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Donnerstag, 28. Mai 2009
Pessimismus ist gar kein Ausdruck
Ich habe hier einen Prospekt für einen Fonds rumliegen, bei dem ich vor einem Jahr klar gesagt hätte: Finger weg. Die Leute haben nur begrenzt Ahnung von dem, was sie da treiben wollen, ihre früheren Erfolge sind keine Garantie, dass sie in diesem Marktumfeld etwas erreichen, der Zukauf von Fachpersonal wird sicher teurer, als sie veranschlagen. Es ist nicht unseriös, aber nicht ausgereift und nicht gut genug durchdacht. Allenfalls als Absicherung in bestimmten Portfolios geeignet, die auf eine andere gesamtwirtschaftliche Entwicklung setzen und mit einem bestimmten Schwerpunkt ein Klumpenrisiko haben. Für diesen doch sehr speziellen Zweck ist aber der Kapitalbedarf zu hoch, und deshalb sehe ich auch nicht, wie sie auf ehrliche Art die reichlich hohen Summen eintreiben wollen, die sie brauchen werden.

Ich bin ziemlich resistent gegen Herdentriebe, und deshalb ist es mir reichlich egal, dass entgegen meiner Erwartung in den letzten Tagen üppiges Vermögen in das Projekt geflossen sein muss. Auch reiche Investoren sind nicht immun gegen Trends im Stil der Infineon-Aktien. Das Vehikel ist quasi so eine Art Wette, dass sich gerade ein paar Leute heftig verspekulieren, dann auf Problemen sitzen, die man ihnen billig abkauft, um dann zu profitieren. Das setzt im Kern zwei Ereignisse voraus: Ein weiterer heftiger Einbruch (von dem man angesichts der Probleme durch Arbeitslosigkeit ausgehen kann), und im späteren Verlauf eine heftige Inflation/Geldentwertung, die in Zeiten der Nullinflation seltsam fern wirkt, solange man nicht an die Billionen denkt, mit denen das System in den USA und in England gerade am Laufen gehalten wird.
Wie schon erwähnt: Ich glaube nicht, dass die Initiatoren halten werden, was sie versprechen, denn eine wirklich harte Inflation ist nichts, was ein tätiger Mensch in der westlichen Welt je erlebt hätte. Da werden Assetbewertungen kräftigst durcheinandergewirbelt, weil sich das Kaufverhalten radikal ändert. Aber da sitzen diese Jungs ohne Ahnung, erzählen schöne Sätze, und das geld fliegt ihnen zu, als wäre es 2006, und sie hätten Pläne für Einkaufszentren in Florida im Programm. Kann sein, dass der DAX wieder über 5000 Punkten liegt, weil ein paar Zocker ihn da sehen wollen. Aber die spannenden Entwicklungen laufen seit ein paar Wochen beim Absichern gegen Geldwertrisiken, und das trotz scheinbarer Deflationsgefahr. Ich frage mich, was die wissen, was ich nicht weiss.
Derweilen kaufe ich fleissig weiter Silberkannen, solange der britische Peso nicht zu sehr steigt.

Ich bin ziemlich resistent gegen Herdentriebe, und deshalb ist es mir reichlich egal, dass entgegen meiner Erwartung in den letzten Tagen üppiges Vermögen in das Projekt geflossen sein muss. Auch reiche Investoren sind nicht immun gegen Trends im Stil der Infineon-Aktien. Das Vehikel ist quasi so eine Art Wette, dass sich gerade ein paar Leute heftig verspekulieren, dann auf Problemen sitzen, die man ihnen billig abkauft, um dann zu profitieren. Das setzt im Kern zwei Ereignisse voraus: Ein weiterer heftiger Einbruch (von dem man angesichts der Probleme durch Arbeitslosigkeit ausgehen kann), und im späteren Verlauf eine heftige Inflation/Geldentwertung, die in Zeiten der Nullinflation seltsam fern wirkt, solange man nicht an die Billionen denkt, mit denen das System in den USA und in England gerade am Laufen gehalten wird.
Wie schon erwähnt: Ich glaube nicht, dass die Initiatoren halten werden, was sie versprechen, denn eine wirklich harte Inflation ist nichts, was ein tätiger Mensch in der westlichen Welt je erlebt hätte. Da werden Assetbewertungen kräftigst durcheinandergewirbelt, weil sich das Kaufverhalten radikal ändert. Aber da sitzen diese Jungs ohne Ahnung, erzählen schöne Sätze, und das geld fliegt ihnen zu, als wäre es 2006, und sie hätten Pläne für Einkaufszentren in Florida im Programm. Kann sein, dass der DAX wieder über 5000 Punkten liegt, weil ein paar Zocker ihn da sehen wollen. Aber die spannenden Entwicklungen laufen seit ein paar Wochen beim Absichern gegen Geldwertrisiken, und das trotz scheinbarer Deflationsgefahr. Ich frage mich, was die wissen, was ich nicht weiss.
Derweilen kaufe ich fleissig weiter Silberkannen, solange der britische Peso nicht zu sehr steigt.
donalphons, 01:31h
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40 Tage warten
Ich bin nicht der geduldigste Mensch der Welt. Der höflichste sehr wohl, aber nicht der geduldigste. Insofern mag es Wunder nehmen, wenn ich über Schuhe schreibe, die man nicht kaufen kann. Sondern nur probieren, sich in sie verlieben und dann dort lassen muss. Wobei, meine Schuhe habe ich dort tatsächlich gleich mitnehmen können.

Alle anderen müssen warten. Und solange schon mal den langen Beitrag in der FAZ lesen.

Alle anderen müssen warten. Und solange schon mal den langen Beitrag in der FAZ lesen.
donalphons, 19:00h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 26. Mai 2009
Wohnen und sterben in Salzburg
Ich mag Salzburg sicher mehr als Wien; die Stadt ist schön, und Verbrecher, die einem xD-Karten mit 512 MB für 50 Euro andrehen wollen, findet man sicher auch in anderen Städten Rumäniens. Im Dom etwa gibt es jeden Sonntag ein Konzert eben jener Musik, die hier in den vergangenen Jahrhunderten geschrieben wurde. Salzburg hat Europas ältestes Bordell und gerade zur Festspielzeit einen Abglanz der grossen, guten alten schlechten k.u.k.-Zeit - und danach weiter in die Berge, zu all den Seen im Hinterland. Wo dem Vernehmen nach Teile der Familie Porsche das schöne Geld in schöne Anwesen investiert haben.
Das Geld, das sich laut Blommberg jetzt als Buchgewinn ohne realen Gegenwert herausstellen könnte. Wenn das so einigermassen stimmt, was der Beitrag vorhält, und die Optionsgeschäfte tatsächlich Porsche mit einem milliardenschweren Finanzierungsproblem zurücklassen, werden an den Seen manche entdecken, dass ihr ehemaliger Autokonzern ein Hedge Fonds mit eher unrentabler Autosparte war, der sich massiv verspekuliert hat. Wenn jetzt noch - angesichts der einbrechenden Exporte und des massiv absaufenden BIPs - der Kurs von VW fällt, könnte es sein, dass saudische Investoren statt der schwankenden Planken dieser Zockerbude doch lieber den ein oder anderen Steg am Wörthersee kaufen. Denn dann geht es in der Familie ans Eingemachte. Ich glaube nicht, dass die dauerhaft auch nur die Mehrheit an VW halten werden.
Ansonsten: 3,8% Rückgang des BIPs! 3,8% in einem Quartal. Das ist knackig. Da ist feuer auf dem Dach. Aber bitte nicht so laut, sonst kommt der Konsument auch noch auf blöde Gedanken - jener inländische Retter, den man als Arbeiter die letzten jahre über von den steigenden Gewinnen ausgeschlossen hat, und der jetzt die Verluste dämpfen kann, damit die oben wieder Porsche und Immobilienfonds kaufen können, und alles besser wird. Oder so.
Das Geld, das sich laut Blommberg jetzt als Buchgewinn ohne realen Gegenwert herausstellen könnte. Wenn das so einigermassen stimmt, was der Beitrag vorhält, und die Optionsgeschäfte tatsächlich Porsche mit einem milliardenschweren Finanzierungsproblem zurücklassen, werden an den Seen manche entdecken, dass ihr ehemaliger Autokonzern ein Hedge Fonds mit eher unrentabler Autosparte war, der sich massiv verspekuliert hat. Wenn jetzt noch - angesichts der einbrechenden Exporte und des massiv absaufenden BIPs - der Kurs von VW fällt, könnte es sein, dass saudische Investoren statt der schwankenden Planken dieser Zockerbude doch lieber den ein oder anderen Steg am Wörthersee kaufen. Denn dann geht es in der Familie ans Eingemachte. Ich glaube nicht, dass die dauerhaft auch nur die Mehrheit an VW halten werden.
Ansonsten: 3,8% Rückgang des BIPs! 3,8% in einem Quartal. Das ist knackig. Da ist feuer auf dem Dach. Aber bitte nicht so laut, sonst kommt der Konsument auch noch auf blöde Gedanken - jener inländische Retter, den man als Arbeiter die letzten jahre über von den steigenden Gewinnen ausgeschlossen hat, und der jetzt die Verluste dämpfen kann, damit die oben wieder Porsche und Immobilienfonds kaufen können, und alles besser wird. Oder so.
donalphons, 14:29h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Dienstag, 26. Mai 2009
Der goldene Glanz der Gewöhnung
Manchmal geht man mit dem Vorsatz los, etwas ganz Bestimmtes zu finden. Auch diesmal brach ich mit einer klaren Vorstellung nach Pfaffenhofen auf, und nach einer halben Stunde hätte ich auch wieder packen und heimfahren können. Ein aussergewöhnlich schöner Imariteller, und dann noch das hier:

Kirchentrümmer scheinen nördlich der Alpen keine Konjunktur zu haben; in Italien sieht das ganz anders aus. Dort wird für solche Gitter der Tausender schneller verlangt, als man das Wort "Überziehungszinsen" aussprechen kann. In Italien gibt es offensichtlich Menschen, die mit den Spolien des Kirchenprunks etwas anzufangen wissen. In Deutschland dagegen, da könnte ich jetzt Geschichten erzählen.
In Deutschland geht Gold nur in der Variante Billig. Es findet sich Gold in Möbelhäusern, das nie edel wirken wird, es appelliert an niedrigste Triebe der Glotzengesellschaft, die dank Dauerbespassung die Farbe kennt und gern im Krokolederluuk auch erwirbt. Also meidet man ansonsten Gold, man möchte sich mit dem Puffigen nicht gemein machen - und das ist meines Erachtens ein Fehler.
Das geht bei mir alles an die Wände der Wohnung am Tegernsee, es ist zwar nicht gerade wenig, es trägt schon etwas auf, aber bitte: Es kann nicht jeder in Reinweiss wohnen. Ich mag das Unvollständige, die den Fehlstücken immanente Erkenntnis, dass es Spolien sind, Reste einer Religion auf dem Rückzug, die aber auch als Kunsthandwerk für sich selber stehen können. Schnitzer und Vergolder sassen an den beiden Paneelen schon ein paar Tage dran. Das könnte man heute kaum mehr bezahlen, also passt es schon mit den Preisen, die man in Italien verlangt.
Und ausserdem habe ich damit ja auch was zu feiern: 2000 Tage Rebellen ohne Markt. Es schreibt sich nicht schlecht, unter Gold und Prunk, die nächsten 2000 Tage.

Kirchentrümmer scheinen nördlich der Alpen keine Konjunktur zu haben; in Italien sieht das ganz anders aus. Dort wird für solche Gitter der Tausender schneller verlangt, als man das Wort "Überziehungszinsen" aussprechen kann. In Italien gibt es offensichtlich Menschen, die mit den Spolien des Kirchenprunks etwas anzufangen wissen. In Deutschland dagegen, da könnte ich jetzt Geschichten erzählen.
In Deutschland geht Gold nur in der Variante Billig. Es findet sich Gold in Möbelhäusern, das nie edel wirken wird, es appelliert an niedrigste Triebe der Glotzengesellschaft, die dank Dauerbespassung die Farbe kennt und gern im Krokolederluuk auch erwirbt. Also meidet man ansonsten Gold, man möchte sich mit dem Puffigen nicht gemein machen - und das ist meines Erachtens ein Fehler.
Das geht bei mir alles an die Wände der Wohnung am Tegernsee, es ist zwar nicht gerade wenig, es trägt schon etwas auf, aber bitte: Es kann nicht jeder in Reinweiss wohnen. Ich mag das Unvollständige, die den Fehlstücken immanente Erkenntnis, dass es Spolien sind, Reste einer Religion auf dem Rückzug, die aber auch als Kunsthandwerk für sich selber stehen können. Schnitzer und Vergolder sassen an den beiden Paneelen schon ein paar Tage dran. Das könnte man heute kaum mehr bezahlen, also passt es schon mit den Preisen, die man in Italien verlangt.
Und ausserdem habe ich damit ja auch was zu feiern: 2000 Tage Rebellen ohne Markt. Es schreibt sich nicht schlecht, unter Gold und Prunk, die nächsten 2000 Tage.
donalphons, 01:57h
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hortus conclusus
Ich ertappe mich selbst oft bei dem Gedanken, dass ich mir bei einem Ort sage: Hier wird dieser und jener nie hinkommen, dort werde ich nie einen von jenen sehen, und da drüben sind vermutlich nur angenehme Menschen. Das ist nicht zwangsweise freundlich, aber ich zwinge ja auch niemanden, sich auf dem Volksfest volllaufen zu lassen, am Gardasee Vergnügungsparks aufzusuchen oder mit am Hungertuch nagenden Bloggeschäftsversagern durch Berlin zu ziehen (man hört gerade lustige Geschichten über gewisse bekannte Blogs, die sich auf Teufel komm raus als Kooperationspartner der Politik anschleimen). Ich suche mir halt Orte, wo das alles möglichst weit im Staub der Gegenwart zurückfällt, wie den Giardino Giusti, den ich in der FAZ beschreibe.
Zu dumm, dass ich Heuschnupfen habe. Sonst könnte ich durchaus Gärtnern als Hobby entdecken.
Zu dumm, dass ich Heuschnupfen habe. Sonst könnte ich durchaus Gärtnern als Hobby entdecken.
donalphons, 13:01h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Montag, 25. Mai 2009
Empfehlung heute - Altes, sehr altes in Rom
Iich wurde und werde mit Rom nicht richtig warm, allein schon, weil es dort kein richtiges - und richtig günstiges - Antiquitätengeschäft gibt. Wo ma ohnehin nicht einkaufen könnte, weil schon der Rest sehr teuer ist.

Und ich frage mich, wie man in Rom überlebt, wenn man arm ist. Ich stelle mir das extrem schwer vor.

Und ich frage mich, wie man in Rom überlebt, wenn man arm ist. Ich stelle mir das extrem schwer vor.
donalphons, 01:59h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Sonntag, 24. Mai 2009
Garten der Qualen
Prinzipiell bin ich ja gegen eine Rettung von Opel, weil es einen miserablen Autobehinderungshersteller erhält und echten Autobauern mit staatlicher Unterstützung das Leben schwer macht. Überkapazitäten müssen weg.

Umgekehrt ist es mir aber irgendwo lieber, der Staat rettet Opel, als dass er beispielsweise Grosskanzleien rettet. Bekommt kaum einer mit, aber die Law Firms dieses Landes oder auch die deutschen Töchter internationaler Rechtsbeugeinstitutionen haben kräftig abgebaut, auf allen Ebenen. Besonders aber bei den Jungs in den Finanzabteilungen. Man munkelt in München von bis zu 40%. Und von untervermietetem Büroraum. Ebenfalls übel soll es gerade im Bereich PR und Marketing zugehen. Kokserbranchen, die billiges Frischfleisch brauchen, reden natürlich nicht gern über solche Entwicklungen. Ausserdem würde denen der Staat ohnehin nicht helfen. Man mag es kaum glauben, aber manche Dinge sind noch weniger wert als ein Opel.

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Lockangebote, der kostenlosen Arbeit für Kunden, die es noch werden sollen. Irgendwas muss man die Leute ja tun lassen. Die Erinnerung an die letzte Phase ist nich recht frisch; 2004 ging es noch ähnlich übel zu. Da wurden viele zurückgeworfen, die es jetzt gleich nochmal erwischt. Wenn das so weiter geht, wird das eine spassige Generation, mit ihrem Wackeltanz auf der Karriereleiter. Kein Wunder, wenn man gerne die Zeiten der alten Bundesrepublik wieder hätte. Langweilig, aber sicher. Blöderweise war man vorne mit dabei bei deren Abschaffung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die guten Zeiten bis, sagen wir mal 2011 wiederkommen.

Umgekehrt ist es mir aber irgendwo lieber, der Staat rettet Opel, als dass er beispielsweise Grosskanzleien rettet. Bekommt kaum einer mit, aber die Law Firms dieses Landes oder auch die deutschen Töchter internationaler Rechtsbeugeinstitutionen haben kräftig abgebaut, auf allen Ebenen. Besonders aber bei den Jungs in den Finanzabteilungen. Man munkelt in München von bis zu 40%. Und von untervermietetem Büroraum. Ebenfalls übel soll es gerade im Bereich PR und Marketing zugehen. Kokserbranchen, die billiges Frischfleisch brauchen, reden natürlich nicht gern über solche Entwicklungen. Ausserdem würde denen der Staat ohnehin nicht helfen. Man mag es kaum glauben, aber manche Dinge sind noch weniger wert als ein Opel.

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Lockangebote, der kostenlosen Arbeit für Kunden, die es noch werden sollen. Irgendwas muss man die Leute ja tun lassen. Die Erinnerung an die letzte Phase ist nich recht frisch; 2004 ging es noch ähnlich übel zu. Da wurden viele zurückgeworfen, die es jetzt gleich nochmal erwischt. Wenn das so weiter geht, wird das eine spassige Generation, mit ihrem Wackeltanz auf der Karriereleiter. Kein Wunder, wenn man gerne die Zeiten der alten Bundesrepublik wieder hätte. Langweilig, aber sicher. Blöderweise war man vorne mit dabei bei deren Abschaffung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die guten Zeiten bis, sagen wir mal 2011 wiederkommen.
donalphons, 01:50h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Freitag, 22. Mai 2009
Gewinnen ist langweilig.
Stehenbleiben - etwa im römischen Abendverkehr auf einer fünfspurigen Strasse - ist dagegen aufregend.

Überhaupt interessieren mich die Liegenbleibenden und ihr Kampf mehr als die Sieger, und das ohne Gaffertum, sondern einfach, weil man in einer perfekten Welt nur noch mit dem Zusammenbruch anders sein kann.

Überhaupt interessieren mich die Liegenbleibenden und ihr Kampf mehr als die Sieger, und das ohne Gaffertum, sondern einfach, weil man in einer perfekten Welt nur noch mit dem Zusammenbruch anders sein kann.
donalphons, 21:46h
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Nachrichten vom Ende des Regenbogens
Alles fein, alles wieder trocken, Torte famos.

Ausserdem mehren sich die Anzeichen, dass der Sunbeam demnächst abholbereit in Frankfurt mit TÜV und eventuell sogar H-Zulassung sein könnte.

Ausserdem mehren sich die Anzeichen, dass der Sunbeam demnächst abholbereit in Frankfurt mit TÜV und eventuell sogar H-Zulassung sein könnte.
donalphons, 17:42h
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Donnerstag, 21. Mai 2009
Fleckvieh
Gegenüber auf der Almwiese, wo es begierig darauf wartet, all die saftigen Blumen weiter unten zu fressen. Ist es nicht wunderbar?

Ich könnte mir das stundenlang anschauen. Es beruhigt, es lüftet den Geist durch, dazu Vogelgezwitscher und Landluft. Es ist schön in Italien, aber schlecht ist es hier auch nicht. Und wenn es sein muss - Schuhe machen lassen oder Kaffee kaufen - sind es ja nur zwei Stunden bis Brixen und vier Stunden nach Verona. Das alles ist kein Problem. Jetzt erst mal Kühe. Zum Entspannen nach der Arbeit.

Ich könnte mir das stundenlang anschauen. Es beruhigt, es lüftet den Geist durch, dazu Vogelgezwitscher und Landluft. Es ist schön in Italien, aber schlecht ist es hier auch nicht. Und wenn es sein muss - Schuhe machen lassen oder Kaffee kaufen - sind es ja nur zwei Stunden bis Brixen und vier Stunden nach Verona. Das alles ist kein Problem. Jetzt erst mal Kühe. Zum Entspannen nach der Arbeit.
donalphons, 20:18h
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: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :
Mittwoch, 20. Mai 2009
Ich mag die toten Marken
Siata, Cisitalia, MG und Talbot. Da kann man sich sicher sein, dass kein PR-Gimpel hinter dem Steuer sitzt, und niemand an Bord ist, der das macht, um einen mit Werbebotschaften zuzuschwallen. Keiner schreibt dort Firmennamen übergross auf Flanken, um die Linien zu zerstören.

Um diese Haltung zu dokumentieren, achte ich peinlich genau darauf, keine Werbung abzubilden. Genau achte ich aber darauf, jenen Herrschaften, die meine Mille Miglia gestört haben, die Meinung in der FAZ zu sagen. Da kommt es hoffentlich auch an, und es kann den hohen Herren nicht schaden zu erfahren, wie man im Westviertel bei der Kundschaft über sie und ihr Betragen denkt.

Um diese Haltung zu dokumentieren, achte ich peinlich genau darauf, keine Werbung abzubilden. Genau achte ich aber darauf, jenen Herrschaften, die meine Mille Miglia gestört haben, die Meinung in der FAZ zu sagen. Da kommt es hoffentlich auch an, und es kann den hohen Herren nicht schaden zu erfahren, wie man im Westviertel bei der Kundschaft über sie und ihr Betragen denkt.
donalphons, 12:23h
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