Textraum

Es ist nicht so, dass ich nicht auch schon in Redaktionen gearbeitet hätte. Tatsächlich habe ich im Feuilleton der FAZ auch drei Beiträge geschrieben, und im Newsroom der Welt habe ich gechattet. Aber ich denke, das Geheimnis meines Erfolgs ist, dass ich weit, weit weg von den Kollegen bin. Und von Räumen, in denen praktisch alles so ist, wie der Arbeitgeber will. Wo man nur zu Gast ist, und nichts wirklich selbst bestimmen kann. In der New Economy war das noch schlimmer, da gab es noch nicht einmal fest definierte Plätze. Gross, licht und gemeinschaftlich musste alles sein, und jetzt wird neben dem Lärm auch das Virus geteilt. Weshalb nun das Gegenteil gilt, und überall Kollegen im Home Office sind. Also dort, wo ich generell bin.



Es ist halt immer eine Frage, wie dieses Home aussieht, und wie gross es ist. Ob man Zimmer und Sitzplätze wechseln kann, ob der Blick aus dem Fenster schön ist, oder ob man im Sommer auch draussen sein kann. Ich habe letztes Jahr festgestellt, dass man mit einem Strommodem sogar bis in den Innenhof kommt, was bei einer Totalsperre sicher noch gute Dienste leisten wird. Generell muss man sich hier nicht zusammenreissen, man kann hemmungslos wüsteste Beschimpfungen artikulieren und eine Grimasse ziehen, man kann den Bildschirm anschreien und so Ärger abbauen. Man muss halt mit den Freiheiten umgehen können. Und das eigene Home mögen. Dann klappt es. Nur glaube ich, dass viele Kollegen kein besonderes Verhältnis haben: Man mietet halt was, das man als Stützpunkt benötigt. Jetzt hat man nur diese Zelle, und alles andere wird verboten, gestrichen, geschlossen. Selbst zum Hamstern dürfte oft nicht genug Platz sein. Und das alles vielleicht auf 30m², und raus darf man nur zum Einkaufen... das wird schwierig. Ich kann wenigstens zwischen zwei Wohnungen wechseln. Und habe ein Trainingsrad im Innenhof, gegen den Lagerkoller. Ich brauche das, ich schreibe nur mit guter Laune schöne Geschichten. Die anderen - ich würde mich nicht über ein paar besonders vermieterhassende Beiträge bei Relotius Online wundern. Es kommt halt viel gerade zusammen, und gerade in meinem Bereich der Medien sieht es wirtschaftlich nicht so gut aus. Besonders in den Innenbezirken von Berlin fordern viele ein Corona-BGE. Wenn sie es nicht kriegen, wird es laut in den Zimmerbüros. So war das in der Metropole alles nicht geplant, und Silberkannen haben sie auch nicht.

Montag, 16. März 2020, 22:26, von donalphons | |comment

 
Indes - keines dieser Privilegien immunisiert. (wenn denn das Virus so gefährlich sein sollte)

Was nutzt es mir, daß ich das Privileg habe, ungehindert aus meinem Garten in Hamburg in meinen Garten an der Nordsee zu fahren, ohne das Auto verlassen zu müssen, wenn ich mir dann doch am Kartenscanner in Niebüll eine Schmierinfektion in die Augen reibe, oder wenn Sie, lieber Don, beim nächsten Überholen auf dem Rennrad japsend durch die Atemwolke des Vordermannes strampeln?

Es ist sicherlich erfreulich, wenn man Risiken minimieren kann.
Aber ist das ein Grund zu jubeln?

Ich mußte heute ausnahmsweise mal weniger an mein eigenes Glück denken als an das der Supermarktkassiererin, die mich seit Jahren mit meinem Namen anspricht und die da an 4 Tagen die Woche 8 Stunden lang die Stellung hält.
Sie hatte mir mal gesteckt, daß ihr Rewe hier in Hamburg ca. 3.000 Kunden pro Tag hat. Ca. 500 davon werden täglich 50 cm vor ihr stehen. Mit feuchter Aussprache, einer Vielzahl begrapschter Waren und aus der Tasche gepulten Münzen.

Für mich abgemachte Sache: wenn diese Scheiße irgendwann mal vorbei sein sollte, tue ich den Mädels da symbolisch etwas gutes. Meine Möglichkeiten sind begrenzt, aber ein paar habe ich...

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Man kann sich mit vielem arrangieren, aber es braucht Vernunft und Selbstbeherrschung. Der Lagerkoller wird aber, fürchte ich, auch bei Ihnen und mir noch kommen.
Grüße von den 35 Quadratmetern mit Balkon, Vogelgezwitscher und Aussicht auf den Südfriedhof.

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Onkel Doktor warnt vor diesen Koronar-Partys, wo jetzt überall am stattfinden sind:

https://www.youtube.com/watch?v=eBShN8qT4lk&list=RDeBShN8qT4lk&start_radio=1

Kurz vorm Lagerkoller, aber zum Glück noch etwas Schnaps im Becher:

https://www.youtube.com/watch?v=wsrvmNtWU4E

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Ein gemütliches und schönes Zuhause ist Gold wert, gerade in Zeiten wie diesen. Den Luxus zu genießen, zuhause bleiben zu können, seine Ruhe zu haben und die Stürme der Welt so weit es halt geht draußen halten zu können ist das, was in normalen Tagen schon wertvoll ist, aber es ist eben auch das, was einem in Zeiten wie diesen immens hilft, gelassener zu bleiben und seine innere Ruhe zu wahren. Man muß natürlich dennoch die Malaise aushalten, das müssen wir alle, aber mit einem entspannten Zuhause abseits des Irrsinns ist das doch sehr viel angenehmer zu bewerkstelligen.

Lagerkoller ist mir persönlich ja völlig fremd. Ich kann, ernsthaft, wochenlang zuhause bleiben und mich mit allen erdenklichen Dingen beschäftigen, von völlig sinnfrei bis schwer kreativ, ohne je das Gefühl zu haben daß mir irgend etwas fehlt. Vielleicht hab ich ja diesbezüglich auch nen Knall, aber so ist das. In solchen Zeiten, gehe ich eigentlich nur zum Einkaufen raus, und das nur dann, wenn ich wirklich muß, weil die Vorräte zur Neige gehen. Eigentlich ist das, was jetzt für so viele eine völlig neue Erfahrung zu sein scheint, für mich völlig normal und alltäglich, weil ich es halt gewohnt bin und das auch mag.

Und wenn das Netz ausfällt weil die ganze Nation zuhause sitzt und die Server der Internetdienstleister abrauchen, dann habe ich Massen an Büchern und alles, was das kreative Herz begehrt für die nächsten zehn Jahre. Es wird sicher nicht langweilig.

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Meine Schwester hat 8 alte Jahrbänge WOI aussortiert und mir hier gelassen. Ich habe 200 CDs. Nichts kann passieren.

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Ach, jetzt wo Sie das sagen! Die 5 Jahrgänge WOI liegen ja auch noch irgendwo hier rum, stimmt, die hatte ich komplett vergessen. Danke für den Tip! Und statt CDs, die im Keller sind, erfreue ich mich hier an Massen von Lala auf Festplatte, die CDs haben mir irgendwann zuviel Platz weggenommen, ich weiß, das ist angeblich barbarisch von wegen dem Klang, mich störts bei den meisten Stücken aber nicht weiter, und ich hab durchaus gute Ohren. In der Not ...

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Wenn ihr Seife braucht...
... ich mach euch welche!
Die nächste wird eine auf Oliven-/Kokosöl-Basis mit Basilikum-Weihrauch-Duft (gut für Mumifizierung oder gegen Pestgestank). Habe Rohstoffe für 20 kg da.
Billig wird die aber nicht, sag ich euch gleich.

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mit Kalilauge oder auf Natronbasis?

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NaOH

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Hab noch genug, danke der Nachfrage.
Wiewohl, 1 kleines Stück Weihrauchseife tät mich schon interessieren. Wenn Sie sie fertig haben (seifensieden ist bekanntlich eine seeehr laaaangsaaame Angelegenheit), sagen Sie Bescheid.

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" ... ich schreibe nur mit guter Laune schöne Geschichten. "

Unsinn, Sie schreiben unter Druck auch schön, manchmal frage ich mich, ob nicht besser, als ohne Druck. Als Leser merke ich keine bumps in the road in Ihren Werken - das wundert mich schon lange.

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Das liegt daran, dass ich ein Psychopath bin. Ich schaue und schreibe immer gleich.

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Darf ich fragen: was ist ein Strommodem?

Es gibt eine Bevölkerungsgruppe, die nicht ins Homeoffice kann - diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, und für die ist die Situation im Moment nicht ganz so rosig - nicht nur die mit Patientenkontakt, sondern auch diejenigen, die im Hintergrund arbeiten, z.B. im Labor etc. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Schreibern jammern die aber nicht über ihre Lage, sondern tun in den meisten Fällen, was von ihnen gefordert wird.

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Das sind diese WLAn-Dingis, die man in die Steckdose tut. Oder wie immer die heissen.

Ja, für Mediziner wird es hart. Deshalb auf keinen Fall anstecken.

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Er meint einen Powerline-Adapter *klugscheiss*

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Danke.

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@gux: ja, obwohl die Stimmung nicht gut ist. Am Wochenende hörte ich von der Lage an der Uniklinik Frankfurt - die hessischen Ministerialbeamten tun gut daran, im fernen Wiesbaden zu bleiben, sonst hätten die in der Klinik die wohl gelyncht. Die gesamten Krankenhäuser der Rhein-Main Region sind praktisch permanent in Abstimmung untereinander, die Vorräte an Hygienematerial sind sehe überschaubar, und ganz nebenbei gibt es ja auch noch Patienten die nichts mit Corona habe, sondern schlicht Unfälle erleiden, Herzinfarkt bekommen oder Krebs haben. Was in nicht-virus-Zeiten gerade so und auch nicht immer noch klappt, ist jetzt vollends auf der Kippe.

Ich wundere mich eigentlich dass die AFD das nicht ausnutzt. Weidel hat es versucht, sachlich wohl zutreffen, wurde aber, erwartbar, medial niedergebrüllt.

Allein der Frust über Spahn & Co. in der Medizinsparte ist extrem groß.Der entscheidet null und nix, und übernimmt keinerlei Verantwortung oder Führung, sondern delegiert alles ans RKI. Statt energisch und im Voraus Maßnahmen zu ergreifen, wofür er eigentlich bezahlt wird. Ich höre, so ziemlich alle, die etwas verstehen davon, wie es im Gesundheitssyxstem aussieht, haben es kommen sehen. Den Personenschutz braucht er gerade nicht wegen Terroristen.

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(Korrektur: nicht Laschet, sondern) Pistorius ist da Kumpel und fordert gerade, die zu bestrafen, die das laut sagen. Fake news, hatespeech und so.

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@greenbowlerhat
Das glaube ich gerne - ich habe auch Familie im Gesundheitssystem. Ich hoffe, die meisten verstehen so langsam, dass das nicht eine kleine vorübergehende Einschränkung ist, sondern wir uns auf eine längere Zeit darauf einstellen müssen, dass sich sehr viel ändert.

Die fehlende Planung ist schon schockierend, besonders da das für Fachleute eigentlich nicht überraschend ist. 2009 hatten wir Glück, und hätten das eigentlich als Warnung ansehen sollen ...

Don hat schon Recht mit dem Kommentar hinsichtlich von Open Plan und Wohnungen - das funktioniert wunderbar, wenn es keine Krise gibt, und in Europa haben wird das wohl in den letzten 50 Jahren vergessen.

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Ich höre, so ziemlich alle, die etwas verstehen davon, wie es im Gesundheitssyxstem aussieht, haben es kommen sehen.

Also ich bin komplett fachfremder IT Fuzzy, aber ich hab am 25.1. und am 27.1. Bezos' Jeff noch zum Originalpreis mit Aufträgen beglückt, dass es eine Freud war.

Vielleicht liegt es daran, dass mir auf einem bayrischen Gymnasium die Exponentialfunktion sehr gut dargelegt wurde.

Vielleicht hab ich das einfach aus Anschauung so entschieden ("wenn die Chinesen 12 Millionenstädte mit 17 Mio Chinesen in ihrem größten Industriegebiet zumachen, wird das einen Grund haben").

Vielleicht war ich auch nicht so sehr auf manischen Dieselhass, FfF und den Klimaschmarrn mit angeflanschtem Kommunismus sowie das Niederkartätschen der AfD in einem implodierenden Bundesland fixiert, weil ich seit 19.5 Jahren kein Radio & TV mehr nutze.

Ganz sicher wollte ich nicht grad eben mal schnell Kanzler werden.

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Wie gut man durch diese Ausnahmesituation kommt, hängt ja nicht nur davon ab, wie es daheim ausschaut. Je nach Beruf und Branche, kann man nicht von daheim arbeiten oder hat laufende Kosten und keinerlei Einnahmen.

Freunde von mir haben Ladengeschäfte, volle Lager, Angestellte und dürfen (sinnvoller- und verständlicherweise) nicht öffnen. Die sind der Verzweiflung deutlich näher als ich.

Mich trifft das als Software-Entwickler mit viel Platz im Haus und Garten nicht gross. Ich programmiere halt daheim statt im Büro, in legeren Klamotten als sonst und bespasse zwischendurch die Katze. Meine grössten Sorgen gelten Eltern und Oma.

Aber viele haben jetzt neben gesundheitlichen Befürchtungen auch grosse Existenzsorgen. Die sollten wir alle nicht vergessen. Mal ganz abgesehen von denen, die den Laden jetzt am Laufen halten. Ich hoffe, ein Blackout bleibt uns allen erspart.

Viele Grüsse in die alte Heimat aus der Schweiz

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Das Erdbeben von Lissabon 1755
Schön, dass Ihr Kanal hier offen ist, und wir sollten ihn freundlich, knapp, informativ, und ein bisschen amüsant nutzen.

Das Hauptbestreben sollte darauf liegen, solange keine Gegenmittel oder Impfung zur Verfügung stehen, die Ansteckungsgeschwindigkeit von Covid19 einzubremsen, um die Intensivstationen nicht zu überlasten und keine brutalen Triage-Massnahmen zu erfordern.

Das ganze wird eine Zeitenwende sein, die mich an das Erdbeben von Lissabon Allerheiligen 1755 für seine Zeitgenossen erinnert, als die Gläubigen in den Kirchen erschlagen wurden und die Puffs im Stadtteil Alfama stehen blieben.
Pest und Ebola sind noch einmal andere Kaliber, aber die wirtschaftlichen Verheerungen werden grausig sein.
SOLLTE es gelingen, das ganze wie die Finanzkrise mit Monopoly-Geld der Zentralbanken zu „lösen“, wird es sehr schnell Stimmen geben, warum man nicht genauso den Hunger in Afrika, das Elend der Flüchtlinge und der Haartzer, die Wohnungsnot in den Städten, die Faulheit der Lebenskünstler und die entgangenen Gewinne der Spielkasinos bezahlen könnte.

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Jetzt auch in der Türkei
In der Türkei fährt man seit gestern ein ähnliches Programm. Schulen und Unis zu, bisher aber keine Einschränkungen bei den Geschäften. Teehäuser geschlossen, gemeinsame Gebete in den Moscheen untersagt. Eine Ausgangssperre wird bisher nur in den Raum gestellt.
Bisher geht das aber noch sehr gemütlich an. Beim Kauf von Nudeln und Hühnerfleisch deutlich erhöhte Nachfrage aber noch keine Hamsterkäufe.
Das heißt dass noch niemand an die wirtschaftlichen Verheerungen denkt. Die betreffen an der Südküste natürlich den lukrativeren Frühjahrstourismus besonders stark. Dafür hat man leckere Freilanderdbeeren, 1m50 Euro für 1 kg. Gut ausgereift.
Den tatsächlichen Stand der Pandemie kennt niemand. Dass die offiziellen Zahlen nur einen kleinen Teil ausmachen hält man für eine ausgemachte Sache.

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Es ist etwa diese Situation: man hat sich selbst im Blick, noch nicht die kommenden Verwerfungen. Nicht mal die im Hintergrund liegenden majestätischen Berge werden beachtet. Einer davon ist der Climax. Kein Witz, der Begriff kommt daher.
https://share-your-photo.com/8b0424f1c8
Die Frage ist nur welcher Climax vor uns liegt.

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(z.B. über Bevölkerungsexplosion:)
"Es sei denn, dass die Vorsehung oder die Natur eingreift, um durch rabiate Pestepidemien und/oder einen Dauerkrieg, der großzügige Massaker garantiert, das Gleichgewicht wieder herzustellen."
...meinte anno 1995 der Zeichendeuter Umberto Eco.

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jeeves! dass ich sie hier noch einmal lesen darf! welch eine freude (in diesen zeiten)!

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Als Mitleser seit 2006
freue ich mich sehr, endlich wieder Interieurbilder und Dachterrassenfotos zu sehen!
Das hat sehr lange gefehlt.

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Heimarbeit hat den Vorteil, daß man den Silberlöffel nicht aus dem Mund nehmen muß, wenn man zur Arbeit geht.

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"Goldene Zeiten für Beerdigungsinstitute. ... Aber bis zu 3.000 bis 5.000 Positive sollten wir ab nächste Woche testen können. Mit einer Positivenrate, die auf eine übel grassierende Epidemie schließen lässt.
Ich wünsch euch, dass keine oder nur wenige euer Lieben sterben werden. Es wird ganz hässlich werden. Goldene Zeiten für Beerdigungsinstitute. Und nein, ich hätte nicht gedacht, dass die Welle so schnell über uns herein bricht."


Ach du liebes bisschen! Dean hat wörtlich bei den Nazis von vor zwei, drei, vier Wochen abgeschrieben. O tempora, o mores!

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Das Prinzip kennst du doch, deine Laborfreunde auch. Zu früh das Richtige sagen ist nazi. Etwas, das heute nicht mainstream ist, ist heute taboo und morgen offizielle Verlautbarung der seriösesten aller seriösen Seriösen. What a time to be alive.

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Ach schau an. Wennse schonmal Nadsi sind dann könnten Sie sich einen angenehmeren Umgangston angewöhnen. Das unterscheidet den Nadsi vom Aktivisten.

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pudelfriseur, Mittwoch, 18. März 2020, 09:01

Ei lesen Sie denn keine sozialen Medien? „Nadsis“ sind die mit Schaum vorm Maul. „Messermigranten“, „Kulturfremde“, „Umvolken“... da müssen Sie sich schon korrigieren.

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@firstdrdean: so richtig nachvollziehen kann ich nicht, weshalb eine konsequente und frühe Grenzschließung den Virus nicht eingedämmt hätte bzw. mehr Zeit zur Vorbereitung gegeben hätte. Wenn Sie aber damit andeuten, bei den Witzfiguren in Berlin und den Landeshauptstädten hätte auch ein Zeitgewinn nicht mehr gebracht, weil die auch mit mehr Zeit nichts auf die Reihe kriegen, bin ich bei Ihnen. Allein die Meldung, dass zumindest bis gestern ganz normal Flugzeuge aus dem Iran in Frankfurt landeten, ist unglaublich.

Die Freude des "rechten Lagers", hach, wie unglaublich viele Vorannahmen allein in diesen zwei Worten sind, ist nach meinem Eindruck mehr ein "haben wir doch gewusst, dass wir angelogen wurden". 2015 gingen Grenzschließungen angeblich nicht, im Gegenteil, die Bundeskanzlerin hat sich wie ein Einlader verhalten. Und nun geht es plötzlich, auch wenn man über Sinn und Zeitpunkt . Weil der Virus eben alle befällt und keine Unterschiede macht, ob einer privilegiert als Abgeordneter, Oberstudienrat oder sonstiger Beamter in seinem Wolkenkuckucksheim wohnt oder Lidl-Kassierer ist. Damit entlarven sich die "Gutmenschen" als das, was das "rechte Lager" immer vermutet hat, nämlich als ein Haufen bigotter egozentrischer rücksichtsloser Arschlöcher und Emporkömmlinge, denen das Gemeinwohl gar nichts bedeutet.

Und da darf man schon mal grinsen, obwohl es zugegeben bitter schmeckt.

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Es hätte dann schon eine extrem frühe Grenzschließung sein müssen. Besser gesagt, man hätte schon Anfang Januar China abriegeln müssen.

Aber bei einem Virus, bei dem vielleicht 90% gar nicht erkannt werden, aber ansteckend sind, hilft auch das nicht.

Und selbst ein paar Wochen Zeit gewinnen hilft auch nichts ohne drastische Maßnahmen zu verhängen. Würde die Kurve weiter so steigen wie in den letzten Tagen, ist in einem Monat absoluter Notstand in den Krankenhäusern. So oder so.

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Könnte mir als außenstehendem jemand bitte erklären, was das hier genau mit 'rechts', 'links' und 'Nazi' zu tun hat? Irgendwie geht diese Diskussion an mir vorbei.

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o tempora, o mores: ein Haufen bigotter egozentrischer rücksichtsloser Arschlöcher und Emporkömmlinge - dass sie, bester greenbowlerhat, sich einmal solcherart aeussern wuerden...

#toolittletoolate ist ein hashtag, dem ich wegen vermuteter und nutzloser panikmache nicht folgen wuerde auf twitter, aber ich denke, dass er als wort ganz gut ausdrueckt, was derzeit gerade geschieht.

epidemiologen von rang huepfen derzeit ganz zurecht im quadrat.

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[blush] jetzt haben ausgerechnet Sie mich dabei ertappt, wie ich kurzzeitig die Contenance verloren haben. Aber mei, es sind in der Tat interessante Zeiten, und in der Krise, sei sie echt oder gefühlt, zeigt der Mensch mehr von sich, als ihm lieb ist. Das gilt für mich, das gilt aber auch für die angesprochenen bigotten Haufen.

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Ach, schaumermal. Der erste richtige Homeofficetag ist rum. Könnte schlimmer sein, auf meinen 150m^2 hab ich etwas Auswahl. Und einen abgetrennten Hof, wo das Wlan reinstrahlt.
Ich sollte noch 2 zusätzliche Kästen Bier bunkern, wer weiß was die Berliner noch vorhaben.

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In Ballin läuft doch alles weiter. Die Kinder halten Abstand in der Sandkiste und die Clubs machen nur die Leuchtreklame aus.

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Naja, meinte mit Berlin eher unsere heldenhafte Regierung. Die Einwohner tun mir eher leid. Mir scheint daß gerade von Nichtstun zu blindem Aktionismus umgeschalten wird.

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Was Positives
China kommt langsam wieder in die Gänge, Frachtraten für Öltanker sind auf Höchstständen (liegt aber am Contango), Frachtraten für Massengutfrachter (bis hoch zur Supramaxgrösse, die transportieren Getreide, Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel usw) sind auch unverändert auskömmlich. Europa geht zwar ins sabbatical, aber die Welt dreht sich weiter.

Gefressen wird eben auch in der Rezession und Asien hat die Krise wohl überwunden.

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fritz_, Dienstag, 17. März 2020, 18:06

„Zu früh das Richtige sagen ist nazi.“

Haben Sie Abitur?

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Viktualienmarkt heute morgen
Ein echter Traum. Es gibt alles, knackfrisches Obst und Gemüse, fantastisch süße Himbeeren. Alle Käsesorten, auch die italienischen. Niederbayrisches Gselchtes, hält vakuumverpackt viele Monate.

Die Altstadt, sonst ein lärmendes Chaos der Lieferantenfahrzeuge, himmlisch ruhig. Blauer Himmel, strahlende Sonne.

Genießen wir, solange es geht.

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Ja, das ist das Positive im Schlimmen: München ist eigentlich den ganzen Tag wie am frühen Sonntagvormittag, nur mit offenen Lebensmittelgeschäften. Und schönes Wetter ist hier heute.

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und auch nachts ist es himmlisch ruhig.
Ich weiß nicht, was eine Ausgangssperre bringen sollte. Beim Spaziergang am Isarufer oder im Englischen Garten steckt sich keiner an. Einfach genügend Abstand halten.

Oder sollen wir jetzt ausgedruckte Zettel mitführen wie in Frankreich mit der Versicherung: Ich geh mir nur die Beine vertreten?

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Spazierengehen mit Abstand zu anderen Kleinherden (vulgo Familie) ist eigentlich harmlos.

Aber in Grossherden im Park sitzen dicht an dicht eben nicht. Und da das mit der Armlänge irgendwie nicht hinhaut, schon gar nicht mit 2 Meter, werden jetzt alle eingesperrt und müssen TV glotzen.

Als nächstes kommt dann ne app mit Bewegungsprofilen.

Und nur, weil ein Teil der Gesellschaft komplett hirnamputiert ist und weder Rücksichten noch Einsichten kennt.

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nicht wenige so genannte erwachsene sind auch nur kleinkinder mit teilweise rudimentaeren zusatzfunktionen. und ihretwegen kommt der shutdown.

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donna laura,

Sie sagen das sehr höflich, sehr nett und sehr apart. Kompliment!

Gestern in der Kreisstadt hatte ich den sehr starken Eindruck, daß die rudimentären Zusatzfunktionen bei den meisten Sogenannten aus dem Hauptspeicher gelöscht wurden bzw. dort nie reinprogrammiert worden sind. Nicht daß das jetzt eine Neuigkeit wäre, aber wenn man es so leibhaftig drastisch vor sich sieht ...

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Polysemantik: »Wir holen sie ab!«
In einer Wolke von Zigarrenrauch
kam auch
Heiner Müller in einem Interview auf das Thema
Überbevölkerung zu sprechen und fazitierte:
dezimieren, dezimieren

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Gerade komme ich vom letzten Kunden,
morgen, quatsch, heute wird die Bude dichtgemacht. Keine Ahnung, ob meine Kunden mir ein Geschenk gemacht haben - in den letzten Wochen. Aber nun, da auch in unserem Dorf das Virus zugeschlagen hat, muß ich schon rein altersbedingt auch mal an mich denken.

Werde mal Familie und Freunde kontaktieren, hoffe es gibt keine schlechten Nachrichten, einige sind gesundheitlich nicht mehr so gut dabei.

Ansonsten werde ich mich mal über den aktuellen Virus Sachstand informieren, bin nicht mehr auf dem Laufenden. Und nun: Gute Nacht. ;-)

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Olaf hat Husten - Mutti hat Nasivin
Was die Älteren noch wußten...

Vielen Dank für diesen Link, lieber Don!

https://twitter.com/OlafScholz/status/1240241208003366913

Wenn so einem alten Stamokap wie dem Scholz der Furz quer sitzt, läßt er sich eben mal kurz testen. So einfach geht das im (roten) Faschismus. Der Typ erinnert mich an Pol Pot.

Fehlt halt ein Testkit mehr für eine Krankenschwester oder eine Supermarktkassiererin.
Na und!?

Hauptsache der Scholzomat läuft wie geschmiert.

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Und den "Grünen" ragt der Kackstift nicht nur ein gutes Stück aus dem Arsch - die haben sich inzwischen richtig eingeschissen und rufen hemmungslos nach Mutti:

https://twitter.com/KonstantinNotz/status/1240369913010827264

Man findet ähnliches im Tagebuch von Ernst Jünger aus der Zeit als Frontleutnant im I. WK.
Einfache Soldaten, die nur zwei oder drei Jahre jünger waren als er, riefen angesichts des Todes nach ihm ("Herr Leutnant, Herr Leutnant!") oder nach ihrer geliebten Mutter.

Für so eine grüne Labertasche reicht schon eine Erkältung, damit sie sich einscheißt und schwört, daß sie nie, nie wieder Widerworte gegen Mutti erheben wird.

Was für würdelose Würmer.

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sylter,

Was diese Grünen und ihre Artverwandten jetzt noch sagen, tun oder lassen ist in etwa so interessant wie der sprichwörtliche Sack Reis in China. Ich war 1980 zufällig in Karlsruhe als unbeteiligte Zuschauerin am Rande eine kurze Zeit lang dabei und fand diese Leute schon damals irritierend und sehr anstrengend, und es ist seitdem mit denen nur noch irritierender und anstrengender geworden. Einmal habe ich die sogar lokal gewählt, da schäme ich mich heute noch für, und ich bin gottsfroh, daß mir zur Strafe für diese Dummheit damals danach nicht die Hand abgefault ist.

Jetzt, in einer sich mehr als deutlich abzeichnenden völlig neuen Weltlage sind die in etwa so spannend für den Lauf der Dinge wie ein Smart-TV bei Netzausfall.

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