Ihr könnt aufhören

Ihr, die ihr gerade über Feminismus/Rassismus/Sexismus und sonst was wegen eines Mohren mit Lampe streitet: Ich habe beim Herzog von Croy nachgelesen, der unter Ludwig dem XV. in Versailles war, und dort war das Tragen einer Lampe beim Zubettgehen ein Zeichen ausdrücklicher Beehrung dessen, der dieses Amt vollführen durfte. Also nix Lampenschlepper, sondern Zeichen besonderer Bevorzugung.

Kurz: Es liegt hier einfach eine Fehleinschätzung vor. Kein Kolonialismus, nirgends. Lernt besser Kulturgeschichte, bevor ihr Euch weiter prügelt.

(Andererseits... Popcorn!)

Sonntag, 30. Oktober 2011, 14:20, von donalphons | |comment

 
Kulturgeschichte?
Im Rom der Kaiserzeit gab es außer bei öffentlichen Festen keine Straßenbeleuchtung. Wer es sich leisten konnte, hielt sich deshalb einen Sklaven, der ihm heimleuchtete. Die Herren hießen lanternarius oder servus (was bekanntlich Sklave heißt) praelucens.

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Tschulligung Don, aber der Witz ging daneben.

Ich sehe auch nicht, dass die Lampe Teil einer Fuldaer kulturhistorischen Ausstellung zum Thema "Der Schwarze als Ehrenikone in der Geschichte des weißen Europa" wäre.

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Dann passt es ja zur Debatte. (Ich mein: Eine Lampe? Wenn es danach geht, müsste man nebenan die ganze Kirchendecke runterschlagen.)

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Klar, ist nur eine Lampe. Der KKK ist auch kein Aufreger, solange die nur Kreuze verbrennen und den Nigger nicht gleich mit.

Ich habe mich anderer Stelle zu diesem Casus in einer Weise geäußert, dafür werden mich die Sow-Fans 500 Jahre hassen. Aber so wie Welding das macht, geht es nunmal gar nicht. Das verfällt dann der Kritik von Momorulez ohne Rest.

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Eine hundert Jahre alt Lampe soll heute jemandem Gewalt antun?
Muß dies alte Zeug jetzt vernichtet werden, darf nur noch in Ausstellungen mit Warnhinweis gezeigt werden? (Da sei Don vor!)

Das ist alles so lächerlich, ich kann diese Kommentare gar nicht glauben, da springt doch gleich jemand aus der Kiste und sagt: Ätsch, verarscht.

(Und interessant, daß die alle urllos sind.)

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Ich sage es mal so: Menschlich ist die betreffende Bloggerin der Mädchenmannschaft in etwa so einfach wie Quantenmechanik.

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Ein siebzig Jahre alter Stern soll heute jemandem Gewalt antun?
Die Juden könnten sich auch mal wieder etwas deutlicher ausweisen. Muß dies alte Zeug jetzt vernichtet werden, darf nur noch in Ausstellungen mit Warnhinweis gezeigt werden? (Da sei Don vor!)

Es ist förmlich mit Händen zu greifen, wie gut das Dir das tut, sannie, gegen diese nervigen Diskriminierungs-Meckerköppe mal so richtig vom Leder zu ziehen. Da bricht Aufgestautes sich Bahn.
Was Du erzählst, wenn einem Schwulen beim 1000. Schwulenwitz der Kragen platzt, will ich gar nicht wissen.

Deine historische Einordnung der Lampe dürfte allerdings dem Don nicht wirklich gut gefallen.

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Hm.
Ich wollte früher immer mal gerne einen dieser Sarotti-Mohren aus Porzellan haben. Allein wegen der Kommentare von "noergler" kauf ich mir jetzt mindestens 3 Stück davon.

Ist das jetzt ernstgemeint? Man regt sich wegen einer alten Lampe auf, die irgendwo herumsteht? Also wenn ihr sonst keine Probleme habt, scheint ja noch alles in Butter mit der Welt zu sein.

Achja – "Tim im Kongo" sollte ja auch mal verboten werden. Hm.

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Da ging ja schnell, Godwin.
Dieses pseudo-einfühlsame Geschwurbel vom "Opfer", das nur selbst entscheiden kann, wann es ein Opfer ist, das sich auch niemals erklären muß, weil es ja ein Opfer ist, bei gleichzeitiger haßerfüllter Verurteilung der "Täter", ist absolut irrational.

Und auch der noergler, obwohl mutmaßlich weißer Pimmelträger und damit faktisch undiskriminierbar, ist ganz schnell zur Hand mit wütenden Vorverurteilungen.

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cartoonist,

warum nicht einen nickneger?

(nickneger waren in katholischen kirchen so bis ende sechziger jahre anzutreffende sammelbüchsen für die mission in gestalt einer negerfigur, deren kopf nach münzeinwurf nickte)

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Nee, die Nickneger machen nicht so viel her wie die Sarotti-Mohren.

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Der "Kauf ich mir"-Witz ist derweil sowas von abgelutscht, dass ich für die Welt der Cartoons nur hoffen kann, Dein Nick möge nicht Deinen Beruf bezeichnen.

"Wegen einer alten Lampe" hat sich niemand aufgeregt.
Wenn Du sonst zu keinen Erkenntnissen gelangst, cartoonist, dann brate Dir Dein Hirn in Butter – dann hast Du wenigstens noch etwas davon.
______________

"Dieses pseudo-einfühlsame Geschwurbel vom 'Opfer', das nur selbst entscheiden kann, wann es ein Opfer ist..."
Ich sehe die Diskriminierten bei sannie schon Schlange stehen, damit er für sie entscheidet, ob sie diskriminiert sind.

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Zum braten nehme ich nur Palmin. Herr (oder gar Frau?) noergler, Sie stehen eindeutig auf verlorenem Posten hier.

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Ja
Um jemanden nicht etwa falsch anzusprechen, muß man immer sehr genau hinschauen.

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Ein fünfzig Jahre alter Stern soll heute jemandem Gewalt antun?
Was mögen das für Sterne gewesen sein, damals anno 1961?

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Ich glaube, das bezieht sich wahrscheinlich auf den berüchtigten Sankt-Martins-Umzug des Schullandheims Mohrenwall in Bottrop damals, der aus unerfindlichen Gründen eine Woche zu früh stattfand und deshalb für eine gewisse Aufregung in der lokal-katholischen Presse sorgte.

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Am schlimmsten sind ja die Energiesparbirnen.

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hr hr hr.

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(Andererseits... Popcorn!)

Sarotti-Schokolade würde diesmal besser passen.

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Schön finde ich, dass da im Prinzip die gleichen Diskussionen ablaufen, die wir vor 30 Jahren im ASTA und in den besetzten Häusern geführt haben. Hat was von beruhigender Kontinuität.

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Instinktlosigkeit
Worum geht es hier eigentlich? Eine Frau, die von sich selbst sagt a Person of Colour (PoC) zu sein -das sind Menschen, die Erfahrung mit Rassismus gemacht haben - soll bei einer antirassistischen Veranstaltung einen Vortrag über ihre Erfahrungen halten. Als sie den kleinen Raum betritt, in dem die Sache stattfinden soll, sieht sie die Mohrenlampe. Ihre Reaktion: ich werde meinen Vortrag hier nicht halten.
Ich verstehe das.

Die Organisatoren sind dumm wie Brot!
Alles andere, auch der offene Brief, ist meta.

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Stellen wir uns im Rahmen eines Gedankenexperiments einmal etwas veränderte Prämissen vor: Eine Feministin soll einen Vortrag über Selbsthilfegruppen von Vergewaltigungsopfern halten. An der Wand hängt ein Werbeplakat für einen Hardcore-Porno des GangBang-Genres.


Oder eine Diskussion zum Thema Shoah findet statt in einem Breker/Riefenstahl-Ambiente.

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Na, ich würde sagen Euch f*ck ich und draufhalten. Einer der ersten jüdischen G*ttesdienste in Deutschland beim Einmarsch der Amrikaner war übrigens im Landhaus von Goebbels, wenn ich mich recht erinnere, da hingen sogar noch die Hakenkreuzfahnen. Gerade deshalb. Und ich meine, es war Leonard Cohen, der mit besonderer Freude auf dem Zeppelimnfeld in Nürnberg auftrat.

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wenn man nicht gekommen wäre um fertige platitüden abzuspulen, hätte man so etwas auch nutzen können um über subtilen rassimus im alltag zu philosophieren. allein mit dem mohr hätte man ne menge zeigen können... naja der tor reagiert halt im affekt ...

edit: der don war ne sekunde schneller

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@netbitch
Es ist nicht nur das, es ist viel schlimmer. Sie organisieren eine Antirassismusveranstaltung und haben von Rassismus offensichtlich nicht die leiseste Ahnung.

@DA
"Einer der ersten jüdischen G*ttesdienste beim Einmarsch dr Amrrikaner war übrigens im Landhaus von Goebbels, wenn ich mich recht erinnere"
Das ist ja eine andere Perspektive. Aus Naziidiotensicht ein Akt der "Befleckung". Aus amerikanischer Sicht ein Akt der Überwindung.

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Nicht uninteressant aber auch,
dass man auf der Flucht vor diskriminierenden Bezeichnungen endlich bei einer LTI-artigen Abkürzung wie POC angekommen ist. Das würde mich doch ein wenig mehr irritieren als eine Statue zur falschen Zeit am falschen Ort...

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@karlssondach
Man muss nicht jeden Godwin-Unfug, den man irgendwo liest nachplappern.
Bei LTI ging es um ein besonderes Vokabular
http://de.wikipedia.org/wiki/Sprache_des_Nationalsozialismus

Hier geht es um was ganz anderes.

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Mal interessehalber: Ist "Weisser" in sprachlicher Hinsicht eigentlich unbedenklich?

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"Hier geht es um was ganz anderes."
Na dann.

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Ach, Studentenzeiten ...

Viel Energie und Zeit auf sinnlose Symbol-Diskussionen und Meta-Gedöns vergeudet, anstatt tatsächlich etwas besser zu MACHEN.

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Das war Dylan, nicht Leonard Cohen, da in Nürnberg, auf dem ehemaligen Aufmarschgelände. 1978.

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PoC... allein schon...
erinnert mich an das folgende:

When I born, I Black,
When I grow up, I Black,
When I go in Sun, I Black,
When I scared, I Black,
When I sick, I Black,
And when I die, I still black …

And you White fella,
When you born, you Pink,
When you grow up, you White,
When you go in Sun, you Red,
When you cold, you Blue,
When you scared, you Yellow,
When you sick, you Green,
And when you die, you Gray …
And you calling me Colored ?

von Aly El Sahly. Fliegt in umfzig Versionen durchs Netz, seit Jahren.

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Ich finde das von Malte verlinkte
Seinfeld-video toll. Ansonsten: mehr Popcorn bitte.

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"Willkommen im wohl beliebtesten Cafe Ingolstadt's!"

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von Aly El Sahly?
wohl eher von dem hier:

Lamont Humphrey - And you got the f*cking nerve to call me coloured.

http://www.youtube.com/watch?v=n26iGdm354I

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grad erst gesehen im blog von Noah Sow:
white charity "Erding afrikanisch"

Fürchte, daß Fr. Sow und der schwarze Subkontinent südlich des Mains nicht so recht Freunde werden können...

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@Don, wenn es bei dem Ganzen tatsächlich nur um die kulturgeschichtliche Einordnung dieser figurativen Funzel gegangen wäre, hätte ich gesagt, Treffer, versenkt! Aber da steht schon bisschen mehr zur Debatte. Die gesamte unmittelbare Vorgeschichte der geplatzten Veranstaltung war ja eine geballte Ladung von wtf-Momenten für Frau Sow, und ihre Entscheidung, unter diesen Umständen ihren Vortrag nicht zu halten, finde ich völlig nachvollziehbar. Was nun Malte Welding (oder auch Nadine Lantzsch) aus der Geschichte machte(n), steht für mich auf einem etwas anderen Blatt.

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Naja, also, man kennt bislang ja nur die Seite von Frau Sow und die ist nun mal so, dass ich selber sagen würde: Wenn ich eine gewisse Auswahl an Möglichkeiten hätte, würde ich auch nach dieser ihrer Beschreibung vielleicht doch jemand anderes fragen. Beim lesen musste ich mehr drehen, als meinen ohnehin schon glubschigen Augen gut getan hat. Wie auch immer, es beginnt damit, dass sie es selbst in der Form rausgeblasen hat. Kann man machen. Aber ich kann mikr vermutlich angenehmere Abendunterhaltung vorstellen.

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die andere seite ist durchaus bekannt und sehr einsichtig: http://asta.hs-fulda.org/news/veranstaltungen/685-ausgefallen-lesung-mit-noah-sow

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Monty Python ist ein Dreck dagegen. Noone expects the POC Inquisition.

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Die jungen Leute wollen das so. Accept it or leave it.

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Man wird soch wohl noch lachen dürfen in Uber-Korrektistan.

BWAAHAHAHAHA.

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(Wobei: Nach der Nummer würde es mich gar nicht wundern, wenn die Mädcenmannschaft auseinander fliegt)

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noch mehr Popcorn...

Im Ernst, ich habe ja auch so meine Macken, aber ich weiss, dass die nicht im Vollernst allgemein akzeptiert werden und suche mir dann andere Wege, um sie vorzustellen, aber die Frau Lantzsch muss es ja mit der vollernsten Brechstange an der rassistischen Gewaltlampe machen, und die ist jetzt mal abgerutscht.

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Sie möchte ja die nächste Judith Butler werden, da bedarf es schon viel staubtrockenen Ernstes. Die Mädchenmannschaft wird das stärken, glaube ich. Ich wünsche Frau Lantzsch auf jeden Fall eine schöne Wissenschaftlerinnenkarriere. Why not?

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Kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe ja lang versucht, mich da reinzulesen, aber das geht mir in die ähnliche Richtung wie die Zwangsgenderdebatten bei den Piraten. So, wie das gemacht wird, sind alle froh, wenn man wieder zu anderen Themen kommen kann. Und die Produzierung von gewissen Leuten - Nadine Lantzsch und ihre genderneutral mangelhaften Ostmanieren habe ich ja schon ein paar mal erleben dürfen - ist da auch nicht hilfreich. Genausowenig wie ich mit von einem vehauten Seemann irgendwas über Privacy erzählen lassen möchte, möchte ich mit von Frau Lantzsch, die hier bei meinen weiblichen Bekannten bestenfalls auf Unverständnis stossen würde, irgendwas Allgemeingültiges über Frauen sagen lassen.

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Nun ja, jedem das Seine. (gleich kommt die LTI Sprachpolizei)

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Ein Fall für die Mutter aller PoC:

Schwarze Madonna von Altötting, hilf!

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ratlos, kein Popcorn
Fast hätte ich mich versucht gesehen, über den Ausbruch der Poc-cen zu spotten, über die überbordende Lust an der Selbstzerfleischung und über den lustig tobenden Shitstorm. Doch das trifft es nicht, imho. Das beseitigt ja nicht die Emotionen, die vielerseits aufgebrandet sind.

Auch wenn es unter anderen Umständen überaus spannend ist, sich über die kulturgeschichtliche Einordnung einer Kolonialschick-Lampe zu unterhalten (die womöglich ganz anders einsortiert werden könnte) - ich kann schon verstehen, dass sich eine schwarze Antirassismusaktivistin beleidigt fühlt, wenn sie ihren Vortrag ausgerechnet unter dem Licht einer solchen Lampe abhalten soll. Denn das lässt sich eben auch auch als Spott über ihr Anliegen - und schlimmer noch - über sie als Person verstehen. Mir persönlich - wäre ich der Vortragende gewese, hätte es vermutlich genügt, die Lampe zu entfernen, und den Vorfall als fast schon perfekten Aufhänger zu nutzen. Nur: Ich stecke nicht in der Haut der antirassistischen Aktivistin, und habe auch nicht ihre mutmaßlich ziemlich üblen Erfahrungen zu verdauen.

Ich gehe nicht davon aus, dass der Asta in Fulda rassistisch eingestellt ist, aber die Abholerin der Aktivistin hat sich (mutmaßlich) schon etwas ungeschickt verhalten. Einer Studentin aber ausgerechnet das freundlich gemeinte Duzen als Fauxpas vorzuhalten, wirkt auf mich schon etwas übergeschnappt, und auch vieles, was sich im Gefolge abgespielt hat. Aber selbst, wenn meine Einschätzung einigermaßen gut begründbar ist, sie macht weder die Emotionen ungeschehen, noch die - vor allem im Gefolge - erlittenen Verletzungen. Ich fand den Text von Malte zwar nicht sonderlich super, aber halbwegs nachvollziehbar - wie übrigens auch die Reaktion von Frau Sow.

Was mir aber in der Tat ziemlich aufstößt, ist die offenkundig unbefangene Freude von einem Dutzend selbstgerechter Moralisten an der offenkundig falschen und kränkenwollenden Kennzeichnung von gutmeinenden Menschen, die vielleicht sogar richtig gute antirassistische und/oder solidarische Arbeit leisten, als "weiße heterosexuelle Rassisten" usw. usf.

Nur, wie soll man auf diesen Irrsinn adäquat reagieren? Da bin ich etwas ratlos. Denn auch die PoC-Aktivisten, jedenfalls in ihrer Mehrheit, wollen ja eigentlich nicht als aggressiv-dogmatische Meute agieren, welche harmlose Studierende und Politblogger/innen sinnlos diffamieren.

Genau aber das ist geschehen. Da will ich kein Popcorn.

P.S.

Nebenbemerkung: Leute, die ihren Minderheitenstatus geradezu inszenieren, auch, um fast jede ihnen missliebige Meinung abwerten zu können, z.B. als "paternalistisch", können sich gerne den Finger in den Po stecken - und anschließend beseelt daran riechen.

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Spitzenidee
"Wenn es danach geht, müsste man nebenan die ganze Kirchendecke runterschlagen" - keine schlechte Idee. Ich habe darüber mit Al Jearreaux telefoniert, er war meiner Meinung.

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@Dr. Dean: "Ich kann schon verstehen, dass sich eine schwarze Antirassismusaktivistin beleidigt fühlt, wenn sie ihren Vortrag ausgerechnet unter dem Licht einer solchen Lampe abhalten soll."

Steht bei all diesen Antirassismusaktivistinnen und Antirassismusaktivisten kein Wörterbuch im Regal, in dem sie Begriffe wie Ironisierung etc. nachschlagen können? Ein kurzer Blick zum Mohrenleuchter mit der Bemerkung "Anscheinend ist mein Auftritt auch an diesem Ort notwendiger, als manche dachten", alle hätten gelächelt, das Anliegen hätte klar auf'm Tapet gelegen und niemand hätte sich darüber zanken müssen.

Ist man so, als IntellektuellerMittzwanziger? Wie überaus anstrengend. Ich als Rheinländer finde derlei selbstgerechte Verbissenheit ohnehin recht drollig.

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... mit Al Jearreaux telefoniert ...

War er wollknäuelgreauxß wie ein Wollknäuel? Schön, dass die Sowremenaja literatura des letzten Jahrtausends in der Jugend weiterlebt.

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Gestern, wie des Abends oft, im Lichtenberg geblättert, und was fand ich? Oh Schreck, dies:
"Zum Anschwärzen seien die Schwarzen am besten."
(Sudelbücher, E 392)

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@maternus:
Naja, wirklich deeskalierend wirkt so eine ungefragte Beratung à la "hey, macht Euch doch mal locker" (oder im Fall vom Don: "macht euch erst mal schlau") auch nicht. Dass solche Bevormundungen von Betroffenen, wie sie denn bitteschön mit solchen Vorfällen umzugehen haben, als Perpetuierung normalweißer Dominanzstrategien wahrgenommen werden, kann man ja zumindest mal zur Kenntnis nehmen. Ob man sich den Schuh dann anzieht oder nicht, bleibt immer noch jedem selber überlassen.

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Sorry, aber da regen sich auch welche auf, weil sie sich aufregen wollen, siehe den Versuch, den Hashtag "Weldinggate" einzuführen, nur weil mal jemand der Hysterie den Saft abdreht. Wie bescheuert darf man eigentlich sein?

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Sowas

"klar, aber dann musst du ja nicht wie fonsi rassistisches Vokabular nutzen."

kommt dann gleich von Nadine Lantzsch. Alles Rassisten/Sexisten/Vergewaltiger/Ossinchennichtmöger ausser unserer Hoyerswerda-Feminismus-Medienelite. Die hat den Welding gebraucht, auch wenn sie es nicht kapiert.

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@11 Uhr 26:
Sorry, aber da regen sich auch welche auf, weil sie sich aufregen wollen, (...)

Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich glaub ja auch nicht unbedingt hochfliegende Motive für eine Handlung, wenn ich niedrigere finde, und natürlich kann man diesen offenen Brief von Frau Lantzsch als Trittbrettfahrt abheften, wenn man lustig ist. Im ersten Moment nach der Lektüre bei Malte (das war mein Einstieg ins Thema) war ich jedenfalls schwer versucht zu sagen, hey, endlich schreibts mal einer. Das hätte ich dann aber nach dem Sichten der Vorgeschichte, der verlinkten Beiträge und des bunten Kommentarreigens nicht mehr unbedingt aufrechterhalten mögen.

Eine wie ich finde ziemlich substanzielle Kritik an dem Gesamtvorgang kam aus der Ecke Che2001/noergler, und da ging es um das Befremden darüber, was dieser Vorgang für eine Riesenwelle macht, während andere (im Sinne von: echte) Härtefälle etwa aus Abschiebeknästen, über die Che regelmäßig berichtet, null Resonanz entfalten (und da nehme ich mich selber gar nicht aus, ich sitze bei der Lektüre auch oft nur mit runtergeklappter Kinnlade da).

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Also ich würde ja trennen zwischen der absurden ja valentinesken Gaudi, die sich hier entwickelt hat, und den wirklich ernsten Problemen.

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omfg-!
alle jubeljahre, wenn der don mal wieder irgendwas schreibt was ich nicht zuordnen kann, muss es sich eigentlich um ein sujet aus den niederungen des blogproletariats handeln. und - ach du sch*****! da tuen sich regelmäßig schwarze löcher auf, die den geistigen detritus förmlich aufsaugen und unumkehrbar in kot verwandeln! man kann förmlich fühlen, wie die lebenszeit unzähliger menschen in den kommentarspalten erbarmungslos fermentiert wird - da vergeht einem nach 20, 30 zeilen sogar der appetit auf pocorn!

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the internet -- come get your 15 minutes of normativity!

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Hääh ????

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"...ein Mann weiß sich nicht Rat;
ein Schuster in seinem Laden
zieht an des Wahnes Faden.
Wie bald auf Gassen und Straßen
fängt der da an zu rasen!"

'S ist halt der alte Wahn.

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Auweia, jetzt hatte ich aus Versehen statt "Popcorn" "Pocporn" gelesen!

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:-)) Ich auch.

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