Ausblick

Ich schreibe mal ein paar haltlose Vermutungen ins Netz, wie es weiter gehen wird:

1. Schule ist gelaufen. Man wird sich damit abfinden, weil Kinder in Klassen zu viele Viren einschleppen und Ältere gefährden, und sich sagen: Dann halt im nächsten Jahr mehr, im Abitur weniger, und die Ferien werden nach vorne verlegt, damit das nächste Jahr länger dauert. Dann müssen halt die Eltern ran.

2. Das kann man problemlos tun, weil Urlaub 2020 ausfällt. Wo soll man denn ohne Quarantäne hin? Speziell aus unserem Gefahrenland. Ausserdem wird eh das Geld knapp. Tagesreisen ins Umland werden das grosse Ding. Wenn das Umland es noch zulässt.

3- Man wird sich nicht daran wie an den Rinderwahn gewöhnen, dazu ist es viel zu schlimm. Man wird nicht umhin kommen, bei uns Teile der Wirtschaft umzustellen, um das alles zu bewältigen. Da wird es dann einige Gewinner geben, speziell, wenn der Verlierer bei der zweiten Welle China heisst.



4. Es wird hierzulande nicht überall gleich laufen, weshalb es gereizte Streitereien geben wird. Die vielschichtigen Interessen erlauben keinen Ausgleich. Man hält jetzt noch halbwegs still, aber das wird sich noch ändern. Bald.

5. Gewinnen werden die Systemrelevanten. Versorger, Landwirte, Infrastruktur, Basisbedürfnisse. Dazu werden noch die unvermeidlichen Hofschranzen der Macht kommen, die zwangsalimentiert werden, für die Beschönigung des Versagens - sofern sie fest angestellt sind. Die anderen werden gefickt, weil die Speichellecker mit hoher Inflation rechnen müssen, und damit sind die Zwangsgebühren auch schon wieder weg und die Freien beissen die Hunde.

6. Deutschland ist fett, global wird das alles noch viel hässlicher, speziell, wenn die Seuche Langzeitschäden verursacht. Und es wird diesmal keinen reichen Westen geben, der helfen kann - im Gegenteil, es wird neuer Nationalismus mit Grenzlust geben, speziell, wenn andere Konstrukte wie die EU nichts mehr einbringen. Erdogan und Orban sind mehr Zukunft, als uns das gefallen könnte. Aber nur Irre würden jetzt noch Grenzen öffnen.

7. Ich würde mir wünschen, dass die Krise die Menschen sensibilisiert, aber ich fürchte, es wird ganz anders kommen, speziell in den grösseren Städten mit verschärften Klassengegensätzen, und bei denen, die sich viel erwartet haben, als sie nach Deutschland kamen. Darin wird man viel mehr Energie als in die Behebung von langfristigen Probelemen stecken. Leider hat man sich dieses vulgärmarxistische Publikum herangezüchtet. Das wird sich noch bitter rächen.

Montag, 30. März 2020, 22:56, von donalphons |