: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Montag, 25. Oktober 2004

Back to the Steinzeit

Der Internetanschluss im Roten Salon. Denhamwanich. Sicher nicht? Ganzsichanich. Dann doch vielleicht über GPRS?

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Samstag, 23. Oktober 2004

Die ersten Gäste sind angekommen.

Etwas Vorlauf zum Entspannen kann ja nicht schaden.



Ausserdem werden heute Abend die Locals begutachtet. Hier, beim Kantinenlesen. Dort, wo der Prenzelberg prenzlig nach Teen Spirit smellt. Es geht doch nichts über applied Klischees.

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Montag, 11. Oktober 2004

Sehr schöne Eindrücke

bei Frau Eriador, die auch von Berlin aus berichten wird. Etwas flauer Magen dagegen bei Emily. Angeblich Grimassen bei Andrea Diener, die mir gar nicht aufgefallen sind - Bilder beweisen aber dass ich deklamierte wie der junge Mossolini. Und redete auf Herrn "Headset" Shhhh ein, das hier nicht Houston ist und wir kein Problem haben - aber eine Kamera, mit der wir auf das Publikum zurückfeuern können.



So sieht es von da oben aus. Halbrechts hinten, neugierig den Kopf nach vorne gereckt, das ist der beste aller Verleger.

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Samstag, 9. Oktober 2004

Da sassen wir dann.

Oben, auf dem Podium. Auf der Frankfurter Buchmesse. Auf dem Platz, auf dem Udo Linderberg sitzen sollte. Aber der hatte kurzfristigst abgesagt, und so fragte sich mein bester aller Verleger: Wer ist der durchgeknallteste meiner Autoren, der sich vor eine Pressemeute wirft, die eigentlich Lindenberg erwartet, und einen Fanblock von Rochfreunden, die dann wütend und enttäuscht gehen. Auf die Schnelle kam ihm da nur eine Idee. Meine Wenigkeit.

Meinst Du, es kommen 20 Leute, fragte er mich gestern, und ich sagte, klar, wird schon, irgendwie. Als sich dann die Blumenbarparty am Vorabend doch müde und kalt bis in die frühen Morgenstunden schleppte, war klar, dass ein paar sicher geglaubte Gäste wohl eher im Bett an den Folgen ihrer Nasenschleimhautverschlankungsstrategie laborieren würden.

Trotzdem ging es dann um 7.30 Uhr los, Texte absprechen, Mods schreiben, Idee mit der Powerpoint verwerfen, mitstoppen, und übermüdet unter einem stahlblauen Himmel Richtung Messe fahren, Frau Diener neben mir. Gleich neben uns parkte Frau Eriador mit Herrn Shhh, nur Frau Emily Beat hatte sich mit dem Eingang vertan und wurde aufgeklaubt. Nochmal die Texte durchgehen, ein paar Witze zur Aufheiterung, es werden schon so zehn Gäste kommen und mit Tomaten werfen. So richtig aufgeregt war niemand.

Und dann sind wir rauf auf die Bühne, unter war richtig schön voll, der beste aller Verleger brauchte keine fünf Minuten und ich folglich nicht mein versprechen wahr machen, dass ich ihm dann einfach das Mikro abnehme, und dann ratterte er los, unser Bloggerzug nach Frankfurt.



Dann passierte es. Die Leute blieben sitzen. Keiner jammerte wegen Lindenberg. Sie lachten an den richtigen Stellen, sie klatschten, wir donnerten durch 6 Blogtexte, die gelesen immer noch so witzig waren wie gedruckt, und in den Gängen blieben Leute stehen. Hörten zu, wie man sich das so wünscht, und nicht wie sonst auf den Ständen, wo sich die Leute am Mikro festkrallen und es drei einsamen Gestalten zu peinlich ist, jetzt einfach zu gehen. Es war eine richtige Lesung, und am Ende traute sich keiner kommentieren, aber so ist das nun mal, und Emily, Andrea und Shhhh konnten endlich mal das tun, wo Autoren, egal wie abgebrüht, immer innerlich einer abgeht: Das eigene Buch signieren.

Um 17.30 Uhr ging es dann um Pierre Briece, am gleichen Ort. Es war ziemlich leer. Dass es die erste Bloggerlesung überhaupt auf der Buchmesse war, fiehl mir erst ein, als ich am späten nachmittag wieder im Auto sass. Ein Anfang ist gemacht.

So, ihr da draussen, jetzt kriegt ihr mal den Arsch hoch und rennt den Verlegern die Türen ein. Nach dem heutigen Tag ist das viel leichter als vorher. Sie werden euch lieben.

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Mittwoch, 6. Oktober 2004

BLOGS! Lesung in Frankfurt

Denn wir wissen genau, was wir tun werden - wir rocken die Messe! Am Samstag, den 9.10. von 11.30-12.30 Uhr. Und
zwar so richtig gross, im Forum Belletristik/Krimi, Halle 4.1 Q 145.



Live on Stage:
Andrea Diener von Gig.antville
Emily von Emilybeat
Herr Shhhh von Freakshow
Don Alphonso von den Rebellen ohne Markt

Lesen! Reden! Livebloggen! Weil wenn schon, denn schon. Oder so.

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Dienstag, 5. Oktober 2004

Das ganz grosse Ding

Wir haben immer gesagt, dass wir es können.

Und jetzt werden wir es auch tun. Oder so.

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Dienstag, 28. September 2004

Lustig

In einer Zeitschrift gut besprochen zu werden, von der man dachte, dass sie längst eingestellt wäre. Es gibt wohl noch andere Zustände als nur "lebendig" oder "tot".

Für 4 Rezensenten von Liquide war es jeweils der letzte Artikel, den sie für ihren Arbeitgeber geschrieben haben, ein anderer musste am Tag nach der Veröffentlichung auf Geheiss der grossen Bosse seine halbe Abteilung feuern. Manche mochten es wohl, weil es praktisch ihr Leben in Echtzeit erzählt hat. Mal schaun, ob sich dieser Zufall jetzt bei Blogs! zu einem veritablen Fluch ausbauen lässt, so eine Art "Der Fluch von Don ench Amunso", der vor allem die Feinde erwischt und sich beim Lesen dieser Seite überträgt. Die News Frankfurt lauert hier ja alle paar Stunden vorbei...

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Donnerstag, 23. September 2004

Jagdszenen aus dem Content-Zulieferer-Bizz

Früher, in der glückseeligen Zeit der New Economy, dachte man, Content Providing wäre das grosse Geschäftsmodell. Auf der eigenen Website die User was schreiben lassen, mit windigen AGBs den Usern das Geschriebene abnehmen, ohne einen Pfennig zu zahlen, und dann an en Gros an Content Syndicators weiter verkaufen. Der "User generated Content" sollte so eine Art Cash-perpetuum-mobile werden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass der Content fast so wenig taugte wie die Geschäftsmodelle, weshalb die angeblich unersetzbaren Content Provider erst zu "Zulieferern" degradiert wurden, und dann pleite gingen. Edit: Bis auf ein paar letzte Hungerleider natürlich, die sich gegenseitig versichern, wie blendend es ihnen geht.

Aber jeder Historiker weiss, dass die Weisheit und Lernfähigkeit sehr begrenzte Rohstoffe auf diesem Planeten ist, und so lassen sich eben manche weiterhin auf dieses Spiel ein - nur diesmal ohne windige AGBs, und mit "Content" von anderen Websites. Juristen nennen das Verletzung des Urheberrechts, Madzia nennt es eine heisse Sache, und wenn der "Zulieferer", O-Ton Handelsblatt, gezwungen ist, solche Zitate zu liefern (hier im Kontext eines eigenen Werkes):

der text für gestern war vorproduziert und wir hatten nicht rechtzeitig eine rückmeldung, welcher text überhaupt genommen wird. moe kann dafür nichts, er wusste leider nicht einmal, dass dieser text genommen wird.

dann sollte der Zulieferer vielleicht mal drüber nachdenken, wie das Verhältnis zum Belieferten aussieht. Mir scheint, jemand wird hier als Fussabstreifer genutzt. Allein, ich kann mich natürlich auch täuschen, weil eigentlich hab ich ja gar keine Ahnung vom Netz. Oder so.

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Mittwoch, 22. September 2004

Noch mehr nein danke

Ein altes arabisches Sprichwort besagt: Wer sich in die Schlangengrube legt, darf sich nicht wundern, wenn er gebissen wird. Ich sage: Wer sich in der Schlangengrube dann auch noch rumwälzt, darf sich nicht wundern, wenn man sich in ihn verbeisst. Klaus Madzia und sein "Zulieferer" wälzen sich gar trefflich, und das wird mit der TAZ-Druckwalze genüsslich breitgewalzt:

"ist gerade mal kein kostengünstig zweitverwertbarer Text aus dem Häusern Holtzbrinck respektive Milchstraße zur Hand, wird eben gleich aus dem Internet abgeschrieben, und zwar aus Online-Tagebüchern, so genannten Weblogs."

Wobei das noch harmlos ist, die Schlussfolgerung ist nun wirklich nicht nett.Aber wer will schon nett sein, zu Leuten mit so netten, korrupten Promo-Angeboten?

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Sonntag, 19. September 2004

Blogs sind nicht

Punk. Blogs sind E-Gitarre mit Verstärker. Man kann damit die Kastelruther Spatzen begleiten, oder die Queen ficken. Und ob Blogs in 50 Jahren noch Blogs heissen ist so entscheidend, wie Stratocaster oder Yamaha.

Will sagen, praktisch kostenloses CMS und Webspace wird immer gehen, wie die 3 Akkorde und laut. Standardspruch im Probenraum: Halt´s Maul und spiel!

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