Just for the fun of it

Ich gehöre ja eher zu den Bloggern, die periodisch ihre Leser immer wieder mal beschimpfen, verscheuchen, mit radikalen Themenwechseln vergraulen oder ihnen einfach pauschal sagen, sie sollen sich verpissen - weil mir das hier hin und wieder alles zu gross wird. Ich mache keine Links aus Höflichkeit und kommentiere wenig bei anderen Bloggern. Manchmal denke ich an die Zeit zurück, als es hier nur 700 Nutzer am Tag und wirklich gute, spannende Gespräche gab. Man kannte einander, es war ein richtig guter Punkschuppen.

Seit zwei Wochen schreibe ich wieder etwas regelmässiger, und sofort sind die Zahlen wieder auf der alten Höhe, sprich 2000 oder höher an Werktagen. Oder auch leicht darüber, weil hier gerade eine Menge Bastarde aus der hellbraunen Ecke und "liberale" Leute mitlesen. Naja, so viele sind es auch nicht, aber laut Statistik hängen die hier dauernd über dem Refreshbutton und liefern nebenbei noch eine Menge IP-Material, Frustsurfen bei rechten HartzIV-Empfängern nach dem Durchbrennen der Kohle beim Gemeinschaftsbesäufnis wäre auch mal ein Thema. Nun hat gestern eine der nach Zugriffen führende Gestalt der rechten Blogger (auch bekannt als "Püppchen mit der Fakeadresse" den Fehler gemacht, mir zu raten:

"Weitere Kommentare von Ihnen zu dem Thema schreiben Sie daher am besten an devnull, oder auf Ihren eigenen Blog, was angesichts Ihrer Zugriffsstatistiken (denen in normalen Zeiten) wohl aufs Gleiche herauskommt."

Zuerst mal: Es heisst das Blog. "Ihr eigenes Blog". Und nicht "auf" das Blog, sondern "in" das Blog. Ich traue denen auch zu, dass sie mit dem Stift auf dem Display rumkritzeln, aber ich schreibe in das Blog. Denn eigentlich ist es das "Web Logbook". Gut, das ist gar nicht das Thema. Das Thema ist die völlige Irrelevanz von Nutzerzahlen. Sie bedeuten nichts. Ich kenne die Leute nicht, die hier durchkommen, die meisten mögen es wohl, andere verirren sich nur, aber ich merke davon nichts. Ich glaube, dass der Traffic nichts über die Qualität der Texte und die Einstellung der Leser aussagt. Bild, FAZ und Süddeutsche wissen, dass ihnen die Leser mehr oder weniger nachtrotten, Jahre und Jahrzehnte. Grössere Blogger, zumal rechte Krawalniks, müssen wohl immer damit leben, dass auch ein gewisser Anteil an Feinden mitliest. Was soll das bringen? Einfluss? Meinungshoheit? Gefolgschaft? Bei den paar Hanseln? Also nein, wirklich, zu komisch. Angesichts der riesigen Menge von Blogs in Deutschland sind auch die meistbesuchten Seiten ohne Breitenwirkung.

Having said this, möchte ich in aller Bescheidenheit auf die gestrigen Zahlen hinweisen. Mir ist das wie immer zu viel, und es ist bei beiden Countern eindeutig mehr als bei den Puppen,

2186 vs. 2015, oder 924 vs. 811,

je nach Zählverfahren. Das ist natürlich in beiden Fällen der Debatte um NECONABLOs geschuldet, und ich schreibe das auch nur, damit Püppchen das Frühstücksei über den Institutsmonitor kotzt und danach einen Erklärungsnotstand gegenüber seinem Prof hat. Über Blogstats rede ich erst mal gar nicht.

Vielleicht noch ein paar Worte über die Sinnlosigkeit der Anbiederung bei alten Medien, die das traffic- und awarenessgeile Püppchen mit seinen Freunden beim Lawblog vorführt, weil Lawblogger Udo Vetter von einer grossen Zeitschrift nach seinen Lieblingsblogs gefragt wurde:

"Peter meint: (1. 9 .2005 um 19:42)
Lesenswert ist, wenn man erst einmal seine emotionale Blockadehaltung gelockert hat, auf jeden Fall Davids Medienkritik
statler meint: (1. 9 .2005 um 22:19)
Vergiß nicht die Muppet-Show!"

Mal abgesehen vom Schleimfaktor: Es bringt nichts. Glaubt mir, ich hatte das mit dem Blogbuch schon so oft. Noch nicht mal die ganz grossen Journale bringen erkennbaren Zuwachs. Leser vergessen die URLs sofort wieder. Es ist sinnlos, ganz einfach. Es ist der Kriechgang in das falsche Loch, so wird das nichts mit der Berühmtheit und der Villa in Planegg. Und wer anfängt, für den Traffic zu bloggen, macht sich zum Sklaven der Charts. Schön blöd, traurig auch, aber hey! sollen die doch. Nicht mein Problem.

So, und jetzt, ihr rechtes Gesocks: Verpisst Euch endlich!

Sonntag, 4. September 2005, 11:19, von donalphons | |comment

 
sonntag 9:19?
haben Sie durchgemacht? oder sind Sie frühaufsteher?

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Katzenhüter. (und dadurch auch erfahrener Zeckenzieher)

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Püppchen mit der Fakeadresse?
So ein Ärger. Da wollte ich denen doch einen Brief schreiben. Naja. Das wird schon.

:-)

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Solange lege ich mich schon mal in meinen Garten in Planegg, und am Abend springe ich nach München rein. Und freue mich darauf, dass die rauszukriegen versuchen, bei welchem der Planegger Meyer ich wohne. Ein kleiner Hinweis noch: da sind Leute dabei, deren Butler schnell bei anonymen Anrufen überreagieren... Planegg halt. Nobelvorort.

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Übrigens, die spanische Adresse ist das Fussballstadium der angegebenen Stadt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die gut kicken können... so auf allen Vieren, im Kriechgang.

Eine ganz andere Frage ist übrigens die der zivilrechtlichen Anzeige. Nehmen wir mal an, ich würde S-W aufs schwerste beleidigen. Wie soll sich so eine Figur, die ja keine Rechtsperson ist, dagegen wehren?

"Hallo, ich bin der Klaus-Dieter Brettlköpfer, und ich will den Don Alphonso abmahnen, weil der mich, also ich meine Statler beschimpft hat...

Wie, was soll das heissen, Statler ist bei den Muppets...

Nein, Herr Anwalt, ich will Sie nicht verarschen, ich bin Statler...

Wie ich das beweisen will? Ich habe die Website!

Nein, natürlich heisse ich nicht so wie im Impressum.... weil, ich geh da während meiner Arbeitszeit rein... und wenn mein Prof das mitbelommt, hartze ich auch auf der Vier

Also nochmal: ich bin Klaus-Dieter Brettlköpfer, der mit einer falschen Personenangabe bei der Denic die Domain bekommen habe, genau, und unter einem anderen falschen Namen trete ich da auf, richtig, und unter dem namen hat mich Don Alphonso beleidigt! So gemein! Und? Machen sie es?

Nein? Wieso denn?"

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Glaubst Du wirklich, dass so ein Heiopei sich traut, Dich anzurufen?

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Wenn ja, hat James schon die Fangschaltung eingeschaltet. nein, ich glaube, die haben die Hosen gestrichen voll und merken gar nicht, dass ich ein feiger Pudding bin. Mein dad sagt immer, ich bin konfliktscheu. Recht hat er.

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Und wenn einer von denen bei uns daheim vorbeischaut - dann lernt er Dimitri kennen. Netter Kerl, keine Ahnung, warum man ihn in Tschtschenien bei der russischen Armee nicht mehr haben wollte.

So geht das zu, in den Villen sizilianischer Clans, nahe bei München.

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In Planegg (warum eigentlich Planegg?) muß es luschtig zugehen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/51124

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Weil da mir jemand sehr präzise nachrecherchiert hat...

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Hey, und ich habe Freunde in Krailling, bin Mitglied in der Alpenvereinssektion Oberland und bin dennoch kein Ehrenbayer :-)

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Ich glaube, wenn das Materila noch ein wenig fetter ist, gibt es hier mal wieder so eine Geschichte zu bestaunen. Dass die Leute heute immer noch Probleme mit dem Reply haben, tessss....

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Hmmm....

Einerseits auf "Junge Welt oder südbayrische Provinzblättchen" abzielen, aber dann zwei Kommentare später auf Medienpreise für "diverse Projekte" hinweisen - so ganz konsistent ist die Argumentation beim "Antibürokratieteam" aber auch nicht. Liegt aber auf Linie mit der präzisen Recherche (auch wenn inzwischen das "Planegg" zu "Ingolstadt" geändert wurde).

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Höhö, das liegt doch alles am Chiemsee, na ja, jedenfalls bei Starnberg, so kurz vor Stuttgart, oder nicht?

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Der Typ ist, wenn sein impressum die Wahrheit kündet, oberfränkischer Beutebayer, sprich, da muss man nachsichtig sein. Und am besten G A N Z L A N G S A M S P R E C H E N. Grossdruck ist auch nicht schlecht.

Die ortsgebundenheit des Oberfranken tut ein übriges, dass alles jenseits des letzten Ackers als "das do unnden" (Süden) und "das do dribän" (Westen) beschrieben wird. Im Norden und Osten kam ja der eiserne Vorhang, dessen Fall man denen Beizeiten man mitteilen müsste. 400 Jahre, nachdem man ihnen beigebracht hat, dass die Erde keine Scheibe mehr ist, sondern auch als Kugel geliefert wird.

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Übrigens, schon witzig, wenn sich jemand "Antibürokratieteam" nennt und in einer Region lebt, die ohne Bürokratie und Unterstützungszahlungen aus dem restlichen Bayern aussehen würde wie ein aufgelassener russischer Marinestützpunkt.

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Obwohl ich dies alles ja sehr amuesant finde, verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Es empfiehlt sich, das rechte Gesocks einfach rechts liegen zu lassen...

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