: : : denn sie wissen nicht was sie tun sollen : : :

Montag, 27. Januar 2014

Decent Flyer

Das ist also ein Enteisungswagen, und den hat die Maschine nach dem Wintereinbruch der Nacht im wenig schönen München auch dringend gebraucht.



Flugreisen kommen nach meiner Vorstellunng auf Platz vier der bevorzugten Reisemethoden, nach Auto, Rsd und Fuss, in etwa auf einem Niveau mit dem Zug. Ich mag die Enge nicht, die Abfertigung nicht, das Klima an Flughäfen und das Warten. Ich mag es nicht, dass andere über mein Schicksal entscheiden. Raumfähre. Kreuzfahrtschiff. wasauchimmer mit Gäulen und Sänfte finde ich noh etwas blöder. Aber heute war es anders.



Hier fliegt der Airbus gerade über das Vinschgau mit Blick auf das Val di Non, kurz vor der Brenta. Unter dem Flügel inst hinten ein langes Tal, das ist der Gardasee. 250 Kilometer Fernsicht sind schon toll. wenn es Winter ist, und die Route in 11 Kilometer Höhe passt.



Das hier ist das Ortlermassiv, über dessen Spitzen ein Sturm mit gut 100 km//h tobt. Am Gegenhang verläuft die Strecke hoch zum Jaufenpass. Das dagegen ist dann schon ein Fernziel: Die Cote d'Azur bei Frejus.



Weiter ging es entlang des schneebedeckten hohen Atlas. Das war der Moment, da ich zum ersten Mal wirklich restlos begeitert vom Fliegen war. Eventuell will ich sogar nach Marokko. Ernsthaft.



Das ist die äusserte Südwestspitze von Fuerteventura im Sturm. Es war ein sehr ruppiger Flug, aber abgesehen von Wolken über Spanien wirklich hinreissend. Das war wirklich eine tolle Anreise.



Teneriffa, nun, das ist eine andere Geschichte. Halt nicht wirklich meine Altersgruppe, nehme ich an. So jedenfalls begrüste mich die Insel:



Aber ich bin von der Südseite - Motto: 100000 Arten, etwas aus Beton zu machen, das so hässlich wie ein Berliner Giftnatterrnblog ist - auf die grünere Nordseite gewechselt, habe 180-Grad-Blick auf einen stürmischen Atlantik und das Hotel ist wirklich angenehm gelegen.



Also, ich bin da, erst mal.

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Donnerstag, 23. Januar 2014

Mit einem Faktor über 4 zu 1 kann man beruhigt urlauben

Dieser Beitrag ist etwas besonderes, denn ich gehe für die FAZ damit vorerst in den Urlaub, oder wie immer das bei einem banalen freien Mitarbeiter, der angeblich a nur bloggen darf und sonst nichts, wie manche denken, sonst nennt (Arbeitsverweigerung, Faulheit, Erholung, endlich mal keine Angst mehr für Altenbockum, dass ich thematisch querschiesse). Bei Deus Ex Machina kommt noch ein grosser Brocken, aber für die Stützen beginnt jetzt eine Zeit schwächster Tätigkeit, um das noch höflich auszudrücken - denn ich mache Urlaub und auch sonst ist der Februar voll. Eine Kratzandenalp ist geplant, ein Nebenprojekt ist angedacht und es kommt Besuch (und im März/April bin ich in Palermo und im Mai, ach ja...). Da muss man eben Kompromisse machen, und auf der anderen Seite: Ich habe 5 Jahre geliefert. Jetzt liefere ich mir selbst was. Und dann sind da ja auch noch andere, die auch ransollen. Mal schauen, wie die sich so schlagen, wenn die Bahn frei ist. Gut ist man nur, solange es keine Besseren gibt und jetzt können sie zeigen, was sie drauf haben. Keine Sorge, ein Kommentarschnitt von 300 ist gar nicht so schwer!

Zum halben Zwischenabschied habe ich es nochmal mit einer 500-Kilo-Bombe in der FAZ und im Kommentarblog mit ganz viel familiärer Indiskretion krachen lassen. Es ist so das, was ich nochmal loswerden wollte. Lebt wild, gefährlich und aufregend und vorsichtig könnt ihr noch lang genug sein, wenn ihr in stabiler Rückenlage unter der Erde liegt - das ist in etwa der Tenor des Beitrags über die Freiheiten, die man Kindern geben sollte, damit sie keine feigen Kuscher werden. Der eine bricht sich den Schädel beim Rasen und die andere den fetten Hintern beim blöd rumstehen. Weder das eine noch das andere sollte man tun, aber immer bereit sein, den Preis für den Spass zu zahlen, denn der lohnt sich mehr als die Kosten der grauen Betontröge, in denen die Ödnis träge schwappt.

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Folgefehler

Keine Radbilder heute.

Ich war eigentlich recht schnell mit der eigentlichen Arbeit fertig, aber es ist kein Geheimnis, dass die FAZ in grossem Umfang Javascript einsetzt, weshalb Front- ud Backend der Blogs anders als bei Wordpress sind. Ich habe schon zu Beginn gesagt, dass es "a pain in the ass" wird, weil man bei jedem Update die Kompatibilität vorne und hinten überprüfen muss.

Oder auch nicht. Dann entdecken es blöderweise diejenigen, die damit arbeiten. Weil Funktionen fehlen und Datenbanken und Plugins verückt spielen. So war das heute. Das Layout schaut wegen der unzureichenden Bildeinbindung immer noch übel aus. Die anderthalb Stunden, die ich für meine saubere Arbeit und einen halben Hack vorbei am System bezahlt habe, habe ich dann nicht auf dem Rad verbracht. Sondrn genervt auf dem Sofa.



Und später statt dessen im Specher aufgeräumt und ein paar Sachen gefunden. Meine Jugend und man muss ehrlichkeitshalber sagen: Die krasse Inkompetenz und Arroganz, wie ich sie vom Radio her kenne, ist im Internet dann doch nicht so vorhanden. Hier bin ich weitgehend mein eigener Chef und mit Ausweichblog kann ich sogar nur das befüllen - ein Link bei der FAZ hinüber wird hoffentlich auch möglich sein, wenn die Software ansonsten gar nicht mehr mögen sollte. Ich tue ja nur meine Arbeit. Und ich habe eine Ersatzplattform. Oh und einen Focusrite Vorverstärker hinter dem Röhrenradio habe ich auch noch gefunden.



Ich bin damals in München sehr schnell ausgezogen und Radio war zu jener Zeit nicht mehr als eine schale Erinnerung an die Erfahrung, dass Leistung nicht zwingend relevant ist, um das einmal nett zu sagen. Irgendwo sitzt einer mit Sendelinzenz, und der entscheidet. Und ist oft eine unerfreuliche Erscheinung. Das Radio hat mich nachgerade ins Internet und seine Freiheit getrieben, und ich hatte trotzdem meinen Spass, und ich habe viel gelernt (und in dem Punkt kann sich sogar den Michael Seemann verstehen, dass er für sein Buch seine Freiheit auch im Netz sucht, selbst wenn er sich dafür die Ketten seiner Geldgeber eingehandelt hat). Also, ich habe viel gelernt. Autodidaktisch, wie immer natürlich. Wie auch das Reparieren von Rädern. Das ist übrigens lustig: Gesucht habe ich eigentlich nach einem Vorbau und nicht nach dem verschollenen Radiozeug.



Weil der Vorbau im neuen Projekt eingerostet war.

Das kommt aus Frankfurt, genauer, aus dem Gallusviertel, und wie sich jetzt zeigt, wurde es eine Weile ganz mies behandelt. Man hat es wohl so, wie es war, einfach eine Weile achtlos wie eine Blogsoftware verrotten lassen. Und die Verkäuferin meinte, weil sie es nicht verschicken wollte, dass sie es ja vielleicht einem Bekannten geben kann, der auch in er FAZ arbeitet.

Es wäre genau derjenige gewesen, der das Javasccript ursächlich verschuldet hat. Dem nicht verpflichtet zu sein, war mir dann die 39,90 Euro Versand wert. Vielleicht ist das ja auch ein generell Frankfurter Problem, Räder, Javascript, Bankenbilanzen, Finanzprodukte, Missbrauch von Crative Commons, Verquickung von Interessen, alles eine Sosse der Schludrigkeit. Ich weiss es nicht. ich weiss nur: Das geht so nicht weiter. Dieses Rad wird bayerisch funktionieren und nicht weiter hessisch gammeln. Irgendwer muss ja irghenwann anfangen, die Sachen gut zu machen.

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Dienstag, 21. Januar 2014

Die sog. soziale Gerechtigkeit

Deutsche wollen flexibel sein, nicht über drei Generationen Häuser abbezahlen, können mit den Gesetzen für Mieter bestens leben und ärgern sich dann masslos, wenn die Italiener trotz allem mehr Vermögen haben. Die haben halt ein Haus und das ist der Grund, warum Deutsche in Italien immer den Kopf wegen der billigen, italienischen Kleinwägen geschüttelt haben, wenn sie mit ihrem A4 vorbeibrausten.

Jetzt, wo das mit dem Mieten nicht mehr ganz so toll ist - zumindest in den Innenstadtlagen der Metropolen, in denen Journalisten gern hausen möchten und spüren, dass die Kombination von Medienkrise und Immobilienboom keine schöne Sache ist - will man noch mieterfreundlichere Gesetze. Sagen die Journalisten. Zumindest die Maklergebühren müssen weg! Das sagt auch das neue Gesetz!

Bekommen werden sie aber etwas ganz anderes: Wohnraumverknappuung überall dort, wo Makler jetzt schon die Regel sind, und einen Imagewandel der Makler, weg vom Immobilienhai hin zum Partner bei der Life Performance Entwicklung. Ja, sicher, Journaille wird weiter winseln, weil sie nicht mehr beim Gentifizieren mitspielen kann, aber der Rest findet das gar nicht so schlimm, wenn er nicht davon betroffen ist, und zahlt auch gerne etwas mehr, wenn er dafür die anderen ausbootet. Wie das geht, darüber habe ich in der FAZ und auch im Kommentarblog ein paar Sätze am lebenden Beispiel geschrieben.

Fü mehr Ehrlichkeit im Journalismus! So ist es halt. Vermieter, Makler und Mieter: Alle sehen nur ihre eigenen Vorteile und der Altruismus steht nirgendwo hoch im Kurs. Auch wenn schleimig-nette Texte über arme, verfolgte Mieter besser gehen.

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Schaun wir mal

Ich bin gespannt



donalphonso ät posteo dot de. donnieknoxville geht auch.

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Hurra, Neuviermietung in bester Münchner Lage!

Mal schauen, wie viele Funktionsfrettchen und Salesgierhälse, mit Schufa und Gehältern wedelnd, diesmal auf 1 normalen, angenehmen Zeitgenossen kommen.

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Sonntag, 19. Januar 2014

14 Grad auf den Bergen

Oben läuft der Schnee, unten bleibt die Katze stehen und der Wagen fliegt entfesselt den Achenpass hinauf.





Für die Leute, die zu Weihnachten neue Ski bekommen haben, mag es bitter sein, weil auf den Pisten so wenig geht. Aber es ginge sehr viel auf dem Radweg nach Italien, alles ist frei.





Im Sommer habe ich mich auf dem Weg nach Meran in dieser Kirche eteas abgekühlt - das wäre heute keine gute Idee, denn sie ist eisig kalt. Davor, im Gasthaus, kann man draussen sitzen.





Dafür scheint gemeinerweise - im deutschen Flachland herrscht längst Väterchen Nebel über tristen Farben - die Sonne in Kufstein. Im Süden ist schlechtes Wetter, hier ist Föhn und was im Norden ist, schafft es nicht ins Oberland.





Theoritisch kennt man Kufstein, hier hat sich eigentlich seit den 70er Jahren nichts geändert, immer noch die alte Schmugglerburg - aber dann doch. Ein neues Cafe in einem sehr alten, sehr nett restaurierten Haus. Die Bohne Titols. Nett. Mit Kaffeerösterei.





Zurück in den Abend entlang der drei Seen: Thiersee, dann vorbei am Wendelstein, der auch schön schneefrei ist, zum Schliersee und dann zum Tegernsee.





Es war nicht nur ein Tag, sondern ein geschenkter Tag und man sollte daran denken, wenn man andere sinnlos verschwendet.

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Samstag, 18. Januar 2014

Schneefrei

Der Wintersport hat verloren, aber was für einen eine Tragödie ist, weil er doch die schöne Ausrüstung gekauft hat und jetzt auf der grünen Wiese steht, ist für den anderen gut: Freie Bahn an den See, auch wenn es Samstag ist, also der Tag, an dem es sich normalerweise von Holzkirchen bis Achenkirch staut.





Dabei ist es hier immer noch -angesichts der Begleitumstände - schön. Man kann schon etwas unternehmen, auch wenn keine Lifte rattern und keine Rodelabfahrt möglich ist, bis hinüber auf die andere Seite des Inntals. Es ist nicht kalt genig für den Schnee und deshalb warm genug, um ein paar Stunden draussen zu sein.





Gut, der Föhn - der Föhn hat nicht ganz gewonnen. Nicht genug Anlauf, nicht genug Kraft, zu viele Wolken auch im Norden, sonst wäre es ein Traumtag geworden, zumal es inzwischen ja auch etwas länger hell ist. Was sollen wir tun, um besser als die Karibik zu sein, fragen verzweifelte Wirte. Wenig. Das Gute sehen. Überall sonstwo ist es noch weniger schön Man muss nehmen, was man kriegen kann.





Und ausserdem setzten jetzt vor einem Jahr Schneefälle ein - mit wirklich schlimmen Folgen für alle, die hier waren. Ich weiss das, ich musste nach München und bin mehr gerutscht als gefahren. In dieser Jahreszeit gibt es immer etwas, was npch Übler sein kann. Es ist warm, man kann sich draussen aufhalten, die Aussicht ist schön und man bricht sich keine Knochen.





Und es gibt Trüffel in Raviolitarnung.

Man kann mehr wollen, aber man kriegt halt nicht mehr. Und die nächste weisse Pracht kann mir nach den letzten beiden Jahren auch noch eine Weile gestohlen bleiben.

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Samstag, 18. Januar 2014

Es sind dies

Tage, an denen man froh um den weichen, warmen Klang eines Röhrenverstärkers ist, und um Musik aus einer ganz anderen Region, in der es jetzt - zumindest in meiner Vorstellung - warm und sonnig ist, und die Menschen draussen sitzen.



Ich darf mich nicht beschweren, der Klimawandel hat gründlich ausgeräumt mit den Wochen voller Nebel, der früher aus der Donau drang. Das ist kein Problem und kein Schaden für die Welt, deshalb untersucht es vermutlich auch niemand. Aber die schweren, grauen Wochen mit der besonders schlechten Luft sind auf ein paar Tage zusammengeschrumpft, so wie heute.



Ihren schlechten Ruf als Nebelloch verdankt meine Heimat einer Geschichte, die für mich nur noch ferne Erinnerung ist, als die Stadt eher grau und nicht so herausgeputzt wie heute war. Petrochemisches Zentrum, das sollten wir werden, geworden ist es statt dessen ein führender Hersteller für Abgasprobleme anderer Länder, ud manchmal schon sehr italienisch und gar nicht mehr der bayerische Sumpf am Fluss. Regensburg und Passau sind schlimmer dran.



Schlecht ist das für's planetare Klima und gut für das Wohlgefühl, denn niemand trauert diesen zähen Zeiten der bleiernen Leichendecke hinterher. Als ich aus München zurück kam, habe ich die Bibliothek vor allem wegen des Nebels so bunt gestrichen und bunte Bilder aufgehängt, und erst die langfristige Beobachtung machte mir klar, dass ich nun doch keinen Vorhang brauche, um das Grau draussen zu halten: Es ist nicht mehr wie früher. Und wenn er dann doch durch alle Strassen kriecht, ist es meist schon spät, und am Tag ist das alles wieder vorbei.



Das ist wie mit den alten Nazis, die Republikaner wählten und den Sadisten in der Schule, der Lieblosigkeit beim Umgang mit der Bausubstanz und dem hier besonders tumben, alles in Kauf nehmenden Fortschrittsglauben: es hat nachgelassen, man kann es einigermassen ingorieren und wenn es zu viel ist, schnell fliehen, für ein paar Tage. Vielleicht fühlen die sich alle hier inzwischen auch weitaus unwohler als ich. Sie mögen keine blendende Laune und den Aufbau einer Gegenkultur und das, was ich in der FAZ schreibe.Gewinner sehen anders aus, auch wenn sie manchmal wieder angekrochen kommen und das Atmen erschweren.

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5 Jahre Stützen der Gesellschaft

Hier stand soeben noch ein Entwurf über die Top 50 unerfreulichsten Personen, die ich in den letzten 5 Jahren bei der Arbeit für die FAZ erleben und überleben durfte - man macht sowas wie die SdG nicht, ohne dass es nicht auch öfters knirscht. So eine Art Ranking entlang der Zeiteiste, für jene, die glauben, das sei alles so leicht und fluffig, wie es sich liest. Mal kam das von innen (man erinnert sich an einen durch "Kollegen" in klar rauskeglerischer Absicht gelöschten Beitrag über Fukushima) und mal von Aussen (huhu, Michael Seemann) und im Moment habe ich es da mit einem sehr vielschichtigen und gut verschränkten Netzwerk zu tun, eine Mischung aus Antifa, Piraten, Femimimi und einer kranken Stalkerin. man glaubt gar nicht, was es alles gibt, bis man es erlebt hat. Aber gut, davon sollte man sich nicht die 5 Jahre kaputt machen lassen, schliesslich gab es da auch unendlich viel Zuspruch und Lob und Freundlichkeiten und Komplimente, und deshalb nehme ich mir die Minderklugen von der Antifa jetzt, im letzten Beitrag dieses Blogjahres noch einmal vor, bevor es dann unbeschwert mit dem neuen Jahr weiter geht - oder auch nicht, den in Teneriffa mache ich eine Karriere als Heiratsschwindler Projektentwicklung für die Huffiungton Post RICHTIG Urlaub.

Aber morgen bin ich am Tegernsee und habe dazu die Antifa eingeladen. Soll sie diesmal doch bitte an der richtigen Stelle ihre Probleme vortragen, empfehle ich ihnen in dieser liebevollen "Sollen sie doch Torte essen wennn sie sich keinen Döner leisten können"-Haltung, die sowohl in der FAZ als auch im Kommentarblog so beliebt ist.

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Freitag, 17. Januar 2014

Blauschimmel

Halt den Mund, Junge.

Halt den Mund, Junge.

Halt den Mund, Junge.

Halt den Mund, Junge.

Halt den Mu

Diese Linienführung ist ja ganz erstaunlich.

Ja.

Hat das nicht sehr weh getan?

Überhaupt nicht.

Tapfer!

Es ist wirklich nicht so schlimm.

Also bei mir hat es weh getan.

....

Sehr sogar.

Du hast sowas???? Du warst doch immer voll dagegen?

Ja. Seit diesem Sommer.

In Deinem Alter noch? Wow.

Ich habe es in Ostin am Tegernsee machen lassen.

Da gibt es doch keinen, der sowas macht?!?

Doch, aber der Stacheldraht da auf der Weide hatte nur normale Stacheln und deshalb sieht das nicht so wie ein gestanztes Bild wie bei Dir aus. Wie geht das eigentlich, wie knallt man so in einen Drahtverhau, dass es nur den Oberarm erwicht? Und heilt das wieder?





Ich schäme mich ja auch etwas dafür, dass ich mit Frauen so umgehe. Aber wie soll ich sagen: Das ist für mich ein wenig so wie mit einer entwerteten Fahrkarte. Bitte einschieben, Razong, für mich entwertet. Sie wollen anders sein, sie wollen anders wahrgenommen werden, daa kriegen sie. Ich kann da nicht freundlich sein. Nicht dass es mich provoziert, es kitzelt nur den Schalk in mir heraus. Vermutlich ist das auch der Grund, warum Unsitten wie Rauchen, Saufen, Tattoos und Piecings bei Patnerportalen angegeben werden: Sieht aus wie die Exfrau vom Exbuprä oder sonstwas, wer's mag. Da bin ich einfach so, wie ich bin, da kann ich nicht aus meiner weitgehend unbeschädigten Haut (die bis auf einen ganz langen Striemen abgeheilt ist und in zwei Jahren sieht man da auch nichts mehr). Würde ich es beziffern müssen, was es für mich bedeutet, dann würde ich sagen:

Lieber nicht. Trinken ist in Ordnung, Rauchen von mir aus, aber auch schon mit etwas Druck zum Aufhören, beim Essen habe ich, wenn es um Billigfrass geht, die zarte Bestimmtheit eines nordkoranischen Umerziehungslagers, alles andere: Nein.





Das seltsame ist: ich bin bei sonstigen "Macken" und "Makeln" vollkommen unempfindlich. Echte Narben sind mitunter gar nicht mal so uninteressant. Alterungsprozesse gehören dazu, das entwertet keinen. Und wenn ich bei einer jungen Katze OOOOOOh die will ich haben sage, dann tue ich es im Bewusstsein, dass daheim schon eine nicht mehr ganz so junge und wunderbare Katze auf der Ofenbank liegt. Aber diese Blauschimmelfarbe - wirklich nicht. Und das, was da als künstlerischer Ausdruck angeboten wird, ist in etwa auf dem Niveau einer Wandschblonenmalerei. Elefanten ziehen durch die Steppe in den Sonnenuntergang. Delphine hüpfen. Sowas. Nichts was ich mir an eine Wand hängen würde. Und schon gar nicht an en Körper.

Eine Wand kann man wenigstens noch übertünchen, habe ich nicht gesagt, die Stimmung war ohnehin schon im Keller und da wird sie auch noch lange bleiben. Van Laack macht tolle Hemden! habe ich auch nicht gesagt.





Es war auch gar nocht mehr die Zeit dazu da.

Es gibt so Tage, da kotzt mich die Moderne so richtig an. Die völlige Nichtnotwendigkeit, an eine Bedeutung für die Zukunft zu denken. Verunstaltung als Ausdruck einer Laune, die Jungs sprayen und die Mädchen machen sowas. "Interessantmachen für die Arschlöcher, die sie mies behandeln" nannte das mal eine Bekannte.

Wir haben uns also sauber gefetzt, und am Ende verhöhnt. Ich bin dann viermal statt dreimal um den See und habe überlegt, ob ich wirklich ein Rad will, das auch in diesem Tramp Stamp Linienstil verziert ist. Das ist nicht tolerant. Aber Toleranz ist in dem Fall auch eher was für Leute, die nicht oiffen sind, sondern nur wahllos und wurschtig. Es impioniert nicht und es provoiziert nicht. Es macht nur so uninteressant wie Fachwissen über TV und was die Bild schreibt.

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Mittwoch, 15. Januar 2014

Ärgern. Schwarzärgern. Schreiben

Es gibt so Beiträge, da weiss ich von Anfang an:

Egal, also, es gibt so Beiträge, die sind einfach

Alldiweil und sintemalen ein Quadrat kein Kreis ist, wie Leporello das so schön sagt, ist hier also meine Abrechnung mit einem gewissen Vatertum, von dem ich glaube, dass es weit verbreitet ist und von dem ich ja auch schon mehrfach lesen durfte. Ich finde den Beitrag ja brüllend komisch und bissig, aber ich denke auch, dass er ziemlich die Grenze dessen definiert, was

Naja, jedenfalls, er ist in der FAZ und im Kommentarblog. Da hätte schon lang mal jemand was dazu machen sollen, aber sowas tut natürlich kein Papa, weil es ach egal, steht ja alles im Beitrag.

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Der späte Vogel fängt die schönste Stimmung

Und das auch an Tagen, da die Konsistenz des Bodens zunehmend an die Kommunikation einer an Inkompetenz und Politik erstickenden Behördenfirma erinnert.



Kalt, braun, matschig, tumb und obendrein auch noch glitschig in den Kurven, und es hat schon so seinen Reiz, wenn man genau weiss: Es muss nicht sein. Und noch besser: bald ist es ganz anders.



Vermutlich werden mir solche Bilder dann ein wenig schal erscheinen, dabei sind sie doch das Beste, was dieser Winter hier zu bieten hat. Es ist wie auf dem Berg, ich in ganz allein hier, niemand möchte da noch raus, aber ehrlich, sie versäumen etwas.



Man muss halt nehmen, was man kriegen kann, selbst wenn es erst knallblau wird, wenn alles fast schon schwarz wird. Im Mondschein ziehe ich meine Kreise um den See und am Fluss entlang, bis es zu nass und zu kalt wird.



Seitdem ich in Berlin und in Frankfurt war, weiss ich einfach wieder, was ich jier habe. Einfach, sich auf das rad setzen zu können und ohne Autoverkehr hier heraus fahren - nicht schlecht. Und den Glibber kann man abwaschen, der ist weg und bestimmt dann nicht das Leben. Was bleibt, sind die rosigen Perspektiven hinüber zur anderen Seite des Flusses.

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