: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Sonntag, 11. November 2007

Draussen & Drinnen

sieht es so aus:



Mein Konditor ist ein reicher Mann.



Und bei Euch?

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Samstag, 10. November 2007

Empfehlung heute - Weiter liegend in Ruinen

ist der Osten in den grandiosen, atemberaubenden Bildern von Arboretum.

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Früchte des Hasses

Normalerweise trenne ich zwischen dem, was ich so auf Kongressen erlebe, und dem, was ich privat tue. Kongresse darf man nicht ernst nehmen, sonst wird man auch so ein runtergeschlunzter Adabei, der immer auf Podien muss. Barcamps zum Beispiel, gerade in Deutschland, werte ich als Sammelpunkt von Deppen, die zwar auf Podien wollen, aber dafür zu blöd sind und sich jetzt gegenseitig zur Wichtigkeit ihres Gelabers anbrüllen; da haben sie die Chance, das zu leben, was ihnen ansonsten von Netz bis Kongress keiner abkaufen würde. Namen? Kennt eh jeder. Desto leidenschaftsloser man auf solche Veranstaltungen geht, desto besser. Ich gehe nur hin, wenn ich reden muss, ansonsten ist es mir egal.



Dass es diesmal anders war, lag am Podium, genauer, an einem Mitredner. So lustig es ist, sich mit Nico Lumma auseinanderzusetzen, so sehr hätte ich mir gewünscht, dass er mich einfach meinen Job hätte machen lassen. Und der bestand darin, den Typen neben ihm, einen Hamburger Werber, so zu sezieren, dass er es sich in Zukunft dreimal überlegt hätte, den Mund für Unqualifiziertes über Investments, die mein natürlicher Lebensraum sind, zu öffnen. Offensichtlich hat da die Markenwelt Tchibo jemanden gefunden, die perfekt zu ihnen passt: Oberflächlich und gnadenlos auf den eigenen Kurs ADC-vernagelt, so dass ein Grossteil des Abends zu einer Debatte über Werbung und Werbefinanzierung wurde - als ob dieser Dreck, so alt wie die Dummheit, jenseits gewisser Berliner Berufsjugendlicher auf Ritalin und Latte irgendwas mit dem zu tun hat, was gerade im Netz am entstehen ist. Ich hatte da vorne wirklich Probleme, mich halbwegs im Rahmen der deutschen Gesetze zu äussern, innerlich war ich auf 180.



Und ich bin es jetzt immer noch. Es ist zum Glück offensichtlich, dass Scholz & Friends hier draussen genauso lächerliche Dinge fabrizieren werden, wie SinnerSchrader mit ihren Next08Bloggerkäufern, der PR-Blogger mit seinen diversen gekippten Projekten, oder das Daimlerblog, der neueste Blogastard mit Geburtshilfe des Hauses Edelman. Leider existieren sie aber ausserhalb des Netzes, und denken, dass ihre Tätigkeit irgendwas mit Erfolg von Firmen zu tun hat. Sie machen bleiverseuchten Chinatrash glänzend, soie lügen für einen Megakonzern, dessen Marken dreckige Tierquäler sind und eine andere mit neuem, frauenfreundlichen Branding aufhübschen, zwecks der Optik. Und ich sehe beim besten Willen nicht ein, warum ich sie und ihre Tätigkeit unwidersprochen akzeptieren sollte, wenn sie die Städte mit ihren Plakaten und Trashläden verschandeln.



Es ist nicht so, dass ich prinzipiell etwas gegen Werbung und Werber hätte. Ich finde, wer etwas Gutes macht, soll das auch sagen. Und wenn Frau Moretti aus eigenen, ungespritzten Früchten Kirschmarmelade so gut wie Sex macht, dann mache ich dafür kostenlos und mit grösster Freude Platz in meinem Blog frei. Aber wer in China Kinder 16 Stunden in schlecht gelüfteten Firmen schuften lässt, hat kein Recht der Welt zu behaupten, seine Produkte wären cool. Wer eine Umweltdrecksau ist, hat kein Recht auf einen blauen Himmel auf seinen Plakaten. Und wer Landwirtschaftsabfall zu Billigfrass zusammenmischt, sollte nicht so tun dürfen, als böte er den schlechter Verdienenden mehr für weniger Geld an.



Das sind Lügen, und es gibt in dieser Gesellschaft keinen Grund, das hinzunehmen. Nie. Unter keinen Umständen. Und es gibt das Recht und die Verpflichtung, diesen allgegenwärtigen Fehlentwicklern der Werbung knallhart reinzudübeln, dass sie sich zu schämen haben. Dass sie nicht cool sind, und dass der erste Mensch, den der Werber verarscht, er selbst ist. Es gibt keinen Grund, sowas auf dem Podium nett anzufassen, und wenn sie auf dem Weg nach Hause den Absturz haben - mei. Einer muss es ihnen sagen. Vor allem aber das hier:



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All die unehrlichen Werber, die verfickte Drecksbrut, die miserablen Lügner, det Abschaum der Globalisierung, die koksverseuchte Kreativtreteimer, undsoweiter undsofort, bitteschön: Das hier ist von meinem Markt, da gibt es Euch und Eure Werbung nicht, so sieht es bei mir aus, und warum? Weil ich Euch, Eure Photshopper und Aufsextexter nicht brauche. Ich bin nicht Eure Zielgruppe, mir geht es prima, und jetzt schaut mal in Eure eigenen Kühlschränke und die Eurer Kunden, das, Ihr Pfeifen, ist der Unterschied zwischen mir und Euch, das ist der Unterschied zwischen meinem Internet und dem Dreck, den ihr als asoziales Netz plant, und weil es immer welche geben wird, die das da oben sehen wollen, statt Eure schreiend bunten Verpackungen und schäbigen Claims und Werbe-PRoletennetzwerke, wird der Abstand zwischen Euch und mir auch immer gewahrt bleiben.

Und jetzt gehe ICH kochen, und ihr bastelt weiter an eurem beschissenen Flashoverlay.

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Trost durch Essen & Aufklärung

Vielleicht werde ich damit anfangen, Aufrufe zu gewissen Dingen anders zu kommunizieren, statt mit Worten, weiss doch der Kunsthistoriker, dass man es auch in Fabeln verpacken kann, in Sinnsprüche, oder in Stilleben. Wie sagte nicht Voltaires Lieblingsschüler Jean-Pierre Claris de Florian so schön?

Pour vivre heureux, vivons cachés.



Kürbisravioli heute - ganz simpel mit Öl, Salbei, Muskat und Parmesan. Hardcore Food Porn Extreme XXL Download für nichtkommerzielle Desktopverwendung hier, normal Super Sexy Food Porno Mega XL Bild hier

Florian hätte das selbst beherzigen sollen, dann wäre er vielleicht nicht 1794 an den Folgen der während des Staatsterrors erlittenen Haftbedingungen gestorben. Man sollte daraus lernen - wenn sich schon die Überwachungstotalitaristen bei gewissen Methoden von Gestapo und Stasi Anleihen suchen.

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Samstag, 10. November 2007

Heimat. Jetzt noch besser.

Immer, wenn es mir hier zu gut ging, wenn ich meinte, dass die Provinz ja doch was Nettes hat, dass man es hier schon länger aushalten kann und ein mittelfristiger Verbleib über ein, zwei Jahre nichts Schlimmes an sich hat, immer also, wenn ich anfing, mich hier irgendwie zu Hause zu fühlen, musste ich nur zu meinen Eltern radeln, die draussen vor der Stadt eigentlich mitsamt Katzen ein weiterer Grund sind, sich hier gut zu fühlen. Meine Eltern nämlich haben ein Abo des hiesigen pechschwarzen Drecksblatts, ein widerliches Ding provinzieller Verstocktheit, politisch CSU-hörig wie der Bayernkurier und von grenzenloser Dummheit in der Darstellung des lokalen Vereinslebens, einen miserablen Internetauftritt, ein höchst unerfreuliches Benehmen gegen alles und jeden, die versuchen, am allumfassenden Lokalblattradiofernsehenmonopol zu kratzen, und aus den Zeiten, da mein Vater beruflich noch aktiv war, weiss ich auch um die journalistische Unabhängigkeit dieses Dings.

Beim Kruzifixstreit druckte dieses Ding eine ganze Seite empörter Leserbriefe ab, nur der meinige fand das Abhängen der Folterinstrumente in Ordnung, und der war auch noch sinnentstellend gekürzt. Über Jahre förderte dieses Blatt, dessen Entstehung in der Nazizeit und der Übergang in die BRD ein ganz besonderes Kapitel bundesdeutscher Mediengeschichte ist, Veröffentlichungen einer rechtsextremen "historischen" Gesellschaft, die sich unter anderem dem Versuch verschrieben hatte, den zweiten Weltkrieg den Russen anzulasten. Einmal hatten sie einen kritischen Journalisten in München - der wurde dann schnell von der CSU auf dem kurzen Dienstweg weggewünscht. Unvergessen auch ihr Engagement für den "Premiumstammtisch", der dieses Jahr forderte, den türkischstämmigen Niederbayern, der die Salvatorrede hielt, abzusägen. Kurz, wer hier gross wurde und nicht ganz verblödet war, hasste dieses Schmarrnblatt, das in den letzten Jahren auch noch wenig erfreuliche Tarife bei Journalisten - besonders Photographen - durchsetzte. Mir sind meine Besucherzahlen hier im Blog vollkommen egal, aber das Wissen, dass ich auf meine Inhalte mehr Page Impressions habe als die mit ihrem durchgereichten dpa- und Lokaltrash, war immer Anlass zur Zufriedenheit. Und dieses Ding bei meinen Eltern zu sehen bedeutete, sofort wieder zu wissen, dass ich hier in diesem Sumpf, dessen Ausdruck dieses übelriechende Stück Textschmiere ist, ganz sicher nicht bleiben werde.

Und nun hat diese Zeitung in einer wirklich spektakulären Aktion gegen die Vorratsdatenspeicherung alle anderen Medien der Republik beschämt.

Chrhrgsss.

Aber jetzt kommt das Wochenende, und am Montag werden sie wieder über die Deppen schreiben, die sich besoffen auf der B13 vom Alpenmax oder auf der A9 vom Tanzhaus A9 auf dem Weg in den Club Venus derrannt haben, von der Fahnenweihe in einem der vielen grotesken Wallfahrtsorte dieser Region, und die fettig glänzenden Fressen unserer hässlichen Politchargen abdrucken, dazu noch die üblichen Umfrage der fetten Provinznixchecker, die am Ende alles so gut finden, wie es ist, und alle sind sie zufrieden und ich weiss wieder, dass ich hier nur verrecke, wenn diese Provinz auch dabei drauf geht.

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He Steigbügel- und Schäubleergreifungs-SPD!

Fick Dich!

aus der serie richtige worte, leicht gefunden

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Web2.o als Zukunftsmarkt für Skorbut

Die aktuellen Gehälter und Arbeitsumstände für das Fussvolk des Web2.0, das nicht als Vorzeigeboheme der Szene auf Lobbyistenkongressen der Initiative D21 um Werbeaufträge für Adical betteln kann, finden sich an der Blogbar.

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Empfehlung heute - Prima Bilder

für diesen speziellen Tag zu den real existierenden blühenden Landschaften finden sich bei der Sperrzone.


wem das zu hart ist, hier das kontrastprogramm "abwenden mit grausen"

Wie wäre es eigentlich mit einer Wiedervereinigung mit dem westfränkischen Reich? Da weiss man wenigstens, was man bekommt. Kesse Französinnen, testoterongesteuerte PolitikerInnen, gutes Essen und einen Le Pen, bei dem die Haltbarkeit bald abläuft.

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Donnerstag, 8. November 2007

Empfehlung heute - Social Spamming

bei der Communityseite Facebook kommt beim Werbeblogger nicht allzu gut an.

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Sozialistisch-kapitalistische Joint Ventures

Auf dem Weg vom Hotel bei Chemnitz zur Autobahn ist eine Umleitung, die durch die Aussenbereiche von Frankenberg führt. Man fährt über ein paar Hügel und Dörfer zwischen Neubau und Zurfall, kommt eine gewundene Strasse entlang, und sieht nach einer Kurve unvermittelt das hier:



Ein grandioser Industriebau, der Traum aller Projektentwickler, die Turmzimmer werden ein Vermögen kosten, wenn das Gebäude in München wäre. Oder sonstwo im besseren Westen. Aber das hier ist Sachsen, und Kommunismus und Kapitalismus haben sich zusammengetan, um das Gebäude umzubringen.



Der Volkseigene Betrieb, von dessen Erzeugnissen sich keine Spur mehr findet, wurde irgendwann aufgelöst und ins postkommunistische Nichts geschickt, und danach kam der Westen und die Investition, bestehend aus frischer Farbe und einem pink gefärbten Schild mit der Aufschrift "Möbelparadies". Einen Parkplatz davor haben sie freigeräumt, und dann ging es los mit dem Verkaufen.



Die Werbemittel waren alles andere als teuer, für den Osten hat es offensichtlich gereicht. Den DDR-Betonzau hat man aber nur dort entfernt, wo er der Einfahrt im Weg war, und ansonsten hat man es nicht für nötig befunden, sich längerefristig mit der Immobilie zu beschäftigen.



Denn als jemand die erreichbaren Fenster eingeworfen hat, wurden die Scheiben nicht erstetzt, sondern mit pinkfarbenen Vorhängen notdürftig verschlossen. Der Glaser war selbet bei diesen einfachen, aber sehr schönen Fenstern zu teuer.



Zu teuer wäre es wohl auch gewesen, mehr als die Fassade zu streichen. Hinten ist der Komplex noch immer so, wie er am Ende der DDR war, nur eben nochmal 18 Jahre lang runtergekommen und abgewirtschaftet, und durch den Leerstand wird das auch nicht besser.



Gegenüber steht das, was die Fabrikantenvilla gewesen sein dürfte, mit schönem Blick auf das früher grandiose Gebäude, und heute sind sie Partner im Niedergang und Zerfall. Das liest sich hier sehr ruhig, weil ich meinen Hass auf die, die solche Verbrechen begehen und verantworten, nicht anders ausdrücken kann, aber beim Bearbeiten der Bilder kommt sofort wieder mein Abscheu vor der Verantwortungslosigkeit hoch, die so etwas zulässt und - politisch - vermutlich auch noch fördert.



Denn die Heuschrecken sind längst weitergezogen. Das Ding hat seinen Zweck erfüllt, irgendwo steht jetzt ein neuer Glasbetonbau mit dem gleichen Möbelramsch wie früher, und zurück bleibt nur eine kaputte Ruine, die ein Traum von einem Gebäude sein könnte, da muss man kein Immobilienfondsinitator sein, um das enorme Potential zu sehen, das hier vor die Hunde geht, weil woanders die grüne Wiese zugeschissen wird. Und womit?



Gleich daneben ist die nächste Ruine, noch ein Möbelladen, nach der Wende errichtet, auch leer, kaputt, hässlich, abgewirtschaftet, eine Beleidigung für jeden, der ein wenig Sinn für Gemeinschaft und Schönheit hat, das sind sie, die blühenden Landschaften im November, 18 Jahre später, und ich kann nicht anders als denen, die das zusammengebracht haben, den Kohls, Honeckers und wie sie alle heissen, die Wendehälse, die Investoren, die Berater und die Treuhand, all die Abkassierer und Ausschlachter, die Pest an den Hals zu wünschen. Oder wahlweise einen lebenslangen Aufenthalt auf der Chemnitzer Erotikmesse. Bitte dazu auch gleich die Herren Finanzinvestoren und die Heuschrecken der Adicals, Trigamis und Blogalsbusinessbegreifer, die linker Neoloiberalismusfasler, die Abzocker, die hier auch nur solange sind, bis sie woanders ein grünes Stück Wiese für das Hinterlassen anderer Ruinen finden.

Ich meine das mit meiner Verachtung übrigens persönlich.

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Mittwoch, 7. November 2007

Kann man in Sachsen leben?

Ja! Sicher! Man kann in Sachsen leben. Es gibt in Sachsen genug Tatorte, die beweisen, dass es auch Ausländer lebend soweit nach Sachsen hinein schaffen, bis sie auf Skinheads treffen. Rein biologisch kann man also in Sachsen leben, und ich selbst bin der schlagende Beweis dafür, denn ich war auch auf sächsischen Landstrassen mit Kurven unterwegs, ohne von Sachsen von der Piste gekegelt zu werden. Gut, ich hatte ein schnelles Fluchtfahrzeug und eine professionelle Ausbildung für das Fahren und habe mich ausserdem als Bayer und nicht als Jude ausgegeben, wodurch ich zumindest als Reaktionär durchging - aber ja. Man kann dort leben. Wenn man damit leben kann, aus Orten zu kommen, die so heissen, wie sie sind:



Das gibt es dort wirklich, ich hätte es nicht geglaubt, aber das Photo beweist es. Ich glaube, man muss ohnehin dort leben, wenn man von dort kommt, man stelle sich den Sachsen vor, der sich in Bayern als "Öfäföf" (so heissen die da, glaube ich beim Tanken aus dem nebenstehenden Betriebswagen einer Gemeinde verstanden zu haben) aus Wöstenbrond vorstellt und zu hören bekommt, dass man durchaus schon gehört hat, wie es um das da drüben bestellt ist, die Mitleidsnummer zieht nicht mehr.

Also, man kann dort leben, im Sinne von existieren. Aber kann man dort auch leben, so wie das in diesem Blog hier verstanden wird? Leben in Freude, Überschwang und immer einem Stück Torte auf dem Teller? Der Sachse kann vielleicht Swingerclub, aber kann er auch Food Porn? Ich hatte da so meine Zweifel bei einer Tour durch das Vogtland: Ich kam durch vier Orte nacheinander, und erst im vierten Ort war eine kleine Bäckerei, der Rest scheint sich auf der grünen Wiese einzudecken. Und diese Bäckerei... ich will ja nichts sagen und die grüne Wiese ist sicher auch nicht besser, aber mit der Deckplatte der holländischen Schnitte hätte man die Autobahn pflastern können, und die Kirschtaschen hätten problemlos den Hammer im Haus ersetzt.

Heute jedoch kam ich an einem Trödelgeschäft und einer Bäckerei (wieder übrigens die erste nach drei Orten, ganz schlimm, das) vorbei, und wie man sieht:



Hier gibt es das XXL-Livecam-Pic geiler Food Porn download

Mit ein wenig Unterstützung von anderen Käufen aus Sachsen und einer kleinen Hilfe aus Sachsen-Anhalt in Form der Rokokoleuchter geht es auch in Sachsen. Die kleine Schale mit den Feigen ist Meissen, und weil es so wunderbar günstig war, werde ich den Teufel tun und hier erzählen, wo ich sie und die Vorlegegabel erworben habe. Das - altbekannte - Porzellan kommt ebenfalls aus der Region, und nun zur Torte und dem Stollen: Die sehen nicht nur üppig aus, die sind auch üppig. Der Kuchen ist eine Wucht, ein Monstrum, ein schamloser Brocken von Streussel, Topfen und Apfel, nichts für Essensverweigerer und Hungerhaken, und der Stollen ist mit viel Butter gemacht, wie bei uns daheim eben auch, und vor allem mit einer massiven, butterhaltigen Puderzuckerschicht und fetten, feuchten Rosinen, statt der Orangeatbrocken in staubtrockender Sandteighülle, die es in Supermärkten gibt. Wenn man also schon nach Sachsen muss und Richtung Dresden unterwegs ist: Vor Chemnitz runter von den Autobahnen, rein nach Oberlungwitz (kein Witz, das heisst so), und zur Bäckerei Wetzel. In der Hofer Strasse 233 a. Die, wie es der Name schon sagt, Richtung des bayerischen Kältepols Hof führt. In Hof möchte man auch nicht tot über dem Zaun hängen, aber das ist eine andere Geschichte, die mit Nordfranken und Fastoberpfälzern zu tun hat, die die Nachbarn der Sachsen sind und damit den Hinweis liefern, dass es vielleicht doch so etwas wie einen gerechten Gott gibt. Jedenfalls stimmt mit der Hofer Strasse auch schon die Richtung.

Also. Man kann auch in Sachsen leben. Am besten in der Nähe der Bäckerei, denn dann muss man nicht so lang auf die Strasse, die von dem Zwickauer Proll in seinem Opel Kombi befahren werden, der mir kurz danach die Vorfahrt genommen hat.

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Zu gestern Abend

Man sitzt auf so einer Runde, man merkt, dass man mit dem auf der anderen Seite in diesem und den fünf folgenden Leben keine Übereinstimmung mehr finden wird, und weiss, dass man sowas beim Einmarsch in das, was man mag, behindern muss, wo immer es geht. Das Perverse an Werbung ist ja, dass sie meint, alles und jeden immer belästigen zu dürfen. Als gäbe es ein Recht zu werben und die Pflicht, das hinzunehmen. Aber Werber würden sich beschweren, wenn man sie auf der Strasse mit Essensabfällen bewerfen und so beschissen behandeln, belügen und verachten würde, wie sie es mit ihren Zielgruppen tun. Warum eigentlich?

Es gibt drei Möglichkeiten für Werber, mit dem Dilemma ihrer verkommenen Existenz umzugehen: So gut zu sein, dass man sich damit freiwillig auseinander setzt, und das am besten mit Mehrwert für den Nutzer - Werber werden es nicht glauben, aber es geht auch ohne Lügen! Echt jetzt. Oder kündigen und einen sinnvollen Job zu machen - die Sanitärreinigungsbranche, Altenpflege und Strassenreinigung ist ebenso sinnvoll wie ehrenwert. Oder was an der Blogbar eingeflösst zu bekommen.

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Wohnen neben dem Schloss.

Dem Schloss, das noch bis 2009 umgebaut wird, umd dessen berühmter Barockgarten im Winter zugesperrt wird. Soviel zum Thema angenehme Morgenspaziergänge in Sachsens Pracht und Herrlichkeit.

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Dienstag, 6. November 2007

Empfehlung heute - Zweierlei:

Erstens: Meidet Sachsen!



Und zweitens: Meidet schlechte Gesellschaft zweinull in Berlin!

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Mille Miglia Vorschau

Es ist nicht alles schlecht im Osten. Es war auch nicht immer alles schlecht. Gut, sie haben das, was gut war, manchmal erst über die Grenze schaffen müssen. Und so verzweifelt, dass ich mit einem Wartburg die Mille Miglia des kommenden Jahres als Presse begleiten würde, bin ich auch noch nicht. Aber nach einigen Pleiten mit Peugeots und mehreren Spitfires und MG Bs sieht das hier geradezu vernünftig aus:



Es ist so einigermassen erhalten, und die Karosserie wurde schon mal so lala geschweisst. Wenig Rost, gute Sitze unter den Schonbezügen, viele Kleinigkeiten, die Bremsen sind zu machen, aber prinzipiell fährt, lenkt und bremst es. Dazu muss man es sich noch im originalen Napoleonblau vorstellen. Skoda war die sowas wie die Ausnahme des Ostblocks, zumindest bis etwa 1965.

Wie gesagt, es ist nicht alles schlecht im Osten. Besonders nicht, wenn es aus Tschechien kommt. So einer hat schon mal in seiner Klasse die Rally Monte Carlo gewonnen. Und ich kann es mir heute Nacht noch überlegen.

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Bayern vs. Sachsen

Das bin ich, heute morgen um 10. Es ist kalt, stark bewölkt, aber meistens trocken. Gut, dann hinter Bayreuth nicht mehr, da schneit es einen Moment, aber es geht. Wenn man einen Schal dabei und das gehirn im Bett vergessen hat.



Bayern eben, dumm, schön und zufrieden. Hinter Bayern kommt Sachsen, dort kommt Plauen und bei Plauen schwarze Wolken, deren Folgen in Mittweida dann so aussehen.



Eisregen und Hagel. Ich sag jetzt nichts, das könnt Ihr in den Kommentaren machen.

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Dienstag, 6. November 2007

Empfehlung heute - Über Schriften

aus Blei schreibt Martin Z. Schröder in seinem auch sonst sehr feinen Blog aus dem Leben eines Buchdruckers und Offizinbesitzers.

Die neue URL befindet sich hier.

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Noch einmal

Noch einmal die Herrlichkeit Italiens, den gereiften Gorgonzola mit den Fingern zerkrümeln und zusehen, wie er in Butter und Milch vergeht, noch einmal das weisse Fleisch der Seitlinge durchtrennen und sich am feinen Geruch erfreuen, der an die bewaldeten Höhen der Oberpfalz erinnert. Noch einmal frischen Salbei von meinem kleinen, gehegten Stock pflücken, und ahnen, wie er mit einer Prise geriebenen Ingwer und Muskat eine Liaison eingehen wird, die Kontinente des Geschmacks überspannt und die weissgrüne Sauce befruchtet. Noch einmal den weissen Pfeffer in den Mörser geben und fein, ganz fein zermahlen, bis die Küche beissend scharf riecht, und der Stössel im Loch, leicht geölt noch von den Pinienkernen, mehlig die Partikel reibt, so fein, als wäre es der Puder einer feinen Frau vor dem Opernbesuch. Noch einmal sich an den skurrilen Formen des Broccoli erfreuen, der eigentlich viel zu schön ist zum zerschneiden, und noch einmal beim Fallenlassen der Pasta über sprudelndem Wasser der jungen Frau zu danken, die es versteht, Spinat und Ricotta der zarten Füllung durch die Teigfarbe Ausdruck zu geben. Noch einmal kochen, essen, geniessen, das Leben lieben. Noch einmal, ein letztes Mal die Schönheit des Daseins kosten.



Food Porn XXL-Bild

Denn fahre ich für drei Tage. Nach Mittweida. In Sachsen.

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Ich bin etwas verstimmt.

Weil man mich verarschen will. "Man", das sind gewisse Journalisten, die zu behaupten wagen, ihr Papiermedium sei etwas besonderes, das besonders nachhaltige Eigenschaften aufweise. Was mich daran so ärgert, ist der Umstand, dass dieser Papierdreck der Presse auf eine Stufe gesetzt wird mit dem, was dem Begriff "Papier" in meiner Welt innewohnt. Und deshalb habe ich im Internet einen Text über Papier geschrieben. Über mein Papier und das, was die daraus machen, eine Krücke eines siechen, krepierenden Standes.

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Montag, 5. November 2007

Adäquates Foodsexspielzeug

Meine Bekannte Iris ist, wie ihre Freundin Susi auch, eine miserable Haushälterin. Es ist nicht so, dass sie es nicht könnten, doch die Vorsehung hat sie mit Clans ausgerüstet, die mit Geld und Muttern Hände dafür sorgen, dass die Töchter nicht müssen, wenn sie nicht wollen - und sie wollen so gar nicht. Die Befreiung der Frau aus der Küchenknechtschaft hat Convenience Dreckfood hervorgebracht, die Mikrowelle und den ledigen Freund, bei dem man einfach so zum Essen vorbei kommen kann. Was der Abbe des XVIII. Jahrhunderts noch mit Aufklärung an Anziehungskräften zu entwickeln wusste, ist zum Tischgespräch herabgesunken, über dem eigentlichen Anlass, der eher Gargantuas Wünschen nach Tarte, Wein und Süssem entspricht. Der geneigte Leser ahnt es vielleicht: In der Rolle des Kochs findet sich oft, zu oft der Verfasser dieser Zeilen wieder.

Vorbei auch die Tage, da man den Koch alleine werkeln liess; heute flattern Gäste durch die Küche, saufen den Wein schon vorher weg, hetzen, weil ihnen schon ein wenig schummrig ist, fressen Zutaten vor dem Kochen und streiten darüber, ob man nun Ingwer hinzufügen darf (Susi) oder nicht (Iris, die Ingwer hasst, aber noch nie herausgeschmeckt hat, wenn ich ihn verwendet habe). Kurz, sie stören, wie sie nur können, doch nur an einem Punkt stören sie so, dass der Koch überlegt, nach dem Rattengift zu greifen: Wenn es nämlich um das Sieb geht.

Und um das Sieb geht es oft, denn ich habe keines. Was ich allerdings habe, ist ein enormes Geschick, Flüssigkeiten ohne Sieb abzugiessen. Ein Messer und eine Gabel reichen mir allein immer, um Pasta abzuseihen, gekochte Pilze trockenzulegen und Salat zu reinigen, ohne dass etwas unschön in die Spüle danebenklatscht. Mit zunehmenden Mengen wird das schwieriger, und mit Iris und Susi gleichzeitig kann ich nicht verhehlen, dass es hin und wieder von Versagen kündenden Platschgeräuschen kommt. Und als wäre es nicht schon demütigend genug, die Trüffeltriangoli aus der Spüle zu fischen, wird auf den billigen Plätzen darüber diskutiert, mir das nächste Mal aus der jeweils eigenen, ungenutzten Küche ein Sieb mitzubringen. Alles erklären, dass ich die sportliche Herausforderung schätze und ihr Plastik- und Edelstahlmüll in meiner Küche keinen Platz findet, hilft bei derlei Abmachungen nicht weiter, sie insistieren stets auf die Anschaffung eines - am besten babyblau- oder rosa gefärbten - Utensils für kukinöse 2-Minuten-Weicheier. Dann serviere ich, und wir reden darüber, wessen Frau nächstes Jahr was mit dem Golflehrer haben wird. Aber nun hat all die Drohung mit 1,99-Euro-Plasikkrempel von Tchibos Shanghai-Connection jeden Schrecken verloren, denn: Ich habe selbst ein Sieb gekauft!



Weil Porno kostenlos sich grosser Beliebtheit erfreut, hier nochmal in hoher Auflösung.

Und zwar eines, das in meine Küche passt, vom Trödel, ein Kupfersieb mit Holzgriff wie aus einem Küchenbild von Joachim Wtewael, und es enthält sicher nicht mehr krebserregende und gesundheitsgefährdende Stoffe, als das in Fernost gepresste Zeug, das man in den Starterpaketen, Resterampen, Supermärkten und anderen Konsumhöllen findet, mit dem Aufdruck "German Technology" oder "Deutsches Qualitätsdesign". Wenn wir schon über Qualität reden: So müssen Siebe aussehen, handgedrillt müssen die Löcher sein, und mit dem sagenhaft langen Stil, einem wahren Witwentröster, kann man den Inhalt durch die Luft werfen, dass es beim Auftreffen feucht klatscht wie

nun, das überlasse man der Phantasie des Lesers, dem zu wünschen ist, dass er dieses Jahr auch genug Pfifferlinge in Ingwer-Butterschaum und Saint Ceols bekommen hat, denn das ist mit dem heutigen Tag vorbei, diese Trüffeltriangoli sind die letzten, die damit verfeinert werden, und ich esse sie allein - schlecht für Iris und Susi, aber mein Mitleid wäre grösser, hätten sie mich in der Vergangenheit nicht mit Sieben aus Kunststoff bedroht.

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Empfehlung heute - Ich sterbe

an geplatzten Innereien, weil ich mich an Andreas Begegnung mit einem anderen Blogger totlache. Lebt wohl, und immer schon nachtreten.

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