Vielleicht noch einmal zur Klärung

Never explain, never complain, heisst es eigentlich.

Aber bevor ich das 100 mal bei der Welt schreibe.

Ich habe recht lange bei der FAZ gearbeitet, und das Ende, das kann ich schon so sagen, wurde so entschieden und geklärt, dass ich weder eine Möglichkeit hatte, mich dazu zu äussern, noch irgendwie gefragt wurde. Es war aufgrund anstehender Planungen auch absolut nicht abzusehen, meine einzige Möglichkeit wäre eine der berufstypischen Klagen gewesen, die zwar gewinnbar war, aber auf der anderen Seite vermutlich bedeutet hätte, dass die FAZ die Blogs trotzdem nicht weiter verbreitet. Und ich dränge mich nicht auf. Wer nicht will, will nicht, ich will dann auch nicht. So einfach

Es war nur so mittelschön, dass die Entscheidung durch das Verhalten der FAZ in einem Shitstorm mündete, der im Kern bis heute anhält, und mir eigentlich auch Grund sein sollte, nochmal ein paar andere Leute auf die Grenzen des Rechtsstaates hinweisen zu lassen, und dass nicht jeder Todeswunsch hierzulande legal ist - aber wurscht. Nebenbei standen auch noch zwei dran andere Dinge in meinem Leben an, so dass ich gut ausgelastet war - mit einer Deadline für die Abreise nach Italien, die seit Monaten geplant war, und die ich nicht absagen konnte.

Es war also sehr schnell klar, dass es drei generelle Optionen gibt.

1. Going solo. Ich habe das Debakel um Krautreporter gesehen, und als es Bildblog richtig dreckig ging, auch den Niggemeier. Das war kein schöner Anblick, damals in Karlsruhe, das Bildblog bettelt gerade auch wieder trotz immenser Reichweite um Geld. Auf dem letzen Bloggeraward tauchte dann auch mal wieder der Greis MC Winkel auf, der heute die Brosamen des Influencergeschäfts bekommt, während Dagibee bei gleicher Qualität... egal. Ich kenne Leute, die sich von Patreon und Flattr abhängig gemacht haben und scheiterten, und ich habe oft genug erlebt, wie sich Fans in erbitterte Feinde verwandelt haben, wenn man mal von der Linie abwich. Der Knall, mit dem mir Türen ins Gesicht geschmettert wurden, als eine Sexarbeiterin bei mir schrieb, ist mir gut in Erinnerung. Und bei dem oben erwähnten Shitstorm waren buchstäblich Leute mit räudigem Hohn dabei, die häufig bei mir Urlaub gemacht haben, hier an Büchern arbeiteten, deren Kinder hier rodeln waren und für die ich mich bei der FAZ und anderen Häusern persönlich verwendet habe. Leute, die sich zwar nicht an mich vor 20 Jahren erinnerten, als sie mit mir Lesungen machen, damit die Hütte voll wurde, aber jetzt meinten, etwas Metooiges aus meiner Schulzeit gehört zu haben. Die letzten Jahre waren ein ziemlch heftiger Lernprozess. Freunde, die man wegen politischer Fragen verliert, waren keine Freunde, aber will man von solchen Unsicherheiten direkt abhängig sein? Bei aller Liebe: Nein. Ausserdem hätte es sicher, seriös betrachtet, 6 bis 8 Wochen gedauert, bis so etwas mit allen Komponenten läuft.

2. Hiatus. Ich muss nicht zwingend arbeiten, einer der oben erwähnten Punkte mit anderer Arbeit dreht sich um eine Entscheidung, die ein nettes Polster mit sich bringt. Es wäre möglich gewesen, ein halbes Jahr das Netz auszumachen und mich nach all der Zeit - ich hatte nie wirklich Urlaub, auch wenn er nötig gewesen wäre - zu entspannen. Es war halt so, es kam immer dann dick, wenn ich es am wenigsten brauchte, und diesmal war es anders. Diesmal war es - für mich - egal. Ich hätte mich auch hinsetzen und ein E-Book schreiben können. Oder gar nichts tun. Warten, bis sich alles etwas beruhigt, und so lange nachdenken, was als nächstes zu tun ist. Das hätte meinen Feinden aber doch sehr gefallen, weil es gezeigt hätte: Der ist aus dem Geschäft raus.

3. Weiter was mit Medien. Und zwar so schnell wie irgend möglich, und das mit guter Reichweite und bruchlos. Ganz oder gar nicht. Es gab viele Angebote, aber keines war das Paradies, in dem einem gebratene Gänse in den Mund flogen. Ein grosses Medienhaus wollte gar keine Kommentare, ein anderes wollte mich nicht moderieren lassen, eines wolte nur ein Blog von zwei, ein Bereichsleiter wollte unbedingt aber seine Chefs waren unsicher... Leute fragten nach dem, was sie haben wollten und nicht nach dem, was in diesem Bereich sinnvoll ist. Da war halt die Gelegenheit, sich ein fertiges Projekt zu greifen, ohne es zu verstehen. Die Welt war am schnellsten, die Welt war am offensten, die Welt wollte es Top down und genau so, wie es war, und die Leute dort wissen, wie Online geht. Das war bei der FAZ jahrelang nicht der Fall - manche werden sich an die ausgelagerten Kommentare erinnern - und ich habe bei allem Respekt auch nicht wirklich den Eindruck, dass sich der grosse Sprung nach vorn unter Blumencron noch einmal wiederholen lassen wird. Payangebote waren - nicht einziger, aber auch - Teil der Absprachen. Das wäre aber bei jedem grösseren Medium so gewesen, und man mache sich da keine Illusionen: Wenn die FAZ könnte, würde sie auch mehr Paywalls aufziehen. Ich weiss nicht, warum sie mich dort nicht in dem Bereich wollten. Angeboten habe ich es, ich wollte da ein besonderes Format ausprobieren.

Wenn etwas eingefahren ist, merkt man kaum, dass da 10, 15000 Fans dran hängen. Dann läuft es eben so, das ist eine Zahl im Counter, über die man sich besser keine Gedanken macht, denn es sind viele Menschen, man hat eine gewisse Macht und Einfluss, und wenn man sich das verdeutlicht, ist es wie Aufwachen beim Schlafwandeln auf dem Dachfirst. Ich will wirklich nur plaudern. Es hören nur sehr, sehr viele zu. Und wenn man den Kurs ändern muss, schleift man die eben mit, weil es nicht anders geht. Es wäre technisch nicht möglich gewesen, die Blogs bei der Welt 1:1 nachzubauen, und auch nicht sinnvoll, weil die Welt anders funktioniert. Daher kommen die Probleme mit den Kommentaren - es gibt dort schon Beiträge, die auf meine Zahlen kommen, aber kaum Autoren, die beständig solche Debattem liefern. Deshalb klemme ich mich von Anfang an dahinter. Ich hoffe, es gibt bald eine Lösung, ich selbst bin bei der Arbeit da übrigens der Hauptbetroffene, weil ich für jede Antwort alles refreshen muss. Das ist in einem Haus mit WLAN und bis zu 1,20m dicken Mauern kein Spass.

Ich habe halt gemacht, was in zwei Wochen möglich war, und seit dem 1. April ist auch wieder Hochbetrieb mit einem System, in dem ich mehr Zeit brauche. Ich liebe diese Arbeit. Ich brenne dafür. Ich bin es aber langsam leid, zum 100. Mal die Nanny zu spielen, weil jemand seinen Kommentar nicht findet oder der bei mir nicht nachgeladen wurde. Kann passieren. Ist nicht schön. Aber es ist keine Zensur und es bringt auch nichts, mir in all dem Gehauf auch noch Verschwörungstheorien anzuhängen. Ich weiss hier als einziger, was ich mit der Welt abgesprochen habe, und ich hätte genauso sagen können, das social Media Team soll das machen. Ich habe mich unter hintanstellung meiner Belange dabei für mehr Arbeit entschieden, weil es das insgesant die Ideallösung ist. Ich weiss, es sind nur ein paar. Ich kann gewisse Unzufriedenheiten auch verstehen.Ich tue, was ich kann, aber ich bin auch kein Freischaltsklave. Wenigstens ist es jetzt ein Feature und nicht nur ein Bug, der bei der FAZ ungeplant entstand, lange übersehen und in der Form nur geduldet wurde, weil man es so genau gar nicht wissen wollte.

Das andere ist Pay. Willkommen im realen Dasein, jedes Medienunternehmen, das mich zusätzlich einkauft und dafür niemanden freistellt, müsste das irgendwie refinanzieren. SPON kauft Leute gezielt für Spiegel Daily ein, um deren Anhängerschaft komplett abzugrasen. Ich glaube nicht, dass das funktioniert, aber ich denke, man kann den ein oder anderen Beitrag schon kostenpflichtig machen. Nicht alles. Nicht die Mehrheit. Kleines Beispiel, für die Mille Miglia hat die FAZ nichts extra bezahlt, das war all die Jahre mit allen Bildern und Rumfahren und Kosten reines Privatvergnügen - Service am Leser auf eigenes Risiko, mit dem Gefühl, dass ich mir das leisten kann. Es ist ein Thema mit einer spitzen Zielgruppe, ich liefere etwas, das sonst kaum zu finden ist, ich mache das, im Vergleich zu einem FAZ-Mitarbeiter, der mal als Kopilot dabei war, richtig gut. Wenn die Welt das explizit haben will und die Kosten trägt: Warum soll sie das nicht refinanzieren? Alle anderen würden das auch machen.

Es geht erst mal weiter mit freien Beiträgen. Wer nicht zahlen will, weil er nicht kann: Es tut mir aufrichtig leid. Wer nicht zahlen will, weil Springer oder was auch immer: Es bleiben genug freie Beiträge. Wenn ich einen Wunsch äussern dürfte: Es gibt ziemlich fiese seltene Krankheiten, einige Freunde, die mir viel bedeuten, leiden daran. Es gibt Organisationen, die sich für die Betroffenen einsetzen und Geld nötig haben. Gebt denen, was Euch meine Arbeit wert wäre, wenn Ihr mit dem System nicht klarkommt. Bietet mir kein Geld an, ich möchte keinem direkt verpflichtet sein, da habe ich meine Lektion wirklich gelernt

Aber lasst mich bitte meine Arbeit so machen, damit es für mich und das, was da erplaudert wurde, die beste aller möglichen Welten wird. Mehr als mich bemühen kann ich auch nicht,und was hier in den letzten paar Wochen wirklich los war: Davon hat hier keiner eine Vorstellung. So schön, dass ich mich mal über einen Kommentar beschweren kann, der eine Stunde nicht kommt, hätte ich es im Schneesturm von Berlin nach Hause auch mal gehabt.

Freitag, 13. April 2018, 14:59, von donalphons | |comment

 
Sie machen das schon.

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Durch die halbe Stadt
Nachdem es hier in den Kommentaren den Hinweis gab, daß besagter Artikel auch in der Print Ausgabe der W e l t von heute zu finden ist, bin ich mit dem Fahrrad (!), trotz Wind und Regen durch die halbe Stadt zum Bahnhof gekurbelt.
Und siehe da, 2,70 Euro investiert für das letzte Exemplar. Welch ein Einsatz! Es lebe der "Print"!
Und, hat es sich gelohnt?
Es hat! Unvergleichlich ihr Stil zu schreiben. Das sollte den Verkündern der "Mietpreisbremse" zu denken geben. Leider wird's dazu wohl nicht kommen.
Vielen Dank an den Don
PS
Hinweis an den Verlag: Was immer sie von DA drucken, ich kauf's! Das hab' ich doch mal schön gesagt!

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Bitte nicht persönlich nehmen, DA.
Das dachte ich mir schon, daß es für Sie nicht einfacher, sondern noch schwerer als für die Leser und Kommentatoren ist, mit der Technik der WELT zurechtzukommen. Als Otto Meier habe ich mich ja auch an der Kritik, nicht gegen Sie gerichtet, sondern gegen die Technik, beteiligt. Daß es länger dauert, bis Kommentare veröffentlicht werden, hängt eben mit der Technik zusammen, dafür kann und sollte Sie niemand verantwortlich machen. Und nach 14 Tagen sollten Ihre Fans auch etwas mehr Geduld aufbringen, anderen werden ja auch 100 Tage zugestanden.

Was die kostenpflichtigen Beiträge betrifft, so hätte ich da auch zwei Anmerkungen. Ein Tagespaß macht da wenig Sinn, das wird teurer als ein Abo. Das würde nur Sinn machen, wenn das Bezahlen eines Blogbeitrages zeitlich unbegrenzte Geltung hätte. Und, ich frage mich wirklich, ob ein paar Abos es wirklich wert sind für die WELT, die Werbewirksamkeit Ihrer Blogs zu riskieren. Für mich ist das ein Minusgeschäft.

Aber wie ich schon in der WELT schrieb, das ist keine Kritik an Ihnen, sondern das sind nur meine Überlegungen und Anmerkungen verbunden mit der Hoffnung, daß es mit der Technik, dem Layout, in Zukunft besser wird. Vor allem auch mit Blick auf die Zeit, die Sie selbst dadurch verlieren.

So, das war jetzt auch das letzte Mal, daß ich mich diesbezüglich zu Wort melde, denn es ist einfach alles schon zu oft geschrieben worden und hat Sie scheinbar neben viel Zeit auch noch Nerven gekostet. Und das muß ja nicht sein.

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Ah, Sie sind das! willkommen!

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Danke, auch für Ihre exzellenten Beiträge, denen ich auch weiter folgen werde. Otto Meier schien mir einer FAZ und nun WELT angemessener als Der Querulant zu sein, obwohl mich der Querulant eindeutig besser charakterisiert. ;-)

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Der Artikel über die Grundsteuer, der online hinter der Paywall ist, findet sich heute ganzseitig im Hauptteil der Print-Welt. (Seite 2, glaube ich.)

@Don: Wird das immer so sein, dass Paywall-Artikel ein paar Tage später im Print verwertet werden, oder ist das heute eine Ausnahme?

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Dankeschön für den Hinweis auf die gedruckte Welt @jean luc, die ich daraufhin noch schnell am Kiosk bekommen habe. Wenn das zukünftig immer so sein sollte, dass die kostenpflichtigen Beiträge des Don am nächsten Tag gedruckt erscheinen, kaufe ich mir gern die Zeitung, denn da wird wenigstens nichts getrackt usw. (aber: immer noch Springer, jaja, ich weiß).

Und ja, gleich auf Seite 2, wow, Hut ab, dass sie das so weit vorne bringen, nicht schlecht. So, jetzt erst mal lesen.

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Das wäre in der Tat interessant - an Abo hab ich kein Interesse, je weniger meine Kontodaten bekannt sind desto besser, was nicht bekannt kann auch nicht geleaked werden wenn der Junioradmin das ganze WELT-CRM unverschlüsselt auf Amazoncloud öffentlich stellt.

Vielleicht kann der Don ja anstossen das die + Beiträge mit ner Info kommen wann / ob sie im Print veröffentlicht werden?

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sagenhaft
Also, Respekt dafür. wie es die Welt versteht, ihren Print-Lesern zu sagen, wir haben hier einen neuen Star, hier bitte, lesen Sie doch mal!

Eine g a n z e Seite nur für den Don ("Don Alphonso" als Autorenname, das hat nach meiner trüben Erinnerung ja nicht mal die FAZ geschafft, oder?), mit, wie ich annehme, den Fotos aus dem Onlinebeitrag, und das auf Seite 2, also gleich nachdem man die Zeitung aufgeschlagen hat. Wie fantastisch ist das denn bitte?

Edit: Der Beitrag selbst ist selbstverständlich auch gut, und ich kann alles unterschreiben, was die Grund- und Grunderwerbssteuer betrifft. Aber in welcher Aufmachung er präsentiert wird, haut mich wirklich vom Hocker, das hätte ich nicht gedacht.

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Doch, unter Schirrmacher hatte ich ab und zu die 1 des Feuilletons.

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Ah gut, danke für die Korrektur!

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die printausgabe wuerde ich, so hier zugaenglich, auch besorgen lassen.

es ist ja der artikel, der das interesse weckt.

und nicht (mehr) so sehr der kommentarbereich, der sich im vergleich nicht wirklich verbessert hat, aber: das sind technische umstaende, von denen sie, lieber don, ein freudlos lied sangen. man kann es sich vorstellen.

das stuetzengefolge hat sich ebenso gewandelt wie die zeiten, die man durchschreitet, und das witzlose erweist sich teilweise in eben jenem - ebenso hier von anderen beschriebenen - anspruchsdenken und ebenso in nichttiefgruendigen und undoppelboedigen nichtigkeiten. so ist die welt (jetzt nicht die zeitung). also spart man nun ein wenig zeit (auch nicht die zeitung).

wie gesagt, man könnte auch hier ein wenig gedanken absondern, wenn es einem in der 'welt' nicht gefällt, jener besten aller moeglichen ;-).

(auch wenn man sich trotzdem angesichts des immer schon bestehenden, nun aber kakophonisch angereicherten irrsinns der real welt dem eigenen garten zuwenden mag. morgen geht es an das wurzelziehen.)

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Klare Ansage
werter Don, das gefällt mir! Auf den Deal mit den Spenden würde ich mich gerne einlassen. Irgendwie bin ich noch nicht soweit, dass ich Springer Geld zukommen lassen möchte.
Weiß jetzt nicht, der wievielte ich bin der das fragt, aber wenn Sie uns bitte die Namen der Organisationen zukommen lassen würden. Vielen Dank!

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Emotionen
Der Abbruch bei der FAZ und der Weg zu Springer ist wohl in erster Linie ein emotionaler Stolperstein. Die technischen Probleme bzw. das abweichende technische Korsett und die anderen ökonomischen Rahmenbedingungen tun wohl ihr übriges dazu. Von dem katastrophalen Kommunikationsdesaster von allen Beteiligte will ich gar nicht sprechen, obwohl ich mal so frech frage: hätte ich denn überhaupt einen (vertraglichen oder moralischen) Anspruch darauf? Nein. Weder die FAZ oder Welt, geschweige denn Sie sind mir ausführliche Rechenschaft schuldig.

Meine persönlichen Probleme mit Welt und Bild oder den relevanten Personen (Döpfner, Ulf P., Posener oder Blome) sind meine. Es sind meine eigenen emotionalen Trigger, die dort angesprochen werden, die kann ich Ihnen nicht zum Vorwurf machen. Wenn Sie und ich an der Theke stünden und ein Bier zusammen tränken, würde ich Ihnen vielleicht den einen oder anderen abfälligen Ihrer eigenen Kommentare über die o.g. Personen schelmisch und süffisant unter die Nase reiben, aber das wär's auch schon. Anstoßen und gut iss.

Die zwei letzten Absätze haben für mich zum ersten Mal deutlich gemacht, mit welcher emotionalen Leidenschaft Sie an Ihrer Arbeit hängen und der Abgang bei der FAZ, auch die zwischenmenschlichen Begleitumstände, Sie getroffen hat. Ich hoffe für Sie und auch uns Leser, daß Sie diese Erfahrungen mittelfristig nicht wiederholen müssen und ich mich in meiner persönlichen Einschätzung bezüglich Ihres neuen Arbeitsumfeldes irre und voll danebenliege.

So. Schönes Wochenende.

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Ich verstehe das Dilemma. Trotzdem bringt mich auch der Don nicht zu Springer.

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Ach kdm, wen interessiert heute noch Springer. Obwohl, sollten Sie vielleicht mal recherchieren, selbst in der FAZ kommen Sie an Springer heute mitunter nicht mehr vorbei. Warum soll man auf DA wegen der WELT verzichten, solange er sich treu bleibt, wovon ich bislang noch ausgehe.

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Ja...
...Springer hin, Springer her, ich hatte mich dazu auch schon (längst verschüttet) im Welt- Kommentarteil geäußert. Wenn es irgendwo Leute gibt, die ich gerne lese, dann gehe ich halt dahin, wo ich die lesen kann. Ob im selben Haus auch das Krawallblatt erscheint oder dort auch unangenehme Leute umherwandeln oder was zu sagen haben... wäre ich so konsequent, müßte ich auch sofort meine Arbeit kündigen, das Einkaufen einstellen, die Hälfte der Leute in meinem Umfeld nicht mehr grüßen und mich noch anderweitig kasteien. Das mache ich aber nur im absoluten Ausnahmefall.

@Don: Ich hoffe, man kann den Link hierhin oben im Kommentariat der Welt anpinnen, damit ihn möglichst viele lesen. Die Meckereien, Ungeduld und Anspruchsäußerungen dort sind mir ja schon als Leser auf die Nerven gegangen. Zugutezuhalten ist den Leuten allenfalls, wahrscheinlich weder mit dem Mediengeschäft noch mit IT bislang nähere Berührungspunkte gehabt zu haben. Für mich sind's Selbstverständlichkeiten, für andere war diese Erklärung aber wohl sehr wichtig zum näheren Verständnis.

Aber das wächst sich schon irgendwann aus.

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. . . nicht zu Springer
.
In Deutschland gibt es gar kein [grösseres] Medium auf
nicht-Springer-Niveau.

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Lanze, gebrochen
Von Dach zu Dach über die Straße springen, von einem Verlagshaus zum anderen, aus dem Stehgreif, das sieht gelungen aus.

Es ist gelungen.

Eine Handvoll Springeraktien habe ich mir zugelegt, mit etwas Glück trägt sich ein Abo selbst.

Mich hemmt, andere Foristen haben es beschrieben, die Technik
vom Finanzdienstleister zum Portaldienstleister.

Ihre Plauderei halte ich in Ehren.

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Kein Problem
Zunächst einmal der Disclaimer:
Ich finde die WELT- Kommentarsoftware auch lahm und umständlich.
Und Springer kriegt meine Daten auch nur, soweit ich es nicht verhindern kann.

Aber letztlich zeigt die ganze Empörungsarie nur, dass es einige wenige lautmaulende Mimosen gibt, denen ihr Freibier gerade warmgestellt wurde.

All diesen kann ich nur empfehlen: Have some cheese with your whine!

Der Frühling kommt, der Garten blüht, und es gibt Wichtigeres auf der Welt, als mal 6 oder auch 12 Stunden keine aktualisierten Kommentare, oder ein Artikel, der mir mal nicht zugänglich ist.

Irgendwie vertraue ich darauf, dass sich die Mehrzahl Ihrer -oft- schweigenden Leser hier einfach mal entspannt anderen Dingen hingibt, statt sich die Laune von einer störrischen Software oder einem anderweitig beschäftigten Moderator/Autor vermiesen zu lassen.

Alle also mal ein bischen chillen

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Kein Problem?
Sie haben ganz offensichtlich den Ernst der Lage nicht erkannt.

Es gibt einen Text vom Don und man kann ihn nicht lesen, ohne dem Beelzebub persönlich dafür Geld in seinen Schlund zu werfen.

Da hätten die alten Griechen ganze Dramen draus gefertigt.

Und sie kommen jetzt mit "soll die Themis mal locker bleiben und sich ein Beispiel nehmen an dem Anteros, dem Chilligen".

Leute gibt`s...

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Dann lese ich ihn nicht,
und lebe trotzdem noch.
Nichts gegen den Don, aber Plauderei ist netter Zeitvertreib (zumindest für mich), und mehr nicht.

Definitiv nicht der Untergang des Abendlandes, da mal nicht reinzuschauen.

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"Definitiv nicht der Untergang des Abendlandes, da mal nicht reinzuschauen."

Na hören Sie mal, wir sind hier keine Blasphemiker- Bude, klar?

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Ach ja? Sondern ...?

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welt-kommentarsoftware
Hi Don,

ich weiß, dass Du da nix dazu kannst, daher bist Du keinen hier Rechenschaft schuldig, warum das jetzt so läuft, wie es läuft.

Aber ich verstehe dieses welt.de System einfach nicht und nach welchen Kriterien dort gefiltert wird (unabhängig vom Artikel). Es ist auf jeden Fall nicht transparent und das finde ich suboptimal. Dieses leise "wegfallen lassen" von Kommentaren ist kein guter Stil von Welt.

Da gefällt mir die Zeit.de-Software um Längen besser, da die zwar auch kürzen, aber zumindest mit Begründung. Problem bei denen ist gerade eben, dass die im "Kopftuch in der Schule ist nicht so schlimm"-Modus sind.

Lebbe geht weiter

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Selbstversuch
Habe heute mal getestet und meinen ersten (und letzten) nicht DA Kommentar verzapft. In Kürze und etwas provokant, dass die triggerzeile „mordende Männer“ diskriminierend sei, da ja wohl nicht alle Männer morden. Kleiner Hinweis noch, das ein guter J. sowas nicht so schreibt und noch schlank MiHiGru als trigger Wort eingefügt.

Test erfolgreich bestanden, der Algorithmus war beleidigt und der Kommentar weg. Soviel Spass hatte ich zuletzt als Teenager in der Schule, wo so manche Lehrerin auch abging wie Schmidts Katze, wenn man AI als Kriecherbriefschreiber bezeichnete.

Werde mich also zukünftig auf DA beschränken, was Kommentare angeht (und den Rest hört sich meine Familie an) und wie bisher das lesen, was ich interessant finde, in der FAZ, Welt, NZZ oder wo immer sonst.

Aber maulen wg. paywall oder Wahl des Forums finde ich unangemessen. Ich finde nicht, dass Sie sich rechtfertigen müssen. Wems nicht passt, der kann ja wegbleiben.

Mir ging das mit den „Freunden“ so mit Anfang 20. Regisseur eines kleines Amateurtheaters, umringt von Claqueuren und rinnen. Als dafür dann wegen anderer Prioritäten keine Zeit mehr war, waren die eigentlich alle binnen kurzer Zeit weg. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann weg. Lektion fürs Leben, auch wenns wehtat.

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Wg paywall
Die paywall stört mich nicht wirklich.

Ich hat auch das Probeabo angefangen, um zu sehen, ob es sich neben dem Don lohnt.

Nachdem ich aber gemerkt hatte, dass ein Kommentar von mir nach ein paar Stunden und >100 „likes“ einfach so verschwand, habe ich es mir das dann doch anders überlegt.

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Don Plus nach 2 Tagen lesen
Ihre Italienischen Freunde können die Welt über das Goethe Institut kostenlos lesen.
Onleihe:
http://www2.onleihe.de/goethe-institut/frontend/versionInfoList,0-0-0-109-0-0-0-2008-400006-360529996-0.html
https://www.goethe.de/de/uun/auf/iub.html#i1975695
In D gibt es auch Onleihen, die die Welt haben.

Für die alleinerziehenden HarzIV Bekannten/Freundinnen/Journalistinnen von Don:
in den meisten Büchereien müssen Kinder nichts zahlen.

Ps: Mit weiblichen Alias treibe ich mein Unwesen bei twitter, fb, welt ..

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Klarstellung und Entschuldigung
Don Alphonso,

die begrenzte Zeichenzahl bei den Kommentaren der Welt hat mich daran gehindert, etwas Ergänzendes dort zu schreiben.

Ich wollte dort nicht die Bezahlschranke an sich kritisieren, jedem Anbieter steht es ja frei, zu entscheiden, wieviel frei zu genießen ist und wie Geld in die Kasse kommt.

Mich hat es halt ein wenig gestört, dass gerade dieses Thema der Grundsteuer hinter dieser Schranke war, da es viele staatlich induzierte Kosten gibt, für die direkt oder indirekt andere verantwortlich gemacht werden können. Und das wäre ja wirklich eine sehr breite Debatte wert.

Aber da mag sich ja noch die eine oder andere Gelegenheit ergeben.

Etwas anderes war mein Vorwurf, ein Kommentar wäre entschwunden. Das galt nicht Ihnen, ich hatte wie ganz zu Beginn, als eben einer von mir nicht zu finden war, den Community Manager oder was dort so an Algorithmen sortiert, in Verdacht. Heute habe ich dann gesehen, dass dieser doch zu lesen ist und da war es keine Frage, dass ich für diesen Vorwurf um Entschuldigung gebeten habe.

Ich habe der Digitalabteilung gemailt, sie möge sich die sachliche Kritik am Kommentarbereich in den Kommentaren Ihres ersten Beitrages in der Welt anschauen und daran arbeiten. Das wäre wirklich gut und würde vermutlich viel Dampf aus dem Kessel lassen.

Ansonsten, nehmen Sie bitte unsere gelegentlich ungeduldige Kritik als Zeichen unseres Wunsches, einen Austausch wie früher haben zu können.

:)

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Was ist denn für Sie 'wie früher'? Die letzten 2 Jahre der FAZ?
Da hat es einigermaßen Funktioniert. Oh, Sie schreiben zu schnell... schade.
Daß eine Zeitung im Zeiten des NetzDG Leserkommentare filtert ist doch nicht besonders erstaunlich. Das war Sinn und Zweck der maaßschen Übungen, man wollte dem Pöbel wieder den Maulkorb anlegen ohne selber als Zensor aufzutreten. Kreiden Sie das nicht denen an die das Ausbaden müssen. Ab einer gewissen Größe kann man keine Kommentare ungefiltert ins Netz lassen.

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Und ich werde es nie verstehen, warum sich niemand gegen solche Gesetze wehrt, deren Verfassungsmäßigkeit mal auf den Prüfstand stellt. Denn am Ende wird dadurch nur der Manipulation Tür und Tor geöffnet, die Freiheit zerstört, die Glaubwürdigkeit jeglicher Information ad absurdum geführt, der Gleichschaltung Vorschub geleistet.

Die Frage, wer kontrolliert die Kontrolleure, ist akut wie lange nicht mehr.

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Wie früher
Damit meinte ich einfach die Zeit des Lesens und Kommentierens bei der FAZ.

Die zwei Jahre könnten für mich passen.

Sie können den Unterschied zwischen maschinellem, algorithmus basiertem Löschen und dem Verhalten eines Menschen leicht erkennen, wenn Sie sich z.B. das übliche Löschverhalten der Welt und dem von Don Alphonso anschauen.

Nur nebenbei, es gab ja eine erste Einstweilige Verfügung gegen Facebook, durch RA Steinhöfel erwirkt. Ich habe auch gelesen, was Herr Wieduwilt zu dieser Einstweiligen Verfügung schrieb.

Aber mal abwarten, was die Hauptverhandlung ergeben wird, ich nehme an, das NetzDG wird zurecht gestutzt werden.

Jedenfalls muß ich nicht jedesmal das NetzDG und sonstiges anführen, wenn ich etwas kritisiere oder etwas erkläre oder mich entschuldige.

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Ein Wikinger erklärt nichts und entschuldigt nichts
Bildersuche nach Hägar & erklärt nichts oder Hagar & never explain führt zu frohen freundlichen Gesichtern vor de Bildschirm.

Herzlichen Dank Don. Sie haben mit dieser Erklärung zurecht länger gewartet. Wann immer mann etwas erklärt oder erläutert, lädt er sein Gegenüber zu Kritik noch ein.

Eine Erklärung ist oft ein Zeichen der Schwäche. In den meisten Fällen räumt sie den "Anderen" ein nicht vorher nicht bestehendes Recht ein, Auskünfte zu fordern.

In diesem Tenor haben schon mehrere Leser gedankt.

Ich (Danke Dunkler Mark für den Meister E) fresse meinen Don wie er auf den Tisch kommt. An Despina Castiglione erinnere ich mich gerne. Waren gute Beiträge; auch informativ zur Wirkung scheinbar wohlmeinender Gesetze.

OT (Ist DC politisch aktive und wortgewandte Geschäftspartnerin der Interviewpartnerin von Conan O´Brian, ?) OOT dessen youtube autobahnfahrt mit i8 in D ist sehenswert)

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Denen
...die schon geschrieben haben, daß Sie keinen Grund haben, sich zu rechtfertigen, schließe ich mich an. Trotzdem danke für die zusätzlichen Hintergrund-Details!

DA-Blogs (zumindest eine Zeit lang) nicht mehr zu lesen bedeutet Verzicht auf wirklichen Luxus inform einer Kombination aus Esprit, rhetorischer Eleganz, fein austarierter, gerecht treffender Boshaftigkeit sowie Liebe zum Schönen, Wahren und Erhaltenswerten...

Prinzipien zu haben bedeutet eben auch, Opfer zu bringen, wenn´s drauf ankommt.

Heute nochmal vorsichtig geguckt bei welt.online: Alan Posener...

Das Opfer, zumindest vorübergehend auf Lebensqualitätszugewinn durch DA-Blogs zu verzichten, ist kein kleines, aber welt.online kommt trotzdem wieder für längere Zeit auf die Off-Liste. - Das hat nichts mit Ihnen zu tun, DA, nur mit der Kriegspolitik-Involvierung von Springer, die sich grade jetzt mehr als deutlich zeigt.

Vielleicht ändern sich die Zeiten mal wieder. Es würde mich freuen.

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Nun ja, der Posener will ja keinen Krieg zwischen den Supermächten, sondern mehr Sanktionen gegen Rußland. Daß das sinnlos ist, hat sich wohl noch nicht bis zu Alan Posener herumgesprochen.

Aber so ist das schon seit Vietnam, die Aussichtslosigkeit Konflikte gewaltsam zu lösen, spricht sich auch nur sehr langsam herum.

Falls die Bundeswehr in zwanzig Jahren immer noch in Afghanistan steht, womit ja wohl zu rechnen ist, wird man es vermutlich immer noch nicht verstehen, daß Kriege und Sanktionen keine Lösungen sind. Aber fragen Sie mich bitte nicht, wie eine Lösung aussehen könnte, denn das weiß vermutlich kein Mensch. Es ist wohl so, daß Einstein diesbezüglich recht hatte.

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Politiker, Gangster, Bauunternehmer, Journalisten...
.
Posener? Nun ja, eben auch nur ein Journalist.
.
Letzte Nacht wieder mal im Friedell gelesen (Kulturgeschichte der Neuzeit) ...und erinnern:
"Unser Zeitungswesen, unser Parteiwesen, unsere politische Diplomatik, unser Geschäftsverkehr: dies alles ist auf einem umfassenden System der gegenseitigen Belügung, Übervorteilung und Bestechung aufgebaut. Niemand findet etwas dran.
Wenn ein Politiker ... einem anderen Zyankali in die Schokolade schütten wollte, so würde die ganze zivilisierte Welt in Entsetzen geraten; dass ein Staatsmann aus ähnlichen Motiven betrügt, Tatsachen fälscht, heuchelt, intrigiert, das finden wir ganz selbstverständlich."

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Was hackt denn hier alles auf Alan Posener rum?
Klar, Langenberg, Weidel u. Wagenknecht mögen den so sehr wie Dracula das Sonnenlicht.
Das ist doch aber ein Gütesiegel!

Gewiss, ich lese seinen Vater auch lieber
(vor allem das: http://www.deutschlandfunk.de/julius-posener-in-deutschland-1945-bis-1946.730.de.html?dram:article_id=101772)
aber nach meinem Dafürhalten ist der Apfel da nah vom Stamm gefallen.

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Ü50-Maoist. Der mag zwar seine lichten Momente haben ist aber sonst wie alle Champagnersozialisten. Sowas hängt in jeder Kulturinitiative rum, dafür muß man bei der Welt kein Geld ausgeben.
Schreiben kann er auch nicht.

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Lichte Momente wirken besonders licht, wenn der Ausgangszustand finstrer als im Bärenarsch leuchtet. Auf intellektuelle Eigenleistung braucht man sein Øfre
nicht abzuscannen.

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Hm. Ich habe das Gefühl, daß da irgend etwas tiefer sticht bei Euch...
Hat der Euch mal bitter enttäuscht?

Nun schaue ich latürnich nich jedes Jahr mal in die WELT oder in die Bäckerblume, aber als Maoist ist der mir da (und bei achgut) nun wirklich nicht aufgefallen. Jdf. nicht mehr als ein paar Bundesminister und sonstiges Kroppzeug.

Und seine Schreibe ist doch auch nicht anders als die der anderen, oder?

Macht doch mal ein bißchen Butter bei die Fische - so für mich als Doofi.
Mange Tak!

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Die Schreibe vom P. ist tatsächlich wie die der anderen. Deshalb auch entbehrlich. Wenn ich ne Predigt hören will geh ich in die Kirche.

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Plumpe Hetze
aus dem welt.online-Text von Alan Posener: "Die Luftschläge gegen Assads Chemiewaffenindustrie waren notwendig, aber nicht ausreichend. Es ist nicht einzusehen, warum seine Einflüsterer ungeschoren davonkommen sollten. Israels jüngste Militärschläge in Syrien weisen den Weg."

Ja, "genau wie die anderen" Kriegspropagandisten und Völkerrechts-in-den-Boden-Treter...

Dieses Beispiel muß reichen, nochmal tauche ich nicht in die Jauche.

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Völkerrechts-in-den-Boden-Treter...
Langsam verstehe ich: Dieser Jud hetzt gegen ASSad und Putin, die Ghandis unserer Tage, die Beschützer des friedliebenden Morgenlandes!

Und dennoch, Fr. L.: verglichen mit dem kackbraunen Nährboden, auf dem Sie spriessen, duftet "diese Jauche" geradezu nach Levkojen.

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"retter des abendlandes ... " ham se noch verjessen!

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Was die Person angeht, much ado about nothing. Jedes Wort zuviel.

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Tja, der entschlossene Überholvorgang statt Abbiegen in die Garage bringt halt schon enorme neue Arbeit mit sich.
Aber ich muß immer noch lachen über die Neueröffnung von SdG am 1.April. Einfach weitermachen, wer hätte das gedacht.
Nur daß halt jetzt die Einrichterei ansteht, ob mit dem Blogsystem oder den vielen neuen Kommentatoren, denen das jetzige Blogsystem nicht bekommt, weil es sie zu twittermäßigem schnell-schnell abrichtet.
Und was am Backend alles hapert (das scheint ja auch einiges zu sein), wissen wir garnicht.
Es ist halt so ähnlich wie damals bei der FAZ und der Layoutumstellung, nur mit anderen Leuten/Ansprechpartnern, und etwas dringender, weil nicht so einfach per Bypass (der "weiße Salon" damals) zu beheben. Dafür weiß man inzwischen genauer, was für SdG funktioniert und was nicht.

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Ich versuche wirklich, den werten Hausherrn zu verstehen, mich in die ganze Situation hineinzuversetzen, soweit das denn überhaupt möglich ist und mir eine vorurteilsfreie Meinung zu bilden – trotzdem ich nach wie vor finde, daß man mit Springer nicht gemeinsame Sache macht, aus diversen Gründen und daß, so man sich doch in Friedes Bett bequem zurücklehnt, mit allen daraus resultierenden Folgen auch leben muß. Jeder sollte für sich wissen, was er tut und läßt, und ein jeder nach seiner Façon entscheiden.

Wenn mir gestattet wäre, hier nun einige Gedanken zu äußern?

Der Stützen-Blog, wie man ihn bisher kannte und schätzte, ist schlicht und ergreifend auf dem direkten Wege in die Schlucht, sozuagen. Das Ding ist seit dem Ende bei der FAZ bitter an die Wand gefahren, und zwar keinesfalls wegen des Hausherrn nach wie vor guten Texte, sondern allein weil die Kommentarfunktion in der aktuellen Form das ganze Gegenteil des bisher gewohnten ist. Und – bitte dies in keiner Weise als Herabwürdigung der Schreibkunst des Hausherrn zu verstehen! – die Kommentare waren das, was die Stützen tatsächlich erst zu dem gemacht hatten, was sie waren. Das Salz in der Suppe, sozuagen. Die aktuelle Kommentarfunktion ist eine einzige Zumutung und ruiniert gerade so ziemlich alles.

Bezahlschranke wiederum geht gar nicht, aus einem einfachen Grund: Es hat im Netz noch nie wirklich funktioniert, und bei Blogs schon erst gar nicht. Die Leute interessiert es nicht die Bohne, warum und weshalb das vielleicht sinnvoll oder nötig sein könnte, sie sind die freie Verfügbarkeit des Wortes (und der Diskussion) gewohnt, seit es das Netz gibt, und gegen diese inzwischen zur erwarteten Norm gewordene Gewohnheit hilft auch keine noch so gescheite Diskussion darüber, daß guter Journalismus (sofern man ihn denn überhaupt noch irgendwo im Mainstream vorfindet) kostet und man deshalb sinnvollerweise dafür zahlen sollte. Online-Angebote, die Paywalls verwenden, können das gerne tun, aber dann müssen sie halt damit leben, daß es Kritik hagelt und nur verhältnismäßig wenige Leute bereit sind, zu zahlen, selbst für die Stützen, für die, das nur am Rande, die Paywall (für bislang ja nur einen Text) gerade zum weiteren Fiasko neben der ruinösen Kommentarfunktion wird. Ein Blog mit Paywall ist zudem ein Widerspruch in sich selbst. Wenn mit Paywall, dann bitte sofort aufhören, das einen Blog zu nennen. Die Diskussion darüber wurde im englischsprachigen Raum schon vor Jahren erschöpfend geführt.

Weder der gutgemeinte Text des Hausherrn hier, noch Erklärungsversuche und nachvollziehbare Mahnungen zur Geduld drüben bei den Stützen werden die Sache noch retten können, wenn nicht innerhalb kürzester Zeit entsprechend gegengesteuert wird. Entweder also die Kommentarfunktion wird schnellstens entgegen aller Wahrscheinlichkeit zumindest auf eine der bisher gewohnten FAZ-Struktur gleichwertige Form umgestellt (und der Unsinn mit der Paywall hört auf) oder die Stützen, wie man sie kannte sind, so fürchte ich, bald Geschichte.

Ich beobachte die das alles ja nur noch aus trauernd aus der Ferne, lese die Texte und verliere in den Kommentaren wegen der blöden Ausklapp-Klickerei und dem Durcheinander extrem schnell innert Minuten die Laune. Es ist ein Drama, wie die Dinge sich seit dem Hingang zur "Welt" und dort vor allem wegen der völlig unpassenden Kommentarfunktion entwickelt haben, und es schmerzt, das mitanzusehen.

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to boldly go where no man has gone before
Ach, man muss es nicht zu hektisch sehen. Innert von hundert Jahren wird der technische Fortschritt so dermaßen abheben, dass geil wie Star Trek die fünf nerdigsten Nerds mit dem Geld der zehn reichsten Könige von Europa ein Blog im Neuland aufpimpen können, das der Aufgabe angemessen seinen Dienst versieht und nur so splattatert.

*singt die Titelmelodie*

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Das Gute ist doch, dass Dons Blog auch mal ein Jahr aussetzen könnte for reconstruction und jeder Interessierte schon vorher lässig weiß, dass es nach einem neuen Einstieg lässig weitergehen würde, als wäre nie was gewesen.

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Ich sehe gewisse Probleme selbst. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das hinkriegen. Die Welt will auch, dass das Ding sauber abhebt. Und ich schätze meine Leser nicht so ein, dass sie wegen 4 holpriger Aufklappwochen sagen: Das lese ich nie wieder.

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Stimmt genau
Dass Sie sich ein paar Hinkelsteine in den Brettern einiger Ihrer Leser mit grossem Fleiss und witziger Feder ausdauernd erarbeitet haben, glaube ich auch.
Dass manche Endlos-Kommentare Stimmungskiller sind/waren kann ich gut nachvollziehen, die Spätphase bei der FAZ war oft vor ausufernden Lamentier-Nichtigkeiten schwer verdaulich.
Ihre Texte sind der Angelpunkt, und schauen wir mal, wie es weitergeht mit welchen Kommentaren.
Alles Gute!

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So ein bisschen erinnern mich manche Kommentatoren an Kindergarten-Kids, die aufgrund von Umbau-Maßnahmen in andere Gruppenräume umziehen mussten. Der eine reagiert mehr mit mimimi, der andere mit trotziger Verweigerung.

Und ja, ich fremdle mit dem Kommentarsystem der Welt auch ein wenig, aber hey, es ist nicht vergessen, dass das auch bei der FAZ durchaus nicht immer rundlief.

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Ach, naja, wie ich schon andernorts sagte, der User als solcher haßt Veränderungen, vor allem wenn die erstmal mit Verschlechterungen verbunden sind. Das macht dann halt schonmal blind für die Tatsache, daß es ja wider Erwarten eben doch weitergeht und nicht einfach abgehackt zuende ist.

Das wäre ja auch möglich gewesen, und nach der langen Zeit ohne wirkliche Pause hätte ich mich nicht gewundert, wenn Don SdG halt beerdigt hätte und nach einem Jahr oder so ein neues, anderes Projekt irgendwo gestartet. Aber er wollte wohl ein bißchen zurückärgern und so hat er sich halt vorhersehbar erstmal einen Haufen Arbeit ans Bein gebunden - allerdings eine Art von Arbeit, die er schon kennt, weil schon mehrmals gemacht...

Die Kommentatoren sind dadurch natürlich auf Entzug, was sich unterschiedlich ausformt, mal als Geplärr und mal als Fernbleiben, denn das jetzige Blogsystem ist für die gewohnte Unterhaltung halt einfach unbrauchbar.
Aber das wird in einem halben Jahr (gerne früher), hoffe ich, vorbei sein, und dann wird es wieder rund laufen.

Ja, diese Zeit ist schmerzlich, auch für die Freischalter, aber andernseits finde ich das Argument, daß es nicht gut funktioniert, ein Blogsystem erstmal "ins Blaue" zu entwerfen, ohne entsprechenden Kommentatorendruck, durchaus bedenkenswert. Nach einer Unterbrechung hätte man wieder mit kleiner Kommentatorenzahl angefangen, und ein einfaches System hätte gereicht. Es hätte also wieder keine Notwendigkeit für ein System gegeben, das Gespräche mit 1000-2000 Kommentaren je Beitrag ermöglicht. Das Projekt wäre gewachsen, und irgendwann (wie immer erst wenns wehtut) wäre dann der Zwang zum Systemumbau gekommen. Und man wäre dann genau in der gleichen Situation wie jetzt: Schmerzen, solche Schmerzen.
Insofern war es gescheiter, es so zu machen, wie es gemacht wurde - die Aussichten, daß das in erträglicher Zeit klappt, stehen besser als sie es mit temporärem Runterfahren gewesen wären.

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Colorcraze
Don Alphonso hat uns ja mehrere male wissen lassen, dass er eindringlich versucht, das System bei der Welt zumindest bei seinen Beiträgen zu verbessern.

Nun sind in wenigen Tagen zwei Beiträge von Don Alphonso auch im Print erschienen, das nehme ich einfach mal als Ausweis der Schätzung seitens der Welt.

Also dürfen wir wohl begründet hoffen, dass sich die Verbesserungen im Sinne eines Austausches bei den Kommentaren nicht mehr allzulang hinziehen werden.

Ich bin da ganz optimistisch :)

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Zwei?

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Ich glaube, keiner versteht so ganz, was das für eine Arbeit war/ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich die 6000-Zeichen Kommentare unendlich geschlaucht haben, weil es eine Epidemie wurden, und man praktisch jeden hätte halbieren können. Ich musste das alles lesen. Das war im alten CMS extrem hart und manche Kommentare waren einfach auch Stimmungskiller. Insofern finde ich ein Limit nicht schlecht, 1200 finde ich auch etwas knapp. Dass es bei der FAZ keine anmeldung gab, lag nicht am Willen, sondern an der Inkompetenz, WP, die Nutzerdatenbank und Polopoly zu synchronisieren. Wir sind da mit einem Schlupfloch unterwegs gewesen, nicht mit einer bewussten Entscheidung.

Was für ein Entzug das geworden wäre, wenn ich wirklich auf Pause gegangen wäre, und das auch gezeigt hätte, will ich auch nicht wissen. Da wäre ich dann jeden Tag zig mal angepault worden, warum ich jetzt nichts mehr mache. Der Wunsch, dass es pronto weiter geht, war klar erkennbar, ich habe keinen einzigen Kommentar mit "leg dich 8 Wochen in die Sonne gelesen". Also musste ich andocken und zwar irgendwo, wo ein taugliches System war. Wer glaubt, man könnte irgendwo auflaufen und sagen: Baut mir ohne Rücksicht auf Eure Corporate Identity und Layout und Gesamtsoftware einen eigenen Server mit WP, hat keine, wirklich keine Ahnung davon, wie solche Redaktionssysteme laufen. Dass es bei der FAZ anders war, lag an 3 Jahren Lobbyieren bei Schirrmacher mit Kündigungsdrohung und Druck, Druck, Druck - das erste System war die Hölle. Auch beim Endsystem bei der FAZ waren vorher 2 Totalkatastrophen zu beheben, im laufenden Betrieb, mit drei Reisen nach FFM und Konflikten, dass die Wände wackelten. So als Hauptbetroffener sind die aktuellen Zustände im Vergleich zu den anderen Optionen richtig gut.

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Zu einem gewissen Grad ist das ein typischer Change Prozess, der hier abläuft. Menschen hassen Veränderungen und reagieren mit Trauer und Wut (gemischt nach Persönlichkeit). Nach einer Weile sind sie in der Lage, sich sachlich mit den Veränderungen auseinanderzusetzen und die positiven Seiten zu sehen. Wenn man sich darüber im Klaren ist, wie ein Veränderungsprozess funktioniert (hinreichend erforscht), durchläuft man diese Phasen schneller. Manche Menschen kann man nicht mitnehmen.
Für DA als Hauptbetroffenen ist die Sache deutlich schwieriger, weil von ganz anderer, schwerwiegender Bedeutung als für uns, denen der Lieblingssalon zum Plaudern fehlt.

Nehmt Euch (nicht jeder, aber viele hier) doch bitte mal nicht so superwichtig und alles nicht so „Untergang des Abendlandes mässig“, wenn es hilft, nehmt mal eine DA Auszeit, um mit frischem Blick wiederzukommen, aber hört bitte mit der Maulerei auf. Das macht nur schlechte Stimmung, ohne was zu ändern.

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Ich glaube, keiner versteht so ganz, was das für eine Arbeit war/ist.
Können wir nicht, weil wir die Arbeit ja nicht machen.
Nur vermuten, daß es wirklich immer mehr Arbeit wird. Hatte mich eh schon bei der FAZ in letzter Zeit gewundert, wie das mit max. 2 Freischaltern (Don und mark793) dauerhaft zu bewältigen sein soll.
Hatte dann vor ein paar Tagen die Idee, ob man für DA einen eigenen Algo nur durch ihn trainieren lassen könnte. Weiß nicht, ob sowas geht, und vor allem nicht, ob da was funktionierendes rauskommt. Aber es könnte vielleicht längerfristig einen "Nachtwächter" abgeben.

Kommentarlänge: so wie jetzt ist es jedenfalls zu kurz, um irgendwas darzulegen - und ich meine damit nicht, "weitschweifig zu werden". Das habe ich gemerkt bei dem einen Kommentar, als ich an die Technik schrieb, da hats mir schon den letzten Satz zerhauen, und ich wollte eigentlich noch 2, 3 Sätze schreiben. Vielleicht sollte man es mal mit 2400 Zeichen probieren, ob das für die meisten Fälle langt.
Es war ja jetzt am Anfang eher die "wiwiwi" oder Schnatter-Phase, wo man nur kurz schreibt, aber ich denke, es besteht schon ein starker Wunsch, sich auch zu artikulieren, und das geht nicht so im Twitterformat.

Bei den Langschreibern sehe ich eher das Problem, daß sie oft dasselbe schreiben, statt etwas Neues.

Wie auch immer, weit wichtiger als die Kommentarlänge finde ich die Beendigung der Klapporgie, die zudem mit Nicht-Anzeigen bei größeren Kommentarmengen einhergeht (ich habs mit den freien Beiträgen versucht, die ganz aufzuklappen - es ging nicht. Und es wurde immer lahmer.). Das finde ich den allerwichtigsten Punkt, der ganz anders werden muß.

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Danke für die Erläuterungen
Alles Gute, Don, die Dinge noch zum Besten zu wenden - wenn nur einige Beiträge hinter der Bezahlschranke verschwinden, kann ich damit ganz gut leben, auch Springer als Mutterschiff ist für mich nicht sooo dramatisch.

Die Hauptschwierigkeit sehe ich ähnlich wie Frau Jott, dass es schwer geworden ist, einen Dialog im Kommentarteil zu führen, man findet nix mehr.

Aber Ihre sehr lesenswerten Texte werde ich weiter gerne verfolgen, und mich mit viel gutem Willen noch mal in die Kommentarfunktion einarbeiten.

Viel Erfolg!

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adeo bernhardt
ein guter Tip.

Doch grad die Sparfüchse möchten nicht nur mitlesen. Die möchten ihre Kommentare gelesen haben.

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Sie Melursus,
als Spendabler, wollen nicht, dass Ihre Meinung gelesen wird?

Dann würden Sie aber schon heftig gegen den Wind anreden.

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spendabel bin ich nicht und geizig nicht @thomascgn. Recht haben Sie trotzdem; ich mag gelesen werden, likes und noch mehr mag ich etwas Geplauder.

10 Euro im Monat kann ich mir leisten. Wenige können dies nicht für einen Genuß ausgeben.
Ich gönne mir selten den Espresso bei /über 2 Euro. Wegen 10 ct mal 50 Liter tanke ich fast nur zwischen 20 und 21 Uhr. Menu über 100 gönne ich mir selten.
Was ist Geiz? Eine Sünde.
was OT eine großartige Seite des (katholischen) christlichen Glaubens ist.
Ein Mensch der da isst und trinkt ... (Prediger 3, 13 nicht in der Lutherbibel)

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no complain, only explain
Frau Jott hat wesentliche Dinge angesprochen. Ich denke, man sollte das sehr ernst nehmen, wenn man das Projekt erfolgreich weiterführen möchte.
Die Medien scheinen immer noch erhebliche Probleme damit zu haben, den Kern des Internet zu verstehen. Deshalb mal ein bisschen Beobachtung:
Das Internet funktioniert nicht mehr mittels Hierarchie. Alle erfolgreichen Produkte im Internet, von Facebook bis Amazon, beruhen auf einer Umkehrung der Hierarchie. D.h. der Konsument ist König, der Konsument bestimmt. Auch und gerade die Inhalte.
Genau das war das Erfolgsgeheimnis von Dons Blog bei der FAZ. Denn der Don besaß dort ein solches modernes und erfolgreiches Produkt. Gerade weil der Konsument eingebunden war.
Und der Don selbst hat es bestens beschrieben, wenn er von einem Salon sprach, in dem man sich zum Plaudern traf.
Beim Don wurde man eingeladen, vom Hausherrn persönlich begrüß und bedient, man konnte eine Vielzahl von interessanten Personen treffen und sich selbst einbringen und auch ab und zu im Mittelpunkt stehen.
Was ist davon übrig geblieben, bei der Welt?
Man muss sich anmelden, man wartet auf die Begrüßung, man wird in den Salon mit zehn anderen Gästen geführt, das Redepensum wird auf 1200 Zeichen begrenzt, und kurz darauf wird man in die Abstellkammer gebracht, weil ja weitere 10 andere Gäste nachfolgen wollen.
Unschön.
Und dann soll man dafür plötzlich zahlen. Für schlechteren Service!
Das funktioniert weder im Kapitalismus noch im Internet.
Insbesondere die interessanten Gäste werden dann nicht folgen, denn Intellekt korrespondiert nunmal mit Eitelkeit, und letztere muss man bedienen, will man diese Gäste behalten.
In einem Salon, in dem nur der Gastgeber kurze Huldigungen von Gästen entgegennehmen kann, da wird er auch nur noch solche Gäste bedienen können.

Ergo: Die Welt operiert noch mittels Hierarchie, ihre Kommentarfunktion ist nur Pflichtprogramm von Managern, die moderne Kommunikation nicht verstehen. Die Kommentarfunktion ist nur Schein, alles ist darauf ausgelegt, de einzelnen Kommentar schnell abzuhandeln und verschwinden zu lassen. Die Beiträge sollen schnellstmöglich viele Kommentare sammeln, der Kommentar ist somit nur Zuarbeiter für eine hohe Anzahl von Kommentaren, seine Meinung ist unbedeutend, schon vorher auf 1200 Zeichen beschnitten und schnellstmöglich ausgeblendet.
Whatever, intelligente Beobachter verstehen dies und werden sich diesbezüglich nicht benutzen lassen, und dafür auch noch bezahlen. Sorry, aber ich könnte das auch noch etwas deutlicher formulieren.
Ich hätte kein Problem 50 € für die Welt zu zahlen, aber dafür möchte ich mindestens den Service, der bei der FAZ möglich war.

Ich bin Kunde. Vielleicht bin ich egal. Aber wenn ich egal bin, dann kann ich auch gehen. Das machen Kunden.
Ich arbeite auch für Kunden. Und da kann man sich so etwas nicht leisten. Verstehe nicht, warum Medien sich immer noch für Götter halten, gerade wenn sie jahrelang nur noch Verluste machen. Der Schmerz ist einfach noch noch groß genug.

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Triumvirat wären drei Männer.
Den Contentlieferanten für den überregionalen Teil gibt es schon. Der heißt dpa, deswegen sind die Schlagzeilen unserer Qualitätspresse fast alle gleich. Und den Lokalteil kann man mit KI erstellen. Irgendeiner haut ein paar Stichwörter in den Kompjuter und der Rest wird automatisch ausformuliert.
Geschäftsmodell? Nö, eher Träger für Reklame.

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Träger für Reklame ist doch ein Geschäftsmodell. Kein Journalismus, aber ein Geschäftsmodell.

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Abgesehen davon, dass ich einige Ihrer Grundannahmen nicht teile (Kunde als König im Internet, Implikation von Eitelkeit auf Intellekt), würde ich es begrüßen, wenn Sie nicht Ihr Verständnis dessen, was DAs Blogs erfolgreich macht, als allgemeingültig postulieren würden.

Die Einschätzung mag für Sie und sicher einige andere zutreffend sein; ich dagegen mag die Texte des Autors aufgrund seines Stils, kann aber auf die selbstverliebten Elaborate in x-tausend Zeichen mancher Kommentatoren durchaus verzichten.

Wenn der Autor dieses als Austausch und Duskussionsplattform bereitstellen möchte, ist das gut und letztlich ihm überlassen (inkl. Abstecken des Möglichkeitsrahmens). Ein Anspruch lässt sich da aber nicht herleiten. Ein Gast ist eben KEIN Kunde (letzterer hat nämlich Rechtsansprüche); wer die Einladung im angebotenen Rahmen nicht goutiert, soll es halt sein lassen.

Das soll allerdings nicht heißen, dass der Ansatz mit den Geschäftsmodellen der modernen "Presse" kompatibel ist. Der Aufwand dürfte in keinem angemessenen Verhältnis zum Ertrag stehen, daher wird es ein Einzelphänomen bleiben (sowie zeitlich begrenzt). Die 9 Jahre FAZ sind - seitens Durchhaltevermögen des Autors! - mehr als beachtlich.

Somit erfreue ich mich daran, so lange es geht, und gut ist.

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Fuer Sparfüchse
Ein Tip für Schotten, Schwaben, Geizkräg... und Sparfüchse. Des Dons Artikel sind ja zeitlos interessant, also nach 2 Wochen ebenso lesenswert wie am Erscheinungstag.
Einmal oder 2mal im Monat ein Tagesticket und die Plus-Artikel der letzten Wochen lesen, drucken oder wer will kann sie mit einem PDF-Creaator-programm speichern und später in Ruhe lesen (funktioniert über Druck-Funkion).
Bei der Gelegenheit liest man auch die zeitlosen Broder- und andere interessanten Beiträge, die man sich gemerkt hat.
Macht 1,99 im Monat. geiziger gehts nicht mehr.
Nix für ungut ....und bitte jetzt nicht schimpfen, ich weiß dass Geiz nur begrenzt geil ist.

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das Redepensum wird auf 1200 Zeichen begrenzt

fuer manche sicherlich ein wenig schmerzhaft. aber wie sagte man einst so treffend:
es tut mir leid, dass es ein langer brief geworden ist, doch fuer einen kurzen brief hatte ich keine zeit.

ein wenig ist dies auch kundenorientierung, wenn man als kommentierender gast sich moeglichst kurz fasst, und am besten noch eine pointe an das ende platziert,
so dass das zwerchfell auch etwas davon hat.

eitelkeit funktioniert uebrigens hervorragend auch ganz ohne geist.

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True friends stab you in the front
Freut mich, für die Welt, diese hier dargelegte deutsche Einstellung bezüglich Kundenservice. Selbstbestimmter Konsument ist mir hingegen lieber als Groupie-dasein. Wer nicht versteht, dass 10€ oder 2€ dazu dienen, den Anbieter in Richtung Kundenbedürfnis zu steuern, der hat Kapitalismus nicht verstanden.

Dass der Don wunderbare Texte schreibt ist nicht das Thema, sein Blog war aber ein völlig anderes Produkt als nur ein Textbeitrag. Sein Blog lebte von Interkommunikation, von der Einbindung der Leser.
Wenn die Welt nun meint nur einen herausragenden Autor eingekauft zu haben, dann ist das ihr gutes Recht und dann kann sie ihn aus so vermarkten. Aber dann endet es auch wie bei Broder. Denn es gibt viele gute Autoren, aber es gab nur ein Gesamtpaket Don, welches über viele Jahre aufgebaut wurde. Und von dem nun nur der Kopf zur Welt wechselte, der Körper hingegen wurde vernachlässigt.

Whatever, Kritik sollte eigentlich der Erkenntnis und der Verbesserung dienen, folglich sollte man sich darüber freuen.
Denn ansonsten entscheidet der Markt.

Nun, es wird wohl der Markt entscheiden.

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Ich stimme orangeblue zu:
"Die Einschätzung mag für Sie und sicher einige andere zutreffend sein; ich dagegen mag die Texte des Autors aufgrund seines Stils, kann aber auf die selbstverliebten Elaborate in x-tausend Zeichen mancher Kommentatoren durchaus verzichten."

Also, jetzt mal ernsthaft: ich kann mich an eine Menge extrem lange Kommentare erinnern, die ich angelesen, aber dann nur noch überflogen habe, weil sie entweder immer verworrener wurde, oder sich von Höxken auf Stöxken wild in verschiedensten Themen verloren - das eine oder andere mag ja "literarisch" gewesen sein, aber i c h war froh, das nicht lesen zu m ü s s e n.

Und was "Springer" angeht, den "Großen Satan" meiner Gymnasialjugend Anfang der 80er - jo mei! Wo heutzugage die Z E I T darüber greint, daß die EU "nicht in der Lage ist, einen Krieg zu führen", und der BILD Chefredakteur zum SPIEGEL(!) wechselt...

@Don Alphonso - alles richtig gemacht! In einem hart umkämpften Markt (=Aufmerksamkeit!) eine sehr erfolgreiche Marke aus dem Nichts aufgebaut, das läßt niemand gern einfach so fallen, zumal zum Jubel der Neider, die dies nicht geschafft haben.

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Deus ist gut gestartet. Welt frei lesbar.

Mir hat es gefallen.

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@DonAlphonso
Sie haben alles richtig gemacht.
Danke nochmals für die schöne Beiträge.
Der partielle Paywall ist m. E. nachvollziehbar.

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Emotional
Ein sehr emotionaler Hintergrundbericht, informativ, wichtig und gut gemacht. Aber erhalten Sie sich bitte auch in dieser kleinen Krise Ihre gewohnte Souveränität, geehrter Don Alphonso.
Ich gehöre übrigens zu den Fans, die ihren Kommentar nur als Lesezeichen verstehen und keinerlei Wert auf eine Veröffentlichung legen.

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Ich bin dabei
Don,
sie haben da im Laufe der Jahre ein sehr attraktives Angebot entwickelt. Sehen Sie:
-Sie greifen die Themen auf, die die Leute interessieren.
-die Texte haben eine Beimischung von Kabarett / Satire
-Man kann mit Ihnen kommunizieren
-Kein rhetorischer Durchfall von ausfälligen Kommentatoren.
-Ich kann das lesen wo und wann ich will ….
Das macht Ihnen viel Arbeit, aber ich bin Ihnen hinter die Paywall gefolgt. (Schließlich will auch ich für meine Arbeit bezahlt werden).

Auch mich nervt das "aufklappen" und nachladen von Kommentaren. Da sollte die WELT noch einmal nachbessern. Bis dahin übe ich mich in Geduld.

Es überrascht mich doch, dass Sie bedroht werden. Sogar Sie! Nirgends ist in Ihren Texten etwas gewesen, dass andere als persönliche niederträchtige Attacke hätten auffassen können. Herrje! halten denn die Leute gar nix mehr aus?? Merken die nicht, dass sie sich selber richten, so nach dem Motto: "Ich bin tolerant, und wer's nicht glaubt, dem hau ich eine rein"

Sie schreiben: "Freunde, die man wegen politischer Fragen verliert, waren keine Freunde“. Ich bin mir da nicht so sicher. In politischen Fragen kondensiert sich die Einstellung zu grundsätzlichen Themen. Und wenn ich mit jemandem befreundet bin, dann gibt es da genug dass „passt“. Und entsprechend schrieben Sie an anderer Stelle mal: „Ein „wir“ existiert nicht mehr". Das „wir“ war in dem Zusammenhang glaube ich auf die Deutschen bezogen. Das trifft es eher. Ihre Beobachtung im persönlichen Umfeld ist also kein Einzelfall.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei dem was Sie tun!
Wiesler

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Ein paar populistische Trivialitäten
Der Don macht die Arbeit. Also sagt er, wo es wie lang geht.

Die Welt scheint die beste Lösung zu sein. Also ist es die Welt.

Die Welt ist schon länger da. Also werden wir uns da integrieren.
Forderungen machen den Migranten nicht beliebter und das Leben nicht leichter, wie man an anderer Stelle sehen kann.

Ich selber habe inzwischen bemerkt, dass mich der Algorithmus in der großen, weiten Welt nur begrenzt mag. Ich werde ihn nicht weiter belästigen.

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Je, nun. Don ist Don - da wird von Hand freigeschaltet -, und Zeitung ist Zeitung. Bei der FAZ evaporisierten die Kommentare auch. Mag sein, bei der Welt noch stärker, aber jedenfalls ist das nichts Neues.

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ob das
nur der Algorithmus ist, wage ich zu bezweifeln.

Beispiel
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175556441/Wie-Russenversteher-die-Bundespressekonferenz-kapern.html

Meine Anmerkung
"Scheinbar macht da jemand seinen Job"
war für 2 Stunden sichtbar, ehe er soeben verschwunden ist (ist nicht mehr in meinen Profil zu sehen)

Da hat der Zensor/Autor des Meinungsartikels wohl Spätschicht und teilt einfach nicht meine Meinung.

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@ab76: ich habe da ja wenig Beobachtungen, weil ich auf der "Welt" noch garnicht versucht habe, zu kommentieren. Ich denke nur an die ersten Tage der SdG zurück, als an Ostern das Welt-Moderatorenteam aktiv war. Das haben die schätzungsweise schon von Hand gemacht, denn als sie den Algorithmus eingeschaltet haben - über Nacht - haben sie es extra erwähnt. Es würde mich nicht wundern, wenn das so eben "standard procedure" bei der Welt (also außerhalb von Dons Blogs) wäre: tags Moderatoren (werimmer das ist), nachts oder ab und an der Algo. Aber eben keineswegs durchgängig Algo.

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Neuer Stützentext, wieder Welt+ - jetzt immer so?

Wie dem auch so, die Aufforderung meine Kontodaten preiszugeben war ohne Hinweis ob und wann der Text im Print erscheint, deshalb die die Hauptfrage:

Weiss der Don ob und wann der Text im Print erscheint?

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Naja, schaunwermal.
Es ist der erste SdG-Text hinter Paywall.
Es ist ja alles noch unaufgeräumt, insofern kann man noch nicht wirklich was sagen.
Aber es ist schon ein Zacken in der Kontinuität.
Mal sehen, ob sich das längerfristig auswirkt.

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Der erste?
Meiner Zaehlweise nach der zweite. Der erste in unmittelbarer Folge.

Colour me surprised. (Irgendwie war bei mir der Eindruck 'jeder vierte hinter paywall' entstanden, ohne dass ich das belegen koennte - oder auch nur wollte. Ist schliesslich Don's Blog...)

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Welt + ist praktisch. Da kommentieren dann nicht mehr so viele mit und der Don kann bei dem saugeilen Wetter endlich Rattfahrn. Kann ich absolut nachvollziehen.

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Ja, genau, Sie sagen es. Das sind wägbare Vorteile. Wenn es für den Verlag stimmt, wenn der Versuch, das momentane Experiment, für den Verlag stimmt, ist alles gut. Alles richtig gemacht.

Keine Ahnung, ob auf die Weise im großen Klingelbeutel zählbar mehr einschlägt, verglichen mit dem, wenn einer wie Don ohne Paywall allgemein mehr Werbeeinnahmen und mehr Aufmerksamkeit für die Marke WELT generiert.

Es ist eine Roulettefrage, die abzuwägen jedem Verleger den Schlaf rauben muss. Offenkundig versucht Welt was, wovor die meisten Verlage in den letzten Jahren gekniffen haben. Den Versuch verfolge ich mit Interesse.

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Allerdings hat meine Glaskugel die Idee, dass der Don in zwei, drei Jahren, wenn er bewiesen hat, dass es eine freie Entscheidung ist, was eigenes aufzieht. Dass er die Marke nimmt und was nettes kleines selber macht. Das wäre was, was er mit heruntergefahrener Schlagzahl bis zur Rente durchziehen kann. Ich würd's an seiner Stelle machen, aber ich bin auch keine Rampensau.

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"Keine Ahnung, ob auf die Weise einer wie Don ohne Paywall allgemein mehr Werbeeinnahmen und mehr Aufmerksamkeit für die Marke WELT generiert."
Hm. "Mehr Aufmerksamkeit" hat der Don einzig und allein durch die Monothematik, ähemm, Sie wissen schon, generiert.
Das hat Spaß gemacht, aber die primitiven Roten alà Che2003 und tdv hatten ja nicht unrecht, wenn sie jammernd darauf hingewiesen haben. (Die kriegen jetzt, was sie wollen)

Das wird der Don sich bei Springer nicht erlauben können. Die würden nicht solange warten, ihn rauszuschmeißen. Da gibts Kreide statt Zwetschgendatschi ins Maul.

Schade. Mir wird jetzt erst klar, was der Don an Schirrmacher und dessen Ressort-Nachfolger so geschätzt hat.

Ein hübsch geschriebenes Fahrrad-Blog wird aber sicherlich des Döpfners Wohlwollen finden.

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@mschmitz: ja, Sie haben natürlich völlig recht, der zweite. Es macht etwas Naserümpfen, weil es der 2. in Folge bei SdG ist. Allerdings ist DeM derzeit noch für Kommentare offen.

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ach mörkel kann nu stückweise zerlegt werden. das kratzt keinen mehr. maulkörbe gibts dann wieder bei spahn

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@hesse

Der Artikel ist heute im hardcopy.

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Vielleicht noch einmal zur (Auf)klärung...
...über Springer? Zum Beispiel:
"Amazon-Chef Jeff Bezos erhält den Axel Springer Award".
Da - heute in den Nachdenkseiten - gibt's reichliche, bisher nicht so allseits bekannte Informationen über den famosen Konzern.

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Naja, wenn bei uns ein gescheiterter Buchhändler EU-Parlamentspräsident mit eigenem Leibarzt und Kammerdiener werden darf, dann darf sich die kleine WELT doch wohl mal an einen sehr erfolgreichen Buchhändler, Politikbestimmer und Herausgeber einer (zu unrecht) angesehenen Zeitung heranwanzen!

Axel Cäsar (ca. 25 cm) hätte natürlich eher Bezos Olle klargemacht (und danach dessen Tochter) und ihn hinterher gefragt, ob er noch irgendetwas anzumerken hat*.
Kai (ca. 7 cm) hat noch nicht einmal irgend einen Preisträger für sein Blatt gewinnen können, nicht mal Dieter Bohlen oder tdv.
Hubert B. (ca. 1,50 m) hat immerhin Tom Cruise einen "Courage-Bambi" reingesteckt.

*Als Verleger noch preisverdächtig waren! Der Stern (ausgerechnet der) hats mal schön so formuliert:
"Während sich seine Altersgenossen also für die Front rüsten, frisst Axel in Westerland auf Papas Kosten Hummer und vögelt mit den landverschickten Töchtern reicher Männer rum."

Leider hat Axels Freund, Nachbar und Golfpartner, Horst Alsen, entnervt nicht ein drittes Mal geheiratet, nachdem ihm jener zweimal hintereinander die Frau nicht nur ausgespannt, sondern zur Abrundung sogar jew. geheiratet hat.

Sobald Döpfner und Friede mir sowas aus ihrem Privatleben liefern, zünde ich auch wieder - ökologisch inkorrekt - meinen Kamin mit ihrem Blatt an.

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Danke, dass Sie davon erzählen. Für mich als Ausländer klingt das nach nem coolen Typen. Das meine ich ernst!

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Oh ja, Deutschelands Verlegeher...
Unser Nachbar, Herr Jahr, stolzierte mit seinem Papagei auf der Schulter herum.
Ich kann mich daran nicht wirklich erinnern, weiß nur, wie meine liberal-konservativen Eltern diese Mischpoke verachtet haben.

Irgendwann haben sie dann Axel-Cäsar seine Protzbude unter seinem Arsch abefackelt.
Für uns Kinder ein Schauspiel, für die Kampener FFW ein neues Spendenauto - und die allseits bleibende Erinnerung, daß der wilde Fxxxker ein Nachthemd trug und in solchem aus dem Bett getragen wurde...
Wie ein Baby hat mein Nenn-Onkel Karl ihn auf beiden Armen aus dem Bett geholt und draußen auf einen Wall gesetzt.
Es gab damals noch keine Genitalkameras. Nur jahrzehntelange Kolportation im Dorfkrug.

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