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Dienstag, 18. Oktober 2011
Alte Familienweisheiten
1. Kaufe bei der Zeit, dann hast Du im Überfluss.
Diese Weisheit kommt zum Tragen, wenn man in Valeggio eine ganz entzückende Obstschale aus Capodimonte findet und daran denkt, dass bald Traubenernte ist:

2. "So ziemlich alles" hod an Deife.
Dem möchte ich uneingeschränkt angesichts der Buchmesse zupflichten. Mein Auto hat Frankfurt nicht verlassen, es ist davongeschossen wie eine Fledermaus aus der Hölle. Und weil es so war, tritt im letzten Teil meiner Buchmessebloggerei dann auch noch der markigste unter den Marketters und der durchtriebenste der Vertriebler auf.
3. Ein Schuldiger ist besser als schuld sein.
Daran musste ich bei diesem Text bei Deus Ex Machina denken. Mit besten Grüssen an die Postprivaschisten.
Diese Weisheit kommt zum Tragen, wenn man in Valeggio eine ganz entzückende Obstschale aus Capodimonte findet und daran denkt, dass bald Traubenernte ist:

2. "So ziemlich alles" hod an Deife.
Dem möchte ich uneingeschränkt angesichts der Buchmesse zupflichten. Mein Auto hat Frankfurt nicht verlassen, es ist davongeschossen wie eine Fledermaus aus der Hölle. Und weil es so war, tritt im letzten Teil meiner Buchmessebloggerei dann auch noch der markigste unter den Marketters und der durchtriebenste der Vertriebler auf.
3. Ein Schuldiger ist besser als schuld sein.
Daran musste ich bei diesem Text bei Deus Ex Machina denken. Mit besten Grüssen an die Postprivaschisten.
donalphons, 22:50h
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Produkt des Tages
Und während sich die Finanzkrise vom Rating der Franzosen über deren Staatsanleihen zu den Banken und weiter zu den Staatsanleihen-Kreditausfallversicherern frisst, habe ich eine Idee. Was diese Welt jetzt braucht, ist eine:
Kreditausfallversicherungausfallsversicherung. Oder auch Credit Default Swap Default Swaps (CDSDS). Dann kann man das alles wieder den Markt regeln lassen, für ein paar Wochen oder gar Monate, denn dann ist wieder Sicherheit im Spiel.

Und wenn das auch nicht mehr hilft: die Gesamtversklavung der Welt unter den Banksterkriminellen ist ja immer noch eine Option. Hauptsache die Bilanzen stimmen,
Kreditausfallversicherungausfallsversicherung. Oder auch Credit Default Swap Default Swaps (CDSDS). Dann kann man das alles wieder den Markt regeln lassen, für ein paar Wochen oder gar Monate, denn dann ist wieder Sicherheit im Spiel.

Und wenn das auch nicht mehr hilft: die Gesamtversklavung der Welt unter den Banksterkriminellen ist ja immer noch eine Option. Hauptsache die Bilanzen stimmen,
donalphons, 13:34h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 17. Oktober 2011
Sensationsthemen
Was diese Roschfrau da an nächsten Skandalbüchern plant, kann ich schon lange - und zwar vor ihr, in meinem FAZ-Blog:
Cellulite! Ein Lebensthema für viele Frauen und bei Männern aber sowas von egal, dass ich erst mal googlen musste, was das überhaupt ist, bevor ich angefangen habe zu sagen: Hey, Frauen, kriegt Euch ein.
Cellulite! Ein Lebensthema für viele Frauen und bei Männern aber sowas von egal, dass ich erst mal googlen musste, was das überhaupt ist, bevor ich angefangen habe zu sagen: Hey, Frauen, kriegt Euch ein.
donalphons, 18:39h
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Ihr die Fetzen vom Leib reissen
Ich bekomme ja öfters Postpakete. Es gibt eine sehr deutsche Art des Verpackens, mit rechten Winkeln an allen Ecken, logischen Verschlüssen und sauberen Klebebändern. Nicht immer, aber meistens. Ich wage es zu behaupten - nach einer Erfahrung mit einem Salzburger, der darauf drängte, etwas zu liefern, anstatt es verpacken zu müssen - dass ich mittlerweile an der Art des Pakets sagen kann, ob es aus Deutschland kommt. Oder aus dem österreichischen Kunsthandel. Das hier sieht aus wie ein Paket gebrauchter Radketten von einem georgischen Radverwerter aus Wattenscheid und ist deshalb österreichischer Kunsthandel.

Mein Glück war, dass die Datierung mindestens genauso sorgfältig vorgenommen wurde, wie die Verpackung. Man nahm, was man an Karton und Wissen eben so hatte, und schickte es damit auf die Reise. Die Dame könnte mit ganz, ganz viel Glück hochbetagt noch um 1820 gelebt haben. Aber ihr lieblicher Blick galt dann doch eher einem Standesgenossen aus dem Rokoko, irgendwann zwischen 1750 und 1760.

Da wundert es nicht, wenn ich ihr gierig die Plastikfetzen vom wohlgerundeten Körper reisse. Man darf sich nicht beschweren, und auch die schlampige Verpackung hat ihr nicht mehr geschadet, als die letzten 250 Jahre mitunter wohl nicht immer idealer Behandlung. Ich mag es, wie sie trotz all der Zeitläufe - noch dazu unter Österreichtern - lächelt. Die Patina mcht mir nichts aus.

Was mir dagegen sehr wohl etwas ausmacht, kann ich hier nicht schreiben. Ich wünschte aber, ich habe es fürderhin mit Leuten zu tun, die entweder offensichtlich freundlich wie die Dame sind - da verzeiht man gerne -, oder kompetent wie der Maler - da macht das Benehmen nichts aus. Oder gar beides. Das wäre famos.

Mein Glück war, dass die Datierung mindestens genauso sorgfältig vorgenommen wurde, wie die Verpackung. Man nahm, was man an Karton und Wissen eben so hatte, und schickte es damit auf die Reise. Die Dame könnte mit ganz, ganz viel Glück hochbetagt noch um 1820 gelebt haben. Aber ihr lieblicher Blick galt dann doch eher einem Standesgenossen aus dem Rokoko, irgendwann zwischen 1750 und 1760.

Da wundert es nicht, wenn ich ihr gierig die Plastikfetzen vom wohlgerundeten Körper reisse. Man darf sich nicht beschweren, und auch die schlampige Verpackung hat ihr nicht mehr geschadet, als die letzten 250 Jahre mitunter wohl nicht immer idealer Behandlung. Ich mag es, wie sie trotz all der Zeitläufe - noch dazu unter Österreichtern - lächelt. Die Patina mcht mir nichts aus.

Was mir dagegen sehr wohl etwas ausmacht, kann ich hier nicht schreiben. Ich wünschte aber, ich habe es fürderhin mit Leuten zu tun, die entweder offensichtlich freundlich wie die Dame sind - da verzeiht man gerne -, oder kompetent wie der Maler - da macht das Benehmen nichts aus. Oder gar beides. Das wäre famos.
donalphons, 18:26h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 17. Oktober 2011
Diese Ruhe
So sieht dann eher meine eigene Vorstellung von Beschäftigung mit einem Buch aus:

Das andere danaben, an dem das kleine, weisse Ding mit dem blauen Licht hängt, das bleibt Schwarz. Ich war in den letzten paar Tagen zu viel in Sachen Netz unterwegs. Zu viel Netz und zu viele Menschen sind keine gute Kombination.

Das andere danaben, an dem das kleine, weisse Ding mit dem blauen Licht hängt, das bleibt Schwarz. Ich war in den letzten paar Tagen zu viel in Sachen Netz unterwegs. Zu viel Netz und zu viele Menschen sind keine gute Kombination.
donalphons, 01:43h
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Rolltreppenwegelagerer
Am schlimmsten fand ich übrigens die Mädchen der Frankfurter Rundschau, den den Besuchern das iPad hinhalten mussten. Ich habe keinen gesehen, der das im Gedränge an einer iPad-Halterin wirklich ausprobieren wollte. Jobs aus der Marketinghölle.

Man muss Produkte auf den Markt bringen, die die Nutzer wollen. Produkte, die sie gern kaufen, und nicht, weil sie keine andere Wahl haben. Denn irgendwann findet sich eine Wahl, und dann verliert man nicht nur einen Kunden. Man findet einen, der einen nicht mehr will, egal was dann noch kommen mag.

Nie kam mir die Buchmesse so getrieben vor, nie so falsch mit all den Claims und Visionen. Ein Buch habe ich mir an den Verlag schicken lassen. Und das auch nur, weil sie es nicht verkaufen wollten. Irre. Man muss sich das Zeug schenken lassen, auch wenn man lieber keine Verpflichtung haben möchte.
Und dann basteln sie alle an Digitallösungen, die die Verpflichtung zum Prinzip erheben. Naja.

Man muss Produkte auf den Markt bringen, die die Nutzer wollen. Produkte, die sie gern kaufen, und nicht, weil sie keine andere Wahl haben. Denn irgendwann findet sich eine Wahl, und dann verliert man nicht nur einen Kunden. Man findet einen, der einen nicht mehr will, egal was dann noch kommen mag.

Nie kam mir die Buchmesse so getrieben vor, nie so falsch mit all den Claims und Visionen. Ein Buch habe ich mir an den Verlag schicken lassen. Und das auch nur, weil sie es nicht verkaufen wollten. Irre. Man muss sich das Zeug schenken lassen, auch wenn man lieber keine Verpflichtung haben möchte.
Und dann basteln sie alle an Digitallösungen, die die Verpflichtung zum Prinzip erheben. Naja.
donalphons, 01:18h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 16. Oktober 2011
Pimp das Ebuch
Wenn es um den Digikrempel geht - und an dieser Stelle schöne Grüsse an die Futuristen, die hoffentlich aus der Lobo-App auch mal das Verlieren gelernt haben - muss man in Frankfurt als Hausblogger der FAZ den Irrsinn gar nicht erfinden:

In Halle 4.0, bezeichnenderweise dort, wo auch der Börsenverein ist, gleich und gleich gesellt sich gern, geht es zu wie in meinem Buchmesseblog, namentlich im bislang unfreundlichsten Beitrag. Es wird ohnehin zu viel gelobhudelt in Frankfurt.

In Halle 4.0, bezeichnenderweise dort, wo auch der Börsenverein ist, gleich und gleich gesellt sich gern, geht es zu wie in meinem Buchmesseblog, namentlich im bislang unfreundlichsten Beitrag. Es wird ohnehin zu viel gelobhudelt in Frankfurt.
donalphons, 01:29h
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Das Haus hat andere Pläne
Ich dachte schon, ich bin inzwischen zu vergeistigt, um einen Schwimmer imn Wasserkasten zu reparieren. Nach einigen Versuchen - alle brachten nur begrenzt Verbesserungen - verabschiedete sich bei den Arbeiten auch noch das Absperrventil. Bei einem Haus mit Rohren aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg kann das schon mal passieren; trotzdem ist es eine Demütigung, den Klempner rufen zu müssen wegen so einer Petitesse. Wie auch immer: Er war da, während ich in Frankfurt war, und die Probleme hängen wohl zusammen - und zwar mit dem Wasserdruck. Das konnte ich nicht wissen, da ist jetzt einiges zu tun und es ist gut und wichtig, dass ich wieder da bin. Und bleibe.
Wie so oft kommt eine schlechte Nachricht nicht allein; es gab an anderer Stelle böse Überraschungen und folgend gebrochene Herzen. Banal, nichts Besonderes, mich allenfalls am Rand tangierend - ich war ja in Frankfurt und konnte diesmal wirklich, nachweislich, sicher nichts dafür. Aber alles zusammen verdunkelt den Zeithorizont, Pläne zerfallen in Minuten und es ist besser, wenn ich erst mal bleibe, selbst wenn es andernorts fraglos besser wäre. Und da ist es nicht schlecht, wenn man für die kurzen, kalten Tage und die langen Nächte ein paar kleine Aufgaben aus Frankfurt mitgebracht hat, die einen vom Trott und Leitungsversagen ablenken.

Ich mache zu viel mit dem Kopf und am Bildschirm. Ic h habe es schon reduziert - vielleicht ist es auch einfach so, dass man irgendwann wieder aus dem Medium herauswächst - aber ich denke auch: Da geht noch was. Bewusster Online sein, bewusster offline sein. Ich glaube nicht an Internetsucht, man wird sich daran gewöhnen, wie man sich an die dauernde Anwesenheit von Büchern und Telefon gewöhnt, aber tatsächlich ertappe ich mich dabei, hin und wieder einfach nur rumzuhängen und zu trödeln. Idiotisch für jemanden, der sich sein Lüngerl rauspfeift, um gerade noch die grüne Ampel zu schaffen, weil er nicht gerne eine Minute verliert.
Das lag übrigens daran, dass mir das Glück andernorts hold blieb: Bei einer Auktion in Österreich hatte sich jemand um 70 Jahre vertan, und diesen Fehler, der andere Mitbewerber ausschloss, nutzte ich eiskalt aus. Seitdem warte ich. Und als ich aus Frankfurt heimkam, war eine Benachrichtigung am Briefkasten. Endlich. Ich schwang mich also auf mein Rad und raste hinaus zum Bahnhof.
Und es war natürlich kein Gemälde. Eine schwachsinnige Eventagentur schickte eine Publikation dreimal, die ich schon einmal in dreifacher Ausführung bekommen hatte. Und schon damals nicht brauchte. Aber das ist halt wieder typisch für Medien: Immer die Leute einmal mehr als nötig belästigen. Noch mehr Papier, noch mehr Kataloge und Briefings, und wie sehr man dem anderen mit diesem Müll die Zeit stiehlt, fällt jenen nicht auf, für die jedes Mehr an Dreck auch ein Mehr an Dienstwagen und Sekretätin bedeutet.
Ob sie überhaupt verstehen, dass sie nicht nur meine Zeit, sondern auch ihr Leben so sinnlos vergeuden? Vermutlich nicht. Vermutlich klopfen ihnen alle auf die Schulter und finden das prima, denn so eine Broschüre mit dem Namen drin, die macht schon was her. Irgendwas halt. Ihre Hauptstadt ist Frankfurt, wie viele andere Städte auch.

Frankfurt, diese Stadt sieht so aus, als hätte man in Nordkorea die Architekten ein Wochenende europäische Architekturzeitschriften lesen lassen und dann gesagt: Baut das bitte nach. So fühlt sich das auch an.
Wie so oft kommt eine schlechte Nachricht nicht allein; es gab an anderer Stelle böse Überraschungen und folgend gebrochene Herzen. Banal, nichts Besonderes, mich allenfalls am Rand tangierend - ich war ja in Frankfurt und konnte diesmal wirklich, nachweislich, sicher nichts dafür. Aber alles zusammen verdunkelt den Zeithorizont, Pläne zerfallen in Minuten und es ist besser, wenn ich erst mal bleibe, selbst wenn es andernorts fraglos besser wäre. Und da ist es nicht schlecht, wenn man für die kurzen, kalten Tage und die langen Nächte ein paar kleine Aufgaben aus Frankfurt mitgebracht hat, die einen vom Trott und Leitungsversagen ablenken.

Ich mache zu viel mit dem Kopf und am Bildschirm. Ic h habe es schon reduziert - vielleicht ist es auch einfach so, dass man irgendwann wieder aus dem Medium herauswächst - aber ich denke auch: Da geht noch was. Bewusster Online sein, bewusster offline sein. Ich glaube nicht an Internetsucht, man wird sich daran gewöhnen, wie man sich an die dauernde Anwesenheit von Büchern und Telefon gewöhnt, aber tatsächlich ertappe ich mich dabei, hin und wieder einfach nur rumzuhängen und zu trödeln. Idiotisch für jemanden, der sich sein Lüngerl rauspfeift, um gerade noch die grüne Ampel zu schaffen, weil er nicht gerne eine Minute verliert.
Das lag übrigens daran, dass mir das Glück andernorts hold blieb: Bei einer Auktion in Österreich hatte sich jemand um 70 Jahre vertan, und diesen Fehler, der andere Mitbewerber ausschloss, nutzte ich eiskalt aus. Seitdem warte ich. Und als ich aus Frankfurt heimkam, war eine Benachrichtigung am Briefkasten. Endlich. Ich schwang mich also auf mein Rad und raste hinaus zum Bahnhof.
Und es war natürlich kein Gemälde. Eine schwachsinnige Eventagentur schickte eine Publikation dreimal, die ich schon einmal in dreifacher Ausführung bekommen hatte. Und schon damals nicht brauchte. Aber das ist halt wieder typisch für Medien: Immer die Leute einmal mehr als nötig belästigen. Noch mehr Papier, noch mehr Kataloge und Briefings, und wie sehr man dem anderen mit diesem Müll die Zeit stiehlt, fällt jenen nicht auf, für die jedes Mehr an Dreck auch ein Mehr an Dienstwagen und Sekretätin bedeutet.
Ob sie überhaupt verstehen, dass sie nicht nur meine Zeit, sondern auch ihr Leben so sinnlos vergeuden? Vermutlich nicht. Vermutlich klopfen ihnen alle auf die Schulter und finden das prima, denn so eine Broschüre mit dem Namen drin, die macht schon was her. Irgendwas halt. Ihre Hauptstadt ist Frankfurt, wie viele andere Städte auch.

Frankfurt, diese Stadt sieht so aus, als hätte man in Nordkorea die Architekten ein Wochenende europäische Architekturzeitschriften lesen lassen und dann gesagt: Baut das bitte nach. So fühlt sich das auch an.
donalphons, 23:43h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 14. Oktober 2011
Und nun zur tollen Meldung des Tages:
Ich fahre heim nach Bayern.
Und vielleicht auch noch weiter. Irgendwie habe ich jetzt eine Belohnung verdient, nach 36 Stunden in Frankfurt. Ich habe sogar bei der FAZ das FAZ.net-Display "gehackt", oder besser, eine Lücke gefunden, und als Arbeitsstation benutzt. Vermutlich hat das Digitasc programmiert.
Und vielleicht auch noch weiter. Irgendwie habe ich jetzt eine Belohnung verdient, nach 36 Stunden in Frankfurt. Ich habe sogar bei der FAZ das FAZ.net-Display "gehackt", oder besser, eine Lücke gefunden, und als Arbeitsstation benutzt. Vermutlich hat das Digitasc programmiert.
donalphons, 19:14h
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Der alte Mann muss zur Talkshow
Weil der junge Heine keine Lust hat.

Das ist übrigens jetzt der einzige Buchmessenblogbeitrag, bei dem ich wirklich recherchieren musste. Ich musste herausfinden, wie man einen dieser Talkshowleute schreibt. Ich kenne das ja alles gar nicht, ich stand heute neben 3, 4 Leuten, die angelich jeder kennt (Moderatoren, Tatort-Schauspielerin, Drehbuchautorin) und hatte nicht die geringste Ahnung, wer das sein soll. Wie auch immer:
Mein Held darf zu Pillawah oder wie der heisst wo man so heisst wie der genannt wird und wo sicher keine anständigen Leute wohnen weil so heisst man nicht.

Das ist übrigens jetzt der einzige Buchmessenblogbeitrag, bei dem ich wirklich recherchieren musste. Ich musste herausfinden, wie man einen dieser Talkshowleute schreibt. Ich kenne das ja alles gar nicht, ich stand heute neben 3, 4 Leuten, die angelich jeder kennt (Moderatoren, Tatort-Schauspielerin, Drehbuchautorin) und hatte nicht die geringste Ahnung, wer das sein soll. Wie auch immer:
Mein Held darf zu Pillawah oder wie der heisst wo man so heisst wie der genannt wird und wo sicher keine anständigen Leute wohnen weil so heisst man nicht.
donalphons, 19:12h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 14. Oktober 2011
Tiefpunkte
Gewesene Ex-Hoffnungen mit Aussehens-ID, die auf den Gängen im Gedränge stehen, gleich bei den Büchern, die sie noch machen dürfen in der Hoffnung, man würde sie erkennen. Das Dschungelcamp der deutschen Frolleinliteratur.

Gaffende Mengen beim Schaukochen. Fachbesucher sind auch nur Glotzenkonsumenten.

Überhaupt, Nahrungsaufnahme. Die Kühe am Tegernsee haben bessere Manieren.

Die SW abgeslichtete Fresse eines bekannten Springerfunktionärs unter den Schmierern, die sein Wohnstallhaus als Rechtfertigung für Ansprüche hält, die es nicht erfüllt.

Dreck. Furchtbar viel Dreck. Die Messe ist sehr schmutzig. Auch die Test-iPads sind fingerfettverschmiert.

In Halle 8 wenigstens fein beschuhte Asiatinnen. Und eine Ecke mit antiquarischen Büchern. Da wird es besser.

Gaffende Mengen beim Schaukochen. Fachbesucher sind auch nur Glotzenkonsumenten.

Überhaupt, Nahrungsaufnahme. Die Kühe am Tegernsee haben bessere Manieren.

Die SW abgeslichtete Fresse eines bekannten Springerfunktionärs unter den Schmierern, die sein Wohnstallhaus als Rechtfertigung für Ansprüche hält, die es nicht erfüllt.

Dreck. Furchtbar viel Dreck. Die Messe ist sehr schmutzig. Auch die Test-iPads sind fingerfettverschmiert.

In Halle 8 wenigstens fein beschuhte Asiatinnen. Und eine Ecke mit antiquarischen Büchern. Da wird es besser.
donalphons, 00:07h
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Es ist nicht so, dass ich Frankfurt hasse
Was ich wirklich hasse ist, mein Blog zu vernachässigen und es nur mit Bröckerl zu füllen. Aber wenn man um 4 Uhr aufsteht, geht am Abend nicht mehr allzu viel. Nur noch ein Hinweis auf den zweiten Teil der kleinen leidengeschichte des Buchmesseblogs der FAZ.
Morgen kommt dann auch noch heine ins Spiel. Weil: Goethe ist zwar gut, aber Heine ist Gott.
Morgen kommt dann auch noch heine ins Spiel. Weil: Goethe ist zwar gut, aber Heine ist Gott.
donalphons, 23:45h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Ich mag Bücher
Zum Beispiel, wenn ich aufwache, und es ist draussen hell. Gegenüber von meinem Schlafzimmer steht ein hohes Gebäude, so dass ich vom Bett aus den Himmel nicht sehe. Aber an der der Relketionen auf den Büchern neben meiner Matratzengruft weiss ich, wie das Wetter draussen ist. Es ist sehr angenehm, neben Büchern aufzuwachen, da ist man nie in schlechter Gesellschaft.
Was ich schon erheblich weniger mag, sind Buchhanndlungen. Antiquariate mag ich sehr, auch kleine Buchläden, aber bei den weiten Leselandschaften dreht sich mir der Magen um. Bei meinem kleinen Buchladen liegt immer zumindest ein Buch rum, das zu leses sich absolut lohnt, weil sich der Buchhändler Mühe gibt. In diesen Riesenläden liegt dieses Buch vielleicht auch, aber nichts weist mich darauf hin.
Gänzlich verloren ist der Zauber des Buches dann in Frankfurt und Leipzig auf den Buchmessen. Schauderhafte Orte, grässliche Gelände, in Regionen, die, vorsichtig gesagt, beim nächsten Mauerbau bitte im Osten bleiben sollten. Ich werde mit Frankfurt nie warm, aber immer kalt sind jene Tage, da sie dort die Buchmesse haben. Es macht Spass, dafür, darüber, über den Betrieb zu schreiben, das schon. Ich mag meine Arbeit, und ich literarisiere auch gern.
Morgen fahre ich aus meinem inzwischen zwar nicht geliebten, aber doch geschätzten Stammesherzogtum also nach Frankfurt. Und ein anderer Bajuware ist da schon fast am Zielm seiner Reise aus Berlin im südlichsten Eck des alten Herzogtums. Man vergleiche Buchmesse Frankfurt mit Literaturfestival Meran. Buch -> Literatur, Messe-> Festival, Frankfurt -> Meran. Klarer 3 zu Null Sieg. Und sage keiner was von Buchmesseparties. Ich sage nur: Saxifraga.
Am Freitag fahre ich schon wieder heim, und da ist der Gedanke im Kopf, vielleicht, wenn ich etwas vorschreibe, und Dienst ist ja am Samstag vorbei und vielleicht kann man ja auch in der FAZ über Meran und so und bis Montag findet sich doch sicher ein Zimmerchen...
Man lese also den Mek. Ach Frankfurt, da schreiben Zilliarden drüber, aber Mek in Meran, wo der Oktober golden ist und gerade die Traubenstrudel servuert werden, unter den Lauben. Der macht es richtig.
Was ich schon erheblich weniger mag, sind Buchhanndlungen. Antiquariate mag ich sehr, auch kleine Buchläden, aber bei den weiten Leselandschaften dreht sich mir der Magen um. Bei meinem kleinen Buchladen liegt immer zumindest ein Buch rum, das zu leses sich absolut lohnt, weil sich der Buchhändler Mühe gibt. In diesen Riesenläden liegt dieses Buch vielleicht auch, aber nichts weist mich darauf hin.
Gänzlich verloren ist der Zauber des Buches dann in Frankfurt und Leipzig auf den Buchmessen. Schauderhafte Orte, grässliche Gelände, in Regionen, die, vorsichtig gesagt, beim nächsten Mauerbau bitte im Osten bleiben sollten. Ich werde mit Frankfurt nie warm, aber immer kalt sind jene Tage, da sie dort die Buchmesse haben. Es macht Spass, dafür, darüber, über den Betrieb zu schreiben, das schon. Ich mag meine Arbeit, und ich literarisiere auch gern.
Morgen fahre ich aus meinem inzwischen zwar nicht geliebten, aber doch geschätzten Stammesherzogtum also nach Frankfurt. Und ein anderer Bajuware ist da schon fast am Zielm seiner Reise aus Berlin im südlichsten Eck des alten Herzogtums. Man vergleiche Buchmesse Frankfurt mit Literaturfestival Meran. Buch -> Literatur, Messe-> Festival, Frankfurt -> Meran. Klarer 3 zu Null Sieg. Und sage keiner was von Buchmesseparties. Ich sage nur: Saxifraga.
Am Freitag fahre ich schon wieder heim, und da ist der Gedanke im Kopf, vielleicht, wenn ich etwas vorschreibe, und Dienst ist ja am Samstag vorbei und vielleicht kann man ja auch in der FAZ über Meran und so und bis Montag findet sich doch sicher ein Zimmerchen...
Man lese also den Mek. Ach Frankfurt, da schreiben Zilliarden drüber, aber Mek in Meran, wo der Oktober golden ist und gerade die Traubenstrudel servuert werden, unter den Lauben. Der macht es richtig.
donalphons, 01:38h
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Erscheine ich
der Leserschaft etwas unausgeglichen? Kann man den Eindruck bekommen, mir wäre eine Monsterlaus über das Leberchen gelaufen? Und als die Barchetta vorbeifuhr, hörten Sie da den Fahrer schon mal probebrüllen?
Einbildung. Das stimmt alles überhaupt nicht. Sauber gescheitelt und rasiert trete ich meine Tätigkeit bei der sich in neuem Kleid räkelnden FAZ an, gebe meine kleinen Texte ein, lausche auf das Rattern des Dampfservers von 1873 und bin froh und zufrieden, dass ich erwacht bin und noch alles genau so funktioniert, wie es gestern auch schon nicht mehr funktionierte. Man freut sich an den kleinen Dingen. Es macht mir auch gar nichts aus, wenn die Zahlen mal nicht so gut sind, ich werde für Texte bezahlt und nicht für eine Leistung, deren Grundwährung in Klicks ja nicht meine Sache ist. Trotzdem fände ich es ganz reizend, wenn sich die Leserschaft dazu entschliessen könnte, den Beitrag über die wahren Hintergrunde jener in besseren Kreisen und anderen beliebten Floskel zu lesen, die da lautet "Wir haben nichts zu verbergen."
WAS SOLLTE MAN DENN SONST SAGEN WENN MAN DIE KARRE VOR DIE WAND KNALLT, HÄ?
Einbildung. Das stimmt alles überhaupt nicht. Sauber gescheitelt und rasiert trete ich meine Tätigkeit bei der sich in neuem Kleid räkelnden FAZ an, gebe meine kleinen Texte ein, lausche auf das Rattern des Dampfservers von 1873 und bin froh und zufrieden, dass ich erwacht bin und noch alles genau so funktioniert, wie es gestern auch schon nicht mehr funktionierte. Man freut sich an den kleinen Dingen. Es macht mir auch gar nichts aus, wenn die Zahlen mal nicht so gut sind, ich werde für Texte bezahlt und nicht für eine Leistung, deren Grundwährung in Klicks ja nicht meine Sache ist. Trotzdem fände ich es ganz reizend, wenn sich die Leserschaft dazu entschliessen könnte, den Beitrag über die wahren Hintergrunde jener in besseren Kreisen und anderen beliebten Floskel zu lesen, die da lautet "Wir haben nichts zu verbergen."
WAS SOLLTE MAN DENN SONST SAGEN WENN MAN DIE KARRE VOR DIE WAND KNALLT, HÄ?
donalphons, 16:28h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Bücher wütender Frauen 3: Nicole Huber, Kinderfrei
Beim Buch von Melanie Mühl war ich voreingenommen, weil ich die Autorin kenne.
Beim Buch von Anke Gröner war ich voreingenommen, weil ich die Autorin kenne, und mir das Thema liegt.
Beim Buch von Nicole Huber bin ich voreingenommen, weil ich die Autorin kenne, mir das Thema liegt, und ich darin sogar zwei Seiten Überzeugungsbericht beigesteuert habe.
Und wenn ich die Wahl zwischen Fettverzicht und Kinderhaben treffen müsste, würde ich den Fettverzicht wählen. Ich würde auch alle meine Rennräder hergeben. Nur die Barchetta, die spielt hier keine Rolle: Wer Kinder hat, verkauft so oder so seinen Zweisitzer und das ganze damit zusammenhängende leben. Es gibt dann Wichtigeres. Anderen, die es es nicht so sehen, die eigene Bedeutung einzureden und sie als Schmarotzer zu beleidigen. Irgendwas muss man ja für das Selbstwertgefühl machen, zwischen Kotze, eingeschleppten Bakterien vom Kindergarten, Gebrüll und Aussicht auf eine spätere Kokserkarriere des Nachwuchses.
Oh, bitte, es ist nicht so, dass ich zwingend etwas gegen Eltern hätte. Ich selbst zum Beispiel habe wirklich famose Eltern. Da kann man nichts sagen. Ob sie einen famosen Sohn haben, ist eine andere Frage, aber wegen mir hat auch noch niemand ein Tablettenproblem bekommen. Familien funktionieren, ich selbst kann dafür als Beispiel herhalten, ich kümmere mich und finde es richtig, dass das Blut zusammenläuft. Ich bin vielleicht familiärer als viele, die unbedingt mit Kindern so eine Familie gründen wollen. Nur mag ich keine Kinder. was ich aber noch weniger mag als die Schreibratzen - die können nichts dafür, dass sie so sind - sind deren Eltern, die meinen, diesen gelebten Egoismus als Wohltat für die Gemeinschaft ausgeben zu müssen.
Da kommt mir so ein Buch gegen all die Scheinargumente der Kinderwagenindiespeichenschubserinnen gerade recht. Nicole Huber hat sich nämlich hingesetzt und nachgedacht und geärgert und aus diesem Ärger die versiffte Babysabberbande nicht als verkackte - also, sie hat Eltern nicht zurückbeleidgt. Gut, ein ganz klein wenig vielleicht. Minimal. Manchmal muss etwas Polemik schon sein, nach Jahrteusenden der Überhöhung der Fruchtbarkeit. Aber im Grossen und Ganzen beschäftigt sie sich mit den diversen Argumenten, die man als kinderfreier Mensch - klingt doch gleich ganz anders als kinderlos - so zu hören bekommt. Durchaus freundlich, nie belehrend, aber immer schön fundiert und mit Überlegungen, die sich erfreulich von der allgemeinen Aussterbepanik absetzen. Denn, seien wir ehrlich: Es gibt genug Menschen. Und wenn man all die PRler, Werber, Bankster, Journalisten und, brandaktuell, Agenturspinner dieses Landes sieht, kann man sich auch mit der Idee eines partiellen Akademikeraussterbens anfreunden.
Dazu kommen freundliche Zurechtweisungen, dass Kinderfreie keine charakterlichen Defizite haben, durchaus Partner abbekommen und der Gesellschaft auch dienend zur Seite stehen, ohne die ganzen Vorteile abzugreifen, die Kindernichtfreie als gottgegebene Selbstverständlichkeiten betrachten. Anders gesagt: Hier wird die Medizin, die man sonst gerne verabreicht bekommt, sauber zurückgeflösst, und ich denke, dass die Betreffenden das Buch irgendwie so gar nicht mögen werden.
Sie werden neue Argumente brauchen. Und deren Erfindung ist nicht wirklich einfach, wenn man sich an die alten Methoden der Diskriminierung Kinderfreier gewöhnt hat. Dass wir alle, egal ob mit Kindern oder ohne, am Ende ziemlich allein sterben werden, ist ohnehin klar: Daran sind nicht die Kinderlosen schuld, sondern einfach der gesellschaftliche Wandel. Natürlich will das Buch niemandem die Kinderfreuden ausreden, natürlich darf sich jeder fortpflanzen -
aber es ist eine freundlich formulierte Bitte, diesen Lebensweg nicht jenen aufzuzwingen, die es anders sehen. Ich möchte mich auf dem Weg zum Wochenmarkt nicht vor dem Schnellnichtrestaurant beschimpfen lassen, weil ich anders bin. Benehmt Euch, Kindernichtfreie. Sonst knalle ich Euch mal mein De Rosa so rein, wie Ihr das mit den Kinderwägen macht.
Nicole Hubers Buch Kinderfrei ist bei Herbig erschienen, hat auch so einen dummen "Warum"-Untertitel und kostet weniger als ein paar Packungen Kondome.
Beim Buch von Anke Gröner war ich voreingenommen, weil ich die Autorin kenne, und mir das Thema liegt.
Beim Buch von Nicole Huber bin ich voreingenommen, weil ich die Autorin kenne, mir das Thema liegt, und ich darin sogar zwei Seiten Überzeugungsbericht beigesteuert habe.
Und wenn ich die Wahl zwischen Fettverzicht und Kinderhaben treffen müsste, würde ich den Fettverzicht wählen. Ich würde auch alle meine Rennräder hergeben. Nur die Barchetta, die spielt hier keine Rolle: Wer Kinder hat, verkauft so oder so seinen Zweisitzer und das ganze damit zusammenhängende leben. Es gibt dann Wichtigeres. Anderen, die es es nicht so sehen, die eigene Bedeutung einzureden und sie als Schmarotzer zu beleidigen. Irgendwas muss man ja für das Selbstwertgefühl machen, zwischen Kotze, eingeschleppten Bakterien vom Kindergarten, Gebrüll und Aussicht auf eine spätere Kokserkarriere des Nachwuchses.
Oh, bitte, es ist nicht so, dass ich zwingend etwas gegen Eltern hätte. Ich selbst zum Beispiel habe wirklich famose Eltern. Da kann man nichts sagen. Ob sie einen famosen Sohn haben, ist eine andere Frage, aber wegen mir hat auch noch niemand ein Tablettenproblem bekommen. Familien funktionieren, ich selbst kann dafür als Beispiel herhalten, ich kümmere mich und finde es richtig, dass das Blut zusammenläuft. Ich bin vielleicht familiärer als viele, die unbedingt mit Kindern so eine Familie gründen wollen. Nur mag ich keine Kinder. was ich aber noch weniger mag als die Schreibratzen - die können nichts dafür, dass sie so sind - sind deren Eltern, die meinen, diesen gelebten Egoismus als Wohltat für die Gemeinschaft ausgeben zu müssen.
Da kommt mir so ein Buch gegen all die Scheinargumente der Kinderwagenindiespeichenschubserinnen gerade recht. Nicole Huber hat sich nämlich hingesetzt und nachgedacht und geärgert und aus diesem Ärger die versiffte Babysabberbande nicht als verkackte - also, sie hat Eltern nicht zurückbeleidgt. Gut, ein ganz klein wenig vielleicht. Minimal. Manchmal muss etwas Polemik schon sein, nach Jahrteusenden der Überhöhung der Fruchtbarkeit. Aber im Grossen und Ganzen beschäftigt sie sich mit den diversen Argumenten, die man als kinderfreier Mensch - klingt doch gleich ganz anders als kinderlos - so zu hören bekommt. Durchaus freundlich, nie belehrend, aber immer schön fundiert und mit Überlegungen, die sich erfreulich von der allgemeinen Aussterbepanik absetzen. Denn, seien wir ehrlich: Es gibt genug Menschen. Und wenn man all die PRler, Werber, Bankster, Journalisten und, brandaktuell, Agenturspinner dieses Landes sieht, kann man sich auch mit der Idee eines partiellen Akademikeraussterbens anfreunden.
Dazu kommen freundliche Zurechtweisungen, dass Kinderfreie keine charakterlichen Defizite haben, durchaus Partner abbekommen und der Gesellschaft auch dienend zur Seite stehen, ohne die ganzen Vorteile abzugreifen, die Kindernichtfreie als gottgegebene Selbstverständlichkeiten betrachten. Anders gesagt: Hier wird die Medizin, die man sonst gerne verabreicht bekommt, sauber zurückgeflösst, und ich denke, dass die Betreffenden das Buch irgendwie so gar nicht mögen werden.
Sie werden neue Argumente brauchen. Und deren Erfindung ist nicht wirklich einfach, wenn man sich an die alten Methoden der Diskriminierung Kinderfreier gewöhnt hat. Dass wir alle, egal ob mit Kindern oder ohne, am Ende ziemlich allein sterben werden, ist ohnehin klar: Daran sind nicht die Kinderlosen schuld, sondern einfach der gesellschaftliche Wandel. Natürlich will das Buch niemandem die Kinderfreuden ausreden, natürlich darf sich jeder fortpflanzen -
aber es ist eine freundlich formulierte Bitte, diesen Lebensweg nicht jenen aufzuzwingen, die es anders sehen. Ich möchte mich auf dem Weg zum Wochenmarkt nicht vor dem Schnellnichtrestaurant beschimpfen lassen, weil ich anders bin. Benehmt Euch, Kindernichtfreie. Sonst knalle ich Euch mal mein De Rosa so rein, wie Ihr das mit den Kinderwägen macht.
Nicole Hubers Buch Kinderfrei ist bei Herbig erschienen, hat auch so einen dummen "Warum"-Untertitel und kostet weniger als ein paar Packungen Kondome.
donalphons, 01:23h
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Neuwortschöpfung
ESFailS.
Die Slowakei will in die Geschichte eingehen - entweder als das Land, das den Crash verschuldete, weil es nicht zustimmte, oder den anderen Crash nicht verhinderte, weil es dann letztlich doch zustimmte.
Die Slowakei will in die Geschichte eingehen - entweder als das Land, das den Crash verschuldete, weil es nicht zustimmte, oder den anderen Crash nicht verhinderte, weil es dann letztlich doch zustimmte.
donalphons, 01:09h
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