: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Montag, 9. Mai 2005

Heute Nacht

ab 10 Uhr bin ich ja mit Modeste, Johnny und Holgi im Bluemoon bei Fritz...keine Ahnung, wie das (ausser gut) wird. Vielleicht kann ich von da aus live hier bloggen. Mal schaun.

Und den Nörglern (Kein Podcasting! Keine Zukunft des Bloggens! Kein RSS! Keine Medienrevolution! Und mich Neidhammel haben sie nicht eingeladen, und dabei bin ich doch so viel besser als Don, wie ich auch beweisen könnte, wenn nur endlich mal jemand mein Manuskript abdrucken würde) sei diesmal vorsorglich gesagt:

Hm.

Na egal.

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Freitag, 6. Mai 2005

Blogohnemich05

I didn't attend the funeral, but I sent a nice letter saying that I approved of it.
Mark Twain

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Donnerstag, 5. Mai 2005

Die den Spargel häuten

In Zeiten moralischer Oberflächlichkeit, in der man eine doppelte Moral günstiger auf dem Markt bekommt, denn wohlfeilen Applaus des Publikums für das Fehlen jeglicher Moral, kann es also nicht unterbleiben, dass sich mancher selbst sein Leben zurecht schnitzt; wo gedübelt wird, da fallen unschuldige Späne, und wenn schon die Haut nicht mehr zum Markte getragen, sondern der Markt gleichsam in die Haut tätoiert wird, darf es uns nicht verwundern, wenn manche sagen: Nackt ist mir nicht nackt genug - und hinter das mehr oder weniger welke Gewebe schauen, bevor sie zubeissen.

Das nun betrifft nicht nur Medienprodukte, die desöfteren abfällig Spargel geheissen werden, sondern auch den unschuldigen Namensgeber, die frühe Gemüsefrucht, die zu dieser Zeit vom Bauern gestochen wird wie weiland die Magd - ach ja, der Frühling. Der Spargel also, dieses unzüchtig aussehende, bleiche und dennoch feste Gewächs gedeiht hier in der heimatlichen Provinz ganz vortrefflich, mehr noch, zwischen den beiden Orten Abensberg und Schrobenhausen zieht sich ein Halbmond über die Hügelketten und die Donauniederung, in der schlichtweg der beste Spargel der Welt wächst. Des frühen Morgens steckt er sein Köpfchen aus der Erde, wo ihn der geübte polnische Wanderarbeiter erblickt, sticht, wäscht, und sogleich in den Wagen verfrachtet, mit welchem ihn der Bauer auf den von mir bevorzugten Wochenmarkt bringt.



Hier muss sich unsereins zwischen den beiden Herkunftsregionen und Handelklassen entscheiden. Es gibt Klasse IV, III, II, I und Extra, zu 4, 5, 6, 7 und 8 Euro das Kilo. Das sind lachhafte Preise im Vergleich zu dem, was man in München, Frankfurt, Paris oder Hamburg für den besten Spargel der Welt zahlt - wenn er dort nicht gar gefälscht wird, und lokale Ware mit den beiden berühmten Namen versehen wird. Bei uns gibt es nichts anderes als diesen Frucht der Heimat, und so nimmt es nicht Wunder, wenn zwischen Mitte April und Anfang Juni der Spargel die regionale Küche prägt.

Dort, wo man für Klasse I 20 Euro oder mehr bezahlt, wird der weisse Stengel - in der Regel ist der ja zu dünn für einen Schwengel - nur mit Butter, Kartoffeln oder einer Hollandaise gegessen, zu zart und fein ist der Geschmack, als dass man ihn mit starken Beilagen zerstören dürfte. Aber wir sind in Mittelbayern an der Quelle, das feinste Luxusgemüse der anderen ist bei uns so banal wie Mohrrüben oder Kohlrabi, und so wird der Spargel zwar geschätzt, aber nicht als Götze verehrt. Wir geben ihm Gutes mit auf seinem Weg in unseren bayerischen Verdauungstrakt, bisweilen auch Ente und Schwein, oder auch nur einem geräucherten Schinken - aber herausragend, das ist der Spargel nicht. Zuerst mal ziehen wir ihm die Haut ab, was ihn noch dünner und feiner macht - so sieht er dann aus. Wir brauchen ungefähr 15 Stengel der Klasse I für zwei.



Wir werfen dann einen verächtlichen Blick hinab zum Wohnheim der Elitessen, die sich von ihrer Fit-for-Fun-Lektüre anlügen lassen, dass dünne, bleiche Spargel der Diät zuträglich sei, wenn man nur auf fettarme Butter oder gar Margarine zurückgreife. Und sich dann wundern, wenn sie Kettenraucherinnen werden, vor lauter Unzufriedenheit... Wir haben von der Wochenmarktkäserei unseres Vertrauens Butter aus dem Voralpenland und einen italienischen Weichkäse namens Asiago besorgt, die zusammen gut und gerne auf über 50% Fett kommen. Für die Sauce zwei Personen brauchen wir 30 Gramm Butter und 120 Gramm Asiago, ausserdem 200 Gramm Creme Fraiche, der mit 30% Fett das Mittel auf unter 40% senkt - so geht Diät, ihr blonden, dürren Dinger da unten, dann macht auch der Sex wieder Spass. Dann kommen noch 20 Gramm milder Peccorino dazu, auserdem zwei Teelöffel rotes Pesto, ein klein wenig von einer Frühlingszwiebel und etwas Schnittlauch.

Den geschälten Spargel kleinschneiden, und in kochendem Wasser 9 Minuten blubbern lassen. Butter zerlaufen lassen, Zwiebeln kurz dünsten, Creme Fraiche dazu, aufkochen, Käse hinzufügen, Pesto unterrühren, und dann in einem weiteren Topf grüne Nudeln kochen - besonders empfehlenswert: Grüne Ravioli mit Spinatfüllung, passen geschmacklich und mit 2 Minuten Kochzeit perfekt in den Arbeitsablauf. Ricotta ist auch drin, aber, wie man in Bayern so schön sagt, der macht das Kraut auch nicht mehr fett. Am Ende den Schnittlauch in die Sauce, Spargel und Ravioli abseien - Könner machen das ohne Sieb, nur mit einer Silbergabel - und auf den Tellern als, je nach Standpunkt, italienische oder holländische Flagge anordnen. Profis giessen das auch mit der Hutschenreuther-Sauciere.



Und geniessen. Ein kleiner Hinweis noch: Durch das Schneiden des Spargels ist es möglich, nur mit der Gabel zu essen, auch wenn Nudeln und Spargel al dente sind - eine halbwegs scharfkantige Gabel vorrausgesetzt. Wer diesen Ratschlag beherzigt, wird ob seiner grenzfeinen Manieren keine Probleme haben, die hiesigen Eltern einer jeunesse doree Apothekerstochter von der Eignung als Gatte derselben nachhaltig zu überzeugen. Schliesslich wissen auch die Parvenissen und Cretins der hiesigen Oligarchie um die Unverzichtbarkeit von Moral, Sitte und Anstand, selbst wenn sie allein am Abend die Salami aus der Tupperware fressen, und nur mit Mühe davon Abstand nehmen können, die Messer abzulecken, wie es noch ihrer Väter Sitte war.

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Mittwoch, 4. Mai 2005

Heute

in Bayern. Vorletzter Tag.



Links in der Mitte unter dem Kamindach ist der taubenbetriebene Weckdienst.

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Sonntag, 1. Mai 2005

Luzide

Nicht, dass es bei mir passen würde. Nicht, dass ich es haben wollte. Nicht, dass ich daran erinnert werden müsste. Es gibt sie ohnehin viel zu oft, die ihre Durchsichtigkeit ein- und ausknipsen, so wie Beziehungen, die nach Nutzen und Aufwand beurteilt werden.



Wenn man in den falschen Kreisen verkehrt, gewöhnt man sich daran, an diese binäre Nettigkeit, die Lichtschalterfreundschaften, die Geheimnisse in den Augen und das blankschimmernde Nichts dahinter. Man spielt damit und nimmt immer ein paar Münzen Verständnis dabei, mit denen man nach zwei Uhr Morgens bezahlen kann. Das ist die Währung, solange niemand mit BlueChip-Offers und Freunden in der HR den Markt kaputtmacht. Solange betrachtet man die eingebildeten Seelenmetastasen und findet alles sehr hübsch und angenehm.

Solang man nur genug geschlafen hat, und nicht über das nachdenkt, was dann hochkommt. Wenn man die Beliebigkeit der Optionslosen zu hassen beginnt, die Agonie auf höchstem Niveau und den auswechselbaren Smalltalk, wenn man die Wahrheit sagen müsste, dass wir alle weder nett noch hübsch noch freundlich sind, dass die Ideale nur dann akzeptabel sind, wenn sie valuekompatibel sind. Sie, wir, wenn man so 1. Person will, sind zu lebendig für die Schattenwelt, zu ahnungslos für die Verdamnis, bleibt also nur das innere Leuchten des Limbo. Leben ist auch nur ein Tod, der gerade keine Zeit hat.

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Freitag, 29. April 2005

Berlins schönste Ecke:

Das alte Avus-Gebäude, bei knapp 100 km/h von der Innenstadt aus kommend in Richtung A9, Richtungs Süden, Richtung München und Berge und Heimat photographiert.



Man lernt in den Gründerschulen, vor einem entscheidenden Pitch gut und lang zu schlafen, damit man ruhig und locker in die entscheidenden Gespräche geht. Auf die Idee, dass man die Nacht zuvor 600 Kilometer abreissen könnte, Irgendwann gegen 4 Uhr eintrudelt und in diesem Zustand noch irgendwelche Visionen entwirft, kommen die Coaches erst gar nicht. Ist vielleicht ganz gut so.

Trotzdem würde mich mal interessieren, wieso ich kein einziges Mal in meinem Leben ganz normal arbeiten kann, wie alle anderen auch. Warum es immer auf den letzten Drücker, unvorbereitet und ohne Verstand abläuft. Weil ich es nicht gelernt habe, klar. Weil ich keiner von denen bin, auch klar. Aber seich ein ganz klein wenig geordnete Verhältnisse sollte man sich irgendwann angewöhnen. Sonst werden die Coaches bei solchen Vorbildern wie mir irgendwann arbeitslos. This is Punk Economy.

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Montag, 25. April 2005

Wort zum Wochenbeginn

Liebe Leser, nochmal eine Klarstellung über die Frage, inwieweit dieses Blog hier ein öffentlicher publizistischer Raum ist. Die Antwort ist: Es ist kein öffentlicher Raum wie eine Zeitung oder ein Radiobeitrag. Es gibt hier sehr viel mehr von meinem virtuellen Ich Don Alphonso und auch, zweifach gefiltert, von meinem realen Ich.

Nun, wie Maxim Biller immer so schön sagt, wir reden hier zwar miteinander, aber wir kennen uns nicht. Das zwingt mich, ähnlich wie bei einer Lesung mit ein paar Dutzend Anwesenden zu einer Doppelstrategie. Trotz der Situation - ich vorne am Mikro oder als Admin, Ihr unten im Publikum oder als Leser, haben wir eine gewisse private Amosphäre; schliesslich sind manche auch hier, um Kumpels zu treffen, lümmeln sich mit dem Bier in den Kommentarsofas und pflegen mit mir einen sehr entspannten Umgang. Wenn ich etwa diesen Beitrag poste, zeigt mir der Besucherzähler nebenan, dass hier so eine typische, besser besuchte Lesung stattfindet: 20 sind sowieso schon da, 20 kommen gleich und schauen, was da los ist. Anhand der Server erkenne ich dann auch gleich die üblichen Verdächtigen, die Heavy User, die alten Freunde und Kupferstecher.

Andererseits ziehen hier in Wirklichkeit täglich 2000 oder mehr Besucher durch. Das ist dann schon nicht mehr die Lesung unter Freunden. Meine allererste Lesung in München, als Liquide noch nicht mal einen Verlag hatte, wurde aus einem ähnlichen Grund zum Fiasko: Es war die lange Nacht der Bücher, und neben den 30 Leuten im Club zogen hinten ein paar hundert mit einer Schaunwirmal-Haltung durch den Laden, gingen oder blieben kurz stehen, tuschelten was oder machten an der Bar Krach, weil die Bedienung während der Lesung keinen Prosecco verteilen wollte. Gegenüber dieser Masse gibt es keine Privatheit, das droht in eine stinknormale Medienöffentlichkeit zu werden, Autor und Publikum machen sich gegenseitig austauschbar.

Bisher ist es immer gelungen, zwischen dem - für mich, medienrechtlich mag das anders sein - halbprivaten und halböffentlichen Charakter dieses Blogs eine Balance zu finden. Es ist über eineinhalb Jahre langsam, aber beständig gewachsen, und ich habe gelernt, mit immer grösseren Besucherzahlen in einem von mir und meiner Zweitpersönlichkeit allein betriebenen Leseclub umzugehen. Wenn etas zu brenzlig wird, wird es halt fiktionalisiert, fertig, basta, ich bin Schriftsteller und kann das hoffentlich so, dass die Message trotzdem richtig rüber kommt. Die Leser unten im Publikum wissen das, wie sie auch in einem Dokufilm bei nachgestellten Szenen wissen, dass das jetzt keine Originalaufnahmen sind. Und weil das so ist, kann ich dieses Mittel eher sparsam einsetzen, denn niemand kann sich sicher sein, was jetzt fiktiv oder real ist - wenn man überhaupt von Realität in Zusammenhang mit einem erfundenen Autor namens Don Alphonso sprechen will.

Dieser Text hier ist definitiv nicht fiktional, er ist sehr privat und dennoch öffentlich gemeint, kurz: Dieser Text ist anders. Das hat seinen Grund in der Debatte, die am letzten Wochenende gelaufen ist. Manche nennen den Fall "Sebas vs. Marie" das übliche Gezänk in Kleinbloggersdorf, aber in meinen Augen ist das absolut nicht so. Manche scheinen überhaupt kein Problem damit zu haben, wenn ein Blogger bis ins letzte Detail ausspioniert und die Erkenntnisse dann veröffentlicht werden, wenn der Täter dem Publikum dabei nur ausreichend nachvollziehbare moralische Begründung präsentieren kann, und es in eine spannende Serie vergleichbar einer Reality Soap verpackt.

Liebe Leser, die wir uns nicht kennen: Wer sowas in Ordnung findet, der tut mir absolut keinen Gefallen, wenn er hier ist. Wer sowas in Ordnung findet, hat Kriterien, ab wann er das in Ordnung findet. Ich habe in meinem realen Leben einiges über Folter geschrieben, namentlich im Nahen Osten, wo man, etwa in Israel, versucht, das Thema mit ähnlichen Kriterien ein wenig zuzulassen. Das Thema hat dort eine ganz andere Dimension, aber die grundsätzlichen Erkenntnisse lassen sich übertragen: Wenn man so etwas erst mal in einem gewissen Rahmen akzeptiert, wird es sofort Begehrlichkeiten geben, diesen Rahmen auszuweiten. Aus den Kriterien werden dann Wort, und Worte sind Auslegungssache. Die Blogs haben noch nicht mal einen obersten Gerichtshof wie in Israel, der dauernd mit dem eigenen Fluch zu kämpfen hat: Dass die Kriterien im Tagesgeschäft geschäftsmässig missachtet und aufgeweicht werden. Hier herrscht Anarchie, jeder kann tun, was er will. Jeder muss sich selbst am Riemen reissen, wenn er es denn tut. Ich befürchte, dass die Bereitschaft dazu nicht überall vorhanden ist.

Blogger sind keine Personen des öffentlichen Lebens, auch wenn sie halböffentlich publizieren. Es gibt weder formaljuristisch noch nach meiner Meinung moralisch das Recht, sie aufgrund ihres Blogs vollöffentlich in einem anderen Blog vorzuführen. Blogger haben ein Recht auf Privatsphäre, auf Lügen und Erfindungen, solange es im Rahmen der deutschen Gesetze bleibt. Wer das nicht beachtet, ist für dieses Blog hier eine tickende Bombe. Wir kennen uns nicht, aber vielleicht lernen wir uns mal kennen, und es ist nicht wirklich doll, sei es per Mail, Telefon oder privat. Und dann werden eben private Mails veröffentlicht, wie letzthin schon mal - öffentlich - angedroht. Oder weiss der Geier was erfunden, unterstellt, verfälscht, aufgesext, auf die Zielgruppe potentieller Donhasser hingedreht - moralische Entrüstung vorrausgesetzt, ist da vieles möglich, solange man nur die Kriterien des Erlaubten kreativ anpasst.

Diese Leute möchte ich in aller Höflichkeit ersuchen: Geht mit Euren Kriterien fürs Blossstellen und Ausspionieren von Privatpersonen irgendwohin, wo man diese moralische Flexibilität schätzt. Trefft Euch mit Euresgleichen. Respektiert diejenigen, die für sich fiktionale Räume in Anspruch nehmen, ganz gleich ob in der Halbprivatheit des Blog oder dem in sie fliessend übergehenden Privatleben. Keiner zwingt Euch, hier zu sein. Es gibt für Euch keine Garantie, dass Eure Erwartungen im realen Leben erfüllt werden, und für mich keine Garantie, dass Ihr mich nicht ausspioniert.

Ich bin seit ein paar Jahren 33 Jahre alt.

Ich heisse Don Alphonso Porcamadonna.

Und ich reisse allen den Arsch auf und stecke eine juristische Granate rein, die es wagen sollten, was Ähnliches bei mir zu versuchen, und die einstweilige Verfügung ist dann hier halbprivat mit moralsauren Worten zu bestaunen. Um es in den Worten meines nahöstlichen Arbeitsgebietes zu sagen: Macht Ihr ruhig mal das Tor zur Hölle auf, ich gehe dann problemlos mit. Outer sind Schweine - aber nicht hier, hier werden sie zur Sau gemacht.

Also: VERPISST EUCH! Ist besser für Euch.

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Sonntag, 24. April 2005

Keiner da

Ich mag Cafes, in denen ich alleine bin. Sei es, weil die Eingeborenen die nüchterne Einrichtung nicht schätzen, der Kuchen nicht klebrig-süss genug ist, oder es einfach am Anchor gefehlt hat, dem ersten Gast, der zeigt, dass hier doch was los ist. Aber ich bin - im Anzuig - vielleicht nicht der richtige Lead, und so bleibe ich allein,



Lead, Leader, Lead Investment, Investment Strategy, all diese bescheuerten Worte, die so lange keine Rolle mehr geswpielt haben. Es ist jetzt drei Jahre her, drei Jahre ist nicht viel, aber ich bin komplett draussen, ich müsste eine halbe Stunde üben, um die Worte wieder zu lernen, nicht dauernd diesen fauligen Geschmack dabei im Mund zu haben. Ende der Woche sind ein paar Termine, da müssen sie sitzen. Ein paar Leute werden dabei sein, die innerlich lachen werden. Wie vor drei Jahren.

Unterdessen ist eine neue Generation nachgewachsen, an Unis mit Seminaren für M-Commerce und Gründungsmanagement, an den FHs, und die alten Kriecher haben sich gehäutet. Das wird wohl die explosive Mischung, die für ein paar Jahre so tun kann, als ob es jetzt klappen würde. Ohne was vom letzten Mal gelernt zu haben. Es ist ein guter Grund, kein versöhnliches Ende zu schreiben. Der Blick muss nach vorne gehen, in Hass.

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Samstag, 23. April 2005

Nähe Deutsche Staatsoper

Richtung Osten, ca 50 km/h.

Sie: Da sind ja gar nicht mehr so viele "Zu Vermieten"-Schilder.
Er: Du hast Deine Kontaktlinsen nicht drinnen.
Sie: Woher weisst Du das?
Plakate (draussen vor dem Fenster): MIETEN SIE! HIER FREI! LOFTS IN ALLEN GRÖSSEN ÜBER 230 QM!

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Habe gerade das Blog für eine Weile abgeschaltet

damit ist es "nicht dauerhaft"... jaja.

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