: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Montag, 21. April 2014

Die Übergerechten

Ich habe mal was über Social Justice Warriors und ihre Kampagnen geschrieben - in der FAZ und im Kommentarblog.

Dass sich manche der erwähnten GleichstellerInnen von "Kritik am Verhalten von Männern und Frauen = im 2. Teil Masku = Nazi" jetzt aufregen, gehört da wohl zwangsweise mit dazu. Komischerweise hat mir noch keine von denen unterstellt,dass meine Texte über zumeist männlichen CSUler oder Gewalttäter der Antifa feministisch oder männerfreindlich sind... Naja, Irgendwann sind es solche Argumentationketten, die voll auf die selbst zurückschlagen.

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Sonntag, 20. April 2014

Osterei

Etwas verbeult, wie man sieht, und teilweise noch nicht ganz fertig.



Schöne Feiertage!

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Mittwoch, 16. April 2014

Hauptsache Bunt

Räder für Frauen baut man im Wohnzimmer auch nicht anders als Pralinen in der Küche: Bunt gemischt und mit lauter süssen Sachen dran bzw. drin. Und natürlich am besten mit Musik! Ich kann da zwar nicht mitsingen, aber empfehlen kann ich die letzte CD mit den Werken von Händel aus Italien auf jeden Fall, mit der göttlichen Roberta Invernizzi. Da ist Schrauben beglückend.

















Denn wenn ich schon eingesperrt bin, möchte ich wenigstens Flügel schmieden. Gern auch für andere.

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Winseln für die Weltrevolution

war mir allein schon wegen genau dieser Überschrift ein Anliegen. Die Protagonisten wollen nämlich gar nicht gewinnen, die wollen weiter fett im System ihre Pfründe und um sich herum eine flauschweiche Freunderia, die sie davon abhält, sich Gedanken um die Realität jenseits ihrer Ideoliogien zu machen. Und deshalb reagieren sie auch so angepisst, wenn manche irgendwann mal das mit dem Alltag im Griff haben versuchen, schreibe ich in der FAZ, und nicht mehr für jede dämliche Aktion zur Verfügung stehen, siehe auch Kommentarblog.

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Dienstag, 15. April 2014

In den Boden

Ich weiss, bei Elektronik, diesem Zeug, das unsere Welt am Laufen hält, ist es noch schlimmer. Bei der Elekronik wäre mein eeepc längst wertlos, weil das n und das h inzwischen kaum mehr sichtbar sind - Folge der vielen Beiträge. Aber es geht noch, und ich finde die Tasten blind. Aber alle regen sich über die Miete auf und über die Benzinpreise, als ob es ein Grundrecht auf billiges Wohnen und Brettern ohne Rücksicht auf die Gesamtzusammenhänge gäbe. Bei Gebrauchsgegenständen interessiert dagegen nur, ob es neu ist. Das Alte fällt dagegen zusammen mit dem Wertverlust hinten runter.

Nun haben sich für den Sommer ein paar Leute angekündigt, die hohe Risiken auf sich nehmen wollen, sei es, dass sie noch einmal mit mir über den Bauer in der Au den Hirschberg erklimmen möchten (die sog. Verdun-Gedächtnis-Tour), oder mal mit dem MTB über das Zillertal und das Pfitscher Joch nach Italien radeln wollen. Zur Erklärung: Das Pfitscher Joch ist von mir aus die Diretissima nach Italien, man fährt die Valepp hoch, kurbelt dann an der Aschau entlang gemütlich nach Österreich, erreicht bei Brixlegg den Inn und durchmisst eilend das Zillertal. Am Ende geht es 2251 Meter hoch zum Pfitscher Joch und dann hinab nach Sterzing. Das ist wie ein langgestreckter Bogen, landschaftlich reizvoll und nicht, wie viele andere MTB-Strecken, zu brutal. Eventuell sogar an einem Tag machbar. Und nachdem ich mit meinem K2 Razorback schon gute Erfahrungen gemacht habe, war ich natürlich erfreut über das hier:



Das ist noch eines, diesmal das "Team". Und es war - günstig. Formal. Wenn man sich die Sache genauer anschaut, war es sogar aberwitzig. Denn das rad wurde nicht nur 2002 gekauft und dann kaum gefahren, es wurde 2009 auch noch einmal durchmodernisiert. Zu den 3200 Euro Neupreis kam dann also auch noch eine 1200 Euro teure Gabel, ein neues Tretlager, neue Laufräder, neue Scheibenbremsen - was man halt so braucht, damit es neuer wirkt, ohne wirklich besser zu sein. Sagen wir mal, mit Umbau 1800 Euro Freundschaftspreis.



Habe ich eine falsche Vorstellung vom Geld? Leben hier nur noch Aufsichtsräte? Ich bin jedenfalls so erzogen, dass ich 1800 Euro nie mal eben so ohne Überlegung ausgeben würde, ob sich das lohnt. 1800 Euro sind auch in meiner Welt nicht gerade wenig Geld, auch wenn davon erheblich mehr da ist. Eventuell bin ich auch einfach nur ein Pfennigfuchser, aber mein Leben fühlt sich nicht wirklich so an. Jedenfalls, es würde mir den Magen umdrehen, hätte ich das Gefühl, ich würde so viel Geld für etwas ausgeben, das nach 4 Jahren nichts mehr wert ist. Aber vermutlich bin ich damit allein auf weiter Flur, denn andere nehmen das einfach so hin. Auf 10, die froh sind, das alte Geraffel los zu sein, kommt nur einer, der ob des Restwerts schockiert ist. Wir sind eine weite Strecke gefahren seit der Zeit, da man sich noch um die Bettwäsche der Verstorbenen stritt. Aber nicht so weit, dass ich mich daran nicht erinnern könnte.



Gut, fairerweise muss man sagen: Hätte sich der Besitzer die Mühe gemacht, das Rad zu zerlegen, und die Einzelteile zu verkaufen, hätte er vermutlich mehr bekommen. Aber darum geht es ja nicht, es geht um Raum, der für Neues geschaffen werden muss. Da bin ich nicht mehr Teil davon, mit einem Vater, der mir noch beigebracht hat, wie wichtig es ist, die Eisenösen an den Felgen zu putzen, damit die nicht verrosten, weil man das ja nicht nach 2 Jahren verschleudert, sondern noch lange daran seine Freude haben will. So ist es schon lang nicht mehr, und ausgerechnet jene, die so oft davon schwärmen, wie wunderbar einfach as digitale Leben ist, sind diejenigen, die ihren Restbesitz am schnellsten updaten, und ihre schlecht ausgeleuchteten Handybilder mit der speziellen Ebay-App hochladen. Ich frage mich nur: Wie soll das auf Dauer gut gehen? Was ist der Gewinn beim Erneuern? Danke, dass ich in der Lage bin, sechs Gästen hochwertige Räder hinzustellen und zu sagen: Lasst uns fahren, es ist ja alles da.



Für mich sind diese Leute Appwracker. Leute, die auch billige, flexible Wohnapps haben möchten, und als 1-Personen-Haushalt eine Putzfrau brauchen. Ebay ist die App, um Überflüssiges abzuladen, und sie sehen nicht den Verlust, sondern dass da noch ein paar Euro mehr aufs Konto kommen. Bewahrung erscheint ihnen als sinnlos, statt dessen sind sie gezwungen, in die Zukunft zu denken und Profite zu suchen, damit sie dann auf den 29ern auch nicht fahren und überlegen, wo man jetzt noch gute Rendite her bekommt. Wenn sie selbst das Leitbild sind: Vielleicht sind die Chancen noch in China. Wenn sich das aber ändern sollte - und man merkt das hierzulande schon bei den Autokäufen, wo der Privatmann als Kunde schwindet, weil die Miet- und Firmenflotten ohnehin nach maximal 10.000 km ausgewchselt werden - dann wäre vielleicht doch eine Immobilie gut. Denn die ziehen immer noch. Nicht nur wegen der Unsicherheit, sondern auch, weil ich vielleicht doch nicht der einzige bin, der sich fragt: In was für einer Welt leben wir eigentlich und wo kommen wir hin, wenn das so weiter geht? Ich möchte nicht Teil dieses Trecks sein in eine Welt, in der es alles sofort gibt, solange es nur neu und schnell abzuschieben ist. Sonst springt das nämlich irgendwann auch auf unser Zusammenleben über.

Und das macht mir Angst.

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Montag, 14. April 2014

3 statt 2

Es gibt ja mehrere Arten von Bildhängung, wenn man die Höhe geht: 1-reihig. Das ist das Normale, gerade in Zeiten wie den unseren, da man nicht mal eben zu Caravaggio gehen kann und sagen, ich brauche morgen 2x3 Meter Bild. Das geht nur noch bei lebenden Künstlern und das kann ja keiner wollen. 2. dann die doppelte Hängung, mit Bildreihen übereinander. Das ist bei mir weitgehend der Standard und macht so ein Zimmer schon recht voll. Oben sind die grossen Gemälde und unten die Kleinen, und die Mittleren hängt man eben zusammen.



Dreireihig wird schon erheblich schwerer, wenn die Wände weniger als drei Meter hoch sind. Ich wohne hier in Räumen der Zeit und 1600, da gibt es auch genug Beispiele dieser angeblichen Epoche der Wiederentdeckung des lichterfüllten Lebens, da Zimmer für normale Menschen keine zwei Meter hoch waren: 2,75 Meter war damals schon eine Ansage und die 3,20 Meter ein Stockwerk drunter würden das alles noch einfacher machen. Wie auich immer, ich habe, was ich habe, und wenn man den Sockel von 95 cm wegrechnet, bleiben ohne Stuck noch 1,70 Meter übrig.



Lässt man nun jeweils 7cm Abstand zwischen Sockel, Bildern und Stuck, gehen bei dreifacher Hängung nochmal gut 30cm weg. Bleiben für Bilder nur 1,40m und dann weiss man: Mit Rahmen sollten sie im Schnitt keine 50 cm hoch sein, womit sie sehr klein sind. So klein waren sie im Rokoko selten, denn wer Bilder hatte, für den waren auch Wände kein Problem, oder Wohnraum. Den hatte man einfach. Ich habe ich mich testweise jtzt auf 50 cm Bildhöhe durch Verkleinerung der Abstände hochgearbeitet, und weil das unterste Bild nur 30 cm hoch ist, geht das meines Erachtens auch, wenn das höchste Bild fast 60 cm Höhe erreicht. So lala.



Vielleicht habe ich mich in der Schnelle auch verrechnet, aber wie auch immer, ich hatte ein Ergebnis und konnte entscheiden und am Ende war es dann auch gar nicht so teuer. Gerade mal so teuer, dass es, falls es nicht geklappt hätte, kein teurer Verlust geworden wäre. Zumal das Bild vom Bild eines von jenen war, anhand derer man Glück oder Pech haben kann, so fragwürdig war es abgelichtet. Aber beim Auspacken zeigte sich schnell, dass diese junge Pastelldame auf der richtige Seite des künstlerischen Rokoko entstanden war.



Und mit ganz viel Quetschen und Verzicht auf einiges an weisser Wand - seien wir ehrlich, viel ist davon auch nicht mehr da, und weisse Wand kann schliesslich jeder, sogar mit Rauhfaser - war es dann auch möglich, sie an passender Stelle dreifach, ganz oben aufzuhängen. Dafür, dass ich schon vor einem halben Jahr glaubte, es ginge wirklich überhaupt nichts mehr, geht doch noch einiges.



Männer sind so. Mathematisch schwach, im Ernstfall auch bei schlechten Chancen entscheidungsfreudig und immer bereit, noch einer Dame einen Platz im elenden, verbrecherischen Loch ihres Herzens und an ihren nicht mehr kahlen Wänden anzubieten. Und man muss immer bedenken: Sie sind nur am, Anfang teuer, danach werden sie pflegeleicht und nicht allzu fordernd.

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Sonntag, 13. April 2014

Weil danach gefragt wurde

Mein Arbeitsplatz mitsamt Minimonitor - klein, aber mehr Platz möchte ich dem Netz hier auch nicht geben.



Und vorsorglich zeige ich auch gleich noch die angeschlossene Kantine und das Besteck und das Porzellan, das wir hier haben:



Zum Glück muss ich hier keine Spardiktate und Werbekrisen erdulden. Das kann jeder gern sehen.

Ansonsten: Die Nürnberger Marke Triumph verkaufte zusammen mit ihren Rädern im frühen 20. Jahrhundert auch eine Tüte mit Knallerbsen, um wild herumlaufende Hunde zu verscheuchen. So etwas wäre manchmal auch im Internet gar nicht so schlecht.

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Samstag, 12. April 2014

Triggerwarnung gespaltene Schädel

Die sogenannte Patristik - die Lehre von den Kirchenvätern - ist sowas wie die Kita für angehende Verschwörungstheoretiker, denn wenn man sich damit eine Weile beschäftigt, merkt man, wie wenig historisches Fleisch an den Knochen des Glaubens ist. Und was dann an diesen Knochen ist, ist von Beginn an wirklich unschön. Ganze Verfolgungsgeschichten wie die unter Nero - eine Erfindung. Ganze Vernichtungsfeldzüge - wie in Ägypten durch Mobmönche - verschwiegen. Alles aufgebauschte Berichte, als schriebe die Antifa über den Oranienplatz. Abartige Vorstellungen vo9n Moral und Staat. Und das zieht sich bis in die Gegenwart, denn die Patristik ist immer noch das private Forschungsfeld der Theologen, die wenig Interesse haben, die Unstimmigkeiten und Probleme zu erkennen. Wer sich archäologisch mit der Spätantike auseinander setzt, tut gut daran, Historikern wenig und Patristkern gar nichts zu glauben. Und wer vor Jacques le Goff und seinen epochemachenden Werken zur Kirche des Mittelalters schon den Karlheinz Deschner in der Schule las, ist klar im Vorteil.

Bei uns war der Deschner übrigens kein Thema in der Schule, wie vieles andere wollte man nicht, dass wir das lesen. Sogar für Andre Gide musste eine besondere Genehmigung eingeholt werden. So war das unter Kohl und Strauss in Bayern.

Und darüber habe ich eine Art Nachruf in der FAZ über Karlheinz Deschner und im Kommentarblog geschrieben. Und auch etwas über Frau Mutzenbacher.

WARNUNG: Manche Bilder sind nicht gerade angenehm.

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Freitag, 11. April 2014

Treffen sich zwei harte Männer

und reden über gnadenlose Bergtouren, die sie in Angriff nehmen werden, bald, noch während der Schnee auf scheinbar unbezwingbaren Höhen gleisst. Aber unablässig werden Muskeln in die Pedale stampfen und Recken hinauf zum Sieg führen - das wurde so besiegelt.



Wie das aussehen sollte.



Wie das tatsächlich aussieht.

Und ein Rennrad weniger habe ich übrigens auch noch. Aber auch das ist in guten Händen. Sehr sportlich, das alles

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