Wort zum Wochenbeginn

Liebe Leser, nochmal eine Klarstellung über die Frage, inwieweit dieses Blog hier ein öffentlicher publizistischer Raum ist. Die Antwort ist: Es ist kein öffentlicher Raum wie eine Zeitung oder ein Radiobeitrag. Es gibt hier sehr viel mehr von meinem virtuellen Ich Don Alphonso und auch, zweifach gefiltert, von meinem realen Ich.

Nun, wie Maxim Biller immer so schön sagt, wir reden hier zwar miteinander, aber wir kennen uns nicht. Das zwingt mich, ähnlich wie bei einer Lesung mit ein paar Dutzend Anwesenden zu einer Doppelstrategie. Trotz der Situation - ich vorne am Mikro oder als Admin, Ihr unten im Publikum oder als Leser, haben wir eine gewisse private Amosphäre; schliesslich sind manche auch hier, um Kumpels zu treffen, lümmeln sich mit dem Bier in den Kommentarsofas und pflegen mit mir einen sehr entspannten Umgang. Wenn ich etwa diesen Beitrag poste, zeigt mir der Besucherzähler nebenan, dass hier so eine typische, besser besuchte Lesung stattfindet: 20 sind sowieso schon da, 20 kommen gleich und schauen, was da los ist. Anhand der Server erkenne ich dann auch gleich die üblichen Verdächtigen, die Heavy User, die alten Freunde und Kupferstecher.

Andererseits ziehen hier in Wirklichkeit täglich 2000 oder mehr Besucher durch. Das ist dann schon nicht mehr die Lesung unter Freunden. Meine allererste Lesung in München, als Liquide noch nicht mal einen Verlag hatte, wurde aus einem ähnlichen Grund zum Fiasko: Es war die lange Nacht der Bücher, und neben den 30 Leuten im Club zogen hinten ein paar hundert mit einer Schaunwirmal-Haltung durch den Laden, gingen oder blieben kurz stehen, tuschelten was oder machten an der Bar Krach, weil die Bedienung während der Lesung keinen Prosecco verteilen wollte. Gegenüber dieser Masse gibt es keine Privatheit, das droht in eine stinknormale Medienöffentlichkeit zu werden, Autor und Publikum machen sich gegenseitig austauschbar.

Bisher ist es immer gelungen, zwischen dem - für mich, medienrechtlich mag das anders sein - halbprivaten und halböffentlichen Charakter dieses Blogs eine Balance zu finden. Es ist über eineinhalb Jahre langsam, aber beständig gewachsen, und ich habe gelernt, mit immer grösseren Besucherzahlen in einem von mir und meiner Zweitpersönlichkeit allein betriebenen Leseclub umzugehen. Wenn etas zu brenzlig wird, wird es halt fiktionalisiert, fertig, basta, ich bin Schriftsteller und kann das hoffentlich so, dass die Message trotzdem richtig rüber kommt. Die Leser unten im Publikum wissen das, wie sie auch in einem Dokufilm bei nachgestellten Szenen wissen, dass das jetzt keine Originalaufnahmen sind. Und weil das so ist, kann ich dieses Mittel eher sparsam einsetzen, denn niemand kann sich sicher sein, was jetzt fiktiv oder real ist - wenn man überhaupt von Realität in Zusammenhang mit einem erfundenen Autor namens Don Alphonso sprechen will.

Dieser Text hier ist definitiv nicht fiktional, er ist sehr privat und dennoch öffentlich gemeint, kurz: Dieser Text ist anders. Das hat seinen Grund in der Debatte, die am letzten Wochenende gelaufen ist. Manche nennen den Fall "Sebas vs. Marie" das übliche Gezänk in Kleinbloggersdorf, aber in meinen Augen ist das absolut nicht so. Manche scheinen überhaupt kein Problem damit zu haben, wenn ein Blogger bis ins letzte Detail ausspioniert und die Erkenntnisse dann veröffentlicht werden, wenn der Täter dem Publikum dabei nur ausreichend nachvollziehbare moralische Begründung präsentieren kann, und es in eine spannende Serie vergleichbar einer Reality Soap verpackt.

Liebe Leser, die wir uns nicht kennen: Wer sowas in Ordnung findet, der tut mir absolut keinen Gefallen, wenn er hier ist. Wer sowas in Ordnung findet, hat Kriterien, ab wann er das in Ordnung findet. Ich habe in meinem realen Leben einiges über Folter geschrieben, namentlich im Nahen Osten, wo man, etwa in Israel, versucht, das Thema mit ähnlichen Kriterien ein wenig zuzulassen. Das Thema hat dort eine ganz andere Dimension, aber die grundsätzlichen Erkenntnisse lassen sich übertragen: Wenn man so etwas erst mal in einem gewissen Rahmen akzeptiert, wird es sofort Begehrlichkeiten geben, diesen Rahmen auszuweiten. Aus den Kriterien werden dann Wort, und Worte sind Auslegungssache. Die Blogs haben noch nicht mal einen obersten Gerichtshof wie in Israel, der dauernd mit dem eigenen Fluch zu kämpfen hat: Dass die Kriterien im Tagesgeschäft geschäftsmässig missachtet und aufgeweicht werden. Hier herrscht Anarchie, jeder kann tun, was er will. Jeder muss sich selbst am Riemen reissen, wenn er es denn tut. Ich befürchte, dass die Bereitschaft dazu nicht überall vorhanden ist.

Blogger sind keine Personen des öffentlichen Lebens, auch wenn sie halböffentlich publizieren. Es gibt weder formaljuristisch noch nach meiner Meinung moralisch das Recht, sie aufgrund ihres Blogs vollöffentlich in einem anderen Blog vorzuführen. Blogger haben ein Recht auf Privatsphäre, auf Lügen und Erfindungen, solange es im Rahmen der deutschen Gesetze bleibt. Wer das nicht beachtet, ist für dieses Blog hier eine tickende Bombe. Wir kennen uns nicht, aber vielleicht lernen wir uns mal kennen, und es ist nicht wirklich doll, sei es per Mail, Telefon oder privat. Und dann werden eben private Mails veröffentlicht, wie letzthin schon mal - öffentlich - angedroht. Oder weiss der Geier was erfunden, unterstellt, verfälscht, aufgesext, auf die Zielgruppe potentieller Donhasser hingedreht - moralische Entrüstung vorrausgesetzt, ist da vieles möglich, solange man nur die Kriterien des Erlaubten kreativ anpasst.

Diese Leute möchte ich in aller Höflichkeit ersuchen: Geht mit Euren Kriterien fürs Blossstellen und Ausspionieren von Privatpersonen irgendwohin, wo man diese moralische Flexibilität schätzt. Trefft Euch mit Euresgleichen. Respektiert diejenigen, die für sich fiktionale Räume in Anspruch nehmen, ganz gleich ob in der Halbprivatheit des Blog oder dem in sie fliessend übergehenden Privatleben. Keiner zwingt Euch, hier zu sein. Es gibt für Euch keine Garantie, dass Eure Erwartungen im realen Leben erfüllt werden, und für mich keine Garantie, dass Ihr mich nicht ausspioniert.

Ich bin seit ein paar Jahren 33 Jahre alt.

Ich heisse Don Alphonso Porcamadonna.

Und ich reisse allen den Arsch auf und stecke eine juristische Granate rein, die es wagen sollten, was Ähnliches bei mir zu versuchen, und die einstweilige Verfügung ist dann hier halbprivat mit moralsauren Worten zu bestaunen. Um es in den Worten meines nahöstlichen Arbeitsgebietes zu sagen: Macht Ihr ruhig mal das Tor zur Hölle auf, ich gehe dann problemlos mit. Outer sind Schweine - aber nicht hier, hier werden sie zur Sau gemacht.

Also: VERPISST EUCH! Ist besser für Euch.

Montag, 25. April 2005, 14:22, von donalphons | |comment

 
Was für ein Bücherregal...
Hallo zusammen, ist mein erster Kommentar hier, da werfe ich erst mal einen Gruß in die Runde.

Hab auch grad nix Konstruktives beizutragen außer Zustimmung und die Frage: Was ist das für ein saucooles Bücherregal auf dem Foto? Steht das bei Dir?

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die geilheit auf relevanten content.

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ja, das steht bei mir hinter dem Bett. :-)

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Ich glaube nicht, dass das worüber du hier schreibst das Problem dieser Tage ist. Schließlich ist es grundsätzlicher und trotz aller Unschärfe auch noch Konsens. Auflauern, ausspionieren etc. pp, das gehört sich nicht. Was dieser Tage aber überall zu lesen ist, das trägt Namen. Und wenn man gegen Namen angeht, in welche Richtung auch immer, dann passiert etwas anderes, als eine Debatte in der Sache. Und das, was da anderes passiert, das verhindert auf Sicht solche Verständigung, die über den Trommelwirbel der Eitelkeit hinaussteigt.

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Es ist nicht das erste Mal, dass jemand versucht, die Anonymität auffliegen zulassen und jemand als Privatperson ins grelle Scheinwerferlicht zu stellen. Bislang sind wir (dieses wir bezeichnet nicht die Gesamtheit der hier Postenden, sondern einen Personenkreis, der weiß, aus wem er besteht) mit solchen Versuchen noch immer souverän umgegangen, nur für den Grenzüberschreiter wurde es jedesmal bitter. Ich hoffe daher, es geschieht nicht sobald wieder. Bislang konnte man sich auf diesem und den hier verlinkten Blogs unbefangen und mit einer gewissen Grundempathie bewegen. Wer diese stören will, muss rausfliegen,um aller Anderen willen.

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Sonrisa, es ist schlichtweg mein Problem. I schreibe lieber für 1000 Leute, die keine potentiellen Outer sind, als für 1000 nette Leute und 1000 Psychos, die Outing als vertretbaren Teil der Blog-Publizität erachten. Darum, nur darum der Text hier.

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Abseits von den erregten und teilweise nicht wenig abstoßenden Diskussionen der letzten Woche ist doch gerade die Anonymität das, was den Reiz des Bloggens gerade erst ermöglicht. Was Bloggen von anderen Texten in vielen Fällen auf angenehme Weise unterscheidet, ist doch das hohe Maß an Subjektivität, das außerhalb der Anonymität kaum gedeihen kann. Muss ich fürchten, dass irgendwann einer daherkommt, und ermöglicht nicht nur der Blogosphäre den Zugriff auf meine Realperson mit Namen, Arbeitsplatz etc., sondern eröffnet auch meiner realen Außenwelt den Zugriff auf diese Seite meiner Persönlichkeit, dann werde ich anders, weniger offen, viel unpersönlicher und wohl damit auch zwangsläufig weniger interessant schreiben müssen. - Es liegt also in dem hoffentlich vitalem Interesse aller Mitspieler, den einzelnen Blogger vor solchen Gefährdungen der informationellen Selbstbestimmung zu schützen.

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Das Schöne - aber auch das Gefährliche - an einer Blogger-Existenz ist die Möglichkeit, eine gewisse Vielschichtigkeit auszuleben dadurch, daß man auf mehreren Kanälen kommunizieren kann, die nicht notwendigerweise miteinander konsistent sein oder auch nur in Bezug stehen müssen. Das erste Mal, daß ich das am eigenen Leib erlebt habe, war, als ich von einem mitlesenden Kollegen, den ich sonst sehr schätze, immer wieder auf einen Beitrag angesprochen wurde, bei dem ich bewußt die Kommentarfunktion abgeschaltet hatte. Ich wurde zunehmend gereizt und war auch leicht hilflos beim Versuch, ihm zu erklären, weshalb ich, wenn ich die Story schon in den Äther broadcaste, nicht persönlich darauf angesprochen werden will. Und das war ein absolut harmloser "Fall".

Generell gilt für Leute, die mit Bloggern zu tun haben - ob selbst Blogger oder nicht - der Spruch:
"IF YOU CAN'T STAND THE HEAT, GET OUT OF THE KITCHEN!"

Und wenn ich weiß, daß ich einen Blogger für das, was immer er eventuell in meiner Gefühl- oder sonstigen Welt anrichten kann, nicht in die Blogwelt hinein verfolgen kann, weil dies eben ein absolutes Tabu ist, bleibt mir nur, im Zweifelsfall "to stay out of the kitchen". Das sollte man umso mehr wissen und nachvollziehen können, wenn man selbst Blogger ist. Und je labiler/emfindlicher der "Rezipent" ist, desto mehr gilt der Spruch. Wer keine Erdbeeren verträgt, muß Erdbeeren meiden.

@Che: ich bin den Tag über da. Ruf mich durch.

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"IF YOU CAN'T STAND THE HEAT, GET OUT OF THE KITCHEN!"

Sowas liest sich immer ganz wunderbar, hat aber keinerlei Bedeutung für die ins Spiel involvierten Köpfe. Das ist kein "Mensch ärger dich nicht", wo schon vorher klar ist, dass es Opfer geben wird, die dann raus müssen. Genauso ist "Labilität" ja kein festes Ding, sondern ein Aggregat, ein Zustand, in den jeder geraten kann. Man kann die Grenzüberschreitung noch so sehr verurteilen, das schützt einen selbst noch lange nicht davor.

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Ich selbst weiß - von meinen aktivsten DCT-Zeiten bis zu meiner fast ausschließlichen "Blogger-Sozialisation" in der neuen, großen Stadt - leider nur zu gut, wie kirre einen das Medium machen kann.
Das Tückische ist, daß es keine festen und klaren Grenzen gibt, und daß einen einfach nur das Anklicken und Weiterklicken in einen bösen Strudel ziehen kann.
Sobald ich mir aber eingestehen muß: "ich will nicht klicken, will nicht posten, muß aber", bin ich ganz klar ein Fall für den Onkel Doktor.
Und von meiner Verantwortung im Umgang mit dem Medium spricht mich selbst das noch lange nicht frei.

Dein letzter Satz kann genauso gut auch umgedreht werden:
"Man kann selbst noch lange nicht vor einer Grenzüberschreitung geschützt sein, muß sie aber trotzdem verurteilen."

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Ein wenig Bericht zum Tagesgeschäft, wie Slum, Silber, Schwester, Schreibblockade, käme jetzt ganz recht zur Abkühlung , Herr Alphonso.

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Man kann übrigens auch durchaus die Frage stellen: "Why stand the heat"?
Das Internet, das es ja bis vor nicht allzu langer Zeit noch überhaupt nicht gab, ist allenfalls ein "add-on" (oder sollte es sein), gewissermaßen die Zuckerwatte im sozialen Ernährungsspektrum. Und immer nur Zuckerwatte macht bekanntlich krank.

@feersum: Wo wohnst Du denn, daß Dir heiß ist? ;-)

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Stimmt ja auch. Die Kritik des Don und vieler anderen in der Sache, der Anerkennung des Privaten und der Schutz dieser Sphäre, steht für mich nicht zur Disposition. Leider verliert die Kritik ihre Wirkung im Konkreten zwischen den Gräben, so meine Einschätzung.

>>Sobald ich mir aber eingestehen muß: "ich will nicht klicken, will nicht posten, muß aber", bin ich ganz klar ein Fall für den Onkel Doktor.<<

Dazwischen aber, zwischen dem Klick und dem Eingeständnis, tobt das Leben. Ich habe gerade in meinem eigenen Blog schon oft Blut und Wasser für einen Klick geschwitzt, hier gibt es auch ganz unterschiedliche Formate mit unterschiedlichen Wirkfaktoren. Was du sagst stimmt ja, keine festen und klaren Grenzen, etwas tückisches mit eigener Dynamik. Darin liegt Faszination, eben weil man nicht einfach aus fixem Willen handelt, darin liegen auch Gefahren. Solche Gefahren aber überhaupt verstehen zu lernen, das wäre mir der Gewinn aus alledem. Vieles aber wirkt gegen so ein Verständnis. All die vielen Zeigefinger vor allem.

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Ja.
Ich merke, wie mich die beschränkt-verkrüppelte Art der Kommunikation über das add-on an schlechten Tagen frustriert. Verknüpft mit dem Alptraum der potentiellen (fernliegenden, aber möglichen) Blossstellung
(Kommentare sammeln, mit IPs verknüpfen, mit anderen verwandten/befreundeten Blogs/Foren korrelieren, veröffentlichen) ist das Leben als Blogkommentator von vergleichbarem Stress zu dem des Bloggers selbst.
WENN man das Geschehen in der Blogosphäre zu Ernst nimmt, zu wenig ausserhalb passiert und die Freude und der Spass am Austausch, Lesen und Lernen verlorengeht.

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@feersum: FULL ACK.

@sonrisa: Selbst wenn ich mich in den Rodion Raskolnikoff aus "Schuld und Sühne" bestens hineinversetzen kann, ist es trotzdem nicht d'accord, wenn er so einfach zwei älteren Damen ein Hackebeil aufdezt. (Und natürlich umgekehrt.)
Und in dem ganzen Echo der letzten Tage konnte man soviele Stimmen hören, wie es (mögliche) Meinungen dazu gibt, von Empathie über Entsetzen bis blanke Wut, von gerechtfertigt bis vollkommen indiskutabel.

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@Mensch-ärgere-dich-nicht: meine Oma hat mir einmal sehr effektiv damit gedroht, mit mir nicht mehr zu spielen, wenn ich nochmal nach dem Verlieren flenne. Und beim Mensch-ärgere-Dich-nicht habe ich immerhin noch zwei weitere Dinge fürs Leben gelernt:
  • Wenn es darum geht, andere zurück ins Häuschen zu befördern bzw. über sie drüber zu hüpfen und selbst etwas wo hinein zu kriegen (sogar gleich viermal!), spielt auch das Glück (luck) eine nicht unbedeutende Rolle
  • Davon wiederum hängt nicht das Glück an sich (happiness) ab.

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Siehste, aber wer hat schon alles so ne strenge Oma *g*. Bei meiner durfte ich rumheulen soviel ich lustig war und was ist aus mir geworden: einer der wenigen männlichen Heulsusenblogger im Lande. Ergo: Nur die Oma ist schuld!

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Meine Oma und meine Grosstanten haben beim Romme immer beschissen.

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:-D

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Ich verfolge die blogger-Szene schon sehr lange (so ab 1998, als aus den "Tagebuch"-Schreibern langsam webloger wurden). Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn man Dossiers anlegen würde. Da muss man keine IPs verbinden, sich unter falschen Tatsachen Informationen besorgen oder gar den Nachbarn anrufen. Viele blogger verraten in ihren blogs oder in Kommentaren, mit links und blogroll über eine lange Zeit mehr von sich, als sie wahr haben wollen.

Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Irgendwo da draussen gibt es sicher jemanden, der mit ein wenig Akribie vielen bloggern mittelschwere persönliche Krisen bereiten könnte.

Das mag als "normaler" Bürger noch gut gehen. Aber sobald man öffentliche Positionen (ob im Unternhmen, politisch, oder in Ehrenämtern) bekleidet, können schnell alte Kamellen zu scharfen Geschossen werden. Das Netz vergisst nicht so schnell. Wenn es zu Joschkas besten Sponti-Zeiten weblog und Digicam gegeben hätte, wäre er vielleicht schon als Landtagsabgeordneter abgeschossen worden.

Das gilt natürlich zum Teil auch für Communities à la OpenBC usw. Sag mir, wer deine Kontakte sind ... Ein dezidierter Wettbewerber in der Kontakt-Liste, ein paar unbedachte Äusserungen inj openBC-Foren, und das Vorstellungsgespräch läuft anders ...

Welcher Student, der in weblogs aktiv ist und markante Positionen bezieht, denkt an diese zukünftigen Fallstricke? Die Folgen können gravierender sein, als es Berufsverbot und Radikalenerlass je waren.

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Wenn ich da an gewisse Usenet-Postings von moi denke, so Anfang der 90er... Hui wie peinlich.
Wobei ja DejaGoogle jetzt die Emailadressen obfusziert. Wahrscheinlich auch aus verwandten Gründen.

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Ja...
...und ist das nun ein Grund zur Paranoia?
30.000 Konten-Abfragen in den ersten Tagen nach Einführung des Gesetzes, welche Behörden erlaubt ohne Begründung die finanziellen Verhältnisse von Bürgern abzurufen. Dutzende von Daten die jeder tagtäglich beim Arzt, bei Einkaufen, in der Freizeit usw. abgibt. Nicht zu vergessen die Videoüberwachungsmöglichkeiten und die GPS-Handy-Überwachung. Da ist das Bloggen doch relativ harmlos. Finde ich jedenfalls.

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Ja, das ist alles ein Grund zur Paranoia. Es ist anscheinend wirklich ein schmaler Grat zwischen erträglicher, unverknüpfter Normalität und Obskurität und der Verfolgung und Vernutzung durch den Stalker, den neugierigen Rekrutierer, den Steuerfahnder.
Die verkrüppelte digitale Existenz ist verwundbar, in ihrer Repräsentation durch knappe und kontextarme, aber dauerhafte, digital gespeicherte Äusserungen und Faktlein.
Auf der anderen Seite hinterlässt der kommunizierende Mensch immer Spuren, sonst wäre Einsamkeit, Unsichtbarkeit, Autismus angesagt.

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Ich vertraue da auf die Selbstreinigungskräfte der Bloggosphäre. Zumindest die Kerntruppe der alten dctler wird sich gegenseitig helfen und Stalker gnadenlos verfolgen, bis sie entnervt aufgeben.

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Es geht nicht um die alten Kämpfer, sondern um web-Existenzen, wie den beiden Protagonisten der letzten Woche. Mit den Referenzen können die sich u.U. ganz hinten anstellen, wenn es um die Verteilung der Jobs geht. Nicht jeder kann damit umgehen und ist der geborenen Nonkonformist.

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Im vorliegenden Fall konnte man lernen, dass auch ein Blogger mit grosser Leserschaft und vielen Freunden bei einem Selbstmordkommando draufgehen kann. Der Frauenblogger wird bei vielen Frauen keinen guten Ruf mehr haben, wenn er sein Primärziel wohl erreicht haben dürfte. Offensichtlich hat er die Situation falsch eingeschätzt und seinen Rückhalt überbewertet. Das Ganze erinnert fatal an ein "Gleichgewicht des Schreckens", aber es hat sicher eine langfristige Wirkung.

Drüben an der Blogbar habe ich ein paar Fragen zu den Kriterien für Grenzüberschreitungen gestellt, und keiner der kommentierenden kritiker wollte darauf antworten. Was ein gutes Zeichen ist.

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Dass es nicht um die alten Kämpfer geht ist klar. Meine Ansage war eine Andere: Wenn irgend jemand meint, dieses Outing-Geschichte fortsetzen zu müssen oder auf dieser bei allem mutigen Frau (ja, es ist mutig, sich zu einer verquer verlaufenen Blogexistenz öffentlich zu bekennen, solche Leute haben meinen Respekt) herumtreten zu müssen oder auch den Konflikt sebas-anne-marie weiter weböffentlich breitzutreten, dann wird sich eine gnadenlose Nemesis an die Füße der Personen heften, die Solches betreiben. Die Schmerzen der Betroffenen lindert das nicht, aber es verhindert vielleicht Schlimmeres.

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Ähem. "Alte Kämpfer" klingt ein bißchen - bräunlich.

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Ich wollte das ja nicht so laut sagen, aber es stimmt schon ... die alte DCT-Garde würde vielleicht besser passen.

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Lieber Feersum...
...ich plädiere für mehr Gelassenheit. Es ist ja noch gar nicht raus, was mit allen digitalen Informationen passiert, wenn die Sonne einmal einen starken Magnetsturm Richtung Erde schickt und...
...zu Deiner Aussage
"Auf der anderen Seite hinterlässt der kommunizierende Mensch immer Spuren, sonst wäre Einsamkeit, Unsichtbarkeit, Autismus angesagt." - Doch - genau das passiert zurzeit! Die verwesenden Leichen von Menschen, die nach 6 oder mehr Monaten gefunden werden (und niemand hat es gemerkt) - so finde ich jedenfalls - sind ein Indiz für eine bedenkliche Entwicklung.

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@ going public
Wer es nicht mag, soll es lassen. Ich persönlich schaue immer irgendwann durch das Fenster in Dons virtuelles Wohnzimmer. Manchmal klopf ich an, spreche sogar etwas.

DCT war da anders. Aktiver. Rebellen ohne Markt ist mehr chill-out.

Keep up your good work !

Ist dem Don durch meinen Eintrag jetzt meine IP Adresse, mein Provider, mein Geburtsdatum und die Tatsache bekannt, dass ich übergewichtig bin ;-)....

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Ui ...
... ist ja doch wieder viel Kommentarstoff hier.

Zur Sache: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt oft darin um". Kann man beiden Seiten immer wieder vor die Füße werfen:
Wer nicht will das man ihn/sie im Internet outet, soll dort nicht anonym agieren. Wer offen mit seinem Namen auftritt, der entzieht sich somit automatisch der Gefahr geoutet zu werden.
Wer nicht riskieren will von allen Seiten angegriffen zu werden, weil er die Regeln des Vertrauens und "für sich behaltens" missachtet, sollte in gewissen Situationen besser die Klappe halten. Persönliche Dinge regelt man besser auch persönlich.

So. Justizia steht mit verbundenen Augen da und hält die Waage hoch. Nur schlägt das verdammte Mistding diesmal nicht wirklich eindeutig in die eine oder in die andere Richtung aus. Verdammt nochmal.


Ich habe solche "Privat Wars" vor ca 2 Jahren schon einmal mitgemacht. Zum Teil als involvierter, zum Teil als verantwortlicher für eine Plattform. Die Skala reichte dabei von online Rumpöbeln bis hin zu Gerichtsprozess mit Einstweiliger Verfügung und Blahblahblah.
Diese "Privat Wars" waren ein Grund mich von dieser Online-Plattform komplett zurück zu ziehen. Und zeitweise habe ich in den letzten Tagen überlegt, dass Bloggen auch noch sein zu lassen. Weniger wegen dem speziellen Vorfall der passiert ist, sondern vielmehr wegen der daraus entstandenen Diskussion.
Jeder darf seine Meinung haben. Es steht auch jedem frei diese zu äussern. Doch sollte auch jeder, grade in so einem Fall, sich darüber im Klaren sein, dass alle weiteren Kommentare das Leiden nur noch verlängern. Ich will nun niemandem verbieten seine Meinung zu sagen. Ich hoffe aber das dieser eine Fall eine Art Prezidänsfall ist und das Thema somit weitestgehend in der Blogsphäre ein für alle mal abgehandelt ist (Ja ich weiß, manchmal bin ich ein hoffnungsloser Optimist ;-)


Und ich reisse allen den Arsch auf und stecke eine juristische Granate rein
Das habe ich, aus verschiedenen Positionen heraus, schon hinter mir (s.o.). Mehrfach sogar.
Ich kann gerne drauf verzichten noch einmal solch einen Beschuss mit zu erleben. Weder als Granatwerfer, noch als Zielscheibe, noch als Beobachter.

Ich blogge unter einem Pseudonym da ich mich damit mal angemeldet habe. Allerdings blogge ich auch unter meinen realen Namen, da ich eine DE-Domain habe. Wer mich (freundlich) fragt, bekommt gerne Auskunft. Outing zwecklos.

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Wer nicht will das man ihn/sie im Internet outet, soll dort nicht anonym agieren. Wer offen mit seinem Namen auftritt, der entzieht sich somit automatisch der Gefahr geoutet zu werden.

Und wer sich erschießt, den kann man nicht umbringen? Herr Muhtiger, Sie mögen sich vielleicht in einem beruflichen und privaten Umfeld bewegen, in dem alles, was in Ihrem (mir unbekannten) Blog steht, keine relevanten Folgen zeitigen kann. Dass dies nicht bei jeder Person mit ausreichend Mitteilungsbedürfnis für ein eigenes Blog der Fall sein dürfte, dürfte Ihnen unmittelbar einleuchten. Und wer einfach nur so, ohne drohende Nachteile, keine Lust hat, sich umfassend googlebar zu machen (und das heißt meist: so gut wie alle persönlichen Daten verfügbar zu machen, anrufbar und teilweise zumindest am Arbeitsplatz aufsuchbar zu werden), der soll die Wahl haben, dass das auch so bleibt. Mir reichen schon die teilweise ziemlich sonderbaren Mails, die mich von Zeit zu Zeit erreichen. In dem Moment, in dem ich mit Outing rechnen müsste, wäre mein Blog dicht.

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Es geht hier, nochmal gesagt, weniger um den Fall als vielmehr um die Konsequenzen für dieses Blog. Mir wird es hier zu voll. Immer mehr Bloggerpack schlägt hier auf und denkt, sie kriegen Awareness, wenn sie über mich herziehen. Da geht die Reihe vom Bescheuertmann über einen gefücknerten Troll bishin zu Mario "ichwäresovielbesseraufderBuchmesse" Sixtus, dazu noch die Lesungsneider und Gesprächsbelauscher - alle sind hier hochgradig verzichtbar, ich will die hier nicht mal als Clickzahl, wenn ich könnte, würde ich sowas auch als Leser bannen.

Und dann gibt es auch noch deren Honks, die nochmal was drauf setzen. Im obigen Fall war das sehr drastisch, zumal die Honks es wohl noch immer nicht eingesehen haben. Und da ist es an der zeit, einmal ein paar klare Worte loszuwerden, die man nicht missverstehen oder beschönigen kann. Ich bin immer noch der Meinung, dass man dem Pack auch per Text die Lust nehmen kann, aber es gibt auch hier Grenzen. Und deren Überschreitung überlegt man sich dreimal, wenn man weiss, dass dahinter sofort das Minenfeld beginnt.

Für Normaluser ändert sich nichts. Nur für eine gewisse Spezies sind die Minen seit diesem Wochenende scharf geschaltet und bleiben es auch.

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Wenn ich mich auf die Leipziger Buchmesse stelle und eine öffentliche Diskussion abhalte, wie kann ich dann noch Angst davor haben geoutet zu werden? Und wenn ich mein Gesicht bei einer Blog-Lesung hin halte, dann muss ich auch damit rechnen das jemand durch Zufall erfährt das ich blogge.
Modeste & Don haben sich der Öffentlichkeit bereits gestellt. Nun hingehen und die Juristische Granate auspacken oder "Wenn einer mich verpetzt, dann ich nicht mehr" zu sagen, finde ich etwas wiedersprüchlich.

Wenn ich Don richtig verstanden habe, dann will er einer Verwechselung von Internet-Don mit Privater-Don vermeiden.
Nehmen wir mal den Fall an, jemand geht rum und erzählt überall "Der Udo Müller aus München, dass ist der DonAlphonso mit den 120 Punkten". Im Augenblick wäre da doch nur noch ein "So What?" übrig. Sein Gesicht ist bekannt, seine Werke (die Bücher links) sind bekannt, etliche Leute haben ihn schon Live gesehen und kennen ihn. Welche "Wahrheit" sollte man über DonAlphonso outen, die der aufmerksame Leser sich nicht selbst zusammen reimen kann? Es bleibt ein luftiges Achselzucken übrig, denn versteckt hat er sich bis jetzt ja nicht wirklich.

Ich denke es geht hier also um privatere Sachen. Zum Beispiel Telefonnummern und Adressen. Spätestens hier wird definitiv ein Punkt erreicht, an dem Schluß mit Lustig ist. Und das gilt wohl nicht nur für einen Don, sondern auch für eine Modeste oder einen MuhTiger.
Ab jetzt schildere ich es mal aus meiner Sicht und aus meinen Erfahrungen. So lange ich sehr anonym im Internet unterwegs war, war ich auch in diesen Punkt angreifbar. Die Drohung mich zu outen, war eine ganze Zeit lang ein gutes Mittel um mich anzugreifen.
Natürlich habe ich mich versucht dagegen zu wehren das bestimmte Daten von mir die Runde machen. Die juristische Keule war dabei allerdings eher wirkungslos. Erst als ich den Angreifern ein "Ist eh bekannt" entgegen schleudern konnte, war Ruhe im Schacht.
Ich lege mich zwar nicht auf den Präsentierteller und drücke jedem meine Telefonnummer aufs Auge. Aber ich verstecke mich auch nicht. Denn das hätte zur Folge das es in endloses Weglaufen endet. Ich entziehe mich der Gefahr geoutet zu werden indem ich mich selbst oute.

Das sind jetzt meine Erfahrungen und mein Umgang mit solchen Befürchtungen. Die sind mit Sicherheit nicht 1:1 auf alle anderen übertragbar. Aber vielleicht kann der eine oder andere es für sich anwenden. Vielleicht kann auch ein Don/eine Modeste den einen oder anderen Gedanken davon (teilweise) mitnehmen.

Ich verbleibe mit freundlichem Gruß und merke an:
Der in meinem Blog, dass bin ich nicht. Wer glaubt das ich das bin und meint mich damit angreifen zu können, der gräbt sich selbst eine Grube.

PS:
Die Honks der letzten Tage&Wochen hatten eine ganz andere Angriffsfläche zur Verfügung. Es ist klar das es Grenzen gibt die definitiv nicht überschritten werden dürfen. Ich denke aber das die Honks hier weniger motiviert sind da sie weniger Angriffsfläche vorfinden.
Die Befürchtung das nun auch die letzten Grenzen überschritten werden, kann ich aber trotzdem nachvollziehen.

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Dass Sie, Herr Muhtiger, es widersprüchlich finden, wenn man selber das Ausmaß an Öffentlichkeit privater Informationen definieren möchte, überrascht mich. Was eine Lesung mit der Frage, welches Recht andere Leute haben, private Informationen herauszufinden und zu verbreiten, zu tun haben soll, ist mir zudem komplett schleierhaft.

Dass Drohungen mit Outing der Boden entzogen wird, wenn man sich in vorauseilendem Gehorsam schlicht selbst outet, leuchtet ein. Eine solche Strategie als probates Mittel Menschen zu empfehlen, die mit einem Haufen guter Gründe in der Hinterhand keine Lust haben, sich outen zu lassen, ist allerdings - wie Sie selber bemerken werden - ein wenig unsinnig.

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Lieber Muh-Tiger, ich kenne den Klar- und Mädchennamen von Catherine Deneuve, kann in der Internet Movie Database ihre Bio lesen, wenn ich als Cineast nicht ohnehin ihre Eckdaten kenne, weiß sehr Privates, z.B. daß sie ihre Schwester, die wunderbare Franc,oise Dorléac, bei einem Autounfall verloren hat, und kann sie bei der Berlinale auf dem roten Teppich bewundern. Jemanden wie sie, ebenso wie z.B. einen Journalisten und Romanautor, nennt man eine Person des öffentlichen Lebens. Soll mir die Gute jetzt deswegen ihre Nummer rausrücken, bevor ich selber dran komme? Oder soll diese besser noch gleich prophylaktisch im Abspann unter ihrem Namen erscheinen?

(Und gilt für Blogger, die Ich-AGs der literarischen Kleinkunst, nicht exakt dasselbe?)

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Das klassische Beispiel ist der Anruf beim Arbeitgeber mit dem Hinweis, der Don würde dies und jenes zu der und der Urzeit machen. Da wäre dann die Hölle los.

Selbst wenn jemand meinen Namen und das Gesicht kennt, gibt ihm nichts auf der Welt das recht, mir hinterherzuforschen, meine Privatanschrift oder meine Mobilnummer auszuforschen und zu veröffentlichen.

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Ich glaube, manchmal wäre es für Dich wirklich sehr praktisch, für den Mossad zu arbeiten.
"Don't call us - we'll call you!"

Aber eigentlich ist alles viel zu ernst, um drüber Witze zu machen...

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@ arbeitgeber
Lieber Don,

ich dachte, dass Du freiberuflich tätig bist. Ist da statt Arbeitgeber, Auftraggeber nicht besser ;-))

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Da kommt dann noch Anderes hinzu: Die Geschichte, die zu der ganzen Diskussion hier Anlass gab, beinhaltete, dass intimste Informationen über das seelische Innenleben zweier Beteilgter, enttäuschte Liebe etc. weböffentlich bekannt wurden, und dann noch Name und Adresse posten wollen - na gute Nacht. Für die dct-Veteranen, die einen kleinen, aber sehr wahrnehmbaren Teil dieses Blog bilden, sieht die lage so aus, dass wir brisante Informationen über die Schattenseiten unserer Wirtschaft, darunter auch, aber nur zu einem kleinen Teil, Insiderinformationen, veröffentlicht haben; ich denke, das Bedürfnis nach Anonymität braucht hier nicht weiter erklärt zu werden. Ansonsten folge ich Modeste.

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*#?@#

[Selbstgesprächsmodus]
Tiiiiiief einatmen und tiiiiiief ausatmen ... irgendwann werden sie auch noch erwachsen....
[/Selbstgesprächsmodus]

[Klappe-Halten-Mantra in Endlosschleife]

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