Heimarbeitsplatz

Das ist so toll.

Das ist so grandios.

Schon die Fahrten nach Frankfurt waren eine schwere Belastung, Berlin ist um ein Vielfaches schlimmer. Nicht dass ich es nicht ertragen - und die Vorteile entsprechend mitnehmen - würde.Ich habe das ja schon mal gemacht. Aber der Umstand, einfach mal arbeiten zu können und dann auch wieder nicht, die Freiheit, die Leistung zu erbringen, wenn es passr und nicht, wenn das Büro aufgesperrt ist - das ist schon toll. Das bisserl Disziplin, das ich dazu brauche, habe ich sowieso. Dieser Arbeitsplatz, das ist ein ganz grosses Privileg, selbst wenn ich ihn selbst finanziere, was mir allerdings nicht schwer fällt. 4 Meter zur Küche mit feinem Porzellan, Silberkannen und genau dem Tee, den ich brauche.



Kein Bus. Keine U-Bahn. Kein Scheibenkratzen am Morgen und statt des Bürostuhls verschiedene Sofas. Ruhe, wenn ich will, und Musik auf Knopfdruck. Experimentiermöglichkeiten. Ich habe nur den allerersten Beitrag für die FAZ tatsächlich in einem Büro geschrieben, und ich habe gemerkt, dass das nichts für mich ist. Einfach nicht meine Welt und zu viele Menschen. Man kann sich dort nicht gehen lassen. Alles gehört anderen Leuten. Man ist da nur Leistungserbringer in einer Maschine. Das passt nicht zu mir. Ich mache es daheim. Es macht mich glücklich. Wie können andere nur arbeiten, wenn nebenan kein halbfertiges Rad steht und an der Wand kein Gemälde hängt?

Irgendwie können sie es schon. Ich will aber nicht. Ich will diese meine Höhle und sonst nichts. Keine Karriere, keinen Titel, nur den grünen Samtsessel und den Blick auf Rokoko und lachsfarbene Wände.

Dienstag, 22. Januar 2019, 11:05, von donalphons | |comment

 
shim cuique meine ich. Dem Dichter taugt und gebuehrt dieser Arbeitsplatz.

Oder, An ihren Fruechten sollt ihr sie erkennen.
Als optimal sind die Arbeitsplatz kldStadD, Tegernsee, Mantua und Brescia erkannt.

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Das nenne ich mal konsequent.
"Dieser Arbeitsplatz, das ist ein ganz grosses Privileg, selbst wenn ich ihn selbst finanziere, was mir allerdings nicht schwer fällt."

Leibeigenschaft am eigenen Leib erfahren.

Dumm nur, daß der Mehrheit die Finanzierung bei geringeren Einnahmen durch die Heimarbeit durchaus schwer fallen dürfte.

Ist Leibeigenschaft also ein Privileg für wenige?

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Heimarbeit hört sich so nach Kugelschreiberzusammenstecken an. Für 0,05ct/Stück.

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Die Heimarbeit ("daheim") war ganz wertfrei gemeint, pudelfriseur.

Ganz allgemein gibt es ja viele Lohnschreiber, die für ein Stück trockenes Brot vom heimischen Sofa aus arbeiten. Das ist für die Arbeitgeber ein sehr gutes Geschäft, müssen sie ja keine Festanstellung und keine Büroflächen bieten.

Die Auslagerung von Büros in die heimischen vier Wände bietet den Arbeitgebern eben viele Vorteile, ohne daß sie diese an die Arbeitnehmer weiter geben. Sicher, auch die Arbeitnehmer haben Vorteile, sie sparen die Wege und die Kosten. Aber, es hat sich gezeigt, daß sie am Ende mehr arbeiten (müssen), als das im Büro der Fall wäre. Und da kommt eben die Leibeigenschaft ins Spiel. Denn die (freiwillige) Mehrarbeit wird in der Regel bald zur Pflicht.

Daß das alles für den Don wohl weniger eine Rolle spielen dürfte, ist ja selbstredend. Mein Beitrag war insoweit auch eher ironisch gedacht.

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Kann ich gut verstehen...
...ich bin auch lieber zuhause. Andere Menschen sind anstrengend.

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Glückwunsch zum Heimarbeitsplatz (und noch dazu einem so schön möblierten)! Ich hätte "das bisserl Disziplin" nicht. Ich brauche einen Chef, ich brauche Kollegen - ich muss die Maschine sehen und fühlen, sonst kann ich keine Leistung erbringen. Und Fahrrad fahr ich auch lieber durch kleine Straßen zur Arbeit als durch tourismusträchtige Landschaften. Es ist doch schön, dass man so unterschiedlich glücklich werden kann.

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Jammerlappen

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