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Samstag, 14. März 2015

Wiedersehen mit Tilo

es gibt da einen Aspekt, den ich in meinem gedruckten Beitrag zu Tilo Jung nicht erwähnt habe, denn persönliche Beziehungen gehen da keinen was an.

Ich war in meiner Jugend durchgehend mit jemandem befreundet, auf den alle scharf waren. Ich mag im privatn Umgang ein charmantes Kerlchen sein, mein Freund dagegen hätte sich wie das Letzte verhalten können, und trotzdem hätte man die Frauen mit Gewalt von ihm wegzerren müssen. Er war vielleicht etwas zu klug, zu erfolgsverwöhnt und zu anspruchsvoll, und deshalb ging die Geschichte eine gewisse, sehr schwierige Zeit nicht gut aus, und ich lernte damals sehr viel über das Leben, seine Abgründe und dass man vielleicht besser zufrieden sein sollte, wenn man recht gut durch das Dasein kommt. Was habe ich ihn bewundert, und wie schmerzlich war das, was dann kam.

So eine Jugend bringt es wohl zwangweise mit sich, dass auf dem Pausenhof Dutzende stehen, die einen angaffen und keine wird genommen, ja, zumal in dieser Zeit, man versteht gar nicht so recht, was das bedeutet. Er hat all diese Herzen aus Unschuld heraus gebrochen, er hat die Beziehungen mit deren, die sich notgedrungen mit anderen abgaben, ohne Vorsatz getrübt, er war einfach da, sah gut aus, war ein Überflieger, bekam, was er wollte, und sie bekamen ihn nicht, den Liebling der Götter.



Aber als er dann unten war, haben sie das schon immer kommen sehen und alles ausgepackt, was er früher an Sachen getan hat, als sie ihn noch bewunderten und freuten sich nun, dass eine andere ihm das Herz gebrochen hatte. sie waren wie die Racheengel hinter ihm her und eine, nun, die ist jetzt auch bei Twitter und auch eine von denen, die überall Sexismus sieht. Man trifft sich halt immer drei, vier mal. Und es ist vielleicht nur natürlich, dass es dann so kommt.

Um das alles zu verstehen, muss man sich vielleicht wirklich die Lage einer @Lasersushi oder einer @Ruhepuls vorstellen, die ich beide als Autorinnen erlebt habe, und die, das ist kein Geheimnis, es auch nicht immer leicht hatten. Die wüssten genau, was sie täten, wenn sie mal so weit wie Tilo Jung kämen, die würden nicht nur naiv fragen, sondern hart an die Leute rangehen und dafür sorgen, dass Gender ganz oben auf der politischen Agenda steht. Was täten sie nicht alles, wenn sie alles hätten, was Jung zugefallen ist. Und da musste ich an all die Mädchen auf dem Pausenhof denken, die meinen Freund anhimmelten und dann demütigten und versuchten, seinen Ruf zu ruinieren. Früherr hatte er doch auch schon...

Will sagen: Ich nehme den meisten von denen die erste Welle der Empörung ab. Aber was wir in den Tagen danach sehen, sind missachtete Pickelmädchen auf dem Schulhof, die sich freuen, wenn der Einserabiturient mit dem Bombenaussehen aus der Spur gerät. tilo jung hat zwar nicht dessen Kaliber aber dafür ist auch das Publikum im Netz nicht gerade Eliteschule in Bayern.

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Mittwoch, 15. Januar 2014

Der späte Vogel fängt die schönste Stimmung

Und das auch an Tagen, da die Konsistenz des Bodens zunehmend an die Kommunikation einer an Inkompetenz und Politik erstickenden Behördenfirma erinnert.



Kalt, braun, matschig, tumb und obendrein auch noch glitschig in den Kurven, und es hat schon so seinen Reiz, wenn man genau weiss: Es muss nicht sein. Und noch besser: bald ist es ganz anders.



Vermutlich werden mir solche Bilder dann ein wenig schal erscheinen, dabei sind sie doch das Beste, was dieser Winter hier zu bieten hat. Es ist wie auf dem Berg, ich in ganz allein hier, niemand möchte da noch raus, aber ehrlich, sie versäumen etwas.



Man muss halt nehmen, was man kriegen kann, selbst wenn es erst knallblau wird, wenn alles fast schon schwarz wird. Im Mondschein ziehe ich meine Kreise um den See und am Fluss entlang, bis es zu nass und zu kalt wird.



Seitdem ich in Berlin und in Frankfurt war, weiss ich einfach wieder, was ich jier habe. Einfach, sich auf das rad setzen zu können und ohne Autoverkehr hier heraus fahren - nicht schlecht. Und den Glibber kann man abwaschen, der ist weg und bestimmt dann nicht das Leben. Was bleibt, sind die rosigen Perspektiven hinüber zur anderen Seite des Flusses.

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Montag, 18. November 2013

Die Herzchen und Pickelhauben der Niedlichkeit

Über die Frage, ob man irgendwann einfach zu alt ist, um mit jemandem das Zimmer zu teilen, diskutieren wir länger, und ich erzähle, dass ich früher, während der Studienzeit in München im Notfall auch in der Badewanne genächtigt habe. Man weiss ja, wie das im anderen Falle ausgeht. Ausserdem verleiht das mehr Schein der Courtoisie, als eigentlich angebracht ist. Wenn man jung ist und in München eine Wohnung hat, und auf Vermieter keine Rücksicht nehmen muss - Lieblicngsfrage damals Was zahlst Du Miete, Lieblingsantwort Was ist das und wofür braucht man es - dann erlebt man schon so einiges, was WG-Zimmer-Mietern erspart bleibt. Umgekehrt findet man auch selten die halbnackten Freundinnen anderer Leute im Bad vor. Was einen natürlich wieder zur Frage bringt: Kauft man mit der Bequemlichkeit der eigenen Wohnung und Räume nicht auch ein wenig Langeweile ein? Dann kommt das Gespräch auf den Exmann von Iris, und wir entscheiden: Langweile ist super. Meistens.





Es gibt in Innsbruck keine roten Mäntel, wie sie sich das eingebildet hat. Die Idee war ein anziehendes Rot und ein distanzierender Schnitt, ein Mantel, der schreit, man soll herschauen und Abstand halten. Dafür sahen wir güldene Christbaumkugelknöpfe und das Zurückschlagen der grünen Steppjackenmonster. Der Loden ist zurückhaltend und der Rest dafür um so knalliger, und das macht die Entscheidung schwer, sehr schwer. Was wir finden, ist ein Schladminger in Grau für Herren. Aber den bräuchte sie für Damen, in knielang, und eben Schwarz-Rot und das gibt es nicht. Was es gibt, sind Geweihe mit roten Strassherzen und wir kommen zum Schluss, dass es sicher auch passende Russen mit Chalet in St. Moritz gibt. Und es gibt Flauschmützen, die alles und jeden niedlich machen, nur Iris nicht, die sieht damit aus wie Cruela de Ville mit niedlicher Mütze und das wiederum sieht aus wie ein schrecklicher Unfall. Findet sie selbst und deshalb darf ich das schreiben. Ich finde ja, dass gerade Asiatinnen mit solchen Mützen besonders adrett wirken, aber manchmal beisst es sich halt.





Das macht aber nichts, statt dessen nehmen wir grosse Mengen Innsbrucker Süssspeisen, Torten, Kaffee und Pralinen mit und daheim sind genug Strickpullis, in die wir danach immer noch passen, da braucht es dann keine eng geschnittenen, roten Reitröcke mehr. Ich hole noch etwas anderes, das auch rot ist, weil ich das damals als junger Mann an einen ganz besonderen Tag am Gardasee gesehen habe. Seitdem treibt es mich um - eine bestimmte Frau war damals mit einem anderen und sehr falschen abgereist, ich ging radfahren und traf auf eine italienisch Squadra auf genau diesen Rädern, mit denen ich um den See fuhr. Und über zwei Dekaden später bekomme ich genau eines dieser Rennräder. Es ist eine Annäherung an die Lebensperfektion, Erfüllung überlasse ich vorerst anderen. Festlich erstrahlen die Lichter über Innsbruck ob dieser Vereinigung; verguckt habe ich mich in das Chesini im Sommer in Italien, jetzt fügt es sich in einer dunklen Strasse draussen am Flughafen. Iris mault übrigens fast überhaupt nicht. So wird sie nie eine literarische Figur.





50 Meter klare Luft trennen das Wasser des Tegernsees von den Wolken in den Bergen, aber das ist dann nicht mehr schlimm, denn wir haben den Platz direkt am Kamin, und ausserdem waren wir ja auch noch kurz vor der Grenze bei jenem Trachtennäher, der macht, was man möchte. Nur am Schaufenster natürlich, so spät war es, aber es eilt nicht, wir kommen wieder und dann wird Mass genommen, für einen strengen, roten Rock. In anderthalb Stunden könnte man nun auch nach Hause fahren, aber ich wohne hier, und diesmal bekommt sie ein Einzelbett und ein Einzelzimmer und mit dieser unfassbaren Stille, die so ganz anders ist als das Lärmen in den Städten, wo die vom Glühwein erhitzten Ital

Glühwein hast Du nicht hier, fragt sie bei der Gelegenheit. Dann inspiziert sie die schmale alkoholische Auswahl in der Küche, und der Abend mündet in die Feststellung, dass Assam-Grappa nun wirklich kein Mischgetränk ist, das hier und heute das Kronleuchterlicht dieser Alpenrandwelt hätte erblicken müssen. Widerlich. Wenn ich einen Wein aufmache, musst du ihn trinken, sage ich uncharmant. Nach dem zweiten Glas ist sie doch sehr betrunken und wir einigen uns darauf, dass ich den restlichen Wein beim Kochen von Tomatensuppe brauchen werde.

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Sonntag, 17. November 2013

Real Life 17.11.13 - Paris ist es nicht

Es ist mehr die Aussichtslosigkeit dieser Tage und der Umstand, dass eine Reise nach Innsbruck zwingend sein muss, und dann diese Überlegungen aufkommen: Man bräuchte eh bald einen warmen Wintermantel.... Ausland wäre auch mal wieder nett... Iris kennt ein Hotel und du kennst dieses Restaurant... Montag sind eh keine Verpflichtungen... und vielleicht ist es im Süden doch sonnig. Und dann geht alles ganz schnell und die Strassen in den Süden sind zwar grau, aber sehr frei und menschenleer.





Bei Garmisch beginnt der Schnee und bei Mittenwald wird es langsam, aber stetig heler, auch wenn die Sonna bald hinter den Bergen verschwinden müsste. Davor wurde di Einkaufsliste immer jänger; die Aussicht auf schlechtes Wetter hilft bekanntlich beim Überlegen, was noch im begehbaren Kleiderschrank fehlt: Ein rotes Kutschermäntelchen mit schwarzen Rändern befand sich vor 30 Jahren im Repertiore und soll dort jetzt wieder Eingang finden, denn Iris durfte reiten lernen, bekam das aber mit der Koordination nicht hin und beschhloss nach ein paar Stürzen, dass dies kein Sport für sie sei - aber so ein Mantel, das wäre schön. Die Wolken werden zu Nebel, zerfransen zu einem wabernden Dunst und kurz vor dem Seefelder Sattel ist die ganze Welt nur noch blau.





Anhalten. Atmen. Es ist blau und anders, trocken aber auch sehr schön kalt. Fa drüben, du weist auf die markant geschwungene Schneise im Bergwald, am Fuss der Piste, ist die Ellbögenstrecke, jene Traumroute nach Italien, darunter dann der Wilde Mann, knapp über der Wolkendecke, und einen Moment würgt die Sehnsucht im Hals; viel früher und gleich viel öfters hätte man das machen sollen, nicht monatelang trainieren für etwas, das man auch einfach machen kan. Aber das versteht sie nicht, das kann man nicht erklären, warum man es will, auch wenn man sich dazwischen 1000 mal verflucht. Ab 1000 Höhenmetern wird die Welt eine bessere, und es ist etwas schade, wieder hinabzusteigen in das feuchte, sternenlose Grau des Inntals.





In Innsbruck dann grossartige Neuigkeiten, die Reservierung von zwei Einzelzimmern hat nicht funktioniert, statt dessen gibt es zum gleichen Preis eine üppige Behausung und ein Bad, in dem sich Iris selbst dann verlaufen könnte, wenn sie ein Orientierungsgefühl hätte. Die Suite könnte andernorts vielleicht auch als Hochzeitszimmer herhalten. Draussen schieben sich die Italiener durch die Gassen und bestaunen kitschigen Weihnachtsplunder, aber immerhin, es ist nach all dem Grau der letzten Tage mal ein anderes Grau, und ein echt österreichisches Cafe findet sich an jeder Ecke. Ein erster Spaziergang verspricht reichhaltige Beute, und über die Schlutzkrapfen hinweg lässt du nebenbei fallen, dass dieses Jahr klar erkennbar war: Auch Frauen könnten es nach Italien mit dem Rad schaffen.

Das geht ihr dann doch zu weit und vielleicht probiert sie zuerst mal, ob sie in Winter überhaupt mit ihrem roten Mäntelchen auf den Berg kommt, jetzt, da sie gesehen hat, wie Blau es über dem Grau ist. Alles andere dann im Sommer, eventuell.

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Dienstag, 22. Oktober 2013

Deutsche Einheit

Ich habe vermutlich mit den kürzesten Weg, und das hat den Vorteil, dass ich mit dem Rad nur 120 Sekunden bis zum Theater brauche. Gleichzeitig hat es den Nachteil, dass ich knapp kalkuliere und 120 Sekunden vor dem offiziellen Beginn zum Rad greife. Mitsamt dem Absperren und Hochlaufen ist das etwas knapp. Und weil dann doch noch ein paar Minuten bis zum Auftritt sind, gibt das zu Bemerkungen Anlass, dass derjenige mit dem kürzesten Weg als Letzter kommt.



Klavierquartett bedeutet, dass es im Gegensatz zu grossen Klangkörpern noch Karten gibt, gar nicht so wenige sogar, und vielleicht liegt das auch an der Auswahl der Stücke und einem Einstieg mit einem Tango eines Deutschen aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jedenfalls ist es diesmal den Westfalen gelungen, sich eng zu ballen, schräg vor mir, neben mir und hinter mir. Manchmal sind sie über den ganzen Saal verstreut, diesmal sind ihre Reihen gut gefügt, sie plaudern nach hinten und vorne und schauen dann so ernst, wie nur Norddeutsche beim Konzert ernst schauen können. Schauen ja, mitwippen, was Bayern öfters mal passiert, nicht. Ich wippe ja erst ab Musik vor 1760, das wird diesmal nicht geboten, nur eben Strauss und Beethoven. Und modern.



In der Pause marschieren die Osnabrücker und Münsteraner dann geschlossen aus, suchen sich einen Platz ganz oben, wo man die Feinde gut sieht und nicht angegriffen werden kann, und zwar an einer Engstelle, die an die Termophylen erinnert. Sie sind im Ausland, das merkt man. Während sich der Bayer die Beine vertritt und umherläuft und schaut, wer da ist und wer nicht, bilden die Westfalen ein Klumpenrisiko der Abgeschlossenheit. Niemand kennt sie, sie kennen niemanden. Wahrscheinlich haben sie sich ihr Leben auch nicht so vorgestellt, dass einmal die wirklich guten Jobs hier im Süden sein werden, aber sie nehmen, was geht, und ansonsten sind ja genug von der Sorte da, um die nächsten Jahre zu überleben. Wie so oft in diesem eher jungen Alter sind es vor allem Frauen, die Männer, so es sie gibt, sind wohl daheim oder im Norden geblieben. Manchmal kommt es mir ohnehin so vor, als seien Frauen erheblich mobiler. Jetzt sind sie also hier und passen auf, dass der Genpool nicht über die Ränder schwappt.



Es passiert eigentlich nicht so oft, dass man zwei Stunden neben jemandem sitzt und kein Wort wechselt, normalerweise ist so ein Konzert in der Provinz ja auch immer Kontaktbörse, Gerüchteküche und Partnerseite im Offline. Aber diese Leute geben einem gar keine Möglichkeit, sie kommen erst ganz spät, wenn alle anderen schon sitzen, und schliessen dann die Reihen und starren wieder interessiert durch ihre randlosen Brillen. Ganz klein sind die Perlen der Ketten, was ich etwas erstaunlich finde; die Skelette sind auffallend robust und nicht gerade zierlich, da sollte dann schon mehr hin - aber vermutlich sind sie da oben protestantisch und so kommt das halt. Ich denke, sie fremdeln etwas mit dieser neuen Heimat, sie tun sich das an, weil es sein muss, wie sich Protestanten halt immer die Pflichten antun, ohne Operndrama und immer mit dem Gefühl, sich jetzt in der Freizeit eben amüsieren zu müssen.



Nachher gewinnen sie den Sprint die Treppen hinunter mit riesigem Abstand, die alten Leute hier haben keine Chance und die Trödler wie ich ohnehin nicht. Ich muss ja auch noch hier und da auf Wiedersehen sagen, und meine alte Lehrerin aus der Grundschule ist auch noch da. Heimat halt. Unten zerre ich dann mein Rad aus dem Busch, in den ich es geworfen haben, und da stehen sie dann wieder und reden, was man jetzt, an einem Dienstag in der Provinz, um 22 Uhr noch machen könnte.

Ohne intaktes Umfeld, in der Fremde wenig. Man muss halt reden mit den Leuten. Das machen sie dann vermutlich am nächsten Tag im Büro via Facebook in ihrer High-Potential-Community, und beklagen ihr Schicksal, dass die wirklich fetten Jobs nun mal nicht immer dort sind, wo man jeden Abend die Auswahl aus zwei Opern hat. Immerhin, das fauretquartett haben sie jetzt auch gesehen. Es geht schon, in dieser Stadt, auch wenn darüber hinaus nichts geht.

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Montag, 10. Juni 2013

Real Life 10.06.13 - NAVIGARE NON NECESSE EST

Draussen weitet sich schon wieder die Donau in einen reissenden, alles verschlingenden Fluss, vom Himmel stürzen Wassermassen und leider ist es nicht genug, dass es dann diese Woche die Brut der Stadtschlosserbauer in die Nordsee schwappt und dort verklappt. Drinnen ist es warm, denn ich habe die Heizung wieder angemacht. Und Susi erzählt, dass einer ihrer Onkel nun aus Altersgründen sein Segelboot verkaufen möchte. Ganz billig sei es, oben Holz und unten weiss, und dazu bräuchte er jetzt jemanden mit Meer- oder wenigstens Seeamschluss. So eine kleine Jolle, nur 5,70 Meter lang oder so, genug für zwei oder drei und einen sonnigen Tag.



Das stellt man sich ja immer so romantisch vor, aber der Vater der P. hat es damals geschafft, mit dem an Deutlichkeit nicht mangelnden Befehlston an Deck vom Familien- zum Einhandsegler zu werden, insofern kann die Angelegenheit manchmal so romantisch nicht sein, gebe ich zu bedenken, und auch Iris hat so ihre Erfahrungen gemacht, sagt sie, und findet, dass man die Zeit, bis so ein Boot dann endlich mal schwimmt, anderweitig besser verbringen kann.Susi ist ein klein wenig enttäuscht, war ich es doch, der immer meinte, ja, am Tegernsee, da sei so wenig Wind, da könnte man nicht surfen und da wäre so ein Segelboot vielleicht keine schlechte Sache. Fein wäre es für sie gewesen, wenn sie, nachdem sie sich selbst nur mit Mühe und viel Ärger nur zeitweise an meist eher untaugliche Männer bringt, nun wenigstens das alte Segelboot an einen Mann gebracht hätte. Aber ich könnte das noch nicht mal transportieren.



Ausserdem habe ich im Internet gesehen, wie schnell der für mich in Frage kommende Segelclub in Gmund gerade selbst abgesoffen ist, die Bilder sind gleich neben den nicht minder schrecklichen Photos aus dem Vereinsheim, der sehr nach Verein aussieht. Es war angenehm zu wissen, dass ich auf dem Berg wohne und, wenn ich wieder komme, alles so sein wird wie immer. Sonne, Wiesen, Kühe. Die Segler jedoch hatten in den Regnstürmen hektische Tage, die Boote zu bergen und irgendwohin zu bringen, wo sie nicht verloren gehen, und das wiederum sind so die Geschichten, die man nicht bedenkt, wenn es um die Anschaffung so eines Kahnes geht. Und obendrein, meine Erfahrungen mit der Idee, eine kleine Jolle zu kaufen, waren damenlicherseits eher so durchwachsen: Die Zeiten, wo Segeln auf einer 5,70m-Jolle zwischen Gmund und Bad Wiessee als Privileg galten, sind auch schon etwas länger vorbei. Irgendwie scheinen die entsprechenden TV-Sendungen über vermögende Menschen die Massstäbe etwas verschoben zu haben, und ob so ein Liegeplatz mitamt seinen Kosten die Demütigung, die man damit erfährt, wert ist, weiss ich nicht. Nein, es gibt hier einfach keinen Segelclub wie in Monaco. Ich war dort und bin hier und finde das gar nicht schlimm. Aber die Ansprüche der anderen steigen schneller als meine Möglichkeiten.



Ich werfe deshalb testweise ein, dass ich demnächst an den Tegernsee reisen und endlich versuchen, mein Faltboot aufzubauen, und schaue sehr genau hin, ob da ein Funkeln in den Augen meiner Gäste ist. Ist es nicht. Wirklich nicht. Nichts. Genauso hätte ich sagen können, ich fahre zum Kuhfladensammeln nach Matrei. Würde man die Begeisterung vervielfachen, wäre sie immer noch überschaubar. Und es ist nun mal so, dass ich hier einerseits keine Frau kenne, die sich einmal an Bord einer 25-MeterYacht hätte verführen lassen können, und andererseits auch nicht den Eindruck habe, dass Abschleifen und Lackieren und Kosten für neue Segel und Abdeckungen, die dann zwangsweise woanders Ausgaben verhindern, einer prestigeträchtigen Beziehung geholfen hätten. Kurz, der Sexfaktor so einen Bootes ist klein und am See sehe ich eigentlich immer nur einsame Männer, die so wirken, als würden sie überlegen, wie tief ihre Frau mit einem Anker um den Hals sinken mag und wie lange sie unten bleibt.



Es sieht natürlich, aus der Ferne, hübsch aus, und bei den hiesigen Winden muss man gar nicht erst anfangen, von Geschwindigkeitsräuschen auf einem Brett zu träumen, das man natürlich sehr viel einfacher aufbauen, transportieren und lagern könnte - in der Garage nämlich, wo es sogar einen Aufzug gäbe. Aber wenn ich schon da bin, habe ich auch so schon genug zu tun, und obendrein reicht es vielleicht sogar schon, ab und zu den Wunsch durchscheinen zu lassen, dass so ein Boot fein wäre - man liebt ja Hoffnung und Erwartung um so mehr, je scheusslicher nachher die Umsetzung wäre, da ist so ein Boot auch nicht anders als das Stadtschloss, BER oder die Elbphilharmonie, die jetzt jene Klassikfreunde bezahlen sollen, die darin eigentlich staatlich unterstützte Konzerte sehen möchten. Segeln loben und Berge besteigen, das kostet nichts und wirkt dennoch sexy, hoffe ich.

Ich frage ihn, ob er mit dem Preis runtergeht, sagt Susi, und lügt mich dreist an, sie würde dann auch kommen und mir das ganze auch beibringen, was sie seit 30 Jahren selbst nicht mehr getan hat.

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Donnerstag, 21. Juni 2012

Real Life 21.6.2012 - Das passt zu Dir

Dass Du eine Frage zum Benehmen hast und eine Antwort zur anstehenden Scheidung bekommst. Das Zählen lohnt sich schon gar nicht mehr; irgendwann war oder wird ein Klassentreffen sein, und es würde die Statistik weiter verhageln. Es klappt auch nicht, wenn es soweit erst mal geklappt hat. Das neue Drama spielt sich in der Fremde ab, da dringt es nicht so durch, aber doch: Es erweist sich, dass sie nicht mehr Paare wie früher machen.



Iris mag Geschichten über Hochzeiten, und möglicherweise geht sie inzwischen auch wieder gern hin, wenn sich welche zum zweiten Mal berufen fühlen, und sie mag die kleinen Details darüber hören, wie die vom ersten Tag in Verona, als du das Portal ablichten wollte. Und wenn sie kommt, will sie die Bilder sehen, auch die aus dem öbszönen Brautgeschäft in Mantua. Aber das dauert noch, es gilt etwas zu organisieren und Leute zu shanghaien, die helfen, Du hast doch sicher Zeit, und es kommt niemand bei dir vorbei, nein, so ist das nicht gemeint, keine Kuppelei, und auch keine Ablehnung von Fremden, es ist nur so, dass die zugedachte Rolle eine gewisse Aufmerksamkeit verlangt, da würden andere nur stören. Einen Moment hast Du den Gedanken, etwas passend zu schieben, nur um sie zu ärgern, aber andererseits, wo sie sich doch so viel Mühe geben.





Dann werden die Verlustlisten abgeglichen; Iris hat im Frühling Bekanntschaften abgestreift wie Sabinchen ihre Winterhaare, und du hast auch einiges zu berichten: Die neue Konsequenz zieht Kreise zusammen, es wurden Dinge gesagt, die schon lange einmal gesagt werden sollten, und überhaupt, so ein Erdbeben kann schon mal eine existenzielle Erfahrung für andere werden, denn es macht hart und auch ein wenig radikal. Ja, die betreffende Person wird hier auch nicht mehr die Kräuter von oben sehen, allenfalls von unten, sollte sie noch einmal hier vorbeikommen. Schweigen am anderen Ende der Leitung. Von der Strasse aus. Dabei, meint Iris und erzählt, was die Betreffende so verbreitet. Enttäuschung, Egomanie, Uneinsichtigkeit und die Unfähigkeit zu erkennen, welche Ergänzung Dein Leben - prinzipiell, theoretisch - noch gut vertragen könnte.Von Liebe wird natürlich nicht geredet, das ist nicht mehr dem Alter entsprechend, aber die Betreffende denkt, dass sich vieles hätte fügen können. Und das sei doch gar nicht so gemeint gewesen, und warum Du dann gleich so überreagierst, Du seist doch sonst nicht so grob. Sie weiss gar nicht, wo sie am Sonntag hinschauen soll.





Das ist richtig, aber solche Aufwallungen verlaufen in Kurven, und wenn die Begeisterung für einen möglichen Partner nachläst und die Vorzüge als Normalität gelten, kommt der Punkt, da die Suche nach weiteren Vorteilen ein bestimmender Aspekt wird. Auch, wenn es allein die eigenen Vorteile sind, und auf das Wollen des anderen keine Rücksicht aus der Sache heraus möglich ist. Jaaaa, sagst Du genervt, weil der Salbei in die Erde will, jaa. Das war nicht allzu höflich, aber es kam an. Es hat sich nicht gelohnt, weil schon vorher kein Gewinn erkennbar war, aber es war - befreiend. Berechnend geht noch, aber wenn schon Quadratmeter addiert werden und weitere Zimmer die Lebensraumeroberung komplettieren, dann ist das schon etwas viel. Zumal, wenn der Betreffende aus guten Gründen gar keine Lust auf was auch immer hat. Das, betont Iris, kommt aber am Anfang überhaupt nicht so an, die Betreffende sah nur das, was in ihre Vorstellungswelt passte, und das war viel. Sehr viel. Und sie kann einfach nicht begreifen, wie so jemand dann so stur sein kann. Du hättest ihr eben sehr viel früher die Grenzen aufzeigen sollen und verdeutlichen, dass das mit Ehe und Weiterem wirklich vollumfänglich von Dir abgelehnt wird. Dein Grundfehler war zu glauben, man könnte einfach mal so geistreich über den Tee über Differnzen hinwegplaudern. Man will ja keinem weh tun, wie sie es jetzt wohl möchte, sonst wüsste Iris nichts davon. Als ob es nicht schon im Netz genug Stalker gäbe. Nun denn.





Iris weiss natürlich, was von all dem scheinbar Gebotenen hier zu halten ist: Nichts. Allenfalls eine Türklingel Nachts um Drei, wenn der Alkoholpegel und der Ärger die Heimreise sieben Strassen weiter unmöglich macht. Sie weiss auch, dass die Binnengegabung - das Schreiben - von einem enormen Desinteresse in Sachen Vorankommen begleitet ist, was natürlich von der Betreffenden nicht erkannt wurde. Die hat wohl geglaubt, da könnte man aus dem aktuellen Stand hochrechnen, wie das erst in 10, 20 und 30 Jahren sein wird. Feminismus ist ein tolles Konzept, wenn die Eltern noch die Krankenkasse zahlen und der Master wartet, aber in meinem Alter zählt nur das, was eine Berechnungsgrundlage ist. Die Ansprüche steigen, die Möglichkeiten werden weniger, da greifen sie dann daneben und negieren das Offensichtliche. Das war alles nur höflich, bis Du unhöflich werden musstest. Sag mal, Iris...

Ja?

Darf ich Dich was fragen?

Ja.

Pause.

Wenn ich noch alte Erde habe, mit Wurzeln, und frischen Dünger, kann ich das feucht vermischen und darin scharfe Pepperoni züchten?

Sowas. sagt Iris. Sowas macht ganz schlimme Missverständnisse. Du solltest Dich wenigstens entschuldigen.

Niemals. Und dann redet ihr über das Problem, übergrosse Stilleben in unterkleinen Küchen aufzuhängen.

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Dienstag, 3. Januar 2012

Aber Fisch isst Du schon, oder?

Das ist sowas wie meine Lieblingsfrage auf meine Aussage hin, dass ich Vegetarier bin. Als sei eirgendwas, das im Meer lebt, kein Tier. In der Patristik gibt es im 3./4. Jahrhundert von mehralsnomalarschigen Kirchenvätern öfters mal die Frage, ob eine Frau jetzt nur minderwertig ist, oder gar als seeltenloses Tier bewertet soll. Daran erinnert mich diese erstaunliche Frage ein wenig.



Nein. Ich esse keinen Fisch. Das hat einerseits etwas damit zu tun, dass ich den Geschmack noch nie mochte. Dann aber auch mit der Art und Weise, mit der Fisch öfters serviert wird. Es gab im Altmühltal mal einen Gasthof mit Becken, aus dem man sich den Fisch heraussuchen konnte. Ich quengelte immer so lange, bis meine Eltern darum einen Bogen machten. Ich fand das pervers, und wenn ich bei Dallmayr bin, was inzwischen recht selten vorkommt, mache ich um das Fischbecken einen grossen Bogen. Fischmärkte am Mittelmeer sprechen mich auch nicht an.



Der Umstand, dass ich mal dabei war, wie jemand den letzten Fisch des Lebens ass, trägt auch nicht gerade dazu bei, Fisch zu schätzen. Der japanische Aal wehrte sich mit einer Gräte im Hals, das war ein ziemliches Spektakel und das brutal gekeuchte Ende einer Vorliebe für Fisch. Heute geht es der Person und allen Fischen gut, die sie nicht gegessen hat. Aber auch so habe ich eine gewisse Verachtung für Leute übrig, die mit Sushi angeben wollen. Man kann auch bei der Rinderzucht am Tegernsee mit den besten Voraussetzungen immer noch den Kopf schütteln, aber der Zynismus, der dem Wort Beifang innewohnt, ist nicht kleiner als die langen Leinen der industriellen Fischausrottung - so muss man das, was mit dem steigenden Bedarf von Meeresfisch in dem Meer fernen Regionen wie München verursacht wird, wohl nennen dürfen. Natürlich ist das Problem so weit weg wie der chinesische Sklavenarbeiter, der das Macbook zusammenschraubt. Das merkt man nicht so. Aber Fisch isst Du schon, oder?



Nein. Ausserdem hasse ich Angler. Sollten ein paar siffige Berliner Geldbussen erhalten, weil sie keinen Schein haben: Prima! Sollte die fette alte PR-Lachnummer, die ihre aufgequollene Fazialgegend bei einem Fastfooddrecksladen hinhält, Imageprobleme kriegen - schade, dass es nicht auch wegen der abartigen Hummerfresserei ist, mit der er sonst Idioten abzockt. Letzthin war ein Journalist am Tegernsee und schmierte Blödsinn über einen Bach, aus dem Kiesel und Fisch stammen sollten, die zusammen im Restaurant serviert wurden: Ganz schön peinlich reingefallen, der Mensch hat den besagten Bach schon vor längerer Zeit grösstenteils fischfrei gemacht, durch massive Eingriffe. So wird man verarscht, in den entsprechenden angeblichen Luxusrestaurants am See. Da kann die Pampe gar nicht teuer und schwermetallhaltig genug sein. Bei Fisch packt mich ein Eifer, den ich so eigentlich beim Fleisch gar nicht kenne.



Immerhin, ich nöle charmant. Ich bin durchaus freundlich, wenn es darum geht, Leute von den angesagten Fischrestaurants wegzulocken, zumal es dort für mich wirklich ausser einem Salat gar nichts gibt - das letzte Mal habe ich das vor 10 Jahren in einem alten Gasthof in Rheinland-Pfalz erlebt, jetzt kommt es durch die Fischmode wieder ins Klenzeviertel zurück. Und obendrein irgendwie bin ich auch froh, dass 2011 in dieser Hinsicht das Jahr einer gewissen, sagen wir mal, Bereinigung war: ich habe zwar kunstgeschichtlich ein gewisses Verständnis für Fischstilleben, aber ich bin nicht traurig, wenn ich deren Wiedererfindung in italienischen Restaurants nicht im Kopf stetig wegschieben muss.



Das sind dann so die kleinen Erfolge auf dem Weg von München zurück an den Tegernsee: Etwas weniger Fischverbrauch, zumindest an diesem Abend. Irgendwie sind wir so weit, über die Jagd auf Wale die Nase zu rümpfen. Da kann man wenigstens noch sagen: Gefangen und getötet wird der Wal, und sonst nichts. Aber die Ausrottung von Thunfisch, Hai und Dorsch, sei es nun für den Gewinn oder weil es halt anfällt, das ist in Ordnung. Das gilt irgendwie als Alternative zum Fleischkonsum.

Immerhin, ich vermute mal, ich bin der bessere Unterhalter gewesen, als die Frustfresse, die unbedingt in diesen Fischladen wollte. Kann also sein, dass sie wieder mit mir ausgehen und den kalten Brocken das nächste Mal dahein lassen.

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Freitag, 21. Oktober 2011

Real Life 21.10.11 - Neue Kulte mit alten Geistern

Das war nicht nett, sagt Iris. Dabei weiss sie genau, dass dir Halloween ein Gräuel ist. Und eigentlich ist es doch ohnehin so, dass man da ganz schreckliche Dinge tun darf. Nichts anderes hast du gemacht.



Es hat sich inzwischen auch hier etwas eingebürgert, an diesem Tag der Belästigungen etwas zu machen, und je älter das Gemäuer, desto eher bote es sich als Austragungsort an. Aus Gründen, die hier anzuführen keinen Sinn machen, ist aber deine Lust dazu begrenzt, und es reucht schon, wenn die Leute ein Stockwerk drüber so etwas andenken und dann Lehrer einladen. Das war auch der Ausgangspunkt der laut getragenen Überlegung, was eigentlich Mörder, Giftmischerinnen, Hexen und Kinderhasser wie du eigentlich tun, die sich ohnehin nicht verkleiden müssen.

Steigern geht nicht. Würde man etwa als ganz schlimmer Obernazi gehen, würden das manche hier nicht als Scherz auffassen, sondern die Fahne aus dem Speicher holen. Das war der Moment, da es andere vielleicht auf sich hätten beruhen lassen, aber nichts da, nein, nicht mit dir, da wird die Peinlichkeit bis zur Neige getrunken:

Oder man nimmt etwas, das für solche Gestalten ganz schauderhaft ist. Bausparvertragabbezahler. Gemeinderatshinterbänkler. Vorstandsassistenz eines Mittelständlers. Lokalradiojournalist. Riesterrentenvertragsbesitzer. Jemandenn nach 30 Jahre Ehe zwecks Immobilienbeibehaltung. Gruslig. Und dann schaust du dich um und alle fühlen sich irgendwie. Nun ja. Zum Glück hast du kein Wort über Musiklehrerinnen verloren, sonst hätte das nur Ärger im Konzertverein gegeben.

Das war nicht nett, sagt Iris, aber sie ist geschieden und obendrein auch nicht wirklich nett, und so ist das halt in der Hölle der kleinen, dummen Stadt an der Donau. So viele Teufel, sagen sich die Unschuldslämmer und kratzen sich an den Hörnern.



Es sind ja alles anständige Leute, man kann wirklich nichts sagen, noch nicht mal einen Witz, sonst feiert man besser allein irgendwo am Tegernsee. Anlässlich des Debakels, das dein Leben anderweitig beherrscht, könntest du eine Pizza bestellen, die Wohnung versauen und Konzepte für Datenbankstörungen schreiben. Es gibt wirklich massenhaft Leute, die schlimmer als Giftmörder sind, und vor denen man sich hüten sollte.

Und Humor haben die auch nicht. So wenig wie Iris, wenn du sie mit der Begründung einladen würdest, dass sie hier ja doch keinen finden wird. Ausser vielleicht... aber das wäre nicht nett, sondern nur Halloween.

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Sonntag, 11. September 2011

Hostiennachspeise

Bayern wie es wirklich ist. Manchmal. Immer noch.



Und das alles bei sagenhaftem Wetter.

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