... newer stories
Dienstag, 17. April 2012
Wie es sein soll
Blau. Knallblau. Und sofort wird es auch wieder warm.

Gleich mal 65 Kilometer geradelt. Nachtrag: Und zwar so, mit dem Rad, das ich als den "Ernst des Lebens" bezeichne. Weil es ein Ernesto ist und ich es dem Ernst des Lebens verdanke.



Gleich mal 65 Kilometer geradelt. Nachtrag: Und zwar so, mit dem Rad, das ich als den "Ernst des Lebens" bezeichne. Weil es ein Ernesto ist und ich es dem Ernst des Lebens verdanke.


donalphons, 19:20h
... link (58 Kommentare) ... comment
Lebensrealität und Lesen
Ich hatte gestern Abend ein ganz erstaunliches Gespräch, das auch den Bereich der Digitalisierung - oder wenn man so will, der Entanalogisierung - berührte, namendlich: E-Books.

Ich kenne genau einen, der Romane auf dem Mobiltelefon liest. Und ich sehe hier in Mantua niemanden, der etwas entsprechendes tun würde. Überhaupt macht es auf mich den Eindruck, als sei die Digitalisierung hier eher rückläufig: Internetcafes machen zu, die früher allgegenwärtige Handykommunikation ist zur Randerscheinung geworden. Die Dinger liegen auch nicht mehr auf den Tischen herum, das gilt als unfein, und bei der Recherche zur Frage, wie das Ablichten von Essen aufgefasst wird, waren die Antworten nicht eben nachsichtig. Digital Lifestyle ist hier einfach nicht, wie übrigens auch die Piratenpartei. Und das, obwohl Italien so eine Partei angesichts der wirtschaftlichen Probleme und des ruinierten Parteiensystems wirklich brauchen könnte.
Ach so, und: Emails gelten gemeinhin als Einladung, sie nicht zu beantworten. Ich antworte nicht auf Mails, steht bei den Anzeigen. Man denke sich, was man will, aber das ist hier so. All die Lucas und Damianos haben ein Internetproblem.

Aber was mich interessieren würde:: Ist das in Deutschland nicht genau andersrum? Man berichtete mir gestern davon, dass Handy und pad tatsächlich auf dem Weg zur Arbeit benutzt werden, und die Zeitung ersetzen. macht das wirklich jemand? Erstreckt sich das dann auch auf Bücher? In Amerika und Japan gibt es solche Trends. Aber das muss heute nichts mehr heissen,

Ich kenne genau einen, der Romane auf dem Mobiltelefon liest. Und ich sehe hier in Mantua niemanden, der etwas entsprechendes tun würde. Überhaupt macht es auf mich den Eindruck, als sei die Digitalisierung hier eher rückläufig: Internetcafes machen zu, die früher allgegenwärtige Handykommunikation ist zur Randerscheinung geworden. Die Dinger liegen auch nicht mehr auf den Tischen herum, das gilt als unfein, und bei der Recherche zur Frage, wie das Ablichten von Essen aufgefasst wird, waren die Antworten nicht eben nachsichtig. Digital Lifestyle ist hier einfach nicht, wie übrigens auch die Piratenpartei. Und das, obwohl Italien so eine Partei angesichts der wirtschaftlichen Probleme und des ruinierten Parteiensystems wirklich brauchen könnte.
Ach so, und: Emails gelten gemeinhin als Einladung, sie nicht zu beantworten. Ich antworte nicht auf Mails, steht bei den Anzeigen. Man denke sich, was man will, aber das ist hier so. All die Lucas und Damianos haben ein Internetproblem.

Aber was mich interessieren würde:: Ist das in Deutschland nicht genau andersrum? Man berichtete mir gestern davon, dass Handy und pad tatsächlich auf dem Weg zur Arbeit benutzt werden, und die Zeitung ersetzen. macht das wirklich jemand? Erstreckt sich das dann auch auf Bücher? In Amerika und Japan gibt es solche Trends. Aber das muss heute nichts mehr heissen,
donalphons, 15:21h
... link (29 Kommentare) ... comment
In der Renaissance haben sie wenigstens gut gemalt
Nach dem Geplärre über Grass nun auch ein paar historisch-vergleichende Worte von mir zur Frage, wie man den ganzen Text-und Agitpropplunder des Nehen Ostens und anderer Einmischer später mal betrachten wird.

In der FAZ.
(Dieses 17mm-Objektiv für die PEN ist eine Katastrophe im Aussenbereich und für Strassenphotographie nur insofern tauglich, als man schnell und unsichtbar klicken kann - und zwar Motive, die dann meistens nicht gut aussehen und jede Menge Framing brauchen. Aber sobald es in Innenräume geht: Hoho. Alle Achtung.)

In der FAZ.
(Dieses 17mm-Objektiv für die PEN ist eine Katastrophe im Aussenbereich und für Strassenphotographie nur insofern tauglich, als man schnell und unsichtbar klicken kann - und zwar Motive, die dann meistens nicht gut aussehen und jede Menge Framing brauchen. Aber sobald es in Innenräume geht: Hoho. Alle Achtung.)
donalphons, 13:08h
... link (7 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 16. April 2012
Das grosse Theater hat geöffnet
Das mag ich übrigens so an Italien: Es gibt eine Woche - genauer gesagt, diese Woche - in der alle staatlichen Museen frei zu besichtigen sind. Eine feine Sache für Menschen wie mich, die den Obulus beim Palazzo Ducale sicher schon 10 mal bezahlt haben. Was man ja gerne tut, nachdem das ganze Theater des Lebens ansonsten kostenlos ist.

Es scheint sogar wieder die Sonne! Zwischen dem Regen.

Es scheint sogar wieder die Sonne! Zwischen dem Regen.
donalphons, 18:25h
... link (5 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 15. April 2012
Regen in Brescia
Mein Beitrag in der FAZ-Kolumne nächste Woche wird sich mit der Sonnenbrille beschäftigen, weil hier so schlechtes Wetter ist. Darum ja auch die Sonnenbrillen. Das gehört zusammen, und das gehört erklärt. Aber das Wetter war hier wirklich scheusslich. Dafür war es interessant, auf einem Sofa zu sitzen und einer alten Dame zuzuhören: Über die Lega Ladrone, die Lega der Räuber, wie die Lega Nord jetzt genannt wird. Über die Probleme ihres Sohnes, eine eigene Wohung zu finden. Über den Trend zurück in die Städte, der auch in Italien grassiert. Und mal wieder zu merken: Ich verstehe. Aber ich kann nicht antworten.
Meine Vermieterin hat da einen Plan: Nächstes Jahr habe ich drei Möglichkeiten; entweder sie kommuniziert mit mir nur noch auf italienisch, bis ich es kann. Das ist die Methode der alten Damen. Oder sie beschafft mir eine Sprachlehrerin. Das ist die Methode, die nie funktionieren wird. Oder sie verschafft mir einen Job in einer Buchkäsehandlung, wo ich dann 4 Wochen ins kalte Sprachwasser geworfen werde. Was gut klingt, denn von Käse und Büchern verstehe ich etwas, und die Kommunikation hat dann nur noch Sprachprobleme, und keine inhaltlichen Probleme mehr. Und wer Käse und Bücher kaufen kann, kannsie auch verkaufen.
Die vierte Möglichkeit hat mir mein Raddealer angeboten: Auch vier Wochen bei ihm in der Werkstatt, er braucht nämlich jemanden für deutsche Kunden. Irgendwie sowas wird es dann werden, und alle sind felsenfest überzeugt, dass ich danach Italienisch kann. Derweilen lerne ich Vokabeln, soweit ich sie eben brauche. Pioggio kannte ich natürlich schon, Ombrello lernte ich auch schon von den Strassenhändlern, aber dass in Castellucchio gleich vor den Toren von Mantua ein Hersteller von Regernschirmen ist, der tatsächlich dem Druck der Globalisierung standzuhalten scheint, war mir auch neu. Vielleicht sollte ich öfters radebrechend bei alten damen auf dem Sofa sitzen. So viele Themen. Sie regnen nur so herab. Und ich habe so wenig Zeit.












Am Sonntag dann wieder Regen, falsch geschlafen und schlecht geträumt, daher früh hingelegt - für ein Stündchen, das länger dauerte - und zu spät für das Bloggen erwacht.
Meine Vermieterin hat da einen Plan: Nächstes Jahr habe ich drei Möglichkeiten; entweder sie kommuniziert mit mir nur noch auf italienisch, bis ich es kann. Das ist die Methode der alten Damen. Oder sie beschafft mir eine Sprachlehrerin. Das ist die Methode, die nie funktionieren wird. Oder sie verschafft mir einen Job in einer Buchkäsehandlung, wo ich dann 4 Wochen ins kalte Sprachwasser geworfen werde. Was gut klingt, denn von Käse und Büchern verstehe ich etwas, und die Kommunikation hat dann nur noch Sprachprobleme, und keine inhaltlichen Probleme mehr. Und wer Käse und Bücher kaufen kann, kannsie auch verkaufen.
Die vierte Möglichkeit hat mir mein Raddealer angeboten: Auch vier Wochen bei ihm in der Werkstatt, er braucht nämlich jemanden für deutsche Kunden. Irgendwie sowas wird es dann werden, und alle sind felsenfest überzeugt, dass ich danach Italienisch kann. Derweilen lerne ich Vokabeln, soweit ich sie eben brauche. Pioggio kannte ich natürlich schon, Ombrello lernte ich auch schon von den Strassenhändlern, aber dass in Castellucchio gleich vor den Toren von Mantua ein Hersteller von Regernschirmen ist, der tatsächlich dem Druck der Globalisierung standzuhalten scheint, war mir auch neu. Vielleicht sollte ich öfters radebrechend bei alten damen auf dem Sofa sitzen. So viele Themen. Sie regnen nur so herab. Und ich habe so wenig Zeit.












Am Sonntag dann wieder Regen, falsch geschlafen und schlecht geträumt, daher früh hingelegt - für ein Stündchen, das länger dauerte - und zu spät für das Bloggen erwacht.
donalphons, 01:39h
... link (9 Kommentare) ... comment
Dieckmann ein Bein stellen.
Das kann man hier tun. Ich gehe mal davon aus, dass jeder, der nein sagt, bei dr Verteilung für hohe Zusatzkosten sorgen wird, weil die Verteiler entsprechend instriert werden mssen. 100.000 ist gut, aber erst ab einer Million wird es für das geschmeiss so richtig eklig und teuer.
Und immer daran denken: Man kann die Mail auch editieren und denen auch noch sagen, was man von ihnen so hält.
Und immer daran denken: Man kann die Mail auch editieren und denen auch noch sagen, was man von ihnen so hält.
donalphons, 01:39h
... link (28 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Samstag, 14. April 2012
Das hat es gebraucht.
Dass sich mal jemand deutlich zu Cloud Computing äussert. So wie es der Big Brother Award getan hat. Weil sich offensichtlich noch nicht ganz herumgesprochen hat, dass man die wirklich wichtigen Teile einer Firma, einer Person oder einer Gruppe einfach nicht outsourced. Das ist eine Einladung zum Missbrauch, oder wenigstens zum schludrigen Umgang unter Kostendruck, und nebenbei ein Einfallstor für die Interessen Dritter. Sicher, was bei Facebook, Twitter und Co. zu finden ist, ist irgendwie schon da draussen verwolkt, da kann man nichts mehr tun, und dann gibt es auch noch manche, die das gut und richtig finden. Wir sind mitten drin in der Entwicklung, und sie wird gefördert durch jene, die unsere Daten bekommen, aber nicht fragen, ob sie sie weiterreichen dürfen.
Insofern wäre es wirklich schön, wenn Datenschutz mehr als eine grobe Empfehkungsrichtlinie wäre. Ich glaube nicht, dass man ein Land abkoppeln würde, nur weil es ein paar Datenpanscher in Gefängnissen ablegt und dort ein paar Monate speichert. Genau das allerdings wäre mal eine deutliche Ansage. Schlagartig gäbe es dort, wo momentan Hype und Nachlässigkeit regieren, so etwas wie Problembewusstsein. Man muss dafür sorgen, dass der Schmerz und die Probleme nicht nur die Nutzer betreffen, sondern zeitnah und direkt auch die Schuldigen, wenn sie schludern. Und bitte keine Sorge: Deutschland ist als Markt viel zu attraktiv, als dass man nicht hin und wieder einen eingeknasteten Mitarbeiter tolerieren könnte. Das würde schon gehen.
Man muss nur richtig verurteilen. Wenn man Programmierer wegen Downloads von banalen Filmen einsperrt, sollte es nur logisch sein, dass man auch Leuten, die den Download von wichtigeren Dingen ermöglichen, genauso behandelt, Allein schon wegen der Gleichheit vor dem gesetz und den allgemein zu erwartenden Gleichbehandlungsgrundsätzen.
Bei denen, die Kabel Deutschland die Daten geben, damit die meine Mieter bescheissen und versuchen, ihnen neue Anschlüsse zu installieren, fange man am besten gleich mal an.
Insofern wäre es wirklich schön, wenn Datenschutz mehr als eine grobe Empfehkungsrichtlinie wäre. Ich glaube nicht, dass man ein Land abkoppeln würde, nur weil es ein paar Datenpanscher in Gefängnissen ablegt und dort ein paar Monate speichert. Genau das allerdings wäre mal eine deutliche Ansage. Schlagartig gäbe es dort, wo momentan Hype und Nachlässigkeit regieren, so etwas wie Problembewusstsein. Man muss dafür sorgen, dass der Schmerz und die Probleme nicht nur die Nutzer betreffen, sondern zeitnah und direkt auch die Schuldigen, wenn sie schludern. Und bitte keine Sorge: Deutschland ist als Markt viel zu attraktiv, als dass man nicht hin und wieder einen eingeknasteten Mitarbeiter tolerieren könnte. Das würde schon gehen.
Man muss nur richtig verurteilen. Wenn man Programmierer wegen Downloads von banalen Filmen einsperrt, sollte es nur logisch sein, dass man auch Leuten, die den Download von wichtigeren Dingen ermöglichen, genauso behandelt, Allein schon wegen der Gleichheit vor dem gesetz und den allgemein zu erwartenden Gleichbehandlungsgrundsätzen.
Bei denen, die Kabel Deutschland die Daten geben, damit die meine Mieter bescheissen und versuchen, ihnen neue Anschlüsse zu installieren, fange man am besten gleich mal an.
donalphons, 01:14h
... link (30 Kommentare) ... comment
Zurück nach Mantua
In den Regen diesmal, aber bei Heuschnupfen ist es egal, und ich muss ohnehin arbeiten.

Irgendwie war Italien letztes Jahr sehr viel wärmer und sonniger, aber man ist mit dem zufrieden, was man hat.

Irgendwie war Italien letztes Jahr sehr viel wärmer und sonniger, aber man ist mit dem zufrieden, was man hat.
donalphons, 10:43h
... link (62 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Donnerstag, 12. April 2012
Die Freuden des Ungebildeten
Mitunter merke ich, wie viel man eigentlich noch wissen müsste, und zwar nicht nur in jenen Bereichen wie Fussball oder Unterhaltung, bei denen ich artgemäss vollkommen blank dastehe. Ich weiss nur, dass die heimische Mannschaft schlecht ist, und wenn einer von den Sängern stirbt, stolpere ich über Nachrichten.
Aber mitunter lerne ich auch etwas, bei dem ich mir sage: Oh weh. Bildungslücke. Das Wort "Terroir" gehört dazu.
Aber dafür kann ich es mir ja bei den Stützen der Gesellschaft an der Mosel - immer nur Italien ist auch öde - erklären lassen.
Aber mitunter lerne ich auch etwas, bei dem ich mir sage: Oh weh. Bildungslücke. Das Wort "Terroir" gehört dazu.
Aber dafür kann ich es mir ja bei den Stützen der Gesellschaft an der Mosel - immer nur Italien ist auch öde - erklären lassen.
donalphons, 19:34h
... link (63 Kommentare) ... comment
7
Sieben ist eine Glückszahl, und Glück habe ich gehabt, und zwar ziemlich viel davon, und sogar reichlich unerwartet. Auch jemand wie ich, der nun nicht gerade vom Schicksal zerstampft wird, sobald er aufsteht, braucht davon manchmal ein wenig.
Oder viel.
Jedenfalls schwebe ich gerade. Oh, es ist nicht anders als sonst, das Glück war am Ende eigentlich nur eine Art Wissen, genau das richtige getan zu haben, und jetzt kann es morgen hier auch schütten und kalt werden: In mir scheint die Sonne weiter.







Dumdidum.
Meine Laune ist prächtig, und meine Italienkolumne ist heute in der gedruckten FAZ.
Oder viel.
Jedenfalls schwebe ich gerade. Oh, es ist nicht anders als sonst, das Glück war am Ende eigentlich nur eine Art Wissen, genau das richtige getan zu haben, und jetzt kann es morgen hier auch schütten und kalt werden: In mir scheint die Sonne weiter.







Dumdidum.
Meine Laune ist prächtig, und meine Italienkolumne ist heute in der gedruckten FAZ.
donalphons, 13:42h
... link (18 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 11. April 2012
Wir dürfen das nie vergessen
Woanders rennen die Romneys und Santorums frei herum, und all die Waffennarren.
Woanders können sie einfach so erschiessen und davonkommen, wenn sie verrückt sind und die richtige Ausrede haben.
Woanders müssen sie alles mit dem Auto machen, weil das zum Gesellschaftstraum gehört, wie die Knarren und das Junkfood.
Woanders haben sie alle nur denkbaren Waffen, und die Menschen sollen krepieren, wenn sie keine Versicherung haben. Und selbst daraus ziehen dann andere ihren Profit.
Woanders haben sie sich längst aus dem Diskurs der Aufklärung verabschiedet und reden darüber, ob die Bücher von mit 3000 Jahre alten Legenden von Wüstenscheichs die einzige Wahrheit enthalten.
Man kann viel Schlechtes über Europa sagen, und dafür, dass es der beste Ort der besten Zeit ist, in der gesamten Menschheitsgeschichte, und das immer noch angesichts all der verpassten Chancen und Möglichkeiten, ist Europa vielleicht nicht extrem toll.
Aber es ist nicht Amerika oder was auch immer. Wir dürfen nie vergessen: Besser kann es kaum gehen, so wie es ist. Das sollte man sich jeden Morgen sagen und dann das Leben geniessen, soweit es geht.
Woanders können sie einfach so erschiessen und davonkommen, wenn sie verrückt sind und die richtige Ausrede haben.
Woanders müssen sie alles mit dem Auto machen, weil das zum Gesellschaftstraum gehört, wie die Knarren und das Junkfood.
Woanders haben sie alle nur denkbaren Waffen, und die Menschen sollen krepieren, wenn sie keine Versicherung haben. Und selbst daraus ziehen dann andere ihren Profit.
Woanders haben sie sich längst aus dem Diskurs der Aufklärung verabschiedet und reden darüber, ob die Bücher von mit 3000 Jahre alten Legenden von Wüstenscheichs die einzige Wahrheit enthalten.
Man kann viel Schlechtes über Europa sagen, und dafür, dass es der beste Ort der besten Zeit ist, in der gesamten Menschheitsgeschichte, und das immer noch angesichts all der verpassten Chancen und Möglichkeiten, ist Europa vielleicht nicht extrem toll.
Aber es ist nicht Amerika oder was auch immer. Wir dürfen nie vergessen: Besser kann es kaum gehen, so wie es ist. Das sollte man sich jeden Morgen sagen und dann das Leben geniessen, soweit es geht.
donalphons, 14:12h
... link (81 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 10. April 2012
Unerwarteter Hinweis
Ich muss, ich will ein paar Tage weg, es geht nicht anders.

Vermutlich werde ich nur ziemlich selten Zugang zu elektronischen Verbindungen haben.

Wenn ich also schweige, hat das nichts zu bedeuten, Ich habe schon so halbwegs gepackt, denn es kann etwas dauern; wie lange weiss ich auch nicht.

Einiges bleibt natürlich hier, denn ich werde zurück kommen, auch das wird sein müssen. Navigare necesse est.

Und zwar mit Nachrichten, die bald sowieso andernorts nachzulesen sein werden. So lange werde ich einiges vermissen.

Ich bin, das ist nicht zu bezweifeln, mit einer gewissen Wehmut unterwegs, hier und andernorts. Wie heisst es nicht so schön:

E la nave va. Und vor allem: Fluctuat nec mergitur.

Vermutlich werde ich nur ziemlich selten Zugang zu elektronischen Verbindungen haben.

Wenn ich also schweige, hat das nichts zu bedeuten, Ich habe schon so halbwegs gepackt, denn es kann etwas dauern; wie lange weiss ich auch nicht.

Einiges bleibt natürlich hier, denn ich werde zurück kommen, auch das wird sein müssen. Navigare necesse est.

Und zwar mit Nachrichten, die bald sowieso andernorts nachzulesen sein werden. So lange werde ich einiges vermissen.

Ich bin, das ist nicht zu bezweifeln, mit einer gewissen Wehmut unterwegs, hier und andernorts. Wie heisst es nicht so schön:

E la nave va. Und vor allem: Fluctuat nec mergitur.
donalphons, 04:44h
... link (25 Kommentare) ... comment
: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 10. April 2012
Trost für die Unachtsamen.
Google hat bei der Vorstellung der Idee einer Datenbrille ein paar Punkte zum Thema Rückkanal und Datengewinnung für Werbung zu erwähnen vergessen. Deshalb habe ich schon mal einen virtuellen Test dieses Produkts gemacht und bei der FAZ niedergeschrieben.
Und ein paar Leute glauben deshalb, ich sei Apple Fanboy. Kurze Hirne brauchen solche Datenbrillen sicher.
Und ein paar Leute glauben deshalb, ich sei Apple Fanboy. Kurze Hirne brauchen solche Datenbrillen sicher.
donalphons, 00:47h
... link (33 Kommentare) ... comment
Osterüberraschungen
So sehen sich manche Piraten: Als dickes, rundes, grell verpacktes Geschenk an das Wahlvolk. Bürgerrechte, Offenheit, Transparenz und Kommunikation von Entscheidungen.

Tatsächlich sind sie - nicht alle, aber ihre Plärrer, und hier vor allem die Mobber und Intriganten aus Berlin, und die Partikularinteressierten, die die Partei unterwandern wollen, he Gendertröte, dann droh nicht nur mit dem Austritt, mach es! - ziemlich genau das Gegenteil: Undiszipliniert, Maulhelden, Drängler, ganz gross in der Offenheit nur, wenn es darum geht, andere runterzuputzen. Dass die Berliner dabei eine führende Rolle spielen, erinnert dann doch ein wenig an andere Geschwüre der Altparteien. Wer kam eigentlich auf die Idee, dass Twitter eine gute Idee für die interne Kommunikation ist?

Na klar, mit 10% in den Umfragen kann man schon mal pauschal ein paar Einzelbeispiele für minder schweren Sexismus und Fremdenfeindlichkeit raussuchen, mit 5% kommt man immer noch in den Landtag und für die Assis, die das veranstalten, werden schon irgendwo Plätze frei. Klar, kann man alles machen, aber eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es da einen Unterschied zwischen Offenheit und ordinärem Pack gibt, das sich auf offener Bühne prügelt und anraunzrt. Sicher, es gehört dazu zur Machtübernahme, dass man kurz vor der Wahl diejenigen unter Druck setzt, auf deren Posten man scharf ist. Sowas gibt es auch in anderen Parteien. Aber da stellt sich keine Arschgeige hin und behauptet wie bei den Piraten, sie sei hier die Stradivari der Transparenz und der Ehrlichkeit. Wer zwei Augen im Kopf hat, sieht genau, welche Cretins da für wen die Kärrnerarbeit machen.
Da wird einem die Sozialdemokratie gleich wieder richtig sympathisch - auch wenn es traurig für die Aufbauleistung von guten Leuten ist. Wichtig sind die Ergebnisse von Politik, die Programme und die Ziele, und die Piraten werden irgendwann auch mal mit Macht in einem Sinne konfrontiert sein, der mehr als die Frage bedeutet, welche falsche Rekatlguarneri die meisten Hilfsplätrrer auf Twitter hat oder ihren Freund einstellt. Transparenz heisst dann offen zu sagen, warum man etwas macht oder nicht zuwege bringt, und das wäre dann auch in Ordnung. Aber solange braucht Politik wirklich Ruhe. Eventuell, im schlimmsten aller Fälle, würde ich raten, sich eine Art Auffanggesellschaft für die Ziele zu überlegen, und die Ratten mit dem Restschiff absaufen zu lassen.

Denn wenn Transparenz funktioniert, wird auch das funktionieren. Dafür werden schon die anderen sorgen, wenn sie mal an den Hebeln sein sollten. Oder vielleicht findet sich ja doch eine Mehrheit, um Politikergattinnen und andere U-Boote von Rechts, Links, Mitte und sonstwoher auszutreiben.
Frohe Ostern! Mitten in die Eier.

Tatsächlich sind sie - nicht alle, aber ihre Plärrer, und hier vor allem die Mobber und Intriganten aus Berlin, und die Partikularinteressierten, die die Partei unterwandern wollen, he Gendertröte, dann droh nicht nur mit dem Austritt, mach es! - ziemlich genau das Gegenteil: Undiszipliniert, Maulhelden, Drängler, ganz gross in der Offenheit nur, wenn es darum geht, andere runterzuputzen. Dass die Berliner dabei eine führende Rolle spielen, erinnert dann doch ein wenig an andere Geschwüre der Altparteien. Wer kam eigentlich auf die Idee, dass Twitter eine gute Idee für die interne Kommunikation ist?

Na klar, mit 10% in den Umfragen kann man schon mal pauschal ein paar Einzelbeispiele für minder schweren Sexismus und Fremdenfeindlichkeit raussuchen, mit 5% kommt man immer noch in den Landtag und für die Assis, die das veranstalten, werden schon irgendwo Plätze frei. Klar, kann man alles machen, aber eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es da einen Unterschied zwischen Offenheit und ordinärem Pack gibt, das sich auf offener Bühne prügelt und anraunzrt. Sicher, es gehört dazu zur Machtübernahme, dass man kurz vor der Wahl diejenigen unter Druck setzt, auf deren Posten man scharf ist. Sowas gibt es auch in anderen Parteien. Aber da stellt sich keine Arschgeige hin und behauptet wie bei den Piraten, sie sei hier die Stradivari der Transparenz und der Ehrlichkeit. Wer zwei Augen im Kopf hat, sieht genau, welche Cretins da für wen die Kärrnerarbeit machen.
Da wird einem die Sozialdemokratie gleich wieder richtig sympathisch - auch wenn es traurig für die Aufbauleistung von guten Leuten ist. Wichtig sind die Ergebnisse von Politik, die Programme und die Ziele, und die Piraten werden irgendwann auch mal mit Macht in einem Sinne konfrontiert sein, der mehr als die Frage bedeutet, welche falsche Rekatlguarneri die meisten Hilfsplätrrer auf Twitter hat oder ihren Freund einstellt. Transparenz heisst dann offen zu sagen, warum man etwas macht oder nicht zuwege bringt, und das wäre dann auch in Ordnung. Aber solange braucht Politik wirklich Ruhe. Eventuell, im schlimmsten aller Fälle, würde ich raten, sich eine Art Auffanggesellschaft für die Ziele zu überlegen, und die Ratten mit dem Restschiff absaufen zu lassen.

Denn wenn Transparenz funktioniert, wird auch das funktionieren. Dafür werden schon die anderen sorgen, wenn sie mal an den Hebeln sein sollten. Oder vielleicht findet sich ja doch eine Mehrheit, um Politikergattinnen und andere U-Boote von Rechts, Links, Mitte und sonstwoher auszutreiben.
Frohe Ostern! Mitten in die Eier.
donalphons, 00:44h
... link (3 Kommentare) ... comment
... older stories



