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Mittwoch, 30. Juni 2010
Aufwachen
Ich weiss auch nicht. Seitdem ich für mein Sofa in der Bibliothek zusätzliche Kissen und eine Tagesdecke besorgt habe, passiert es mir oft, dass ich mir gegen Mitternacht denke: Jetzt nochmal kurz die Augen zu, und dann kochen - und dann bin ich weg. Einfach so. Wache nicht mehr auf, schlafe durch bis zum Morgen, und wundere mich dann über den ungewohnten Stuck über dem Bett.

Vielleicht sollte ich es halten wie meine Grossmutter, die bekanntlich immer Recht hatte: Mittagsschlaf zwischen 1 und 3, und dann den Tag fit und ausgeschlafen weiter betreiben. Oder es ist doch nur dieser fiebrig heisse Sommer in der Stadt, mit seinem Cholerageruch, der sogar in den letzten Tagen die Schläger und Rowdies dämpft.

Vielleicht sollte ich es halten wie meine Grossmutter, die bekanntlich immer Recht hatte: Mittagsschlaf zwischen 1 und 3, und dann den Tag fit und ausgeschlafen weiter betreiben. Oder es ist doch nur dieser fiebrig heisse Sommer in der Stadt, mit seinem Cholerageruch, der sogar in den letzten Tagen die Schläger und Rowdies dämpft.
donalphons, 00:55h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 29. Juni 2010
Hofschranzentum
Ui, lustig: Wolfgang Michal, seines Zeichens Mitarbeiter bei Carta.info und selbst schon mal damit aufgefallen, dass sein wenig qualitätvoller Beitrag mit einem geklauten Bild meiner Person verziert war, mag meine Kommemntar nicht, in dem ich loswerde, dass Michael Seemann, dessen Vorgehen bei der Abschaltung seines Blogs Michal verherrlicht, ja demnächst in inhaltediebischer Seelenverwandtschaft bei ihm und Carta sein Blog weiterschreiben kann. Und jetzt fragen wir uns alle natürlich: Ist das nur die Solidarität unter Leuten, die lax mit dem Urheberrecht umgehen, oder habe ich mit meiner Vermutung nicht sogar eine Sache ausgeplaudert, die ein etwas anderes Licht auf des Michals Hilfe für den Seemann werfen würde?
Ich ahne ja, was solche Leute (Grüsse nach Berlin an das grosse Netzwerk an dieser Stelle) jetzt von mir denken, dass Seemann der Held ist und ich lieber bei der FAZ weitermache und auf Heldentum verzichte, aber mei: Ich finde die FAZ gut. Mir hat da keiner was getan. Sie lebt mit meinen Sperenzchen und Aufsässigkeiten und Diventum ganz gut. Kurz: Im Gegensatz zu dem, was behauptet wird, kann man bei der FAZ Freiheit des Schreibens und die Anbindung an die Hierarchie ohne Schaden umsetzen.
Hofschranzen, wie ich hier erkläre, sind ohnehin etwas anderes.
Ich ahne ja, was solche Leute (Grüsse nach Berlin an das grosse Netzwerk an dieser Stelle) jetzt von mir denken, dass Seemann der Held ist und ich lieber bei der FAZ weitermache und auf Heldentum verzichte, aber mei: Ich finde die FAZ gut. Mir hat da keiner was getan. Sie lebt mit meinen Sperenzchen und Aufsässigkeiten und Diventum ganz gut. Kurz: Im Gegensatz zu dem, was behauptet wird, kann man bei der FAZ Freiheit des Schreibens und die Anbindung an die Hierarchie ohne Schaden umsetzen.
Hofschranzen, wie ich hier erkläre, sind ohnehin etwas anderes.
donalphons, 01:41h
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Aus dem Leben eines Hausmeisters
Der Winter war lang und hart. Es dauerte etwas, bis die Weinstöcke am Haus austrieben. Und weil es nach dem Winter auch nicht toll war, brauchten auch die Blätter eine gewisse Zeit. Jetzt ist es schön. Und die Weinstöcke kennen kein Halten mehr. Das heisst, sie halten sich schon fest, aber marschieren dann gleich weiter. Sie nehmen, was skie kriegen können. Die Natur, das unersättliche Biest.
Sie sind aber nicht identisch. Der weisse Wein explodiert nach Oben und zur Seite und hängt sich dann in vier Meter Höhe über die Strasse von der Hauswand weg. Das bedeutet viel Kletterei und Überzeugungsarbeit, damit er sich doch wieder an das Haus anschmiegt. Der rote Wein dagegen platzt gleich unten buschig weg und versperrt, wenn man ihn lässt, Türen, Fenster und den Bürgersteig. Dafür macht er keine Anstalten, in den dritten Stock zu klettern. Der alte Weinstock, den man uns vor 10 Jahren bei Strassenbauarbeiten zerstört hat hat sich Jahr für Jahr harmonisch an das Haus geschmiegt, und überall gleich dicht getrieben. Ich fürchte, bis seine Nachfolger des so gut können, werden sie noch 10 Jahre Zeit und jemanden zum Hochbinden brauchen. Trotzdem bleiben die Touristen stehen und bewundern sie. Das sind dann die Momente, da man es wirklich gern tut. Auch im Hof gedeiht die grüne Pest, da kommt heute noch Arbeit auf mich zu.
Und dann sind da noch ein paar weniger schöne Schleifarbeiten zu machen. Erst schleifen, dann streichen. Nach all den Jahren habe ich zumindest insofern Routine, als ich weiss, dass ich danach wieder 4, 5 Jahre Ruhe habe. Und andere Probleme. Aber wenigstens sind es schöne Probleme, und nicht das Pech, ein ansonsten chancenloser Depp bei Carta.info zu sein.
Sie sind aber nicht identisch. Der weisse Wein explodiert nach Oben und zur Seite und hängt sich dann in vier Meter Höhe über die Strasse von der Hauswand weg. Das bedeutet viel Kletterei und Überzeugungsarbeit, damit er sich doch wieder an das Haus anschmiegt. Der rote Wein dagegen platzt gleich unten buschig weg und versperrt, wenn man ihn lässt, Türen, Fenster und den Bürgersteig. Dafür macht er keine Anstalten, in den dritten Stock zu klettern. Der alte Weinstock, den man uns vor 10 Jahren bei Strassenbauarbeiten zerstört hat hat sich Jahr für Jahr harmonisch an das Haus geschmiegt, und überall gleich dicht getrieben. Ich fürchte, bis seine Nachfolger des so gut können, werden sie noch 10 Jahre Zeit und jemanden zum Hochbinden brauchen. Trotzdem bleiben die Touristen stehen und bewundern sie. Das sind dann die Momente, da man es wirklich gern tut. Auch im Hof gedeiht die grüne Pest, da kommt heute noch Arbeit auf mich zu.
Und dann sind da noch ein paar weniger schöne Schleifarbeiten zu machen. Erst schleifen, dann streichen. Nach all den Jahren habe ich zumindest insofern Routine, als ich weiss, dass ich danach wieder 4, 5 Jahre Ruhe habe. Und andere Probleme. Aber wenigstens sind es schöne Probleme, und nicht das Pech, ein ansonsten chancenloser Depp bei Carta.info zu sein.
donalphons, 01:40h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 28. Juni 2010
Mit Gallen im Dornbusch
Natürlich bin ich nicht nur zum Spass in der Schweiz, ich bilde mich dort, ich lerne, ich werde hoffentlich ein klügerer Mensch - und so ging ich in die Klosterkirche und schrieb darüber nach etlichen Ausflüchten einen elend langweiligen Beitrag, der von der ohnehin eher mässigen Ikonographie der Deckengemälde auf so etwas ödes wie mittelalterlichen Ämterkauf kommt, und dann den Bogen zu unserer lahmen Gegenwart mit Banken und Regierungen schlägt. Ich schrieb spät in der Nacht und übermüdet, und war nicht mehr frisch genug, an den Formulierungen zu feilen. Trotzdem ist es in der FAZ gelandet.
donalphons, 01:03h
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Aufräumarbeiten
Im Gang standen zur Begrüssung ein paar Kisten, abgeschickt in fernen Autktionshäusern und Kunsthandlungen. Man hört immer wieder vom Käuferstreik, und obwohl ich nicht viel biete, nimmt die Zahl der Zuschläge stetig zu. Die alte Taktik, für 10 Dinge wenig zu bieten und eines zu bekommen, geht jedenfalls nicht mehr auf; es bleibt zwar eine Art Wundertüte, weil man nie weiss, was man bekommt, und es ist praktisch nicht planbar, wenn man gezielt einkaufen muss - aber diesmal passte das Damenportrait in Pastell wirklich ganz gut zum Bestand.

Einen Vorteil hat es natürlich, wenn man schon alles hat: Man geht Antikmärkte entspannter an, man kauft nur noch nach Lust und nicht nach Not, und lässt anderen Dinge, nach denen man vor drei Jahren gegiert hätte. Es gibt so eine Art natürliche Sättigung, die nur beiu Auslandsaufenthalten nicht zieht: Im Ausland will man schliesslich etwas kaufen, das einen daran erinnert, und auch eine eher mässige Auswahl zeitigt doch immer wieder nette Funde. Ich greife da meistens zu Küchengerät, und in St. Gallen fand ich - gut, neben der Biedermeierkommode - auch ein altes Buntschneidemesser, einen hübschen Schleifstahl, einen Schlutzkrapfenheber und ein wirklich entuückendes Nudelrad. Und zwei viktorianische Kerzenhalten.

Es sollte nun also an Erinnerung an die Schweiz nicht mehr mangeln, gerade beim Kochen - und ich koche doch so gern! Und wenn ich wirklich keinen Platz mehr habe, spare ich eben. Für die nächste Wohnung, dann ist wieder genug Bedarf für neue Dinge.

Einen Vorteil hat es natürlich, wenn man schon alles hat: Man geht Antikmärkte entspannter an, man kauft nur noch nach Lust und nicht nach Not, und lässt anderen Dinge, nach denen man vor drei Jahren gegiert hätte. Es gibt so eine Art natürliche Sättigung, die nur beiu Auslandsaufenthalten nicht zieht: Im Ausland will man schliesslich etwas kaufen, das einen daran erinnert, und auch eine eher mässige Auswahl zeitigt doch immer wieder nette Funde. Ich greife da meistens zu Küchengerät, und in St. Gallen fand ich - gut, neben der Biedermeierkommode - auch ein altes Buntschneidemesser, einen hübschen Schleifstahl, einen Schlutzkrapfenheber und ein wirklich entuückendes Nudelrad. Und zwei viktorianische Kerzenhalten.

Es sollte nun also an Erinnerung an die Schweiz nicht mehr mangeln, gerade beim Kochen - und ich koche doch so gern! Und wenn ich wirklich keinen Platz mehr habe, spare ich eben. Für die nächste Wohnung, dann ist wieder genug Bedarf für neue Dinge.
donalphons, 19:34h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 27. Juni 2010
Pause am Bodensee
Es gibt dort einen wirklich hübsch anzusehenden Schaufelraddampfer.

Ich war mit dem Tretboot genau in seiner Fahrtrinne und dachte mir bei der Bugansicht: Oha, das sieht ja aus wie ein Schiff der Jahrhundertwende! So war es denn auch. Fein, fein. Und dann boottrat ich noch etwas über den See, trank ein Erdbeerfrappé, und machte mich erst dann auf den wirklichen Heimweg. Es war nett, in der Schweiz im Exil zu sein, aber morgen ist Flohmarkt in Pfaffenhofen, da muss ich hin.

Ich war mit dem Tretboot genau in seiner Fahrtrinne und dachte mir bei der Bugansicht: Oha, das sieht ja aus wie ein Schiff der Jahrhundertwende! So war es denn auch. Fein, fein. Und dann boottrat ich noch etwas über den See, trank ein Erdbeerfrappé, und machte mich erst dann auf den wirklichen Heimweg. Es war nett, in der Schweiz im Exil zu sein, aber morgen ist Flohmarkt in Pfaffenhofen, da muss ich hin.
donalphons, 01:45h
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Ab nach Hause
Schweiz geplündert.

Blogger zufrieden.

Blogger zufrieden.
donalphons, 13:20h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 26. Juni 2010
Phantomschmerzen
Immer, wenn ich in der Schweiz bin, frage ich mich, wie eigentlich Deutschland aussehen würee, hätte es den 2. Weltkrieg nie gegeben.



Denn diese weitgehend intakten Innenstädte, wo niemand etwas wegbombte und danach auch kaum jemand grossflächig alte Gebäude abreissen liess, jedenfalls nicht allzu viel - diese Altstädte haben einen enormen Reiz. Da kann man über die Schweiz sagen, was man will: Es ist einfach sehr lebenswert hier.

Auch die Sache mit den Preisen muss ich relatvieren: Wenn Quark für 2,50 CHF enorm teuer ist, ist doch eine geflammte Biedermeierkommode in Kirschholz auch mit ein paar kleinen Schäden für weniger als 200 CHF geradezu nachgeschmissen. Aber auch hier: Zwei Weltkriege weniger lassen mehr überleben.



Denn diese weitgehend intakten Innenstädte, wo niemand etwas wegbombte und danach auch kaum jemand grossflächig alte Gebäude abreissen liess, jedenfalls nicht allzu viel - diese Altstädte haben einen enormen Reiz. Da kann man über die Schweiz sagen, was man will: Es ist einfach sehr lebenswert hier.

Auch die Sache mit den Preisen muss ich relatvieren: Wenn Quark für 2,50 CHF enorm teuer ist, ist doch eine geflammte Biedermeierkommode in Kirschholz auch mit ein paar kleinen Schäden für weniger als 200 CHF geradezu nachgeschmissen. Aber auch hier: Zwei Weltkriege weniger lassen mehr überleben.
donalphons, 00:01h
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Solidarität? Pah.
Ein freier Journalist missbraucht die Möglichkeiten einer sehr liberalen Arbeitsmöglichkeit, um sich bei den Bildwerken anderer Leute zu bedienen. Nicht nur einmal, sondern mehrfach. Der Mann wird ausdrücklich (wie alle anderen auch, selbst wenn sie ihre Bilder selbst erarbeiten) auf das Problem hingewiesen, mit neuen Instruktionen versehen, und klaut prompt weiter. Die Zeitung bekommt es mit und nimmt den Beitrag gezwungenermassen runter. Der Autor schaltet ihn ohne Bilder und ohne Rücksprache gleich wieder hoch und alarmiert seine Freunde über Twitter. Die Zeitung nimmt seine Publikationsmöglichkeit nach diesem Vorgang offline. Seine Freunde, die teilweise ohnehin einen Hass auf einen Herausgeber der Zeitung haben, wünschen der Zeitung auf seinem Blog mit einer nicht umfassend ehrlichen Darstellung des Vorgangs und der Urheberrechtsproblematik schon mal den Tod und versuchen, das daraufhin ausgeknipste Blog mit einem "Shitstorm" wieder reinzuerpressen.
Ganz ehrlich, Freunde der Blasmusik: Das ist nur die Story eines freien Mitarbeiters mit überzogenem Ego, der beim Beschiss erwischt wurde, sich danach nicht um Abstimmung bemühte und nun den Mob anruft. Mich ärgert das enorm, weil es das Bloggen enorm in Verruf bringt, und Blogger sowas von dumm, aufgeblasen, hohl und geifernd aussehen lassen muss, dass man sich wirklich nur fremdschämen kann. Ich jedenfalls muss nach dem Nachlesen der Ereignisse dieses Tages rund um Michael Seemann sagen: Selber schuld. Keine Träne von mir aus der Schweiz. Wer sowas macht, braucht sich über gar nichts wundern.
Ganz ehrlich, Freunde der Blasmusik: Das ist nur die Story eines freien Mitarbeiters mit überzogenem Ego, der beim Beschiss erwischt wurde, sich danach nicht um Abstimmung bemühte und nun den Mob anruft. Mich ärgert das enorm, weil es das Bloggen enorm in Verruf bringt, und Blogger sowas von dumm, aufgeblasen, hohl und geifernd aussehen lassen muss, dass man sich wirklich nur fremdschämen kann. Ich jedenfalls muss nach dem Nachlesen der Ereignisse dieses Tages rund um Michael Seemann sagen: Selber schuld. Keine Träne von mir aus der Schweiz. Wer sowas macht, braucht sich über gar nichts wundern.
donalphons, 02:00h
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Donnerstag, 24. Juni 2010
Kleine Meuchelmorde unter Brüdern
Man kann Auseinandersetzungen mit Bischöfen so oder so lösen: Melchior Zobel von Giebelstadt etwa war Bischof von Würzburg im 16. Jahrhundert und verweigerte einem Vasallen seines Vorgängers eine finanzielle Unterstützung - prompt wurde er hinterrücks erschossen. Von solchen Zuständen sind wir natürlich heute weit entfernt, aber die Entfernung von Buischof Mixa aus seinem Amt mit gestreuten Dossiers - die hatte schon was von der guten, alten Zeit der Fürstbischöfe.

Was mich bei der ganzen Sache nur wundert ist, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie jemand mit seinem Fürstbischofanspruch nicht nur in so ein Amt kommt, sondern es auch nochj so in der Gegenwart ausleben kann. Da reibt sich der Absolutismus am Bürgertum. Schreibe ich in der FAZ.
(Andererseist werden auch kaputte Netzjunkies mit Borgtotalitarismus für Vordenker gehalten, und der Spiegel für ein Magazin, also, was soll's.)

Was mich bei der ganzen Sache nur wundert ist, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie jemand mit seinem Fürstbischofanspruch nicht nur in so ein Amt kommt, sondern es auch nochj so in der Gegenwart ausleben kann. Da reibt sich der Absolutismus am Bürgertum. Schreibe ich in der FAZ.
(Andererseist werden auch kaputte Netzjunkies mit Borgtotalitarismus für Vordenker gehalten, und der Spiegel für ein Magazin, also, was soll's.)
donalphons, 12:26h
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Donnerstag, 24. Juni 2010
Exil
Ich bin dann mal über die Grenze und mache Geschichten aus einem anderen Land.
Grossbild
Von der anderen Seite sieht Deutschland nämlich gar nicht so schlimm aus.
Grossbild
Von der anderen Seite sieht Deutschland nämlich gar nicht so schlimm aus.
donalphons, 01:57h
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Spannendes Bloggerexperiment:
Welche deutschen Blogger sind so mangelintelligent und lassen sich auf diese Weise vom Springerkonzern und seiner Kleingossenwelt so verarschen?
donalphons, 17:47h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 23. Juni 2010
Es findet nicht statt
Wenn es überall so ist, wie in der dummen, kleinen Stadt an der Donau, dann ist dieses Fussballspektakel ein Reinfall. Dann funktionieren die WM-Blogs bei den Medien nicht, weil wenig Interesse da ist. Und weil sie schlecht geschrieben sind, aber das ist ein anderes Thema. Ich habe heute mal durchgezählt: Nicht mal jede 20. Autofahrer entblödet sich nicht mit einer Flagge. Von den blöden Tröten hört man gar nichts mehr. Aber man sieht enorm viele leere Cafes mit grossen Bildschirmen, bei denen zum Gekicke kaum jemand davor sitzt.

Wenn ich lese, dass sich ein paar Millionen zu genau diesem Zeitpunkt in Deutschland das Spiel angesehen haben sollen, muss ich sagen, dass die vermutlich eher daheim waren. Jedenfalls nicht bei uns auf den Strassen, um anderen das Leben unschön zu gestalten. Ich merke auch nichts von einer Euphorie, und niemand spricht in meiner Gegenwart davon. Beim Rest kann man sich die Frage stellen, ob es angesichts der Dominanz in Medien und Werbung nicht einfach das Mittrotten beim Trend ist. Und was eigentlich wäre, wenn man für die restlichen 60, 70 Millionen Bewohner dieses Lander mehr täte, statt diese Minderheit, die offensichtlich wenig Lust hat, weiter vollzutröten.

Irgendwo müssen Leute gewesen sein, die sich an die Lüge vom "Sommermärchen", an die Horden besoffener Flaschenschmeisser, denen die Gossenjournaille noch eine Bedeutung andichtete, erinnerten und dachten, das machen sie jetzt nochmal ganz gross. Umsatz, Auflage, Page Impressions, Qoute, wirwerdenallereich. Es sieht nicht so aus, als ob die Rechnung aufgehen würde; die Wirte jedenfalls sitzen in leeren Lokalen, das Gehupe hat aufgehört, und manche spielen im Stadtpark lieber selber, was vollkommen in Ordnung ist. Das ist schliesslich Sport, und keine organisierte Belästigung der Mehrheit, der das Ganze sonstwo vorbei geht.

Ist das nur bei uns so, dass diese Veranstaltung nicht zündet? Und wenn es so ist, warum liest man nichts davon.

Wenn ich lese, dass sich ein paar Millionen zu genau diesem Zeitpunkt in Deutschland das Spiel angesehen haben sollen, muss ich sagen, dass die vermutlich eher daheim waren. Jedenfalls nicht bei uns auf den Strassen, um anderen das Leben unschön zu gestalten. Ich merke auch nichts von einer Euphorie, und niemand spricht in meiner Gegenwart davon. Beim Rest kann man sich die Frage stellen, ob es angesichts der Dominanz in Medien und Werbung nicht einfach das Mittrotten beim Trend ist. Und was eigentlich wäre, wenn man für die restlichen 60, 70 Millionen Bewohner dieses Lander mehr täte, statt diese Minderheit, die offensichtlich wenig Lust hat, weiter vollzutröten.

Irgendwo müssen Leute gewesen sein, die sich an die Lüge vom "Sommermärchen", an die Horden besoffener Flaschenschmeisser, denen die Gossenjournaille noch eine Bedeutung andichtete, erinnerten und dachten, das machen sie jetzt nochmal ganz gross. Umsatz, Auflage, Page Impressions, Qoute, wirwerdenallereich. Es sieht nicht so aus, als ob die Rechnung aufgehen würde; die Wirte jedenfalls sitzen in leeren Lokalen, das Gehupe hat aufgehört, und manche spielen im Stadtpark lieber selber, was vollkommen in Ordnung ist. Das ist schliesslich Sport, und keine organisierte Belästigung der Mehrheit, der das Ganze sonstwo vorbei geht.

Ist das nur bei uns so, dass diese Veranstaltung nicht zündet? Und wenn es so ist, warum liest man nichts davon.
donalphons, 01:14h
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Langsamkeit
Ich habe aus Gründen, die mit Online absolut nichts zu tuin haben, gerade nicht allzu viel Zeit für manches, was ich gut fände, und ich weiss, dass die Blogbar in einem wirklich bedauernswerten Zustand ist. Man mag es deshalb vielledicht für doppelmoralisch halten, aber trotzdem wollte ich noch etwas über die gute Langsamkeit des Netzes und besonders der Blogs schreiben.
Auch, weil ich glaube, dass die Spitze der Bewegung im Netz gerade zerfällt, in die einen, die in Richtung eines Echtzeittotalitarismus abwandern, dem sich jeder unterordnen muss (Google, Apple, deutscheVollidio Netzapologeten, die sich scheisse fühlen, wenn sie mal im Urlaub kein iPhone nutzen können), und die anderen, die glauben, dass sie auch ohne Echtzeit und daueronline trotzdem nichts verpassen. Man kann das Internet 4 Wochen zu machen, und es quäken dort immer noch die gleichen Spinner.
Ausserdem: Schnell und immer kann jeder Depp.
Auch, weil ich glaube, dass die Spitze der Bewegung im Netz gerade zerfällt, in die einen, die in Richtung eines Echtzeittotalitarismus abwandern, dem sich jeder unterordnen muss (Google, Apple, deutsche
Ausserdem: Schnell und immer kann jeder Depp.
donalphons, 23:13h
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