Die eigenen Leute

Kein langes, verdruckstes Drumrumreden.



Kein Gefühl, etwas schuldig zu bleiben.



Keine Notwendigkeit, ausgefallene Wünsche zu begründen.



Ich finde die gelebte solidarität, die ich oft sehe, prinzipiell gut, aber einfacher ist es immer noch mit denen, die man kennt und die eh wissen, was gebraucht wird. Bei den Erdbeeren ist der Kauf noch zu verstehen, aber bei Medikamenten ist jeder Wunsch auch ein Eingeständnis von Schwäche, und damit hadern viele, wenn sie älter sind, als sie zugeben wollen. Bei den eigenen Leuten ist das alles viel einfacher.

Donnerstag, 16. April 2020, 11:10, von donalphons | |comment

 
Gibt es für Medikamente nicht Lieferungen von Apotheken? Das wäre doch deutlich einfacher und man könnte auch auf solche Dinge wie Kühlung achten.

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Ja, Sie haben Recht: Es ist dieses Schwäche-eingestehen-Können, das für jeden schwer ist (und umso schwerer, je massenhafter die Gesellschaft), aber ohne das kein Miteinander funktioniert.

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Meine Mutter geht ja einfach nicht zum Arzt. Weil der könnte ihr ja vielleicht was mitteilen, was sie nicht hören möchte. Und wenn man was nicht weiß, dann braucht man auch keine Medikamente.

Wobei, vielleicht ist das nicht die allerschlechteste Strategie. Immerhin darf sie sich so, insgesamt in recht guter Verfassung, seit über 10 Jahren damit befassen, dass sie ja nun ganz bestimmt allerdemnächst sterben werde und ob ich nicht schon dies und jenes mitnehmen wolle.

Nur zum Zahnarzt geht es alle sechs Monate, immerhin.

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Spargel hab ich gestern direkt ab Hof geholt. Gibts Heute nach Feierabend.

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Jetzt müssen wir erst mal prüfen, ob der Transport, also Lebensmittel und Arzneimittel in einem Transportbehälter, überhaupt zulässig ist. Wie immer, wenn es um wichtige Sachen geht, hat die EU hierfür eine Rechtsakte geschaffen. In diesem Fall ist es 2013/C 68/01 , genannt "Leitlinien für die gute Vertriebspraxis von Humanarzneimitteln".
Aus dem Stand sehe ich Verstöße gegen die Dokumentationspflicht und das Zusammenlade-Verbot. Außerdem hätte der Apotheker die Tauglichkeit von Transportbehälter und Fahrrad untersuchen müssen.
Insofern ist es regelgerecht, sich die Arzneien besser mit dem Euro-4-Diesel-Pillentransporter anliefern zu lassen.

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Der Spargelbauer hat sich auch so eine Art drive-in gebastelt da die Mehrzahl der Kunden mit der Karre vorfahren. Als Radfahrer ist man dort Exot.

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Solidarität und Schwäche
Na, ich weiß nicht. Gut, im persönlichen Umfeld mag sich da, zumindest kurzfristig, etwas zum Besseren verändert haben. Aber sonst?

Hat das Hauen und Stechen wirklich abgenommen? Ich würde das nicht bestätigen wollen, trotz aller finanziellen Hilfen des Staates. Sobald es am Ende ans Bezahlen geht, da werden wir sehen, ob es eine neue Solidarität in der Gesellschaft gibt.

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Bezahlen kann das niemand
Selbst wenn man alle "Reichen" enteignen würde, inklusive Hasso Plattner, wären noch viele Rechnungen offen - und der Staat hätte das Problem, was er denn mit SAP und den ganzen anderen Konzernen und KMUs anfangen sollte, die ihm jetzt gehörten.

Wenn man sich nicht auf völlig ungerechte Symbolpolitik willkürlicher Zugriffe versteigen würde, kann "Corona" nur durch die Zentralbanken und "kostenlose" Schulden bezahlt werden; spannend bleibt es, wer alles in das sprudelnde Füllhorn hineingreifen darf.

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Völlig richtig, tga, die neuen Schulden werden ebensowenig zurückgezahlt werden (können) wie die alten Schulden. Auch nicht durch Enteignung der Reichen.

Aber das Leben wird deutlich teurer werden. Dadurch wird die Armut noch einmal ganz gewaltig zunehmen. Die Kosten des absurden Sozialstaates werden explodieren, die Armut noch weiter zunehmen. Ein Teufelskreis.

Um da heraus zu kommen, müßte mal etwas Neues ins Auge gefaßt werden. Nur, was?

Die Frage wird uns die nächsten Jahre permanent beschäftigen und vielleicht sogar einen Systemumbau erzwingen. Auch wenn ich nicht sehe, daß dies - in Deutschland - durch eine Revolution angestoßen werden könnte.

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Kennt noch jemand den "Juliusturm"? Bis 1957 hatte der Bund unter dem Finanzminister Schäffer acht Milliarden Deutschmarks als Reserve angespart.
Zum Aufbau der Bundeswehr wurde dann das angesparte Geld aus der Rentenversicherung ("Teufel-Liste") für Flieger und Panzer vermöbelt.
Und jetzt sind wir seit Jahren pleite. Wir haben nicht mal Geld für den Schutz der Mitarbeiter in Kliniken. Wir können die auch nicht seriös bezahlen.
ThorHa wird das bestimmt erklären können.

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Zum Thema Systemumbau
@querulant, gibt es grade hier einen interessanten Text mit interessanten Kommentaren (Link entschärft):
htt ps://sezession.de/62513/gesellschaft-mit-beschraenkter-verantwortung

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Ja, warum nicht auch eine Schülerzeitung? Die aber einer weiteren neoliberalen Partei zuarbeitet. Darf man von der einen „Systemumbau“ erwarten?

Ich glaube eher nicht. Nicht aus dieser Ecke. Verquastes Denken kann nur zu konfusen Handlungen führen:
„Das erste, was man abschaffen müsste, wäre zu große urbane Konzentration, indem menschen freiwillig sich über die so vielen leeren Räume auf der Welt verteilten und dort autark wirtschaften. Ich brauche nicht weiter auszuführen, dass alleine das schon so viele Pferdefüße hat, dass das kaum funktionieren kann - von freien "Aussteigern" mal abgesehen.“
Gähn...

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@ raphaela langenberg, Sonntag, 26. April 2020, 08:29

Richtige Kritikfähigkeit sähe anders aus. Um den Anschein von Arroganz zu vermeiden lasse ich das eine andere Person sagen:
„DrYueh schrieb am 26.04.2020 06:40:
Tatsache ist, dass dieses Corona Virus kein klassisches Killervirus ist. Sonst müssten nur schon angesichts der bekannten Infektionszahlen wesentlich mehr Leute, nicht "nur" Alte und Kranke, gestorben sein. Die Quote ist mir dabei egal, resp. der Weg wie diese berechnet wird, was imo aufgrund unklarer Faktenlage eh ein Fischen in trüben Gewässern ist.
Was mir ein bisschen Sorgen macht: Was wenn ein richtiges Killervirus kommt? Die aktuellen Massnahmen kamen zu spät und auch sonst habe ich das Gefühl, dass da nicht wirklich nach einem Plan gearbeitet wird. Die Zivilisationsdecke ist immer noch sehr dünn.
Das hat die Bundesregierung für Dich und uns freundlicherweise schon mal von allen betroffenen / beteiligten Behörden Ämtern unter Leitung des RKI abschätzen und durchrechnen lassen – 2012, veröffentlicht Anfang 2013:
https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf
Ok, die gehen von einem "modifizierten SARS-Virus" aus, das sie deshalb "modi-SARS" nennen und für das sie eine Sterblichkeit von nur 10% ansetzen – gegen Ebola o.ä. also noch nicht wirklich ein "Killervirus". Aber schon das reicht aus, dass das Gesundheitswesen zusammenbricht (s. S. 5) und man in drei Wellen über drei Winter mit insgesamt ca. 7.5 Mio. Toten rechnen muss. Also in der ersten Wille mindesten 2.5 Mio.
TROTZDEM geht die Studie davon aus, dass die Bevölkerung sich ruhig verhält und nicht in Panik verfällt oder so … wie die sich DAS vorstellen, ist mir allerdings sehr schleierhaft.
Wie die Regierungen Merkel auf diese Warnung reagiert haben (der schon katastrophale Ergebnisse bzgl. der Vorbereitung auf eine Pandemie in der Übung LükEx2007 voraus gegangen waren), wissen wir ja: Sie haben natürlich nicht NICHTS getan, sondern sie haben ALLES getan, durch Privatisierung des Gesundheitswesens insgesamt und weiterer Krankenhäuser sowie die "Rentabilitätspflicht" für die öffentlichen Krankenhäuser (Vorsorge und Vorräte vorhalten sind aber nun mal leider nicht "rentabel") und vor allem durch die Verschärfung des "Pflegenotstands" die Voraussetzungen für die Reaktion in einer solchen Krise zu verschlimmern. D.h., wir dürften für ein "modi-SARS"-Virus mit mehr als 10% Sterblichkeit rechnen.
Haben diese Zahlen "Mutti" und ihre Kanaillen nicht irgendwie erschreckt? Nein, denn:
Seit dem 12.3. weise ich darauf hin, dass "Mutti" Merkel in ihrer ERSTEN Pressekonferenz zu "Corona" gesagt hat, man müsse jetzt die Durchseuchung abwarten bis es einen Impfstoff gäbe oder eben 60-70% (ihre Näherung für 2/3…) "durchseucht" wären. Nach den noch sehr wenigen damals bekannten Zahlen – vor allem denen aus Wuhan – bedeutete dies (damals): In Wuhan sind TROTZ umfassender Maßnahmen, die weit über das hinaus gingen und noch gehen, was wir in DE hatten und haben, bis Anfang März ca. 3,5% der gemessenen Infizierten gestorben. Auf Deutschland übertragen hieße das (damals): 83 Mio. x 2/3 x 3.5% ≈ 2 Mio. Tote.
Merkel wird sich gedacht haben: "Ok, liegt ja noch unter den Vorhersagen der RKI-Studie, also alles in Butter, wir müssen nix tun, ich kann das weiter aussitzen."
Aber irgendwer muss ihr dann gesteckt haben, dass einige Leute (nicht die anwesenden Journalisten) trotz PISA-Verdummung ("Irgendwer muss das ganze Gammelfleisch ja fressen" – Dombrowski alias Georg Schramm) einige Leute in der Lage sein könnte, diese Rechnung anzustellen und dass das also "Teile der Bevölkerung beunruhigen könnte".
Und DA hat sie dann langsam angefangen zu handeln.
Das muss noch nach dem 14.3. geschehen sein, denn an dem Tag twitterte ihr Gesundheitsministerium (geleitet von einem zum Pharmalobbyisten gewandelten Bankkaufmann) noch, dass Falschmeldungen im Umlauf seien, die Regierung würde einen Shutdown planen …
Für mich (und ich habe dazu noch keine ernst zu nehmende andere Interpretation gehört) bedeutet das, dass (die Regierung unter) Merkel mindestens bis 14.3. bereit war, 2 Mio. Tote in Deutschland in Kauf zu nehmen – eher mehr, denn 2 Mio. wäre ja das Ergebnis nach Maßnahmen wie in Wuhan.
Wie gesagt: auf der Grundlage der damals verfügbaren Informationen.
Ich nenne das geplanten Massenmord.
Trotzdem ist der Jubel über Merkel in den Medie kaum noch zu übertönen und ihre Zustimmungswerte schießen durch jede Decke. Wenn in den nächsten Tagen Wahlen wären und Merkel als "Kanzlerin auf Lebenszeit" mit Spahn als "Thronerben" aufgestellt würden, würden sie gewählt.
Und da fragen sich die Leute, wieso 1933 geschehen konnte, obwohl die Kommunisten (diese alten Verschwörungstheoretiker) schon vorher plakatiert hatten: "Wer Hindenburg wählt [in der vorangehenden Reichspräsidentenwahl], wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!"
Naja, vielleicht halten ja viele Deutsch intuitiv (ohne Nachrechnen) 2-2,5 Mio. ihrer Mitbürger für entbehrlich. Oder sind es vielleicht sogar noch viel mehr …?“

In Frau Merkels Kopf kann ich natürlich nicht hineinschauen. Die Gründe, warum die Sterblickkeit durch und mit covid-19 in Deutschland geringer ist als woanders, kennen wir noch nicht zureichend.

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Erst Lesen !
Der Artikel, ganz egal wo er publiziert wird, ist per se recht gut. Aber mei...da müsste man sich damit auseinandersetzen.
Im Netz rumplärren ist halt einfacher.

Hochachtungsvoll, Desillusionierter

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„Erst Lesen !“
Habe ich natürlich gemacht. Da sind wir verschiedener Ansicht. Mein Eindruck: wirres Zeugs, würde auch als Schulaufsatz nicht gut durchgehen. Den Schlußabsatz (wo ich den wohl her habe?) habe ich ja zitiert:
„Das erste, was man abschaffen müsste, wäre zu große urbane Konzentration, indem menschen freiwillig sich über die so vielen leeren Räume auf der Welt verteilten und dort autark wirtschaften. Ich brauche nicht weiter auszuführen, dass alleine das schon so viele Pferdefüße hat, dass das kaum funktionieren kann - von freien "Aussteigern" mal abgesehen.“
Wenn Sie das „per se recht gut finden“ interessiert mich, mit Verlaub, Ihre Meinung nicht weiter. Das Wahlrecht behalten Sie ja dennoch.

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@gelegentlich2000: ich hab den Artikel nun auch kurz überflogen, über manches Detail kann man sicher streiten.

Der Autor plädiert letztlich für mehr "skin in the game", ähnlich Nassim Taleb in seinem gleichnamigen Buch (finde ich empfehlenswert), über die Art und Weise, wie so etwas umgesetzt werden sollte, kann man natürlich unterschiedlicher Ansicht sein.

Ich hab mir bewusst den Rest der Website nicht angesehen, und finde den Artikel an sich nicht "Neonazi" oder "Schulaufsatz".

Ohnehin plädiere ich für mehr Medienkompetenz. Nur weil etwas auf einer Neonaziseite steht, muss es nicht falsch sein. Genauso wie der Arzt, der Ihnen empfiehlt, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht deshalb unrecht hat, weil er selber Kettenraucher ist.

Natürlich kann man auch sagen, "ich will mich damit nicht auseinandersetzen, weil da soll alles Nadsi sein, also ist das auch Nadsi". Dann gehört man halt zur Ignorance is Bliss Fraktion.

Da kann man sich mit zufrieden geben, kommt halt auf den Anspruch an, den man an sich hat.

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Du kleiner perverser Stalker, lastexit Straßenstrich 14:59, profitierst unendlich von der Milde des Hausherrn, du gelerntes Würstchen mit deinem gekränkten Ego, du Musternazi auf dem Gebiet des Wichsens, der du eine justitiable Verleumdung nach der anderen gegen Don raushaust, weil er schon früh erkannt hat, zu was für einem charakterlichen Insekt die Natur dich erkoren hat.

Was wurde eigentlich aus der Gummimaske unter deinem Aluhut, die du neben deinem Job als Pförtner erfinden wolltest, um 100 % der Erdstrahlen oder warens die Coronaviren von deinem Schädel abzuhalten? Loooooser.

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Ich nenne das geplanten Massenmord.

Wer bis dahin gelesen hat, war schon ziemlicher Masochist. Oder schlicht bescheuert, man suche sich das gerne aus.

Dagegen waren die Flugis des Marxistischen Studentenbundes MSB Spartakus ausgemacht intelektuelle Essays.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Und jetzt sind wir seit Jahren pleite.

Klar. Ausgaben für das Gesundheitswesen in Deutschland:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/39013/umfrage/ausgaben-im-gesundheitswesen-in-deutschland/

Relativ zum Sozialprodukt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitssystem_der_Vereinigten_Staaten#/media/Datei:Health_care_cost_rise.svg

Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung seit 1950:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/

Eindeutig kaputtgespart! Also so was von ...

Gruss,
Thorsten Haupts,
sich mal wieder zeitweise abmeldend. Die Diskussion hier kippt ins Irre. Nicht ungewöhnlich, wenn Menschen sich übersteigert persönlich bedroht fühlen.

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Die Ausgaben fließen allerdings nicht in die Taschen der Ausführenden sondern versickern vorher.

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"Wer bis dahin gelesen hat, war schon ziemlicher Masochist. Oder schlicht bescheuert, man suche sich das gerne aus."

Mir lag ja noch etwas ganz anderes auf den Lippen, raphaela langenberg, aber ich verzichte und zitiere einfach mal Herrn Haupts.

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Ganz brauchbare Vorschläge von Unzicker:
https://www.heise.de/tp/features/Corona-Technische-Loesungen-fuer-einen-sicheren-zuegigen-und-nachhaltigen-Exit-4709123.html
Aber dazu müßte man den Hysteriepitch der Presse mal runterdrehen und 1, 2 Wochen vorher ankündigen, was kommen soll.

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Geht nicht
@colorcraze: Dann hätten sie gar nix mehr, mit dem sie die Sendezeit noch füllen könnten.

"...Das muss noch nach dem 14.3. geschehen sein, denn an dem Tag twitterte ihr Gesundheitsministerium (geleitet von einem zum Pharmalobbyisten gewandelten Bankkaufmann) noch, dass Falschmeldungen im Umlauf seien, die Regierung würde einen Shutdown planen …"

He he, ja der war gut; "Fallen sie nicht auf fake news herein" (oder so) :-B

Was den Text auf Sezession und die Kommentare dazu betrifft, kann ich mir zu diesem Thema keine abschließende Meinung bilden. M. E. sind beide Positionen (mehr Staat oder so wenig staatliche Regulierung wie möglich) nachvollziehbar.
Bin da immer hin- und hergerissen. Wahrscheinlich also sowas wie ein verkappter, "mittiger" So(wohl-als-auch-)zialdemokrat früheren Typs :-/

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Das mit dem kaputtgesparten
Gesundheitssystem, explizit dessen klinischem Sektor, erzählt mir jede Pflegekraft, die mir begegnet. Von der Intensiv-Schwester bis zum Pfleger in der Forensik und alles dazwischen.
Wenn die Leute "an der Front" das so sehen (und mit vielen Beispielen unterfüttern) kann es m. E. so falsch nicht sein.

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Dann hätten sie gar nix mehr, mit dem sie die Sendezeit noch füllen könnten.
John Peel hat seine Sendungen auch nicht groß geplant. Macht man halt eine Sendung "Einsendungen aus dem Homeoffice", schon hat man 6 - 14 h Programm die Woche. Dann macht man noch eine Cineasten-Retro-Filmgeschichte- Sendung, diverse Filme in voller Länge und hinterher 3, 4 Nasen, die sich darüber unterhalten, über die Zeit, in der der Film entstanden ist, was es da für andere Filme gab usw usf, hat man nochmal 10 Stunden belegt. Und warum muß rund um die Uhr Halligalli-Programm sein? Man könnte doch auch die S-Bahn-Fahrten aus den 90ern mal wiederholen oder das Testbild, das uns ganz abhanden gekommen ist.
Ich gebe zu, damit kann man nur etwa ein Drittel der wöchentlichen 168 Stunden bestreiten, aber das ist doch schonmal einiges.

Wenn die Leute "an der Front" das so sehen (und mit vielen Beispielen unterfüttern) kann es m. E. so falsch nicht sein.
Hm, da wäre ich gerade erst recht skeptisch, denn keiner will, daß an seinem Arbeitsplatz gespart wird.

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John Peel
war großartig :-)

Sowas wie "Einsendungen aus dem Home Office" machen sie wohl schon. Könnte die Zuschauer dazu bringen, (noch?) öfter stattdessen YT und Co anzuschauen, ist ja kein Unterschied zu irgendwelchen Video-Blog-Formaten und deren Themen und Protagonisten sind meist spannender.

"Kaputtgespart" bedeutet oft auch privatisiert. Und da geht´s dann um Rendite statt Patientenwohl.
Oft genannte Stichworte (von Pflegekräften in privatisierten wie nicht-privatisierten Kliniken) sind z. B. "Personalschlüssel" und "Fallpauschale".

Ein Grund, warum hierzulande multi-resistente KH-Keime weiterhin ein großes Problem sind: Umfassende Desinfektion kostet, abgesehen vom Material, auch Zeit und "Zeit ist Geld".

Umfassendere Dokumentationspflichten als früher kommen noch obendrauf und müssen von den Pflegekräften heute "nebenbei" mit erledigt werden, was ebenfalls viel Zeit kostet. Sowas wie Stationssekretärinnen o. ä. gibt´s nicht mehr.

Sehr interessant, sich mit Klinikbeschäftigten verschiedener Bereiche zu unterhalten. Und sehr bestärkend in dem Beschluß, einen möglichst weiten Bogen um jedes KH zu machen.

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Beim Thema Gesundheitssystem
tendiere ich wohl doch eher zu(rück zu) "mehr Staat" als zu "mehr (Eigen-)Verantwortung" (sprich: Auslagerung in Privat-/Renditeunternehmen).

Auch wenn ich selbst jeden Kontakt dazu als Objekt ("Patient"/Duldender) weitmöglichst vermeide (einfache Brüche z. B. wachsen auch von alleine wieder zusammen, sollte es nochmal zu einem kommen).

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John Peel auf BFBS war seinerzeit das Beste was es gab, leider immer sehr spät nachts, für mich als Schüler. David Rodigan sendet immer noch. Ungeplant stimmte aber nicht immer, meist gab es schon sowas wie ne playlist. Ungeplant wurde es immer dann, wenn Gäste kamen.

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Ob man das Gesundheitssystem staatlich oder privat organisiert, ist letztlich nicht der entscheidende Faktor. Es geht nicht nur darum, wieviel Geld zur Verfügung steht, sondern auch darum, was man mit dem Geld macht. Geht es in die medizinische Betreuung oder in die Dokumentation derselben. Früher wurde wohl schon mehr vertuscht, wenn was schief lief, aber heute wird extrem kleinteilig dokumentiert, was wann gemacht wird und das kostet Kapazitäten und damit Geld. Staatliche Organisation produziert fast immer Bürokratie und wenn ein Sektor engmaschig staatlich überwacht wird, wie das Gesundheitswesen oder die Finanzwirtschaft, dann führt das unabhängig von den Eigentumsverhältnissen auch zu Bürokratie. Ob die eigentlichen Stärken der privaten Organisation, Ablaufoptimierungen und Organisationsverbesserungen durch Innovationen dann noch zum Tragen kommen und den Zwang zur Dividendenzahlung überkompensieren, kann ich nicht beurteilen, habe aber Zweifel, der Ruf der privaten Ketten unter Pflegekräften ist nicht der Beste. Andererseits ist aber auch staatliche Organisation wie NHS oder IKA in Griechenland wenig überzeugend.

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@ raphaela langenberg, Montag, 27. April 2020, 08:09

Da stimme ich Ihnen vollumfänglich zu. Ein Verwandter von mir, ein Arzt, jetzt in Rente, hatte in den letzten Jahren jede Freude an seinem Beruf verloren weil ein immer weiter steigernder Anteil der Arbeitszeit für sinnarme Dokus verwendet werden musste: „... aber heute wird extrem kleinteilig dokumentiert, was wann gemacht wird und das kostet Kapazitäten und damit Geld.“ (buerger, Montag, 27. April 2020, 08:34). Hintergrund: Privatisierung. Investoren wollen Anlagemöglichkeiten prüfen.
Faszinierend wie die Politik und die Medien es schaffen im Moment zu erreichen, dass über die wichtigen Fragen gar nicht geredet wird. Wie konnte es zu diesem (möglichen!) Notstand in der Intensivmedizin überhaupt kommen? Welche Kräfte haben denn die neoliberale Verwüstung des Gesundheitssektors durchgesetzt? Nein, das betrifft nicht nur die Partei die den Kanzler gestellt hat.

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@ greenbowlerhat, Sonntag, 26. April 2020, 20:20

„Nur weil etwas auf einer Neonaziseite steht, muss es nicht falsch sein. Genauso wie der Arzt, der Ihnen empfiehlt, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht deshalb unrecht hat, weil er selber Kettenraucher ist.“

Danke, made my day. Klar, das Umfeld und die Reputation einer Quelle können niemals ein inhaltliches Argument sein. Aber das war doch sehr schlicht. Und der Hilfeversuch (einer Sockenpuppe?) vergeblich.

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Wer sich eins seiner Augen zuhält
verhindert sein perspektivisches Sehen.
Und das Nach-Quaken vorgegebener Parolen wie"Neonadsi" bestätigt den Eindruck selbstgewählter Perspektivbeschränkung.

Mehr dazu evtl. später, muß jetzt zur Arbeit (heute ist wieder Absoden von knochentrockenem Boden dran, eine sehr erdende Tätigkeit).

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Lieber gelegentlich2000, meine These die hinter meinem Post steckte, ist, dass Sie sich offenbar weigern, sich mit Dingen inhaltlich auseinanderzusetzen, wenn diese gerade mal nicht in Ihr Weltbild passen.
Dass Sie darauf nur mit einem ad hominem Argument zu antworten vermögen, ist ein Beleg dafür.

Und dabei wollen wir es solange belassen, bis es wieder um Inhalte geht und nicht um eine Haltung, also das Gegenteil jeder auch nur ansatzweise gelebten Wissenschaftlichkeit.

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@buerger - das optimale Gesundheitssystem zu finden ist vermutlich unmöglich ... Die meisten Systeme wurden nie für die heutige Situation geplant, bei der eine kleine Gruppe von Patienten (insbesondere die älteren Patienten) sehr große Kosten verursachen können. Die Systeme stammen alle noch aus einer Zeit, in der die meisten Krankheiten recht schnell zu Ende gingen - entweder mit Heilung oder Tod; die wenigen chronischen Krankheiten vielen da nicht ins Gewicht. Heute hat man plötzlich Behandlungen die derart aufwändig und teuer sind, dass eine Finanzierung gar nicht mehr so einfach ist.

Staatliche Systeme haben gegenüber halb-privaten oder privaten Systemen natürlich den Nachteil der größeren Transparenz - und das macht eine Kritik erheblich leichter. Bei Systemen mit vielen Anbietern und Kostenträgern ist das viel komplizierter - beim NHS kann man sich Kosten und Behandlungserfolg recht einfach ansehen.

Ein viel größeres Problem IMHO ist die Pflege - ohne vernünftige Pflege bleiben alte Menschen entweder zu lange im Krankenhaus (was teuer ist) oder ohne ausreichende Unterstützung (was grausam ist). Aber irgendwie scheint das noch immer nicht gelöst zu sein, obwohl es dafür deutlich mehr Vorwarnzeit gibt als z.B. für Kindergarten- oder Grundschulplätze.

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Die Frage, ob ein Ende des Lockdown durch Masken und Abstand möglich ist, harrt ja nun der Beantwortung. In 14 Tagen wissen wir mehr.

Daß die Privatisierung des Gesundheitssystems generell ein Fehler ist, ergibt sich schlicht und einfach aus der Tatsache, daß Privatisierung immer Gewinnmaximierung bedeutet. Was das am Ende bedeutet, kann man an anderer Stelle doch schon lange sehen. Im Bereich der Daseinsvorsorge ist Privatisierung ein Unding in meinen Augen.

Der große Sozialist in den Reihen der CDU hat seinerzeit die Pflege aus deer Krankenversicherung ausgegliedert, um das Versprechen, die Krankenversicherungsbeiträge nicht zu erhöhen, nicht brechen zu müssen. Was das für Folgen hatte und weiter haben wird, auch aufgrund der Privatisierung der Pflege, ist unübersehbar.

Mein Mitleid mit den verarmten Medizinern hält sich auch schwer in Grenzen. Anders sieht es dagegen beim Rest des medizinischen Personals aus. Aber das gilt ja für alle Bereiche der Wirtschaft. Ja, richtig gelesen, der Wirtschaft.

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@ Gux. „Nie für die heutige Situation geplant“
Dem ist wohl so. Und es ist politischer Selbstmord, eine Diskussion darüber anzuzetteln, wieviel Gesundheit/welche Operationen sich die Gesellschaft leisten will.

Man könnte ja recht einfache Cut-offs definieren: ab Krankheitssituation x nur noch Sterbebegleitung, keine Hüften Ü80, SchönheitsOPs selbstbezahlt (ist meist schon so), Folgekosten aber auch (ist nicht so). Welche lebensverlängernden OPs durchgeführt werden, ab welcher Restlebenserwartung, diese Diskussion müssten wir führen, wenn wir ein bezahlbares und leistungsfähiges Gesundheitswesen haben wollen.

Sie zu führen ist aber sehr schwer, mir scheint, Schäuble geht in die Richtung, aber er ist auch alt genug, dass er das kann.

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In England hat man das mit NICE versucht (darüber hat sich der jetzige Gesundheitsminister Spahn ja schon ausgiebig ausgelassen - bar jeglicher Sachkenntnis) und hat einen Wert von etwa £30k pro gesundem Lebensjahr festgelegt; Behandlungen, die teurer sind, werden nicht so leicht bezahlt (es ist etwas komplizierter - außerdem wurde das von Labour eingeführt und spätere Regierungen haben Möglichkeiten zur Umgehung geschaffen ...).

Letztendlich ist die Diskussion aber notwendig wenn es nur begrenzte Mittel gibt (das gibt es immer) - aber es ist keine sehr schöne Diskussion. Man hat das bei den Berichten zur Triage gesehen - auch wenn das etwas ganz normales bei Unfällen etc ist, scheint die Bevölkerung das nicht verstehen (zu wollen).

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@ greenbowlerhat, Montag, 27. April 2020, 10:00

„Dass Sie darauf nur mit einem ad hominem Argument zu antworten vermögen, ist ein Beleg dafür.“

Darf ich dieses ad hominem Argument bitte einmal sehen?

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Apropos John Peel.
Schon (oder: noch) anno 2002 lief im "Radio Eins" aus Babelsberg eine nächtliche John Peel-Sendung: die nachts einzige anwesende Dame legte nach ihren fünf Minuten Nachrichten vorlesen eine von John Peel für seine nächtliche einstündige "Live"-Sendung vorproduzierte CD-R ein. Man sagte mir vor Ort, der machte das immer so.

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@jeeves: So in etwa habe ich mir das vorgestellt - denn auf BFBS in Berlin und auf SWR2 war der in den 1980ff zu seiner sehnsüchtig erwarteten Stunde natürlich auch nicht live.
Er dürfte wohl mit zu den Erfindern des Home Office gehören.

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Treibsand sagt auch, ich bin vollkommen unschuldig, es war nur die Schwerkraft

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gesundgespartes Gesundheitssystem
colorcraze, Sonntag, 26. April 2020, 23:00

"Wenn die Leute "an der Front" das so sehen (und mit vielen Beispielen unterfüttern) kann es m. E. so falsch nicht sein.(Raph. Lang..)

Hm, da wäre ich gerade erst recht skeptisch, denn keiner will, daß an seinem Arbeitsplatz gespart wird."

Ist schon richtig, dass Arbeitnehmer das nicht wollen.
Es wurden hier im Disput ja jede Menge Gründe angegeben wie z.B. Dokumentenpflicht (dafür gibt es auch nachvollziehbare Gründe) oder "Personalschlüssel" und "Fallpauschale".

Andere Sparmaßnahmen wie zu wenig ausgebildete Krankenschwestern und Pflegekräfte (warum holte man Tausende von diesen Fachkräften aus den osteuropäischen Ländern oder den Philippinen etc. ?).
Ob staatlich oder privat es ging immer ums Sparen. Bei privat kommt der Profit dazu denn ohne den gibt es kein Gesundheitsgeschäft oder man verlangt bei Verlusten die Sozialisierung derselben.

Ärgerlich ist bei alledem wie die Politiker derzeit bei jeder Gelegenheit ihre Sparpolitik (wir haben solide gewirtschaftet) einfach die Resultate ihrer Sparpolitik ausblenden. Gilt auch für das Bildungswesen, Ausstattung der Schulen usw.

Als "kaputtgespart" würde ich das noch nicht bezeichnen. Verbesserungen hat es wie Hr. Haupts andeutet auch gegeben. Das kostet halt mehr einschließlich der längeren Lebenserwartung. Aber diese Mehrkosten z.B. in der Krankenversicherung hat man gedeckelt wegen der Entlastung der Arbeitgeber . Dafür wurden dann Arbeitnehmer mit Zuzahlungen zur Kasse gebeten.

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Es traut sich keiner ran, mehr als Stückwerk zu machen. Das System neu zu denken wäre hilfreich, aber Fallpauschalen zu verhandeln ist einfacher.

Ich klinke mich aber hier aus, mit einer Medizinerin als Frau ist das vermintes Gelände, da kann man als Kaufmann und Ehemann nur verlieren.

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Ethik und Moral
Seit den Lockerungsdiskussionsorgien stand die Frage ja schon im Raum, die unser Bundestagspräsident nun beantwortet hat: Der Wert des Lebens ist relativ. Leben darf nun gegen Leben aufgerechnet werden.

War da nicht was? Wie war das noch mit der Frage, ob Passagierflugzeuge abgeschosseen werden dürfen. Ob Weichen so oder so gestellt werden dürfen. Ob Computer die Frage über Leben und Tod entscheien dürfen.

Alles nur noch Makulatur?

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In echten Krisen war das schon immer Makulatur. Und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Daran kann sich bei weiterer Überlegung auch gar nichts ändern ...

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Ja, es haben sich schon immer Menschen für "die Sache" geopfert, und es sind schon immer Menschen "für die Sache" geopfert worden. Man muss da gar nicht bis zu Leonidas zurückgehen, oder zu den Grabenkäpfen des 1. Weltkriegs, obwohl Stephen Fry als General Melchett das in der 4. Staffel von Blackadder nur oberflächlich lustig vorspielte.

Das können sogar Unternehmen, siehe den Ford Pinto Fall, und im Grunde auch Boeing mit der 737Max - auch da wurden Leben abgewogen mit den Kosten für eine Neukonstruktion, mit bekanntem Ergebnis.

Praktisch wird auch "höherwertiges Leben" angenommen, dafür brauchen wir gar keinen Apartheidsstaat. Der durchaus gelebte Grundsatz "Frauen und Kinder zuerst" kommt ja nicht von ungefähr.

Es gibt auch eine starke moralische Erwartung, sich in Krisensituationen zu opfern. Franceso Schettino wird verachtet, weil er sein Leben über das der Passagiere stellte.

Das viel Gefährlichere an der Sache ist, dass das alles so schlimme Menschen an der Macht sind, die da entscheiden. Kleine ängstliche psychopathische Würstchen ohne Anstand die nur dem eigenen kurzfristigen Vorteil dienen. Ich glaube nämlich schon, auch wenn das Ergebnis dasselbe ist, es macht einen Unterschied, ob jemand nach reiflicher Überlegung eine Maßnahme anordnet die Menschen in den Tod schickt, oder ob wir es mit einer "Huch jetzt isser halt da, der Virus" Gauklertruppe zu tun haben, die außer Dilettieren nur stümpern kann, dafür aber richtig.

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Damit gehen wir in Richtung Diskussion der Regierungsform. Machiavelli hat sich damit recht intensiv auseinandergesetzt, wie ein Alleinherrscher sich sinnvollerweise verhalten sollte. Das meine ich durchaus unironisch.
Ein „guter“ Alleinherrscher ist der Schwarmintelligenz der Demokratie wahrscheinlich überlegen, die Schwierigkeit ist jedoch die Selektion...Auch andere Länder haben so ihre Mühen und im alten Rom gab und in den USA gibt es zumindest Amtszeitbegrenzungen, die allerdings auch nicht immer verhindern können, dass Kinder den Eltern oder Ehegatten einander nachfolgen. Russland ist da auch ein interessantes Beobachtungsgebiet, wobei sich wohl erst im Rückblick klären lässt, ob Putin nun ein guter oder schlechter Alleinherrscher war.

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Es wundert mich ja nicht wirklich, wie leicht und schnell Menschenrechte, Grundrechte und alle Errungenschaften der so genannten Zivilisation über Bord geworfen werden. Ich frage mich nur, wie will man jemals wieder dahin zurückkommen?

Was will man in Zukunft denen sagen, die zurück zum Nationalstaat drängen, die keine Einwanderung wollen, die das Leben der Flüchtlinge gegen unser Leben, unsere Lebensqualität aufrechnen?

Wer wie unser Bundestagspräsident und andere argumentiert, der tritt alle Werte mit Füßen und fordert im Prinzip eine neue Bücherverbrennung. Das ist eine gefährliche Nähe zum Nationalsozialismus.

Nun, so anders war die Gesellschaft vor Corona ja auch nicht, es wurde nur nie so deutlich formuliert. Die Bürger konnten sich immer noch selbst belügen. Das ist jetzt wohl Geschichte, sobald die Corona-Folgen (fast) jeden treffen werden. Was dann aus dieser Gesellschaft wird, na, jedenfalls wohl keine bessere.

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Etwas böse: es läuft schon eine Weile so, dass Menschen unterschiedliche Wertigkeiten zugerechnet werden. Über Quote, die einer Gruppe vorbehalten sind, zum Beispiel.

Aber es ist schon eine andere Qualität, einerseits bei gleicher Eignung Frauen und Behinderte zu bevorzugen und andererseits Menschenleben gegen Wirtschaftswachstum aufzurechnen. Frei nach dem Motto, es sind ja nur Alte, nur Migranten oder nur Männer.

Es ist beachtlich, mit welcher Eloquenz Grundrechte über Bord geschmissen werden.

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@Querfrontulant, wissen Sie überhaupt, was ein Flüchtling ist?

Ist das was Sexuelles, wenn Sie die Bundesrepublik Deutschland mit Ihrer Fascholalie zu denunzieren versuchen? Es ist äußerstes Kinderkrippenniveau, im selben Schluckauf was von Einwanderung zu erzählen (die bitterbösen Gegner) und nahtlos von Flüchtlingen anzufangen. Zwei Gruppen, die per Definition keine gemeinsame Schnittmenge haben.

Ist es zuviel verlangt, dass, wer Einwanderung von Analphabeten herbeisehnt, um seinem eigenen Land zu schaden, dafür nicht Asylsuchende missbraucht oder Menschen vors Loch schiebt, die Flüchtlingsstatus beantragt haben?

Einwanderer ungleich Flüchtling, Flüchtling ungleich Einwanderer. Die Schwierigkeit, postlogisch Begriffe auseinanderzuhalten, teilen Sie mit der alten Rautenkönigin.

So viel hat Konfuzius seit Erfindung des tiefen Tellers gelernt: Wer lautere Motive hat, wer niemanden betrügen will, braucht nicht mit den Begriffen zu schludern.

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Es begann, als man feststellte, daß man Leben nicht mit Wirtschaft aufrechnen konnte. Da kamen die sozialen Folgen des Lockdown ins Spiel. Plötzlich waren es die Familien und Kinder, die durch Gewalt bedrohten Frauen und einsamen Alten, denen der Lockdown nicht länger zugemutet werden konnte. So kam man zu einer Risikobewertung, die ein Ende des Lockdown vertretbar erscheinen ließ. Unterstützt wurde das durch Zahlen, die in meinen Augen keinerlei Prognose zulassen.

Bis zu diesem Punkt hätte allerdings zu Aussagen wie denen des Bundestagspräsidenten überhaupt noch keine Notwendigkeit bestanden.

Daraus schließe ich, daß man einen zweiten Lockdown nicht mehr in Betracht zieht, egal was kommt.

Und so wird vorgebaut, indem der Wert des Lebens relativiert und eine Abwägung Leben gegen Leben vorgenommen wird.

Doch ist es das wirklich? Ist es nicht vielmehr eine Abwägung zwischen Leben und Lebensqualität? Nun, das machte es nicht besser, sondern wäre ...

Ich erspare es mir, das deutlicher zu formulieren.

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Ja, es wird einiges klarer
zur Zeit. Das ist das Gute an der Situation.

Für JEDEN Menschen sind andere unterschiedlich wertvoll. Das ist völlig normal und natürlich. Nur für einen Automaten wären "alle" Menschen gleich wichtig oder wertvoll. Für einen Menschen ist das unmöglich: Die eigenen Angehörigen und/oder Freunde haben für ihn immer eine größere Bedeutung als Fremde.

Das ist evolutionär so angelegt und immer noch sinnvoll, denn ohne Zugehörige, die sich verantwortlich fühlen (weil sie wissen, daß man sich auch für sie im Ernstfall verantwortlich fühlt) ist man in Krisensituationen auch heute noch "am A*sch" (bitte entschuldige Sie mein Klatschaianisch, habe ausnahmsweise mal Alkohol getrunken).

Die "universelle" Menschheits"familie" ist eine Automatenidee, keine menschliche und von daher nicht-menschlich (dem menschlichen Wesen nicht immanent).

Versuche, Menschen in etwas zu verändern, das sie ihrem Wesen nach nicht sein können, sind m. E. menschenfeindlich: Man weigert sich, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind und möchte sie in etwas verwandeln, das sie nicht sein können (Beispiele liefert die Geschichte zur Genüge - sollte man zumindest denken).

Wer ehrlich ist und sagt, daß ihm 1. die eigenen Zugehörigen und 2. diejenigen, die ähnlich denken, ähnliche geschichtliche und kulturelle Hintergründe haben, mit denen er Gemeinsamkeiten teilt wie z. B. dieselbe Sprache, wichtiger sind als Menschen mit ganz anderen Hintergründen, der ist gaaaanz bööööse, voll "Neonadsi" und überhaupt igittbahpfui.

Diese Dressur zum Wider-Menschlichen funktioniert aber nicht wirklich: Sogar in Deutschland nicht mehr so perfekt wie gewohnt. Und das ist gut weil Ehrlichkeit immer besser ist als Heuchelei. - Darauf ein Glas rotes Gift für alle, Prost.

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Und so wird vorgebaut, indem der Wert des Lebens relativiert und eine Abwägung Leben gegen Leben vorgenommen wird.

Heilige Einfalt ... Na schön, spielen wir doch mal. Wir formulieren den Grundsatz: Der Wert des Lebens jedes einzelnen Menschen geht allen anderen Werten vor und ist unter allen Umständen zu achten.

Und dann sehen wir uns mal kurz die logischen Konsequenzen dieses Grundsatzes an:

- Verbot jeglichen motorisierten Verkehrs (ein Fussgänger ist einem Auto/Bus/Motorrad/Zug immer und automatisch unterlegen, wenn es zum letztlich nie völlig unvermeidbaren Unfall kommt)
- Verbot jeglicher Restriktion medizinischer Versorgung - jeder Mensch ist so lange am Leben zu erhalten, wie das medizinisch unter Ausnutzung aller Möglichkeiten technisch gerade geht
- Verbot jeglicher Technik, die ein Restrisiko für menschliches Leben nicht ausschliessen kann. Als da wären Hochspannung, jegliche Chemiefabriken und Raffinerien, mechanisierte Produktionsanlagen aller Art etc. pp

Ich höre schon auf, das würde eine endlose Liste. Wer es persönlich mit dem "Wert des Lebens" tatsächlich und wirklich ernst meint, der will in eine Zeit zurück, die es nie gab. Und Zustände menschlicher Gesellschaften, die absolut nicht wünschenswert sind (und am Ende vermutlich mehr Leben gefährden, als der Corona-Virus).

Letztlich sind selbst die Gutwilligsten unter uns bereit, eine Abwägung "Leben gegen Lebensqualität" zu treffen, wir unterscheiden uns nur darin, wo genau wir die Grenze ziehen.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Als ob
irgendwer von dieser Globalisten-Clique (genannt "Regierung") sich jemals um Alte oder anderweitige "Minderleister" geschert hätte (und um die "Leistungsfähigen" nur insofern, daß sie sich noch möglichst lange ohne zu zicken weitermelken lassen).

Für die sind wir alle nur Vieh: Solches, das schon zum Schlachter kann und solches, das noch anderweitig nutzbar ist.

Und das ist, glaub ich, was mich als Allererstes mißtrauisch machte: Alte, die sonst einfach möglichst kostengünstig und ohne Aufheben verrecken sollen (Pflegenotstand ist seit vielen Jahren bekannt, passieren tut nichts), "Umweltsau"-Omas und "alte, weiße Männer", plötzlich Gegenstand erhöhter Sorge der Obrigkeit? - Ha! Das ist so glaubwürdig wie der Wolf, der ein Ausbildungskonto für Zicklein anlegt.

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Zeit der Wunder
Nach langer Zeit mal wieder ein Kommentar von Herrn Haupts, dem ich vollinhaltlich zustimmen kann: Das Leben ist eins der gefährlichsten ;-)

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Mittlerweile kenne ich ja Ihren Stil, Herr Haupts. Die Einfalt überlese ich also mal.

Wo ziehen Sie denn die Grenze, stehen sich das Leben der Einen und die Lebensqualität der Anderen gegenüber?

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Welche Lebensqualität haben denn z. B. einsame, alte Menschen in Heimen noch, wenn es keine Gemeinschaftsveranstaltungen (Chorsingen, Tanzen z. B.) mehr gibt und nicht mal mehr jemand zum Vorlesen kommt oder mit einem Haustier (Tiertherapie, kostet nix und kann sehr wichtig sein), geschweige denn, Angehörige sie besuchen dürfen?

Sie verlieren die wenigen Lebenskontakte, die sie sonst noch hätten, die einzigen Hochlichter, die es für sie noch gibt. Die Dementen unter ihnen oft für immer, weil sie nach ein paar Wochen ihre Angehörigen nicht mehr erkennen. Das muß die Hölle sein.

Leben ist was anderes als vegetieren...

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Aber offensichtlich nicht für Materialisten, leider :-/

"Leben um jeden Preis", auch den des Entzugs der Menschenwürde und der letzten, kleinen Freuden. Hauptsache, der Organismus (mehr ist ein Mensch ja offenbar nicht) atmet und stoffwechselt noch...irgendwie...

Man sollte öfter mit alten Leuten reden, z. B. auch über das Thema Tod. Überraschend (für manche) viele fürchten ihr physisches Ableben weniger als dessen (meist steril-grausame) Umstände und den Verlust des letzten Bißchens Würde, das man ihnen bisher noch gelassen hat.

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thorha, Montag, 27. April 2020, 22:52
Wie so oft folgst Du durchaus anerkenneswert dem gewundenen Weg zur Wahrheit; nur biegst du immer an der letzten Kreuzung falsch ab.

Latürnich basiert jedwedes menschliche Zusammenleben auf der Inkaufnahme des unnatürlichen Tods.
Rauchen, Straßenverkehr, Saufen, Ingenieure wie Dich, Grenzen der med. Versorgung vor allem usw. usf.

Hier jedoch, Depperl, geht es um eine ganz andere Frage. Und die hat Fr. Langenberg nun wirklich überaus geduldig sogar Dir ignoranten Rechenschieber nahezubringen versucht:

Sie lautet:
Darf ich selektieren?

Darf ich dem 80-jährigen Oppa den Beatmungsschlauch rausziehen, um ihn der 8-jährigen Enkelin von Thora einzuführen (obwohl ich weiß, daß sie intellektuell nach ihm kommt)?

Ich weiß, Du hast für solche Überlegungen nur ein fatalistisches Rülpsen übrig ("Das is so in Krisen, hähä").

Aber spürst Du nicht zumindest ansatzweise, in welch unlösbaren Konflikt diese Entscheidung jemanden stürzen kann, der sie nicht nur - wie Du - in einem schwulen Teekannenblog (ups!) treffen muß?

Ich glaube, Du wärst bestens mit deinem Kollegen Albert Speer klargekommen.
Nicht wirklich böse, sondern einfach nur kalt wie Hundeschnauze.

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Sylter2 - genau diese Fragen stellen sich diejenigen die im Gesundheitswesen arbeiten täglich. Das geht weniger um das Selektieren sonder um das, was sie hier als "Lebensqualität" bezeichnen: oft sind lebensverlängernde Maßnahmen im Alter zwar unangenehm, aber nicht sonderlich erfolgreich und Ärzte und Pflegepersonal müssen damit umgehen (und idealerweise auch mit den Patienten sprechen).

Und natürlich darf - und muß - man selektieren, wenn die Ressourcen nicht vorhanden sind; bei einem Unfall zum Beispiel - und dann geht es darum, die vorhandenen Mittel so einzusetzen, dass die größte Zahl von Menschen gerettet werden können.

Das Thema ist aber nicht neu, und dazu gibt es sehr viel Literatur von Menschen, die sich auch damit beschäftigt haben - denn es gibt da auch ganz praktische Probleme jenseits der akuten Medizin (Beispiel: Folsäure im Mehl: schützt ungeborene Kinder, kann aber alte Menschen schädigen).

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Der Tübinger Oberbürgermeister hat die Aussage des Bundestagspräsidenten weiter konkretisiert:

"Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einen halben Jahr sowieso tot wären - aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen."

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Erbetene Klärungen
@ raphaela langenberg, Dienstag, 28. April 2020, 10:37

„... damit vor den Gefahren einer potentiellen Abkehr vom rechten Weg (in Form des Lesens falscher, weil "kläglicher" oder "schmieriger" Gedanken) gewarnt sind :-B“
Ein „rechter Weg“ wird nicht beschrieben. Und gewarnt wird schon gar nicht. Offenbar haben Sie das Ziel der Bemerkung nicht verstanden. Nicht zum ersten Mal. Das Ziel war daran zu erinnern dass nichts deshalb schon wertlos ist weil es im Müll liegt. Ja, für mich sind „Acta diurna“ hochstaplerischer Müll, dennoch ungleich besser als diese „Sezession“.
Die Kritik daran, türkischstämmigen Muslimen zu erlauben Moscheen nach Mehmet Fatih zu benennen, muss ich schon deshalb gut finden weil ich das in den 90ern hiesigen Lokalpolitikern versucht hatte zu vermitteln.
Dass es ein Unding ist Oligarchen Impfstoffentwicklung zu erlauben statt diese unter öffentlicher Kontrolle durchzuführen kann ich auch nicht falsch finden.

„... "kläglich" sein soll, kann ich sicher ebenfalls heute abend nachlesen.”
Ganz einfach. Das intellektuelle Niveau.

„Früherer Bildungsbürger“: bevor sie verroht sind. Was nützt die Bildung wenn sie den Humanismus geopfert hat? (Ging mit der Flüchtlingsdebatte los)
Zu feige zu sein das eigene Herrchen anzugehen wegen der Unterstützung eines völkerrechtswidrigen Söldner-Angriffskriegs und der Duldung von Kopfabschneider-PR (Syrien) und stattdessen auf die dadurch Entwurzelten loszugehen ist damit gemeint.

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Darf ich selektieren?

Ich bewundere Ihre Methode, allen zu erklaeren, was die Frage war. Nur habe ich diese Frage weder gesehen noch darauf geantwortet, weshalb Ihre freundlichen Einwendungen etwas Gespenstisches haben ... Wie moistens.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Warum sollen Impfstoffe nicht durch private Initiativen entwickelt werden? Gerade Gates (aber auch Wellcome) haben gezeigt, dass sie deutlich schneller und flexibler agieren können als Regierungen.

Durchgeführt werden sie dennoch unter öffentlicher Kontrolle.

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Ich sehe schon, das Thema ist nicht sehr beliebt. Daher vielleicht noch der Hinweis, daß die Äußerungen des Bundestagspräsidenten und des Oberbürgermeisters sich nicht auf die Triage beziehen, sondern auf eine Kosten-Nutzen-Analyse.

Da frage ich mich doch, wie man einerseits das Leben derart gering schätzen kann, andererseits aber den Christen heraushängen läßt, geht es um den Schutz des ungeborenen Lebens, die Forschung an Embryonen u.v.m.

Aber neu sind diese Widersprüche ja nicht, schließlich geht das Punktesystem, nach dem weitere Behandlungen, Reha usw. zugebilligt werden, ja auf die Reichsversicherungsordnung einer Zeit zurück, als unwertes Leben noch durchaus ein gebräuchlicher Begriff war. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ist also nichts Neues.

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gux, Dienstag, 28. April 2020, 12:19
„ Warum sollen Impfstoffe nicht durch private Initiativen entwickelt werden? Gerade Gates (aber auch Wellcome) haben gezeigt, dass sie deutlich schneller und flexibler agieren können als Regierungen.
Durchgeführt werden sie dennoch unter öffentlicher Kontrolle.“

Weil der letztgenannte Punkt, die öffentliche Kontrolle, in Frage steht. Denken Sie an die Skandale damit. Und wenn Akteure dann auch noch mit Medien intransparent vernetzt sind...

Da bin ich stur: der Stifter sollte meinetwegen stiften - und dann stiften gehen. Die Öffentlichkeit hat sicher zu stellen dass nach dem Akt der Stiftung keinerlei gestalterischer Einfluss verbleibt, schon gar kein Einfluss auf die Zusammensetzng eines Stiftungsrates. Das beziehe ich nicht nur auf Gates sondern als deutscher Staatsbürger auch auf die Bertelsmann-Stiftung u.ä.
Sonst haben wir politische Entscheidungen für die am Ende niemand verantwortlich gemacht werden kann, absichtlich nicht - und neoliberal gewinnt am Ende immer.

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Die Öffentlichkeit hat sicher zu stellen dass nach dem Akt der Stiftung keinerlei gestalterischer Einfluss verbleibt

Yeah ... Ersatz durch einen oeffentlich-rechtlichen Ausschuss. Genau mein Traum von einer neutralen, nur dem Gemeinwohl oder Stiftungssinn verpflichteten Fuehrung. Oh, wait ...

Gruss,
Thorsten Haupts

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@Querulant: Die Aussage von Palmer ist vielleicht nicht sehr nett, aber nicht unbedingt falsch und etwas, das man auf jeden Fall fragen muß. Letztendlich braucht man eine Nutzen-Risiko-Analyse und muß sich überlegen, wo der größere Schaden entsteht. Die Frage zu stellen hat überhaupt nichts mit Selektion zu tun - es ist eine Frage, die sehr oft gestellt wird, nur nicht so öffentlich. Nehmen wir Impfungen: welches Risiko akzeptieren wir, um die Allgemeinheit zu schützen?

@gelegentlich2020: es gibt sehr verschiedene Stiftungen, und zum Beispiel Wellcome oder Gates haben die Pandemie-Vorbereitungen mit deutlich mehr Mitteln unterstützt als Staaten. CEPI (die internationale initiative um Impfstoffe für Epidemien zu entwickeln) hat von Gates und Wellcome jeweils $100m bekommen - von Deutschland gerade einmal $90m. Der Vorteil von Stiftungen ist, dass sie schneller und flexibler handeln können. Das Problem von staatlichen Regulatoren ist nicht nur die fehlende Flexibilität, sondern auch fehlende Erfahrung weil Stellen oft nach Proporz besetzt werden.

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Es geht bei den Aussagen nicht um Risiken, sondern um Kosten, gux.

Die Aussage von Palmer lautet schlicht, wozu in die Alten und in die Vorerkrankten noch investieren, die sterben ja sowieso. Mehr Menschenverachtung geht einfach nicht.

Wie ich schon schrieb, die Zeiten, in denen so argumentiert wurde, sind wohl schon wieder vergessen. Die Erblasten und Analogien werden verdrängt. Es trifft ja immer nur die Anderen.

Die Sprachlosigkeit sonst so mitteilungsfreudiger Zeitgenossen ist geradezu ohrenbetäubend. Nun ja, für mich ist das Antwort genug.

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Der entsprechende Eintrag des allverdummenden Nachschlagewerks ist auch recht dürftig.
htt ps://de.wikipedia.org/wiki/Euthanasie

Vielleicht wird der Eintrag ja gerade überarbeitet.

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Zum Thema von Birgit Kelle:

http://vollekelle.de/2020/04/27/altruismus-in-pandemie-zeiten-oder-schoener-sterben-mit-corona/

"Ja, wir werden alle sterben. Es ist das einzige, worin alle Menschen tatsächlich gleich sind. Wo aber das Recht auf Sterben diskutiert wird, wird die Pflicht zum sozialverträglichen Frühableben bald zur Pflicht. Es hat bereits begonnen."

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Palmers Aussage ist unglücklich im Ton (und ohne Zusammenhang, kann ich sie nur so interpretieren, wie ich sie sehe) - aber vom Inhalt ist sie nunmal nicht ganz so weit von der Realität entfernt, insbesondere von denen, die weder alt noch vorerkrankt sind.

Aber jede Intervention hat Kosten - finanzielle sowie gesundheitliche. Eine Rezession führt zu erhöhter Sterblichkeit und mehr Kriminalität - eine schwere Rezession zu deutlich mehr. Insofern muß man die Frage schon stellen, welche Kosten durch einen Lockdown entstehen, und ob dadurch der Nutzen gerechtfertigt wird.

Aber es ist eine Entscheidung, die letztendlich die Gesellschaft treffen muß - es gibt kein eindeutiges 'richtig' oder 'falsch', und eine solche Entscheidung erfordert eine Diskussion bei der am Ende entweder ein Konsenus, oder aber zumindest eine klare Mehrheit entsteht.

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Die Problematik ist ja nicht neu, es gab da was mit Eskimos und Eisschollen und Indianern, die zum Sterben in die Berge gingen. Aber heute würgt man solche Diskussionen am besten damit ab, dass man die Begriffe Eskimo und Indianer zu Nazi erklärt.

Ich finde, dass die Patientenverfügung ein richtiger Ansatz ist, damit entscheidet der Mensch selbst, wann abgeschaltet wird.

Wenn da nur nicht das Misstrauen wäre, dass meine Organe je früher desto mehr Wert sein könnten, äh, ich meine natürlich anderen Menschen helfen könnten...

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@ thorha, Dienstag, 28. April 2020, 14:43

Ich finde es toll wenn Privatleute gestalten wollen. Nur müssen sie das dann eben selber bezahlen. Warum den Steuerzahler da um Hilfe bitten? Sind klare Verantwortlichkeiten nicht einfach besser?

@ gux, Dienstag, 28. April 2020, 15:14
Sie haben in der Beschreibung recht. Das ist doch das Drama: erst die Staaten neoliberal verwüsten und dann die arm gemachte Öffentlichkeit mit einem Teil der Beute beglücken. Nicht gut.

Gegenstand kontroverser Ansichten zu sein ist Gates sicher gewohnt. Eine davon:
https://multipolar-magazin.de/artikel/der-impfaktivismus-der-gates-stiftung

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Palmers Aussage war die Antwort auf die Frage nach der Interpretation der Aussage Schäubles, gux. Daß sich darin die gesellschaftliche Realität wiederspiegelt, steht außer Frage.

Es ist doch unstreitig, daß ein Lockdown nicht ewig andauern kann, ohne immense gesellschaftliche Schäden zu verursachen. Aber wären die Kosten für den Schutz der durch Corona besonders Gefährdeten bei einem Ende des Lockdown denn so hoch, daß die das Land ruinieren würden? Wohl kaum. Aber diese Möglichkeit wird ja nicht einmal ernsthaft in Erwägung gezogen. Sollen die doch möglichst "sozialadäquat" sterben, wen interessierts.

Die Gesellschaft wird das nicht entscheiden, das entscheiden wie immer die Eliten. Aber egal welche Entscheidung jetzt getroffen wird, sie wird die Gesellschaft verändern. Und sollte in ein paar Jahren eine neue Pandemie auftreten, was ja nicht ganz unwahrscheinlich ist, dann haben die Jungen von heute hoffentlich nicht vergessen, wie mit ihnen dann zu verfahren sein wird.

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@buerger: dieses Misstrauen ist auch nicht unberechtigt, wer sich etwas näher mit dem Organspendeskandal von vor ein paar Jahren befasst hat, konnte sehr sehr unappetitliche Dinge lesen, und wahrscheinlich ist es nur den tiefen Taschen und der hervorragenden Vernetzheit mancher Ärzte sowie einer möglichen Mitverantwortung der Politiker, die sich sonst immer ungefragt in alles einmischen, hier aber jahrelang wegschauten, zu "verdanken", dass da nicht reihenweise Leute eingeknastet wurden. Noch übler wird es wenn Sie sich mal näher mit der Definition von "Tod" befassen. Nur ein Hinweis: ein wirklich Toter ist kein guter Organspender, der darf eigentlich nur ein bisschen tot sein, so gerade fast noch gar nicht. Schon immer waren Würste aus schlachtwarm verarbeitetem Fleisch besser als die aus Fleisch bei dem die Leichenstarre eingetreten war, das ist beim Menschen nicht anders.

@gux: Palmer reiht sich halt ein in eine ungute Reihe unguter Politiker. Wer erinnert sich nicht an Philipp Mißfelders Hüftgelenks-Skandälchen.
Bei genauem Hinsehen, und auch wenn man ganz ehrlich ist, findet solches Kosten-Nutzen Denken sehr wohl statt, und zwar ständig und immer. Die Alten und Schwachen, die dem Stamm zur Last fallen, vielleicht brachte man sie einst um, dann ließ man sie zurück, heute sind sie in Heimen und am Schluss in Krankenhäusern. Und jeden Tag treffen Ärzte solche Abwägungen - wer bekommt die OP und wer nicht, wo "lohnt" es sich, wo sind die Erfolgsaussichten gering, und was will der Patient? Oft haben die Leute weniger Angst vor dem tod als vor dem langen Weg dorthin, dem Sterben.
Ja, man hat mit Menschenwürde und Schutz des Lebens und Hippokratischem Eid und whatnot eine ungeheuer hohe moralische und rechtliche Hüpfburg drumherum gebaut, aber letztlich bleibt im Kern diese Nützlichkeitserwägung.

Und mal ernsthaft und ganz ehrlich: wer hat nicht schon mal gedacht, wenn im Familien oder Freundeskreis jemand lange vor sich hin siechen musste bis der Tod kam, ach, eigentlich war das doch gut für die oder den und das war doch kein Leben mehr.
Palmer hat es nur öffentlich ausgesprochen.
Das Problem sehe ich eher darin, dass es die Politik wieder mal schaffen wird, daran herumzudoktern und die erwähnten rechtlichen und moralischen Hürden soweit einreißen wird, dass es beliebig wird. Und es werden sich genug Ärzte finden, die sowas dann auch außerhalb von covid19 leben werden.

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Mit Verlaub, aber der Artikel ist Unsinn. Die Idee eines unfruchtbar machenden Impfstoffs geistert schon sehr lange durch die Medien - belegt werden konnte sie aber noch nicht. Es gibt auch einen ganz simplen Beleg dafür: Sterilisationen bei Frauen sind kein einfacher Eingriff - wenn man so etwas mit einer Impfung machen könnte, gäbe es dafür einen erheblichen Markt.

Eine Beschränkung des Bevölkerungswachstum wird eigentlich von den meisten Fachleuten als erstrebenswert angesehen, weil es Ressourcen schont - und der einfachste Weg dazu ist es, Menschen eine besser Bildung und Gesundheitsversorgung zu geben. D.h, wenn Gates es schafft, die Kindersterblichkeit zu verringern (das macht man mit sauberem Wasser und Impfungen) und generell die Lebensaussichten zu verbessern, dann wird das ganz automatisch zu weniger Kindern und einem geringeren Bevölkerungswachstum führen.

Impfungen sind eine der erfolgreichsten Maßnahmen, die Gesundheit zu erhalten (und allgemein zu verbessern). Was wir im Moment erleben ist harmlos im Vergleich zu zahlreichen Krankheiten die heute durch Impfungen keine große Rolle mehr spielen, wie z.B. Masern oder Pocken.

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Mit Verlaub, aber der Artikel ist Unsinn. Die Idee eines unfruchtbar machenden Impfstoffs geistert schon sehr lange durch die Medien - belegt werden konnte sie aber noch nicht. Es gibt auch einen ganz simplen Beleg dafür: Sterilisationen bei Frauen sind kein einfacher Eingriff - wenn man so etwas mit einer Impfung machen könnte, gäbe es dafür einen erheblichen Markt.

Eine Beschränkung des Bevölkerungswachstum wird eigentlich von den meisten Fachleuten als erstrebenswert angesehen, weil es Ressourcen schont - und der einfachste Weg dazu ist es, Menschen eine besser Bildung und Gesundheitsversorgung zu geben. D.h, wenn Gates es schafft, die Kindersterblichkeit zu verringern (das macht man mit sauberem Wasser und Impfungen) und generell die Lebensaussichten zu verbessern, dann wird das ganz automatisch zu weniger Kindern und einem geringeren Bevölkerungswachstum führen.

Impfungen sind eine der erfolgreichsten Maßnahmen, die Gesundheit zu erhalten (und allgemein zu verbessern). Was wir im Moment erleben ist harmlos im Vergleich zu zahlreichen Krankheiten die heute durch Impfungen keine große Rolle mehr spielen, wie z.B. Masern oder Pocken.

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Spät, aber immerhin, der Wunschkandidat Schäubles für das Amt des Bundeskanzlers, Merz, springt dem Bundestagspräsidenten in der Relativierung des Rechtes auf Leben zur Seite.

Wie die Corona-Kosten verteilt werden sollen, dazu hat Merz auch eine Meinung:
"„Wir brauchen einen neuen Generationenvertrag, wenn wir jetzt so viel Geld ausgeben und damit die Zukunft der jungen Generation mit einer schweren Hypothek belasten.“
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-pandemie-merz-fordert-neuen-generationenvertag-16741301.html

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Merz, Spahn, Laschi und Röttgen sind in dieser Krise fast so blass wie Putzfrau Gretel. Selbst die Uschi sieht zumindest angestrengt aus und tut so als ob sie was tut. Die AfD ist sehr blass und die Linken wie immer grün vor Neid und die Spd will die Steuern erhöhen, auf das die Viren auswandern oder sowas ähnliches.

Bleibt wirklich nur Söder, mit Linda Kubacki als Talkshowminister.

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Merz, Spahn, Laschi und Röttgen
Schon allein, daß die im Quartett auftreten, läßt an "Andenpakt 2.0" denken. Ausgang ist bekannt.

Masern oder Pocken
Pocken waren schlimm, und ich bekam als Kind noch eine Impfung ab, die ich nicht besonders gut vertrug. Meine Eltern hatten 2 Impfungen bekommen. Als ich in dem Alter war, als früher eine zweite Impfung angesetzt war, war die nur noch auf Nachfrage üblich, nicht mehr als Reihenimpfung.
Masern hatte ich als Kind im Kindergarten, wie damals alle. Heute darf ein Kind nicht mehr in die Kita, wenn es nicht geimpft ist. Schon Babys werden geimpft.
Was hat konkret zu diesem Umschwung beigetragen? Daß Masern et alii auf dem Rückzug sind, und deswegen potentiell für Erwachsene gefährlicher, weil es von denen inzwischen viele nie hatten?

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Gutes Video
und die einzig mögliche Reaktion auf Zensur. Youtube entzieht sich mittelfristig selbst die Geschäftsgrundlage und folgt damit den globalistischen Printmedien und Staatssendern.

Sehr informativ (wußte vorher z. B. noch nicht, daß die Gates-Stiftung u. a. den Spiegel sponsert) und erbaulich heute auch wieder Michael Klonovsky (Link entschärft):
ht tps://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

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Das ist schon ein ziemlicher Unsinn, den der Herr Klonovsky (wer ist das eigentlich) von sich gibt ... alleine die Kommentare zu Masken zeigen, dass er sich nicht wirklich von Fakten die eigene Meinung stören lassen will.

Warum können die ganzen Leite wie er, aber auch Augstein und Hitchens sich nicht einfach erst mit den Fakten beschäftigen und dann schreiben? Das würde ihre Argumentation erheblich verbessern. Wenn jemand aber schon in den ersten Absätzen zeigt, dass ein ordentlicher Aufreger wichtiger ist als Fakten - was soll man dann vom Rest denken?

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@ gux, Dienstag, 28. April 2020, 09:41

„Das ist schon ein ziemlicher Unsinn, den der Herr Klonovsky (wer ist das eigentlich) von sich gibt ...“

Ja, das Problem ist aber dass nicht alles Unsinn ist und dasss die schmierig/schmuddelige Anmutung dieses ehemaligen Bildungsbürgers nicht jedes Teilelement ins Unrecht setzt. Nichts ist eo ipso falsch weil es von Klonovsky kommt. - Er war früher beim Focus, dann arbeitete er für die AfD-Vorsitzende Petry, jetzt wohl für Gauland. Scheint die Aufgabe zu haben ehemalige Bildungsbürger, die noch Hausmusik pflegen, zur AfD zu überreden. Widerwillig räume ich ein dass das schon eine andere Liga ist als dieses klägliche Sezessions-Dingens.

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Wie gut, daß wir hier die Einordnungen eines ultimativen Bildungsbürgers erfahren dürfen und damit vor den Gefahren einer potentiellen Abkehr vom rechten Weg (in Form des Lesens falscher, weil "kläglicher" oder "schmieriger" Gedanken) gewarnt sind :-B

"Früherer" Bildungsbürger - Danke für diese Begriffsschöpfung (auf deren detaillierte Begründung ich schon gespannt bin), sie wird das heutige Staubhacken erheiternder gestalten als üblich. :-)

PS: Was am Aufbau eines erfolgreichen Verlages (entgegen aller Steine, die ihm obrigkeitsseitig in den Weg gelegt werden) und dem konsequenten Leben in weitgehender Selbstversorgung im Rahmen einer intakten Großfamilie "kläglich" sein soll, kann ich sicher ebenfalls heute abend nachlesen.

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Ich kenne Herrn Klonovsky nicht - es ist mir ehrlich gesagt auch egal, denn ich finde es wichtiger, was er schreibt. Und letzteres ist eben das Problem: er schreibt unreflektierten Unsinn und reiht sich damit in die lange Reihe von Autoren, die schreiben bevor sie denken.

Was ist so schwer daran, sich erst einmal richtig zu informieren bevor man etwas schreibt?

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Gutes Video
raphaela langenberg, Dienstag, 28. April 2020, 08:59

"Gutes Video...Sehr informativ"

Da haben Sie recht. Allerdings kann man aber auch aus gänzlich gegenteiliger Beurteilung zum Urteil ""Gutes Video...Sehr informativ" kommen.

Beispiel 1:
Der Abgeornete der AFD spricht im Video in den ersten ca. 2 Minuten völlig richtig die Versäumnisse der Regierung zu Beginn der Pandemie an.

Ab Minute 3:54 etwa sagt er dann was die AFD machen würde. Sie will den Stillstand der Wirtschaft komplett zurücknehmen bei Einhaltung der Sicherheitsabstände usw. Auf Grund welcher gesicherten Annahmen das dann alles gut ablaufen wird verliert er kein Wort. Kein Wort verliert er aber auch darüber, dass die gesamte Industrie ihre Produktion nur indirekt wegen des Virus eingestellt hat sondern direkt wegen abgebrochener Lieferketten.

Die Darstellung des AFD-Abgeordneten zeigt mal wieder, dass Bundestagsdebatten nicht nur von Regierungsmitgliedern sondern auch von der Opposition zur Selbstdarstellung sehr geeignet sind.

Beispiel 2: Klonovskys Fotomontage mit dem Polizeibeamten der einen PKW-Fahrer stoppt mit "Ohne Maske macht 40 Euro" bringt garantiert viele Lacher.
Nur hat Hr. Klonovsky anscheinend noch Nachholbedarf beim Verkehrsrecht. Denn der Fahrer eines PKW darf am Steuer nicht vermummt sein sonst muss er damit rechnen, dass er tatsächlich zur Kasse gebeten wird. Vermummt könnte er ja z.B. jede radarüberwachte Ampel bei Rot mißachten weil seine Identifizierung nicht mehr möglich ist.

Es ist halt alles nicht so einfach. Um das Volk zu betören reicht es aber allemal. Symplifizierung von Sachverhalten haben schon ihre Berechtigung, aber auch ihre Tücken.

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Satire
ist Satire. Und braucht m. E. keine realen, gesetzlichen Hintergründe.
Es geht hier m. E. mal wieder um die Versinnbildlichung unterschiedlicher Maßstäbe der Sanktionierung ungesetzlichen Verhaltens seitens obrigkeitlicher Behördenmitarbeiter: Die einen halten sich überwiegend an Vorschriften und werden auch streng kontrolliert. Andere Teile der "Bürgerschaft" beachten sie teilweise einfach nicht (letztes Beispiel Groß-Beerdigung in Berlin) und die Behördenmitarbeiter rennen im Zweifelsfall davon statt Vorschriften umzusetzen.

@gelegentlich:
Die Unterstützung der Kopfabschneider in Syrien und fortgesetzten Regime change-Ambitionen der Globalisten sind die andere Seite der Medaille der "humanistischen" Massenzuwanderung: Beides wird von denselben Protagonisten/Interessengruppen befeuert.

Wie weit ist es mit dem "intellektuellen Niveau" her, wenn man davor weiterhin entschlossen die Augen verschließt?
- Aber ich geb´s wieder auf mit Ihnen. Werden Sie glücklich mit Ihrer einseitigen Augenklappe.

@all:
Ein weiteres Katastrophenszenario war noch (falls Erwähnung nicht überlesen) die Vogelgrippe-Hysterie.

Da hatte ich (wegen MKS schon ausgetreten) noch ein letztes mal versucht, die "Grünen" tierschutzmäßig zu aktivieren, was natürlich nicht gelingen konnte: Schon beim Thema MKS hatten sie sich ja als Lobbyisten der Lebensmittel-Konzerne geoutet, hätte also klar sein müssen. Aber einen Versuch war das Überleben vieler freier Federtiere und seltener Rassen davon immerhin wert.

Einzig guter Effekt: Am Badesee in der Nähe gab es fortan viel Platz weil viele Eltern kleiner Kinder sich nicht mehr an Gewässer trauten, wo (igitt!) unter anderem Enten lebten und fortan das "gute" Chlorwasser überfüllter Schwimmbäder bevorzugten.

Statt, wie damals ernsthaft von einigen Leuten gefordert, "sicherheitshalber" alle freilebenden Vögel abzuknallen oder zu vergiften (die Nutz-Federtiere müssen seitdem weitgehend eingeknastet leben, viele kleine und mittelständische Halter haben aufgegeben, viele seltene Haustierrassen sind in Folge noch gefährdeter als zuvor) hat man ihre "gefährliche" Präsenz alternativ durch weiteren Entzug von Lebensräumen dezimiert.

Jede Hysterie, die massenmedial gepusht wird, hat ihre Profiteure. Das ist meine Lehre daraus und sie scheint sich auch bei der aktuellen zu bestätigen.

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Bei Analitik
hat jemand von den Kommentatoren Interessantes übersetzt:

"Bratapfel sagt:
28. April 2020 um 19:01 Uhr

Ich habe mir mal die Zusammenfassung von Event 201 angeschaut (https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/recommendations.html). Das fasst eigentlich gut die Ziele zusammen.
Im folgenden meine Übersetzung und Interpretation:

1) Regierungen, internationale Organisationen und Unternehmen sollen sich gemeinsam für die nächste Pandemie rüsten. Medizinische Gegenmaßnahmen müssen ermöglicht werden, rechtliche und organisatorische Details sollten hierbei beachtet werden und schließlich soll ein Global Preparedness Monitoring Board etabliert werden. Ziel dessen ist es Vorbereitungen und Reaktionen einzelner Nationen, Organisationen etc. zu überwachen und zu unterstützen.

2) Industrie, Regierungen, internationale Organisationen sollen zusammenarbeiten. Die WHO ist das zentrale Organ. Partner der WHO sind GAVI und CEPI. Sie (WHO) verfügt über ein Lager an medizinischen Gegenmaßnahmen (Impfstoffe, med. Präperate etc.). Der Einsatz von experimentellen Mitteln muss während einer Pandemie erlaubt sein. Nationen sollen ihre eigenen Lagerbestände an medizinischen Mitteln der WHO zur Verfügung stellen. Die WHO verteilt die Güter an hilfsbedürftige Nationen.

3) Reise- und Handelsrouten sollen aufrechterhalten bleiben. Der wirtschaftliche Schaden muss minimiert werden, vor allem bei vorgeschädigten Volkswirtschaften. Regierungen sollen nicht vorschnell handeln und alles dicht machen.

4) Regierungen sollen Cash bereitstellen, um Impfstoffe, Therapeutika und Diagnostika zu finanzieren. WHO, CEPI und GAVI geben an, welche Unternehmen finanziell gefördert werden sollen für die Herstellung von Impfstoffen etc. Hierbei wird betont, dass rechtliche und regulatorische Hindernisse beseitigt (!) werden müssen, sprich experimentelle Präparate sollen eingesetzt werden.

5) Globale Wirtschaftsführer sollen sich mit Regierungen auf eine globale Pandemie finanziell vorbereiten. Ziel sind Public-Private-Partnerships.

6) Wirtschaftlich relevante Unternehmen sollen finanziell während der Pandemie durch ein Herunterfahren der Wirtschaft unterstützt werden. Der Rest ist egal und soll überleben, wie sie können.

7) Desinformationsbekämpfung hat höchste Priorität. Regierungen und Medien sollen zusammenarbeiten und gegen Falschmeldungen vorgehen. Medien mit schnellen, genauen und konsistenten Informationen sollen die Bevölkerung überfluten (ja, überfluten). Das Gesundheitsamt soll mit Arbeitgebern, Gemeindevorstehern und Glaubensführern zusammenarbeiten, um Infos zu verbreiten. Vertrauenswürdige und einflussreiche Arbeitgeber sollen stetig ihre Informationen verbreiten. Falschmeldungen sollen mittels der vorhandenen Technologie unterdrückt werden. Schließlich sollen auch die Medien mit der WHO zusammenarbeiten.

Einfach gesagt: Die Meinungshoheit muss, um jeden Preis während der Pandemie aufrechterhalten werden. "

Anailtiks Reaktion darauf:

"Analitik sagt:
28. April 2020 um 21:21 Uhr

Interessant!

Was davon ist am wichtigsten aus Globalisten-Sicht?
Was davon läuft nach Gates’ Plan und was nicht? "

- Diese wichtigen Fragen leite ich mal an Sie weiter.

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Frau Langenberg - die Vogelgrippe war nur deswegen eine Hysterie, weil es nicht so schlimm wurde, wie befürchtet. Bei der Schweinegrippe 2009 war das ähnlich, und viele haben im Januar gehofft, dass es auch diesmal so wird.

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Aluhut-Verteiler und Braunellen-Featurer KenFM bekommt sogar in der Verschwörungstheoriehölle Probleme?

Wie schön!

Er fragt, was er denn daraus lernen soll. Nun, seriöser Journalismus wäre ein guter Anfang. Sehr geil ist es aber, für alle, die den Infoschrottler und VT-Verbreiter KenFM nicht mögen, wie sich YT gegen die KenFM-Umzugsaufrufe wehrt, indem es den Reach seiner Videos systematisch beschränkt.

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Glaubwürdigkeit
Mein Eindruck ist, dass die Regierungen in Deutschland ein Glaubwürdigkeits- und Akzeptanzproblem haben.
Massive Einschränkungen in Grundrechte gehen nur dann länger gut, wenn glaubwürdig vermittelt werden kann, dass anderenfalls die Katastrophe droht.

Letztes Jahr war Klimakatastrophe, Dieselverbot. Dieses Jahr zeigen Feinstaubmessungen, dass es weniger der Diesel als vielmehr das Wetter war und statt Oma der Umweltsau wird gerade eine andere Sau durch Dorf getrieben.
Davor war Flüchtlingskrise und statt Frauen und Kindern machten „junge Männer“ Schlagzeilen als Nutzniesser der offenen Grenzen. Direkt im Anschluss kam die Nazikatastrophe, wo der Eindruck erweckt wurde, zumindest die Bürger der Neuen Bundesländer würden alle das Dritte Reich zurückwünschen.
Davor war Eurokrise und die alternativlose Bankenrettung, davor panische Stromwende, die ganzen Weltuntergangsszenarien davor habe ich schon verdrängt.

Wer stets Feuer schreit, wenn es irgendwo rot leuchtet, zu dem kommt die Feuerwehr nicht mehr.

Die Regierungen grölen jetzt seit Jahren Katastrophe und in der Rückschau war es jeweils mehr ein Kataströphchen.

Ich bin langsam katastrophenmüde.

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Ich auch ...
... davor war noch Tschernobyl mit dem Molkezug,
saurer Regen, Ozonloch und Datumsgrenze 2000.
Habe ich noch was verdrängt?

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Yup. Den drohenden Atomkrieg, das Ende der nutzbaren Resourcen in spaetestens 1990 (Club of Rome), die grossflaechige Menschheitsverdummung durch Fernsehen, die Apokalypse der Arbeitswelt durch Computer.

Also mindestens - den Rest habe ich, glaube ich, einfach verdraengt.

Gruss,
Thorsten Haupts

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Der Fachkräftemangel und sein Darth Vader Bevölkerungsrückgang.

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@thorha - den 31. Mai haben Sie vergessen, denn bekanntermaßen kommt da der Weltuntergang. Aber die Welt ist schon sehr oft untergegangen, wir haben es nur nicht so richtig bemerkt.

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@ fritz_, Dienstag, 28. April 2020, 15:20

Was war das Letzte vor Corona?

Die Umvolkung? Den Fachkräftemangel gab es schon als ich meinen ersten Internetanschluss bekam.

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Was war das Letzte vor Corona?
Na, FFF-Demos und Extinction Rebellion und Klimanotstand (in mehreren Städten ernsthaft ausgerufen!), schon vergessen??

Die Umvolkung?
Die ist schon seit den 70ern imgange, massiv seit 2015.

Den Fachkräftemangel gab es schon als ich meinen ersten Internetanschluss bekam.
Ja, den gibt es schon mindestens seit den 90ern, eher den 80ern. Es gab auch angeblich immer einen Ingenieurmangel, egal wieviele von der Telekom (seinerzeit beim Umbau) rausflogen und eine Stelle suchten.

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Aua, sie haben das böse Wort genannt
Umfolkoong

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Das Waldsterben in den 70ern, der Atomtod in den 80ern.
Fukushima sollte man auch nicht unterschlagen.

Dann gab es mal noch die böse Tsunami um Indonesien/Südasien, die blieb aber wie alle echten Wetterkatastrophen in der Ferne eher blaß.
Das Hochwasser in Sachsen-Anhalt und Leipzig machte mehr Eindruck.
Eine Zeitlang gab es Panik wegen der Windhosen in Brandenburg.

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Waldsterben
war die Folge von saurem Regen
;-)

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@mediensegler: nun seien sie doch nicht so prosaisch rational, man muß doch die Hypes aufquirlen.

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Peak Oil!!! Geburtenkontrolle in Europa! (Ok, Club of Rome hatte ThorHa schon, aber ohne Schlagwörter).

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Überlege gerade
wann wir nen ISDN-Anschuß gesponsert bekommen haben,
750 DM waren das damals für die Installation plus Gerät.

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ISDN-Anschuß gesponsert
?? Das müssen Sie etwas ausführlicher erzählen, davon weiß ich nichts (hatte nie ISDN, WIMRE, da ich von Analog auf DSL umgestiegen bin)

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Wenn man eine 2te Leitung haben wollte
war es besser auf ISDN umzusteigen
am Anfang brauchte man dafür neue Kunden
wenn man einen 2 Jahresvertrag machte
gab es die Kosten für die Umstellung umsonst

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anstatt zwei analoger Anschlüsse

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Ah. So um 1990 wahrscheinlich - aber wie lange vorher, wie lange nachher?

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90
kann hinkommen.
.
Man konnte im Haus auch telefonieren,
wir hatten hinterher 4.
Wohnzimmer, Keller, Obergeschoss und Büro.
Dann kam "Sie haben Post" AOL

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Natürlich
mit Leitung
.-)

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Ach, das mit dem Klima kommt wieder. Gibt doch nix Besseres als Prognosen die nach dem eigenen Ableben eintreffen sollen.

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@2te Leitung:
Habe anno 90 mit meiner Damaligen einen ganz normalen Doppelanschluss geteilt. ISDN (Is sowas denn nötig) war elend teuer, auch von der Hardwareseite, da hätte mich auch die Übernahme der Umstellungskosten nicht gelockt. OK, intern telefonieren ging nicht, aber in einer 3-Zimmer-Wohnung war das auch nicht so entscheidend.

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Ich entsinne mich dunkel an den Netzausbau 1990ff. auf dem Gebiet der früheren DDR, da wurde wohl viel Glasfaser verbaut, was damals als absolut Hightech galt und Neid erregte - und dann für die Internetanschlüsse erstmal weniger geeignet war, die mit Modem und Splitter an den Analoganschluß geklemmt werden konnten.

Unvergessen die Anfangsgründe des Netzzusammenhängens, als mich in West-Berlin ein Telefoniker-Kumpel aus Frankfurt/Oder anrief, damit ich diverse Infos zur Firmenzentrale nach Freiburg weitersagte (direkt durchwählen konnte man nicht, darum dieser Stille-Post-Umstand).

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@mark 2te Leitung: 2.Analoganschluß
wäre monatlich teurer geworden.

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@mediensegler:
Kann sein, aber da wir eh getrennte Kassen hatten, fiel das weniger ins Gewicht. ISDN-Anlagen waren zu der Zeit nicht gerade billig (im Vergleich zu zwei Analog-Endgeräten), und zudem war das analoge Fernsprechgerümpel für mich noch halbwegs durchschau- und reparierbar. Auch für meine kleine Bürogemeinschaft drängte sich ISDN nicht gerade mit Macht auf.

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Einmalige Zahlungen
waren bei entsprechender Leistung für mich o.k.
Bei monatlichen Zahlungen zucke ich heute noch.
.
Habe heute eine Wirtschaftsbeilage unserer Region gelesen.
Da wirbt eine Firma mit Ihrer Adresse:
Da steht bei
"FAX": We don't do that here.

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Habe auch seit 15 Jahren kein Faxgerät mehr im Homeoffice. Kann aber notfalls von einem der Ladenlokale hier im Haus was verschicken oder empfangen. Wahrscheinlich könnte ich auch mein Kombigerät (Drucker, Kopierer, Scanner) dazu kriegen, hatte aber noch keinen Nerv, mich damit zu befassen.

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EHEC!
Noch heute wartet Comical Jens auf eine Entwarnung, damit er endlich seine "Experten" anweisen kann, ihm die (mittlerweile versteinerte) Salatgurke rauszuoperieren.

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Sylter, ich bekomme die Faust von Peter schon aus dem Kopfkino nicht raus...Gurken versteinern nicht, sie verfaulen und werden weich.

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Gurken versteinern nicht, sie verfaulen
Die werden zu Gallen- und Blasensteinen, wenn man nicht aufpaßt! Sylter meint es doch nur gut!

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gratis Kopfkino, Herr @buerger:
Ich sehe, Sie haben auch einen - nunja - besonderen Geschmack.

Auch wenn ich bis heute nicht weiß, ob sich diese drei Menschinnen unterhalten oder nur irgendwie modulieren, verzückt mich allein die Tonalität doch immer wieder aufs neue.
Ich höre das immer vor dem Zubettgehen aus meinen alten, überdimensionierten Mission-Boxen und beame den Clip an die Schlafzimmerwand.
Auf diese Weise kann man Träume generieren wie die alten Germanen, die zum gleichen Zweck im Sitzen schliefen...

https://www.youtube.com/watch?v=H9Xtnj5p4wM

Diese Szene fehlt in Woody Allens "Everything you always wanted to know about Sex" übrigens nur deshalb, weil sie erst später gedreht wurde.
Sonst wäre dies die Episode, "Whats Your Perversion?", geworden.


Edith bittet mich noch darauf hinzuweisen, daß das NICHT Martina Hill ist, sondern eine der Ministerinnen, die von Thora und gux ins Amt gewählt wurden.

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Medienmachende.
Da steht tatsächlich "Medienmachende" auf dem Schild.
Ja, da kann einem schon blümerant werden.

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Danke, @cc
Ob meiner Verzückung über die engelsgleiche Stimme unserer bezaubernden Ministerin war mir bisher entgangen, daß da
"Bundesverband Junger Medienmachender" steht.

Ein Genitiv! Was für ein bildungsbürgerlicher Dreck! Hat Kevin das übersehen?

Und außerdem ist dieser Genitiv doch nur eine Chiffre für typisch männliches Wording! "Junger"! "Machender"!

Auch typisch, das die Frauinnen UNTER dieser verklausulierten HaSSparole sitzen.


(jetzt bin ich so aufgewühlt, daß ich mir zur Stimme von Judith Rakers noch ein paar Reschke-Clips reinziehen werde)

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Hatte sich nicht neulich sogar die WELT des Todestags von Ian Curtis angenommen?

Ich glaube, dieses neuartige Koronar-Virus, von dem man jetzt öfter in der Zeitung liest, hätte ihm gefallen.

Worn like a mask of self-hate
Confronts and then dies
Don't walk away

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Eine (für mich) wichtige Frage ...
... zur aktuell laufenden Katastrophe: Nach den allgemein anerkannten Regeln der (Regierungs-)Technik ist ja für die Bewertung der Situation der R-Faktor entscheidend! Was ich aber noch nicht eruieren konnte ist, auf welchen Zeitraum sich dieser bezieht. Auf jeden Fall ergeben aber ein Startwert von 200000 Infizierten und ein R-Faktor von 0,9 einen Endwert von 2000000 (Summenformel für die geometrische Reihe), also einen Durchseuchungsgrad von 2,5 %. Das scheint mir wenig, könnte aber natürlich trotzdem bedenklich sein, wenn dieser Wert innerhalb weniger Tage erreicht wird.
Über die Katastrophenwarnungen seit 1960 habe ich einen ziemlich guten Überblick, die einzige, die bisher wirklich eingetreten ist, ist die von Georg Picht vorhergesagte Bildungskatastrophe.
Der Ton, der hier gelegentlich angeschlagen wird, scheint eine Folge letzterer zu sein.
Gruß K

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Über die Katastrophenwarnungen seit 1960 habe ich einen ziemlich guten Überblick,
Könnten Sie mir den Gefallen tun, und die mal auflisten, oder wird das zu lang? 1960 war ich noch nicht dabei, da kann ich nicht mitreden. Erst so ab den 70ern nahm ich die Katastrophensaisons wahr.

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@ colorcraze, Dienstag, 28. April 2020, 19:59

Für die Komplettierung habe ich heute keine Zeit mehr. Aber eine fehlt noch: Insektensterben.
Als ich in den 80ern aufs Land zog gab es überall Schwalben. Die flogen bei offenen Fenstern auch gerne mal in die Räume. 2018 habe ich keine einzige sehen können. Ich mußte aus dem Rhein-Main-Gebiet bis ins Allgäu fahren um gerade mal 6 Rauchschwalben zu sehen. 2019 4 Rauchschwalben hier an einem Tag gesichtet. Sonst nichts.
Eine kleine Hobbygruppe von Insektenkundlern machte in einem Vereinsblättchen darauf aufmerksam. Und wurde sofort von den „Faktenfindern“ der MSM abgegrätscht: in Richtung Verschwörungstheorie, völlig unwissenschaftliche unsystematische Einzelbeobachtungen usw., bis man 2 Monate später im Kleingedruckten sich korrigieren mußte.
Obwohl es warm geworden ist und die Störche fleißig kreisen - immer noch keine Schwalbe. Seufz!
Der Wald ist an sich noch da. Aber so viele kranke Bäume habe ich noch nie gesehen.
Mit dem Klima? Da gibt es nicht viel zu diskutieren. Man schaue einfach auf die Veränderung der Verbreitungsgebiete kleiner, nicht allzu mobiler Tiere und Pflanzen und nicht auf das Wetter. Wenn die sich verändern ändert sich das Klima.

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Wir hatten hier in den letzten Jahren sehr viele Schwalben und dieses Jahr enorm viele Störche. Dafür sind bis jetzt die Schwalben wenige, aber es ist auch noch kalt im Norden und entsprechend insektenarm, habe heute eine Mücke im Flug mit der Hand gefangen, so langsam sind die noch.

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@ gux, Dienstag, 28. April 2020, 18:00

Mag sein dass der Artikel in dem Punkt Unsinn ist dass man nicht so einfach Frauen sterilisieren kann. Der Autor referiert Berichte, die er natürlich nicht durch Laboruntersuchungen vor Ort verifiziert hat. Der Sachverhalt hat aber die Wirkung dass in einigen Teilen der Welt private „Hilfe“ dieser Art nicht angenommen werden wird. Ob da wirklich in Impfmitteln Hormone waren weiß ich nicht. Andererseits selbst schuld wenn man so intransparent vorgeht.

Im Übrigen: wenn Impfungen so wichtig sind - was zum Teufel hat ein Privater wie Bill Gates damit zu tun? Wenn der Ressourcen hat die ganze Länder nicht haben ist genau das faul und sollte schnell geändert werden.

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Eine Runde zurückrudern im Schnellverfahren. Nach meiner Lebenserfahrung ist das Thema damit abgehakt und der Ruderer kommt mit der nächsten grossen Weltverschwörung um die Ecke.

Gibt absolut nichts Langweiligeres als "Auserwählte" im "Ich check als einer wenigen die Welt" Modus. Völlig wurscht, ob diese als Hegelianer oder QAnonisten rumquasseln.

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@gelegentlich - die Behauptung, man könne durch Impfungen Männer oder Frauen unfruchtbar machen, ist schon sehr alt und wurde oft widerlegt und nie bestätigt. Von einem Journalisten kann man erwarten, dass da ein wenig nachgeforscht wird, bevor so ein Unsinn erzählt wird. Die Wirkungsweise von Impfstoffen ist jetzt wirklich kein Geheimnis, die meisten Studiendaten - besonders die für Zulassungen - lassen sich ansehen (oder erfragen) etc. Intransparent ist da eigentlich nur ein Autor, der sich weigert, ein wenig zu recherchieren.

Warum soll eine Privatperson das nicht tun? Fragen wir einmal anders - welches Land würde so viel Mittel zur Verfügung stellen? Die 0.7% GDP Entwicklungshilfe werden gerade einmal von 4 Ländern erreicht - das UK schafft das ganz knapp, aber Deutschland ist bei rund 0.5%. Warum soll das also nicht eine Privatperson tun?

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Zu meiner Bundeswehrzeit gab es Gerüchte, dass in der Kantine Hängolin untergemischt wurde, beim Futter. Lies sich empirisch nicht belegen, evtl. war auch einfach die Konzentration nicht stark genug.

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Hängolin
Oh yeah, dieses Gerücht bekam ich auch von mehreren zu hören so um 1980-84. Scheint so eine der Legenden der Grundwehrpflichtzeit damals gewesen zu sein.

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Nur dass das jeder damals klar als Stuss abgetan hat. Bei der Bildungskatastrophe sehe ich auch am meisten Langzeitwirkung. Und das liegt nicht nur am Privatfernsehen.

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In der Zone gab es den Ausdruck Impo-Tee, über den sich schon Kinder beim Wehrsport lustig machten. Was mich vermuten lässt, dass die Legende älter ist als die Bundesvolksarmee.

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Nur dass das jeder damals klar als Stuss abgetan hat.
Würde ich so nicht sagen, es hielt sich als Gerücht hartnäckig, ich bekam es von mehreren aus verschiedenen Gegenden, die nichts miteinander zu tun hatten, zu hören.
Impo-Tee... Was mich vermuten lässt, dass die Legende älter ist als die Bundesvolksarmee.
Möglich.
Ich habe auch schon die Version gehört, daß sich die enorme Kraftanstrengung beim Üben "von Natur aus" zeitenweise schwächend auf Matratzenhüpftätigkeit auswirke.

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Körperlich harte Anstrengung wirkt sich in der Regel so aus, dass Mann nachts schlafen möchte. Aber so körperlich hart war das nur in wenigen Einheiten. 5 oder 10 km Spazierengehen mit Gewehr und Rucksack und morgens 3 km um die Kaserne joggen ist für 18-20 jährige eigentlich keine Herausforderung, die Nachwirkungen haben sollte. Das mag bei der Infanterie oder bei den Pionieren anders gewesen sein, aber ich habe mich in der Schreibstube gelangweilt und einmal durch klassische Literatur durchgefräst, für die in der Schule keine Zeit (und Lust) gewesen war. Nach Feierabend gings dann zum Sport im örtlichen Verein.

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Paul Schreyer ist ein Journalist, der seine Quellen nennt und seine Qualifikationen transparent darstellt. Das unterscheidet ihn num einmal positiv vom Blogstalker first_dr.dean. Vielleicht hänge ich das zu sehr an Ihrer Person auf. Aber die Intransparenz des Internet ist wirklich nervig und für mich Hauptgrund von elendem Zeitverlust. Wenn man gleich wüßte dass da vermutlich ein Hochstapler schreibt...

Nachgucken geht ja schnell:
„The Rockefeller University releases statement concerning Knut Wittkowski
April 13, 2020
The opinions that have been expressed by Knut Wittkowski, discouraging social distancing in order to hasten the development of herd immunity to the novel coronavirus, do not represent the views of The Rockefeller University, its leadership, or its faculty.
Wittkowski was previously employed by Rockefeller as a biostatistician. He has never held the title of professor at Rockefeller.“ (Hervorhebung von mir). Also keine inhaltliche Distanzierung. Und Professor „at“ heißt nicht dass er kein Professor wäre. Im Übrigen kam die Distanzierung zeitlich nachdem er sich bei KenFM geäußert hat, einer Quelle, die in transatlantischen Kreisen als „verschwörungstheoretisch“ gilt. Die Domestiken der Oligarchen passen also auf.


Wieviele gleichlautende Stellungnahmen wie die von Wittkowiski von Leuten mit mindestens einem Professorentitel ließen sich heute zu diesem Thema finden? (@ buerger: Sie haben natürlich recht dass ein Titel nicht sehr viel besagen muss, zumal der auch im Laufe einer Biographie unterschiedlich Gutes hervorbringt. In Deutschland und in den USA scheinen solche Titel aber sehr wichtig zu sein.

@ gux, Mittwoch, 29. April 2020, 15:10
„Was Gates angeht: als einer der wenigen scheint Gates verstanden zu haben, dass wir zusammenarbeiten müssen, um das Virus zu besiegen, denn die Länder setzen im Moment noch immer auf nationale Lösungen.“

Nein. Das haben sehr wohl viele Menschen verstanden. Die Frage ist bloß ob es sinnvoll ist dabei Oligarchen führend und gestalten mitmachen zu lassen. Wer im Moment auf die USA und auf England schaut hat eher nicht diesen Eindruck.

@ mediensegler, Dienstag, 28. April 2020, 21:34

Schön für NRW. Schaue mal selber demnächst nach. Daran ändert das wohl aber nichts:
„Passiert ist seit 1972 nicht nur nichts. Es ist sogar deutlich dramatischer geworden. In einem Interview hat Randolph Menzel, der große Experte für das Bienengehirn, gesagt: 80% der Insekten-Biomasse sind weg. Die Mehrzahl davon unwiederbringlich. Die artenreiche Wiese, der Regenwald Europas, verschwindet unter den breiten Reifen der Agrarindustrie. Die artenarme, genetisch magere Wiese aber besitzt keinerlei Bremseffekt für die Ausbreitungen von Krankheitserregern.

Welche aktuellen Bezüge dies hat, kann, wer mag, in zwei aufschlussreichen Quellen nachlesen. Der Evolutionsbiologe Rob Wallace erklärt, wie "große Farmen große Grippe" machen. Sonia Shah erläutert, warum eine immer raschere Zerstörung von natürlichem Lebensraum die Verwundbarkeit durch Pandemien erhöht.“
https://www.heise.de/tp/features/Der-Brunner-Affekt-4710666.html

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Die USA mit dem UK vergleichen - wirklich? Was ist mit Italien, Spanien, Frankreich und insbesondere Belgien? Die haben alle relativ mehr Todesfälle. Oder Deutschland? Nur weil Deutschland Glück hatte und die meisten Infektionen in jüngeren Menschen sind (und man Zahlen zur Sterblichkeit einfach nicht veröffentlicht) bedeutet das noch lange nicht, dass alles richtig läuft.

Die Zahl der Toten hängt zumindest in den europäischen Ländern wohl hauptsächlich davon ab, in welcher Gruppe die Infektionen hauptsächlich auftreten - und sobald das eine ältere Bevölkerungsgruppe ist, steigt auch die Zahl der Toten. Es gibt keinerlei Beleg dafür, dass es um UK eine Überforderung des Gesundheitswesen gibt. Fehlende Schutzkleidung gab es in Deutschland auch.

Aber natürlich sind die "Oligarchen" im UK Schuld an allem und geben zum Beispiel viel mehr Geld an internationale Organisationen um Impfstoffe und Behandlungsmethoden zu finden, während die guten Deutschen da eher durch Zurückhaltung auffallen. Was macht denn Deutschland?

(Glaubten Sie mir eigentlich mehr, wenn Sie wüßten, dass ich auch ein Professor bin - mit Schwerpunkt u.a. auf Epidemiologie)?

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@ gux, Mittwoch, 29. April 2020, 16:12

Ok, da ich Deutscher bin mag solch ein Vergleich ein Gschmäckle haben. Vergleichen wir also USA und UK mit Portugal. Und in den USA schauen wir uns die Differenzen innerhalb von Kalifornien an.
So wird der Unterschied zwischen einem Land, das sein Gemeinwesen pflegt (https://taz.de/Portugal-zeigt-Solidaritaet-in-Coronakrise/!5673289/) und dem neoliberalen Alptraum deutlicher. - Im Übrigen wissen wir alle dass frühestens in anderthalb Jahren im Rückblick zu sehen sein wird wer wie gut oder schlecht damit umgegangen ist.

Spendengelder von Oligarchen für Impfentwicklungen zählen moralisch überhaupt nichts solange sie ein notwendiges Vehikel für das eigene Projekt sind.

Das ist wie mit dem sozialen Wohnungsbau in der Türkei. Schön für Leute mit wenig Geld die jetzt eine Wohnung bekommen. Schlecht für das Gemeinwesen: der Steuerzahler bezahlt das, aber es wird umgesetzt von einer Stiftung, in der die Parteigänger des Machthabers das alleinige Sagen haben. Die Konsequenzen muss man nicht ausmalen.

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Warum Portugal und nicht eher vergleichbare Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien?

Aber Solidarität wird hier auch gezeigt. Mehr als eine Million Freiwillige, die helfen, Lebensmittel zu verteilen (an diejenigen, die entweder in Quarantäne sind oder sich selbst isolieren müssen wegen Vorerkrankungen), Medikamente liefern, Arztbesuche organisieren oder einfach nur einen Ansprechpartner bieten - das zeigt durchaus Solidarität. Zahlreiche Firmen zeigen sich ebenso solidarisch - z.B. auch was Lebensmittellieferungen angeht.

Also Bitte: was ist im UK nicht solidarisch? Und bitte: bringen Sie ganz konkrete Beispiele, nicht ein allgemeines Geschwafel.

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@ gux, Mittwoch, 29. April 2020, 16:50

Warum Portugal? Weil das in Europa der anti-neoliberale Sündenfall ist.

„Und bitte: bringen Sie ganz konkrete Beispiele, nicht ein allgemeines Geschwafel.“

Freiwillige sind doch wunderbar. Dagegen argumentiere ich doch gar nicht. Also bitte keinen Strohmann aufbauen. - Ich argumentiere gegen die pseudoreligiöse Wahnidee (meiner Meinung nach) dass Gesundheitsfürsorge eine monetarisierbare Dienstleistung sein sollte und so zu behandeln ist. Das trifft genauso auf Deutschland zu. Die Resultate zeichnen sich jetzt schon ab. Wilder Zick-Zack-Kurs, flankiert durch Mobben und Zensuraufforderungen resp. „flooding the media“.
Bei alledem muss man auch sehen welche Ressourcen ein Land hat bzw. haben könnte. So gesehen leuchtet für mich Portugal besonders hell.

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[ ] Sie kennen das NHS
[x] Sie glauben den Wahlkampfslogans von Labour

Bitte sagen Sie mir, wo das portugiesische System besser ist als das NHS.

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@ gux, Mittwoch, 29. April 2020, 17:1

„[x] Sie glauben den Wahlkampfslogans von Labour“ -
Die Slogans von Labour kenne ich nur aus dem Internet.
„[ ] Sie kennen das NHS“ - Nein. Genannte Bekannte kommen nach eigener Aussage damit klar. Die Älteren sagen es habe sehr stark nachgelassen gegenüber früher. Ähnlich äußern sich Leute, die ich in Deutschland kenne und die im Gesundheitssystem arbeiten. Auffällig ist die enorme Zahl von Pflegekräften ausländischer Herkunft und die miese Bezahlung. Die Veränderungen im System hier werden von allen Ärzten, die ich kenne, ganz überwiegend negativ beurteilt. Mir ist nicht entgangen dass Spahn, aber auch Lauterbach, gerade für diese Entwicklung stehen. Das Fiasko mit den Masken haben beide Parteien zu tragen. - Nach meinem Eindruck werden sich die (Fehl-)Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nur dadurch retten lassen dass man wieder die Hegemonie über die öffentliche Meinung erkämpft. Dort herrschen ja die Linken. Ich lach mich weg.

Ein Urteil über Großbritannien würde ich mir erst bilden wenn ich mit Leuten sprechen konnte die dort darin arbeiten. Portugal kenne ich nur aus den Medien. Können wir als gesichert annehmen dass man dort im Vergleich die viel geringeren Ressourcen hat?

Eine Verwandte ist gerade in Kalifornien in einer privilegierten gated community, kann sich aber dort bewegen. Von ihr habe ich den Hinweis auf die Sozialstruktur verschiedener Regionen und die dortigen covid-19-Ereignisse achten zu sollen. Da kommen krasse Nachrichten, die keineswegs nur Ältere betreffen.

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Nun, ich kenne eben Leute, die im NHS arbeiten - und die sehen das etwas anders. Pflegekräfte aus dem Ausland sind kein Alleinstellungsmerkmal des NHS - sind aber doch eigentlich ein gutes Zeichen da offensichtlich viele Ausländer im NHS arbeiten wollen.

Und welche Entwicklung werden von deutschen Ärzten denn negativ gesehen? Es wird sehr evidenz-basiert gearbeitet, d.h. Behandlungen richten sich nach Richtlinien, die sich auf vorhandene Daten beziehen und dabei auch Kosten berücksichtigen - Spahn hat dieses System in Deutschland erfolgreich verhindert, weil es der Pharmaindustrie schaden würde (IQWIG). Oder ist es, dass im UK System Pflegekräfte und Apotheker auch Behandeln (und Verschreiben) dürfen, und damit die Alleinstellung der Ärzte gefâhrden?

Und sonst? Das NHS ist sehr transparent, d.h. auch als Ausländer können Sie sehen, wie lange man auf eine Behandlung warten muß, welche Probleme es gibt (zB Krankenhausinfektionen ) etc - in Deutschland muß man so etwas lange suchen; aber es gibt es genauso.

Und was das Gehalt angeht: Einstiegsgehalt einer Pflegekraft sind £24,000 - aber das können Sie selber sehen (die fangen mit Band 5 an):

https://www.healthcareers.nhs.uk/working-health/working-nhs/nhs-pay-and-benefits/agenda-change-pay-rates

Aber bitte: ich höre mir gerne an, weshalb das UK System schlechter als das portugiesische ist; besonders von jemandem, der beide Systeme nicht kennt.

Und dass deutsche Ärzte die besten der Welt sind, wissen wir alle. Da gibt es keinerlei Probleme ...

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https:// www.danisch.de/blog/2020/04/28/der-ber-geht-in-die-naechste-eskalationsstufe/
Da ist denn auch noch eine Bifurkation zu erwarten.

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Fahrverbot wegen Ölkrise
hatten wir das schon?
Und Schwalben finde ich hier in NRW nicht selten.

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Nein, noch nicht erwähnt.
Ich erinnere mich noch, daß Helmut Schmidt im Fernsehen zu sehen war und den Entschluß zum "autofreien Sonntag" begründete. Und dann gab es einen netten Familienausflug zu Fuß ins Kino.

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In der Zeit ging die Welt wegen der Baader Meinhof Bande unter. Deshalb gab es den Extremistenerlass (und an unserer Schule Kuss- und Holzschuhverbote, auch wenn mir der Zusammenhang bis heute unklar blieb).

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Bin zu der Zeit mit meinem R4
mal in eine Autobahnsperrung geraten
und schaute dann auf eine MP im Anschlag.
So kontrollierten die damals.
.
Clogs gab es aus Holz.
Die hörte man schon bevor man sie sah.

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Rasterfahndung

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Aktive Politiker fanden sich damals in einer Art Belagerungszustand wieder - Kinder wurden von Leibwächtern in die Schule gebracht, sie konnten sich nicht mehr frei bewegen. Habe ich so in meinem weiteren Bekanntenumfeld in BaWü mitgekriegt und aus Berlin erzählt bekommen.

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Ich hatte in den 80ern eine Politikertochter zur Freundin, die wurde zwar manchmal vom Fahrer irgendwo hingebracht, aber ansonsten war sie genauso bewegungsfrei wie alle anderen, da war aber die RAF schon Geschichte. Ihr Papa war dennoch potentielles Ziel, auch wenn er mainstream war in einer der beiden grossen Parteien. Bodyguards hatte er erst viel später, nachdem Anschläge auf ihn verübt wurden, in der Zeit als ich da kam, war er unauffällig und unbewacht.

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@ gux, Dienstag, 28. April 2020, 21:45

„@gelegentlich - die Behauptung, man könne durch Impfungen Männer oder Frauen unfruchtbar machen, ist schon sehr alt und wurde oft widerlegt und nie bestätigt. Von einem Journalisten kann man erwarten, dass da ein wenig nachgeforscht wird, bevor so ein Unsinn erzählt wird.“
Nun gut, ich bin nicht der Journalist um den es geht. Seine Links nachsehen kann ich aber schon:
https://www.scirp.org/html/81838_81838.htm
„HCG Found in WHO Tetanus Vaccine in Kenya Raises Concern in the Developing World“
Dabei ist Jamie Ryan Pillette von der University of Louisiana, Lafayette.

„Given that hCG was found in at least half the WHO vaccine samples known by the doctors involved in administering the vaccines to have been used in Kenya, our opinion is that the Kenya “anti-tetanus” campaign was reasonably called into question by the Kenya Catholic Doctors Association as a front for population growth reduction.“

Von nie bestätigt kann also keine Rede sein. Der zweite Link hatte auch solch ein Ergebnis.
Die Frage was zum Teufel private Organisationen in der Impfstoffentwicklung zu suchen haben bleibt also auf dem Tisch.

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@ raphaela langenberg, Mittwoch, 29. April 2020, 09:37

Es ist guter Brauch Informationen immer zuerst im Original zu lesen, nicht das Abgekupferte:

„Bei Analitik
hat jemand von den Kommentatoren Interessantes übersetzt:
"Bratapfel sagt:
28. April 2020 um 19:01 Uhr“

Die Vorlage findet sich, wie fast immer bei intellektuell Erträglichem, auf einer nicht-rechten bzw. anti-rechten Plattform. Es ist diese hier:
https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-ausnahmezustand
- also einen ganzen Monat älter.

Und wie immer ganz zuerst einer der sog. „Spacko“-Blogs:
https://www.moonofalabama.org/2020/02/good-news-on-the-novel-coronavirus-the-number-of-new-cases-declines.html , Kommentar 87, 2. Februar 2020.

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@gelegentlich2020 - Papier ist geduldig ... einen solchen Artikel würde ich vielleicht als Hinweisgeber akzeptieren, aber sonst? Ein unbekanntes Journal und die Ergebnisse, auf die sich der Artikel stützt, sind ausschließlich in "Präsentationen" einer Organisation die Ergebnisse nicht öffentlich zugänglich macht. Keinerlei Daten zu Spezifität des Tests etc.

Und wer ist Jamie Ryan Pillette? Er ist 2014 auf der 'Deans List' für Liberal Arts - mehr nicht. Co-autoren des Papers sind angehörige der kenyanischen 'Catholic Doctors', die Gruppe, die die Behauptung aufgestellt hat. Wenn man aber ein wenig mehr zu dem Thema sucht, so findet man recht schnell sehr ausführliche Literatur die das Gegenteil - das Labor, das die Studien gemacht hat, hat zum Beispiel seine Akkreditierung verloren.

Aber man könnte einfach einmal die Literatur anschauen, und da finden sich Studien zu solchen Impfstoffen die zur Zeit stattfinden - also damals noch gar nicht verfügbar waren.

Was das aber mit privaten Organisation zu tun haben soll, erschließt sich mir noch immer nicht - so viele Impfstoffe, die nicht von privaten Organisationen entwickelt wurden, gibt es gar nicht.

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@ gux, Mittwoch, 29. April 2020, 11:36
Sie haben recht: nur als Hinweisgeber. Nur frage ich mich angesichts der Tragweite der Anschuldigung wo die nachprüfbare Widerlegung durch die Beschuldigten bleibt? Wenn das Labor die Akkreditierung verloren hat ist es doch umso einfacher.
Irgendwelche Catholic Doctors sind mir auch suspekt. Die sind vermutlich ideologisch genauso vernagelt wie amerikanische private Stiftungen es oft sind.

„Was das aber mit privaten Organisation zu tun haben soll, erschließt sich mir noch immer nicht - so viele Impfstoffe, die nicht von privaten Organisationen entwickelt wurden, gibt es gar nicht.“
Ich rede nicht davon dass eine staatliche Einrichtung einer privaten Firma den Auftrag gibt einen Impfstoff herzustellen und diesen kauft.
Nein, ich finde die politische Bekämpfung einer weltweiten Pandemie als ÖPP-Projekt ist ein unerträglicher Skandal.

„However, there are major unmet global vulnerabilities and international system challenges posed by pandemics that will require new robust forms of public-private cooperation to address.“
https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/recommendations.html

Erst recht wenn das Geld dafür von den neoliberalen Beutezügen der letzten Jahrzehnte stammt denen die öffentlichen Ressourcen überall zum Opfer gefallen sind.
Kürzer: internationale Oligarchen - verschwindet aus der Politik!

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Ich sehe da kein Problem - eine Zusammenarbeit von Staat und privater Wirtschaft gibt es schon lange; Staaten sind generell nicht sehr flexibel und es wird meistens nach falschen Kriterien selektiert (also eher politische als unternehmerische Fähigkeiten). Staatliche Organisationen sind sehr gut darin, zu regulieren, oder auch Dienste anzubieten, für die es nur einen verzerrten Markt gibt - sie sind idR aber nicht sehr gut darin, schnell auf Veränderungen zu reagieren.

Unser "Oligarch" hat unserem Krankenhaus £2m gespendet - das hätte er natürlich nicht machen müssen, denn schließlich hat das Krankenhaus alles, was es braucht; die Mitarbeiter freuen sich dennoch.

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gux, Mittwoch, 29. April 2020, 14:12

„Unser "Oligarch" hat unserem Krankenhaus £2m gespendet - das hätte er natürlich nicht machen müssen, denn schließlich hat das Krankenhaus alles, was es braucht; die Mitarbeiter freuen sich dennoch.“

Andere Länder, andere Sitten...

Ein Bekannter, Professor in Oxford, schrieb mir dazu unlängst:
„... is lucky. The reality here in a crisis is this: Since 2010, successive Conservative governments have made cuts to the National Health Service, police and military, so that the NHS is short 100,000 staff, including 10,000 doctors and 40,000 nurses, and has 17,000 fewer beds than it had in 2010. Police numbers have been cut by just under 21,000 and the military by at least 30,000. Young, healthy frontline medical staff are dying. No one is taking it seriously. This morning subway trains in London were packed with people, centimetres apart from each other. There will be no enforcement because there are no police, and the army will apparently only be used to protect important things like nuclear power plants, not people. It is a marvellous study in ineptitude of a government of imbeciles run by Etonians 'led' by the Imbecile-in-Chief, Boris the Clown. This will mean that the UK will be up there with Italy in no time.“

Irgendetwas scheint mit den Oligarchen doch nicht so gut zu sein. Oft machen sie sich auch einfach nur lächerlich:
https://norberthaering.de/news/gates-nucelar-threat-initiative/
Um solche Tränen zu trocknen sind £2m ncht viel Geld.

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Nunja - ich sehe das ein wenig anders als der Herr Kollege (Amerikaner? Ich kenne keinen Briten, der 'subway' sagen würde; und warum ist der Professor wichtig? Das sagt nun nicht sonderlich viel.) ... die Spenden haben mit der Situation ja nicht so viel zu tun, nur, dass im UK (aber auch den USA) Privatinitiativen deutlichen wichtiger sind und dementsprechend auch deutlich mehr gespendet wird (nicht nur von reichen Bürgern).

Die Probleme beim NHS sind etwas komplizierter (ich habe Familie, die dort arbeitet - und arbeite selber mit dem NHS) - natürlich sind Einsparungen ein Problem, aber der Grund dafür ist hauptsächlich die Finanzkrise. Dass es niemand ernst nimmt ist Unsinn - es wird nur in verschiedenen Regionen unterschiedlich gehandelt (und London ist eben sehr anders). Die Regeln werden von der Polizei durchgesetzt (inklusive Strafen) und im großen und ganzen halten sich die Menschen an die Regeln.

Und es waren wohl die Politiker (inklusive Johnson) die für schnellere und härtere Maßnahmen waren und es waren die Wissenschaftler die davor gewarnt haben - und im Moment weiß noch niemand, wer recht hat, denn wir sind erst am Anfang.

Dass Professoren gerne sehr links sind und Johnson nicht mögen ist nicht neues - ich halte allerdings Johnson durchaus für fähig, weil er einen ziemlich guten Machtinstinkt hat.

Was Gates angeht: als einer der wenigen scheint Gates verstanden zu haben, dass wir zusammenarbeiten müssen, um das Virus zu besiegen, denn die Länder setzen im Moment noch immer auf nationale Lösungen.

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Nur sind grundsätzlich „Herr Dr., Herr Professor Dingsbums meint“ Aussagen suspekt.
Diese Obrigkeitsgläubigkeit vereint die Rechte mit der Linken.
Von unterschiedlichen Wertigkeiten der Doktorarbeiten mal ganz ab (in Medizin eher eine alberne Geschichte als wissenschaftliches Arbeiten): die Habilitation ist sozusagen das Meisterstück eines Menschen, der eine akademische Karriere anstrebt. Da hat er sich mit einem Thema intensiv beschäftigt und neue (bestenfalls auch relevante) wissenschaftliche Erkenntnisse dazu zusammengetragen oder alte Erkenntnisse neu zusammengestellt.
Das sagt recht wenig darüber aus, was der Mensch in seinem Gesamtfach kann, sondern ist nur ein Nachweis, dass er wissenschaftlich arbeiten kann und in der Lage ist, zu forschen.
Was aber Herr Professor Dr mult des Fachgebietes Dings zu dem Thema Bums sagt, ist genauso wichtig oder unwichtig wie die Aussage von Herrn Meier: entweder gut und hilfreich oder nicht.

Über Laberfächer schweige ich besser ganz, eine Ex war Literaturwissenschaftlerin, ganz ganz gruselig (die sogenannte Wissenschaft, nicht die Ex).

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@buerger "I Don’t Want to Belong to Any Club That Will Accept Me as a Member" ... je weiter man in der Akademie aufsteigt, desto mehr entzaubern sich die Kollegen. "Die kochen auch nur mit Wasser" hätte man früher gesagt.

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@gux: Das ist häufig so. Kann ich z.B. für die Big Four oder die großen strategischen Unternehmensberatungen oder die "Magic Circle" Großkanzleien" voll bestätigen. Die kochen alle nur mit Wasser, warum auch nicht.

Die Gesetze, die Zahlen, die Märkte gelten ja auch für sie.
Doktortitel, Professorentitel oder "Partner" sind da nur Trophäen. Achten Sie mehr auf die Kerben im Türstock.

Mein Eindruck ist, dass die oben genannten Unternehmen jedoch auch schon in den unteren Rängen viele, salopp ausgedrück, Bekloppte haben. Das fängt von völlig übergeschnappten KPMG, Clifford Chance oder McKinsey Bubis und Mädels an, die "Suits" und Ähnliches für eine Dokumentation halten, und reicht bis in die höchsten Ränge rein. Sie finden da neben einigen guten netten bodenständigen Leuten verstärkt Narzisten und andere Psychopathen. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, der Zweck dieser Unternehmen ist es, Menschen mit leichten bis mittleren Persönlichkeitsstörungen in die Gesellschaft zu integrieren und in Lohn und Brot zu bringen.

Demgegenüber haben die sogenannten "Laberfächer" wohl schon immer die "Laberkönige" angezogen, zum berechtigten Missfallen jener, die diese Fächer ernsthaft und mit Tiefe betreiben. Sozialwissenschaften etwa können, ernsthaft betrieben, eine sehr anspruchsvolle Sache ein, für die man auch mal Mathe (Statistik) können darf. Nur sind halt gefühlt 95% der Spielfiguren in dem Fach Idioten.

Dito für Kunsthistorik, das Fach des Hausherrn. Das kann man ernsthaft machen, hat er ja anscheinend. Für gefühlt 95% der Leute die das Fach studieren (darunter sehr sehr viele Frauen) ist es aber vor allem die Möglichkeit sich mit einem akademischen Abschluss zu schmücken, Akademiker kennenzulernen und das nötige Hintergrundwissen zu entwickeln, die spätere Arzt-, Anwalts- oder Bankervilla geschmackvoll einzurichten und für die richtigen Coffeetablebooks zu sorgen.

Ich hab das selbst beobachtet, ist also anekdotische Evidenz und ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Meine damalige Love Interest aus dem Bereich war eine von den ernsthaften in dem Fach. Sie hat dann, nach vielen Jahren frustrierender vergeblicher Versuche, eine Stelle in ihrem Fachgebiet zu finden, die es einem ermöglich auf Dauer den Lebensunterhalt zu bestreiten, aufgegeben und ist heute CFO eines mittelständischen Unternehmens.

Die Wohnung war freilich immer geschmackvoll eingerichtet.

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@greenbowlerhat - die Zeit, in der man nur aus Interesse studiert hat, ist leider vorbei ... Den besten Rat, den ich in meiner Jugend bekommen habe war, das zu studieren, was mich interessiert - und mich nicht um die berufliche Zukunft zu kümmern: der Arbeitsmarkt ändert sich, und wenn man schon arbeitslos wird, dann wenigstens mit etwas, das interessant ist ...

Die "Laberfächer" fand ich immer deswegen anstrengend, weil es dort einen Wettbewerb um die komplizierteste Formulierung zu geben scheint. Man kann nichts einfach sagen - man muss es mit möglichst vielen Fachwörtern und Schachtelsätzen erklären. Dabei sehe ich das wie Sie - das sind sehr interessante Fächer die deutlich mehr Bedeutung haben, als viele glauben. Und könnte ich heute nochmal studieren, würde ich mich wohl für Archäologie entscheiden: garantiert brotlos, aber dafür mit einem extrem weiten Betätigungsfeld von reiner Natur- zu reiner Geisteswissenschaft.

Letztendlich sind aber akademische Titel genauso albern wie alle anderen - man gehört eben zu einem Verein. Ich finde es nur witzig, wie solche Titel immer dann verwendet werden, wenn man einer Aussage viel Gewicht verleihen will - sie aber ignoriert, wenn nicht ...

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Die Wohnung war freilich
immer geschmackvoll eingerichtet.
Grins.
Meine Erfahrung mit Prof.Dr.Dr. Laberkönig ist,
dass die ohne fremde Hilfe und Gefahr der Selbstverstümmelung
noch nicht mal einen Nagel in die Wand schlagen können.

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Lachen Sie nicht - das geht mir ähnlich; und ich kenne genug Kollegen, denen das genau so geht. Nur die Geräte im Labor, die kann man bauen, reparieren und umbauen ....

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Zu Anwälten: es gibt da schon Leute, die sind richtig gut. Auch und gerade bei den internationalen Grosskanzleien, eher noch in den mittelgrossen.
Ich habe gerade eine Dame mit einem Kunden zusammengebracht, total verfahrene Situation und Kunde verzweifelt, wurde von seinem Abnehmer an die Wand gedrückt, ging um potentiellen Verlust von etwa 2 Mio. Hat zwei Wochen gedauert, die Situation war gelöst, settlement und gut, hat in etwa ein Viertel von dem ursprünglichen gekostet, und die Anwältin nur ein paar tausend Euros, fast alle sind glücklich.

Auf der anderen Seite stehen dann die zeitschindenden schlechten Leute, mit denen zu arbeiten eine Qual ist.

Zu WPs: besser nicht aufs Testat verlassen, selber denken.

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PS: meine Heimwerkversuche sind auch immer schief, aber immerhin weiss ich woran es liegt: fehlende Geduld, eine stupide Tätigkeit langsam und präzise auszuführen. Ich bin oft schneller als Profis, aber ....

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@buerger: sicher gibt es welche, aber es gibt eben auch sehr, sehr viele Idioten. Auch hier hab ich nur anekdotische Evidenz, ein bisschen Einblick in die Kanzlei- und Big4-Welt in Frankfurt und München, und vielleicht sitzen in Berlin dann die, die nicht nur auf dem Papier klug sind. Viele gute Leute gehen dann in mittelgroße Kanzleien bzw. Prüfungsgesellschaften, oder in Rechts- bzw. Finanzabteilungen von Unternehmen. Als vernünftiger Mandant gehen Sie dann mit, denn Sie wollen den guten Anwalt, nicht den klingenden Namen. Und Sie wollen nicht diese riesigen Apparate mitbezahlen, die haben ja Kostenquoten von teils 70%. Freut mich auch, wenn der Gang zur Anwältin erfolgreich war - ich kenne auch die Zeitschinder und Übergeschnappten.

Etwas stupide langsam und präzise machen zu müssen finde ich manchmal sehr entspannend als Ausgleich zur Büroarbeit am PC.
Scheitern kann lehrreich sein und für den Preis von einigen Wochenenden, dreckiger Kleidung und ein paar Fehlkäufen lässt sich sehr viel machen. Eine runtergerockte Wohnung etwa - solange da kein Wasser oder Strom zu verlegen ist, kann man viel machen: Löcher im Putz, Wände und Türen und Fenster streichen, Parkett abschleifen, Bodenleisten. Oder man kauft sich ein Möbelstück im Erhaltungszustand "Scheunenfund", und restauriert es. Hab ich mit meiner Garderobe vor, sobald es etwas wärmer ist geht es los mit Schleifen und Metallbeschläge abmachen und aufpolieren.

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@greenbowlerhat - was macht man, wenn die Geduld und das Geschick fehlt? Ich weiss schon, wie man etwas eigentlich machen sollte - aber es klappt nicht immer wie es soll. Das Loch wird schief, die Farbe kleckert oder die Säge ist stumpf.

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was macht man, wenn die Geduld und das Geschick fehlt?
Naja... üben, üben, üben...

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gux, Mittwoch, 29. April 2020, 15:10
Und es waren wohl die Politiker (inklusive Johnson) die für schnellere und härtere Maßnahmen waren und es waren die Wissenschaftler die davor gewarnt haben -

Das stimmt so nicht. In seiner Rede am 3. Februar 2020 in Greenwich sagte Boris Johnson:
“There’s a risk that new diseases such as #coronavirus will trigger a panic & a desire for market segregation that go beyond what is medically rational to the point of doing real & unnecessary economic damage.” (Link führt zum Video der Rede)

Am 3. März 2020 sagte Johnson auf einer Pressekonferenz, dass er kürzlich in einer Klinik war, in der auch mit dem Coronavirus infizierte Patienten waren, und allen die Hand gegeben habe. O-Ton nachzuhören dort:
https://youtu.be/n3NAx3tsy-k

Bald darauf entwickelte er selbst Symptome … wie auch sein rabiater Berater Dominic Cummings (der ein Faible für Eugenik zu haben scheint). Der Gesundheitsminister Matt Hancock bekam es ebenfalls sowie einige andere Abgeordnete. Auch der Epidemiologe Prof. Neill Ferguson steckte sich an:
„There is a lot of COVID-19 in Westminster.“

Die Scientific Advisory Group for Emergencies (Sage) - an deren Treffen der Regierungsberater Dominic Cummings mehrmals teilnahm, obwohl der kein Wissenschaftler ist -, war sich in manchen Punkten uneins, aber es ist die Aufgabe der Regierung, Entscheidungen zu treffen. Und die hat eben den zeitlichen Vorsprung, den das Vereinte Königreich hatte, komplett verspielt.

Außerdem hat die konservative Regierung die Cygnus-Ergebnisse 2016 ignoriert.

Exercise Cygnus uncovered: the pandemic warnings buried by the government
Exercise Cygnus dramatically exposed the gaps in Britain’s pandemic response but its ‘terrifying’ findings have yet to be published

Ebenso diese Warnungen:

Coronavirus: Government was warned last year that it needed an action plan to deal with a pandemic, says leaked report
The 600-page National Security Risk Assessment (NRSA) reportedly warned that a new pandemic virus could "both highly transmissible and highly virulent", with even a mild outbreak leading to tens of thousands of deaths and costs running to more than £2 trillion.

Von den Lügen der britischen Regierung im Hinblick auf deren Weigerung, am EU-Beschaffungsprogramm für Schutzausrüstung und Medizintechnik gegen Covid-19 teilzunehmen, mal ganz zu schweigen.

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Zum Üben fehlt aber die Geduld ... genau das ist das Problem.

(ebenso wie zum Lesen von Labour-Propaganda ...)

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Dass die britische Regierung die Cygnus-Ergebnisse ignorierte, deckte "The Telegraph" auf - der auch "The Torygraph" genannt wird.

Boris Johnson arbeitete für diese Zeitung von 1987 bis 1994, nachdem er bei der "Times" wegen gefälschter Zitate rausgeschmissen wurde. Seit 1989 war er Brüssel-Korrespondent des "Telegraphs" und erfand Berichte über angebliche EU-Regulierungen. Von 1994 bis 1999 war er Mitherausgeber und Leitartikler der Zeitung. Im Juli 2018 unterzeichnete er nochmals einen einjährigen Vertrag mit der Telegraph Media Group, obwohl das ein Verstoß gegen den "Ministerial Code" darstellte, wie das Advisory Committee on Business Appointments im August offiziell feststellte. Außerdem versäumte er es, die Einnahmen von £50,000 anzugeben.

Und Sie quatschen was von "Labour Propaganda".

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Aha - danke für die Aufklärung. Das war mir alles gänzlich unbekannt, denn ich höre ausschließlich Radio 3 und lese die Mail. Aber natürlich kenne ich auch Journalisten des Telegraphs ... warum auch nicht, schließlich halten die mich für einen zitierbaren Experten. Und wie Herr Johnson muß ich mich auch an die Nolan-Prinzipien halten, aber vielleicht nehme ich sie ein wenig ernster.

Aber was Sie schreiben ist nunmal Labour-Propaganda; welches Interesse sollten die Tories daran haben, Johnson schlecht aussehen zu lassen? Aber gehen wir einmal auf Ihre Falschzitate ein:



Anfang Februar ging man in sehr vielen Ländern noch davon aus, eher glimpflich davon zu kommen - Johnson war mit dieser Ansicht nicht alleine. Und auch heute ist es nicht möglich zu sagen, wer letztendlich recht hat - wir sind am Anfang, nicht am Ende.

Johnson sagt er schüttelt die Hände - eingebettet in eine Aussage, wie wichtig das Händewaschen ist. Das Händeschütteln selbst ist kein Problem (wie ihm auch dort bestätigt wird), denn das Virus geht nicht durch die Haut (dass man sich ins Gesicht fast, ist eine andere Sache - darum ging es da aber nicht.) Das Video ist übrigens vom Guardian, der sehr Labour freundlich ist,

Warum sollte Cummings nicht als Beobachter Teilnehmen (und Fragen stellen)? Bei vielen wissenschaftlichen Beratergremien sind Regierungsvertreter dabei - bei EFSA zum Beispiel ganz offiziell Beauftragte der Kommission. So ganz überraschend ist das jetzt nicht.

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@gux 30.4., 21:08: "Üben" ist schon mal kein schlechter Rat. Am Anfang übt man vor allem die eigene Frustrationstoleranz.
Man muss ja nicht gleich ein 4m hohes 35qm Altbauzimmer samt Decke und farblich abgesetzer Stuckleiste streichen (macht freilich irgendwann auch Spass, hab ich schon hinter mir).

Fangen Sie klein an, das können auch mal 5mm groß gewürfelte Karotten und Sellerie als Einlage für die Rinderbullion sein. Ganz im Ernst.
Mir geht es da auch mehr um das Meditative repetitiver Arbeit, die in einem konkret fassbaren und leicht bewertbarem Ergebnis mündet. Das hilft, das Denken weitgehend auszuschalten.

Manche radeln dafür, manche bauen an Rädern rum, manche blasen den Gedanken auf und schreiben ein Buch darüber.
Ich esse dann halt eine Suppe und freue mich in der Küche an der geraden Kante oben zu den Stuckleisten, und am Farbnasenfrei gestrichenen Kasetten-Türrahmen.

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Danke - dann bleibe ich bei meinem Backen! Das funktioniert und ist wiederholend genug. Außerdem kann man Fehler sehr schnell vernichten!

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nach gefuehlten jahrzehnten gestern in der nacht aus spass an der freude ein brot gebacken (trotz nachtbackverbot ;-) - bitte rasch aussprechen nach dem konsum einer halben flasche wein), heute morgen festgestellt, dass es natuerlich schmackhafter haette sein koennen.

der holde verspeist es tapfer, gleichwohl unter zum glueck ehrlichen verweis darauf, dass das erzeugnis natuerlich kein ruhmesblatt sei.

aber er ist ja auch hart im nehmen.

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Ist das nicht ein impliziter Teil jeder Beziehung?

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Auch Geduld ist eine Übungssache. Wenn man damit mal Erfolgserlebnisse hatte (z.B. deutlich besser schmeckendes Essen), läßt man sich dann eher drauf ein.

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nach einer gewissen karenzzeit wird das naechste rezept versucht. es ist ja auch jetzt nicht schlecht, aber es reisst einen in seiner langeweile nicht vom hocker, wenn sie verstehen, was ich meine. ein traum waere ja ein richtig umwerfendes vollkornbrot mit knuspiger, nicht aber steinharter kruste, innen saftig, aber nicht nass, und vor allem so, dass man gar nicht mehr damit aufhoeren mag, wenn man einmal angefangen hat. man muss nur am ball bleiben. bis dahin wird der gutmuetig-grimme gatte gemaestet !

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mit knuspiger, nicht aber steinharter kruste, innen saftig, aber nicht nass
hm, vielleicht niedrigere Temperatur und lange backen?
Das könnte zumindest für innen helfen. Aber bei der Kruste weiß ich nicht. Muß man vielleicht doch irgendwann kurz heiß machen.
Wenn man seine Versuche nicht zur Strafe ganz allein aufessen muß, ist die Hemmschwelle fürs Probieren etwas niedriger...

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Probieren Sie, mit der Dampfsättigung zu spielen - viel Dampf am Anfang und wenig am Ende sollte mit der Kruste helfen, und dazu auch niedrigere Temperaturen am Ende.

Ich habe jetzt 66 kg Mehl bestellt - das sollte für ein paar Versuche ausreichen!

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Auf den Bäcker trotzdem nicht vergessen.

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Ich habe vom Bäcker früher in Erinnerung, daß man das halbgare Brot mit einer Bürste ähnlich Malerquast mit Wasser einstreicht. Das soll wohl für die Kruste gut sein.
Allerdings ging es dabei um Halbweißbrot u.ä., nicht Vollkornbrot.

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Versuchen Sie mal, dass Brot in einem auf 240 °C vorgeheizten (gusseisernen) Topf mit geschlossenem Deckel zu backen. Dann für die restliche Backzeit auf 220 °C runtergehen. Klappt quasi immer. Einfetten oder Einmehlen nicht nötig, wenn der Topf vorgeheizt wird. Aber Achtung: beim Einlegen des Brotteiges nicht die Finger verbrennen

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Wenn Sie keinen solchen Topf haben, dann geht auch eine Schale mit Eiswürfeln - das gibt auch schönen Dampf!

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hier in der burg gibt es eigentlich so gut wie alles, auch solche toepfe. ein wasserschaelchen spendete eine zeitlang feuchtigkeit, das brot wurde mit wasser benetzt usw.

ach, so ungluecklich ist man mit dem erzeugnis nicht - es ist eben nur nicht so spannend. salz fehlt eindeutig, aber ich hielt mich an das rezept.
es haette letztlich in der zweiten gehrunde vielleicht etwas mehr aufgehen koennen (dazu hatte es drei stunden zeit, wurde noch einmal geknechtet, pardon, geknetet, und danach ging es nicht mehr ganz so auf), es koennte ein wenig lockerer sein.
die kruste ist fuer diese art brot vollkommen in ordnung. verbluefft war ich, wie schwer das schneiden ging - die konsistenz auf teller und im mund war dagegen auf keinen fall von widerspenstigkeit gepraegt, eher ein wenig zu kruemelig beim schneiden, aber sehr ordentliche scheiben.
fuer den ziemlich unwahrscheinlichen fall, dass genau dieses rezept wiederholt wird : vielleicht mehr wasser und salz, mehr gehzeit nach dem zweiten kneten.
es war ja ein erster versuch, und immerhin kam etwas essbares heraus und nicht another brick in the wall.

das naechste waere ein etwas gewagteres dran, und mit sicherheit nicht nur mehl enthalten, sondern auch nuesse, saaten, flocken. es soll ja schmecken. ist denn kleie interessant ?

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Ja, Walnußbrot, das wär was... mit ein bißchen salziger Butter bestrichen..

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66 kilo mehl ? wohlan ! 600 kilo mehr, und ich wuesste, wo des teufels backstube ist.

meine wenigkeit backt da eher normal grosse brote, trotz des beruehmten dreckigen dutzends ( der holde und die kinderschar ). ich will es mir ja nicht mit allen verderben.

im ernst, wen moechten sie denn alles begluecken ?

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genau, colorcraze, recht aehnliches schwebt vor meinem geistigen auge.

ich hatte da mal ein brot in einem restaurant - sagenhaft ! will wer wissen wo ?

ein solches gibt es bei kaum einem baecker.

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Es gibt nicht genug 1 kg Tüten - d.h. es war einfacher, 16 und 25 kg Säcke zu bestellen. Und Mehl verdirbt schließlich nicht so schnell.

Die bessere Hälfte war komischerweise nicht so begeistert und hatte seltsame Fragen wie z.B. nach Lagerung ...

Ich brauche etwa 3 kg pro Woche (Sauerteig füttern, Brot und Brötchen) - und es gibt genug Freunde und Kollegen, die Mehl brauchen und denen ich gerne etwas abgebe; und dann gibt es von denen auch Brotbestellungen. So viel ist das eigentlich gar nicht. Außerdem erlaubt mir der Nachwuchs Arbeit am Computer nur sehr begrenzt, während gemeinsam backen sehr viel Spaß macht.

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Donna Laura. Mich würde das interessieren. Gutes Brot haben wir auf der Schlossangeralm in Pfronten gegessen.

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@donna: ja, ich habe das auch mal in einem Restaurant bekommen, als Wartebrot vor dem Essen, aber sicher nicht im gleichen wie Sie. Aber ich war auch sehr angetan, obwohl ich anfangs skeptisch war (Walnüsse... wenn die bloß nicht allergisch machen... aber war dann nicht so, und schmeckte wirklich gut.).
Das war ein ganz dünnes Brot, noch dünner wie Baguette, und so ein bißchen krümelig aus dunklem Mehl. Kruste hatte es kaum, was mir aber auch lieber ist als eine dicke, wie sie dunkles Brot meist hat.
@gux: haben Sie denn einen guten Lagerplatz ausgeguckt? Mir wäre Mehllagerung in Säcken länger als 1/2 Jahr auch einiges Kopfkratzen wert, denn die Mehlmotten schlafen ja nicht...

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colorcraze - sie haben sich nicht zufällig heimlich verbündet? Die gleiche Frage habe ich schon einmal gehört ...

Eigentlich sollte das Mehl so verpackt werden, dass die Motte keine Chance hat; zumindest ist das die Idee. Aber das britische Mehl ist auch sehr Proteinarm, vielleicht ist das dann gar nicht so schlimm ...

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@cc 18:38
Walnussbrot gabs immer recht lecker gewärmt bei der Lufthansa für uns halbes Dutzend Vornesitzer. Mit je einem Schälchen Butter und gutem Olivenöl.

Nachdem das ja jetzt flachfällt, obwohl Carsten Spahr und seine überbezahlten Abiturienten mit 2-jähriger Zusatzausbildung uns in einer konzertierten PR-Aktion ein paar Milliarden Steuern aus dem Kreuz leiern, habe ich mir mit diesem hier zu helfen versucht:
https://tinyurl.com/yahxekjg

"Low-Carb", also tendentiell geschmacksreduziert. Dafür gelingt es aber sogar einem Passivkoch wie mir.
Tipp: den Laib recht flach formen; der geht nämlich stark auf und hat dann die Konsistenz eines "Feinbrots" aus dem Supermarkt.

Ich glaube, wenn man die Backmischung würzt oder mit weiteren Zutaten versieht, könnte das durchaus was werden. Ich werde mal ein paar Zwiebeln oder getrocknete Tomaten beimischen.

Und mit einem knappen Pfund ist das was für Zivilisierte, die noch nicht so durchgeknallt sind, wie Prepper, die sich ihr Mehl in Säcken der Panamax- bzw. UNO-Klasse bestellen.

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Eigentlich sollte das Mehl so verpackt werden, dass die Motte keine Chance hat
Naja, verpackt ist es schon, aber mottenfest... kommt darauf an, ob es irgendwo einreißt und ob sich erstmal Motten ansiedeln. Wenn ja, dann geht das ganz schnell.
Aber vielleicht steigern Sie ihren Mehlbedarf ja auch noch um einiges, zumal Sie welches an Nachbarn abgeben wollen, und es ist doch recht schnell weg.
Ich habe das Mehl (von dem ich in den Letzten Jahren sehr wenig gebraucht habe) bisher in Glasbehälter einsperren können, da ist es sicher. In den handelsüblichen Papiertüten meiner Erfahrung nach nicht...

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wenn man die Backmischung würzt oder mit weiteren Zutaten versieht, könnte das durchaus was werden.
Mehr Walnüsse könnte sie auf alle Fälle vertragen. So wie auf dem Bild sieht das ja eher wie Resteverwertung aus, nicht wie Walnußbrot.

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Sylter2 - ich hätte sehr gerne weniger genommen, nur gibt es das fast nicht.

Colorcraze - and solche Behälter habe ich auch schon gedacht; wir haben größere Boxen, die luftdicht sind und sich für Lebensmittel eignen. Aber der Bedarf ist hier so groß, dass ich vermutlich recht schnell einen Teil abgeben kann. Es ist hier ein regelrechter Tauschhandel entstanden, weil es viele Lieferungen nur in großen Mengen gibt (der Zentnersack Kartoffeln ...). Wenn man Platz und Zeit hat, ist das alles kein Problem; mit einer kleinen Wohnung ist es dann schon etwas schwieriger.

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Jep, die herstellerseitige Beimischung von Walnüssen dient eher der Generierung eines verkaufsfördernden Produktnamens.
Aber wie gesagt...

Richtig gute Erfahrungen habe ich mit denen hier:
https://zeitfuerbrot.com/

Hatte über Amanzon Fresh ein paar Laibe "Saft-Vollkorn" bestellt. Köstlich!
Das war mal eine echte Alternative für alle, die keinen Bio-Dorfbäcker in der Nähe haben.

Ich habe das testweise in Stücken und in Scheiben eingefroren.
Zu meinem Erstaunen schmecken die vier Scheiben aus einem Beutel aufgetaut viel besser als ein erst nach dem Auftauen in Scheiben geschnittenes Stück.
Latürnich nicht mehr wie frisch - aber um Längen besser als alles, was ich hier kaufen kann (Heini Jessen bis vor kurzem vlt. mal ausgenommen).

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viele Lieferungen nur in großen Mengen
Verstehe. D.h. die Lagerung wird von den Geschäften in die Haushalte verlagert. - So ein paar "real useful boxes" habe ich neulich vor Corona auch gekauft, um alte Ordner auszulagern, da gibt es sicher auch ein Format, das man für Mehlsäcke nehmen kann. Besser ist vielleicht noch Portionieren, aber dann braucht man viele stapelbare kleine Behälter. Und Platz haben ist sowieso immer das Problem. -
Wie machen Sie es bei der Verteilung mit den Nachbarn? Bringt da jeder eigene Behälter mit?

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Wir schreiben das Jahr 1975.
Schrotti knattert mit seiner MZ aus der Hauptstadt nach täglicher Werktätigkeit zurück in seine Datsche nach Teltow.

Seine Olle wird da gerade vom Kreisleiter der Partei "besucht".

Schrotti erbost: "Ihr macht hier rum und bei @cc gibt es Mehl!"

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Also angeblich ist das Problem, dass es im Moment nicht genug kleine Säcke gibt (also die 1 oder 1.5 kg Verpackungen) und die Mühlen nicht nachkommen. Es gibt ein paar sehr seltsame Entwicklungen - die Mehlknappheit ist eine davon. Eine andere ist, ungewohntes Gemüse vom Markt zu bekommen (weil der Gemüsegroßhändler hier eben einfach eine Auswahl trifft, und man dann eine Kiste bekommt - das macht aber das Kochen wenigstens interessant).

Die Nachbarn bekommen das wahrscheinlich in Tüten abgefüllt - das ist am einfachsten und wir müssen das nicht hin- und her-transportieren. Ich habe auch noch ein paar 10- und 20l Dosen - damit läßt sich sicher etwas machen.

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@donna laura, 01.05.20, 18:30
@donna laura, 01.05.20, 18:30
zur zubereitung von brotteig sollte man den hausherrn befragen, falls er hier noch ab und zu mitliest.
soweit ich das in erinnerung habe stammt don alphonso doch aus einer baeckerdynasty.

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"Also angeblich ist das Problem, dass es im Moment nicht genug kleine Säcke gibt"
FJS hat das mal eine contradictio in eo ipso genannt.

Gruß von Sack zu Säckchen.

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Ich bin im Zweifelsfall ja immer schwer für Plastiktüten, die zu meinem breiten innerlichen Grinsen seit Corona endlich wieder unangefochten neben dem Gemüse liegen. -
10l/20l-Behälter klingt ganz gut, da können Sie ja einen kleinen "Mehlbunker" bauen. -
Mehl war bei mir auf der Ecke nicht lang ausverkauft, das gibt es jetzt eigentlich schon seit 4 Wochen wieder durchgängig und nicht knapp im Regal.
Anders ist es bei Hefe, ich hatte ja neulich schon erzählt, daß sie (vermutlich bei der Engelhardt-Brauerei) zu Ostern mal Frischhefe aufgetrieben hatten, und nun nach gefühlt langer Zeit des Hefelochs bei den Backzutaten (4 Wochen? 6 Wochen?) auch mal wieder ein paar Trockenhefetütchen von einer obskuren Firma.

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Mehl (und Hefe) sind hier in den Geschäften immer noch ein Problem - sobald es welches gibt, ist es ausverkauft. Dabei gibt es eigentlich genug ...

Von einem alten Versuch habe ich auch noch fast ein Pfund alte Wein-Trockenhefe - und die funktioniert genauso gut wie Bäckerhefe.

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Na, dann kann die Hefegebäckphase ja nun losgehen.
Ich habe mich da bisher selten rangetraut, weil ich mit der Temperatur und Zeit für das Gehenlassen nie wirklich klarkam. (Bei Kuchen, in den ordentlich Butter und Eier kommen, ist das ein bißchen anders als bei Brot/Pizza - wird jedenfalls behauptet.)

Und wenn wir die Eigenschaften von Hefe ausreichend erforscht haben, können wir es ja mit Sauerteig probieren.

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Die Sauerteigbrote halten länger - und Zeit ist im Moment für mich kein großes Problem, ich traue mich daher auch an mehrtägige Brote. Ich finde Kuchen viel schwieriger, aber da braucht man mehr Geduld damit es schön aussieht (das ist wie beim Handwerken - ich weiß, wie es theoretisch sein sollte, aber es wird nie so).

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grimaldeli, daran hatte ich auch schon gedacht - und gehofft. aber man soll sich ja nicht beklagen, obwohl man hier nur bei wasser und nicht auch noch bei trocken brot sitzt.

buerger : das ist das esszimmer in der bmw welt muenchen. soviel magen hat man nicht wie man zunge hat. das dessert ist naemlich auch sagenhaft, wenn man richtig waehlt. und nicht nur das.

sylter, nahrungsmittel, die ueber den wolken schmecken sollten, muessten anders hergestellt werden und seien am boden ungeniessbar, sagt man. ich kann ja mal den bruder des lufthansabaeckers bei gelegenheit fragen.

gux, die an sich natuerlich verstaendliche frage nach der lagerung haette ich auch als erstes gehoert.
im prinzip ist das eine perfekte einladung fuer eine muntere mottenparty. meinen sie, dass englische motten als gute patrioten gar das landeseigene mehl verschmaehten ( immerhin duerften sie nicht viel besseres gewohnt sein ) ?

hoelkerather, weniger hefe - das war auch mein gedanke, weil meine erfahrungen entsprechend sind, aber man haelt sich erst einmal an das reichlich salzarme rezept, und versucht, daraus zu lernen.

wir haben einmal zwanzig minuten, und nach drei stunden aufgehen noch einmal zehn minuten geknetet - abwechselnd von hand ( irgendwo muss noch die knetfunktion in der nie benutzten kuechenmaschine sein ).

aber eines ist erstaunlich : das brot ist noch nicht trocken geworden ( aufbe- wahrung im kuechenhandtuch im gusseisernen topf ).

gux, das mit dem haltbaren brot wuerde mich heftig interessieren - auch wenn der holde sich zuvor wohl durch die brote fraest ( wo fraest der sich eigentlich nicht durch, was herumsteht, folgenlos auch noch ... ).

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Danke. Dort wäre ich als Nordlicht nie suchen gegangen. Kommt auf die Liste der to-dos (die immer länger und lokaler wird, je älter ich werde).

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Warum neigt die holde Weiblichkeit nur so gerne dazu, unliebsame Fragen zu stellen? An die Motten habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht, wurde aber das auch schon zu Hause gefragt. Ich werde vielleicht ein Schild aufstellen? Oder schneller backen und mehr verteilen!

Das Mehl ist zumindest zum Teil kanadisch - das britische Weizenmehl hat zu wenig Gluten, damit läßt sich nicht so gut backen (zu dem Thema wurde sehr viel geforscht ... schließlich ist der Import von Weizen ein wichtiges Thema). Aber die Motten sind wohl nicht so wählerisch.

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er hat zu wenig gluten gesagt !

gux, bei mir waere es die holde maennlichkeit, die solcherlei fragen in den raum wirft, aber gleichwohl selbstverstaendlich nichts zu einer loesung beitraegt. wer bestellt / kauft, muss selbst ran, so muss das wohl sein.

und was wollen sie auf das schild schreiben ? liebe motten, fliegt weiter, hier gibt es nichts zu knabbern ? bildung soll ja nie ueberschaetzt werden.

buerger, sehr gerne geschehen. die website war eigentlich immer ehrlich und recht nett gemacht. bitte speisen sie fuer mich mit : rascher als sie werde ich da vermutlich nicht hingehen koennen, angesichts der ueblichen tradierten degeneriertheit und geschlossener landesgrenzen. ein elend !

ein glueck, wenn man in diesen zeiten nicht nur ernaehren, sondern auch - ueblicherweise, s. das langweilige brot - kulinarisch erfreuen kann !

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Roßkastanien und Eicheln muß man "entbittern"
Dazu gibt es verschiedene Verfahren, die ich aber den hier anwesenden wohlhabenden Gourmets nicht zumuten will, weil man bekanntlich in diesen Kreisen notfalls lieber Torte hinunterwürgt, die dieser Staat gefälligst zur Verfügung zu stellen hat.

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Ich könnte ein Schälchen Mehl anbieten - im Austausch dafür, dass man mein Mehl alleine lässt ... das wird aber wahrscheinlich nichts.

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Das würden die Motten als Einladung schon verstehen.
Warum ich auch sofort daran gedacht habe: aus Erfahrung, aus unangenehmer Erfahrung... denn ich hatte auch mal lange eine Tüte Mehl herumstehen, auf die dann mal unbemerkt was drauffiel, was sie einriß. Und irgendwann schwirrte es dann, als ich die Speisekammer aufmachte. Deswegen: Mehl in Papier = für längere Lagerung schlecht.

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Bisher hatte ich in diesem Haus noch keine Mehlmotten - trotz ausreichendem Mehl. Vielleicht mögen sie mich nicht und bleiben fern? Ich werde auf jeden Fall berichten!

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Einfach abwarten.

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gux, 14.10 u, ich sage es nur aeusserst ungerne, aber ich befuerchte, dass sie im leben schon mal deutlich bessere ideen hatten. wenn sie sie mitbacken - es merkt ja keiner - haetten sie immerhin wieder mehr protein im brot.
alternativ und zum zeitvertreib lassen sich auch wespen mit torte ganz ausgezeichnet anlocken, und haie mit rinderkeulen ( im geeigneten wasser natuerlich, sonst koennen sie lange warten - immer das problem mit der methodik bei studien, seufz ).

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Die Realität ist immer so ein Problem ... inzwischen überlege ich mir wirklich, ob das so eine gute Idee ist. Wir haben bei der Arbeit ein großes Trockenlager für Lebensmittel - vielleicht sollte ich das nutzen; das würde auch die Verteilung an die Kollegen einfacher machen!

Den Wespensversuch kann ich bestätigen, das funktioniert jedes Mal sehr zuverlässig, und die Ameisen freut das auch!

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OT Herr Haupts,

was sagen Sie zu Högl?

Bartels muss weg, Kahrs wird verhindert, eine doofe Frau kommt

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Dazu, lieber Honigbär, möchte ich mich einfach deshalb nicht äussern, um meinen Blutdruck zu schonen. Ich habe es schlicht aufgegeben, in Deutschland oder mit Deutschen über Miltär zu diskutieren.

Warten wir einfach auf den nächsten Attila (nach meinem Ableben bitte, soviel Egoismus muss sein).

Gruss aus Solothurn,
Thorsten Haupts

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Die Bundeswehr muß weiblicher werden. Und diverser.

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Gab's hier nicht vorige Tage das Thema Hängolin?

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Wieso soll grad die Position des Wehrbeauftragten nicht als Versorgungsposten für parteimüllige Nichtsnutze herhalten? Höhnischer kann ein Parlament kaum seine Verachtung für u.a. die Bürger in Uniform zeigen.

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Weiblicher und diverser.
Ich habe heute die Dachziegeln, die über waren und die Pakete Reservekacheln in der Abseite verstaut, das sind Gewichte, die meine Frau nicht wuppt, nicht weil sie schwach ist, sondern weil dafür nicht gebaut, körperlich.
Wenn man Soldaten zum kämpfen haben will, gibt es nur wenige Jobs, die geschlechterneutral besetzt werden können. Schon Sanitäter nicht, denn die schleppen zu zweit Verwundete auf der Bahre im Galopp aus dem Schussfeld raus. Einiges mag gehen, wie Scharfschütze, aber alles, wo schiere Körperkraft notwendig sein kann, eher nicht. Wenn die Uschi mal einen LKW Reifen gewechselt hätte, selber, im Regen und mit unzulänglichem Werkzeug...Vielleicht hätte uns das Schwangerschaftstarnuniformen erspart.

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Israel zeigt daß eine gemischte Armee schlagkräftig sein kann. Nur ist es dann kein feminines Bällebad für Prinzessinen.
Seien wir doch froh daß Deutschland seine Überheblichkeit nicht mit militärischen Nachdruck betreiben kann. Merkels Sturmtruppen z.B. in Ungarn um dieses Land zu 'demokratisieren'.

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Sie haben insofern recht, als dass es der Kugel egal ist, ob der Finger, der den Abzug drückt, männlich, weiblich oder divers ist,

Aber die wenigsten Jobs beschränken sich auf Abzug drücken. Öfter als man denkt, muss ein LKW mit Muskelkraft aus dem Schlagloch geschoben werden, damit die Kolonne dahinter weiterfahren kann. Eher selten ist es relevant, ob die Kaserne wifi hat.

Die gemischte Truppe Israels ist aus der Not geboren und funktioniert wohl ganz gut. Aber meiner Meinung nach eher trotz der Mischung und nicht deswegen.

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Das Militär hat aber sehr viele Rollen, bei denen Muskelkraft nicht so wichtig ist; Marine und Luftwaffe zum Beispiel, Santitätsdienst, Stab und vieles mehr.

Es geht doch darum, die beste Person für eine bestimmte Rolle zu finden - und nicht um irgendeinen Proporz.

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@ gux, Donnerstag, 30. April 2020, 19:50

Die Begründung war dass die jeweils geschilderten Symptome nicht den aktuell gültigen Testansweisungen entsprechen. Ich weiß jetzt von 2 Leuten, die ich privat kenne, dass sie auf covid-19 positiv getestet waren. Sie sind über 50 und es verlief symptomlos. - Die grundsätzliche Problematik von PCR-Test auf aktuell infektiöse Viren lasse ich mal außen vor.

„...Aber was Sie schreiben ist nunmal Labour-Propaganda; “
Hmmh, ein Grenzfall. Mit Propaganda meint man eigentlich interesssengeleitete Falschmeldungen. Diese Meldung von @cemetery werten Sie aber nicht als Falschmeldung.
Den Inhalt kenne ich seit längerer Zeit. Nicht ohne Grund erscheint mir neoliberale Politik als pseudoreligiös und wahnhaft, eingebettet in interessegeleitete flooding media-Kampagnen. Immerhin spricht für Großbritannien dass die nach meinem Dafürhalten verfassungswidrige Integrity Iniative im Parlament disktutiert wurde, während sie von unseren transatlantischen FakeNews-Mainstream Medien nie erwähnt wurde. Mit verfassungswidrig meine ich: Geld der Steuerzahler für eigene Propaganda gegen die politische Opposition ausgeben. Bestraft wurde bisher niemand. Nach meinem Wissen. Aber bei einem Land dass diese kafkaeske Assange-Nummer aufführt wundert mich das nicht.

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@gelegentlich - die Verfälschung von Zitaten, sie aus dem Kontext herauszunehmen oder in einer Art darzustellen, die falsch ist, ist schlicht und einfach Propaganda. Und ebenso wie Sie hat sich auch "cemetry" standhaft geweigert, konkrete Beispiele zu nennen.

Was an Assange 'kafkaesk' sein soll (ausser sein eigenes Verhalten) erschließt sich mir nicht. Er hat seine Kautionsauflagen nicht erfüllt, es besteht Fluchtgefahr und er ist nun im englischen Justizsystem. Das ist natürlich nicht so hervorragend wie das deutsche System (wir wissen, nichts is besser als in Deutschland) - aber wenigstens hat es in den letzen 300 Jahren keine Diktaturen unterstützt.

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nochmal an Herrn Haupts speziell
ich war gut ein Jahr in USA, zur Zeit von Stormin Norman auf einem großen Campus mit ROTC und sehr patriotische Studenten. Einen US Fallschirmjäger habe ich in der Verwandtschaft.
ich verstehe Ihre Haltung und akzeptiere die Antwort als final

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gux weigert sich standhaft, einen seriösen Beleg für seine Behauptung zu liefern:

Und es waren wohl die Politiker (inklusive Johnson) die für schnellere und härtere Maßnahmen waren und es waren die Wissenschaftler die davor gewarnt haben

Die Wissenschaftler im Gremium waren sich uneins. Frühzeitig warnte SAGE aber vor den Risiken in Pflegeheimen.

Ministers knew care home coronavirus risk, says Vallance

gux geriert sich als Experte für die Themen NHS, britische Regierungspolitik sowie Medien, weiß aber nicht, dass der „Guardian“ durchaus kritisch über Labour, Corbyn und die vier Ms berichtete – sehr zum Ärger von Momentum.

Warum sollte Cummings nicht als Beobachter Teilnehmen (und Fragen stellen)? Bei vielen wissenschaftlichen Beratergremien sind Regierungsvertreter dabei

Sir David King, der frühere Chefwissenschaftler der Regierung, sagte gegenüber „Bloomberg“, er habe während seiner Amtszeit mehrere Notfallkomitees einberufen, um Krisen wie Vogelgrippe, SARS, Scrapie bei Schafen und Maul- und Klauenseuche zu bewältigen. Keine politischen Sonderberater - in Westminster als „Spads“ bekannt - hätten jemals an ihnen teilgenommen.

“What I was very keen to establish was the science advice has to be apolitical,” said King. “I also don’t like the idea that a spad could report independently of me back to a minister or the prime minister what their understanding – as a non-scientist – of a scientific discussion was. That is a dangerous practice.”

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cemetry - aha, der Spieß wird umgedreht und plötzlich wollen Sie von mir Belege dafür, daß Ihre Behauptungen falsch sind - dabei müßten sie sich einfach nur die Artikel durchlesen, die sie gepostet haben.

Cummings hat schon sehr früh für schnellere Maßnahmen gesprochen sagt der Indy - nicht gerade bekannt für seine Tory-freundliche Ausrichtung:

https://inews.co.uk/news/dominic-cummings-sage-committee-covid-19-lockdown-earlier-coronavirus-2553626

Und auch der bekannte Reuters-Bericht deutet sehr daraufhin, dass die Wissenschaftler gebremst haben - möglicherweise auch mit gutem Grund, aber das wird man erst in ein paar Jahren wissen.

Und was King sagt - nunja, King ist schon seit langer Zeit nicht mehr dabei, oder? Ich sehe es auch nicht unbedingt als sinnvoll, dass Politiker bei solchen Gremien sind (oder ihre Vertreter), allerdings gibt es dafür auch gute Gründe, gerade wenn es sehr eilig und dringend ist - und wie gesagt, die EU macht so etwas ganz normal z.B. bei EFSA.

Sie mögen durchaus Expertise haben, in Anbetracht der Tatsache, dass wir hier anonym auftreten, läßt sich das schlecht belegen - allerdings kenne ich das UK doch schon seit längerer Zeit (ich kenne z.B, Jean Pateman persönlich - der Name sagt Ihnen sicher etwas) und bin in einem anderen Bereich eben auch in diesem Zirkus tätig. Daher finde ich die Anschuldigungen eben etwas sehr einseitig - was man von der Opposition halt erwartet.

Der Guardian selbst kann kritisch sein - ebenso wie der Telegraph. Aber der Guardian läßt eben auch Grusellinke wie Monbiot oder Owens schreiben,,

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gux, Freitag, 1. Mai 2020, 11:11

„Und ebenso wie Sie hat sich auch "cemetry" standhaft geweigert, konkrete Beispiele zu nennen.“

Konkrete Beispiele wofür? Das Nichttesten habe ich angeführt. Die Namen der Leute und der ablehnenden Behörde natürliich nicht.

Zur Integrity Iniative? Mit Verlaub: unnötig. In England wurde das im Parlament diskutiert, wenn Sie hier in Deutschland danach googeln werden Sie in Mainstream Medien nichts finden. Nur in „grusellinken“ Quellen. Postdemokratisch eben. In beiden Ländern, jedes auf seine Weise.

„(wir wissen, nichts is besser als in Deutschland)“ - habe ich nicht gesagt. Kafkaesk? Das Verhalten der Justiz zu Assange.

Und ich finde dem hier ist nichs hinzuzufügen:

„“What I was very keen to establish was the science advice has to be apolitical,” said King. “I also don’t like the idea that a spad could report independently of me back to a minister or the prime minister what their understanding – as a non-scientist – of a scientific discussion was. That is a dangerous practice.”

Der Mann ist offenbar aus der prä-postdemokratischen Epoche.

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Sie kennen die Prozeßberichte, also nicht die von Murray oder den Nachdenkseiten oder irgendwelchen deutschen Korrespondenten, denen die Idee von Geschworenengerichten bereits Schweißperlen auf die Stirn treibt? Man hat da nicht unbedingt den Eindruck, dass das sehr viel anders ist als bei anderen Verfahren - vergessen Sie nicht: der gute Mann ist geflohen und hat gegen Kautionsauflagen verstoßen. Hätte er das nicht gemacht, wäre die Situation ganz anders.

Sie haben von "Professoren" aus Oxford gesprochen, die alles sehr schlimm finden - ohne zu sagen, was das konkret ist. Ich kenne Probleme - manche beruhen auf relativ simplen Zufällen, andere auf komplett falscher Planungen etc. Man hat wohl weltweit das "pan" in der Pandemie unterschätzt ...

Sie haben die die 'Integrity Initiative' als Beispiel vorgebracht - dann könnten Sie das doch auch weiter ausführen, oder?

Und was King angeht: was sagen Sie dann dazu, dass bei wissenschaftlichen Gremien der EU Mitglieder der Kommission sind - und zwar ganz legal und seit langer Zeit? Und wie sieht das in Deutschland aus? Ich kann leider die Protokolle der wissenschaftlichen Beiräte der Regierung nicht finden - aber Sie können mir da sicher helfen.

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@ gux, Freitag, 1. Mai 2020, 13:28
„Sie kennen die Prozeßberichte, also nicht die von Murray oder den Nachdenkseiten oder irgendwelchen deutschen Korrespondenten, denen die Idee von Geschworenengerichten bereits Schweißperlen auf die Stirn treibt?“
Hmmh, wenn ohne Anlass bestimmte Quellen präventiv diskreditiert werden sollen werde ich argwöhnisch. Erst recht wenn die untermalen sollende Assoziation (Geschworenengericht) offenbar ganz falsch ist.

Ein Rechtsanwalt schreibt dazu:

„In den ersten Anhörungen über seine Auslieferung in die USA führte das zu einer Debatte zwischen seinen Verteidigern und der Richterin Vanessa Baraitser. Sie entscheidet alleine über die Auslieferung des Australiers, der nach seinem sieben Jahre dauernden Ausharren in der ecuadorianischen Botschaft von der Polizei festgenommen wurde und nun in Belmarsh inhaftiert ist.

Der Antrag der Verteidigung, Assange zwischen seinen Anwälten sitzen zu lassen, damit er sich mit ihnen beraten kann, wurde von der Richterin abgelehnt. Sie spendierte Assange lediglich einen Kopfhörer, damit er die Ausführungen besser verstehen kann. Sollte Assange sich mit seinen Anwälten besprechen wollen, werde sie die Verhandlung jeweils unterbrechen, auch wenn die Anhörung dann sechs Wochen dauern könnte.“
https://www.heise.de/ct/artikel/Zwischenbilanz-und-Ausblick-das-Verfahren-gegen-Assange-4679039.html (Hervorhebung von mir) - Ist das nicht kafkaesk?

'Integrity Initiative"
Kann man verschieden ausführlich machen. Fangen wir an mit etwas, das für sich selbst spricht:
https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-8-2019-000092_DE.html - eine Anfrage
Und die Antwort:
https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/E-8-2019-000092-ASW_DE.html
Spricht für sich selbst, nicht wahr? Die FakeNews-Quelle bestätigt dass sie nur die Wahrheit sagt. Immerhin: es wird eingeräumt dass es den Gegenstand der Anfrage gibt. „Bei der „Integrity Initiative“ handelt es sich um eine Initiative eines Mitgliedstaats“
Mehr dazu hier:
https://swprs.org/die-integrity-initiative/
und bei Florian Rötzer
https://www.heise.de/tp/features/Integrity-Initiative-Britische-Beeinflussungskampagne-gegen-Russland-4232365.html

Mein Punkt für „postdemokratisch“ ist aber dass in unseren Mainstream-Medien hier dazu gar nichts kam. - Ich bin da altmodisch: wenn eine Regierung Steuergeld ausgibt um ihre politische Opposition bekämpfen zu lassen ist das für mich strafwürdig. Und nach meinem Gerechtigkeisempfinden wäre Assange sogleich nach Schweden abzuschieben.
(Sorry, das alles war im Rahmen dieses Blogs wirkich etwas OT)

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Assange: Nein, der Angeklagte sitzt nunmal nicht mit seinen Anwälten. Man mag das bedauern (und es gibt auch Kampagnen, das zu ändern), aber es ist das englische System. Die Diskussion ist zwischen den Anwälten. Sie mögen es für falsch halten, dass so ein Verfahren vor einem Magistrates Court stattfindet (wo es Einzelrichter gibt) - aber Kafkaesk ist das noch lange nicht. Das englische Rechtssystem ist sehr anders als deutsche System, aber deswegen nicht schlechter. Seltsamerweise ist auch der Aufschrei über angeblich fehlende Rechtsstaatlichkeit in Deutschland erheblich lauter. Vergessen Sie bitte nicht, dass Assange die britische Justiz absichtlich vorgeführt hat, indem er gegen die Kautionsauflagen verstoßen hat.

Ich verstehe noch immer nicht, was Sie mit dieser Initiative haben - selbst wenn es eine Propaganda Einrichtung wäre: warum sollte man nicht auf Russia Today et al. antworten?

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@ gux, Freitag, 1. Mai 2020, 15:2
„Ich verstehe noch immer nicht, was Sie mit dieser Initiative haben - selbst wenn es eine Propaganda Einrichtung wäre: warum sollte man nicht auf Russia Today et al. antworten?“
Oh, ich meinte nicht es sei falsch auf Russia Today zu antworten. Dafür braucht man aber keine so absichtlich versteckten intransparenten Formen. Kann die BBC keine Antworten liefern? Ich meinte mehr die britische Opposition, die damit herabgesetzt werden sollte. Und warum arbeitete diese Organisation, also eben auch mit britischem Steuerzahlergeld, auch in Spanien um dort in eine Personalangelegenheit einzugreifen?
Ich wollte auch nicht auf die These hinaus dass deutsche Rechtssystem sei besser als das englische. Dieser Gedanke ist mir fremd.
Nur verstehe ich das hier nicht:
„Sie kennen die Prozeßberichte, also nicht die von Murray oder den Nachdenkseiten oder irgendwelchen deutschen Korrespondenten, denen die Idee von Geschworenengerichten bereits Schweißperlen auf die Stirn treibt?“
Sie wissen doch dass es hier eben kein Geschworenengericht ist. Dass Murray schwitzt beim Gedanken an ein solches Gericht ist nicht Ihr ernst, oder?

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Murray nicht - aber die Schreiberlinge der Relotiuspresse. Kaum ein Artikel über rechtliche Dinge, in denen nicht eine abfällige Bemerkung über Laienrichter steht. Es ging mir um die Ignoranz der Journalisten.

Der Prozess ist vor einem District Judge - und wenn Assange nicht einverstanden ist, kann er zum High Court gehen.

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@ gux, Freitag, 1. Mai 2020, 17:01

Dann verstehe ich immer noch nicht warum Sie Murray in diesem Kontext überhaupt erwähnt haben.

Was ganz anderes: das beste Brot das ich in meinem Leben gegessen habe... ein „no knead bread“. Der Clou ist das die Hefe den Teig ganz lange fermentiet. Wichtig ist dass man das Brot nach dem Back einige Stunden auf dem Tisch liegen läßt damit sich die Kruste in Ruhe bilden kann. - Ein Bekannter hat das in der Schule mal ausprobiert. 175 Schülerinnen und Schüler, 12-15 Jahre alt, die noch nie im Leben gebacken haben, kriegten das hin. 3 Fehlversuche insgesamt. Wenn man das 36 Stunden bei rund 20°C stehen läßt konnten sogar Zöliakiekranke das essen ohne Beschwerden zu bekommen. Obwohl nur Weizenmehl verwendet wurde.

http://www.foolforfood.de/index.php/brot/brot_fur_faule_no_knead_bread_der_nyt

Hintergrund des Rezeptes war eine Art Wette über den Sinn von Technologie: zur Steigerung der Qualität oder zum Einsparen menschlicher Arbeitszeit, meist auf Kosten der Qualität? Beim Brot trifft wohl Letzteres zu.

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@ gux: Sie behaupteten doch am Mittwoch, 29. April 2020, 15:10:

Und es waren wohl die Politiker (inklusive Johnson) die für schnellere und härtere Maßnahmen waren und es waren die Wissenschaftler die davor gewarnt haben

Bislang haben Sie selbst dafür keinen seriösen Beleg geliefert. Stattdessen lenken Sie schon wieder ab, führen EFSA an, dabei reden wir hier nicht von der EU sondern von UK.

Wenn die Regierung unter Boris Johnson früher schnellere und härtere Maßnahmen gewollt hätte, hätte sie es entscheiden können und müssen. Das ist ihre Aufgabe.

Fakt ist, dass Boris Johnson sich im Februar für zwölf Tage nach Chevening auf den Landsitz der Regierung verkrümelte und insgesamt fünf Cobra Meetings versäumte - in einer Zeit, in der die ganze Welt schon vom Coronavirus redete.

Fakt ist auch, dass nach offiziellen Angaben bis gestern im Vereinten Königreich bereits 27.510 Menschen an Covid-19 gestorben sind. Das sind mehr als in Frankreich und Spanien und kaum weniger als in Italien. Dabei zählte England im Gegensatz zu Schottland nicht einmal alle Covid-19-Toten in Pflegeheimen mit. Die "Financial Times" (garantiert nicht Labour-freundlich) geht inzwischen von 45.000 Toten aus. Die FT vergleicht laufend ihre Modellberechnungen mit Zahlen des Office for National Statistics (ONS) und lag bislang immer ziemlich richtig.

Da es sinnlos ist, mit Ihnen zu diskutieren, klinke ich mich jetzt aus.

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Cemetry, niemand weiß, welche Aktion richtig war. Johnson hat ziemlich klar gemacht, dass er auf SAGE hört, und das vermutlich auch getan. Es gibt durchaus auch gute Gründe für seine Haltung, denn was hier immer gerne vergessen wird: wir sind ganz am Anfang. Ich empfehle diesen exzellenten Artikel von David Spiegelhalter, der genau dieses Problem erklärt:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/apr/30/coronavirus-deaths-how-does-britain-compare-with-other-countries

Die ONS Daten sind die einzig zuverlässigen Daten, und daher ist es schwierig, die mit anderen Ländern im Moment zu vergleichen (ich bezweifle, dass Italien, Frankreich oder Spanien ein sehr viel anderes Meldesystem haben). Die FT berichtet sehr gut und John Burn-Murdoch macht sehr gute Analysen - das ändert jedoch nichts daran, dass wir keine abschließenden Daten haben. Eine Sorge der britischen Regierung war die 2. Welle - wir wissen nicht, ob und wann diese kommen wird. Es weiß im Moment auch niemand, weshalb sich die Todeszahlen so sehr unterscheiden - für Schuldzuweisungen (und genau das haben Sie gemacht) ist es einfach zu früh.

Warum bringe ich EFSA ein? Weil EFSA routinemäßig Regierungsmitsarbeiter bei wissenschaftlichen Ausschüssen teilnehmen läßt - genau das, was jetzt HM Gov vorgeworfen wird. Wenn die Frage ist, ob es ein Bruch mit Traditionen ist, dann ist die Antwort ganz sicher "ja" - aber wenn es darum geht, ob es falsch ist, dann ist die Antwort eben nicht so einfach. Die Entsandten der Kommission sind bei EFSA übrigens auch nicht still, sondern beeinflussen durchaus auch die Diskussion (idR durchaus positiv).

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Besagtes no-knead-Brot

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@fritz
Das "Mützenich" muß man sich dabei mit der Stimme von Ernie laut vorlesen.

Und Bert antwortet dann: "Glatzedoch!"

Ich weiß, daß Du mich verstehst, Unbekannter Nr. 2. Brauchst nicht zu antworten.

Gnihihi, Bundeswehr.
Ich habe in meiner Kindheit und frühen Jugend noch die Marine-Versorgungsschule List in ihren den ganzen Ort prägenden Bauten von H. Göring und den Fliegerhorst in Westerland erlebt.

Was ich sagen will: selbst im Kalten Krieg war es schon egal, ob und wer ein Auge auf diese adipösen Waschlappen hatte.

Selbst die hochsubventionierte Marine besteht nur aus Flaschen, die jede Regatta gegen einen norddeutschen Verein hochkantig verliert.
Da müssen nicht erst dumme kleine Mädchen auf der Gorch Fock vom Mast fallen.

Es ist wie mit der Lusthansa: Ein Staat, der sich trotz seiner beiden Oberhäupter noch so etwas wie Würde (weil: Erdogan hat das auch) bewahren will, hat eine Fluglinie und Männerinnen mit Schießgewehren (auch wenn die um die Ecke schießen tun).

Rührt Euch!

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Warst du zur Regatta das Kielschwein bei den Adipösen oder bei den anderen? Hahaha.

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"Kielschwein"?
Ich sehe, ich habe in Dir einen treuen Leser...
Dto. übrigens.

Und falls von Interesse: bei den anderen. In List gab es die Disco (wie man damals sagte) namens "Insel". Und sonst nix. Um 22.00 Uhr mußten die strammen Jungs auf Stube gehen, hähä.

Und wer war noch da? Genau. Man mußte bis zu dieser Stunde allerdings immer etwas aufpassen, daß einen die Rheinländer im Samenkoller nicht vorher erwürgen.
Aber wir Friesenjungs waren ja auch zahlreich... Und verstanden uns besser darauf, bei den nachfolgenden Einzelgesprächen mit den - damals in List noch recht wenigen Touristentöchtern - Sand im Getriebe zu vermeiden. Soll heißen: das Beziehen der richtigen Stellung am Schießplatz neben der Wanderdüne beherrschte ich schon mit 16 besser als so ein rotzbärtiger StUffz mit 25....

Ups, jetzt werde ich fast so ordinär wie Thora, er hier ständig nur vom Rammeln und Saufen postet.

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Uncle des Puddings
3sat kulturzeit 29.4.20
Autor Jan Roß erklärt Bildung: »... und das sind Lebenserlebnisse,
das kann man nicht am Computer nachmachen ... «

Lebenserlebnisse: und wie man sich,
von jeder Ironie befreit,
kaputt spricht, kann Spaß machen, muß es aber nicht

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Live-Übertragung aus Schilda
„Denn er würde zeigen, dass in Deutschland vergleichsweise niedrigschwellig getestet werde. Das heißt, dass auch Personen mit nur geringen Symptomen einen Test machen können.

„Natürlich ist es so, dass es zumindest einen Teil der Infizierten gibt, die das Virus schon ausscheiden, bevor sie Symptome zeigen. Es gibt also ganz klar Situationen, in denen wir es für sinnvoll erhalten, Menschen zu testen, obwohl sie noch nicht symptomatisch sind“, sagte Wieler weiter. Als Beispiel nannte er Personen aus Risikogruppen und kündigte an, dass gezielt Tests in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen durchgeführt werden sollen. Dazu werde aktuell ein Konzept ausgearbeitet.“

In meinem Bekanntenkreis sind 3 Personen aus Risikogruppen, die der Arzt zum Gesundsheitsamt überwies mit der Bitte einen PCR-Test zu machen. Das wurde abgelehnt.
Über Zahlen kann man streiten. Aber bei 70-80% der Betroffenen scheint covid-19 symptomlos zu sein. Man merkt für mindestens einige Tage nichts. Das dicke Ende kann dennoch kommen, später eben. „Geringe Symptome“ wären dann <20%.

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Deutschland testet sehr niedrigschwellig und dürfte von den großen europäischen Ländern wohl das sein, dass am besten testet und die beste Infrastruktur hat (und das, obwohl es ein teilweise privatisiertes Gesundheitswesen hag ...).

Mit welchen Begründungen wurde denn bei den drei Personen der Test abgelehnt?

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Ähm
Balangoda

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Hat der Don wieder ne neue Kanne vom ND gesponsert bekommen? Immerhin hat sich das ND dahingehend verstärkt, die beiden neuen Autorixe sind sicherlich eine Bereicherung.

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Alles schon ausprobiert...
In Roßkastanien sind zuviele Saponine. Die kann man nicht essen, aber wunderbar zum Waschen nehmen. Im Nahen Osten gab es im 1. Weltkrieg eine schlimme Dürre, 2 Jahre lang kein Getreide. Da hat man speziell gereinigte Eicheln als Mehlersatz genommen. Funktioniert als Brei oder Stärkesuppe, backen kann man damit nicht. Die Suppe verlangt der schöpferischen Kulinarik viel ab. Sie ist sonst fad.

„ schrotsaege, Samstag, 2. Mai 2020, 11:17
Sie werden sich noch an ganz anderes Gebäck gewöhnen müssen
F.Bochmann ("Königl. Sächsischer Proviantverwalter"): Über die Ernutzung der Roßkastanien und Eichen... Bautzen 1848, Seite 10ff“

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Das heißt, man braucht keine indischen Waschnüsse, sondern kann auch Roßkastanien nehmen? Dann hätte man für die ja endlich mal eine Verwendung. -
Eicheln - daß man die Essen kann, hatte ich schon gehört. Aber für Biskuitteig könnte Eichelmehl vielleicht schon gehen, der wird ja durch den Eischnee zusammengehalten?! -
In der Schweiz und in der Oberrheinebene wurde zeitenweise wohl auch Eßkastanienmehl verwendet.

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kastaniemehl aus corse
aus kastanienmehl und malz kann man gute sachen herstellen!
mein lieblingsbier:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Brasserie_Pietra

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zum eichelhaeher passen doch sicherlich hervorragend knoedel aus eichelmehl !

kastanien sind ohnehin prima, maestend und gesund - in saucen zum beispiel, im zusammenspiel mit speck, zwiebeln und sahne.

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colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 11:47

Richtig, ginge auch mit Roßkastanien. Das chemische Prinzip (Saponine) ist das gleiche.
In den Cevennen gibt es eine abgelegene Arme-Leute-Gegend, die fast nur Edelkastanien als Kohlenhydratquelle benutzt, seit Jahrhunderten. In Norditalien eine wirklich kleinere Region ebenfalls. Edelkastanien haben auch den Vorteil dass sie einen sehr speziellen dunklen Honig liefern, quercetinreich, theoretisch daher mit Zink zusammen auch als Vorbeugung gegen covid-19 geeignet. ;-) Schmeckt streng, eher wie ein Gewürz oder wie Medizin. Ist aber sehr teuer falls gut. Kommt aus Nordanatolien. Der aus Sardinien ist viel heller, ergo weniger quercetinreich (das Zeug in Reinform sieht aus die Schokolade).
Ehrlich gesagt sind Eicheln ohne Not nur als Gag einsetzbar. Eine Art Stärkemehl. Am man kann sagen: wer hat das sonst schon?

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Ehrlich gesagt sind Eicheln ohne Not nur als Gag einsetzbar. Eine Art Stärkemehl.
Sie haben sie also schon probiert? Wie kriegt man die geschält? Muß man die kochen dafür?
Gut, Stärkemehl ist jetzt nicht so aufregend, kenne ich eigentlich nur für Biskuit (ok, da steht in Rezepten immer, man soll nur einen Teil Stärkemehl nehmen... nur damit hab ichs noch nicht probiert) und zum Anbinden von Saucen.
Vielleicht könnt man ja Eichelmehlsuppe machen, wenn man es anröstet. Naja, wird nicht so der arge Bringer sein, aber vielleicht hat es ja einen speziellen Geschmack.
-
Haben Sie schonmal mit Roßkastanien Waschversuche gemacht? Mich machten ja die indischen Waschnüsse, die ich im DM sah, mal neugierig, aber denn doch nicht so, daß ich es probiert hätte. Ich fürchtete um meine Wäsche (die Dinger sahen schwer hakelig aus, nichts was man auf Tshirts loslassen wollte).

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Eicheln schmecken fantastisch wenn sie vorher durch den Magen einer Sau gingen.
Wohingegen Bucheckern essbar sind. Allerdings ist es recht mühsam die zu entkernen, deshalb ist es nicht besonders populär. Haben einen nussigen Geschmack.

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Rohe Bucheckern sind giftig...
...in größeren Mengen genossen. Das erklärt wohl auch die zerstörten Geschmacksnerven des Pudelfriseurs.. Geröstet sind sie bekömmlicher; das Fagin wird z.T. abgebaut, ob das für die Blau- und Oxalsäure gilt, wäre im Selbstversuch auszuprobieren.

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@pudelfriseur: ja, diese Veredelungsmethode ist sehr zu empfehlen. Erspart auch das lästige Schälen.
Von Bucheckern hat mir meine Mutter erzählt. Muß 44 oder 45 gewesen sein, da wurden die Schüler in den Wald geschickt, Bucheckern sammeln. In der Pfanne gemacht sollen sie gar nicht schlecht geschmeckt haben, aber es sei enorm mühsam gewesen, die zu säubern (nicht umsonst halte ich die photoelektrische Reissortiermaschine für einen großen Fortschritt - und für Bucheckern bräuchte man auch sowas), und die Ausbeute war wohl sehr gering.

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Das Ende der Buche
Früher war etwa die Hälfte der Wälder Buchenforst, heute nur noch 15%. In "Mastjahren" konnte man Bucheckern tonnenweise ernten, heute wird die Buche Opfer des von vielen Zeitgenossen bestrittenen Klimawandels. Sie zeigt atlantisches Klima an und leidet unter Trockenheit und Hitze.

In meiner privaten Baumschule teste ich z.Zt. türkischen Baumhasel, die amerikanische Roteiche und den Maulbeerbaum auf brandenburgische Klimatauglichkeit. Besonders wichtig ist auch, die sich extrem invasiv ausbreitende "Spätblühende amerikanische Traubenkirsche" zu bändigen, die nämlich gutes Holz liefert.

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The Atlantic Monthly
pro Zensur - nach Chinesischem Vorbild - wg. CO-19 - oha!

Matt Taibbi sagt das da (auf unz.com gefunden):

Matt Taibbi posted this just yesterday:

"Earlier this week, Atlantic magazine – fast becoming the favored media outlet for self-styled intellectual elites of the Aspen Institute type – ran an in-depth article of the problems free speech pose to American society in the coronavirus era. The headline:

Internet Speech Will Never Go Back to Normal

In the debate over freedom versus control of the global network, China was largely correct, and the U.S. was wrong.

Quoting a paper authored by two professors, Jack Goldsmith (Harvard) and Andrew Keane Woods (University of Arizona), Taibbi wrote:

They went on to list all the reasons that, given that we’re already on an “inexorable” path to censorship, a Chinese-style system of speech control may not be such a bad thing. In fact, they argued, a benefit of the coronavirus was that it was waking us up to “how technical wizardry, data centralization, and private-public collaboration can do enormous public good.” [read the rest, & weep]

Atlantic is Facebook’s censorship operation.

Ron Unz selber ist jetzt erstmals auf Facebook gesperrt worden - wg. seiner Spekulationen über CO-19 als Biowaffen-Angriff der USA auf China.***

*** Unz' Argumentation überzeugt mich nicht, aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die aktuelle Zensur-Offensive.

Matt Taibbi vom Rolling Stone, einer der besten US-Journalisten, wie ich finde, hat die Zensur-Malaise in den USA kommen sehen und im November 2019 mit dem Preisboxer Joe Rogan auf dem Podcast Joe Rogan's Experience ausführlich darüber gesprochen:

https://www.youtube.com/watch?v=2GJaLAIM1Ho

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Warum nicht das Original?
Das Stück von Taibbi ist ausgezeichnet. Warum eigentlich zeigen Sie dafür nicht den Original-Link?

https://taibbi.substack.com/p/temporary-coronavirus-censorship

Danke für den Hinweis, aber auch merkwürdig!
„The people who want to add a censorship regime to a health crisis are more dangerous and more stupid by leaps and bounds than a president who tells people to inject disinfectant. It’s astonishing that they don’t see this.“

Und:

„Instead of asking calmly if hydroxychloroquine works, or if the less restrictive Swedish crisis response has merit, or questioning why certain statistical assumptions about the seriousness of the crisis might have been off, we’re denouncing the questions themselves as infamous. Or we’re politicizing the framing of stories in a way that signals to readers what their take should be before they even digest the material. “Conservative Americans see coronavirus hope in Progressive Sweden,” reads a Politico headline, as if only conservatives should feel optimism in the possibility that a non-lockdown approach might have merit! Are we rooting for such an approach to not work?“

Paßt doch auch zu den hiesigen Erfahrungen, nicht wahr?

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@ Brotbacken:
Fade Eigenbackziegelsteine mit farbloser Kruste und penetrantem Hefegschmack haben mich vor Jahren mal bewogen, zu recherchieren. Internet sei Dank ist das ja einfacher geworden. Wichtig ist wohl:

a) Feuchtigkeit im Ofen. Früher kam diese mit dem nassen Wischmop, mit dem die Asche weggeputzt wurde, rein, heute haben die Backstubengeräte dafür Schwadenbereiter.
b) Viel weniger Hefe als in den Hausfrauenrezepten plus wesentlich längerer und kühlerer Teigführung.
c) Intensives Kneten. Ja Kneten, weil dieses den Kleber im Mehl "aktiviert" oder wie man das im Handwerksdeutsch auch nennen mag.

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hoelkerather, Samstag, 2. Mai 2020, 07:06

Der Punkt b ist wesentlich.
Wie gestern gezeigt geht es ohne Kneten, sogar wesentlich besser. Die Dauer der Teigführung ist ganz wichtig. Das Backen als Experiment ist immerhin 172 Male erfolgreich wiederholt worden.
Wie es sein kann dass ein Zöliakiekranker davon essen konnte ohne Beschwerden zu haben weiß ich nicht.
Hier noch einmal das Bild dazu:
https://www.directupload.net/file/d/5806/c5y5cu5v_jpg.htm
Schmeckt nur ganz leicht säuerlich und hält sich wesentlich länger als normales Weißbrot, trocknet nicht so schnell aus.

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@gelegentlich: Danke für das Rezept. Die gedrehte Stange auf dem Bild machte mir den Mund wässrig, denn auf einem Markt bekam ich mal ein Brot, das so aussah, und auch so grobporig war, und ganz wunderbar schmeckte. Das war so ein Brot, wo Belag (außer ein bißchen Butter oder wer mag, Öl) darauf unsinnig wäre, und am besten ein Apfel dazu paßt. Es war recht salzig, also vielleicht noch ein bißchen mehr Salz als im Rezept.

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Gern geschehen. Ich hatte das nach der Aufnahme nur mit Butter gegessen weil ich auf den Geschmack des Brotes so abgefahren war.
Besagte Schüler hatten das Rezept eigenständig weiter entwickelt und gaben Hirse (die kamen aus Tunesien und Marokko) bis zu 30% im Teig dazu. Schmeckte auch sehr interessant. Aus solchen Gründen habe ich keinerlei Kulturverlustängste wegen Migranten. ;-)

Die Bäckerin dieses Brotes war damals 11 Jahre alt. Mutter auf dem Land, Kreis Groß-Gerau, Vater kam aus Tunesien.

Die „gedrehte Stange“ auf dem Bild ist der angeschnittene Kanten von diesem Brot.

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Bis vor 15 Jahren kamen Leute am Samstag aus 50 km Entfernung in das Dorf, in dem ich wohne. Weil der Bäcker seine Brötchen nach alter Technologie machte. Die kosteten etwas mehr, aber man konnte sie auch noch nach 3 Tagen mit Genuß essen. Ja, schwerer waren sie auch. Man hatte ihn angefleht nach seiner Verrentung wenigstens samstags damit weiterzumachen. Jetzt ist er tot und sein Ofen abgeräumte Geschichte. - Beim Spargel mit dem Wässern kurz vor der Ernte hat man übrigens den gleichen Effekt und das gleiche Problem. Man kauft teuer Wasser. Kann man als Kunde nur durch lokales Insiderwissen vermeiden.

Ganz aktuell:
Wodarg äußert sich auf Telepolis.
https://www.heise.de/tp/features/Covid-19-ein-Fall-fuer-Medical-Detectives-4713219.html
Er führt ziemlich monokausal covid-19-Probleme auf Glukose-6-Dehydrogenase-Mangel und falsche Behandlung zurück.

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Sie werden sich noch an ganz anderes Gebäck gewöhnen müssen
F.Bochmann ("Königl. Sächsischer Proviantverwalter"): Über die Ernutzung der Roßkastanien und Eichen... Bautzen 1848, Seite 10ff

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gelegentlich, wie haben sie denn den teig / laib so locker hinbekommen ?

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@fritz: Haha, Wasser schnittfest machen. Galt auch schon als Gewinnrezept bei der Wurst. -
@gelegentlich: Hirse wurde früher (vor vielleicht 200 Jahren und länger) ja bei uns auch angebaut. Man ist aber wohl davon abgekommen, weil sie relativ schwierig und handarbeitsintensiv zu ernten ist. Und weil es zu kalt wurde, so daß sie nicht mehr zuverlässig gedeiht. Bei bronzezeitlichen Siedlungsresten hat man mW immer auch Hirse gefunden (damals war es weit wärmer als heute). In mittelalterlichen Texten soll "Hirsenbrei" öfters erwähnt worden sein.

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die frage ist ja, welches mehl waere denn ein 'gutes' bzw. besseres ?

hirse duerfte in europa recht kurzfristig eine zukunft haben. die sittiche unter uns duerfte es freuen.

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donna laura, Samstag, 2. Mai 2020, 11:35

Ich habe nichts hinbekommen. Das hat eine Schülerin gemacht. Aber ich hatte Gelegenheit viele Brote nach diesem Rezept zu sehen und einige zu probieren. Das ist eigentlich immer so. Es liegt nach meinem Eindruck an der sehr langen Verweilzeit des Teigs. Die Hefe hat viel Zeit das Richtige mit dem Mehl zu machen, sozusagen. Geknetet wird ja überhaupt nicht!

colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 11:41

Hirse ist heute eine Art Arme-Leute-Getreide, gut geeignet für arme Böden in Hanglangen, relativ extensiv. Damit was Schmackhaftes zu machen erfordert Genialität, wie im marokkanischen Tajin-Ton-Topf.

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nicht kneten kenne ich vom muerbeteig fuer quiche, nicht aber von brot.

eine idee, wie die dame das erreicht hat, haben sie nicht ? oder haben sie das rezept schon hier eingestellt / verlinkt, und ich uebersah es ?

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donna laura, Samstag, 2. Mai 2020, 13:38

Ich sagte doch: das Mädchen (11 Jahre alt) ist einfach dem Rezept gefolgt. Ich selber habe das auch mehrfach probiert. Es geht immer so aus, man muss nur 24-36 Stunden bei rund 20°C warten.
Das Rezept habe ich eingestellt. Wegen dem Problem dass first_dr.dean hier stalkt achte ich drauf nie unter einem seiner Kommentare zu antworten. Entschuldigung wenn es deshalb schwer zu finden ist.

schrotsaege, Samstag, 2. Mai 2020, 14:05
„Roßkastanien und Eicheln muß man "entbittern"
Dazu gibt es verschiedene Verfahren, die ich aber den hier anwesenden wohlhabenden Gourmets nicht zumuten will, weil man bekanntlich in diesen Kreisen notfalls lieber Torte hinunterwürgt.“
- Ich habe mal ein Buch darüber geschrieben. Freilich bin ich bei Roßkastanien diesbezüglich sehr skeptisch. Zum Probieren geht es. Aber zum Verzehr größerer Mengen müßte man die Saponine so vollständig entfernen dass ich an der Praktikabilität doch zweifle.

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...Saponine in Roßkastanien...
Schäumt man dann, wenn man die ißt?
Wenns doch seift, müßt es doch auch schäumen.
(Es gab mal Roßkastanien-Shampoo für die Haare, entsinne ich mich dunkel)

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danke, gefunden.

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Ach joo, @fritz:
Der gute alte Häuptling.

Und heute? Drosten statt Droste.
Es ist ein Trauerspiel , "Julia - die sündige Weinkönigin"

Geh´ dann mal in den Keller, zu Weinen...

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Ja, Häuptling eigener Herd hieß das bei Klink und Wiglaf Droste. Erschien "so vierteljährlich wie möglich".

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colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 15:16

„...Saponine in Roßkastanien...“

Kann man nicht essen. Die sind giftig, aber zum Waschen sehr gut. Man könnte auch sagen: Biotenside. Gut zu empfindlichen Haaren. Aber gekauft? Bin da skeptisch.

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Ja daß Saponine nicht zuvörderst zum Essen sind, ist mir schon klar. Schrotsaege scheint es aber todesmutig schonmal probiert zu haben, sonst würde er ja nicht von fürchterlich bitterem Geschmack berichten und "Entbitterungs"-Überlegungen anstellen. Zum Schäumen sagte er leider nichts (Saponine=Seifenstoffe, müßte also ein bißchen schäumen), dabei ist das üblicherweise ein Teil der erwünschten Waschwirkung.
Aber wie ich den ausweichenden Antworten entnehme, hats noch keiner probiert, Roßkastanien und Wäsche in die Maschine und 60° einstellen.
Ich werds auch nicht probieren, mir ist das Risiko für die Wäsche zu hoch und außerdem müssen die Kastanien erstmal blühen, bevor die Bollen herunterfallen.

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So wie ich das verstehe hat Schrotsaege davon in einem sehr alten Buch gelesen. Nichts probiert. Jedenfalls sagt er davon nichts.

Ich habe es probiert. Man nimmt die reifen Früchte im Herbst. Zerstampfen, Schalenreste und Inhaltsmasse mit Wasser übergießen. Absetzen lassen. Den Überstand vorsichtig abgießen. Damit waschen. Kein Problem mit der Wäsche. Im Gegenteil: gut für sehr empfindliche Fasern. Ja, schäumt auch. Natürlich habe ich es oft probiert. Sonst würde ich nicht darüber schreiben.
- Zum Essen freilich muss das zigfach wiederholt werden bis keine Saponine drin sind. Dann hat man nichtssagend schmeckenden Stärkebrei. In einer Hungersnot besser als zu verhungern. Sonst nur ein Kuriosum. Eicheln sind da viel praktischer. Die Reinigung ist viel leichter.

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Hier die Quelle
Nur bei google aufzufinden mit dem Stichwort "Roßkastanienmehl Pottasche", dort der erste Eintrag, der Buchtitel ist nicht ganz korrekt wiedergegeben (Ernutzung statt Benutzung).

Das Problem sind nicht die Saponine, sondern die Bitterstoffe. Sie regen wohl die Gallenproduktion an und haben meiner Mutter gefühlt ein Kilo Gallensteine gebracht.

Das 19. Jh. war in Deutschland eine Zeit der Revolutionen, Kriege, Hungersnöte und Auswanderung. Wegen des dauernd naßkalten Wetters verkamen auf den Feldern die Kartoffeln. In Brandenburg baute man recht erfolgreich die Spanische Artischocke an, Bettina von Arnim berichtete darüber. Bei mir im Garten hat inzwischen eine Pflanze den dritten Winter ohne Winterschutz überstanden. Kein Wunder, daß man damals auch mit anderen Stärkelieferanten experimentierte.

Wer weiß, vielleicht bringt uns die jetzige Krise wieder den Hirseanbau. Um aber ins Schlaraffenland zu gelangen, mußte man sich durch den wenig appetitlichen Hirsewall fressen, eine frühe Bezahlschranke.

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@gelegentlich: aaah, danke, genau solche praktischen Beispiele interessieren mich, also wenn es jemand mal wirklich selber ausprobiert hat und sagen kann, wie es sich macht. Haben Sie es mal an Wolle (Pullover, Socken) ausprobiert, wenn Sie sagen, das wäre ein Feinwaschmittel?
Und wie kriegt man die Kastanien einigermaßen kraftlos zerstampft, wenn man keinen afrikanischen Stehmörser hat?
Und kann man den Absud aufheben, oder wird der schlecht?
Könnte man das vielleicht auch noch mit etwas Soda oder Bleichlauge mischen, um ein Weißwaschmittel zu erhalten?

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Wegen des dauernd naßkalten Wetters
Ob naßkalt oder trockenkalt, aber sowas in der Art soll uns wohl bevorstehen in den nächsten Jahren, insofern ist Ihre Suche nach robusten Pflanzen durchaus richtig...
Aber zu Cardy heißt es im Web auch, es enthalte Cynarin (~"Cynar"?) und rege die Verdauungssäfte an - also auch wieder Gallenprobleme?

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colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 20:15

Ja sicher. Würde ich es sonst empfehlen? - Mit einem Stein, und viel Geduld. Der Absud hält schon 2-3 Tage. Wenn Sie starke Alkalien dazu geben mag die Waschwirkung besser werden aber der Feinwaschcharakter geht dann verloren. Saponine wirken nämlich auch gut bei tiefem pH, sozusagen ihr Alleinstellungsmerkmal. Wir kippen doch auch kein Selterswasser in den Rotwein, jedenfalls hier nicht (Rheinhessen).
Cynarin: „...heißt es im Web“. Uff. Vorgestern las ich im Web Waid (Isatis tinctoria) sei leicht giftig. Hochgradiger Unfug. Ich versuchte dann 2 Stunden herauszufinden vom wem eigentlicher dieser Quatsch auf diese Webseite kam. Umsonst. Das Web ist eigentlich für Erwachsene, wird aber von einem Publikum weit unter 16 Jahren vornehmlich bedient (Metapher). Jeder darf mitschreiben. Das nennen wir demokratisch. Dazu zählt auch dass dann jeder Müll trennen muss und man zu oft nicht mehr erfahren kann wer was wann da reingeschmissen hat. Sie sehen dass ich Anti-Populist bin.

Wenn Sie 3x am Tag zuviel Cynarin essen können Sie vermutlich Gallenprobleme kriegen. Sieht so aus. Reicht das? ;-)

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der Feinwaschcharakter geht dann verloren
Ja, was denn sonst. Ich wasche nicht erst seit gestern Woll- und Baumwollwäsche. Mit der Frage ging es mir darum, ob es vielleicht Effekte wie unerwünschte Ausfällungen oder dergleichen gibt, wenn man das zusammenrührt.
Vorgestern las ich im Web Waid (Isatis tinctoria) sei leicht giftig. Hochgradiger Unfug.
So? Was ist es dann? ("Leicht giftig" kenne ich als Standardeinstufung von allem möglichen, nicht gerade als unverarbeitet "eßbar" deklarierten)

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colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 21:05

„ Mit der Frage ging es mir darum, ob es vielleicht Effekte wie unerwünschte Ausfällungen oder dergleichen gibt, wenn man das zusammenrührt.“
Das muss man dann aber dazu sagen. Ich weiß es nicht weil das Unterfangen (Pflanzenauszug + Lauge) mir sinnlos erschien und ich es nicht versucht habe. Noch einfacher übrigens: frische Kartoffelschalen mit einem Stabmixer und kaltem Wasser länger pürieren, etwas absetzen lassen und dann mit dem Überstand waschen. Probieren Sie es erst mal mit Handwäsche. Die Haut wird dann partnertauglich, weich und glatt. Das gleiche Prinzip.

Waid: sehr gesund. Damit kann man 60-70x mehr von den Substanzen zuführen die den Broccoli krebspräventiv machen sollen. Denn davon müßte man 1 kg rohen Broccoli pro Tag essen. Schafft niemand.

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Ah ja, fritz, jetzt wo Sie´s sagen!

Ich hatte vor ein paar Tagen nochmal versucht, den Leiter dieses Irrenhauses herbeizurufen, indem ich ihn einen strapstragenden Kaffeekannensammler o.s.ä. genannt habe.

Ich wollte ihn darauf aufmerksam machen, daß sein Blog mittlerweile von widerwärtigen Drecksäuen wie gelegentlich dominiert wird, die sich 24/7 darauf abwixen, daß ihnen hier Resonanz von (durchaus klugen) Mithäftlingen zuteil wird.
Er hat aber beleidigt meinen Beitrag gelöscht.

Ich kann einfach nicht glauben, daß so verschissene kleine Lohnempfänger wie geluxentlich hier das große Wort führen.

Wenn ich aber sehe, daß sogar @cc und dl (war das nicht einst schön: "donna laura ha detto..."?) solche Einhandsurfer mit Antworten adeln, mache ich jetzt mal die virtuelle Altpapiertonne auf und verabschiede mich, nicht ohne - völlig unironisch - für Ihren Humor zu danken.
Das Leben wird kürzer - und ich versuchs jetzt mal mit einem Bloggerdiplom - damit ich was eigenes habe.

Ich habe einen Weg gefunden, meinen Zugang so zu löschen, daß ich nicht erneut rückfällig werden kann. (Eines meiner zahlreichen Probleme)

Tschüss auch, gelegentlich, don alphonso, gux et. al. (Wenn Ihr doch nur einmal für einen kurzen Moment von außen sehen könntet, was für erbärmliche und zugleich überhebliche Kreaturen Ihr seid...)

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@sylt "Ich wollte ihn darauf aufmerksam machen, daß sein Blog mittlerweile von widerwärtigen Drecksäuen wie gelegentlich dominiert wird, die sich 24/7 darauf abwixen, daß ihnen hier Resonanz von (durchaus klugen) Mithäftlingen zuteil wird."

Das konstante Grundproblem der letzten Jahre, er will den Pfuhl weder fegen noch zumachen.

Das Görli-Syndrom wie im Reichshauptslum, wenn man über den Müll hinwegsteigen und durch die Verbrecherkartei durch muss, um zum notdürftig aufgeräumten Spielplatz zu kommen.

Wo dich 21:56 Schrotti pervers lobend angrapscht und zu ficken versucht, es wieder löscht und Schrotgewäsch draus macht. Schrotti ist eine der perversesten scheinlinken Schlammpfützen, die Adolf Schicklgruber 1940 in die deutsche Bloglandschaft gekackt hat. Lass ihn machen.

Fare well, sylter! Rüm hart, klaar Kimming, weißt schon. Und lass dich ja nicht blicken, solange die hauptberuflich Perversen schrot, lastexit, gelegenpeinlich bei Don Ausgang haben, also für immer. Knickknack.

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@Insulaner: tut mir leid, ich wollte Sie nicht kränken.
Ich fand nur die Roßkastanien als Waschmittel ziemlich abartig verspielt, wie es sich nach vielfachem Nachbohren dann auch erwies - das ist was für Hardcoreprepper, die die völlige Katastrophe heraufziehen sehen, in der sie autark ohne Industrieprodukte auskommen müssen, vielleicht auch grüne Lehrer mit Pflanzenaffinität (selle..).
Und mir war langweilig.

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Perverso 23:08, sticht es bei dir irgendwo, wenn dich jemand erkennt? Donnie, dein Einsatz. Wait, der Sicko hat seine kranksten Kotsteine mal wieder selbst weggemacht.

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Nein, den habe ich gelöscht.

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! Firma dankt.

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Ach sylter, bleiben Sie doch - wenn Sie einmal so lange dabei sind wie ich, werden Sie sich schon an ein paar seltsame Mitschreiber gewöhnen. Sie sind ja doch noch eher jung;

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Ich kann mich hier nur in die lange Schlange der Untröstlichen einreihen.

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hix transit ...

der soundsovielte abgang am trinkerbuedchen - und der raunende kiffer vom gaesteklo ist mal wieder rausgeflogen worden (auch ein vielflieger).

merkwuerdig ist es schon, wenn einerseits das eigene recht zu sprechen in anspruch genommen wird und andererseits sprechen anderer - mit wem auch immer - sanktioniert wird.

mais bon, quod licet bovi non licet iovi.

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Na, Madame Iuppitrix, haben Sie in Ihrer Rechnung nicht die Zecken auf Ochs und Hirte vergessen? Metaphernalaaarm!

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fritz, wie meinen ?

edith meint, sie koennten meinen, man meinte mehr personen als nur den sich selbst ausgesteuert habenden : das war nicht gemeint, man meinte nur den abgehenden. mal sehen, wem das abgeht. oder wem dabei einer abgeht.

zudem meint man schon, dass es voellig in ordnung ist, sich plagegeister vom halse zu schaffen.

dass man sich hier allgemein etwas piesackt - geschenkt, oder ? und jener schenkte anderen selten etwas.

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"Ich kann ihn nicht leiden, deshalb geht es nicht um Inhalt."

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wie bitte ?

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He, ich bin sensibel!

Inhalt, Sie wissen doch. Das, was in der Packung ist, wenn man genau hinsieht.

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fritz, ihr zurueckweichen erinnert sehr an HansMeier555, blog hab ihn selig.

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Nitschewo, Gnädigste. Ich fürchte, wir reden nicht über dasselbe.

Ausgangspunkt meiner Rede war die Inventur dieses Blogs von Syltboy. Eventuell ist das in irgendeiner Fremdsprache gewesen. Dann haben Sie in irgendeiner Fremdsprache gesprochen und dann ich.

Wir reden nicht über dasselbe. Erst mein Fehler, dann Ihrer, dann wieder meiner, dann wieder Ihrer, etc. Wusch! Jetzt weint der kleine Jesus und das für nichts.

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Gepflegt aneinander vorbeireden ist eine der unterschätzesten Tugenden überhaupt - und gesellschaftlich für einen Minimum an Zusammenhalt unverzichtbar.

Klugscheissende Grüsse,
Thorsten Haupts

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Die Popolisten
haben verschissen wg. CO-19 in Europa - sagt die weLT, hehe.

Ich antworte das da:

Die AfD reagiert ziemlich vernünftig. Vergessen sie Alice Weidels Rede im Bundestag vom Winter nicht! - Sie forderte (zu recht, wie sich nun zeigt) Grenzschließungen, Massentests und Einreisekontrollen - nach dem Vorbild der erfolgreichsten Kämpfer gegen CO-19, nämlich der vier ostasiatischen Länder Singapur, Taiwan, Südkorea und Japan. Man kann es im Internet nachsehen: Alice Weidel wurde für ihren "populistischen Dreck" im Bundestag von allen vier anderen Fraktionen kollektiv verhöhnt und ausgelacht. Am schönsten fand' ich persönlich die von Die Linke und den Jrünen ausdrücklich vorgetragene Denkfigur, dass Grenzschließungen sich bei CO-19 verböten, weil man des Virus' nämlich nur international - "durch internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und Kooperationen" - Herr werden könnte. Tcha.

Ach übrigens - wer nun meint, das seien eben ein paar Jrüne und Die Linke Ausreißer gewesen, der schaue doch heute mal in die FAZ. Da schreibt unser aller Kanzlerin über CO-19. Und was ist ihr Leitgedanke? - Richtig: Der Internationalismus bei der Bekämpfung von CO-19!

Das alles zeigt, dass man, sobald die Popolisten auftauchen, nicht mehr zwischen Süd- und Nordkorea zu unterscheiden bereit ist, wenn ich hier dieses Realsmybol (Ernst Bloch) der Denk-Konfusion der 85%-Koalition im Bundestag mal anführen darf, denn nicht wahr, es ist doch so: Obwohl Südkorea die Grenze geschlossen hat, ist es n i c h t Nord-Korea. Alice Weidel hat ja auch keine permanente Grenzschließung gefordert, im Spätwinter, als es noch rechtzeitig gewesen wäre, und rigorose Kontrollen uns einen Verlauf wie in Japan oder so hätten bringen können...

Aber wie gesagt: Die bestens informierte Asien-Kennerin Alice Weidel durfte nicht recht haben, weil sie eben Alice Weidel ist...

- "Et is schunn jeck, wie ma sich däusche kann" - Wolfgang Niedecken, "Wie ne Stein" (Kölsche Übersetzung von Bob Dylans Meisterstück "Like a Rollinge Stone").

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Die Opposition hat es immer schwer zu Krisenzeiten, wenn die Regierung am Drücker ist und alle Welt nur auf die Regierung schaut.
Die blöde Gehässigkeit gegen Weidel geht zusammen mit dem Gejaule über "Fake News", als ein Bürger 3 Tage vor der offiziellen Verkündigung von Ausgangssperren sprach.
Bella figura hat die Regierung nicht gemacht.
Orientierende Zahlen fehlen weiterhin.
Also immer noch Blindflug und "Entscheidung unter Unsicherheit".

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Nun, soviel davon habe ich nicht gegessen um das beurteilen zu können. Haben Sie das selber mal probiert oder ist es Hörensagen
von der Mutter?

schrotsaege, Samstag, 2. Mai 2020, 19:10
„Hier die Quelle
Nur bei google aufzufinden mit dem Stichwort "Roßkastanienmehl Pottasche", dort der erste Eintrag, der Buchtitel ist nicht ganz korrekt wiedergegeben (Ernutzung statt Benutzung).

Das Problem sind nicht die Saponine, sondern die Bitterstoffe. Sie regen wohl die Gallenproduktion an und haben meiner Mutter gefühlt ein Kilo Gallensteine gebracht.“

Aber für die Fein- resp. Feinstwäsche ist es brauchbar. Einfacher und den ganzen Sommer verfügbar ist aber das Seifenkraut. Viele Pflanzenarten haben soviele Saponine dass man sich damit die Hände waschen kann.

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@colorcraze
Die Opposition hat es immer schwer zu Krisenzeiten, wenn die Regierung am Drücker ist und alle Welt nur auf die Regierung schaut.
Das ist natürlich so, aber jetzt sind 6 Wochen ins Land gegangen mit Aktionen, bei denen der eine oder andere Verfassungsjurist durchaus die Augenbrauen hochzieht. Ich würde sagen, die am meisten geforderte Oppositionspartei ist da nicht die AfD (also die Schwefelpartei, wie Klonovsky sagt), sondern die 3-Punkte-Partei F.D.P. Haben die denn überhaupt keine qualifizierte und wortmächtige Kompetenz in ihrer Sympathisantenschaft? Ist der Liberalismus echt komplett am Ende?
Das Geburtsthema der AfD waren € und Geld, das kommt dann schon noch von alleine, vermute ich mal.
Gruß K

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@kalchas: Wenn Lindner "piep" sagt, kriegt er gleich so auf den Deckel, daß er gleich zurückrudert, er habe das doch gar nicht so gemeint. Die sind personell völlig ausgezehrt, habe ich den Eindruck.
€ und Geld, das kommt dann schon noch von alleine
Wahrscheinlich.

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Die FDP war doch seit Jahrzehnten Fähnchen im Wind. Sobald sich eine Gelegenheit zum Mitspielen ergab wurden die achsotollen Vorsätze über Bord geworfen. Lindner hat 2017 kurzzeitig den Eindruck vermittelt es habe sich geändert. Das war ein Trugschluß.
Gewogen und für zu leicht befunden.

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Sobald sich eine Gelegenheit zum Mitspielen ergab
Haben sie sich nicht recht getraut.
Ich erinnere an das Trauerspiel in Thüringen.
Da wurde ein FDP-Landeschef gewählt, und auf Druck von Berlin ließ man ihn fallen.
Völlig wider das Procedere, völlig wider die Zuständigkeiten.

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Staublaster
::

mit TarzanMehl und Knallschotenviren beladen
sind in etwa so interessant wie abgeturnte
Toilettenpapiererklärer
in einer
stumpfsinnigen Gasse voller appuser

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Rebellen ohne Markt
sylter2, Samstag, 2. Mai 2020, 21:55

"Tschüss auch, gelegentlich, don alphonso, gux et. al. (Wenn Ihr doch nur einmal für einen kurzen Moment von außen sehen könntet, was für erbärmliche und zugleich überhebliche Kreaturen Ihr seid...)"

Rebellion : Keiner hört auf mein Kommando!

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Planet of the Apes
O, o, o, Herr Lehrer, nehmen Sie mich dran, ich weiß was!

Neuen Aufreger gefällig? Die Doku ‘Planet of the Humans’, promoted von Michael Moore, Regie und Produktion Jeff Gibbs. Wen der Titel an Planet der Affen erinnert, ja. Film gibt es bei Dutube.

Moneyqoute: “But everywhere I encountered green energy, it wasn’t, what it seemed.” Aufreger!

Michael Moore ist ein Nazi, wer hätte das nicht schon immer gewusst? Ich hab's gewusst.

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Falsche Frage - unnötige Antwort
colorcraze, Samstag, 2. Mai 2020, 23:18

Tja, das kommt davon wenn man nicht genau genug fragt. Da haben wir uns wohl mißverstanden. Saponine sind nicht gegen Langeweile, auch nicht nötig für Prepper. Die sind toll für Dinge, um die hier offenbar nicht geht: für beste, wirklich exklusive Textilien. Empfindliche Seide, Kashmir, Alpaca, Edelcellulosefasern usw., die gewaschen werden sollen ohne die Integrität der Faser zu beschädigen. Also für Klasse, nicht für Klassisten oder gar Klassistenparodien. Wer so etwas hat für den ist die Suche nach den richtigen Mitteln sehr spannend. Einfach weil der Ausgang ungewiss ist. Und weil die Differenz zwischen Bewerben und Liefern oft unüberbrückbar scheint.

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Empfindliche Seide, Kashmir, Alpaca, Edelcellulosefasern
Was bringt Sie auf die völlig abwegige Idee, diese Fasern hätte ich nicht zu pflegen? Kennen Sie denn nur Deppen, die ihre Kleider wie eine Monstranz vor sich hertragen und das beim Kauf Auswendiggelernte aufsagen, oder die anderen Deppen, die Seide nicht von Microfaser unterscheiden können?
Und wieso denken Sie, daß man für das Waschen von Seidenpullovern steinzeitmäßig Kastanien zerschlagen sollte, wenn man auch gescheite, weil milde und wohlriechende, einfach in der Maschine zu benutzende Waschmittel im Internet bestellen kann, wenn es im Wolladen gerade keine gibt?
Der Grund, warum ich Sie so lange zu den Kastanien und Eicheln gefragt habe, ist einfach der, daß ich es peripher interessant fand, daß Roßkastanien doch eine (wenn auch schwer umsetzbare, aber immerhin chemisch schlüssige) Nutzanwendung haben. Ich kenne sie nämlich nur als Bastelmaterial zum Streichholzmännchen bauen und als lästige Bollen, die einem auf den Kopf fallen.

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colorcraze, Sonntag, 3. Mai 2020, 21:21

„Was bringt Sie auf die völlig abwegige Idee, diese Fasern hätte ich nicht zu pflegen?“

Ihre letzte Antwort.

„Und wieso denken Sie, daß man für das Waschen von Seidenpullovern steinzeitmäßig Kastanien zerschlagen sollte, wenn man auch gescheite, weil milde und wohlriechende, einfach in der Maschine zu benutzende Waschmittel im Internet bestellen kann, wenn es im Wolladen gerade keine gibt?“
Da reden wir schon wieder aneinander vorbei. „...milde und wohlriechende, einfach in der Maschine zu benutzende Waschmittel im Internet bestellen kan.“
Wenn Ihnen das genügt... Bescheidenheit hat eben auch Vorteile.
Immerhin weiß ich jetzt dass Sie weder ein Hardcore-Prepper noch ein Hardcore-Textiler sind. Mehr als vorher. Danke!

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Ich komme aus der Textilindustrie.
Das sind die, die seinerzeit Seidenbänder für alle erschwinglich gemacht haben.
Extra viel Zeit fürs Pflegen aufwenden ist da nicht das Ziel, sondern Umsetzung einer ansprechenden, einfach handhabbaren und dauerhaft funktionierenden Lösung.

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colorcraze, Sonntag, 3. Mai 2020, 22:45

Danke, also ein Hardcore-Industrietextiler? Darf ich auf den Nebenthread zum no-knead-Brot verweisen und die dahinter liegende Fragestellung? Erwarten kann ich da nichts aber hoffen. Vielleicht das jemand ja ausprobiert?

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No knead bread - unbeknetetes Brot?
Habe es geproebelt - was soll ich sagen? Ganz vorzueglich! Ist sogar mir gelungen, meine Frau war hellauf begeistert, nach extremer Skepsis, ob meiner hoechst begrenzter Backkunst! Danke fuer das Rezept!
Ich muss mich noch outen: Ich bin ein extremer Hardcoreindustrietextiler - Abteilung Textilmaschinenbau!

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Danke für die Rückkoppelung! Wichtig ist das Brot nach dem Backen unangeschnitten ein paar Stunden liegen lassen. Die Kruste wird dann besser. Und mal drauf achten ob es, wie von mir behauptet, für ein Weißbrot ungewöhnlich lang frisch bleibt, also nicht austrocknet.

Einmal in meinem Leben hatte ich mit Textilmaschinenbau zu tun. Da war hierzulande nicht viel mehr übrig: ein Betrieb in Krefeld, einer in Schwäbisch-Gmünd, ein dritter aus dem Raum Speyer hatte erst outgesourced in den früheren Ostblock, nur die Ingenierue waren noch hier. Das konnte nicht lange gut gehen, jetzt gibt es den nicht mehr. Alle redeten den ganzen Tag über Innovationen, wollte aber keine selber anrühren.

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Danke Ihnen fuer den Hinweis!
Habe das direkt umgesetzt und es ist noch besser. Trocknet nicht so schnell aus und schmeckt besser als vom Baecker, bilde ich mir ein!?
Ja Textilmaschinenbau ist Gekrampfe. Die paar Globalplayer, die noch in Deutschland sind, kann man an einer Hand abzaehlen.
Ausser ein paar schwaebischen Mittelstaendlern ist da nicht mehr viel von Bedeutung!
Die Chinesen haben hier die Fuehrung uebernommen und machen den Rest platt!
In 5 Jahren ist da nichts mehr in deutscher Hand!

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Planet of the Apes 2
Hahahaha, schöner hätte man es nicht bestellen können: Es gibt was neues zu Planet of the Humans, den Michael-Moore-Film.

Youtube hat den Film vorerst gelöscht wg. unterschiedlicher Auffassung zu Fair Use von Filmschnipseln anderer Leute.

Der Regisseur (Gibbs) fühlt sich zensiert, "This attempt to take down our film and prevent the public from seeing it is a blatant act of censorship by political critics of Planet of the Humans. It is a misuse of copyright law to shut down a film that has opened a serious conversation about how parts of the environmental movement have gotten into bed with Wall Street and so-called green capitalists. There is absolutely no copyright violation in my film. This is just another attempt by the film’s opponents to subvert the right to free speech."

https://www.theguardian.com/film/2020/may/26/michael-moore-film-planet-of-the-humans-removed-from-youtube

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Mehl!
Das Mehl ist angekommen!

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Für Sie und für alle, die Lust am Backen haben, hier ein Fundstück: http://schellikocht.de

Das Blog wird leider sehr sehr selten aktualisiert, aber es ist gut geschrieben. Und man kann viele Jahre zurückgehen und findet neben Backideen auch viele andere Inspirationen, z.B. für Boef des mariniers du Rhone, schon mal selber gekocht, sehr sehr fein.
Die dort verlinkten weiteren Backblogs sind nach meinem Eindruck alle ansehenswert.

Aber obacht! Wer dachte, sich über den Hausherrn amüsieren zu können, weil dieser nur mit Schmerzen bei seinen restaurieren Rädern 1993er Komponenten mit 1992ern mischt und noch die Listenpreise aus diesen Jahren kennt, der kommt da nicht weit.
Da kommt es durchaus mal auch die Vorzüge des Österreichischen Rogenmehls Type 930 oder des Urdinkelmehls Type 630 an...

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Film
Brot
Blog
https://www.ploetzblog.de/
pain aux raisins!

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Vielen Dank - das Ploetzblog kannte ich, aber Schellikocht noch niccht!

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Gangelter Studie der Uni Bonn
Wie ja unschwer zu erforschen ist, hat der Hölkerather eine Nähe zur Studiengegend. Nun, lassen wir mal die Politik und PR-Arbeit um die Arbeit beiseite, es wurde ja heute in einer Art, wie man es für so eine Arbeit erwartet, das Ergebnis bekannt gegeben.

Nun, finde ich das - bis auf eine Ausnahme - alles nicht sehr überraschend. Hierzulande wurde schon länger gemutmaßt, dass es wesentlich mehr Infizierte als offiziell ermittelt geben könnte. Zum einen hörte man immer wieder von Leuten mit passendem Krankheitsbild, welche aber mangels benennbarer Kontaktperson oder nicht hohem Fieber halt durch das Testkriteriumsraster fielen. Dann hörte man auch von vielen, die in der fraglichen Zeit "Erkältungen" hatten, welche aber irgendiwe nicht ganz so sich entwickelten, wie man das so eigentlich gewohnt ist. Also nur sehr verzögert verschwanden und so. Und zu guter letzt haben sich viele unschwere Kranke wahrscheinlich halt einfach nur telefonisch krankschreiben lassen, als die Möglichkeit dazu eröffnet wurde.

Auch das Kinder nicht verschont werden, finde ich nicht so überraschend.

Wie stichhaltig die jetzt ermittelte Quote ist, das kann ich nicht beurteilen. Dies soll die Fachwelt tun. Sie liegt aber im Rahmen dessen, was z. B. vom RKI bereits im März im Kleingedruckten aufgrund der asitatischen Erfahrungen kommuniziert wurde.

Überraschend ist m. E. die Quote betreffend der Ansteckungsgefahr im gleichen Haushalt.

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Mich überrascht an der Studie, was einige meinen daraus schlussfolgern zu wollen. In einem der US Pamphlete (WP, NYT oder ähnlich) tauchte dann plötzlich auf, dass D zu 17% durchseucht sei. Das ist so ähnlich logisch, wie von der Zahl der Sexualpartner einer Bordsteinschwalbe pro Tag auf die Verkehrsaktivitäten der durchschnittlichen Ehefrau schliessen zu wollen.

Mit einer Studie in einem Seuchenzentrum kann man sicherlich so einiges untersuchen, den Durchseuchungsgrad des Landes aber ganz sicher nicht. Ob man das den Studienbetreibern zum Vorwurf machen kann, wenn Journalisten sie nicht verstanden haben, lasse ich mal offen, aber kommunikativ gab es dort ganz sicher Verbesserungspotential.

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Bordsteinschwalben, guter Vergleich. Jedenfalls erstaunlich, was die Twittercouchexperten- und Journalistenwelt an unterschiedlichen Schlussfolgerungen jetzt aus der Untersuchung zieht. Es darf davon ausgegangen, dass "die Politik" ähnlich verfährt.

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... man hatte die sehr einladenden bilder ganz oben sehr wohl sehr angenehm berührt zur kenntnis genommen, man empfindet schließlich gerne mit, grade auch wenn einkäufe für zwei zu sehen sind, ein team, 2x erdbeeren, spargel, der zahl nach für zwei, genau wie es sich gehört, und die bilder laden ein, die freude am einkauf zu teilen - sehr schön, vielen dank! ... auch nachträglich, eine selbstverständlichkeit, keine ursache, gerne mehr, auch für fremde und fernstehende.

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