5 - 7 Tage lang, HCL und Zink. Symptome hat keiner bemerkt. Nach diesem Zeitraum konnten weitere Tests keine infektiösen Viren mehr entdecken.
(Dass deckt sich mit den Beoachtungen, die zuerst die Chinesen und dann Raoult gemacht haben: wirkt nicht oder kaum in einem späten Stadium)
Würde wohl auch mit ähnlichen Anti-Viren-Medikamenten so ablaufen. Nur kenne ich gerade keine die bei covid-19 wirksam sind.

Was ist also passiert? Gar nichts.

„Weil sie ihr Krisenmanagement so viel schlechter gemacht haben als Deutschland.“

Was genau war schlechter am Krisenmanagement dort?

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Querulant - könnte es sein, dass das Land einfach zu satt geworden ist? Man hat die möglichen Kritiker mit Geld und Posten ruhig gestellt und eine Kultur des Konsens aufgebaut die radikale Lösungen unmöglich macht.

Was mir als erstes aufgefallen ist, als ich nach England gezogen bin war, dass öffentliche Diskussionen viel breiter in beide Richtungen gehen - und fand immer, dass genau das in Deutschland fehlt.

Ich meine Sicherheit und Wohlstand in einem viel einfacheren Sinn: man muss keine Angst um sein Leben haben, man hat ausreichend zu Essen und ein Dach über dem Kopf. Und Rechte, die man einklagen kann. Das ist gut, aber es verdeckt die Tatsache, dass das in der Geschichte der Menschheit eher für Ausnahme als für Regel ist. Und mit der Zeit fehlt der Wille, für genau das zu kämpfen.

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Über England weiß ich nur, daß, sollte die City of London einmal untergehen, die dort schon vielfach mit der DDR vergleichbaren Verhältnisse umgehend zu offener Gewalt führen könnten. Mal ganz verkürzt formuliert.

Ansonsten kann ich nur sagen: Grau ist alle Theorie. Wer Tafeln und Obdachlosenasyle für Anzeichen von Sicherheit und Wohlstand hält, gar an einklagbare Rechte diesbezüglich denkt, der lebt entweder nicht in Deutschland, oder in einer anderen Welt.

Der Konsens, der hat damit nichts zu tun, der betrifft Millionen nicht. Und Kampf, in Deutschland? So weit ich mich erinnere, gab es so etwas zuletzt beim Bauernaufstand.

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Meine Einschätzung kommt von Unterhaltungen mit Studenten aus anderen Ländern in denen so etwas wie eine Tafel sehr willkommen wäre. Natürlich sind Tafeln schlimm - und noch schlimmer, dass bei uns zum Beispiel Krankenschwestern diese Nutzen müssen. Ich habe mich dass muß verständlich ausgedrückt - ich meine "Sicherheit" eher in einem globalen Vergleich.

Der Problem von Konsens ich meiner Meinung nach, dass extreme ignoriert und marginalisiert werden, wenn sie den Konsens stören (wie Tafeln).

Die City zu verlieren wäre nicht so gut - zum Glück aber nicht nur für uns ... und es gab in Deutschland genug Kriege und Aufstände, die die Gesellschaftsordnung verändert haben. 1848 sogar eine Revolution ...

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Mit allem Respekt, gux, aber Vergleiche mit dem Rest der Welt sind in meinen Augen unzulässig.

Ein Konsens im Sinne eines Kompromisses ist im Grunde genau das, was erstrebenswert ist. Solange der Konsens die gesamte Gesellschaft betrifft. Das aber ist nicht der Fall. Oder möchten Sie die zunehmende Spaltung der Gesellschaft bestreiten?

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@Don Alphonso: Danke für das Bezeichnen der Seuche als Seuche. Ich halte den Land auf, Land ab verwandten Begriff "Corona-Krise" für einen verharmlosenden Euphemismus. Komposita wie "Lebens-" oder "Wirtschaftskrise" beinhalten m. E. nämlich im üblichen Gebrauch zuviel "ist es selber schuld" Ausdeutbarkeit als sie bei einer für den Einzelnen kaum steuerbaren Seuche gegeben ist.

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Die Gesellschaft ist gespalten - aber das spiegelt sich nicht in der Politik wieder: es gibt eine große Koalition, und Oppositionsparteien die auch nicht wirklich neue und radikale Ideen vorbringen. Konsens ist sicher sinnvoll, aber er muß erstritten werden.

Ich hoffe, dass wenn die Krise vorbei ist, dass es vielleicht zu einem Umdenken kommt. Im UK ist Armut ein ganz entscheidender Risikofaktor für Sterblichkeit - das ist zwar seit langem klar, aber alle Aktionen, das zu ändern, waren eher halbherzig. Es gibt viele gute Ideen, da langfristig etwas zu machen - vielleicht kommt das jetzt wenn man merkt, dass das keine Almosen sind.

Vergleiche mit dem Rest der Welt sind manchmal notwendig um zu sehen, dass "schlecht" ein sehr relativer Begriff ist. Ich finde, das wird gerade sehr gerne vergessen.

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gux, Freitag, 8. Mai 2020, 18:47

Ist das wirklich wahr:? „ Natürlich sind Tafeln schlimm - und noch schlimmer, dass bei uns zum Beispiel Krankenschwestern diese Nutzen müssen. Ich habe mich dass muß verständlich ausgedrückt - ich meine "Sicherheit" eher in einem globalen Vergleich.“
Eine Krankenschwester mit voller Stelle muss eine Tafel nutzen?

Ist das hier schon eine alte Kamelle oder am Ende gar FakeNews?

„Johnson’s Top Aide Pushed Scientists to Back U.K. Lockdown“
https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-28/top-aide-to
-u-k-s-johnson-pushed-scientists-to-back-lockdown

Man hört ja so viel über FakeNews die letzten Tage, heute auch wieder.

Noch eine kleine Gehässigkeit, lachen ist gesund:
https://m.apotheke-adhoc.de/nc/nachrichten/detail/panorama/spahn-hofft-auf-resochin/
- vom 3.4. immerhin! Trump sprach darüber am 20.3.

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Es hat viele Gründe, gux, warum die Politik nicht die Gesellschaft wiederspiegelt. Einer davon ist, daß Parteien und Politiker schon lange ein Staat im Staat sind und überwiegend nur noch eigene und die Interessen der (globalen) Wirtschaft verfolgen. Die Bürger sind da nur noch Mittel zum Zweck. Sinn und Zweck des Staates haben sich verändert.

Ein Umdenken ist kaum zu erwarten. Zu den dazu notwendigen Reformen ist Politik heute nicht mehr fähig. Zu sehr hat man sich in die Abhängigkeit globaler Interessen begeben, hat man diesen die Demokratie geopfert. Zu offensichtlich ist, wer den Gürtel enger zu schnallen hat und wer verzichtbar ist.

Selbstverständlich ist "schlecht" ein relativer Begriff. Daher verbieten sich ja direkte globale Vergleiche. Die Länder unterscheiden sich nunmal in jeder Beziehung zu sehr voneinander, als daß da ein direkter Vergleich überhaupt möglich wäre.

Was soll das auch bringen, außer sich in Einzelheiten zu verlieren und so niemals zu einem belastbaren Ergebnis zu kommen. Das ist doch nichts als Schattenboxen. Der Sinn solcher Betrachtungen kann nur in der Betrachtung der lokalen, staatlichen Gegebenheiten liegen. Alles andere ist pure, interessensgeleitete Ablenkung.

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Querulant, welches System wäre denn besser? Eine Beschränkung von Amtszeiten würde helfen, Politiker etwas mehr in der Bevölkerung zu verankeren. Es wird sich sicher irgendwann wieder ändern - die Frage ist, ob wir das erleben (oder erleben wollen). Der Kampf zwischen unten und oben ist jetzt nicht neu und scheint die Menschheit sehr lange begleitet zu haben.

Ein globaler Vergleich ist wichtig, weil wir das zumindest langfristig angehen müssen. Ansonsten wird es immer mehr unnötige Verteilungskämpfe geben,

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Tja, die Systemfrage. Im Grunde ist die ja sehr einfach zu beantworten, gux. Es müßten lediglich grundsätzliche Fragen geklärt werden und im Rechtsstaat unveränderbar verankert werden. ;-)

Das würde den Spielraum der Politik zwar deutlich einschränken, könnte aber den Mißbrauch hinsichtlich verschiedenster Interessen deutlich einschränken.

Der erste Versuch, die Grundrechte, darf mittlerweile als gescheitert betrachtet werden. Zu sehr sind diese im Laufe der Jahrzehnte interpretiert und verändert worden. Das gilt generell für alles Recht, welches sich vom Einfachen zum Komplizierten verändert hat bzw. verändert wurde. Die Komplexität führt am Ende halt nur zur Verwässerung des ursprünglichen Inhaltes und dient letztlich ganz subjektiven Interessen.

Ohne fixe Grenzen des Rechts sind weder eine Räterepublik, ein imperatives Mandat, noch Volksentscheide auf Bundesebene usw. denkbar. Zu groß wäre die Versuchung. Und gerade heute sind die Möglichkeiten der Manipulation von Meinungen und Entscheidungen so groß wie nie.

Verteilungskämpfe wird es immer geben. Aber globale Vergleiche sind einfach sinnlos. Wir müssen endlich erkennen, daß die Welt der Nationalstaaten, die sich da vergleichen wollten, längst durch das globale Kapital, die globale Wirtschaft, wie auch immer man es ausdrücken möchte, vereinnahmt wurde. Der einzelne Staat hat kaum noch eine Bedeutung.

Die Politik aber tut, als befänden wir uns immer noch in Zeiten der nationalen Souveränität. Dabei lenken schon lange ganz andere die Geschicke der Welt. Und ja, die Politik unterstützt diese dabei nach Kräften und verrät damit die Demokratie. Globalen Konzernen oder Finanzmärkten kann man national nicht entgegentreten. Die Zeiten sind längst Geschichte. Aber, statt daß die wenigen übernationalen Institutionen gestärkt würden, werden sie weiter geschwächt, verlieren jede Bedeutung.

Wer nicht einmal auf nationaler Ebene zur Solidarität fähig ist, der wird es auf internationaler Ebene ganz sicher nicht sein. Das aber wäre der einzige Weg in eine bessere Zukunft - für die gesamte Menschheit.

Jetzt habe ich mich bemüht, so Begriffe wie Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus usw. zu vermeiden, da das nicht die Lösung ist. Das sind veraltete Denkstrukturen, die nicht weiter helfen und keinerlei Fortschritt versprechen. Es braucht einen universelleren Ansatz, der nicht in den ewig gleichen und sinnlosen Grabenkämpfen endet. Leider sehe ich nicht einmal eine Tendenz in diese Richtung.

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Vielen Dank dafür, daß Sie sich die Zeit für eine ausführliche Antwort nehmen! Die Politik scheint der Wirklichkeit immer etwas hinterher zu hinken - kann das sein? Und die entscheidende Rolle privater Unternehmen gibt es schließlich schon lange (z.B. die holländische und britische Kolonialfirmen).

Aber warum soll es kein Miteinander geben? Ich halte die ursprüngliche Idee von Adam Smith ("enlightened self-interest") immer noch für am besten - denn zum einen akzeptiert es, dass Menschen meistens zuerst an sich selbst denken, zum anderen fordert es, dies nicht in einer selbstsüchtigen Art zu tun.

Die gegenwärtige Krise hat aber auch Auswirkungen: wir sind zur Zeit dabei, ein Projekt aufzubauen, das zumindest Teile der Ungleichheit im UK beseitigen könnten - und das könnte sogar funktionieren, weil es da gerade ein sehr großes Interesse gibt. Im globalen Maßstab ist das natürlich nicht viel - aber es geht letztendlich darum, dass es die Menschen und nicht Unternehmen sind, die einen Aspekt des Lebens dieser Menschen (Nahrungsmittel) bestimmen. Insofern bin ich sogar schon etwas optimistisch, dass man Dinge verbessern kann mit Geduld.

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Politik wie Adam Smith sind nationalstaatliche Relikte, was ihr Denken und Handeln betrifft. Irgendwie wirklichkeitsfremd. Und was die Nahrungsmittel betrifft, ist der Welt damit national auch nicht zu helfen. Sorry.

Aber wir müssen global denken und handeln, ansonsten wird die Migration das für uns erledigen. Und viel Zeit bleibt uns nicht mehr. Geduld können wir uns nicht mehr leisten.

Ja, es muß national beginnen, auch wenn das widersprüchlich klingt und sicherlich sehr unattraktiv ist, aber die Alternative ist sicher nicht angenehmer. Nur, bleibt es bei nationalen Gehversuchen, würde das auch nicht helfen. Obwohl, momentan sehe ich keinerlei Bewegung in diese Richtung.

Worum handelt es sich denn bei dem Projekt?

Jetzt ruft die Arbeit, kein Wochenende, Selbstständigkeit halt.

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Ich denke, Smith liegt nicht so falsch von seiner Idee einer Kombination aus Selbstständigkeit und Gemeinschaftsgeist - das Problem in meinen Augen ist. dass eine staatliche Steuerung umso schwieriger wird, je detaillierter sie ist - dafür kann ein Staat sehr gut ein Regelwerk bieten, in dem gearbeitet wird.

Nahrungsmittel sind wichtig - für viele Menschen das wichtigste, denn wer sich um sein Essen sorgen muß, kann nicht viel anderes machen. Es geht auch - und da fehlt mir leider das deutsche Wort - "Agency", also den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbst zu bestimmen (sehr vereinfacht gesagt).

Es geht dabei ganz grob gesagt darum, die Produktionsmethoden der Nahrungsmittelindustrie weniger verschwenderisch zu machen (z.B. indem kosmetische Standards angepasst werden) und die dadurch freigewordene Kapazität besser zu nutzen. Das wichtige daran ist aber, nicht wie bei Tafeln dem ganzen einen Almosen-Charakter zu geben, sondern den entsprechenden Gemeinschaften die Möglichkeit zu geben, selbst die Versorgung zu übernehmen.

Im Prinzip also das, was man im ländlichen Raum wohl schon immer hatte mit Bauernmärkten, wo die schönen Äpfel teurer sind als die weniger schönen - selbst wenn sie gleich schmecken. Nur ist so etwas in der Stadt viel schwerer zu machen, gerade für Menschen, die wenig Zeit haben.

Das klingt jetzt beim Lesen gar nicht mehr so aufregend ... aber es bräuchte deutlich mehr Details und ist sehr auf die englische Situation zugeschnitten - wenn es funktioniert, würde es wohl wirklich die Situation vieler Menschen verbessern.

Ich hoffe die Arbeit ist erfolgreich - bei mir ruft sie auch!

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Da das Telefon heute morgen noch nicht klingelte, war die Arbeit eindeutig erfolgreich, gux. Ansonsten, der Verkauf ist eher mau und der Service ist momentan auch noch nicht wieder so gefragt wie vor Corona. Ohne entsprechende Rücklagen sähe es schlecht aus. Aber ich will nicht klagen, anderen geht es sichtbar schlechter.

Das Regelwerk war das, was ich meinte. Aber es muß halt auch klare Grenzen aufzeigen und sollte Ausnahmen und Sonderregelungen möglichst vermeiden.

Selbstversorgung ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber es ist wohl völlig unmöglich, die Nahrungsmittelversorgung einer ganzen Gesellschaft derart zu organisieren. Auch zeigt der BIO-Wahn, daß das Angebot kaum ausreichen würde, die Nachfrage zu befriedigen.

Es gibt und gab ja auch sonst viele alternative Modelle, regionale Währungen, Tauschhandel etc. Mehr als Nischenlösungen sind das aber alles nicht. Relativ neu sind auch Reparatur-Clubs etc., in denen vorwiegend Rentner kostenlose oder extrem günstige Hilfen anbieten.

Dennoch bleibt immer ein gewisser Almosen-Charakter, auch bei staatlichen Leistungen, solange diese nicht bedingungslos sind. Und das zerstört nicht nur das Selbstwertgefühl der Menschen über das in solchen Fällen sowieso vorhandene Maß hinaus, das lähmt diese Menschen auch in ihren Bemühungen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

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Das freut mich - ich kann mir vorstellen, dass das im Moment sehr schwer sein muß; aber können Sie auf Besserung hoffen, wenn das alles vorbei ist? Irgendwann wird das ja kommen. Ich versuche gerade unsere Hierarchie davon zu überzeugen, dass wir so langsam mit der Panik aufhören und mit dem Planen anfangen sollten.

Den Almosencharakter wollen wir damit vermeiden, dass das ganze System sich selbstfinanziert, d.h. auf keine Unterstützung angewiesen ist und sich selbst trägt. Das sollte eigentlich gehen, denn die Kosten liegen in der Entwicklung - und genau das ist auch unser Ziel.

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Meine Hoffnung ist, nicht auf Besserung hoffen zu müssen und meine Ausstiegspläne doch noch in diesem Jahr verwirklichen zu können. Ansonsten rechne ich eher mit ein bis zwei Jahren, bis die Folgen und noch zu erwartenden Folgen der Pandemi überwunden sein werden - falls überhaupt. Denn die globalen Folgen sind ja überhaupt noch nicht absehbar.

Ihnen wünsche ich jedenfalls Erfolg. Jeder Versuch, ein System zu schaffen, das die Menschen unabhängig und frei trotz Sicherheit macht, ist nur zu begrüßen.

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Vielen Dank - Ihnen dann auf jeden Fall auch alles Gute!

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Kahrs zurückgetreten.
Ferguson zurückgetreten.
Beim Gang um den Block um 4 fast alle ohne Masken, vor allem die <30jährigen. Mehrmals junge Leute jeweils zu zweit auf Treppen sitzend. Ladenpersonal alle mit Maske, außer natürlich dem rumpeligen türkischen Postler. In Cafés muß man einzeln oder in Schlange eintreten und kann dann einen Kaffee im Stehen trinken. Restaurants haben noch völlig zu, nur Burgerbutzen und Pizza, Asiaten, Türken verkaufen ToGo.

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Sucht der Kahrs sein Staatsexamen?

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Weiß nicht. Ich habe es nicht genau verfolgt. Habe mal beim irrlichternden Kind (Radtke) reingeschaut, und der heftet sich das fehlende Staatsexamen an die Brust.
Offiziell gab sich Kahrs wohl beleidigt, weil er als Oberst d.R. nicht den Posten "Wehrbeauftragter" bekam (Irgendwo auf Twitter war sein "Rücktrittsbrief" zu lesen).
Also offiziell zumindest ein guter Grund.
Nimmt mich wunder, was der jetzt dann treiben will, denn er war ja in der SPD-Fraktion eine zentrale Figur und ein absolutes Schwergewicht als oberster Haushälter.

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Aus gegebenem Anlaß
und weil der Hausherr selbst den Beitrag verlinkt hat:
https://hubertus-knabe.de/75-jahre-kriegsende/

Von Befreiung kann tatsächlich keine Rede sein. Es gibt auch keine Zivilbevölkerung in einem Staat, der einen Krieg anzettelt. Das dresdener Selbstmitleid habe ich nie verstanden. Die Feierstunden sind nicht nur unangemessen, die sind ...

Die dunkelste Zeit unserer Geschichte war aber nicht der Krieg, Kriege wurden und werden immer geführt, der Mensch ist halt zu dumm. Nein, es war der Holocaust und all das, was an Rassismus, politisch-ideologischen Morden, Vernichtung unwerten Lebens usw. damals geschah. Das sollte nicht vergessen werden, das hat gezeigt, wozu Menschen fähig sind. Da sind Tiere doch die besseren Menschen.

Allerdings bin ich auch kein Freund der Sippenhaft. Das Gedenken zu bewahren, ohne die Schuld endlos mit der Gegenwart zu verknüpfen, das würde ich mir von den Nachkriegsgenerationen wirklich wünschen. Auch wenn 75 Jahre vor der Geschichte keine wirklich lange Zeit sind.

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Erich Kästner schrieb 1945:

"Die Schuld würde ich ablehnen. Aber die Schulden würde ich anerkennen."

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Es würde mich schon interessieren, was Kästner heute dazu sagen würde, aber wir können ihn nicht mehr fragen. Und seine Aussagen zu interpretieren, traue ich mich nicht.

Er hat wohl die Kollektivschuld abgelehnt, die Schuldfrage weit über Deutschland hinaus gestellt, zwei Deutschland thematisiert und die Reparationslösung sowie die Handhabung der Arisierungsfolgen kritisiert, aber ich erinnere mich nicht mehr, ob und inwieweit er auch auf die Zusammenhänge mit dem ersten Weltkrieg eingegangen ist. Ist zu lange her und viel habe ich von Kästner nicht gelesen, muß ich zu meiner Schande eingestehen. Wen hat er mit Bruder gemeint, das Volk und alle nachfolgenden Generationen?

Für mich persönlich stellt sich die Frage nach dem von Hitler unterdrückten Volk jedenfalls nicht. Und ebenso halte ich nichts davon, unbezahlbare Schulden endlos weiter zu vererben. Aber die Drahtzieher und Profiteure, die sind leider größtenteils nie zur Rechenschaft gezogen worden, ganz im Gegenteil.

Am Ende hat Kästner resigniert.

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Das ist leider meist so, die Verantwortlichen werden nicht zu Rechenschaft gezogen.
Ich habe als Kind nie verstanden, wie Hitler passieren konnte. Heute verstehe ich das durchaus, die letzten polarisierenden Jahre waren dort hilfreich.
Macht es nicht besser.

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Ja, da war was heute, stimmt. Und in Berlin gabs nen extra Feiertag deswegen, was ich persönlich an Geschmacklosigkeit nur noch schwer unterbietbar fand, angesichts der enormen historischen Tragweite des Tages und der schwerwiegenden Verstrickung der Stadt in die grauenvollen Umstände, die zu diesem Tag vor 75 Jahren führten.

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6000
Alles Gute zum Jubiläum, Don Alphonso, eine stolze Zahl! Danke fürs Offenhalten des Salons und unermüdliches Ausfegen sowie die bebilderten Anregungen, auch wenn die Diskussionen manchmal andere Wege gehen.

Allen Diskutanten vielen Dank für Beiträge, Sachlichkeit, Polemik, intellektuellen Hoch- und Tiefflug, Witz und Gedanken. Plaudern, aber auf die angenehme Art.

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Oh, tatsächlich, oben steht 6000 Tage!
Ja, da möchte ich mich der von Folkher Braun schon avisierten und buerger zur Kenntnis gebrachten Gratulation anschließen!

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Jawoll. Für mich steht der D.A. in der Tradition dessen, was Carlo Strenger in (Zivilisierte Verachtung. Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit) beschrieben hat. Wirklich unabhängige Schreiber gibt es immer weniger. Stephan Schulmeister, Christoph Butterwegge und Rainer Mausfeld haben erst als emeritierte Profs angefangen, ihre Arbeitsfelder kritisch zu untersuchen. Aber als freelancer das eigene Programm seit 1,5 Jahrzehnt erfolgreich verkaufen zu können, gelingt nun mal nicht jedem. Als Ü69 und Alt 68er empfehle ich: weitermachen. Auch wenn es bei diesem Verlag ist, dessen Namen ich in meinem fortgeschrittenen Alter ständig vergesse.

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Über die Vorzüge
mancher Schreiber weiß Jean Paul, der Sechsämter-Riese: "(...) es haben allerdings manche Schreiber Vorzüge - und Philosophen mit ihren Windmühlen, von den Luftarten ihrer Systeme getrieben, bewegen ebensogut Wiegen statt der Herzen als die Dichter mit ihren donnernden Wasserfällen von Redensarten, und keiner von beiden ist zu vergessen und auszulassen, so wie nicht nur die Leinweber in Schlesien die Wiegen ihrer Kinder durch kleine Wasserfälle schütteln lassen, sondern auch Bergleute an manchen Orten die ihrigen durch Windmühlen. - - - Und der Zuckerstoff, welchen der Chemiker Branconnot in Nancy, wie nach ihm Dr. Vogel in München, durch konzentrierte Holzsäure aus Druckpapier auszuziehen versteht, bleibt immer nur ein körperlicher gegen den geistigen, den ein Minister aus dem Druckpapier der elendesten politischen Lobredner und Ministerialzeitungsschreiber zu extrahieren weiß, ja aus Lumpen selber, aber aus tragenden, wie der Chemiker aus getragenen für Papier (...)."

- Diese Lumpen nehme in die Hand - und zieh!

Jean Paul, sämtliche Werke, München 1970, Abt. I, S. 511

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Danke, D. A.
auch von mir für viele Inspirationen, Informationen aus fremden Welten, Anlässe zum Nachdenken und zum Lachen sowie die wunderschönen Bilder.

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Danke Don Alphonso,

grazie lei

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Auch vielen Dank von mir!

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Nichts zu danken.

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MERCI
lecteur depuis environ 2010!
merci et continuez le bon boulot!
bonne soirée, malgré le confinement

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Die deutsche
Schuld ist neuerdings selbst für Gott nicht mehr tilgbar, jeeves. Sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Vom Bösen "in der Deutschen Geschichte" könnten wir nämlich nicht "erlöst" werden. Das Vaterunser ist seit heute regierungsoffiziell außer Kraft gesetzt. Wegen Kurzarbeit. Ahh Quatsch, wg. Hitler.

"Allmächt!" (Herbert Hisel).

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Auch wenn ich meist nicht Ihrer Meinung bin, hier schon. Der Steindings ist ein Schwätzer und leidet unter oraler Diarrhö der schweren Art. Oder besser: wir leiden an seinem Leiden.

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Was das Kaiserderivat da wieder von sich gegeben hat, wurde in solch intellektuell epochaler Flachheit selbst in seinen peinlichsten Momenten nicht mal von S. M. dem letzten Original des Derivats abgesondert. Insofern sehe ich mich wieder einmal bestätigt, daß eine Monarchie trotz allem Vorteile hat, die kein von einem Parteiensumpf auf den Posten geschacherter Grüßaugust je erbringen kann, von dem einen neuadeligen Amtsinhaber als Ausnahme von der Regel mal abgesehen, und selbst den fand ich teils anstrengend.

Köhler war der letzte in dem nutzlosen Amt, den ich noch irgendwie ohne Schmerzen in den Haaren zu bekommen einigermaßen ernstnehmen konnte.

Seither nurmehr Grauenvoll.

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Der 8.5.1945 hat in meiner Familie (väterlicherseits) eine besondere Bedeutung. Meine Oma Margarete hatte zwischen 1920 bis 27 drei Söhne in die Welt gesetzt. Alle drei kamen lebend aus dem Unternehmen Barbarossa nach Hause. Der zweite 1942 aus Stalingrad , der Ältere (mein Vater) und sein jüngster Bruder 1949 aus der Kriegsgefangenschaft.
"Das hat der Herr Jesus gemacht" meinte meine Oma, und als ich 1951 geboren wurde, kam sie mit dem Zug aus der Lutherstadt Wittenberg zu meinem Geburtsort Altenhundem im Sauerland gefahren, um auf dem Standesamt mich nach Kirchenbuch von 1680 hassenichgesehen als "Folk-her" einzutragen. Folke war schwedisch für Kriegshaufen und her mit dem Schwert vor dem Haufen, vermutlich Unteroffizier.
Anders gesagt: meine Familie war nicht judenfeindlich. Der Brudere meiner Oma hatte in Ostpreussen seine Landwirtschaft, in der auch Polen beschäftigt waren. In den 70ern hat sie mir erklärt, dass die alle faul waren und stehlen würden. Noch schlimmer wäre der Iwan (als Besatzungsmacht in der DDR).
Da hat man vielleicht gerade dreimal in die Textilwindel geschi$$en und wird schon auf den dritten Weltkrieg vorbereitet. Dem Ivan müssen wir es doch endlich mal zeigen. Die Olivgrünen, Herr Stoltenberg, Herr Ischinger und Co. exekutieren nur, was meine Oma schon gefordert hat: den slawischen Untermenschen von der Weltkarte zu blasen. Schließlich brauchen wir Lebensraum im Osten und die Energiequellen dortselbst.

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Noch ein
m. E. ganz interessanter Jeschke-Text im Freitag (link entschärft):
htt ps://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/wer-instrumentalisiert-hier-wen/

8. Mai-Ambivalenz, ja. "Slawische Untermenschen", ein auch immer wieder gerne benutztes (und vermitteltes) Gedankenbild.
Den 8. Mai 2015 habe ich, mit vielen Russen und einigen Deutschen, am Treptower Ehrenmal verbracht. Es war eins der berührendsten und schönsten Erlebnisse meines Lebens.

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Aus meiner einen Familie ist überliefert, dass meine Oma weinte, als im Volksempfänger die Nachricht kam, dass Hitler gefallen sei. Und im Schlafzimmer hing noch eine Karte mit dem östlichsten Frontverlauf, als dann die Engländer das Haus durchsuchten. Mein Opa war auch recht lange in Gefangenschaft, er hatte irgendeine Funktion in der Partei gehabt und war Offizier und sprach aber (zumindest zu seinen Enkeln und Kindern) nie wieder über die Zeit und Politik. Dieser Teil der Familie wurde 1945 nicht befreit sondern besiegt. Meine anderen Grosseltern waren das genaue Gegenteil, keine Parteimitglieder, nicht mal Deutsche sondern halbe Skandinavier (gibt es hier im Norden öfter) und mein Vater nicht mal in der HJ, als einziger in seiner Schulklasse. Das war für ihn schwer und er wurde eher befreit, aber auch für den Teil der Familie war das Überleben im total zerbombten Hamburg mehr das Thema als Politik.

Ergänzung: Resentiments gegenüber Russen, Zigeunern und Juden hatte die eine Familienhälfte ausgeprägt, die andere gegenüber Juden nicht, aber gegenüber Russen gab es auch dort Vorbehalte, Zigeuner waren in der Grossstadt weniger Thema. Die Grossmutter meiner Frau floh aus der DDR, „weil sie ihren Mund nicht halten konnte“, Russen waren in der Familie unbeliebt, es gab da wohl einen oder mehrere Vorfälle nach Kriegsende, der/die nachhaltig geprägt haben.

Ich habe immer den einzelnen Menschen gesehen und sehr angenehme und weniger angenehme Menschen aus vielen Nationen kennengelernt. Ich hoffe, dass diese Möglichkeiten des persönliche Eindrucks, die mit Reisen zusammenhängen, auch meinen Kindern wieder offenstehen werden.Falls nicht, ist die Anfälligkeit für Pauschalierung und damit die Kriegswahrscheinlichkeit irgendwann wieder deutlich erhöht.

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Ich verstehe diese leute nicht. Einerseits rutschen sie sich die Knie wund und wollen wegen Hitler das Leid der Erde übernehmen, anderseits kommen die übelsten Ressentiments hoch wenn der EU-Partner Italien nach Hilfe bittet.
Das Gesamtbild ist Jämmerlich. Und daß Deutschland nicht geliebt wird liegt nicht mehr an Hitler.

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Nein, hat mit Hitler eher weniger (aber schon auch) zu tun. Es ist die Kombination unerträglicher (und unerklärlicher) Arroganz (am deutschen Wesen...), das jedem erklären zu müssen, was er falsch und wir besser machen, Mangel an Humor und laissez-faire, Kadavergehorsam und ein paar anderen typisch deutschen Eigenarten, die für die Beliebtheit sorgen.
Kampf gegen Rächts, anderen Ländern Demokratie erklären (USA, Ungarn, Polen), FFF, Schäuble und die Eurorettung, das alles sind typisch deutsche Aktionen, die die Beliebtheit kaum steigern.

Bei Europa muss man sich bald mal entscheiden. Entweder ein Europa mit Länderfinanzausgleich und Quersubventionen und darüber eine Europaregierung, oder eben kein Euro, staatliche Souveränität und lockere Zoll oder Wirtschaftsunion.

Ein Europa unter deutscher Vorherrschaft und nach deutschen Regeln wird es nicht geben.

Das sollte aber mal wer dem Volk erklären, Bayern lebt auch mit Berlin (wenn auch murrend), da könnte Deutschland auch mit Italien leben.

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buerger - sind das nicht hauptsächlich die Medien? Gerade die online-Versionen von Spiegel, FAZ, SZ, Zeit, Welt oder Bild haben sehr gerne genau den oberlehrerhaften Ton den Sie bemängeln (aber das zieht sich natürlich auch weiter - z.B. zwei bekannte informatikaffine Berliner Blogger ...) und sind der Ansicht, deutsche Maßstäbe seien die einzig akzeptablen.

Früher hätte man das vielleicht noch verstanden, weil die Möglichkeit gefehlt hat, andere Kulturen zu erleben - aber heute? Politische Systeme sind nunmal gewachsen, und unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Prioritäten und Empfindlichkeiten.

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@ gux, Samstag, 9. Mai 2020, 12:23

Darf ich an diese Frage an Sie erinnern?

„gux, Freitag, 8. Mai 2020, 18:47

Ist das wirklich wahr:? „ Natürlich sind Tafeln schlimm - und noch schlimmer, dass bei uns zum Beispiel Krankenschwestern diese Nutzen müssen. Ich habe mich dass muß verständlich ausgedrückt - ich meine "Sicherheit" eher in einem globalen Vergleich.“

Eine Krankenschwester mit voller Stelle muss eine Tafel nutzen?“

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Nein, es sind nicht nur die Medien, es ist auch die Touristin in Mailand, die dem Barista erklärt, wie ein richtiger Kaffee zu schmecken habe, laut und auf deutsch (wir haben dann auf Englisch bestellt und so getan, als ob wir nicht verstanden hätten). Der deutsche Tourist mit Sandalen, Socken und Kamera, als Kreuzfahrer gern mit missbilligendem Blick und verkniffenem Mund, die prägen das Bild des hässlichen Deutschen genauso wie die Komatrinker auf Ibiza das Bild der Engländer und die „weltoffenen“ Maturaabsolventinnen auf Ios das Bild der Österreicher prägen.

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gux, Samstag, 9. Mai 2020, 14:20

Danke für den Link! Aber ich bin am PC very very Old School und habe keinen Lautsprecher dran, fixiere mich auf das geschriebene Wort. Darf ich fragen was das Ergebnis der Debatte war?
Ich denke an den Beitrag von
„ der querulant, Freitag, 8. Mai 2020, 18:06
Über England weiß ich nur, daß, sollte die City of London einmal untergehen, die dort schon vielfach mit der DDR vergleichbaren Verhältnisse umgehend zu offener Gewalt führen könnten. Mal ganz verkürzt formuliert.“
Die Verhältnisse in England außerhalb der City of London kenne ich zeitnah nur vom Hörensagen. Daher interessierte mich dieser DDR-Vergleich.

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Die Touristen sind doch überall gleich, oder? Und als Brite spricht man keine Fremdsprachen, sondern einfach lauter ... Italiener im Ausland können auch sehr direkt und fordernd sein, ebenso Franzosen und Spanier, und natürlich Amerikaner.

Aber das ist nicht das Problem - man kennt Touristen und weiß, was man zu erwarten hat (insbesondere ein 'daheim ist alles besser'). Aber in einem gebe ich Ihnen recht - ich kenne keine anderen Landsleute, die im Ausland gerne die eigenen Gesetze zitieren. Sogar mir wurde schon erklärt, dass ich bestimmte Dinge nicht tun darf, weil sie in Deutschland verboten sind (und man erkennt mich auch wenn ich englisch spreche sofort als Landsmann). Die Vorstellung, dass in anderen Ländern andere Prioritäten und - noch schlimmer - andere Gesetze gelten, wird oft als nicht akzeptabel empfunden

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gelegentlich - so anders sind die Bedingungen nicht. Die Ungleichheit ist wohl größer, allerdings gibt es eben auch viel einfacher Zugang zu den Daten. Sie wollen wissen, wieviel Probleme es in einem bestimmten Bezirk gibt? Die Daten gibt es ganz einfach - und zwar sowohl nach Gemeinde (https://fingertips.phe.org.uk/profile/health-profiles) als auch nach Bezirken innerhalb der Gemeine.

Schlecht geht es den Menschen nicht - aber es fällt eben auf, dass hier z.B. viel öfter Skodas oder Volvos vor der Tür stehen (und oft auch ältere Modelle), und dass die Häuser kleiner sind (in unserer Gegend hat ein normales Haus etwa 70-80 qm Wohnfläche). Ein Vergleich mit der DDR ist schon sehr weit hergeholt (auch wenn die Bushaltestellen auf dem Land anders aussehen).

Was gerne vergessen wird: in Deutschland war nach 1945 alles zerstört und mußte neu aufgebaut werden - hier nicht, insofern gibt es sehr vieles das älter und deutlich weniger modern ist.

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@gux
Die Touristen sind doch überall gleich, oder? Und als Brite spricht man keine Fremdsprachen, sondern einfach lauter ... Italiener im Ausland können auch sehr direkt und fordernd sein, ebenso Franzosen und Spanier, und natürlich Amerikaner.

In einem Talent dürften die Deutschen unnachahmlich sein: durch Selbstbezichtigung billig Lust zu empfinden. Ja, ja, jaaaaaaaa! :-)

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gux, Samstag, 9. Mai 2020, 17:40
Danke! Ausgangspunkt meiner Frage war ja wie man erklären kann dass covid-19 in Großbritannien (und in den USA) so unerschiedlich auszugehen scheint im Vergleich zu Deutschland.

Stimmte es denn jetzt dass die schottische Krankenschwester das Essen der Tafel braucht?

Hintergrund meinerseits: eine Bekannte hatte Anfang der 90er nach ihrem Examen mal ein halbes Jahr in Colchester gejobbt. Diese Stadt kannte ich, aber von 1963. Sie kam total schockiert zurück. Die Leute (junge Akademiker wie sie) lebten total ärmlich, wie in der DDR. Sagte sie. Hauptnahrung Weiße Bohnen aus der Dose, mit ihrem zusammengeschmauchten Tomatensaucen-ähnlichem Kram eßbarer gemacht. Sie hatte dann vorgerechnet warum es für viel mehr nicht reichte. Selber wurde sie dauernd aufgezogen mit „We won the war - you won the peace!“.

Das mit den Zahlen ist eine gute Sache. Da hängt es hier, und hat sich bei dieser Diskussion auch mannigfach im Blog abgebildet:
https://norberthaering.de/news/heinsberg-studie/

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Baked beans sind allerdings ein Standardessen hier ... das gibt es von Kindergarten bis Restaurant überall.

Der Lebensstil ist für die meisten Menschen sicherlich schlechter als in Deutschland - ich kenne berufsbedingt zahlreiche Professoren die alle in Häusern wohnen, die um die 70 bis 150 qm Wohnfläche haben, gebrauchte Autos fahren und zum Urlaub nach Cornwall oder an die Küste fahren. Das liegt aber insbesondere daran, dass Wohnraum im Süden einfach teuer ist (im Norden sieht das ganz anders aus) und es deutlich weniger staatliche Subventionen gibt. Allerdings frage ich mich dann auch, wie es Deutschland schafft, derartige Subventionen zu finanzieren und ob das ein stabiles Geschäftsmodell ist.

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gux, Samstag, 9. Mai 2020, 20:24

„Baked beans sind allerdings ein Standardessen hier“ - aber nicht nahezu täglich? In Colchester 1963, in einem Mittelschichtenhaushalt mit exzellenter Küche, viel abwechslungsreicher und auch gesünder als zur gleichen Zeit im Schnitt in Deutschland, gab es das nur einmal. Im Nahen Osten ist das Standardkost für die Landarbeiter in billigen ländlichen Lokalen und Kantinen.

Wie war es denn jetzt mit der Krankenschwester?

Und wie es weitergeht:
„There are three key factors that will determine the effectiveness of any country’s ability to bounce back, economically, from the effects of Covid-19 (or of any of the other Covids that may come in its wake…) They are:
- The effectiveness of the medical and public-health measures that are taken.
- The nature of the government’s economic intervention. (I was considering breaking this out into two sub-categories: the size and the direction of any such intervention. But a wrongheaded, financier-coddling intervention would be damaging whatever its size… More on this, below.)
- The ability of the government to maintain public support for its actions regarding #1 and #2 above.“
Die Betonung liegt auf „public“.
https://justworldnews.org/ - “Recovery” of nations from Covid-19

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Baked Beans haben sich zu einem Standardessen entwickelt wie viele andere auch. "Beans on Toast" gibts es zum Beispiel in Schulen und Kindergärten mindestens einmal die Woche (auch, weil es gut schmeckt und relativ gesund ist - je nach Wahl der Soße). Außerdem ist es günstig, haltbar und kann von fast jedem gegessen werden (bei Fleisch und Milch ist das ja nicht so einfach.

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