: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Sonntag, 30. März 2014

Staatsbürgerliche Pflichten und Auslegungen

Besitz verpflichtet, unter anderem zur Nutzung - solange es noch da ist, was sich bald ändern dürfte, wegen Verkauf.



Die Liebe zur Bayerischen Heimat ist hier ein Verfassungsziel (ja, Bayern hat eine Verfassung) und es ist leicht, sie hier zu erfüllen.



Dito " Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt" - damit kann ich mich anfreunden.



Warum es, wenn es um das Wahre geht, dann ausgerechnet eine CSU geben muss, verstehe ich nicht, aber ich wähle heute gleich zweimal - einmal einen grünen Landrat und dann mehrere Stücke Torte.



Der erfreuliche Artikel 141 verankert den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, und garantiert der Allgemeinheit den freien Zugang zu Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur, namentlich natürlich auch den Zugang zum See, was man erst zu schätzen weiss, wenn man mal sieht, wie in Brandenburg Gated Communities die Seen abschotten.



Ich mag übrigens auch den Schutz der Sonn- und Feiertage und dass hier die Geschäfte werktags zwischen 12 und 2 geschlossen sind, selbst wenn ich oft genug fast zu spät ins Tal sause. Dann muss man halt vorher nachdenken, was man nachher braucht (Bemerkung an mich selbst - das wäre mal ein Thema).



Achtung vor Himbeeeren und Blaubeeren steht zwar nicht explizit in der Verfassung, aber meiner Verfassung jedenfalls kommt das sehr zu Gute. Zum Besten. Zum Allerbesten, dafür fährt man ja nach Tegernsee.



Und die Bildung ist natürlich auch ganz wichtig. Jetzt, nach 6 Jahren, könnte ich ja auch langsam mal das Schlazimmer streichen - das habe ich damals versäumt, und eigentlich ist es mir zu weiss.



Aber obwohl - ich bin ja hier im Urlaub, nicht wahr. So wichtig ist das alles nicht. Hauptsache, gesund und der Landrat ist ein Grüner, das ist bunt genug.

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Erfolg und Versagen mit Intoleranz

Ich will mich ja nicht über die politisch Naturempörten lustig machen, aber eigentlich müsste es denen doch gefallen, dass der deutsch-türkische Autor Pirincci mit seinem Buch über solche Empörer weitaus mehr Erfolg als der deutsche Autor Sarrazin mit seinem Werk über die gleiche Gruppe hat.

Ich kann dazu nichts sagen, ich habe beide Bücher nicht gelesen und generell lese ich ja auch meist Bücher von Leuten, die lange tot sind, und was ich von den beiden so kenne, fand ich doof - ich finde aber den Umstand interessant, dass Sarrazin, gemessen an den Erwartungen, mit seiner harten Vorgeschichte jetzt einen veritablen Flop geliefert hat und Pirincci, der ja eher so ein ohabischer Schmuseautor ist, momentan besser gefallen mag. Was eventuell daran liegt, dass er auch eher die noch nicht entwickelte Zielgruppe der Frauen anspricht. Frauen, die - das gibt es nun mal auch - wenig für die Bestrebungen ihrer feministischen Vordenkerinnen übrig haben,

Ansonsten denke man in der Sache vielleicht an die Herren Martin Luther und Johannes Pfefferkorn - beide hatten ja mit antijüdischen Werken durchaus Erfolg, aber unterschiedlich zu unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Ansätzen. Ich würde mir dagegen mehr Bücher von einem neuen Reuchlin oder einem Melanchthon. Oder wenigstens die Einsicht, dass die Wege von Luther und Pfefferkorn die Falschen waren und auch immer bleiben werden. (Aber darüber will ich nicht schon wieder schreiben müssen)

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