Mitbringsel

Ich habe mir das letzte Mal in Italien kein Rad gekauft. Auch keine Schuhe. Nur Apfelstrudel, sonst nichts. Und dann war eh Sonntag und am Sonntag kann man nichts kaufen. Als ich dann am Brenner war, sah es so aus, als hätte ich mich endlich einmal beherrschen können. Und es stimmt ja auch, ich habe kein Rad aus Italien mitgebracht.







Allerdings war direkt hinter der Grenze zuu Österreich ein Geschäft für Radkleidung. Das machte Totalausverkauf, und weil man ja Trikots immer brauchen kann, und das heute zu Normalpreisen nicht weniger als normale Mode überteuert ist, hielt ich eben an.

Und kaufte Trikots, zwei, ganz billig. Allerdings sah ich dann an der Kasse, dass dort ein altes Simioncini im Schaufenster hing, eines von der ganz seltenen Sorte, und ich habe Blut und Wassr geschwitzt, weil da 10 vor mir waren und ich fürchtete, die würden es gleich einsacken. Haben sie aber nicht getan, und so habe ich eben aus Italien kein Rad mitgebracht, nur unterwegs war da halt eines im Schaufenster.







Aber ich habe mich beherrscht, habe nach keinem Rad gesucht und auch nicht bei Subito geguckt. Ich finde das - obwohl Eigenlob - sehr vorbildlich, und das Simoncini war keine Absicht, keine Planung und keine Jagd im eigentlichen Sinne, sondern nur die Verkettung von Umständen jenseits meiner Kontrolle und von Italien natürlich auch.

Sonntag, 27. Oktober 2013, 19:27, von donalphons | |comment

 
"...und am Sonntag kann man nichts kaufen"
Auch wenn an dieser Bastion sehr gekratzt wird, ist es gut so, daß am Sonntag die Geschäfte mal zu sind. Hoffentlich bleibt das auch so. Die Leute müssen nicht jeden Tag der Woche mit dem Shoppingwahnsinn in den Augen durch die Gegend stürzen.

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Finde ich grosso modo auch, aber für Reisende, die etwas mitbringen müssen, ist der Sonntag etwas schwierig, Ich bin im Moment in Verona, da war gestern "Tutti Santi", und alles ist zu, bis auf die Innenstadt, da ist alles offen gewesen. Das ist ein Kompromiss und hat meinem Schuster übrigens auch zu einer deutschen Sonde3rkonkunktur verholfen - der war nämlich zufälligerweise gerade im Laden.

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Mir ging es früher ähnlich mit alten Jazzschallplatten. Und noch früher mit Süßigkeiten. Das mit den Jazzschallplatten ist vorbei (ich hatte irgendwann alles).

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Das hatte ich jedenfalls noch nicht! Allerdings habe ich auch vorgestern wieder ein Rad verkauft.

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Eine wunderbare fünfstrahlige Schönheit!

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Danke, die Kisten sind in der Form extrem selten, in dem Fall übrigens eine Massfertigung.

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Wie kommt man denn zu so einer schönen Massanfertigung?

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Man fährt zuu Simoncini in die Toskana und bestellt, was man gerne hätte. Oder zu Pellizoli nach Bergamo oder zu Gransis nach Verona.

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Kann einem auch der Hausherr ein passendes Rad angiessen?

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die spannende frage ist ja ob man sowas braucht. denn sinn macht das eigentlich nur, wenn man leistungssport betreibt oder einen seltsamen körperbau hat.
für den otto normal freizeitfahrer macht der angesprochene cm hier und da nicht viel aus.

der otto normal freizeitfahrer wird ja auch nicht spürbar schneller wenn er statt auf der 2500€ alugurke auf dem 5000€ plastehobel durch die landschaft pflügt.

der hausherr trainiert auf 30 jarhe alten stahlbombern und kommt damit offensichtlich problemlos über irgendwelche pässe.

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Bei mir um die Ecke ist Daccordi, die auch nach Maß löten.
Unter anderem einen sehr schönen gemufften Stahlrahmen!

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@rollproll
Nein, die Frage ist nicht, ob man sowas braucht, sondern, ob man sowas gerne möchte.

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wenn man sowas unbedingt möchte dann wendet man sich einfach mal an:

Krautscheid, Vogel, MaWi, SeLi, Stolz (ch), wheeldan, naturrad und diverse andere Rahmenbauer in D, die von holz und bambus bis stahl alu, carbon und mischformen alles im angebot haben.
auf maß zu bauen ist für die oben genannten eher die regel als die ausnahme.

die preise sind sogar vergleichsweise moderat. die günstigsten dürften bei 1000 oder 1500€ (auch je nach material) pro rahmen losgehen. viel teurer als ein markengerät aus taiwan ists oft nicht.

für die pfennigfuchser: in polen gibts noch gromada und einen anbieter für alurahmen, dessen name mir gerade entfallen ist.

nachtrag:
meine skepsis bzgl rennrad maßrahmen für otto normal äußerte ich ja bereits. ein rennrad ist eine recht simple kiste was geometrien und anlötteile angeht, da tuts meiner unbescheidenen meinung nach wirklich oft stangenware.
wo man von anfang an über einen gang zum maßrahmenbauer nachdenken kann, ist beim kauf eines reiserads. da ist gute beratung durchaus sinnvoll und so ein rahmen bietet viel mehr ansatzpunkte für eigene sonderwünsche, die einem die großserie nicht erfüllen kann.

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Lustig, mit dem einfach so hingeworfenen "massanfertigen" meinte ich eigentlich nur, ob der Don einen Laien beim Erwerb eines Gebrauchtfahrrads unterstützen könnte. Für etwaige Verwirrung oder Aufregung bitte ich um Entschuldigung. :-)

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Das letzte Bild ist traumhaft.

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Oben letztes Blau und Sonne, unten früher Nebel.

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Ich glaube, so viele kunstvoll verbrämte Fassungen von "es ist einfach so passiert" bekommen außerhalb des Kreises der Leser dieses Blogs nur noch Strafrichter zu hören ("JA, also das war so, der war da, und ich hier, und das Wetter und das Licht, und dann fällt der doch in mein Messer, war einfach da, eigentlich hat er es mir sogar aus der Tasche gezogen, irgendwie, glaubens mir Herr Richter...)

Aber schick. Passt denn die Massanfertigung zum neuen Eigentümer?

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Ja, es passt ziemlich genau. Der Vorbau oder mein Bauch könnte jeweils 1 cm kürzer sein, ansonsten ist alles richtig.

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Frage
Was ist eigentlich aus den Teekannen geworden? Man hört nichts mehr.

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