: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Samstag, 27. August 2011

Vor dem Sturm

Es kann so nicht ewig weitergehen. Vielleicht ist es der letzte Sommertag am Strand.























Vielleicht auch nicht.

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Donnerstag, 25. August 2011

24+3

Erinnert sich noch jemand an die 24+3 Filme, die es früher von Agfa für Analogkameras gab? Die kaufte ich, weil ich mir dachte, ein klein wenig Polster ist sicher. Bei meiner grossen Frankreichreise über 20 Tage zu den Kelten hatte ich damals unglaubliche 12 Diafilme mit 36 Aufnahmen dabei, und zusätzlich drei mit 24+3 auf Papier. Das war sagenhaft viel, und im Burgund hatte ich noch drei Filme übrig. Dann kamen wir zur Kathedrale von Autun, und danach - danach war ich glücklich über das +3. Ich bin gerade mal so durchgekommen. Heute lege ich eine Karte ein, und da steht: 1064 Aufnahmen. Wie lange das reichen würde, wäre ich nochmal auf der alten Reiseroute? Eine Woche? Wie auch immer, hier ist ein 24+3 von Gmund über den Achensee nach Tufles (Katze) und den Brenner nach Sterzing und dann hoch auf das Penser Joch, eine kleine Bergtour zum übernächsten Gipfel im Wettlauf mit dem Sonnenuntergang, und dann wieder zurück.

























































So ist das, in den Bergen. Danach kann alles andere wieder kommen, und wenn es nicht gut ist, schliesst man die Augen und denkt zurück, an 24+3 und mehr Bilder, die Luft und den kalten Südsturm auf 2300 Meter.

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Samstag, 13. August 2011

Es gibt jetzt auch Browserspiele

mit Vögeln und Schweinen, darunter auch arme.



Und ganz ohne Cat Content.



Das ist voll gut, wenn Du mal ein paar Minuten Zeit hast.



Total entspannend.



Noch besser als SPONschleim Panorama lesen.



Es gibt doch nichts Besseres als so ein klein wenig Destruktion.



Kein Wunder, dass es jeder machen will.



Ich schick Dir auch gerne eine Einladung. Das wird ein Spass!

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Freitag, 22. Juli 2011

Fallout

Seit 2008 herrscht Wirtschaftskrise in Japan, seit 2008 merkt man das auch in München, denn auf eine Japanerin in der Maximiliansstrasse kommen gefühlt 50 schleidertragende Frauen aus dem arabischen Raum. Zumindest war das während der letzten drei Jahre so, und weil die neuen Gäste eher in Luxusgeschäften denn in Museen anzutreffen sind, war da immer so ein komisches Gefühl in den kulturellen Einrichtungen - etwas fehlte.



Jetzt, 2011, Japan steckt immer noch in der Wirtschaftskrise und hatte ein Erdbeben und Fukushima, ändert sich das wieder. Das ist gut für die Museen. Ob das ein gutes Zeichen für Japan ist, wo man gerade wieder weitere Regionen zur Evakuierung bestimmt, ist eine andere Frage; man müsste sie fragen, ob es gerade eine heimliche "Nichts wie raus hier"-Mentalität gibt, die sich stets hinter kulturellem Interesse verbergen lässt. Jedenfalls: Die Japanerinnen, namentlich die jungen Japanerinnen, nicht die Herren der Corporations, sind wieder in Scharen da.











Im Schloss zumindest. Die Einkaufsstrasse ist immer noch fest in arabischer Hand.

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Freitag, 22. Juli 2011

Arbeitsplatz

Ich weiss, ich weiss, es gibt viele, die eigentlich täglich nach einem neuen Arbeitsplatz schielen. Nichts wie raus hier, ab in eine neue, dann bessere Zukunft mit schöneren Versprechungen, schneller Karriere, man kennt das. Mich spricht so etwas gar nicht an. Mag sein, dass die miserable Bindung der Tätigen eine Folge der zynischen Personalpolitik ist, mag sein, dass man, wenn man Menschen zu maximaler Ausbeute animiert, sich nicht wundern braucht, wenn sie dann auch konsequent und ohne Rücksicht auf Verluste ihr eigenes Wohl im Auge haben, und wenn es im Vergleich mit anderen nicht geht, dann eben mit Blockieren und Faulheit, solange es eben geht. So eine gesunde Mischung aus Forderung ohne Fertigmachen und Gruppengeist ohne Arroganz kenne ich eigentlich nur aus der Audi. Meines Erachtens sind die nicht ganz umsonst so gut.

Natürlich würde es mich, der ich hier geboren bin, kaum reizen, doch noch wie ein weit fliegender Himmelskörper zurück in jenen Stern zu stürzen, um den hier alles kreist. Es kann nicht sein, dass diese Firma alles Gute und auch alles Andere der Region aufsaugt, verwertet und verdaut, und die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist auch so eine Sache, die man erst mal ertragen können muss. Ich war da oft genug, es passt einfach nicht. Heute jedoch war ich in der Münchner Residenz, und dort sind gerade ein paar Räume geschlossen und Vitrinen leergeräumt - ausgerechnet dort, wo es mir am besten gefällt: Beim Silber und in einem Bereich des Rokoko.



Und das nun wäre ein Engagement, das ich mir durchaus vorstellen könnte. Ich habe keine Lust, mein Talent an einige der gerade heftig winkenden Medienklitschen zu vergeuden, die sich gern eine Fassade für ihre Inkompetenz erkaufen wollen, ich möchte nicht Konzepte schreiben, wie man eine Zielgruppe an ein Medium bindet, das diese Bindung längst verloren hat, ich möchte mich nicht den Bedürfnissen von Leuten anpassen, die von der Sache keine Ahnung haben und in einem Kontext arbeiten, der personell nicht die Lösung, sondern die Ursache der Probleme ist - man betrachte gerade das Elend rund um den Focus. Mitunter habe ich den Eindruck, dass sich solche Internetversuchsversuche gerade dann häufen, wenn die neuen Zahlen der verkauften Auflagen die Runde machen, und man schon wieder 3% verloren hat (Auch bei der FAZ waren es im letzten Jahr 2,6%, wobei es mich auch interessieren würde, ob bei über 10% Verlust der Frankfurter Rundschau nicht einige Wechselnde das Ergebnis schöner gemacht haben).

Ich hätte, wenn überhaupt, Lust auf etwas, das Bestand hat. Ich wäre gerne beispielsweise Schlossblogger in München. Ich halte das für eine tolle Idee, denn wenn man in der Residenz ist, sieht man vielen Besuchern angesichts der nötigen Arbeiten am Bestand und der Absperrbänder die Enttäuschung an. Ich denke, es wäre eine höchst reizvolle Sache, jemanden zu haben, der erklärt, warum das gerade nötig ist, was hier getan wird, welchen Zweck es hat und worum genau es geht. Diese Schilder, die besagen, es sei wegen Restaurierung geschlossen, erregen nicht nur Enttäuschung, sondern auch Interesse, und da könnte man doch etwas machen. Detailbilder. Erklärungen. Ratschläge vom Restaurator. Geschichten. Eine Entschädigung im Netz, Residenz in the making, und wenn ein Teil wieder eröffnet ist, eine Vorher-Nachher-Galerie.



Das würde mir wirklich Spass machen. Eine Lebensaufgabe. Allerdings steht zu befürchten, dass die bayerischen Schlösser das im Gegensatz zu den Medien gar nicht nötig haben. Die Leute kommen trotzdem immer.

Verlegen würde ich deshalb raten zu überlegen, was Schlösser haben, das sie nicht haben. Das könnte vielleicht ein wenig helfen.

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Donnerstag, 14. Juli 2011

Treffen sich zwei an der Narrentreppe

Und versprechen sich dann unhaltbares Zeug, weil das so dazu gehört. Das sieht dann so aus:



Das geht ntürlich auch ohne Narrentreppe, das muss nicht in Niederbayern sein, das geht vermutlich auch an jedem Frankfurter Bürohauslift nicht anders zu. Nur halt mit anderen Themen. Um dieses Frankfurt etwas aufzubunten, war ich dann auch nicht nur oben bei der Burg, sondern auch bei Belstner, "ehemals königlich Bayerischer Hoflieferant".



Und drinnen geht es dann genauso bunt weiter. Ja, die Niederbayern. Da hat es schon lang kein Lokaldesigner mehr hingeschafft, und wenn sie es noch 10 Jahre aushalten, dann ist es wieder Kult. Sie haben da Erfahrung darin. Nach dem Krieg etwa wusste man mit der Burg Trausnitz nichts anderes anzufangen, als sie zu einer Jugendherberge zu machen. Das hat sich zum Glück inzwischen wieder geändert.



Das ist übrigens der "richtige" Ausblick. Sicher, in der Richtung kommt irgendwann Frankfurt am Main, aber die Schöpfung hat ein paar Bergrücken und und eine Erdkrümmung dazwischen geschoben, die es nachher zu überwinden gilt. Aber auf der anderen Seite käme etwas, das noch unerfreulicher wäre: Ohu 1 und 2, und die Danpffahne ist auch bei schlechtem Wetter nicht zu übersehen. Gott sei Dank geht das jetzt vorbei. Man kann wieder nach Landshut fahren, ohne ein schlechtes Gefühl. So eine hübsche Stadt, ohne Atomkraftwerke. Rückbauen, endlagern, am besten im Garten der Profiteure, sich was anderes einfallen lassen.

Man muss schliesslich nicht immer an der Narrentreppe stehen und sich Unsinn erzählen lassen.

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Sonntag, 10. Juli 2011

Und jetzt alle!

Zieh den Kopf aus der Schlinge Bruder Don



nimm das beste Gulfnago und ras dem Sturm davon



über dem Lenker musst Du Dich bücken



sonst hast Du einen Blitz im Rücken,



zieh den Kopf aus der Schlinge Bruder Don.

(Vor drei Jahren wurde ich gefesselt, geknebelt und auf eine Hochzeit entführt - zum Glück nicht meine. Die Ehe geht schon wieder den Bach hinunter, aber da sangen sie sowas, und es geht mir nicht aus dem Kopf)

Es ist so in meiner Heimatstadt: Seit 25 Jahren gibt es hier ein Bürgerbesäufnis in Sommer. Früher war es einmal im Jahr, das war erst eine Art Zusammenkunft mit Sambagrossmüttern und Würstlstand, dann ging es in eine reine Sauferei über, und inzwischen ist man erwachsen und versucht, es als Donaufest zu rebranden und hohe Preise zu verlangen. Es war fürs Gschleaf und es ist fürs Geschleaf, und eine Konstante bleibt: Immer beim Bürgerfest regnet es. In der Hitzewelle 2003 regnete es nur an drei Tagen - zwei davon waren am Bürgerfest.

Nur bei der letzten Aufführung vor zwei Jahren, da blieb es einen Abend lang wirklich trocken. Damals brannte aber ein Haus in einer Veranstaltungsstrasse nieder. Keine Frage: Das Schicksal freut sich, dass alle auf einem Haufen sind, und straft sie, wie sie es verdienen.

Dieses Jahr: Drei Tage. Drei schwerste Unwetter mit allem, was dazu gehört. Nur ich bin gerade noch davon gekommen. Drei Unwettern konnte ich ausweichen. Mit dem vierten im Rücken fuhr ich heim, ziemlich genau mit den ersten Tropfen in der Böenwalze, fast 20 Kilometer von Tauberfeld bis in die Stadt. Dabei war ich vorher in Eichstätt und ziemlich fertig, aber mit dem Sturm und der Angst ging es flott dahin. Ich überholte auf dem Radlweg Autos. Und zum Tee schaute ich hilflosen Besoffenen zu, die ihr Heil in der stolpernden Flucht suchten.

Nächstes Mal vielleicht Hagel? Ya Ya Jippie jippie Yeah!

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Samstag, 9. Juli 2011

Sie

Sie wartet auf ihren Mann, der noch mit dem Anstieg kämpft.



Sie, die einen, haben sich bei der Fertigung sehr bemüht.



Sie, andere, geben in bester Tradition Versprechungen, deren ausbleibende Einhaltung sie nicht betrifft.



Sie sagen ja und hoffen, dass mit der Zeit kein Verwelken und kein Nein folgen wird.



Sie, liebe Leser, sollten es ruhig auch mal versuchen, denn man sieht Dinge, die einem sonst vielleicht verborgen bleiben.



Und danach dürfen Sie essen,. so viel Sie und was Sie wollen



Sie alle sitzen zu viel vor dem Bildschirm. Da müssen Sie ja krank und unfroh werden.

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Freitag, 1. Juli 2011

Nie in die Berge.

Ich fahre nicht gern nach Norden, und auch Osten ist nicht so mein Ding. Schon gar nicht am frühen Morgen, um 6 Uhr. Erst recht nicht, wenn es 300 Kilometer in jede Richtung schüttet, als wäre das Ende der Welt gekommen. Nur muss ich fairerweise sagen: Wäre ich vier Stunden später an den Tegernsee gefahren, wäre es wirklich schlimm gewesen. 100 Liter auf dem Quadratmeter, hört man, seien heruntergekommen. Da ist es gar nicht so schlimm, wenn man beim Laufen zum Kreuzgangrest etwas nass wird.



Ganz hinten nämlich sind im Gewälbe Friese mit Herolden und Ordensketten in der Tradition des spätmittelalterlichen Hausbuchneisters. Das gibt es sonst eben nur in der Malerei, nur hier, im kleinen Ort Himmelskron nahe Bayreuth, im letzten Flügel des Kreuzganges, sind sie durch eine Laune des Schicksals erhalten geblieben. Noch mittelalterlich, aber auch schon ein Vorgriff auf späteren Stuck. das gibt es sonst nirgends in dieser Qualität und Häufung.



Wie auch das Engelsorchester, das im Anschluss im Gewölbe spielt. Es ist nur ein Flügel in einem aufgelassenen Kloster. Und eine Marotte der vermögenden Zisterzienser-Schwestern, die das hier errichten liessen, genau an der Grenze zwischen Mittelalter und Neuzeit. Es muss nicht immer Italien sein, oder, wie in Landshut, italienische Exporte nach Deutschland.



Einfach an der Autobahn Richtung Berlin oder München die Ausfahrt Himmelskron nehmen, vorbei an Gewerbegebieten, in den Ort, in das Kloster - es gibt da noch mehr zu sehen. Und man ist eigentlich immer allein mit den Hausbuchherolden und der Engelsparty, zwischen den Kopflosen Heiligen.

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Donnerstag, 30. Juni 2011

Nach der Hitze

geht es auf die ersten Jurananhöhen, vorbei an Burgen, Klöstern und Feldern.



















An dieser Stelle muss die Sonne gerade untergehen, damit ich vor der Nacht, aber in der ersten Nachtkühle wieder daheim bin.

(Mehr als 50 Kilometer. Damit schon fast eine kleine Reise)

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