: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Samstag, 10. September 2005

Wer immer das jetzt war...

Vielen Dank für die schnelle Blogger.de-Reparatur! Und überhaupt.

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Samstag, 10. September 2005

Keine Wahlempfehlung I

Ich wähle nicht SPD, weil ich Mitglied bin. Die Sozis müssen jedesmal zeigen, was sie können.

Aber diesmal wähle ich nach einigem Schwanken SPD. Allein schon wegen meinen sog. Kollegen in den vielen Medien, die glaubten, sie könnten einen Regierungswechsel herbeischreiben. Die Medien ind jetzt schon der erste grosse Wahlverlierer. Ähnlich wie die CDU haben die Medien inzwischen ihr Pulver verschossen, argumentativ sind sie verbraucht, und die Wähler machen sich einen eigenen Reim auf das, was ihnen erzählt wird.

Sie begreifen, dass die Union einen Top-Down-Klassenkampf inzenieren wird. Sie ahnen, dass sie dafür bezahlen sollen. Und sie haben erlebt, wie Schröder Merkel trotz des Geredes der Büchsenspanner eingetütet hat. Die Wähler glauben dem, was sie gesehen haben, und nicht das, was ihnen die Johurnaille vorschreibt. Ich mag das. Ich will am Wahltag die frustrierten Fressen meiner sog. Kollegen vom Kampagnenstrich sehen. Und egal wie es ausgeht, die nächsten Tage werden sie leiden. Deshalb wähle ich SPD.

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Mittwoch, 7. September 2005

Cat Content of the Year

Achtung Hinschmelzgefahr, gleich fünf mal. Sogar, wenn man wie ich eine Nacht lang die eigene Katze draussen verzweifelt gesucht hat (die über das Dachflächenfenster oben reinkam und es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte).

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Mittwoch, 7. September 2005

Reines Blau

Der Abendhimmel ist seit der Flut immer von der gleichen reinen Farbe, bis auf das rote Band am Horizont.



Manchmal denke ich, die Zeit in Berlin und all die Jahre davor im deregulierten Irrsinn der Märkte, in denen diese Abende ein seltenes Vergnügen waren, wurden von einem anderen Menschen durchlebt. Kann sein, dass sie mich zurückschicken nach Berlin. Vielleicht auch wieder in den Nahen Osten, wo das Abendlicht in der syrischen Wüste ganz ähnlich ist, wenn sich da unten noch was in Richtung Neuwahlen tut, aber im Moment steht alles still. Faktisch bin ich abgemeldet, berufliche Mails werden nur einmal am Tag gesichtet. Ich habe noch nicht mal meine neue Festnetznummer weitergegeben. Nur der Lebenswandel ist immer noch auf amerikanische Ostküste geeicht, EST-6h. Und das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

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Montag, 5. September 2005

Wahlkampf wie in Peppones Zeiten

Eines der Highlights meiner jungen Jahre war - und ist es bis heute - Don Camillo und Peppone. Mit Gino Cervi als kommunistischen Bürgermeister und Fernandel als Priester. Die Filme sind bis heute ein Grund für mich notorischen Glotzenhasser, mich vor die Kiste zu legen. Das nenne ich Politik, so soll sie sein, mit schmutzigen Tricks, Prügeleien, knallharter Ideologie und wachsweicher Durchsetzung, und immer einer linken Mehrheit. Die Filme wohlgemerkt, die Bücher sind plumpeste papistische Propaganda. Übrigens: Das Dorf, in dem die Aussenaufnahmen entstanden, hatte Anfang der 90er Jahre immer noch einen kommunistischen Bürgermeister, und wer es besuchte, fand am Ortseingang ein Schild mit der Aufschrift: Das Dorf von Peppone und Don Camillo.

An all das musste ich gestern denken, als ich das bescheidene Wahlkampfmobil der Linkspartei in ihrer oberbayerischen Hochburg gesehen habe.



Seitdem geht mir diese Melodie nicht mehr aus dem Kopf, und irgendwie habe ich gehofft, dass Schröder nur ein mal, ein einziges Mal seinen Platz verlassen hätte, ganz nah an die Merkel rangegangen wäre, und ihr ein paa italienische Wörter um den Kopf gehauen hätte. Irgend sowas. Capisce?

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Sonntag, 4. September 2005

Und als Vorgeschmack auf das Duell:

CSU-Ballone.



Nicht, dass man mir vielleicht einseitige Wahlwerbung vorwirft.

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Lust auf geschrödertes Merkel?

Ich verstehe, Ihr wollt das Ostfrauendarsteller leiden sehen... und giftige Bemerkungen machen... mit grosser Audience in einem der deutschen "A-Klasse-Blogs"... na dann herzlich willkommen heute ab 8 Uhr auf dem Zerstörer "Rebellen ohne Markt"...



ich stehe in der Schreibbrücke, Ihr an den Geschützen... Schusswaffen über Kaliber 20 mm bitte nur nach Voranmeldung.

Während Ämtschie wohl noch an der Tür weint und eigentlich nicht will, erwarten nur 28% einen Sieg von Merkel. 65% erwarten, dass Schröder ordentlich hinlangt. Wahrscheinlich wird die Mehrheit Recht behalten: Schröder ist, wenn man ihn mal erlebt hat, eine echte Rampensau.

Und schon im ersten Moment eine schräge Grimasse von Merkel - die Frau hat Angst.

Schröder setzt natürlich sofort auf Reformen und auf die Kriegsteilnahme im Irak - nicht fair, aber gut. Merkel hat überraschend wenig Ostakzent, verhaspelt sich aber. Schröder kommt kurz bei der Frage nach der Benzinsteuer ins Schleudern, ist dann aber sofort wieder im Sattel. Setzt natürlich sofort die Karte gegen die Ölkonzerne, und knallt die Mehrwertsteuer und die Pendlerpauschale drauf. Und über die Journaille. Ganz schon fest, der Kerl.

Merkel bekommt dagegen die lockeren Fragen, aber sie äht doch sehr. Und geht auch auf die Ölkonzerne los, peinlich, peinlich. Und will an die startegische Ölreserven ran... da kann gleich die BILD die Regierung übernehmen. Kanzler Dieckmann... Schröder bringt die erhöhte Mehrwertsteuer.

Frau Kirchhof von Thomas Kausch zu Merkel... tsss. Nur Gefasel und Phrasen von Merkel. "Was ist denn möglich, solche Leute brauchen wir." Schröder lenkt sofort ab und spricht davon, dass man Deutschland nicht zum Versuchskaninchen für Herrn Kirchhof gemacht werden kann. Und hey, er walzt Merkel argumentativ mit Zahlen nieder.

12 Euro äh 12 Prozent - Merkel stolpert mal wieder über ihre Zunge. Die Journaille ist inzwischen fast arbeitslos. Und Schröder setzt einen drauf und verwendet Brutto und Netto korrekt - böse. Ganz ganz böse. Bei seiner Regierungszeit verhaspelt er sich aber. Keine Mehrwertsteuererhöhung, statt dessen Subventionsabbau.

Nochmal Frau Kirchhof - diesmal aber in Richtung von Herrn Kirchhof. Merkel hat keine Lust sich auf ihren Spezialisten festnageln zu lassen und greift wieder mit auswendig gelernten Sachen Schröder an. Einfach unsympathisch. Und jetzt geht es an die Kosten der neuen Regierung für die Bürger. Sie will Wachstum schaffen und damit alles finanzieren - träum weiter, aber werde bitte nicht Kanzlerin. Durch die Blume kommt raus, dass die Bürger mehr und die Unternehmer weniger zahlen müssen. Schröder kontert mit Zahlen - 25 Milliarden bräuchte die CDU für ihre Gesundheitspauschale. Von Merkel kommen nie Zahlen, nur Phrasen... und spricht die Binnenkonjunktur an - noch eine Steilvorlage.

Schroder bringt seine sozialen Punkte: Studenten, Ganztagsbetreuung, Umweltpolitik, Erneuerung. Merkel muss bei den Arbeitnehmerrechten ran. Und bringt mal wieder Sachen wie "menschliche Gesellschaft". Und redet sich auf die Zukunft raus. Kein Wort über den Abbau, statt dessen Gentefchnik "...damit ich die Gene richtig auf die Reihe kriege..." wunderbar.

Oooops - jetzt bricht bei der Merkel aber deutlich der Dialekt durch. 35 Minuten, und der rethorische Lack ab ist. Und ein Riesenschnitzer bei der Abnahme der Arbeitslosen. Schröder wirft ihr vor, das Land mies zu machen. Und zwar wirklich gut. Volltreffer. Ganz böse. Merkel kümmert sich gar nicht mehr um die Frage. Und nochmal die Gentechnik - eine Veränderung der Haftung, danke. Dann haben "wir" den Computer erfunden - ach Gottchen, ist aber schon ein paar CDU-Regierungen her.

Bei der Rente wackelt die Frau doch etwas - keine Neuigkeiten, statt dessen der Wunsch nach mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen. Und was, wenn die nicht kommen? Da mag sie nichts zu sagen. Schröder spricht sich dagegen für das höhere Renteneintrittsalter aus - was angesichts der demographische Entwicklung logisch klingt.

Ein kleines Blutbad - Kirchhofs Rentenkonzept werden zu Merkels Weichteilen. Und Schröder tritt gnadenlos zu. Und jetzt ein saublödes Kirchhof-Zitat, Thema Kinder und Familie und die Frau am Herd. Merkel redet sich raus, Schröder geht dazwischen. Merkel macht auf sozial, Schröder stellt sich bei der Merkelabwatsche hinter ein Zitat seiner Frau. Die Frage war eine Falle, aber er hat das gut hinbekommen "die Frau die ich liebe" - da war einen Moment Stelle.

New Orleans: Irgendwie scheint Merkel die Fragerei scheissegal zu sein und phraselt weiter. Schröder geht es direkt an und vergleicht Deutschland und die USA. Er verspricht einen starken Staat für schwache Menschen. Er lehnt die CDU/FDP-Entstaatlichung ab - er will die funktionierenden Strukturen erhalten. Loselegen tut Merkel bei der Türkei - wir kommen also zu den Streicheleinheiten für rassistische Wähler. Schröder haut ihr den Irak um die Ohren, und spielt die Karte der Westbindung. Streicheleinheiten für die 600.000 türkischstämmigen Deutschen.

Tschernomerkel will die Atomkraft weiterlaufen lassen, so lang es geht. Na prima. Schröder gibt populistisch den Ölkonzernen vor den Latz und will die Preisgestaltung international von Spekulanten befreien. Er will weg von Benzin, und bietet sozial Schwachen Beihilfen an.

Merkel besteht auf einer CDU-FDP-Koalition straight und ohne Abstriche. Schröder lehnt die rotrote Koalition ab. Merkel macht einen auf rote Socken, antwortet aber wieder nicht auf die Frage. Der SPD verdankt sie gar nichts. Schröder redet Rotgrün nochmal schön, was ihm eigentlich hoch anzurechnen ist - FDP und CDU waren da ganz anders. Dann die Schröder-Harke an Merkel: "Ihr Kollege und - sicher auch - Freund Stoiber" brutal. Und greift Merkels Arroganz an

Schröder "bittet" um neues Vertrauen. Sehr staatstragend. Sehr gut.

Merkel fragt, ob es dem Land besser geht als vor Rot-Grün, sie kann es besser, mehr nicht.

Und fertig.

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Just for the fun of it

Ich gehöre ja eher zu den Bloggern, die periodisch ihre Leser immer wieder mal beschimpfen, verscheuchen, mit radikalen Themenwechseln vergraulen oder ihnen einfach pauschal sagen, sie sollen sich verpissen - weil mir das hier hin und wieder alles zu gross wird. Ich mache keine Links aus Höflichkeit und kommentiere wenig bei anderen Bloggern. Manchmal denke ich an die Zeit zurück, als es hier nur 700 Nutzer am Tag und wirklich gute, spannende Gespräche gab. Man kannte einander, es war ein richtig guter Punkschuppen.

Seit zwei Wochen schreibe ich wieder etwas regelmässiger, und sofort sind die Zahlen wieder auf der alten Höhe, sprich 2000 oder höher an Werktagen. Oder auch leicht darüber, weil hier gerade eine Menge Bastarde aus der hellbraunen Ecke und "liberale" Leute mitlesen. Naja, so viele sind es auch nicht, aber laut Statistik hängen die hier dauernd über dem Refreshbutton und liefern nebenbei noch eine Menge IP-Material, Frustsurfen bei rechten HartzIV-Empfängern nach dem Durchbrennen der Kohle beim Gemeinschaftsbesäufnis wäre auch mal ein Thema. Nun hat gestern eine der nach Zugriffen führende Gestalt der rechten Blogger (auch bekannt als "Püppchen mit der Fakeadresse" den Fehler gemacht, mir zu raten:

"Weitere Kommentare von Ihnen zu dem Thema schreiben Sie daher am besten an devnull, oder auf Ihren eigenen Blog, was angesichts Ihrer Zugriffsstatistiken (denen in normalen Zeiten) wohl aufs Gleiche herauskommt."

Zuerst mal: Es heisst das Blog. "Ihr eigenes Blog". Und nicht "auf" das Blog, sondern "in" das Blog. Ich traue denen auch zu, dass sie mit dem Stift auf dem Display rumkritzeln, aber ich schreibe in das Blog. Denn eigentlich ist es das "Web Logbook". Gut, das ist gar nicht das Thema. Das Thema ist die völlige Irrelevanz von Nutzerzahlen. Sie bedeuten nichts. Ich kenne die Leute nicht, die hier durchkommen, die meisten mögen es wohl, andere verirren sich nur, aber ich merke davon nichts. Ich glaube, dass der Traffic nichts über die Qualität der Texte und die Einstellung der Leser aussagt. Bild, FAZ und Süddeutsche wissen, dass ihnen die Leser mehr oder weniger nachtrotten, Jahre und Jahrzehnte. Grössere Blogger, zumal rechte Krawalniks, müssen wohl immer damit leben, dass auch ein gewisser Anteil an Feinden mitliest. Was soll das bringen? Einfluss? Meinungshoheit? Gefolgschaft? Bei den paar Hanseln? Also nein, wirklich, zu komisch. Angesichts der riesigen Menge von Blogs in Deutschland sind auch die meistbesuchten Seiten ohne Breitenwirkung.

Having said this, möchte ich in aller Bescheidenheit auf die gestrigen Zahlen hinweisen. Mir ist das wie immer zu viel, und es ist bei beiden Countern eindeutig mehr als bei den Puppen,

2186 vs. 2015, oder 924 vs. 811,

je nach Zählverfahren. Das ist natürlich in beiden Fällen der Debatte um NECONABLOs geschuldet, und ich schreibe das auch nur, damit Püppchen das Frühstücksei über den Institutsmonitor kotzt und danach einen Erklärungsnotstand gegenüber seinem Prof hat. Über Blogstats rede ich erst mal gar nicht.

Vielleicht noch ein paar Worte über die Sinnlosigkeit der Anbiederung bei alten Medien, die das traffic- und awarenessgeile Püppchen mit seinen Freunden beim Lawblog vorführt, weil Lawblogger Udo Vetter von einer grossen Zeitschrift nach seinen Lieblingsblogs gefragt wurde:

"Peter meint: (1. 9 .2005 um 19:42)
Lesenswert ist, wenn man erst einmal seine emotionale Blockadehaltung gelockert hat, auf jeden Fall Davids Medienkritik
statler meint: (1. 9 .2005 um 22:19)
Vergiß nicht die Muppet-Show!"

Mal abgesehen vom Schleimfaktor: Es bringt nichts. Glaubt mir, ich hatte das mit dem Blogbuch schon so oft. Noch nicht mal die ganz grossen Journale bringen erkennbaren Zuwachs. Leser vergessen die URLs sofort wieder. Es ist sinnlos, ganz einfach. Es ist der Kriechgang in das falsche Loch, so wird das nichts mit der Berühmtheit und der Villa in Planegg. Und wer anfängt, für den Traffic zu bloggen, macht sich zum Sklaven der Charts. Schön blöd, traurig auch, aber hey! sollen die doch. Nicht mein Problem.

So, und jetzt, ihr rechtes Gesocks: Verpisst Euch endlich!

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Donnerstag, 1. September 2005

Bleifrei und Super.

Benzinpreis? So what.



Koga Miyata Pro Delta Zeitfahrmaschine. Der Dragster unter den Rennrädern. Die Antriebseinheit läuft mit mehr oder weniger heimischen Rohstoffen wie Zwetschgendatschi, Semmelknödeln, Brezen, Obazdem, Salat und frischer Pasta. Suck this, Spekulanten.

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Doppelte Qual, doppelte Freude

Schröder der Merkelator darf jetzt doch zweimal beim Videospiel gegen das schwarze Bruttograuen mit der unmöglichen Perücke zuschlagen. Prima. Als kleinen Vorgeschmack auf das kommende Blutfestspiel möchte ich auf dieses nette, kleine Spiel verweisen, das mir bei den Lesepausen von NECONABLOs viel Freude bereitet hat. Ich will ja auch vorerst keinen Friedensnobelpreis.

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